Manpower Zeitarbeit Testbericht

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Erfahrungsbericht von Knolle5

direkt, gut bezahlte Arbeit - aber Vorsicht

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Da ich mir neben dem Studium etwas Geld verdienen wollte, hab ich mich letztes Jahr ab August in Aachen auf die Jobsuche gemacht. Meine Freundin gab mir dann den Tipp, es doch mal bei einer Zeitarbeitsfirma zu versuchen, die hätten bestimmt was und gerade in einer Studentenstadt. So schaute ich erst mal im Internet und fand Infos darüber, welche Zeitarbeitsfirmen überhaupt zertifiziert sind usw.
Darunter war auch Manpower.

Zuvor war ich bei Randstad, die mir aber unfreundlich klar machte, dass sie keine Studentenjobs und auch keine Teilzeitjobs anbieten. Nur Vollzeitjobs kann ich als Studentin nicht annehmen.

Also weiter zu Manpower. Dort rief ich erstmal an, bevor ich mich auf den Weg gab und erzählte, dass ich einen Studentenjob suche. Die Dame am Telefon fragte erst mal nach meinen Studienfächern. Als sie hörte, dass eins meiner Fächer VWL war, sagte sie direkt, dass sie wohl evtl. einen Job hätte. Zuerst lud sie mich aber zu einem Beratungsgespräch ein, dass schon 3 Tage später stattfand. Nachdem ich berichtete, was ich nochmal genau studiere, wie ich an Manpower gekommen bin... bekam ich direkt ein Jobangebot. Insgesamt war die Frau sehr freundlich, kein aufgesetztes Verhalten und hat einen auch nicht abfällig behandelt. Auch bei den anderen "Kunden" war das gleiche Verhalten festzustellen.

Aber zurück zum Job. Es ergab sich zufällig, dass man bei Manpower händeringend Studenten für die Citibank suchte im Bereich Callcenter-Telemarketing. Vorraussetzung war nur, dass man ein Wirtschaftsfach studiert.

Als nächstes musste ich dann mit Manpower einen Arbeitsvertrag ausfüllen und Formulare über Angaben zu meinen persönlichen Daten., Lebenslauf, bisherige Jobs, was ich z.Zt. mache ausfüllen. Extrem lästig, aber unvermeidlich.

Für die Bank musste ich dann noch eine ganz normale Bewerbungsmappe erstellen und bei Manpower abgeben, die diese dann weiterleiteten. Einige Tage nach Abgabe der Bewerbung kam schon der Anruf bei mir von der Bank, wo ich zu einem Vorstellungstermin eingeladen wurde. Dort hat auch alles geklappt, obwohl ich das Gespräch doch ziemlich happig fand, da es nur um eine Art Studentenjob ging. ich war bestimmt erst nach über 2 Std. dort wieder raus. Klar, dass man bei einer Bank 100% sicher sein möchte, dass die Leute passen und sie in Ordnung sind.
Aber wie gesagt, es ging um einen Studentenjob auf Teilzeitbasis. (Manpower hat für die Bank wirklich hauptsächlich nach Studenten gesucht und ich würde nach einem abgeschlossenen Studium ungern in einem Callcenter verweilen. Es sei denn ich bekomme anderweitig keine Arbeit).
Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass man nach einem Jahr die Chance hat, von der Bank als Callcenter-Agent übernommen zu werden.

Gehalt/Arbeitszeit/Urlaub

Ich habe 18,-DM pro Stunde verdient und 20 Stunden die Woche gearbeitet. Die 20 Stunden wurden vorgegeben. Ich musste angeben, wann ich Zeit habe und danach wurde ein Arbeitsplan erstellt, wobei ich auch Samstags arbeiten musste, was ich sehr lästig fand. Samstags wurden nämlich nur Teilzeitkräfte eingesetzt und zudem geht einem das halbe Wochenende flöten.
Zum Samstag muss ich noch dazu sagen, dass Leute aus anderen Zeitarbeitsfirmen für den Samstag noch Zuschlag auf ihr Gehalt bekamen. Wir bei Manpower leider nicht. Fand ich doch ziemlich blöd.
Das Geld wurde pünktlich zum 15.des Monats überwiesen. Es gab nie Verzögerungen und der Betrag stimmte immer. Insgesamt find ich die Bezahlung sehr ordentlich.
Urlaub hatte ich 2 Tage im Monat. Wobei man immer sehr lange im Voraus planen musste, was anfangs ungünstig ist.

Stundenabrechnung

Ich musste jede Woche einen Stundenzettel ausfüllen, auf dem vermerkt wurde, an welchen Tagen in der Woche ich wieviel Stunden gearbeitet habe. Dies wurde von einem Bankmitarbeiter und mir unterschrieben und an Manpower weitergeleitet. Ich erhielt davon dann einen Durchschlag. Diese Prozedur war aber sehr lästig.

Manpowerpersonal/Service

Das Personal, 4 Frauen und ein Mann, waren sehr freundlich. Allerdings waren die Wartezeiten, wenn mal keiner an der Theke sass, bis man dann mal dran kam sehr lang, auch wenn man allein da sass. Und auch wenn mal einer an der Empfangstheke sass gings nicht immer flott. Ich fand die Warterei extrem lästig, da ich nur den Stundenzettel abgeben musste und nicht einsehe, dafür bis zu 15 Minuten zu warten. Aber dafür eine Briefmarke zu opfern und den Stundenzettel zu schicken, dafür bin ich dann ehrlich gesagt zu geizig.
Besonders in der Mittagszeit (durchgehend geöffnet) war es schlimm. Wir sassen öfters auch zu mehreren da. Die Damen hatten es nicht nötig, sich mal kurz zu erheben und Bescheid zu geben, dass sie kurz zu Ende essen und dann kommen oder zu fragen, worum es geht.

Es gab auch Probleme, als ich nach einem Monat kam und fragte, ob ich die Stundenzahl von 20 auf 16 reduzieren könnte, weil ich nach einem Monat merkte, dass 20 zuviel war. Angeblich ging das laut Manpower von der Bank aus nicht. Komischerweise hatte mir dort einer gesagt dass es ginge. Aber nein, man musste sich erst mit dem Bankchef unterhalten, der auch sein OK gab.


Bankmitarbeiter

Die Bankmitarbeiter waren auch alle freundlich und nett. Man wurde ordentlich behandelt. Ich hatte keine Probleme da. Natürlich gabs da auch einige arrogante Schnepfen, die sich für ungemein wichtig hielten, weil sie bei einer Bank arbeiten und einen etwas höheren Posten hatten. Aber es waren nicht viele und mit denen hatte ich zum Glück nicht viel zu tun.

Insgesamt war ich dann 4 Monate dabei. Danach hat es mir gereicht.

Grund: Im Dezember und Anfang Januar kamen absolut keine Anrufe rein. Ich hab jedesmal da gesessen und mich gelangweilt. Freitags sass ich z.B. 8 Stunden da und hatte nichts zu tun.
Man durfte noch nicht mal nebenbei lesen, wenn keine Arbeit war. Dann gabs eine neue Sitzordnung, wodurch ich in die hinterste Ecke \"verbannt\" wurde, wo ich mich noch nicht mal mit jemandem unterhalten konnte.Und zwischen 4 und 8 Stunden fast nichts tun, außer rumsitzen, 3 Anrufe pro Stunde und sonst absolut gar nichts ist nicht so mein Ding. Ausserdem stellte ich sehr schnell fest, dass es einfach nicht meine Art ist, Leuten auf Teufel komm raus einen Kredit aufzuschwatzen, wie wir dies Samstags tun mussten oder während der anderen Tage Termine für Kreditgespräche zu vergeben, wo man weiß, dass die Leute über den Tisch gezogen werden.

Nach 4 Monaten habe ich dann gekündigt. Auch das ging sehr flott und reibungslos über die Bühne.
Eigentlich kann ich Zeitarbeitsfirmen daher empfehlen, aber man sollte schon sehr vorsichtig sein und aufpassen. Es gibt bestimmt auch schwarze Schafe.

23 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Petgirl

    18.07.2013, 15:02 Uhr von Petgirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht und liebe Grüße =)

  • Sayenna

    31.03.2006, 18:45 Uhr von Sayenna
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh........:-) LG Ela

  • Miss_Mauve

    27.01.2003, 08:05 Uhr von Miss_Mauve
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hab mit einigen Zeitarbeitskräften zusammen gearbeitet. Fand es immer unmöglich, dass diese für den gleichen Job weniger verdient haben, als "normal" Angestellte...