Ronja Räubertochter (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Annemie23
"Ich habe mein Kind wieder"
Pro:
siehe Text
Kontra:
siehe Text
Empfehlung:
Ja
Am Ende der Unterrichtseinheit „Ronja Räubertochter“ stand der Film... die Verfilmung richtete sich inhaltlich sehr nach der Vorlage von Astrid Lindgreen. Auch wenn es damals schon schlimm für einen Fünftklässler war, wenn die Figuren plötzlich anders aussahen, als man sie sich beim Lesen vorstellte. So hatte Ronja keinen Kraus-/Wuschelkopf, sondern relativ glatte, lediglich ungekämmte Haare und Birk war mehr blond als rot (hoffentlich täuschen mich jetzt nicht die Erinnerungen an das Buch). Aber da will ich mal lieber vom Film schreiben. Dem kaufte ich mir nun ungefähr 9 Jahre nachdem ich ihn das erste Mal in der Schule sah selbst. Das Buch, welches mich ebenfalls sehr begeisterte, hatte ich schon in der 10. Klasse nachgekauft, um meinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen und mich an mein erstes Buch zu erinnern.
ZUM FILM:
Der Film ist aus dem Jahre 1984, also gerade so alt wie ich! Er beginnt mit einem Lied (einem Räuberlied) und nebenbei sieht man einen Sonnenaufgang und dann Landschaft. Ein Berg und eine Burg werden eingeblendet.
In dieser Situation sind die Namen der wichtigsten Schauspieler zu sehen und wer Regie führte und auch, wer die deutsche Nachbearbeitung durchführte.
Ronja: Hanna Zetterberg
Birk: Dan Hafström
Mattis: Börje Ahlstedt
Lovis: Lena Nyman
Borka: Per Oscarsson
Undis: Med reventberg
Fjosok: Ulf Isenborg
Glatzen-Per: Allan Edwall
Regie: Tage Danielsson
Deutsche Bearbeitung: Arena Synchron Berlin
INHALT
Ein Gewitter bricht ein. Wildtruden, große Schwalben mit Frauenoberkörper (entblößte Brüste) fliegen um die Burg herum und kreischen: „Blut wird fließen“. Mattis, der Räuberhauptmann lässt sich durch diese Wesen von seiner Frau Lovis ablenken, die gerade ein Kind bekommt. Es wird ein Mädchen und Lovis nennt es Ronja. Die anderen Räuber sind stolz auf den nachwuchs und freuen sich, als plötzlich ein Blitz einschlägt und die Burg in 2 Teile spaltet. Die Nordburg wird dann nicht mehr genutzt.
Ein Zeitsprung: man schaut in ein großes niedliches Mädchengesicht. Sie lächelt freundlich! Das Kind ist ca. 11 Jahre alt. Ab sofort darf sie in den Wald und die Gegend erkunden. Dabei soll sie nicht nur auf die Wildtruden Acht geben, sondern auch die Graugnome und den Höllenschlund (der teilt die Burg). An dem großen Spalt lernt sie Birk kennen, den Sohn von Borka, der auch ein Räuberhauptmann ist und in der Nacht in die Nordburg einzog. Die beiden Kinder haben ein Alter und geben sich gleich ein Duell im Höllenschlund überspringen. Bei einem Sprung rutscht Birk ab und obwohl er so ein „Hosenschisser“ ist, rettet Ronja ihn. Dann geht sie ihrem Vater berichten, dass die ganze Borka-Sippe in der Nordburg ist. Beide Sippen beschimpfen sich. Sie sind verfeindet und können sich auf den Tod nicht leiden.
Ronja trifft Birk im Wald und hilft ihm, als Nebel aufzieht. Er darf mit einer Riemenlänge Abstand hinter ihr hergehen. Aber als die unterirdischen anfangen zu singen, da hilft er ihr, dass sie sich nicht hinlegt und einschläft. Allerdings beißt sie ihn in die Wange. Als der Nebel weg ist rennt er heim. Zu Hause erfährt Ronja, was Räuber so machen, daraufhin beschließt sie, niemals Räuberhauptmann zu werden.
Es liegt Schnee. Ronja bricht mit dem Fuß ein und kommt nicht mehr heraus. Sie hat aber die Wohnung der Rumpelwichte dabei angebohrt. Diese sind etwas sauer deshalb. Die kleinen Gestalten sind total niedlich, sehen aus, wie lauter kleine Opas mit längen dünnen Haaren und großen Nasen. Sie sprechen auch sehr lustig und immer wieder fragen sie „Wiesu tut sie su? Wiesu denn bluß?“. Aber leider sind die Kerlchen so sauer, dass sie ihr nicht helfen wollen. Ronja wird auch noch von einer Wildtrude angegriffen, die zum Blutvergießen noch ihre Schwestern holen will. Das Mädchen fängt an zu weinen und liegt ganz allein im Schnee herum. Birk kommt und Ronja, die ihn doch eigentlich nicht mag, schlingt ihre Arme um ihn und sagt „Lass mich nie wieder allein“. Die beiden beschließen, dass sie nun Geschwister.
Die Burg schneit ein und Ronja und Birk sehen sich nicht wieder. Aber im Keller fängt sie an, die Steine wegzuschleppen, die den Durchgang zur Nordburg bringen. So kann sie Birk dann doch sehen, der sehr abgemagert ist, weil es bei der Borka-Sippe kaum Essen gibt.
Lustig ist eine der nächsten Szenen. Lovis, Ronjas Mutter, jagt die ganze Räuberschar nackt in den Schnee und wäscht die Sachen der Männer. Sie ziehen sich daraufhin erbeutete Kleidung an und Machen eine Art Schauspiel... da auch Frauengewänder dabei sind.
Endlich ist Frühling und die beiden Kinder müssen sich nicht mehr heimlich treffen. Die Beiden Sippen prügeln sich auch gleich am ersten Tag und die Kinder beobachten es. Als Birk heim geht wird er von Ronjas Vater gefangen und diese beschimpft und schlägt ihn, als sie ihren Freund gefesselt dort liegen sieht („Das darfst du nicht. Sachen darfst du rauben, aber Menschen nicht“). Als Mattis die Forderung hat, dass Borka seinen Sohn erst wieder bekommt, wenn er aus der Nordburg ausgezogen ist, springt Ronja über den Höllenschlund und lässt sich ebenfalls gefangen nehmen. Mattis lässt Birk frei, meint aber kein Kind mehr zu haben. Da beide Kinder verurteilt werden, wie sie sich mögen, obwohl die Sippen verfeindet sind, ziehen sie gemeinsam in den Wald – in eine Bärenhöhle. Nun singt Ronja das Wolfslied für Birk.
Nach einem Streit um ein angeblich verlegtes Messer, rennt Ronja weg. Birk findet es wieder und sucht sie. Ronja hat beobachtet, wie ein Bär das Fohlen einer Stute riss und diese verletzte. Birk und Ronja pflegen die Stute und haben nun wenigstens Milch. Sie zähmen sich auch 2 Wildpferde: Racker und Wildfang. Es kommt Besuch für Ronja. Erst Klein-Klipp, der will sie zurück holen. Aber Ronja erfährt, dass ihr Vater nicht mal von ihr spricht. Später ist Lovis (Mutter da und berichtet, dass Mattis doch von ihr spricht und zwar im Schlaf und sie könne ihn nicht mehr so traurig sehen. Ronja bleibt bei Birk, aber lässt sich von der Mutter noch das Wolfslied vorsingen. Und plötzlich sitzt Mattis selbst da, heult und will sein Kind zurück. Er will auch, dass Birk mitkommt, denn er weiß, dass Ronja ohne ihn nicht geht.
Eine der letzten Unterhaltungen bevor Mattis auftauchte enthielt folgende Sätze:
Ronja: „Ich weiß, dass ich 11 Winter gelebt habe und der zwölfte mein Tod sein wird!“
Birk: „Erfrieren wird ich, wenn es sein muss, allein“
Nun, ob Ronja mit ihrem Vater mit ging und Birk auch, oder beide in der Höhle blieben und auf den Winter und somit den Tod warteten, das seht doch besser selbst.
BESONDERHEITEN
Es sind sehr schöne Landschaftsaufnahmen zu sehen. Diese sind auch mit Musik häufig unterlegt und stimmen einen fröhlich oder zufrieden und harmonisch.
Es gibt viel Humor in dem Film. Die Räuber sind meist lustig und scheinen unberechenbar und machen dann wieder etwas Komisches. Die Nacktszenen, in der sich die Räuber waschen und auch dass sie entlaust werden und der alte Glatzen-Per lieber in seinem Mief und Dreck sterben will, sind für Kinder amüsant.
Die Wesen: Wildtruden, Graugnome, Rumpelwichte sind sehr interessant und auch schön dargestellt. Am süßesten find ich die Rumpelwichte, die sind auch friedlich und haben diese lustige Sprache. Dann schauen sie so drollig drein, man muss sie einfach lieb haben. Sie gucken bissl, wie das Baby bei den Dinos, wenn es Mitleid will.
Birk pfeift immer eine bestimmt Melodie, um auf sich aufmerksam zu machen. Diese Melodie wird auch ausgespielt im Hintergrund und klingt sehr schön. Vermutlich sind da Flöten dabei, aber es klingt auch etwas nach Orgel. Genau weiß ich es nicht, aber gut klingt es auf jeden Fall.
GEDANKEN ZUR STORY
Ronja, Birk und deren Eltern, die 24 Räuber der beiden Sippen... das kann alles sein und kann vorkommen. Aber ein Blitz teilt einen Berg und die Burg? Naja, auch das ist noch vorstellbar. Die gesamte Handlung ist gar nicht so unwahrscheinlich, aber die Wesen existieren eben nicht.
WILDTRUDEN
Sie sind gierig nach Menschenfleisch und Blut. Fliegend umkreisen sie ihre Opfer und wollen sie aufspüren. Mit ihrem Schwalbenkörper sehen sie sehr anmutig aus. Aber unter dem Schnabel sieht man Zähne, es gibt menschliche Züge und die Brust ist entblößt und eindeutig fraulich... nett anzusehen. Aber die Flatterfrauen sind fies und bösartig.
GRAUGNOME
Diese Zotteligen Wesen haben was von einem Staubwedel. Sie sind eigentlich nur ein Knäuel, aber sie haben scharfe Zähne. Sie merken sofort wenn jemand Angst hat. Sie sind eigentlich nur bessere Hund. Dass sie böses im Schilde führen sieht man ihnen nicht an. Aber sie haben dann auch Angst vorm Menschen, wenn der souverän bleibt und gegen sie vorgeht.
RUMPELWICHTE
Kleine süße Opis. Absolut friedlich. Leben unter der Erde in kleinen Höhlen. Haben lichtes, aber langes Haar. Gosse Ohren und Nasen und schauen etwas verzweifelt und fassungslos. Sie sprechen sehr lustig (einige Vokale tauschen sie durch U aus).
Keiner wird wirklich verletzt in dem Film/Buch. Glatzen-Per, der sehr at ist, stirbt. Durch Prügelei und Streit kommt keiner wirklich zu Schaden. Es sind viele Späße dabei, gerade auch beim Prügeln (z.B. an Ohren oder Nase ziehen, statt richtig zuschlagen). Nicht umsonst ist der Film schon ab 6 Jahren frei gegeben.
Birk und Ronja lächeln sich ständig an, man könnte denken, sie lieben einander. Aber ausgesprochen wird nichts. Sie sind 1 oder 12 Jahre alt und die einzigen Zärtlichkeiten sind Streicheln im Gesicht und Umarmungen.
FAZIT
Wunderschöne Fantasiegeschichte für Kinder und Jugendliche. Es ist schön 2 glückliche Kinder auf Entdeckungsreise zu schicken und mit ihnen zu entdecken, was es im Mattiswald so alles gibt. Der Streit zwischen der Borka- und der Mattis-Sippe erinnert allerdings ein wenig an Romeo und Julia.
48 Bewertungen, 16 Kommentare
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12.10.2009, 18:25 Uhr von Rosinchen2208
Bewertung: sehr hilfreichSehr gut beschrieben... Ich liebe diesen Film auch schon seit meiner Kindheit!
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28.04.2008, 02:21 Uhr von Music-King
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße, Roland
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12.11.2007, 18:13 Uhr von bea1502
Bewertung: sehr hilfreichlg bea
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27.10.2007, 03:14 Uhr von saxxxe
Bewertung: sehr hilfreichsh LG Manu :P
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27.10.2007, 00:52 Uhr von papaonline
Bewertung: sehr hilfreichgegenlesen tu ich gerne , aber auch deine Brichte sind dafür richtig gut !
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16.10.2007, 19:26 Uhr von Schnarcher1
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich! LG
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15.10.2007, 01:57 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr guter und wertvoller Bericht. LG
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14.10.2007, 19:19 Uhr von Sir_Erazor
Bewertung: sehr hilfreichSH!
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13.10.2007, 21:51 Uhr von namiti
Bewertung: sehr hilfreichsh.Gruß Andrea
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13.10.2007, 17:30 Uhr von freshmaik
Bewertung: sehr hilfreichsuper sonnige Grüße aus dem wilden Westen...
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08.09.2007, 00:46 Uhr von Kaethy
Bewertung: sehr hilfreichSH, Schönes WE, Kaethy
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07.09.2007, 21:45 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichDie grundlegende Ursache für die Erleuchtung ist der feste Entschluss, sich dem Wohl der anderen zu widmen, deshalb lese ich auch diesen Bericht. Wenn dir an meinem Wohl auch was liegt so lese auch bei mir. Lg XXLALF
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07.09.2007, 12:05 Uhr von TheLick
Bewertung: sehr hilfreichLG TheLick
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07.09.2007, 11:47 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichLG Pet
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07.09.2007, 11:00 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichIch lese gegen, DU auch ? .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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07.09.2007, 01:37 Uhr von Outkast24
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schöner und ausführlicher Bericht. Leider hab ich den Film immer nur als Serie gesehen und leider nie wirklich komplett^.^. Läuft der auch noch ab und zu im TV?
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