Kurzgeschichten Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- Gänsehaut
- die erwartete erweiterung..
- :)
Nachteile / Kritik
- eventuell schlechte Träume *smile*
- einbisschen vulgär
- :(
Tests und Erfahrungsberichte
-
Tamara
1Pro:
---------
Kontra:
Der Mensch als Mensch zählt leider in dieser Gesellschaft immer weniger.
Empfehlung:
Nein
Tamara
Bisher hatte Tamara eigentlich eine unbeschwerte Kindheit und Jugend gehabt. Der Vater ein kleinbäuerlicher Lohnunternehmer hatte es zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Die Mutter erledigte die Buchhaltungsarbeiten und kümmert sich um den Haushalt und die beiden Töchter.
So langsam begann jedoch die Ehe zu kriseln. Der Vater begann zu trinken und enorme Schulden zu machen. Die Mutter zog mit einem jüngeren Mann zusammen und reichte die Scheidung ein. Ihre 11 Jährige Tochter Senta nahm sie mit. Tamara bleib beim Vater.
Für Tamara die gerade 17 geworden war, war nun die Zeit der unbeschwerten Kindheit und Jugend vorbei. Sie hatte gerade in einem großes Ausflugshotel im Nachbarort ihre Ausbildung zur Köchin begonnen. An ihren wenigen freien Tagen sollte sie die ganzen Haushaltsarbeiten erledigen und auch noch die Buchhaltung für den Vater machen. Das konnte sie niemals schaffen. Der Vater begann sie zu drangsalieren und zu schikanieren.
Sie wandte sich voller Verzweiflung an ihre Mutter. Die Mutter meinte: „Wenn es dir bei deinem Vater nicht gefällt, so suche dir doch ne eigene Wohnung. Zu mir kannst du auf jeden Fall nicht kommen.“
Eine eigene Wohnung konnte sie sich nicht leisten und immer im Hotel bleiben konnte sie auch nicht.
Der Vater begann immer mehr zu trinken. Er war ein psychisches Wrack geworden. Aus einem einst liebvollen Mann ist ein jähzorniger, zynischer Phsychophat geworden. In seinen Rauschzuständen begann er Tamara zu schlagen und zu misshandeln.
Eines Tage schien sich für die Tamara die Chance ihres Lebens zu bieten. Im Hotel lernte sie Jörg kennen. Jörg war Jurastudent. Sein Vater war ein angesehener und sehr erfolgreicher Anwalt. Jörg war der einzige Sohn und der Vater wollte das der Junge in seine Fußstapfen tritt und die Kanzlei weiterführt.
Jörg und Tamara verstanden sich vom ersten Augenblick an prächtig. Jörg war anders als alle anderen . Jörg war etwas besonderes. Er war immer elegant gekleidet und immer charmant und zuvorkommend. Er liebte Gedichte und Poesie. Jörg war richtig romantisch, aber er wusste wie man ein Mädchen ganz geschickt verführt.
Tamara klagte Jörg ihr Leid. Er bot ihr an zu ihm in seine Wohnung zu ziehen. Was Tamara auch tat. Das Glück schien wieder zurückgekehrt zu sein in Tamara´s Leben.
Die folgenden Wochen und Monate waren für Tamara wohl die schönsten ihres Lebens. Sie hatte ihren „Traummann“ gefunden und endlich Ruhe vom jähzornigen Vater. Sie ging richtig euphorisch durch das Leben. Leider war sie auch ein bisschen sehr naiv. Sie bemerkte nicht das Jörg sie schon bald belog und betrog. Für ihn war Tamara nur sein „Bettschatz“. Seine Freunde von der Uni begannen sich Lustig zu machen über sie. Sie versuchten sich immer sie in der Öffentlich bloßzustellen und zu blamieren. Irgendwie bekam das Tamara überhaupt nicht mit. Sie himmelte nur ihren Jörg an und ließ dabei vieles andere außer acht.
Doch eines Tages da gab es ein böses Erwachen für Tamara. Aufgrund von einer gewissen Übelkeit ging sie zum Arzt. Der stellte fest das sie Schwanger ist.
Tamara war voller Freude und erzählte es gleich Jörg. Dieser reagiert so wie sie ihn noch nie erlebt hatte. Aufbrausend und mit Zornesröte im Gesicht schrie er sie an: „ Bist du verrückt ein Kind. Du kleine Schlampe hast nicht aufgepasst oder wolltest vielleicht gar ein Kind von mir? Du hast mein Vertrauen missbraucht. Hau ab und verschwinde“.
Tamara versucht mit Jörg zu diskutieren, aber es hatte keinen Sinn. Er packte sie am Arm zerrte sie vor die Tür und ließ diese krachend ins Schloss fallen. Etwa eine Stunde trommelte Tamara von außen gegen die Tür, weinte, wimmerte und schrie. Doch alles zwecklos Jörg reagiert nicht darauf.
So fuhr sie per Anhalter wieder zurück zum Vater. Die Wohnung glich einer Räuberhöhle. Berge von Geschirr standen in der Küche. Überall war Schmutz und Spinnenweben. Fenster und Türen waren teilweise zerstört. Der Vater lag im Dilerium im Wohnzimmer und dämmerte so vor sich hin. Er bemerkte gar nicht das Tamara zurückgekommen war.
Sie schlich sich leise in ihr Zimmer und warf sich weinend auf ihr Bett.
Am nächsten Morgen stand sie sehr früh auf und fuhr per Anhalter wieder zurück zu Jörg.
An der Tür klingelte sie „Sturm“. Jörg machte sofort auf und bat sie ins Wohnzimmer. Auf dem Sofa saß der Vater von Jörg. Dieser sagte in einem barschen Ton zu Tamara: „Junge Frau kommen sie her und setzten sie sich. Ich muss mit ihnen Reden“.
Tamara gehorchte und setze sich neben dem wohlbeleibten Mann auf das Sofa. Jörg´s Vater begann fortzufahren: „ Mein Sohn wird in wenigen Jahren einer der angesehensten Anwalteskanzleien in diesem Land übernehmen. Er wird Klienten aus den höchsten Kreisen haben. Die Frau an seine Seite muss auf dem selben Bildungsstand sein wie er. Sie sind das nicht! Ein uneheliches Kind das wäre ein unheimlicher Skandal. Das würde ihm auf Dauer einen großen Imageverlust bringen und seine zukünftige Karriere sehr gefährden.
So mache ich ihnen nun folgendes Angebot. Nächsten Mittwoch werden sie mit meinem Sekretär einen kleinen Ausflug machen. Er bringt sie zu einem Frauenarzt. Dieser wird einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen. Desweiteren werden sie von mir eine großzügige finanzielle Entschädigung erhalten. Sie werden jeglichen Kontakt zu meinem Sohn einstellen und werden über diese Sache stillschweigen bewahren. Sie haben nun 5 Tage Bedenkzeit. Ich kann ihnen nur raten das Angebot anzunehmen, ansonsten werde ich ihnen das Leben zur Hölle machen“. Tamara stand auf und rannte auf und davon.
Als Tamara wieder auf der Straße war blieb sie irgendwann stehen und weint bitterlich vor sich hin. Sie setzte sich auf den Bordstein und saß lange Zeit regungslos da. Plötzlich stand sie auf und ging weiter. Sie hatte einen einsamen Entschluss gefasst. Sie ging in alle Apotheken der Stadt und kaufte überall eine Packung Schlaftabletten. Sie kaufte noch eine Flasche Orangensaft und ein Taschenmesser. Mit dem Taschenmesser begann sie die Schlaftabletten säuberlich zu kleinern, um sie hernach in den Saft zu geben. Sie ging in den Park setzte sich auf eine Bank und trank ihr Gebräu restlos aus.
Am anderen Morgen fanden zwei Jogger Tamara regungslos auf der Bank. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.
Vier Tage darauf wurde Tamara beerdigt. Alle waren da: Der Vater, die Mutter und auch Jörg und sein Vater. Vater und Mutter hatten Tränen in den Augen. Beide legen einen großen Kranz nieder. Den größten Kranz legten aber Jörg und sein Vater nieder. An diesem war eine Schleife auf der folgendes geschrieben stand: Zur Ewigen Erinnerung an die größte Liebe meines Lebens, dein dich über alles liebender Jörg.
Ich stand auch dabei und dachte mir: Welch eine Heuchelei!!
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Ansichten eines Baum(e)s
08.10.2002, 21:09 Uhr von
pucky1
Das Wahre gibt es nicht! Es gibt nur verschiedene Arten des Sehens. (Gustave Flaubert) wie ic...Pro:
nix? oder etwa doch *grübel*
Kontra:
nun ja muss man schon selber rausfinden *g*
Empfehlung:
Nein
Diese wunderschöne Wiese, vor diesem stattlichen Einfamilienhaus rief förmlich nach Bewuchs, ein "Untermieter" wurde gefordert.
Ich wohnte zu der Zeit noch in einem beengten Gefängnis, in der örtlichen Gärtnerei, bis die netten Herrschaften mich aus dieser Geissel meiner Jugendzeit befreiten und sich mit zu diesem einladenden Rasen nahmen, auf bzw. unter dem ich mich von nun an "austoben" durfte und meinen Wurzeln endlich freie Entfaltung garantiert wurde.
Erst mal raus aus dem Plastikeimer rein in die Zukunft, welche derzeit noch wie ein einfaches Loch aussah, für mich aber paradiesische Aussichten versprach.
Die erste Zeit war einfach wunderbar, ich genoss die ersten paar Sommer und sogar die kühlen Winter, mein Dasein, bis sich irgendwann Langeweile einschlich und mich eine Sinnkrise überkam, es muss doch ausser zu wachsen und Früchte zu Produzieren noch irgendwas geben!
Zu dieser Zeit hörte ich aus dem einige baumlängen entfernten Haus meiner Zieheltern merkwürdige Geräusche, immer wenn es dunkel wurde, kam ein Kreischen, aus der Wohnung, welches durch ähnliches Brüllen, Blubbern und Kicheren des Tags abgelöst wurde.
Ich wurde neugierig, und zu einer Zeit, in der ich, wie die Menschen es nennen, gerade Ausschlagen wollte, sah ich die Quelle der ungewohnten Geräusche, da wurde ein Minimensch durch die Gegend getragen, dem man es nicht zutrauen konnte, dass er so laute Geräusch von sich geben könnte und ich wurde ihm vorgestellt.
Woraufhin der Papa dann immer wieder an meinen Stamm schlug und "BAUM" sagte, aber mir nicht erklärte wie sein Spross heist,.. aber da er mich eh nicht verstand, konnte ich ihm nicht sagen wie neugierig ich war.
Kurze Zeit später, geschah dann etwas Merkwürdiges, nicht dass sie mich schon öfter als Schattenspender im Sommer benutzten, aber als hätten sie Angst vor meinem nicht gerade übermässigen Temprament, banden Sie meinen stabilsten querstehenden Ast, an zwei Seilen fest, die mit einem merkwürdigen Brett verbunden wurden.
Spassigerweise wurde dieses Brett, nirgends befestigt, nein sie setzten sogar den Kleinen auf dieses Gestell und schubsten ihn immer wieder von sich fort um ihn dann sogleich wieder in Empfang zu nehmen,.. da mich das nicht störte und endlich wieder etwas Abwechslung in mein zwar befreites aber dennoch langweiliges Leben kam, genoss ich diese Zeit, denn ich ahnte, dass ich in der dunklen Jahreszeit wieder öfters alleine sein werde.
So gingen wieder einige Sommer ins Land, dieses Brett wurde immer seltener genutzt und eines Tages, als dieser Winzling, seine Körpergrösse mindestens verdoppelt hat, kam er mit seinem Papa, auf mich zu.
Sie waren mit vielen Brettern und einigen, mich grimmig anlächelnden, Nägeln bewaffnet .
Sie kletterten erstmals an mir empor, das erfreute mich, endlich hatte ich wieder mal Kontakt, mit etwas Anderem, als diesen eher nervenden, mich zusch....den Vögeln.
Doch dann geschah es, sie nahmen diese Nägel und setzten sie mir auf meine Haut, meine Wurzeln krampften zusammen und meine Astlöcher wollten sich vor Angst verschliessen, was zum ENT *, hatten sie vor?
Die Spitzen der Nägel bohrten sich durch meine scheinbar robuste "Haut".
Da war dieser durchdringende Schmerz, hätte ich brüllen können, hätte ich sämtliche Nachbarhäuser, mit meinem Schmerzensschrei, auf meine Pein aufmerksam gemacht, womit habe ich das verdient? Habe ich ihnen irgedendetwas getan?
Doch die Narben heilten schnell und ihre Tat war schnell verziehen, denn durch den Bau dieses Baumhauses für, wie ich inzwischen herausgefunden habe, Peter, bekam ich sehr oft Besuch, einige kleine Peterfreunde trafen sich, fast mit jedem Sonnenuntergang, bei MIR, und erzählten sich und mir tolle Geschichten und Erlebnisse ihres Tages,... lauter Dinge welche ich nie erleben würde, oder oft auch nicht verstand, da ging es um Mädchen(?), Mofa´s, Lehrer(?), Betrügereien, Streiche, etc. ... ich wusste soviel von diesen Jungs,... wie wohl niemand sonst.
Ich freute mich über ihr vertrauen wartete den ganzen Sommer gespannt auf ihr tägliches erscheinen, denn neben diesen Geschichten, befreiten sie mich auch immer sehr schnell ,von der Last meiner Früchte, wenn der Winter so langsam wieder vor der Tür stand....
Auch diese Zeit verging viel zu schnell, das Baumhaus verwaiste und Peter liess sich nur noch sehr selten blicken :-(, dafür bekam ich dann erst Gesellschaft von Nachbarbäumen die dort in Reih und Glied standen, regelmässig mit Gift malträtiert und wenn sie nicht genug Ertrag(?) brachten ,sogar ausgetauscht wurden,.. welch schreckliches Schiksal!!
Denn sogar mir ging es zeitweise schecht wenn diese Giftschwaden zu mir herüberzogen....
Nun genug davon, denn zweitens bekam ich Gesellschaft im eigenen Garten,
Peters Papa meinte, Peter bräuchte nun nicht mehr soviel Platz zum herumtollen und so wurden Kameraden für mich gepflanzt.
Teilweise merkwüdige Gesellen, einer war so verbittert, dass er seine Blätter zu spitzen nagelartigen Gebilden verformte, welche er nicht mal im Winter abwarf.
Als er mir dann aber die Geschichten seiner Herkunft schilderte konnte ich ihn etwas verstehen.
Hier nur einige kurzen Passagen:
Er wuchs in einer riesigen Gruppe Gleichgesinnter auf, sie wurden eingezäunt und bekamen fast kein Licht ab, weil die nichteingesperrten (genauso verbitterten) Genossen ihnen alles Wegnahmen, denn er erzählte von tausenden solcher Bäume, welche sich den Weg nach oben erkämpfen mussten und wenn sie ihr Ziel erreicht hatten mit merkwürdigen Geräten dahingemetzelt wurden,.. schrecklich,... da habens meine Nachbarn ja richtig gut dagegen, und ich lebe im Paradies... wer hätte das gedacht und das obwohl es mir oft so langweilig war.
Inzwischen ist Peter mit so nem kleinen kreischenden Teil angerückt und das Brett wird wieder öfter genutzt, er erzählt seinem Kleinen was von seiner Vergangenheit mit mir und mir ist fast peinlich ,dass ich sein Baumhaus beim letzten Wachstumsschub leider zerstört habe, aber das lässt sich vielleicht wieder reparieren.
Wobei mich in letzter Zeit der griesgrämige Menschennachbar etwas verunsichert, er schreit immer unverständliches Zeugs, über den Zaun, von wegen, "ich würde seinen Bäumen die Sonne rauben", und "Für meine Grösse sei ich viel zu nah am Zaun und müsse weg", ICH, ich bin schon seit so vielen Wintern hier, ich gehöre hier her, ich würde fast sagen ich bin hier fest verwurzelt... und da kommt so ein dahergelaufener Bauerntrampel und meint ich müsse weg... niemals...
Da erscheint ein traurig aussehender Peter, mit nem komischen langnasigen Teil in der Hand, (nein nicht sein Sohn), es scheint aus Metall zu sein und das Drumherum erinnert mich an seine alte Fahrradkette, kurz bevor es aufheult ruft mir der Nadelgeselle noch zu "Achtung, das ist Gefäh....", dann ein Gekreische, wie ich es noch nie gehört habe und ein stechender Schmerz..........
© Pucky
16.4.2001
zum*,.. bin mir nicht sicher ob ich ENT richtig geschrieben habe,... das sind Baumwächter im "Herr der Ringe"
ps. ich habe etwas das Recht gebäugt,.. denn nach fünf Jahren hätte der Nachbar keine Chance gehabt sein Ansinnen durchzubekommen...
Nur für den Fall der Fälle
Puckylein =Pucky= Puckmuck
Bewertung unten ist Makulatur,..
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-01 16:14:56 mit dem Titel Erwachen
Nächtliches Erwachen,
diese ungewöhnliche Stille, beinahe bedrückend, ich öffne die Augen, es ist noch dunkel,... drehe mich um und döse wieder weg.
Vogelgezwischer weckt mich erneut, es scheint hell zu sein, ich sehe durch meine geschlossenen Augenlieder ein rotes Leuchten.
Zeit sich zu besinnen,
wo war ich gestern?
Nicht so wichtig, erst mal frischmachen.
Ich schaue auf, eine wunderschöne mindestens drei Meter hohe Decke, welche mit unzähligen Stuckaturen geschmückt und als Kontrapunkt mit kleinen Schimmelflecken in den Kanten überzogen ist, nimmt mein gesamtes Blickfeld in Beschlag.
Ich blicke mich ungläubig um, bemerke erst jetzt, die weiche Satinbettwäsche, in die ich gebetet bin, erneut drängt sich mir die Frage auf,...
Wo war ich gestern, und noch genauer, Wo zum Teufel bin ich denn hier gelandet?
Erst mal aufstehen, und den Verstand etwas in Wallung bringen, Gedächtnis auffrischen, und zum Balkon geschlappt um Sauerstoff zu tanken und gleich wieder mit der ersten Mentholziggi neutralisieren, denn ein "Sauerstoffschock" ist das Letzte was ich nun brauche.
Ein atemberaubender Ausblick nimmt mich gefangen, eine riesige Wiese breitet sich tief unten vor mir aus, im Hintergrund ist sie von einem hügeligen Nadelwald gesäumt, welcher sich in der Ferne verliert und in den diesigen Schemen eines Gebirges verliert, traumhaft schön, so eine morgendliche Landschaft.
Morgendlich?
Ich betrachte ungläubig die Zeiger meine Armbanduhr, , denn die Tatenlosigkeit der emsigen Zeiger ist merkwürdig, sie scheinen um 11.55 Uhr Arbeit niedergelegt zu haben, das erste Mal,...was ist los?
Wieder kommt mir die Landschaft in den Sinn, irgendwas stört,... es ist tragisch, aber klar ,das ist es.
Egal wohin ich meine, noch etwas verklebten, Augen schweifen lasse,
kein Strommast, keine Funkantenne, nicht mal die Anzeichen einer Strasse, eines Weges, oder gar eines Hauses finden sich in diesem traumhaften Bild.
Das kann nicht sein ich war doch gestern noch in " " ?
Der Zauber hat sich verloren, nun erst mal wieder rein ich schaue mich etwas in meinem Zimmer um, es ist karg, ausser dem wuchtigen Bett in dem ich wohl genächtigt habe, entdecke ich nur eine Schreibkommode einige Bücher, in einem Regal und ein einzelnes Bild an der Wand gegenüber des Bettes, es erinnert mich irgendwie an "der Schrei"*, nur ein verzweifeltes, scheinbar schreiendes Gesicht, sonst nichts, ausser einer Türe und ein Durchgang, in ein anderes Zimmer.
Eine Türe!!
Klasse nun raus hier, ich drücke die schwere Klinke runter, die zu dieser massiven Holztüre gehört und öffne die Türe....
..vielmehr will ich sie öffnen, denn sie bewegt sich keinen Millimeter ich rüttle und ziehe, nichts passiert.
Eingesperrt bin ich also, na toll.
Ich Schlage und trete gegen die Tür, keine Reaktion.
Die Töne scheinen zu ersterben, ein dumpfes Pochen mehr nicht ,als wäre der Raum hinter der Türe mit Schaumstoff gefüllt.
Ich will hier raus!!
Ich will wissen wo ich bin
Ich will wissen wie ich hier her gekommen bin,
zumindest mit jemandem reden
oder ein Zeichen das jemand, ausser mir, hier ist.
Die betrübte Laune wandelt sich in ernsthaftes Unwohlsein, die Müdigkeit hat sich schlagartig verabschiedet, und eine leise Panik schleicht in mir hoch.
Mal gucken was im anderen Zimmer ist, vielleicht klärt sich ja alles auf,
dort finde ich einen gedeckten Tisch vor, aber keine Anzeichen einer Tür.
Ich muss mich beruhigen, vielleicht hilft ja ein Frühstück, ich schmiere mir ein Brötchen, bekomme aber keinen Bissen runter, in meinem Kopf kreisen die Gedanken, das ist doch unmöglich, was mach ich hier?
Ich komme mir beobachtet vor, blicke mich schnell um, stehe auf und untersuche die Wände,
aber keinerlei Anzeichen einer Kamera, oder eines Guckloches oder Ähnlichem, trotzdem irgendwer ist da, ich spüre es förmlich,... oder gesellt sich zu Panik nun noch Paranoia?
Ich muss etwas tun, ich muss hier raus, ich konnte es noch nie ertragen eingesperrt zu sein, immer wenn jemand die Türe von aussen abschliesst drehe ich durch, Was soll ich tun?
Leise alte Tanzmusik wird durch die Balkontür hereingeweht, scheint eine Art Saltarello zu sein, aber das ist unwichtig,
da sind sicher irgendwo Menschen, ich stürme zum Balkon und sehe sie.
Das Licht ist unwirklich, aber wenn ich meinen Augen noch trauen kann, tanzen da unten auf der Wiese fröhliche Menschen, die Quelle der Musik kann ich nicht ausmachen.
Ich bin erleichtert, ich bin nicht alleine, ich Winke, ich wedle wie verrückt mit den Armen, ich Rufe und versuche mit bemerkbar zu machen.
Ich verstumme, was war das?
Keine Reaktion von unten, wie auch?
Denn mein Schreie waren kaum wahrnehmbar, sie klangen wie Reden im Wasser, abgepuffert und unverständlich.
Die Panik trifft mich wie ein Holzhammer, ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen ich renne zur Tür, Trete und springe dagegen,
mit Erfolg,!!
Die Türe hat sich zwar nicht bewegt, aber der Schmerz des letzen Aufpralls bringt mir meine Gedanken zurück,
ICH MUSS HIER RAUS, sonst dreh ich durch.
Ich komme an der Kommode vorbei, dort sehe ich erst jetzt den Zettel "Herzlich Willkommen und fühlen sie sich bei mir wie zu Hause" ein bitterer Lacher versucht sich, durch die nun wieder eingetretene Stille zu bohren,... ohne Erfolg.
Ich schnappe mir die gesamte Bettwäsche, knote sie, wie besessen, zusammen und begebe mich betont langsam wieder zum Balkon.
Ich blicke nach unten und muss lächeln, da geht es 10, 20,30 Meter nach unten und ich habe ein "Seil", welches gerade mal an die 5 Meter heranreicht, mein Gott bin ich naiv.
Ich muss weg von hier, die Wand ist aus Natursteinen, und scheint halt zu bieten, also bleibt mir nur klettern, ich schwinge mich über die Brüstung, und bemerke noch die Nichtexistenz weiter Balkone oder Fenster , aber das ist mir nun egal, ich klettere los, und versuche mich ein letztes Mal zu beruhigen.
Der Gedanke nach dem Sinn und der Herkunft von allem hier, versucht sich noch mal an die Opberfläche zu kämpfen, aber ohne Erfolg, ich verliere den Halt, und falle rücklings dem Boden entgegen.
Zynisch meldet sich mein Gehirn und meint, "was sind das für Ammenmärchen mit dem Film vom ganzen Leben, in den letzen Sekunden?"
Was für ein ganzes Leben?
Ich stürze weiter..............
........ und dankenswerterweise wird mir schwarz vor Augen.
Ich schrecke aus dem Schlaf, schweissgebadet setze ich mich auf und öffne erleichtert die Augen,
Nur ein Traum,
doch was sucht "der Schrei*" dort
an der Wand?....
© Frank alias Pucky 2001
ps.*Der Schrei... ist wohl das expressionistische Gemälde von Edward Munch, einem norwegischen Maler, aus den dreißiger Jahren
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-08 19:09:07 mit dem Titel Willkommen im Übermorgen?...
-So ein Mist, schon wieder ist der Telepat-sensor kaputt- waren wieder mal die ersten Gedanken, die er sich am frühen Morgen machen durfte.
Doch wovon redet, öhm denkt er eigentlich, ....nun, lassen wir ihn einfach weiterdenken.
-Warum haben wir uns diesen aktuellen Allroundroboter, FIXIST nur angeschafft, so langsam ist es eindeutig, dass die neuste Generation der Gedankensensoren noch nicht ausgereift ist, aber wir brauchen ja immer das Neuste.-
„ Richte mir die Kleidung und bereite das Frühstück vor“ formuliert sein Mund ungeschickt.
FIXIST wuselt von dannen und führt aus wie ihm befohlen, Pit liegt noch in seinem Bett, seine Frau Pia ist schon lange aus dem Haus, beim Dienstleisten.
Wie so oft, stellt er fest, dass es nicht einfach ist, ohne Hörsinn zu sprechen, aber da er als Kind noch gehört hatte, kann er es aussprechen.
Er malt sich aus was seine beiden Kinder Pib und Pic in einer solchen Situation unternehmen würden.
Es wäre umständlich, denn sie müssten erst mal den Sprachmodulator holen, ihn auf ihre Gedanken harmoniseren und dann mühevoll einzelne Worte in das Gerät eindenken.
Seine Gedanken schweifen wieder mal, wie so oft in letzter Zeit, in die Vergangenheit,
-seine Urgrosseltern, welche wegen ihrer Ablehnung gegen die modernen Errungenschaften, nur 120 Jahre alt wurden, hatten damals, als er noch ein Kind war, oft erzählt, wie schön es doch in ihrer Jugend war, es gab Pflanzen, Tiere, frische Luft und viele ruhigen Orte, an denen man trotz Gehör, keinerlei Anzeichen von Kopfschmerzen bekommen hat
und das sogar Draussen, ausserhalb der Häuser.-
Seine Gedanken schaudern,
- denn sie haben auch erzählt, dass sie die Leibspeisen hatten, welche sich aus dem Fleisch von toten Tieren und dem Grünzeug zusammensetzten, was angeblich vor ihrem Haus wuchs.
Sie erzählten ihm, von der Lust des Zubereitens dieser absonderlichen Speisen und dem Verzehr derselben. –
Erzählten?
-Ja, sie weigerten sich Gedankenübertragung anzuwenden, und somit auch ihre Hörnerven entfernen zu lassen, was aber für sie nicht weiter schlimm war, da sie durch den inzwischen permanenten Lärm der überall, andauernd war, eh fast taub waren.
Nur vereinsamten sie dadurch zusehens, da keiner mehr diese Pein des Lärms, auf sich nehmen wollte, und somit alle ausser ihnen mit Telepathie kommunizierten und den Hörsinn abgaben.
So auch er selbst, im Alter von 5 Jahren.
Wurdeim wie bei jedem Kind, mit der Einschulung, der Hörsinn entfernt, damit er sich in der Schule konzentrieren konnte und nicht durch die Geräusche abgelenkt wurde.
Doch bis zu diesem Alter wurde ihnen allen, für die Fälle, wie er heute wieder vorgefallen ist das Sprechen beigebracht.
Weiter erzählten ihm die Grosseltern von einem blauen Himmel und einer Sonne, was auch immer das sein soll. Wenn er, was selten geschah, aus dem Fenster schaut, ist alles grau, das ist auch gut so, denn das helle Licht schmerzt eh die andauernd gereizten Augen.
leider sind die Sensoraugen noch in der Prototypenphase-
denkt er sich, während ihn FIXIST etwas ungeschickt ankleidet.
Er lächelt beim Gedanken daran, dass seine Grosseltern viele Dinge im Haushalt selbst getan haben und noch kurze Zeit mit sogenannten „Auto-mobilen“ umherfuhren.
-AUTO-MOBILEN?
Was für ein Name für ein Fortbewegungsmittel, welches nichts alleine Tat und man immer auf alles achten musste, ...sogar Wasserstoff musste man immer wieder nachfüllen, er kann bis heute nicht verstehen, was da AUTO sein soll, weder Automatisch, noch Autonom, oder was auch immer und dazu MOBIL.... –einfach lächerlich- die meisten konnten nicht mehr als 200 km/h fahren, was vielleicht auch gut war, denn auch so fuhren sich noch viele Leute Tot.
Nun seit ungefähr 60 Jahren sind diese Mördergeräte verboten und sehr schnell durch Gleiter mit Ladungsumkehrantrieb, ersetzt worden, welche alles alleine machen, man muss ihnen nur mitteilen, wohin man will und schon ist man in kürzester Zeit dort.
Fahren ist auch Tabu, denn der Boden ist viel zu rar, als dass man ihn für Fortbewegung nutzten dürfte.
Die alten Zeiten waren schon Merkwürdig, denn seine Grosseltern spielten noch draussen, OHNE Sauerstoffgeräte und Schutzkleidung. Heute würden sie das nicht länger als 5 Minuten tun ohne sich eine verkrebste Lunge und Haut zu holen, Wahnsinn, was seine Urgrosseltern ihnen als Kinder noch gestattet hatten.
Nun ja Seine Eltern waren da vernünftiger, sie waren sehr offen für Neues, nur eines liessen sie sich nicht nehmen, sie wollten ein natürliche Geburt und eine technisch unmanipulierte Befruchtung, oder kurz sie machten „Sex“ um ihn zu Zeugen.-
Pit schlendert in die Küche und nimmt schnell sein Frühstück zu sich, er ist ein gut verdienender Tester von Multimediatelechips, somit kann er es sich leisten das Klasse A Braintechfood auftischen zu lassen. Während dieser Nahrungsaufnahme, lässt er seine Gedanken weiter abschweifen, was eigentlich verschwendete Zeiteinheiten sind, aber nach dem der heutige Tag, der mit einer Aufregung begann, muss er eh noch etwas mit seinem Arbeitsbeginn warten. Er schüttelt den Kopf, denn er kann seine Eltern nicht verstehen.
-sie verschwendeten bei seiner Zeugung unötig Energie, die sie anderweitig besser in die Gesellschaft einbringen hätten können, ausserdem war das ein grosser Leichtsinn.
nun gut sie hatten Glück,
aber alleine der Gedanke daran, was alles, mit ihm, hätte passieren können, nein, wie konnten sie nur, er hätte auch mit üblen Deformationen oder mit einem Hirnschaden zur Welt kommen können, hatten sie denn nichts aus der früheren Geschichte gelernt?
Inzwischen ist diese unmenschliche Praxis Vergangenheit, heute kann man sich seine Kinder auswählen, man gibt nur etwas Erbmaterial von Mann und Frau ab , und veredelt diese mit den gewünschten mentalen und körperlichen Eigenschaften,... und schon nach 4 Wochen hat man den Nachwuchs, den man sich wünscht, die Zeit der Nachwuchslotterie ist glücklicherweise, ein für allemal beendet, und auch der unapetitliche Akt ist us
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