Tipps & Tricks zum Thema (Allgemein) Testbericht

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Erfahrungsbericht von macfischkopp

Tod auf Raten - ist es das wert?

Pro:

dazu fällt mir nun gar nichts ein

Kontra:

teuerer Spaß; Ursache für viele Krankheiten

Empfehlung:

Nein

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Meine Gründe für diesen Bericht
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Grund 1: Die Idee zu meinem heutigen Thema kam mir vor einigen Tagen, als ich still und leise für mich einen Jahrestag beging. Am 30. August 1995, also vor 8 Jahren, habe ich meine letzte Zigarette geraucht, anschließend die noch halbvolle (der Pessimist würde sagen: die halbleere) Schachtel Lord Extra in die Tonne geworfen und seitdem tatsächlich nie wieder einen einzigen Zug Tabak inhaliert.

Es gab keine medizinischen Notwendigkeiten für meinen Entschluss, sondern ich war (sicher bedingt durch meinen damaligen sehr stressigen Rund-um-die-Uhr-Job in der Gastronomie) mittlerweile bei einem Konsum von fast 2 Schachteln am Tag angelangt und fühlte allmählich, dass ich etwas dagegen tun muß. Es war ein schwerer Weg mit vielen Rückschlägen, aber an jenem 30.8. vor 8 Jahren war es dann tatsächlich soweit.

Seitdem habe ich mich immer wieder mit den Folgen des Rauchens befasst und bin heutzutage heilfroh, dass ich die Glimmstängel (das \"ä\" schreibt mir die neue Rechtschreibung vor – sieht vielleicht doof aus!) aus meinem Leben verbannt habe. Anfangs war die Beschäftigung mit den negativen Seiten des Rauchens sicher eher eine Art Motivationshilfe, um ja nicht wieder schwach zu werden. Inzwischen jedoch halte ich es für äußerst wichtig, dass man den einen oder anderen Fakt dazu ganz einfach kennen sollte.


Grund Nr. 2: Immer wieder lese ich auf Ciao Berichte zu diversen Zigarettenmarken. Zum einen ärgert mich daran, dass diese Berichte meistens von relativ jungen Usern geschrieben werden, die es wohl cool einfach nur finden zu qualmen; andererseits habe ich generell etwas gegen Zigarettenwerbung. Diese Dinger richten soviel Schaden an, da muss ich nicht noch einen großartigen Bericht schreiben, die Dinger anpreisen, weil sie ja so toll schmecken, und dann auch noch 5 Sterne dafür vergeben.


Grund Nr. 3: Ich stehe eines Morgens um halb acht an der Straßenbahnhaltestelle. Um diese Zeit bin ich sonst schon längst weg, aber es ging letzten Montag nicht anders. Nun ist das ja die Zeit, zu der sich auch die Schulkinder auf den Weg machen. An besagter Haltestelle standen etwa 10 Kinder und Jugendliche im Alter von ca. 13 – 16 Jahren –alles Mädchen-, aufgeteilt in kleine Grüppchen. Mir fiel auf, dass bis auf eine Ausnahme JEDER dieser Teenies eine Zigarette am glühen hatte. Ich bin bestimmt nicht weltfremd, aber dieser Anblick hat mich schon etwas ins Grübeln gebracht.


Grund Nr. 4: Am Nachmittag komme ich von Arbeit zurück, gehe in unsere Kaufhalle (für den Wessi: Supermarkt *gröl*). Vor diesem Zeugnis sozialistischer Baukultur treiben sich immer noch jede Menge vietnamesische Zigarettenhändler rum. Zu einem dieser Händler kamen an jenem Nachmittag drei kleine (und das meine ich wörtlich!), vielleicht 10 Jahre junge Jungs und verlangten jeder eine Schachtel Marlboro. Und was passierte: Der Typ griff in seinen Beutel, gab die Zigaretten raus, kassierte und verschwand wieder hinter seiner Hecke.


Passend dazu fand ich gestern im \"Berliner Kurier\" die Meldung, dass allein in Berlin 18% der 15-17jährigen pro Tag 20 Zigaretten und mehr rauchen! Mir erschreckt das alles unwahrscheinlich. Nun begründet sicher ein Teenie seine Gründe für das Rauchen ganz anders wie ein 45jähriger. Fakt ist aber, dass jeder, der sich die Dinger ins Gesicht schiebt, ganz bewusst Harakiri betreibt, denn die Folgen kennt jeder!

Deshalb will ich im folgenden allen, die möglicherweise noch nach Motiven für das Aufhören suchen, aber auch denen, die einfach völlig gedankenlos das Gift Tag für Tag in sich einsaugen, einige Infos zu den Gefahren und Risiken geben , die das Rauchen mit sich bringt. Dabei will ich keinesfalls den Oberlehrer spielen, auch niemandem den erhobenen Zeigefinger auf`s Auge drücken, denn Ihr seid alle erwachsene Menschen und für Euer Tun allein verantwortlich. Ich mache mir auch keinerlei Illusionen darüber, dass ich mit diesem Bericht irgendetwas oder irgendjemanden verändern oder bekehren könnte. Ich werde mit Sicherheit auch nicht nur positive Antworten auf meinen Bericht erhalten, aber das alles soll mich nicht davon abhalten meine Meinung zu äußern, denn wie heißt es so schön: \"Wenn du zur Quelle willst, musst du gegen den Strom schwimmen.\"



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RAUCHEN IST EINE SUCHT
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Ich denke, dass mir jeder zustimmen wird: Rauchen ist eine Sucht. Aber was bedeutet der Suchtbegriff eigentlich? Nun, ich würde es mal ganz grob so definieren:
Süchtig ist jemand, der etwas gerne tut oder etwas zu sich nimmt, und dieser Vorgang sich stets und ständig wiederholt, weil man nicht mehr anders kann. Man ist also abhängig von dieser Sache. Allerdings finde ich, dass man hier schon eine Unterteilung treffen sollte, denn nicht jede Sucht ist gleich gefährlich oder schädlich. So kann man es z.B. nicht miteinander vergleichen, ob ich süchtig bin nach meiner morgendlichen Tasse Kaffee oder ob ich nicht mehr ohne Alkohol leben kann. Oder ob ich eben alle paar Minuten zwangsläufig nach der Zigarette greife.

Der Chef des staatlichen Instituts für Drogenmissbrauch in den USA hat mal gesagt: \"Nikotin macht genauso süchtig wie Alkohol, Heroin oder Kokain.\" Hm, das sehe ich etwas differenzierter. Natürlich (© macfischkopp) gelten für einen Raucher dieselben Suchtkriterien wie für einen Rauschgiftabhängigen oder einen Alkoholiker. Der entscheidende Unterschied hierbei ist in meinen Augen jedoch, dass es durch den permanenten Nikotinverzehr NICHT zu so genannten psychotoxischen Reaktionen kommt. Soll heißen, der Raucher ist zwar auch abhängig, aber er verliert zumindest mit fortlaufender Sucht nicht seine Persönlichkeit, wie es bei einem Alkoholiker und oft auch bei Drogenabhängigen in fortgeschrittenem Stadium der Fall ist. Die Folgen sind klar: sozialer Abstieg, Verlust von Familie (jedenfalls sehr oft), Arbeitsplatz, Freunden....

Ja, und nun? Soll das etwa bedeuten, Nikotin ist gar nicht so gefährlich? Wozu dann bitteschön die ganze Aufregung?



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DIE EIGENSCHAFTEN UND WIRKUNG DES NIKOTINS
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Bei Nikotin handelt es sich um den Wirkstoff, der in der Tabakpflanze vorhanden ist. Ursprünglich wird das Nikotin in der Wurzel der Tabakpflanze erzeugt. Mit dem Wachsen und Reifen der Pflanze wandert das Nikotin dann allmählich hoch in die Blätter. Habt Ihr gewusst, dass Nikotin eines der stärksten Pflanzengifte ist? Für den Menschen reichen 50 mg aus, um ihn zu töten. Nun klingt das sicher so, als ob dann sofort alle Raucher tot umfallen müssten, aber das ist nicht so.

Dem Raucher bleibt eine Nikotinvergiftung erspart, weil das Nikotin im Körper sehr schnell wieder abgebaut wird. Im übrigen wirkt es trotz seiner Giftigkeit NICHT krebserregend, es erzeugt auch keine Missbildungen bei Neugeborenen. Auch ist Nikotin allein nicht verantwortlich zu machen für die vielen chronischen Gesundheitsschäden und Spätfolgen, die Raucher aufzuweisen haben. Na, überrascht? Ja, war ich auch. Verantwortlich für diese Dinge sind vielmehr die zahlreichen Begleitstoffe, die zusammen mit dem Nikotin aufgenommen werden. Als besonders bösartig anzusehen sind hierbei vor allem das Kohlenmonoxid, Benzol und die unzähligen Teerpartikelchen.

Man kann es wohl am besten so zusammenfassen: Das Nikotin selbst ist zwar giftig, aber durch seine schnelle Ausscheidung relativ ungefährlich. Es ist aber durch verschiedene chemische Prozesse, die im Körper ablaufen, verantwortlich für die Sucht, die sich durch fortlaufenden Genuss entwickelt. Es wirkt bei Aufnahme scheinbar beruhigend auf den Raucher, während die miteingesaugten Teerpartikelchen für den Geschmack der Zigarette, aber auch für die fatalen Gesundheitsschäden sorgen.



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WARUM IST RAUCHEN NUN SO GEFÄHRLICH?
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So, nun wissen wir also, dass nicht das Nikotin selbst, sondern die Zigarette in ihrer Gesamtheit verantwortlich ist für alle entstehenden Schäden. Und davon gibt es eine Unmenge.

Da ich selbst viele Jahre geraucht habe, weiß ich natürlich, dass einen wahren Raucher diese ganzen Kampagnen gegen den Nikotingenuss überhaupt nicht interessieren. Ich hatte immer zwei Argumente, die ich allen \"Bekehrern\" entgegen hielt: Zum einen hat mein Opa sein Leben lang ohne Pause dicke Zigarren und jede Menge Zigaretten \"gefressen\", und er wurde 85 Jahre alt, und das bei bester Gesundheit. Und Argument Nummer zwei: Rauchen beruhigt! Letzteres ist übrigens völliger Unsinn, denn unser Organismus gaukelt uns diese Beruhigung nur vor. In Wirklichkeit baut sich im Körper zwischen zwei Zigaretten durch das fehlende Nikotin eine Art Spannung auf, die immer unerträglicher wird. Erst wenn dem Hirn die Neuaufnahme von Nikotin signalisiert wird, entspannen wir uns scheinbar wieder, denn die Sucht nach diesen Stoffen ist fürs erste wieder gestillt worden.

Jedenfalls –um wieder zum Thema zu kommen- hat mich all dieses Gerede von der Schädlichkeit des Rauchens nicht die Bohne gekümmert. Mir ging es ja –scheinbar- gut, ich habe sehr gerne geraucht, was sollte schon passieren? Krebs kann ich schließlich auch von anderen Dingen als der Zigarette bekommen.

Wenn ich heute lese, dass inzwischen durch unzählige Untersuchungen, Versuche und Experimente zweifelsfrei erwiesen ist, dass das Rauchen die hauptsächliche Ursache für allen möglichen Krebs ist, dann glaube ich schon eher daran und bin froh, dass ich für mich selbst das Risiko einer entsprechenden Erkrankung zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, aber doch erheblich minimiert habe.

Der Tabakrauch enthält viele starke, Krebserzeugende Stoffe, so genannte Karzinogene, wie z.B. das giftige Schwermetall Cadmium, welches die Tabakpflanze aus dem Boden aufnimmt und speichert. Oder das radioaktive Polonium, was einerseits über Düngemittel, aber auch über die Luft in die Pflanze gelangt und beim Rauchen inhaliert wird.

Allein dieses Polonium führt schon zu erschreckenden Werten und lässt mir eine Gänsehaut wachsen. Denn wer im Schnitt 1 bis 2 Schachteln Zigaretten pro Tag verzehrt, belastet damit seine Lunge mit einer Menge Radioaktivität pro Jahr, die etwa 250 Röntgenaufnahmen der Lunge entspricht. 250 Röntgenaufnahmen – das muss man sich mal ganz in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen! Die beim Ziehen an der Zigarette freigesetzten radioaktiven Teilchen setzen sich beim Inhalieren im äußeren Lungengewebe fest, was logischerweise die Entstehung von bösartigen Tumoren beschleunigt. Und wer es makaber mag, der könnte jetzt sagen: Der Raucher strahlt von innen!

Durch die Ablagerung all der gefährlichen Inhaltsstoffe des Tabaks vor allem auf und in der Lunge kommt es deshalb hauptsächlich bei Rauchern sehr häufig zur Bildung dieser bösen Krebsgeschwüre im Lungenbereich. Oder anders herum gesagt: bei ca. 85% aller Lungenkrebstoten war das Rauchen die Ursache für den Tumor. Das Schlimme daran: wird der Tumor erkannt, ist es in der Regel schon zu spät, denn er wächst sehr schnell und führt ab einem gewissen Stadium zu unsäglichen Schmerzen und führt auch heute noch fast immer zum Tod.



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WEITERE BÖSE FOLGEN DES RAUCHENS
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Rauchen ist seit vielen Jahren weltweit die hauptsächlichste Ursache für einen vorzeitigen Tod. Doch wer nun glaubt, Lungenkrebs sei die einzige Folgeerscheinung des Rauchens, der irrt gewaltig. Wer jemals und über einen längeren Zeitraum geraucht hat, der riskiert noch ganz andere schwere Krankheiten.

In vorderster Front rangiert natürlich der Krebs mit all seinen heimtückischen Gesichtern. Außer besagtem Lungenkrebs drohen dem Raucher verstärkt solche netten Dinge wie Kehlkopf-, Mundhöhlen- oder Zungenkrebs, Rachen-, Speiseröhren-, Magen-, Blut-, Blasen- und Nierenkrebs. Das Tabakgift macht eben vor nichts halt, wie man sieht.

Nun werden einige wieder sagen, ich kann auch von falscher Ernährung Krebs bekommen. Oder: mein Verwandter xyz hatte Lungenkrebs, obwohl er niemals eine Zigarette auch nur berührt hat. Okay, das bestreitet auch niemand, dass es diese Fälle gibt. Aber Fakt ist doch, dass die ungeheuren Schadstoffe die Tumorbildung um ein Vielfaches fördern und beschleunigen. Nicht umsonst treten z.B. 93% aller Mundhöhlenkrebserkrankungen bei Rauchern auf. Oder nicht umsonst waren 95% aller Kehlkopfkrebsopfer vorher Raucher.

Eine weitere schlimme Begleiterscheinung des Rauchens sind die Gefäßerkrankungen. Die durch die Ablagerung des Teers und anderer Beigaben hervorgerufenen Schäden an den Gefäßen führen zu Ateriosklerosen und Thrombosen, zu Raucherbeinen, Herz- und Hirninfarkten. Vor allem das Herzinfarktrisiko ist bei einem Raucher fünfmal höher als beim Nichtraucher.
Alles nicht so schlimm, was? Mich wird es schon nicht treffen! Oh Man....

Ebenfalls erschreckend finde ich, dass 64% aller impotenten Männer Raucher sind. Zufall? Wohl kaum. Und auch die Frauen kommen nicht ungestraft davon. Raucherinnen kommen etwa 5 Jahre früher als normal in die Wechseljahre. Der Grund dafür ist, dass die Nikotinablagerungen die Blutgefäße zu den Eierstöcken verstopfen, diese dadurch schlechter durchblutet werden und dadurch ihre Arbeit ca. 5 Jahre früher einstellen.


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RAUCHEN UND SCHWANGERSCHAFT
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Ich könnte ja pausenlos weitere Schreckensmeldungen verbreiten, aber irgendwie muss ich ja auch mal zum Ende kommen. Doch auf einen Punkt möchte ich unbedingt noch hinweisen.

Nun mag man ja zum Nikotin stehen wie man will. Jeder weiß im Prinzip, egal ob Teenie oder 90jähriger Greis, was er sich (© macfischkopp) und seinem Körper antut, wenn er ihm pausenlos das Tabakgift zuführt. Es ist schon schlimm genug, wenn sich trotz dieses Wissens kaum jemand von seiner Sucht befreien kann oder es wenigstens versuchen will. Aber Schluss mit lustig ist in meinen Augen spätestens dann, wenn ich als Frau Nachwuchs in die Welt setzen will.

Es gibt nämlich Dinge, die passen einfach nicht zusammen. Dazu gehören Feuer und Wasser, schwarz und weiß, Dieter Bohlen und gute Musik, oder eben Rauchen vor und während der Schwangerschaft. Eigentlich sollten jeder werdenden Mutter die Risiken bekannt sein, aber dennoch schaffen es viele nicht, die Glimmstängel (da ist dieses \"ä\" wieder...) beiseite zu legen.

Es soll mir niemand erzählen, er wisse nicht, was er dem werdenden Menschlein damit antut, wenn trotz Schwangerschaft immer fleißig weiter an der Kippe gezogen wird. Als Erwachsener ist man für sich selbst verantwortlich, aber so ein Ungeborenes hat keine Wahl, es ist abhängig davon, wie sich die Mutter vor und während der Schwangerschaft verhält. So ein Kind kann nichts für die Unvernunft seiner Eltern, aber es muss unter Umständen ewig dafür büßen.

Es hat ja niemand etwas gegen ein Glas Sekt oder Wein, wenn es sich denn mal ergibt, aber sobald die Zufuhr von Nikotin oder/und Alkohol ins Blut der Mutter regelmäßig erfolgen, müsste irgendwo eine Alarmglocke schrillen, denn diese beiden Suchtmittel können dem Kind auf Lebenszeit bleibende Schäden bescheren, oder –und das ist natürlich noch tückischer- erst als Spätfolgen des Rauchens der Mutter auftreten.

Einen enormen Einfluss hat das Rauchen der werdenden Mutter beispielsweise auf den sogenannten \"Plötzlichen Kindstod\". Raucht die werdende Mutter ca. 20 Zigaretten pro Tag, steigert sich das Risiko für das Baby, diesen Plötzlichen Kindstod zu erleiden, um satte 8%, bei Babys mit einem Geburtsgewicht unter 2500 Gramm liegt das Risiko sogar 16mal so hoch wie bei einer nichtrauchenden Mutter. Man hat also das Schicksal seines Kindes größtenteils selbst in der Hand

Doch nun muss ja nicht gleich jedes Kind sterben, dessen Mutter dem Nikotin frönt. Nein, es gibt stattdessen noch viele andere niedliche Folgeerscheinungen für den Nachwuchs.
Zum Beispiel sind \"Raucherkinder\" doppelt so häufig geistig behindert wie \"Nichtraucherkinder\". Man könnte es auch so sehen, dass also die Mutter möglicherweise die Intelligenz und geistige Entwicklung ihres Kindes durch die Sucht nach dem Tabak aufs Spiel setzt.

Noch mehr gefällig? Na gut. Im Blut von ungeborenen Kindern rauchender Mütter sind nachweislich drei krebserregende Substanzen vorhanden, die zweifelsfrei auch im Zigarettenrauch vorkommen. Diese Substanzen sind für spätere Leukämieerkrankungen und andere Krebsfälle bei diesen Kindern verantwortlich. Anders ausgedrückt: durch den Nichtverzicht auf die geliebte Zigarette legt die werdende Mutter praktisch den Grundstein für besagte Erkrankungen bei ihrem Kind. Es klingt hart, aber es ist nun mal so.

Ein ganz großer Risikopunkt sind auch Erkrankungen mit dem sogenannten ADHD-Syndrom, was für Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität steht. Damit kann wohl jeder was anfangen. Ursache dafür ist nach Aussagen von Wissenschaftlern der schädigende Einfluss des Nikotins auf das Hirn des Fötus. Im übrigen verengen sich durch das Nikotin die Blutgefässe in der Plazenta, wodurch das Ungeborene mit weniger Blut und Sauerstoff als normal ist, versorgt wird.

Ich denke mal, es reicht an dieser Stelle. Wer nun immer noch meint, während der 9 Monate Schwangerschaft seiner Rauchersucht nachgehen zu müssen, dem ist nicht mehr zu helfen. Mir tut nur das Baby leid, denn das kann sich wie schon gesagt nicht wehren gegen die Unvernunft der Mutter.

Ich weiß ja selbst, wie schwer es ist von der Lunte wegzukommen, aber so ein kleines Wesen müsste doch eigentlich Motivation genug sein, oder? Mädels, denkt mal darüber nach! Und auch die werdenden Papas haben da natürlich eine große Verantwortung. Schließlich wollen doch auch sie ein gesundes Kind, oder etwa nicht?



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PASSIVRAUCHEN
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Als ich noch aktiver Raucher war, ging mir das Gerede meiner Kollegen von wegen \"Passivrauchen ist auch gefährlich\" ziemlich am Hintern vorbei. Ist es bei euch nicht auch so, liebe Raucher? Heute weiß ich, wie recht sie hatten und immer noch haben.

Das Schlimme am passiven Mitrauchen ist dieser so genannte Nebenstromrauch der Zigarette. Das heißt, dass ca. 75 Prozent des eigentlichen Qualmes vom Raucher gar nicht inhaliert werden, sondern als hochschädlicher Cocktail, bestehend aus einer Mischung krebserregender Stoffe und Partikel, in der Luft umherschwirren. Unter anderem befinden sich darunter auch solche Leckereien wie das giftige Stickstoffoxid und Formaldehyd. Diese beiden Stoffe inhaliert ein unfreiwilliger Passiv-Mitraucher sogar in den gleichen Mengen wie der Raucher selbst.

Überhaupt sind Passivraucher oftmals denselben gesundheitlichen Risiken ausgesetzt wie ihre rauchenden Mitmenschen, da sie diese ganzen Schadstoffe der Zigarette ebenso aufnehmen wie der Raucher. Ich habe mal irgendwo eine Tabelle gesehen, wo alle möglichen Todesfälle über Jahre hinweg statistisch erfasst wurden, um dann eine Auswertung bezüglich der am ehesten vermeidbaren Todesursachen zu erstellen. An erster Stelle stand das Aktivrauchen, Platz 2 gehörte dem Alkoholmissbrauch, und dann auf Platz 3 folgte schon das Passivrauchen. Die Gefahren werden einfach unterschätzt, auch vom Nichtraucher selbst. Man sagt eben doch schnell mal \"Rauche ruhig, es stört mich nicht.\" Und genau das ist eigentlich grundverkehrt.


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WIE HÖRE ICH DAMIT AUF?
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Ich will nun keine seitenlangen Gebrauchsanleitungen geben, wie ich mit dem Rauchen aufhören kann. Sicher, es gibt diverse Helferlein wie Akkupunktur, Nikotinpflaster, Kaugummi usw. Aber meines Erachtens funktioniert nur ein einziger Weg: der eigene Wille! Ich muß mir wirklich darüber im klaren sein, warum ich aufhören will; ich muß wissen, dass es ein ziemlicher Kampf ist; ich brauche die Unterstützung meiner Mitmenschen, die es akzeptieren sollten. Mit anderen Worten, es ist reine Kopfsache. Ich habe auch 20 Anläufe gebraucht, aber nur deshalb, weil ich einfach geistig noch nicht hundertprozentig davon überzeugt war aufhören zu wollen. Als ich es dann tatsächlich genau wusste, klappte es auch. Und es hilft auch nicht, jeden Tag eine weniger zu rauchen – nein, weg mit der restlichen Schachtel, und aus!


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MEIN SCHLUSSWORT
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So, ist noch jemand da? Nein? Auch gut. Meinen Bericht, der doch wieder ganz schön ausgeartet ist, muss ich trotzdem zu Ende bringen.

Mein Thema hieß \"Gefahren des Rauchens\". Deshalb habe ich auch sehr viele Fakten und Zahlen mit eingebracht, die die wirklichen Risiken des Qualmens belegen sollen. Die meisten Raucher werden mich sicher nur mit einem Kopfschütteln bedenken, aber damit kann ich leben.

Apropos Leben: Ich habe nur dieses eine, deshalb bin ich froh, dass ich inzwischen eines der Hauptrisiken für die unfreiwillige Verkürzung dieses einen Lebens für mich selbst verbannt habe. Das heißt natürlich nicht, dass ich vor irgendwelchen Folgeschäden geschützt bin, denn ich habe ja auch einige Jährchen die Zigaretten regelrecht verschluckt. Aber ich habe zumindest die Gefahr erkannt und was dagegen getan.

Das Brutale ist doch, dass die Folgen des Rauchens nicht sofort erkennbar sind, sondern sich über Jahre hinweg unsichtbar im Körperinnern entwickeln. Deshalb ist es wahrscheinlich auch so schwer, die Kinder und Teenies von der Gefährlichkeit des Tabaks zu überzeugen. Zumal ihnen ja täglich vorgelebt wird, wie toll die Zigarette eigentlich schmeckt, wie normal es ist, sich so ein Ding zwischen die Zähne zu schieben. Sei es zu Hause, wo die Eltern rauchen, oder sei es das Fernsehen, wo in Filmen ja auch immer wieder kräftig gequalmt wird. Und nicht zu vergessen natürlich diese unsägliche 20minütige Zigarettendauerwerbesendung vor dem Hauptfilm in den Kinos. Solange unsere Kinder zum Beispiel immer wieder vorgeführt bekommen, wie toll und unbändig frei man sich nach dem Genuss einer Marlboro fühlt, können sonst welche Horrormeldungen über die Gefahren des Rauchens erzählt werden.

Wahrscheinlich hilft am ehesten die Schocktherapie. Wer einmal den Leidensweg eines an Kehlkopfkrebs erkrankten Menschen miterleben musste (und genau das habe ich!), der weiß was passieren kann. Wenn es erst soweit ist, helfen solche Sprüche wie \"Hätte ich doch nur aufgehört ..…\" auch nicht mehr, dann ist es schlicht und einfach zu spät.

Meine Tochter ist jetzt 14 Jahre, ich hoffe sehr, daß ich sie inzwischen genügend aufgeklärt habe zu den Risiken des Rauchens, und ich hoffe ebenso, daß ihr dasselbe mit euern Kindern tut!

Ich hoffe nur, mir bleiben jetzt von euch in den Kommentaren Hinweise auf die möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen erspart, die eintreten würden, wenn plötzlich alle Welt auf die Zigarette verzichten würde. Klar, es würden Millionen an Steuereinnahmen verloren gehen, einige Arbeitsplätze wären futsch. Aber wäre das die Sache nicht wert?

---auch veröffentlicht bei caio---

© 23.09.2003 macfischkopp

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