ein Testbericht von chevyfan2009-01-26 12:50:05vom 26.01.2009Empfehlung: ja
Vorteile: optischer Bildstabilisator...Nachteile/Kritik: bei beiden Endbrennweiten optisch etwas schwächer
Vor einiger Zeit habe ich mir in Verbindung mit der Cash-Back-Aktion von Canon die EOS 5D als Kit mit dem Canon EF 24-105 mm 1:4 L IS USM zugelegt. Hier konnte ich mir ca. die Hälfte der Kosten für das Objektiv sparen, für das man ca. 900 -1.000 € auf den Tisch des Fotohändlers blättern muss.
Für Canon EOS-Kameras mit Crop (scheinbare Brennweiten-Verlängerung im Vergleich zum Kleinbildformat) Faktor ist diese Optik schon ein kleines Telezoom mit ca. 38-168mm Brennweite. Natürlich hier bei einer durchgängigen Lichtstärke von F4 durchaus reizvoll. Für Denjenigen, der größtenteils in diesem Brennweitenbereich sein Motiv findet, ist diese Optik schon empfehlenswert.
Das Objektiv wurde in der Presse schon viel kritisiert und selbst die Bewertungen für die EOS 5D wurde durch dieses Objektiv „heruntergezogen“. Dies halte ich jedoch fast für unlauter und an der Thematik vorbei. Das das Objektiv an einer Vollformat Kamera andere Leistungen vollbringen muss, ist ja völlig klar und jeder weiß auch, dass Sensoren weniger verzeihen, als ein Filmstreifen. So ist eine optische Beurteilung für Objektive an digitalen SLR’s generell eine knifflige Angelegenheit und sehr stark von der verwendeten Kombination abhängig. Vorhanden Serienstreuungen (ja, leider auch bei L-Objektiven) bei den Geräten und den Linsen verbessert diese Tests auch nicht gerade. So kann auch ich meine Kombination nur beurteilen und da ergeben sich auch andere Ergebnisse.
Eines scheint bei allen Tests jedoch ähnlich zu sein, bei 24mm ist eine starke tonnenförmige Verzeichnung schon im Sucher zu verzeichnen. Mir scheint jedoch, dass auch der Sucher seinen Anteil daran hat. Nutzer, die gerne im Weitwinkelbereich ihre Motive ablichten möchten, sei hier wirklich empfohlen, ein entsprechendes Objektiv in den Bereichen von 17-35/40mm zu suchen. Sobald gerade Linien am Rand auftauchen, wird das mit diesem Objektiv unschön. Doch ab ca. 35mm geht das für meine Begriffe schon in Richtung Traumzoom. Selbst typische kissenförmige Verzeichnungen am anderen Brennweiten-Ende von 105mm kann ich nicht feststellen (ich fotografiere keine Test-Quadrate ;-) Ja, das Objektiv hat eine gewisse Streulichtempfindlichkeit, was angesichts der großen Frontlinse bei dieser Konstruktion auch kein Wunder ist. Die mitgelieferte Streulichtblende kann da nicht viel machen, denn sie ist nun mal für die Mindestbrennweite von 24mm gebaut. Canon Ingenieure sind keine Zauberlehrlinge und können physikalische Gesetze nicht außer Kraft setzen, so sehr das der Nutzer/Tester auch möchte. Die wichtigsten Kriterien sind für mich jedoch die Schärfe und die Auflösung. Und da habe ich wahrlich keine Beanstandung. Knackscharf und ohne für mich sichtbare Randabdunkelungen bildet das Objektiv das Motiv ab, selten habe ich so eine Leistung bei einem 4-fach-Standardzomm gesehen. Dieses optische System ist eines L-Objektives durchaus würdig.
Ebenso ist die Verarbeitung einfach nur klasse. Das Metallbajonett wird durch die vorhandene Dichtungslippe wirkungsvoll vor Staub geschützt. Die bekannte Oberflächenstruktur ist robust und schützt vor Fingerabdrücke. Das der Tubus bei längerer Brennweite nach vorne herausfährt, mag auch wieder einige stören, hier gibt es jedoch keinerlei Spiel zu verzeichnen. Der Objektivkopf ist zwar, bedingt durch die großen Frontlinsen, schwer, jedoch ein unabsichtliches herausfahren droht überhaupt nicht, so „satt“ funktioniert die Zoomverstellung. Ein ZoomLock halte ich für
diese Objektivkonstruktion also eher für überflüssig, sowas verleitet Konstrukteure gerne dazu, doch etwas mehr Spiel zu geben. Für ein L-Objektiv üblich haben wir bei dieser Zoomlinse einen Ring-USM, der eine jederzeitige Eingriffsmöglichkeit in den Scharfstellprozess bietet. Schnell und absolut treffsicher verrichtet dieser trotz der durchgängigen Lichtstärke von F4 seine Arbeit.
Der vorhandene Bildstabilisator (IS) gibt dem Nutzer einen Belichtungsspielraum von bis zu drei Blendenstufen und gleicht so sehr erfolgreich mangelnde Lichtstärke aus. Eine zweite Stufe des IS (für horizontale Schwenks) bietet das Canon EF 24-105 mm 1:4 L IS USM nicht, aufgrund des Brennweiten-Bereiches halte ich das jedoch für verschmerzbar. Dieses Feature ist bei richtigen Telezoom weit wichtiger. Sicherlich kann der IS keine fehlende Lichtstärke ersetzen, hier muss der Nutzer entscheiden, was er denn will. Alternativen bietet Canon ja an.
Das Objektiv ist „Zwischenringkompatibel“ und bietet in Verbindung mit dem Canon Zwischenring EF25 einen Abbildungsmaßstab von 1:1,6 (und das mit Bildstabilisator) bei 105mm.
Mein Schlußurteil:
Ohne nochmaliges Aufzählen der techn. Details möchte ich sagen, dass ich die Kombination EOS 5D und dem Canon EF 24-105 mm 1:4 L IS USM für ein gelungenes Kit halte. Und allen Unkenrufen zum Trotz bin ich von dieser Linse begeistert. Das Geld ist diese 620g Optik wert und sicherlich findet diese weiterhin dankbare Fotofreunde. Die Verarbeitung stimmt, die Optik ist mit leichten Einschränkungen sehr zu empfehlen, die Mechanik ist hervorragend, die Gegenlichtblende wird mitgeliefert und ein Objektivbeutel ist auch dabei. Wenn ich mehr optische Leistung will, dann kaufe ich mir eine Festbrennweite und muss dann mit der mangelnden Flexibilität zurechtkommen.
Je länger ich diese Optik benutze, desto häufiger entpuppt sie sich als mein favoritisiertes Standard - Zoom und zwar egal an welcher Kamera. Bei der D5 ist sie die Ideale Brennweite, wenn ich nicht weiß, was so auf mich zukommt und an der D40 entwickelt sie sich als ideales Portrait - Zoom.
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Allrounder mit kleinen Einschränkungen
ein Testbericht von raven532011-11-27 11:05:45vom 27.11.2011Empfehlung: ja
Vorteile: Verarbeitung, optischer Bildstabilisator...Nachteile/Kritik: Preis, Offenblende 4.0
Heute möchte ich ihnen einmal meine Erfahrung mit dem Canon EF 24-105mm L IS USM mitteilen.
Wieder ein Objektiv mit rotem Ring, d.h. aus der L-Serie, was für gehobene Qualität steht und sich leider wieder mal im Preis bemerkbar macht.
Das Objektiv:
Die Verarbeitung ist wirklich klasse, sehr robust, kein Klappern und kein Wackeln, alles sehr leichtläufig.
Die Qualität überzeugt. Der Brennweitenbereich von 24-105mm deckt natürlich eine große Bandbreite im fotografischen Bereich ab von Weitwinkel bis zur leichten Telelastigkeit. Mit Offenblende f/ 4 ist das Objektiv nicht sehr lichtstark. Verwendbar sowohl an Kameras mit APS-C Sensoren , sowie auch am Vollformat.
Sehr schön ist der optische Bildstabilisator, der wirklich eine sehr schöne Erfindung ist, mehr dazu in der Praxis. Der Autofokus arbeitet mit Ultraschallmotor, fokussiert leise und schnell.
L-typischer Lieferumfang ist neben dem Objektiv die passende Streulichtblende und der Lederbeutel für den sicheren Transport.
Fotopraxis:
Betrieb an der EOS 5 D Mark II und an der EOS 30D.
Mit beiden Kameras erzielt man sehr gute Bildergebnisse, die Abbildungsleistung ist hoch, der sehr zuverlässige Autofokus zaubert scharfe Bilder.
Minuspunkt: AM APS-C Format der 30D fällt auf, das die Bilder im weitwinkeligen Brennweitenbereich sehr flau wirken, erst leicht gezoomt zeigt das Objektiv seine Stärke, weiß dann aber zu überzeugen. An der 5D Mark II durchweg knackscharfe Fotos.
Der optische Bildstabilisator ist Klasse, unterstützt den Fotografen hervorragend, wenn Fotosituationen längere Belichtungszeiten erfordern. Man kann im Sucher gut mitverfolgen, wie dieser arbeitet, selbst wenns mal etwas "wackeliger" wird. Auch in diesen Situationen sind gute Fotoergebnisse garantiert.
Mit einer Offenblende von f/ 4 ist man in der Kreativität, was das Spiel mit Schärfe/Unschärfe angeht, eingeschränkt. Vor allem am APS-C Sensor. Es ist bedingt Offenblendentauglich, abgeblendet sehr gute Qualitätssteigerung.
Fazit:
Ein Objektiv, wie für das Vollformat gemacht, es schwächelt leider an den APS-C Kameras. Wer also solche Kameras sein Eigen nennt, wirt ggf. nicht unbedingt glücklich, vor allem im Weitwinkelbereich und sollte sich mal ein paar Alternativen aus der EF-S Serie ansehen.
Ansonsten ein solider Allrounder, leider nicht ganz günstig.
ein Testbericht von jeffy19682011-04-08 07:42:50vom 08.04.2011Empfehlung: ja
Vorteile: schneller AF, Bildstabilisator...Nachteile/Kritik: nichts
Hallo liebe Leser,
Nach etwas längerer Pause möchte ich euch von einer neuen Anschaffung für meine Kamera berichten und zwar handelt es sich hier um das Objektiv Canon EF 24 mm - 105 mm - f/4.0 L IS USM.
Da ich ja 3 Objektive besitze (16-35, 70-200 und 60mm Makkro) musste jetzt endlich das o.g. Objektiv dazustossen, denn für manche Situationen ist das 16-35mm zu weit und das 70-200mm zu nah und somit musste ein Zwischending her und da war das Canon EF 24 mm - 105 mm - f/4.0 L
IS USM schon lange für mich klar das ich mir kaufen musste.
''' ### 1.) Vorgeschichte: ### '''
Tja wie oben schon erwähnt gibt es viele Situationen wo einfach ein Objektiv her muss das vom Zoombereich viel abdeckt und hier war dieses Canon EF 24 mm - 105 mm - f/4.0 L IS USM schon länger bei mir im Kopf und nun musste es ein-fach sein. Vorher kaufte ich mir zwar noch eine zusätzliche Camera, aber dieser Bericht kommt später.
Für mich war klar das es dieses Canon EF 24 mm - 105 mm - f/4.0 L IS USM sein muss, es gab keine Alternative, ja sicher ein Sigma, aber irgendwie bin ich da so und kauf mir lieber Qualität die etwas teurer ist, denn es bringt mir nichts wenn ich ein billigeres Teil kaufe und dann sehe das es doch ein Fehlgriff war.
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''' ### 2.) Hersteller: ### '''
Canon Gesellschaft m.b.H.
Zetschegasse 11
A-1230 Wien
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''' ### 3.) Verpackung: ### '''
Der Karton sieht eigentlich bei allen Canon Objektiven gleich aus und ist in den Hauptfarben weiß und Rot gehalten doch bei diesem Canon EF 24 mm - 105 mm - f/4.0 L IS USM ist der Karton in schwarz.
Wenn man die Schachtel aufmacht sieht man ein Styropor welches über die gan-ze Größe der Schachtelöffnung geht und in der Mitte ist hier die Aussparung wo das Objektiv eingebettet ist.
Nimmt man das Styropor weg kann man das Objektiv herausnehmen das noch zusätzlich in durchsichtigem Plastik eingepackt ist und drunter liegt auch die Sonnenblende für das Objektiv.
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''' ### 4.) Design/Inhalt : ### '''
''' Design: '''
Tja wie sieht das Objektiv aus, natürlich eigentlich so wie jedes andere Objektiv auch. Der Teil zum verstellen des Zoombereiches ist ca. 1,5 cm breit und der Teil zum manuellen fokussieren ist etwas schmäler.
Auffallend an diesem Objektiven der EF Serie ist das vorne ein dünner roter Rand zu sehen ist, was auch optisch total super aussieht.
Es gibt einen Schalter am Objektiv: AF/MF was nichts anderes heißt wie das man den automatischen Fokus (Scharfstellen) ausschalten kann und dann händisch scharf stellen muss.
Ein zweiter Schalter gleich neben dem AF Schalter ist der Schalter für den Bild-stabilisator.
Es ist auch ein Sichtfenster zu sehen welches beim Scharfstellen anzeigt wie weit das Objekt entfernt ist.
''' ### 5.) Technische Daten: ### '''
Bildwinkel (hor. 74º - 19º 20', 53º - 13º, 84º - 23º 20'
Optischer Aufbau (Linsen/Glieder) 18/13
Anzahl Blenden-Lamellen 8
Kleinste Blende 22
Naheinstell-Grenze (m) 0,45
Größter Abbildungs-Maßstab 1:4,3 (bei 105 mm)
Datenweitergabe zur Abstands-Information Ja
Bildstabilisator 3 Belichtungsstufen
AF Motor ringförmiger USM²
Filter Durchmesser (mm) 77
Max. Durchmesser x Länge (mm) Ca. 83,5 x 107
Gewicht (g) Ca. 670
Abbildungs-Maßstab mit Zwischenring EF12 1:2,5 – 1:8,3
Abbildungs-Maßstab mit Zwischenring EF25 1:1,6 – 1:3,71
Gegenlicht-Blende EW-83H
Beutel LP1219
Folienfilterh. III (Gegenlichtbl. III*) nicht kompatibel mit Folienfilterhalter III/IV
Folienfilterh. IV (Gegenlichtbl. IV*) (0)
Extender EF1.4x II und EF2x II nicht kompatibel
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''' ### 6.) Kaufort und Preis: ### '''
Das Objektiv habe ich bei uns in Wien und zwar bei blende7 gekauft und hat € 1097.-- gekostet.
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''' ### 7.) pers. Erfahrung: ### '''
Ich habe dieses Objektiv ja schon bei einigen meiner Kollegen gesehen die alle eigentlich mit diesem Objektiv in Verbindung mit einer Canon Kamera fotografie-ren und ich habe auch schon vorher mal testen dürfen und war schon damals begeistert.
Zuerst habe ich mal alles auspacken müssen und schon hatte ich das Objektiv auf der Kamera drauf was sehr einfach geht da das Objektiv einen Hilfspunkt hat und die Kamera auch und so setzt man das Objektiv auf die Kamera drauf und mit einer Drehung nach links bis es einrastet.
So und nun los, einmal durchgeschaut durch den Sucher sieht man die Messfel-der zum fokussieren und einmal halb den Auslöser gedrückt stellt sich der AF, auf das Objektiv das man in dem Messfeld was man vorher an der Kamera defi-niert hat, scharf.
Und ich kann euch sagen dies passiert in rasender Geschwindigkeit vor allem bei meiner neuesten Camera die ich mir auch gekauft habe.
Der IS-Modus 2 dient zur Bildstabilisierung, wenn das Objektiv gleichzeitig mit dem Motiv mitgezogen wird. Wird bei der Verfolgung eines sich bewegenden Ob-jekts beispielsweise horizontal geschwenkt, so korrigiert der IS-Modus 2 nur das unerwünschte vertikale Verwackeln.
Wer eine Kamera von Canon hat wird dieses Objektiv früher oder später kaufen da es auch mit seiner festen Blende von 1:4,0 absolut Lichtstark ist was beson-ders in dunkleren Räumen hilfreich ist.
Was genial ist das man kein Stativ benötigt um gute Bilder zu machen, durch den Bildstabilisator ist das kein Problem und da das Objektiv nicht zu schwer ist geht das alles super.
Ich verwende dieses Objektiv relativ oft dort wo mein 16-35mm nicht ausreicht und ich bin echt froh über den Kauf, denn er hat sich auf alle Fälle ausgezahlt.
Das einzige was mcih ein wenig stört ist das das zoomen etwas strenger geht, na ja ich bin verwöhnt vom 16-35mm wo das ja ganz leicht geht und beim 24-105mm geht das doch etwas schwerer.
Die Fotos werden scharf, AF geht schnell und der Bildstabilisator is einfach geni-al, also wenn ein gescheites Objektiv dann die EF Serie.
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''' ### 8.) Fazit: ### '''
Also dieses Objektiv ist der absolute Hammer, natürlich ist der Preis heftig aber das Objektiv ist es wert. Schneller AF und der Bildstabilisator sind echt genial, ich bin mit diesem Teil sehr zufrieden und kann es nur empfehlen.
Deswegen vergebe ich 5 Sterne und spreche eine Kaufempfehlung aus.
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Edi t:
Ich lasse sämtliche Objektive und auch Kameras einmal im Jahr reinigen und die Objektive justieren, was ich auf alle Fälle empfehlen würde um eine optimale Bildqualität auch weiterhin zu bekommen.
Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
LG Stefan
ein Testbericht von mggbf02009-11-01 10:43:36vom 01.11.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Die Bildqualität
Die Verarbeitung...Nachteile/Kritik: Der Preis
Keine Sonnenblende dabei
** Einleitung: **
Ich habe mir kurz nach Erscheinen die 30D mit dem Kit 18-55 gekauft. 2 Testausflüge und 3 Wochen später war ich stolzer Besitzer des 24-105L und dann fing die digitale Fotografie wirklich an. Ich will hier nicht über das alte Kit-Objektiv schreiben (Canon hat das ja auch selbst erkannt, und der Nachfolger – erkennbar am „IS“ soll ja auch deutlich besser sein), aber die Kamera ist eben nur so gut wie das Objektiv, und – vorweggenommen – der Unterschied zwischen 18-55 und 25-105L ist riesig und das merkt
man bei jedem Bild, das man macht.
Wobei sich alle diese Beschreibungen stark danach richten, wie ich dieses Objektiv empfinde, und nicht unbedingt nach den „Hard Facts“ der Produktblätter (die ich hier bewusst nicht reinkopiere, bei Interesse bitte diese auf der Canon- Seite aufrufen). Außerdem fotografiere ich keine Refernzgitterlinien oder ähnliches, sondern meine Familie, lustige Ereignisse, Urlaube, etc. Meine Erfahrungen geben das wieder, wenn man das Objektiv zum Fotografieren verwendet und nicht als wissenschaftliches Forschungsobjekt. Aus diesem Grund habe ich alle die Funktionalitäten weggelassen, die ich nicht verwende (zum Beispiel lässt sich die Schärfenregelung „gleichzeitig“ manuell und automatisch bedienen, ohne umzuschalten. Das ist nicht bei allen Objektiven möglich und verlangt besondere Konstruktionen. Ich brauche es aber nicht und habe es nie verwendet, deshalb: schon wieder vergessen).
** Für Nicht-Canonisti **
Die Welt der Canon Objektive ist in zwei Teile geteilt, die Welt der „L“ und der „Nicht-L“. In den Foren wird munter gestritten, wofür denn nun das „L“ steht, die meisten denken, es stünde für „L“uxus. Ich weiß aber aus gesicherter Quelle, dass es für „BesseLe BiLdeL“ steht (Canon kommt ja aus dem fernen Osten. Zurück zum Thema, die Unterschiede der L zu den Nicht-L sind normalerweise
* 2-3 facher Preis (immer)
* deutlich größer und schwerer (weil höherwertige Komponenten verbaut sind)
* mehr Lichtstärke (in dem Fall 4.0 als kleinste Blende)
* leisere (und schnellere und bessere) Scharfstellung (das ist das Kürzel „US“), aber nicht bei allen
* besserer Verwacklungsschutz (das ist das Kürzel „IS“), aber auch nicht bei allen
* optisch die Farbe beige (aber nicht bei allen)
* optisch ein roter Ring am Objektivende (das ist bei allen)
* mechanisch deutlich robuster ausgeführt
* spezielle Glasvergütungen, mehr Linsen, etc, was man dann am Resultat sieht
* höherwertiger Eindruck
Also in Summe einfach „BesseLe BiLdeL“, aber auch deutlich mehr Gepäck in der Fototasche. Für die meisten Anwendungen gibt es von Canon alternativ immer jeweils ein L und ein Nicht-L, wobei eben in Preis aber auch in der Leistung Welten dazwischen liegen.
** Das Produkt **
Dieses Obejktiv deckt einen Brennweitenbereich von 24 bis 105 mm ab. Das ist bei den Profikameras von Canon (1er und 5er) ein ganz normales Standardobjektiv, bei den Amateurkameras (2-, 3- und 4- stellige Zahlen) muss man diese Angaben mit 1.6 multiplizieren (Crop) und ist damit bereits in einem leichten Telebereich. Ich besitze Amateurkameras von Canon (30D/40D), das heißt, dass dieses Objektiv für Stadt- und Gebäudeaufnahmen nicht mehr unbedingt geeignet ist. Das Objektiv passt auf alle einigermaßen aktuellen Canon Spiegelreflexkameras (ich weiß von keiner Canon, auf die es nicht passt).
** Der Preis **
Unter Schmerzen blättert man gut 1000 Euro auf den Tresen des freundlichen Canonhändlers. Diesen Preis habe ich auch bereits vor 3 Jahren bezahlt, als ich mir die Linse gekauft habe. Im Gegensatz zu den Kameras veralten die Objektive nicht und halten ihren Preis auch über Jahre. Also eine durchaus längerfristige Investition. Warum ich dennoch denke, dass es seinen Preis wert ist, schreibe ich in meinen weiteren Erfahrungen.
Normalerweise kommt jetzt der Einwand: „Teure Ausstattung macht nicht automatisch gute Bilder“. Das stimmt natürlich, aber ich bin mir sicher, dass eine zu schlechte Ausstattung automatisch schlechtere Bilder macht und auch deutlich den Spaß am Fotografieren mindert. Bei dem Produkt bin ich mir sicher, dass es immer deutlich mehr bieten wird als ich nutzen kann, und der limitierende Faktor garantiert hinter der Kamera steht, und genau so soll es meiner Meinung nach sein und macht es Spaß!
** Die Ausstattung **
Canon- typisch mau. Das Objektiv selbst hat:
* Schnellen und leisen (Ultraschall)- Autofocus
* Das vordere Ende dreht sich nicht mit (wichtig, wenn man einen Pol- Filter montieren möchte)
* Einstufigen Verwacklungsschutz (IS), der ebenfalls sehr leise ist.
* Und die Sachen, die man sich bei einem Objektiv erwartet, wie vorne und hinten jeweils eine Öffnung, durch die man durchgucken kann, Verschluss zum Anbringen an die Kamera etc, ich werde das nicht alles aufzählen…
Wenn man das Objektiv aus der Verpackung genommen hat, schaut man ein bisschen ungläubig: Die Verpackung ist fast leer. Es sind noch jeweils ein Plastikdeckel für vorne und hinten dabei, sowie ein dünnes Heftchen. Schmerzlich vermisst man eine Gegenlichtblende (vulgo Sonnenblende), Canon lässt sich dieses unbedingt nötige Stückchen Plastik mit über 30 Euro extra bezahlen, in dieser Preisklasse finde ich das :-( Außerdem statte ich meine teuren Objektive mit einem zusätzlichen „Skyfilter“ aus, der eigentlich nur die Aufgabe hat, das teure Objektiv gegen Zerkratzen zu schützen.
** Die Verarbeitung **
Super! Auch nach 3 Jahren mit Aufenthalten am Meer, auf Booten, an Sandstränden, in staubigen Städten etc und auch mal rauer Behandlung im Fotorucksatz knirscht und klappert nichts. Die Materialanmutung ist äußerst hochwertig, alle Einstellungen gehen sehr exakt und angenehm.
** Service, Handbücher **
Habe ich noch nie in Anspruch genommen bzw brauche ich nicht. Also neutral.
** Die Bilder **
Strahlend schön! Die Bilder sind von den Farben und von den Details super aufgelöst, die Scharfstellung ist meistens (auch bei wenig Licht) genau richtig. Die einzige Schwäche ist imo im Weitwinkelbereich. 24mm ist am Crop gleich wie 38mm KB, da kann jede Handtaschenknipse mehr, und zusätzlich verzerrt es im Weitwinkelbereich ziemlich stark (waqs man nachbearbeiten könnte, aber ich will eigentlich nicht jedes Bild nachbearbeiten). Wenn man also eine Kirche von außen fotografieren will, sollte man entweder auf einen ausreichend großen Kirchplatz wert legen, oder sich ein zusätzliches Weitwinkelobjektiv zulegen (dementsprechend war das 10-22mm mein zweites „echtes“ Objektiv).
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