Erfahrungsbericht von Gimmick404
Audiogalaxy am Ende
Pro:
gibt es nicht mehr
Kontra:
früher die beste Tauschbörse
Empfehlung:
Nein
Der Vollständigkeit halber erkläre ich, wie Audiogalaxy funktionieren könnte, wenn nicht mittlerweile alle Titel gesperrt worden wären. Wie es weitergeht steht noch nicht genau fest, da muss man wohl noch abwarten.
Die Zeiten von Napster sind vorbei, die Tage meiner Meinung nach gezählt. Zwar versucht Napster, eine Art kostenpflichtiges Abo auf die Beine zu stellen, doch ist das wohl chancenlos, zuviele Mitglieder haben sich längst nach anderen Tauschbörsen umgesehen. Meiner Meinung nach hat sich da die Musikindustrie ein Eigentor geschossen. Das hätte man ganz anderes regeln können, aber der Weg, erstmal mit diesem Filter alles zu sperren und dann irgendein Abo in ungewisser Zukunft in Aussicht zu stellen, und dazu dann die Songs nicht mal im mp3-Format anzubieten, sondern sie mit einem Kopierschutz auszustatten, ja wofür soll man denn dann ein ABO wählen, wenn man die Songs nicht mal auf CD brennen kann??
Die Napster-Nachfolger schossen dann auch wie Pilze aus dem Boden, ich möchte an dieser Stelle nur die nach Nutzerzahlen populärsten nennen: da ist einmal das Gnutella-Netz mit seinen zahlreichen Clients Limewire, Bearshare oder neuerdings Morpheus, WinMX und Audiogalaxy. Mein persönlicher Favorit von den oben genannten ist/war Audiogalaxy, wenn es um Musik geht.
Installation
Man bekommt die Software von Audiogalaxy auf www.audiogalaxy.com oder auch bei allen größeren Shareware/ Freeware-Archiven, besonders zu empfehlen ist www.download.com, hier sind sowohl Audiogalaxy als auch Morpheus direkt von der Startseite erreichbar, da sie zu den Top 10 der meistgeladenen Programme gehören. Die Handhabung von Audiogalaxy ist allerdings auf den ersten Blick recht gewöhnungsbedürftig, Morpheus ist da etwas einfacher gestaltet, da es sich eher an der Bedienung von Napster orientiert.
Anmeldung
Zunächst muss man sich einen Username aussuchen und ein Passwort eingeben. Dieses wird in einem Cookie gespeichert, so dass man, wenn man die Startseite von Audiogalaxy aufruft, bereits in seinem Konto ist. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man direkt loslegen kann, aber der Nachteil ist, dass man Cookies aktivieren muss, hier steht auch das Passwort ganz offen drin, so dass man nach Möglichkeit nicht eines verwenden sollte, dass man auich für Onlinebanking benutzt...
Das Suchen und Finden eines Songs
Dann kann man in der Suchmaske einen Song oder eine Band oder alternativ, um Fehltreffer zu vermeiden auch beides eingeben und die entsprechenden Treffer werden übersichtlich aufgelistet. Nachdem man sich für einen Song entschieden hat, klickt man diesen mit der linken Maustaste an, und es geht ein neues Fenster auf, in dem man die gewünschte Bitrate auswählt, man kann auch die populärste Version auswählen, den Vorteil, den dieses hat, werde ich noch weiter unten ausführlicher beschreiben, oder man kann sich, wenn man eine bestinmte Version sucht, auch alle Treffer einzeln anzeigen lassen. Dann klickt man die gewünschte Version an, und es geht ein neues Fenster auf, in dem mitgeteilt wird, dass der File der Queue (Schlange) des Satelliten hinzugefügt wird. Diesen sollte man also nach Möglichkeit schon gestartet haben, oder es spätestens jetzt tun, denn sonst passiert gar nichts.
Dieser sogenannte AG Satellite hat jedoch auch seine Macken, man hat wenig Kontrolle darüber, wann ein Download beginnt, und man hat nur eine Möglichkeit, zu verhindern, dass jemand bei einem selbst einen File zieht, man kann nur den Satellite beenden. Ausserdem ist Audiogalaxy vor allem abends recht oft überlaufen, so dass man keinen Kontakt bekommt zum Server, oder die Downloadrate ist recht gering, ausserdem muss man erst ein paar Mal selbst Songs zur Verfügung gestellt haben, um auch mehr als einen Song gleichzeitig downloaden zu können, bei einem 56k-Zugang spielt das aber keine so grosse Rolle.
Da mittlerweile immer mehr Songs aus Copyrightgründen gesperrt sind, bietet es sich an, zunächst nur den Songnamen einzugeben, oftmals wird man so fündig. Sollte dies jedoch zunächst ergebnislos bleiben, einfach links bei den Ergebnissen auf die Band zu klicken, dann erscheinen alle weiteren Treffer untereinander aufgelistet, auf die die Sucanfrage am besten passt. Es würde jetzt zu weit führen, alle Suchvariationen hier aufzulisten, manchmal hilft Phantasie am besten.
Das Musikangebot
Das Angebot von Audiogalaxy ist meiner Meinung nach unschlagbar. Hier gibt es praktisch jeden Song, ich habe dort schon etliche Raritäten gefunden, die es selbst bei Napster nicht gab. Einzig aktuelle Songs sind manchmal nicht zu bekommen, aus Copyright-Gründen. Dies empfinde ich aber nicht als großen Nachteil, denn aktuelles bekommt man auch bei Morpheus, WinMX oder auch auf diversen Seiten im Netz. Wie oben schon angedeutet, sollte man nach Möglichkeit eine Version auswählen, die recht häufig vorhanden ist, denn hier liegt vielleicht DER Pluspunkt im Audiogalaxy-System: abgebrochene Downloads wie bei Napster sind Vergangenheit, Audiogalaxy sortiert die Treffer nach ihrer Größe, und wenn man eine populäre Version aussucht, nimmt Audiogalaxy dann immer eine Quelle, die grade online ist und den Song in identischer Grösse zur Verfügung stellen kann, es ist bisher nur ganz selten passiert, dass man da dann einen störenden Übergang wahrnimmt.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man, sofern man Flatrate hat, abends 20 Songs oder so aussucht, und der Satellite lädt diese dann nacheinander runter, man braucht das System nicht zu beobachten, es macht das alles selbtständig...wenn ich da an alte Napsterzeiten zurückdenke... was habe ich da manchmal gezittert und dann geflucht, wenn mal wieder bei 95% Transfer Error zu lesen stand.
Wieviele User gleichzeitig bei Audiogalaxy online sind, weiss ich nicht, da es hierzu keine ganz genauen Informationen gibt... Die Transferrates sind leider unkalkulierbar, mal schleicht der Download, dann ist es wieder recht schnell. Ich persönlich unterbreche einen Download immer, wenn er sehr langsam ist, in der Hoffnung, beim neuen connecten eine schnellere Rate zu bekommen, manchmal klappt es auch, allerdings ist mir auch schon mal passiert, dass ich danach gar keine Verbindung mehr bekam, der Erfolg frisst seine Kinder, sprich, der Server scheint dem Ansturm nicht immer gewachsen zu sein... und momentan gibt es nach Einigung mit der amerikanischen Musikindustrie gar nichts mehr, nur die Musikforen bestehen natürlich weiterhin.
Die Downloadrates
Wie ich schon etwas weiter oben im Text erwähnt habe, muss man bereits einen Song bei sich zur Verfügung gestellt haben, sprich jemand muss bei einem einen Song gezogen haben, damit man auch mehrere Downloads parallel starten kann. Die Downloadgeschwindigkeiten hängen natürlich nicht nur vom eigenen Netzzugang ab, sondern auch von der Geschwindigkeit der Gegenseite, von der man den File bezieht. Im Normalfall bewegen sich die Downloadrates so zwischen 6 und 15 kb/sek, allerdings habe ich grade eine rate von fast 80, man kann das also nicht so pauschal sagen, es kommt auch schon mal vor, dass man nur eine Rate von 4 oder 5 hat.
Vor allem mit DSL und der Möglichkeit von einigen Parallel-Downloads bietet Audiogalaxy also eine durchaus schnelle Geschwindikeit, immer unter dem Aspekt des Komforts gesehen: ich habe gestern 50 Songs auf der Webseite gesucht und mich dann um nichts mehr gekümmert, und 3 Stunden später (ca.) war alles fertig.
Etwas problematisch finde ich aber, dass man den Upstream nicht begrenzen kann. So kann es schon mal vorkommen, das ein Upload den gesamtem Upstream von 128 K bei DSL für sich beansprucht, was dann das surfen wie zu alten Modemzeiten reichlich lahm macht...
Natürlich gelten die Hinweise, wie man einen Upload cancelt, nur für Modembesitzer ohne Flatrate. Hier wäre der ganze Internetbetrieb durch eben diesen komplett blockiert. Für DSL-User ist es sogar vorteilhaft, Uploads zu ermöglichen, da nur so mehrere MP3 gleichzeitig gezogen werden können. Außerdem: Wie soll Filesharing funktionieren, wenn alle nur downloaden aber niemand uploaden will?
Abspielen während des Downloads
In dem Downloadverzeichnis, in dem man die Songs speichert, kann man auch während des Downloads die Songs bereits anhören, sie haben vor dem endgültigen Speichern die endung ****.mp3.temp, man kann diese Dateien problemlos in die playlist von Winamp ziehen. Wenn man aber den Song bis zum Ende des Downloads sich anhört, muss man die Endung ****.temp manuell entfernen.
Spyware
In Audiogalaxy ist Spyware enthalten. Man hat aber beim installieren die Möglichkeit, diese nicht mitzuinstallieren (z.B. den Webaccelerator oder Gator). Alternativ kann mit Hilfe der Freeware Ad-aware (kriegt man zum Beispiel www.chip.de) die Spyware-Programme und Dateien entfernen.
Fazit
Wenn man Rariäten suchte, gab es nichts besseres als Audiogalaxy, für aktuelle Titel gibt es jedoch bessere Tauschbörsen. Außerdem habe ich das Gerücht gehört, dass Audiogalaxy nicht ewig kostenlos bleiben soll - aber das dürfte eh ein Trend der nächsten Jahre sein, dass die Zeiten, wo alles für lau war, irgendwann vorbei sein werden....
Ich kann leider nur die schlechteste Bewertung geben, ohne hierfür Audiogalaxy selbst verantwortlich machen zu können, denn es sind alle Titel seit dem 18.06.2002 gesperrt ("Einigung" mit der Plattenindustrie). Der Weg, den Napster einst ging, scheint fast unausweichlich und die Suche nach Alternativen loszugehen... KaZaAlite, WinMX, das Gnutellanet mit den Clients Limewire, Bearshare oder Morpheus, oder die recht neuen Alternativen Soulseek und Blubster mit eigenem dezentralem Netz. Schade, eine der besten Tauschbörsen scheint am Ende zu sein... ob es noch Hoffnung für Audiogalaxy gibt? Im derzeitigen Zustand leider unbrauchbar. Und die Zukunft sieht wohl nicht besser aus: mit einem eigenen Musikformat, welches vermutlich diversen Beschränkungen unterliegt und natürlich auch kostenpflichtig ist.
Die Zeiten von Napster sind vorbei, die Tage meiner Meinung nach gezählt. Zwar versucht Napster, eine Art kostenpflichtiges Abo auf die Beine zu stellen, doch ist das wohl chancenlos, zuviele Mitglieder haben sich längst nach anderen Tauschbörsen umgesehen. Meiner Meinung nach hat sich da die Musikindustrie ein Eigentor geschossen. Das hätte man ganz anderes regeln können, aber der Weg, erstmal mit diesem Filter alles zu sperren und dann irgendein Abo in ungewisser Zukunft in Aussicht zu stellen, und dazu dann die Songs nicht mal im mp3-Format anzubieten, sondern sie mit einem Kopierschutz auszustatten, ja wofür soll man denn dann ein ABO wählen, wenn man die Songs nicht mal auf CD brennen kann??
Die Napster-Nachfolger schossen dann auch wie Pilze aus dem Boden, ich möchte an dieser Stelle nur die nach Nutzerzahlen populärsten nennen: da ist einmal das Gnutella-Netz mit seinen zahlreichen Clients Limewire, Bearshare oder neuerdings Morpheus, WinMX und Audiogalaxy. Mein persönlicher Favorit von den oben genannten ist/war Audiogalaxy, wenn es um Musik geht.
Installation
Man bekommt die Software von Audiogalaxy auf www.audiogalaxy.com oder auch bei allen größeren Shareware/ Freeware-Archiven, besonders zu empfehlen ist www.download.com, hier sind sowohl Audiogalaxy als auch Morpheus direkt von der Startseite erreichbar, da sie zu den Top 10 der meistgeladenen Programme gehören. Die Handhabung von Audiogalaxy ist allerdings auf den ersten Blick recht gewöhnungsbedürftig, Morpheus ist da etwas einfacher gestaltet, da es sich eher an der Bedienung von Napster orientiert.
Anmeldung
Zunächst muss man sich einen Username aussuchen und ein Passwort eingeben. Dieses wird in einem Cookie gespeichert, so dass man, wenn man die Startseite von Audiogalaxy aufruft, bereits in seinem Konto ist. Dies hat natürlich den Vorteil, dass man direkt loslegen kann, aber der Nachteil ist, dass man Cookies aktivieren muss, hier steht auch das Passwort ganz offen drin, so dass man nach Möglichkeit nicht eines verwenden sollte, dass man auich für Onlinebanking benutzt...
Das Suchen und Finden eines Songs
Dann kann man in der Suchmaske einen Song oder eine Band oder alternativ, um Fehltreffer zu vermeiden auch beides eingeben und die entsprechenden Treffer werden übersichtlich aufgelistet. Nachdem man sich für einen Song entschieden hat, klickt man diesen mit der linken Maustaste an, und es geht ein neues Fenster auf, in dem man die gewünschte Bitrate auswählt, man kann auch die populärste Version auswählen, den Vorteil, den dieses hat, werde ich noch weiter unten ausführlicher beschreiben, oder man kann sich, wenn man eine bestinmte Version sucht, auch alle Treffer einzeln anzeigen lassen. Dann klickt man die gewünschte Version an, und es geht ein neues Fenster auf, in dem mitgeteilt wird, dass der File der Queue (Schlange) des Satelliten hinzugefügt wird. Diesen sollte man also nach Möglichkeit schon gestartet haben, oder es spätestens jetzt tun, denn sonst passiert gar nichts.
Dieser sogenannte AG Satellite hat jedoch auch seine Macken, man hat wenig Kontrolle darüber, wann ein Download beginnt, und man hat nur eine Möglichkeit, zu verhindern, dass jemand bei einem selbst einen File zieht, man kann nur den Satellite beenden. Ausserdem ist Audiogalaxy vor allem abends recht oft überlaufen, so dass man keinen Kontakt bekommt zum Server, oder die Downloadrate ist recht gering, ausserdem muss man erst ein paar Mal selbst Songs zur Verfügung gestellt haben, um auch mehr als einen Song gleichzeitig downloaden zu können, bei einem 56k-Zugang spielt das aber keine so grosse Rolle.
Da mittlerweile immer mehr Songs aus Copyrightgründen gesperrt sind, bietet es sich an, zunächst nur den Songnamen einzugeben, oftmals wird man so fündig. Sollte dies jedoch zunächst ergebnislos bleiben, einfach links bei den Ergebnissen auf die Band zu klicken, dann erscheinen alle weiteren Treffer untereinander aufgelistet, auf die die Sucanfrage am besten passt. Es würde jetzt zu weit führen, alle Suchvariationen hier aufzulisten, manchmal hilft Phantasie am besten.
Das Musikangebot
Das Angebot von Audiogalaxy ist meiner Meinung nach unschlagbar. Hier gibt es praktisch jeden Song, ich habe dort schon etliche Raritäten gefunden, die es selbst bei Napster nicht gab. Einzig aktuelle Songs sind manchmal nicht zu bekommen, aus Copyright-Gründen. Dies empfinde ich aber nicht als großen Nachteil, denn aktuelles bekommt man auch bei Morpheus, WinMX oder auch auf diversen Seiten im Netz. Wie oben schon angedeutet, sollte man nach Möglichkeit eine Version auswählen, die recht häufig vorhanden ist, denn hier liegt vielleicht DER Pluspunkt im Audiogalaxy-System: abgebrochene Downloads wie bei Napster sind Vergangenheit, Audiogalaxy sortiert die Treffer nach ihrer Größe, und wenn man eine populäre Version aussucht, nimmt Audiogalaxy dann immer eine Quelle, die grade online ist und den Song in identischer Grösse zur Verfügung stellen kann, es ist bisher nur ganz selten passiert, dass man da dann einen störenden Übergang wahrnimmt.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man, sofern man Flatrate hat, abends 20 Songs oder so aussucht, und der Satellite lädt diese dann nacheinander runter, man braucht das System nicht zu beobachten, es macht das alles selbtständig...wenn ich da an alte Napsterzeiten zurückdenke... was habe ich da manchmal gezittert und dann geflucht, wenn mal wieder bei 95% Transfer Error zu lesen stand.
Wieviele User gleichzeitig bei Audiogalaxy online sind, weiss ich nicht, da es hierzu keine ganz genauen Informationen gibt... Die Transferrates sind leider unkalkulierbar, mal schleicht der Download, dann ist es wieder recht schnell. Ich persönlich unterbreche einen Download immer, wenn er sehr langsam ist, in der Hoffnung, beim neuen connecten eine schnellere Rate zu bekommen, manchmal klappt es auch, allerdings ist mir auch schon mal passiert, dass ich danach gar keine Verbindung mehr bekam, der Erfolg frisst seine Kinder, sprich, der Server scheint dem Ansturm nicht immer gewachsen zu sein... und momentan gibt es nach Einigung mit der amerikanischen Musikindustrie gar nichts mehr, nur die Musikforen bestehen natürlich weiterhin.
Die Downloadrates
Wie ich schon etwas weiter oben im Text erwähnt habe, muss man bereits einen Song bei sich zur Verfügung gestellt haben, sprich jemand muss bei einem einen Song gezogen haben, damit man auch mehrere Downloads parallel starten kann. Die Downloadgeschwindigkeiten hängen natürlich nicht nur vom eigenen Netzzugang ab, sondern auch von der Geschwindigkeit der Gegenseite, von der man den File bezieht. Im Normalfall bewegen sich die Downloadrates so zwischen 6 und 15 kb/sek, allerdings habe ich grade eine rate von fast 80, man kann das also nicht so pauschal sagen, es kommt auch schon mal vor, dass man nur eine Rate von 4 oder 5 hat.
Vor allem mit DSL und der Möglichkeit von einigen Parallel-Downloads bietet Audiogalaxy also eine durchaus schnelle Geschwindikeit, immer unter dem Aspekt des Komforts gesehen: ich habe gestern 50 Songs auf der Webseite gesucht und mich dann um nichts mehr gekümmert, und 3 Stunden später (ca.) war alles fertig.
Etwas problematisch finde ich aber, dass man den Upstream nicht begrenzen kann. So kann es schon mal vorkommen, das ein Upload den gesamtem Upstream von 128 K bei DSL für sich beansprucht, was dann das surfen wie zu alten Modemzeiten reichlich lahm macht...
Natürlich gelten die Hinweise, wie man einen Upload cancelt, nur für Modembesitzer ohne Flatrate. Hier wäre der ganze Internetbetrieb durch eben diesen komplett blockiert. Für DSL-User ist es sogar vorteilhaft, Uploads zu ermöglichen, da nur so mehrere MP3 gleichzeitig gezogen werden können. Außerdem: Wie soll Filesharing funktionieren, wenn alle nur downloaden aber niemand uploaden will?
Abspielen während des Downloads
In dem Downloadverzeichnis, in dem man die Songs speichert, kann man auch während des Downloads die Songs bereits anhören, sie haben vor dem endgültigen Speichern die endung ****.mp3.temp, man kann diese Dateien problemlos in die playlist von Winamp ziehen. Wenn man aber den Song bis zum Ende des Downloads sich anhört, muss man die Endung ****.temp manuell entfernen.
Spyware
In Audiogalaxy ist Spyware enthalten. Man hat aber beim installieren die Möglichkeit, diese nicht mitzuinstallieren (z.B. den Webaccelerator oder Gator). Alternativ kann mit Hilfe der Freeware Ad-aware (kriegt man zum Beispiel www.chip.de) die Spyware-Programme und Dateien entfernen.
Fazit
Wenn man Rariäten suchte, gab es nichts besseres als Audiogalaxy, für aktuelle Titel gibt es jedoch bessere Tauschbörsen. Außerdem habe ich das Gerücht gehört, dass Audiogalaxy nicht ewig kostenlos bleiben soll - aber das dürfte eh ein Trend der nächsten Jahre sein, dass die Zeiten, wo alles für lau war, irgendwann vorbei sein werden....
Ich kann leider nur die schlechteste Bewertung geben, ohne hierfür Audiogalaxy selbst verantwortlich machen zu können, denn es sind alle Titel seit dem 18.06.2002 gesperrt ("Einigung" mit der Plattenindustrie). Der Weg, den Napster einst ging, scheint fast unausweichlich und die Suche nach Alternativen loszugehen... KaZaAlite, WinMX, das Gnutellanet mit den Clients Limewire, Bearshare oder Morpheus, oder die recht neuen Alternativen Soulseek und Blubster mit eigenem dezentralem Netz. Schade, eine der besten Tauschbörsen scheint am Ende zu sein... ob es noch Hoffnung für Audiogalaxy gibt? Im derzeitigen Zustand leider unbrauchbar. Und die Zukunft sieht wohl nicht besser aus: mit einem eigenen Musikformat, welches vermutlich diversen Beschränkungen unterliegt und natürlich auch kostenpflichtig ist.
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