Mehr zu AutorInnen mit B Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- Überraschungen - Geständinisse - Wahrheiten - einfach Kult
- immernoch moderne Bücher, auch wenn Frau von heute irgendwie anders ist
- packende Story mit unvorhergesehenen Wendungen
Nachteile / Kritik
- gewöhnungsbedürftiger Schreibstil
- außer bei Ebay oder auf Flohmärkten nur noch schwer zu bekommen
- teilweise etwas viel >Blödsinn<
Tests und Erfahrungsberichte
-
Die Männchen
3Pro:
stellenweise witzig
Kontra:
öde Liebesgeschichte
Empfehlung:
Ja
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Vorbemerkung
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Hier steht nichts mehr drin. Weil es jetzt wo anders steht.
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Der Autor
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Inhalt
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Der einst so selbstherrliche Talkmaster steht vor einem Wendepunkt in seinem Leben. Er muss sich entscheiden zwischen seinem alten privilegierten Leben oder der Möglichkeit, eine Leitfigur der Ufo-Freaks zu werden.
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Persönliche Meinung
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Randbemerkung
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Wissenswertes
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- Titel : Kleine grüne Männchen
- Originaltitel : Little Green Men
- Autor : Christopher Taylor Buckley
- Verlag in Deutschland : Wilhelm Goldmann Verlag, München, in der Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH
- Verlag USA : Random House, New York
- Deutsche Erstveröffentlichung: August 2000
- Copyright der Originalausgabe: 1999 by Christopher Buckley
- Übersetzer : Stephan Steeger
- ISBN : 3-442-44542-6
- Nachzulesen bei : www.goldmann-verlag.de
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Verfilmung
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So, und nun zum Schluss noch mein liebstes Gedankenspiel nach Beendigung eines Buches.
Möchte ich die Geschichte verfilmt sehen? Falls das nicht schon passiert ist.
Ich kann diese Frage ganz klar mit "ja" beantworten. In den Händen des richtigen Regisseurs könnte ein witziger Film daraus werden. Eine Polit-Satire, wo der Zuseher manchmal nicht weiß, ob er lachen oder den Kopf schütteln soll aufgrund der Absurditäten des politischen Alltags. "Wag The Dog" wäre ein Spielfilm, der in die gleiche Kategorie gehört.
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Zum allerletzten Schluss
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noch ein Gefahrenhinweis!
Alle Ufo-Gläubigen, die ihre Überzeugungen behalten möchten, seien hiermit ausdrücklich gewarnt vor diesem Roman.
Ihr Weltbild könnte massivst erschüttert werden!!!
Und eine allgemeine Warnung!
Webseiten wie: www.alien.de/alien/aliens/greys/ können nicht mehr ohne Lachkrämpfe besucht werden.
Diese ominöse Seite beschäftigt sich mit den verschieden Alientypen und ihren körperlichen Ausprägungen. weiterlesen schließen -
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London, Part VIII: Die Straßen von London (Binchy, Maewe)
Pro:
ganz nett geschrieben
Kontra:
Titel leitet etwas in die Irre
Empfehlung:
Ja
Wenn man während seines Urlaubs am Abend – nach einem langen Sightseeing-Tag – ins Hotel kommt, gibt es doch nichts erholsameres, als die Füße hoch zu legen und ein wenig zu lesen. Und wenn man dann schon in einer fremden Stadt ist, dann kann man sein Lesestoff ja auch thematisch anpassen. Während meines Londonurlaubs bot sich da das Buch „Die Straßen von London“ gerade zu an.
Fakten
Das Buch „Die Straßen von London“ wurde von Maeve Binchy geschrieben, ist in Deutschland bei Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. GmbH & Co. erschienen und kostet aktuell 7,90 Euro in der broschierten Ausgabe. Als ISBNummer wird die Zahlenkombination 3426614502 verzeichnet und insgesamt verfügt dieses Werk über 448 Seiten. Thematisch werden alle Bücher von Maeve Binchy in der Rubrik „Bücher für Frauen“ einsortiert, was sicherlich nicht unbedingt ein Fehler ist.
Storyline
Von einer Storyline im eigentlichen Sinn kann man nicht sprechen, denn eigentlich handelt es sich eher um eine Sammlung von Kurzgeschichten. Anhand der einzelnen Stationen der U-Bahn-Linien „Victoria“ und „Bakerloo“ werden Geschichten von Menschen erzählt, die an dieser Station (oder im entsprechenden Umfeld) leben, arbeiten oder gerade vorbei kommen. Zu jeder Station gibt es eine in sich abgeschlossene Geschichte, die überhaupt nichts mit einer der vorhergehenden Geschichten zu tun hat.
Es wird beispielsweise die Geschichte von einem Paar in mittlerem Alter erzählt, die erstmals auf dem Weg zu einer Swingerparty sind. Dabei kommen der Frau ziemlich Zweifel und es wird schnell deutlich, dass sie es eigentlich nicht will. Andererseits sieht sie die Begeisterung ihres Mannes und glaubt, ihrer Beziehung einen neuen Schups geben zu müssen. Kurz vorm Ziel kommt es dann endlich zu einer Aussprache zwischen den beiden ...
In einer anderen Geschichte kämpft eine junge Frau gegen die Unterdrückung von weiblichen Angestellten in den Betrieben. Hierzu fängt sie stets als persönliche Assistentin bei leitenden Frauen an und zeigt denen, was sie falsch machen und wie sie die höheren Positionen erreichen können – und vor allem wie sehr sie bisher ausgenutzt und unterdrückt worden sind ...
Es wäre recht mühsam und vor allem auch wenig spannungsfördernd, wenn ich hier jetzt alle Geschichten aufzählen würde. Deshalb verzichte ich mal darauf ...
Klappentext
Tagaus, tagein fahren Tausende von Menschen mit der Londoner U-Bahn, lassen sich von diesem unterirdischen Zug zu ihren diversen Zielen transportieren. Die Schicksale einiger dieser Menschen schildert Maeve Binchy auf gewohnt packende und einfühlsame Weise in diesem Roman: Da ist das nervöse junge Paar, das das erstemal zu einer Party fährt, auf der Partnertausch angesagt ist; die mysteriöse Rita, die in Notting Hill Gate lebt, und Sophie, die ein Handtaschengeschäft bei Marble Arch führt.
Was ich denke
Auch bei meinen Eindrücken möchte ich eigentlich nicht auf die einzelnen Geschichten sondern viel mehr auf das Gesamtwerk eingehen. Dabei ist es schon interessant, dass in den einzelnen Geschichten der Schreibstil stets ein wenig variiert. Mal wird aus der Perspektive eines Erzählers geschrieben, mal aus der Perspektive der handelnden Personen. Insgesamt sind es wirklich alles Geschichten für sich – sie hätten auch als Kurzgeschichten in irgendwelchen Zeitschriften oder Zeitungen erscheinen können.
Die Idee, die Kurzgeschichten anhand der Stationen des Londoner U-Bahn-Systems zu verbinden fand ich erst ganz witzig. Aber irgendwie ist das dann doch nicht ganz so klasse umgesetzt worden. Viele der Geschichten hätten auch an einem anderen Ort in London spielen können – manche – aber eher wenige - Geschichten sind nicht mal typisch für London oder für Großbritannien, sie hätten auch in Paris, Rom oder Peking stattfinden können. Dann gibt es wieder Stories, die sehr wohl einen Bezug zum Ort haben, manchmal spielt der Ort auch eine entscheidene Rolle, wie z.B. bei der Verkäuferin von Marble Arch. Ein britische Grundtendenz ist aber häufig festzustellen – meistens in kleinen Nuancen oder Nebensächlichkeiten, wie z.B. die stoische Ruhe der Fahrgäste, wenn die U-Bahn mitten im Tunnel stehen bleibt – britische Gelassenheit halt.
Mit der Einordnung „Bücher für Frauen“ ist sicherlich kein Fehler begangen worden. Viele Geschichten werden aus der Perspektive einer Frau erzählt und sind mal mehr mal weniger vom Emanzipationsgedanken geprägt. Ich würde jetzt nicht sagen, dass die Männer in den Geschichten ultraschlecht weg kommen, aber die weiblichen Figuren werden stets detaillierter und liebevoller beschrieben und eigentlich auch immer mit weitestgehend positiven Attributen ausgestattet. Die männlichen Personen werden hingegen – selbst wenn sie die Hauptfigur sind – in ihren Eigenschaften meist nur grob angerissen und eher mit negativen Attributen (wie z.B. Egoismus und sehr häufig auch mit einem Mutterkomplex) versehen. Das Buch spricht also eindeutig eher die weibliche Leserschaft an – trotzdem ist es auch für einen Mann eine interessante Lektüre. Zum einen fand ich es ganz nett, mal zu lesen, wie das Männerbild einer Frau aussieht oder aussehen könnte, zum anderen sind diese Punkte hier eher eine Grundtendenz. Es werden Menschen und deren Beziehungen beschrieben, was auch für einen Mann von Interesse sein sollte. Das die Frauen dabei ein wenig besser weg kommen (berechtigt oder nicht ist hier nicht die Frage, also erspart euch bitte entsprechende Kommentare ;-)) war mir schon vorher klar.
Auch zum Titel des Buches möchte ich noch ein paar Worte verlieren, denn er ist in meinen Augen falsch gewählt. Die Geschichten haben nur ganz, ganz am Rand etwas mit den Straßen von London zu tun – sie haben aber durchweg alle etwas mit Menschen zu tun, und in vielen Fällen auch mit Menschen aus London. Sogesehen wäre „Menschen von London“ sicherlich die bessere Lösung gewesen.
Fazit
Ein nettes Buch über die Beziehung von Menschen, was manchmal aber nicht immer ein Bezug zur Weltstadt London hat. Manche Kurzgeschichte könnte irgendwo auf der Welt spielen, in vielen kommen aber typisch-britische Eigenheiten vor. Die Geschichten stellen die Frauen tendenziell in einem besseren Licht da als die Männern, sind aber trotzdem auch für einen Mann ganz nett zu lesen. Wer Geschichten über zwischenmenschliche Beziehungen mag und nebenbei noch ein wenig über britische Eigenheiten erfahren möchte ist mit diesem Buch gut bedient – wer etwas direktes über die Stadt London erwartet wird aber enttäuscht. Insgesamt würde ich dem Buch eine durchschnittliche Bewertung geben – nett es mal zu lesen, aber es ist auch kein Beinbruch, wenn man es nicht tut.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
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RUF!MICH!AN! ????
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Was erwarte ich wenn ich ein Buch mit dem Titel RUF!MICH!AN! lese??? Ein Stück Satire, Ironie, Selbsterkenntnis und vielleicht aber auch ein Stück Niveau! In jedem Fall bin ich im nachhinein noch nicht ganz sicher ob ich das Buch witzig und gut oder einfach nur geschmacklos finden soll.
___DIE STORY___
Paprika ist eine Stadtneurotikerin der übelsten Sorte. Sie ist die Chefin einer gut laufenden Werbeagentur und kann sich aufgrund dessen mittlerweile viel ihrer Hobbies wie Bärbel-Schäfer – gucken und Bildzeitung – lesen widmen. Soziale Kontakte sind ihr ein Graus, und wenn das schon sein muss, dann wickelt sie diese per Sms über ihr Handy ab.
Irgendwann bekommt sie als sie eine eklig, normale, alte Schulfreundin loswerden will bei der Auskunft die Telefonnummer des imaginären „Valmont“. Durch ihn wird die Anonymität der Großstadt in diesem Buch sichtbar, und Paprika lernt was das Liebe auch wehtun kann ( was auch immer ihr euch jetzt darunter vorstellt ;o) )..
Ich denke das ich im großen und ganzen ( allerdings erst recht zum Schluss) verstanden habe was uns die Autorin diese Buches damit eigentlich sagen will. Leider übertreibt sie extrem mit ihrem Sarkasmus, was viele Stellen einfach nur geschmacklos und meiner Meinung nach sinnlos machen.
Ich persönlich finde Sätze wie :“Der größte Arsch im Land ist doch der Passant!“ nicht besonders nett, zumal die komplette Szene , als Paprika einfach über die Straße geht einfach streichen könnte!
Generell bemerkt man in diesem Buch das sehr unwichtige Dinge sehr lang und breit gezogen werden! Bis Auf Seite 80 ( und das Buch hat nur 202 Seiten) ist nicht viel passiert außer das Paprika Bärbel Schäfer geguckt hat, auf einer Gala ihren Unmut über Promis kundgetan und ebenso lästernd Bus gefahren ist!..
Insgesamt passiert nicht viel außer lästern und das sehr bösartig über „normale“ Menschen und mit Vorliebe über „Broiler“ (Ossis). Der eine stinkt aus dem Mund, der nächste ist hirnlos. Zum Thema Übergewicht macht sie sich Gedanken wie lange diese Menschen sitzen können und ab wann diese sich die Schwarte wundrubbeln . Der volle Name Ihres Bekannten Robert, so findet sie passt hervorragend in eine Reihe von Massenmördern - Namen.
Also insgesamt bin ich sicher ein Mensch der Sarkasmus und Ironie abkann und sicher auch mal „böse“ Witze mag, aber ab und zu schlägt sie hier über die Stränge.
Ich denke die Botschaft über die völligverrückte Welt der Großstädter und Neurotiker in der heutigen Zeit hätte man auch ein wenig humorvoller und witziger rüberbringen können.
Andrerseits beeindruckte mich schon diese Extrem provokante Art der Autorin zu schreiben. Und In jedem Fall erreicht sie das dieses Buch in meinem Kopf hängen bleibt.
Witzig und Ironisch sind zum Beispiel auch die völlig überdrehte Parodie von Maik ( mit ai) und Mändy , dem Broiler- Pärchen welches in die Nachbarwohnung eingezogen ist. Sie arbeitet laut Aussage von Maik bei „Googai“ ( Kookai) und er habe einen recht gut laufenden „Bärschnglubb“ ( Pärchenclub).
__DIE AUTORIN___
Else Buschheuser wurde 1965 in Eilenburg bei Leipzig geboren. Sie war Klatschkolumnistin, Redakteurin, Fersehansagerin, Hausfrau, Buchhändlerin, Marktverkäuferin, Kartenabreisserin und noch so viel mehr.
Zusätzlich ist im Frühjahr 2001 im Diana-Verlag ihr 2. Buch MASSERBERG erschienen.
___FAKTEN___
Heyne- Buch aus der „allgemeinen Reihe“
ISBN : 3-453-19004-1
Best.- Nr. :01/ 13395
Preis : 7,95 €
202 Seiten
___EMPFEHLENSWERT??___
Es nicht so das ich mich nun gar nicht amüsiert hab , aber ich würde das Buch sicher nicht noch mal kaufen und nur dann lesen wenn es mir per Zufall über den Weg läuft. Genauso empfehle ich es euch auch , nicht kaufen sondern ernstfalls mal ausleihen , zu lesen ist es ja relativ schnell da es nur 202 Seiten hat.
Entweder man haßt oder man liebt es,aber ich steh ich dazwischen.
Grüße Nikolina
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-28 16:04:39 mit dem Titel Der träumene Dephin/ Sergio Bambaren
Es gibt Bücher die liest man und vergisst sie quasi sofort wieder , es gibt Bücher die liest man immer wieder , weil sie irgendeine Bedeutung für den Leser haben und es gibt Bücher die muss man einfach besitzen um sich selbst mal was gutes zu tun.
DER TRÄUMENDE DELPHIN ist genau eins von dieser Sorte.( An dieser Stelle lieben Dank dem Olaf (JustOliver) der mir dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt hat...)
Die erste Auflage ist bereits 1999 erschienen aber irgendwie kämpft sich dieses Buch jetzt erst in den Taschenbuch-Bestsellerlisten immer höher und höher. Die ISBN-Nummer ist:3-492-22941-7 und ist in der „PIPER-Serie“ erschienen und kostet derzeit 7,90 Euro.
TRÄUMENDE DELPHINE....
Man kann sich anhand des Titels natürlich bereits denken das es sich hier nicht um einen Krimi oder einer authentischen Geschichte handelt, sonder die Geschichte ehr mit einem Märchen oder einer Fabel zu vergleichen ist.
Daniel Alexander Delphin lebt mit seinem kleinem Schwarm in einer Bucht. Ihm ist es ein wenig zu langweilig ständig nur zu fischen und dem Leben seinen Lauf zu lassen , er verbringt seine Zeit mit Wellenreiten , sucht die tollsten Wellen um wieder und wieder neue Tricks auszuklüngeln. Sein großer Traum ist einmal auf der perfekten Welle zu reiten , was allerdings bei seinen Artgenossen auf wenig Verständnis stößt.
Irgendwann , versunken in seinen Träumen hört Daniel die Stimme des Meeres die ihm rät nach dem Ziel seines Lebens zu forschen und seine Träume zu verwirklichen. So beschließt Daniel aus der Geborgenheit der Bucht auszubrechen und sich auf die Reise um „die perfekte Welle“ zu finden
Auf seiner langen Reise begegnet er einigen Meeresbewohnern und unterhält sich mit diesen und lernt dabei immer wieder neu Weisheiten.
Ob sich seine Reise lohnt, ob er wieder zurück kehrt, und wie der Sinn seines Lebens aussieht werde ich euch natürlich nicht verraten denn ihr sollt dieses 95 Seiten-Büchlein natürlich selber lesen.
ZUM AUTOREN
Ist 1960 in Peru geboren und lebt heute, nach langem Aufenthalt in Sydney wieder in Lima. Nach „der träumende Delphin“ brachte er noch „das weiße Segel“, der Traum des Leuchturmwärters“ und Sammatha“ raus.
ILLUSTRATIONEN
Genau die sind hier auch noch extrem erwähnenswert. Es handelt sich dabei um Aquarelle die in grau/ blau Tönen gehalten sind .Passend insgesamt zu der verträumten Stimmung und natürlich zum Meer und den Delphinen.
MEINE GEDANKEN...
Zunächst mal fällt natürlich die wahnsinnig entspannte und ruhige Schreibweise auf . Man fällt in eine kleine Welt aus der man eigentlich gar nicht mehr heraus möchte, sich immer wieder denkt : „recht hat er!!“, Und vor allem unendlich viele parallelen zu sich und anderen ziehen kann. Es rüttelt das Innerste wach und man kommt ins Grübeln ob man wirklich seine Träume versucht zu leben oder ob man nicht in einen Trott verfallen ist. Die Geschichte von Daniel Alexander ist so wunderbar übertragbar auf jedes Tier und möglicherweise jeden Menschen. Vielleicht gibt es Ansporn sich in einer ruhigen Minute mal Gedanken zu machen ob es die richtigen Ziele sind die man verfolgt, ob man nicht doch mit zuviel Pessimismus durch das leben geht und alles viel zu kritisch sieht.
FAZIT
Es gibt wirklich sehr wenig so herrliche Bücher wie dieses. Das Südamerikanische Schriftsteller sehr oft eine ganz eigene wunderbare Art haben Gedanken in Worte zufassen beweißt Herr Bambare ebenso wie Paulo Coehlo. Wer den kleinen Prinzen, Märchen und diese wundervolle leicht naiven Geschichten liebt wird auch dieses Buch lieben. Ich kann nur ein absolutes Empfehlenswert aussprechen und die volle Sternchenzahl vergeben.
Begeisterte und träumende Grüße Nikolina weiterlesen schließen -
Barylli Gabriel; \
09.08.2002, 21:20 Uhr von
danisoel
Hallo! Was gibts über mich zu erzählen? Ich bin Kindergärtnerin und bin derzeit noch in Ausbil...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Erhebungsaufgabe zum Buch: „ Butterbrot“ – Gabriel Barylli – Fischer Verlag
Angaben zur Literatur: Name: Butterbrot
Autor: Gabriel Barylli
Verlag: Fischer
Jahr: 1991
Ort: Frankfurt am Main
109 $
Kurze Inhaltsangabe:
Kurz zusammengefasst bearbeitet dieser Roman die speziellen Thematiken „ Liebe und Freundschaft“.
Gabriel Barylli´s Hauptfigur Martin, Architekt, 35, ehe – und beziehungserfahren, reist mit Maria nach Venedig, um den Beginn einer neuen Liebe zu wagen. Aus einem eher zaghaften Kennenlernern zwischen Martin und Maria in einem Tanzlokal, entwickelt sich der Anfang einer großen Liebe . Miteinbezogen wird die Geschichte von Martins Ehe mit Susanne, die an verschiedensten Faktoren (z.B.: unrealistische Glückserwartungen) scheiterte, und dessen Männerfreundschaft zu Peter und Stefan, von denen jeder verschiedenste Erfahrungen zu Liebe und Beziehung gesammelt hatte. Martin´s kritische Gedanken zum Bereich „Liebe und Freundschaft“ werden sehr differenziert beschrieben, und geben dem Leser, um nebenbei zu erwähnen, einen spezifischen Eindruck zu seinen Vorstellungen bzw. Einstellungen. Er selbst, sowie auch seine besten Freunde, setzen sich mit diesen Bereichen sehr genau auseinander (durch endlos lange Diskussionen oder in der Form von Gedanken). Das neue Entdecken der verschiedenen Vorteile der Liebe, geben Martin den „Sinn“ des Lebens zurück, und entwickelt seinen trüben und trostlosen Alltag in ein erfrischendes und abwechslungsreiches Jugendleben.
Der Kurzurlaub in Venedig, genauer gesagt das schrittweise Kennenlernen von Maria und Martin wird im Einzelnen umschrieben. Durch austauschen von verschiedensten Erfahrungen und persönlichen Einstellungen, bemerken beide, dass sie wie füreinander bestimmt sind.
Mir persönlich hat das Buch „Butterbrot“ , vor allem der humorvoll gestaltete Beginn sehr gut gefallen. Der Autor beschreibt auf eine äußerst ehrliche Weise mögliche Einstellungen zu Liebe und deren Bedeutung in der Gesellschaft. Trotzdem wäre auch zu erwähnen, dass manche Stellen übertrieben genau beschrieben sind. Dazu verbindend würde ich ebenfalls behaupten, dass dieser Roman ein passendes Beispiel für Trivialliteratur wäre (siehe Textprobe 1).
Langwierige Passagen, sowie auch die Tatsache, dass Aussagen immerwieder erwähnt werden sind für den Leser oft anstrengend zu lesen. Im Allgemeinen finde ich es aber gut, dass endlich jemand „Liebe“ nicht allzu ernst nimmt, sondern auf eine spritzige und vor allem humorvolle Art und Weise.
Erhebungsaufgabe: „Wie wird die Liebe und die Freundschaft im Buch „Butterbrot“ dargestellt“:
„Liebe und Freundschaft“ stellen in diesem Buch deutlich Hauptthemen dar, die sehr genau beschrieben werden. Martin, die Hauptfigur des Romans, hat eine gescheiterte Ehe hinter sich. Seine äußerst kritischen Vorstellungen bzw. Einstellungen zu Beziehungen mit Frauen werden von seinen negativen Erfahrungen in seiner Vergangenheit beeinflusst. Besonders zu Beginn, als die Zeit kurz nach der Trennung zwischen Martin und Susanne beschrieben wird, ist es sehr amüsant die Männergespräche zwischen Stefan, Peter und Stefan im wahrsten Sinne mitzuerleben. Sie sind der Meinung, dass es gar nicht wert ist eine Beziehung mit einer Frau aufzubauen, dar diese sowieso nur ihre Partner hintergehen würden (siehe Textprobe 2).
Für den Leser ist es sehr beeindruckend, die vollkommene Veränderung dieser Einstellungen von Martin mitzuerleben. Das Kennenlernen von Maria, bringt Martin völlig aus der Fassung. Wie „wiederbelebt“ beschreibt Martin „Liebe“ als eines der wunderschönsten Gefühle (siehe Textprobe 3). Das erste Mal nach langer Zeit kann er sich intensiv mit einer Frau unterhalten, ohne das Gefühl zu haben von dieser bedrängt zu werden. Aus einem Frauenheld, der nur so von Stärke und Angeberei protzt entwickelt sich ein einfühlsamer und liebevoller Mann und Gesprächspartner.
Das Gefühl verliebt zu sein wird in diesem Buch wirklich genau beschrieben, und rückt daher auch in den Vordergrund der Thematiken (siehe Textprobe 4: „ Wie beschreibt Maria den Begriff „Liebe“?“). Es wird häufig der Anschein übermittelt, dass sich die Menschen mehr Zeit für Liebe und Beziehung nehmen sollten. Wenn man heutige Statistiken von Scheidungen betrachtet, so stimme ich diesen Bemerkungen vollkommen zu.
Zum Abschluß würde ich gerne erwähnen, dass trotz manch übertriebenen Beschreibungen von verschiedenen Textstellen, zahlreiche Aussagen des Buches auch auf die Realität zutreffen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-09 19:20:55 mit dem Titel Bernhard Thomas;
Buchbesprechung:
„Ein Kind“ – Thomas Bernhard
· Autor: Thomas Bernhard
· Titel: Ein Kind
· München: Deutscher Taschenbuch Verlag / 1982
· 168 Seiten / 94 $
Thomas Bernhard erzählt seine Kindheitsjahre, die zum größten Teil fern von jeder Idylle waren, aber dennoch Augenblicke des Hochgefühls hatten.
Thomas Bernhard wurde 1931 in Oberösterreich geboren, und lebte eine lange Zeit in Ohlsdorf. Die Tatsache, daß Thomas Bernhard als uneheliches Kind zur Welt kommt, und auch der Vater des Kindes, der auch als Vormund bezeichnet
wird, kurz vor der Geburt verschwindet, bereitet der Mutter großen Kummer. Die Schande einer unehelichen Geburt und ihre Alltagssorgen lassen die Mutter oft verzweifeln. Sie kann ihren Sohn nicht lieben, denn dieser erinnert sie an die Schmerzen und an die Qualen, die ihr ihr Mann zufügte. Ihre Sehnsucht nach einem „normalen“ Leben ist enorm groß, dennoch wirft sie ihrem einzigen Sohn grausame Gemeinheiten an den Hals. Für sie ist Thomas Bernhard an allem schuld. Ständige Vorwürfe: „Du bist nichts wert“ oder „du bist mein Tod“, und mißlungene Erziehungsversuche überschatten Thomas Bernhards Kindheitsjahre.
Im Grunde genommen beschimpft seine Mutter nicht ihn, sondern seinen Vater, der sich ihr entzogen hatte.
Bei seinem Großvater, den er über alles liebt, findet Thomas Bernhard seine fehlende Geborgenheit und Sicherheit. Nur bei seinen Großeltern fühlt sich der kleine Junge wohl, und nur dort werden auch seine Interessen und Bedürfnisse akzeptiert. Von ihnen wird Thomas Bernhard als eine eigene Persönlichkeit angesehen. Sein Großvater, der als Schriftsteller nur sehr wenig Geld verdient, nimmt die Rolle des fehlenden Vaters ein, und erklärt seinem Enkel alles Wissenswerte über das Leben. Thomas Bernhards Mutter hat niemals Zeit für ihren Sohn, und so gibt sie ihn während der Arbeit, zu einer Pflegefamilie.
Der kleine Junge fühlt sich oftmals alleine, und sehnt sich sehr nach Liebe und Aufmerksamkeit.
Mit etwa drei Jahren zieht Thomas Bernhard mit seinen Großeltern nach Seekirchen, wo für ihn ein wunderbare Zeit beginnt. Mit einem Bauernjunge den Thomas Bernhard in Seekirchen kennenlernt, schließt er eine innige Freundschaft. Er und der Hippinger Hansi verbringen viel Zeit miteinander.
Frühzeitig tritt Thomas Bernhard in die Schule ein, und anfangs scheint alles wunderbar, doch schon bald beginnt sich der Junge während Unterricht langzuweilen und seine Noten werden immer miserabler. Angst vor Bestrafungen, ist der Grund dafür, daß Thomas Bernhard beginnt die Schule zu schwänzen.
Eines Tages muß der wieder zurück zu seiner Mutter, nach Deutschland. Das Entsetzen nimmt seinen Lauf. Die kleine Familie lebt unter armen Umständen in einer Einzimmerwohnung. Durch Rohrstockschläge züchtigt sie, aber erzieht ihren Sohn nicht.
In der Schule wird Thomas Bernhard ausgespottet und als Außenseiter abgestempelt. Die wirkliche Ursache, warum ihr Sohn täglich in sein Bett näßt, kann die Mutter nicht verstehen. Keiner kann seine Probleme verstehen. Statt dem Jungen zuzuhören, steckt man ihn, für einen langen Zeitraum, in eine Erziehungsanstalt für schwererziehende Kinder. Dieser Aufenthalt soll ihn endlich zur Vernunft bringen.
Es ist Zeit des Nationalsozialismus und des Krieges, und der Schrecken und die Grausamkeit bleibt dem Jungen keineswegs erspart.
Am Ende dieser Erzählung besteht Thomas Bernhard die Aufnahmsprüfung einer Handelsakadamie, und kann somit einen neuen Lebensabschnitt beginnen.
Durch dieses Buch wird der Gesellschaft der Wandel der Erziehungsstile bewußt. Es zeigt uns, daß Fehler die in der Erziehung begangen werden, für ewig die Einstellung und das gesamte Leben eines Menschens beeinflussen.
Das Buch“ Ein Kind“ gibt dem Leser einen guten Einblick in die schwierige Zeit des Nationalismus.
Mir persönlich gefällt die Erzählung“ Ein Kind“ sehr gut, da ich mich gut in verschieden Rollen hineinversetzen kann. Der leicht verständliche Text läßt keine Mißverständnisse entstehen und ermöglicht dem Leser in verschiedenen Situationen mitfühlen zu können. Die Gefühle von Thomas Bernhard werden besonders gut zum Ausdruck gebracht.
Durch die genaue Beschreibung von Situationen und Personen gelingt es mir sehr gut, ein eigenes Bild über die jeweilige Persönlichkeit zu bilden. weiterlesen schließen -
Kampf auf Leben und Tod
11.06.2002, 18:18 Uhr von
Dialya
Hallo zusammen!!! Nachdem ich schon bei Ciao und Dooyoo schreibe, bin ich nun auch hier wieder...Pro:
relativ spannend, guter Einstieg in die Fantasy-Literatur
Kontra:
frauenlastend, männerfeindlich
Empfehlung:
Nein
Was macht man, wenn man Ferien hat, es die ganze Zeit regnet und alle anderen müssen arbeiten? Na ja, in meinem Falle ist das Lesen, Schlafen und Ausgehen. Deshalb folgt jetzt auch schon mein nächster Bericht über ein Buch und zwar über „Das Schwert der Amazone“ von Marion Zimmer Bradley.
Inhalt:
*****
Eine junge Frau hat ihr Gedächtnis verloren. Das einzige, woran sie sich erinnern kann, ist ein weisses Feuer und an eine Reise durch die Wüste, auf der sie dauernd vergewaltigt wurde.
Sie wird nun als Sklavin an die Schicksalshallen verkauft. Die Schicksalshallen sind der Aufenthaltsort der Gladiatoren. Dort soll sie als Hure für die Gladiatoren dienen. Doch als sie einer der Gladiatoren fortführen will, greift sie instinktiv zu einem Schwert und spaltet diesem Gladiator den Kopf, wodurch sie selber zur Gladiatorin wird.
Da sie sich nicht einmal an ihren Namen erinnert, wird sie von nun an Zadya die Schreckliche genannt. Es entwickelt sich nun eine Freundschaft zwischen ihr und Hassim, doch weiss sie, dass sie nicht mit ihm schlafen darf.
Als sie ihren ersten Kampf mit Schwert und Schild in der Arena hervorragend übersteht, macht sie einige Patrizier auf sich aufmerksam. Sie bekommt nun einige Geschenke, vor allem von Ifania, die ein Tammarin aus 14 Gladiatorinnen gründen will. (Ein Tammarin besteht aus 14 Gladiatoren und praktisch jeder Patrizier in dieser Stadt besass ein solches. Man konnte die Gladiatoren durch Versteigerung der Neuen, die ihren ersten Kampf überstanden haben, erwerben).
Inzwischen kommt aber Beizun in die Schicksalshallen. Sie hat Spielschulden und hatte die Wahl eine Hure oder Gladiatorin zu werden. Beizun und Zadya befreunden sich schnell und lieben einander. Zusammen fassen sie einen Plan, um aus den Schicksalshallen wegzukommen...
Der Plan besteht vorerst einmal darin, sich von Ifania kaufen zu lassen, was dann auch klappt. Diese hat immer noch den Ehrgeiz ein Tammarin zu gründen, dass nur aus Gladiatorinnen besteht, so dass sich Beizun und Zadya in die Wüste aufmachen, um nach anderen Gladiatorinnen zu suchen.
Während der Reise durch die Wüste kommt Zadyas Erinnerung langsam wieder zurück. So erinnert sie sich plötzlich an einzelne Episoden aus ihrem Leben, kann diese jedoch noch nicht in einen Zusammenhang bringen.
So, ich hoffe, dass ich jetzt nicht allzu viel verraten habe...
Die Autorin:
**********
Marion Zimmer Bradley ist vor allem durch die „Nebel von Avalon“ (wurde auch verfilmt) und den Darkover-Zyklus berühmt geworden. MZB lebt heute in New York.
Fazit:
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Das Buch ist, wie auch die Nebel von Avalon, sehr frauenspezifisch. So wird sich zum Beispiel kaum ein Mann für die lesbischen Beziehungen interessieren, die in diesem Buch vorkommen. Auch kommen die Männer mehrmals sehr schlecht weg. Sie werden als Vergewaltiger oder rohe Typen beschrieben, die in einer Frau nur eine Hure sehen können.... Also, was mich betrifft ist dies schon ein wenig zu sehr Schwarzmalerei...
Auch ist dies eher ein einfaches Buch, so sind die Sätze sehr kurz und ohne irgendwelche schwierige Wörter, wir auch die Figuren sehr einfach sind. Jede Figur repräsentiert einen bestimmten Typ Mensch und weicht auch nicht davon ab. Auch verläuft die Story sehr linear. Die einzigen Rückblendungen sind die kurzen Momente, in denen sich Zadya wieder an ihre Vergangenheit erinnert.
Auch gefiel mir das Ende nicht so besonders gut. Aber dazu schreib’ ich jetzt nicht mehr, da ich Euch ja die Spannung nicht nehmen will.
Meine Meinung:
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Trotz den oben genannten Mängeln, gefiel mir das Buch sehr gut. Ich mag einfach Fantasy-Romane und auch die Bücher von MZB.
Allerdings gibt es bei weitem bessere Fantasy-Romane als dieser. Und auch MZB hat schon viel bessere Bücher geschrieben. Das Buch eignet sich allerdings gut als Einstieg in die Fantasy-Literatur, da es wirklich sehr einfach geschrieben ist. Ich würde sagen, das Buch entspricht etwa dem Niveau von „Der Hobbit“ von J.R.R. Tolkien, was ja als Jugendbuch bekannt ist.
Wer allerdings richtig gute Fantasy-Literatur lesen will, dem kann ich vor allem Tolkien, aber auch MZB empfehlen. Von MZB würde ich aber eher ein Buch aus dem Darkover-Zyklus wählen...
Allerdings eignet sich das Buch auch sehr gut als Urlaubslektüre für Fantasy-Liebhaber, da es wirklich sehr einfach geschrieben ist und auch relativ kurz...
Infos zum Buch:
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Titel: Das Schwert der Amazone
Autorin: Marion Zimmer Bradley
Originaltitel: Warrior Woman
Übersetzerin: Waltraud Götting
Seiten: 203
Verlag: Gustav Lübbe
ISBN: 3-7857-0428-3
Preis: EUR 4,95 oder EUR 6,45 (zwei Taschenbuchausgaben); EUR 12,40 (gebundene Ausgabe) weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Wurzelchen2, 30.06.2003, 12:14 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ja, ich liebe MZB auch. Allerdings lese ich gerade an dem Darkover-Zyklus. Das dauert nur etwas, da ich mir die Bücher erst hier auf Yopi verdienen muss.
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Wie gebe ich Geld aus, damit ich schlank werde?
Pro:
Spannung
Kontra:
zu viele Klischees
Empfehlung:
Nein
Diät-Literatur hat eigentlich immer Konjunktur. Ein kurzer Blick in diverse Zeitschriften bestätigt dies. Dabei sind die meisten der angebotenen Diäten schlichtweg ungeeignet zur Gewichtsabnahme, manche Diäten können jedoch durchaus erfolgreich sein, wobei ich gelegentlich das Gefühl habe, daß die Erfolge quasi wie durch einen Trittbrettfahrer-Effekt auftreten. Skepsis gegenüber immer wieder angebotenen Diätplänen ist also angebracht.
Unlängst fiel mir ein Buch in die Hände, das zunächst durch seinen gedrechselten Titel auffiel: "Britzen Schlank System". Britzen - das kennt ja kein Mensch, dachte ich mir, bis ich dann den Autorennamen las: Gernot Britzen. Aha. "Schlank System" – Ein System ist für mich immer etwas Dynamisches, etwas was sich bewegt, was sich entwickelt. Schlank ist ein Zustand, eine Eigenschaft. Ein Marketing-Renner ist der Buchtitel also sicher nicht.
Das Inhaltsverzeichnis las sich dagegen recht interessant, warum, zeigt sich sofort. Absonderlichkeiten waren auf den ersten Blick nicht zu erkennen.
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Gliederung des Buches
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Das Buch gliedert sich in drei große Komplexe:
- Lernprogramm
- 12-Stufen-Erfolgsprogramm/Ernährungsprogramm
- Bewegungsprogramm
Ergänzt werden diese Abschnitte durch einen Anhang.
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Das Lernprogramm
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ist nichts weiter als eine populärwissenschaftliche Darstellung der Zusammenhänge um Übergewicht und dessen Ursachen, um gesunde Ernährung und deren Bestandteile.
Als wesentliche Erkenntnisse will der Autor vermitteln, daß in der Regel falsche Ernährungs- und Lebensgewohnheiten die Ursache für Übergewicht sind. Diese falschen Gewohnheiten sind zum Teil auch in der Erziehung begründet. Sätze wie "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt" oder "Du stehst nicht vom Tisch auf, bevor du nicht aufgegessen hast" kennen sicher viele, deren Eltern den Krieg und die Notzeiten danach miterlebt haben.
Am Ende des Lernprogrammes faßt der Autor in 11 Grundregeln das zusammen, was er bis dahin herausgearbeitet hat. Ich kann an dieser Stelle nicht alle aufführen, die wichtigsten will ich aber im Telegrammstil benennen:
* auf ausreichende Kohlenhydratzufuhr achten (ca. 60 - 70 % der täglichen Kalorienzufuhr),
* den Konsum von Einfachzucker (also industriell hergestelltem Zucker) verringern,
* genügend hochwertiges Eiweiß essen (ca. 20 - 25 % der täglichen Kalorienzufuhr), sowohl aus pflanzlichen als auch aus tierischen Nahrungsmitteln,
* weniger Fett und fettreiche Lebensmittel essen (höchstens 10 - 15 % der täglichen Kalorienzufuhr) - schlechte Fette,
* auf ausreichende Versorgung mit essentiellen Fettsäuren achten (z.B. aus Pflanzenölen) - gute Fette.
In dieser Zusammenfassung nicht aufgeführt, aber im 3. Komplex benannt wurde der Fakt, daß durch Diät allein keine Gewichtsreduktion möglich ist. Deswegen sei ein Bewegunsprogramm integraler Bestandteil des "Britzen Schlank Systems".
Eine weitere Erkenntnis dieses Abschnittes bestand für mich darin, daß sich der Energieverbrauch des Menschen aus dem sogenannten "Grundumsatz" und dem "Leistungsumsatz" zusammensetzt: "Der Grundumsatz oder auch Erhaltungsbedarf ist die Energiemenge, die der Körper im Ruhezustand verbraucht, etwa beim Atmen, Verdauen, Schlafen usw. Im Gegensatz dazu ist der Leistungsumsatz die Menge an Energie, die durch körperliche Arbeit im Beruf oder in der Freizeit verbraucht wird" (S. 29). Diese Unterscheidung ist insofern wichtig, als daß der Körper auf eine reduzierte Energiezufuhr nach einer Weile mit einer Reduzierung des Grundumsatzes reagiert und so sich die Möglichkeit eröffnet, dann nicht verbrauchte Energie in Fettreserven anzulegen, trotz reduzierter Energiezufuhr.
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Das 12-Stufen-Erfolgsprogramm / Ernährungsprogramm
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Unter diesem Stufenprogramm ist nicht etwa ein zeitlicher Ablauf zu verstehen. Vielmehr werden 12 Punkte für ein erfolgreiches Abnehmen benannt und begründet. Einige Punkte sind quasi schon selbstverständlich, sie beziehen sich auf die Kontrolle der Energiezufuhr. Wer unkontrolliert ist, kann bei zu hoher Energiezufuhr naturgemäß nicht abnehmen.
Wichtig in diesem Abschnitt erscheinen mir zwei Aspekte.
Erstens konstatiert der Autor, daß jeder Mensch einen individuellen Energieverbrauch hat. Warum das wichtig ist, darauf gehe ich noch ein.
Zweitens schließt der Autor an die Unterscheidung von Grundumsatz und Leistungsumsatz an und argumentiert folgendermaßen. Wenn der menschliche Körper auf eine reduzierte Energiezufuhr mit einem verringerten Grundumsatz reagiert, ist der Jojo-Effekt nicht weit. Dieser kann mit einer "zyklischen" Kalorienzufuhr umgangen werden. Das bedeutet nichts anderes, als dem Körper jeden Tag eine unterschiedliche Kalorienzahl anzubieten.
Interessant sind die psychologischen Tricks, die der Autor aufzeigt. Das sind teilweise bekannte, teilweise aber auch für mich neue Überlegungen. Beispiele sind:
* Nicht hungrig einkaufen gehen! Dann ist man/frau anfällig für kalorienreiche Lebensmittel, die für eine Gewichtsreduktion weniger geeignet sind.
* Weg mit den Verführern! Z.B. aus dem Kühlschrank oder dem Küchenschrank. So bleibt die Versuchung kleiner.
* Ritualisierung des Essens und der Mahlzeiten! Gelingt dies, werden die Reize, die an Essen erinnern, geringer.
* Erfolge belohnen!
* Für Ablenkung sorgen!
* Nicht zu schnell zu viel erwarten!
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Das Bewegungsprogramm
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Positiv hervorzuheben an diesem Programm ist die Kombination von Ernährung und Bewegung. Ohne Bewegung, so schreibt der Autor, wird kein Gewichtsreduktionsprogramm erfolgreich sein. Dazu empfiehlt er Trainingsarten, "bei der die Energie durch Stoffwechselprozesse geliefert wird, an denen Sauerstoff beteiligt ist" (S. 89), das sogenannte aerobe Training. Dies ist vollkommen richtig, denn Fett kann nur abgebaut werden, wenn während des Trainings in den Muskeln kein Sauerstoffmangel herrscht. Dazu bedeutet letztlich, daß nur Sportarten ausgeübt werden können, bei denen gleichmäßige und lang andauernde Belastungen auftreten, aber keine Belastungsspitzen. Damit scheiden zum Beispiel die Ballsportarten aus, und auch Fitneßtraining, solange es nur allein betrieben wird, ist eher ungeeignet. Besser geeignet sind hingegen zügiges Gehen, Joggen, Radfahren, wohl auch Schwimmen. Hierbei ist aber immer darauf zu achten, daß die Pulsfrequenz nicht zu stark ansteigt. Denn ist diese zu hoch, ist dies ein Hinweis darauf, daß zuwenig Sauerstoff in der Muskulatur bereitgestellt werden kann, so daß eben nicht Fett als Energiequelle genutzt wird, sondern alternativ eben die Energiedepots, die schnell Energie bereitstellen können.
Wann ist nun die Pulsfrequenz richtig? Als Faustregel gibt der Autor an: Etwa 60 bis 85 Prozent der persönlichen maximalen Pulsfrequenz. Und wie hoch ist diese nun wiederum? Auch hier gibt es eine Faustregel: 220 – Lebensalter = max. Pulsfrequenz.
Damit es auch alle verstehen, gibt der Autor ein Beispiel:
Lebensalter: 36
maximale Pulsfrequenz: 220 – 36 = 184 Herzschläge pro Minute
184 * 70 Prozent = 128,8 Herzschläge pro Minute
Bei knapp 130 Herzschlägen pro Minute bewegt sich der Richtwert für aerobes Training. Der Autor weist aber darauf hin, daß dies wirklich nur als Richtwert zu betrachten ist. Je nach Trainingszustand können die individuellen Werte davon durchaus abweichen.
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Anhang
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In einem Anhang stellt der Autor ein sehr detailliertes Musterbeispiel für sein Ernährungsprogramm vor. Dies bezieht sich auf alle Mahlzeiten, vom Frühstück bis zum Abendessen, für die der Autor Mengen einzelner Lebensmittel angibt. Für jede Mahlzeit soll aus jeder der sechs aufgeführten Lebenmittelgruppen jeweils ein Lebensmittel ausgewählt werden (bzw. bei halbierten Mengen zwei aus jeder Gruppe).
Aus diesem Musterbeispiel kann sich jede(r) sein eigenes Programm zusammenstellen. Dafür ist der nächste Teil der Anhanges geeignet: "Ernährungsprogramm zum Ausfüllen". Alternativ dazu kann sich jede(r) Interessierte vom Autor sein persönliches Ernährungsprogramm zusammenstellen lassen, gegen Entgelt – versteht sich. Der Autor begründet die Notwendigkeit des individuellen Maßschneiderns eines "individuellen Ernährungsprogrammes" damit, daß jeder Mensch einen individuellen Energieverbrauch hat.
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Lob und Kritik
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Das klingt also alles sehr vernünftig. Gegen die vorgestellten Methoden der Gewichtsreduktion gibt es nichts einzuwenden, insbesondere daß Ernährungs- und Bewegungsprogramm kombiniert sind, wobei das Bewegungsprogramm für meinen Geschmack etwas zu kurz kommt. Auch daß auf ausgewogene und ausreichende Ernährung (im Gegensatz zu vielen anderen Diäten) Wert gelegt wird, ist positiv herauszuheben.
Etwas nervig sind die gebetsmühlenartig wiederholten Hinweise auf das "Britzen-Schlank-System". Wer glaubt, daß es der Autor bei der Darstellung der Vorgehensweise beläßt, muß sich auf der buchstäblich letzten Seite des Buches eines Besseren belehren lassen. Hier erfährt der geneigte Leser (und der nicht geneigte auch) von der Existenz des sogenannten "Britzen-Schlank-Clubs". Und als ich die angegebene Internet-Adresse besuchte, wurde ich heftig überrascht.
Zunächst zum "Club": Auf der Internetseite findet sich ein Link zu diesem "Club". Nachdem ich diesen angeklickt hatte, beschlich mich ein heftig unangenehmes Gefühl.
Als "Clubmitglied" erhält der/die Interessierte
* exklusiv die persönliche Telefonnummer des Buchautors. So könne jedes Mitglied bei Rückfragen oder Problemen täglich mit dem Autor in Verbindung treten und ganz individuell auf das Mitglied eingegangen werden. Die Betreuung sei immer kostenlos.
* 4 mal im Jahr die "begehrte" Club-Zeitschrift zugesandt. Soso. Zitat: "So sind Sie immer auf dem neuesten Stand rund um das Thema Ernährung und Gewichtsreduktion. Auch erhalten Sie viele wertvolle Gesundheitstipps. Neue Diäten und Diätprodukte werden hier besprochen und auch bewertet, sodass Sie in Zukunft keinen Pfennig mehr unnütz ausgeben werden, und noch vieles mehr."
* einen Preisvorteil. Zitat: "Sie sparen bares Geld! Denn als Club-Mitglied erhalten Sie einen Rabatt von ca. 15% auf alle Britzen-Produkte."
Und kosten tut das natürlich was. Pro Monat 4,98 DM. Die Mitgliedschaft dauert zunächst ein Jahr und verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn nicht vier Wochen vor Ablauf schriftlich verzichtet wird.
Jetzt schrillten bei mir die Alarmglocken: "Clubmitgliedschaft" mit einjähriger Kündigungsfrist, ziemlich heftige verbale Anmache, und der Verweis auf einen "Preisvorteil".
Da wollte ich natürlich noch wissen, was das mit dem Preisvorteil auf sich hat. Und ich durfte feststellen, daß der Herr Britzen sogenannte Nahrungsergänzungsmittel vertreibt: das Britzen-Lecithin-Granulat, das Britzen-L-Carnitin, den Britzen-Multi-Komplex.
Da stellt sich doch jedem einigermaßen selbständig denkenden Menschen die Frage: Ja wie denn nun? Warum braucht es nun noch Nahrungsergänzungsmittel, insbesondere den Multi-Komplex, der "27 wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente von A bis Zink" enthält. Reicht das vorgestellte Ernährungsprogramm etwa nicht aus? Fehlen etwa bestimmte Nahrungsbestandteile wie Vitamine? Diese Bedenken scheint der Herr Britzen (oder wer auch immer die Internet-Seite gestaltet hat) vorausgeahnt zu haben, schreibt er doch: "Bei eingeschränkter Kalorienzufuhr wird die Versorgung (mit Vitaminen) jedoch kritisch." Wenn ich mir ansehe, wieviel Obst und Gemüse Bestandteil des Ernährungsprogramms sind, dann stelle ich jedoch fest, daß dieses mehr Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe enthält, als so mancher mit seiner "normalen" Ernährung zu sich nimmt. Ob die notwenige Menge vielleicht doch unterschritten wird, vermag ich aber nicht zu beurteilen.
Auch mit dem L-Carnitin ist das so eine Sache. Dieses wird häufig als unterstützendes Mittel beim Fettabbau empfohlen. In Fitneß-Centern wird dies häufig zum Kauf angeboten, zur Einnahme (in welcher Form auch immer) vor dem Beginn des Trainings. Ob es tatsächlich diese Wirkung hat, ist jedoch umstritten. Ich habe gelesen, daß die Bioverfügbarkeit (also die Zeitpanne von der Einnahme bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Stoff im Körper verfügbar ist, also seine Wirkung entfalten kann) mehrere Stunden beträgt. Nun ja, zumindest ist bislang nichts von schädlichen Nebenwirkungen bekannt – zumindest mir nicht.
Insgesamt macht das Internet-Angebot den Eindruck, als ob ein "Heilsbringer" etwas Gutes unter die Leute bringen will. So heißt es an einer Stelle: Der Autor "läßt nichts unversucht, seinen Wunsch zu verwirklichen, alle Menschen mit Gewichtsproblemen von ihren ungeliebten Pfunden für immer zu befreien."
Nachdem ich noch ein wenig auf der Internetseite herumgestöbert hatte, war mir klar geworden: Das Buch ist sozusagen als Türöffner gedacht. Interessierte sollen über das Buch für die zu verkaufenden Produkte (Nahrungsergänzungsmittel und das individuell maßgeschneiderte Ernährungsprogramm, Clubmitgliedschaft) gewonnen werden. Ausweislich seiner Internet-Seite lebt der Autor inzwischen von seinem "System".
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Schlußbewertung
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Wie ich zwischenzeitlich schon festgestellt hatte, gibt es an dem Buch inhaltlich nicht zu herumzumäkeln. Wegen dem ganzen Brimborium drumherum (Clubmitgliedschaft etc.) gibts dann aber doch nur ein "gut"
Hier noch die Angaben:
Gernot Britzen
Britzen-Schlank-System
Ihr persönlicher Weg zur Traumfigur
Mosaik bei Goldmann, 126 Seiten, 12,90 DM
ISBN 3-442-16286-6
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-30 14:48:03 mit dem Titel Wer rettet die Gerechtigkeit?
David Baldacci ist ein inzwischen viel gelesener Autor, ein Top-Autor sozusagen. Er hat mehrere sehr gut verkaufte Thriller geschrieben, unter anderem "Die Verschwörung", von dem ich hier berichten will.
Worum geht es in diesem Thriller?
Geheimdienste und Demokratie, Lobbyismus und Macht, Armut und Reichtum, Sicherungsanlagen und Einbrecher, Vertrauen und Verrat, Liebe und Tod. Nicht gerade wenig für ein Buch, auch wenn es 450 Seiten umfaßt. Aber darunter macht der Autor es eben nicht ;-)
Wer sind die handelnden Personen?
eine schöne (das wär´ ja auch noch schöner) erfolgreiche Frau (Faith Lockhart)
ein Superman (Lee Adams)
ein Schurke (Robert Thornhill)
ein Verräter (wird geheimgehalten)
ein Mephisto (Daniel Buchanan)
ein weiblicher Pechvogel (Brooke Reynolds)
und natürlich eine Menge weiterer Personen mit und ohne Namen.
Wie ist die Handlung?
Faith Lockhart und Daniel Buchanan sind Lobbyisten in Washington. Ihre Aufgabe ist es (Achtung: Grundkurs Politikwissenschaft), die Abgeordneten so zu beeinflussen, daß bestimmte Gesetzesvorlagen voran- oder hintertrieben werden, je nach Interessenlage der Auftraggeber der Lobbyisten. Daß kapitalstarke Unternehmer und Unternehmen sich überhaupt bzw. mehr und/oder bessere Lobbyisten leisten können, liegt auf der Hand. Entsprechend fallen die Entscheidungen der Parlamente aus.
Buchanan war jahrelang typischer und sehr erfolgreicher und damit sehr viel Geld verdienender Lobbyist. Dann jedoch schwenkt er aufgrund persönlicher Erlebnisse um und betreibt fortan nur noch Lobbyismus für die Länder der Dritten Welt. Dies muß er aus eigener Tasche finanzieren, da kein amerikanisches Unternehmen Interesse daran hat. Dabei sieht er sich zunehmenden Schwierigkeiten gegenüber. Durch seinen Eifer und seine zunehmende finanzielle Klammheit wird er erpreßbar und erpreßt – für die "Verschwörung" des Buchtitels instrumentalisiert. Buchanan hat seine Geschäftspartnerin Faith über letzteres nicht informiert, doch diese spürt zunehmend, daß Buchanan ihr etwas verschweigt. In ihrer Not will sie sich dem FBI offenbaren – und kommt dabei der CIA in die Quere.
Das klingt nicht nur kompliziert, sondern ist es auch. Die CIA oder genauer gesagt, einer der führenden CIA-Männer – Robert Thornhill – glaubt, daß das christliche Abendland dem Untergang geweiht ist, wenn nicht die CIA bessere Arbeitsbedingungen erhält – mehr Geld, weniger Kontrolle durch die parlamentarischen Ausschüsse, Einsätze auch innerhalb der USA. Für dieses Ziel ist ihm jedes Mittel recht – auch Morde, die er begehen läßt, lautlos, spurenlos. Seinen größten Feind sieht Thornhill merkwürdigerweise jedoch nicht irgendwo im Ausland, sondern im FBI. Nun ja – wäre es anders, müßte dieses Buch eine völlig andere Story haben.
Um die Verwirrung bei den FBI-Beamten Reynolds & Co., die Faith vernehmen und zugleich beschützen, noch zu vergrößern, wird Faith von dem Privatdetektiv Lee Adams beschattet. Bei einem Mordanschlag, der Faith gilt und dem ein FBI-Agent zum Opfer fällt, wird sie von Lee gerettet. Beide flüchten zunächst, da sie keine Ahnung haben, wer diesen Anschlag verübt hat, sehen sich auf ihrer Flucht aber immer wieder neuen Attacken (seitens der CIA) bzw. Festnahmeversuchen (seitens des FBI) ausgesetzt. Es ist offensichtlich nicht so einfach, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten einfach unterzutauchen, wenn gleich Polizei und Geheimdienst hinter einem her sind (Orwell läßt grüßen). Derweile bastelt Thornhill weiter an seiner "Verschwörung" und Buchanan versucht sich aus der Schlinge, die Thornhill um ihn gelegt hat, zu ziehen – nicht zuletzt, um Faith zu retten.
Gut gegen Böse, das ist das Grundmuster dieses Thrillers. Leider bedient der Autor so viele Klischees, daß kein Zweifel bleibt, daß das Gute siegen wird. Mit der Niederlage des Bösen endet das Buch, eine Nachbetrachtung über den grundlegenden Widerspruch von Geheimdiensten, die im Verborgenen operieren, in der Demokratie, die nur durch Öffentlichkeit bestehen kann, unterbleibt. Vielmehr wird dieser Widerspruch auf das Fehlverhalten einzelner reduziert.
Das Buch quillt über von Details aus der Arbeit eines Privatdetektivs bzw. der Polizei, Freunde technischer Feinheiten a la "Wie trickse ich eine Alarmanlage aus, die eigentlich nicht auszutricksen ist" kommen hier voll auf ihre Kosten. Leser, die eher Wert auf Korrektheit und Nachvollziehbarkeit des Plots legen, werden das eine oder andere Mal etwas verstört sein.
Titel
"Die Verschwörung" ist der deutsche Titel, ist aber ungenau. Eigentlich steht Faith im Mittelpunkt, in ihr verknüpfen sich die Handlungsstränge. Die Verschwörung ist nur einer davon. Der Originaltitel "Saving Faith" ist da besser, auch und gerade wegen seiner Doppeldeutigkeit (faith = Glaube, Redlichkeit).
Autor
Der Autor David Baldacci, geboten 1960, italienischer Herkunft, hat bereits mehrere Bücher verfaßt, von denen offensichtlich mehrere um das Thema Macht kreisen. Nach der Lektüre dieses Buches und einer kurzen Durchsicht der Homepage des Autors (http://www.david-baldacci.com) habe ich den Eindruck, daß der Autor etwas selbstverliebt ist und glaubt, daß er dazu berufen ist, die Gerechtigkeit zu retten.
Fazit
Ein schneller Thriller, der fesseln kann, wenn auch einige Dinge nicht befriedigen mögen. Interessant auf jeden Fall seine Einbeziehung des Lobbyismus, dies hebt das Buch aus der Reihe der Politthriller heraus.
Hier noch die Angaben:
Preis: 22,50 €
Gebundene Ausgabe, 447 Seiten
Verlag Lübbe, Bergisch-Gladb.
Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3785720033 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Rena50, 30.04.2002, 17:01 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Ein sehr guter Bericht! Allerdings sind Thriller absolut nicht mein Fall. Gruß Rena
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Informationen
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