The Hole (DVD) Testbericht

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ab 2,52
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Erfahrungsbericht von Realjackass

Holy Shit

Pro:

Mehr als ein x - beliebiger Teeniehorrorfilm, überraschende Auflösung, Daniel Brocklebank !

Kontra:

Nicht wirklich spannend, kein Horrorfilm, sondern eher ein Psychothriller, Thora Birch und Desmond Harrington hat man auch schon besser gesehen

Empfehlung:

Ja

Gestern habe ich mir wiedermal einen Film zu Gemüte geführt, der im TV ausgestrahlt wurde. Im Voraus habe ich nämlich schon viel gutes über "The Hole" gehört, zudem konnte ich mich vage daran erinnern, ihn vor einiger Zeit selbst schon mit Begeisterung gesehen zu haben. Was ich dann letztendlich sah, war zwar kein wirklicher Horrorfilm (die davor ausgestrahlte Tanzsendung von Oliver Pocher hatte mehr Horror zu bieten), aber dennoch ein spannender, solider Psychothriller. Doch mehr dazu im folgenden Bericht.




Story
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Am Anfang des Films sehen wir ein junges, blutüberströmtes Mädchen, dass verstört über eine Landstraße taumelt. Wenig später erreicht sie ein großes Internatsgebäude, verständigt die Polizei und fällt ohnmächtig um. Kurz darauf wimmelt es auf dem Gelände nur so von Polizisten, denn wie sich herausstellen soll, ist das Mädchen niemand anderes als Liz Dunn (Thora Birch), welche schon seit zwei Wochen spurlos verschwunden war. Hier kommt nun die Polizeipsychologin Dr. Philippa Horwood (Embeth Davidtz) ins Spiel, die das Geheimnis um das Verschwinden von Liz und drei ihrer Freunde lüften soll. Das junge Mädchen erzählt ihr eine ebenso grausige wie zweifelhafte Geschichte..

Wie Liz zu erzählen beginnt, war sie schon seit langem unsterblich in den Draufgänger und Sohn eines Rockstars Mike Steel (Desmond Harrington) verliebt. Doch das unscheinbare Mädchen hatte keinerlei Chance, auch nur von ihm beachtet zu werden, weshalb sie zusammen mit ihrem besten Freund Martyn Taylor (Daniel Brocklebank) einen Plan schmiedete: Martyn sollte Liz, Mike, dessen Freund Geoff (Laurence Fox) und die hübsche Frankie (Keira Knightley) zu einem abgelegenen Bunker im Wald führen, wo diese dann übernachten und hemmungslos feiern können. Es wird abgemacht, dass Martyn den Bunker abschließt, nach 3 Tagen wieder erscheint, um Mike, Liz, Geoff und Frankie wieder herauszulassen. In dieser Zeit habe Liz genug Gelegenheit, sich an Mike heranzumachen. Doch es soll alles anders laufen als geplant: Martyn erscheint nicht zu dem vereinbarten Zeitpunkt, viel schlimmer noch, er erscheint garnicht. So herrscht bald Panik in dem Bunker, bis die Luke eines Tages völlig unerwartet doch geöffnet wird..

Dies ist die Geschichte, die Liz der Psychologin Dr. Philippa Horwood erzählt, doch diese ahnt, dass sie nicht stimmen kann, schließlich waren Mike, Geoff und Frankie alle tot, als der Bunker von der Polizei inspiziert wurde. Immer mehr und mehr nähert sie sich der Wahrheit und dringt zu dem verstörten Mädchen durch, bis sie auf eine Wahrheit stößt, wie sie unglaublicher nicht sein könnte...




Schauspieler
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Die Schlüsselfigur von "The Hole" ist Thora Birch, die mir vor allem noch aus meinem Lieblingsfilm "American Beauty" in Erinnerung war, wo sie mich restlos überzeugen konnte. Perfekt mimte sie das unschuldige Mädchen, dass unter ihrer Familie und ihrer Umwelt zu leiden hatte und schlußendlich noch ihre große Liebe fand. Als ich Birch dann aber in "The Hole" sah, hätte ich sie fast nichtmehr wieder erkannt, denn hier legt sie eine Art an den Tag, die einfach nicht zu dem schüchternen Mädchen passen will. Wenn jemand wie Keira Knightley eine verwöhnte Schlampe spielt, die dem Filmtitel alle Ehre macht, dann ist das OK und nachvollziehbar, aber mit Thora Birch konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Zuerst wird sie einem als schüchternes, von Liebeskummer zerfressenes, braves Mädel dargestellt, bis sie dann eine Gratwanderung als eiskalte Mörderin vollziehen darf. Wie man so schön sagt also eine gute, talentierte Schauspielerin in einer, wie ich finde, für sie falschen Rolle.

In der Rolle des Mädchenschwarms Mike Steel sehen wir Desmond Harrington, der mir noch bestens aus Filmen wie "Ghost Ship" oder "Wrong Turn" bekannt war, wo er mich eigentlich immer restlos überzeugen konnte. Der Mann hat einfach etwas, dass ihn von anderen Jungdarstellern abhebt, zudem sieht er, wie ich finde älter aus, als er eigentlich ist. Doch leider, leider haben es die Macher von "The Hole" nicht geschafft, Desmond Harrington überzeugend in Szene zu setzen. Ich kann zwar nicht genau erklären wieso, aber genau dieses gewisse etwas, welches Harrington in "Ghost Ship" und "Wrong Turn" ausstrahlte, scheint hier zu fehlen. So halte ich ihn als Mike zwar nicht für gänzlich deplatziert, sondern vielmehr denke ich, dass das jeder andere Schauspieler genauso gut hätte machen können. Schade eigentlich.

Nun aber wird es etwas erfreulicher, denn auch ein Film wie "The Hole" kann Schauspieler bieten, die einen mehr als nur positiv überraschen. In diesem Fall ist das für mich ganz klar Daniel Brocklebank in der Rolle des undurchschaubaren Martyn, der sich dazu bereit erklärt, die anderen in dem Bunker einzuschließen. Er ist sehr intelligent und von sich selbst überzeugt, was Daniel Brocklebank hervorragend in Szene setzt. Seine Art zu sprechen und sich zu verhalten könnte nicht besser sein und wurde zudem von Brocklebank´s Synchronsprecher grandios umgesetzt.

Zwei Schauspieler, die eigentlich garnicht weiter ins Gewicht fallen sind Keira Knightley als reiche und verwöhnte Frankie, sowie deren Freund Geoff, gespielt von Laurence Fox. Die beiden scheinen nur dazu da zu sein, damit der Sexanteil im Film nicht zu kurz kommt, eine Rolle die also jeder spielen könnte und nicht weiter erwähnenswert.




Daten zum Film
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Originaltitel: The Hole
Alternativtitel: After the Hole, Secluded Empty Space
Land: Großbritannien (2001)
Regie: Nick Hamm
Buch: Guy Burt, Ben Court, Caroline Ip
Länge: ca. 98:09 Min.
Freigabe: FSK 16
Indiziert: Nein
@ Realjackass




Die Deutsche DVD
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Die Deutsche Verkaufs, wie auch Verleih DVD wird von BMG Video / UFA vertrieben und kommt ungekürzt, aber dennoch nicht vollständig daher. Denn in Großbritannien hat die BBFC den Film zuerst ab 18 eingestuft, der Verleih musste darauf ein paar Kürzungen vornehmen, um den Streifen ab 15 durchbringen zu können. Da jedoch alle bisher erschienenen Fassungen auf dieser BBFC 15 Version beruhen, kann nicht von einer Cut-Version im herkömmlichen Sinn gesprochen werden.
Die Deutsche DVD bietet einiges an Bonusmaterial, so zum Beispiel einen Audiokommentar des Regisseurs, Geschnittene Szenen, den Original Kinotrailer, sowie Infos in Form von Texttafeln zur Filmcrew. Im großen und ganzen eine ordentliche DVD, die mittlerweile schon zu einem günstigen Preis zu haben ist.




Kritik
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Wes Craven´s "Scream" löste in den letzten Jahren eine regelrechte Flut an Teenslashern und sonstigen Teeniehorrorfilmen aus, die eigentlich alle nach dem gleichen Schema abliefen, fast nie etwas neues boten und meistens kaum als richtige Horrorfilme bezeichnet werden dürfen. Zu den berühmtesten und zugleich eigentlich noch annehmbarsten Vertreter dieses Subgenres gehören ohne Frage Filme wie "Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" und "Düstere Legenden". Wer nun aber denkt, dass jeder Film, in dem Teens gemeuchelt werden, sofort in dieses Genre fällt liegt falsch, das beste Beispiel hierfür ist der heute besprochene "The Hole".

Der Film läuft nach einem zwar nichtmehr neuen, aber dafür dennoch interessanten Schema ab, nämlich dem, dass die Story in Rückblenden erzählt wird. Dies ist noch nicht alles, so kommt die Geschichte um den Bunker nämlich sehr verwinkelt und undurchsichtig daher, jeder hat irgendwie etwas damit zu tun, sowohl die Psychologin Dr. Philippa Horwood als auch der Zuschauer verlieren ab einem gewissen Zeitpunkt die Übersicht, nur um dann schlußendlich vor eine doch recht große Überraschung ala "Saw" gestellt zu werden.

Dabei schafft es der Film sogar, einen gewissen Anspruch zu besitzen. Klar, "The Hole" ist nicht mehr als ein unterhaltsamer Thriller und will auch garnicht mehr sein, aber wer hier mal kurzzeitig einschläft oder auf die Toilette muss, hat ganz klar verloren. Denn die Geschichte, die Liz erzählt, wechselt des öfteren zwischen der Wahrheit und dem erfundenen, so dass man sich nicht immer auf das verlassen darf, was man im Moment sieht.

Was man dem Film ganz klar zu gute schreiben muss ist seine Atmosphäre, die sich langsam aber sicher immer mehr aufbaut, bis sie dann in der finalen Auflösung endet. Der Bunker in dem die Teens feiern ist schön düster, unheilvoll und bedrohlich gestaltet, ich würde da ehrlich gesagt nicht übernachten wollen. So erschafft der Film ein sanftes Gruselflair, das man allerdings nicht mit Spannung verwechseln sollte, denn spannend wird "The Hole" fasst nie. Sobald man als Zuschauer nämlich mal den richtigen Faden gefunden hat und weiß, was abgeht, ist das Geschehen stets vorhersehbar und alles andere als überraschend. Dem Gegenüber steht allerdings wiederum das sanfte Gruselgefühl und die beklemmende Stimmung, die sich beim Zuschauer einstellt, was in meinen Augen ein guter Ersatz für die fehlende Spannung ist.

Wie hätte man den Streifen allerdings perfekt gestalten können? Nun, dazu hätte es eindeutig bessere Akteure gebraucht. Ich möchte hier keinesfalls falsch verstanden werden, gerade Desmond Harrington und Thora Birch haben mir schon bewiesen, dass sie auch anders können, aber hier halte ich sie für etwas.. Nunja, ich möchte es mal so ausdrücken, sie bleiben unter ihren Leistungen, hätten mehr aus sich herausholen können.




Fazit
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"The Hole" ist ein Film, der die Meinungen spaltet. Manche halten für ihn einen langweiligen Pseudo-Horrorfilm, andere sehen in ihm DEN Psychothriller schlechthin. Ich möchte mich da nicht genau festlegen, kann aber sagen, dass mich der Streifen über weite Strecken hinweg gut unterhalten hat. Klar, es dauert ein bisschen bis die Jugendlichen in dem Bunker sind, aber ab diesem Zeitpunkt baut sich eine beachtliche Atmosphäre auf, die man allerdings nicht mit Spannung verwechseln sollte. Davon hat der Film eindeutig zu wenig, was zusammen mit den eher mittelmäßigen Schauspielern aber das einzige ist, was ich zu kritisieren habe. Solange man sich darauf einstellt, einen durchschnittlichen Psychothriller zu sehen, kann man mit "The Hole" nicht viel falsch machen.

7 von 10 Punkten und eine Empfehlung.

Mfg
Realjackass

25 Bewertungen, 6 Kommentare

  • mima007

    01.11.2005, 15:28 Uhr von mima007
    Bewertung: sehr hilfreich

    BH.

  • eswareinmal

    31.10.2005, 11:26 Uhr von eswareinmal
    Bewertung: sehr hilfreich

    na ja, ein Mal ansehen schadet nicht und im Vergleich zum sonstigen Filmeangebot im TV eine gute Wahl _lg

  • marina71

    31.10.2005, 09:47 Uhr von marina71
    Bewertung: sehr hilfreich

    von dem war ich auch nicht so begeistert. lg

  • anonym

    30.10.2005, 19:23 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der lief doch gestern oder? naja, ich hab ihn schon ein paar mal gesehen... find ich nicht so pralle! GLG

  • DerPrinz

    30.10.2005, 18:31 Uhr von DerPrinz
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...macht echt Lust auf den Film:-)

  • der_Baer

    30.10.2005, 17:43 Uhr von der_Baer
    Bewertung: sehr hilfreich

    bestens besprochen :-) sh