Dr. Reckeweg & Co. Thuja D12 Globuli Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
- Wirkung: durchschnittlich
- Verträglichkeit: durchschnittlich
- Nebenwirkungen: erträglich
Pro & Kontra
Vorteile
- Diese Frage ist ein glatter Hohn!
- Heutige Diagnostische Mittel sehr genau und kaum Belastend
- Keine Nebenwirkungen, günstig, zuverlässig
Nachteile / Kritik
- alles!
- Kostet viel Zeit und die Kassen viel Geld, aber das muss es einem schon Wert sein!
- Wenn Ihr welches findet, sagt mir bitte Bescheid
Tests und Erfahrungsberichte
-
Migräne sind Kopfschmerzen, auch wenn man gar keine hat!
0- Wirkung: sehr schlecht
- Verträglichkeit: sehr schlecht
- Nebenwirkungen: zu viele
Pro:
Diese Frage ist ein glatter Hohn!
Kontra:
alles!
Empfehlung:
Nein
Wer kennt nicht Erich Kästners „Pünktchen und Anton“. Als sich Pünktchens Mutter mit einer Migräne zurückzieht, fragt Pünktchen die Köchin Berta, was denn eine Migräne sei. „Migräne sind Kopfschmerzen, auch wenn man gar keine hat“! Schaut man sich Filme aus früherer Zeit an, oder liest man entsprechende Literatur, waren es in aller Regel die Frauen, die unter Migräne gelitten haben. Als Kind habe ich über diesen Satz in Erich Kästners Buch und in der gleichnamigen Verfilmung oft herzlich lachen müssen, weil ich ihn einfach lustig fand.
Migräne ist aber wohl die schlimmste Form von Kopfschmerz – einmal abgesehen vom wesentlich schlimmeren Hirntumor, der auch unbeschreibliche und noch viel schlimmere Schmerzen auslösen kann.
Als Jugendliche habe ich mich dann öfter an diese Szene im Film erinnert und fand diesen Satz nun aber gar nicht mehr so lustig, weil ich jetzt selbst des öfteren unter diesem sogenannten „nicht vorhandenen Kopfschmerz“ litt. Ich habe aber nicht nur unter dieser Art von Kopfschmerz, sondern auch unter vielen meiner Mitmenschen gelitten, die sich des öfteren darüber belustigten, wenn „Madame ihre Migräne nahm“.
Madame hätte gerne auf ihre Migräne verzichtet und alles mitgemacht. So musste ich im Bett und auch im abgedunkelten Raum liegen. Mit einen kalten Waschlappen auf der Stirn versuchte ich, diese Situation einigermaßen erträglich zu gestalten. Meist war mir speiübel und ich musste zwischen dem Bad und meinem Zimmer hin und her schleichen. Denn schnell rennen konnte ich in solchen Momenten auch nicht mehr. Ich hatte ein Gefühl, als würde mir der Kopf zerspringen. Es war manchmal so schlimm, dass ich oft nur noch Sternchen sah. Ich konnte dann keinen Lärm vertragen und wollte nichts essen, sondern nur trinken. Das ging allerdings auch nur schluckweise, wenn überhaupt. Die Übelkeit war für mich das schlimmste an der Migräne.
Nun möchte ich aber an dieser Stelle nicht weiter auf meine persönliche Leidensgeschichte eingehen, weil Migräne sich bei jedem Menschen vielleicht doch noch etwas anders darstellt und jeder Mensch auch durch seinen persönlichen Hintergrund auch geringfügig anders damit umgeht. Vielmehr möchte ich versuchen, die Hintergründe dafür aufzuspüren, warum es zur Migräne kommen kann. Weiterhin ist es mir wichtig, darüber nachzudenken, wie ich dem Migräneanfall zuvorkommen kann und letztlich, wenn es bereits zu spät ist, mir Linderung und Besserung durch Medikamente und/oder alternative Mittel verschaffen kann.
Zu Beginn dieser Betrachtung fällt auf, dass es Personengruppen gibt, die eher zur Migräne neigen. Jeder elfte Deutsche leidet unter Migräne. Weiter geht aus der Statistik eines bekannten deutschen Pharmakonzerns hervor, dass es sich bei den Migränepatienten um zwei Drittel Frauen handelt. Diese Aussage möchte ich noch dahingehend in Frage stellen, weil Frauen eher über „ihre“ Kopfschmerzen und im Speziellen über Migräne reden und mit diesen Beschwerden auch zum Arzt gehen. Also ist nach meinem Dafürhalten diese Aussage erst einmal in Zweifel zu ziehen, ebenso die Statistik.
Interessant ist, dass es ganz verschiedene Ursachen gibt, die eine Migräne auslösen können, aber nicht zwangsläufig müssen.
Der psychische Faktor ist nicht zu unterschätzen. Stress ist ein Faktor, bei dem es ganz unterschiedliche psychische und auch physische Reaktionen und Auswirkungen gibt. Unter den psychischen Stress fallen sogar Heirat, Geburt, Scheidung und Tod. Jetzt stellt sich manch einer gewiss die Frage, wie denn eine Geburt oder auch Heirat zu einer Migräne führen kann. Es erscheint also sinnvoll, auch hierüber mindestens einen Satz zu verlieren. Es gibt zwei Arten von Stress. Wir haben es einerseits mit positivem und andererseits mit negativem Stress zu tun.
Zeit- und Leistungsdruck sind negative Stressfaktoren und können für das Entwickeln einer Migräne verantwortlich sein.
An einem kleinen Beispiel möchte ich letzteres verdeutlichen.
Person A sagt: „Es ist noch viel zu tun, aber für heute ist es genug, ich mag nicht mehr, die Arbeit bleibt ohnehin für mich liegen. Wenn ich ausgeruht bin, kann ich es besser übersehen und in kurzer Zeit damit fertig sein.
Person B sagt: „Es ist noch so viel zu tun und ich muss es noch zu Ende bringen. Ich bin ohnehin der Einzige, der das erledigen kann. Wenn ich es nicht schaffe, gibt es einen Riesenärger, also mache ich weiter – notfalls bis zum Umfallen -.
Person C sagt: „Ich muss mein Pensum heute noch schaffen, notfalls mit Kaffee oder Tee.
Ich möchte jetzt keinen Test machen, wer die „Migräne als Zuschlag“ bekommt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Person A verschont bleiben. Person B wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Migräne entwickeln. Person C hat wohl eher beide Möglichkeiten. Eine ganz interessante Erkenntnis auf diesem Gebiet ist, wenn der Stress durch Wochenende oder gar Urlaub ausbleibt, es sogar durch diesen fehlenden Stress zu einer Migräne kommen kann. Der Körper wird durch die abrupte Ruhe zu schnell in eine Situation gebracht, die eigentlich nur durch ein allmähliches Anpassen erreicht werden soll.
Jedoch nicht nur Stress ist ein Auslöser für den Migräne-Kopfschmerz. Es gibt noch viel mehr Faktoren, die eine Migräne auslösen können.
Eine mittlerweile gesicherte Erkenntnis ist, dass es einige Nahrungsmittel gibt, die eine Migräne begünstigen. Trotzdem muss immer wieder einschränkend gesagt werden, dass nicht jede Erkenntnis auch auf jeden Migräne-Patienten zutrifft. So kann der eine Schokolade essen, bis sie ihm zu den Ohren wieder herauskommt, der andere braucht nur ein kleines Stückchen Schokolade und liegt die nächsten drei Tage flach. Da freut man sich auf ein gutes Essen im Chinesischen Restaurant. Besonders in diesen, aber auch allen anderen Restaurants wird mit Geschmacksverstärkern (Monosodium Glutamat) gearbeitet. Auch diese können eine Migräne auslösen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man wie gelähmt am Tisch sitzt und das Gefühl hat, der Kopf wird immer „enger“. Sogar Kaffee, Tee, Kakao und Coca Cola stehen im Verdacht, Migräne-Attacken zu begünstigen. Rotwein und Käse ist eine Spezialität für viele. Für manche ist beides nur noch tabu, wenn sie nicht eine Migräne riskieren wollen. Sogar Hunger und aufgrund einer Diät ausgelassene Mahlzeiten stehen im Verdacht, migräneauslösend zu sein.
Ein weiterer Migräne-Auslöser, der tatsächlich in der Regel Frauen betrifft, ist der hormonelle Faktor. Es gibt mittlerweile relativ gesicherte Erkenntnisse, dass die Antibabypille, Östrogenhaltige Hormongaben, Menstruation und Schwangerschaft auch Migräne-Attacken auslösen können. Allerdings sind auch viele Fälle von Patienten bekannt, die durch Hormonveränderungen, zum Beispiel durch eine Schwangerschaft eine Besserung ihrer Beschwerden verzeichnen konnten.
Kommen wir noch zu einem weiteren Faktor, den man aufgrund von Patientenerhebungen als gesichert ansehen kann. So kann zum Beispiel die körperliche Umstellung auf ein anderes Klima, auf Höhenveränderungen oder einen geänderten Schlaf-Wach-Rhythmus durchaus einen Migräneanfall begünstigen. Laute Geräusche, grelles Licht und starke Gerüche gehören ebenfalls in den Katalog der Migräne-Auslöser.
Ein nicht unerheblicher Faktor sind die Augen. Darüber denkt man eigentlich fast immer zuletzt nach. Muss das menschliche Auge tagtäglich ganz viele Dinge visualisieren, machen wir uns darüber im Normalfall keine Gedanken, weil es einfach funktioniert. Liegt aber eine Sehschwäche in Form von Kurz- oder Weitsichtigkeit, muss das Auge ständig um Ausgleich bemüht sein. Je jünger ein Mensch ist, desto fähiger sind seine Augen, sich auf unterschiedliche Entfernungen einzustellen. Man spricht hier von der Akkomodationsfähigkeit des Auges. Mit zunehmendem Alter lässt diese Fähigkeit nach. Viele Menschen werden dann weitsichtig. Spaßeshalber sagt man: „Die Arme sind nun zu kurz geworden, das Buch lesen zu können.“ Grundsätzlich sollten die Augen in Bezug auf eine Fehlsichtigkeit in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden, um gegebenenfalls die Sehschärfe und Sehfähigkeit korrekt einstellen zu können. Sonst können ebenfalls heftige Migräne-Attacken die Folge sein.
Nun haben wir viel über die Auslöser von Migräne erfahren. Viel interessanter erscheint es, etwas über die Ursachen zu erfahren. Schon vor dreitausend Jahren kannte und beschrieb man den Begriff der Migräne. Es wird mittlerweile schon seit einigen Jahren Migräne-Forschung betrieben. Zu den Ursachen gibt es, wenn man es genau nimmt, bisher aber eigentlich nur Vermutungen. So ist es zum Bespiel eine Vermutung, dass Arterien in den Hirnhäuten erweitert und entzündlich verändert sind. Daraus resultiert, dass der Durchmesser der Arterien zunimmt und wiederum dadurch die Nervenfasern um die Arterien herum gereizt werden. Dadurch sollen Schmerzsignale ausgelöst werden.
Eine weitere Vermutung ist, dass es Menschen gibt, die eine Neigung zu Migräne haben. Sie reagieren grundsätzlich schneller mit Migräne-Attacken, wenn andere bei gleicher Belastung noch keinerlei Beeinträchtigung spüren. Deshalb geht man auch davon aus, das es Veranlagungen sind, die wohl aber auch vererbt werden.
Dennoch unterscheiden sich die Auslöser von Mensch zu Mensch. Wie schon zu Anfang berichtet, kann zum Beispiel das gleiche allergieauslösende Nahrungsmittel bei zwei zur Migräne veranlagten Menschen zu einem völlig anderen Ergebnis führen. Weil das so ist, ist man dazu übergegangen, sogenannte Migräne-Tagebücher anzulegen. Das hat den Vorteil, dass man auf die Dauer nicht mehr von einem Migräne-Anfall überrascht werden kann, weil es schon Anzeichen dafür gibt, dass sich eine Migräne entwickelt. Denn es gibt viele Anzeichen, die sogar schon einen Tag vorher auftreten können. Dazu gehören Berührungsempfindlichkeit; Gähnen; Geräuschempfindlichkeit; Geruchsempfindlichkeit; Lichtempfindlichkeit; Müdigkeit; Stimmungsschwankungen (depressives Verhalten) und das Verlangen nach bestimmten Speisen.
Bevor sich die Migräne voll entwickelt, treten verschwommenes Sehen, Lichtblitze und Zickzacklinien sowie Taubheit oder Kribbeln im Bereich der Lippen und Hände auf. Verschiedentlich zucken die Augenlider. Es ist mir selbst schon so gegangen, dass ich meine Hand sehen konnte, aber den Arm bis zum Schulteransatz nicht. Das hat mich dann besonders erschreckt, weil ich in solchen Momenten dass Gefühl hatte, teilweise blind zu sein.
Wie häufig sich eine Migräne entwickelt, kann man nicht generell beantworten. Lediglich hat man über Patientenerhebungen festgestellt, dass die Dauer einer Attacke zwischen 4 und 72 Stunden schwankt. Der Schmerz selbst ist pulsierend und pochend. Um den meist einseitigen Schmerz nicht noch zu verstärken, sollte man jede körperliche Aktivität unterlassen und sich in einem abgedunkelten Zimmer ausruhen.
Um nun die Auslöser zu finden und die Attacken einzugrenzen, sollte man wie bereits gesagt, ein Migräne-Tagebuch führen und ein Patientenprofil für sich erstellen.
Bevor man anfängt, das Migräne-Tagebuch zu schreiben, sollte man einmal alle Fragen sammeln, die man sich rund um die Migräne-Anfälle stellt, und einen Termin beim Arzt vereinbaren, der nur dieser Thematik vorbehalten sein sollte. Auch der Arzt sollte also vorher über das Anliegen informiert sein. So kann er sich auch entsprechend mit dem Problem beschäftigen und sich gezielt auf das Gespräch und die Fragen des Patienten vorbereiten. Weil so eine Beratung viel Zeit in Anspruch nehmen kann, ist es sinnvoll, den Termin zeitlich an das Ende der offiziellen Sprechstunde zu legen. Dadurch gewinnen beide Seiten, Patient und Arzt Ruhe im Gespräch und fühlen sich nicht durch nachfolgende Patienten gedrängt.
Im Verlauf dieses Gespräches können die Vorgeschichte des Patienten und eventuelle Veranlagungen geklärt werden. Das soziale Umfeld des Patienten sollte auch Teil dieses Gespräches sein. Schließlich gilt es als eine gesicherte Erkenntnis, dass familiäre und berufliche sowie auch anderweitige mitmenschliche Probleme zum großen Teil verantwortliche Auslöser für eine Migräne sein können. Am Ende eines solchen Gespräches steht nicht zwangsläufig die Medikation. Eher wird besprochen, so etwas wie das bereits erwähnte Migräne-Tagebuch zu führen. Es wurde bereits an anderer Stelle erwähnt. In diesem Tagebuch können Beobachtungen vermerkt werden, die vor, während und nach einer Migräne gemacht wurden.
Der weitergehende Sinn besteht darin, dass der Patient lernt, die Anzeichen einer Migräne so rechtzeitig zu erkennen, um noch geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Diese Anzeichen, die teilweise schon am Tag vor einem Migräne-Anfall auftreten können, wurden bereits erwähnt. Anhand dieser genauen Beobachtungen kann dann entschieden werden, was an Maßnahmen nötig ist, den drohenden Migräne-Anfall noch rechtzeitig mit gezielter Anwendung von entsprechenden Medikamenten zurückzudrängen, bzw. sich relativ schnell zur Ruhe zu begeben und durch Schlafen, sofern dies möglich ist, eben diesem Migräne-Anfall vorzubeugen.
Kommt nun alles zu spät und es hat sich eine Migräne voll entwickelt, muss gezielt über das weitere Vorgehen entschieden werden. Dabei wird man versuchen, in aller erster Linie etwas gegen die Übelkeit des Migräne-Patienten zu unternehmen. Hat sich diese Übelkeit als Begleiterscheinung ebenfalls schon voll entwickelt, muss man auf sogenannte oral zu verabreichende Medikamente verzichten, weil der Patient sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bei sich behalten wird. So wird man versuchen, dem Patienten mit Suppositorien (Zäpfchen) oder Injektionen Linderung zu verschaffen.
In den letzten Jahren sind schon einige Mittel gegen Migräne entwickelt worden. Hat man vor Ausbruch der Migräne noch die Möglichkeit, mit relativ leichten Medikamenten eine Besserung der Beschwerden herbeizuführen, so hat man die Wahl zwischen allerlei Schmerzmedikamenten, die zwar in der Apotheke, jedoch frei verkäuflich, zu bekommen sind. Phenazonhaltige Medikamente, Paracetamol und Aspirin sind nicht rezeptpflichtig, obwohl sie allesamt auch bekannte Nebenwirkungen haben. Ist die Migräne allerdings weit fortgeschritten, werden wesentlich stärkere Medikamente erforderlich, um eine Besserung des Zustandes herbeizuführen. Hier werden Medikamente wie zum Beispiel Novalgin oder Baralgin verabreicht. Um die Übelkeit zu lindern, können zusätzlich MCP-Tropfen verabreicht werden.
Da der Schwerpunkt dieses Berichtes eher auf die Hintergründe der Migräne eingeht, habe ich nur einige Medikamente genannt und möchte aber auf die Zusammensetzung dieser einzelnen Medikamente nicht weiter eingehen.
Nach der Medikamentengabe ist unbedingte Ruhe in einem möglichst abgedunkelten Raum zu empfehlen. Es wird immer wieder empfohlen, viel Flüssigkeit in kleinen Einheiten zu sich zu nehmen. Zum einen wird der Druck im Kopf etwas gelindert, zum anderen ist es bei großer Übelkeit einfacher, sich zu übergeben, wenn viel Flüssigkeit im Magen vorhanden ist, sonst führt das mehr oder weniger erfolglose Würgen zu einem noch stärkeren Schmerz.
An dieser Stelle möchte ich diesen Bericht zur Sache selbst abschließen und noch einmal etwas über meine eigenen Erfahrungen mit Migräne-Anfällen schildern.
Für mich selbst hat die Migräne einige Jahre sehr stark mein Tun und Lassen bestimmt und ich hatte manchmal das Gefühl, nichts mehr längerfristig planen zu können. Als Jugendliche habe ich Situationen erlebt, in denen ich dachte, dass ich so nicht leben will, wenn ich durch solche Schmerzen an jeder Aktivität gehindert werde.
Verschiedene Ärzte probierten viel aus. Als ich zwanzig Jahre alt war, bekam ich ein halbes Jahr einmal in der Woche vier Spritzen. Über den Augenbrauen auf jeder Seite ein Einstich und im Nacken, der Okzipitalgegend zwei weitere Spritzen. Dieses Medikament hieß Impletol und sollte nach Aussage der Ärzte den Schmerz blockieren. Als diese Tortur nach einem halben Jahr erfolglos blieb, brach ich die Behandlung ab und wechselte die entsprechenden Ärzte.
Das nächste Medikament hieß Cibalgin Compositum und wurde auch nach einem halben Jahr erfolglos gestrichen. Zwischenzeitlich besserte sich mein Zustand etwas und ich war froh, keine schweren Medikamente nehmen zu müssen. Mittlerweile hatte ich eine feste Beziehung und nahm auf eigenen Wunsch die Antibabypille, weil ich mit dem Kinderwunsch noch einige Jahre warten wollte, um eine gute Ausbildung machen zu können. Während der Einnahmezeit der Antibabypille häuften sich plötzlich die Migräne-Anfälle und waren in ihrer Intensität kaum noch steigerungsfähig. Es dauerte eine Weile, bis die Antibabypille als Auslöser der Migräne erkannt wurde. So stieg ich auf andere Arten der Verhütung um und hatte wieder eine beschwerdefreie Zeit.
Hin und wieder passierte es mir, wenn ich sehr gestresst war, weil ich viel zu viel machen wollte. Als ich einige Jahre später schwanger wurde, hatte ich auch wieder vermehrt mit Migräne zu tun. Nun musste ich es aushalten und habe oft sehr gelitten. Als unsere Tochter geboren war, ging es mir in dieser Hinsicht sehr gut und die Migräne-Anfälle ließen auch wieder nach. Zwischendurch gab es aber immer wieder Anfälle, die ich mir nicht erklären konnte. Schließlich ging es mir gut, ich hatte ein niedliches Kind, einen lieben Mann und nichts, was mir fehlte. Ich war doch nicht unzufrieden.
Als unsere Tochter ihren ersten Adventskalender bekam, wollte ich natürlich etwas besonderes machen. So holte ich mir eine Steige mit Überraschungseiern und aß die Schokolade davon. Das geschah notgedrungen, weil ich eigentlich eher am Innenleben der Überraschungs-Eier interessiert war. Vierundzwanzig Figürchen wollte ich sammeln und an einem eigens dafür angefertigten Wandbild aufhängen. Es blieb natürlich nicht bei diesen vierundzwanzig Überraschungseiern, bestimmt habe ich dreimal so viele gegessen, bis ich die Figuren zusammen hatte. Mein damaliger Hausarzt war ein sehr guter Diagnostiker. Als ich nun in seiner Sprechstunde saß, fragte er mich, ob ich mir dieses plötzliche Aufwallen dieser Attacken erklären könne, ob ich eventuell irgendetwas gegessen hätte, was diese Anfälle auslösen könne. Ich berichtete ihm von meiner Adventskalender-Aktion. So schlimm es war, er hat trotzdem schallend gelacht. Weil wir uns recht gut kannten, hat er mich gefragt: „Hast du schon mal gehört, dass Schokolade Migräne auslösen kann“? Natürlich hatte ich schon einmal davon gehört, aber es nie auf mich bezogen. Wir haben in Abständen versucht, dieser Vermutung nachzugehen. Ich aß dazu einige Male normale Mengen von Schokolade und hatte jedes Mal ein Problem. Also hatte ich eine Allergie gegen Schokolade entwickelt mit diesen ungeheuer schmerzhaften Folgen. Ich esse seit dieser Zeit fast keine Schokolade mehr, höchstens, wenn ich viel Zeit habe, mich mal für drei Tage ins Bett zu legen.
Die Migräneanfälle sind nach dieser Erkenntnis bis auf einige Anfälle sehr zurückgegangen. Zusammenfassend kann ich feststellen, dass in meinem Fall Hormone, Stress und entsprechende Nahrungsmittel Migräne-Attacken ausgelöst haben. Seit ich mit diesen Faktoren immer besser umgehen kann, habe ich immer seltener mit einer Migräne zu tun.
Ich hoffe, mit dieser Darstellung manchen Migräne-Patienten einige Einsichten in dieses Krankheitsbild ermöglicht zu haben. Zum Glück wird man als Migräne-Patient heutzutage schon etwas ernster genommen als in früheren Jahren.
In diesem Sinne wünsche ich den Lesern dieser Meinung einen freien Kopf!
Selten habe ich unpassendere Fragen zum Pro und Kontra gelesen.
Auch die Fragen über Verträglichkeit, Wirkungen und Nebenwirkungen sind wenig zutreffend. Diese Meinungsmaske ist für diese Kategorie eindeutig nicht zutreffend gestaltet!
antjeeule 06/2004 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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anonym, 02.03.2007, 20:07 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Liebe Grüße Edith und Claus
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Zuckermaus29, 12.02.2007, 12:46 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Migräne habe ich auch, aber zum Glück nicht so regelmäßig, dafür dann aber mit allem was dazu gehört - Übelkeit usw.! Käse, Rotwein, Schokolade usw. sollen ja das Auslösen begünstigen, habe ich bis jetzt aber noch nicht festgestellt! Liebe Grüße Jeanny :o)
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anonym, 09.02.2007, 10:29 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
sh :o)
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Migräne - Die Angst vor dem nächsten Anfall
18.10.2002, 02:11 Uhr von
STYXX
Hallo und willkommen auf meiner Seite. Wer ich bin? Tja, ich bin 39 Jahre jung. Fahre Motorra...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Vorweg: Meine Bewertung bezieht sich auf die Migräne allgemein! Und empfehlenswert ist sie nicht!!!
So, jetzt - nachdem sie bei mir für´s erste mal wieder vorüber ist - will ich Euch einen kleinen Einblick in meine Erfahrungen mit der Migräne geben.
Angefangen hat das alles wohl schon in meiner Kindheit. Meine Mutter erzählte mir, dass wir bei vielen Ärzten waren wegen meiner extremen Kopfschmerzen. Und das schon mit vier/fünf Jahren. Nun, so ganz düster erinnere ich mich auch an den ein und anderen Besuch bei diesen (damals) "netten" Herren in Weiß.
Aber geglaubt wurde mir irgendwie nicht so richtig. "Der simuliert"....war eine häufige Aussage, die ich sowohl früher als auch in späteren Jahren bekam.
Es sind wohl bei jedem andere Merkmale der Migräne - dem einen wird so schlecht und elend, dass er sich nochmals alles "durch den Kopf gehen lassen" muss. Wieder andere mögen es sehr hell oder dunkel....ein einheitliches Krankheitsbild gibt es nicht. Wie auch. Es spielt sich ja im Gehirn ab. Und da haben wir ja nicht alle das selbe!
Nun, wie sieht es bei mir mit der Migräne aus?... Ich habe sie so ziemlich jede Woche. Nicht nur an den Wochenenden, nein, auch unter der Woche. Die schlimmen Anfälle dauern gut drei Tage. Leichtere mindestens einen, aber meistens zwei Tage.
Und sie fangen nicht immer gleich an.
Ich erinnere mich, ich war mit meiner Familie und Freunden auf dem Weg zu einem Turnier und fuhr das Auto. Irgendwann während der Fahrt stellte ich fest, dass in meinem Blickfeld irgendwie ein unsichtbarer Punkt ist....da fehlte einfach etwas. Aber noch kein Kopfschmerz. Aber es war noch nicht so schlimm, ich habe noch genug gesehen. Aber nicht mehr lange. Es ging sehr schnell....das Sehfeld wurde immer kleiner...dafür breitete sich etwas flimmerndes aus. Zackig und grell, so eine Art flimmernder Halbkreis mit grellen Zacken. Nun, da musste ich anhalten und jemand anderes fuhr weiter. Das war unser Glück, denn kurz darauf stellte sich ein wahnsinniger Schmerz ein, hämmernd und stechend zugleich. Und sehen konnte ich dann gar nichts mehr...nur das Geflimmer. An Sprechen war auch nicht zu denken. Zwar konnte ich das noch, aber nicht mehr so klar und voll artikuliert. Tja, das Turnier konnten wir vergessen und die Heimreise antreten. Dort angekommen war zwar das Flimmern endlich weg, aber der Schmerz war kaum zum Aushalten. Das einzige Medikament, das ich damals daheim hatte, war Novalgin. Davon nahm ich dann einige Tropfen und nach ein paar Stunden nochmals. Immer im Abstand von mehreren Stunden nahm ich dieses. Irgendwann wurde der Schmerz dann etwas weniger. Aber gedauert hat es ganze vier Tage, bis es endlich ganz vorbei war. Bei meinem Arzt bekam ich nicht gleich einen Termin, so dass ich es dann auch nicht mehr für nötig sah, da hin zu gehen.
Tja, diese Art Anfälle haben sich in den letzten Jahren stark gehäuft.
Ich möchte Euch mal einen kleinen Einblick geben, wie es bei mir "abläuft":
Beginnen tut es meistens sehr unscheinbar (mittlerweile erkenne ich die meisten kleinen Anzeichen schon sehr früh). Entweder fühle ich einen leichten Druck auf der linken oder rechten Kopfseite. Oder immer wieder flimmert es mal so ganz kurz vor meinen Augen. Irgenwie fühle ich mich nicht so Top-Fit. Als hätte ich zu lange geschlafen. Nun, wenn ich dann nichts nehme (und das tu ich leider öfters), dann kommt der Schmerz. Ich muss mich dann zurück ziehen. Nicht unbedingt alleine sein. Aber nichts reden (denn das Reden fällt mir dann manchmal ungeheuer schwer) und keine Berührungen. Diese brennen irgendwie und machen mir noch mehr Angst. Der Raum muss abgedunkelt sein und totale Stille. Obwohl..totale Stille ... nicht immer....manchmal habe ich auch das Bedürfnis gehabt extrem laute Musik zu hören....die Strafe war dann um so heftiger. Tja, und dann liege ich ziemlich lange einfach nur da. Hin und wieder nehme ich dann ein Schmerzmittel, aber ansonsten geht nichts. Irgenwann hat der Schmerz seinen Höhepunkt erreicht....die Phase, in der ich mir schon oft gewünscht habe, dass endlich alles vorbei sein soll. Danach lässt der Schmerz - und das dauert richtig lange - irgendwann nach. Dann werden auch die Gedanken wieder klarer. Wenn die Migräne dann endlich vorbei ist, bin ich total ausgepumpt. Dann kann ich auch endlich schlafen. Nach dem Erwachen habe ich dann einen Riesenhunger und eine total euphorische Phase. Und diese dauert fast genau immer zwei Stunden an. Eine Phase, in der ich Bäume ausreissen könnte und die Welt erneuern. Danach kommt dann eine Phase der totalen Angst....der Angst vor dem nächsten Anfall....denn der kommt bestimmt. Und da kann einem keiner helfen.
Und damit das Bild noch komplett wird: Der Schmerzmittel gibt es ja viele. Seit einiger Zeit gibt es sog. Triptan-Verbindungen. Diese Mittel sind zum Einen sehr teuer und zum anderen sehr starke Hämmer. Sie sind sehr wirksam. Ich freue mich für diejenigen, die sie nehmen können....ich darf sie leider nicht nehmen, da ich gegen Triptan-Verbindungen jeglicher Art höchst allergisch bin.
So bleibt mir nur Paracetamol. Aspirin habe ich auch strengstens verboten bekommen, wegen meines Magens.
Ich werde jetzt eine Akkupunktur-Behandlung versuchen, denn mit Beta-Blockern und Beruhigungsmitteln aller Art haben wir es schon versucht. Glück habe ich, dass die Kasse einen Teil der Behandlung übernimmt. Ist ja auch das Mindeste, denn die Schmerzmittel muss ich selbst bezahlen.
Dies ist für Außenstehende nicht leicht zu verstehen. Und ich wünsche wirklich keinem solche Migräneanfälle.
Ich hoffe, dieser Bericht ist Euch nicht zu lang, aber ich musste es mir einfach einmal von der Seele schreiben. Und eine Bitte habe ich noch:
Wenn jemand Migräne hat...habt einfach Verständnis mit ihm/ihr. Und: Migräne ist keine Nur-Frauen-haben-das-Krankheit. Ich kann das bestätigen!
Vielleicht schreibt mir ja mal jemand über seine/ihre Erfahrungen.
Gruß vom STYXX
(und gerade jetzt beginnt schon der nächste Anfall)
Meine Bewertung bezieht sich auf die Migräne. Die ist wirklich sehr sehr schlecht!
Handhabung der Migräne? Schlecht!
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Wenn es pocht und hämmert . . .
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
. . . müssen nicht unbedingt Handwerker zugange sein.
Worüber ich heute schreiben möchte ist etwas, was ich seit meinem zehnten Lebensjahr habe, nämlich Migräne.
Vorab, Migräne ist etwas was ich meinem ärgsten Feind nicht wünsche. Jedoch wünsche ich Spötter, die da von sich geben:
Das ist nur eine Frauenkrankheit, das ist nur eine Ausrede wenn die Frau keine Lust auf Sex hat, Kopfschmerzen ist keine Krankheit usw., nur ein einziges Mal im Leben einen klassischen Migräneanfall. So einen, wie ich sie oft habe – bis hin zum Galle spucken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie dann nicht mehr spotten.
Ich versuche in diesem Beitrag zu schildern, wie es mir bei Migräne geht und ich hoffe es gelingt mir so, dass nicht der Eindruck des Jammerns entsteht. Des weiteren gibt es noch ein paar Fakten, die ich recherchiert habe.
Der Stand den ich habe ist, dass Migräne nicht heilbar ist. Aber die Erforschung dieser Krankheit hat in den letzten Jahren wohl einige neue Behandlungsmöglichkeiten hervor gebracht. Gut doppelt so viele Frauen wie Männer sind von Migräne betroffen.
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Für Migräne gibt es folgende, bekannte Auslöser:
Schlaf, Stress, Ernährung, Hormone und das Wetter.
Zum Auslöser Schlaf:
Regelmässige Schlafgewohnheiten sind sehr wichtig, um die Anzahl der Anfälle zu reduzieren. Es ist egal, ob man zuviel oder zuwenig schläft. Der mangelnde Rhythmus ist das eigentliche Problem.
Was mich betrifft ist dies natürlich ein Auslöser, da ich sehr unregelmässig bzw. sehr wenig schlafe. Wobei ich bei mir das Gefühl habe, das weniger schlafen besser ist als zuviel. Ich selbst versuche immer im 1,5-Stunden-Rhythmus zu schlafen da man ja nach ca. einer Stunde im Tiefschlaf ist und wenn ich da heraus gerissen werde kommt es bei mir relativ schnell zu Kopfschmerzen. Allerdings ist es nicht jedes Mal ein richtiger Anfall.
Zum Auslöser Stress:
Im grössten Stress passiert es weniger, als in der Entspannungsphase heisst es. Und was mich betriff, kann ich dies voll bestätigen. In meiner Augsburger Zeit hatte ich Wechselschichtdienst. Jedes dritte Wochenende war ein langes Wochenende. Das heisst, ich hatte von Freitag Nachmittag bis Montag Abend frei. An diesen Wochenenden hatte ich grundsätzlich öfters Kopfschmerzen als an den Arbeitswochenenden. Mein damaliger Hausarzt erklärte mir, das hänge auch damit zusammen dass der Körper sich im Entspannungszustand besser auf den Schmerz konzentrieren kann. Je mehr Stress unter der Woche, um so mehr sollte man sich als Migränepatient auch am Wochenende vornehmen. Trinkt man sehr viel Kaffee im Büro, sollte man auch am Wochenende nicht ganz darauf verzichten. Denn auch der plötzliche Mangel (wenn auch an Ungesundem) kann Auswirkungen haben. Stress in Form von Aufregungen und Ängsten kann natürlich auch eine Rolle spielen. Dies soll jetzt aber nicht heissen, dass Migräne nur psychische Ursachen hat. Denn Stress ist nicht die Ursache, sondern auch nur ein Auslöser.
Für mich stelle ich hier auch einen Unterschied fest, ob ich mich in einem positiven oder in einem negativen Stresskreislauf befinde.
Das mit dem Aufregen und den Ängsten kann ich voll bestätigen. Wenn ich mich krass aufrege und regelrechte Heulkrämpfe habe, dann ist ein Migräneanfall schon vorprogrammiert. Ich habe dann echte Schwierigkeiten, meinen Kopf überhaupt noch zu bewegen.
Zum Auslöser Ernährung:
Es gibt bestimmte Lebensmittel, die man als Migränepatient nicht so häufig zu sich nehmen sollte. Das sind Rotwein, einige Käsesorten, Schokolade, fette Speisen und Zitrusfrüchte.
Ich kann dies für mich bei Rotwein und Schokolade bestätigen. An diesem Genuss kann ich wirklich nur begrenzt zugreifen. Einer der Gründe, warum auch auf trockenen Rosé umgestiegen bin. Bei Früchten habe ich bis jetzt nichts festgestellt. Jedoch kann ich nicht allzu viel Orangensaft trinken. Davon bekomme ich auch öfters Kopfschmerzen. Was fette Speisen betrifft, nun ich gestehe, ich esse unvernünftigerweise viele Chips (ist irgendwie mein Frustmittel) habe danach aber keine Kopfschmerzen. Im Gegenteil, wenn ich Kopfschmerzen habe und ich trinke Cola-Light und esse Chips, geht es mir sogar oft besser hinterher. Dies aber natürlich nur, wenn die Kopfschmerzen noch leicht sind. Bei einem richtigen Anfall (den ich später noch beschreiben werde) kann ich nichts mehr zu mir nehmen. Andere fette Speisen esse ich kaum, so kann ich zu diesem Auslöser nichts sagen. Jedesmal wenn ich eine Diät begann, hatte ich erst mal einen kompletten Anfall. Auch dies ist medizinisch erwiesen, ein Auslöser.
Es soll jetzt keine Ausrede für ungesunden Lebenswandel sein und es ist bestimmt bei jedem etwas anders. Aber wenn ich ein gewisses Mass an Koffein (bei mir hauptsächlich Cappuccino und Cola-Light) zu mir nehme, geht es mir besser.
Zum Auslöser Hormone:
Es heisst, das weibliche Geschlechtshormone als Auslöser eine grosse Rolle spielen. Deshalb leiden vor der Pubertät mehr Jungen und nach der Pubertät mehr Mädchen an Migräne.
Bei mir kann ich feststellen, dass ich in den Zeiten meiner Periode auch öfters an Kopfschmerzen leide. Bei manchen Frauen wurde auch festgestellt, dass sie während Einnahme der Pille mehr Kopfschmerzen als sonst hatten. Das kann ich jetzt bei mir nicht feststellen.
Ein Arzt meinte mal als Trost, in den Wechseljahren würde es besser werden. Ich kann nur hoffen, dass dies bei mir zutrifft. Denn ich leide jetzt schon 30 Jahre an dieser Krankheit. Wenn ich allerdings meine Mutter betrachte, die hat ihre Migräne erst mit den Wechseljahren bekommen.
Zum Auslöser Wetter:
Wetterumschwung, Luftdruckabfall und Föhn sind unerwiesene Auslöser. Ich kann sie jedoch voll und ganz bestätigen. Wenn sich das Wetter langsam ändert, habe ich kaum Probleme. Von heute auf morgen jedoch haut es mich oft einfach um. Das muss nicht unbedingt parallel zum Tag des Umschwunges laufen. Ich habe es oft genau zwei Tage vorher, deshalb nennt man mich auch gerne Wetterhexe.
War es vorher warm und es wird kalt ist es für mich nicht so schlimm, wie umgekehrt. Brütende Hitze ist für mich – in Deutschland – blanker Horror. Im Süden hingegen, mit anderer Luftfeuchtigkeit kenne ich diese Probleme weniger. Will ich richtig gesund Urlaub machen, zieht es mich in den Norden. Da bin im Schnitt am meisten schmerzfrei.
Es heisst, das Reize wie flackerndes Licht, Lärm und starke Gerüche auch, wenn auch selten ein Auslöser sein können. Ich gehöre dann wohl auch zu den seltenen Fällen. Ich bin lichtscheu, künstliches Licht im Büro ist für mich die Hölle, ausserdem bin ich extrem lärmempfindlich. Mein Vater ist schwerhörig und wenn ich zuhause war, komme ich grundsätzlich mit Kopfschmerzen zurück, weil meine Mutter immer so schreit. Obwohl ich selbst Gelegenheitsraucher bin, kann ich es in verrauchten Räumen nicht aushalten. Raucht jemand im Auto oder im Bus, dann wird mir schlecht. Wenn ich jemanden treffe, der stark parfümiert ist kann es mich auch umhauen. Wenn wir das Haus streichen, kriege ich vom Farbgeruch Kopfschmerzen usw.
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Es gibt 165 verschiedene Kopfschmerzformen. Die vier wichtigsten sind Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz und Medikamentenkopfschmerz. Sie haben verschiedene Symptome und Auslöser. Wenn ich mir die Liste mit den Auslösern betrachte muss ich feststellen, dass ich mit allen vier Arten zu tun habe.
Ich habe von regelmässigen Einzelfällen bis hin zu einem kompletten Monat schon an diesem Schmerz gelitten von 20 Minuten bis konstant. Einseitig, beidseitig oder am Hinterkopf, das kenne ich alles. Ich kann jedoch sagen zu 90% habe ich einseitigen Kopfschmerz und zwar auf der linken Seite. Habe ich ihn auf der rechten Seite merke ich es verstärkt. Vielleicht, weil ich es nach 30 Jahren links schon gewohnt bin. Das schlimmste ist für mich, wenn die Schmerzen am Hinterkopf sind. Da kann ich den Kopf überhaupt nicht mehr bewegen. Zum Glück sind dies jedoch die seltesten Fälle. Die Begleitsymptome sind unterschiedlich von Lichtempfindlichkeit, über ein tränendes Auge, Zahnschmerzen und wenn es ganz heftig wird Brechanfälle. Das ist dann nicht ein normales Brechen, wie es der ein oder andere vielleicht kennt. Ich spucke am Schluss echt Gallenflüssigkeit. Das Einzige was ich in ganz kleinen Schlucken dann zu mir nehmen kann ist Kamillentee.
Bei mir ging die Migräne mit zehn Jahren los. Drei Jahre lang sind meine Eltern mit mir zu allen möglichen Ärzten, bis hin zum Neurologen. Man vermutete eine Zeitlang auch einen Tumor. Das hört sich jetzt vielleicht krass an, aber es wäre mir lieber gewesen. Gutartig wäre er mittlerweile geheilt und bösartig wäre es vorbei, auch mit den Schmerzen. Aber diese Gedanken sind wohl nur nachvollziehbar, wenn man diesen Schmerz kennt. Ausser Hypnose und Eigenblutbehandlung habe ich fast alles probiert. Schmerzmittel, Mittel zur Vorbeugung, Akkupunktur, Laserakkupunktur, Akkupunkturmassage, Sauerstoffbehandlung, pflanzliche Mittel, gänzliches Verzichten auf Süssigkeiten – es hat nichts gebracht.
Gut, ich kann dafür sorgen, dass ich mich weniger aufrege und kann auf die weiter oben genannten Lebensmittel weitgehendst verzichten. Statt der Pille nehme ich die Spirale. Aber gegen das Wetter kann ich nichts machen.
Als 13jährige bekam ich von einer Ärztin regelmässig Migräne-Kranit verschrieben. Die sind ziemlich stark und heute finde ich das von der Ärztin unverantwortlich. Es folgten die Zeiten wo ich in der Schule ausfiel und deshalb auch vom Gymnasium auf die Realschule wechselte. Dann wurde der Akkordeonunterricht abgebrochen usw. Ich habe also als Kind schon feststellen dürfen, dass Migräne nicht nur ein Schmerz sondern auch eine Beeinträchtigung der Lebensqualität ist. Waren es in der Schule Schulaufgaben die ich nicht mitmachen konnte, wurden es später Dates die abgesagt werden mussten oder Fehltage im Büro. Heute schleppe ich mich oft trotzdem ins Büro, denn ich arbeite freiberuflich und kann es mir überhaupt nicht leisten, krank zu sein.
Im Alter von 19 bis 25 Jahren reichten oft Tabletten und Zäpfchen nicht mehr. Da brauchte ich dann eine Spritze vom Arzt. Ich bekam immer eine in den Arm und eine in den Po. Die eine war gegen die Kopfschmerzen und die andere gegen die Übelkeit. Nach zwei bis drei Stunden trat die Wirkung ein und zwar dahingehend, dass die Kopfschmerzen zwar weg gingen, aber ich bis in den nächsten Tag hinein noch benebelt von der Wirkung der Spritzen war.
Die Ärzte mögen es nicht, wenn man selbst herum experimentiert. Aber ich wollte mich irgendwann auch nicht mehr so krass abhängig von den Medikamenten sehen. So habe ich mich mit eisernem Willen und Schmerzertragen so nach und nach dahingebracht, mehr die leichteren Medikamente zu nehmen. Wenn ich merke, dass es losgeht und ich nehme gleich etwas reichen zwei bis drei einfache Schmerztabletten oder ein Optalidon-Zäpfchen. Ich kann mittlerweile recht schnell erkennen, ob es eine angehende Migräne oder „nur“ normale Kopfschmerzen werden. Im letzteren Fall hilft auch oft ein Einreiben mit Tigerbalsam. Ich reibe es an den Schläfen, im Nacken und hinter den Ohren ein. Muss ich nicht arbeiten lege ich mir auch öfters Eiswürfel auf den Kopf und in den Nacken. Wache ich jedoch mit Kopfschmerzen bereits auf, brauche ich auch heute hin und wieder eine Spritze. Da mir einige Tabletten mittlerweile auf den Magen gehen und mir auch von den Medikamenten hin und wieder übel wird, nehme ich lieber Zäpfchen.
Wenn ich einen richtigen Migräneanfall habe, bin ich nicht mehr ich selbst. Ich kann mich kaum rühren, weiss nicht wie ich mich legen soll, habe das ganze Haus verdunkelt und ständig tränende Augen. Es dauert nicht lange, dann wird mir schlecht und hänge mehr oder weniger nur noch über der Toilettenschüssel oder einem Brecheimer. Da ich meistens einseitige Kopfschmerzen habe ist die eine Seite vollkommen klar und die andere von Schmerz zerfressen. Das sind die Momente, wo ich mir einen anderen Kopf wünsche. Als Kind hat man mich mal erwischt, wie ich mir während so eines Anfalles mit dem Hammer auf den Kopf hauen wollte. Ich weiß nicht, ob Nichtbetroffene sich das vorstellen können wie das ist auf der einer Seite den Schmerz zu haben und mit der anderen Seite voll klar zu denken. Das ist, wie wenn man zwei Personen in einer ist und die kämpfen miteinander. Die Erleichterung wenn der Schmerz vorbei ist, kann ich gar nicht so richtig mit Worten beschreiben.
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Beim Recherchieren habe ich heraus gefunden, dass man auch von vier verschiedenen Theorien spricht. Dies sind die neurovaskuläre Theorie, die vaskuläre Theorie, die neurogene Theorie und die serotoninerge Theorie.
Bei der neurovaskulären Theorie wird von einer gestörten Wechselbeziehung zwischen dem Nervensystem und den Blutgefässen ausgegangen. Die vaskuläre Theorie geht davon aus, dass sich während einer Migräneattacke die Gefässe im Gehirn verengen. Bei der neurogenen Theorie wird vermutet, dass der Migräneanfall im Gehirn selbst ausgelöst wird und bei der serontoninergen Theorie bezieht man sich auf einen Mangel des Nervenüberträgerstoffes Serotonin.
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Alles in allem kann man sagen, dass Migräne zwar reichlich erforscht ist, jedoch bis jetzt kein Mittel gefunden wurde um diese zu heilen.
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Noch ein Wort zu denjenigen, die gerne viel Alkohol trinken. Ich würde wahrscheinlich auch mehr trinken, wenn ich keine Migräne hätte. Ist man aber davon betroffen, fragt man sich schon wie sich jemand freiwillig Kopfschmerzen zulegt, in dem er zuviel trinkt. Aber das jetzt wirklich nur am Rande. Wissen muss es letztendlich jeder selbst, wie viel und warum er trinkt.
In diesem Sinne wünsche ich jedem von Euch schmerzfreie Tage.
PS: Die Bewertungskriterien sind hier der blanke Unsinn. Ich habe alles auf den Schmerz bezogen. weiterlesen schließen
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