Kurzgeschichten Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 10/2003
Tests und Erfahrungsberichte
-
Tagebuch einer kleinen Räuberin Teil 1
5Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Hallo erstmal. Mein Name ist ........!
Moment ich hab ja gar keinen. Leider.
Also anders rum. Ich bin eine liebe, nette getigerte Kätzin und möchte mich hier bei euch vorstellen.
Ein Frauchen oder Herrchen hab ich direkt nicht, denn ich will frei bleiben. Jedoch habe ich vor einiger Zeit beschlossen Blackypanther und ihren Mann als meine Dosenöffner zu adoptieren.
Ich hab nämlich gemerkt das die beiden mir nichts tuen und ganz lieb zu Katzen sind (Kein Wunder wo blacky ja selbst eine ist *g*).
Mein Alter kann ich euch auch nicht sagen, irgendwo zwischen 4 und 6 glaub ich.
Erlebt habe ich in meinem Leben schon jede Menge und darüber möchte ich euch in nächster Zeit berichten.
Wie gesagt, ich bin Frei. Ich lebe fast nur draussen. Zu den Menschen ins Haus gehe ich selten. Nur bei Blacky da traue ich mich das, denn da kann mir nichts passieren.
Leider habe ich mein Vertrauen zu Menschen verloren. Es gab da mal welche die nett waren und mich aufgenommen hatten als ich noch ganz klein war. Dann aber wurde ich lästig und sie haben mich einfach vor die Tür gesetzt, ganz weit weg von zu Hause.
Inzwischen jedoch gehe ich wieder auf Menschen zu, schmusen und kraulen las ich mich auch wieder. Denn mal ehrlich, welche Katze, ob wild oder zahm, braucht das nicht?
Den Tag verbringe ich meistens damit mein Revier zu kontrollieren, bei allen Nachbarn von Blacky hallo zu sagen und mir das eine oder andere Leckerli abzuholen. Den Rest des Tages liege ich dann auf den Gartenstühlen auf der Terrasse bei Blacky (ich hab da so eine extra kuscheliges Plätzchen bekommen).
Als typische Katze mach ich immer das was ich will. Das hab ich mir geschworen, keiner schreibt mir jemals wieder etwas vor. Daher kann es dann schon mal passieren das ich zwischendurch 1-2 Tage wegbin und mein Pantherchen im Garten rumflitzt und mich sucht. Aber ich komme immer wieder zurück, das müsste sie doch inzwischen kapiert haben. Menschen halt, tststs.
Obwohl ich solange wild draussen gelebt habe, habe ich meine beigebrachten Manieren von meiner Mama nicht vergessen. Ich springe auf keine Möbel, ausser ich werde extra drum gebeten oder raufgesetzt. Ich zerkratze nichts, ausser die blöde Tür ist mal wieder zu. (Wozu brauchen die Menschen eigentlich die vielen Türen,frag ich mich). Immer freundlich sein und laut maunzen, hat Mami immer gesagt, denn dann bekommt man das beste Futter.
Wie gesagt einen Namen hab ich nicht.
Blacky nennt mich immer Maus, Hexe oder kleine Räuberin.
Also kleine Räuberin gefällt mir da ja noch am besten, oder was meint ihr?
Oh, oh, Blacky kommt zurück. Jetzt muss ich aber schnell verschwinden bevor sie was merkt. Sobald sie wieder mal weg ist und diese komische Kiste an ist schreib ich euch wieder was aus meinem Leben.
Bis dann
Eure kleine Räuberin.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-01 18:34:37 mit dem Titel Tagebuch einer kleinen Räuberin Teil 2
Miau, da bin ich wieder
Blacky ist gerade mal weg und da hab ich mich rein geschlichen.
Nun mal mein kleines Katzenköpfchen anstrengen.
Was gibt es denn noch über mich zuberichten.
Das ich eine kleine Wilde bin ohne richtiges Heim wisst ihr ja schon, und das ich mein Futter hauptsächlich bei Blacky mir hol auch.
Am liebsten hab ichs wenn sie am kochen ist, denn dann riecht es immer so gut und für mich fällt dann meistens auch noch was ab *schleck*.
Manchmal da macht sie für Apollo gegrillte Hähnchenschlegel. Ich bin dann immer besonders lieb und setz mich ganz brav neben ihn, blicke extra lieb zu ihm hoch und miaue.
Scheint ihn zwar zu nerven, wenn ich soviel miaue, aber Zweck heiligt die Mittel *g*.
Ich bekomme nämlich immer die Knochen wenn er endlich fertig ist. Die werden dann restlos von mir zusammengebissen und verschlungen, denn ich will ja keinen Dreck hier verbreiten.
Als besonderes Leckerli bekomm ich manchmal Sahne Dickmilch von Blacky. Hm, schleck da freu ich mich dann. Ich weis aber auch immer wann blacky von einkaufen kommt, und meistens bringt sie mir ja was leckeres mit. Wehe wenn nicht, dann schmoll ich wieder.
Natürlich bräuchte ich die Menschen ja nun überhaupt nicht. Wir Katzen können im Gegensatz zu diesen doofen Hunden uns selbst versorgen.
Ja, wir können noch richtig jagen und Beute schlagen. Aber warum sollte man die Vorzüge der modernen Dosenöffner nicht in Anspruch nehmen.
Schliesslich hab ich Belohnung verdient, ich hab nämlich ganz alleine das Mäuseproblem hier gelöst. Andauernd waren diese kleinen Zwischenmahlzeiten in die Wohnung von Blacky gekommen und wollten sich da häuslich einrichten. Aber nicht mit mir, nicht solange das hier mein Revier ist. Kommt überhaupt nicht in Frage. Ein paar davon hab ich mir dann geschnappt und blacky zum Beweis für meine gute Tat gebracht.
Nur irgendwie ist mein Pantherchen gar nicht davon begeistert, wenn ich ihr was von meinen Mäusen und Vögeln abgeben will. Ich legs ihr immer vor die Füße oder hinterlass sie ihr an einem Ort wo sie öfters mal hinkommt. Aber noch nicht einmal hat sie meine Geschenke gegessen, dabei sind die doch so lecker. Seltsame Menschen sind das. Na ja wenigstenst wirft blacky sie nicht weg sondern legt sie mir einfach nach drausen in meine Futterkachel für später.
Ich sags ja, Menschen, wer kann die schon verstehen.
Oh nein, blacky ist ja schon wieder zurück.
Na dann nichts wie weg hier und verratet mich ja nicht bei ihr.
Liebe Grüße von
eurer kleinen Räuberin
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-07 17:29:43 mit dem Titel Tagebuch einer kleinen Räuberin Teil 3
Miau, eure kleine Räuberin ist wieder zurück.
Ich hab ja eins jetzt schon gemerkt hier.
Die meisten hier mögen meine Geschichten bzw. scheinen genauso
große Katzenliebhaber zu sein wie Blacky und Apollo.
Das freut die kleine Mieze sehr.
Denn nicht jeder mag Katzen, daß musste ich schon am eigen Leib erfahren. Seufz.
Ein böser Mensch hat mir vor etwa einem Jahr meinen wunderschönen Schwanz in einer Tür so eingeklemmt das er gebrochen war. Da war dann mein ganzes schönes Fell weg und ringsrum nur noch eine große Wunde. Ich musste dann dauernd dran lecken, weil wir schlauen Katzen ja wissen, daß das hilft.
Das schlimme war aber ich konnte fast nirgends mehr hoch oder runter springen, da wir ja mit dem Schwanz die Ballance halten und die Richtung steuern.
Meine arme Blacky hatte natürlich total Angst um mich und wollte mich unbedingt zum Arzt bringen. Aber nein, ich war ja zu unvernünftig und wollte absolut nicht in diesen blöden Korb.
Ich bin dann aber bei den beiden in der Wohnung geblieben. Die haben mir ein schönes kuscheliges Plätzchen gemacht und ich hab mich so richtig von denen verwöhnen und gesund pflegen lassen. Das war schön. Den ganzen Tag Schmuseeinheiten, soviel man wollte.
Es hat zwar einige Zeit gedauert, aber es ist alles wieder in Ordnung gekommen. Heute kann ich wieder überall rauf und runter springen, wie es mir beliebt.
Nur wenn man über die Stelle fährt wo es mal war, merkt man es noch.
Zum Glück sind nicht alle Menschen so böse, aber seitdem gehe ich nicht mehr irgendwo rein wo eine Terrassentür offensteht damit so was nicht nochmal passiert.
Ups, was ist da denn los.
Leute ich muss schnell weg. Blacky wurschtelt in der Küche rum und da gibts dann sicher auch was für mich.
Bis dann also
Eure kleine Räuberin
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-07 17:33:11 mit dem Titel Tagebuch einer kleinen Räuberin - Teil 4
Miau - oder Hallo wie ihr Zweibeiner immer sagt.
Also eins muss ich jetzt mal hier los werden.
Ich bin so richtig sauer auf meine Blacky.
Ihr fragt euch jetzt sicher warum.
Sie hat einfach ein zu großes Herzen für uns Katzen.
Für mich ist das ja nicht schlecht, aber muss sie den alle Katzen in der Nachbarschaft auch noch versorgen.
Neulich Nachmittag als ich nach meinem Rundgang zurück kam, stand die Terassentür offen. Das hat mich ja dann gleich mal stutzig gemacht. Es war zwar schon die Zeit wo Blacky zuhause ist, aber bei der affen Kälte lässt sie doch keine Tür offen. Seltsam dachte ich.
Also ich rein, froh mich drin etwas aufzuwärmen zu können und meinen Nachmittagsimbiss zu bekommen.
Und was muss ich da sehen.
Sitzt da doch tatsächlich so ein Kater an meinem Futterplatz.
Das darf ja wohl nicht wahr sein. Gut, ok so übel hat er wirklich nicht ausgesehen, mit seinem schwarzen, glänzenden Fell und seinen weißen Socken. Aber nicht hier.
Ich natürlich gleich mal alle Haare hochgestellt, und geschrien was das Zeug hilt.
"Blacky, komm sofort hierher. Was bitte soll das ?"
(Anmerkung: Das ganze natürlich in Katzensprache, aber meine Blacky versteht die inzwischen)
Aber Blacky kam nicht. Wo war die denn schon wieder?
Also musste ich die Sache selbst in die Pfoten nehmen.
Langsam mal anschleichen und knurren. Ah, endlich hat er mich bemerkt.
Ha, da schaust du. Jetzt hör mal gut zu Katerchen. Das hier ist mein Platz. Denkst wohl du könntest dich hier breitmachen, an meiner Futterquelle.
Nein, kommt überhaupt nicht in Frage.
Ich sag euch, dem hab ich die Meinung gemaunzt. Gerade als ich ihn angreifen wollte, um ihm meine Meinung noch deutlicher zu sagen, ist Blacky dazugekommen und hat uns angemotzt.
Wir sollten doch friedlich sein, es wär doch genug für alle da.
Hat die eine Ahnung, das geht doch nicht.
Fremde Katzen in meinem Revier. An meiner Futterquelle.
Angegriffen hab ich ihn halt nicht aber gejagt, bis weit über die Reviergrenzen hinaus.
So schnell kommt der nicht wieder.
Und so was passiert mir ständig bei ihr.
Sie stellt immer 2 Kacheln mit Trinken und Futter nach drausen und 2 ins Haus. Falls sie mal nicht da ist und ich Hunger hab.
Ist ja alles ganz nett gemeint. Aber ständig sind irgendwelche anderen Katzen dann an meinem Futter.
Und was macht Blacky?
Anstatt sie wegzujagen, streichelt sie die auch noch. Das macht mich wirklich richtig sauer. Sie ist schliesslich mein Dosenöffner und nicht auch noch der von irgendwelchen Herumtreibern.
So das musste ich jetzt mal loswerden.
Ich geh dann mal wieder mein Revier kontrollieren,
bevor hier noch mehr meinen hier wär ein CAT-IN.
Wo man immer was zu futtern bekommt, mal schnell im vorbeigehen.
Also bis bald
Euer kleine Räuberin
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-07 18:17:36 mit dem Titel Tagebuch einer kleinen Räuberin - Teil 5
Miau - Hallo
So, euch gefallen also meine Geschichten und ihr freut euch schon auf den nächsten Teil.
Na gut, ich will ja mal nicht so sein.
Die kleine Räuberin oder auch kleine Tigerin ganz wie es beliebt, schreibt euch noch ein bisschen was, obwohl ich erst mal mein kleines Köpfchen anstrengen muss über was.
Was könnte euch Zweibeiner denn so interessieren.
Nun, das meine Blacky ja eine richtige Katzennärrin ist wist ihr ja inzwischen. Leider hat sie so eine blöde Katzenallergie. Daher kann sich mich auch nicht immer so richtig doll knuddeln und schmusen, wie sie gerne möchte. Aber ich verstehe das und nehm alles was ich bekomme.
Sie sagt ja immer den Leuten das sie bei mir keine so großen Probleme hat. Der Göttin-Bastet sei dank, sonst ging es mir hier nicht so gut.
Was ich besonders gerne mag, ist wenn blacky zur Pflegestunde ruft. Dann holt sie immer dieses komische metallene Dings raus und, wie heisst das nochmal, ah ja, kämmt mich dann damit.
Im Gegensatz zu vielen meiner Katzenkollegen, liebe ich das. Ich schmuse regelrecht mit diesem glänzenden Ding und schnurre ganz laut.
Ich habe zwar ein Kurzhaarfell, aber das haart ganz schön. Richtig peinlich manchmal. Überall hinterlass ich meine Haare.
Blacky motzt deswegen aber überhaupt nicht. Nichtmal wen sie gerade frisch saubergemacht hat und ich mich dann gleich wieder auf den Teppich in der Küche lege. Das Blau passt aber auch so gut zu mir. Und der ist sowas von Krallenfreundlich. *Schnurr*. Da kann man ja nicht wiederstehen.
Auf jeden Fall macht blacky mit diesem Dingsda alle losen Haare auf meinem Fell weg, und spendet mir gleichzeitig noch eine extra Ration an Schmuseeinheiten. Ein wirklich praktische Sache, vorallem verschlucke ich dann nicht ganz so viel Haare beim putzen.
Gute Idee eigentlich.
"Blacky, einmal kämmen bitte"
Na ich tigere mal vor und las mich mal wieder etwas verwöhnen.
Bis dann
Eure kleine Räuberin.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-10 17:27:22 mit dem Titel Ich will raus - oder auch was soll ich überhaupt hier
Ich grüße euch meine Freunde und Dosenöffner.
Ich dachte mir ich müsste mal wieder von mir berichten.
Wo fang ich da am besten an.
Mal überlegen............
Ahja nun weiß ichs. 1 Woche bevor meine beiden Dosis meinten in Urlaub abhauen zu müssen, verletzte ich mir die Pfote. Hat dolle aua getan, aber ich bin ja tapferes Miezchen und hab lediglich ein bischen gehumpelt. Nicht geschrien und gar nix.
Aber meine Blacky mal wieder bekam ja gleich die Panik. Könnte ja sonst was sein, den gucken lies ich sie ja nicht.
"Wie bekommen wir die jetzt zum Tierarzt" hörte ich sie reden. " Mich gar nicht" , aber das haben sie nicht verstanden. Naja, nachmittags kam sie dann mit so nen komischem Korbdingens an. Ich hab da gerade seelig im Wohnzimmer geschlummert - kranke Katzen brauchen viel Schlaf. Ok, ich war ja neugierig und hab mir das Dingens halt mal angesehen, immerhin lag ja meine Schmusedecke drin. Bin mal reingegangen und he, war ja gar nicht so schlecht da drin, da hatte ich ja echt meine Ruhe.
Aber nach ner Weile kamen meine Dosis und haben schwupps die Tür vorne zugemacht. Das fand ich jetzt gar nicht mehr nett von ihnen. Ich wollte da vorne offen haben, rauskönnen wann immer ich es will. "He macht sofort wieder auf, habt ihr gehört", hab ich geschrien. "Ich will hier raus, sofort", aber alles schreien half nichts.
Sie trugen mich zu diesem großen lauten Metalldingens mit diesem schwarzen runden Dingern dran, ich glaub Auto nennen sie das oder so. Na auf jedenfall setzten sie mich hinten rein und Blacky setzte sich zu mir. Sie redete mit mir und streichelte mich die ganze Zeit, aber danach war mir gar nicht zumute. Ich wollte nur raus.
Apollo fuhr wirklich vorsichtig aber dennoch schrie ich aus Leibeskräften.
Irgendwann kamen wir dann bei diesem doofen Tierarzt an. "Was soll ich hier überhaupt", "das geht schon wieder von alleine weg", maunzte ich.
Aber sie liesen sich nicht davon abbringen, und setzten sich in so ein Zimmer mit lauter Stühlen. Grrrrrrrr da war ein Hund und ich hab gleich mal die Krallen ausgefahren und gefaucht.
"Lasst mich hier raus, damit ich dem meine Krallen zeigen kann" fauch, aber sie liesen mich nicht raus, sondern drehten nur den Korb um damit ich den Hund nicht mehr sah.
Ich ergab mich meinem Schicksal und rollte mich wieder ein um zu dösen, jedoch nicht ohne aufmerksam die Ohren gespitzt zu lassen.
Nach einer Weile wurde der Korb wieder hochgehoben und wir gingen in ein großes Zimmer. In der Mitte stand ein Tisch aus Metall und überall roch es nach anderen Katzen und Hunden, widerlich sag ich euch war das.
Endlich wurde der Korb geöffnet, aber nun wollte ich ja gar nicht mehr raus. Dann wurde der Deckel von dem Korbdingens abgenommen aber ich bewegte mich nicht. Da war dann so ein freundlicher Mann vor mir, der redete mit mir, streichelte mich und hob mich dann letztendlich hoch auf diesen Tisch. Das war wohl dieser Tierarzt von dem sie geredet hatten.
Der Arzt fing an mich von oben bis unten zu untersuchen.
"Huhu meine Pfote tut weh, der Rest ist in Ordnung" maunzte ich ihm entgegen, aber er machte munter weiter.
Sagte was von, wen schon mal da checken wir sie gleich ganz und so. Er erfuhr ja von blacky das ich ne ehemalige Streunerin war und deshalb hielt er das wohl für angebracht mich mal zu untersuchen überall.
Ok ist ja lieb gemeint, aber muss das sein.
Er stellte fest das ich super kerngesund bin, das hätte ich ihm auch so sagen können, aber auf mich hört ja keiner. Das Bein war nicht gebrochen, lediglich der Pfotenballen vorne hatte eine tiefe böse Schnittwunde, daher auch mein humpeln und die Schmerzen.
Nun wurde die Wunde gereinigt, was mir gar nicht passte, tat ja fürchterlich weh. Und außerdem mussten die mich dazu so komisch hinlegen um da ran zu kommen. Aber der Arzt war sehr nett, hat immer wieder ne Pause eingelegt in der er mich dann streichelte und schmuste.
Und er hat gegrinst und gelacht der Arzt. Ich hab ihn ganz doof angeguckt (genau wie meine Dosis) und gefragt was das soll.
Er sagte zu meinen beiden Dosis, das er so ne Katze wie mich noch nicht auf seinem Behandlungstisch hatte. Blacky fragte wieso und ersagte: "Naja, noch keine Katze hat so ausdauernd während der Behandlung geschnurrt, wie diese hier. Die hört ja gar nicht mehr auf, als würde es ihr regelrecht gefallen. Die meisten kratzen und fauchen, aber schnurren, das ist mir neu".
Naja was soll ich sagen, er hat so dolle gekrault da kann ich nicht anders. Und es war ja auch gar nicht soooo schlimm. Ich bin nun mal blackys kleiner Rasenmäher, äh Schnurrer.
Die Pfote wurde vereist, gereinigt, nach Splittern untersucht und eine Salbe kam drauf. Dann bekam ich noch 3 Spritzen. Eins davon war Katzenaspirin und eines Penicillin das andere weiß ich nicht mehr.
Ich durfte wieder in mein Körbchen zurück, was ich auch freiwillig und ohne Aufforderung tat, obwohl ich genau wusste was jetzt wieder kommen würde.
Die Türe ging wieder zu und ich wurde zum Auto getragen. OH NEIN, nicht schon wieder, "können wir nicht laufen". Ging natürlich nicht, bei 10 km wie ich gesagt bekam. OK, die Tortur wieder von neuem durchgemacht.
Endlich zuhause angekommen hab ich erst mal massig Leckerlis bekommen. Hatte der Besuch wenigstens sein gutes *schnurr*.
Von den komischen Spritzen war ich total platt und hab erstmal 24 Stunden durchgeschlafen. Ok nicht ganz zwischendurch muss man ja auch mal was Essen.
Nach knapp 2 Tagen war schon fast alles vorbei ich humpelte kaum noch und raus ging ich auch wieder und nach 4 Tagen war die ganze Sache schon wieder vergessen. Konnten also meine Dosis beruhigt in Urlaub fahren *schnief*, aber das erzähle euch dann beim nächsten mal.
Muss jetzt weg, bevor die mich hier wieder am Tipseldingens erwischen. Mal raus gehen, gucken ob ich wieder ein Mäuschen fangen kann für blacky.
Bis dann *Miau*
Eure Räuberin weiterlesen schließen -
Kindergeschichte
10.11.2002, 09:08 Uhr von
FrauNeedle
Hallo :-)Da ich schon immer gerne geschrieben habe, sind Meinungsplattformen ja ideal für mich :-...Pro:
---
Kontra:
---
Empfehlung:
Nein
Immer, wenn ich mit meinen Kindern das noch schöne Wetter ausnutze, überlegen wir uns ein Spiel, das man unterwegs auf einem Spaziergang spielen kann. Diesmal entschieden wir uns für eine ausgedachte Geschichte. Jeder von uns musste sich zwei drei Sätze zu einer Geschichte ausdenken und es erzählen. So haben wir uns unsere eigene Märchenstunde verschafft :-)
Folgende Geschichte kam dabei heraus:
Der Drache, der Zaubern wollte
Ein kleiner Drache namens Pangu lebte in einem kleinen Wald, dicht bei den Bergen. Es war Herbst und die Bäume trugen kaum noch Blätter. Bald würde der Winter da sein und Pangu graulte es bei dem Gedanken an den kalten Winter. Da fiel ihm ein, dass in den Bergen eine Höhle sein soll, in der die Hexe Schrumpel wohnt. Sie kann dem Drachen vielleicht das Zaubern beibringen. Wenn Pangu zaubern könnte, dann könnte er sich ein warmes Haus zaubern und er muss im Winter nicht mehr frieren. Eine gute Idee, dachte er sich und machte sich auf den Weg um Schrumpels Höhle zu suchen.
Als er den Rand des Waldes erreichte, konnte er die Berge schon deutlich sehen. Weit ist es ja nicht mehr und er stampfte mutig auf die Berge zu. Nach einiger Zeit konnte er den Eingang der Höhle schon sehen. Der kalte Wind pfiff ihm um die spitzen Ohren und der Weg wurde immer beschwerlicher, doch endlich erreichte er sie.
Drinnen war es stockdunkel, er konnte kaum die Hand vor Augen sehen. Von Schrumpel aber war keine Spur zu sehen. Gerade, als er sich tiefer in die Höhle begeben wollte, hörte er aus einer nahen Ecke ein leises Rascheln. Sein Herz klopfte ganz laut und Pangu überlegte, was er nun machen sollte. Sollte er nachschauen, wer dort ist? Oder doch besser weglaufen und die Hexe eben einfach später noch mal besuchen kommen? Bevor er zu einer Lösung kam, war es schon zu spät. Ein großer und böse aussehender Löwe sprang ihm entgegen und fletschte die Zähne.
Oh je, dachte Pangu, was sollte er jetzt nur tun? Der Löwe war doch so groß und so stark und dazu knurrte er auch noch ganz böse. Wenn ich doch nur zaubern könnte, dachte Pangu weiter, dann würde ich den Löwen jetzt einfach nach Afrika zaubern.
Gerade, als er den Gedanken zu Ende gedacht hatte, erhellte ein Blitz die Höhle und knallte dicht vor dem Löwen im Steinboden ein. Die Erde erzitterte. Doch dem Löwen schien das nichts auszumachen. „Verschwinde aus meiner Höhle“ rief Schrumpel aus einem hinteren Gang der Höhle. „Ich habe dir schon letztes mal gesagt, dass ich dich hier nicht mehr sehen will!“ Vor Wut stampfte Schrumpel mit dem Fuß auf den Boden.
Der böse Löwe dreht sich ganz langsam zur Hexe herum und brummte nun sie an. Wieder landete ein Blitz direkt neben ihm und er wurde immer wütender. Langsam beugte sich der Löwe vor und setzte zum Sprung an.
Oh je, dacht Pangu wieder. Wenn der Löwe jetzt die Hexe angreift, dann kann sie ihm vielleicht das Zaubern nicht mehr beibringen und außerdem würde er dann danach dran sein. Vor lauter Verzweiflung sprang Pangu genau in dem Moment auf den Schwanz des Löwen, als dieser sich zum Sprung abstieß. Ein Schmerzensschrei ertönte. Der Löwe drehte sich herum und erwischte Pangu mit seinen Krallen. Vor Schmerz sog Pangu die Luft ein und stieß sie wieder aus. Doch was war das? Ein Feuerstrahl kam aus seinem Maul und setzte den Schwanz des Löwen in Brand. Jaulend lief der Löwe davon.
Pangu war noch viel zu aufgeregt darüber, dass er Feuer speien konnte, denn das hatte er noch nie geschafft. Die Angst hatte ihm wohl dazu verholfen.
Die Hexe hinkte auf dem kleinen Drachen zu. Irgendwie hatte Pangu sie sich anders vorgestellt. Sie sah gar nicht so böse aus, wie er es dachte, im Gegenteil, Schrumpel sah eigentlich ganz nett aus. „Ich danke dir, mein lieber Pangu“, sagte die Hexe zu ihm. „Du hast mir das Leben gerettet und dafür gewähre ich dir einen Wunsch“.
Pangu war nun ganz aufgeregt, denn jetzt konnte er sich endlich wünschen, dass er selbst auch zaubern kann. „Gut“, sagte Schrumpel, „ich erfülle dir diesen Wunsch. Doch so einfach kann ich dir das nicht machen. Hier ist ein dickes Buch. Darin steht geschrieben, wie man das Zaubern erlernen kann.“ Die Hexe reichte dem Drachen das dicke Buch. „Aber ich kann doch gar nicht lesen“, sagte Pangu ganz traurig. „Kannst du mir das nicht einfach vorlesen?“ „Nein“, erwiderte die Hexe. „Dazu wirst du wohl erst zur Schule gehen müssen und das Lesen erlernen.“
ENDE
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-10 08:08:44 mit dem Titel Ein unvergessener Tag
21. Dezember, der Wecker klingelt. Lena wird aus ihrem Schlaf gerissen. Sie ist noch sehr müde, denn am Abend zuvor fiel es ihr schwer einzuschlafen. Heute sollte ein besonderer Tag sein. Nicht nur, dass ihre Mutter heute Geburtstag hatte, nein, diese Feier musste heute ausfallen und einem anderen, traurigen Anlass den Platz freiräumen. Ihre Oma ist vor zwei Wochen verstorben und sollte heute beerdigt werden, oder besser gesagt, eingeäschert werden. Die Beerdigung sollte erst im Frühjahr stattfinden, wenn der Boden nicht mehr so hart gefroren ist und man problemlos die Urne in die Erde setzen konnte.
Lena hatte eigentlich kein sehr gutes Verhältnis zu ihrer Oma gehabt. Als Kind war sie sie öfter mal besuchen, doch seit sie immer erwachsener wurde, es andere wichtigere Dinge in ihrem Leben gab, hat sie ihre Oma immer seltener gesehen.
Bei dem Gedanken an den heutigen Tag stiegen ihr die Tränen in die Augen. Was war nur los mit ihr. Lag es wirklich an dem Gedanken an ihre Oma, oder waren es mehr die anderen, angespannten Umstände, die sie so nahe am Wasser stehen liessen?
Lena ist noch jung, gerademal 23 Jahre alt, doch macht sie gerade einiges durch. Sie hat zwei entzückende kleine Kinder im Alter von 4,5 und 1,5 Jahren - einen Jungen und ein Mädchen. Als sie kurz vor ihrem 18. Geburtstag von zu Hause auszog, um mit ihrem Verlobten für immer zusammen zu sein, glaubte sie noch an ein glückliches Leben. Dieser Glaube kam aber immer mehr ins Schwanken, je länger sie mit ihm zusammen war. Als sie mit ihrer Lehre fertig war, war sie schon hochschwanger. Damit das Kind ehelich zur Welt kam, beschlossen die beiden zu heiraten. Knapp vier Monate später kam dann der Sohn zur Welt und mit ihm veränderte sich ihr Ehemann zusehends. Die Zeit der Unterdrückung begann, denn schliesslich brachte Lena nun kein Geld mehr nach Hause, demnach hatte sie auch keine Ansprüche mehr zu stellen. Tagsüber hatte sie für ihren Sohn und den Haushalt dazusein und abends für ihn. Lena versuchte trotzdem ein glückliches Leben daraus zu machen und drei Jahre später wurde auch geplant eine Tochter geboren.
Genau 5 Jahre hielt diese Ehe. Fünf lange Jahre Unselbständigkeit und Unterdrückung, bis Lena sich dachte, dass es nicht das Leben ist, was sie sich wünschte. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass sie nun endlich selbst erwachsen genug war, um eigenständig zu handeln. Sie sprach sich mit ihrem Mann aus und beschloss, sich von ihm zu trennen. Er war damit natürlich nicht einverstanden, doch was blieb ihm anderes übrig?
Es begann eine Zeit der Traurigkeit und der Ängste, denn auch, wenn sie es war, die die Trennung wollte, so war sie doch traurig darüber, dass es überhaupt soweit kommen musste. Ängste deshalb, weil ihr Mann sie Nacht für Nacht anrief, ihr damit drohte, sie eines Tages zu erwischen, oder sich und die Kinder mit dem Auto gegen einen Baum zu setzen.
Doch heute, am Tag der Beerdigung ihrer Oma wollte sie daran einfach nicht denken. Sie machte sich und ihre Kinder soweit fertig, dass sie pünktlich um 13 Uhr in der Kapelle sein konnte, damit alle Verwandten von der Verschiedenen Abschied nehmen konnten. Anschliessend ging es in ein kleines Café. Sie setzte sich neben ihre Mutter, denn für sie war dieser Tag besonders schlimm. Es war ihr Geburtstag an dem die Mutter beerdigt wurde. Sie weinte die ganze Zeit und Lena war damit beschäftigt, ihre Mutter zu trösten.
Um 17 Uhr beschlossen Lena und ihre Mutter zu gehen. Die Verwandtschaft kannte keine Gnade mit den trauernden Personen, es wurde gelacht und herumgealbert, als wäre es ein ganz normaler Tag. Lena brachte ihre Mutter noch nach Hause und machte sich mit den Kindern dann selbst auf den Weg in ihre Wohnung.
Versunken in ihre Gedanken, klingelte es plötzlich an der Wohnungstür. Nichts Böses ahnend machte sie die Tür auf und erkannte mit Schrecken, dass ihr Mann davor stand. Er war betrunken, das merkte sie sofort. Früher hatte er nie getrunken, doch an diesem Tag muss er alles nachgeholt haben.
Er liess ihr nicht die Möglichkeit irgendetwas zu sagen, schob sie zurück in die Wohnung, schloss die Tür hinter sich und sah Lena mit hasserfülltem Blick an. Als das Schweigen schon schmerzhaft wurde, klingelte das Telefon. Voller Erleichterung ging sie zum Telefon und hörte die aufgeregte Stimme ihrer Mutter am anderen Ende: "Frank war eben hier", sagte sie aufgelöst, "er ist auf dem Weg zu dir. Mach bloss nicht die Tür....." mehr konnte Lena nicht mehr hören, denn mit grossen Schritten war Frank auf das Telefon zugelaufen, riss ihr den Hörer aus der Hand und sagte: " zu spät, ich bin schon hier". Dann legte er den Hörer auf und fing lautstark zu streiten an. Lena bat ihn darum, bitte nicht vor den Kindern zu streiten, aber es schien zwecklos zu sein.
Frank wusste nicht wohin mit seiner aufgestauten Wut und fing an, die Fensterscheiben in den Türen kaputt zu schlagen. Die Kinder fingen an zu weinen, sie hatten Angst - Angst vor ihrem eigenen Vater! Lena nahm sie bei der Hand und brachte sie ins Kinderzimmer. Es musste schnell gehen, bevor Frank sich wieder ihr zuwandte. Sie sagte zu den Kindern, dass sie das Zimmer nicht verlassen sollten und dass sie sich keine Sorgen zu machen brauchen, ihr Papa ist nur wütend und würde uns schon nichts tun.
Als sie das Kinderzimmer verlies schloss ihre Mutter gerade die Wohnungstür auf. Ihre Mutter hatte zur Not einen Zweitschlüssel, von dem sie nun einfach gebrauch machte. Als sie die Scherben herumliegen sah, blickte sie erschrocken zu Lena, doch sie war ok. Sie schaute Frank an und erschrak noch mehr. Er war an den Händen voller Blut und war gerade auf dem Weg zur Badezimmertür, um sich die nächste Scheibe vorzunehmen. Die Mutter versuchte mit ihm zu reden, doch auch sie hatte kein Glück. Als sie ihm androhte, die Polizei zu rufen, wenn er nicht augenblicklich damit aufhöre, stürmte er mit grossen Schritten auf sie zu und stiess sie mit einem gewaltigem Schubs ins Wohnzimmer.
Es klirrte, die nächste Scheibe war kaputt und überall war Blut. Frank machte plötzlich kehrt in ging ins Kinderzimmer. Lena lief ihm sofort nach, voller Sorge um ihre Kinder, doch er stand nur da und erklärte den Kindern, dass der Papa morgen wiederkommen würde, um noch mehr zu zerstören. Lena versuchte ihren Mann aus dem Kinderzimmer zu locken, als er sie grob an den Armen packte, rüttelte und irgendetwas schrie. Sie verstand kein Wort, hatte nur noch ihre Kinder im Kopf, ihre armen Kinder, die das alles mitansehen mussten. Als Frank das Zimmer verlies, drehte sie sich schnell zu ihren Kindern um und lächelte sie an, als Zeichen, dass alles gut wird.
Sie stapfte hinter ihm her, doch schon im Flur packte er Lena wieder und drückte seine grosse Hand auf ihre Kehle. Das Atmen fiel ihr schon sehr schwer und sie bekam gar nicht mit, wie es an der Wohnungstür wieder klingelte und ihre Mutter es sogar geschafft hatte, sie zu öffnen.
Zum Glück Lenas und wahrscheinlich auch der Kinder und der Mutter, stand ihr Schwager in der Tür, der derzeit einzige Mensch, der noch einen klaren Kopf in dieser Situation behielt. Mit viel List und Überredungskünste schaffte er es tatsächlich Frank aus der Wohnung zu locken.
Nachdem Frank weg war, lief sie sofort zu ihren Kindern. Sie weinten, hatten fürchterliche Angst und zitterten am ganzen Körper. Lena versuchte sie so gut es ging zu beruhigen und kümmerte sich dann um ihre Mutter. Auch sie weinte, aber vor Erleichterung, dass der Spuk vorbei war. Sie hatte Schmerzen in der Schulter, weil Frank doch ziemlich kräftig zugepackt hatte, aber es war nicht so schlimm. Es war vorbei, das war die Hauptsache.
Für ihre Kinder waren die nächsten Tage grausam. Immer wenn es klingelte fingen sie an zu weinen und hatten Angst, dass ihr Vater wieder kommt, so wie er es ihnen gesagt hatte. Doch er hatte am nächsten Tag mit Lena telefoniert, als er wieder nüchtern war, hatte sich hundert mal entschuldigt und versprochen, dass soetwas nie wieder vorkommen würde. Und er hielt sein Versprechen....
Danke für´s Lesen - FrauNeedle weiterlesen schließen -
Fehler???
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Meine Beziehung war total kaputt, jeden Tag Streit und Tränen. Jeder hatte andere Auffassungen vom Leben. Er war faul und ich musste ihn ständig in den Arsch treten. Auf die Dauer viel zu anstrengend für mich. Hatte ja selber genug Probleme. Da lernte ich IHN kennen. Zwei Jahre jünger als ich, stand aber mit beiden Beinen fest im Leben. Eigene Wohnung, Ausbildung usw.
Wir schrieben viel emails und sms. Er gefiel mir, aber wollte ich alles aufgeben? Wer weiß, was ich jetzt bekomme?? Also schrieben wir uns weiter. Er mochte mich sehr gerne. Einen Abend trafen wir uns in ner Disco. Zufall? Wohl kaum, er wusste das ich den Abend mit meinem Ex und meiner Clique da verbringen wollte.
Wir unterhielten uns lange, mein Ex konnte hatte da gar keinen Bock drauf. Also musste ich bei ihm bleiben.
Als ich zuhause war, bekam ich eine sms von IHM. „Ich glaube ich habe mich da total in jemanden verliebt“
Mein Herz machte einen Satz! Aber was jetzt? Ich wollte mit meinem damaligen Freund Schluss machen, aber zuviel Tränen. Er tat mir leid. Also gab ich ihm noch eine Chance. ER dagegen war total enttäuscht, aber wir wollten den Abend was zusammen machen. Mein Ex musste jobben.
Wir fuhren mit meiner Freundin und mein Schwester weg. Er war so süß. Knuddelte mich und irgendwann konnte ich ihm nicht widerstehen und küsste ihn. Der Abend war noch wunderschön.
Mittlerweile sind wir knapp 3 Wochen zusammen, es gab zwar viele Probleme, aber das habe ich gerne in Kauf genommen. Ich bin super glücklich und fühle mich bei ihm total geborgen. Er versteht mich und für ihn bin ich das Wichtigste.
Ich wurde also ausgespannt, aber bereuen tue ich gar nix!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-07 14:18:15 mit dem Titel Angst!!!
Sie konnte nicht schlafen, die Augen waren immer auf die Tür gerichtet. Sie wartete auf seine Schritte, aber es blieb ruhig. Nach ihrem Gefühl, war seine Zeit schon verstrichen. Vielleicht kam er heute nicht. Sie hoffte es. Sie wünschte sich nichts sehnlicher, als das er sie in Ruhe ließ. Sie traute sich aber auch nicht, was zu sagen. Sie verstand ja nicht einmal, warum er das tat. Vielleicht war es normal? Vielleicht macht das jeder so? Aber sie glaubte nicht daran, denn sie fand es abscheulich und wie konnte nur jemand daran Gefallen finden? Sie hasste ihn dafür, aber sie konnte auch nichts gegen ihn unternehmen. Sie hatte Angst!
Plötzlich hörte sie ein Geräusch, sie zuckte zusammen. Ich wurde heiß und kalt. Sie hörte wie die Dielen vor ihrer Tür knarrten. Sie hörte, wie die Klinke runter gedrückt wurde. Doch plötzlich hielt er inne. War ihre Mutter aufgewacht? Oder wusste sie davon. Er entfernte sich von ihrem Zimmer.
Sie war erleichtert. Ein Tag ohne Demütigung, ohne Schmerzen und ohne Angst.
Wie lange würde sie das noch aushalten?? Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Zu wem konnte sie gehen? An wen konnte sie sich wenden?
Fragen über Fragen, doch keine Antworten und immer diese Angst!!!!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-07 14:58:20 mit dem Titel Der Kick am Verbotenen!!
Ihre Eltern haben sie schon oft davor gewarnt, ihr Vater hatte ihr sogar mit Rausschmiss gedroht. Sie solle ja die Finger von Drogen lassen. Aber einmal ausprobieren, dass kann doch nicht schaden.
Aber leider blieb es nicht bei einem Mal. Ihr damaliger Freund versprach ihr einen Wahnsinnskick!! Er erzählte ihr, wie man schweben würde und was für ein Bauchkribbeln man hatte. Also nahm sie es auf der Technoparty, wo sowieso alle verstrahlt gewesen waren, da fiel es nicht weiter auf.
Es war wirklich ein Wahnsinnskick und hielt knapp vier Stunden an, dann wurden schnell neue beschafft. Man wolle schließlich den Abend durch tanzen. Ach einmal im Jahr, wäre ja nicht so schlimm.
Den Tag danach hatte sie übelste Halluzinationen. Sie hörte Leute schreien. Zu allem Überfluss war ihr total übel. Aber ihr Freund beruhigte sie, das seien Geräusche aus dem Radio. Den ganzen Tag ging es ihr schlecht. Sie sagte sich, dass sie in Zukunft lieber die Finger davon lassen würde.
Aber bei der nächsten großen Veranstaltung hatte ihr Freund wieder welche parat und sie dachte sich, warum nicht. Der Abend verlief wieder wunderbar. Sie war super glücklich und schwebte.
Der Tag danach war nur halb so schlimm.
Ab dann wurde jedes Wochenende geschmissen. Teilweise war es immer sehr lustig, sie schob Filme und war immer glücklich und gut drauf. Aber sie hatte es ja im Griff!!
Aber was anderes wollte sie nicht nehmen. Aber das hielt sie nicht. Bei der nächsten großen Veranstaltung bat ihr ein Kumpel Speed an. Das hält wach, versprach er ihr. Also ging sie zur Toilette und zog ne Line. Danach war sie wirklich wieder fit.
Jetzt ist ein Jahr vergangen und sie nimmt das Zeug regelmäßig, die Ausbildung hat sie abgebrochen und zuhause ist sie rausgeflogen.
Und das alles nur, weil der Kick am verbotenen so toll sein soll. Sie hat sich ihre ganze Zukunft verbaut und hat keinen der ihr da wieder raushilft! Selbst ihr Freund hat sie im Stich gelassen.
Lohnt sich das wirklich? weiterlesen schließen -
Eine kleine Weltgeschichte
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Das Klingeln der Türglocke weckte Jim auf. Er stieß mit seinem Kopf gegen die Kante des Oberbettes, als er zu schnell empor fuhr. Es klingelte erneut.
„Ja, was ist denn?“, fragte er, während er langsam seine Beine aus dem Bett drehte und aufstand. Die Tür fuhr beiseite, und der Lieutenant Boris trat ein. „Jim,“ sagte er. „Wir sind angekommen.“ Dann deutete er zum Bullauge. Jim drehte sich in die Richtung und begab sich zum Fenster, das ihm die Weiten des Alls zeigte. Nun waren sie also angekommen. In einem Planetensystem mit neun Planeten.
„Wann werden wir in Reichweite sein?“, fragte Jim seinen alten Freund. Nachdem er sich umgedreht hatte, sah er in ein lächelndes Gesicht. „Zehn Minuten, und wir erreichen den dritten Planet.“ Mit diesen Worten verneigte sich Boris kurz, ohne das Lächeln zu verlieren, drehte sich um, und trat aus der Tür wieder hinaus. Da waren sie nun zu diesem Routineauftrag in diese verlassene Gegend abkommandiert worden. Vor zwanzig Jahren, war schon einmal ein Schiff hier angekommen, und hatte auf dem dritten Planeten Radioaktivität festgestellt, die eine genauere Untersuchung des Planeten und seiner Oberfläche verhindert hatte. Deshalb konnte auch nicht der Grund der Radioaktivität ergründet werden. Aber eines war sicher: Die Verseuchung war nicht natürlichen Ursprungs.
Deshalb wurde wohl auch Jim mit seinem Schiff hierher abkommandiert. Aber wie sehr wünschte er sich doch eine andere Aufgabe. In alten Sachen herumkramen, dachte er spöttisch. Haben wir keine anderen Aufgaben? Nicht, daß er was gegen Leute hatte, die gern so etwas machen. Aber für ihn war so etwas nichts. Er empfand es eher als eine lästige Pflicht.
„Commandant Valentine bitte in die Kommandozentrale kommen,“ tönte es und riß ihn aus seinen Überlegungen. Er löste sich vom Anblick des Weltalls. In der Ferne konnte er im Augenwinkel noch den neunten Planeten erkennen, wie er sich langsam vorbeibewegte.
Auf der Brücke war alles normal. Kein Anzeichen von Langeweile. Aber Jim wußte, daß so gut wie jeder hier sich fragte, wieso sie dies machen. Wir sind doch kein Forschungsschiff!, hatte Reina gesagt, als sie davon erfahren hatte. Reina, Boris und Jim waren alte Freunde und kannte sich dementsprechend lange. Jim verstand ihre Aufregung. Meinten die von der Regierung etwa, daß hier irgendwo ein feindlich gesinntes Schiff lauern könnte, oder warum schicken die ein Kriegsschiff anstelle eines Forschungsschiffs hier raus? Jim war sich nicht ganz klar, was die Bürokraten sich ausgedacht hatten.
„Wie lange noch?“, fragte Jim, als er die Mitte des Raumes erreicht hatte. Er beugte sich etwas, um durch die Scheibe den Stern mit den ihn umkreisenden Planeten, und ihrem Ziel zu sehen.
„Noch drei Minuten, dann können wir in eine planetennahe Umlaufbahn einschwenken,“ las Boris von seinem Bildschirm ab. Er saß etwas links von Jim. Jim blickte ihn an, und sah in seinen Augen, die er kurz vom Bildschirm gelöst hatte, die Frage, die er sich auch schon gestellt hatte. Jim machte einen ratlosen Gesichtsausdruck, und Boris schien das zu verstehen. „Lieutenant Reina empfangen wir irgendetwas von unserem Ziel?“, fragte er die Frau, die rechts vor ihm saß, und auf ihren Bildschirm blickte. Diese schüttelte kurz mit dem Kopf, und sagte: „Nein. Keine starke Radioaktivität, keine Übertragungen. Kein Gar Nichts.“ Sie schien wütend zu sein. Aber wer konnte es ihr übel nehmen? Hier draußen in aller Fremde nach irgendetwas Verstaubtem zu suchen, von dem sie nicht mal wußten, was sie suchen sollten.
Der Zielplanet wurde nun größer im Bullauge. Eine blaue Kugel, die mit weißen Streifen überzogen war, und von einem grauen Gesteinssatelliten umkreist wird. „Wir treten nun in eine planetennahe Umlaufbahn ein,“ meldete Boris. Nun hatten sie also ihr Ziel erreicht. Staub, Ruinen, Leichen, und viel Müll. Ich freu mich schon richtig, dachte Jim sarkastisch.
Was er, und was, seiner Meinung nach, auch Boris gedacht hat, brachte Reina auf den Punkt: „16 Lichtjahre für ein Haufen Geröll!“ Boris prustete zustimmend, und Jim nickte. Sie drei waren sich einig über den Sinn der Mission. „Dann gehen wir hinunter,“ beschloß Jim. Dann legte er einen Schalter an der Decke um. „Sandoval, wir fliegen nun auf den Planeten. Übernehmen sie solange das Kommando.“ Die Besatzung von vierzig Mann war ein eingeschworene Truppe, so daß der Kommandant auch einmal entgegen der Bestimmungen das Schiff verlassen konnte.
Unter Landgang hatte ich mir eigentlich etwas anderes vorgestellt, dachte er sich, während er mit Boris und Reina zur Landefähre ging.
Nachdem sie durch die weißen Wolken in der Atmosphäre getaucht waren, und gelandet waren, untersuchte Reina die nähere Umgebung. „Radioaktivität in annehmbaren Bereichen,“ meldete sie, nachdem sie eine umfassende Analyse der Umgebung abgeschlossen hatte. „Wir können hinaus gehen.“ Jim öffnete die Luftschleuße, und trat hinaus ins Freie. Ein Hustanfall schüttelte ihn durch. Nachdem er sich gefangen hatte, drehte er sich mit einem fragenden Blick zu Reina um. „Der Kohlenstoffdioxidgehalt ist etwas höher als sonst, daß ist aber auch so ziemlich alles.“
Jim blickte sich um. Eine weite Ebene war vor ihnen. Aber es schien hier früher einmal etwas gestanden zu haben. Als Jim etwas durch die Gegend ging, konnte er vereinzelt noch einige Steine aufeinander gebaut sehen. Es schien, daß hier Gebäude gestanden haben. Bloß was hatte dies hier verursacht? Die Radioaktivität und zerstörte Gebäude? Wurden hier etwas Atombomben gezündet?, fragte sich Jim. Aber diesen Gedanken verwarf er gleich wieder. Niemand könnte dermaßen dumm sein, und so etwas tun. Er drehte sich zu den Anderen um, um zu sehen, wo sie waren. Beide waren in verschiedene Richtungen gegangen, und sahen sich nach Brauchbarem um.
Plötzlich blieb Reina stehen, und bückte sich. Sie hob etwas hoch. Es waren einige große Papiere, die zusammengemacht waren. „Was ist das?“ Sie konnte nicht entziffern, was auf diesen Papieren geschrieben stand: Time 10/02/2020. Diese Symbole sagten ihr nichts. Als Jim bei ihr angekommen war, besah er sich das Fundstück kurz. Er überflog die oberste Zeile, konnte aber nichts lesen: Dritter Weltkrieg ausgebrochen!
„Anscheinend ist das hier ein toter Planet,“ sagte Jim. „Hier ist wohl nichts mehr zu holen. Geben wir den Planeten frei.“ Sie gingen zur Fähre zurück. „Vielleicht hat sich diese Zivilisation selbst ausgelöscht,“ mutmaßte Boris. „Womit denn?“, fragte Reina. „Mit Atombomben? Wer könnte so bescheuert sein?“ Sie hatte anscheinend dieselbe Idee wie Jim gehabt.
„Hier ist noch etwas,“ sagte Boris und blieb stehen, damit er etwas aus dem Dreck ziehen konnte. Es war ein Bild. Darauf war die Hälfte des blauweißen Balles, den sie im Weltall gesehen hatten, dargestellt. Darunter war eine graue Gesteinsmasse, und der Weltraum zu erkennen. Anscheinend war es ein Bild vom Trabanten des Planeten. Darunter stand ebenfalls etwas geschrieben: Unsere Heimat: Die Erde.
Ende weiterlesen schließen -
Der Steinkreis - 1. Teil -
31.10.2002, 00:20 Uhr von
Kahuna
Die Gegenwart ist nur ein flüchtiger Augenblick...schon ist er vorbei.Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Sicher hatte man ihn gewarnt. Nicht nur einmal, aber er glaubte nunmal nicht an übernatürliche Kräfte, andere Dimensionen oder gar Geister. Schließlich war er Journalist für eine Zeitschrift, die sich auf die Fahne geschrieben hatte allen Berichten, die es mit Übersinnlichem zu tun hatten auf den Grund zu gehen und zu widerlegen. Außerdem war er ja ein Realist und glaubte an die Naturgesetze.
Er würde diesen Esoterikern und Leichtgläubigen schon beweisen, daß alles völliger Unsinn ist.
Okay, es mag Fälle gegeben haben, die nicht aufgeklärt wurden, aber das heißt noch lange nicht, daß es nicht doch eine rein logische Erklärung für sie gibt. Sie sind eben nur noch nicht gefunden worden. Sicher waren auch die falschen Leute mit der Aufklärung befaßt. Vielleicht gibt es auch eine Fraktion, die daran interessiert ist, daß diese Fälle gar nicht aufgeklärt werden.
Das sich Niemand aus dem kleinen Ort unten am Fluß mehr in diesen Wald traute zeigte nur wie weit der Aberglaube auch heute noch im 21. Jahrhundert verwurzelt ist. Einfach lächerlich.
Einerseits hatte er sich diese sommerliche Vollmondnacht ausgesucht um auch wirklich alle Vorurteile in den Wind zu schlagen, andererseits hoffte er auch etwas mehr Licht durch die Äste des ziemlich dichten Waldes zu erhalten.
Nun war er schon eine dreiviertel Stunde dem Weg gefolgt, bald mußte er den Steinkreis erreicht haben.
Er fragte sich gerade, warum es eigentlich immer dunkler wurde? Eigentlich standen die Bäume hier etwas sperrlicher verteilt und Wolken waren auch nicht am Himmel. Er schaltete seine Taschenlampe ein.
Außerdem war es nun doch empfindlich kalt geworden.
Innerlich lächelnd sagte er sich, daß dies für diese Abergläubischen schon wieder Beweis genug gewesen wäre für Zauberei und fremde Mächte.
Da vorne, er konnte sie sehen, die Lichtung mit dem Steinkreis. Nichts war zu hören von unheimlichen Geräuschen oder gar heulenden Wölfen. Wenn er es sich genau überlegte war eigentlich gar kein Geräusch zu hören....
Er trat hinaus auf die Lichtung und schritt auf die Steine zu. Sicher, etwas zögerlich schon, aber schließlich gab es ja auch keinen Grund zur Eile.
Gerade als er den ersten Stein erreichte, meinte er auf der anderen Seite eine Bewegung wahrgenommen zu haben. Nicht irgendeine Bewegung, eher so als würde etwas vor den Bäumen entlang laufen....eigentlich auch nicht wirklich laufen, eher schweben...
Er schüttelte den Kopf, faßte seine Taschenlampe etwas fester und betrat den Steinkreis...
Warnung: Den zweiten Teil solltet ihr nur lesen, wenn ihr wirklich starke Nerven habt ;-)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-18 23:34:51 mit dem Titel Der Steinkreis (Teil 2)
...auf alles war er vorbereitet, nur nicht auf das was er nun sah.
Aus dem Schatten des größten Steines trat eine Frau hervor,
nicht irgendeine, sondern die schönste Frau, die er je gesehen hatte,
eine Göttin. Ganz in weiß gehüllt, ließ der leichte Stoff im Mondschein erahnen, welch perfekter Körper sich darunter verbarg.
Er war so auf ihre wohlgeformten Brüste fixiert, dass erst nach einigen Sekunden merkte, dass sie ihm ihren linken Arm entgegenstreckte und ihn zu sich heranwinkte. Automatisch kam er ihrer Aufforderung nach und nach einigen Schritten erblickte er ihre tief dunklen Augen und versank augenblicklich in ihnen. An ihrem Hals blitzte ein Medaillon mit dem Bild einer Schlange, das ihn kurz blendete und die Augen schließen ließ.
Als er sie wieder öffnete, war sie verschwunden. Er schaute sich um, konnte sie aber nicht mehr entdecken. Stattdessen nahm er in der Ferne Geräusche war. Zunächst konnte er sie nicht zuordnen, aber sie schienen einem bestimmten Rhythmus zu folgen. Als er mit seiner Taschenlampe in die Richtung leuchten wollte, aus der die Töne kamen, stellte er fest, dass es gar keine Taschenlampe mehr war, die er in der Hand hielt, sondern einen mit Symbolen verzierten Stab, Holzstab. Noch bevor er sich darüber weitere Gedanken machen konnte, wurden die rhythmischen Klänge lauter und er drehte sich in ihre Richtung.
Aus dem Wald liefen ihm tanzende leichtbekleidete Gestalten entgegen, umrundeten ihn und bildeten weiterhin tanzend einen Kreis um ihn. Er drehte sich, dem Rhythmus folgend, mit den Tänzern um sich selbst.
So plötzlich wie alles begann, riss die Musik ab, die Tanzenden blieben stehen und es wurde still. Eine Stille, die ihn genauso abrupt erstarren ließ.
Der Kreis begann sich zu öffnen und durch die sich bildende Gasse kam ihm ein in eine Kutte gehülltes Wesen entgegen....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-24 12:23:18 mit dem Titel Der Steinkreis - Teil 3 -
...er schlug die Augen auf. Wo war er, was war geschehen? Er schaute sich um. Er lag im Steinkreis, es war früher morgen, die Sonne ging auf. Ihm fröstelte.
Er mußte geträumt haben, konnte sich aber nicht mehr genau erinnern, was.
Etwas verwirrt und schlaftrunken bemühte er sich auf die Beine zu kommen. Ihm schmerzten alle Knochen, aber er stand. Langsam fand er die Orientierung wieder und bewegte sich aus dem Steinkreis zurück in den Wald.
Er folgte dem Weg den er gekommen war, zurück zum Dorf in dem er seinen Wagen abgestellt hatte.
Als er das Dorf erreichte, begegnete ihm ein Dorfbewohner.
"Waren sie da? Sind sie Drüben gewesen?"
"Wo soll ich gewesen sein? Ich habe den Steinkreis gefunden, die ganze Nacht darin geschlafen und nichts ist passiert." Er zuckte zusammen, ein Schmerz durchlief seinen Körper, er schlug seine Hand gegen die Brust, die sich anfühlte als würde ihn ein Schmiedeeisen brandmarken.
Als der Schmerz nachließ ging er zu seinem Wagen und fuhr zu seiner Redaktion, er mußte den Bericht schreiben, über die abergläubischen Berichte leichtgläubiger Bewohner eines Dorfes am Fuße eines Waldes in dem sich ein angeblich mystischer Steinkreis befinden sollte.
Harry, der Chefredakteur, empfing ihn.
"Hey Peter, Du siehst aus als ob Du eine Woche keinen Schlaf bekommen hättest. Wie war dein Ausflug zum Steinkreis? Haben dich die Geister heimgesucht?" er grinste.
"Alles Schwachsinn, habe ich doch gesagt. Es gibt keine Geister." Peter verkrampfte. Wieder durchzuckte ein brennender Schmerz seine Brust.
"Was hast Du Pete?" Harry blickte ihn besorgt an.
"Ach nichts, habe wohl die Nacht etwas hart gelegen."
Peter ging zu seinem Platz und schaltete den Rechner ein.
Einen Augenblick sammelte er sich, dann begann er zu schreiben.
WIEDER EINMAL ERWIES SICH EIN ANGEBLICH MSYTISCHER ORT ALS SCHWINDEL...
Diesmal war der brennende Schmerz in seiner Brust so stark, das er vornüber fiel und sich beide Hände um die Brust verkrampften. Er konnte so nicht weiterarbeiten.
Der Schmerz ließ etwas nach, so daß er sich wenigstens wieder aufrichten konnte.
Er beschloß zunächst nach Hause zufahren und sich ein wenig auszuruhen.
Als er seine Wohnungstür hinter sich schloß, lehnte er sich gegen sie und versuchte seine Gedanken zu sammeln.
Er war müde, er mußte sich einfach ein wenig ausschlafen.
Er ging ins Schlafzimmer und zog sich sein Hemd aus. Da blitzte etwas im Spiegel. Er drehte sich reflexartig zu ihm um und erkannte, daß er eine Kette mit einem Amulett um den Hals trug...Das Amulett einer Schlange...
Das Spiegelbild verschwomm...er sah eine wunderschöne Frau, eine Göttin...ja jetzt kamen langsam die Erinnerungen wieder...er war umzingelt von merkwürdig gekleideten Wesen und eine Gestalt in einer Kutte kam auf ihn zu...
PS: Keine Angst, der 4. wird der letzte Teil. ;-)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-30 23:20:12 mit dem Titel Der Steinkreis - 4. Teil -
Pete hielt die Luft an. Der Kuttenmann blieb vor ihm stehen. Pete konnte sein Gesicht nicht erkennen, nur zwei leuchtende Augen hoben sich aus dem dunklen inneren der Kaputze ab. Der Duft von Weihrauch lag in der Luft.
Der Kuttenmann streckte beide Arme aus und hielt sie ihm entgegen. Auf seinen geöffneten Handflächen lag ein Dolch. Pete war in eine Art Trancezustand versetzt, wie von einer inneren Kraft gesteuert nahm er den Dolch an sich. Er fühlte ein merkwürdiges vibrieren, das von dem Dolch ausging und durch seinen Körper kroch.
Die Menge um ihn herum geriet in Bewegung, der Kreis öffnete sich und die Wesen knieten nieder.
Der Singsang setzte wieder ein, nun in einem andern Rhythmus, etwas getragener und in einer bestimmten weise fordernder. Irgendetwas wurde von ihm erwartet.
Pete blickte in die Richtung, die der Kreis für ihn geöffnet hatte. Er erkannte einen steinernen Altar. Auf ihr lag "seine" Göttin, die ihn hierher geführt hatte. Sie war nackt und ihr Körper bewegte sich in kaum merklichen wellenartige Bewegungen. Auf eine sonderbare Weise, wußte Pete, was die Menge von ihm erwartete.
Er bewegte sich in langsamen Schritten an der Menge entlang auf den Altar zu.
Als er ihn erreichte blieb er stehen und ließ seinen Blick über die Göttin wandern. Zwischen ihren Brüsten und über ihren Bauch hinweg sah er eine kleine Schlange, die sich in gleichem Rhythmus wie die Göttin schlängelte.
Die Schlange hob den Kopf, erblickte Pete und züngelte ihm entgegen.
Automatisch streckte er den Arm aus, packte die Schlange unterhalb des Kopfes und hob sie hoch.
Mit der anderen Hand führte er die Spitze des Dolches unter den Kopfansatz an die Unterseite der Schlange. Die Spitze des Dolches durchstieß die Schlangenhaut, er zog den Dolch langsam an der Schlange entlang, so daß sie auseinander klaffte. Die Menge wurde lauter, der Rhythmus des Singsangs veränderte sich abermals und wurde stakatoartig.
Pete öffnete den Mund und ließ etwas Schlangenblut auf seine Zunge tropfen. Ein warmer süßlicher Geschmack entfaltete sich als es seinen Gaumen passierten und er es hinunter schluckte.
Er spürte eine Kraft durch seinen Körper fließen, die ihn in Ekstase versetzte und scheinbar auch die Menge in ekstatische Stimmung brachte.
Die Göttin auf dem Altar öffnete sich ihm und er schlängelte sich ihr entgegen.
Er glitt über ihren Körper, konnte ihre Erregung spüren und drang in sie ein...
...Pete kam wieder zu sich, sah sich im Spiegel in seinem Schlafzimmer stehen und wußte immer noch nicht, was Traum und was Wirklichkeit war. Es waren so intensive Gefühle die er erlebt hatte, niemals in seinem Leben hatte er nur annähernd so etwas kennen gelernt.
Langsam drehte er den Kopf und blickte am Spiegel vorbei zu seinem Bett.
SIE blickte ihm entgegen und winkte ihn zu sich...
E N D E weiterlesen schließen -
unser erstes treffen
29.10.2002, 11:29 Uhr von
annika100
Hallo ihr süßen! Ich bin Annika, 19 Jahre alt und wohne in Salzgitter. Meine Hobbies bestehen zum...Pro:
sehr reitz voll
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
das ist eine schöne erotische geschichte.
schönen tages komme ich dich besuchen, mit meinem audi. wir hatten uns eine anhöhe bei dir in der nähe ausgemacht, wo du auf mich warten würdest. als ich die strasse entlangfuhr, erblickte ich dich, wie du in jeans und einem top auf einer bank auf mich wartest. ich hiel an der ank und du kamst mir entgegen. du lächelst. als du die tür geöffnet hast, beugst du dich herein und wir begrüßen uns mit einem zärtlichen kuss. du steigst ein, schliesst die tür. wir unterhalten uns prächtig und schliesslich musst du mir gestehen, dass du keinen slip unter der jeans anhast. ich lächle. meine hand fährt sanft über deinen oberschenkel. du geniesst es. öffnest leicht deine beine. ich bemerke, wie erregt du wirst; deine brustwarzen werden hart und drücken sich durch den dünnen stoff deines tops. du legst ebenfalls eine hand auf meinen oberschenkel, fährst zärtlich hoch und runter. Bis du schliesslich zwischen meinen beine gleitest und hochfährst. du spürst meinen penis, reibst ihn durch den stoff. soll ich dir einen blasen, fragst du. mmhh. der gedanke gefällt mir und ich deute ein ja an, indem ich mein becken hebe und meine knopfleiste aufmache. du greifst ein und ziehst die jeans herunter, mitsamt den slip. mein schon etwas harter penis springt dir entgegen. du lächelst mich an, beugst duch herunter. sanft und zärtlich berühren deine lippen meine eichelspitze. du ziehst dabei meine vorhaut weit zurück. eine hand umfasst meinen penis, mit deiner zunge und deinen lippen verwöhnst du meine eichel. oh ja. schliesslich nimmst du meinen penis zwischen deine lippen und fängst an, an ihm zu lutschen. oh ja, stöhne ich. ich muss mich auf die strasse konzentieren. deine hand massiert meinen penis, deine lippen saugen an meinen penis. ich stöhne, bin absolut geil. du wirst schneller, wichst meine penis und bläst ihn. ich stöhne immer lauter, atme schneller. du ziehst dir dabei dein top hoch und entblösst deinen busen. ich kann nicht mehr und fahre rechts ran. du bläst jetzt ganz schnell und wichst dabei meinen dicken harten penis. ich spüre, wie mein samen steigt und ich kurz vorm explodieren bin. es zuckt. und dann, jaaa, spritze ich dir alles in deinen mund. du schluckst den samen und saugst weiter an meinem penis. bis auf den letzten tropfen saugst du an meinen penis. ich steige aus, zieh mir die jeans ganz aus und komme um den wagen herum. du hast währendessen die tür geöffnet und bist aus den wagen gerutscht. deine kleinen brüste liegen frei und der stoff des tops strafft sich oberhalb deines busens. ich stehe vor dir, wichse meinen penis. ich beuge mich herunter, küsse deinen busen, sauge an deinen brustwarzen. ich nehme beide brüste in meine hände und sauge zärlich und abwechselnd an deinen brustwarzen. sie sind hart, schwellen an. ich neheme dich auf den arm und trage dich auf eine böschung. dahinter erstrecken sich weiden und felder. ich gehe mit dir aus dem arm etwas herunter, lege dich auf das grün ab und knie mich zwischen deine beine. ich knöpfe deine hose auf und streife sie dir herunter. dein nackter scham erblickt das tageslicht. durch die leicht gespreitzen beine klappen deine schamlippen auseinander und deine vagina öffnet sich. mmmmh, was für ein anblick. ich spreize deine beine ganz weit und lege mich zwischen deine beine. ich küsse deinen bauchnabel, gleite tiefer und küsse über deinen rasierten scham. meine zungenspitze fährt über deine schamlippen. ich küsse sanft deinen kitzler und sauge zärtlich dran. oh man, stöhne ich, während ich dich lecke. Ich dringe sanft mir der zungenspitze in dich ein und spüre deine nässe, schmecke dich. ich lecke dich jett zärtlich und fordernd. du stöhnst laut auf. ich komme wieder hoch, rutsche näher an deine scheide und nehme meinen harten penis in die hand. wichse ihn kurz, bevor ich meine eichel sanft über deine schamlippen gleiten lasse. ich schiebe sie jetzt über deinen kitzler, über deine schamlippen. hoch und runter. schliesslich dringe ich in dich ein, langsam und zärtlich. du stöhnst auf, massierst dir dabei deinen busen. ich rutsche in dich, dringe ganz tief in dich ein. werde etwas schneller und stoße dich jetzt immer etwas fordernder. mein dicker penis massiert deine enge vagina. oh man, ja. ich stosse dich jetzt immer schneller, deine brüste wippen im takt mit. du stöhnst laut auf. ich ziehe ihn jetzt langsam heraus, meine pralle eichel glänzt. ich massiere mit meiner eichelspitze deine schamlippen. ich hebe jetzt deine beine an und lege sie mir über meine schultern. dadurch kann ich dich jetzt noch tiefer nehmen. ich schiebe meinen penis wieder in dich rein und fange an, dich zu stoßen. du stöhnst laut auf. deinen kleinen brüste wippen jtzt noch hüpfender. ich neheme dich ganz schnell und spüre dabei meinen kochenden samen. ich halte mich aber noch zurück. ich ziehe meinen penis wieder heraus und lege dich jetzt auf die seite. deine angeschwollenen schamlippen lugen zwischen deinen beinen durch und ich presse deine pobacken aus einander und küsse deinen anus. meine zunge gleitet an deiner poritze entlang. bis zum anus. ich lecke dich, deinen anus. meine zungenspitze dringt etwas in dich ein. schliesslich befeuchte ich meinen finger und dringe sanft in dich ein. ich fingere deinen anus gans langsam, dehne dadurch deine öffnung. ich ziehe meinen finger heraus, presse deine pobacken noch weiter auseinander und nehme meinen penis in die hand. ich führe meinen prallen und dicken schaft an deinen anus. reibe meine nasse eichel an dir, an deinem anus. schliesslich presse ich ihn in dich, in deinen engen anus. dringe langsam und stück für stück in dich ein. bis zumschaftende. du stöhnst laut auf. ich halte meinen druck zurück. ich fange an, dich zu stoßen. nehme dich langsam und sanft. du streichelst dir dabei deine scheide, fingerst dich leicht. ich nehme dich etwas schneller, deine wippen im takt der lust mit. ich spüre, wie mein samen ansteigt, fast überkocht. ich werde etwas schneller und kann fast das hochfliessen meines samens spüren. mit einen letzten stoß entlade ich meinen zweiten samenfluss in deinen anus, spritze alles in dich. du stöhnst laut auf. ich stoße noch ein-zweimal. Ziehe ihn dann langsam heraus und beuge mich über dich. unsere lippen finden sich und wir küssen uns zärtlich. unsere lippen verschmelzen miteinander und unsere zungen tänzeln miteinander. ich nehme dich sanft in die arme und knuddel dich. wir legen uns zurück und geniessen die letzten sonnenstrahlen. dabei lehnst du dich an mich und wir kuscheln miteinander. weiterlesen schließen -
Brief eines Engels (Brief an einen Engel II)
26.10.2002, 04:24 Uhr von
Calistra
Hallo Yopianer! Ich bin unter Calistra auch bei Ciao aktiv, bei Dooyoo unter DieCalistra. Ich sch...Pro:
...
Kontra:
...
Empfehlung:
Nein
Liebste,
die letzte Nacht war ein einziger Traum. Ein Traum von Dir, mein Engel, ist es möglich? Seit einer Woche schon warte ich nun auf ein Zeichen von Dir, suche, schon bar jedes Verstandes, Dein wunderschönes Gesicht in jeder Wolke, Deine Wärme in jedem Sonnenstrahl. Dann, heute nacht, das Wunder: Ein weißes Blatt Papier, eng gefüllt mit Deiner kleinen, energischen Handschrift. Nach dem Aufwachen habe ich mich schleunigst daran gemacht, alles aufzuschreiben, was ich im Traum las, voller Angst, Deine Worte könnten wie Sand aus meinen Erinnerungen rinnen. Nun liegt er vor mir, Dein Brief, und ich glaube wieder an Wunder.....
¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥
Mein Liebling,
bitte lächle mal wieder! Tu's für mich, auch wenn es Dir schwerfällt. Ich sehe Dich, Tag für Tag, wie Du trauerst und Dir selber immer unähnlicher wirst.
Ich bin nicht fort. Ich bin immer bei Dir, jede Sekunde. Ich schaue Dir zu, wie Du durch die Wohnung tigerst, höre Deine Gedanken, fühle Deine Tränen. Bitte höre auf, Dich so zu zerfleischen! Du hast mich nicht verloren, Du wirst mich nie verlieren. Das, was uns verbindet, überdauert selbst die Ewigkeit...
Hier, wo ich jetzt bin, ist es soviel anders, als ich dachte! Es ist schön, wunderschön, und auch Dir wird es hier eines Tages gefallen, da bin ich mir sicher. Aber erst, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Und das ist sie noch nicht, hörst Du?
Ich will, dass Du lebst, wieder lachst, wieder glücklich wirst. Für mich. Nichts habe ich am Leben so geliebt wie Dein lachendes Gesicht, Deine funkelnden Augen. Bitte, verwehre mir diesen Anblick nicht, nur, weil Du mich jetzt nicht mehr sehen kannst! Mach mir Deine Fröhlichkeit zum Geschenk, wenn Du mich liebst, aber weine weiter, wenn Du mich quälen willst!
Es tut mir unendlich leid, dass ich es nicht mehr geschafft habe, mich von Dir zu verabschieden! Ich weiß, das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, mein Liebster. Darum bete ich darum, dass Du diese Zeilen ernst nimmst, das ganze nicht als einen dummen Traum abtust und mir vertraust. Das hier ist real, und es ist für Dich bestimmt, glaub es nur!!!
Eigentlich habe ich jetzt, da ich eure Welt verlassen habe, kein Recht mehr, mich in Dein Leben einzumischen, aber ich kann nicht anders, solange Dein Herz so leidet. Bitte, mein Liebling, bitte glaube mir! Du hast mich um ein Zeichen gebeten, hier ist es!
Ich weiß, dass eine Deiner größten Ängste ist, ich sei mir Deiner Liebe nicht bewusst gewesen. Lass mich eines noch sagen: Noch nie war ich mir Deiner Liebe so sicher wie in den letzten Tagen. Und auch ich liebe Dich.....unendlich.
Deine C.
¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥¥
Ein Geschenk möchtest Du also, meine Liebste? Die ganze Welt würde ich Dir schenken, aber Fröhlichsein.... Du kennst mich, Du weißt, dass ich alles für Dich täte. Aber ich kann Dir nicht versprechen, dass mich dieses leere Leben glücklich machen wird, selbst dann nicht, wenn ich weiß, dass Du noch bei mir bist.
Zu wissen, dass Du hier bist, aber Dich nicht in meinen Armen fühlen zu dürfen, ist Folter. Nun, ich bin nicht masochistisch veranlagt, also wirst Du mir nachsehen müssen, dass ich nun mehr denn je einen Weg suche, diese Folter zu beenden. Und wenn das bedeutet "vor meiner Zeit" zu Dir zu kommen, was macht das schon?
Ich weiß nicht, wer die Regeln aufstellt, wer derjenige ist, der entscheidet, wann der rechte Zeitpunkt gekommen ist, Dir zu folgen, aber mehr als meine Verachtung hat er nicht verdient, wenn er mir meinen Lebensinhalt nimmt und dann meint, die Zeit wäre noch nicht reif!
Du hast mir all Deine Zärtlichkeit geschenkt, mich mit ganzem Herzen geliebt - lass mich Dir nun meins zum Geschenk machen. Sei nicht traurig, mein Engel. Ich tue das, was ich nun tun werde, aus freien Stücken, um bei Dir zu sein. Und jetzt, da ich mich endlich entschieden habe, kann ich Dir, seitdem Du fort bist, endlich wieder mein Lächeln schenken...
Gleich werde ich bei Dir sein, meine Liebste, und Dich in meine Arme schließen....
Gleich.....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-26 02:24:22 mit dem Titel Spätherbsterwachen
Franz Rabe war 76 Jahre alt, als sein Herz erwachte. Ein Lächeln stahl sich auf das Gesicht des alten Mannes, so voller Lebensfreude, das es mit einem Mal all die Jahre ungeschehen machte, in denen er nur ein zynisches Grinsen übrig hatte für das, was die Anderen „das Leben“ nannten.
Franz legte die vergilbte Skizze beiseite, die er in der hintersten Ecke einer Schublade gefunden hatte, wo sie, absichtlich vergessen, viel zu lange darauf gewartet hatte, dass er sie wieder hervorholen möge. Mit einem Mal kehrte die unbändige Freude zurück, die er empfunden hatte, als er dieses Stück Papier mit seinen Bleistiftstrichen zum Leben erweckt hatte...
Franz Gesicht begann zu leuchten, und als er in den kleinen Spiegel auf der Kommode blickte, kannte er kein Halten mehr: Hinaus musste er, hinaus, um diesen wunderschönen Spätherbstnachmittag zu feiern, um ihn zu riechen und der Sonne zuzusehen, wie sie ihre Strahlen durch das bunte Laub schickte.
Die alten Beine vermochten sein junges Herz nicht schnell genug herauszutragen, zu groß war die Ungeduld, zu unbändig die Gier, die in ihm schlummerte. „Was so ein Bild alles anzurichten vermag“, lächelte er still in sich hinein und freute sich an der Kälte, die ihm bis in alle Glieder fuhr, erlaubte dem Wind, an ihm zu reißen, empfing die niederprasselnden Regentropfen wie eine Schar alter Freunde.
Da stand er nun, der „alte Kauz“, wie die Anderen ihn zu nennen pflegten, die Arme ausgebreitet, das Gesicht in die Höhe gestreckt, ohne Mantel, ohne Schirm und wiegte sich mit geschlossenen Augen sanft im Takt einer uralten Melodie, tanzte mit der Natur den eigenwilligen Tanz des Regens, des Sturmes und der unbändigen Lust zu leben.
Plötzlich konnte er sie wieder vor sich sehen, die dunklen Locken, die blitzenden braunen Augen, die zarten kleinen Hände. Er hörte ihre Stimme, wie sie, selbstvergessen, ein Liedchen vor sich hinsummte, hörte, wie sie nach ihm rief, wenn es Zeit war für den Nachmittagstee. Er sah sie eine ungebärdige Haarsträhne fortstreichen, wie sie das jeden Tag wohl tausendmal getan hatte. Und er hörte ihr Lachen. Emmas Lachen. Ein Lachen, das so voller Freude war, dass sie damit jeden Krieg hätte beenden können...
Bäche flossen endlich über das faltige Gesicht, aber Franz wischte sie nicht ab; er ließ die Tränen des Himmels sich mit den seinen vereinigen und erinnerte sich wieder. Emma. Er hatte gehofft, sie sich aus dem Herzen gerissen zu haben, hatte geglaubt, er hätte ihr Gesicht so weit von sich fortgeschoben, dass er es nicht mehr erkennen konnte. Jetzt erst, nach Jahren voller Kälte, Wut und Bitterkeit, erkannte er, dass es nicht nötig war, sie zu vergessen. Und ein Ding der Unmöglichkeit war es selbstredend, denn waren es nicht IHR Lebensmut und IHRE Stärke gewesen, von denen er gezehrt hatte in der endlos langen Zeit, die sie nun fort war?
Der Alte ließ die triefenden Arme sinken und öffnete die Augen. „Verzeih mir, mein Engel“, flüsterte er vor sich hin und begann endlich damit, ihr, die ihn mit Kraft und Leben erfüllt hatte, den einzigen Wunsch zu erfüllen, den sie jemals an ihn herangetragen hatte.
„Lebe, Franz“, hatte sie geflüstert, „begrüße jeden Tag mit einem Lächeln, auch, wenn es Dir vielleicht schwerfällt. Das Leben ist so etwas wunderbares, Du musst es nur sehen wollen. Sag mir, Liebling, willst Du das für mich tun?“. Natürlich hatte er, Franz, mit tränenerstickter Stimme ein „Ja“ herausgebracht und es war auch sein fester Wille gewesen, sein Versprechen zu erfüllen, für seine Liebe weiterzuleben. Aber hatte er auch noch nicht wissen können, dass sein junges, leichtes Herz nach Emmas Tod schwer und uralt werden würde...
So stand er im Regen, der alte Mann mit dem jungen Herzen, und murmelte leise vor sich hin. Er begrüßte die Sonne, den Wind und den Regen, sprach mit den Tauben und hörte dem Jammern des regenschweren Rasens voller Verständnis zu. Er betrachtete von weitem die Bank, die am Wegrand stand und die ihn einlud, sich einen Moment zu setzen. Franz nahm die Einladung dankend an und untersuchte die Kieselsteine, die den Weg bevölkerten. Er nahm einen Stein auf, betrachtete ihn eingehend und erklärte ihm: „Du allein kannst vielleicht nichts ausrichten, aber wenn mehr von Deiner Sorte zusammentreffen, entsteht ein gut begehbarer Untergrund und das, mein Lieber, ist eine gute Sache, wenn man so alt ist wie ich“.
Als schließlich die Dämmerung einsetzte, machte der Alte sich auf den Rückweg; er wusste aus Erfahrung, dass der Weg in seine Wohnung einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Bei jedem Schritt auf den nassen Kieselsteinen machte er sich bewusst, dass keiner dieser kleinen Steine unnütz war und musste unwillkürlich lachen, als er fast das Gleichgewicht verlor und ausrutschte. „Kein Wunder bei diesen wirren Gedanken“, schalt er sich selbst und setzte seinen Weg gemesseneren Schrittes fort.
Endlich vor dem kleinen Wohnhaus angekommen, grüßte er freundlich Herrn Reuner, der –wie jeden Tag – am Fenster saß und beobachtete, was draußen so vor sich ging. Herr Reuner grüßte, erstaunt über die Freundlichkeit, zurück und schüttelte ungläubig den Kopf.
Herr Reuner war es auch, der den „alten Kauz“, wie er ihn bislang immer genannt hatte, am nächsten Tag fand, ein rätselhaftes Lächeln im Gesicht.
Franz’ Herz hingegen hatte sich, während er Emmas Portrait betrachtete, klammheimlich auf den Weg zu ihr gemacht. weiterlesen schließen -
Christin und Sebastian
23.10.2002, 21:25 Uhr von
LillyMarlene
Hallo Yopianer, ich denke es wurde Zeit für ein Update und schreibe jetzt mal was über mich, viel...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Christin und Sebastian kannten sich fast 2 Jahre. Sie lernten sich im an einem lauen Tag im Spätsommer kennen und waren von da an unzertrennlich.
Kam Sebastian doch jeden Tag zu Christin. Jeden Abend um Punkt 23.00 Uhr war er bei ihr. Hörte sich die Erlebnise ihres Tages an und war einfach nur stiller Zuhörer, wenn sie ihre Probleme los werden wollen. Freute sich mit ihr oder half ihr in schwierigen Situation.
Auf Sebastian verzichten wollte Christin nicht mehr. Denn er war ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens geworden. Er war ihr Vertrauter. Eigentlich war er der einzige, dem sie wirklich vertraute. Niemand wußte so genau wie Sebastian, wie es in ihr aussah. Und auf Sebastian war verlaß.
Tagsüber war Christin ausgefüllt mit ihrer Arbeit. Sie war Abteilungsleiterin einer großen Bank und hatte nie viel Zeit um nachzudenken. Doch wenn sie abends in ihre Wohnung kam und es still um sie herum wurde, dann freute sie sich auf seine Besuche. Denn Freunde hat Christin wenige. Die Arbeit ließ ihr einfach keine Zeit, einen großen Freundeskreis zu pflegen und die wenigen Freunde die sie hatte, sah sie nur selten. Ihr war abends einfach nicht mehr danach weg zu gehen. Aber sie hatte ja Sebastian. Er war einfach nur da und seine Anwesenheit erfüllte sie mit Ruhe und Ausgeglichenheit.
Jeden Abend, wenn sie um 22.30 Uhr ins Bett ging, wartete sie schon ungedulgig auf ihn. Und pünklich kam er dann auch. Dann, wenn sie endlich eingeschlafen war und sich endlich in seine Nähe flüchten konnte. Er saß einfach nur bei ihr.
2 Jahre war Sebastian nun schon ihr treuer Begleiter und sie fürchtete sich vor dem Tag, an dem er vielleicht nicht mehr kommen würde. Wenn sie auch in ihren Träumen alleine sein würde. So alleine, wie wenn sie abends die Tür nach einem anstregenden Tag öffnet.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-20 20:43:43 mit dem Titel Der alte Mann und der Junge
Johann ging wie Tag, wenn es schön war, in den nahegelegenden Park. Er lag direkt hinter dem Altersheim, in dem seit 3 Jahren wohnte. Er ging einfach nur spazieren oder setzte sich auf die Bank am Teich und beobachtete die Ente. Oft nahm er auch ein Stück Brot mit, das übrige geblieben ist vom Frühstück und fütterte damit die Enten.
Auch an diesem Tag saß er auf der Bank und hing seinen Gedanken nach. Johann war mittlerweile 82 Jahre alt. Seine Frau starb vor 4 Jahren und der Kontakt zu seinen 3 Töchter und 2 Söhnen war recht sporadisch. Seine Kinder besuchten ihn selten und das tat ihm sehr weh. Sie hatten selber Familie und 2 von ihnen waren auch schon Großmütter.
Er dachte über die Zeit nach, in der er noch ein junger Mann war, als er plötzlich neben sich ein Schluchtzen vernahm. Er dreht sich um und sah einen kleinen Jungen neben sich auf der Bank sitzen. Warum weinst Du, fragte Johann.
Es ist w...w... wegen Julia, antwortet der Junge. Was ist mit Julia und wie heißt Du mein Kleiner? Julia ist meine beste Freundin und ich heiße Fabian. So kamen die beiden ins Gespräch. Fabian erinnerte Johann sehr an seinen kleinen Urenkel, den er das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen hatte. Er schätze ihn auf ca. 7 Jahre und er hatte Recht. Langsam trockneten Fabian's Tränen und er fing an zu erzählen.
Julia war Fabian's beste Freundin. Sie kannte sich aus dem Kindergarten und waren auch in der Schule unzertrennlich. Sie verbrachten ihre ganze Zeit miteinander. Dann aber zog Julia mit ihren Eltern in die USA und die beiden können sich nicht mehr sehen. Fabian vermißt Julia sehr. Deshalb war er auch so traurig.
Die Geschichte erinnerte Johann an seine Zeit als er im Krieg in Rußland stationiert war. Dort lernte er ein nettes Mädchen kennen und die beiden sahen sich, wann immer es nur ging. Auch sie waren unzertrennlich und auch sie trennte das Leben. Doch als der Krieg zu Ende war, mußte Johann nach Hause und hat dieses Mädchen nie wieder gesehen. Noch heute denkt er oft an sie und dieses Erinnerungen schmerzen sehr.
Weißt Du, sagte Johann, auch wenn Julia nun sehr weit weg ist und Du sie nicht mehr sehen kannst, ist doch immer bei Dir. Sie ist in Deinem Herzen und wenn Du die Erinnerung an sie immer pflegst, dann wird sie dort auch bleiben. Und Julia wird es sicher nicht anders ergehen. Schreibe ihr doch einen Brief, schreibe ihr, das Du sie vermisst und wie sehr Du sie magst. Male ihr ein Bild und schicke eines von Dir mit. Wenn sie Dich auch so sehr mag, dann wird sie sich freuen. Und irgendwann werdet ihr auch wiedersehen. Du mußt nur ganz feste daran glauben. Denn der Glaube ist das, woran der Mensch festhalten muß.
Fabian fühlte sich gleich besser und im Geiste malte er schon sein Bild. Lange saßen die Beiden noch zusammen am Teich und fütterten gemeinsam die Enten. Sie redeten und lachten viel. Sie fühlten sich einfach wohl in der Gegenwart des anderen. Bald wurde es Zeit für beide wieder nach Hause zu gehen. Johann in sein Zimmer im Altenheim und Fabian zu seinen Eltern. Doch sie sahen sich wieder. Fabian erzählte Johann über seinen Briefe zu Julia und Johann erzählte über sein Leben, denn das hatte viele Geschichten, die erzählenswert waren.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 16:26:20 mit dem Titel R O B I N
***Ich möchte kurz daraufhinweisen, das meine Kurzgeschichten alle frei erfunden sind und nicht auf Tatsachen beruhen. Mir fallen die Geschichten oft nachts ein, wenn ich nicht schlafen kann und dann werden sie sofort niedergeschrieben ;-)***
****************************************************
Sie ging wie immer an einem Sonntag an dem kleinen See, nahe ihrer Wohnung spazieren. Der See war eingeschlossen von einem Wald und sie mochte die Ruhe, die dieser Ort ausstrahlte.
Gedankenversunken ging sie den Weg gelang, als sie plötzlich ein Wimmern vernahm. Sie schaute sich um und sah nichts. Doch das Wimmern ging bald über in ein bitterliches Schluchzen und sie schaute genauer nach. In einer Lichtung im Wald sah sie einen kleinen Jungen sitzen, der einen Teddy eng an sich gedrückt hielt. Sie ging auf den Jungen zu und fragte ihn, ob er seine Eltern verloren hätte. Doch der Junge schüttelte nur mit dem Kopf und weinte noch mehr. Sie kniete sich neben ihn und fragte, wie er heiße. Und er antwortete: Robin. Auf die Frage, wie alt er sei, sagte er 7 Jahre. Dann fragte sie Robin, warum er denn so weinen würde und warum er sich im Wald aufhalten würde, direkt am See und so ganz alleine. Und ob seine Eltern nicht auf ihn warten würden. Da fing er wieder heftig an zu weinen und drückte noch fester seinen Teddy an sich.
Sie nahm ihn in ihre Arme und wartete, bis er sich ein bißchen beruhigt hatte. Er meinte nur, er hätte das Geld verloren, für das er eine Besorgung für seine Eltern machten sollte und jetzt traut er sich nicht nach Hause, weil sein Vater immer böse würde und dann immer fürchterlich schimpfen würde.
Sie versuchte ihn zu beruhigen und sagte, das es nicht so schlimm sei, wenn er etwas verliert. Jeder könnte was verlieren, das passiert auch Erwachsenen und das sein Vater bestimmt nicht so böse sein würde. Sie versprach Robin, ihn nach Hause zu begleiten und wenn nötig ihn vor seinem Vater ihn Schutz zu nehmen. Doch das wollte Robin nicht, er wolle noch am See bleiben und dann alleine nach Hause gehen und seinem Vater alles beichten.
Sie berücksichtige Robins Wunsch und ließ den Jungen alleine. Sie warnte ihn nur, er solle bald nach Hause gehen, weil es bald dunkel würde und er so ganz alleine am See nicht bleiben könnte, weil es zu gefährlich für einen Jungen in seinem Alter sei. Robin versprach ihr bald nach Hause zu gehen, er wolle nur noch ein bißchen dort sitzen bleiben und gehen, wenn man nicht mehr sieht das er geweint hat.
So machte sie sich auf den Weg nach Hause und Robin ging ihr eine zeitlang nicht aus dem Kopf. Am nächsten Morgen laß sie beim Frühstück die Zeitung und ein Artikel fiel ihr ins Auge. Im nahegelegenen See wurde spät abends die Leiche eines etwa 7 jährigen Jungen gefunden, der einen Teddy eng umschlungen hielt.
Es war Robin. Und da wußte sie, daß es der größte Fehler war, den sie in ihrem Leben gemacht hat, diesen kleinen Jungen alleine am See zurück zulassen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 16:25:27 mit dem Titel Mit den Augen von Luca-Benedikt
***Ich möchte kurz daraufhinweisen, das meine Kurzgeschichten alle frei erfunden sind und nicht auf Tatsachen beruhen. Mir fallen die Geschichten oft nachts ein, wenn ich nicht schlafen kann und dann werden sie sofort niedergeschrieben ;-)***
***************************************************
Luca-Benedikt wurde an einem kalten Januartag geboren und Luca-Benedikt war anders als die anderen Babys. Denn er war von Geburt an krank und hatte nie die Chance sein Leben wie die anderen Kinder zu leben. Auch wußte man das Luca nie alt werden würde. Er hatte höchtens 8 Jahre zu leben.
Aber Luca-Benedikt war ein besonderes Kind. Denn er hatte eine ungewöhnlich Begabung. Luca sah die Welt mit seinen Augen anders als seine Mitmenschen. Er sah die Welt in den schönsten Farben. Er sah nicht den Krieg, die Wut, den Schmerz, die diese Welt mit sich brachte. Luca sah nur das Gute. Und er besaß die Auffassung mit dem zu reden, was sich zwischen den Welten bewegte. Er redete nicht laut, denn reden konnte er nicht. Er sprach in Gedanken mit den Seelen, die sich um ihn herum versammelten. Denn Luca war eine Aufgabe erteilt worden. Er solle den Menschen Frieden bringen. Und Luca konnte sie sehen, die Seelen. Denn er hatte auch ganz besondere Augen. Augen, die nur er besaß. Und diese Augen sprachen. Sprachen zu den Menschen, die ihn liebten, die er liebte. Wenn Luca den Raum betrat, waren die Menschen um ihn herum ruhig und sie schauten ihm in die Augen und es herrschte Ruhe und Frieden. Denn wo immer Luca-Benedikt auftauchte, zog er Blicke in seinen Bahn. War es vielleicht ein äußeres, aber ein Blick in seine Augen reichte und man verspürte einen inneren Frieden.
Luca konnte durch seine Augen das vermitteln, was die Seelen ihm mitteilten. Und obwohl Luca nie ein Wort gesprochen hat, verstand ihn jeder. Denn jeder hat die Sprache seiner Augen verstanden. Seine ganz eigene Sprache. Bald war Luca sehr bekannt und er schaffte es immer wieder, wo er auftauchte, Frieden zu bringen. Vielleicht waren es auch seine Gedanken, mit denen er sich mitteilte, aber er wurde verstanden.
Und so wuchs Luca heran und Luca reiste viel in der Welt herum und brachte den Menschen Frieden. Er brachte Frieden, in dem er seinen Mitmenschen in die Augen schaute, mit einem Blick der zu anderen sprach. Mehr sprach als 1000 Worte je hätten bezwecken können. Ständig wurde er begleitet von den Seelen, den guten Seelen, die ihm den Weg weisten und und ihm die Worte sagten, die er als Kind hätte nie sprechen können.
An einenm kalten Januartag, es war sein 8. Geburtstag, holten die Seelen ihn Heim, Heim in das Reich, das ihn die ganzen Jahre begleitet und beschützt hatte und er hatte keine Angst, denn er wußte, das es dort so sein würrde, wie er es anderen vermittelt hatte, friedlich. Und Luca-Benedikt bekam die Aufgabe zugeteilt, dem nächsten Kind, das geboren würde mit der gleichen Gabe, die er hatte, zur Seite zu stehen und ihm die Dinge auf den Weg zu geben, die man ihm auf den Weg gegeben hat.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 17:12:02 mit dem Titel Eine Weihnachtsgeschichte
***Ich möchte kurz daraufhinweisen, das meine Kurzgeschichten alle frei erfunden sind und nicht auf Tatsachen beruhen. Mir fallen die Geschichten oft nachts ein, wenn ich nicht schlafen kann und dann werden sie sofort niedergeschrieben ;-)***
***************************************************
Es ist auch diesmal wie jedes Jahr Weihnachten. Sie hatte den ganzen Tag in der Küche gestanden hatte gebacken und gekocht. Der Duft von Plätzchen durchzog die ganze Wohnung und die Ente brutzelte genüsslich vor sich hin im Ofen. Aus dem Wohnzimmer klangen leise Weihnachtslieder.
Den Tannenbaum hatte sie wie jedes Jahr schon früh morgens geschmückt. Dieses Jahr ist er besonders schön geworden. Alles leuchtete in einem hellen Gold. In den Engel spiegelte sich sanft das Kerzenlicht der Lichterkette. Der Stern auf der Spitze des Tannenbaumes strahlte diesmal besonders.
Draußen wurde es dunkel. Aus der ferne hörte sie die Kirchenglocken, sie das Weihnachtsfest einläuteten. Es wurde Zeit, das sie den Tisch deckte. Sie deckte für den Tisch für 2 Personen. Dann wurde es Zeit, die Ente aus dem Ofen zu holen. Nachdem das Essen auf dem Tisch stand, zündete sie die Kerzen an und servierte.
Sie hatte für zwei gedeckt. Doch sie aß alleine. Es war jetzt genau 1 Jahr her, das er sie an Heiligabend verließ. Wortlos seine Koffer nahm und für immer aus ihrem Leben verschwand. Wahrhaben wollte sie es nie und sie hatte bis zum Schluß daran geglaubt, das er wieder kommen würde. Doch er kam nicht.
Im Radio lief ihr Lieblingsweihnachtslied "little Drummerboy" und nachdem sie fertig war mit Essen, räumte sie den Tisch ab, blies die Kerzen aus und zog sich für den Spaziergang an. Draußen hatte es mittlerweile anfangen zu schneien und als sie durch die Straßen lief und in die weihnachtlich geschmückten Fenster schaute, Familien fröhlich lachend sah, wurde ihr schwer ums Herz. Ein erdrückende Schwermut überfiel sie und sie hatte das Gefühl, als würde ihr die Luft abgeschnürt.
Plötzlich blieb sie stehen, sie sah in ein Fenster und sah ihn. Sah ihn, wie er mit einer anderen Frau Weihnachten feierte, sah ihn wie er lächelnd ihre Hand hielt und ihr einen goldenen Ring überstreifte, so wie er es einmal an Weihnachten auch bei ihr gemacht hatte. Eilig lief sie weiter. Immer weiter bis sie an dem nahegelegenen See ankam, auf dem eine dünne Eisschicht lag.
Als sie die dünne Eisdecke betrat sagte sie noch einmal leise "ich wünsche Dir eine gesegnete Weihnacht" und dann verschwand sie für immer in der Dunkelheit.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-01 20:26:38 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings
Hallo, ich heiße Niklas, werde in 7 Wochen 3 Jahre alt und möchte Euch gerne was aus meinem Leben erzählen. Ich weiß, ich bin noch sehr klein, aber ich habe genug mitmachen müssen, um darüber zu erzählen. In diesem Abschnitt erzähle ich von meinem Start ins Leben.
Irgendwann im Februar 1999 habe ich gedacht, och heute bin ich mal der schnellste der Truppe und möchte auch mal was anderes sehen, als nur meine zig Millionen Geschwister und bin extra schnell geschwommen, damit ich eine faire Chance habe, auch mal was spannendes außerhalb zu erleben. Also war ich der schnellste und habe mich gleich in meiner neuen Verpackung wohlgefühlt.
Schnell bin ich immer größer geworden und mir ging es richtig gut in meinem 1-Zimmer-Apartment. Meine Mama hat immer mit mir gesprochen, das habe ich gehört und sie hat mich immer mit "mein kleines Mädchen" angesprochen. Höhö sie war ja auch im Glauben, das ich ein Mädchen bin, hat der Doktor auch zu ihr gesagt, aber 3 Wochen vor meiner Geburt, hat er sie dann eines besseren belehrt und danach war das irgendwie anders hier. Ich habe ein paar Tage an meiner Mama gemerkt, das sie nicht mehr so lustig und fröhlich war, aber das sich schnell wieder geändert. Nur statt "meine Süße" hat sie dann immer "mein Kackbomber" gesagt, och der Name gefiel mir aber auch ganz gut.
Dann so etwa 6 Wochen bevor mir der Mietvertrag gekündigt wurde, habe ich an Mamas Herzschlag gemerkt, das sie sich wohl über irgendwas ganz dolle aufgeregt hat und da wurde mir das zu bunt hier drin und ich habe immer ganz feste an Mamas Bauch geklopft und immer mit meinem Füßen getreten, bis auf einmal das Wasser weg war, in dem ich mich immer so wohl gefühlt habe.
Und dann wurde mir das langsam zu ungemütlich. Da kam doch so ein komisches Ding und hat mein Zelt ganz kaputt gemacht und dann wollte ich nur noch weg. Ich habe geschoben und gemacht und getan und irgendwann hatte ich dann wieder neues Wasser um mich rum. Das war aber irgendwie ganz anders, als vorher. Das war auf einmal so hell und so ganz viele Leute standen da rum. Mein Papa, meine Oma, so ein Kerl in einem weißen Kittel, ich glaube das war der Kinderarzt, weil ich doch eine Frühgeburt war und zwei nette Tanten, die sich Hebammen nennen.
Doch noch ehe ich was sagen konnte, blieb auch schon meine Stimme weg und die haben mich ganz schnell von Mamas Brust geholt, wo ich doch gerade erstmal einen Schluck trinken wollte, denn so eine Geburt macht doch ganz schön hungrig. Die haben mich ganz schnell weggebracht, weil ich nämlich keine Luft mehr bekommen habe und die haben immer was unausgereiften Lungen und Sauerstoffgerät erzählt.
Dann haben die mich überall gepiekt und an ganz viele Kabel und Schläuche gelegt und mir so ein Ding auf die Nase gesetzt, damit ich wieder Luft bekommen habe. Man das war vielleicht unangenehm kann ich nur sagen. Im Kopf eine Nadel, in den Händen und Armen und an meinem Fuß hing so ein Ding, damit die gucken konnte, ob ich auch genug Sauerstoff habe.
Und dann haben die mich in mein Bettchen gelegt und erstmal schlafen lassen. Irgendwann bin ich wachgeworden und habe meine Mama gerochen, die neben mir stand und mein Händchen gehalten hat. Mich in Mamas Arm kuscheln durfe ich nämlich nicht, weil ich an diesen ganzen Kabel hing und die sagten, ich soll mich ausruhen. Ich habe auch gehört, wie der Doktor zur Mama sagte, das nicht damit gerechnet haben, mich durchzubekommen. Ich weiß zwar nicht was das bedeutet, aber das muß was schlimmes gewesen sein, denn Mama hat danach ganz doll geweint und mich ganz lieb gestreichelt und gesagt, das sie so froh ist, daß ihr kleiner Kackbomber lebt und gesund ist. Ich hatte einfach Glück, weil ich ja so groß und kräftig für eine Frühgeburt war. Ich war nämlich 48 cm groß und 2700 gr. und der Doktor hat gesagt, das ist für ein Baby, das fast 6 Wochen zu früh kommt, sehr viel. Denn normal sind die fast 500 gr. leichter und auch viel kleiner. Höhö und letzte Woche hat mein Doktor gesagt, das ich mindestens 190 cm groß werde.
Ganze 2 Wochen mußte ich noch im Krankenhaus bleiben, bis ich dann endlich nach Hause durfte zu meinem Papa und meiner Schwester. Die haben sich ganz doll gefreut, als ich endlich ankam. Und meine Oma hat mich erstmal in den Arm genommen und mich stundenlang ganz lieb geknuddelt und gestreichelt. Im Krankenhaus war das nämlich nicht so schön, meine Mama kam zwar ganz oft am Tag, aber sie durfte nie lange bleiben und mit mir schmusen. Sie hat immer nur meinen Popo sauber gemacht und mir was zu essen gegeben. Und dann mußte ich wieder schlafen, weil das sonst noch zu anstregend gewesen wäre, für meine Lungen. Ich habe nämlich gequitscht wie eine Ente, wenn ich geatmet habe. Aber ich habe mich doch ganz schnell wieder erholt. Und heute habe ich so gute Lungen, daß ich damit ganz laut und gaaaaaaanz viel schreien kann.
Und wenn Euch meine Geschichte gefallen haben sollte, dann werde ich Euch auch weiterhin ein wenig aus meinem Leben erzählen. Denn zu erzählen habe ich genug.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-03 15:27:51 mit dem Titel Der Ort der Ruhe
Begegnet sind sie sich das erste Mal am Bach in dem kleinen Wäldchen irgendwo in den Bergen. Er war 17 und stammte aus reichem Hause. Sie war 15 und die Tochter einer armen Bauernfamilie.
Maria, so hieß sie, kam jeden Sonntag nach der Messe an diesen Ort der Ruhe. Sie liebte es, den Fischen beim lustigen Treiben zuzusehen oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Florian, stieß nur zufällig an diesen Ort, weil er eigentlich auf der Jagd nach Wild war. Er sah sie am Bach sitzen und war von Anfang an von ihrer Anmut fasziniert und stellte sich hinter einen Baum und beobachtet sie, wie einfach nur so dasaß und die Stille genoss. Nach einer Weile fasste er all seinen Mut zusammen und ging auf sie zu. Leise sprach er sie an und fragte sie nach ihrem Namen.
Erschrocken zuckte sie zusammen, denn eigentlich war sie immer alleine an diesem Ort. Noch nie in der ganzen Zeit, wo sie regelmäßig hinkam, ist jemals einer dort vorbeigekommen. Leise und mit rotem Kopf sagte sie: Maria. Er frage sie noch woher sie kam und ob sie öfters dort hinkäme, weil sie so zufrieden und glücklich aussähe. Ja, antwortete sie, jeden Sonntag wäre sie da und würde dort den Tag verbringen. Fern von den Sorgen und Nöten, die sie zu Hause hätte und das sie dort ein wenig Ruhe und Kraft tanken würde, damit sie das anstrengende Leben, dass sie führte, überstehen könnte. Florian fing an, von sich zu erzählen, das er aus reichem Hause käme und das seine Eltern sehr streng mit ihm seien. Sie verlangten von ihm, dass er seine Familie auf etlichen Wohltätigkeitsveranstaltungen im Dorf präsentieren müsste und das er darauf eigentlich keine Lust hätte. Seine Eltern wollten, dass er einmal ein angesehener Arzt werde, er aber lieber Jäger oder Bauer werden möchte. Er mochte das Leben in Gesellschaft nicht, sondern liebte das einfache Leben in der Natur
Maria hörte Florian aufmerksam zu und sie beneidete ihn um sein Leben, denn sie war nur ein Leben in Armut gewohnt und malte sich richtig aus, wie es wäre, wenn sie auch auf diese Party wäre und einmal schicke Kleidung tragen und sich einmal richtig satt essen zu können. Aber je länger sie ihm zuhörte, desto mehr bemitleidete sie ihn, denn es war ein Leben in Etikette, denn er konnte noch nicht das tun, was er gerne wollte.
So langsam ging die Sonne unter und die beiden verstanden sich richtig gut und freundeten sich an. Und sie versprachen, dass sie sich nicht das letzte Mal gesehen haben. Sie verabredeten sich für den nächsten Sonntag, an dem sie sich wieder an diesem Bach treffen wollten und einfach nur reden, über ihr Leben, über ihre Ängste und Sorgen und über ihre Träume.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-03 17:07:39 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings - Teil 2
***Dies ist der 2. Teil des Tagesbuches, geschrieben von einem fast 3jährigen Kindes, der mein Sohn ist*** Teil 1 findet Ihr übringes auch hier bei Yopi :-)
Ich war 5 Wochen alt, als der Doktor sagte, mit meinem Kopf ist etwas nicht Ordnung. Meine Mama sagte immer liebevoll Eierköpfchen zu mir, weil mein Kopf wirklich so aussah. Er war vorne ganz breit und hinten spitz wie ein Ei. Meine Mama hat auch immer gesagt, dass das beim Fütten weh tun würde, wenn der spitze Knochen in den Arm drückt. Aber sie hat mich auch so ganz doll lieb gehabt, das habe ich gemerkt. Die nette Hebamme, die immer gekommen ist, hat gesagt, das muß wohl Vererbung sein und irgendeiner in meiner Familie muß auch einen Eierkopf haben.
Meine Mama ist dann mit mir mal zum Doktor gegangen, damit der sich das ansieht und Doktor sagte, das ihm die Kopfform gar nicht gefallen würde und dann drückte der mir so auf dem Kopf rum. Hat zwar nicht wehgetan, aber gefallen hat es mir nicht. Und dann musste ich für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus. Ich habe meinen Kopf in so ein Ding gesteckt, und die haben eine Computertomografie von mir gemacht, damit sie sehen konnten, wie meine Schädelknochen genau aussahen. Das war vielleicht langweilig, 2 Tage im Krankenhaus für eine Untersuchung.
Und dann haben sie gesagt, die Fontanellen sind zusammengewachsen. Und das darf nicht sein, weil mein Gehirn sonst keinen Platz zum Wachsen hätte und ich behindert werden könnte. Und dann musste ich wieder ins Krankenhaus. Diesmal in ein anders. Diesmal musste ich zur Uniklinik nach Essen fahren. Denn dort haben die viel mehr Möglichkeiten meinen Kopf zu testen. Ich musste eine Augentest machen und meine Gehirnströme wurden gemessen und noch etliche weitere Test. Aber die fand ich nicht schlimm, denn ich war ja noch klein, erst 7 Wochen alt und ich habe die meisten Untersuchungen verschlafen. Bin ich doch mal wach geworden und habe geweint, hat Mama mich in Arm genommen und ganz doll getröstet und dann habe ich wieder artig stillgehalten. Und dann stand fest. Ich muss operiert werden. Dafür musste ich dann wieder ein anderes Krankenhaus. Weil meine Mama mich in Essen nicht operieren lassen wollte, weil die nämlich keine Ahnung davon haben. Das hat eine Ärztin meiner Mama erzählt, als die bei mir einen Gentest gemacht haben. Denn meine Krankheit ist wohl eine Erbkrankheit und die wollten jetzt wissen, ob ich der erste bin, der sie hat oder ob irgend jemand in meiner Familie das auch in sich stecken hat. Es kann sich aber auch nur um eine Gendefekt handeln. Wenn ich irgendwann mal Kinder kriegen sollte, liegt die Möglichkeit bei 50 % das sie die gleiche Krankheit haben wie ich. Meine Krankheit heißt Kraniosynostose und das bedeutet vorzeitiger Verschluß der Fontanellen. Es gibt davon nur wenige Kinder in Deutschland, die das haben, denn von 30.000 Kindern ist nur 1 Kind, das diese Krankheit hat und bei vielen Kindern wird das auch nicht erkannt. Aber ich hatte einfach Glück, das mein Kinderarzt schon mal ein Kind mit dieser Erkrankung hatte, denn so konnte mir geholfen werden.
Also wieder in ein anderes Krankenhaus nach Duisburg zu weiteren Untersuchungen. Nach Weihnachten sollte es dann soweit sein. Denn der beste Zeitpunkt für die OP ist zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat. Einen Tag bevor ich eingeliefert werden sollte, rief meine Mama noch mal im Krankenhaus an und wollte wissen, ob sie was für mich mitbringen muß. Und wisst ihr, was die da gesagt haben? Die haben mich vergessen und ich stand nicht auf dem OP-Plan und Betten hätte die auch nicht frei. Also wurde nichts aus der OP. Mensch Mama war vielleicht sauer und ist sofort mit mir zu meinem Kinderarzt gegangen und der hat dann persönlich dafür gesorgt, das ich einen OP-Termin bekomme und das wieder in einem anderen Krankenhaus, diesmal in Herne. An dem gleichen Tag noch sind wir hingefahren und dort wurde ich wieder untersucht. Langsam gingen mir die ganzen Untersuchungen ja auf den Geist und da ich ja schon etwas älter wurde, habe ich auch gemeckert und mich gewehrt.
Aber dann stand er fest, der Termin. Am 27.01.2000 wurde ich operiert. Mit 4 Monaten, doch davon erzähle ich Euch dann im nächsten Teil
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-04 14:02:16 mit dem Titel Eine Geschichte ohne Happy End - Teil 1
Dies wird eine Geschichte in 5 Teilen. Da sie im Ganzen einfach zu lang ist, habe ich sie in einen Mehrteiler verfasst
***************************************************
Es war einmal, so fangen alle Märchen einmal an. Auch bei mir, den schließlich handelt es sich um ein Märchen, aber wie ich finde, um ein sehr trauriges.
Es war einmal ein Königssohn und ein Prinzessin. Der Königssohn wohnte fern von der Prinzessin in einem wundererschönen Land. Die beiden lernten sich über einen Dritten, einem Magier kennen. Persönlich allerdings nie, doch der Magier diente als Mittelsmann. So brachte der Magier der Prinzessin immer Briefe von dem Königssohn und umgekehrt. Irgendwann verliebten sich der Königssohn und die Prinzessin sich ineinander ohne sich jemals zuvor gesehen zu haben.
Der Magier schlug vor, trefft Euch und Ihr werdet feststellen, ob Ihr beide für einander bestimmt seit. Die Prinzessin war dieser Idee begeistert auch der Königssohn war nicht ganz abgeneigt, denn in einem befreundetem Königreich sollte ein großes Fest steigen, zudem die anderen Königreiche auch eingeladen waren. Doch gab es leider ein kleines Problem. Der Königssohn war bereits mit einer anderen Prinzessin zusammen, die der Königssohn zwar mochte, aber nicht mehr liebte. Denn der Königssohn war schon eine lange Zeit mit dieser Prinzessin zusammen. Auch gebar die Prinzessin dem Königssohn einige wundervolle Prinzin.
Die Prinzessin lebte ebenfalls in einer Beziehung, die aber seit geraumer Zeit nicht mehr richtig funktioniert. Auch sie hatte wundervolle Prinzen.
Die beiden machten sich das Leben nicht sehr einfach, denn die Beiden wurden von Brief zu Brief leidenschaftlicher und hatten ihre Gefühle bald nicht mehr unter Kontrolle.
Eines Tages sagte der Königssohn: Liebe Prinzessin, wir müssen aufhören nur mit dem Herzen zu denken und wieder unseren Verstand einschalten. Denn zwischen uns liegt ein großes Meer, daß wir nicht überwinden können, so gerne wir auch möchten. Denke daran, wir haben Verantwortung für ein Königreich zu tragen und diese Verantwortung kann man uns nicht nehmen.
Da beschlossen die beiden Liebenden, sich wieder ganz ihrerm Reich zu widmen und den anderen schweren Herzens zu vergessen. Zwar haben sie den Magier weiterhin als Mittelsmann benutzt, aber nur noch, um frohe Kunde zu übermitteln. Sie haben nur noch auf ihren Verstand und nicht auf mehr auf ihr Herz gehört und leben mehr oder weniger glücklich bis ans Ende ihrer Tage mit dem anderen in ihrem Herzen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-04 14:05:44 mit dem Titel Eine Geschichte ohne Happy End - Teil 2
Hier nun Teil 2 der Geschichte. Die weiteren Teile werden folgen
***************************************************
Im ersten Teil habe ich Euch von dem Königssohn und seiner Prinzessin erzählt, die durch die Vernunft gezwungen wurden, ihr Leben alleine ohnen anderen leben zu müssen.
Jetzt möchte ich das Märchen weiter erzählen. Die Prinzessin und Königssohn begehrten sich weiterhin und blieben durch den Magier weiterhin in regem Kontakt. Es fiel den beiden schwer sachlich und nüchtern zu bleiben, denn beide hatten ihr eigenes Leben und wurden durch eine höhere Macht, die Zeit hieß, dazu gezwungen auch weiterhin ohne den anderen zu sein.
Beide hatten ja ihr eigenes Königreich, auf das sie nicht verzichten wollten und konnten. Da gab es die vielen Prinzen, die zu staatlichen Königen heranwuchsen sollten.
Durch den Magier erfuhr die Prinzessin, daß der Königssohn sie aufrichtig liebt, aber Angst vor dieser Liebe hat. Er bat um Zeit, um viel Zeit. Doch die Prinzessin wollte ihm nicht so richtig Zeit geben, denn sie hatte Angst, daß die Zeit alle Wunden heilt und der Königssohn mit der Zeit über die große Liebe hinwegkommt und sein Leben als einsamer Königssohn weiter lebt, so wie er es all die Jahre zuvor getan hat.
Dann war da noch das große Meer der Gefühle zwischen ihnen. Dieses Meer war einfach nicht zu überwinden, denn die Gemalin des Königssohn hat die Kriegsflotte auf dem Meer verteilt und läßt niemanden aus anderen Königreichen darüber segeln.
Also teilte die Prinzessin dem Magier mit, der solle dem Königssohn eine Botschaft überbringen. Er soll seine Zeit haben. Die Zeit die er braucht. Die Prinzessin ging auf Reisen und reiste in ein anderes Königreich, denn dort wollte sie den Königssohn vergessen. Denn der Königssohn hatte sich so tief in ihr Herz gebohrt, daß sie die Schmerzen nicht mehr ertragen hat. Sie hatte ihrem Königssohn vorgeschlagen, statt des Magiers eine Brieftaube zu benutzen, denn diese überbringt die Nachrichten schneller, doch der Königssohn hatte eine Allergie gegen Tauben und wollte das nicht. Das einzige was er wollte, war Zeit. Doch die Prinzessin hatte Angst vor der Zeit, Angst vor dem schwarzen Loch.
Also verließ sie mit gebrochenem Herzen ihr Königreich und kehrte vorläufig nicht wieder. Nur der Magier weiß, wohin die Prinzessin gegangen ist und wartet auf ein Zeichen des Königssohnes, damit er eine frohe Botschaft überbringen konnte.
Teil 3 ist in Arbeit
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-04 15:53:15 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings - Teil 3
Teil 1 + 2 der Geschichte ist auch hier veröffentlicht. Ich sage es extra dazu, falls jemand die die ersten beiden Teile noch nicht kennt und sie evtl. lesen möchte, damit ein Zusammenhang besteht
***************************************************
Nun ist es soweit. Meine OP steht an. Meinen Mama hat mich am Tag zuvor nach Herne ins Krankenhaus gebracht und ist den ganzen Tag bei mir geblieben, denn es wurden noch viele Untersuchungen gemacht, ob ich denn überhaupt OP-tauglich bin und auch die Gespräch mit den Ärzten standen noch an. Mama wurde auf die Risiken der OP vorbereitet. Denn ganz risikolos war das nicht. Da ich ja eine Frühgeburt bin und Schwierigkeiten mit der Lunge hatte, sagte der Doktor, das es zu Komplikationen bezüglich der Atmung kommen könnte. Und die Blutung war auch noch ein großes Risikofaktor. Denn der Kopf ist sehr gut durchblutet und es war vorher schon klar, das ich Blutkonserven brauchen werde. Doch Mama mußte ja einwilligen, denn nur so konnte mir ein "normales" Leben garantiert werden.
Mama weinte viel an diesem Tag und ich merkte, es sie mich nicht gerne zurückließ, als sie abends nach Hause fuhr. Denn sie konnte nicht bei mir bleiben, weil ja noch Lara, meine 2 jährige Schwester zu Hause war.
Am Tag der OP kam Mama ganz früh ins Krankenhaus und hat mich nochmal ganz lieb gebadet und mir meine Haare gewaschen, was ich allerdings nicht so verstanden habe, denn die mußte doch eh ab. Aber egal, die Kopfmassage hat mir trotzdem gut gefallen.
Um 7.30 Uhr wurde ich dann abgeholt und Mama ist mit bis zum Operationssaal gelaufen. Auch da hat Mama wieder geweint und mich vor der Tür noch einmal in den Arm genommen und mich fest gedrückt und mir einen Kuß gegeben, der doch irgendwie salzig schmeckte. Und dann schloßen sich die Türen hinter ihr.
Dort wurden mir die ganzen Haare abrasiert und dann haben die mir den Kopf vom Nacken bis zur Stirn aufgeschnitten und einen 2 cm breiten Knochenstreifen aus meinem Schädel geschnitten und mein Ei haben die am Hinterkopf auch weggehobelt. Zum Glück habe ich geschlafen, denn das hätte bestimmt ganz doll wehgetan und ich bin doch so schmerzempfindlich. Als die Ärzte dann endlich fertig waren mit Schneiden und die mir einen schönen Scheitel mitten auf dem Kopf verpasst haben, sollte ich eigentlich auf die Intensivstation verlegt werden. Erwartet haben sie mich für 10.00 Uhr. Doch ich wollte nicht und habe einfach nicht geatmet. Meine Lungen haben mal wieder nachgegeben und ich konnte allein keine Luft holen. Also mußte ich an eine Beatmungsmaschine und um 13.30 Uhr war ich dann endlich in meinem Zimmer auf der Intensivstation.
Als Mama mich dann das erste Mal nach der OP gesehen hat, hat die doch glatt neben mein Bett gereihert. Höhö das war vielleicht eine Sauerei, aber ich war ja noch ganz weggetreten durch die schweren Medikamente, die ich bekommen habe und Mama hat mir das erzählt. Es war schon komisch so angeschlossen an den ganzen Maschinen. Überall hingen Kabel und Schläuche an mir. Durch den einen Schlauch liefen die Blutkonserven, die ich brauchte, aus dem anderen Schlauch lief das Blut wieder raus, weil mein Knochen nicht aufhörte zu bluten und wollten mich doch erst tatsächlich noch ein zweitesmal operieren. Dann waren da noch die Überwachungskabel für mein Herz und für meine Lungen, um zu überprüfen, ob ich eine ausreichende Sauerstoffsättigung im Blut habe. Überall lagen irgendwelche Kabel rum, aber ich konnte mich ja nicht bewegen und somit haben die auch nicht viel stört.
Nach 4 Tagen habe ich dann meine Mama das erste Mal wieder richtig erkannt, weil ich da nämlich nicht mehr so schwere Medikamente brauchte und ich langsam wieder klarer wurde. Mama hat vor Freude mal wieder geweint, als ich sie so richtig schön angestrahlt habe, als sie mich morgens besuchen kam. Der Doktor hat erzählt, das das sowieso an ein Wunder grenzt, das ich noch lebe, denn die habe nicht mehr damit gerechnet, das ich jemals wieder aus dem OP-Saal rauskäme. 2 Tage hat dann noch mein Knochen geblutet und ich habe 3 Blutkonserven gebraucht.
Dann habe ich mich aber sehr schnell erholt und bin schon nach 6 Tagen wieder von der Intensivstation runtergekommen und auf die normale Kinderstation verlegt worden. Und jeden Tag ging es mir etwas besser, so das ich das Krankenhaus bereits nach 14 Tagen wieder verlassen durfte. Ich mußte dann nochmal hin, weil sie mir die Fäden aus dem Kopf gezogen haben. Ich sage Euch, das hat vielleicht wehgetan und ich habe das ganze Krankenhaus zusammengeschrieen und auf dem Weg nach Hause immer noch gebrüllt.
Schnell war ich dann auch meinen Eierkopf los und heute habe ich einen richtig schönen runden Kopf und der Doktor sagt, daß das noch etwa bis zu meinem 3. Lebensjahr dauert, dann ist mein Kopf in seiner endgültigen Form und man sieht mir nichts mehr an.
Ich kann nur sagen, zum Glück war ich noch so klein, erst 4 Monate alt, als sie mich operiert haben und so werden meine Erinnerungen immer schwächer daran. Heute lasse ich mir vom Doktor auch wieder an den Kopf packen, ohne das ich sofort losschreie und irgendwann werde ich dann ganz vergessen habe.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-04 20:21:54 mit dem Titel Geschichte ohne Happy End - Teil 3
Hier nun der dritte Teil der Geschichte. Die ersten beiden Teile sind ebenfalls hier bei Yopi
****************************************************
Heute möchte ich Euch den vorerst letzten Teil des Märchens um die beiden Königskinder erzählen.
Die Prinzessin hielt es in dem fremden Königreich nicht lange ohne ihren Königssohn aus und schicke nach dem Magier. Er solle dem Königssohn eine Botschaft überbringen. In der Botschaft stand geschrieben, daß sie nicht glücklich werden kann in dem fernen Land und das sie wieder in ihr Reich zurückkehren wird. Und sie werde auf die Bedinungen, die der Königssohn gestellt hat, eingehen. Sie werde alles akzeptieren, damit ihr Gebliebter glücklich wird.
Also reißte sie nach Hause und schickte ein weiteres Mal nach dem Magier. Der brachte ihr ebenfalls ein Nachricht von dem Königssohn, auch er seie nicht glücklich. Es folgte ein reger Schreibkontakt zwischen den beiden, denn die Prinzessin folgte immer noch ihrem Herzen und hörte nicht auf den Verstand des Königssohnes. Nach vielen Tränen und endlosen Diskussionen eigneten sich beiden aber, daß sie nur glücklich werden können, wenn sie es bei der bisherigen Situation beliessen.
Und sie wurden glücklich. Sogar noch glücklicher als zuvor, denn ihre Liebe wurde intensiver und heftiger. Zwar konnten die beiden ihre Liebe nicht richtig ausleben, denn es gab soviele Hindernisse zwischen ihnen, die einfach nicht überwunden werden konnten. Aber sie waren sich im Gedanken und in ihren Träumen so nahe, daß die beiden keiner mehr trennen konnte.
Der Magier hatte von da an sehr ein anstrengendes Leben. Denn er eilte hin und her um neue Botschaften zu überbringen. Aber der Magier tat dies gern, denn es waren Botschaften der Liebe. Mit der Zeit kam ein zweiter Magier hinzu, der die Macht des Fliegen beherrschte. So konnten noch mehr Botschaften übermittelt werden.
Der Königssohn und die Prinzessin waren so glücklich, wie lange zuvor in ihrem Leben nicht mehr. Andere Könige und Königinen hielten die beiden für verrückt. Es wurde über sie gelacht, denn begegnet waren sich nie. Aber in ihren Träumen waren sie sich nahe.
Und wer weiß, vielleicht schloßen sich irgendwann die beiden Königreiche zu einem großen Königreich mit einem König und einer Königin und vielen Prinzen und Prinzessinen zusammen.
Aber das wird ein anderes Mal erzählt.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-04 20:26:30 mit dem Titel Geschichte ohne Happy End - letzter Teil
Hier nun der letzte Teil meiner Geschichte. Ich danke allen denen, die die Geschichte gelesen haben.
***************************************************
Nachdem die zwei Magier eifrig Botschaften zwischen den zwei Liebenden hin und her brachte, überlegte sich der Königssohn eines Tages, ob nicht einfach seine Brieftaubenallergie überwinden solle und der Prinzessin auf diesem bedeutend schnelleren Weg doch noch eine Botschaft zu kommen zu lassen. Also nahm er eine Brieftaube, hing ihr einen Brief für seine Angebetete um und schickte diese los. Da das Tier sehr altersschwach war, kam die Botschaft zwar an, aber die Prinzessin konnte die Taube nicht wieder zurückschicken. Aber sie hat sich sehr über diese Art der Kommunikation gefreut und rief nach dem Magier. Sie bat den Magier, dem Königssohn auszurichten, daß sie sich sehr gefreut habe und das der Königssohn demnächst doch eine junge, frische Taube nehmen soll, damit sie noch schneller miteinander "reden" können.
Eines Tages bestellte der Königssohn auch einen Maler zu sich und bat ihn, doch mal ein Portrait von ihm anzufertigen, damit seine Prinzissin doch endlich mal wisse, wie ihr König aussähe. Dieses in Öl gemalte Bild schickte der Königssohn seiner Angebetenen. Diese freute sich so sehr, daß auch sie einen Maler beautragte, ein Bild von ihr zu erstellen. Von nun an hatten die Beiden eine wage Vorstellung, wie der andere doch aussehen möge. Mit der Zeit fertigten die Maler noch viele Bilder an und der Magier überbrachte diese auf dem schnellsten Weg.
Auch kam die Brieftaube immer öfter zum Einsatz. Denn sie war bedeutend schneller, als beide Magier zusammen. Zwar beherrschte ein Magier die Kunst des Fliegens, doch die Brieftaube war kleiner und leichter und daher auf ihrem Flug dem Magier weit vorraus.
Nach einer Zeit erreichte die Beiden einen frohe Botschaft. In dem Königreich des Königssohnes sollte ein großes Fest stattfinden, an dem die Prinzessin ihr Königreich präsentieren sollte. Mit Freude nahm die Prinzessin diese Einladung an. Die Beiden freuten sich auf das bevorstehende Fest, denn endlich hatten sie die Möglichkeit sich gegenüberzustehen und den Magiern und der Taube eine Verschnaufpause zu gönnen.
Voller Vorfreude setzte sich die Prinzessin am Morgen des Festes in ihre Kutsche und befahl dem Kutscher schnell zu fahren, denn sie wollte endlich ihren Königssohn sehen und in fest in ihre Arme schließen. Da sie eine ziemliche weite Strecke über Berger und Täler zu bereisen hatte, dauerte die Fahrt lange, für ihre Begriffe zu lange.
Die Beiden hatten sich zur Mittagszeit verabredet, da der Königssohn um diese Zeit noch ohne sein Gefolge war und daher etwas mehr Zeit für die Prinzessin hatte. Da der Kutscher das letzte aus seinen Pferden herausgeholt hatte, stand die Kutsche schon vor der Zeit vor dem Stall und die Prinzessin saß sehr nervös in der Kutsche und wartete, das die Sonne endlich am höchsten stand. Und dann kam er, der Königssohn.
Als sie in sein Gesicht blickte, wusste sie sofort, wer er war. Denn sie spürte so eine Vertrautheit, die sie noch nie in ihrem Leben zuvor vernommen hatte. Und sie hat sofort die Flammen gespürt, die in ihr zu brennen begonnen haben, als sie ihn das erste Mal sah.
Es wurde ein sehr schönes Fest und der Königssohn und die Prinzessin haben sich auf Anhieb verstanden. Doch leider hatte der Königssohn viele Verpflichtungen, da er ein Königreich zu präsentieren hatte, aber sie haben die verbleibende Zeit genossen. Auch wenn sie schweigend nebeneinander gesessen haben, haben sie sich verstanden. Denn man hat gemerkt, dass sie nicht viele Worte brauchten.
Leider ging der Tag viel zu schnell vorbei und die Prinzessin musste schweren Herzens wieder in ihre Kutsche steigen, da auch sie in ihrem Königreich Verpflichtungen hatte. Als die Kutscher losfuhr, war sie froh, dass der Königssohn nicht ihre Tränen sehen konnte, die sie weinte, je weiter sich die Kutsche aus dem Königreich des Königssohnes entfernte. Sie stellte sich tausend Fragen und wusste, das diese Fragen niemals beantwortet werden. Eine Frage stellte sie sich immer wieder, war es richtig den Königssohn zu besuchen. Was lange Zeit an der Prinzessin nagte, war die Ungewissheit, welchen Eindruck sie auf den Prinzen gemacht hat. Denn der Prinz hat ihr gegenüber mal ein Äußerung gemacht, an den die Prinzessin nun immer wieder denken musste. Aber die Prinzessin hatte sich vorgenommen, den Königssohn nun in Ruhe zu lassen, damit der Königssohn sich nicht bedrängt fühlte und sie damit hinterher nicht mehr kaputt machte als sie wollte.
Aber eines wusste sie genau. Sie werde auch weiterhin die Hilfe der Magier in Anspruch nehmen, denn sie wollte ihrem Königssohn so nahe sein wie es eben nur geht. Und wenn nicht im richtigen Leben, dann über die Träume und über die Magier. Sie beneidete die Magier, denn sie waren dem Königssohn näher als sonst jemand.
Und jetzt schließt sich das Buch. Denn wie ihr seht, es eine Geschichte ohne Happy End. Und das Märchen ohne Happy End sehr selten sind, widmen wir uns doch jetzt den Geschichten, die ein glückliches Ende haben.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-05 22:27:00 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings - 4 Teil
Weiter geht die Geschichte meines Sohnes. Die ersten drei Teile sind auch hier veröffentlich. Dies gilt als Hinweis, für diejenigen, die interesse daran haben und einfach die Vorgeschichte wissen möchten
***************************************************
Die OP habe ich schnell verkraftet und die Wunde an meinem Kopf ist sehr schnell wieder verheilt. Nach ca. 2 Monaten hat man die Narbe schon gar nicht mehr gesehen, weil mir die Haare wieder gewachsen sind. Und wisst Ihr was, ich habe total schöne Locken bekommen, auf die meine Mama ganz stolz ist.
Als ich 7 Monate war, mußte ich nochmal ins Krankenhaus. Diesmal hatte ich die Rotarviren, eine ganz agressive Magen-Darm-Grippe und ich stand kurz vor dem Austrocken, so das der Doktor gesagt hat, ich müßte stationär behandelt werden. Dort hat man mir eine Magensonde gelegt und ich wurde künstlich ernährt, bis ich die feste Nahrung wieder bei mir behalten habe. Alledings konnte ich nach 4 Tagen das Krankenhaus wieder verlassen. Nur habe ich heute große Probleme damit, wenn mir jemand an die Nase geht. Es war nämlich nicht sehr angenehm, einen Schlauch durch die Nase bin in den Magen geschoben zu bekommen.
Da ich mir den Kopf nicht stoßen durfte und auch immer noch nicht darf, weil ich doch so eine große Knochenlücke habe, muß ich einen Schutzhelm tragen. Falls ich nämlich mal falle und die Haut über dem Loch sich verletzten würde, könnte ich verbluten oder die Hirnhaut könnte verletzt werden, so das Luft ans Gehirn kommt und ich danach im harmlosten Fall schwerst behindert bin.
Aufgrund das ich eine Frühgeburt bin und die Kraniosynostose habe, bin ich auch etwas Entwicklungverzögert. Ich konnte erst mit 11 Monaten sitzen und das erste Mal auf eigenen Beinen habe ich mit 13 Monaten gestanden. Meine ersten Schritte habe ich dann mit 15 Monaten gemacht und seit dem ist nicht mehr vor mir sicher. Langsam laufen ist mir viel zu langweilig, deshalb renne ich fast immer nur und Mama schwitzt jedes Mal Blut und Wasser, weil sie Angst hat, das ich falle und mich verletze.
Mama ist sowieso sehr fürsorglich mit mir und weil ich so ein verwöhntes Bürscken bin, mache ich ihr auch nicht gerade das Leben einfach. Wenn ich meinen Willen nicht bekomme, dann aber Hallo. Ich kann schreien, bis ich puterrot angelaufen bin und wenn es mir zu bunt wird, halte ich einfach die Luft an. Dann könnt ihr aber mal die Mama rennen sehen. Sie holt dann immer einen Waschlappen mit kaltem Wasser und legt ihn mir dann ins Gesicht, damit ich wieder Luft hole. Höhö an das Wasser habe ich mich mittlerweile gewöhnt und die Luft halte ich trotzdem an.
Jetzt fange ich auch so langsam an zu sprechen. Neben Mama und Oma sind meine Lieblingswörter Toto und Mimi. Toto ist das Auto und Mimi sind die Katzen. Wenn ich einen Bus sehe, rufe ich immer ganz aufregt Bu, denn ich fahre doch so gerne Bus und werde, wenn ich mal groß bin, Busfahrer. Mama erzählt immer was davon, das ich zum Geburtstag einen großen Bus bekomme, mit dem ich spielen kann. Hoffentlich kann man den auch fahren. So langsam habe ich auch die Bedeutung des Wortes Nein spitz und wenn ich das sage, sagt Mama immer "doch". Und wenn Mama nein sagt, dann sage ich "doch".
Letzte Woche war ich beim Doktor und der hat gesagt, das ich heute mit meiner Entwicklung ganz auf dem Stand eines 2jährigen Kindes sei. Aber mein Kopf macht ihm Sorgen. Denn die Knochen vorne sind übereinander gewachsen. Und jetzt muß ich wieder nach Herne zur Untersuchung. Denn wenn hinten nicht mehr genug Platz ist, dann muß mir der Kopf noch mal aufgemacht werden, damit mein Gehirn noch genug Platz hat. Aber der Doktor hat auch gesagt, Mama soll sich nicht verrückt machen, sondern erst die Untersuchung abwarten. Ich muß dann bestimmt wieder in Röhre, wo die noch einmal eine Computertomografie von mir machen werden. Aber das ist nicht schlimm. Ich bekomme dann ja vorher ein Schlafmittel, damit ich schön ruhig bin und keine Angst habe. Nur vor einer evtl. weiteren OP hätte ich dann doch Angst, weil ich ja jetzt älter bin und das alles viel bewußte miterleben werde.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-07 21:06:44 mit dem Titel Die Turmspringerin
Das Wasser war ihre große Leidenschaft und den Sport als Turmspringerin übte sie schon als Kind aus. Sie hatte es weit gebracht, etliche Siege und Meisterschaften nannte sie ihr eigen.
Auch an diesem Wochenende hatte sie wieder eine Meisterschaft. Sie wollte den Titel haben, denn sie steckte voller Ehrgeiz. Und wenn sie von dem Turm sprang, fühlte sie sich frei. Die Zeit zwischen dem Absprung und dem Eintauchen ins Wasser, war die Zeit, in der es ihr gut, richtig gut ging. Lange hatte sie dafür trainiert, jede freie Minute auf dem Turm verbracht und alle Figuren einstudiert. Sie beherrschte sie blind. Sie fühlte sich einfach mit dem Wasser verbunden. Und sie wußte, irgendwann würden das Wasser und sie eins werden.
Dann war es soweit, der große Tag der Meisterschaft war endlich da. Sie war weit gereist, um daran teilzunehmen und es war das erste Mal, das sie überhaupt an dieser Art von Meisterschaft teilnehmen durfte. Und sie zählte zu den Favoritinen. Voller Tatendrang und guter Dinge fuhr sie zum Schwimmbad. Doch sie war aufgeregt. Aufgeregter als sonst. Denn sie hatte in der Nacht geträumt. Geträumt, das Wasser würde sie holen, holen für immer. Dieser Traum beschäftigte sie die ganze Zeit und sie merkte, je näher ihr Auftritt rückte, desto mehr zitterten ihr die Kniee. Als ihr Name aufgerufen wurde wischte sie schnell die Gedanken beiseite. Denn jetzt hatte sie ihren großen Auftritt. Die Chance, endlich das zu erreichen, was sie immer wollte.
Sie bestieg den 10 Meter Sprungturm. Als sie oben angekommen war, schaute sie nach unten und es war, als ob das Wasser ihren Namen rufen würde. Schnell dachte sie noch, das kann nicht sein und sie setzte zum Sprung an. Sie sprang hoch, höher und noch höher und als sie zum Salto ansetzte, merkten sie noch den dumpfen Aufprall, einen starken Schmerz am Kopf und sie wußte, jetzt holt mich das Wasser tatsächlich. Auf dem Weg nach unten sah sie das Wasser, das sie mit offenen Armen erwartete und sie wußte, jetzt sind das Wasser und ich eins. Für immer.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-09 13:21:46 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings - 5 Teil
Zur Info gebe ich kurz an, das die anderen 4 Teile auch hier bei Yopi veröffentlicht wurden. Damit es hinterher nicht heißt "bäh, habe ja keinen Zusammenhang, weil ich die ersten Teile nicht gelesen habe" *gg*
****************************************************
Jetzt war meine Mama mit mir noch mal zur Nachuntersuchung. Ich habe auf meinem Kopf eine ziemlich dicke Stelle, da wo der Knochen wieder zusammengewachsen ist. Auch gefiel der Mama meine Kopfform nicht und daher musste ich zum Dokotor, damit der sich das noch mal schauen sollte.
Als der Doktor mich gesehen hat und mir meinen Kopf abgetastet hat, sagte er auch sofort, das gefiele ihm nicht, denn die dicke Stelle sei eine Verknöcherung, d. h. die Knochen sind übereinander gewachsen und mein Kopf würde A-Symmetrisch wachsen. Das heißt, auf der einen Seite rund und auf der anderen Seite gerade. Eine sofortige Röntgenuntersuchung hat das bestätigt und am 22. Oktober muß ich noch mal zur Computertomographie, damit man genau sehen kann, wie weit meine Knochenlücken noch geöffnet sind. Auch wird befürchtet, das bei mir ein Hirndruck entstehen könnte, weil mein Gehirn immer Botenstoffe an den Körper abgibt, damit mein Kopf und mein Körper wächst. Auch das wird bald in der Humangenetik untersucht, in wieweit ich doch einen Gendefekt habe.
Für mich heißt das jetzt, das ich wieder operiert werden muß. Man macht noch mal meinen Kopf auf und operiert die Verknöcherung weg. Dann werden wieder neue Nähte geöffnet, damit mein Kopf dann endgültig rund wird und ich irgendwann dann endlich mal eine vernünftige Kopfform bekomme.
An ein normales Leben kann ich jetzt vorläufig nicht denken, denn es wird dann wieder etwa 3 Jahre dauern, bis ich endlich wie ein normaler Junge spielen und toben darf. Da ich ja jetzt viel agiler bin wie als Baby bedeutet, das für meine Mama, das sie noch mehr auf mich aufpassen muß, damit ich nicht falle und mir den Kopf weh tue. Zwar muß ich dann wieder den Schutzhelm tragen, den ich jetzt nur noch draußen aufhabe, aber die Gefahr ist dann doch viel größer als jetzt. Auch werde ich nicht in einen städtischen Kindergarten, so wie meine Schwester gehen können, sondern in einen Kindergarten, in dem körper- und geistig behinderte Kinder sind. Aber Mama meint, das ist gut so, denn dort wird viel besser auf mich geachtet wie in einem Kindergarten für gesunde Kinder. Aber das ist mir völlig egal und Mama auch, wo ich hingehe, denn hauptsache ist es, das dort Kinder zum spielen sind.
Jetzt warte ich erst mal auf die Operation und Mama hat gesagt, das wird erst nach unserem Urlaub gemacht, damit wir vorher alle noch mal richtig Kraft tanken können, die wir danach so brauchen. Denn an Mama's Reaktion merke ich, das sie ziemlich traurig ist und viel Angst um mich hat. Denn ich höre die Gespräche, die sie führt und sehe die Blicke, wie sie mich an anguckt.
Ich hoffe nur, das dies die letzte Operation ist und meine Knochen dann richtig wachsen, denn wenn ich noch älter werde, wird es noch schwieriger meinen Kopf zu operieren, denn der Schädel wird ja auch härter, je älter ich werde.
So das war es jetzt erst einmal und nach meiner OP werde ich wohl mein Tagebuch weiterführen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-11 17:30:10 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglins - Teil 6
Weiter geht es mit der Geschichte meines Sohnes. Die ersten Teile sind ebenfalls hier veröffentlich, damit keiner behaupten kann, der hätte den Zusammenhang. Es ist alles nachlesbar :-). Warum stelle ich diese Geschichte hier ein? Mir ist wichtig, das soviel wie möglich auf die Erkrankung "Kraniosynostose - Vorzeitiger Verschluß der Fontanellen" aufmerksam gemacht werden. Denn die Krankheit ist sehr selten und daher auch nicht sonderlich bekannt.
***************************************************
Als ich Sonntags in Krankenhaus kam, fand ich ja noch alles ziemlich lustig, denn alles war neu und es gab auch ganz viele Kinder im Krankenhaus, mit denen ich spielen konnte. Nur die lästigen Untersuchen der Ärzte und das Blutabnehmen fand ich dann nicht mehr so prickelnd, aber Mama sagte, Nick da musst Du jetzt durch ob Du willst oder nicht.
Am Montag hat Mama mich dann für meine Begriffe viel zu früh wach gemacht. Ich war doch gerade so schön an träumen und Mama will mich Baden. Hat die Sorgen. Naja wer die ganze Nacht immer rein ins das Zimmer, raus aus dem Zimmer spielt, hat wohl auch keine anderen. Wahrscheinlich war sie wieder rauchen, Kaffee trinken, rauchen, Kaffee trinken usw. Naja dafür durfte ich mich an diesem Tag ja ausschlafen.
Mama brachte mich dann bis zum Operationssaal und nach endlose langem Theater meinerseits bin ich dann endlich eingeschlafen. Als ich dann wieder aufwachte war irgendwie alles anders. Überall an mir klebten Schläuche und Kabel und an meinem Kopf hing auch so ein komisches Ding, was sich dann als Flasche entpuppte. Natürlich wollte ich sofort aufstehen und die Lage checken, aber das war nicht so gut, denn sofort drehte sich mir der Magen um und ich habe erst mal mein Bett vollgespuckt. Shitt Narkose habe ich nur gedacht. Nachdem ich mich dann noch etliche Male in die Kabel verwickelt hatte, bin ich dann endlich wieder eingeschlafen und irgendwann dann am nächsten Morgen aufgewacht.
Da ging es auch schon wieder auf Reisen und ich durfte wieder auf mein altes Zimmer und jetzt war eine Woche Bettruhe angesagt. Ich durfte mich ja nicht bewegen, weil ich ja überall Kabel und Schläuche hatte und für meinen Kopf wäre das auch nicht sonderlich fördernd gewesen, wenn ich soviel geturnt hätte. Da mir ja jetzt die halbe Schädeldecke fehlt, durfte und darf ich mir ja nicht den Kopf stoßen. Also habe ich stattdessen nur geschrieen. 5 Tage lang an einem Stück. Sobald Mama aus dem Zimmer war habe ich losgelegt und wenn sie wieder mit mir gespielt hat, war ich ruhig. War schon ein lustiges Spiel, denn so habe ich Mama ganz schön auf Trab gehalten und irgendwann hat die nur noch zu mir gesagt, so Nick jetzt mach was Du willst, ich gehe jetzt und komme erst wieder, wenn Du Dich beruhigt hast. Nach 3 Stunden habe ich dann gemerkt, das sie es ernst meint und habe mich wieder beruhigt. Wenn auch nicht ganz freiwillig, aber ich habe es dann des lieben Friedenswillen getan.
Am Wochenende wurde mir dann alles was nicht in meinem Körper gehört entfernt und ich durfte das Bett endlich wieder verlassen. Zwar nur im Kinderwagen oder auf Mamas Arm, aber Hauptsache raus dem Bett. Und am Montag durfte ich, nachdem ich meinen Schutzhelm endlich wieder hatte, das Krankenhaus verlassen.
Alles was mich jetzt noch an die OP erinnert ist das lange Pflaster auf meinem Kopf und die dazugehörige Narbe, aber die war ja vorher auch schon da und wurde nur wieder neu geöffnet. Den Helm muß ich jetzt noch ein paar Jahre tragen, aber mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt und frage immer nach ihm, wenn ich ihn nicht trage. Denn ein Sturz ohne Helm könnte für mich tödlich verlaufen. Denn nach dem Schädelbruch, den ich noch zu den Verknöcherungen und vorzeitig geschlossenen Nähten hatte, sind Mama und ich ganz vorsichtig geworden. Aber der Doktor hat gesagt, das der Schädelbruch nicht ganz so schlimm gewesen wäre, denn viele Kinder hätten einen Schädelbruch, ohne das einer das bemerkt.
Jetzt hoffe ich nur, das dies die letzte OP war und ich endlich mal Ruhe vor den doofen Ärzten habe. Denn jeder Arzt ruft bei mir mittlerweile das pure Grauen hervor.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-13 15:40:04 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglins - Teil 7
Weiter geht es mit der Geschichte meines Sohnes. Die ersten Teile sind ebenfalls hier veröffentlich, damit keiner behaupten kann, der hätte den Zusammenhang. Es ist alles nachlesbar :-). Warum stelle ich diese Geschichte hier ein? Mir ist wichtig, das soviel wie möglich auf die Erkrankung "Kraniosynostose - Vorzeitiger Verschluß der Fontanellen" aufmerksam gemacht werden. Denn die Krankheit ist sehr selten und daher auch nicht sonderlich bekannt.
***************************************************
Ich bin im letzten November an meiner Kraniosynostose ein zweites Mal operiert worden und es hieß damals schon, es wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein wird und die Ärzte haben recht behalten. Doch dazu später.
Nach der OP habe ich mich ganz schnell wieder erholt und mir ging es wieder gut. Meine Entwicklung ging auch mit großen Schritten voran und endlich klappt es bei mir auch mit dem Sprechen. Zwar verstehen mich bis jetzt nur wirklich Kenner, aber ich übe ja noch ;-) Mein absolutes Lieblingswort ist ja im Moment "Meiner und ich". Auch beherrsche ich das Zanken ganz hervorragend und wenn es sein muß, verleihe ich dem ganzen auch mit den Fäusten etwas Nachruck. Nur bekomme ich dann immer Ärger mit meiner Mama, weil sie es gar nicht mag, wenn ich boxe. Bei ihr habe ich es einmal versucht, aber gleich ein Echo bekommen und seitdem lasse ich es lieber bleiben und schmuse lieber mit ihr. Davon kann ich eh nicht genug bekommen und klebe manchmal wirklich wie eine Klette an ihr.
Ich bin eh mehr der sinnliche Typ und mehr ein Denker. Ich liebe es, wenn ich mich zurück gezogen in meinem Zimmer mit meinem Legos beschäftigen kann oder draußen im Sandkasten sitzen kann und dort stundenlang Kuchen backe. Toben ist nicht ganz so mein Fall. Allerdings habe ich mir neuerdings das Klettern zum Hobbie gemacht, aber ich bin vorsichtig dabei, denn ich weiß ja wie gefährlich das für mich werden kann. 2 heftige Stürze habe ich ja in der letzten Zeit hinter mir. Einer davon endete in der Notaufnahme im Krankenhaus.
Da bin ich nämlich ohne Helm aus Mama's Bett gefallen und sehr stark mit dem Hinterkopf aufgeschlagen. Mama hat mich sofort eingepackt und ist mit mir zum Krankenhaus gefahren. Nach unendlichen Untersuchungen und einem Röntgenbild, das nichts geworden ist, hat bei mir eine Schädelprellung festgestellt. Meinen zweiten Sturz hatte ich rückwärts von der Rutsche, wieder auf meinen Hinterkopf. Allerdings hat diesmal mein Helm den Sturz abgefedert, so das nichts passiert ist. Aber eine riesen Schrecken haben wir alle bekommen. Seitdem lasse ich mich jetzt auch auf die Rutsche heben und klettere nicht mehr selber hinauf. Oder ich gehe lieber in den Sandkasten spielen.
Jetzt steht mein dritte Operation, wie ich oben schon angedeutet habe, bald an. Mama war mit mir wieder zur Routineuntersuchung. Und da wurde nach einer Röntgenuntersuchung festgestellt, das sich meine Knochen wieder vorzeitig verschlossen haben. Diesmal am Hinterkopf verstärkt und auch die Lücke, die mir beim letzten Mal in die Schädeldecke geschnitten wurde, ist fast wieder zu. Nächste Woche steht eine Computertomographie an und dann wissen wir auch genau, wie weit alles nun schon zu ist. Dann bekomme ich wohl auch meinen Termin für die Operation und die gleiche Prozedur, wie die beiden Male davor, geht wieder von vorne los. Der Arzt hat uns beim letzten Mal ja schon gesagt, das es wohl noch öfter gemacht werden muß und sich bis zum Erwachsenenalter hinziehen kann, aber das es so schnell geht, damit hat keiner gerechnet. Ich kann ja nur von Glück reden, das ich so ein fittes Kerlchen bin und alles sehr schnell wegstecke. Auf Bild 2 seht Ihr mich z. B. 3 Tage nach meiner OP und mir ging es richtig gut. Das könnt Ihr mir ruhig glauben. Ich hatte ja dank der Medikamente keine Schmerzen. Und die Bücher und das ganze Spielzeug, was ich im Krankenhaus hatte, haben mir etwas die Langeweile genommen.
Mama hat allerdings Angst davor, das es diesmal nicht so einfach werden wird. Denn mittlerweile bin ich schon panisch, wenn mir jemand an den Kopf möchte und ich wehre mich mit Händen und Füßen. Auch bin ich noch viel agiler als damals und es wird wohl schwieriger werden, mich wieder für eine Woche ans Bett zu fesseln. Aber das lassen wir erstmal alles auf uns zukommen.
Nur kann ich jetzt wohl meine Reise nach Berlin in die Charite vergessen, denn erstmal muß ich operiert werden. Mama überlegt zwar schon, mich in Berlin operieren zu lassen, denn sie sagt, ob sie in Herne oder Berlin mit im Krankenhaus ist, spielt keine Rolle, aber die Ärzte wollen nicht so, wie sie es gerne möchte. Doch sie sagt, darüber ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Und wie ich meine Mama kenne, ist das wirklich noch nicht vom Tisch, denn was Mama sich in den Kopf gesetzt hat, zieht sie auch meistens bis zum bitteren Ende durch ;-)
So, ich hoffe Euch nicht all zu sehr gelangweilt zu haben und mache für heute mein Tagebuch zu.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-17 18:53:42 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings - Letzter Teil
Info: Die ersten Teile des Tagebuches sind auch hier bei Yopi veröffentlich worden
****************************************************
Hier ist noch einmal der Niklas und ich möchte heute meinen letzten Teil meiner doch recht langen Tagebuchreihe schreiben. Viele von Euch haben regen Anteil an meiner Geschichte genommen und daher bin ich Euch einfach den Schluß schuldig.
Für alle die, die meine Geschichte noch nicht kennen, ich kann Euch nur auf meine Homepage verweisen, dort ist es noch einmal komplett zusammengefasst. Sich hier jeden einzelnen Beitrag rauszusuchen, finde ich dann doch ein wenig mühevoll :-) Auch findet man auf meiner Seite Bilder von mir, vor und nach den OP's
www.kraniosynostose.beep.de
Dann fange ich mal an zu schreiben:
Meine letzte OP liegt ja nun schon fast ein Jahr zurück und ich habe mich hervorragend davon erholt. Dinge, die für andere Kinder "normal" waren, birgten ja für mich ein gewisses Risko, aber ich habe mich damit gut arrangieren können und ich habe mich eher zu einem vorsichtigen, kleinen Jungen entwickelt.
M weiterlesen schließen -
Eine Kurzgeschichte aus meiner Feder
Pro:
Lest selbst
Kontra:
Dito
Empfehlung:
Nein
Hallo Leute !
Ich dachte mir ich poste auch mal eine meiner alten Kurzgeschichten die ich geschrieben habe. Diese hier ist eine (erfundene) Geschichte zu dem Rollenspiel "Vampire - Die Maskerade"; wenn euch hier nicht alles richtig erklärt wurde oder etwas schleierhaft erscheint, dann schreibt es als Kommentar, ich werde dann darauf eingehen.
Alles kann ich leider nicht erklären, da das Regelwerk (und unsere Abänderungen) viel zu umfangreich sind, um sie hier ewig zu posten - am besten solltet ihr euch dann z.B. bei http://www.f-shop.de das Regelbuch
bestellen...
Der Scherz
Kurzgeschichten über die Vampire
Rollenspielgruppe Hettenleidelheim
2000 by DamienB / Colonel
Langsam nippte der selbsternannte Imperator der Vampirgruppe 'Dark Angels' an seinem Wodka Martini mit Olive, während seine Freunde auf der Tanzfläche abtanzten. Den Mann im schwarzen Anzug, der die Disco betrat, bemerkte er natürlich sofort. Seine Freunde anscheinend auch, dennoch gingen sie ihren weiteren Aktivitäten nach. Schritt für Schritt kam der Mann auf den Imperator Smithy zu. "Wir müssen reden!" meinte er. Der Jungvampir nickte und folgte ihm nach draussen. Auch die anderen verabschiedeten sich fast synchron von ihren Tanzpartnern und folgten den beiden in eine dunkle Gasse. Dort zog der Mann in den schwarzen Klamotten einen Pflock ohne auf die anderen Clanmitglieder der Dark Angels aufmerksam zu werden. "Warum lasst ihr uns nicht einfach in Ruhe?" fragte der zu dieser Zeit 16-jährige Vampir. "Ihr seid ein Schandfleck auf diesem Planeten. Ihr trinkt das Blut der Lebenden und macht sie zu lebenden Toten. Ihr verschmutzt die Gedanken der Leute. Durch eure Musik. Eure Worte. Eure Taten!" Smithy holte aus und schlug dem Mann den Pflock aus der Hand. "Wir tuhen den Menschen schon lange kein Leid mehr. Ausser sie zwingen uns dazu oder haben es verdient!" ertönt eine Stimme hinter dem Vampirjäger. Gewandt
drehte er sich um und machte den katastrophalen Fehler, dem Imperator den Rücken zuzudrehen. Dennoch verhielt er sich ruhig. Der Mann blickte in die Augen von Damien, der zweite Vampir der Dark Angels, hinter dem der Rest des Clans stand. "Eure schwarze Präsenz ist aber nicht erwünscht!" "Du dürftest wohl in keiner Position sein so etwas zu sagen" knurrte Damien. Der Mann zuckte kurz und knurrte dann in einer tiefen Stimme zurück : "Und dir wird gleich das Licht ausgeblasen...dreckiger Vampir!" Damien wollte gerade ausholen um ihm einige Gesichtsknochen zu brechen, doch Smithy hielt ihn zurück. Also ging er wieder ein paar Schritt zurück und der Vampirjäger ging auch auf einige Entfernung von Imperator Smithy dem 1. (wie er sich selbst nennt). Dort zog er eine Armbrust, schoß und traf Smithy mitten in die Brust, an die Stelle wo das Herz lag. Dieser fiel einfach auf den Boden. Tina, getrieben von Wut und Schmerz rannte direkt auf den Mann zu, der ihr einen weiteren Pflock verpasste. Einige Meter weiter stürtzte sie zu Boden und blieb reglos dort liegen. Damien stand gelassen da. "Dein Leben hast du schon verwirkt" meinte er und
Paul stürmte zusammen mit Nick auf ihn zu. Von zwei Bolzen hinterrücks getroffen sanken auch diese Beiden zusammen. "Glaubt ihr wirklich, ich wäre so töricht ohne Verstärkung gegen euch zu kämpfen?" fragte der Vampirjäger in die Runde. Ein Teil von ihnen rannte weg. Nurnoch Casey und Damien waren letztendlich da. Casey klammerte sich ängstlich an ihren Freund, der nach wie vor gelassen da stand. "Ich hab Angst" flüsterte sie in sein Ohr. "Dir wird nichts passieren. Glaub' mir!" redete er auf sie ein. "Bist du bereit, von dem Angesicht dieses Planetens entfernt zu werden?" brüllte der Mann auf beide ein und sie wussten nicht, wer von ihnen jetzt gemeint war. Ein Schuß und Damiens' Freundin fiel auf den Boden, um dort mit einem leisen Stöhnen reglos liegen zu bleiben. Damien wandte sich dem Killer zu. "Und nun, willst
du mich auch töten?" "Für dich habe ich was ganz spezielles auf Lager!" "Ach, und was wäre das, du Flasche?" Der dunkelgewandete Mann zog ein kleines Fläschen mit einer Flüssigkeit darin. "Gleich wirst du brennen, Bastard!" Der Vampirjäger warf die Flasche in Richtung Vampir, der einen Versuch startete, auszuweichen. Er war sich nicht sicher, ob er wirklich getroffen hatte, doch als er die brennende, rechte Hand von Imperator Smithy in einer großen Flamme herumtaumeln sah, nur um auf den Boden zu fallen und weiterzubrennen. "Boß, die anderen..." sprach einer der Vampirjäger. "Um die kümmern wir uns ein andermal...wir werden sie kriegen!" Die drei Gestalten verliessen die Gasse.
***
Einen Monat später erwachte der Vampirjäger Georg Rice in seinem Bett in diesem versifften Hotel in Mannheim. Es war ein schöner Tag wie aus dem Bilderbuch. Die Sonne schien durch das Fenster hinein, die Vögel zwitscherten und auch nirgendwo das geringste Zeichen von Ärger. Plötzlich klopfte es an der Tür. Georg hiefte seinen Körper aus dem Bett
und öffnete mit seinem Schlüssel die Zimmertür. Vor dieser stand ein Page mit einem grossen Strauß Blumen in der Hand. "Die sind für sie. Hat ein Bote von einem Floristikgeschäft abgegeben." Der Vampirjäger nahm sie entgegen und machte eine Vase für sie bereit, während er überlegte, von wem sie stammen könnten. Hatte er eine heimliche Verehrerin? Oder erlaubte sich da nur jemand einen Scherz mit ihm? Vielleicht hat man sich auch in der Zimmernummer geirrt. Plötzlich
fiel Georgs Blick wieder auf die Blumen. An einer Rose war ein kleiner Zettel befestigt. Er schnitt ihn mit seinem Klappmesser von der Pflanze ab und las ihn sich durch. Auf ihm standen 4 Worte, die sein Blut in den Adern gefrieren liessen : Bald bist du tot! Er nahm sofort den Strauß und warf ihn zusammen mit der Nachricht schnell aus dem Fenster.
Was diese spontane Reaktion bei ihm ausgelöst hatte, wusste er selbst nicht genau. Nur wusste er, er war in Gefahr. Hat er jemand was böses getan in letzter Zeit? Trotz langem Grübeln wollte Rice nicht so recht einfallen, was das sollte oder von wem die Blumen sein könnten. Unentschlossen schnappte er sich seinen langen Mantel, steckte seine
Ausrüstung ein und machte sich auf den Weg. Wohin wusste er selbst nicht. "Wie wär's mit der Kirche?" dachte er nach. Natürlich - die Kirche war immer ein guter Ort um die Gedanken zu reinigen, sich sicher zu fühlen und auf Gottes Beistand zu hoffen. Auf seinem Weg sah der Vampirjäger über einiges hinweg : er bemerkte nicht, das ihm soeben jemand die Brieftasche entwendet hatte. Als er es bemerkt hatte, war es sowieso schon zu spät, also blieb er ruhig und setzte seinen Weg fort. Vor dem Hause Gottes traf er einen Haufen Jugendlicher, die sich über seinen langen Mantel lustig machten. "Ey, seht euch den Sherlock Holmes Verschnitt mal an! Alter, wir sind doch ned in de Vergagenheit!"
Georg ignorierte diese Sprüche und trat die ersten paar Stufen hinauf, als einer der Jugendlichen ihn festhielt. "Wohin so schnell, du Komiker?" "Ich möchte in die Kirche, das sieht man doch!" "Aber nich' ohne Wegzoll bezahlt zu haben!" "Wegzoll? Entschuldigung, ich sah das 'bitte zahlen' Schild nicht!" "Tja, so kann's gehen. Also, kost' nur
10 Maak. Bar auffe Kralle!" Rice täuschte dem Rowdy vor, er wolle seinen Geldbeutel zücken, den er ja aber nicht mehr besaß. Mit einer blitzschnellen Bewegung hatte der Vampirjäger seinem Gegenüber die Faust ins Gesicht gerammt, woraufhin dieser stöhnend umfiel. Seine kriminellen Freunde wollten gerade aufstehen, doch da kam der Pfarrer
angelaufen, der Georg in die Kirche holte. "Verzeiht ihnen" begann der Pfarrer, "Sie wissen nicht, was sie tun". "Ich weiß Hochwürden. Keiner von ihnen hat bestimmt je einen Gedanken an die wirklichen Dinge im Leben verschwendet" "Sagt, was führt euch her mein Sohn? Wollt ihr beichten oder seid ihr hier um den Segen des Herrn zu empfangen?" "Den
Segen. Ich habe ihn bitter nötig!" meinte Georg. Der Pfarrer wusste die Zusammenhänge nicht, trotzdem gab er dem Vampirjäger den Segen. "Wenn ihr etwas braucht mein Sohn, ihr findet mich vor dem Altar, wo ich zu Gott bete!" Der Pfarrer wandte sich von ihm ab und lief in die Richtung des Altars, vor den er sich kniete und begann ein stilles Gebet zu sprechen. Leise, um den Geistlichen nicht zu stören, setzte sich Georg auf einen Platz um noch etwas in der Kirche zu verharren. Auch diesmal wusste er nicht, wieso er sinnlos auf einem Platz saß, trotzdem verblieb er ruhig. Nach 10 Minuten stand er auf und verliess wieder die Kirche. Von der Gruppe Jugendlicher war nichts mehr zu sehen, also machte er sich auf den Nachhauseweg. An der Wohnungstür im Hotel stand in Blut geschrieben "Exitus" (Anm. D. Autors: lat. = Tod). Eilig rannte er zu dem nächsten Hotelbeamten, eine Putzfrau. "Wer hat diese Sachen an meine Zimmertür geschrieben???" brüllte er hysterisch. Die Frau, verängstigt von diesem plötzlichen, lauten Tonschwall, zuckte erst einmal zusammen. "Welche Sachen?" fragte sie mit bleichem Gesicht. Georg zerrte sie mit vor seine Tür und sie wusste nicht, woher diese Lettern waren, sie behauptete nur, das sie vor 5 Minuten noch nicht da waren. Auch andere Leute, die er fragte, wussten nichts. Als er schließlich von seinen Erkundigungen zurück kam, sah er, das die Putzfrau seine Tür wieder auf Hochglanz gebracht hatte. Langsam schlich er sich in das Zimmer. Er hatte Angst, das hier etwas war. Seinen Nackenhaare hatten sich aufgestellt und er begann den Raum zu durchsuchen, ohne zu wissen, nach was er schaute. Im Kühlschrank war alles normal, auch das Bett war in Ordnung, keine anderen Personen ausser ihm in der Unterkunft. "Hier bleibe ich keine Nacht länger" murmelte er, packte seine Koffer und huschte schnell an die Rezeption, wo er sein Zimmer bezahlte. Da er kein Auto hatte, rannte er mit dem Koffer in den Händen in die Richtung des nächsten Hotels. Dafür gebrauchte er den Weg durch viele dunkle Gassen und Hinterhöfe. Bald kam er auf einen großen Hof. Eine Art Gartentor versperrte ihm den weitern Weg. Das wäre für ihn aber kein Problem, er verfügte über große
Kräfte, mit denen er das Tor sicher aufbrechen könnte. Oder einfach drüberklettern, aber das war nicht sein Problem. Hinter sich hörte er ein leises Kichern, als er sich umdrehte sah er jedoch niemanden. Vielleicht hatte er sich auch nur geirrt...vielleicht. Georg schlich langsam auf die Tür zu, erklomm sie und landete auf der anderen Seite mit seinem Koffer in einer Matschpfütze. Da war es schon wieder. Ein leises Kichern, es schien ihn zu verfolgen. Ausser dem Kichern und dem Pochen seines eigenen Herzens hörte der Vampirjäger nichts. Das beunruhigte ihn noch mehr. Niemand, der ihm im Problemfall zu Hilfe eilen könnte. Rice richtete sich wieder auf, schnappte schnell seinen Koffer und rannte über den matschigen Boden der Gasse. Dennoch hörte er das Kichern, doch nun schienen es mehrere Stimmen zu sein, die sich über seine Hast lustig machten. Unerwartet hörte er auf einmal Schritte hinter sich. Ohne zu stoppen setzte er seinen Weg fort und schon bald hörte er nichts mehr. Kein Kichern, keine Schritte, nichts, ausser das Hupen des Wagens, vor den er gerade gelaufen war. Der BMW konnte gerade noch bremsen und Georg stürmte einfach weiter. In kurzer Zeit hatte er ein anderes Hotel erreicht, lief hinein und bemerkte nicht, welchen Dreck er machte. Matsch und Müll klebten an seinen Fußsohlen, den er wohl in diesen dunklen Gassen gesammelt hatte. Erschöpft schleppte er sich durch die Eingangstür und ging an den kleinen Rezeptionsschalter, hinter dem voller Erwartung der Rezeptionist stand. "Ich hätte
gerne ein Zimmer." "Dazu sind wir ja auch da. Macht 45 DM,- die Nacht, Frühstück inbegriffen" "Ja, das sollte reichen". Georg bezahlte den Preis und bekam seinen Zimmerschlüssel. Als er an der Tür angekommen war - Zimmer Nr. 7 hatte er -, steckte er den Schlüssel in das Schlüsselloch und öffnete somit die Tür. Das Zimmer war schlicht eingerichtet: ein Schrank für seine wichtigsten Sachen, ein Badezimmer, ein Bett. Kein Fernseher, kein Radio oder sonstiger Luxus. Das war Rice
aber auch egal, solange er sich hier verstecken konnte. Mit einem leisen Aufatmen lies er sich auf das Bett fallen und legte seinen Koffer daneben. Nachdem er die Schuhe ausgezogen hatte, legte er seine Füße hoch und überlegte, wer ihn jagen könnte. So sehr er sich anstrengte, es wollte ihm nicht einfallen. Vampire? Räuber? Killer? Es war ihm ein Rätsel. Plötzlich hörte er etwas vor dem zugezogenen Rolladen seines Fensters klopfen. Der Vampirjäger schnappte sich ein Messer und schlich langsam auf das Fenster zu. Er atmete noch einmal tief durch, zog dann die Schnur und zog den Rolladen herauf. Es war
nichts zu sehen, ausser die dunkle Nacht. Ein erneutes Unbehagen machte sich in seiner Brust breit. Der Angstschweiß stand ihm auf der Stirn, was für ihn untypisch ist, da er sich bisher selten gefürchtet hatte. Diesmal war es etwas anderes für ihn, denn normalerweise konfrontierte er immer seine Gegner, nicht sie ihn. Seine Beunruhigung war so groß, dass er es nicht mehr halten konnte und auf dem Klo verschwand. Auf einmal klopfte es an seiner Zimmertür - er war schon fast mit seinem 'Geschäft' fertig. Hastig erledigte er die restlichen 'Griffe', zog sich die Hosen hoch und sprang zur Tür. Unbewusst, was sich dahinter befand, öffnete er sie einfach um davor NIEMANDEN zu finden. Ein Scherz? Es war ihm nicht geheuer. Gerade als er sein Zimmertor schliessen wollte, fiel ihm etwas an der Zimmernummer auf. Statt Nr. 7 stand da jetzt 666. War es ein Teufel, der nach seinem Leben trachtete? Er knallte die Tür zu, verriegelte sie von innen und schob den Schrank davor. Ein kalter Luftzug lies Rice erschaudern, sein Fenster war geöffnet. Mit langsamen Schritten ging er auf es zu, um es dann zu schliessen. Der 'Diener Gottes' wie er sich seit einiger Zeit nannte, legte sich auf sein Bett und versuchte zu schlafen. Mitten in der Nacht hörte er plötzlich ein Kichern. Es war das selbe Kichern, wie er es auf der Gasse gehört hatte. Als er hochschreckte, sah er ein gutes Dutzend schwarzer Schatten in seinem Zimmer stehen. Es war kein Traum, er roch seinen schweiß, hörte die Geräusche, schnüffelte das Parfüm, das wohl einige der Schatten trugen. "Hi Georg. Lange nicht gesehen...." hörte er eine männliche Stimme. Sie kam ihm irgendwoher bekannt vor, er wusste bloss nicht woher. Schnell tastete der Vampirjäger in seiner Hosentasche herum, um etwas zu finden, mit dem er sich wehren könnte. "Tztztz...das würde ich lassen" sagte eine andere, weibliche Stimme. "Du weißt warum wir hier sind, nicht wahr?" "Ich weiß noch nicht mal, wer ihr seid!" schrie Rice. "Psssst, du willst doch niemand unnötig
aufwecken, oder? Vielleicht erinnerst du dich gleich..." Jemand schaltete das Licht an und Georg Rice war kurze Zeit geblendet, bis er endlich die Personen erkennen konnte. Es handelte sich um Smithy, Damien, Casey, Yasmine (die er bisher noch nicht kannte), Tina, Paul, Klaus und Nick. "Aber wie... ich dachte ihr wärt tot! Vorallem du!" rief
er und zeigte auf Damien. "Du hast gebrannt!" "Achso, meinst du das..." erwiderte dieser und lies Flammen auf seinem Körper erscheinen. Der Imperator (Smithy) ging mit gezogenem Katana auf ihn zu. Hastig versuchte der Vampirjäger doch noch etwas zu greifen mit dem er sich wehren konnte. "Warum?" war seine letzte Frage. Sein Kopf rollte auf den Boden und Smithy begann zu sprechen: "Tja, es war nur ein Scherz". Mit einem dreckigen Grinsen verschwanden er und seine Freunde ungesehen in die Nacht...
Akteuere : Smithy, der 16-jährige Imperator
Damien, die 15-jährige rechte Hand von Smithy
Casey, die 17-jährige rothaarige Freundin von Damien
Yasmine, die 16-jährige Hexe
Tina, die 16-jährige Freundin von Smithy
Paul, der 14-jährige Vampir
Klaus, der 14-jährige Vampir
Nick, der 14-jährige Vampir
Georg Rice, der 28-jährige Vampirjäger
Anmerkungen:
1.
Ich habe die Namen der Akteure (sofern sie der Realität entspringen) geändert, da ich nicht jeden gefragt habe, ob ich das hier posten kann UND sie ja auch ein Recht auf Anonymität haben.
2.
Die Vampirgruppe "Dark Angels" fing als Brut an und stieg zum Clan auf, wurde jedoch ab dann "Carpe Noctem" genannt. Wer Probleme damit hat - das sind gruppeninterne Regeln, aber auch im Regelbuch steht, das eine Brut zum Clan aufsteigen kann.
3.
Als "Damien" brennend herumgetaumelt ist, war das ein Trick. Mittwels "Lockruf der Flammen" hat er den Vampirjäger getäuscht.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-16 15:44:31 mit dem Titel Eine weitere Kurzgeschichte von mir
!ANMERKUNG : Dieser Bericht bzw. diese Geschichte ist eine weitere die ich über unsere Rollenspielgruppe geschrieben habe; natürlich auch wieder frei erfunden. Die "Charakternamen", also die Namen der agierenden Personen habe ich auch wieder geändert... wenn irgendwelche größeren Fragen sind (die ich nicht beantwortet habe) könnt ihr in meiner anderen Geschichte lesen, das Vampire-Regelbuch unter http://www.f-shop.de kaufen oder mir eine E-Mail an [email protected] schicken!
Eine Teile der Geschichte habe ich abgeändert, so dass man sie besser posten kann. Fühlt sich trotzdem jemand in irgendeiner Weise angegriffen, kann er ja ein Kommentar schreiben !
Ein Hauch des Okkulten
Kurzgeschichten über die Vampire
Rollenspielgruppe Hettenleidelheim
2000 by DamienB
Der junge, 19jährige Arbeitslose Tim lief über die Straßen von Grünstadt. Es war dunkel. Es war finstere Nacht. Er war unterwegs um sich mit seinen Freunden zu treffen. Eine letzte Mutprobe und er wäre der Gruppe näher als er je für möglich gehalten hätte. Dennoch hatte er Furcht. Furcht vor seiner Mutprobe, Furcht vor seinem Anführer zu
versagen. Dieser Gedanke allein lies ihn erschaudern. Der "Gangleader" verzeiht kein Versagen. Letztlich traf er am vereinbarten Treffpunkt ein. Ängstlich blickte er sich um. Wo waren seine Freunde, die anderen Raufbolde? Sie werden doch nicht wohl wieder gegangen sein, um ein paar (Unschuldige) zu verprügeln oder Tiere aus Spaß zu töten? Und das ohne ihn ? "Huschte da nicht ein Schatten?" geisterte es in seinen Gedanken. Sicher hatte er sich nur getäuscht. Aber was, wenn nicht? Trotz seiner Angst setzte er seinen Weg fort. Der Treffpunkt war eine alte Holzhütte
im Wald. Nach kurzem Umsehen hatte er sie entdeckt. Trotzem sah er keinen anderen. Weder seine Freunde, noch den Anführer, einen Wanderer oder sonstwen. Das einzige was er sah, war ein kleiner Umschlag auf dem Boden der Hütte. Entschlossen ging er darauf zu und hob ihn auf. Mit einem leisen knacken öffnete er das Stück Karton und fand darin
nur ein kleines, mit Blut beschriebenes Stück Papier. In roten Lettern stand darauf : Gehe 1 Kilometer nördlich in den Wald von hier. Dort wirst du eine Hütte finden, in der sich seltsame Leute aufhalten sollen. Durchsuche diese Hütte und bringe mindestens 3 Beweise dafür mit, das du dort warst. Versage nicht! Versager brauchen wir nicht! Es
ist nur ein Test, also bleib' ruhig! Tim war dennoch unruhig geworden. Was wenn es diese Hütte gar nicht gäbe? Was wenn es sie tatsächlich gäbe, dort aber nur ein paar Waldschrate wohnen würden? Sollte er sie ermorden? Er wusste es nicht. Trotzdem gab er sich einen Ruck und ging den Weg ab. Plötzlich knackte es im Gebüsch. Erschrocken blieb
der 19-jährige stehen und lies seinen Blick durch den Wald schweifen. Nichts. Das beunruhigte ihn. Da war es schon wieder. Tims Puls raste. "Werde ich verfolgt? Soll ich mich durch einen Ruf bemerkbar machen?" Es war für ihn unmöglich einen klaren Gedanken zu fassen. Wie aus dem nichts kam auf einmal ein Wolf aus dem Gebüsch geschossen...
geschossen war nicht der passende Ausdruck. Eher gesprungen. Das Tier blieb mitten vor dem jungen Psychopathen auf dem Weg stehen, beobachtete ihn und sprang tief in den Wald, wo er wieder verschwand. "Sollte das eine Warnung sein? Nein, der Chef will mich nur testen! Ich darf nicht aufgeben!" Der "Menschentöter in Ausbildung" ging einfach weiter. Es schillerte plötzlich etwas durch den Wald. Tim schlug einige kleine Äste und Zweige zur Seite und sah sie : das musste die Hütte sein, von der auf dem Brief die Rede war. Sie stand auf einer wirklich kleinen Lichtung umgeben von einem Kreis aus dichtem Wald. Aus dem inneren drang gedimmtes Licht. Mutig setzte der 19-jährige einen Fuß vor den anderen und trat darauf zu. Im Mondlicht sah er auf dem Dach des kleinen Hauses etwas schillern. Metall? Nach genauerer Betrachtung erkannte er den Lauf eines Maschinengewehres. Schnell sprang er zurück in das Dickicht und begann sein Vorhaben noch einmal zu überdenken. "Gehe ich dort hinein, bin ich vielleicht ein toter Mann. Gehe ich nicht dort rein, ist der Chef sauer und ich bin auch ein toter Mann. Trete ich jedoch dort ein, schnappe mir die Beweise und komme in
Sicherheit wieder aus dem Wald heraus, bin ich in den Augen meines Anführers würdig und werde in die Gruppe aufgenommen." Tim war schwer am nachdenken. Soll er oder soll er nicht? Er sah sich unruhig um, als sich aber immernoch nichts tat, verlies er sein Versteck und ging nochmal auf dieses Bauwerk zu. In der Hütte war wirklich nur eine kleine Lampe an der Decke aufgehängt. Da erkannte der junge Mann mehrere Kisten auf dem Boden. Sie waren nicht verschlossen und darin fand er mehrere Gewehre, nebst passender Munition. "Wenn ich mir so ein Ding schnappe" huschte es durch seinen Kopf "habe ich viel bessere Chancen!" Entschlossen ergriff er es, sah es sich kurz an und lud es dann, wie er es in zahlreichen Actionfilmen gesehen hatte. Unter einer hölzernen Klappe fand er eine Treppe, die einen Stock tiefer führte. Aha! Diese kleine Hütte war also nur Fassade. Er folgte der Treppe hinunter und fand einen gemütlich eingeräumten Wohnraum vor, der gut beleuchtet war. In der Mitte auf einem kreisrunden Teppich sah er ein großes Sofa vor einem Fernseher stehen. 'Rechterhand' daneben, sah er eine Küche, mit großem Kühlschrank, Spüle, Arbeitsfläche und und und... 'Linkerhand' war ein großes Regal an der Wand befestigt, in dem dutzende, wenn nicht sogar hunderte Bücher standen. Darunter, auf einem kleinen Tisch stand eine CD-Player Anlage, die von vier großen Boxen in den Ecken des Raumes verstärkt war. Daneben standen mehrere CD-Ständer mit vielen Compact Discs. Leise schlich er darauf zu und sah
die Scheiben durch. Zuallererst sah er nur Metal-CD's : "...But Lost We Are" von "Chastisement", "Master of Puppets" von "Metallica", "Angels Fall Firs" von "Nightwish" und diverses anderes. Etwas darunter befanden sich mehrere Scheiben, die er auf den ersten Blick nicht zuordnen konnte. Seltsame Namen wie "Lothlorien" oder "Saltatio Mortis" fielen ihm auf... Danach fand er noch Punk von "Slime" und "Wizo". "Ein sehr eigenartiger Musikgeschmack" dachte sich Tim. Er persönlich hörte das, was die anderen hörten, aber das tat nichts zur Sache. Plötzlich hörte er Schritte auf einer weiteren Treppe, die noch tiefer führte. Blitzschnell sah er sich um. Keine Möglichkeit sich zu verstecken. Schweiß stand auf seiner Stirn. Er richtete die Waffe auf den Treppenaufgang. Langsam erkannte er die Konturen des Wesens das
dort heraufkam: es hatte zumindest einen menschlichen Körper. "Sag mal, Yaz, bist du hier?" fragte eine weibliche Stimme. Plötzlich blickte die Person mitten auf den jungen Burschen. "Oh, hallo! Wir haben hier nur selten Besuch..." Dann fiel der Blick der Frau, die wohl gerade mal an die 17 Jahre zählte auf die Waffe, die Tim in den Händen hielt.
"Und noch seltener haben wir Besuch, der den Besitzer dieses Hauses mit einer Schußwaffe bedroht!" Mit leicht gerötetem Kopf lies der Mann die Waffe sinken. Die Schönheit der jungen Dame hatte ihm den Atem geraubt. "Nein, nein, es ist nur so..." stammelte er. "Ich habe mich im Wald verirrt und..." "Und dann schnappst du dir einfach so eine von
unseren Knarren, gehst hier runter und bedrohst uns, hm?" setzte die rothaarige, bezaubernde Frau seinen Satz fort. "Uns?" fragte Tim unschlüssig. "Uns. Wir sind hier ca. 20 Leute. Wie heisst du denn? Ich bin Casey." "Ähm, ja, ich bin Tim!" stellte er sich vor. Immernoch den Mann mit ihrem Blick musternd setzte Casey zu einem weiteren Satz an. "Schön dich zu treffen...Tim. Du hast dich also im Wald verirrt. Mit welchem Ziel bist du denn überhaupt hier hinein gekommen?" "Tja, ähm... eigentlich wollte ich mich mit einigen Freunden treffen." "Meinst du diese Typen in den Bomberjacken? Ich habe sie gesehen, nur ein paar hundert Meter von hier. Du musst einfach über den kleinen Pfad nach Norden gehen und dann bist du da." "Allerdings sollte ich auch noch etwas mitbringen..." meinte er und lies seinen Blick durch das Haus
schweifen. "Das ist kein Problem. Wir haben hier genug Alkohol" nickte die Rothaarige. Sie ging herrüber zum Kühlschrank, holte dort einen ganzen Kasten Bier heraus und drückte ihn Tim in die Hand, der mittlerweile das Gewehr beiseite gelegt hatte. "Aber..." stammelte er. Die junge Frau lies sich dadurch nicht aufhalten und drückte ihm ein paar weiter Flaschen Alc in die Hand. Das kam ihm nicht geheuer vor. Er begann sich unruhig umzuschauen um so schnell wie möglich abzuhauen. Leider fand er keinen anderen Ausweg, ausser die Treppe, durch die er just hier eingedrungen war. Die Rothaarige suchte weiterhin den großen Raum ab und steckte ihm noch anderes Zeug wie Süssigkeiten in die Taschen. Er verstand nicht, was das alles soll. Zu guter letzt gab sie ihm noch ein Jesuskreuz mit, warf ihn heraus und nun stand der junge Psychopath alleine auf der Lichtung. Ein leises Klicken verriet ihm, das eine Tür hinter ihm geschlossen wurde. Was blieb ihm nun anderes übrig, als den kleinen Pfad nach Norden zu gehen? Der 19-jährige folgte dem Weg und sah einen kleinen aufgetürmten Hügel aus etwas, was er auf diese Entfernung noch nicht definieren konnte. Behende schlich er sich
voran und blieb dann mit weit aufgerissenen Augen stehen : der Berg bestand aus den Leichen seiner Freunde. Grauenhafte Angst stieg in dem Mann auf und er stolperte ein paar Schritte zurück, wo ein aus dem Boden ragender Ast ihn zu Boden segeln lies. Es knackte hinter seinem Rücken im Dickicht. Schnell riss er den Kopf herum und sah in die Augen eines ca. 16-jährigen Jungens. "Aha aha aha, wer hat sich denn hierher verirrt?" Tim konnte nicht antworten. Er stand unter Schock. "Na, hat dir etwas die Sprache verschlagen. Vielleicht die toten Körper deiner verrückten Kumpels? Glaube mir, sie haben es verdient zu sterben. Und du wolltest ihnen beitreten, hat man mir gesagt. Mächtig großer Fehler!" Ängstlich robbte der junge 'Freak' nach vorne, um sich durch die Büsche in Sicherheit zu schlagen. "Du kommst nicht weit!" hörte er die Stimme des anderen Kerls. Ohne Vorwarnung stand eine weitere Person vor ihm. Sie sah etwas älter aus wie der Andere. Mit einem verschwiegenen Lächeln kam er auf ihn zu. "Lasst mich in Frieden! Ich tuhe alles für euch!" "Sorry, du hast unser Versteck gefunden. Wir können dich nicht leben lassen!" "Aber...aber..." "Nix aber aber! Dein Schicksal ist besiegelt!" Der Junge kam auf ihn zu und mit einem einzigen Schlag war der Kopf Tims abgetrennt. Da trat der 15-jährige an Tims Mörder heran und begann mit ihm zu sprechen. "Musst du immer so brutal an die Sache heran gehen?" "Tja, es war eben..." "Nur ein Test, ich weiß. Gehen wir noch einen trinken?" "Ok."
Akteuere :
Tim als ein dreckiger Psychopath
Casey, die 15-jährige Rothaarige
Damien, der 15-jährige Vampir
Smithy, der 16-jährige Vampir
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-21 19:17:31 mit dem Titel Eine Geschichte die ich für die Schule geschrieben habe
Hi Leute !
Ich habe es ja vorher (meines Wissens) schonmal angekündigt, das ich eine Geschichte veröffentlichen will, die ich in der Schule geschrieben habe. Der erste Teil ist der Vorgegebene, denn wir sollten die Geschichte ja weiterschreiben.
Das ich den zweiten Teil geschrieben habe, kann man vielleicht an einem kleinen "Stilumbruch" bemerken :-)
Teil 1
Vergiss, Wenn Du Kannst !
-------------------------
Christine nahm die Abkürzung und fuhr über die schmale Straße, die am Hang des Bergwaldes entlangführte. Ganz rasch senkte sich eine unheimliche Dunkelheit über das Land. Die Natur schien den Atem anzuhalten, die Luft war zum Schneiden dick, die tiefe Stille hatte etwas Unheilvolles. Dann war das Gewitter über Christine, ein Blitz folgte dem anderen, in ununterbrochener Folge donnerte es, der Himmel öffnete seine Schleusen, aber sie fuhr weiter. Und so bemerkte sie den Wagen, der ihr an einer Kurve entgegenkam, erst, als sein Nebellicht sie blendete. Instinktiv riss sie das Lenkrad herum und stieß mit der Stirn gegen die Windschutzscheibe. Ein heftiger Schmerz ließ sie zusammensacken und die Augen schließen. Das laute Fluchen einer tiefen Männerstimme brachte sie zu sich. "Donnerwetter nochmal, können Sie nicht vorsichtiger fahren bei diesem Unwetter ? Eine Frau am Steuer! Das sagt alles!" Sich über sie beugend, fragte er freundlicher : "Es ist doch alles in Ordnung? Sie haben sich doch nicht verletzt ?" "Nur eine Beule wird meine Stirn schmücken, aber daran werde ich schon nicht zugrunde gehen. So, und nun muss ich weiterfahren!" "Sind sie verrückt? Bei dem Wetter!" antwortete er. "Bitte, halten sie mich nicht auf, ich muss aufs Postamt, es ist dringend", flüsterte sie, dann verlor sie das Bewusstsein.
Als sie wieder zusich kam, lehnte sie an seinem Wagen. "Wo bringen Sie mich denn hin?" stieß sie hervor. "Ins Trockene, oder glauben Sie, dass Sie in diesem Zustand bis ins Dorf hätten kommen können ?" Der Wagen hielt vor einem Haus, das schmal und ein Stockwerk hoch war. "Das ist doch das Jagdhaus von Baron Percha ?" flüsterte sie. "Percha ist mein Freund, er hat es mir überlassen", sagte er kurz. "So, und nun wird nicht geredet, sondern gehandelt !" Rasch hob er sie von ihrem Sitz hoch und trug sie durch den winzigen Vorraum in die tiefe Dunkelheit eines Zimmers. Behutsam wurde Christine auf ein weiches Fell gebettet.
"Verhalten Sie sich ganz still", sagte seine Stimme, "ich mache nur Licht." Gleich darauf wurde der Raum erhellt. Die Petroleumlampe war zsichen ihrem Retter und ihr, so sah sie ihn zuerst nur als riesige
Silhouette. Besorgt beugte er sich über sie, jetzt sah sie deutlich seine Zühe, und ihr Herz begann in einem süßen Erschrecken zu pochen. Noch nie zuvor hatte Christine einen solchen Mann gesehen. Sein Haar war von einem dunklen Braun, die Haut gebräunt, die Nase kurz und stumpf. Seine dunkelblauen Augen musterten sie. Vorsichtig streifte er die nasse Decke von ihrem Kopf. Ihr langes, schimmerndes Haar kam zum Vorschein. Als er ein wenig zur Seite trat, fiel der Lampenschein auf ihr liebliches Gesicht. Unwillkürlich stieß er einen überraschten Laut aus (Anm. von mir : 'nen Furz???). "Mein Gott, Sie sind ja fast noch ein Kind !" rief er. Ihr kleiner Mund lächelte scheu. "Ich habe mich noch gar nicht für Ihre Hilfe bedankt, Herr ..." Ihm kam es lächerlich vor, ihr in dieser Situation seinen recht pompös klingenden vollen Namen zu nennen. So unterschlug er, dass er Fürst Arco zum Rhein war und sagte nur : "Ich heiße Alexander, meine Freunde rufen mich Sascha !"
(Anm. von mir : Sind die doof?) "Und ich werde Christine gerufen!" "Was für ein reizender Name!" (*schleim*) Beim Lachen entblößte er sein kräftiges Gebiss (Anm. von mir : Aber ned ganz). Auch bemerkte sie jetzt das Grübchen in seinem Kinn. "Sie sind ja bis auf die Haut durchnässt", hörte sie ihn sagen. "Sie müssen sofort etwas anderes anziehen. Nehmen Sie meinen Bademantel." Vorsichtig, als wäre sie zerbrechlich, führte er sie auf den Duschraum zu. Als sie in einem viel zu großen Bademantel wieder herauskam, roch es nach Kaffee. "Trinken
Sie, das wird Ihnen guttun", sagte der Mann. Er reichte ihr die frisch gefüllte Tasse, und ihre Hände berührten sich. In diesem Augenblick durchzuckte sie ein süßer Schmerz. Dann wurde es still im Raum. Das Rauschen des Regens war jetzt sanfter, im Kamin knackte das Holz. Ein Heimchen (Anm. von mir: So ne Grille), das neben dem Kamin hauste, begann ganz fein zu zirpen.....................
Teil 2
Vergiss es doch endlich, verdammt !
-----------------------------------
Das Licht, welches von dem Kaminfeuer ausgestrahlt wurde, leuchtete ihre Gesichter einseitig an. Sie blickten sich in die Augen, doch keiner der beiden wusste den Gesichtsausdruck des anderen zu deuten. Christine fühlte sich unbehaglich und musste etwas tun; sie stand auf. Arco war dadurch aus seiner Starre erwacht. "Ähm, möchtest du etwas Essen ? Ich habe nicht viel da, aber ..." "Ja gerne..." Eine fast unerträgliche Spannung lag im Raum. Alexander bzw. Sascha verliess den Raum und sie sah sich in der Jagdhütte um; ihre Konzentration war sehr
beeinträchtigt und so blieb ihr Blick an einer goldbeschichteten Wanduhr haften. Sie fragte sich, ob er vielleicht der Sohn des Barons war...
Es tippte etwas auf ihre Schulter und sie fuhr erschrocken herum. Vor ihr stand der junge Mann, der sie angefahren hatte und er hielt einen Teller mit zwei belegten Broten darauf, welchen er ihr überreichte. An das Essen konnte sie nicht denken; von dem Mann im Raum ging eine seltsame Kraft aus, die nach ihr zu greifen schien und an ihr zerrte, dennoch blieb er ruhig und gelassen bei ihr stehen. "Keinen Hunger mehr ?" fragte er. "Doch, doch" sagte sie hastig und ergriff eines der Brote. Langsam und etwas schüchtern nahm sie einen kleinen Bissen.
"Warum warst du eigentlich so spät noch auf dem Fahrrad unterwegs ?" Christine wurde nachdenklich und fasste sich an die Stirn. Ein kurzer, stechender Schmerz durchfuhr sie, als sie die Beule, welche mittlerweile schon eine ungesunde, blaue Färbung angenommen hatte, anfasste. "Ich... ich weiss es nicht mehr genau... wahrscheinlich
wollte ich nach Hause !" "Tut mir leid, aber eigentlich wolltest du ins Dorf und zur Post fahren. Du sagtest es sei dringend..." "Oh... naja, es dürfte jetzt ohnehin zu spät sein, um den Brief an Papa abzuschicken... weshalb warst du so tief in der Nacht noch unterwegs ?" Arco runzelte kurz die Stirn und schien nachzudenken. "Geschäfte" war seine einzige Antwort. Alexander (Anm. von mir : Wie viel Namen hat der Kerl eigentlich) ergriff wieder das Wort : "Was ist das für eine Geschichte mit deinem Vater ?" Christine fasste sich ein Herz und begann
ihrem "Gastgeber" davon zu erzählen. Sie erzählte von ihren finanziellen Problemen und dass der Vater in das Ausland gefahren ist, weil er dort einen besser bezahlten Job bekam. Er schickt regelmässig Geld herrüber und kommt nur an Weihnachten und manchmal an Geburtstagen herrüber. Die Beiden waren noch lange nicht fertig, sich zu unterhalten - da jetzt endlich eine Gesprächsgrundlage da war, begannen sie über alles Mögliche zu reden. Arco wurde Christine immer sympathischer; sie fühlte sich auch immer mehr zu ihm hingezogen. Mitten in der Nacht - es
war schon sehr spät geworden - wehte plötzlich ein kalter Hauch durch die Hütte und bliess die alte Petroleumlampe aus. Christine erschrak, als Sachas Augen ihr rötlich entgegenleuchteten. Sie fiel von ihrem Stuhl und Arco zündete unter lautem Fluchen das Licht wieder an. Als er sich umdrehte, war das rötliche Leuchten seiner Augen wieder verschwunden. Er streckte seinem Gast die Hand entgegen, die diese Hilfe allerdings nur zögernd annahm. Als sie wieder vor ihr stand, hatte sie Angst vor ihm, dennoch fühlte sie sich zu ihm hingezogen...
Er umfasste ihr Taille mit seinen Händen und sie sah ihm in die ausdruckslosen Augen. "Was ist denn passiert ?" fragte er. Christine schüttelte es; sie hatte Angst und ihre Nackenhaare hatten sich aufgestellt. Alexander sah sie an und begann sie zu Umarmen; es war ein leidenschaftlicher Moment für beide. Ihre Umarmung kam Christine
wie eine Unendlichkeit vor - doch sie wurde von einem kurzen Schmerz der sich wie eine Rasierklinge durch die Haut schnitt aus ihrer Trance gerissen. Warme Flüssigkeit rann ihren Hals herunter und die Pein schlug in ein wohliges Gefühl voller Zärtlichkeit und Exstase um. Es kam ihr so vor, als drehten sie sich in einem Kreis aus blauem Licht, er hielt sie eng während sie fast der Bewusstlosigkeit nahe war. Das blaue Licht vermehrte sich; immer mehr kleine, blaue Spiegelreflexe umgaben sie, zu denen sich bald Lichtkugeln in gelber, grüner und roter Farbe gesellten.
Sie sah nicht genau was vor sich ging; in einer Art Halbschlaf sah sie einen Löffel mit Honig vor sich in der Luft schweben. Er drehte sich und der süsse Nektar tropfte auf ihren Mund herab. Sie öffnete eben denselben und schluckte den Honig - der aussergewöhnlich bitter schmeckte - herunter. Plötzlich durchfuhr sie ein unbeschreiblicher
Schmerz und sie rollte zwischen den Farbkugeln hin und her. Ausser hellen Blitzen, den Farbkugeln und ihrem eigenen Verderben konnte sie nichts mehr wahrnehmen...
...es war einen Tag später, als sie wieder zu sich kam. Ihr Atem war flach, sie spürte ihn kaum; die Schmerzen waren vollkommen verschwunden und sie rollte sich zur Seite. Zu ihrem Erstaunen lag sie in ein großes Himmelbett mit rotem Bezug. Gedämmtes Licht ging von einigen Lampen an der Decke des großen Raumes aus. "Wo bin ich ?" fragte sie sich selbst. Sie sprang auf und ging ein paar Schritte ziellos auf eine andere Tür zu, die sie vage wahrnahm. Plötzlich knarzte es hinter ihr. Langsam und ängstlich drehte sie sich herum und sah das eine andere Tür geöffnet
wurde. Sascha stand im Raum. "Gut geschlafen, meine Liebste ?" wollte er wissen. Christine wusste nicht was sie sagen sollte; sie stotterte ein bisschen und nickte letzendlich doch nur. Ihr Gastgeber war in edlen Klamotten gekleidet - edler, als sie es ihm zugemutet hatte. "Darf ich mich vorstellen ? Mein richtiger und voller Name ist
eigentlich Fürst Arco zum Rhein..." "Was ?" rief Christine nur verblüfft. "Darf ich dir meine Familie vorstellen ?" wollte Arco wissen. Christine nickte nur ganz kurz und konnte sich immer noch nicht abfinden, das der Mann, welcher sie angefahren hatte, von Adel war.
Sie folgte ihm in ein riesiges Wohnzimmer, in dem mehrere Personen standen. Es waren wohl so an die 15 Stück. Davon setzten sich Drei in Bewegung und kamen auf das Pärchen zu. Einen älteren Mann mit Schnauzbart stellte Arco als seinen Vater vor - Baron Ludwig Percha. Die nebenstehende Frau, die noch sehr jugendlich wirkte, stellte er als
seine Mutter Yvonne vor. Der jüngere Mann der den beiden noch beiwohnte, war sein Zwillingsbruder Sascha... "Aha, der Neuankömmling in unserer Familie ist erwacht. Willkommen in unserer bescheidenen Wohnung; es freut mich, sie als Schwiegertochter zu haben..." bemerkte der ältere Herr. Christine war von diesem Informationsschwall völlig
aus dem Konzept gebracht; sie als Schwiegertochter ? Sie kannte den Fürsten doch erst seit einem Tag...
"Du hast bestimmt Hunger..." meinte Alexander. Christine nickte schüchtern und Arco ging aus dem Raum. Seine Eltern musterten den Neuankömmling (Christine) von oben bis unten. "Nun ja; hat Arco ihnen schon etwas über sein wahres Wesen erzählt ?" fragte Baron Percha. Sie schüttelte den Kopf und wusste gar nichts mit dem Satz anzufangen, den
sie just gehört hatte. Die Tür hinter ihr öffnete sich wieder. Der junge Fürst trat in den Raum und hatte einen jungen Mann, der wie wild strampelte auf seinem Rücken. "Was ist hier los ?" wollte Christine wissen, die in diesem Moment über ihr Erstaunen hinweggekommen ist. Alexander stellte den Mann, der geknebelt war, auf die Füße und sagte zu ihr : "Du hattest doch Hunger !". Er zog den Mann an den Haaren, so das dessen Hals entblößt war. Eine magische Anziehungskraft ging von der Halsschlagader auf Christine aus. Sie hielt an sich und blieb leicht geschockt dort stehen wo sie war. "W-w-was ?" war alles, was sie in dem Moment herausbrachte. Die Eltern und der Bruder von dem Fürsten drängten sie, zu beissen. Sie hielt den Druck bald nicht mehr aus und biss dem angsterfüllten Mann mit ihren spitzen Zähnen (von denen sie vorher noch nicht bemerkt hatte) in den Hals. Sie kleckerte ein bisschen und das amüsierte die Zuschauer... seither lebt Christine entfernt von ihrer Familie und streift zusammen mit ihrem Prinzen durch die Nächte. Keiner ihrer Angehörigen hat sie seitdem mehr gesehen, obwohl sie eine tiefe Trauer empfindet, das sie ihre Familie nicht mehr besuchen kann... weiterlesen schließen -
Der Hund "Holly" in der Hundeschule
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ein Hund rannte, so schnell er konnte, auf seinen Pfoten die Straße entlang.
Dabei hing seine Zunge weit heraus und sein Atem ging schwer. Doch der graue
Lieferwagen kam immer näher. Der Hund wechselte die Richtung und stand
plötzlich vor einer Wand. Rasch drehte er sich herum und begann zu knurren.
Damit er bedrohlicher aussah, richtete er sein zotteliges Fell auf. Langsam
und vorsichtig kam der Mann, mit dem langen Stab an dem eine Schlinge hing,
näher. Obwohl sich der Hund wehrte, zog er ihn zum Wagen und sperrte ihn
ein. Der Wagen fuhr zum Tierheim. Dort wurde der Hund wieder in einen Käfig
gesperrt und wartete traurig darauf, wie es weiterging.
Der kleine Michael hatte Geburtstag und sein größter Wunsch sollte nun in
Erfüllung gehen. Bisher bekam er jede Menge Plüschhunde, sogar einer mit
blauem Fell war darunter. Doch nun, meinten seine Eltern, sei er groß genug
für einen richtigen Hund. So fuhren Michael und seine Eltern in das
Tierheim. Zunächst erkundigte sich der Vater nach einem Welpen. Aber es gab
gerade keine jungen Hunde und so gingen sie in das Hundehaus im Tierheim, um
zu sehen, welcher Hund Michael am besten gefiel. Langsam ging Michael an den
Käfigen entlang. Am liebsten hätte er alle mitgenommen, so sehr mochte er
Hunde. Bei manchen Käfigen machte er einen Schritt zurück, als die Hunde
laut bellend an den Käfigstangen hochsprangen.
Doch dann blieb er vor einem Käfig stehen. Darin saß ein mittelgroßer Hund
mit hell- und dunkelbraunem, zotteligem Fell, einem weißen Fleck auf der
Brust und einer einzelnen weißen Pfote. Der Hund saß vor der geschlossenen
Tür und schaute Michael traurig mit seinen großen, braunen Augen an. Diesen
Hund wollte Michael haben, denn er gefiel ihm besonders gut. Obwohl seine
Eltern ihm gesagt hatten, daß er nicht einfach fremde Hunde anfassen solle,
ging Michael in die Knie und steckte die Hand durch die Gitterstäbe. Der
Hund kam langsam näher, schnüffelte an Michaels Hand und fing gleich an
daran zu lecken. Das kitzelte so sehr, dass Michael lachen mußte. "Den will
ich haben!!" rief Michael. Auch der Hund schien sich zu freuen, sprang an
den Stäben hoch und leckte immer noch an Michaels Hand.
Die Hundebetreuerin erzählte, dass sie den Hund erst eingefangen hatten, es
sich um eine Hündin handele und sie noch keinen Namen habe. "Ich werde sie
Holly nennen", rief Michael erfreut und der Hündin schien der Name auch
zugefallen, denn als Michael sie ansprach, hob sie ihre Ohren und sah ihn
erwartungsvoll an. Michaels Mutter fragte: "Möchtest Du Dir nicht noch die
anderen Hunde ansehen?" Aber Michael schüttelte den Kopf. "Nein, ich möchte
diesen Hund haben, sie sieht so lustig aus mit ihren Ohren. Schau doch nur,
das Eine steht richtig aufrecht und das Andere hängt so halb herunter. Holly
ist auch ganz lieb. Bitte, bitte, diesen Hund." Michaels Mutter tauschte
einen fragenden Blick mit dem Vater aus und beide begannen zu lächeln. "Wir
nehmen diese Hündin", sagte Michaels Mutter zu der Hundebetreuerin. Während
Michaels Eltern die nötigen Papiere ausfüllten, spielte Michael mit Holly,
die immer noch im Käfig warten mußte.
Nachdem alles erledigt war, kamen die Eltern mit einem Pfleger zurück.
Dieser schloß den Käfig auf, legte Holly das Halsband an und befestigte eine
Leine daran. Auf die Frage, ob er denn den Hund nehmen möchte, rief Michael
ganz laut "Ja!" und stürmte auf sie zu. Holly spürte, dass es zu Ihrem neuen
Zuhause ging und sie nie wieder in einen Käfig mußte. Deshalb freute sie
sich so sehr, dass Holly die ganze Zeit an ihm hochsprang. Als Michael mit
ihr und seinen Eltern zum Auto ging, zog Holly so stark an der Leine, dass
Michael Mühe hatte, sie zu halten.
Zu Hause angekommen, zeigte Michael Holly das ganze Haus vom Dachboden bis
zum Keller. Stolz führte Michael die Hündin in seinem Zimmer herum und blieb
vor einem großen Korb stehen. "Das ist dein Schlafplatz und jetzt zeige ich
dir den Garten." Beide verließen das Zimmer, liefen die Treppe hinunter und
rannten in den Garten. Dort spielten sie, bis beide völlig außer Atem waren
und Michaels Mutter sie zum Abendessen rief.
Am nächsten Morgen, als Michaels Mutter in sein Zimmer kam um ihn zu wecken,
fand sie Holly im Bett neben Michael. Nach mehreren Versuchen erhob sich
Holly und trottete verschlafen in ihr Körbchen. Aber dort blieb sie nicht
lange, sondern folgte Michael in das Badezimmer. Interessiert schaute sie
Michael beim Waschen und Anziehen zu.
Auch beim Frühstück wich sie Michael nicht von der Seite und freute sich
über die kleinen Leckereien, die er ihr unbemerkt unter den Tisch hielt.
Holly und Michael waren sehr traurig, als die Mutter erklärte, dass Holly
nicht mit in die Schule könne. Die Mutter versprach Michael, solange er in
der Schule war, sich um Holly zu kümmern und mit ihr Gassi zu gehen.
In der Schule konnte sich Michael nur sehr schwer auf den Unterricht
konzentrieren. Immer mußte er an seinen Hund denken. Er war froh, als das
Läuten die letzte Stunde beendete und er nach Hause laufen konnte.
Nachdem Michael von Holly überschwenglich begrüßt wurde, mußte er von seiner
Mutter hören, wie schlecht die Hündin erzogen war. Auf der Straße wollte sie
an jedem Hochspringen um ihn zu begrüßen oder sie zog so stark an der Leine,
dass es sehr schwer war Holly überhaupt zu halten.
Gegen Abend berichtete die Mutter ihrem Mann davon. "Dann muß Holly eben
auch in die Schule und dort wird sie es bestimmt lernen" schlug Michael beim
Abendessen vor. Die Eltern überlegten und der Vater schlug vor, am
Wochenende eine Hundeschule zu besuchen.
Michael war überrascht, eine Schule für Hunde hatte er sich anders
vorgestellt. Es gab hier kein Klassenzimmer mit Stühlen und Tischen, auch
die Tafel fehlte. Statt dessen spielte sich alles im Freien ab. Es war eine
große Wiese mit einigen Holzwänden und verschiedenen Geräten. Michael und
Holly sahen sich unsicher um, doch seine Eltern munterten die Beiden auf.
Der Trainer erklärte Michael einige wichtige Begriffe und die wichtigsten
Kommandos. Denn nicht nur die Hündin Holly mußte in der Hundeschule lernen,
sondern auch Michael. Vom Trainer erfuhr Michael, wie er mit Holly sprechen
mußte, damit sie ihm gehorchte. Es kam auf die Stimme an und wie er die
Kommandos betonte.
Nach einer Weile hatte Michael seine Angst überwunden und es fing an Spaß zu
machen. Holly machte es ebenfalls viel Spaß. Sie hörte immer besser, wenn
Michael ihr "bei Fuß" befahl. Anschließend kam ein Hindernisparcour, bei dem
Holly durch einen Tunnel, über eine Wippe und um Slalomstangen laufen mußte.
Michael war so begeistert von den Übungen, dass er Holly alles zeigte, indem
er selbst den Parcour ablief. Zum Schluß sprangen beide fast gleichzeitig
über einige Hürden.
Die Zeit verging und Holly lernte immer besser und schneller ihre Lektionen
in der Hundeschule. Bis es eines Tages zu einer wichtigen Prüfung ging. Die
Eltern feuerten Michael und Holly an. Stolz zeigte Michael, wie Holly auf
jeden seiner Zurufe reagierte und sich entweder vor ihm setzte, sich
hinlegte oder von ihm entfernte. Dann kam der Parcour, und dieses mal wurde
nach Zeit gewertet. Michael durfte nur noch neben den Hindernissen laufen
und Holly gar nicht mehr helfen. Aber dass brauchte er auch nicht, denn sie
konnte die Übungen schon ganz allein.
Am Ende hatten die Beiden die beste Zeit und gewannen den Wettbewerb. Mit
einem strahlenden Lächeln nahm Michael die Siegerurkunde entgegen und auch
den kleinen Pokal. Seine Eltern waren sehr stolz auf ihn und Holly bekam
einige extra Leckereien. Zufrieden fuhren alle gemeinsam nach Hause, wobei
Michael immer wieder aufgeregt von dem Wettkampf und davon, wie er und Holly
den Pokal bekommen hatte, erzählte.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-12 20:26:35 mit dem Titel Der Hund "Holly" in der Hundeschule (Bitte nicht bewerten Fehler)
Ein Hund rannte, so schnell er konnte, auf seinen Pfoten die Straße entlang.
Dabei hing seine Zunge weit heraus und sein Atem ging schwer. Doch der graue
Lieferwagen kam immer näher. Der Hund wechselte die Richtung und stand
plötzlich vor einer Wand. Rasch drehte er sich herum und begann zu knurren.
Damit er bedrohlicher aussah, richtete er sein zotteliges Fell auf. Langsam
und vorsichtig kam der Mann, mit dem langen Stab an dem eine Schlinge hing,
näher. Obwohl sich der Hund wehrte, zog er ihn zum Wagen und sperrte ihn
ein. Der Wagen fuhr zum Tierheim. Dort wurde der Hund wieder in einen Käfig
gesperrt und wartete traurig darauf, wie es weiterging.
Der kleine Michael hatte Geburtstag und sein größter Wunsch sollte nun in
Erfüllung gehen. Bisher bekam er jede Menge Plüschhunde, sogar einer mit
blauem Fell war darunter. Doch nun, meinten seine Eltern, sei er groß genug
für einen richtigen Hund. So fuhren Michael und seine Eltern in das
Tierheim. Zunächst erkundigte sich der Vater nach einem Welpen. Aber es gab
gerade keine jungen Hunde und so gingen sie in das Hundehaus im Tierheim, um
zu sehen, welcher Hund Michael am besten gefiel. Langsam ging Michael an den
Käfigen entlang. Am liebsten hätte er alle mitgenommen, so sehr mochte er
Hunde. Bei manchen Käfigen machte er einen Schritt zurück, als die Hunde
laut bellend an den Käfigstangen hochsprangen.
Doch dann blieb er vor einem Käfig stehen. Darin saß ein mittelgroßer Hund
mit hell- und dunkelbraunem, zotteligem Fell, einem weißen Fleck auf der
Brust und einer einzelnen weißen Pfote. Der Hund saß vor der geschlossenen
Tür und schaute Michael traurig mit seinen großen, braunen Augen an. Diesen
Hund wollte Michael haben, denn er gefiel ihm besonders gut. Obwohl seine
Eltern ihm gesagt hatten, daß er nicht einfach fremde Hunde anfassen solle,
ging Michael in die Knie und steckte die Hand durch die Gitterstäbe. Der
Hund kam langsam näher, schnüffelte an Michaels Hand und fing gleich an
daran zu lecken. Das kitzelte so sehr, dass Michael lachen mußte. "Den will
ich haben!!" rief Michael. Auch der Hund schien sich zu freuen, sprang an
den Stäben hoch und leckte immer noch an Michaels Hand.
Die Hundebetreuerin erzählte, dass sie den Hund erst eingefangen hatten, es
sich um eine Hündin handele und sie noch keinen Namen habe. "Ich werde sie
Holly nennen", rief Michael erfreut und der Hündin schien der Name auch
zugefallen, denn als Michael sie ansprach, hob sie ihre Ohren und sah ihn
erwartungsvoll an. Michaels Mutter fragte: "Möchtest Du Dir nicht noch die
anderen Hunde ansehen?" Aber Michael schüttelte den Kopf. "Nein, ich möchte
diesen Hund haben, sie sieht so lustig aus mit ihren Ohren. Schau doch nur,
das Eine steht richtig aufrecht und das Andere hängt so halb herunter. Holly
ist auch ganz lieb. Bitte, bitte, diesen Hund." Michaels Mutter tauschte
einen fragenden Blick mit dem Vater aus und beide begannen zu lächeln. "Wir
nehmen diese Hündin", sagte Michaels Mutter zu der Hundebetreuerin. Während
Michaels Eltern die nötigen Papiere ausfüllten, spielte Michael mit Holly,
die immer noch im Käfig warten mußte.
Nachdem alles erledigt war, kamen die Eltern mit einem Pfleger zurück.
Dieser schloß den Käfig auf, legte Holly das Halsband an und befestigte eine
Leine daran. Auf die Frage, ob er denn den Hund nehmen möchte, rief Michael
ganz laut "Ja!" und stürmte auf sie zu. Holly spürte, dass es zu Ihrem neuen
Zuhause ging und sie nie wieder in einen Käfig mußte. Deshalb freute sie
sich so sehr, dass Holly die ganze Zeit an ihm hochsprang. Als Michael mit
ihr und seinen Eltern zum Auto ging, zog Holly so stark an der Leine, dass
Michael Mühe hatte, sie zu halten.
Zu Hause angekommen, zeigte Michael Holly das ganze Haus vom Dachboden bis
zum Keller. Stolz führte Michael die Hündin in seinem Zimmer herum und blieb
vor einem großen Korb stehen. "Das ist dein Schlafplatz und jetzt zeige ich
dir den Garten." Beide verließen das Zimmer, liefen die Treppe hinunter und
rannten in den Garten. Dort spielten sie, bis beide völlig außer Atem waren
und Michaels Mutter sie zum Abendessen rief.
Am nächsten Morgen, als Michaels Mutter in sein Zimmer kam um ihn zu wecken,
fand sie Holly im Bett neben Michael. Nach mehreren Versuchen erhob sich
Holly und trottete verschlafen in ihr Körbchen. Aber dort blieb sie nicht
lange, sondern folgte Michael in das Badezimmer. Interessiert schaute sie
Michael beim Waschen und Anziehen zu.
Auch beim Frühstück wich sie Michael nicht von der Seite und freute sich
über die kleinen Leckereien, die er ihr unbemerkt unter den Tisch hielt.
Holly und Michael waren sehr traurig, als die Mutter erklärte, dass Holly
nicht mit in die Schule könne. Die Mutter versprach Michael, solange er in
der Schule war, sich um Holly zu kümmern und mit ihr Gassi zu gehen.
In der Schule konnte sich Michael nur sehr schwer auf den Unterricht
konzentrieren. Immer mußte er an seinen Hund denken. Er war froh, als das
Läuten die letzte Stunde beendete und er nach Hause laufen konnte.
Nachdem Michael von Holly überschwenglich begrüßt wurde, mußte er von seiner
Mutter hören, wie schlecht die Hündin erzogen war. Auf der Straße wollte sie
an jedem Hochspringen um ihn zu begrüßen oder sie zog so stark an der Leine,
dass es sehr schwer war Holly überhaupt zu halten.
Gegen Abend berichtete die Mutter ihrem Mann davon. "Dann muß Holly eben
auch in die Schule und dort wird sie es bestimmt lernen" schlug Michael beim
Abendessen vor. Die Eltern überlegten und der Vater schlug vor, am
Wochenende eine Hundeschule zu besuchen.
Michael war überrascht, eine Schule für Hunde hatte er sich anders
vorgestellt. Es gab hier kein Klassenzimmer mit Stühlen und Tischen, auch
die Tafel fehlte. Statt dessen spielte sich alles im Freien ab. Es war eine
große Wiese mit einigen Holzwänden und verschiedenen Geräten. Michael und
Holly sahen sich unsicher um, doch seine Eltern munterten die Beiden auf.
Der Trainer erklärte Michael einige wichtige Begriffe und die wichtigsten
Kommandos. Denn nicht nur die Hündin Holly mußte in der Hundeschule lernen,
sondern auch Michael. Vom Trainer erfuhr Michael, wie er mit Holly sprechen
mußte, damit sie ihm gehorchte. Es kam auf die Stimme an und wie er die
Kommandos betonte.
Nach einer Weile hatte Michael seine Angst überwunden und es fing an Spaß zu
machen. Holly machte es ebenfalls viel Spaß. Sie hörte immer besser, wenn
Michael ihr "bei Fuß" befahl. Anschließend kam ein Hindernisparcour, bei dem
Holly durch einen Tunnel, über eine Wippe und um Slalomstangen laufen mußte.
Michael war so begeistert von den Übungen, dass er Holly alles zeigte, indem
er selbst den Parcour ablief. Zum Schluß sprangen beide fast gleichzeitig
über einige Hürden.
Die Zeit verging und Holly lernte immer besser und schneller ihre Lektionen
in der Hundeschule. Bis es eines Tages zu einer wichtigen Prüfung ging. Die
Eltern feuerten Michael und Holly an. Stolz zeigte Michael, wie Holly auf
jeden seiner Zurufe reagierte und sich entweder vor ihm setzte, sich
hinlegte oder von ihm entfernte. Dann kam der Parcour, und dieses mal wurde
nach Zeit gewertet. Michael durfte nur noch neben den Hindernissen laufen
und Holly gar nicht mehr helfen. Aber dass brauchte er auch nicht, denn sie
konnte die Übungen schon ganz allein.
Am Ende hatten die Beiden die beste Zeit und gewannen den Wettbewerb. Mit
einem strahlenden Lächeln nahm Michael die Siegerurkunde entgegen und auch
den kleinen Pokal. Seine Eltern waren sehr stolz auf ihn und Holly bekam
einige extra Leckereien. Zufrieden fuhren alle gemeinsam nach Hause, wobei
Michael immer wieder aufgeregt von dem Wettkampf und davon, wie er und Holly
den Pokal bekommen hatte, erzählte.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-12 20:23:52 mit dem Titel Der Hund "Holly" in der Hundeschule (Bitte nicht bewerten Fehler)
Ein Hund rannte, so schnell er konnte, auf seinen Pfoten die Straße entlang.
Dabei hing seine Zunge weit heraus und sein Atem ging schwer. Doch der graue
Lieferwagen kam immer näher. Der Hund wechselte die Richtung und stand
plötzlich vor einer Wand. Rasch drehte er sich herum und begann zu knurren.
Damit er bedrohlicher aussah, richtete er sein zotteliges Fell auf. Langsam
und vorsichtig kam der Mann, mit dem langen Stab an dem eine Schlinge hing,
näher. Obwohl sich der Hund wehrte, zog er ihn zum Wagen und sperrte ihn
ein. Der Wagen fuhr zum Tierheim. Dort wurde der Hund wieder in einen Käfig
gesperrt und wartete traurig darauf, wie es weiterging.
Der kleine Michael hatte Geburtstag und sein größter Wunsch sollte nun in
Erfüllung gehen. Bisher bekam er jede Menge Plüschhunde, sogar einer mit
blauem Fell war darunter. Doch nun, meinten seine Eltern, sei er groß genug
für einen richtigen Hund. So fuhren Michael und seine Eltern in das
Tierheim. Zunächst erkundigte sich der Vater nach einem Welpen. Aber es gab
gerade keine jungen Hunde und so gingen sie in das Hundehaus im Tierheim, um
zu sehen, welcher Hund Michael am besten gefiel. Langsam ging Michael an den
Käfigen entlang. Am liebsten hätte er alle mitgenommen, so sehr mochte er
Hunde. Bei manchen Käfigen machte er einen Schritt zurück, als die Hunde
laut bellend an den Käfigstangen hochsprangen.
Doch dann blieb er vor einem Käfig stehen. Darin saß ein mittelgroßer Hund
mit hell- und dunkelbraunem, zotteligem Fell, einem weißen Fleck auf der
Brust und einer einzelnen weißen Pfote. Der Hund saß vor der geschlossenen
Tür und schaute Michael traurig mit seinen großen, braunen Augen an. Diesen
Hund wollte Michael haben, denn er gefiel ihm besonders gut. Obwohl seine
Eltern ihm gesagt hatten, daß er nicht einfach fremde Hunde anfassen solle,
ging Michael in die Knie und steckte die Hand durch die Gitterstäbe. Der
Hund kam langsam näher, schnüffelte an Michaels Hand und fing gleich an
daran zu lecken. Das kitzelte so sehr, dass Michael lachen mußte. "Den will
ich haben!!" rief Michael. Auch der Hund schien sich zu freuen, sprang an
den Stäben hoch und leckte immer noch an Michaels Hand.
Die Hundebetreuerin erzählte, dass sie den Hund erst eingefangen hatten, es
sich um eine Hündin handele und sie noch keinen Namen habe. "Ich werde sie
Holly nennen", rief Michael erfreut und der Hündin schien der Name auch
zugefallen, denn als Michael sie ansprach, hob sie ihre Ohren und sah ihn
erwartungsvoll an. Michaels Mutter fragte: "Möchtest Du Dir nicht noch die
anderen Hunde ansehen?" Aber Michael schüttelte den Kopf. "Nein, ich möchte
diesen Hund haben, sie sieht so lustig aus mit ihren Ohren. Schau doch nur,
das Eine steht richtig aufrecht und das Andere hängt so halb herunter. Holly
ist auch ganz lieb. Bitte, bitte, diesen Hund." Michaels Mutter tauschte
einen fragenden Blick mit dem Vater aus und beide begannen zu lächeln. "Wir
nehmen diese Hündin", sagte Michaels Mutter zu der Hundebetreuerin. Während
Michaels Eltern die nötigen Papiere ausfüllten, spielte Michael mit Holly,
die immer noch im Käfig warten mußte.
Nachdem alles erledigt war, kamen die Eltern mit einem Pfleger zurück.
Dieser schloß den Käfig auf, legte Holly das Halsband an und befestigte eine
Leine daran. Auf die Frage, ob er denn den Hund nehmen möchte, rief Michael
ganz laut "Ja!" und stürmte auf sie zu. Holly spürte, dass es zu Ihrem neuen
Zuhause ging und sie nie wieder in einen Käfig mußte. Deshalb freute sie
sich so sehr, dass Holly die ganze Zeit an ihm hochsprang. Als Michael mit
ihr und seinen Eltern zum Auto ging, zog Holly so stark an der Leine, dass
Michael Mühe hatte, sie zu halten.
Zu Hause angekommen, zeigte Michael Holly das ganze Haus vom Dachboden bis
zum Keller. Stolz führte Michael die Hündin in seinem Zimmer herum und blieb
vor einem großen Korb stehen. "Das ist dein Schlafplatz und jetzt zeige ich
dir den Garten." Beide verließen das Zimmer, liefen die Treppe hinunter und
rannten in den Garten. Dort spielten sie, bis beide völlig außer Atem waren
und Michaels Mutter sie zum Abendessen rief.
Am nächsten Morgen, als Michaels Mutter in sein Zimmer kam um ihn zu wecken,
fand sie Holly im Bett neben Michael. Nach mehreren Versuchen erhob sich
Holly und trottete verschlafen in ihr Körbchen. Aber dort blieb sie nicht
lange, sondern folgte Michael in das Badezimmer. Interessiert schaute sie
Michael beim Waschen und Anziehen zu.
Auch beim Frühstück wich sie Michael nicht von der Seite und freute sich
über die kleinen Leckereien, die er ihr unbemerkt unter den Tisch hielt.
Holly und Michael waren sehr traurig, als die Mutter erklärte, dass Holly
nicht mit in die Schule könne. Die Mutter versprach Michael, solange er in
der Schule war, sich um Holly zu kümmern und mit ihr Gassi zu gehen.
In der Schule konnte sich Michael nur sehr schwer auf den Unterricht
konzentrieren. Immer mußte er an seinen Hund denken. Er war froh, als das
Läuten die letzte Stunde beendete und er nach Hause laufen konnte.
Nachdem Michael von Holly überschwenglich begrüßt wurde, mußte er von seiner
Mutter hören, wie schlecht die Hündin erzogen war. Auf der Straße wollte sie
an jedem Hochspringen um ihn zu begrüßen oder sie zog so stark an der Leine,
dass es sehr schwer war Holly überhaupt zu halten.
Gegen Abend berichtete die Mutter ihrem Mann davon. "Dann muß Holly eben
auch in die Schule und dort wird sie es bestimmt lernen" schlug Michael beim
Abendessen vor. Die Eltern überlegten und der Vater schlug vor, am
Wochenende eine Hundeschule zu besuchen.
Michael war überrascht, eine Schule für Hunde hatte er sich anders
vorgestellt. Es gab hier kein Klassenzimmer mit Stühlen und Tischen, auch
die Tafel fehlte. Statt dessen spielte sich alles im Freien ab. Es war eine
große Wiese mit einigen Holzwänden und verschiedenen Geräten. Michael und
Holly sahen sich unsicher um, doch seine Eltern munterten die Beiden auf.
Der Trainer erklärte Michael einige wichtige Begriffe und die wichtigsten
Kommandos. Denn nicht nur die Hündin Holly mußte in der Hundeschule lernen,
sondern auch Michael. Vom Trainer erfuhr Michael, wie er mit Holly sprechen
mußte, damit sie ihm gehorchte. Es kam auf die Stimme an und wie er die
Kommandos betonte.
Nach einer Weile hatte Michael seine Angst überwunden und es fing an Spaß zu
machen. Holly machte es ebenfalls viel Spaß. Sie hörte immer besser, wenn
Michael ihr "bei Fuß" befahl. Anschließend kam ein Hindernisparcour, bei dem
Holly durch einen Tunnel, über eine Wippe und um Slalomstangen laufen mußte.
Michael war so begeistert von den Übungen, dass er Holly alles zeigte, indem
er selbst den Parcour ablief. Zum Schluß sprangen beide fast gleichzeitig
über einige Hürden.
Die Zeit verging und Holly lernte immer besser und schneller ihre Lektionen
in der Hundeschule. Bis es eines Tages zu einer wichtigen Prüfung ging. Die
Eltern feuerten Michael und Holly an. Stolz zeigte Michael, wie Holly auf
jeden seiner Zurufe reagierte und sich entweder vor ihm setzte, sich
hinlegte oder von ihm entfernte. Dann kam der Parcour, und dieses mal wurde
nach Zeit gewertet. Michael durfte nur noch neben den Hindernissen laufen
und Holly gar nicht mehr helfen. Aber dass brauchte er auch nicht, denn sie
konnte die Übungen schon ganz allein.
Am Ende hatten die Beiden die beste Zeit und gewannen den Wettbewerb. Mit
einem strahlenden Lächeln nahm Michael die Siegerurkunde entgegen und auch
den kleinen Pokal. Seine Eltern waren sehr stolz auf ihn und Holly bekam
einige extra Leckereien. Zufrieden fuhren alle gemeinsam nach Hause, wobei
Michael immer wieder aufgeregt von dem Wettkampf und davon, wie er und Holly
den Pokal bekommen hatte, erzählte.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-12 20:26:04 mit dem Titel Der Hund "Holly" in der Hundeschule (Bitte nicht bewerten Fehler)
Ein Hund rannte, so schnell er konnte, auf seinen Pfoten die Straße entlang.
Dabei hing seine Zunge weit heraus und sein Atem ging schwer. Doch der graue
Lieferwagen kam immer näher. Der Hund wechselte die Richtung und stand
plötzlich vor einer Wand. Rasch drehte er sich herum und begann zu knurren.
Damit er bedrohlicher aussah, richtete er sein zotteliges Fell auf. Langsam
und vorsichtig kam der Mann, mit dem langen Stab an dem eine Schlinge hing,
näher. Obwohl sich der Hund wehrte, zog er ihn zum Wagen und sperrte ihn
ein. Der Wagen fuhr zum Tierheim. Dort wurde der Hund wieder in einen Käfig
gesperrt und wartete traurig darauf, wie es weiterging.
Der kleine Michael hatte Geburtstag und sein größter Wunsch sollte nun in
Erfüllung gehen. Bisher bekam er jede Menge Plüschhunde, sogar einer mit
blauem Fell war darunter. Doch nun, meinten seine Eltern, sei er groß genug
für einen richtigen Hund. So fuhren Michael und seine Eltern in das
Tierheim. Zunächst erkundigte sich der Vater nach einem Welpen. Aber es gab
gerade keine jungen Hunde und so gingen sie in das Hundehaus im Tierheim, um
zu sehen, welcher Hund Michael am besten gefiel. Langsam ging Michael an den
Käfigen entlang. Am liebsten hätte er alle mitgenommen, so sehr mochte er
Hunde. Bei manchen Käfigen machte er einen Schritt zurück, als die Hunde
laut bellend an den Käfigstangen hochsprangen.
Doch dann blieb er vor einem Käfig stehen. Darin saß ein mittelgroßer Hund
mit hell- und dunkelbraunem, zotteligem Fell, einem weißen Fleck auf der
Brust und einer einzelnen weißen Pfote. Der Hund saß vor der geschlossenen
Tür und schaute Michael traurig mit seinen großen, braunen Augen an. Diesen
Hund wollte Michael haben, denn er gefiel ihm besonders gut. Obwohl seine
Eltern ihm gesagt hatten, daß er nicht einfach fremde Hunde anfassen solle,
ging Michael in die Knie und steckte die Hand durch die Gitterstäbe. Der
Hund kam langsam näher, schnüffelte an Michaels Hand und fing gleich an
daran zu lecken. Das kitzelte so sehr, dass Michael lachen mußte. "Den will
ich haben!!" rief Michael. Auch der Hund schien sich zu freuen, sprang an
den Stäben hoch und leckte immer noch an Michaels Hand.
Die Hundebetreuerin erzählte, dass sie den Hund erst eingefangen hatten, es
sich um eine Hündin handele und sie noch keinen Namen habe. "Ich werde sie
Holly nennen", rief Michael erfreut und der Hündin schien der Name auch
zugefallen, denn als Michael sie ansprach, hob sie ihre Ohren und sah ihn
erwartungsvoll an. Michaels Mutter fragte: "Möchtest Du Dir nicht noch die
anderen Hunde ansehen?" Aber Michael schüttelte den Kopf. "Nein, ich möchte
diesen Hund haben, sie sieht so lustig aus mit ihren Ohren. Schau doch nur,
das Eine steht richtig aufrecht und das Andere hängt so halb herunter. Holly
ist auch ganz lieb. Bitte, bitte, diesen Hund." Michaels Mutter tauschte
einen fragenden Blick mit dem Vater aus und beide begannen zu lächeln. "Wir
nehmen diese Hündin", sagte Michaels Mutter zu der Hundebetreuerin. Während
Michaels Eltern die nötigen Papiere ausfüllten, spielte Michael mit Holly,
die immer noch im Käfig warten mußte.
Nachdem alles erledigt war, kamen die Eltern mit einem Pfleger zurück.
Dieser schloß den Käfig auf, legte Holly das Halsband an und befestigte eine
Leine daran. Auf die Frage, ob er denn den Hund nehmen möchte, rief Michael
ganz laut "Ja!" und stürmte auf sie zu. Holly spürte, dass es zu Ihrem neuen
Zuhause ging und sie nie wieder in einen Käfig mußte. Deshalb freute sie
sich so sehr, dass Holly die ganze Zeit an ihm hochsprang. Als Michael mit
ihr und seinen Eltern zum Auto ging, zog Holly so stark an der Leine, dass
Michael Mühe hatte, sie zu halten.
Zu Hause angekommen, zeigte Michael Holly das ganze Haus vom Dachboden bis
zum Keller. Stolz führte Michael die Hündin in seinem Zimmer herum und blieb
vor einem großen Korb stehen. "Das ist dein Schlafplatz und jetzt zeige ich
dir den Garten." Beide verließen das Zimmer, liefen die Treppe hinunter und
rannten in den Garten. Dort spielten sie, bis beide völlig außer Atem waren
und Michaels Mutter sie zum Abendessen rief.
Am nächsten Morgen, als Michaels Mutter in sein Zimmer kam um ihn zu wecken,
fand sie Holly im Bett neben Michael. Nach mehreren Versuchen erhob sich
Holly und trottete verschlafen in ihr Körbchen. Aber dort blieb sie nicht
lange, sondern folgte Michael in das Badezimmer. Interessiert schaute sie
Michael beim Waschen und Anziehen zu.
Auch beim Frühstück wich sie Michael nicht von der Seite und freute sich
über die kleinen Leckereien, die er ihr unbemerkt unter den Tisch hielt.
Holly und Michael waren sehr traurig, als die Mutter erklärte, dass Holly
nicht mit in die Schule könne. Die Mutter versprach Michael, solange er in
der Schule war, sich um Holly zu kümmern und mit ihr Gassi zu gehen.
In der Schule konnte sich Michael nur sehr schwer auf den Unterricht
konzentrieren. Immer mußte er an seinen Hund denken. Er war froh, als das
Läuten die letzte Stunde beendete und er nach Hause laufen konnte.
Nachdem Michael von Holly überschwenglich begrüßt wurde, mußte er von seiner
Mutter hören, wie schlecht die Hündin erzogen war. Auf der Straße wollte sie
an jedem Hochspringen um ihn zu begrüßen oder sie zog so stark an der Leine,
dass es sehr schwer war Holly überhaupt zu halten.
Gegen Abend berichtete die Mutter ihrem Mann davon. "Dann muß Holly eben
auch in die Schule und dort wird sie es bestimmt lernen" schlug Michael beim
Abendessen vor. Die Eltern überlegten und der Vater schlug vor, am
Wochenende eine Hundeschule zu besuchen.
Michael war überrascht, eine Schule für Hunde hatte er sich anders
vorgestellt. Es gab hier kein Klassenzimmer mit Stühlen und Tischen, auch
die Tafel fehlte. Statt dessen spielte sich alles im Freien ab. Es war eine
große Wiese mit einigen Holzwänden und verschiedenen Geräten. Michael und
Holly sahen sich unsicher um, doch seine Eltern munterten die Beiden auf.
Der Trainer erklärte Michael einige wichtige Begriffe und die wichtigsten
Kommandos. Denn nicht nur die Hündin Holly mußte in der Hundeschule lernen,
sondern auch Michael. Vom Trainer erfuhr Michael, wie er mit Holly sprechen
mußte, damit sie ihm gehorchte. Es kam auf die Stimme an und wie er die
Kommandos betonte.
Nach einer Weile hatte Michael seine Angst überwunden und es fing an Spaß zu
machen. Holly machte es ebenfalls viel Spaß. Sie hörte immer besser, wenn
Michael ihr "bei Fuß" befahl. Anschließend kam ein Hindernisparcour, bei dem
Holly durch einen Tunnel, über eine Wippe und um Slalomstangen laufen mußte.
Michael war so begeistert von den Übungen, dass er Holly alles zeigte, indem
er selbst den Parcour ablief. Zum Schluß sprangen beide fast gleichzeitig
über einige Hürden.
Die Zeit verging und Holly lernte immer besser und schneller ihre Lektionen
in der Hundeschule. Bis es eines Tages zu einer wichtigen Prüfung ging. Die
Eltern feuerten Michael und Holly an. Stolz zeigte Michael, wie Holly auf
jeden seiner Zurufe reagierte und sich entweder vor ihm setzte, sich
hinlegte oder von ihm entfernte. Dann kam der Parcour, und dieses mal wurde
nach Zeit gewertet. Michael durfte nur noch neben den Hindernissen laufen
und Holly gar nicht mehr helfen. Aber dass brauchte er auch nicht, denn sie
konnte die Übungen schon ganz allein.
Am Ende hatten die Beiden die beste Zeit und gewannen den Wettbewerb. Mit
einem strahlenden Lächeln nahm Michael die Siegerurkunde entgegen und auch
den kleinen Pokal. Seine Eltern waren sehr stolz auf ihn und Holly bekam
einige extra Leckereien. Zufrieden fuhren alle gemeinsam nach Hause, wobei
Michael immer wieder aufgeregt von dem Wettkampf und davon, wie er und Holly
den Pokal bekommen hatte, erzählte.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-13 13:52:46 mit dem Titel Detschland der Zukunft
Hier etwas von der Zukunft:
„Aber wenn sie Jaroslawl jetzt nehmen?“
„Werden Ihnen Ihre Kameraden bereits entgegenfliehen...“
Oberstleutnant Feranitz war schon für übermorgen in seine Stellung zurückbeordert – die letzte Festung des Kleist-Bollwerks.
Kriegsminister Freiherr von Craven erschütterte es, daß der junge Mann ihn nie um Protektion anging. Wo er doch das Schlachten fürchtete wie jeder.
Vormittags waren sie in der Nationalgalerie gewesen, dann hatte der Minister in seiner Dachgeschoßwohnung für beide gekocht; Trockenfleisch mit sardischem Käse. Aber Feranitz nutzte nie etwas aus.
Die kleinen Privilegien... Wieviel hatten sie aber auch zu schultern. Die Mädchen, die mit jungfräulich offenen Brüsten und Gänseblümchen im Haar an Ihnen vorübergesprungen waren, hatten sie gegrüßt. „Heil Humboldt!“ – Aber den meisten waren ihre Uniformen widerlich. Lichtflecke flackerten warm durch die Blätter über die Wiese.
„Hört, ‚s hat sechs jeschlagen, muß Euch itzt verjagen“, skandierte der Schließer aus dem Torhäuschen. Der Kriegsminister und sein Freund mußten den Park unterm Friedrich-II.-Mausoleum verlassen.
Sie schlenderten Richtung Pankow. -Am Messinggatter hatte Feranitz seine Wange an den Hals des alten Ministers gepreßt, sich aber sofort wieder gelöst. Von Craven war selig.
„Leutnant – Sie können in die Reserve wechseln.“
Glaubte von Craven den Krieg sowieso verloren?
«DIE JUNGFRAU VON ORLEANS». Deutschherzog Runkel empfing auf einem riesigen Plakat mit seinem warmen Greisenlächeln den Frankenherzog Mont-Chrétien zur Neuinszenierung. Das Reichsvolk ahnte nicht einmal, wie ernst alles war.
„Wenn die Kanadier Jaroslawl nehmen, sind sie in Rußland?“
„Ja.“
„Erreicht unser Herzog denn kein Mitleid bei den Schweden?“
„Die Schweden sind gekauft...“
„Dann versinkt das Abendland –“
„Ja –“
Britannien hatte standgehalten, aber die Amerikanischen Freimärktler waren übers Eismeer gekommen. Europa würde untergehen. Nun endgültig.
Was konnten Altwelt-Tugenden dem entgegensetzen, was die schwarzen Kriegsgefangenen „fuck you“ nannten.
Von Craven und Oberstleutnant Feranitz würden noch eine glückliche Nacht verbringen. Wenn er wiederkäme - würde von Craven Feranitz auf die Kykladen-Festungen mitnehmen.
ENDE
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-21 10:18:00 mit dem Titel Der nächtliche Schnellzug
Über dem staubigen Antlitz der verfallenen Häuser erheben sich düstere Wolken spätabendlicher Stunde. Die einstige Industriestadt - ein gestürzte Königin der Arbeit im Bettlergewand. Am Bahnhof der faulige Gestank ausbleichender Schnapsleichen hoffnungsloser Gestalt, als ich den gepflasterten Boden erschöpft unter mir forttreiben sehe. Eine anmutige junge Frau zeigt Empörung, in der sicheren Arroganz der Unwissenheit, daß sie nur einen Steinwurf entfernt von jenem Dasein der Ärmlichkeit lebt, nachdem eine kleine armselige Figur um eine Münze bat. Im Innern ist sie häßlich gleich der flehenden Gestalt. Ich warte auf den Zug und werfe mit einer schwergläsernen Flasche nach ihr.
Auf uns alle wartet der Nachtschnellzug.
Ganz allein setze ich einen Fuß vor den anderen. Einsam war ich lang nicht mehr, auch wenn ich lange danach sehnte. Heute Nacht schlich ich mich aus dem Haus und ließ Frau und Kind zurück. Bin ein von Geheimniswitterei erfülltes Menschlein – benebelt von der großen Fremde der wirklichen Welt. Was war ich für ein Träumer.
Ein „Ich liebe Dich!“ ein wundervoller Traum, den es ewig noch zu halten gilt.
Ich liebe Dich.
Koffer gepackt und ausgerissen – doch am Fahrscheinautomaten gescheitert.
Kann nicht fliehen und warte auf den Zug.
Das Pflaster unter meinen Füßen will mich nicht mehr tragen, sondern nieder ziehen und beginnt zu klammern, daß mir jeder weitere Schritt eine Qual ist, der mich fordert, die hakenden Tentakeln der Steine aus den Muskelfetzen meiner Ferse zu ziehen. Es tobt im lauen Blut die Stille, pulsierend vor Erschöpfung bis ich endlich halte, zieht brechend seine Bahnen und schwankt vor Bitterkeit.
Einzig Melancholie sucht sich eine Furt durch den nebellosen klaren Strom unter meiner Haut, den man so leicht zu durchschauen vermag und dringt mir in das leere Herz. Einsamkeit suchend habe ich dennoch Angst zu sterben in gefühlsloser Ödnis. Daß mich schließlich bedeckt ein graues Tuch des Schweigens, bleich liegend als der Mann, der sovieles wollte und nur so wenig konnte.
Mehr als eine Vision.
Eine Erschütterung!
Der Mond zeigt zynisch mit dem Finger auf mich herab und stellt mich als verfluchten Idioten dar, als eins der Gleise neben mir entschwand.
In meinen Augen erbricht die Nacht als Schnellzug ohne Halt, der mich fiebertoll auf kaltem Stein zerwirft. Meinen Koffer habe ich vergessen - von meiner losen Zunge in voller Absicht aus dem Gedächtnis davon gejagt, wie blechernes Geröll hinab in die Abgründe meiner Erinnerung.
Eigentlich müßte ich zurück.
Die Liebe wartet nicht. Ich wünschte, ich wäre ein kleines Kind ohne Zeitempfinden.
Geh ich jetzt, so bleib ich weg, wart ich hier, bin ich zu spät – weiter weg, je länger desto besser.
Zurück führt auch kein Weg nach vorn.
Ich bin verwirrt, voll Zweifel noch dazu.
Manche Details sind von entsetzlich geringer Bedeutung.
Die schmutzbraune Hose, die ich sonst nicht mehr zu tragen wußte, scheint mir grade recht, meine Hoffnung in beißender Flüssigkeit zu welken, daß ihre hellgebräunten Blütenblätter, neben ihrem stützenden Stengel zu Boden schweben. Der Alkohol brennt unter dem Fleische meiner Zähne, will ihnen den Halt in meinen Kiefern rauben und die Zunge herauslösen - Furcht...
In der Ferne ein Blitz, so daß mich nur noch zerrendes Rauschen einer starr kreischenden Bremse von folgender Geräuschlosigkeit berführt. Eine große Uhr zeigt den Lauf der Wochen des Wartens auf den richtigen Zug, den ich zu verpassen drohe, da mich das Blut auf gleisigem Eisen lockt. Die Knöpfe meines Hemdes sprangen beim vollstreckenden Zuge meiner Hände von ihren Fesseln, daß mich zerschlissener Stoff zu umhüllen versucht, den ich im rauhen Nachtwind nicht zu halten wage. Er flieht und flieht der Finsternis geneigt.
Mir ist entsetzlich schlecht.
Ein kleiner brauner Pelz huscht mir über die Schuh.
Die Nacht ist viel zu kurz.
Die meisten vergessen wohl ihre Koffer. Vielleicht auch besser so. Was wünsch ich das Vergessen, alles wäre ungeschehen. Kein ewig lüsternd Schatten, der mich zwingt zu flehen. Mein Gedächtnis nicht mehr als ein flüchtiger Schnupfen in lauer Sommerwelt voll Blumen.
Manch einer verkraftet das entsetzlich schlecht – so ganz und gar nicht schelmisch narrenfrei.
Sie alle liegen auf den Schienen.
Enttäuschend flüstern mir flüchtige Stimmen, künden von falscher Torheit, die uns alle zu umschleichen sucht. Ich nahm Träume für bahre Münze, wollte ewig sie berühren.
Eine alternde Ratte nagt an den Gleisen – bald ist das Fell ihr grau und lichte; knochig mager die Gestalt von Hungersnot verzehrt. Kiefer zersetzen meine Schienen – Zähne mager, Zunge toll.
Mein Zug fährt ab und ohne mich davon.
Zurück bleibt der rostende Schrott zweier sinnender Leben.
Hab den Koffer vergessen
Frau und Kind verlassen.
Wer will schon wissen wer ich bin. Nur der Nachtschnellzug.
Nur der Nachtschnellzug...
Er flieht und flieht der Finsternis geneigt.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-12 10:16:39 mit dem Titel Beste Freunde (Des Todes)
Jürgen liebte die Ordnung. Auch auf diesen Samstag, nach einer anstrengenden Woche auf Montage, hatte er sich gründlich vorbereitet. Er stand bei Sonnenaufgang auf, während seine Frau noch schlief. Er frühstückte und las die Wochenendausgabe der Tageszeitung. Er mähte den Rasen - mit dem kleinen Handmäher - und begradigte die Kanten. Er zupfte das Unkraut aus den Beeten, harkte sie sorgfältig und nässte sie mit erdkühlem Wasser, das er aus dem selbstgebauten, gusseisernen Brunnen hochpumpte. Es war ein schöner und sonniger Sommertag. Alles fügte sich perfekt zusammen. Jürgen fühlte sich sehr wohl.
Mit seiner Frau, die den Vormittag im Haus mit ihren eigenen Tätigkeiten verbracht hatte, aß er auf der Terrasse zu Mittag. Danach zog er sich in seine Werkstatt zurück. Jürgen musterte den Raum kritisch. Ein leerer Plastikeimer stand unter der Werkbank, auf ihr lagen nebeneinander ein dünnes Seil, ein Rolle aluminiumbeschichtetes Klebeband, ein großes Fleischmesser und eine blumengemusterte Schale mit Karotten: lang, dick, aus dem eigenen Garten und frisch geputzt. Alles war sauber, alles war an seinem Platz, alles war genau so, wie es sein musste.
Alles war vorbereitet für den Besuch seines besten Freundes.
*
Roland hatte keine Chance. Der Angriff überraschte ihn vollkommen. Jürgen bog Rolands Arme auf den Rücken, wickelte das Seil um die Handgelenke und band es am Schraubstock fest. Das längere lose Ende schlang er um Rolands Fußknöchel und verknotete es. Die ganze Aktion war für Jürgen, da vorher geübt, eine Sache von nur wenigen Handgriffen und Augenblicken.
Roland rüttelte und zog, doch es gelang ihm nicht, seine Fessel zu lösen.
Jürgen achtete nicht auf die sinnlosen Bemühungen seines besten Freundes. Er nahm das Messer von der Werkbank. Er hielt die Klinge hoch. Das durch ein schmales Fenster einfallende helle und warme Sonnenlicht spiegelte sich auf dem blanken Metall.
"Du willst mich doch nicht wirklich deshalb umbringen?" Rolands Tonfall war eine Mischung aus Unglauben und Angst.
"Ich hab' lange drüber nachgedacht", antwortete Jürgen. "Es gibt nur eine passende Strafe für das, was du getan hast."
Er nahm eine der Karotten aus der Schale und schnitt sie in der Mitte durch. Er runzelte die Stirn. Er öffnete die Schublade der Werkbank und griff nach einem Fläschchen mit Schleiföl. Er gab einen Tropfen auf die Schneide des Messers und ließ ihn verlaufen.
"Du hast mit meiner Frau geschlafen", stellte er fest. "Das hättest du nicht tun dürfen."
"Oh Mann, Jürgen! Sie ist eine Nymphomanin. Alle haben mit ihr geschlafen!"
"Ich weiß, dass Marianne 'ne Nymphe ist", sagte Jürgen. Er setzte einen feinkörnigen Schleifstein an und führte ihn mit sanftem Druck, ausgehend vom Heft und in kleinen Kreisen, über die Schneide. "Ich hab's schon gewusst, als wir geheiratet haben. Am Anfang habe ich sie nie aus den Augen gelassen. Aber dann das Haus ... Marianne wollte ein eigenes Haus. Das Geld reichte nicht. Also ab auf Montage. - Ich bin die ganze Woche auf Montage. Ich weiß, dass Marianne das nicht aushält. So lange ohne Mann, meine ich. Vermutlich geht sie gleich am Montag Morgen den Briefträger an. Ganz sicher sogar. Aber ... ich hab' ihn nie getroffen, den Briefträger, und will ihn gar nicht treffen. Ich kenn' ihn nicht. Aber dich kenne ich. Und du bist mein bester Freund. Und der beste Freund schläft nicht mit der Frau seines besten Freundes. Auch nicht, wenn sie eine Nymphomanin ist."
Roland blieb stumm. Wie hypnotisiert verfolgte er die ruhigen, methodischen Bewegungen mit denen Jürgen das Messer schliff.
"Ich kann's verstehen", fuhr Jürgen nach einer kleinen Pause fort, in der man nur das leise Schaben des Schleifsteins auf dem Metall hörte. "Marianne hat was." Er hob die Hände und wog zwei unsichtbare Brüste. "Sie ist nicht so eine magere Bohnenstange wie deine Christa."
"Willst du die anderen und den Briefträger auch umbringen?", stieß Roland hervor.
Jürgen schüttelte den Kopf. "Die anderen sind nicht meine besten Freunde." Er betrachtete mit zusammengekniffenen Augen die Schneide und prüfte sie mit dem Finger. "Wie lange sind wir schon befreundet?", fragte er ohne eine Antwort zu erwarten. "Verdammt lange. Schade, dass es so zu Ende gehen muss."
Von draußen klang Mariannes helle Stimme herein. Jürgen lauschte. "Sie ruft nach mir. - Ich sollte mich beeilen."
Mit einem Leinenlappen wischte er das schmutzige Öl von der Klinge. Er legte das Messer auf die Werkbank zurück. Von der Rolle Klebeband riss er ein ausreichend langes Stück ab.
*
"Was hast du jetzt schon wieder vor?", fragte Roland unsicher.
"Ein Knebel", erklärte Jürgen. "Halt still."
Roland warf den Kopf hin und her. Jürgen packte ihn am Kinn und hielt es mit der einen Hand, während er mit der anderen das Band über den Mund klebte.
Roland brummte Unverständliches. Seine Augen waren weit aufgerissen.
"Ich hab' das noch nie gemacht", sagte Jürgen. "Aber ich denke, es wird eine Riesenschweinerei werden." Mit dem Fuß angelte er den Plastikeimer unter der Werkbank hervor und schob ihn zwischen Rolands Beine.
Er nahm eine besonders dicke und lange Karotte aus der Schale. Die Klinge des Messers ging durch sie hindurch wie durch Butter. Jürgen nickte zufrieden.
"Ich werde dich nicht umbringen", sagte er nachdenklich. "Aber Strafe muss sein."
Mit einer kurzen, abgehackten Bewegung aus dem Handgelenk und vollkommen mühelos teilte er mit der äußerst scharfen Schneide des Messers eine zweite Karotte.
Und endlich begriff Roland, was sein ehemals bester Freund beabsichtigte.
Der Knebel dämpfte seinen plötzlichen, verzweifelten Schrei nur wenig.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-19 09:17:46 mit dem Titel Keine Überschrift (jedem selbst überlassen)
Es war sehr kalt in der Großen Scheune. Nur die keinste Anzahl Sonnenstrahlen, die durch ein paar kleine Lücken im Dach fielen, durchbrachen die staubige Dämmerung wie helle Steifen. Wenn die Augen sich an das wenige Licht gewöhnt hatten, sah man in der Mitte einen riesigen Berg frisch geernteter Kartoffeln. Vor ein paar Tagen noch in der feuchten, dunklen Erde, lagen sie nun hier alle zusammen auf einem Haufen und warteten, was mit ihnen passieren würde. Sie hatten sich untereinander bekannt gemacht, einige Freundschaften geschlossen, wieder andere hatten festgestellt, dass sie zur selben Mutterpflanze gehörten oder alte Erdbekanntschaften aufgefrischt.
Doch nun langsam ging der Gesprächsstoff aus, Langeweile machte sich breit und der Ton wurde gereizter: "Kann mir mal einer sagen, was hier so müffelt?", fragte die festkochende Sieglinde geziert, "Da fault doch einer!"
Ihre Bekannte Cilena rümpfte hochnäsig die Knollennase: "Sicher einer von unten, von diesen Matschkameraden Hansa oder Grata, die werden sowieso alle nur als Pürree enden ..."
Sieglinde und Cilena hatten sich als Lebensziel gesetzt, einmal ein knackiger Kartoffelsalat zu werden. Über die mehligen Sorten fühlten sie sich meilenweit erhaben. "Schau mal", meinte Cilena, "da auf den Boden fällt ein Sonnenstrahl! Wenn wir doch nur dahin könnten! Das wäre für uns der einzig angemessene Platz, so mitten im Licht!" – "Warum nicht?", schlug Sieglinde vor, "Lass uns Schwung holen und einfach runterkullern!"
Gesagt, getan. Kurz darauf sah man beide Knollen im Schein des Sonnenstrahls hell leuchten. In den nächsten Tagen machten sie sich hochmütig über die anderen lustig, die im Dämmerlicht lagen. Doch Cilena stellte bald fest, dass ihre Freundin irgendwie mehr und mehr schrumpelig aussah. Sieglinde dachte über Cilena dasselbe, außerdem zeigten sich bei beiden so merkwürdige grüne Pusteln ... Glatt, knackig und rund sahen sie jedenfalls beide nicht mehr aus, denn das Sonnenlicht hatte bewirkt, dass sie alle ihre Kraft in grüne keimende Wurzeln abgeben mussten, an ein Ende im Kartoffelsalat war nun gar nicht mehr zu denken! "Jaja", grummelte eine der mehligen Hansaknollen, "Wie heißt noch das alte Kartoffelsprichwort? Hochmut kommt vor dem Runterkullern ..." weiterlesen schließen
Informationen
Die Erfahrungsberichte in den einzelnen Kategorien stellen keine Meinungsäußerung der Yopi GmbH dar, sondern geben ausschließlich die Ansicht des jeweiligen Verfassers wieder. Beachten Sie weiter, dass bei Medikamenten außerdem gilt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
¹ Alle Preisangaben inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versand. Zwischenzeitl. Änderung der Preise, Lieferzeiten & Lieferkosten sind in Einzelfällen möglich. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Bewerten / Kommentar schreiben