Venezuela Testbericht




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Erfahrungsbericht von AnjaS911
Abenteuer Venezuela - Ein Traum...
Pro:
Einfach alles...
Kontra:
Absolut nichts...
Empfehlung:
Ja
Die einwöchige "Abenteuer Venezuela"-Rundreise haben wir über Neckermann gebucht. Es war nicht die erste über Neckermann gebuchte Rundreise - und wie auch bei den Reisen zuvor wurden wir nicht enttäuscht! Um es vorweg zu nehmen: Ich würde diese Reise absolut weiter empfehlen!
Am 14. April ging es von Frankfurt Richtung Venezuela, wo wir nach einem Zwischenstopp auf Barbados (leider mussten wir dort im Flugzeug bleiben) nach ca. 12 Stunden gegen Abend auf dem Flughafen Porlamar auf der Isla Margarita ankamen. Nach der Gepäckausgabe (unsere Koffer waren ziemlich die letzten) ging's zum Stadthotel, welches wir gegen halb neun erreichten. Am Abend stand noch ein kurzes Treffen unserer aus insgesamt nur 9 Personen bestehenden Reisegruppe mit unserem Reiseleiter Manuel auf dem Programm. Manuel erläuterte die Strecke der Rundreise und gab Tipps und Hinweise zu Geldwechsel, Kleidung für den nächsten Tag, Gepäck etc. Wir wechselten an diesem Abend auch in einem einer Baustelle ähnelnden Nebenraum des Hotels bei einem Venezolaner zum vermutlich zum schlechtesten Kurs der ganzen Insel unsere Dollar in Bolivar. Aber eine andere Möglichkeit gab es um diese Zeit nicht mehr - und Bolivar bekommt man in Deutschland nicht.
Der Erfolg einer solchen Reise liegt natürlich zu einem sehr großen Teil auch am Reiseleiter und an der Zusammensetzung der Reisegruppe. Wir hatten mir beidem wirkliches Glück! Bei unserer Reisegruppe war nicht ein einziger Nörgler dabei, alle waren nett, pflegeleicht... Und unser Reiseleiter war klasse! Er hatte lange in Deutschland gelebt (ich glaube sogar hier studiert) und sprach ein sehr, sehr gutes Deutsch. Er erklärte und zeigte uns sehr viel. Es blieben keine Fragen offen.
Durch die Zeitverschiebung waren wir am nächsten Morgen früh wach und es war somit kein Problem pünktlich zum Frühstück zu erscheinen. Nachdem Frühstück ging's zum Flughafen, wo gegen 9.00 Uhr unser Flug nach Canima startete. Die kleine Propellermaschine wirkte auf den ersten Blick nicht wirklich vertrauenserweckend und während dem Flug war es auch relativ laut uns stank nach Kerosin. Aber man gewöhnt sich schnell daran und denkt, dass die Piloten ja auch wieder heil runter kommen wollen ;-).
Nach dem Flug zum Festland überflogen wir das weitläufige Orinocodelta und genossen den wirklich einmaligen Ausblick, landeten kurz zum Auftanken und flogen insgesamt dauerte unser Flug ca. 3 Stunden - weiter nach Canima.
Zum Cap Canaima führen keine Straßen, es ist nur per Flugzeug zu erreichen. Im ca. 400 m hoch liegenden Nationalpark Canaima fuhren wir mit einem für Touristen aufbereiteten ehemaligen LKW der Armee (die Fahrt war nur ca. 10-15 Minuten lang) ins idyllisch an einer Lagune gelegene 5-Sterne-Dschungel Camp von Canaima, in dem lt. Reiseleiter auch schon etliche Prominente, wie Naomi Campell, Horst Köhler... genächtigt haben. Das Camp war wirklich traumhaft! Hier würde ich auch gerne mal ein paar Tage verbringen!
Mit einem (motorisierten) Einbaum ging's über die Lagune, vorbei an den Wasserfällen. Zwar waren die Wasserfälle nicht so üppig, wie sie wohl während der Regenzeit sind, aber beieindruckend war es schon!
Das Wasser der Lagune ist fast schwarz, wirkt irgendwie unheimlich.... es war einfach toll!
Auf der anderen Seite der Lagune ging's dann zu Fuß auf den Salto Sapo, der - wie erwähnt - wegen der Trockenzeit leider wenig Wasser führte. Aber allein der erste Ausblick auf die Tafelberge war die Mühe der kleinen Wanderung wert.
Zurück ging es durch den schattigen Wald bis zu einem Wasserfall, unter dem man durchwandern konnte - was bei den Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit ausgesprochen sehr angenehm und erfrischend war. Rutschfeste Schuhe sind hier sehr zu empfehlen! Nach dem Mittagessen im Cap von Canaima ging's per LKW wieder zurück zu unserem Flugzeug und wir flogen weiter bis Gran Sabana.
Aber zuerst überflogen wir denden mit ca. 1.000 m höchsten Wasserfall der Welt, den Salto Angel und die Tafelberge von Canaima. Wegen der Trockenzeit führte auch der Salto Angel nur wenig Wasser, aber der Flug und die Landschaft war dennoch sehr beeindruckend.
Der Flug endete in Gran Sabana, mitten im Niemandsland, wo bereits unser Bus auf uns wartete. Wir stiegen um und erreichten unser erstes Camp, das Camp Banana in Santa Elena an der brasilianischen Grenze nach einer ca. 3-stündigen Fahrt durch eine beeindruckende Landschaft gegen 19.00 h. Nach dem Abendessen mit Bier und Cuba Libre haben wir nach diesem anstrengenden Tag gut geschlafen. Die Unterkunft war sehr einfach, aber sauber. Aber dass man auf einer Rundreise, die sich "Abenteuer Venezuela" nennt nicht mir tollen Hotels rechnen darf, sollte jedem klar sein. Unser Zimmer (mit Wellblechdach - glücklicherweise hat es nicht geregnet ;-))) hatte zwei Betten, einen kleinen Nachttisch und ein Bad mit Dusche. Es gab nur kaltes Wasser, aber bei den Temperaturen war das überhaupt kein Problem.
Bereits um 8 Uhr morgens ging es am nächsten Tag - mit Zwischenstiop im Niemandsland zwischen Venezuela und Brasilien) weiter in den brasilianischen Grenzort El Linia (Die Linie), in dem wir ein Souvenirgeschäft neben den anderen vorfanden. Besonders beeindruckt haben uns die alten Autos und es war teilweise schwer vorstellbar, dass diese überhaupt noch fahren. Wirklich sehenswert ist La Linia nicht wirklich... Für Brasilien sind Gelbfieberimpfungen vorgeschrieben. Wir wurden an der Grenze allerdings nicht kontrolliert. Lt. Reiseführer werden die Kontrollen der Impfpässe auch nur sehr sporadisch durchgeführt.
Nach einer Stunde Aufenthalt in La Linia ging'sweiter nach San Franzisko, einem Indianerdorf . Wir besichtigten einen, der in der Nähe liegenden vielen Wasserfälle, den Quebrada des Jaspe. Die Besonderheit hier ist, dass das Flussbett über mehrere hundert Meter aus Jaspis besteht, einem Halbedelstein, der auf Grund seines hohen Hämatit Gehalt rötlich- braun schimmert.. Der Fluss ist bei den Jaspisbänken klar und besitzt leichte Wasserkaskaden, daher ergibt sich ein traumhaftes Lichtspiel, wenn die Sonnenstrahlen vom Wasser und den Quarzstein gebrochen werden. Die Amerikaner wollten hier das Jaspis absprengen, was jedoch glücklicherweise verboten wurde. Leider war es an diesem tag etwas regnerisch, denn ich denke bei Sonnenschein hätten die Jaspisbänke noch viel schöner ausgesehen.
Anschließend geht's zum Mittagessen, wo wir Maniokbrot mit einer Sauce aus Chilis, einer Unmenge an Gewürzen und Ameisen verkosten konnten. Man konnte noch genau die Ameisenteile in der Sauce erkennen und mich hat es jetzt schon einiges an Überwindung gekostet auch zu probieren ;-). Geschmeckt hat die Sauce eigentlich nur scharf ;-))). Das dazugehörige Maniokbrot stammt übrigens von den Indianern, ist aber in ganz Venezuela verbreitet. Nach dem Essen konnten wir auf einem Markt das Kunsthandwerk der Indianer bzw. das gleich daneben stattfindende Fußballspiel der Damenmannschaft (Trikots hatten sie alle an, aber teilweise keine Schuhe ;-)) des Ortes anschauen. Letzteres hat uns mehr interessiert ;-)
Und weiter ging es zum nächsten Wasserfall... Nach einem weiteren Zwischenstopp mit Blick auf die Tafelberge kamen wir zu einem weiteren Indianerdorf - natürlich mit angrenzendem Wasserfall. Es gibt ziemlich viele Wasserfälle in diesr Gegend ;-)
Anschließend ging's - mit Unterbrechung zur Besichtigung endemischer und fleischfressender Pflanzen ins nächste, knapp 1.300 m hoch liegende Camp. Nach leckerem Abendessen (wirklich eine der besten Knoblauchsuppen, die ich jemals gegessen habe!) sitzen wir noch alle bei Cuba Libre zusammen bevor wir auch an diesem Abend wieder wunderbar schlafen Von außen wirkte das Camp zwar nicht sehr vertrauenserweckend... aber es war dann bedeutend besser, als wir auf den ersten Blick befürchtet hatten. Außer uns gab es dort noch eine englische Reisegruppe und einige Einheimische.
gab es wieder um 8 Uhr gibt es Frühstück und um 9 Uhr geht es weiter. Nach einem Zwischenstopp mit einer wunderschönen kleinen Wanderung durch den Dschungel und einem traumhaften Blick auf den sich bis zum Horizont ziehenden Regenwald fuhren wir weiter zum Stein der Heiligen Jungfrau, der Grenze zwischen dem Nationalpark Canaima endet und Guyana. Weiter ging es von dort Richtung Kilometer 88, einem kleinen, nicht besonders spannenden Dorf, in dem wir eine kurze Pause machen.
Mittlerweile waren wir auf ca. 500 m Höhe angelangt und es wurde entsprechend wärmer. Bei Kilometer 00 (auch nicht wirklich spannend) gab es noch einen kurzen Fotostop bevor wir in Tumeremo ein typisch venezolanisches Mittagessen bekommen: Pabellon Criollo: schwarze Bohnen, Reis, Kochbananen und zerfasertes Rindfleisch. Reis, Bohnen, Fleisch und Bananen gab es fast jeden Tag ;-))). Nach dem Urlaub wollte ich dann erstmal eine ganze Zeit lang weder Reis noch Bohnen sehen ;-). Aber inzwischen schmeckt es wieder!
Frisch gestärkt führt uns die Fahrt nach El Callao, einem Goldgräberstädtchen mit ca. 250.000 Einwohnern und Unmengen an Goldgeschäften. Der Ort wirkte auf mich irgendwie ein klein wenig unheimlich, eine seltsame Atmosphäre.... Der Rest des Nachmittags blieb uns zur freien Verfügung. Wir nutzen die Zeit zur Besichtigung der Kirche und einen kleinen Bummel. Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Essen i der Nähe unseres Hotels. Unsere Unterkunft, das Hotel Arte Dorado, war im Gegensatz zu den vorhergehenden Camps sehr luxuriös. Es gab zwar auch hier kein warmes Wasser, aber dafür eine funktionierende Klimaanlage.
Der schönste Teil der Reise stand uns noch bevor! Dieser führte uns ins Orinoco-Delta! Am nächsten Morgen - zeitig wie immer brachen wir auf! Untwegs ein Zwischenstop an einem Obststand, an dem wir uns mit sehr leckeren Apfelbananen eindeckten. Vermutlich haben wir fünf Mal so viel bezahlt wie die Einheimischen - aber es war trotzdem total billig....
Gegen 10 h erreichen wir Upata. Hier wurde erst einmal eingekauft: Getränke für unterwegs, große Plastiksäcke (um unser Gepäck auf der Bootsfahrt im Orinoco-Delta vor eventuellem Regen zu schützen) Bonbons für die Indianerkinder im Orinoco-Delta (Alle 3 Monate kommt der Zahnarzt dorthin), Zigaretten (weil's im Dschungel ja bekanntlich keine Läden gibt ;-)) und was man sonst noch so brauchen kann...
Der weitere Weg führt uns über San Felix und Purto Ordaz, zwei zusammengewachsene Städte vorbei an einem Stausee mit dem zweitgrößten Wasserkraftwerk der Welt (10250 Mega Watt pro Stunde) San Felix, eine recht reiche Stadt, ist das Zentrum von Eisen und Aluminiumindustrie und hat zusammen mit Puerto Ordaz ca. 1,5 Mio. Einwohner.
Weiter geht's zur Fähre, mit der wir den an dieser Stelle ca. 8 km breiten Orinoco überquerten. Die Fahrt dauerte ca. eine halbe Stunde und ich hab es sehr genossen. Außer uns waren nur Einheimische auf dem Boot. Unser Reiseführer mahnte uns etwas vorsichtig zu sein. Seinen Gruppen sei noch nichts passiert, aber der Gruppe eines Kollegen wurde einmal etwas gestohlen...
Bei einer wunderbar klimatisierten (da wir uns inwzsichen fast auf Meeresebene befanden, war es schon sehr heiß) Bäckerei gibt's einen kleinen Zwischenstopp zum Mittagessen anschließend fuhren wir noch ca. ½ Stunde bis zum Schnellboot. Dort angekommen wurde das Gepäck schnell in den Plastiksäcken verstaut und schon ging's los
Im Orinoco leben die WARAO Indianer, werden auch Kanumenschen genannt. Man sagt, dass die Kinder Kanu fahren können, bevor sie da Laufen lernen!
Der Orinoco ist Gott der Flüsse. Bevor die Fluten des Orinoco den Atlantischen Ozean erreichen, teilt sich der Fluss und bildet ein Delta, das eine Fläche von 40.000 km2 beansprucht und damit nur etwas kleiner als das gesamte Schweizer Staatsgebiet ist. Der Orinoco hat fast 400 Flussarme. Durch diese Arme sind einzigartige ökologische Systeme entstanden. Im Orinoco Delta dürfen nur Pfahlbauten errichtet werden. Der Fluss ist 2.140 km lang und ein Weißwasserfluss. Das Wasser fließt mit einer Geschwindigkeit von 4 km pro Stunde. Die breiteste Stelle ist 12 km und die schmälste 1,7 km.
Wir fuhren ca. 1 ¼ Stunden mit der beeindruckendev Geschwindigkeit von ca. 70 kmh (hmm, bei einem Boot müsste ich jetzt Knoten angeben, oder ;-))) Richtung Camp Miss Palafitos Während dieser Fahrt hatten wir schon einen ersten Eindruck davon, wie es ist Natur PUR zu erleben. Wir fuhren an unzähligen Indianerdörfern (teilweise Pfahlbauten) vorbei und hier hatte man das Gefühl es gibt nur den Fluss die Indianerdörfer und Palmen... Eine unvorstellbar schöne Vegetation! Als wir unser Camp erreichten, waren wir auf 4 m über dem Meeresspiegel. Unser Camp war traumhaft schön: kleine Hütten (Pfahlbauten) bis zur Hälfte mit Palmenholz verkleidet und weiter nur ein Moskitonetz und mit Palmenblätter gedeckt. Die Hütten verfügten über eine kleine "Terrasse" mit Bank und Tisch. Wir hatten Glück und bekamen eine Hütte direkt am Orinoco. Ein traumhafter Blick....
Im Camp begegneten wir zahmen Aras und Affen, Hunden, sahen eine Riesenschildkröte, einen frechen Tucan, Echsen... Es war ein Traum!
Am Abend gab es eine Nachtfahrt mit dem Boot durchs Delta. Unser indianischer Führer leuchtete mit einem Suchscheinwerfer den Dschungel ab um Tiere zu suchen. Außer Kormoranen und diversen Vögeln hatten wir das Glück einen jungen Brillencaiman zu fangen. Nach der Bootsfahrt gab's Abendessen und anschließend noch ein paar Cuba Libre.
Am nächsten Morgen weckten uns schon lange vor 6 Uhr die Brüllaffen. Es ist unglaublich, dass so kleine Affen einen so höllischen Lärm veranstalten können. Bis zum Frühstück saßen wir auf unserer "Terrasse" direkt am Orinoco und genossen den Dschungel.
Nach dem Frühstück um 9 Uhr ging es, mit Gummistiefel ausgestattet, auf zu einer Dschungelwanderung. Meine Empfehlung: Die Gummistiefel auschütteln, bevor man sie anzieht... denn sonst kann es leicht sein, dass es sich da kleine Tiere gemütlich gemacht haben, z.B. Kakerlaken....
Der Boden im Dschungel war sehr schlammig und wegen er Hitze und der extremen Luftfeuchtigkeit war die ca. 1-stündige Wanderung extrem anstrengend. Zumal wir alle (wegen der Stechmücken) lange Hosen und langärmlige Shirts anhatten.
Unterwegs bekamen wir gezeigt, wie man Wasser aus Lianen holt um im Dschungel zu überleben, bekamen verschiedene Pflanzen erläutert und gezeigt, wie sich die Indianer gegen die Insekten schützen: Ein Termitennest wird mit der Machete aufgehackt, man legt die Hände auf darauf, lässt Terminten drauf krabbeln und reibt sich damit ein. Es riecht nach Holz und ist schon ein sehr gewöhnungsbedürftiges Gefühl sich mit den lebendigen Termiten einzureiben - aber es hilft wirklich! Ich hab es selbst getestet ;-)
Nach der Dschungelwanderung ging's weiter im Boot durch das Delta. Unterwegs sahen wir auch einige der morgendlichen Ruhestörer: Eine Familie von Brüllaffen. Nach einer Mittagspause im Camp besuchten wir nachmittags eine Indianerfamilie, die auch einige selbstgemachte Souvenirs anbot (Ketten, Schnitzereien...) und anschließend ging es zum Piranhia angeln. Dank der indianischen Führer brachten wir es auf immerhin 4 Piranhias. Bei mir wollten sie nicht anbeißen... fraßen aber immerhin die kleinen Fleischstückchen an meiner Angel ;-)
Anschließend ging's zu einer indianischen Großfamilie (dort wurden natürlich ebenfalls Souvenirs angeboten) und anschließend aufs Orinoco-Delta um bei Cuba Libre den Sonnenuntergang zu genießen. Zum anschließenden Abendessen gab's dann glücklicherweise nicht nur unsere geangelten Piranhias...
Am nächsten Morgen verließen wir das Orinoco-Delta leider wieder.
Alle waren sich einig, dass die beiden Tage dort der absolute Höhepunktder Reise waren! Es ist schwer die Atmosphäre im Camp zu beschreiben... man war einfach eins mit der Natur, alles andere erschien unerreichbar weit entfernt...
Nach 1 ½ h Fahrt mit dem Schnellboot wartete am Hafen bereits unser Bus auf uns.
Wir fuhren nach Maturin, einer sehr reichen Stadt und machten Mittagspause in einem großen Einkaufszentrum - was ein totales Kontrastprogramm zu den zwei vorhergehenden Tagen war ;-)
Anschließend besuchten wir eine Maniokfabrik und sahen und erfuhren, wie das Maniokbrot erzeugt wird. Erst wird der Maniok geschält, dann gewaschen, gerieben, gepresst... Dadurch entsteht eine griess-ähnliche Masse, die auf einer heißen Platte gebacken wird und anschließend einen halben Tag lang an der Sonne getrocknet wird. Das Brot ist entsprechend hart - dafür aber auch geschmacklos ;-)
Weiter führte uns unsere Fahrt nach Caribe, einen ca. 1000 m hoch liegenden Ort in einer sehr fruchtbaren Gegend. In Caribe verbringen aufgrund des günstigen und milden Klimas auch viele Einheimische ihre Ferien. Nach kurzem Zwischenstopp im Likörgeschäft (wir mussten uns ja für den Abschiedsabend eindecken ;-)) gingen wir sehr leckere, frische Erdbeeren mit Sahne essen und anschließend ging's schon in Richtung Unterkunft. Diesmal hatten wir ein Appartement und nach der Rundreise erschien uns das als purer Luxus. Es gab sogar warmes Wasser!!!!
Unseren letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir alle gemeinsam mit den Nachmittags erstandenen Alkoholika auf der Terrasse...
Das Ende Der Reise rückte immer näher ;-(
Am letzten Rundreisetag ging es um 8.45 h weiter. Als erstes stand die Besichtigung einer Kaffeefabrik auf dem Programm. Der Kaffee wird von November bis Januar geerntet, anschließend geschält, gewaschen, sortiert, geröstet und gerieben. Aus 200 kg frischen Kaffeebohnen bekommt man ca. 36 Kilo Kaffee. Natürlich haben wir alle venezolanischen Kaffee eingekauft. Da gerade kein Kaffee geerntet wurde (es war April) gab es nicht wirklich viel zu sehen. Aber wir kaufen dort ein Pfund Kaffe (und der war total lecker)
Von dort ging es dann in die Guacharo Höhle, in der auch die Geräusche für Hitchcocks "Die Vögel" aufgenommen wurden. Diese Höhle, in der die Guacharos (Fettvögel) leben, wurde von Alexander von Humboldt entdeckt und ausführlich beschrieben. Nach der Besichtigung der Höhle waren wir eine Weile damit beschäftigt unsere Schuhe wieder zu säubern - und anschließend ging's weiter - mit obligatorischem Abstecher an einem Obst-Stand und Fotostop an einem Stausee zur Miraflores-Lagune. Nach einer kleinen Wanderung durch die Lagune und anschließendem Mittagessen fuhren wir zum Flughafen um anschließend zur Isla Margarita zu fliegen, wo wir nach dieser wunderschönen Rundreise noch eine Woche Badeurlaub genießen durften.
Alles in allem war die Reise wunderschön, eine der schönsten Rundreisen, die ich je gemacht habe. Man darf nicht zu anspruchsvoll sein, was die Unterkünfte anbelangt. Das Gebiet, durch das unsere Reise führte ist nicht touristisch erschlossen. Ich empfand es als sehr angenehm, dass wir während der ganzen Zeit kaum auf Touristen trafen. Der eindeutige Höhepunkt war für mich das Orinoco-Delta!
Daß man auf dieser Reise auch mal mit kleiner Tieren, wie Kakerlaken in Gummistiefeln, Tausendfüssler unter der Dusche und wenn's ganz dumm läuft auch mal ein SKorpion (ein Mitreisender wurde gebissen, es lief aber gut ab) rechnen muß, sollte hier nicht unerwähnt bleiben.
Unbedingt notwenidig sind ein guter Sonnenschutz und Mückenspray!!!
84 Bewertungen, 32 Kommentare
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26.01.2009, 11:46 Uhr von AngelikaR
Bewertung: besonders wertvollBW für diesen tollen Reisebericht. LG
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27.11.2007, 12:09 Uhr von moniseiki
Bewertung: sehr hilfreich***-SH-***-LESEN UND GELESEN WERDEN---Liebe grüße moniseiki
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04.04.2007, 04:43 Uhr von diana75
Bewertung: sehr hilfreich‹^› ‹(•¿•)› ‹^›G*R*U*S*S*‹^› ‹(•¿•)› ‹^›
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04.03.2007, 20:07 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico:-)
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23.02.2007, 09:23 Uhr von evafl
Bewertung: sehr hilfreich* * sh + lg * *
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15.02.2007, 18:51 Uhr von Qantas
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße aus Kölle! :-) Und nein, ich gehe nicht Karneval feiern! ;-)
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06.02.2007, 18:58 Uhr von TheBestGirl
Bewertung: sehr hilfreichlg sarah
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05.02.2007, 22:37 Uhr von Sayenna
Bewertung: sehr hilfreichsh :-)
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21.01.2007, 14:21 Uhr von bodenseestern
Bewertung: sehr hilfreich**liebe Grüße Petra**
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25.12.2006, 19:07 Uhr von Zuckermaus29
Bewertung: sehr hilfreichFröhliche Weihnachten :o) Liebe Grüße Jeanny
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18.12.2006, 18:58 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichsh + lg Sarah
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09.12.2006, 13:34 Uhr von kengi
Bewertung: sehr hilfreichEin paar Kapitelüberschriften würden den Bericht übersichtlicher machen. Ansonsten großes Lob. Guter Bericht.
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08.12.2006, 00:56 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruss, Manuela*
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07.12.2006, 10:34 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich~ * LG Anita * ~
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25.11.2006, 01:00 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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09.11.2006, 17:37 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß :-)) Marianne
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06.11.2006, 21:53 Uhr von tanja2003
Bewertung: sehr hilfreich~~~ sh ~~~
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26.10.2006, 00:36 Uhr von convex
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich ...LG, convex
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21.10.2006, 11:25 Uhr von mural9
Bewertung: sehr hilfreichLG Inna
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19.10.2006, 16:35 Uhr von HiRD1
Bewertung: sehr hilfreich~~ SH. Gruß, Ralf ~~
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19.10.2006, 01:35 Uhr von DarthLuda
Bewertung: sehr hilfreichdas wäre auch was für mich! :o) ---> SH!
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18.10.2006, 01:25 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße, Anett
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17.10.2006, 16:36 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreichHinterfotzig, dreckig und gemein!! Dieser Bericht!! Mir den Mund wässrig machen, wenn ich hier nicht weg kann.
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17.10.2006, 10:46 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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17.10.2006, 02:55 Uhr von Gozo-Bernie
Bewertung: sehr hilfreichGruss aus Catania - bernie
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17.10.2006, 01:48 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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17.10.2006, 01:00 Uhr von paula2
Bewertung: sehr hilfreichFernweh !
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17.10.2006, 00:57 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreich:o) liebe Grüße
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16.10.2006, 23:38 Uhr von stegi
Bewertung: sehr hilfreichLG Martin
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16.10.2006, 23:04 Uhr von junior33
Bewertung: sehr hilfreichSH und liebe Grüße, Ingo !
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16.10.2006, 22:14 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichnach langer Zeit mal wieder ein Top Reisebericht, sehr gut be- und umschrieben, einfach Informativ bis zum Schluss. lg Alan
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16.10.2006, 22:13 Uhr von B_Engal
Bewertung: sehr hilfreichSH von mir. Klasse Bericht. MfG B_Engal






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