Die Dolmetscherin (DVD) Testberichte

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Auf yopi.de gelistet seit 07/2005

5 Sterne
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4 Sterne
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3 Sterne
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2 Sterne
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Pro & Kontra

Vorteile

  • interessanter Ausgangspunkt der Geschichte
  • Plot, Optik, Darsteller, Realitätsnähe, ...
  • klasse Schauspieler, spannender Film
  • tja einiges

Nachteile / Kritik

  • zu viele Fehler dramaturgischer und logischer Art
  • . . .
  • keine
  • viel

Tests und Erfahrungsberichte

  • wäre mehr möglich gewesen

    Pro:

    tja einiges

    Kontra:

    viel

    Empfehlung:

    Ja

    Einleitung:
    Die Dolmetscherin ist ein Film mit spannenden Inhalten (Verschwörung, afrikanischer Diktator, Misstrauen) der jedoch kaum Tempo entwickelt und seine Inhalte verschenkt.

    Daten:
    Darsteller: Nicole Kidman, Sean Penn, Catherine Keener
    Regisseur: Sydney Pollack
    Komponist: James Newton Howard
    Format: Dolby, PAL, Surround Sound
    Sprache: Deutsch Englisch (Dolby Digital 5.1)
    Untertitel: Deutsch, Türkisch
    Region: Region 2
    Bildseitenformat: 16:9
    FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
    Studio: Universal/DVD
    DVD-Erscheinungstermin: 25. August 2005
    Produktionsjahr: 2005
    Spieldauer: 123 Minuten

    Kommentare & Bewertungen

    • Gozo-Bernie

      Gozo-Bernie, 14.08.2009, 11:39 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      wieder ein Gruss aus der Heimat von telestrada.it

    • Lale

      Lale, 22.07.2009, 02:15 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Allerbesten Gruß die Lale

    • frankensteins

      frankensteins, 22.02.2009, 11:57 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      schöner Bericht lg Werner

    • pandinus

      pandinus, 20.02.2009, 19:41 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Sehr schöner Bericht lg Michael

  • Trouble in der UNO

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Ja

    Es gibt leicht zählbare Nachfolger jenes Genres des Suspense-Thrillers, die Altmeister Hitchcock begründete. Ein anderer Altmeister, Sydney Pollack („Der elektrische Reiter”, 1979; „Tootsie”, 1982; „Jenseits von Afrika”, 1985), versuchte sich 2005 in diesem Genre und stellte eine UN-Dolmetscherin namens Silvia Broome (Nicole Kidman) und den bei den Vereinten Nationen tätigen Sicherheitsbeamten Tobin Keller (Sean Penn) ins Zentrum einer Geschichte, die um das UN-Gebäude und die Aufgaben der UNO – Sicherheitsrat wie Generalversammlung – kreist. Zum ersten Mal in der Geschichte der UNO erlaubte ein UN-Generalsekretär, Kofi Annan, einem Filmteam, in den Räumen der UNO zu filmen, was nach

    ______


    Auslöser der Geschichte ist die menschenrechtswidrige Lage und Politik eines (erfundenen) afrikanischen Staates namens Matobo. Der dortige Regierungschef Dr. Zuwanie (Earl Cameron), der einmal als Humanist angetreten war, verfolgt seine politischen Gegner – repräsentiert durch Kuman-Kuman (George Harris) und Xola (Curtis Cooke) – nicht nur mit eiserner Härte. Er überzieht das ganze Land mit Mord und Totschlag.

    Eines Tages wird die UN-Dolmetscherin Broome zufällig – als sie spät abends noch ihre Sachen aus dem Gebäude der UN holt – Zeugin eines Gesprächs Unbekannter, dem sie entnimmt, dass die ein Attentat planen. Sie erkennt die Personen im Dunkeln nicht, flüchtet aus Angst, dass sie erkannt wird und berichtet tags darauf den Sicherheitskräften der UNO von dem Vorfall. Der Sicherheitsbeamte Keller glaubt Broome zunächst nicht, denn er hat Informationen, dass sie nicht nur in Matobo aufgewachsen ist, sondern auch dass ihre Eltern und ihre Schwester durch eine Landmine vor Jahren ums Leben gekommen sind. Keller verdächtigt Broome, das mitgehörte Gespräch nur erfunden zu haben.

    Während die Generalversammlung über die Menschenrechtsverletzungen in Matobo diskutiert, kündigt Dr. Zuwanie seinen Besuch vor dem Gremium an. Er will dort seine Politik verteidigen und schickt seinen Sicherheitschef, einen Niederländer namens Nils Lud (Jesper Christensen), voraus, um mit den Sicherheitsleuten von der UNO die Maßnahmen zu ergreifen, die notwendig sind, um die Sicherheit Zuwanies zu gewährleisten.

    Inzwischen stellt Broome mit Erschrecken fest, dass sie beobachtet und verfolgt wird. Ein Unbekannter hat ihre Wohnung betreten und sie furchtbar erschreckt. Sie wird von einer schwarzen Limousine verfolgt usw. Die Dolmetscherin versucht, mit einem Fotojournalisten namens Philippe (Yvan Attal) Kontakt aufzunehmen, der mit ihrem Bruder Simon (Hug Speer) in Matobo zusammenarbeitet. Doch Philippe meldet sich nicht. Und Silvia weiß auch nicht, wo ihr Bruder sich aufhält.

    Inzwischen versucht Keller verzweifelt, Gründe und Gruppen für ein mögliches Attentat auf Zuwanie zu ermitteln. Steckt Silvia doch hinter einem Komplott? Oder sind es die Oppositionspolitiker Kunan-Kunan und Xola, die Zuwanie ans Leben wollen? Und welche Rolle spielt Nils Lud und die Männer von der Botschaft von Matobo?

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    Getragen wird diese Geschichte in allererster Linie von den beiden Hauptdarstellern Kidman und Penn. Alle anderen Darsteller, auch Catherine Keener in der Rolle der Kollegin Kellers, die afrikanischen Politiker und Jesper Christensen als Nils Lud sind im Grunde nur supporting characters. Die Haupthandlung besteht vor allem aus einer kritischen Annäherung zwischen Keller und Broome im Zug der zeitlich beengten Ermittlungen. Während Keller nach und nach der Geschichte Silvias zu glauben beginnt, betreibt Silvia allerdings ihr eigenes Spiel. Die Szenen zwischen Kidman und Penn gehören sicherlich zu den besten des Films. Sie erzählen sich von ihren Schicksalsschlägen – Keller hat seine Frau, die ihn mit einem anderen Mann verlassen hat, durch einen Autounfall verloren; Broome hat ihre Eltern und ihre Schwester durch eine Landmine, die Zuwanies Soldaten gelegt hatten, verloren –, versuchen, gemeinsam hinter die dunklen Machenschaften zu kommen usw.

    Zu den spannendsten Szenen gehören u.a. die, die sich im Dunkeln des UN-Gebäudes abspielen, solche, in denen Silvia verfolgt und bedroht wird und nicht zuletzt die Ereignisse, die schließlich zur Explosion eines voll besetzten Busses durch eine Bombe führen. Auch die Undurchsichtigkeit des Sicherheitschefs Zuwanies, Nils Lud, trägt zur Spannung des Films sicherlich bei.

    Andererseits ist die Geschichte selbst doch in vielerlei Hinsicht unglaubwürdig. Allein schon die Einstellung einer aus Matobo stammenden, weißen Afrikanerin als Dolmetscherin erweist sich am Schluss des Films und angesichts der Biografie Silvias als zumindest äußerst unwahrscheinlich gemessen an den wirklichen Verhältnissen. Nicht nur das: das ganze Komplott, das hinter dem anfangs von Silvia gehörten Flüstern zweier Personen in dem Raum der Generalversammlung stecken (soll), ist weitgehend an den Haaren herbeigezogen angesichts der tatsächlichen Sicherheitsvorkehrungen bei den Vereinten Nationen – insbesondere seit Ground Zero.

    Was dem Film zudem fehlt, sind realistische Schilderungen der Verhältnisse in einem – wenn auch erfundenen – afrikanischen Staat. Sowohl der amtierende Zuwanie, als auch sein Gegner Kuman-Kuman erscheinen im Film eher als Klischee-Afrikaner, die aus dem Bilderbuch der US-Geheimdienst-Schreckensszenarien entnommen wurden. Damit man mich nicht falsch versteht: Es gibt in Afrika derartige Unmenschen, wie nicht nur die Ereignisse in Ruanda oder der berüchtigte Idi Amin mehr als deutlich bewiesen haben. Im Film allerdings tauchen solche Leute und ihre innerstaatlichen Gegner eben doch nur als klischeebeladene Charaktermasken auf. Die Zuspitzung des Films auf die Reibereien und dann die Annäherung zwischen Keller und Broome trägt sicherlich dazu bei, derartiges zu vernachlässigen.

    Auch die (doppelte) Auflösung des Falls, auf die ich hier aus verständlichen Gründen nicht eingehen will, scheint mir weitgehend an den Haaren herbeigezogen. Wenn das alles möglich wäre, was am Schluss gezeigt wird, hätten sicherlich schon etliche Anschläge auf das UNO-Gebäude und einzelne Politiker stattgefunden.

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    Abstrahiert man von diesen Ungereimtheiten, bleibt ein trotzdem weitgehend spannender Thriller, der in einigen wenigen Momenten zwar Hitchcock-Qualität erreichen kann, durch die Mängel und logischen Ungereimtheiten des Drehbuchs allerdings diese Qualität nicht durchhalten kann, obwohl Penn und Kidman ihre Sache sicherlich gut machen.

    DVD
    Format: Dolby, PAL, Surround Sound
    Sprache: Deutsch, Englisch
    Region: Region 2
    Bildseitenformat: 16:9
    FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
    Studio: Universal/DVD
    DVD-Erscheinungstermin: 25. August 2005
    Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch

    Die von Universal International Pictures editierte DVD enthält neben dem Film, der auch mit einem Audiokommentar des Regisseurs gesehen werden kann, einige Specials:

    Alternativer Schluss (2 Min. 55 Sek.):
    In diesem Schluss endet der Film nicht mit einer Szene zwischen Kidman und Penn, sondern mit einer Rede Zuwanies vor der Generalversammlung, in dem dieser eine Liste der Opfer seiner Politik vorliest.

    Unveröffentlichte Szenen (2 Min, 19 Sek.):
    Zum Glück wurden einige dieser Szenen aus dem Film geschnitten, weil sie zu frühzeitig eine Lösung der Geschichte präsentieren.

    Sidney Pollack bei der Arbeit (10 Min.):
    Pollack berichtet über das Zustandekommen des Films, seine Bemühungen bei Kofi Annan, die Räume der UNO benutzen zu dürfen und allgemein zu seiner Arbeit als Regisseur.

    Pan & Scan oder Widescreen (5 Min. 7 Sek.):
    Pollack begründet, warum er das Widescreen-Verfahren dem Pan & Scan-Verfahren vorzieht.

    Die ultimative Kulisse: die Vereinten Nationen (7 Min. 59 Sekunden):
    Darstellung der Dreharbeiten in den Räumen der UNO und dabei auftretender Probleme.

    Ein Tag im Leben echter Dolmetscher (8 Min. 16 Sek.):
    Zwei Dolmetscherinnen der UNO berichten über ihre Arbeit.

    Teilweise ist die DVD inzwischen zu niedrigen Preisen zu bekommen. Ich konnte sie für € 9,99 erwerben. Bei amazon ist die Scheibe für € 8,89 zu haben.

    Wertung Film: 7,5 von 10 Punkten.
    Wertung DVD: 8 von 10 Punkten.

    © Bilder: Universal International Pictures.
    Screenshots von der DVD.

    Die Dolmetscherin
    (The Interpreter)
    Großbritannien, USA, Frankreich 2005, 128 Minuten
    Regie: Sydney Pollack

    Drehbuch: Martin Stellman, Brian Ward, Charles Randolph, Scott Frank, Steven Zaillian
    Musik: James Newton Howard
    Director of Photography: Darius Khondji
    Montage: William Steinkamp
    Produktionsdesign: Jon Hutman

    Darsteller: Nicole Kidman (Silvia Broome), Sean Penn (Tobin Keller), Catherine Keener (Dot Woods), Jesper Christensen (Nils Lud), Yvan Attal (Philippe),Earl Cameron (Zuwanie), George Harris (Kuman-Kuman), Hugo Speer (Simon Broome), Curtis Cooke (Ajene Xola), Byron Utley (Jean Gamba)

    Internet Movie Database:
    http://german.imdb.com/title/tt0373926


    © Ulrich Behrens 2006
    zuerst publiziert bei: www.follow-me-now.de

    Produktfotos & Videos

    Die-dolmetscherin-dvd
    Bild 1 - Die Dolmetscherin (DVD) von anonym
    am 20.11.2006
    Die-dolmetscherin-dvd
    Bild 2 - Die Dolmetscherin (DVD) von anonym
    am 20.11.2006

    Kommentare & Bewertungen

    • Iris1979

      Iris1979, 19.01.2009, 15:11 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Super Bericht. LG Iris

    • Jerry525

      Jerry525, 16.10.2008, 21:11 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Liebe Grüße an dich Jerry

    • kleine_fee

      kleine_fee, 16.12.2007, 21:26 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Großartiger Bericht, wie immer. LG

    • XXLALF

      XXLALF, 09.07.2007, 09:36 Uhr

      Bewertung: sehr hilfreich

      Mir hat die DVD gefallen, auch wenn manche Szenen Unglaubwürdig erscheinen. Wenn man allerdings es so betrachtet das diese realitäts bezogen wären wäre doch dieser Film zu schokierend. Lg XXLALF