Die Päpstin (Taschenbuch) / Donna Woolfolk Cross Testbericht

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- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von Tina_07
->Die PÄPSTIN<- written by Donna W. Cross
Pro:
Spannung, Geschichte: der Leser wird in die damalige Zeit entführt
Kontra:
fällt mir grad nix ein ;)
Empfehlung:
Ja
Johanna, die Hauptperson der Geschichte, kommt am 27.12.814 in Ingelheim (Frankreich) zur Welt. Sehr zum Missfallen ihres Vaters, dem Dorfpriester von Ingelheim, denn Mädchen galten zu dieser Zeit noch als Strafe Gottes.
Er, ein fanatischer Katholik, ist ein strenger und brutaler Mann aus England , der auf seine Weise nach der Bibel lebt.
Seine Frau Gudrun, eine heidnische Sachsin, hat er bei einer seiner Missionarreisen verschleppt. Sie hat ihre ganze Familie bei dem Massaker in Verden an der Aller verloren.
Tausende von Sachsen sind an diesem Tag lieber gestorben, als den Glauben an ihre Götter aufzugeben und die Wahrheit des Herrn Jesus Christus als neuen Glauben anzunehmen. Gurdrun hat vor Johanna noch zwei Söhne zur Welt gebracht. Matthias und Johannes.
Johannes Vater hält große Stücke von Matthias. Er will, dass Matthias auch ein Geistlicher wird. Johannes möchte später lieber in den Krieg ziehen und kämpfen.
Johanna dagegen wird von ihrem Vater völlig verachtet und gequält. Doch sie ist sehr wissbegierig und schaut ihrem Bruder Matthias ständig über die Schulter wenn er mit seinen Studien beschäftigt ist. Sie bittet ihn ihr Lesen und Schreiben beizubringen. Er willigt schließlich ein. Aber das Ganze muss unter größten Vorsichtsmaßnahmen geschehen damit ihr Vater ja nichts mitbekommt.
Matthias liebt seine Schwester und behandelt sie als Menschen und nicht nur wie ein Mädchen. Er weiß das sie sehr intelligent ist, doch als Frau in dieser Welt überhaupt keine Chance hat. Johanna will einfach nicht begreifen, dass Frauen nicht lesen und schreiben dürfen und warum sich Frauen stets zu unterwerfen haben.
Nach einem schrecklichen Fieber stirbt Matthias und der Dorfpriester setzt nun alles daran seinen jüngeren Sohn Johannes zu einem gelehrten und frommen Menschen zu machen.
Aufgrund dessen wird der Gelehrte Aeskulapius engagiert, der den faulen Johannes unterrichten soll. Aeskulapius erkennt bald die herausragende Intelligenz Johannas und unterrichtet Johannes nur, um auch Johanna unterrichten zu können. Johannes Vater willigt schließlich nur gezwungenermaßen ein, dass Johanna Latein und Griechisch lernt. Als Aeskulapius abreisen muss, empfiehlt er Johanna an die Klosterschule in Dorstadt. Ihr Vater verweigert ihr aber diesen Schritt, denn er will Johannes an der Klosterschule sehen. Dieser zeigt jedoch nicht das geringste Interesse an dem Lernen.
Johannes Kutsche wird auf dem Weg nach Dorstadt überfallen. Er kann sich als einziger in den Wald retten.
Zur gleichen Zeit beschließt Johanna von zu Hause auszureißen und glückliche Umstände führen dazu, dass sie auf Johannes trifft und zusammen machen sie sich auf den Weg zur Domschule.
Da Johanna im Kloster nicht mit den Jungen wohnen kann, wird sie von einem freundlichen jungen Adeligen namens Gerold aufgenommen, der sein Anwesen in der Nähe der Klosterschule hat.
Das Leben in der Schule ist sehr hart für sie, denn sie wird von ihren männlichen Mitschülern, darunter auch ihr Bruder Johannes, nicht akzeptiert und gehänselt.
Auch der Lehrmeister Odo macht ihr das Leben schwer.
Es wird nicht akzeptiert, dass ein Mädchen klüger ist oder logischer Denken kann.
Gerold ist von diesem Mädchen, das so oft die eingefahrenen Denkweisen in Frage stellt, fasziniert und verliebt sich in sie. Gerolds Frau Richild jedoch bemerkt die aufkeimenden Gefühle der beiden.
Als Gerold gerade auf einer Reise im Auftrag des Kaisers ist, will sie Johanna gegen ihren Willen mit dem Sohn des ansässigen Schmieds verheiraten.
Die Hochzeitszeremonie wird durch einen Überfall der Normannen gestört, die einen Großteil der Einwohner Dorstadts töten und die Stadt vollständig zerstören. Johanna kann sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, doch ihr Bruder Johannes stirbt als tapferer Kämpfer.
Johanna fasst eine Entscheidung. Sie beschließt die Identität ihres Bruders anzunehmen und an seiner Statt an das Kloster Fulda zu gehen.
Sie hat keine Probleme, ihre Rolle als Mann zu wahren, hat aber öfters Streit mit dem Abt Rabanus, weil sie neue Wege vorschlägt, die von der Tradition abweichen aber durchaus ein Fortschritt wären.
In Fulda lernt Johanna, jetzt Bruder Johannes, von Bruder Benjamin, dem Arzt des Klosters, sehr viel über Medizin und die griechischen Schriften.
Eines Tages rettet sie die kranke Frau Madalgis, an Allerseelen, dem feierlichen Ritual, mit dem die Leprakranken aus der Gesellschaft ausgestoßen werden. Sie erkennt, dass die roten Geschwüre auf Madalgis Gesicht kein Lepra sind. Zuerst stößt sie mit ihrer Behauptung auf Unverständnis. Doch dann gelingt es ihr, die Zustimmung für eine Behandlung der Frau zu bekommen. Zusammen mit Bruder Benjamin pflegt sie die Frau in ihrem Haus gesund. Die roten Geschwüre sind auf die unreinen Lebensumstände zurückzuführen. Als sich die Nachricht der Genesung Madalgis verbreitet, wird Johanna hoch gepriesen und sogar zum Priester ernannt.
Ihre neuen Aufgaben beanspruchen viel Zeit.
Viele Jahre vergehen, als eines Tages, zu Johannas Erstaunen, ihr Vater zu Besuch kommt. Er hält Johanna natürlich für seinen Sohn Johannes und erzählt ihr, dass Gudrun vor einem Monat gestorben sei und er nun ihre Hilfe bräuchte da seine Stellung in Ingelheim problematisch geworden ist, denn die Einschränkungen für verheiratete Priester, auf deren Einhaltung man während der Regierungszeit Karl des Großen nur halbherzig geachtet hat, sind von seinem Sohn Ludwig, dem derzeitigen Herrscher erheblich verschärft worden.
Beinahe fliegt ihre Tarnung auf als ihr Vater ihre wahre Identität erkennt und zu schreien anfängt. Er regt sich sehr darüber auf und erleidet einen Herzinfakt. Er stirbt noch bevor er den Mönchen Johannas Geheimnis verraten kann.
Der Dorfpriester wird auf dem Friedhof beerdigt. Zwar hat er Johanna sein Leben lang gehasst und verabscheut, trotzdem empfindet sie tiefe Trauer, denn Matthias, Johannes und Gudrun, alle sind tot und ihr Vater ist das letzte Bindeglied an zu Hause gewesen.
Wieder vergeht einige Zeit, die Johanna mit lernen, heilen und ihre Aufgaben als Priester erledigen verbringt.
Doch dann wird sie krank. Sehr zu ihrem Entsetzen, denn wenn die anderen davon erfahren würden, müsste sie sich Untersuchungen unterziehen, die ihre Tarnung auffliegen lassen würden.
Sie schafft es mit hohem Fieber aus dem Kloster zu flüchten und am nahegelegenen Fluss in ein Boot zu steigen wo sie bewusstlos zusammenbricht.
Als sie aufwacht findet sie sich in einem großen Haus wieder. Als sie wieder klar denken kann lernt sie die Besitzer des Hauses kennen und ist ein bisschen überrascht.
Das große schöne Haus gehört Arn, dem Sohn Madalgis, die Johanna vor einigen Jahren gesund gepflegt hat. Arn ist ihr deswegen noch sehr dankbar und schlägt Johanna vor, bei ihnen zu bleiben. Sie könnte seiner Tochter Arnalda lesen und schreiben beibringen.
Doch Johanna hat andere Pläne im Kopf. Sie möchte eine Pilgerreise nach Rom unternehmen und so begibt sie sich schließlich auf den langen, nicht ungefährlichen Weg nach Rom.
In Rom angekommen wird sie bald als Johannes Anglicus, der bekannte Arzt und Heiler akzeptiert. Sie wird zum Leibarzt des Papstes und gelangt so in das Zentrum der Macht.
Eines Tages taucht auch Gerold - und mit ihm die alten Gefühle - in Rom auf. Eine Liebe, die auch dann nicht endet, als Johanna schließlich zum Papst gewählt wird.
Johanna wird von Gerold schwanger, doch sie verliert das Kind sehr früh und stirbt dabei.
Dieser Vorfall enttarnt sie schließlich als Frau und löst damit große Verwirrung aus.
ZUR AUTORIN SELBST
Donna Woolfolk Cross wurde in den 40er Jahren in New York geboren, wo sie auch aufwuchs. Nach ihrem Studium arbeitete sie unter anderem in der Verlagsbranche.
Heute unterrichtet sie an einer Universität und ist Leiterin eines Schreibprojektes am Onandaga College im Staate New York. Bisher veröffentlichte sie einige Sachbücher.
'Die Päpstin' ist der erste Roman der Autorin.
Die Päpstin Johanna zählt zu den faszinierrensten und außergewöhnlichsten Gestalten der abendländischen Geschichte. Ob es sie wirklich gegeben hat ist leider nicht klar. Es gibt einige historische Belege, in denen sie erwähnt wird, die aber nicht einwandfrei anerkannt werden. Und schließlich hatte die katholische Kirche über 1000 Jahre Zeit, ihren Namen aus allen Aufzeichnungen zu tilgen.
Dies alles hat Donna W. Cross nicht daran gehindert, aus vorhandenem Material, alten Geschichten und ihrer eigenen Fantasie ein gelungenes Buch über die Päpstin zu schreiben.
MEINE MEINUNG
Was ich an diesem Buch besonders eindrucksvoll finde, ist, dass Johanna so viel an Demütigungen und Qualen auf sich genommen hat, um ihre Ziele zu verfolgen. Ihr Verlangen nach Wissen bringt sie sogar dazu, ihre eigene Identität aufzugeben um in der dominierenden Männerwelt zu bestehen.
Als sie selber dann an der Macht ist, setzt sie sich unter anderem für die Bildung von Mädchen ein und berücksichtigt auch die ärmere Gesellschaft.
24 Bewertungen, 15 Kommentare
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11.01.2007, 18:43 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichDie eigene Meinung ist mir kurz.
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06.08.2006, 11:33 Uhr von leuchttuermin
Bewertung: sehr hilfreichTolle Zusammenfassung! Aber deine meinung kommt ein bissi knäpplich! :-)
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02.03.2006, 17:38 Uhr von TheBestGirl
Bewertung: sehr hilfreichsh - würde mich über gegenlesungen freuen. gruß sarah
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02.03.2006, 15:30 Uhr von tanjadr
Bewertung: sehr hilfreichSuper.... <br/>Hat mir bei meiner Entscheidung sehr geholfen! <br/>:-)
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01.03.2006, 20:20 Uhr von skorbut
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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01.03.2006, 18:26 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSehr ausführlicher Bericht....Sh...Lg, Christina :)
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01.03.2006, 16:58 Uhr von Sarah1509
Bewertung: sehr hilfreichFreue mich immer über gegenlesungen kommen von mir auch zurück.Gruß sarah
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01.03.2006, 16:49 Uhr von Sommergirl
Bewertung: sehr hilfreichWow, sehr informativer Bericht! Das Buch tönt echt spannend!
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01.03.2006, 16:36 Uhr von Udo35
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht
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01.03.2006, 16:24 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich <br/>
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01.03.2006, 16:19 Uhr von likewoah
Bewertung: sehr hilfreichsh..freue mich über gegenlesungen
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01.03.2006, 16:15 Uhr von viokat
Bewertung: sehr hilfreichHab ich auch gelesen. Tolles Buch. LG Viokat
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01.03.2006, 16:13 Uhr von Sternenhimmel
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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01.03.2006, 16:13 Uhr von WreckRin
Bewertung: sehr hilfreichSH!!! ...freu mich über Gegenlesungen <br/>LG Sandra
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01.03.2006, 16:13 Uhr von Alphanova1
Bewertung: sehr hilfreichLG!!!! Lukas PS: Alle freuen sich über Gegenlesungen

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