Herbalife Testbericht

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Erfahrungsbericht von kenam

Gutes Produkt - mieses Vertriebssystem

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Bei der Beurteilung der Herbalife-Produkte wird sehr oft der Fehler gemacht, dass "Produkt" und "Vertriebssystem" zu sehr miteinander assoziiert werden - und dass damit das Produkt die schlechte Bewertung abbekommt, die eigentlich das Vertriebssystem "verdient" hätte.

Das Vertriebssystem
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Multi Level Marketing vs. Schneeballsysteme
Herbalife wird im "Multi Level Marketing (MLM) System" vertrieben, das für sich genommen ja noch nichts Schlechtes und schon gar nichts Illegales ist. Auch hat dieses System absolut nichts mit "Schneeballsystemen" zu tun. Bei einem "Schneeballsystem" wird dadurch Geld generiert, dass eine Idee, bzw. ein nicht-vorhandenes Scheinprodukt "virtuell" weitergegeben wird - hier ist also das System selbst das eigentliche Produkt und richtige Handelsware existiert nicht oder nicht wirklich.

Seriöses MLM
Bei seriösem MLM (betrieben von Firmen wie Tupperware, Amway, eben Herbalife und anderen) wird ein real vorhandenes Produkt ganz real bis zum Endverbraucher weitergegeben und die zwischengeschalteten Handelsstationen verdienen durch das übliche System der Händlerkonditionen. Im Grunde stellt also MLM eine Art "Mikrokosmos" der freien Marktwirtschaft dar: Der Produzent verkauft an Großhändler, die verkaufen etwas teurer an weitere Zwischenhändler, die schlagen neuerlich auf und geben an den Händler weiter und der findet schließlich seine Endkunden. Im gesamten Lauf hat jeder an seiner Händler-Marge verdient und es sind diverse Lager- und Versandkosten dazugekommen - im Endeffekt bezahlt der Endkunde natürlich deutlich mehr, als das Produkt ursprünglich gekostet hat. Das ist normal, davon lebt die Wirtschaft.

MLM ist also "nix besonderes"
In der freien Marktwirtschaft verdient jeder Händler an seinen Subhändlern, indem er diesen die Produkte etwas teurer weiterverkauft. Im MLM-System ist diese Händlerspanne entweder klein oder gar nicht vorhanden, dafür bekommt man aber einen prozentuellen Anteil vom Umsatz der angeworbenen Subhändler und ev. auch noch einen Anteil davon, was die Subhändler der Subhändler verkaufen - bis in welche Ebene man mitverdient, ist von System zu System verschieden, aber das Prinzip bleibt das gleiche. Im Grunde ist MLM die Abbildung eines ganz normalen Wirtschaftsprozesses.

Und wo ist das Problem?
Das Problem liegt darin verborgen, dass die einzelnen "Händler" keine Kaufleute sind, sondern Privatpersonen, die sehr oft mit der Aussicht auf die "große Kohle" angeworben werden. Dazu kommt, dass die vom System angebotenen "Schulungen" reine Verkaufsschulungen und Motivationsveranstaltungen sind und dass kaum echtes Produkt-KnowHow vermittelt wird. Im Endeffekt laufen daher jede Menge blutige Laien herum, die auch beim besten Willen keine brauchbare Beratung zustande bringen, ja die oft nicht einmal auf kompetente Ansprechpartner zurückgreifen können, wenn Fragen seitens der Endanwender aufkommen. Die Antworten erschöpfen sich daher meist in angelerntem Blabla, das von Leuten vermittelt wurde, die selbst nur Blabla kennen und von sich geben.

Von Mauern und Kohle-machen
Wer versucht, hinter diese KnowHow-Mauer zu blicken und echtes Produktwissen zu erlangen, der scheitert sehr schnell an Aussagen wie "die Produkte lassen sich nur über Emotionen verkaufen" oder "genau so funktioniert es, jede andere Methode ist zum Scheitern verurteilt" oder schlicht "keine Ahnung". Und im Grunde stimmt das alles: der massenhafte Produktverkauf gelingt tatsächlich nur über die emotionale Schiene. Wer sich auf Diskussionen einlässt, fährt letztlich auf der Verliererstrasse. Alleine schon deshalb, weil er dann nicht mehr die nötige Zeit für die Umsatzgenerierung aufbringt - und bei diesen relativen Niedrigpreisprodukten muss viel rumkommen, damit es finanziell Sinn macht.

Fazit zum Vertriebssystem
Für den Hersteller macht das Vertriebssystem Sinn, weil er sich damit praktisch komplett den eigenen Händlerapparat erspart und weil auch die Werbung im MLM komplett durch Mundpropaganda und lokale Bemühungen der "System'ler" ersetzt wird. Die Produkte können so ohne den üblichen Aufwand und ohne finanzielles Risiko an eine breite Gruppe herangetragen werden. Auf Seite des Endkunden steht der Vorteil, dass er im Bekanntenkreis kauft und "beraten" wird - der Nachteil ist die teils himmelschreiende Inkompetenz des gesamten Verkaufskanals und die mangelnde "Greifbarkeit" des Herstellers, weil i.A. keine lokale Repräsentanz existiert.


Herbalife - Das Produkt
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Herbalife hat mittlerweile eine relativ große Produktpalette, die sich meines Wissens wie folgt zusammenfassen läßt:

Nahrungsergänzung / "Abnehm-Produkte"
Die klassische Schiene von Herbalife, mit der die Firma bekannt geworden ist. Hauptprodukte sind hier die "Shakes", der Thermojetics-Tee und ein Aloe-Konzentrat. Dazu kommen diverse Presslinge zur Ergänzung und leichteren Einnahme.
Die Idee dieser Produktlinie basiert NICHT auf dem üblichen "Sattmacher"-System sondern darauf, dass sich ein umfassend versorgter Körper automatisch seinem Idealgewicht annähern wird, weil dann der Stoffwechsel und die Nahrungsverwertung optimal funktionieren. "Dem Idealgewicht annähern" kann heissen, dass man abnimmt, wenn man zu dick ist (wie ich) oder dass man zunimmt, wenn man an Untergewicht leidet. Bei optimaler Versorgung ergibt sich die Richtung aus dem, was der Körper eben braucht.
Zumindest das mit dem Abnehmen funktioniert absolut und zuverlässig. Da es nicht um "Fasten", sondern um "optimale Versorgung" geht, kann ich tatsächlich weiterhin Dinge essen, die mir schmecken und ich nehme dennoch kontinuierlich ab. Bei konsequenterer Anwendung ginge es zweifelsfrei schneller - wie ich es mache, dauert es länger, es geht dafür aber mühelos und völlig ohne "Selbstkasteiung".
Dazu weiter unten mehr...

Körperpflege
Weniger bekannt ist Herbalife für diverse Körperpflegeprodukte, wie Shampoos, Cremen, Lotions, pflegende Kosmetik u.ä. Auch diese Dinge bestehen angeblich komplett aus natürlichen Zusatzstoffen (daher "Herba", also "Kräuter"). Ich kann schwer beurteilen, ob die Sachen gut oder weniger gut sind - ich selbst habe nur einen Teil davon verwendet und war zufrieden (ich bin aber auch mit Shampoos von Nivea zufrieden, muss ich zugeben...).

Dekorative Kosmetik
Herbalife verfügt über eine komplette Palette von Lippenstiften und ähnlichem - auch das wieder auf natürlicher Kräuterbasis und ohne Tierversuche und ählichem Schmarrn hergestellt. Auch hier muss ich mich auf die Herstellerangaben verlassen - eigene Erfahrung habe ich damit keine.


Meine Abnehm-Taktik

Wie gesagt, basiert meine Taktik vor allem auf dem absoluten Widerwillen, mich selbst zu irgendwas zwingen zu müssen, gar auf Essen zu verzichten und ähnliche Methoden der Selbstkasteiung anzuwenden. Daher gefällt mir die Idee sehr gut, den Körper vollwertig zu versorgen und auf die "Selbstheilungskräfte" zu bauen.
Der Herbalife-Shake ist genau dafür da. Es handelt sich um ein feines Pulver, das man zum Genuß mit einer frei wählbaren "Trägersubstanz" vermischen muss. Manche nehmen einfach Wasser (oh graus), bei mir ist das ein großer Becher Fruchtjoghurt (vorwiegend Bio, niemals "Landliebe" - die pappen mir zu viel Zucker rein), den ich in einen Kunststoff-Shakebecher leere. Dazu 2 gehäufte Esslöffel Shakepulver (am besten Vanille, das hat den neutralsten Eigengeschmack), Deckel drauf und kräftig schütteln. Jetzt noch Wasser dazu, um die Trinkbarkeit zu verbessern, nochmal schütteln - fertig.
Der Becher steht dann bei mir am Schreibtisch und ich nippe regelmäßig daran. "Banane/Vielkorn" von "Ja-natürlich" ist mein derzeitiger Favorit, ev. verfeinert mit einem Schuß Yo-Apfelsaft-Konzentrat - einfach perfekt....
Das ganze Gemisch hat natürlich nicht wenig Zucker, aber es geht ja gar nicht darum, dem Körper sämtlichen Zucker zu "versagen" - wie gesagt, soll ja die Vollversorgung die Wirkung übernehmen.

Das Shakepulver ist sehr feinkörnig und hinterlässt daher nicht mehr den "Sandgeschmack", wie es früher der Fall war.

Den Thermojetics-Tee trinke ich zwischendurch relativ häufig und bisweilen kommen Protein-Riegel zum Einsatz, die ich heiß liebe. Dazu viel Wasser (2 bis 3 Liter/Tag) - das wars. Gefrühstückt wird normal (Schokokipferl vom Bäcker und Tee) und am Abend esse ich fast jeden zweiten Tag "richtig" oder sonst Brote mit "was drauf".
Das Abendessen ist die große Sünde, gegen die alle Diätler wettern - aber bei mir funktioniert es trotzdem. Ich führe das darauf zurück, dass die Shakes eben meinen "Haushalt" in Ordnung bringen und ich damit auch mit abendlichen Vergehen fertig werde.

Das Aloe-Konzentrat sorgt bei mir für Verdauungsstörungen. Angeblich ist das ein Zeichen für die darmreinigende Wirkung und legt sich nach einer Zeit, aber diese Geduld hatte ich nie. Daher gibt's auf meinem Speiseplan kein Aloe - andere mögen es und vertragen es besser. Jedem das seine, denke ich.

Das Ergebnis bei mir: 7 Kilo in den letzten knapp 5 Wochen und Abnahme des Körperfettanteils von über 30% auf jetzt konstant unter 24% - und all das OHNE dass ich aufs Essen verzichte oder viel Zeit, die ich als Selbständiger nicht habe, in die Zubereitung irgendwelcher "Verbrennungssuppen" stecke! Bei etwas konsequenterer Anwendung (täglich Shakes, weniger Abendessen etc.) wäre mit absoluter Sicherheit ein schnellerer Erfolg genauso drin - ich mache es aber bewußt langsamer, weil ich denke, dass dann der Erfolg auch nachhaltiger wird (langsame Ernährungsumstellung, allmählich mehr Sport etc.).


Shake-Rezepte
Ich habe schon alles mögliche probiert. Vor allem die Mischversuche mit Suppen waren ein Fiasko - aber in Verbindung mit Fruchtjoghurt schmeckt es mir hervorragend. Zur Kalorienersparnis kann man auch leeres Joghurt (1%iges oder so) verwenden - dann schmeckt man den Vanillegeschmack des Pulvers stärker und der ist gar nicht schlecht. Andere Shake-Geschmacksrichtungen mag ich persönlich nicht, bestenfalls von Zeit zu Zeit Schokolade.


Fazit zu den Produkten
Die Abnehm-Produkte verwende ich selbst und bin hoch zufrieden. Mich überzeugt die Idee dahinter (also "Vollversorgung" statt "Fasten") und ich weiss und erlebe selbst, dass das einwandfrei funktioniert. Durch diese Philosophie der Vollversorung wird auch der Jojo-Effekt vermieden, der ja daher kommt, dass der Körper sich zurückholt, was ihm durch die Diät vorenthalten wurde. Dass die Produkte auf Kräuterbasis und nicht synthetisch hergestellt werden, ist für mich ebenfalls sehr wichtig.

Für mich ist auch ausschlaggebend, dass es sich keineswegs um "Wunderpulver" handelt, sondern um die Realisierung der absolut vernünftigen Idee von der Zusatzernährung, die den Körper mit all dem versorgt, was heutiges Zucht-Obst und Zucht-Gemüse nur noch liefern könnte, wenn man es in rauhen Mengen zu sich nimmt, so sehr ist deren Wert und Gehalt mittlerweile abgesunken.

Bestimmt gibt es billigeres, aber mich hat das Ergebnis überzeugt, die Produkte schmecken mir (vor allem der Tee und die Protein-Riegel) und somit werde ich wohl dabei bleiben und täglich "weniger" werden....

25 Bewertungen, 4 Kommentare

  • McCro

    12.07.2004, 01:57 Uhr von McCro
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich muss auch dazu sagen das viele den Fehler machen und Herbalife an dem einzelnen Berater fest machen ... Berater Scheisse = Herbalife schlecht ... Berater gut alles gut ... SMILE !!! Wie alles im Leben. Ich habe eine super Berater erwischt ...

  • Mangaia

    10.10.2003, 16:05 Uhr von Mangaia
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toll beschrieben. War eine gute Idee, dass Du beide Sachen getrennt und sehr ausführlich dargestellt hast. Viele Grüße Mangaia

  • Shamilla

    19.07.2003, 00:01 Uhr von Shamilla
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön geschrieben. Ich mach auch Herbalife seit März. 19 Kilo! Machst du es noch? Hast du den Shake auch mal mit Milch versucht? Würde gerne mehr drüber hören. Meld dich doch mal bei mir im Gästebuch!

  • blauersafir

    29.05.2002, 17:48 Uhr von blauersafir
    Bewertung: sehr hilfreich

    habe auch infomaterial mal bekommen, aber da ist mir zuviel startkapital nötik, und scheint mir nicht ganz seriös zu sein, zum mitarbeiten...gruss blauersafir