velo-welt.de Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Viel Rad für wenig Geld
ein Testbericht von eulenfan2003-05-06 19:08:58vom 06.05.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Großes Angebot, kleine Preise, unkomplizierte Abwicklung, sehr nett, persönlicher Kontakt...Nachteile/Kritik: Zahlung nur per Vorkasse oder Nachnahme möglich
Nachdem mein altes Rad nun immer mehr Macken hatte und ich mir für die Reparaturkosten langsam aber sicher einen alten Golf hätte kaufen können, war es nun doch langsam an der Zeit, ein neues Rad zu kaufen.
Gut sollte es sein, eine Klickgriffschaltung haben, nicht diese ekligen Drehgriffschaltungen, die die neuen Räder jetzt alle haben, möglichst Rücktritt und fünf bis sieben Gänge. Im lokalen Radgeschäft fand sich ein solches Rad – aber ich hätte dafür schlappe 800 Euro hinlegen müssen!!! Das war mir für meine doch recht bescheidenen Ansprüche und für mein festgelegtes Budget doch ein bisschen zu viel.
Also zog ich das Internet zu Rate und stieß nach einigem Stöbern schließlich auf die Seite von velo-welt.de. Angeboten werden dort nicht nur neue, sondern auch gebrauchte Räder, und so dauerte es nicht lange, bis ich in dem Sortiment mein Traumrad gefunden hatte, und das kam so:
Die Seite von velo-welt.de ist übersichtlich aufgebaut: Im Hauptfenster findet der Besucher die aktuellen Top-Angebote aus allen Kategorien. Diese sind auf der rechten Seite in einem Teilfenster als Verzeichnisbaum angeordnet. Angeboten werden Neuräder, Gebrauchträder, Heimtrainer und Zubehör. Die Kategorien Neu- und Gebrauchträder sind jeweils noch einmal in weitere Kategorien unterteilt: Herrenräder, Damenräder, Cityräder, Trekkingräder (Damen), Trekkingräder (Herren), Trekkingräder (offroad), Hollandräder, Kinderräder.
Ich schaute also das Angebot in den Kategorien Damenräder, Cityräder und Trekkingräder durch, sowohl bei den gebrauchten als auch bei den neuen. Das Angebot öffnete sich jeweils im Hauptfenster mit einer kurzen, aber durchaus prägnanten Beschreibung des Rades (Rahmen, Rahmenhöhe, Gangschaltung, Gabel, Reifen, Bremsen, Federung, evtl. Besonderheiten/bei gebrauchten auch noch Zustand, UVP/Neupreis, tatsächlicher Preis) und mit einem „Passbild“ des jeweiligen Schmuckstückes. Durch einen Klick auf das Bild bekam ich dieses in ordentlicher Größe in einem neuen Fenster präsentiert, so dass ich mir das jeweilige Rad auch noch genauer anschauen konnte.
Schließlich stachen mir zwei Räder ins Auge, die meinen Vorgaben zu entsprechen schienen: Ein giftgrünes 5-Gang-Damenrad mit Fahrradkorb für ca. 220 EUR und ein lila-blaues 7-Gang-Leichtlaufrad für 180 EUR – ohne Korb, aber es sah verdammt gut aus! Beide gebraucht, aber laut Beschreibung in einem richtig guten Zustand, und beide ca. 200 EUR unter dem Neupreis. Um eine endgültige Entscheidung zu treffen, mailte ich velo-welt.de an und fragte nach dem Schalthebel der beiden Räder.
Keine 24 Stunden später hatte ich schon eine Antwort, und was für eine sympathische! Statt einer floskelhaltigen Serienmail erhielt ich eine ganz persönliche Antwort, die genau auf das einging, was ich wissen wollte. Demnach hatte das giftgrüne Rad die von mir verpönte Drehgriffschaltung, das lila-blaue Rad aber einen richtigen Klick-Schalthebel – yippieh, ich wusste, für welches Rad ich mich entscheiden würde!
Ein kurzer Klick auf „In den Warenkorb legen“ führte mich in ein einfach auszufüllendes Adressformular und zur Auswahl der Zahlungsweise. Da sind Vorkasse per Überweisung oder Nachnahme möglich, wobei die Nachnahme über die Deutsche Post (klar) noch einmal extra Kosten bedeutet. An sich aber sind die Versandkosten im Preis fürs Rad mit enthalten. Wer schon einmal ein Rad per Post verschickt hat, weiß, dass das kein Pappenstiel ist, den man da einspart! Ich wählte
Vorkasse als Zahlungsweise und schickte meine Bestellung ab.
Wieder dauerte es keine 24 Stunden, da hatte ich schon eine Bestellbestätigungs-Mail mit den Angaben der Bankverbindung, an die die Überweisung erfolgen sollte. Da die Osterfeiertage dazwischen fielen, schrieb ich eine kurze Mail, damit niemand ungeduldig würde – als alte Ebayerin hatte ich schon genug Scherereien mit ungeduligen Verkäufern gehabt und wollte dem vorbeugen. Als Antwort erhielt ich „Oh, jetzt ist das Rad verschrottet... Nein, es ist bereits verpackt und wird sofort rausgeschickt, sobald Ihre Zahlung da ist.“ Wieder also eine persönliche, nette Mail – manch anderer Händler hätte meine Info zwar registriert, vermutlich hätte ich aber nie eine Antwort bekommen!
Nur vier Tage nach meiner Zahlung schleppte der nette Fahrer vom Hermes-Versand ein Riesen-Paket in unsere Einfahrt – wie gut, dass es an diesem Tag kühl war, sonst hätte er noch mehr geschnauft...
Das Rad kam vollständig montiert – das einzige, was ich noch tun musste, war, die Pedale anschrauben und den Lenker gerade stellen, dann konnte ich schon aufsteigen und eine Runde drehen. Da das Rad vor dem Versand in der firmeneigenen Werkstatt noch einmal durchgecheckt wurde, bevor es rausgeschickt wurde, war wirklich nix anderes mehr erforderlich. velo-welt.de hatte nicht zu viel versprochen: Das Rad entsprach genau der Beschreibung und lief wie eine Eins – ich war – und bin – begeistert!
Ich kann also – wie Ihr sicher auch aus den vorherigen Zeilen lesen könnt – die velo-welt.de uneingeschränkt und voller Begeisterung nur empfehlen. Nicht nur, dass das Angebot wirklich riesig ist, sondern auch, dass die Räder offenbar in einem Top-Zustand sind (schaut mal ins Gästebuch!), die Betreuung persönlich ist und die Abwicklung unkompliziert und rasend schnell – was will man mehr?
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