Pro:
Sehr authentischer Film,als ob man dabei wäre.
Kontra:
Vielleicht einige harte Szenen,die aus der Schlacht resultieren.
Empfehlung:
Ja
---Tauche ein in die Geschichte der Griechen und Makedonen.Erlebe selbst,wie ca 300 vor Christus mit viel Mut und dem eigenen Leben gekämpft wurde.Dabei bekommt der Zuschauer ein ziemlich klares Bild und lernt sie besser verstehen diese Zeit von damals,als noch große Heere mit Schild und Pferd aufgestellt wurden und als der Mut eines Mannes noch hoch belohnt,aber auch stark bestraft werden konnte.Sei dabei,wie Ruhm und Macht schnell kommen und auch schnell durch den Glanz der Schätze wieder vergehen können.Ein hochbrillianter Film.Für Leute,die Geschichte lieben und auch verstehen können,was diese damalige Zeit mit der Heutigen gemeinsam hat,ein absolutes Muß,sich diesen Film anzuschaun.
"Alexander" ein Film von Oliver Stone
---Ein Film für nicht so schwache Herzen,aber ein Film mit Herz und Mut.
---Inhalt:
---Die Geschichte beginnt mit der Erzählung von Ptolemy-einem Lebensbegleiter Alexanders durch all seine Schlachten hindurch,nun in greisige jahre gekommen,schreibt er seine Memoaren---
----Alexander wächst zusammen mit Hepheistion im makedonischen Königshaus von Phillipp und Olympia auf,Herrscher von Griechenland ca 300 vor Christus.Kurz vor der Großen Zeit der Römer gab es im Mittelmeerraum die Epoche der Griechen und Makedonen.König Phillipp hatte gerade beide Völker vereint und trachtete nun nach dem großen Perserreich des Herrschers Dareijos von Babylon.Von je her ist es der Wunsch von ehemals Ziegenhirten und Schafzüchtern,das Perserreich zu bezwingen,nicht nur weil dort viele Schätze in Babylon warten,auch weil der Perserkönig Dareijos ein Sklavenreich führt,nicht wie es in Griechenland üblig ist,das Bürgerrechte vorherrschen und es Gesetze gibt.Hier ist ein Mann etwas wert und nicht nur ein Sklave,den man in die Schlacht schickt.In dieser Welt wächst der junge Alexander auf,behütet von seiner Mutter und sehr begierig auf die griechischen Sagen von Poseidon und Medea,den Göttern wie Phobos und Zeus,sehr begierig auf das unentdeckte Land im Osten(heutiger Irak,Afghanistan und Indien).Er wird der Nachfolger sein,eines großen Reiches.Er ist der rechtmäßige Thronfolger.Und schon hier wächst in ihm eine Vision,Perser und Makedonen sollen friedlich miteinander leben können.Doch da gibt es auch andere Söhne,die Phillipp gezeugt hat und die später auch nach dieser Macht trachten werden.Alexanders Mutter will nicht darauf warten,bis einer der Bastards des Königs den Thron bekommt und heuert einen Söldner an,den Vater Alexanders Phillipp zu töten.Nun ist Alexander plötzlich im Alter eines Jungen Herrschers König von Griechenland und Makedonien und muß dieses Reich zusammenhalten und führen.Doch er erkennt auch die Intrige der Mutter und nimmt zum ersten Mal Abstand von ihr.Es soll sein Handeln im späteren Verlauf sehr stark beeinflussen.Und er wird seine Mutter nie mehr persönlich wiedersehen.Sein Vater hatte ihn vor den Intrigen gewarnt,hatte ihm die Sagen der gr. Mythologie erzählt,und ihn mit seiner Erfahrung aus vielen Schlachten vor der Vergänglichkeit der Macht erzählt.Und doch konnte er es nicht verhindern.
Alexander ist nun sehr erfolgreich,erobert Ägypten,das Reich wird noch stärker.Von einem ägyptischen Clan wird er zum Gott ernannt,wie es Olympia-seine Mutter immer vorraus gesagt hat.Nun ist er stark genug,Dareijos herauszufordern in einer gewaltigen lebendigen Schlacht.40000 Makedonen gegen 200000 Perser.Durch einen von seinen Stabsführern umstrittenen Schlachtplan,Dareijos gefangen zu nehmen und so die Schlacht zu gewinnen,erreicht er den Sieg.Dareijos flieht und verliert so sein Heer,das völlig aufgerieben,aufgeben muß.Alexander wird in Babylon willkommen geheissen,weil er die Perser befreien wird,ihnen sogar einen Platz in seinem Herr gibt,ihnen die Freiheit wiedergibt.Nun sind auch alle skeptischen Stimmen des Reiches verklungen.Alexander steht am Höhepunkt seines Ruhms.Das große Ziel seines Vaters ist erreicht.Hier erkennt er schon,das Babylon eine große Vergangenheit hat und damit auch viele Intrigen einhergehen.Alexander drängt es weiter nach Osten in den Hindukusch und bis nach Indien.Er heiratet eine Perserin,was zu Unmut unter seinen Gefolgsleuten führt,denn er will ganz und garnicht das Leben seiner Mutter führen.So kommt es öfter zu Revolten,die er blutig beendet.Seine Mutter schreibt ihm aus der Heimat und warnt ihn davor.Sie hat ihn schon oft vor den Abgründen des Menschen gewarnt.Doch Alexander will seine Mutter nicht mehr wiedersehn.Sie ist verantwortlich für den Tod seines Vaters.Als nach sieben Jahren erfolgreicher Kriegsführung einige seiner Leute revoltieren,weil sie Kriegsmüde sind,verliert er auch gute Freunde und er erkennt,das es Zeit ist zurückzukehren nach Griechenland.Da geschieht genau das,wovor seine Mutter ihn warnte.Hepheistion und danch auch er,wird von seiner geheirateten Perserin vergiftet.Alles wiederholt sich.
---Jede Macht und Jeder Ruhm ist eben vergänglich.
---Kameratechnik:
---Der Film beginnt mit sehr aufwändigen Sequenzen.Luftaufnahmen einer großen Schlacht folgen.Die Mitschnitte sind bewußt länger ausgedehnt,um das Gefühl zu vermitteln,bei einer Schlacht dabei zu sein.Ein Adler fliegt über ein riesiges Heer hinüber zur anderen Seite.So wird das Große Ausmaß einer solchen Schlacht besonders gut klar und läßt das Herz des Zuschauers höher schlagen.Später werden diese Sequenzen kürzer,da sich die Ereignisse überstürzen und so ganz und gar nichts mehr rumreich zu sein scheint.Es werden viele rasante Aufnahmen von galoppierenden Pferden der damaligen Zeit gezeigt.Römisch-Griechische Rüstungen und Schwerter sind teil der Kulisse.So kommt die Spannung voll zur Geltung.Überhaupt wird viel Lebendiges aus den Szenen bis zu Elefanten in Indien gezeigt,was den Film hochqualitativ macht.Slow-Motion kommt zum Einsatz immer dann,wenn ein Held in die Schlacht geht oder fällt,auch dann,wenn Alexander zu seinem Volk spricht,nimmt sich die Technik viel Zeit für die Aufnahmen.
---Eigene Überlegungen:
---In diesem Film hat der Mut und die Ehre eines Mannes noch einen hohen Stellenwert.Auch wenn des Mannes Leben in einer solchen Schlacht nicht viel wert zu sein scheint und das Leben eher sinnlos für die Fehden der Menschen um Macht und Ruhm weggeworfen wird.So ist man in jener Zeit doch ein Mann der Taten und kann wirklich etwas verändern,nicht wie in heutiger Zeit,das alles schon verhätschelt wird und nur kleinstaatische Quälereien den Alltag bestimmen.Vor allem erkennt man etwas sehr Wichtiges,was auch in unserer heutigen Gesellschaft vorhanden ist.Es gibt keinen Ruhm ohne Neid.Es gibt keine Macht ohne Intrigen.Es gibt keinen grenzenlosen Entdeckergeist ohne an seine eigenen Grenzen zu stossen,wie es Alexander erfährt,als er in Indien ankommt und seine blutigste Schlacht kämpft.Er verliert sein treues Pferd,das er durch eine Mutprobe in der Kindheit erobert und zu einem mutigen Mann bei den Griechen und Makedonen gemacht hat.Er wird selbst fast tödlich verletzt.Ich habe auch den Eindruck,das Alexander mit seiner Jugend,noch voller Kraft und Taten,sein Volk in die Schlacht schickt,und es dabei als Spielfeld seiner Jugend betrachet.Es ist eben sein Privileg,das nur wenige in der Geschichte bekommen.Da man das ganze Werden und Vergehen seines Lebens als Zuschauer erfahren kann,ist er immer für mich der jungblütige kleine Möchtegern,der nur in seine Kriegsrolle spielt,der zwar nicht alles nachahmen will,was seine vorherige Generation als wichtig erachtet hat,aber doch vieles davon annimmt und er erfährt das Leben,wie ein Spiel,bei dem man sich erst die Finger verbrennt,wenn sie schon in der Flamme glühn,jedoch ist er dabei sein ganzes Leben sehr erfolgreich.Erfolg gibt ja immer Recht.Ein Sohn von Zeus soll er sein,hat die Mutter Olympia immer zu ihm gesagt.
---Meinung:
---Ein historisch sehr wertvoller Film,der wirklich unter die Haut geht.Ich hab auch sehr viel Gefühl darin entdeckt,was ich aus jener Zeit garnicht vermutet hätte.Ich weiß jetzt,das diese damalige Zeit sehr ähnlich der unseren ist und erkenne einen wesentlichen Teil des Menschseins.Ich finde den Film sehr ernüchternd,weil er einige sehr blutige Szenen enthält,was nicht unbedingt jedermanns Sache ist.Man sollte es jedem sagen,wenn man ihm diesen Film empfiehlt.Sein Leben wird danach nicht dasselbe sein.Doch ich fühle mich schon fast als ein Teil dieser tollkühnen Männer.Das liegt wohl daran,das ich durch geniale Luftaufnahmen,echte Soldatenpanzer und Schwerter,und eine unbeschreibbare Brüderlichkeit tatsächlich dabei war und ganz genau mitfühlen konnte,was diese Männer fühlten.
---Teilnehmende Schauspieler:
---Alexander-Colin Farell
---Angelina Jolie-Olympia(Mutter und Königin)
---Val Klimer-König Philip
---Anthony Hopkins-Ptolemy
---Jared Leto-Hephaistion
---Rosario Dawson-Roxane(die persische Prinzessin)
---Christopher Plummer-Aristotle
---und viele gute Nebenrollen,die für einem Moment sogar wie eine Hauptrolle wirken,weil sie wichtige Parts einnehmen.
Eine klare Empfehlung für diesen Film
P.S.Mit vielen Details hat "Tuvok" auch einen Testbericht verfasst,den ich auch sehr gut finde.Er hat sich noch genauer mit der Geschichte von Alexander befasst und liefert einige gute Details,die im Film nicht unbedingt genau erkennbar,aber doch sehr interessant sind. weiterlesen schließen
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