Geburt Allgemein Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- alls an ihr ist super
- Sicherheit im Krankenhaus
- eine zuckersüße kleine Tochter
- Kaum Folgebeschwerden, einzigartiges Erlebnis.
- Alles spricht dafür ein Kind zu bekommen und wie auch immer die Geburt läuft, wird es ein einmaliges Erlebnis sein. Bei mir war es positiv, auch wenn ich jetzt weiß, dass ich es zu Hause auch geschafft hätte..
Nachteile / Kritik
- gibts nicht, außer daß sie so viele Schadstoffe durchläßt
- nicht für alle Schwangeren geeignet
- Schmerzen
- Zugegeben, es tut weh. Aber da gibt es ja heutzutage genug Möglichkeiten zur Linderung und die Natur hat es so eingerichtet, dass die Schmerzen schnell verdrängt sind.
- keine
Tests und Erfahrungsberichte
-
Beim nächsten mal entbinde ich allein......
21.03.2004, 02:09 Uhr von
Ollessja
Nachdem ich einige Zeit bei Ciao mein Unwesen treibe, hat es mich jetzt auch hierhin verschlagen....3Pro:
eine zuckersüße kleine Tochter
Kontra:
Schmerzen
Empfehlung:
Ja
So….jetzt möchte ich erst einmal von der Geburt meiner kleinen Indira berichten. Eine äußerst interessante Erfahrung, an der ich euch teilhaben lassen möchte.
Eigentlich hatte ich beschlossen, dass ich auf keinen Fall auf natürliche Weise entbinden möchte. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, dass ich die Schmerzen auf keinen Fall überstehen würde und ein Kaiserschnitt die beste Alternative für alle Beteiligten wäre.
Aus diesem Grund habe ich mich vor der Geburt auch in keinster Weise darüber informiert, was für Möglichkeiten es bezüglich der Arten der natürlichen Entbindung gibt. Natürlich wußte ich, dass es Wassergeburten gibt, dass man sich eine PDA gegen die Schmerzen geben lassen kann, etc. Aber das war es dann auch schon.
Mit der Entbindungsklinik hatte ich dieses ziemlich schnell geklärt. Zwei Tage vor dem angesetzten Termin wurde mir allerdings mitgeteilt, dass ich noch eine Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse benötigen würde. Meine Krankenkasse weigerte sich, mir diese auszuhändigen. Na super…..Also musste ich da jetzt wohl durch und mein Kind „hinauspressen“. Die Ärztin versprach mir, dass alles unternommen werde, um mir die Geburt möglichst angenehm zu gestalten. Falls es gar nicht gehen sollte, würde sie eigenmächtig den Kaiserschnitt vornehmen…
(Vor)Wehen
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Am 18.01.04 ging es dann langsam los. Es setzten Wehen ein. Oh….eine wirklich unlustige Angelegenheit. Alle 5-10 Minuten diese wirklich fiesen Schmerzen. Aber ich hatte es mir eigentlich noch schlimmer vorgestellt. Langsam packte ich meine Tasche und wir fuhren in die Klinik. Dort sagte man mir, dass die Wehen noch nicht stark genug seien und es sicherlich noch einige Tage dauern werde. Das Angebot trotzdem in der Klinik zu bleiben habe ich sofort abgelehnt. Die nächsten Tage waren grausig. Ich hatte durchgehend diese ätzenden Schmerzen. Vor allem nachts wurde es fast unerträglich. Tagsüber lief ich herum und versuchte alles um die Geburt möglichst voranzutreiben.
Es geht los
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Nachdem ich einige Nächte nicht mehr geschlafen hatte und die Wehen mir jegliche Kraftreserven geraubt hatten platzte am 21.01.04 gegen 21.00 Uhr die Fruchtblase. Einerseits war ich erleichtert, weil nun endlich ein Ende der Schmerzen in Sicht war, anderseits ergriff mich die totale Panik, weil ich das Schlimmste ja jetzt noch vor mir haben würde. Die fertig gepackte Tasche wurde geschnappt und wir rasten wieder in die Klinik. Dort angekommen stellte sich heraus, dass der Muttermund bereits 5 cm geöffnet war. Also hatten die Wehen doch schon ganze Arbeit geleistet. Sofort wurde ich in den Kreissaal gebracht. Ein sehr kalt gestalteter Raum. Wirklich wohlfühlen konnte man sich dort nicht. Ich wurde direkt auf das Bett dirigiert, auf dem ich wohl in den nächsten Stunden Schwerstarbeit leisten würde. Die Wehen wurden mittlerweile immer unerträglicher. Die liegende Position war auch nicht das Wahre. Nachdem durch das CTG festgestellt wurde, dass es meiner Kleinen gut geht, stellte ich klar, dass ich sofort alles an schmerzlindern Mitteln bekommen möchte, die in dem Krankenhaus vorhanden sind. Die Hebamme sagte, dass sie alles für die PDA vorbereiten wolle und ich der Zeit doch noch ein wenig herumlaufen könne. Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen. Ich schnappte mir meinen Partner und wir liefen vor dem Krankenhaus herum. Die Wehen kamen mittlerweile in einem Abstand von ca. 1 Minute kamen. Also versuchten wir möglichst schnell wieder in den Kreissaal zu kommen, denn vor der Klinik wollte ich nicht unbedingt mein Kind zur Welt bringen.
Die Geburt
~~~~~~~~~
Im Kreissaal angekommen mussten wir nicht sehr lange auf die Ärzte warten, die die langersehnte PDA setzen sollten. Ich wurde im Schnelldurchlauf über die Risiken dieser Art der Betäubung aufgeklärt wie zum Beispiel Querschittslähmung (!)…..den Rest habe ich glaube ich verdrängt. Ich befand mich sowieso schon in einer Art Trancezustand. Also unterschrieb ich die Erklärung die besagte, dass ich mich trotz der Risiken mit dem Setzen der PDA einverstanden erklären würde. Ich wurde gerade dafür vorbereitet (die Ärztin bohrte mir sehr unsanft eine Kanüle in den Arm) da merkte ich, dass sich meine Wehen auf einmal ganz anders anfühlten….. Schock!!! Es waren schon die Presswehen! Ich tat so als sei alles ganz normal, damit mir die Ärzte noch schnell die PDA setzen würden…..Aber die Hebamme merkte schnell, dass etwas nicht stimmte. Sie schob die Ärzte von meinem Bett weg und begann, mich zu untersuchen. Sie guckte dann kurz hoch und sagte den Ärzten, dass sich die PDA erledigt habe, da dass Kind jeden Moment kommen werde. Aber diese Rechnung hatte sie ohne mich gemacht. Ich presste die Beine zusammen und sagte, dass ich ohne irgendwelche Schmerzmedikamente gar nichts machen werde. Die Hebamme schaute mich ungläubig und etwas ungeduldig an und meinte das es für Schmerzmittel viel zu spät sei. Na toll….Erst wollte ich durch einen Kaiserschnitt den Schmerz umgehen und jetzt musste ich ohne jegliche Hilfen da durch. Also natürlicher kann eine Geburt ja kaum ablaufen. Sie stellte die Rückenlehne meines Bettes etwas höher, allerdings lag ich immer noch eher als das ich saß. Es dauerte noch etwas bis ich mich davon überzeugen lies das es nichts bringt, wenn ich meine Beine weiter zusammenpresse. Ich gab mich dann geschlagen. Mir war mittlerweile sowieso alles egal. So…nun sollte ich also pressen. An dem Bett gab es nichts, woran ich mich hätte festhalten können. Außerdem war die liegende Position nicht gerade ideal dafür. Es wäre sicherlich einfacher gewesen, wenn eine Position eingenommen worden wäre, bei dem die Schwerkraft etwas hätte helfen können. So musste ich die Arbeit also allein leisten. Die Hebamme und mein Partner redeten auf mich ein, aber davon bekam ich gar nichts mehr mit. Ich presste einfach…..nach ca. einer halben Stunde also um 23.40 Uhr lag meine Kleine dann auf dem Bett. Ein kleiner Winzling mit 47 cm Länge und nur 2.330 g. Ein wunderschöner Moment!
Fazit
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So schmerzempfindlich bin ich gar nicht. :) Die Geburt verlief im Großen und Ganzen sehr ruhig. Ich habe trotz fehlender Schmerzmittel nicht gestöhnt, geschweige denn geschrieen. :) Aus diesem Grund fand mein Partner die Geburt ziemlich locker und meinte, dass wir das auch allein zu hause geschafft hätten.
So ähnlich sehe ich das mittlerweile auch. Der Kreissaal war für mich sehr unangenehm. Die Atmosphäre war kalt und steril. Das Bett auf dem ich entbunden habe war ungemütlich und gab keinerlei Möglichkeit, sich Halt zu verschaffen. Falls ich irgendwann noch einmal ein Kind bekommen werde, dann werde ich mich auf jeden Fall nach anderen Alternativen umschauen. weiterlesen schließen -
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Eine Sectio kommt selten allein!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Es ist kaum eine Woche her, dass mein Sohn zur Welt kam. Wie Ihr sehen, bzw. lesen könnt, geht es mir wieder ganz gut.
Noch im Krankenhaus habe ich niedergeschrieben, wie dieser anstrengendste Tag in meinem bisherigen Leben abgelaufen ist.
6.11.2002, 2:00 Uhr: Schon wieder geht es mit Wehen los. Noch nicht sehr stark aber in regelmäßigen Abständen und an Schlaf ist nicht zu denken. Ich setze mich an den Computer, surfe herum, schau nach, was sich des Nachts so bei Ciao tut und hoffe, dass die Wehen endlich stark genug werden, um in die Klinik zu fahren. Letzte Woche hatte ich schon mal so einen falschen Alarm, wir sind nachts ins Krankenhaus und wurden gleich wieder heimgeschickt. "Das sind nur Vorwehen, da geht noch nix los!" wurde mir gesagt und ich soll erst wiederkommen, wenn es richtig weh tut. Mittlerweile ist mein Baby schon 10 Tage überfällig und irgendwie zehrt das Warten an den Nerven.
10:00 Uhr: Termin beim Frauenarzt: Das CTG sieht gut aus, die leichten Wehen sind noch da. Er macht mir Hoffnung: Es könne jetzt wirklich nicht mehr lange dauern. Wenn es noch etwas stärker und regelmäßiger wird, kann ich dann langsam mal ins Krankenhaus.
20:00 Uhr: Mein Zustand ist unverändert, habe den Tag mit Einkaufen und Hausarbeit verbracht. Jetzt stellt sich eine leichte Blutung ein. Ich bin begeistert: Ein gutes Zeichen, dass es vorangeht. Ich bereite meinen Mann drauf vor, dass wir bestimmt noch diese Nacht in Krankenhaus fahren können.
24:00 Uhr: Immer noch leichte Vorwehen in Abständen zwischen 10 und 20 min. Es tut aber eigentlich nicht wirklich weh. Die Blutung ist allerdings noch da und an Schlaf ist eh nicht zu denken, also könnten wir ja wieder mal in Krankenhaus fahren. Bei der Geburtsvorbereitung wurde uns gesagt, dass bei Blutungen sofort ins Krankenhaus soll, also hab ich ja einen Grund!
7.11.2002: 0:45 Uhr: Erste Untersuchung in der Klinik: Die Hebamme sieht die Wehen auf dem CTG, findet sie aber nicht sehr eindeutig. Der Arzt stellt fest, dass der Muttermund einen Finger breit geöffnet ist. Das ist nicht viel, aber besser als gar nix. In Anbetracht des schon lange überschrittenen Termins beschließen sie, dass ich ja mal dableiben könne. Man könne ja in aller Ruhe die Vorbereitung machen und vielleicht morgen früh dann mal die Geburt einleiten. Es scheint noch viel Zeit zu sein. Die ganze Aufnahmeprozedur wird durchgeführt. Wir müssen 1000 Fragen beantworten. Die Hebamme stellt fest, dass ich einen großen Bauch habe und wohl ein recht großes Kind erwarte. Ich weise darauf hin, dass ich vor 3 Jahren schon mal zur Entbindung hier war. Damals war es ein Kaiserschnitt und alle Unterlagen incl. Röntgenaufnahmen meines Beckens sind noch hier. Mein Frauenarzt hatte letzte Woche schon mal angerufen, mit der Bitte die alten Sachen rauszusuchen und zu den neuen Unterlagen zu nehmen. Die Hebamme nimmt dies zur Kenntnis, sie will sich das dann mal ansehen. Ich schicke meinen Mann nach Hause, soll er sich lieber noch mal ausschlafen.
3:00 Uhr: Nach Einlauf, Rasur und Entspannungsbad bin ich ganz locker. In der Badewanne hab ich gar keine Wehen mehr gespürt. Die Hebamme meint, ich könne jetzt vielleicht ein wenig schlafen. Kaum liege ich im, da überfällt mich die erste heftige Wehe. Kurze Zeit später höre und spüre ich einen lauten Knacks im Bauch. Ist jetzt die Fruchtblase geplatzt? Es läuft allerdings nichts aus. 5 Minuten später kommt die nächste Wehe: Aha, so fühlen sich also richtige Wehen an. Ich richte mich auf und merke wie das Fruchtwasser aus mir herausläuft. Es geht also los.
5:00 Uhr: Ich habe starke Wehen in 3 Minuten-Abständen. Der Arzt kommt zur Untersuchung. Der Muttermund hat sich nicht wesentlich weiter geöffnet. Der Arzt bohrt schmerzhaft in mir herum und eröffnet mir dann, dass es jetzt doch schon mal 2 Finger breit sind. Er hat den Muttermund quasi ein wenig aufgebohrt, das würde mir später viel Arbeit ersparen. Ich bekomme eine Spritze, die den Muttermund weicher machen soll.
6:00 Uhr: Die Hebammen wechseln. Die neue Hebamme stellt wieder fest, dass ich ja einen großen Bauch habe und es doch quasi eine Erstgeburt ist und daher wohl noch einige Arbeit vor mir liegt. Ich weise wieder auf die alten Unterlagen hin. Damals lag mein Sohn in Beckenendlage und war auch recht groß und mein Becken eher klein und daher wurde er per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Die Hebamme findet das interessant und meint, sie würde sich die Sachen dann mal raussuchen. Ich rufe meinen Mann an, langsam könnte ich etwas Unterstützung gebrauchen.
7:00 Uhr: Mein Mann kommt, die Wehen sind unverändert heftig und in kurzen Abständen. Die Hebamme meint, dass ich meine Sache gut mache und ordentlich atme. Ich habe 2 Nächte nicht geschlafen und bemerke gewisse Müdigkeitserscheinungen.
8:00 Uhr: Ich lasse die Wehen jetzt im Liegen über mich ergehen, es tut ziemlich weh. In den kurzen Pausen schlafe ich doch tatsächlich manchmal ein. Mein Mann massiert mir bei jeder Wehe den Rücken. Die Abstände zwischen den Wehen scheinen etwas länger geworden zu sein (ca. 5 min). Der Hebamme gefällt das nicht. Sie schließt mich an den Wehentropf an. Schließlich sei es ja ein großes Kind (bla, bla) und da braucht es vielleicht etwas Unterstützung. Ich soll außerdem etwas herumlaufen, das würde das Ganze auch beschleunigen.
9:00 Uhr: Durch den Tropf kommen die Wehen in genau 2 min Abständen. Sie sind noch stärker geworden. Wieso hat mir niemand gesagt, dass das so weh tut? Zwischendurch war mir mal speiübel. Die Hebamme meinte, dies sei ein gutes Zeichen. Das käme oft vor, wenn der Muttermund zur Hälfte offen sei, also ca. 5 cm. Ich bin die ganze Zeit gelaufen und schon ziemlich geschafft, aber es scheint voran zu gehen.
10:00 Uhr: Während der Wehen fällt der Herzschlag des Kindes ab. Der Hebamme gefällt dies gar nicht. Das Baby darf von den Wehen nicht beeinflusst werden. Ich soll mich hinlegen. Sie erzählt irgendwas vom großen Kind. Ich sage, sie sollen einen Kaiserschnitt machen. Die Hebamme meint, dass könne sie nicht entscheiden. Der Arzt wird gerufen. Er stellt fest, dass der Muttermund erst 4 cm auf ist, das Köpfchen des Babys sei unbeweglich und würde nicht von hinten gegen den Muttermund drücken. Deshalb geht es nicht so recht voran. Der Oberarzt wird geholt. Dieser stellt fest, dass der Muttermund schlaff ist. Er fragt mich, wie groß mein erstes Kind war: 3500 g.
"Aha und da haben sie sich bei der Beckenendlage für einen Kaiserschnitt entschieden?" "Nein, das haben sie entschieden, Herr Oberarzt!" (Es ist tatsächlich derselbe Arzt!) "Mein Becken war nicht sehr groß und irgendwas war noch mit der Knochenstellung."
"Dann müssten wir ja noch die Unterlagen haben, die will ich mir mal ansehen!" (Hab ich das nicht schon zig mal vorgeschlagen?). Plötzlich haben es alle eilig!
Der Assistenzarzt zieht los, der Oberarzt untersucht mich noch mal, sobald er eine Wehenpause erwischt. Aber zwischen den Wehen zittere ich am ganzen Körper und kann mich kaum noch kontrollieren. Ich bin schon ziemlich erschöpft. Er schaut sich meine Kaiserschnittnarbe an und fragt, ob die mal begutachtet worden sei. Hä? Hätte ich das machen sollen? Das höre ich zum ersten Mal!
Zwischen den anwesenden Ärzten entsteht eine Diskussion über Sinn und Unsinn einer Narbenbegutachtung.
Der Assistenzarzt ruft ins Zimmer: 11 cm Beckenausgang und noch ein paar lateinische Begriffe. Der Oberarzt meint, das ist tatsächlich ein kleines Becken, so ab 12 cm geht es eigentlich bei der Durchschnittsfrau los. Er will nur noch mal den Bericht des Chirurgen einsehen. Die Hebamme klemmt den Wehentropf ab und fragt mich, ob sie nicht mal schon rein vorsorglich mit ein paar Vorbereitungen für einen Kaiserschnitt beginnen soll. Falls es dazu kommen sollte, wäre man dann schneller fertig. Da bin ich sehr dafür.
Der Arzt kommt wieder, er hat jetzt alle Berichte und Röntgenbilder eingesehen. Das Problem bei mir ist die Stellung von Steißbein (oder war es das Schambein?) zum Becken. Normalerweise bilden die einen schrägen Winkel, auf dem das Köpfchen des Baby locker in den Geburtskanal rutscht. Bei mir ist der Winkel eher senkrecht. Das Kind kann mit dem Köpfchen nicht richtig reinrutschen sondern müsste einen Knick machen. Bei einem kleinen Kind ginge das wahrscheinlich, aber da ich ein eher großes Kind erwarte, ist es unwahrscheinlich, dass es von alleine geht. Das Köpfchen kann nicht gegen den Muttermund drücken, weil es nicht weit genug nach unten gerutscht ist und deshalb geht es mit der Geburt nicht voran. Außerdem besteht die Gefahr, dass die alte Narbe reist. Deshalb wird jetzt ein Kaiserschnitt gemacht.
Mir soll es recht sein. Hauptsache es hört endlich auf. Die Chirurgie ist schon verständigt. Ich soll so schnell wie möglich hinkommen.
11:00 Uhr: Ich liege auf dem OP. Ein Haufen Leute springen um mich herum. Ich habe eine Reihe Unterschriften leisten müssen, zahlreiche Risiken aufgezählt bekommen (bei einer Re-Sectio, also dem 2. Kaiserschnitt, gibt es noch mehr Risiken als beim ersten Mal), dem Anästhesisten eine Reihe Fragen beantwortet und mich von meinem Mann verabschiedet. Der wartet draußen, um dann mit der Hebamme die Erstversorgung des Babys vorzunehmen.
Die Chirurgin hatte sich schon vorgestellt und jetzt kommt noch ein Chirurg. Das OP-Team wundert sich: "Was will er hier?" Aha, Chirurgin Nr. 1 hat ihn herbestellt, als sie mitbekommen hat, dass es sich bei mir um eine Re-Sectio handelt. Das ist wohl etwas komplizierter. Außerdem soll genau an der alten Narbe geschnitten werden. Der neue Chirurg hat scheinbar mehr Erfahrung. Mir soll es recht sein. Ich quäle mich noch mal durch eine Wehe und hoffe, dass die langsam anfangen.
Jemand ruft: "Es kann losgehen!" Der Anästhesist fehlt. Das OP-Team witzelt herum. Es geht doch nix über ein entspanntes Arbeitsklima.
Endlich wird es dunkel!
Es wird wieder hell. Ich merke, wie jemand Schläuche in meinen Hals schiebt und wieder herauszieht. Dann schiebt man mir ein dickes Plasteding in die Luftröhre. Es fühlt sich sehr unangenehm an. Ich will meinen Unmut kundtun, aber es geht nicht. Ich kann mich nicht bewegen, nicht mal den kleinen Finger. Ich bin wie paralysiert. Offenbar ist die OP noch im Gang. Ich rolle die Augen. Jemand ruft: "Die ist wach! Die ist wach!" Dann wird es wieder dunkel.
13:00 Uhr: Ich wache auf. Ich liege im Aufwachraum, ringsum verkabelt und muss erst mal husten. „Husten“ kommt gut mit einer großen Wunde im Bauch. Ich röchle vor mich hin und versuche einen Schleimbatzen aus meinen Bronchien zu befördern. Die Schwester bringt ein Inhaliergerät. Nach ca. 10 min geht es mir ganz gut. Ich bin mit Schmerzmitteln vollgepumpt und fühle mich entspannt. Endlich Ruhe! Es ist vorbei!
Die Hebamme gratuliert mir zu meinem Sohn Linus, 3930 Gramm, 52 cm. Ein kerngesundes strammes Bürschlein.
Die nächsten Tage werde ich mich nur unter schlimmen Schmerzen bewegen können. Meine Bauchmuskeln werde ich auch in ein paar Wochen noch schmerzhaft spüren. Ich weiß immer noch nicht, wie sich das angeblich so tolle Erlebnis einer natürlichen Geburt anfühlt. Aber es gibt Schlimmeres.
Ich weiß nicht, was ich Euch jetzt für einen Rat geben soll. Es gibt viel, was während einer Geburt schief gehen kann. Aber es gibt nur wenige Probleme, die nicht durch ein paar halbwegs fähige Ärzte wieder gelöst werden können. Man muss die Dinge halt nehmen, wie sie kommen.
PS: Den Erfahrungsbericht über meinen ersten Kaiserschnitt findet Ihr übrigens in der entsprechenden Kategorie "Kaiserschnitt"! weiterlesen schließen -
Unser Sohn auf dem Weg zu uns!
13.10.2002, 15:27 Uhr von
Angel112
Hallo zusammen, ich bin 23 jahre jung oder alt...wie man es nimmt.Habe einen sehr liben Mann un...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Mein kleiner süßer Schatz läßt mir heute endlich mal ruhe um den Bericht über meine Geburt zu verfassen. Also viel Spaß beim Lesen.
Kleine Vorgeschichte:
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Wer meinen Bericht über meine Schwangerschaft gelesen hat, weiß, daß mein Frauenarzt immer gesagt hat: Alles o.k ! Und darauf hin freute mein Mann und ich uns immer mehr auf die Ankunft unseres Sohnes Rene. Durch meine Wassereinlagerung wurde ich von einer Hebamme Akupunktiert die auch den Geburtsvorbereitungskurs leitete. Eines Tages fragte sich mich was mein Arzt denn zu dem Grenzwertigen Blutdruck und den starken Wassereinlagerungen sagt. Tja das einziges was mein Arzt immer nur sagte, das es nicht schlimm ist. Doch meine Hebamme empfahl mir zu einen andren Arzt zu wechseln. Was ich dann auch nach der nächsten Untersuchung tat. Ich machte mir einen Termin beim Dr. Rohrmann vom Dernbacher Krankenhaus. das war auch ganz Praktisch weil ich zum Schluß der Schwangerschaft droben Grund meines Dicken Bauches auch kein Auto mehr fahren konnte und so mußten wir satt 30 km nur noch 10 km fahren. Was natürlich für meinen Mann der mich fahren mußte und danach Arbeiten mußte auch sehr praktisch. Also fuhren wir gemeinsam hin.
09.07.2002 erstes antreten beim Dr. Rohrmann
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Zuerst kamen die ganzen Routine Untersuchungen, wie gewicht, eisenwert etc. Dann wurde ich in eine Kabine geschickt von der uns der Doc reinholte. er bat uns freundlich an den Tisch und wir unterhielten uns ein wenig so das er die ersten einblicke über den bisherigen verlauf der Schwangerschaft bekam. Dann bat er mich das ich mich frei machen sollte das er mich kurz Untersuchen kann und so machten wir es auch. Dann durfte ich mich Anziehen und dann wurde noch der Ultraschall gemacht, mein Mann konnte alles auf einen Fernseher der an der Decke hang beobachten und der Arzt erklärte wo was liegt und das der kleine ca. 49 cm groß sei und ca. 3400 gr. habe. Nach dem Ultraschall setzten wir uns wieder an den Tisch und der Doc meinet zu mir: Ich muß Ihnen ein Rezept mit einem Eisen Medikament fertig machen da mein Eisenwert ziemlich im Keller ist und dann müssen wir unbedingt Ihren Blutdruck im Auge halten (hiervon war bei meinem alten Doc nie die rede). Das hieß also einmal die Woche zum CTG (so war es zumindestens geplant). Mein Mann und ich fuhren dann nach Hause und da es ja nimmer lang sein sollte freuten wir uns schon riesig auf unser Baby.
10.07.2002 Der Tag an dem sich alles änderte :-)
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Nach dem ich in dieser Nacht sehr gut geschlafen hatte stand ich morgens auf und hatte den drang zu Putzen, irgendwie hatte ich das Gefühl das die Wohnung sehr sauber sein mußte, mein lieber Mann schmunzelte darüber nur. Nachdem ich in ruhe gefrühstückt hatte machte ich mich an die Arbeit, ich putzte und putzte und putzte. Irgendwann so gegen 3 Uhr Nachmittags mußte ich mal wieder auf die Toilette und siehe da ich verlor ein Teil meines Schleimpfropfes. Ich wußte das daß ein sicheres Anzeichen dafür ist das es bald losging. Ich telefonierte mit der Hebamme die mich Akupunktierte und sie meinte ich sollte meine Kliniktasche überprüfen, ehrlich gesagt ich hatte sie noch nicht mal gepackt denn es waren ja noch fast drei Wochen. Also packte ich meine Kliniktasche, rief meinen Mann, meine Schwiegermutter und meine Schwester an. alle freuten sich und nun begann das warten. Da meine Hebamme mir empfiehl mich noch ein wenig auszuruhen setzte ich mich vor den Pc und ging in den Chat von Eltern.de und chattete da rum. Und währen ich mich mit einer Unterheilt wurde mir auf einmal ganz schwarz vor den Augen und irgendwie ging es mir gar nicht gut. So bat ich meine Vermieterin mich ins KH zu fahren und meinen Mann bat ich direkt dort hinzukommen. Natürlich vergas ich meine Kliniktasche :-( . Tja der Grund meines nicht so wohl fühlen lag daran das ich einen Blutdruck von 170 zu 110 hatte. Die Hebamme die gerade Dienst hatte macht mir freundlich klar das sie mich mit diesem Blutdruck auf gar keinen Fall gehen lassen dürfte. eine Ärztin kam noch dazu die mir Blut abnahm und so wurde ich stationär im Dernbacher KH aufgenommen. Und man verabreichte mir Blutdruck senkende Mittel.
11.07.2002 erster Tag im KH
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Morgens Visite: Dr. Rohmann meinte nur wenn der kleine bis nächste Woche nicht da ist. leiten wir die Geburt ein. Ich stimmte freundlich zu und freute mich das ich es spätesten Montags geschafft habe. Sonst wurde ich nur morgens, mittags und nochmals Abends zum CTG gerufen. Bis dahin noch keine Wehen :-(
Doch genau in dieser Nacht wurde es mir schlecht, ich hatte Kopfschmerzen und schmerzen im Oberbauch. Nachdem ich dreimal eine Schwester gerufen hatte wurde ich mit samt dem Bett in den Kreissaal geschoben und dort wußten wir ganz schnell was loswar...die Wehen hatten eingesetzt. Die Hebamme die gerade Dienst hatte verabreichte mir ein Zäpfchen und so schlief ich erst mal ein wenig. Die frische Luft und die angenehme Kühle im Kreissaal förderte meinen Schlaf. Nachdem ich aufgewacht bin (ca. 2std. später) ging gerade die Sonne auf und dachte bei mir ein schöner Tag um ein Kind zur Welt zur Bringen.
12.07.2002 der Tag der Geburt???
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Nachdem ich also etwas ausgeschlafener wieder auf mein Zimmer geschickt wurde damit ich mich frisch machen kann und ein Brötchen essen konnte. Ich Informierte meinen Mann über die Ereignisse in dieser Nacht und wir beide waren guter Dinge das unser kleiner Schatz bald da ist. Doch leider setzten die Wehen morgens um 9:00 Uhr wieder aus. Mein Mann brachte ein paar Söckchen mit die wir vor den Bauch hielten und saget: Wenn Du raus kommst sind das deine. So wartete ich den ganzen Tag auf weitere wehen, ich schlief sehr viel, Rätselte und ging zwischendurch mal zum CTG...doch nichts geschah. Mein Mann besuchte mich abends wieder und wir gingen so gegen 21:00 Uhr wieder zum CTG...siehe da ich hatte wieder Wehen *freu*. Die Hebamme die davor in der Nacht dienst hatte, hatte natürlich auch an diesem Abend wieder Dienst. Wir versuchten den kleinen zu Wecken damit er die Wehen ankurbelt. Das gelang uns nur sehr kurz. Mein Mann war schon mal nachhause gefahren um sich hinzulegen, denn er rechnete mit einer sehr langen nacht. Ich wurde so gegen 22:30 uhr wieder aufs Zimmer geschickt mit dem Hinweis: Wenn das Baby wach ist, egal wann, kommen sie bitte wieder zum CTG. Mit bester Laune ging ich zurück auf mein Zimmer. Doch 15 min. später kam die Schwester zu mir und meinte ich solle bitte wieder zum CTG. Da ich gerade auf dem Klo war bin ich natürlich nicht sofort losgegangen, als ich rauskam bat die Schwester mich das ich mich aufs Bett legen solle. Ich schaute sie Kritisch an uns sie meinte : Vielleicht macht die Hebamme heute Nachte ernst. Ich freute mich schon sehr und wurde doch ein wenig nervös und versuchte mich gleichzeitig zu entspannen. Im Kreissaal angekommen wurde ich direkt wieder ans CTG gehangen und ich merkte sogar schon die Wehen, aber leider waren sie noch sehr unregelmäßig. Doch plötzlich kam ein Arzt dazu (ca. 10 min. später) und er meinte das unbedingt auf die schnelle was gemacht werden müßte, er würde nur noch einen anderen Arzt fragen. Die Hebamme drückte mir ein Telefon in die Hand und meinte das ich doch schon mal meinen Mann Anrufen solle fast Zeitgleich legte sie mir einen Zettel hin den ich ausfüllen sollte. Doch was ich da las irritierte mich „SECTIO“ zu Deutsch Kaiserschnitt. Ich hatte gerade meinen Mann angerufen und nur gesagt das er ganz schnell ins KH kommen soll, es hat nicht lange gedauert und er war da. In dieser Zeit wurde ich für den O.P. fertig gemacht. Katheter gelegt, Kompressionsstrümpfe an, OP Hemd an u.s.w. Als mein Mann kam war ich schon fix und fertig und konnte meinen Mann nur noch kurz erklären das ein Kaiserschnitt gemacht wird. Die Hebamme und mein Mann schoben mich dann in den OP.
Im OP:
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Im OP versuchte ich trotz meiner Nervosität gelassen zu bleiben. Die Ärzte trafen alle Vorbereitungen und als die Abgeschlossen waren fragte man mich noch wie der kleine heißen soll, damit er richtig begrüßt werden kann, die Hebamme sagte mir das sie den kleinen entgegennimmt und ihn dann meinen Mann der an der Anmeldung wartet nach der nötigen Untersuchung geben würde, kurz darauf schlief ich.
Das erste mal wachte ich auf als ich vom OP Tisch auf mein Bett gelagert wurde, ich erkundigte mich nach meinem kleinen und klagte über schmerzen. Die Hebamme holte mich vom OP wieder ab und schob mich in den Kreissaal.
Im Kreissaal:
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Kaum angekommen schlief ich schnell wieder ein. Ich wußte ja das der kleine in guten Händen ist. Zwischendurch übergab ich mich auch noch. Irgendwann wachte ich auf und sah meinen Mann mit dem kleinen, ich wollte ihn unbedingt mal haben, die Hebamme stimmte ein und mein Mann gab mir den kleinen. Und in diesem Moment als ich ihn hatte und mein Mann neben mir saß entstand das erste Foto von uns dreien.
So gegen 5:00 Uhr morgens wurde ich dann zurück auf die Station geschoben. So gegen 16:00 Uhr bin ich das erste mal so richtig zu mir gekommen und habe nach meinem Sohn verlangt, den ich auch glatt bekam und in diesem Moment wurde mir erst klar was geschehen war und ich war richtig froh das der kleine wohl auf war. Und als er die ersten Züge aus der Brust nahm war mir klar das alles O.K ist. Am 20.07. wurde ich mitsamt den Kind entlassen *gottseidank* Noch einen Tag länger und ich wäre Amok gelaufen *grins*
Warum wurde der Kaiserschnitt gemacht??
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diese Frage beschäftigte mich, aber ich bekam auch eine Antwort. Der kleine hatte sich über fast 2 Stunden während der Wehen nicht Bewegt und durch meinen hohen Blutdruck mußten die Ärzte davon ausgehen das es den kleinen nicht gut geht und seine Versorgung gefährdet ist. Unter diesem Aspekt kann ich den Kaiserschnitt nur Einstimmen.
Also mein Sohn kam am. 13.07.2002 zur Welt, war 49 cm groß und wog stolze 3560gr.
Ich habe den Kaiserschnitt ziemlich gut weggesteckt. Vielleicht lag es daran das ich während der Schwangerschaft immer gesagt habe egal wie er kommt er kommt. Ich bin nur froh das es dem kleinen gut geht.
danke fürs Lesen und Kommentieren.
Gruß Angel112 with Baby weiterlesen schließen -
Fehler !!!!!!!
25.03.2002, 08:29 Uhr von
Tomcat01
Moin-Moin, was gibt es denn über mich zu erzählen ? Also, ich war bereits bei dem alten Jop...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.
Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.
Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.
Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.
Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.
Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!
Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.
Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!
Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.
In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.
Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.
Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.
Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.
Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.
Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!
Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.
Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.
Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.
Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.
Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.
In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).
Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.
Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.
Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.
Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.
Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.
Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.
Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.
Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.
Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.
Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.
Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.
Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.
Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:
Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!
Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.
Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.
Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.
Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.
Es war eine harte Zeit.
Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-25 07:50:36 mit dem Titel Fehler !!!!!
Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.
Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.
Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.
Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.
Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.
Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!
Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.
Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!
Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.
In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.
Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.
Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.
Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.
Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.
Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!
Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.
Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.
Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.
Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.
Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.
In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).
Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.
Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.
Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.
Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.
Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.
Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.
Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.
Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.
Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.
Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.
Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.
Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.
Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:
Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!
Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.
Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.
Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.
Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.
Es war eine harte Zeit.
Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-25 07:49:20 mit dem Titel Fehler !!!!!
Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.
Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.
Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.
Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.
Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.
Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!
Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.
Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!
Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.
In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.
Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.
Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.
Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.
Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.
Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!
Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.
Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.
Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.
Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.
Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.
In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).
Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.
Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.
Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.
Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.
Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.
Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.
Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.
Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.
Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.
Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.
Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.
Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.
Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:
Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!
Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.
Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.
Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.
Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.
Es war eine harte Zeit.
Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-25 07:48:50 mit dem Titel Fehler !!!!!
Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.
Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.
Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.
Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.
Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.
Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!
Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.
Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!
Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.
In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.
Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.
Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.
Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.
Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.
Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!
Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.
Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.
Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.
Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.
Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.
In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).
Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.
Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.
Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.
Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.
Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.
Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.
Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.
Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.
Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.
Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.
Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.
Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.
Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:
Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!
Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.
Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.
Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.
Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.
Es war eine harte Zeit.
Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-25 07:48:14 mit dem Titel Fehler !!!!!
Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.
Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.
Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.
Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.
Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.
Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!
Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.
Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!
Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.
In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.
Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.
Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.
Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.
Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.
Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!
Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.
Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.
Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.
Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.
Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.
In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).
Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.
Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.
Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.
Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.
Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.
Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.
Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.
Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.
Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.
Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.
Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.
Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.
Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:
Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!
Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.
Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.
Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.
Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.
Es war eine harte Zeit.
Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-25 07:29:11 mit dem Titel Eine Schwangerschaft mit Turbulenzen
Wir hatten erst einmal den Kinderwunsch zurückgestellt, als auf einmal die Schwangerschaften bei uns im Bekanntenkreis losgingen. Als die ersten Babys dann die Welt erblickten und wir eines Tages mit einem unserer Freunde und deren kleiner Tochter unterwegs waren sprang auch bei uns der Funke über. Am selben Abend haben wir uns über Kinder unterhalten und ich rief meine Freundin an um Sie zu Fragen, auf was man alles achten muß, wenn man eine Schwangerschaft plant.
Sie gab mir den Tip ich sollte mit meinem Frauenarzt darüber reden.
Schon in der nächsten Woche saß ich dann bei meiner damaligen Frauenärztin um mit Ihr dieses Thema zu besprechen.
Sie machte einen Röteln-Antikörpertest, der Auskunft gibt, ob man genügend Abwehrstoffe im Körper hat. Den Test zahlt die Krankenkasse.
Wenn nicht sollte man sich gegen Röteln impfen lassen bei anhaltendem Empfängnisschutz! Das ist sehr wichtig, weil bei Ansteckung in den ersten 16 Wochen kann es beim Kind zu schweren Schäden, wie z. B. Blind- und Taubheit, Herzfehler, geistige Defekte aber auch zu Fehlgeburten.
Ich ließ also den Test machen und fuhr auf Anweisung meiner Ärztin auch zum Hausarzt um meines Impfausweis kontrollieren zu lassen. Ich war weitgehend geimpft und mußte also nur noch auf das Ergebnis des Testes warten.
Aber da mußte ja auch alles in Ordnung sein, dachte ich mir. Ich war ja gegen Röteln geimpft.
Aber nein, der Test fiel anders aus als Gedacht und ich mußte mich gegen Röteln impfen lassen und wir mußten erst einmal unseren Kinderwunsch 3 Monate nach hinten schieben.
Wichtig: Bitte immer den Röteln-Antikörpertest machen lassen, auch wenn man geimpft ist. Und noch was: Bitte den Arzt darauf ansprechen, weil nicht jeder Arzt es von sich aus macht. Das haben wir jetzt bei einer Freundin von uns miterlebt.
Wir waren deprimiert. Wir wollten doch jetzt und nicht in drei Monaten.
Wir haben auch darüber nachgedacht, ob wir die Impfung machen lassen sollen oder nicht. Dann hätten wir die Verzögerung nach hinten nicht gehabt. Aber wir haben uns richtig entschieden: für die Impfung!
Ich habe aber trotzdem schon die Pille abgesetzt, damit es sich nicht noch mehr nach hinten verschiebt.
Nach drei Monaten, waren wir mein Mann und ich vor neuen beruflichen Aussichten: Mein Mann würde sich in einem anderen Berufszweig selbständig machen und ich erhielt die Chance in der Managementebene als Controllerin zu arbeiten. Wir überlegten, ob wir unseren Kinderwunsch nicht vielleicht doch um einige Zeit verschieben sollten.
Bei meinem Angebot, wolle ich, wenn ich es annehme mindestens noch 2 eher 3 Jahre warten.
Als wir noch mit vielen Gedanken spielten und keine Entscheidung treffen konnten war er schon so weit. Ich war schwanger!
Wir haben uns sehr darüber gefreut und wußten erst einmal gar nicht wie wir damit umgehen sollten. Die ersten Bücher wurden gekauft und es wurde sehr viel gelesen.
In der 8. Woche schon bekam ich sehr starke Krämpfe und wir fuhren am späten Abend ins Krankenhaus.
Aber es war alles in Ordnung. Wir freuten uns, daß es unserem kleinen Gut ging. Die Ärztin sah uns skeptisch an und fragte ob wir denn nicht wüßten, daß es zwei wären und drehte den Monitor zu uns.
Da sah ich die beiden mit meinen Mann zum erstenmal: Die beiden kleinen Herzen pochten!!! und mir liefen die Tränen vor Freude!
Wir bekamen auch ein Ultraschallbild von unseren kleinen mit, was wir uns dann die ganze Zeit ansahen.
Doch trotzdem sollte ich sehr vorsichtig sein, weil die Krämpfe doch was zu sagen hätten. Die Ärztin empfahl mir mich am Montag erst einmal Krank schreiben zu lassen, was ich dann auch tat.
Nach zwei Wochen hätte ich wieder extreme Krämpfe und zwei Wochen später wieder und wir mußten immer wieder ins Krankenhaus fahren.
Es war eine Risikoschwangerschaft und weil ich sehr klein und schlank bin (1,58m groß)
würde die Schwangerschaft nicht einfach werden.
Ich war also ab der 8. Woche krank geschrieben, was sich bis Ende der Schwangerschaft auch blieb.
Ich konnte kaum noch was machen und ab dem 5. Monat sollte ich viel Bettruhe genießen. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Man denkt immer was soll das? Ich kann doch noch alles!
Ich kann nur sagen: Wenn jemand von Euch der diesen Bericht liest Bettruhe kriegt: HALTET EUCH DRAN!!! Ihr werdet dankbar sein!
Anfang des 6. Monats kriegte ich zum erstenmal Vorwehen und kam ins Krankenhaus. Die Ärzte dachten schon die beiden kommen. Deshalb erhielt ich auch noch in der selben Nacht eine Lungenreifung. Die kleinen waren damals gerade um die 700 g.
Aber die Wehen legten sich wieder und ich blieb eine Woche im Krankenhaus zur Beobachtung.
Ich sollte ab sofort nichts mehr machen, absolute Bettruhe genießen.
Aber man hält sich nicht dran: Ich kann doch noch kochen, etc. Man(bzw. Frau) kommt sich überflüssig vor und tut trotzdem was.
Einen Monat später wieder das selbe: Vorwehen, Krankenhaus, Lungenreifung, eine Woche Krankenhausaufenthalt, dann die Entlassung nach Hause. Damals waren die kleinen um die 1000 g.
Dann kann erst einmal eine längere Pause, wo ich zweimal die Woche zu meinem Frauenarzt mußte, den ich zwischenzeitlich gewechselt hatte.
Ich konnte in den Nächten nicht mehr Schlafen, weil der Bauch so groß war und weil einer unserer kleinen den ganzen Tag 24 Stunden am Boxen war. Jeder Schritt war mühselig. Sogar die Treppen ins 1. Stock waren zu viel für mich. Ich mußte mich schon davon erholen.
In der 32.Woche kam ich dann wieder ins Krankenhaus: Vorwehen. Einer der kleinen Lag Quer, der andere lag in der Kopfplage.
Die Wehen wurden in den Abständen immer Kürzer und die Ärzte teilten mir mit, daß es wohl so weit sei und wenn nicht, würden Sie die beiden am Montag per Kaiserschnitt holen (Es war Samstag).
Am Sonntag hielten die Wehen weiterhin an und keiner kümmerte sich um mich. Es waren zu viele Geburten und bei mir konnten keine Untersuchungen durchgeführt werden, da alle Hebammen bei den Geburten helfen mußten.
Irgendwann war ich so aufgelöst und fertig, daß bei mir dann auch Schlagartig die Wehen aufhörten.
Dachte ich das war's: Also Morgen Kaiserschnitt.
Aber am nächsten Tag tat sich auch nichts.
Die Ärzte machten dann einen Ultraschall und die beiden wogen ca. 1500 g und 1700 g.
Ich blieb bis Freitag Mittag im Krankenhaus zur Beobachtung und konnte dann wegen Unauffälligkeiten nach Hause.
Mein Mann fuhr Nachmittags ins Büro und ich legte mich auf die Couch und wollte einfach nur relaxen.
Um 18.40 Uhr wurde es auf einmal so naß auf der Couch. Ich hatte einen Blasensprung. Ich rief meinen Mann im Büro an, aber da meldete sich keiner. Leider war auch das Handy nicht an.
Ich lief über unsere Terrasse zu unseren Nachbarn mit der Bitte mich ins Krankenhaus zu fahren.
Gerade als wir losfahren wollten, kam dann auch mein Mann.
Wir fuhren ins Krankenhaus und um 19.30 Uhr fingen dann die Wehen an.
Auch der Wehenschreiber zeigte uns starke Wehen an.
Ich wurde untersucht und der Muttermund hatte sich noch nicht geöffnet.
Wir sollten ein bißchen gehen laut der Hebamme.
Wir gingen dann ein bißchen, bis die Wehen stärker wurden und ich dann doch in den Kreissaal zurück wollte.
Ich wurde nochmals untersucht und der Muttermund hatte sich 6 cm geöffnet.
Ich wollte eine PDA gegen die Schmerzen haben. Aber ich kriegte keine, weil man dann bei Zwillingen die Herztöne schlechter erkennen kann.
Die Ärzte rieten mir zum Kaiserschnitt, weil einer immer noch quer lag und wenn der sich nicht drehen würde, müßte man sowieso einen Kaiserschnitt machen. Aber ich wollte nicht.
Erst gegen Mitternacht kriegte ich die PDA gesetzt.
Gegen 2.30 Uhr fingen dann die Preßwehen an. Die Kinderärzte und Krankenschwestern warteten schon auf unsere kleinen.
Nach einem doppelten Dammschnitt erblickte unser 1. Sohn um 3.16 Uhr mit 1990 g die Welt.
Ich sah nur ein bis zwei Sekunden die Ärzte nahmen ihn und er hat sofort losgeschrien und wurde zu den Kinderärzten gebracht die vor der Tür schon auf ihn warteten.
Ich war total k.o. Das zweite Baby hatte sich gedreht, aber mit den Füßen nach unten. Jetzt kam es auf Minuten an. Die Ärzte erklärten mir wir müßten sofort weiterpressen und wenn es nicht in wenigen Minuten zur Welt kommen würde, müßte schnellstens ein Kaiserschnitt gemacht werden, weil er sonst ersticken würde.
Aber ich hörte gar nicht zu. Ich war einfach fertig und wollte eine kleine Pause. Aber es half alles nicht denn ich wurde gezwungen weiter zu pressen:
Eine Hebamme und ein Arzt drückten auf meinen Bauch damit der kleine rauskam, mein Man drückte mich von Hinten nach vorne und der Oberarzt ging mit der Hand rein, Packte den Kleine und zog Ihn raus. Leider kam er mit dem Po raus. Deshalb wurde er wieder in meinen Bauch reingedrückt und mit der Hand umgedreht. Dann wurde er nochmals rausgezogen mit den Füßen als erstes. Ich sah ihn: Er war blau angelaufen und schrie nicht!!! Er wurde ebenfalls nach draußen gebracht. Obwohl die Aktion nur 5 Minuten dauerte war es eine Fahrt wie durch die Hölle. Wehen von 8 Stunden waren dagegen überhaupt nichts!
Er wog 1770 g und kam um 3.21 Uhr zur Welt.
Ich war so glücklich und wußte jetzt auch nicht, wie es den beiden geht. Alle sagten mir das hätte ich Prima gemacht und den beiden würde es gut gehen. Aber ich hatte sie ja gar nicht gesehen und man kann doch viel erzählen! Mein Mann konnte die beiden nach 2 Stunden auf der Intensivstation besuchen und brachte mit zwei Fotos mit. Mir liefen die Tränen: Meine Jungs! Ich durfte ja nicht zu denen, weil mein Dammschnitt noch genäht werden mußte und ich im Kreißsaal zur Beobachtung bleiben mußte.
Leider habe ich die beiden erst 12 Stunden später gesehen, weil die beiden so klein waren und sofort auf die Intensivstation mußten.
Als es dann so weit war, habe ich geweint. Da waren meine beiden kleinen.
So hilflos und so klein.
Sie wurden am Anfang noch über die Nase ernährt später mit mm Arbeit dann auf die Flasche umgestellt.
Ich war jeden Tag bis teilweise 22.00 Uhr bei den kleinen und habe manchmal für 10 ml Milch eine Stunde gebraucht.
Es war eine harte Zeit.
Nach drei Wochen konnten wir unseren Erstgeborenen mit nach Hause nehmen.
Unser Zweiter kam erst zwei Wochen später nach Hause. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Jakini, 25.03.2002, 11:00 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Sehr schön beschrieben, die Geschichte kommt mir jedoch bekannt vor, kann das sein?
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hexe77, 25.03.2002, 08:59 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Danke für diesen wunderschönen Bericht. Ich selber habe zwar noch keine Kinder, würde mir aber bei einer Schwangerschaft meine "eigen" Hebamme "besorgen", die nur für mich da ist und sich nicht um andere werdene M&U
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maertens, 25.03.2002, 08:50 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Huch, was ist Dir denn hier beim Einstellen passiert???
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Billeschen, 25.03.2002, 08:41 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ich habe auch noch gut 3 Wochen bis zur Geburt und hoffe das alles glatt läuft.Euch wünsche ich weiterhin alles,alles gute!
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