Mehr zu AutorInnen mit C Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- unterhaltend, spannend, informativ
- spannend, unterhaltsam, detailliert, man lernt etwas über das Leben in New York Ende des 19. Jahrhunderts
- Spannend bis zum Ende, realistisches Szenario
- kurzweiliger Roman, amüsant geschrieben
- unterhaltsamer Krimi
Nachteile / Kritik
- nichts
- selten aber dennoch manchmal etwas langatmig
- eigentlich nichts
- der Schluß ist etwas chaotisch und unglaubwürdig
- stellenweise sehr zäh zu lesen
Tests und Erfahrungsberichte
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Cormann, Marte: Lieber gut geschminkt als vom Leben gezeichnet
18.06.2003, 10:43 Uhr von
ClaudiaRetzmann
Hausfrau und Mutter von 3 Kindern, die ab und an ihr bißchen Freizeit hier verbringt;-)4Pro:
kurzweiliger Roman, amüsant geschrieben
Kontra:
der Schluß ist etwas chaotisch und unglaubwürdig
Empfehlung:
Ja
Kurzweiliger Roman mit chaotischem Schluß
Kurz vor Ostern hatte ich das Glück, bei einem Wettbewerb tatsächlich Platz 1 zu belegen *gg* und bekam vom lieben Betreiber dieses Wettbewerbs den 1. Preis zugeschickt. Hierbei handelte es sich um ein schönes Taschenbuch mit dem verheißungsvollen Titel „Lieber gut geschminkt, als vom Leben gezeichnet“ von der Autorin Marte Cormann.
Bis dato war mir die Autorin an sich unbekannt, doch ein Blick auf den Taschenbuchrücken, der mir in knappen Worten verriet, worum es in diesem Buch geht, ließ mich ein paar kurzweilige Stunden erwarten.
DIE STORY:
Seit 10 Jahren leben Sofia und Norman in wilder Ehe zusammen, selbst ihre zwei Kinder waren für sie kein Grund, den Weg zum Standesamt zu finden. In letzter Zeit jedoch fühlt sich Sofia in ihrer Beziehung immer unzufriedener und von Norman unverstanden. Ihr Leben besteht scheinbar nur noch daraus, sich um die Belange und Wünsche ihrer Kinder und ihres Lebensgefährten zu kümmern, auf ihre Wünsche und Bedürfnisse geht niemand ein. Norman hingegen geht voll in seiner Selbständigkeit als Weinhändler auf und scheint die Veränderung in ihrer Beziehung gar nicht zu merken. Als er wegen eines Computerfehlers total vergißt, dass Sofia liebeshungrig in der Badewanne auf ihn wartet, ist das Maß voll. Sofia ist stocksauer. Wie es der Zufall so will, trifft sie ausgerechnet da auf ihren Traummann – Raimund Lechter, der Mann der sie vor 10 Jahren zu einem kleinen Liebesabenteuer verführt hatte und der sie seit dem in ihren Träumen verfolgte. Sofia fühlt sich plötzlich wie ein Backfisch und ihr Herz schlägt Purzelbäume. Ausgerechnet bei einem gemeinsamen Abendessen mit Raimund, ihren Kindern, ihrer Cousine Britta und ihrer Mutter platzt Norman in die Runde und macht ihr einen Heiratsantrag – einen auf seine ganz persönliche Art und Weise.
„Norman Winter, der Mann mit dem sie seit mehr als zehn Jahren zusammenlebte, strahlte sie an, als hätte er soeben das Ei des Kolumbus entdeckt. ‚Mein Steuerberater sagt, es sei Wahnsinn, dass wir noch nicht verheiratet sind. Wärst du mit Mittwoch in vier Wochen einverstanden?‘ Dann ist das Geschäft geschlossen, vollendete Sofias Gedächtnis automatisch den Satz. Sie konnte den Blick nicht von seinem siegessicheren Lächeln abwenden. Sie schluckte heftig. Ihr fehlten die Worte. Irrte sie sich oder hatte Norman ihr soeben einen Heiratsantrag gemacht?“
Sofia – mehr enttäuscht über diesen Antrag als erfreut – möchte Norman vor versammelter Mannschaft nicht bloßstellen und schlägt erst einmal einen gemeinsamen Urlaub vor (den gab es bei ihnen aus finanziellen Gründen schon lange nicht mehr), Norman hingegen kann sich aus geschäftlichen Gründen keinen Urlaub leisten. Ein wichtiger Kunde interessiert sich ausgerechnet für Weine aus der Schweiz, die Norman noch nicht in seinem Sortiment hat und um den Kunden muß er sich kümmern, daher schlägt er vor, dass Sofia mit den Kindern allein fährt. In diese Enttäuschung hinein kommt von Raimund der Vorschlag, der das Gefühlsleben aller Beteiligten auf eine Achterbahn führen wird. „Und ausgerechnet Raimund brachte die Ereignisse des Sommers ins Rollen. ‚Ich kenne einen Ort, wo Sie beides miteinander verbinden können: Urlaub und Weineinkauf.‘“ Das Fatale an diesem Vorschlag ist, dass alle Anwesenden diesen „Urlaub“ zusammen antreten werden und dabei für einige Verwirrungen sorgen. Ob am Ende die Liebe siegt?
DIE HAUPTPERSONEN:
Da wäre zum einen SOFIA, wie bereits gesagt, unverstandene Hausfrau und Mutter und seit 10 Jahren die Lebensgefährtin von NORMAN, der jedoch mehr in seinem Beruf als in seiner Familie aufgeht. SOFIA trifft ihre alte Liebe und ihren Traummann RAIMUND wieder, der ihr Gefühlsleben ganz schön in Wallung bringt. Doch auch ihre Mutter HILDEGARD hat ein Auge auf diesen smarten Bergsteiger geworfen, während Sofias Cousine BRITTA schon seit Jahren NORMAN liebt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, während dieses gemeinsamen Urlaubs Norman für sich zu gewinnen.
MEINE MEINUNG und MEIN FAZIT:
Ich muß gestehen, dass ich während des Lesens des Buches des öfteren in mich hineingrinsen mußte, da mir die ein oder andere Situation doch auch schon im Leben begegnet war (ohne jetzt zu verraten, welche *lach*). Der Roman an sich ist leicht und flüssig geschrieben. Trotz der Tatsache, dass neben den eigentlichen Hauptpersonen – Sofia und Norman – noch diverse andere Personen immer wieder in den Vordergrund treten, kommt man beim Lesen selbst nicht durcheinander.
Was ich persönlich ein ganz klein wenig verwirrend fand ist die Tatsache, dass das Buch zwar in erster Linie in der Erzählform geschrieben wurde, zwischendurch aber immer wieder ein Kapitel auftaucht, welches schlicht die Überschrift „Britta“ trägt und in dem Britta (die Cousine von Sofia) in der Ich-Form über sich und ihre momentanen Gefühle schreibt. Man gewinnt den Eindruck, das Buch sei aus der Sicht von Britta geschrieben, die zwischendurch ein paar Seiten aus ihrem Tagebuch eingeführt hätte, was dann jedoch unmöglich erscheint, da es auch ein Kapitel mit der Überschrift „Hildegard“ (Sofias Mutter) gibt, in der nun Hildegard wie in einer Art Tagebuch ihre persönlichen Gefühle und Überlegungen preisgibt.
Das Buch selbst ist – gespickt durch viele kleine amüsante Vorkommnisse – alles in allem sehr unterhaltsam und man hat zwischenzeitlich nicht das Gefühl, es könnte sich hier um eine erfundene Geschichte handeln. Vielmehr arbeitete die Autorin in ihrem Roman ganz alltägliche Problemchen ein, die der ein oder andere Leser vielleicht auch schon einmal so ähnlich erlebt hat.
Lediglich der Schluß des Buches ist meiner Meinung nach ziemlich unglaubwürdig und vor allem konfus. Hier habe ich persönlich das Gefühl, als hätte die Autorin – um ein gewisses Seitenlimit nicht zu überschreiten – versucht, alle ihr noch eingefallenen Gedanken mit in den Schluß zu packen.
Mein Fazit fällt trotzdem positiv aus. Marte Cormann ist es in meinen Augen gelungen, einen amüsanten und unterhaltsamen Roman zu schreiben, der nun wirklich mal aus dem Leben gegriffen zu sein scheint. Hat nicht schon jede Frau irgendwann einmal in ihrer Beziehung oder Ehe einen kleinen Frust verspürt, sich gedacht, sie sei nur noch dazu da, um sich um Mann und Kinder zu kümmern, während ihre eigenen Bedürfnisse scheinbar unbeachtet bleiben? Hat nicht jede Frau in so einer Situation schon einmal von ihrem Traummann geträumt und wie ein Leben mit ihm wohl wäre? Ich denke doch *gg*. Marte Cormann zeigt uns, was aus solchen Träumen werden könnte und das auf sehr humorvolle Art und Weise.
Da ich hier immer von „Frau“ rede, läßt sich schon erkennen, dass ich persönlich der Meinung bin, dass dieses Buch eher etwas für die weibliche Leserschaft ist. Allerdings können auch ruhig unsere Herren der Schöpfung diesen Roman einmal zur Hand nehmen, schaden kann es nichts *gg*.
Lediglich der in meinen Augen doch sehr konfuse und eher an das Ende einer überdrehten Liebeskomödie im Kino erinnernde Schluß dieses Romans hat mich ein wenig enttäuscht, so dass ich insgesamt zwar einen Punkt bei der Bewertung abziehe, den Roman an sich aber auf jeden Fall als kurzweilige Lektüre empfehlen kann.
Ich selber habe hier die Taschenbuchausgabe vorliegen (weiß auch nicht, ob es den Roman als gebundenes Buch gibt). Obwohl ich es geschenkt bekommen bzw. gewonnen habe *gg*, kann ich auch über den Preis Auskunft geben, da dieser neben der ISBN-Nr. (3-453-19880-8) auf dem Buchrücken verzeichnet war;-) – die Taschenbuchausgabe kostet 6,95 €.
Zum Schluß noch kurz etwas über die Autorin. Marte Cormann wurde 1956 geboren, ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der schönen Stadt Meerbusch in NRW. Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie hauptberuflich Referentin im Ministerium für Gleichstellung von Frau und Mann des Landes Nordrhein-Westfalen. Nachdem sie zahlreiche Kurzkrimis in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht hatte, legte sie mit „Der Club der grünen Witwen“ ihren ersten erfolgreichen Roman vor. Es folgten „Frauen al dente“, „Der Mann im Ohr“ und „Die Männerfängerin“.
© by Claudia Südkamp-Retzmann 2003 weiterlesen schließen -
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Colville, Mathew "Star Trek Player’s Guide"
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Aus der Reihe "Star Trek"
Infos:
Serie: Star Trek
Autor: Colville, Mathew
Verlag: Decipher, Norfolk
Erschienen: 01.08.2002
ISBN: 3890646530
Typ: Regelwerk
Es haben sich bereits unzählige Autoren und Verlage daran versucht, den weitläufigen und detailreichen Star Trek-Hintergrund in ein Rollenspiel zu verwandeln – mit unterschiedlichem Erfolg. Viele gute Fandom-Versionen verschwanden wegen der Paramount-Firmenpolitik in der Versenkung, dafür trieb der professionelle Markt so manche Stilblüte. Dementsprechend groß war meine Spannung, als ich die beiden Bücher aus dem Hause Decipher in der Hand hielt. Wer meinen Artikel über das „Lord of the Rings Roleplaying Adventure Game“ gelesen hat, wird verstehen, warum ich bei bunten Erzeugnissen aus dem Hause Decipher skeptisch bin. Beim Player’s Guide und dem Narrator’s Guide sollte ich jedoch angenehm überrascht werden. In Folge bespreche ich beide Bücher als eigenständige Artikel.
Vorweg einige Worte zu meinen „Erfahrungen“ mit Star Trek, damit der werte Leser meine Worte richtig einordnen kann: Von der Next Generation (TNG) und Voyager sind mir alle Folgen bekannt, die meisten habe ich mehrfach gesehen. Das gleiche gilt für alle Kinofilme. Deep Space Nine (DS9) wurde sporadisch besucht, The Original Series (TOS - Kirk und Co) und Enterprise (Dank guter Kontakte in die USA konnte ich auch hier bereits erste Folgen sehen) haben mich nicht überzeugt und wurden darum stiefmütterlich behandelt – es werden wohl nicht mehr als 5 Folgen bei jeder Serie zusammenkommen.
Star Trek - Player’s Guide
Satte 256 Farbseiten hat das Hardcoverbuch und macht damit so richtig was her. Das Layout ist im Design der Next Generation gehalten und mit gut gewählten Fotos durchsetzt. Die Charakterzeichnungen der Archetypen lassen hingegen zu wünschen übrig. Alles in allem ist es ein „gut aussehendes“ Regelwerk, dass man gerne in der Hand hält. So kann man ihm auch seinen stolzen, aber angemessenen Preis von rund 40 Euro verzeihen.
Der Inhalt
Die Einleitung erklärt in verständlicher Form, was Rollenspiel ist und gibt mit dem Glossar einen Überblick über die wichtigsten Begriffe.
In Kapitel Eins werden die Serien (mit Ausnahme von Enterprise) und ihre wichtigsten Handlungspunkte kurz vorgestellt. Dabei schaffen es die Autoren, die Kernsegmente der Serien sehr treffend zu vermitteln. TOS ist am ehesten im Mantel und Degen-Genre anzusiedeln, TNG erzählt Entwicklungsdramen, DS9 ist ein Kriegsdrama und Voyager stellt seine Figuren gegen ein scheinbar unüberwindbares Hindernis. Auch wenn ein Spieler die Serien trotzdem kennen sollte, wird hier sehr gekonnt das Wichtigste zusammengetragen und dem Spieler bewusst gemacht – sehr gelungen! Wie man sicher merkt, hat mich dieser Abschnitt sofort begeistert.
Im zweiten Kapitel werden Species vorgestellt. Der Spieler hat die Auswahl zwischen Vulkaniern, Bajoraniern, Betazoiden, Cardassianern, Ferengi, Menschen, Klingonen, Ocampa, Talaxianern und Trill. An dieser Liste kann man bereits erkennen, dass sich Spielabende bei Star Trek nicht zwingend um Charaktere aus der Sternenflotte drehen müssen, obwohl auf diesen naturgemäß ein großes Augenmerk liegt. Hier werden bereits diverse Wertemodifikatoren aufgelistet, deren Bewertung ich aber bis zur Beschreibung der Regeln verschieben möchte.
Es folgt eine Beschreibung der Berufe in Kapitel 3, der Attribute in Kapitel 4, und das fünfte Kapitel listet Auswahlmöglichkeiten für das so genannte Development, also die Entwicklung des Charakters auf. Sie sind unterteilt in Personal (also die Entwicklung in der Jugend) und Professional (also seit dem Eintritt ins Berufsleben) und entscheiden, welche Skills ein Charakter zu Beginn des Spieles besitzt. Diese werden in Kapitel 6 ausführlich beschrieben.
Mit dem siebten Kapitel kommen die mittlerweile praktisch zum Standard eines Rollenspiels gehörenden Vor- und Nachteile ins Spiel, Kapitel 8 beschreibt die noch verbleibenden Werte wie Reactions und Courage (mehr dazu später).
Im neunten Kapitel werden dann die verschiedenen Möglichkeiten der Charakterentwicklung beschrieben (auch dazu später mehr), Kapitel 10 beschreibt eine Auswahl an Star-Trek-typischer Ausrüstung.
Raumschiffe werden uns im elften Kapitel vorgestellt, einschließlich einer kurzen Beschreibung der Bordsysteme, die den Spieler in die Lage versetzen, so genanntes Technobabbel glaubhaft von sich zu geben. Als Technobabbel bezeichneten die Autoren der Star Trek-Serien die technischen und (semi-)wissenschaftlichen Ergüsse der Figuren, die nur begrenzt Sinn machen, sich aber so richtig cool anhören.
Das zwölfte Kapitel enthält eine Reihe von sehr gelungenen Tipps zum Rollenspiel im Star Trek Universum allgemein und zur Auswahl und Gestaltung des Charakters im Besonderen.
Kapitel 13 enthält eine nicht erschöpfende, aber beachtliche Historie der Galaxy bis zum „heutigen“ Stand, also zum Ende der Voyager-Reihe. Kapitel 14 erläutert die (Macht-)Strukturen und Ansichten der Föderation als Institution.
Erst im Appendix beschreiben die Autoren den Kampf – und setzen damit schon ein erfreuliches Signal seine (Un-)Wichtigkeit betreffend. Immerhin sollte der Kampf bei Star Trek (außer in einer reinen Klingonengruppe) immer die letzte Maßnahme bleiben.
Nun wohnen – ach – zwei Seelen in meiner Brust: Die Hintergrundbeschreibungen des Player’s Guide sind hervorragend. Sie sind klar, knapp gehalten, transportieren aber trotzdem neben zahlreicher interessanter Informationen auch die Atmosphäre der Serien. Sie versetzen den Spieler in die Lage, mit den nötigsten Informationen drauf los zuspielen, ohne sich große Sorgen über den Hintergrund zu machen.
Auf der anderen Seite aber stehen die Regeln, zu denen wir jetzt kommen wollen.
Die Regeln
Star Trek benutzt die sogenannten CODA-Regeln, die Decipher auch beim Herrn der Ringe Rollenspiel einsetzt, und die wohl so etwas wie ein Decipher-GURPS sind/werden sollen. Sie sind zweifelsohne gut gemeint. Aber wie jeder weiß, ist gut gemeint oft das Gegenteil von gut gemacht. Das Hauptproblem ist, dass sie im Buch verteilt sind und mühselig zusammengesucht werden müssen, wenn man sie dann gerade braucht.
Proben werden bei Star Trek mit 2W6 abgelegt, die gemeinsam gewürfelt werden. Zeigen beide Würfel eine sechs, darf einer der Würfel weitergewürfelt und das Ergebnis dazuaddiert werden, so lange dieser eine 6 zeigt. Ein Wurf von 12, dann eine 6 und eine 4 ergeben also einen Probenwert von 22. Mit diesem Wert werden nun Modifikatoren für die Umstände und dem benutzten Spielwert verrechnet. Liegt das Ergebnis über einer bestimmten Zielzahl, ist die Probe gelungen. Wenn zwei Personen sich miteinander messen, wird das Ergebnis des einen zur Zielzahl des anderen.
Proben können entweder auf Attribute abgelegt werden (liegen in der Regel zwischen 1 und 12), oder auf einen Skill, der sich aus einem Grundwert und dem Modifikator des dazugehörigen Attributs errechnet. Star Trek verwendet die Attribute Strength, Agility, Intellect, Vitality, Presence und Perception. Die Liste der Skills ist zu umfangreich, um sie hier wiederzugeben.
Außerdem gibt es noch die vier sogenannten Reactions, also Werte, auf die eine Probe abgelegt wird, wann immer der Charakter auf Umstände oder andere Wesen reagiert. Sie werden von dem besseren von jeweils zwei Attributen abgeleitet.
Hört sich an sich nicht wirklich kompliziert an, nicht wahr? Ist es auch noch nicht. Schwierig wird es erst unter Einbeziehung der Spezialfähigkeiten der Berufe und der Vor- und Nachteile. Zusätzlich kann der Charakter auch noch Courage Punkte ausgeben, um die Zielzahl zu senken.
Zu guter Letzt wird die Güte der Probe auch noch von der Differenz zur Zielzahl abhängig gemacht: 11 oder mehr drunter: Patzer; 6 oder mehr drunter: Totaler Misserfolg; 1 oder mehr drunter: Misserfolg; bis 4 drüber: Erfolg; bis 9 drüber: kompletter Erfolg; ab 10 drüber: Herausragender Erfolg.
Ein Beispiel: Ein Diplomat versucht, zwei streitende Parteien zu beschwichtigen. Dazu legt er einen Wurf auf Negotiate (Mediate) ab, was soviel bedeutet wie Verhandeln mit dem Schwerpunkt Vermitteln. Er hat einen Wert in Negotiate von +4, dazu kommt sein Attributsmodifikator von +2 für einen Intelligenzwert von 10. Der Spielleiter legt die Schwierigkeit sehr hoch an und verlangt eine 20. Erst einmal sieht es also nach einer Probe mit 2W6+6 gegen 20 aus. ABER: Der Spielleiter entscheidet, dass in dieser speziellen Situation Perception, also Wahrnehmung, als Attribut geeigneter ist, weil der Botschafter erkennen muss, wie die Abgesandten auf seine Vorschläge reagieren. Also wird stattdessen sein Bonus von +1 für einen Wert von 8 benutzt (+5). Das ist aber noch nicht alles, denn der Botschafter hat die Spezialisierung Mediate erlernt, die in diesem Fall passt, also bekommt er +2 (+7). Hinzu kommt seine berufliche Spezialfertigkeit Gain Trust, mit der er bei einer solchen Probe +4 bekommt (+11). Außerdem hat er den Vorteil Friendly, der bei jeder sozialen Probe +1 bringt (+12). Dummerweise ist einer der beiden Abgesandten ein Klingone, die den Botschafter aus irgendeinem Grund nicht leiden können (er hat den Nachteil Species Enmity gewählt), und darum kriegt er -4 (+8). Der Spielleiter entscheidet aber zudem, dass die andere Partei der Verhandlungen grundsätzlich aggressiv eingestellt ist, was weitere -5 begründet (+3). Nach dieser langen Rechnerei, für die der Spieler auf seinem Bogen die ganzen Sonderfälle raussuchen musste, wird nun also eine Probe mit 2W6+3 gegen 20 abgelegt. Das ist dem Diplomat zu schwer, also gibt er Courage-Punkte aus. Normalerweise sinkt die Schwierigkeit um 3 pro Punkt und er darf maximal 4 ausgeben. Nun hat er aber den Vorteil Confident, mit dem bei sozialen Würfen (und nur bei diesen) jeder Courage-Punkt eine Erleichterung von 5 wert ist. Er gibt drei aus, also beträgt die Schwierigkeit nun nur noch 5. Der Diplomat würfelt eine 7, mit seinem Bonus von 3 ergibt das eine 10, er hat die Schwierigkeit um 5 geschlagen und damit einen kompletten Erfolg erzielt.
Allein die Länge des obigen Beispiels dürfte meinen Kritikpunkt klar machen – zumal jeder einzelne Charakter Spezialfähigkeiten und fast jeder Vor- und Nachteile besitzen dürfte. Rechen- und Nachschlageorgien lassen sich also vermutlich nicht vermeiden und dürften das Spiel erheblich stören.
Der Kampf
Jeder Charakter hat in einer Kampfrunde zwei Aktionen frei, weitere sind möglich, verursachen aber einen Malus auf jede Aktion in dieser Runde. Die Aktionen müssen vorher angesagt werden, ausgewichen werden kann aber immer. Die Reihenfolge wird durch einen Wurf auf Quickness festgestellt, alle Aktionen werden auf einmal durchgeführt, wenn der Charakter an der Reihe ist. Angriffe werden als vergleichende Proben gewürfelt. Typisch amerikanisch wird die Bewegung der Charaktere auf den Meter genau berechnet.
Ein interessanter, (hoffentlich) friedensschaffender Faktor ist der Waffenschaden. Ab der Energiestufe 9 ist der Gegner (oder Charakter) bei einem Phaser- oder Disruptortreffer nämlich schlichtweg tot. Wird er verletzt, rutscht er abhängig von seiner Health die Wundstufen herunter, die zunehmend höhere Mali auf alle Würfe verursachen.
Unangenehm fällt das völlige Fehlen von Raumschiffkampfregeln auf, die doch ein integraler Bestandteil aller Serien sind. Diese werden erst im Narrator’s Guide geliefert.
Die Charaktererschaffung
Auch die soll in aller Kürze erwähnt sein. Der Spieler wählt eine Spezies aus, die Attributsmodifikatoren, Spezialfertigkeiten und einzelne „kostenfreie“ Vor- und Nachteile mit sich bringt. Dann ermittelt man seine Attribute, indem man entweder neun mal 2W6 würfelt und die sechs höchsten Ergebnisse verteilt, oder die Grundwerte 10,9,7,7,5 und 4 zuordnet und dann noch einmal 8 Punkte verteilt.
Als nächstes entscheidet man sich, welchen Beruf der Charakter ausüben soll und wie er seine Jugend verbracht hat. Das Kind einer reichen Familie, das später ein Pilot wird, besitzt andere Fertigkeiten als ein Bürokrat, der in der neutralen Zone geboren wurde. In beiden Bereichen kann der Spieler sich einige Skills aus einer Liste aussuchen. Wählt er sie „öfter“, kann er den Wert erhöhen. Auch hier erhält der Charakter Vor- und z.T. auch Nachteile.
Zum Schluss werden dann Reactions und Health errechnet. Jeder Charakter startet das Spiel mit 3 Courage-Punkten. Die Bekanntheit des Charakters wird durch den Wert Renown, den Ruhm, bestimmt, der Boni bei sozialen Proben liefern kann.
Charakterentwicklung
Star Trek folgt einem linearen Stufensystem, d.h. immer wenn die Charaktere 1000 Erfahrungspunkte beisammen haben, steigen sie auf und können neue Skills, Spezialfertigkeiten und Vorteile erlernen, oder bestehende steigern. Auch Attribute, Courage oder Renown können gesteigert werden. Dabei wird unterschieden nach nonprofessional Skills und professional skills (die der Charakter in seinem Beruf nutzt), sowie normalen Attributen und dem von der Spezies bedingten favored Attribute. Letztere sind immer billiger zu steigern.
Außerdem kann der Charakter, wenn er diverse Mindestwerte erfüllt und einmal auf das Steigern verzichtet, in Elite-Berufe aufsteigen, die dann noch effektivere Spezialfähigkeiten liefern.
Fazit: Der Star Trek Player’s Guide liefert vorbildliche Hintergrundbeschreibungen und zeigt deutlich, das die Macher Fans und Kenner sind. Die Regeln hingegen scheinen mir veraltet und zu kompliziert (nicht zu verwechseln mit komplex) – hier wird man um vereinfachende Hausregeln nicht herumkommen. Wer mit einem eher schwachen Regelsystem leben kann, oder es ohnehin durch sein Lieblingssystem ersetzen wollte, sollte zugreifen. weiterlesen schließen -
C.J. Cherryh: *Der Koboldspiegel*: Einfallsreiche Fantasy
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Caroline Janice Cherryh, eine sehr produktive US-Autorin, schreibt nicht nur Science Fiction-Zyklen, sei es um das Union-Allianz-Universum oder um die Rasse der Chanur, oder Fantasy-Zyklen, z.B. den Morgaine-Zyklus.
Mit ihrer bei uns weiterhin unveröffentlichten Rusalka-Trilogie hat sie ihre Fangemeinde bereits einmal mit den osteuropäischen Sagen und Legenden vertraut gemacht. Diese Tradition setzt sie mit "Der Koboldspiegel" fort.
Die geradlinige Handlung beginnt in einem Land namens Maggiar, das dem mittelalterlichen Land der Magyaren gar nicht unähnlich ist. Allerdings wimmelt die Natur hier nur so vor feindlichen Kobolden, tumben Trollen und unheimlichen Gespenstern. Und der Herr der Burg, auf der alles seinen Ausgang nimmt, wird von einem ausgebildeten Magier beraten und beschützt. Alles scheint zum besten bestellt, als eines Morgens der Zauberer den Drang verspürt, seiner Schwester hinter den schützenden Bergen (wo noch mehr Kobolde hausen sollen) einen Besuch abzustatten. Eine Reisepartie mit zwei der Grafensöhne bricht auf, wenig später gefolgt vom dritten Sohn, dem jüngsten, und seinem Hund. Diesen zwei Gruppen folgt die Erzählung im Wechsel, so daß sich eine interessante Spannung und ein kontrastierender Zusammenhang zwischen den beiden Strängen aufbaut.
Kaum hat die Gruppe des Zauberers die Berge überquert, wird sie von kriegerischen Kobolden überfallen und ziemlich dezimiert. Die Grafensöhne sowie der Zauberer sind versprengt, aber am Leben. Als der jüngste Grafensohn eintrifft und auf die Spuren des Überfalls stößt, schwant ihm Schlimmes. Er begenet der jungen Zauberin, die einen Splitter des Spiegels der Koboldkönigin bei sich trägt. Wie der Junge schließlich herausfindet, läßt sich damit die Wirklichkeit durch Gedankenkraft verändern - eine äßerst mächtige Waffe, sofern sie richtig eingesetzt wird. Ernsthafte Zweifel an Elas Kompetenz meldet ein mysteriöser Koboldkrieger an, der zu den beiden stößt. Er berichtet von dem Krieg, den die Koboldkönigin gegen die Menschen und anderen Bewohner des Landes hinter den Bergen führt. Wird es Ela, dem Kobold und ihrem jungen Freund gelingen, ihr gegenseitiges Mißtrauen zu überwinden, um sich schließlich mit vereinten Kräften der Koboldkönigin entgegenstellen zu können? Und werden der Zauberer und die anderen Grafensöhne auf der Seite der Königin oder auf der Seite der Menschen kämpfen?
Diese Fragen sorgen für ausreichend Spannung, um die psychologisch plausibel begründete Handlung voranzutragen, bis es zum überraschenden Showdown kommt. Bis dahin machen alle Beteiligten eine Wandlung ihres Charakters und ihrer inneren Einstellung zur Welt und zu fremden Wesen durch - eine Seltenheit in der Fantasy und daher umso befriedigender. Und da Cherryh den Zauberer die Vorgeschichte dieses Zuges in die Fremde und des Koboldkrieges enthüllen läßt, sorgt sie laufend für Überraschungen - was zu einer Art grimmigem Humor beiträgt, wie er für Cherryhs hartgesottene, realistische Erzählweise typisch ist.
Unterm Strich
"Koboldspiegel" ist wegen der Hauptgestalten eindeutig ein Jugendbuch, aber eher ein untypisches, mit einer Botschaft auch für Erwachsene. Die deutsche Übersetzung bringt die Stimmung und den Tonfall des Erzählers gut herüber ins Deutsche.
Michael Matzer (c)2002ff
Info: The goblin mirror, 1992, 398 S., Heyne, München, HSF 060/5378, aus dem US-Englisch v. Norbert Stöbe, DM 16,90.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-21 12:50:50 mit dem Titel C.J. Cherryh: *Chanurs Legat *: Sieg der Katzenartigen (SF)
Die ist der fünfte Roman in Cherryhs Science-Fiction-Zyklus um die löwenartigen Chanur-Aliens: tapfer und treu, aber ein wenig (?) jähzornig.
Die handlung spielt in eineem ausgedachten Weltallteil, der an den der Menschen angrenzt. Daher kommen Menschen nur am Rande (!) vor.
Was die Leute von der Enterprise-Truppe können, kann Caroline Cherryh schon lange: Sie hat "Die nächste Generation" für unsere Freunde vom Stern Anuurn geschrieben.
Handlung
°°°°°°°°
Yep, die gute alte Pyanfar Chanur, mit der wir so viele Abenteuer am Rande der Vernichtung - durch Kif-Piraten, menschliche Idioten (Tully), methanatmende Wahnsinnige und undurchsichtige Stsho-Bürokraten - durchlebten, Pyanfar hat die Fackel inzwischen weitergereicht an ihre Nichte Hilfy, die wir schon in den letzten Bänden der Chanur-Tetralogie kennenlernen durften.
Pyanfar selbst, die oberste angesehene Persönlichkeit des Pakt-Raums, wartet im ersten Band des neuen Zyklus irgendwo hinter den Kulissen, greifbar nur anhand der Mitteilungen, die für sie massenweise auf Hilfys Handelschiff eingehen. Dafür hat Hilfy umso mehr alle Hände voll zu tun.
Sie hatte gedacht, sie würde den Super-Deal abziehen, als sie von dem Stsho-Oberhaupt auf der Treffpunkt-Station den Auftrag annahm, ein "religiöses Objekt" zur Urtur-Station zu bringen, wo es der dortige Stsho-Chef der Station empfangen sollte. Für diesen kleinen Job sollte sie 1 Million Kredits bekommen - fast zu schön, um wahr zu sein. Und tatsächlich wird sie auch von einem Mahen namens Ana'kehnandian gewarnt, das zu tun.
Auch der Vertrag mit den ungefähr 10.000 Klauseln und Unterklauseln sieht nicht sonderlich ermutigend aus. Als Hilfy annimmt, stellt sich heraus, daß sie die Eskorte, einen Stsho, mitzunehmen hat. Und ein weiterer ungebetener Gast stellt sich ein: Hallan Meras, ein männlicher Hani, also einer von Hilfys eigener Rasse. Da die Hani-Männer im Ruf stehen, leicht auszurasten, besonders unter Streß und in der Liebe, wird Hallan erstmal sicher eingesperrt. Eine zufällige Begegnung zwischen ihm und dem Stsho an Bord führt denn auch beinahe zur spontanen Geschlechtsumwandlung des Stsho, vor lauter Schreck.
Mit dieser explosiven Mischung an Bord machen sich Hilfy und ihre kleine Crew auf die Socken, um den Auftrag auszuführen, dichtauf gefolgt von ihrem Schatten Ana'kehnandian. Da der Empfänger des Stsho-Objekts aber von Urtur geflohen ist, entwickelt sich nun eine Art Katz-und-Maus-Spiel, das die "Chanurs Legat", Hilfys Schiff, bis in den gefürchteten Kif-Raum führt, wo allen außer Hilfy die Zähne klappern, insbesondere aber dem labilen Stsho.
Zu guter Letzt gelingt es aber Hilfy doch noch, alles zu ihrer Zufriedenheit zu erledigen, zwar mit List und Tücke, aber immerhin ehrenvoll. [Michael Matzer (c) 2000ff ]
Mein Eindruck
°°°°°°°°°°°°°
Dieser relativ geradlinige Plot würde kaum ausreichen, eine zufriedenstellende Lektüre zu gewährleisten. Deshalb hat Cherryh in das Buch noch ein paar Ingredienzien mehr hineingepackt. Die Begegnungen mit den Kif und mit Ana'kehnandian sorgen schon für den notwendigen Touch von Abenteuer. Die Stsho steuern hingegen die Komödie bei: Der anfängliche Hüter des Objekts tritt nach dem Eintreffen eines weiteren, jungen Stsho in seine zweite Geschlechtsphase ein, nur um dann zum Schluß zu einem weisen, ja geradezu heiligmäßigen Neutrum zu werden. Die Stsho spielen die Japaner in diesem Buch: etepetete und auf strikte Eimhaltung der Umgangsformen und der Etikette bedacht, wobei sich dann die Atmosphäre der Liebe in der zweiten Phase des Stsho etwas störend bemerkbar macht. In der dritten Phase tritt der Stsho geradezu liebenswürdig-naiv auf. Die Übersetzerin hat die Tonlage der gestelzten Konversation mit den Stsho ausgezeichnet verwirklicht, was es dem Leser erlaubt, jede Nuance der Ironie mitzubekommen - ein großes Vergnügen.
Als böte Sex unter Stsho noch nicht genug Erotik auf der "Legat", steuern Hallan Meras und die weibliche Crew noch eine ausgewachsene, doppelte Romanze bei, die damit endet, daß alle weiblichen Crewmitglieder Hallan heiraten, damit er nicht von Bord muß, weil er etwas ausgefressen hat. Dieses Happy-end hätte man so nicht erwartet, denn Hallan ist der typische Underdog und ein Außenseiter bei seiner eigenen Rasse, jedenfalls bei den Männern. Und er ist der einzige männliche Hani an Bord: allein unter Frauen - Stoff für eine Geschlechterkomödie, die allerdings bei Cherryh durchaus auch in eine Tragödie umschlagen könnte. Da läßt uns die Autorin stets im Ungewissen.
Der Leser, der sich durch die ersten 100 Seiten durchgebissen hat (Sie erinnern sich an diesen verklausulierten Vertrag? Nun, die Klauseln sind im Buch abgedruckt!), der wird den Rest des Buches verschlingen, so viel Spaß macht es, soviel Spannung bietet es. Ich jedenfalls bin gespannt auf die nächsten Bände der "Nächsten Generation".
Michael Matzer (c) 2000ff
Info: Chanurs Legacy, 1992; Heyne Verlag, München 1994; 512 Seiten, DM 14,90; aus dem Amerikanischen v. Rosemarie Hundertmarck , ISBN 3-453-07743-1
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-31 11:40:52 mit dem Titel Caleb Carr: *Terrorismus - die sinnlose Gewalt* (spannendes Sachbuch)
Wie reagiert die Welt auf lange Sicht am angemessensten auf die Anschläge vom 11. September? Die Antwort ist nicht einfach, doch vielleicht kann uns die Geschichte von Krieg und Terror Aufschluss darüber geben.
Caleb Carrs Sachbuch trägt den deutschen Untertitel: "Historische Wurzeln und Möglichkeiten der Bekämpfung". Treffender ist der Originaltitel "The lessons of terror: A history of warfare against civilians: Why it has always failed and why it will fail again". Dies ist auch schon das zentrale Fazit des Buches: Terrorismus mag zwar sinnlos sein, doch wie bekämpfen wir ihn?
Der Autor
Der Autor Caleb Carr ist ein bekannter amerikanischer Militärhistoriker und Autor von mehreren ausgezeichneten Kriminalromanen sowie des Zukunftsromans "Die Täuschung".
Inhalte
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Schon die alten Römer... - ja, so beginnen viele Gedenkreden, die man getrost vergessen kann. Doch diesmal verweist das Tun der Römer direkt auf die Deutschen. Schon die alten Römer hat eine Methode, Terror zu verbreiten, also Krieg gegen Zivilisten zu führen. Das taten sie vornehmlich in dem Gebiet, was sie als unerobertes Germanien ansahen. Bis ihnen ein Stammeshäuptling namens Arminius zeigte, wo der Hammer hängt: Im Teutoburger Wald verloren mehrere römische Legionen unter Feldherr Varus im Jahr 9 n.Chr. ihr Leben - die Stätte wurde vor kurzem wieder entdeckt.
Als Folge drangsalierten die Römer ihre germanischen Untertanen umso härter, errichteten aber keine weitere germanische Provinz - sie erreichten lediglich, dass ihr Terror den Hass gegen sie umso mehr schürte. 400 Jahre später erinnerten sich die Germanen immer noch an jene Schlacht, als sie Rom stürmten und plünderten.--
Was ist Terrorismus?
Caleb spannt in seiner Untersuchung des Terrorismus und seiner Ursachen den Bogen von der Antike über das finstere, blutige Mittelalter bis hin zu den Anschlägen der PLO Yasir Arafats und der al-Quaida des Saudi-Arabers Osama bin Laden.
Terrorismus - das ist die Bedrohung unbewaffneter Zivilisten in der Absicht, der feindlichen Regierung oder Führungsschicht den Rückhalt der Bevölkerung zu entziehen und diese zu demoralisieren. Wie das Beispiel der alten Römer zeigt, ist dies kein modernes Phänomen, sondern bildet eine immer wiederkehrende Konstante in der Geschichte gewaltsamer Auseinandersetzungen.
Der Militärhistoriker breitet nicht nur sein enormes Fachwissen vor uns aus. Stets dient dies als Beleg für seine Argumentation: Terroristische Attacken verfehlen als Kriegsstrategie eindeutig ihr Ziel, das betroffene Land zu schwächen. Im Gegenteil bestärken sie das betroffene Volk in seinem Widerstand gegen den brutalen Angreifer und stützen so die attackierte Regierung, selbst wenn diese Unrecht begeht.
So führten beispielsweise auch die alliierten Bombenangriffe auf deutsche Städte von 1943 bis 1945 nicht zu einer Schwächung, sondern zu einer Intensivierung der deutschen Kriegsproduktion! Der Angriff auf das von Flüchtlingen überquellende Dresden im Februar 1945 zeigte zudem, wie entsetzlich inhuman diese Strategie war, die von Briten und Amerikanern propagiert wurde.
Der einzige Grund, warum die Deutschen keinen Hass auf die Amerikaner entwickelten, lag in der Beseitigung des alten Terrorregimes und dem Großmut, der sich im Marshall-Plan zeigte. Darin lag natürlich auch die Absicht, die Deutschen nicht in die Arme der Russen zu treiben. Genauso verfuhren die USA in Japan, wofür sich die Japaner bis heute dankbar zeigen.
Der Grund für die Ressentiments der Franzosen gegen die Deutschen geht zurück bis auf das Jahr 1871. Die Preußen hatten den Feldzug 70/71 gewonnen und Paris eingeschlossen, der Sieg war in Reichweite. Feldmarschall Moltke war dagegen, die Stadt zu beschießen und die Franzosen zu demütigen - alle militärischen Ziele waren erreicht. Das reichte Bismarck nicht: Die *politischen* Ziele sahen die Demütigung des Erzfeindes vor: ein Akt des Terrors. Die eingeschlossenen Pariser widerstanden dem Beschuss noch Monate und ließen 1918 in den Verträgen von Versailles die Deutschen dafür bluten. Ihre Vergeltung führte direkt zu Hitlers Aufstieg. Terror ist also stets kontraproduktiv.
'Totaler' versus 'progressiver Krieg'
Doch Terror wurde immer als Teil des "totalen Krieges" eingesetzt. Totaler Krieg, so Carr, ist unbegrenzt, sowohl in Ausmaß als auch Mitteln. Er kann sogar zum Volkskrieg ausarten, so wie 1793 in Frankreich. Die Folge war damals über 20 Jahre lang die Verheerung Europas.
Doch es gab zwei wichtige Ansätze, den totalen Krieg zu überwinden. Der erste Ansatz war im 17. Jh. in England Oliver Cromwells "New Model Army" (außer in Irland), und der zweite, aus dem 18. Jh., stammt von Friedrich II. von Preußen, dem 'Alten Fritz'. Beide Ansätze sehen begrenzte Militäreinsätze mit höchst disziplinierten Soldaten und klar definierten Zielen vor. Der Ziel des Krieges ist der Frieden - dies nennt Carr den "progressiven Krieg". Merke: Carr hat nichts gegen Krieg an sich - dieser ist ein notwendiges Übel.
Doch ein gewisser Clausewitz revidierte diese zwei Ansätze aus seiner romantischen Bewunderung Napoleons heraus: Für ihn ist das Ziel des Krieges der Sieg und die Vernichtung des Gegners. Carr nimmt Clausewitz und dessen Jünger nach allen Regeln der Kunst auseinander und lässt nichts mehr davon übrig. Gleiches gilt für Apologeten des Vernichtungskrieges wie William Tecumseh Sherman, der 1864/64 den US-Süden abfackelte.
Der progressive Krieg à la Preußen und Cromwell ist heute genauso wie damals das Gebot der Stunde, argumentiert Carr. Denn die USA befinden sich tatsächlich im Krieg mit einem weltumspannenden Gegner: mit den Ländern, die den Terrorismus der al-Quaida sponsern. Dies waren zunächst die Taliban - der klar definierte Gegenschlag der USA und ihrer Verbündeten fegten deren Regime und Militärkraft hinweg.
Was Carr wundert, ist der Erfolg dieses Feldzugs trotz der zaudernden Strategie von US-Außenminister Colin Powell. Dessen Operation 'Desert Storm' führte bekanntlich 1990 zu einem militärisch-politischen Desaster, als der Sturm auf Bagdad abgesagt wurde. Saddam Hussein verfügt daher heute immer noch über Massenvernichtungsmittel, die er jederzeit einsetzen könnte. Das irakische Volk leidet weiterhin unter dem Embargo und Saddams Regime. Kein Wunder, dass die Amis das irakische Volk nicht gerade auf ihrer Seite haben.
Das Ende der CIA?
Angesichts des 11. September sieht der Sicherheitsapparat der Supermacht USA ziemlich alt aus. Carr überzieht die unfähige Central Intelligence Agency (CIA) mit Spott, Hohn und ätzender Kritik. Er macht den absolut ernstzunehmenden Vorschlag, diesen unfähigen und kostspieligen Staat im Staate aufzulösen und seine Aufgaben von NSA und FBI übernehmen zu lassen. CIA-Zivilisten sollten keine Kriege mehr entscheiden wie in Vietnam. (Ich habe hier zum erstenmal von der CIA-Operation Phoenix in Vietnam erfahren: eine reine Mord- und Terroraktion, über deren Drahtzieher bis heute nichts zu erfahren ist.)
Daher schlägt Carr vor, die Spezialeinheiten der US-Streitkräfte aufzuwerten, um sie zu schlagkräftigen, offensiv agierenden Kontingenten à la deutscher KSK oder GSG-9 zu transformieren. Allein sie seien geeignet, den "progressiven Krieg" zu führen, der unausweichlich sei, um dem internationalen Terrorismus zu begegnen.
Mein Eindruck
Soll niemand glauben, wir Deutschen seien irgendwie sicherer vor Terroranschlägen, nur weil wir mitten in Europa leben. (Die Al-Quaida-Leute des 11.9. lebten unter uns!) Unsere Truppen kämpfen bereits gegen die al-Quaida und ihre Sponsoren - etwa vor der Küste Somalias -, deshalb sind auch wir potenzielle Ziele der Terroristen. Daher die Relevanz dieses Buches auch für uns.
Carr gelingt es, ein Verständnis für das Phänomen des Terrorismus zu wecken. Er tut dies nicht nur dadurch, dass er Definitionen liefert. Er zeigt die immer wieder neue Entstehung von Terrorismus überall auf der Welt auf. Stets ist die falsche Auffassung von der angemessenen Antwort auf Terror daran schuld, dass die Spirale der Gewalt nicht durchbrochen wird. Stets macht man sich die 'schmutzigen' Methoden des Gegners zu Eigen.
(Der Terror der Palästinenser (der PLO und ihrer Tochter- und Splittergruppen) ist eine direkte Folge des Terrors, den die Geheimorganisationen der Zionisten spätestens seit 1947 in dem neu gegründeten Staat Israel ausgeübt haben. Einer der Führer dieser "Irgun" genannten Organisation war der spätere Ministerpräsident Israels, Menachem Begin.-- Ein weiteres Beispiel ist die Entstehung des Terrors der IRA: Carr lässt kein gutes Haar an einem IRA-"Helden" namens Michael Collins...)
Pazifisten werden dieses Buch wahrscheinlich mit Grausen weglegen. Dies scheint mir aber eine unangemessene Reaktion zu sein. Erstens haben sie selbst keine Antwort auf Anschläge wie den 11. September, zweitens distanziert Carrs sehr deutlich ausgedrückte moralische Haltung gegenüber Gräueltaten von jeder Seite ihn von der Unterstützung jeglicher Form von sinnloser Gewalt.
Nur so ist sein Begriff vom "progressiven Krieg" - als Gegensatz zum unbegrenzten, totalen Krieg, der heutzutage noch häufig vertreten wird, etwa in Kaschmir - überhaupt zu akzeptieren. Das heißt nicht, dass man sich seiner Ansicht anschließen muss.
Carr versteht es zu erzählen. Geübt an seinen voluminösen Romanen vermag er den Leser in seinen Bann zu ziehen. Dabei ist es sehr von Nutzen, mit historischen, politischen und militärischen Ausdrücken vertraut zu sein. Doch meist setzt er nicht zuviel voraus, sondern führt den Leser knapp und präzise in das Thema ein, sei es das Frankreich Ludwigs XIV oder die USA unter Bill Clinton (den er auch auf dem Kieker hat). Ein Stichwortregister und eine Bibliografie unterstreichen den wissenschaftlichen Anspruch des Buches.
Diese Lektüre kann ein wirklicher Augenöffner für Leute sein, die sich das Interesse an historischen Entwicklungen bewahrt haben.
Übrigens sieht Carr uns, also die gesamte Welt, an einem Scheideweg angelangt. Gelingt es nicht, vom totalen Krieg als Irrweg abzukommen, so wird die globale Gewaltspirale auch die Supermacht USA und die "reichen" Länder ergreifen. Es ist daher höchste Zeit, vernünftige und dauerhafte Antworten zu finden.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: The lessons of terror. A history of warfare against civilians: Why it has always failed and why it will fail again, 2002; Heyne 2002, München; 245 Seiten, EU 14,95, aus dem US-Englischen übertragen von Michael Windgassen und Iris Krüger; ISBN 3-453-21326-2
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-14 12:12:04 mit dem Titel O.S. Card: *Enchantment*: Dornröschen und die Hexe Baba Yagá
Dornröschen wird vom Prinzen wachgeküsst – und die böse Tante, durch deren vergiftete Spindel sie in 100jährigen Schlaf versetzt worden war, gibt wieder mal keine Ruhe.
Klingt wie ein Alptraum? Ist es auch: Und diese Story erzählt der Autor von Bestsellern wie "Ender" und "Alvin Maker" in spannender und höchst einfallsreicher Manier.
Es war mir kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen, und ich las es auf zwei Transatlantikflügen aus.
Handlung
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Als der junge Ivan auf die merkwürdige Lichtung in einem dichten Wald am Rande der ukrainischen Karpaten joggt, ändert sich sein Leben für immer. Jenseits einer schmalen, kreisförmigen Schlucht liegt eine junge Frau schlafend auf einem Podest – die schöne Prinzessin Katerina.
Doch in den Blättern, die die Schlucht fast ganz füllen, bewegt sich ein unheimliches Wesen, das die schlafende Schönheit bewacht. Ivan flieht vor der unbekannten Gefahr, doch in seinen Träumen kehrt er immer wieder auf die Lichtung zurück.
Seine jüdische Familie leidet im sowjetischen Russland unter Repressalien und siedelt nach Amerika über. Dort studiert Ivan die alte russische Sprache und Literatur; er und sein Vater unterhalten sich in Proto-Slawonisch, während seine Mutter stets das Russisch aus Kiew spricht.
Ivan hätte sich nie träumen lassen, dass auch sie Slawonisch versteht und eine Magierin ist.
Es kommt, wie es kommen muss: Zwar hat sich Ivan bereits mit einer Kommilitonin, der christlichen Amerikanerin Ruth, verlobt, doch er will für seine Doktorarbeit die alte Heimat besuchen und linguistische Forschung betreiben. Früher oder später landet er wieder in jenem alten, dichten Wald und erkundet die magische Lichtung.
Diesmal flüchtet er nicht, sondern bezwingt das Ungeheuer, küsst die Prinzessin aus ihrem magischen Schlaf auf und folgt ihr über eine plötzlich erschienene Brücke, als sie ihn auffordert, ihr zu folgen. Er versteht sie perfekt, auch wenn sie seltsamerweise Proto-Slawonisch mit einem Akzent spricht. Und so landet Ivan nackt in Katerinas Königreich im 9. Jahrhundert. -
Doch als die böse Zauberin bemerkt, dass ihr Bann gebrochen und ihr Ungeheuer bezwungen ist, macht auch sie sich auf, nach dem Rechten zu sehen. Ihr Name verbreitet Furcht und Schrecken unter alten wie auch modernen Russen: Es ist die Hexe Baba Yagá. (Musikkenner erinnern sich bitte an zwei Stücke aus Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung", z.B. "Der Fluch der Baba Yagá").
Fazit
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Diese Inhaltsangabe gibt ungefähr die ersten 150 bis 200 Seiten wieder, also nicht einmal die Häfte dieses wunderbaren Garns. Card hat geschickt Magie und moderne Welt, Geschichte, Religion und Legende mit einander verwoben. Das Ergebnis ist eine abenteuerliche Liebesgeschichte über Zeiten, Kulturen und Sprachen hinweg. Völlig unterschiedliche Glaubens- und Wertesysteme müssen sich miteinander auseinandersetzen. Das ist ein ernstes, sehr aktuelles Thema.
Und doch fehlt auch der Humor nicht, so etwa als Katerina sich über Ivans Scham lustig macht, als er ihre Welt betritt. Er hat die Frechheit, ihre Frauenkleider auszuleihen, um seine Blöße zu bedecken – diesen Fauxpas wird er noch bereuen.
Der Bösewicht in dieser Geschichte ist natürlich Baba Yagá. Sie folgt dem Liebespaar selbst noch ins moderne Amerika und richtet dort nicht nur im Luftverkehr Unheil an. Man nimmt ihr die Bosheit ebenso ab wie die Macht, über die sie verfügt. Die arme Ruth, mit der neuen Gattin ihres Verlobten Ivan konfrontiert, wird ihr leichtgläubiges Opfer, das beinahe Ivans Tod herbeiführt. Und am Ende ist Baba Yagá keineswegs vernichtet, sondern nur geschwächt... (Gelegenheit für eine Fortsetzung!)
"Enchantment" erfordert fortgeschrittene Englischkenntnisse und auch ein wenig Ahnung von der jüdischen Kultur. Alle sonstigen notwendigen Einzelheiten weiß der Autor mitzuliefern.
Michael Matzer © 2002ff
Info: Enchantment, 1999; Ballantine DelRey, New York City, 415 Seiten, ISBN 0-345-41688-0
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-26 12:07:25 mit dem Titel Angela Carter: *Helden und Schurken*: Vision von Endzeit und Ausbruch
Die Legende vom Ende der kranken Zivilisation und dem Übergang zur erstarkenden Barbarei. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die zu den Barbaren überläuft. Ein Beispiel für die Entscheidung einer Frau, aus der alten Schablone der (männlich dominierten) Ordnung auszubrechen und selbst aktiv formend zu wirken.
Handlung
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Nach der großen Katastrophe des Atomkriegs ist die Welt verteilt. Zivilisation und Vernunft werden von den sogenannten 'Professoren' verteidigt, die in scharf bewachten Betonsiedlungen wohnen. Hier lebt auch die Hauptfigur Marianne und blickt hinaus aus ihrem Turm, mit Sorge und Faszination. Denn jenseits dieser Wehrdörfer durchstreifen plündernde Barbaren der Urwald, der die Felder der Professoren bedrängt. Draußen herrscht das Chaos, heißt es. Und innen wird um die Ordnung gerungen: mariannes Kindermädchen hat sechs Finger, sie ist eine Mutantin.
Bei einem Überfall wird Marianne von dem Barbaren Jewel entführt, vergewaltigt und schließlich als Räuberbraut in den Clan der Barbaren aufgenommen. Dieser lebt in einer alten, geradezu gotischen Ruine, die vom Urwald durchdrungen wird. Doch das harte Leben hier ist von Krankheit und Not bedroht.
Wie sich herausstellt, hat Jewel einen geistigen Lehrer, einen exilierten Professor, den auch Marianne von früher kennt. Nicht unwillig fügt sich die Heldin in die Heirat mit dem Barbaren. Die Hochzeit folgt einem ausgetüftelten und ein wenig bizarren Ritual. Marianne hat endgültig die Seiten gewechselt, um das kränkliche alte System abzustreifen und nun die Kräfte des Wachstums in sich aufzunehmen und etwas Neues aufzubauen, eine - wenn auch barbarische - Zukunft. Vielleicht kann sie ja ihren Kindern ein wenig Zivilisation beibringen. Erotik und Sexualität spielen in ihrer Entwicklung eine entscheidende Rolle.
Fazit
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Angela Carter erzählt mit "Helden und Schurken" einen vor Ideen und Figuren übersprüdelnden Abenteuerroman voller Exotik und Erotik; und sie entwirft das Szenario für die neue Frau, die am Ende sogar die Barbaren das Fürchten lehrt.
Dies ist eine Geschichte, in der Liebe und Hass einander gegenüber stehen, Zivilisation und Barbarei, Ordnung und Chaos, Helden und Schurken, jedoch nur in dem Sinne, wie diese Dinge von einer jungen Frau wahrgenommen werden, die ihre Initiation erfährt. Diese Wahrnehmung ist geprägt von ungewöhnlich deutlich gezeichneten Bildern und Szenen. Sie machen die Lektüre dieses Buches zu einem sinnlichen Erlebnis.
Dem Roman vorangestellt ist ein Zitat aus Jean-Luc Godards Film "Alphaville": "Es gibt Zeiten, da wird die Wirklichkeit für eine sprachliche Mitteilung zu kompliziert. Doch die Legende gibt ihr eine Form, in welcher sie die ganze Welt durchdringt." Für die Legende kennzeichnend ist beispielsweise die Reduktion von Tätern auf Helden und Schurken.
Das Thema des Endes der alten Ordnung und der Anbruch einer neuen findet sich auch in Doris Lessings Roman "Die Memoiren einer Überlebenden". Britische Science Fiction_Romane der sechziger Jahre sind voll von Katastrophenszenarien, am literarischsten bei J.G. Ballard und Brian W. Aldiss.
Die Autorin
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Angela Carter wurde 1940 in Eastbourne/England geboren. Nach dem Studium begann sie als Polizeireporterin, reiste dann um die Welt, war zwei Jahre in Japan, lehrte an verschiedenen Unis und schrieb zahlreiche Erzählungen und eine Reihe von Romanen sowie Essays.
Einen Namen machte sich als großartige Fabuliererin, wobei sie bekannte Märchenmotive mit feministischem Bewusstsein neu fasste und häufig erotisch auflud. Sie starb vor wenigen Jahren.
Empfohlene Romane: "Die infernalischen Traummaschinen des Doktor Hoffman", "Nächte im Zirkus", "The Passion of New Eve" (dt. als "In der Hitze der Nacht" bei Heyne)
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: Heroes and villains, 1969; Klett-Cotta 1989, Stuttgart; 229 Seiten, aus dem Englischen übertragen von Joachim Kalka; ISBN 3-608-95628-X
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-27 17:53:29 mit dem Titel J. Carroll: *Pauline, umschwärmt*: Akte X mit Chaosfrauen
Dieses Buch könnte durchaus von Stephen King stammen – wenn dieser sich um einen besseren Stil und interessantere Charakterisierung bemühen würde. So aber ist es ein Carroll geworden, mit dessen ureigener Stimme und einer Figur, die sein Markenzeichen geworden ist: die Chaos-Frau. Dies und ein spannender Mordfall, der aufzuklären ist, machen das Buch zu einem Mystery-Thriller erster Güte.
Handlung
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"Bienenkorb" (beehive) ist der Spitzname von Pauline Ostrowa, einer 20jährigen Frau, die in den 50ern viel zu intelligent ist, um in dieser restriktiven Zeit in dem kleinen Nest Crane's View überleben zu können. Der Erzähler, Sam Bayer, hatte damals, vor 30 Jahren, Paulines Leiche aus dem Hudson River gezogen. Ein einschneidendes Erlebnis: der Tod der Meerjungfrau, das Ende der Kindheit.
Als er 30 Jahre später zwar ein erfolgreicher Bestsellerautor ist, aber auch eine Schreibblockade hat, fällt es ihm ein, doch mal wieder in seinem alten Heimatstädtchen vorbeizuschauen, um auf andere Gedanken zu kommen. Er beschließt, ein Buch über Pauline Ostrowa zu schreiben. Wie sich herausstellt, ist dies ein lebensgefährliches Unterfangen. Denn es gibt ja auch einen Mörder: Erward Durant junior. Der ist zwar schon lange im Gefängnis gestorben, doch sein Vater, Durant senior, erweist sich als sehr interessiert an der Entstehung des Buches über Pauline: Er will seinen Sohn posthum entlasten, "erlösen".
Sam Bayer erhält bei seinen Nachforschungen zwei Dinge: eine Freund in Form des Polizisten Frannie McCabe – und als Gefährtin die Chaos-Frau, die ihn glühend verehrt: Veronica Lake. Das ist zwar der Name einer Schauspielerin aus den Dreißigern, und sie ist ebenso blond, aber das macht nichts. Zuerst verliebt sich Sam rasend in sie, dann versucht sie die Regie beim Buchschreiben zu übernehmen, und das wird denn doch zuviel. Aber sie läßt nicht locker: Sie geht sogar soweit, seine Tochter Cassandra zu entführen, um wieder mit Sam sprechen zu können. Es kommt zu einem horrormäßigen Showdown in einer verlassenen Villa, die voller Erinnerungen an Pauline ist – die Parallelen zwischen Veronica und der Toten sind offensichtlich.
Fazit
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Nach der Lektüre fühlte ich mih, als habe ich in der Haut von Sam Bayer gesteckt. Ich fühlte mich von Veronicas liebevoll-zudringlichem Verhalten bedroht, aber auch verfolgt von jenem Unbekannten, der wollte, dass das Buch fertig wird – und der auch vor Mord nicht zurückschreckt. Die schönsten Szenen wie die mit Sams Tochter oder Paulines Mutter sind unterlegt mit diesem unterschwelligen Horror, der schließlich in rasende Wut umzuschlagen droht.
"Pauline, umschwärmt" macht die verhängnisvolle Situation klar, in der sich Pauline – und heute Veronica – befand. Beide schlafen zunächst mit vielen Männern, verlieben sich dann aber heftigst und scheitern an dieser Beziehung. Veronica findet ebenso den Tod wie Pauline. Hier liefert Carroll einen beißenden Kommentar auf den Zustand ab, in dem sich die männlich dominierte westliche Kultur befindet: Paranoia vor der starken Frau. "Wenn ein Mann mit vielen Frauen schläft, gilt er als toller Hengst. Wenn eine Frau mit vielen Männern schläft, gilt sie als Schlampe." Carroll bringt es auf den Punkt.
Begleitet von zahlreichen Personen- und Familienhintergründen, läßt Carroll auf nur 300 Seiten ein Panorama der letzten 30 Jahre entstehen, das menschlich packender und interessanter kaum zu denken ist. Das das Buch zu mindestens 70 Prozent aus Dialog besteht, macht die Lektüre umso einfacher: ich habe es in 2 Tagen gelesen. Doch die Einfachheit ist trügerisch: Zu leicht kann sich der Autor an schwierigen Fragen vorbeimogeln, ohne daß es der Leser merkt: Frage zur Motivation, zur Handlungsfolge usw. Wer also zweifelt, sollte das Buch nochmals lesen.
Unterm Strich
°°°°°°°°°°°°°
Ein unheimlicher Thriller mit psychologischem Tiefgang - typisch Carroll!
Michael Matzer © 2002ff
Info: Kissing the beehive, 1998, Europa 1999, Hamburg/Wien; 319 Seiten, aus dem US-Englischen übertragen von Charlotte Breuer; ISBN 3-203-76001-0
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-31 10:54:29 mit dem Titel Cross/Flannigan/Preston: *Led Zeppelin - Heaven and Hell. An illustrated history*
Diese "bebilderte Geschichte" einer der wichtigsten Rockbands bringt zahlreiche unbekannte Informationen, einige hilfreiche Tipps zum Plattensammeln sowie ein enorm interessantes Interview mit Gitarrist und Bandgründer Jimmy Page - interessant deshalb, weil er sich lange Zeit strikt weigerte, ausführliche Interviews zu geben, nachdem die Presse die Alben der Band niedergemacht hatte. Ebenso wichtig wie die Texte sind für mich als Fan die fantastisch guten Fotos von der band und ihren Mitgliedern - weit höhere Qualität als man nach einem Film wie "The song remains the same" erwartet hätte!
Die Autoren
Charles Cross: Musikjournalist und Redakteur bei Musikzeitschriften in Seattle, darunter auch "Creem". Hat auch für Tageszeitungen berichtet und ist (mit Flanagan) Ko-Autor einer Monografie über Bruce Springsteen.
Erik Flannigan: ein Journalist und Plattensammler aus Seattle, Redakteur bei mehreren Musikzeitschriften, Kollege von Cross. "Eine der wichtigsten Autoritäten in Sachen Plattensammeln in den USA", wie es auf dem Klappentext heißt.
Neal Preston: einer der bekanntesten und besten Fotografen im Rock 'n' roll-Geschäft. Er arbeitete als der offizielle Tour-Fotograf für Led Zeppelin und veröffentlichte ein wunderschönes Buch mit Schwarzweißaufnahmen namens "Led Zeppelin: Portraits". Einige dieser Porträts sind auch im vorliegenden Buch abgedruckt. In "Heaven and Hell" zeigt er erstmals in größerer Menge seine unveröffentlichten Vierfarbaufnahmen der Band und ihrer Mitglieder. Seine Fotos findet man auf den Covern von Rolling Stone, Time Magazine und People Magazine etc.
Inhalte
Im ersten, langen Beitrag "Shadows taller than our souls" (1) beschreibt Cross die Höhen und Tiefen der Karriere Led Zeppelins. Er erzählt, er habe diesen Beitrag im Edgewater Hotel von Seattle geschrieben, in einem jener Zimmer, in die Band zu logieren pflegte (lang ist's her). Er setzt sich mit den Lügen auseinander, die gewisse Bücher (bes. "Hammer of the gods") und Zeitungsartikel verbreiteten, um der heutigen bedeutung der Band und ihrer Musik auf die Spur zu kommen. Der Beitrag ist abwechslungsreich und lebendig, gut zu lesen.
Weitaus akademischer mutet daher der zweite Beitrag an: In "Your time is gonna come" (2) untersucht Jimmy Guterman die Blues-Wurzeln der Bandmusik. Dieser Ansatz ist keineswegs so sinnlos, wie er anmutet, denn Page & Co. wurden einmal verklagt, dass sie den (liebevoll) kopierten Bluesmusikern keine Tantiemen zahlten, so etwa Willie Dixon.
Eine weitere "Geschichtsstunde" erteilt Jimmy Page himself in dem Interview "The Crunge" (3), das er mit Dave Schulps führte, einem Redakteur einer ernsthaften, engagierten Fan-Musikzeitschrift. Den Seltenheitswert des Interviews hab ich bereits erwähnt. Der Informationsgehalt ist ebenfalls sehr hoch. Page erzählt von seinen Anfängen und Motivationen, seinen Musikerkollegen wie Clapton und Beck. Überrascht hat mich die Erwähnung einer ersten Led-Zeppelin-Formation, die mit der später bekannten nichts gemein hatte (außer Page). Im letzten Teil des Gesprächs gibt es Überschneidungen mit Teil 4.
(Teil 2 trägt den Titel "Over the hills and far away" (4), Teil 3 heißt "Wearing and tearing" (5).)
Teil 3 beschäftigt sich mit der hohen Wissenschaft des Sammelns von Platten, Videos und Postern in "I can't quit you babe" (6) sowie der Beurteilung der zahlreichen, höchst unterschiedlichen Bootlegaufnahmen in "We're gonna groove" (7). Diese Beiträge stammen von Cross und einem gewissen Robert Godwin. Hier sind zahlreiche Plattencover abgedruckt, die aus aller Herren Länder stammen, darunter Singles und ausländische Produktionen, etwa aus japan, die bekannte Songs auf interessante Weise kombinieren. Keinerlei Bootlegs sind aus rechtlichen Gründen abgedruckt - Bootlegs sind in den USA seit 1972 verboten.
Der vierte Teil mit dem Titel "The song remains the same" (8), der von Cross geschrieben wurde, stellt im Grunde jedes der 10 Alben mit jedem einzelnen Stück darauf vor. Das sind eine Menge Infos. Hinzukommt, dass Cross auch die Soundtrack-LP zum Film vorstellt und darauf hinweist, wie sich die beiden Medien unterscheiden. Schließlich finden sich auf dem Boxed Set von 1990 noch drei bis dato unveröffentlichte Stücke, die Cross bespricht. Zu jedem Stück hat er - neben den offiziellen Daten - Aussagen der Bandmitglieder zusammengetragen, so etwa von wem die Lyrics stammen.
Wer will und kann, sollte diese Aussagen mit dem Buch "Dazed and Confused" von Chris Welch vergleichen, das genau das gleiche tut. Welch jedoch war offizieller Tourbegleiter der band und bietet etwas mehr Insiderwissen. Vor allem beurteilt er auch die musikalische Qualität jedes Stücks, erlaubt sich also ein Urteil, was Cross weitgehend vermeidet.
Teil Nummer 5, mit dem Titel "Train kept a-rollin'" (9), ist der für nicht an kommerziellen Aspekten interessierte Fans der aufschlussreichste und faszinierendste: Erik Flannigan erweckt in seinem beitrag die band wirklich zum Leben. Er beschreibt in chronologischer Reihenfolge die "Performances and Career Highlights 1968-1990", also von den "New Yardbirds" bis zum Live Aid-Auftritt 1987 und der Reunion 1990. Dies ist lebendige Geschichte, und als Fan kann man davon agr nicht genug kriegen. Dieser Abschnitt ist immerhin 40 Seiten lang:).
Alle Titel sind Songtitel oder Songzitate:
(1) aus "Stairway to heaven", auf LZ 4;
(2) Your time is gonna come: LZ II
(3) The Crunge: auf "Houses of the holy"
(4) Over the hills and far away: auf "Houses of the holy"
(5) Wearing and tearing: auf "Coda"
(6) "I can't quit you babe": LZ I und auf "Coda"
(7) We're gonna groove: auf "Coda"
(8) The song remains the same: auf "Houses of the holy"
(9) Train kept a-rollin': nur auf Bootlegs veröffentlicht.
Unterm Strich
Das ganz in Englisch geschriebene Buch bildet eine wertvolle Ergänzung der CD- bzw. Plattensammlung eines LZ-Fans. Es stellt eine wesentliche Ausweitung der Informationsfülle in Chris Welchs Buch dar. Leider ist der Stand der Informationen der von 1991.
Und was mich immer wieder gestört hat, war die schlechte Textqualität: Da wurden nicht nur Buchstaben verdreht, sondern es fehlten ganze Wörter. Auf S. 185 wurde sogar "Battle of Evermore" mit "Gallows Pole" verwechselt. So etwas sollte nicht vorkommen.
Wer mit LZ nix am Hut hat, kann dieses Buch getrost links liegen lassen.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: 1991; Harmony Books/Crown Publishers, New York City; 208 Seiten, $ 50,00, ISBN 0-517-58308-0
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-06 11:41:56 mit dem Titel Michael Connelly: *BloodWork/Das zweite Herz*: Von Eastwood verfilmt
Drei Menschen wurden Opfer eines skrupellosen Mörders – doch die Ermittlungen wurden eingestellt. Wie konnte das geschehen? -- Mit Meisterwerken wie "Der Poet" und "Schwarze Engel" hat sich Connelly einen Stammplatz bei Thrillerfreunden erobert.
Handlung
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Das Unheil naht sich Terry MacCaleb in Gestalt einer wunderschönen Frau, die auf Stöckelschuhen seine Bootsanlegestelle betritt: Graciela Rivers bittet den ehemaligen Serienkillerjäger des FBI darum, den Mörder ihrer Schwester Gloria Torres zu finden. Das könne sie sich gleich aus dem Kopf schlagen, entgegnet er. Er müsse sein geerbtes Boot auf Vordermann bringen!
Aber sie hat noch einen Trumpf im Ärmel. Er habe vor kurzem ein neues Herz eingepflanzt bekommen, habe sie in der Zeitung gelesen, und natürlich dürfe er sich nicht überanstrengen. Aber dieses Herz stamme von Gloria, und nur dank ihres Todes sei er am Leben. Terry kann weder diesem Argument noch Gracielas wunderschönen Augen widerstehen. Für ihn ist nun alles zu spät: Die Jagd nach Glorias kaltblütigem Mörder führen ihn in die Hölle – aber auch wieder hinaus.
Da Gloria in einem Minimarkt beim Einkaufen erschossen wurde, hielten die Polizisten vom LAPD den Mord für einen Raubüberfall. Auch der Ladenbesitzer wurde offenbar nur wegen des Geldes erschossen. Die Polizisten sind nicht begeistert, dass ihnen ein Privatschnüffler zeigen will, was eine Harke ist. Doch McCaleb bekommt Schützenhilfe von Jaye Winston. Sie arbeitet beim Sherriff des County von Los Angeles und verfügt über die gleichen Unterlagen und Videos wie die abblockenden Polizisten.
SPOILER!
Schon bald kommt McCaleb durch trickreiche Methoden, zu denen neben Hypnose auch Videobearbeitung und Datenbankabfrage gehören, darauf, dass Gloria nur ein Opfer in einer ganzen Serie ist: Stets wurden Träger einer ganz bestimmten seltenen Blutgruppe getötet, damit ihre Organe für die Transplantation entnommen würden. Es handelte sich also keineswegs um Raubüberfälle. Und da das erste Opfer ein Observationsobjekt des FBI gewesen war, übernehmen nun bornierte Bundesagenten die Ermittlungsarbeit, für die Winston und McCaleb so viel geopfert hatten.
Doch allmählich wird die Lage für den Schnüffler selbst brenzlig: Denn da er selbst ein Herz mit dieser seltenen Blutgruppe eingepflanzt bekommen hatte, steht er nun plötzlich ganz oben auf der Liste der Verdächtigen: der Schnüffler als Organjäger? Als das FBI sein Boot untersucht und die ihm vom wahren Killer untergeschobenen Besitztümer der drei Opfer findet, beginnt eine Menschenjagd auf ihn. Ihm bleibt nur ein Ausweg: den Killer so schnell wie möglich zu überführen und zu schnappen. Zu seinem Entsetzen findet er heraus, dass ihm genau dieser Mörder selbst das Leben gerettet hat.
Fazit
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Dieser Thriller ist zweifellos ein Meisterwerk. Hier geht es der Hauptfigur, einem ehemaligen Killerjäger, nicht nur darum, einen Verbrecher zur Strecke zu bringen. Terry McCaleb weiß: dies ist "Blutarbeit". Und da er sein neues Herz von einem Mordopfer erhalten hat, in dessen Schwester er sich verliebt, hat der Begriff "Blutarbeit" eine weitaus tiefergehende Bedeutung für ihn.
Diese Bedeutung lässt sich in Connellys Roman am besten in religiösen Begriffen umschreiben: McCaleb lebt in der Finsternis der Verzweiflung eines vom Glauben Abgefallenen. Er glaubt nicht mehr daran, dass alle Ereignisse einen guten Grund haben. Es gibt keine Engel mehr für ihn. Er lebt am Rande der Welt, am Meer, auf einem Boot, ein Einsamer, der von geliehener Zeit und von Medikamenten lebt.
Erst Graciela verspricht ihm durch ihre Liebe so etwas wie Erlösung. Diese aber muss er sich durch die Aufklärung des Mordes an ihrer Schwester erst zu einem hohen Preis erkaufen. Er kann froh sein, dass sie ihm überhaupt weiterhin vertraut. Für diese Liebe muss er auch bereit sein, alles zu geben. Die Belohnung ist eine neue Familie, eine neue Zukunft.
Es gibt nicht viele solcher tiefgehender Thriller. "Das Schweigen der Lämmer" kommt einem in den Sinn – die Erlösung der Clarice Starling von ihren Alpträumen. Michael Connelly ist definitiv einer der besten Autoren seines Genres.
Das hat auch kein Geringerer als Clint Eastwood bemerkt. Er hat das Buch unter dem Titel "BloodWork" verfilmt.
Michael Matzer © 2002ff
Info: Bloodwork, 1997; Heyne 2000, Nr. 01/13195, München; 463 Seiten, DM 17,90, aus dem US-Englischen übertragen von Sepp Leeb; ISBN 3-453-17734-7
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-08 17:59:43 mit dem Titel Max A. Collins: *Road to Perdition*: Spannendes Buch zum Film
Die Geschichte einer ungewöhnlichen menschlichen Beziehung im Gangstermilieu der Chicago-Region von 1931. Und die Geschichte eines ungewöhnlichen Rachefeldzugs, der ein Kind zwischen die Fronten geraten lässt.
Der Autor
Max Allan Collins ist der Texter der Graphic Novel (Zeichner war R. P. Rayner), auf der das Drehbuch des Films von Sam Mendes basiert. Auf dem Drehbuch von David Self fußt wiederum die vorliegende Romanfassung. Collins bedankt sich bei Self für die bessere Herausarbeitung der Vater-Sohn-Beziehung zwischen John Rooney und seinem Vollstrecker Mike Sullivan.
Handlung
Rock Island unweit Chicago in den 30er Jahren, zu Zeiten der Prohibition. Nun regiert die Unterwelt die Städte - in Chicago ist es Al Capone, in Rock Island und seine zwei Schwesterstädten ist es der Ire John Rooney (im Film gespielt von Paul Newman).
Im Mittelpunkt des Geschehens stehen allerdings Rooneys gefürchteter Auftragskiller Michael Sullivan (Tom Hanks), der "Engel des Todes" genannt wird, und dessen Familie. Erzählt wird die Geschichte aus dem Blickwinkel von Mikes älterem Sohn Michael, der zunächst ein Zeitungsausfahrer ist und John Rooney als eine Art gütigen Großvater betrachtet. Rooney hat Michaels Vater, seiner Mutter Annie und seinem jüngeren Bruder Peter ein schönes Haus zukommen lassen und sorgt für regelmäßige Arbeit und somit für gute Mahlzeiten im Hause Sullivan. Sullivan ist, trotz seines todbringenden Berufs, ein liebevoller Familienvater.
Doch eines Tages geht etwas schief. Denn Michael interessiert sich stark für Papis "Arbeit" und fährt als blinder Passagier in dessen Wagen zu einem Treffen mit. Eigentlich soll Rooneys Sohn Connor, eine unausgeglichener Trinker, nur mit dem "Partner" reden, doch schießt er ihn doch noch über den haufen. Sullivan erldigt zwei weitere Zeugen mit seiner Maschinenpistole. Michael, der das alles mit ansehen musste, wird entdeckt und zum Schweigen verdonnert.
Doch Connor ist ein wenig paranoid und nicht wenig eifersüchtig auf die Liebe seines Vaters zu Sullivan. Seine Rache sieht vor, dass ein anderer Unterweltboss Sullivan umlegt, während Connor selbst Sullivans Frau (J.J. Leigh) und den einzigen weiteren Zeugen, Michael, erledigt. Beinahe gelingt der Plan. Doch weder Sullivan noch Michael sterben, sondern Annie und ihr Sohn Peter.
Der Rest ist eine Art Rachefeldzug Sullivans gegen den Mörder seiner Familie. Doch um die Herausgabe von Connor Rooney zu erzwingen, muss Sullivan zuerst diejenigen schädigen, die Connor schützen: die Capone-Gang um Frank Nitti. Nitti tut weh, dass Sullivan die banken ausraubt, in denen er sein Geld deponiert hat. Deshalb hetzt er Sullivan einen Auftragsmörder auf den Hals: den Sensationsfotografen Harlen Maguire (Jude Law). Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel entbrennt, mit dem jungen Sohn Michael zwischen den Fronten...
Mein Eindruck
Die Story hat den Zuschnitt einer antiken Tragödie, und die filmische Umsetzung durch Sam Mendes war erstklassig. Der Roman bietet vielleicht ein paar Erklärungen mehr, als die Bilder zu vermitteln vermögen, ermangelt aber der emotionalen Dimension, die Mendes' Bilder heraufbeschwören. Der Erzähler kannt Gefühle lediglich benennen und behaupten, nicht aber vermitteln.
Mehrfach geht der Erzähler und "Michaels Stimme", der Jahrzehnte nach den berichteten Geschehnissen des Jahres 1931 davon erzählt, auf die geschichtlichen Bedingungen ein. Die Erklärungen des Autors im Nachwort belegen, dass die meisten Fakten der Wahrheit entsprechen, doch das Geschehen selbst erfunden ist. Collins hat sich mehrmals mit der Ära befasst, von der der Film "Die Unbestechlichen" (Costner, Connery, de Niro u.a.) erzählte.
Für wen sich das Buch eignet
Der Roman kann einen guten Eindruck vom Handlungsverlauf und von den geschichtlichen Hintergründen vermitteln, ihm fehlen aber zahlreiche literarische Qualitäten, wie man sie etwa bei einem Thomas Harris ("Das Schweigen der Lämmer") erwarten dürfte.
Wer den Film noch nicht gesehen hat, dürfte das Buch interessiert lesen und die Filmfotos betrachten. Wer den Film bereits kennt, kann sich das Buch im Grunde sparen.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: Road to Perdition, 2002; Heyne 2002, München; 223 Seiten, EU 7,95, ISBN 3-453-86815-3
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-10 11:57:16 mit dem Titel O. S. Card: *Seventh Son* (Alvin #1): Magisches Amerika
In seinem mehrteiligen Alvin-Zyklus erzählt Card, der Autor von "Ender", ein Amerika, das es nie gegeben hat: der Unabhängigkeitskrieg hat nicht stattgefunden. Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts, als Alvins Geschichte beginnt, existieren so unterschiedliche Staaten wie die der kolonialen Engländer, der Franzosen in Kanada, der Irrakwa-Indianer und der unabhängigen Siedler im Westen der Appalachen-Berge. Um die Zersplitterung komplett zu machen, sind die Kolonien der Engländer in Königstreue und in Länder des Lord Protectors Oliver Cromwell aufgeteilt.
Im Startband "The Seventh Son" kommt daher Benjamin Franklins Erfindung des Begriffs "Amerikaner" und "Amerikanische Nation" einer Revolution gleich. Und Franklins Freund und Dichterkumpel William Blake trägt diese Idee zu den Siedlern im Westen. Dort trifft er unvermutet Alvin Miller, den jungen Magier.
Handlung
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Die Millers sind auf ihrer Flucht vor den Banken und ihren Anwälten bis ins Tal des Hio gekommen und weitergezogen. Alvin und Faith haben inzwischen sieben Töchter und sechs Söhne, und das siebte Kind ist kurz davor, geboren zu werden: Alvin junior. Doch während Faith an den christlichen Gott glaubt, praktiziert Miller einen weit älteren, eher an Magie orientierten Glauben.
Und dieser Glaube kennt einen Widersacher, den Entwirker – im Original Unmaker genannt. Der Unmaker wirkt in allen Dingen, am meisten aber durch das Element Wasser, und immer will er Gefüge und Werke auflösen, entwirken. Der Unmaker überschattet Alvins Geburt.
Bei der Durchquerung des Hatrack River kommt es daher zu einer Tragödie, bei der sich Miller die ewige Feindschaft des Unmaker zuzieht. Der zunächst friedlich aussehende Fluss schwillt plötzlich an und reißt Vigor, den ältesten Sohn mit. Nachdem ein baumstamm seinen Leib zerschmettert hat, klammert sich Vigor jedoch noch so lange ans Leben, bis seine Mutter in Sicherheit gebracht ist. Bevor der Fluss auch den Wagen mitreißen kann, in dem sie in den Wehen liegt, eilen Siedler herbei, die die Millers – bis auf Vigor – retten können. Im Haus dieser Siedler bringt Faith den kleinen Alvin zur Welt, doch gibt es eine Komplikation, die der Unmaker verursacht. Alvin wäre erstickt, hätte nicht eine kleine Seherin namens Peggy den hilfreichen Tipp gegeben. Fortan ist Peggy Alvins Schutzengel, und sie hat etwas, das, wenn es zu ihm zurückfände, seinen Tod durch den Unmaker ermöglichen würde – aber so....
Aber so entsteht das blühende Millersche Anwesen im Wobbish Territorium, geschützt von zahlreichen Abwehrzaubern, und mittendrin der junge Alvin. Viele der Nachbarn und seine Familie sowieso betrachten ihn als etwas Besonderes: Dem siebenten Sohn eines siebenten Sohn werden besondere Eigenschaften und Kräfte zugesprochen. Er mag zwar seine Schwestern triezen und sogar die Kakerlaken beherrschen, aber er entgeht mehrmals auf unnatürliche Weise dem Tod. Und immer ist bei diesen Ereignissen Wasser im Spiel.
Seine Mutter zwingt ihn, in die Schule zu gehen und sonntags in den Gottesdienst, doch die lehren des schottischen Pastors entbehren für Alvin jeglicher Logik, und so stellt er sie nicht nur in Frage, sondern gibt sie sogar der Lächerlichkeit preis. In seinem Zorn auf Alvin verbündet sich der Pastor in seinem Glaubenseifer mit einem Engel, der ihm befiehlt, Alvin zu töten. Doch wie jeder weiß, war auch Luzifer ein Engel, und es ist lange Zeit nicht klar, von welcher Seite dieser Engel gesandt wurde.
Das Eintreffen von William Blake führt dazu, dass sich diese unheilvolle Lage dramatisch zuspitzt. Blake ist ein Geschichtentauscher: Er sammelt Geschichten und gibt dafür selbst Geschichten und/oder bezahlt mit seiner Hände Arbeit. In seinem Buch stehen viele Geschichten, und einfache Siedler tragen hier ihr wichtigstes Erlebnis oder einen Wunsch ein. Peggys Eintrag prophezeite ihm die Ankunfts eines "Makers", und ihn Alvin junior scheint er ihn gefunden zu haben, denn Alvin macht aus gewöhnlichem Gras andere Dinge, etwa Nester. Alvin ist auch der einzige, der einen Mühlstein aus dem gewachsenen Fels heraushauen kann, ohne sich anzustrengen.
Blake verhilft Alvin zur Erkenntnis, dass es eine Kraft namens Unmaker gibt und dass Alvin dessen Gegenspieler ist. Alvin ist selbst zu der Überzeugung gelangt, dass er seine Kräfte nur zum Nutzen anderer einsetzen darf. Als ein Unfall mit dem neuen Mühlstein für die Mühle seines Vaters sein Bein zerschmettert, muss Blake ihn erst dazu überreden, sich selbst zu heilen.
Doch der pastor, als Werkzeug des Unmakers, sieht seine Chance gekommen und versucht Alvin zum rechten, dem christlichen Glauben zu bekehren – er bietet sich zudem als Chirurg an, um Alvins Bein endgültig zu heilen. Es folgen einige sehr komische Szenen, in denen Alvins Abwehrzauber den Pastor ständig seine Chirurgenwerkzeuge Säge und Messer vergessen lässt. Schließlich reißt Miller der Geduldsfaden und wirft den Pastor achtkantig hinaus. Doch er selbst will die Operation nicht durchführen, und so muss Alvins ältester Bruder sägen und schneiden. Bald kann Alvin wieder gehen. Das überzeugt den Freund des Pastors, den Krämer und möglichen Gouverneurskandidaten, dass Alvin ein Kind des Teufels ist. Doch er muss schmerzlich herausfinden, wo der Teufel wirklich wohnt...
Mein Eindruck
Diese fabelhafte Geschichte ist so lebendig und spannend erzählt, dass ich das Buch fast vollständig auf einem Transatlantikflug ausgelesen habe, also binnen 20 Stunden. Ein wichtiges Mittel, die Welt Alvins zum Leben zu erwecken, ist die Sprache. Ich habe nur sehr wenige Bücher aus dem angelsächsischen Sprachraum gefunden, die so kunstvoll und gewandt die Rede- und Erzählweise einer kleinen provinziellen Gruppe wiedergegeben haben. Jede Figur ist hier durch ihre Sprache gekennzeichnet. Und die Sprache spiegelt die Begriffe wider, in der sie denkt und empfindet. So wird schon bald klar, dass zwischen Alvin und dem Pastor Welten liegen.
Diese Spannung trägt viel zu einer feinen Ironie bei, mit der der Autor viele Figuren und Ereignisse beleuchtet und die wesentlich zum Lesevergnügen beiträgt, so etwa auch die Idee der Entstehung eines modernen amerikanischen Vielvölkerstaates aus dem Geist der Magie.
Die Welt hinter der Welt
Die Weltsicht, die Card für Alvin, Peggy und ihre engsten Freunde erfindet, geht weit tiefer als wir Heutigen dies von Religion oder Wissenschaft ermöglicht bekommen. Da ist beispielsweise die Rede von "Herzfeuern", die die kleine Peggy als einzige sehen kann: die Lebensenergie eines Menschen, gepaart mit seinem Schicksal.
Viele weitere Beispiele für positive heidnische Magie werden vorgebracht, die die aus England vertriebenen Siedler in die Neue mitgebracht haben. Erst die heutige neuheidnische Wicca-Bewegung erkennt diese Prinzipien und Kräfte wieder an und unterstützt sie nach Kräften. Leider gehören ihr bislang vor allem Frauen an, so etwa die bekannte Fantasy-Autorin Diana L. Paxson, die Mitarbeiterin von Marion Zimmer Bradley.
Die kritische Haltung Cards gegenüber den Lehren des Christentums, wie es besonders die schottischen "Pech-und-Schwefel"-Prediger verbreiteten, rührt von Cards eigener Zugehörigkeit zur Mormonenkirche her. Im Grunde ist Alvins Werdegang und Lebensgeschichte eine poetische Neuerzählung des Lebens von Joseph Smith (1805-44), dem Gründer der Kirche der Heiligen der Letzten Tage, die nach dem Buch Mormon bezeichnet wird. Ich habe in Salt Lake City den Mormonentempel gesehen: Er ist ein ebenso prächtiges Bauwerk wie jede europäische Kathedrale.
Die Mormonen werden immer wieder für ihre Polygamie kritisiert, die ihnen offiziell verboten ist, aber heimlich praktiziert wird. Ich kann nur sagen: Wenn früher Frauen wie Faith Miller vierzehn Kinder zur Welt bringen mussten, um das Überleben ihrer Familie zu sichern, so ist es besser, wenn diese risikoreiche und erschöpfende Aufgabe auf mehrere Personen verteilt wird. Man kann einwenden, dass diese zeiten vorbei sind, doch die Leute in Utah und Nevada schätzen sich immer noch glücklich, wenn sie mit vielen Kindern gesegnet sind.
Der Alvin-Zyklus
Auf "The Seventh Son" (1987) folgten 1988 "Red prophet" ("Der rote Prophet"), in dessen Mittelpunkt der Indianerführer Tecumseh steht, und "Prentice Alvin" ("Der magische Pflug", 1989). Die drei Bände sind in "Hatrack River" (1989) zusammengefasst. Ebenso wie diese drei Bände ist auch "Alvin Journeyman" 1995, "Der Reisende") bei Bastei-Lübbe erschienen (1997). Lediglich "Heartfire" ist leider noch unübersetzt.
Michael Matzer © 2002ff
Info: Seventh Son, 1987 New York, Tom Doherty; 241 Seiten, ISBN 0-812-53305-4; Info: www.tor.com ; dt. Ausgabe bei Bastei-Lübbe und im Antiquariat.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-13 14:14:09 mit dem Titel O. S. Card: *Die verlorene Erde*: Schöne SF-Generationensaga
Der Autor der erfolgreichen "Ender"-Saga und des Alvin-Maker-Zyklus erzählt in seiner fünfbändigen "Homecoming"-Saga von einem fernen Planeten und wie dessen Bewohner wieder zurück zur verlassenen Erde gebracht werden. Bibelfeste Leser werden sich schon bald an das Alte Testament ("Buch Mose") erinnert fühlen.
Handlung
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Vor 40 Millionen Jahren wurde der Planet Harmonie von Menschen der Erde besiedelt, die dem von Atomkrieg und Umweltzerstörung zugrunde gerichteten Planeten entflohen, um eine bessere Welt zu gründen. Um das Gedeihen ihrer Kolonie sicherzustellen, installierten sie den gigantischen Computer Überseele, um über die Friedlichkeit der Kolonie zu wachen. Mit seinen Satelliten im Orbit vermag er bewusstseinsverändernde Strahlen in entsprechend genmanipulierte Gehirne zu schicken. Diese Gehirne sollen nie auf den Gedanken kommen, Wagen und Waffen zu erfinden, Dinge, die die Erde zerstören halfen. Und die Bewohner von Harmonie haben eine Kultur errichtet, in denen ihnen wie selbstverständlich Träume, Visionen und Eingebungen geschickt werden. Alles in Butter also.
Denkste! Nun sieht sich der Computer Überseele selbst in Gefahr; seine Systeme drohen zusammenzubrechen, und die Zahl seiner Satelliten ist auf ein Viertel ihrer Sollstärke gesunken. Revolutionäre, gewalttätige Gedanken entstehen und greifen um sich. Um der Vernichtung seiner selbst und seiner Schützlinge zu entgehen, muss Überseele auf die Erde zurückkehren, denn nur dort kann der Master Computer repariert werden. Und nur dort gibt es den Hüter der Erde...
Überseele hat keine andere Wahl, als die ahnungslosen Menschen seines Planeten langsam an die Geheimnisse der Raumfahrt heranzuführen. Doch zuallererst müssen sie natürlich einen Grund sehen, überhaupt Harmonie verlassen zu wollen. Allerdings scheint sich Überseele einen sehr unbedeutenden und nutzlosen Knecht als Werkzeug für seien Pläne ausgesucht zu haben: Nafai ist gerade mal 14 Jahre alt und träumt davon, mal Schauspieler zu werden wie sein Bruder Mebbekew.
Doch Nafai ist ein aufgeweckter und rebellischer geist, der etwas von Computer und Datenbanken versteht, genau wie sein behinderter Bruder Issib, der alle Sprachen ausforscht. Issib, so findet Nafai verblüfft heraus, hat sich inzwischen immun gegen die Strahlen von Überseele gemacht und kann Dinge denken, die Nafai vor Schmerz aufschreien lassen. Und Issib vergisst nicht alles gleich wieder.
Daher ist Nafai der ideale Agent, um für den Hauptcomputer die wichtigste Datenbank schlechthin zu besorgen: den Palwaschantu-Index. Dumm nur, dass der Index im Besitz des Todfeindes von Nafais Familie ist. Wär ja auch sonst zu einfach gewesen.
Beobachtungen und Anmerkungen
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Die Stadt, in der sich das Geschehen dieses Bandes abspielt, ist Basilika (die Bezeichnung für eine Kirche). Basilika liegt zwischen Wüste, Bergen und dem "Pfadlosen Wald". In ihr regieren die Frauen, und in ihren mittelalterlichen Mauern darf ein Mann nur wohnen, wenn er mit einer Frau verheiratet ist. Um ein wenig Abwechslung in die Gesellschaft zu bringen, können sich Frauen schon nach einem Jahr von ihrem Mann scheiden lassen und einen Ehevertrag mit einem anderen schließen. Heiraten können sie schon mit 15 Jahren. Will sich ein Mann die Hörner abstoßen, hält er sich an die "Wilden Frauen".
Und die Frauen haben sogar noch mehr Macht über die Männer, weil nur sie am Spaltsee leben dürfen, der in der Mitte der Stadt liegt. Sein Anblick ist den Männern verboten, und dort empfangen die Frauen die Visionen und Eingebungen der Überseele: das spirituelle Zentrum Basilikas. Kein Wunder, dass die Stadt so friedlich ist. Sie widmet sich den Künsten, dem Handwerk und dem Handel.
Es ist erstaunlich, wie durchdacht die Struktur und die Gesellschaft Basilikas sind. Dies trägt erheblich zur Glaubhaftigkeit des Geschehens bei, in das zahlreiche Bewohner der Stadt verwickelt werden. Schließlich werden so dem Leser die psychologischen Motive für die seltsamen Handlungen klar, die hier vor sich gehen.
Es ist aber auffällig, wie stark manche Figuren und ihre Motive denjenigen im Alten Testament der Bibel ähneln – das wird ständig um Erbschaft und Vorherrschaft und Rangfolge der Söhne gestritten. Das rührt natürlich daher, dass Card das "Buch Mormon" in neuem Gewand erzählt. Das Buch Mormon, die Bibel der "Heiligen der Letzten Tage", erzählt vom Exodus der Heiligen aus Israel, von ihrer Aufspaltung und Konfrontation und ihrer letztlichen Ankunft auf dem amerikanischen Kontinent. Diesmal führt der von der Überseele veranlasste Exodus allerdings "heim" zur Erde – zumindest in den folgenden vier Bänden.
Fazit
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"Die verlorene Erde" ist durchaus spannend und glaubhaft erzählt. Lediglich solche Leser, die absolut nichts mit Träumen, Visionen, Propheten und der "Überseele" anfangen können bzw. wollen, werden vom Geschehen nicht gefesselt sein. Denn Card erzählt Nafais Geschichte keineswegs wie ein Evangelist, sondern so, als sei er dabeigewesen, als sich Nafai mit seinen Brüdern und Nichten in den Haaren lag und sie einander schier die Haare ausrissen.
Natürlich kommen auch romantische Liebesmomente vor und eine Exkursion über den verbotenen Spaltsee. Doch vor allem ist der Umstand, dass sich dem leser immer wieder neue geheimnisse offenbaren, der dazu beiträgt, dass er weiterliest.
Natürlich ist Nafai eine Moses- oder Jesus-Gestalt – warum nicht? Vermutlich war diese Figuren auch einmal Menschen. Und als sie ihrer Berufung folgten, da hatten sie ebenso wie Nafai schreckliche Gewissensbisse, als sie Taten begehen mussten, die sie sonst nie begangen hätten. Card macht es äußerst deutlich, dass und warum Nafai keine Schuld trifft, als er im Auftrag der Überseele einen Mord begeht, um Millionen weitere Tote zu verhindern.
Card ist keineswegs ein selbstgerechter Evangelist, sondern vielmehr ein aufmerksamer Beobachter der conditio humana. Sein Erfolg kommt nicht von ungefähr, und wir dürfen noch etliche gute Romane erwarten. In letzter Zeit hat er die Vorgeschichte von "Ender" erzählt (Ender's Shadow" und "Shadow of the Hegemon").
Michael Matzer © 2002ff
Info: The Memory of Earth, 1992; Bastei-Lübbe 1993, Nr. 24167, Bergisch Gladbach; 349 Seiten, DM 9,80, aus dem US-Englischen übertragen von Uwe Anton; ISBN 3-404-24167-3
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-13 21:27:32 mit dem Titel A. C. Clarke/St. Baxter: *Das Licht ferner Tage*: Das Ende von Jesus Christus?!
Was wäre, wenn wir das Leben des Jesus Christus von Anfang bis Ende beobachten und nachprüfen könnten? Wäre dies das Ende der Katholischen Kirche, der Christenheit?
Zwei namhafte Science Fiction Schriftsteller hat sich – nach Bob Shaw 1966 – wieder einmal des Themas "Beobachtung der Vergangenheit ohne Zeitreise" angenommen.
Handlung
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Die Erde sieht sich in den dreißiger Jahren des 21. Jahrhunderts wieder mal einer schrecklichen Bedrohung gegenüber. Am 27. Mai 2534 wird ein riesiger Komet, genannt der "Wurmwald", alles Leben auf der Erde auslöschen. Untergangspropheten frohlocken, und viele Zeitgenossen glauben, nun könnten sie entweder gleich den Löffel abgeben oder total über die Stränge schlagen. Dennoch läuft das antiquiert erscheinende Programm der bemannten Raumfahrt weiter.
Aus einer ganz anderen Ecke eröffnen sich jedoch neue Perspektiven. Sie werden, wie uns der Prolog klarmacht, dereinst die Welt retten. Da gibt es eine Art Ted Turner der Neuzeit, ebenfalls ein Nachrichtensendermagnat. Hiram Patterson gehört "OurWorld" und sucht nach Möglichkeiten, der nachrichten- und Datenübertragung in Echtzeit, also ohne Satelliten und Kabel. Sein Sohn David soll ihm bei der Forschung und Entwicklung helfen. Doch David lebt in England, ist streng katholisch erzogen und von seiner Mutter darauf geeicht worden, seinem Vater, der seine Mutter im Stich ließ, zu hassen. Dennoch akzeptiert er ein "Angebot, das er nicht ablehnen kann weiterlesen schließen -
Die Jagd kann beginnen...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wie versprochen, werde ich heute in meiner Tom Clancy Reihe fortfahren:
"Roter Oktober", das neueste und modernste sowjetische Atom- U- Boot, verlässt seinem Hafen zu einem Manöver, welches im nördlichen Atlantik stattfinden soll. Bei diesem Manöver soll ein neues, revolutionäres Antriebssystem getestet werden, welches die Ortung dieses U- Bootes praktisch unmöglich machen soll. Dieses U- Boot, welches zur Typhoon- Klasse gehört und somit als strategisches U- Boot mit 26 Feststoffraketen a 8 Kernsprengköpfen bewaffnet ist, wird von Kapitän Marko Ramius, dem erfahrensten und besten Kapitän der sowjetischen Nordmeerflotte kommandiert.
Was seine Vorgesetzten nicht ahnen: Ramius macht die Sowjetunion und das dort herrschende System für den Tod seiner Frau verantwortlich und will sich dafür auf seine Art rächen. Er will versuchen, mit dem Schiff die amerikanische Küste anzulaufen, um mit einem Teil der Besatzung überzulaufen. Als Geschenk will er die neue Antriebstechnologie des U- Bootes mitbringen.
So beginnt der Roman "Jagd auf Roter Oktober" von Tom Clancy. Im Laufe des Buches bleibt es den Sowjets natürlich nicht verborgen, welche Absichten Ramius verfolgt und setzen Ihre gesamte Nordmeerflotte in Bewegung, um das Boot wieder in ihre Gewalt zu bringen bzw. um zu verhindern, daß das Boot in amerikanische Hände fällt, notfalls durch Vernichtung de3s Bootes.
Dies ist natürlich den Amerikanern, welche, informiert durch einen Spion im Kreml, ahnen, was der Kapitän vorhat, überhaupt nicht recht. Jack Ryan, Hauptfigur der meisten Tom Clancy Bücher, übernimmt den aktiven Part einer CIA- Operation, um das Boot vor dem Zugriff der Russen zu schützen und denen gleichzeitig glaubwürdig zu vermitteln, daß dieses Boot vernichtet wurde.
Die atemberaubende Jagd dauert 18 Tage, während dessen die Welt am nuklearen Abgrund steht , 18 Tage, in denen Ramius versucht, seine Verfolger abzuschütteln, währenddessen die Supermächte ihre Streitkräfte aktivieren.
So, mehr sei aber zur Handlung nicht verraten. Wer mehr wissen möchte, der möge doch bitte das Buch lesen.
Kommen wir lieber zum Autor. Tom Clancy wurde 1948 in Baltimore geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt Englisch und war jahrelang als Versicherungsagent tätig. Er ist verheiratet und hat 3 Kinder.
Tom Clancys Karriere sucht selbst in Amerika ihresgleichen. Jahrelang hatte er die Idee zu einem Techno- Thriller mit sich herumgetragen, angeregt durch eine Meuterei auf einem sowjetischen Zerstörer. Bis zum Oktober 1984, da erschien in einem unbekannten amerikanischen Verlag sein Romanerstling - eben die "Jagd auf Roter Oktober". Dieser Roman eroberte im Sturm die Bestsellerlisten und machte Clancy mit einen Schlag bekannt, indem er neue Maßstäbe setzte. Seitdem gilt Clancy als Markenzeichen für Thriller, die immer hart am Rande der Wirklichkeit bleiben.
Das Buch ist meiner Meinung nach ein absolut spannender und lesenswerter Roman, vor allem für Leute, die sich für dieses Genre interessieren. Ein wenig gestört hat mich aber, daßder Amerikaner immer der Beherrschende und Überlegene ist, welcher die Ideen hat, während die Russen immer ein wenig einfältig daher kommen und sich permanent austricksen lassen. Das kommt aber wohl auch ein wenig von Clancys Gesinnung, seiner konservativen Einstellung und seinem Patriotismus. Mir reicht es zumindest, um in der Gesamtbewertung einen Punkt abzuziehen.
Ansonsten fasziniert der Roman durch sein technisches Wissen und seine Hintergrunderklärungen und natürlich durch seine Spannung, die durch Clancy immer weiter aufgebaut wird und wofür T. Clancy auch bekannt ist..
Viele werden jetzt natürlich sagen, daß ihnen die Handlung irgendwie bekannt vorkommt. Und Recht haben sie. "Die Jagd nach Roter Oktober" war der erste Roman, der von T. Clancy verfilmt wurde und zwar mit Sean Connery als Kapitän Ramius und Alec Baldwin als Jack Ryan. Dazu muß man aber sagen, daß sich der Film nicht immer an den Roman hält. Aber mal ehrlich, welcher Film tut das schon. ;-)
Hier noch ein paar Informationen zum Buch selbst, auch wenn meine Ausgabe nicht mehr die aktuellste ist, da ich die Jubiläumsausgabe 1992 besitze. Dementsprechend sieht sie mittlerweile auch aus.
Die ISBN- Nummer lautet: 3-442-42121-7
Erschienen ist der Roman im Goldmann- Verlag als Taschenbuch mit 384 Seiten zum damaligen Preis von DM 12,00. Somit sollte dieses Buch heute um die Euro 6,50 kosten.
Vielen Dank für Euer Interesse und ich wünsche Euch allen noch einen schönen Tag!!!
Viele Grüsse
Raimo weiterlesen schließen -
Im Zeichen des Drachen (Clancy, Tom): Endlich gelesen...
04.11.2002, 08:16 Uhr von
grunow
Hallo, seit einigen Jahren bin ich unter meinem Namen "grunow" bei verschiedenen Meinungsfore...Pro:
s. Text
Kontra:
s. Text
Empfehlung:
Nein
"Im Zeichen des Drachen" ist ein neues Meisterwerk von Tom Clancy.
Wie die anderen Bücher dieser Reihe ist die Hauptperson Jack Ryan, der mitlerweile Präsident der USA ist und nun in seiner 2. Amtszeit steckt.
Die Russen haben endlich einmal Glück. In Sibirien wird ein großes Erdölvorkommen gefunden, der Rußland in die Spitzengruppe der Produzenten bringen wird. Außerdem wird ein großes Goldvorkommen entdeckt. Mit diesen beiden Funden haben die Russen erstmals die Gelegenheit, Ihre Wirtschaft zu sanieren. Die Amerikaner sind entsprechend froh, daß Rußland es schaffen kann, zu einer wichtigen wirtschaftlichen Macht zu werden. Aber bevor es hierzu kommen kann, muß noch einiges passieren.
Der amerikanische CIA Agent Nomuri hat in China Glück. Er macht sich an eine Sekretärin des Miniters Fang ran. Diese verliebt sich in Nomuri. Nach einigen Liebesnächten ist sie soweit, daß sie eine Überwachungssoftware auf Ihrem PC installiert. Eine Ihrer Aufaben ist es, das persönliche Tagebuch des Ministers zu führen. Damit hat die CIA erstmals die Möglichkeit, sich in die chinesichen Gedankengänge hereinzuhacken.
Dabei erfahren die Amerikaner, daß die Chinesen unter der Führung eines anderen Ministers ohne Aufgabenbereich und Ihres Vorsitzenden der Partei einen Angriff auf Rußland planen. Nicht nur das, die Amerikaner wollen eine Normalisierung der Handelsbeziehungen mit China, da diese zwar Ihre Waren nach Amerika verkaufen aber amerikanische Waren nicht nach China kommen können. So ist es dann soweit, daß die Amerikaner Ihren "Trading Reform Act" anwenden wollen, wo Sie den Chinesen die gleichen Handelsbeschränkungen auferlegen. Es kommt im laufe des Buches zu dieser Drohung.
Aber die Inkraftsetzung muß nicht mehr durchgeführt werden. Eine CNN Mannschaft ist in China und berichtet über die Handelsgespräche. Sie kommen auf die Idee eine Reportage über die Chinesichen Christen zu machen. Gerade als Sie einen anwesenden Botschaften des Vatikans besuchen wollen kommt es zu einem schweren internationalen Zwischenfall. Die Geistlichen erfahren, daß bei einer Frau während der Geburt das Kind getötet werden soll. Dieses ist nach dem chinesichen Gesetz so normal, wenn man ein 2. Kind bekommt. Aber die Geistlichen wollen das Kind schützen. Den Ärzten kommen einige Polizisten zur Hilfe und erschießen 2 der Geistlichen. CNN überträgt dieses in alle Welt. Damit nimmt die Krise Ihren Lauf...
Wie wird Jack Ryan mit seinem Team auf diese Krise reagieren?
Tom Clancy zieht in diesem Buch wieder einmal alle Register. Die internationale Welt ist nicht mehr mit der Realität zu vergleichen, aber die Geschichte ist wieder sehr spannend erzählt und während ich diese Geschichte las, war ich von der Story gefesselt worden. Ich weiß nur noch nicht, womit Tom Clancy diese Geschichte nun fortsetzen will. Ich bin jedenfalls auf eine Fortsetzung gespannt.
Dieses Buch ist meiner Meinung nach ein Muß für jeden Clancy Fan.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-04 16:21:58 mit dem Titel Rainbow Six (Clancy, Tom):
John Clark, Alistair Stanlay und Domingo "Ding" Chavez befinden sich zum Teil mit Ihren Frauen auf einem Flug von den USA nach London.
John Clark ist zum Leiter einer neuen Anti-Terror Einheit der Nato ernannt worden. Er hatte diese Pläne seinem Freund, dem Präsidenten der USA, vorgestellt und leitet nun ein neus Kommando namens "Rainbow". Er selbst hat den Code-Namen "Rainbow Six". Seine Erfahrungen hat er während seines Militärdienstes als Navy Seal erworben, danach wurde er von der CIA für Ausseneinsätze überall auf der Welt eingesetzt.
Alistair Stanlex ist der stellvertreter von John Clark und hat sich seine Sporen bei der britschen SAS und dem MI 6 verdient. Dabei war er genauso im Ausseneinsatz wie John Clark.
Domingo "Ding" Chavez ist der Schwiegersohn von John Clark. Er war bei den Rangern, einer Spezialeinheit der Army und war dann für die CIA tätig, nachdem er noch einen Abstecher zur Delta Force gemacht hatte. Er soll eines der beiden 10 Mann Teams von Rainbow kommandieren. Seine Frau erwartet gerade ihr erstes Baby.
Die drei sind alle auf einer normalen Linienmaschine der Unites Airlines und sie sind bewaffnet. Dieses ist einer der Vorzüge, wenn man für eine Anti-Terror-Einheit arbeitet.
An Bord der Maschine befinden sich ebenfalls noch 3 Spanier, die ein anderes Flugziel als London haben. Sie wollen die Maschine entführen. Dieses tun sie auch, hätten ihre Planung aber besser machen müssen, denn ihr Ziel, der Spanische Botschafter, befindet sich garnicht an Bord dieser Maschine.
So kommt es, dass die 3 Ihren ersten Einsatz haben, bevor die Einheit offiziell Ihren Dienst aufgenommen hat. Die 3 bringen die Maschine wieder in Ihre Gewalt, müssen sich jetzt aber einen anderen Weg überlegen, wie Sie nach London kommen, denn Ihre Tarnung ist auf diesem Flug aufgeflogen.
So wird dann doch eine Air Force Maschine für den Überflug genommen und die 3 können Ihren Dienst antreten. Als erste Überraschung erfahren John und Ding Ihre militärischen Ränge. John ist ein General und Ding ein Major dieser Einheit.
Untergebracht sind sie auf dem gleichen Stützpunkt wie die Britsche SAS, da hier alle notwendigen Einrichtungen vorhanden sind.
Zur gleichen Zeit in den USA: John Brightling hat mit seiner Frau vor 10 Jahren einen Plan erarbeitet. Sie wollen die Menschheit ausrotten, denn sie sind der Meinung, dass nur mit dieser Massnahme die Erde geschützt werden kann. Eine kleine Gruppe von Menschen soll dann in Ko-Existenz mit der Natur überleben.
Als einen Teil des Planes haben sich die beiden zum Schein getrennt und John Brightling hat sich vom Naturschutz abgewandt. Gleichzeitig hat er sein Pharma-Unternehmen zu einem erfolgreichen Unternehmen im Bereich der Krebs-Forschung und der Forschung an Viren mit Hilfe der Bio-Technologie gemacht. Die beiden scharrten noch einige andere um sich herum, die ebenso denken. Genug Geld haben Sie zur Verfügung. John Brightling hat Milliarden verdient mit seinem Unternehmen.
Einer von Ihnen ist Bill Henriksen, ein Anti-Terror-Experte des FBI, der mitlerweile einen grössten privaten weltweiten Sicherheitsdienste leistet. Diese 3 haben einen teuflischen Plan ausgeheckt.
Während der Olympiade in Sydney wollen sie einen neu entwickelten Virus verspühen. Auf diesem Wege werden Menschen überall auf der Welt infiziert. Der Virus wirkt 100 % tödlich und lässt sich Zeit, bis er sein Opfer dahinrafft.
Die Frau von John Brightling hat währenddessen Ihren Weg in der Politik gemacht und ist nun eine Beraterin des Präsidenten für Umweltfragen. Hier hat sie Zugang zu allen Sicherheitsinformationen der höchsten Sicherheitsstufen in den USA. Aber auch sie kennt Rainbow noch nicht.
Der Plan ist ganz einfach. Die 3 engagieren einen gewissen Popov. Er war für die Ausbildung und die Kontakte zu Terrororganisationen in Europa für den KGB tätg. Nachdem der KGB diesen Bereich aufgegeben hat, wurde Popov in den Ruhestand geschickt.
So bekommt Rainbow sehr schnell seine ersten Einsätze. In Österreich und der Schweiz müssen Terror-Teams ausgeschaltet werden. Dieses übernimmt in beiden Fällen das Team von Ding, da es gerade Bereitschaft hatte.
Als nächstes versucht Carlos aus einem französichen Gefängnis auszubrechen, er lässt viele Kinder in einem spanischen Freizeitpark gefangennehmen. Auch dieses klappt nicht so wie gewünscht, die Terroristen werden auch hier wieder ausgeschaltet.
Popov bekommt heraus, dass Rainbow existiert und berichtet dieses an seinen Chef, John Brightling. Für Popov ist dieses ein Glücksfall. Er versucht, nur Geld zu machen und kennt die Pläne seines Chefs nicht.
Dieser beschliesst nun, Rainbow auszuschalten. Dieses organisiert wieder Popov. Er nimmt Kontakt zur IRA auf und diese übernehmen den Auftrag für 6 Mio US Dollar und einer Drogen-Lieferung. Selbst die Drogen sind für Popov kein Problem. Sein Chef hat ein Pharma Unternehmen und kann somit selbst Drogen legal beschaffen.
4 Leute von Rainbow Team 1 sterben bei dem Anschlag. Alistair wird schwer verletzt. Die Aktion ist für Brightling ein voller Erfolg. Henriksen bekommt den Auftrag bei der Olympiade...
Fazit:
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Dieses ist nur ein kleiner Teil des Buches. Ich habe einen Teil der Geschichte der 1. Hälfte dieses Buches erzählt.
Tom Clancy ist mit diesem Buch ein Hit gelungen, der mich für einige Tage von dem Computer verbannt hatte, da ich dieses Buch unbedingt fertig lesen musste. Die Geschichte ist sehr lebendig erzählt. Die Charaktere der Personen sind wieder gut dargestellt und die Spannung reist während des gesamten Buches nicht ab, wobei hier Schwankungen vorhanden sind. Meiner Meinung nach, kann man dieses Buch auf jedem Fall gut lesen, wenn man High-Tech Thriller mag. Ich warte darauf, dass der 2. Teil dieser Reihe geschrieben wird.
Erschinen im Heyne Verlag
Preis: 9,95 EUR oder 19,46 DEM
ISBN 3-453-17186-1
Seiten: 1004
Erschienen in Deutsch: 1999
Erschienen in Englisch: 1998
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-06 07:08:05 mit dem Titel Jagd auf Roter Oktober (Clancy, Tom): Der umfassende Vergleich / Buch oder Film...
Buch oder Film, was sollte man sich ansehen oder lesen?
Erstmal zu Story beider Geschichten:
Die "Roter Oktober" ist das neueste U-Boot der Typhoon-Klasse und der ganze Stolz der Marine der Sowjetunion. Die Roter Oktober ist mit vielen neuen Einrichtungen versehen. So hat dieses U-Boot ein Antriebssystem, was nicht mit einer Schraube arbeitet und dadurch sehr leise ist.
Kapitän Ramius befehligt das Schiff. Da er einer der besten Kapitäne der russischen Marine ist, konnte er sich sogar seine Crew zum Teil selbst aussuchen und hat somit Offiziere gewählt, die ihm blind vertrauen.
Dieses ist auch notwendig. Der Tod seiner Frau ist nun 1 Jahr her und er selbst hat keine Familie mehr in Russland, ausser vielleicht seinen Onkel, der im Politbüro für die Marine zuständig ist. Ramius selber ist kein Russe, sondern ist in Litauen geboren.
Das Boot ist natürlich auch schon von der amerikanichen Aufklärung entdeckt worden. Diese wundern sich, was 4 Klappen zu bedeuten haben. Aber noch ist es nicht so eilig, sich hierüber Gedanken zu machen. Dieses ändert sich dann aber schlagartig.
Die Roter Oktober läuft zu Ihrem ersten Manöver aus. Kapitän Ramius täuscht einen Unfall vor, um seinen Ploitoffizier an Bord umzubringen, da dieser neben ihm selbst, die Befehle kennt. Als nächstes tauscht er die Befehle aus und nimmt den 2. Raketenstartschlüssel an sich.
Der Befehl neuerer Art lautet nun: "Die Roter Oktober läuft zur amerikanischen Küste aus, dringt in die amerikanischen Gewässer vor und macht dort Ihre Übungen, danach wird nach Kuba gefahren."
Somit macht sich die Crew auf den Weg Richtung USA. Die USS Bremertown entdeckt das U-Boot und nimmt die Verfolgung auf. Dieses ändert sich dann aber schlagartig. Die Roter Oktober schaltet von Schrauben auf den Raupenantrieb um. Sie ist damit plötzlich vim Sonar verschwunden und auch eine Kurskorrektur der Russen wird nicht mehr erkannt. Somit wissen die Russen, dass die Amerikaner Ihnen ganz dicht auf den Fersen gewesen sind, denn nur direkt im Bereich der Schrauben funktionierte das russische Sonar nicht. Die Amerikaner haben deshalb schon angefangen hinter der Schraube ein Schleppsonar hinterherzuziehen. Damit ist dieser Wunde Bereich des U-Bootes auf jeden Fall gut geschützt.
Ramius hat aber vor dem Ablegen noch einen kleinen Brief an seinen Onkel geschickt. In diesem kündigte er an, dass er zu den Amerikanern überlaufen will. Die Reaktion war dann auch entsprechend. Die gesamte Atlantikfloote erhielt den Befehl zum auslaufen. Ebenso wurde ein Versenkungsbefehl an alle Jagd-U-Boote gesandt. Die Raketenboote wurden zurückbeordert, damit sich auch deren Geleitschutz auf die Suche nach der Roten Oktober machen konnte.
Nun kommt Jack Ryan mit ins Spiel. Er ist Analytiker der CIA und ein Vertrauter des stellv. Chefs Admiral Greer. Ryan bildet sich seine eigene Theorie und über einen Freund hat er mitlerweile herausbekommen, wofür diese Klappen dienen könnten. Er stellt seine Vermutung den amrikanischen Militärchefs vor. Diese belächeln Ryans Idee, dass Ramius überlaufen könnte. Aber der Sicherheitsberater des Präsidenten schickt Ryan auf eine Aussenmission, er soll das Boot finden und notfalls mit dem Kapitän des Bootes abstimmen, wie es weiter gehen soll.
Somit wird Ryan auf einen Flugzeugträger geschickt. Während dessen nimmt ein neues U-Boot die Verfolgung der Roten Oktober auf. Es handelt sich um die USS Dallas. Eines der modernsten Boote der Los Angeles Klasse. An Bord befindet sich auch ein super Sonar-Unteroffizier. Er hat eine Theorie, wie man die Roter Oktober entdecken kann. Dieses ist natürlich eine gute Chance für die Amerikaner.
Die Jagd beginnt. Ryan lässt sich zur Dallas fliegen und dann passiert etwas. Die Russen erzählen den Amerikanern, dass einer Ihrer Kapitäne durchgedreht ist und die USA mit seinen ballistischen Raketen angreifen will. Davon hat die Roter Oktober immerhin 24 Stück an Bord mit jeweils mehreren großen nuklearen Sprengköpfen.
An Bord der Roten Oktober ereignen sich mehrfach Sabotageakte, Ramius hat schon vermutet, dass sein toter Politoffizier nicht der einzige Agent an Bord des U-Bootes sein dürfte.
Die Amrikaner erhalten den Befehl "Roter Oktober" bei Sichtung sofort anzugreifen und zu versenken. Dieses kann Ryan dann gerade noch verhindern mit einem Trick. Die Amerikaner nehmen auf eine recht unkonventionelle Weise Kontakt mit der Roter Oktober auf. Nun steht fest, dass Ramius zusammen mit seiner Crew überlaufen will und die Amerikaner werden ihn dabei unterstützen. ...
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Fazit:
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Damit endet auch die Gemeinsamkeit der Geschichte. Im Film werden nicht so viele einzelne Szenen wie im Buch erwähnt. So ist im Film von einem Boot weniger die Rede. Der Kampf zwischen den U-Booten wird bei beiden sehr gut dargestellt, wobei mir die Buchversion besser gefällt, da diese meiner Meinung nach besser beschrieben ist.
Die Amerikaner übernehmen die Roter Oktober und auch die Überfahrt ist im Buch noch besser beschrieben als im Film.
Ein wesentlicher unterschied ist auch der Zeitfaktor. Das Buch wurde während des Kalten Krieges geschrieben, während der Film nach dem Ende des Kalten Krieges gedreht wurde. Dadurch konnte man aus politischen Gründen die Russen nicht mehr als die absoluten Bösewichte darstellen.
Tom Clancy ist mit diesem Buch ein super Thriller gelungen und dieses Buch hat ihn dann auch Weltberühmt gemacht.
Mir persönlich hat das Bich besser gefallen als der Film, aber dieses ist mit Sicherheit Geschmackssache.
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 3-453-18979-5
Preis: 17,50 DM oder 8,95 EUR
Erschienen in Deutsch: ?
Erschinen in Englisch: 1984
Seiten: 493
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-06 18:55:32 mit dem Titel Tom Clancy's OP-Center, Sprengsatz
Das OP-Center hat mal wieder einen Auftrag erhalten. Es geht darum, den Weltfrieden zu bewahren.
Wie immer könnt ihr meine Zusammenfassung des Buches nach der 2. *-Reihe lesen.
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Das OP-Center hat ein neues Projekt in der Erprbungsphase. Es geht um ein Wohnmobil. Ein Wohnmobil? Nein, es sieht nur so aus. Dieses Wohnmobil ist ein Prototyp für ein mobiles OP-Center, mit dem vor Ort die Unternehmungen der Teams unterstützt werden sollen.
Für den Test des neuen OP-Centers ist General Rodgers als stelv. Leiter dieser Einheit zuständig, während Paul Hood alles von den USA aus überwacht. Alles läuft bestens, bis auf einmal eine Gruppe von Kunden auf die Idee kommt, einen schweren Anschlag zu verüben. Mit diesem Anschlag soll die Türkei in eine Krise oder besser noch in einen Krieg mit den Nachbarstaaten verwickelt werden.
Ein Team der Kurden beginnt also damit, dass Sie einen Perfekten Angriff auf den Atatürk Staudamm planen und auch ausführen. Ziel ist die Sprengung dieses riesigen Staudamms. Diese Aktion klappt auch und die Türkei beginnt sofort damit, alle Kräfte gegen die Terroristen einzusetzen. Hier kommt der Türkei zu Gute, dass Sie von dem Test des OP-Centers weiss und einen Colonel der Abwehr in dem Wohnwagen hat. Somit kann gleich mit der elektronischen Aufklärung begonnen werden. General Rodgers und der Colonel machen sich mit einem Motorrad auf den Weg zu einer Erkundungsmission. Diese klappt auch fast, leider werden beide von den Kurden gefangengenommen.
Das mobile OP-Center macht sich sofort auf den Weg um ihren Chef zu retten. Hierbei geraten Sie auch in eienn Hinterhalt und sie werden mit Ihrer eigenen Technik geschlagen. Das Fahrzeug wird kampflos durch die Kurden erobert. Nun entdecken diese, was sie da in der Hand haben und machen sich zusammen mit Ihren Geiseln auf den Rückweg nach Syrien, wo sich das Hauptquartier befindet.
Israel wird durch Paul Hood eingeschaltet und setzt einen Spezialisten ein, der nach Syrien eindringen soll und bei der Befeiung der amerikanischen Kollegen helfen soll. Er dringt nach Syrien zu Fuss ein und macht sich auf den Weg zu dem wahrscheinlichen HQ des Feindes.
Währen dessen versucht General Rodgers einen Fluchtversuch, der leider fehlschlägt, was ihn in der Folge auch noch schweren Misshandlungen aussetzt, die er wahrscheinlich den Rest seines Lebens nicht mehr vergessen wird.
Paul Hood hat ein ganz anderes Problem. Sein Team wird gefangengehalten und das OP Center hat die Aufgabe im Falle einer Entführung das mobile Center unschädlich zu machen. Also muss die Spezialeinheit des OP Centers versuchen, die Freunde zu befreien, bevor die übliche Methode angewendet wird. Man setzt eine Tomahawk ein...
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Auch für diesen Teil hat sich Tom Clancy eines der europäischen Krisengebiete zum Ziel genommen und eine Geschichte konstruiert, die meiner Meinung nach so hätte jederzeit passieren können. Mich wunderte sogar, dass die Kurden solche Anschläge niemals probiert haben, denn damit hätte die PKK den Türken und der ganzen Region schaden können.
Wir können nur froh sein, dass sich dieses Buch niemand als Vorlage für seinen Anschlag genommen hat.
Verlag: Heyne Verlag
ISBN 3-453-18013-5
Preis: DM 12,00
Erschienen in Deustch: 04.2001
Seiten: 462
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-09 07:28:22 mit dem Titel Machtspiele (Clancy, Tom ; Pieczenik, Steve): Spanien droht Europa ins Chaos zu stürzen...
Ein neuer Fall für das OP-Center, einer recht neuen Einheit, die in Washington auf der Andrews-Air-Force Base Ihren Sitz hat. Das OP Center hat die Aufgabe zu verhindern, daß es zu weltweiten Katastrophen kommt. Sie sollen schon bei kleineren Krisen anfangen einzugreifen, bevor sich diese zu einer grossen Krise wandeln kann.
Wer nicht den Inhalt dieses Buches lesen will, der sollte gleich zu meinem Fazit nach der 2. *-Reihe springen.
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Das OP-Center ist von einem spanischen Politiker um Hilfe gebeten worden. In Spanien weiten sich die Kulturproleme immer weiter aus und der Politiker befürchtet, dass durch einen Funken Spanien zerbrechen könnte.
Somit wird eine Mitarbeiterin des OP-Centers nach Spanien geschickt, die Erfahrungen im Bereich der Diplomatie hat (Marthaa). Eine andere Kollegin (Aideen) begleitet sie. Als Sie den Regierungssitz betreten wollen, schlägt die Falle zu, Marthaa wird durch ein Terrorkommando erschossen. Der Politiker will hiernach nicht mehr mit Ihnen reden.
Das OP-Center löst bei sich sofort Alarm aus und beginnt mit der Arbeit. Wie sich herausstellt, war dieses eine abgesprochene Sache, um Spanien in ein Chaos zu stüpzen.
Aber in Spanien gibt es einige Gruppen, die um die Vorherrschaft in der Regierung kämpfen. So versucht neben einem General auch noch eine Verbrecherorganisation seine Macht zu stärken. Also fangen diese beiden Gruppen ihren kleinen Privatkrieg an. Mitten drin in dieser Aktion sind Aideen und ein Mitarbeiter von Interpol.
Diese beiden sind die letzten Chancen des OP-Centers die Lage in den Griff zu bekommen, bevor es zu einem Putsch des Militärs kommen kann und Spanien auseinanderbricht, da dieses nach Meinung des OP-Centers auch zu einer Krise in Frankreich führen könnte, da dort auch eine Gruppe von Basken lebt, die dann zusammen mit Ihren Spanischen Brüdern einen eigenen Staat ausrufen könnte. Einen Bürgerkrieg in Spanien und auch in Frankreich gilt es also zu verhindern.
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Meiner Meinung nach ist dieses eines der schwächeren Bücher in der Reihe der OP-Center Romane von Tom Clancy. Er verfängt hier zum Teil in seiner eigenen Story und an manchen Stellen ist dieser Roman recht unglaubwürdig geschrieben.
Aber eine gute Abendlektüre stellt dieses Buch trotzdem dar. Ich kann es wie die gesamte Reihe nur empfehlen.
Verlag: Heyne
ISBN 3-453-15194-1
Preis: 14,90 DM
Erschienen in Deutsch: 1999
Seiten: 367
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-10 07:10:42 mit dem Titel Tom Clancy's OP-Center, Ausnahmezustand / Clancy, Tom: UN wurde besetzt...
Die OP-Center Reihe von Tom Clancy stellt die Arbeit einer recht neuen Behörde der US-Regierung dar. Es geht hierbei um das sogenannte OP-Center. Es hat sich zu einer internationen Eingreiftruppe entwickelt, die den Kampf für den Weltfrieden aufnehmen soll. Hauptaufgabe ist es neue Kriege zu verhindern, die die Welt in ein Chaos stürzen können.
Wer sich nun nicht den Inhalt dieses Buches durchlesen möchte, sondern nur die kurze Zusammenfassung der sollte nach der 2. *-Reihe weiterlesen.
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Paul Hood hat gerade eine schwierige Mission beendet und ist nun mit seiner Familie auf einem Ausflug nach New York. Hier soll seine Tochter bei einem Konzert auf einem Empfang der UNO spielen. Ihre Gruppe ist für dieses Konzert ausgewählt worden.
Kurz vorher in einem anderen Teil der Welt:
Eine Gruppe von Terroristen besorgt sich Geld um richtig abzusahnen. Bei den Terroristen handelt es sich um eine Gruppe von gut ausgebildeten Soldaten, die sich bei einer Friedensmission der UNO in Kambotscha kennengelernt haben. Diese Terroristen sind hinter sehr viel Geld her. Sie sind bereit auch zu töten, um ihr Ziel zu erreichen.
So kommt es zu einer Besetzung des Uno-Gebäudes durch die Terroristen. Aber hier geht etwas schief. Die Generalsekretärin der UNO hat sich verspätet und befindet sich jetzt nicht unter den festgehaltenen. Aber die Terroristen haben trotzdem einige Botschafter und die Kinder in Ihrer Gewalt. Paul informiert sofort das OP-Center und hofft, dass ihm sein Team helfen kann auch ohne einen Befehl des Präsidenten der USA.
Sein Team setzt alle Hebel in Bewegung und Paul arbeitet mit dem Aussenministerium zusammen. Die UNO hat Ihre eigene Polizeitruppe und somit könenn die Amerikaner normalerweise nicht eingreifen, ohne eine internationale Krise heraufzubeschwören. Die Männer in Washington kriegen Wind von Pauls Plan und somit wird die anfliegende Maschine in New York festgesetzt. Nur 2 Leute schaffen es in New York zu bleiben. General Rodgers und Colonel August, der Leiter der Eigreiftruppe. Somit hat er immerhin 2 Weggefährten und das Team kann mit seiner Arbeit beginnen.
Die Feinde lauern allerdings nicht nur innerhalb des UNO-Gebäudes. Auch ausserhalb hat sich ein Feind versteckt. Diesen gilt es zu identifizieren und ausfindig zu machen.
Ein weiterer "Feind" ist die Generalsekretärin der UNO, die die Sache auf jedem Fall friedlich regeln will und nicht möchte, dass die Terroristen hier auch nur ein Haar gekrümmt bekommen. So führt dieses fast zur Katastrophe, da selbst die Soldaten der Schutztruppe des UNO-Gebäudes der Meinung sind, man sollte den Saal stürmen und mit den Tätern kurzen Prozess machen. So kommt es zu einigen Verwicklungen bei der Befreiungsaktion, denn es befinden sich im ganzen 3 bewaffnete Gruppen auf dem Weg zu einem Schlag gegen die Terroristen.
Während des ganze hat Paul noch ein anderes Problem. Seine Ehe steht auf dem Spiel. Seine Frau hatte schon vorher die Idee, sich von Paul zu trennen. Wird das alles gutgehen?
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Auch dieses Buch ist im typischen Stil von Tom Clancy geschrieben. Hierbei handelt es sich um ein sehr gutes Buch. Trotz der vielen Einzelhadlungen schafft es Tom Clancy, seinen Blick auf das wesentliche zu behalten. Gerade dieses zeichnet ihn meiner Meinung nach aus.
Der Terroranschlag und seine Folgen werden wie immer sehr gut beschrieben und auch die Charakteire werden gut gezeichnet. Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen und war begeistert.
Verlag: Heyne Verlag
ISBN 3-453-16110-6
Preis: DM 14,90
Erschienen in Deutsch: 01/2000
Seiten: 315
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-11 06:46:51 mit dem Titel Feindbilder (Clancy, Tom ; Pieczenik, Steve): Ein Putsch in Amerika...
In den USA wurde auf der Andrews Air Force Base vor nicht alzu langer Zeit eine Behörde eingerichtet, die den Spitznamen OP-Center erhielt. Diese Behörde kümmert sich darum, Anschläge und Militärische Schläge in der ganzen Welt zu verhindern. Die Welt soll nie wieder in einen kalten Krieg oder einen Atomkrieg hineingestürzt werden.
Wer den Inhalt dieses Buches nicht lesen will, der sollte nach der 2. *-Reihe weiterlesen.
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Diesmal hat jemand einen teuflischen Plan ausgeheckt. Im Iran wird eine Ölförderinsel in die Luft gejagt. Alles soll darauf hindeuten, daß sowohl Aserbaidschan als auch Russland an diesem Anschlag beteiligt sind. Aber dieses ist nur die halbe Wahrheit. Eine Gruppe von Amerikanern will den Präsidenten der USA mit dieser Aktion stürzen. Nun aber mal ein bischen genauer.
Im Iran wird eine der Ölförderplattformen in die Luft gesprengt. Die Attentäter sind absolute Profis. Alle Sicherheitsmassnahmen konnten diesen Anschlag nicht verhindern. Um den Verdacht von den eigentlichen Attentätern abzulenken wird sogar noch etwas gemacht. Eine Leiche wird entsorgt. Hierbei handelte es sich um einen russischen Terroristen.
Aber auch der Attentäter hat ein Problem. Er hinterlässt niemals einen Zeugen und somit werden seine Helfer und die Zeugen einer nach dem anderen eliminiert. Auch die Amerikaner haben ihre Verluste. Eine Gruppe von CIA Agenten wird ermordet. Der Terrorist will verhindern, daß die USA mit Ihren Truppen vor Ort eingreifen können.
Der Harpooner ist Teil eines grossen Planes, wo der Präsident der USA abgelöst werden soll. Sogar die Bevölkerung der USA soll dafür sein, dass der Vizepräsident die Amtsgeschäfte übernimmt. Aber wie schaff man das? Man muss dem amrikanischen Volk klar machen, dass der Präsident aufgrund psychischer Probleme nicht mehr in der Lage ist, seine Amtsgeschäfte auszuführen. Dieses klingt leichter als gesagt. Man muss die täglichen Zusammenfassungen der aktuellen Meldungen von den einzelnen Beratern fälschen und zwar in einer Form, dass der Präsident selbst denkt, dass er seinen Geschäften nicht mehr nachkommen kann.
Aber wie bei jedem Plan geht auch hier etwas schief. Was kann schiefgehen? Das OP-Center wird eingeschaltet und Paul Hood hat wie immer einige unkonventionelle Ideen. Dazu gehört zum Beispiel, dass Paul das russische OP-Center mit einschaltet in den Plan. Dieses hat natürlich die Feldagenten vorort, die die Amerikaner verloren haben. So überlebt einer der CIA-Agenten das Attentat und auch eine russische Agentin ist jetzt mit vor Ort, die den Kampf gegen den Harpooner aufnehmen können, während Paul in den USA den Kampf mit Unterstützung der First Lady aufnimmt.
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Bei diesem Buch hat sich Tom Clancy mal wieder richtig Gedanken gemacht, wie es zu einem Putsch kommen kann. Er hat dabei einen so perfekten Plan ausgearbeitet, dass dieses Buch auch als Vorlage für einen Putsch-Versuch in den USA dienen könnte.
Der Plan ist hierbei ganz simpel, man löse den Präsidenten so ab, dass sogar er es verstehen kann. Dieses hat Tom Clancy wieder sehr lebhaft beschrieben und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage regelrecht verschlungen während meines letzten Urlaubs.
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 3-453-16935-2
Preis: 14,90 DM
Erschienen in Deutsch: 10/2000
Seiten: 315
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-12 06:59:32 mit dem Titel Im Sturm (Clancy, Tom): Die Zeit wird zurückgedreht...
Wir versetzen uns einige Jahre in die Vergangenheit. Der Kalte Krieg ist auf seinem Höhepunkt. Es wird über die nukleare Abrüstung zwischen der Sovjetunion und den USA verhandelt. Beide Seiten trauen den anderen noch nicht. Das Militär ist immer in Alarmbereitschaft. Dieses ist die Ausgangsbasis für dieses Buch von Tom Clancy, der als Spazialist für den High Tech Thriller gesehen wird. Wer die Handlung des Bucher nicht lesen will, der sollte nach der nächsten Reihe von Sternen weiterlesen.
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Das Buch beginnt, was wird mich als Leser erwarten?
Eine Gruppe von moslemischen Sowjetbürgern arbeitet in einer der größten Raffinerien des Landes. Aber heute planen sie etwas. Sie wollen dafür sorgen, das die Sowjetunion zerbricht. So sorgen Sie dafür, dass die Anlage mit einem Selbstmordattentat zerstört wird.
Natürlich bleibt dieses den Amerikanern nicht verborgen. Analysen werden erstellt und man sieht eine Chance, daß die Sowjetunion zusammenbricht, da nach Meinung der Amerikaner ca. 20 % der Erdölverarbeitung zerstört sind.
Aber auch die Russen haben Ihre Analysen gemacht und das Bild ist um einiges schlimmer, da nicht nur die Raffinerie sondern auch die Ölfelder für Monate bis Jahre unbrauchbar sind beträgt der Verlust bis zu 45 % der Produktion. Dieses bedeutet natürlich, daß die Russen extreme Probleme in den nächsten 2 Jahren haben werden und vom Westen abhängig sind. Das kann das Politbüro aber nicht dulden. Schon nach einigen Tagen kommt man auf die Idee, die Ölfelder im Nahen Osten zu besetzen. Dieses wird sich die Nato aber nicht gefallen lassen. Somit muss man einen Krieg mit der Nato und besonders mit den Amerikanern in Kauf nehmen.
Wie kann man aber einen Überraschungsangriff auf die Nato starten? Dieses wird ausgearbeitet und die Nato bekommt davon Wind. Beide Seiten beginnen im geheimen damit, Truppen zu trainieren und an die Front in Deutschland zu verlegen, da dieses ja das Hauptziel eines sowjetischen Angriffs sein wird. Die Lage spitzt sich immer weiter zu. Die Russen starten eine Maskerade und wollen den Deutschen einen Angriff auf die Sowjetunion unterschieben (kennen wir das nicht schon aus dem 2. Weltkrieg, nur andersrum?). Hierzu werden einige Kinder mit einer Bombe im Kreml in die Luft gesprengt und ein Deutscher wird der Tat überführt.
Aber auch die Amis haben die Lunte gerochen und am gleichen Tag beginnt der Angriff der Nato und des Warschauer Paktes. Der Nato gelingt mit den noch nicht bekannten Tarnkappenbombern ein Überraschungsschlag gegen die ersten Wellen der Russen und gegen deren Luftaufklärung. Die Luftwaffe macht den Rest. Der Angriff der Russen beginnt fast gleichzeitig, nur ist die 2.und die folgenden Wellen vom Kampfgeschehen ausgeschlossen. Die Nato hat die Brücken an der Elbe gesprengt und auch das Brückenbaugerät an der Elbe gleich mit zerstört. Ausserdem sind viele Russische Jäger in der ersten Luftschlacht zerstört worden.
Aber die Russen dringen trotzdem auf den westdeutschen Boden vor und sehen sich schon als Sieger, da die Amerikaner es nicht geschafft haben, genug Truppen und Material im Vorwege nach Westeuropa zu schaffen. Der Seekrieg beginnt. Island wird bei einem Überraschungsangriff besetzt und die SOSUS Barriere im Atlantik ist unbrauchbar. Die Amerikaner haben nun keine U-Boot Hoheit mehr. Die Russen fallen sofort mit Ihren U-Booten in den Atlantik ein. 3 Flugzeugträger werden bei einem ersten Luftangriff der Russen schwer beschädigt und somit haben die Amrikaner keine Angriffplattformen mehr im Atlantik.
Der gesamte Krieg spielt sich im Atlantik und in Europa ab. Asien wird hier nicht weiter beachtet.
Nun wird erzählt, wie es weitergeht, die Schlacht steht eigentlich unentschieden und keine der beiden Seiten hat einen entscheidenden Vorteil. Die Nato hat die Lufthoheit in den ersten Tagen einigermaßen erkämpft. Die Russen haben dafür die Landmacht.
Wie der Krieg ausgeht verrate ich jetzt lieber nicht.
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Fazit:
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Tom Clancy beschreibt mit einer Leichtigkeit, wie es zum 3. Weltkrieg kommen kann. Die Nato und auch der Warschauer Pakt standen sich zu der Zeit ja recht feindselig gegenüber. Das Buch wurde gut recherchiert und ich glaube, dass ein Krieg so hätte beginnen können. zum Glück ist es aber nie dazu gekommen.
Beide Seiten werden mit Ihren Stärken und auch Ihren Schwächen dargestellt. Keine der beiden Seiten ist der absolute Buhmann, wobei natürlich der amerikanische Patriotismus so richtig rübergebracht wird. Nur einmal wird auch von einem kriegsverbrechen geschrieben, dieses wird dann auch sehr lebhaft dargestellt.
Meiner Meinung nach ist dieses ein super Buch, mich hat es fast 5 Tage lang in seinen Bann gezogen.
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 20,00 DM oder 10,00 EUR
ISBN 3-442-09824-6
Seiten: 734
Geschrieben: 1986 übersetzt: 1994
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-13 06:57:23 mit dem Titel Chaostage (Clancy, Tom ; Pieczenik, Steve): Super Bücher für Techno Thriller Fans
Erstmal ein allgemeiner Teil zur Reihe der Bücher des Op-Centers:
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Tom Clancy ist meiner Meinung nach einer der besten Schriftsteller im Bereich des Techno-Thrillers.
Wovon handelt das Op-Center?
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Die Bücher des OP-Centers handeln von einer amerikanischen Spezialeinheit, die als Verbindung zwischen den einzelnen Geheimdiensten der USA gedacht gewesen war und sich dann nach und nach zu einem eigenen Geheimdienst mit Eingreiftruppe entwickelt hat.
Zu Anfang (vor dem ersten Buch!) war das OP-Centen nur eine kleine Behörde aber schon zu Beginn der Reihe versuchte das Team des OP-Centers überall auf der Welt zu verhindern, daß es zu einzelnen Kriegen oder auch nur Kriesen kommt. Putsche werden verhindert und auch eine eigene Eingreiftruppe steht zur Verfügung.
Die Personen sind immer wieder die gleichen und durch alle bisher erschinenen Teile setzt sich die Fortentwicklung des OP Centers fort. So sind es immer abgeschlossene Teile, aber es wird durch die Personen immer wieder auf die alten Teile bezug genommen.
Wieviele Bücher sind bereits erschinen?
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Aktuell sind 7 Romane erschinen. Der 8. Teil wird noch im 2. Halbjahr 2001 erwartet und ich warte auch schon auf die Fortsetzung der Geschichten.
Was kosten die Romane?
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Pro Teil wird in der Taschenbuchausgabe ein Betrag von 12,90 DM bis zu 17,90 DM fällig.
Wie lang ist ein Roman?
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Die Romane haben eine Länge zwischen 250 und 500 Seiten. Entsprechend sind dann auch die Preise der jeweiligen Länge des Romanes angepasst.
Was gibt es noch zu sagen?
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Beim OP-Center gibt es mitlerweile auch schon den ersten Film, der erschinen ist und über 2 Videokassetten läuft. Dieser ist nett anzusehen, kann aber den Büchern von Tom Clancy noch nicht einmal annähernd das Wasser reichen.
Fazit:
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Das OP-Center ist eine Taschenbuchreihe, die wirklich sehr gut geschrieben ist und meiner Meinung nach auch zu den erfolgreichen Serien von Tom Clancy zählt. Die Bücher sind alle sehr spannend und flüssig geschrieben und ziehen einen in ihren Bann. Ich habe absichtlich wenig über den Inhalt der Bücher geschrieben, da dieses für eine Meinung zu dieser Reihe viel zu umfangreich gewesen wäre. Wer Krimis und auch Science Fiction liebt, der wird diese Bücher ebenfalls verschlingen. Ich lese zur Zeit das Buch "Jagd auf Roter Oktober" und auch dieses ist wie immer besser als der Film, der gedreht wurde. Dieses Buch war das erste, was Tom Clancy auch gleich weltweit berühmt gemacht hat.
Nun zum Buch Chaostage:
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Das Buch Chaostage ist das dritte Buch der Reihe und erzählt etwas über die Neonazi-Szene in Deutschland und der Welt.
Kurze Inhaltsangabe:
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Das Buch spielt in Europa und erzählt die Geschichte mehrerer radikaler Neo-Nazigruppen und deren Versuch sich zu einer schlagkräftigen Vereinigung in Deutschland und besonders auf der ganzen Welt zusammenzuschließen. Es erzählt ebenfalls die Geschichte, wie man theoretisch mitlerweile über Computerspiele einfluß auf unsere Kinder nehmen kann und wie dieses in den Zeiten des Internets immer einfacher wird.
Mehrere Neonazi-Vereinigungen in Deutschland und in Europa kämpfen gegeneinander um den Führungsanspruch in dieser Szene. Der ganz böse kommt allerdings nicht aus Deutschland, sondern es handelt sich um einen Französischen Milliadär. Das Buch handelt über die Geschichte, wie das Team des OP-Centers diese Gruppe findet und hinter die Pläne kommt. Es wird ebenfalls die Geschichte erzählt, wie nun der Kampf aufgenommen wird und wie lange es dauert, diesen Plan zu vereiteln. Die Amerikaner brauchen gerade mal eine Woche um die Szene zu zerschlagen und zu verhindern, daß es zu einer großen Vereinigung kommt. Außerdem wird auch noch ein mehrere Jahre zurückliegender Mordfall an der Tochter einer Kongreßabgeordneten geklärt.
Meiner Meinung nach ist dieses ein sehr spannendes und sehr flüssig geschriebenes Buch. Ich konnte nach dem Beginn kaum aufhalten und habe das Buch innerhalb von 5 Tagen gelesen. Dieses ist Problemlos möglich.
Erschienen ist diese reihe im Heyne-Verlag.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-29 07:47:54 mit dem Titel Net Force 2, Fluchtpunkt / Clancy, Tom; Pieczenik, S.: Freie Wahlen bei einer Diktatur?
Südamerika im Jahr 2025. Der Staat Corteguay steht vor seinen ersten demokratischen Wahlen. Als der Präsidentschaftskandidat Ramon Cortez aus dem Exil in sein Land zurückkehrt, wird er mit seiner Familie entführt. Cortez Sohn Julio gelingt es, sich bei einem internationalen Wettbewerb an Flugsimulatoren über das Internet einzulinken und seine Freunde in Washington um Hilfe zu bitten. In den USA startet eine Gehimaktion zur Rettung der Familie und der Demokratie in Corteguay.
Soviel zu der Rückseite des Buches und nun meine etwas ausführlichere Ergänzung.
Diese Reihe von Büchern (zur Zeit 3 Stk.) handeln von der Netforce. Die Netforce ist eine Abteilung des amerikanischen FBI und mit der Überprüfung des Internet oder der Virtuellen Realität beschäftigt. Hierbei handelt es sich um Computerexperten, die Kriminalität über das Internet verhindern sollen. Diese Einheit hat ausserdem eine Spezial-Einheit, die Angriffe mit Waffen starten kann. Neben der Netforce gibt es auch noch die sogenannten NetForce Explorer. Das sind einige Jugendliche, die die Beamten unterstützen und auch am Computer weiter ausgebildet werden sollen.
Julio war einer dieser NetForce Explorer und ein Meister wenn es um Flugsimulatoren geht. Er hat im letzten Jahr diesen Wettkampf beinahe gewonnen, an dem die NetForce Explorer in diesem Jahr teilnehmen wollen. Die Familie Cortez kehrt zu Beginn des Buches nach Corteguay zurück, wo eine Militärdiktatur herscht und wird von dem Bruder des Präsidentschaftskanditaten am Flughafen empfangen. Leider musste dieser eine Umerziehung über sich ergehen lassen und ist nun ein treuer Gefolgter dieser Regierung, so dass er mithilft, seine Familie einzusperren. Dieser passiert in einer militärischen Einrichtung und seine Familie wird in der virtuellen Realität gefangengehalten. Der Vorteil ist dabei, dass sie nicht fliehen können. Aber Julio kann sich gegen die Virtuelle Realität wehren und versucht mit seinen Gedanken auszubrechen und seine Freunde in den USA von seiner Lage zu berichten. Dieses gelingt ihm mit Hilfe einer Flugsimulation, da er diese Programme durch seine letztjährige Teilnahme an einem Wettbewerb recht genau kennt.
Seine Freunde empfangen die Nachricht und nun stellt sich die Frage, wie sie Ihrem Freund helfen können. Dazu müssen die kleinen auch über sich hinauswachsen und Julio muss sich opfern um seine Familie zu retten.
Dieses Buch ist meiner Meinung nach sehr gut geschrieben. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen und mir hat es sehr gut gefallen. Wenn man sich in Gedanken erst mal in der Zulunft befindet, dann kann man sich gut vorstellen, dass die Welt in einigen Jahren tatsächlich so aussieht. Viele von uns haben Adapter um sich besser an die Virtuelle Realität anschalten zu können. Schon im Kinderalter kennt man sich in der Computerwelt sehr gut aus und die Computer bestimmen einen grossen Teil des Lebens. Auch eine Spezialeinheit wird es deshalb geben müssen, die Verbrechen verhindert.
Meiner Meinung nach ist dieses Buch für alle Tom Clancy Fans zu empfehlen. Es handelt sich um einen natürlich geschriebenen High-Tech Thriller.
ISBN 3-453-15195-X
Preis: 7,95 €
Heyne-Buch
Seiten 252
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-04 07:16:36 mit dem Titel Intermafia (Clancy, Tom ; Pieczenik, Steve): Die Net Force startet Ihren Einsatz
Surfen im Internet des Jahres 2010: Die technischen Möglichkeiten der Zukunft ziehen zwielichtige Gestalten verschiedenster Coleur wie magisch an. Auf diese besondere Form von Verbrechen spezialisiert sich die Net Force - eine Unterabteilung des FBI. Sie ist dem New Yorker Ray Genaloni, Kopf eines Syndikats kurz vor dem Druchbruch in die Legalität, ebenso ein Dorn im Auge wie dem Russen Wladimir Plechanow, der gerade seinen großen Plan verwirklichen will. Als Steve Day, Kommandant der Net Force und zuständig für das organisierte Verbrechen, ermordet wird, bringt das nicht nur Genaloni in größte Bedrängnis.
Soviel zur Beschreibung des Buches auf der Rückseite des Buches.
Dieses Buch wurde wieder von dem Gespann Tom Clancy (berühmt geworden durch seine High Tech Thriller) und Steve Pieczenik (von Beruf Psychiater, Vermittler bei Geiselnahmen und Krisenmanager) geschrieben. Neben dieser Reihe zeichnen die beiden als Team auch für das OP-Center und die Net Force Explorers verantwortlich.
Nun zur Story:
2 konkurrierende Mafia-Organisationen sind in einen kleinen Mafia-Krieg verstrickt. Der Russe hat die Absicht einen gro0en Coup zu landen und da sind ihm seine amerikanischen Mitspeieler ein Dorn im Auge. Es beginnt alles damit, daß der Chef der Net Force ermordet wird. Er uns seine Leibwächter kommen bei einem Attentat ums Leben. Damit ist die Net Force nach Meinung des Attentäters mit Sicherheit für kurze Zeit handlungsunfähig und wird sich an Ray Genaloni halten, eine Größe des New Yorkers Syndikats. Die entsprechenden Beweise wurden sowohl in der VR (Virtuellen Realität) als auch in der richtigen Welt entsprechend plaziert. Commander Michaels übernimmt die Leitung der Net Force. Seine Spezialisten finden natürlich sofort die Beweise gegen Genaloni, diese reichen für eine Verhaftung nicht aus. Das Katz und Maus Spiel kann beginnen. Nach und nach begreifen die Ermittler, daß sie es sind, mit denen dieses Spiel gespielt wird...
Mein Kommentar zu diesem Buch:
Wie ihr sicherlich schon gesehen habt ist meine Beschreibung dieses Buches recht kurz ausgefallen. Dieses liegt daran, daß ich das Buch vor einigen Monaten gelesen habe. Es ist mir nicht so recht im Gedächtnis geblieben. Das Buch war wie immer recht ausschmückend geschrieben. Es wurde auf Details Wert gelegt. Mal sehen, wie sich unsere Welt des Internets (jetzt Virtuelle Relaität...) entwickeln wird. Die beiden Autoren haben mit diesen Büchern eine Welt aufgezeigt, die ohne das Internet nicht mehr vorstellbar ist. Die Verbecher können so sehr schnell international agieren und Ihre Verbrechen begehen. Meiner Meinung nach haben die beiden sich recht gute Gedanken gemacht, was in der Zukunft passieren könnte: Die ersten Ausläufer dieser Realität sind schon heute erkennbar mit Software, die einen direkt in Spiele hereinversetzen kann. Das Buch wurde 1998 geschrieben und die beiden haben die weitere rasante technische Entwicklung in diesem Bereich gut vorausgesehen. Die ersten Schritte sind mit DSL und der neuen noch schnelleren Technik gemacht. Ich warte mal die nächsten Jahre ab und werde dann sehen, ob diese Ideen zutreffen.
Heyne Verlag
ISBN 3-453-14746-4
DM 14,90 (kein ?-Preis verfügbar)
Seiten: 379 weiterlesen schließen -
Der Poet (Michael Connolly)
Pro:
unterhaltsamer Krimi
Kontra:
stellenweise sehr zäh zu lesen
Empfehlung:
Nein
Als ich wieder mal in der Städtischen Bücherei nach Lesestoff für mich gesucht habe, fiel mir der Roman "Der Poet" von Michael Connelly auf und da mir die Kurzbeschreibung gefallen hat, nahm ich diesen Thriller mit nach Hause.
Jack McEvoy ist total geschockt als man ihm die Nachricht vom Selbstmord seines, bei der Mordkommission Arbeitenenden Bruders überbringt. Er kann es einfach nicht fassen, das sich sein Zwillingsbruder erschossen haben soll, weil ihn sein aktueller Fall, ein brutaler Mord an einer jungen Frau, einfach Gefühlsmäßig so überfordert hat, das er keinen anderen Ausweg mehr wusste.
Als langjähriger Kriminalreporter der örtlichen Zeitung weis Jack natürlich genau welche Hebel er bewegen muss, um an Informationen zu gelangen und so zieht er los und redet mit den ehemaligen Kollegen seines Bruders und verschafft sich Zugang zu den Akten. Doch nach der ersten durchsicht der Beweise deutet alles auf einen Selbstmord hin, wenn da nicht ein paar klitzekleine Ungereimheiten wären und vor allem dieser merkwürdige Abschiedssatz, den sein Bruder auf die Scheibe geschrieben haben soll: „Jenseits von Raum, jenseits von Zeit“, was so gar nicht nach seinem Bruder klingt.
Recht schnell findet er nach weiteren Recherchen heraus, das dies eine Zeile aus einem Gedicht von Edgar Allan Poe ist und als er dann trotz aller Wiederstände, seitens der Polizei, weiter nach Beweisen sucht, findet er heraus, das es im ganzen Land und über Jahre verteilt noch andere Polizisten-Selbstmorde gab, die ebenso wie sein Bruder mit äußerst grausamen Fällen beschäftigt waren und genauso Zeilen aus E.A. Poe Gedichten zum Abschied hinterlassen haben.
Nun kann er zunächst die ehemaligen Kollegen seines Bruders und dann das FBI überzeugen das hier ein Serienmörder am Werk ist, der es auf Polizisten abgesehen hat.
Und nun kommt auch die Journalisten-Seele in Jack durch, die ihm sagt das er da an einer großen Story dran ist und so macht Jack nun gemeinsam mit dem FBI Jagd auf diesen unheimlichen Serienmörder, der fortan nur noch "der Poet" genannt wird.
Ab hier wird dieser Roman richtig spannend, den nun fängt der Autor an den Leser einige male in die falsche Richtung zu locken, deshalb will ich hier auch nicht mehr über den Inhalt erzählen um niemandem das Lesevergnügen zu nehmen. Am Anfang hält sich der Autor meiner Meinung nach zu sehr damit auf , das Umfeld, Jack und seine Bemühungen die richtigen Beweise zu finden, bis ins kleinste Detail zu beschreiben. Dadurch liest sich der Roman am Anfang sehr zäh und ich war ein paar Mal versucht den Roman zur Seite zu legen und abzuhaken, weil ich das Gefühl hatte das sich da nicht mehr viel tut, aber dann wurde ich doch noch mit einer richtig guten Kriminalgeschichte belohnt, die dann auch Spaß gemacht hat sie zu lesen, aber dem Anspruch Thriller wird dieser Roman eigentlich nie gerecht, dazu ist er einfach zu „zahm“. Viele Passagen sind auch ziemlich anstrengend zu lesen, da sich der Autor immer wieder dazu hinreisen lässt, die winzigsten Details zu beschreiben, vielleicht um dem Leser zu vermitteln was für eine Sisyphusarbeit die Jagd auf den Serienmörder ist, die mich aber immer wieder ausgebremst haben, wo ich doch eigentlich nur schnell wissen wollte wie es in der Geschichte weitergeht, Hobby-Kriminologen werden da sicher mehr Spaß dran haben.
Den Autor kannte ich bisher noch nicht und deshalb werde ich mich beim nächsten Besuch in der Bücherei mal umsehen was er sonst noch so geschrieben hat, den schlecht fand ich den Roman nicht, empfehlenswert für alle, die einen guten Krimi lesen möchten, Thrillerfans sollten eher die Finger davon lassen. Alles in allem ein guter Krimi der durchaus lesenswert ist und der ein paar Stunden gute Unterhaltung liefert.
"Der Poet" ist auch als Taschenbuch (Heine Verlag ISBN 3-453-15172-0, ca. 500 Seiten) zu haben und kostet ca. 8 Teuro. weiterlesen schließen -
"Schrei in der Nacht" (Clark, Mary Higgins) >>Nichts für schwache Nerven...
Pro:
Spannend, oft überraschend aber...
Kontra:
...Handlung manchmal auch vorhersehbar
Empfehlung:
Nein
...also eigentlich nix für mich*g*
Vorweg sei zu sagen, dass das Buch "Schrei in der Nacht" aus dem Jahre 1982 stammt (in Deutschland 1986 erschienen) und somit geschrieben wurde, bevor es mich überhaupt gab ;)...Nicht gerade aktuell also, aber das schöne an Büchern ist ja, dass sie meist zeitlos sind :)
Dies war das erste Buch, das ich von M.H. Clark gelesen habe und zählt seither zu meinen Lieblingsbüchern, genauso wie sie zu meinen Lieblingsautorinnen in diesem Genre (Krimi) zählt.
« (( Charaktere )) »
•~•Jenny MacPartland•~•
Jenny ist eine alleinerziehende Mutter. Sie lebt mit ihren zwei Töchtern, Beth und Tina, in New York in recht ärmlichen Verhältnissen und arbeitet in einer Gallerie. Seit der Scheidung von ihrem Mann, muss sie sich alleine durchschlagen.
•~•Kevin MacPartland•~•
Kevin ist ein brotloser Künstler / Schauspieler und der Ex-Ehemann von Jenny, logischerweise auch Vater ihrer Töchter. Er ist ständig pleite und nutzt Jennys Gutmütigkeit aus, in dem er sich des öfteren Geld von ihr leiht; natürlich zahlt er weder Unterhalt noch Allimente. Je nach Façon kümmert er sich mal mehr und mal weniger um seine Kinder.
•~•Erich Krueger•~•
Erich ist ein berühmter und erfolgreicher Maler aus Minnesota. Er ist sehr betucht und lebt auf dem Anwesen der Familie. Der Name Krueger hat eine Art Vormachtstellung in der kleinen Stadt und steht für Macht und Prestige. Seine Mutter, welche eine zentrale Rolle in dem Roman spielt, verlor er im Alter von 11 Jahren bei einem Unfall, bei welchem er anwesend war. Auch sein Vater lebt nicht mehr.
•~•Mark Garrett•~•
Mark ist der beste Freund von Erich und gleichzeitig der Arzt, der sich um seine Tiere (Pferde, Kühe) kümmert. (Er hat eine weniger bedeutende Rolle in dem Roman...dient sozusagen als Jenny's Vertrauter)
•~•Caroline•~•
Caroline ist die Mutter von Erich, welche bei einem Unfall ums Leben kam. Trotz, dass sie tot ist basiert das Geschehen der Geschichte quasi auf ihrer Person. Da ihr Geist (so scheint es) immer noch anwesend ist oder besser gesagt "am Leben gehalten wird" ...mysteriös ;)
« (( Handlung )) »
Alles beginnt an einem kalten Wintermorgen in New York, wo Erich eine Ausstellung seiner Bilder in der Gallerie hat, in welcher Jenny arbeitet. Prunkstück der Ausstellung ist ein Bild von Caroline (Erichs toter Mutter), welche eine frappierende Ähnlichkeit mit Jenny aufweist, weswegen Jenny und Erich auch ins Gespräch kommen. Man kann bei der Begegnung von "Liebe auf den ersten Blick" sprechen, denn schon nach wenigen Wochen entschließen sich die beiden zu heiraten. Jenny gibt ihre Arbeit und ihr New Yorker Leben auf und zieht mit Beth und Tina nach Minnesota zu Erich. Um den neuen Lebensabschnitt perfekt zu machen adoptiert Erich sogar die beiden Kleinen. Was als Romanze nach Bilderbuchmanier beginnt, wird schnell von mysteriösen und unheimlichen Vorfällen überschattet und das neugefundene Glück entpuppt sich nach und nach als wahrer Alptraum...besser gesagt Erich entpuppt sich als solcher! Den Jenny wird bald klar, das der vermeintliche Traummann in Wirklichkeit ein pedantischer, eifersüchtiger Tyrann ist.
Der Stein kommt ins Rollen als plötzlich Kevin auftaucht, der ihr heimlich nach Minnesota gefolgt ist, da er mal wieder in Geldnöten steckt. Nachdem er sich mit Jenny getroffen hat verschwindet Kevin auf seltsame Art und Weise...wenig später wird er tot in seinem Wagen aufgefunden. Der Verdacht fällt auf Jenny und die Indizien sprechen für sich. Schließlich ist sie gesehen worden wie sie zu ihm in den Wagen stieg. Oder war es garnicht Jenny? War es nur jemand der ihr ähnlich sieht? Sie selbst weiß sich keine Antwort darauf, denn sie erinnert sich nicht.
Merkwürdigerweise scheint ihr nicht mal ihr Ehemann zu glauben. Im Gegenteil, ihre Unsicherheiten werden durch ihn nur noch geschürt. Überhaupt ist sein ganzes Verhalten recht seltsam. Nur selten bekommt sie ihn zu Gesicht, immer wieder verschwindet er für ein paar Tage zum malen in seiner Hütte im Wald, von der niemand genau weiß wo sie ist.
Jenny fühlt sich auf der Farm immer unwohler...nicht zuletzt deshalb, weil sie solangsam anfängt an ihrem Verstand zu zweifeln. Noch immer lastet der Verdacht sie habe was mit dem Mord an Kevin zu tun auf ihr, welcher sich verdichtet nachdem ihr neugeborenes Baby tot im Kinderbett aufgefunden wird...erdrosselt!... Sie kann nicht glauben, dass sie ihr eigenes Kind getötet haben soll, deshalb macht sie sich schließlich selbst daran des Rätsels Lösung zu finden...und entdeckt unglaubliches...
Zu weit ins Detail gehen möchte ich nun auch nicht ;)
Doch soviel sei gesagt, durch ihre Nachforschungen lüftet Jenny nach und nach erschreckende Geheimnisse, die alle mit Erichs Vergangenheit und seiner abnormalen Liebe zu seiner verstorbenen Mutter zusammenhängen...wodurch die ganze Geschichte einen dramatischen Verlauf nimmt. Recht schnell weiß man also wer hinter den Ereignissen steckt, doch bleibt der Roman spannend bis zum Ende, da die Aufdeckung der mysteriösen Vorfälle oft überraschende Wendungen nimmt.
« (( Fazit )) »
Das Buch beginnt ganz klassisch mit einem Prolog, der einer Szene vorweggreift an dem die Stimmmung im Buch umschlägt und man das Gefühl hat der Lösung des Rätsels endlich näher zu kommen. Jedoch verrät er einem grade soviel um einen neugierig auf das Buch zu machen ohne wirklich Auskunft über den Ausgang zugeben. Da ich diesen ersten Teil schon sehr spannend fand, kam ich einfach nicht drumherum dieses Buch zu lesen. Es ist wirklich fesselnd geschrieben und um ganz ehrlich zu sein habe ich es sogar schon mehr als einmal gelesen...wie das eben so bei Lieblingsbüchern ist ;) Ich finde es einfach rundum gelungen, da die Art wie es geschrieben ist einen wirklich an der Geschichte teilhaben lässt und man es nicht ohne Überwindung wieder aus der Hand legen kann, nachdem man einmal mit dem lesen angefangen hat :)
[[« (( Zur Autorin )) »
Im allgemeinen lässt sich sagen, das Mary Higgins Clark zu den erfolgreichsten Autorinnen ihrer Zeit zählt. Ihre ersten Veröffentlichungen waren Kurzgeschichten, die sie an Magazine verkaufte. Sie fing erst im Alter von 46 Jahren (nach dem Tod ihres Mannes) an Bücher und Radioscripts zu schreiben und dies sehr erfolgreich, denn sie gewann im Jahr 2000 den "Grandmaster". Ihr erstes Buch hieß "Wintersturm" (1975) und wurde gleich zum Bestseller...dies sollte genug als Backgroundinfo sein, denn wer sich genauer über die Autorin informieren will kann dies auf der offiziellen Homepage tun :)
http://www.maryhigginsclark.com
« ISB N : 3-453-02437-0 » ...erschienen im Heyne-Verlag. Den Preis kann ich nur noch raten, da das Buch wie gesagt schon sehr alt ist, aber ich denke er beläuft sich auf etwa 6 bis 8 Euro.]]
Auf jeden Fall lesenswert...Jedoch rate ich davon ab, sich vor dem schlafengehen zu sehr darin zu vertiefen ;)
© ChopSuey weiterlesen schließen -
Posie am kalten Kühlschrank von Franz Josef Czernin
07.08.2002, 00:24 Uhr von
9ulle
So nun bin ich also Mitglied im neuen YOPI. Mal sehen, ob sich hier so einiges getan hat....Pro:
Spass beim Morgenkaffee
Kontra:
Nie sind alle Worte da!
Empfehlung:
Nein
Wer hat es nicht schon einmal bei einem Freund gesehen, kleine Folienmagnete mit jeder Menge unterschiedlicher Worte drauf, die auf den langweiligen weissen Kühlschranktüren kleben. Neulich kam meine Freundin mit einem kühlschrankförmigen roten Karton nach Hause, in dem insgesamt 480 Wortmagnete zu finden waren.
Es handelt sich bei diesen Kühlschrankklebern um kleine Magnetfolienstücke, auf denen ganze Worte mit einer Buchstabengrösse von ca. 7 mm abgedruckt sind. Diese lassen sich demnach auch morgens ohne Brille bei Herausnehmen der Kaffeemilch problemlos lesen. Der Wortschatz reicht von den Sachen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel), über die Begriffe des menschlicher Körpenteile, Beschreibung des Wetters, Tageszeiten etc. bis zu jeder Menge Adjektive und Verben, die die obigen Substantive beschreiben. Ergänzt werden diese Worte durch Vorsilben und einzelne Buchstaben, so dass insgesamt ein enormer Wortschatz zu verzeichnen ist.
Mit etwas Fantasie lassen sich so ganze Gedichte für die Liebste an den Kühlschrank zaubern. Hier möchte ich nur ein kurzes Beispiel aus dem Beipackzettel angeben. Die einzelnen Magnettafeln trenne ich mit einem Bindestrich, so dass klar wird, wie dieser Spass funktioniert: AM HIMMEL EIN SONNE-N-HERZ ABER DU SUCHST DEN MOND-EN-SCHMERZ. Hier seht Ihr also, dass der Fantasie wenig Grenzen gesetzt sind. Ergänzen lassen sich diese gelieferten Worte durch selbst geschriebene Worte auf die 12 freien Magnetkarten, die sich ebenfalls in der Box befinden. Auch lässt sich solch eine Folie im Bastelbedarfsladen erwerben, um noch fehlenden Wörter zu ergänzen.
Ich selbst hab nun eine Einkaufsliste und täglich die neuesten Liebesgrüsse an meine Freundin am Kühlschrank hängen. Es macht mir richtig Spass, morgens beim Kaffee noch einen neuen Spruch zu kreieren.
Vertrieben wird die Kühlschrankpoesie im Sanssouci Verlag unter der ISBN 3725411425. Der Preis von 19,90 € finde ich zwar happig, aber wenn man solch ein Geschenk bekommt, freut sich der Mensch.
Viel Spass beim kombinieren und schickt mir mal einen tollen Spruch, den Ihr aus mit der Kühlschrankpoesie ausgedacht habt. weiterlesen schließen -
Auch das Böse liegt soooo nah!
05.07.2002, 21:44 Uhr von
Volker111
Leben und leben lassen! Musik, Literatur und Lebensfreude ist es, was ich liebe. Engagiere mich h...Pro:
Spannung, Dramatik, Psychologie, Lebensweisheit
Kontra:
zu viel Bezug auf vorhergehende Romane
Empfehlung:
Nein
Der Keim des Verderbens Cornwell, Patricia
Vorbemerkung: Diese Buchbesprechung schrieb ich erstmalig am 24.05.2001 für CIAO, danach auch damals für YOPI. Auf dem neuen YOPI habe ich nun meine letzte "Brandherd" zuerst eingestellt. Dies ist also nun die zweite. "Trübe Wasser sind kalt" folgt in Kürze.
Leicht geänderter Ursprungsbericht
Auch auch dieser Roman lebt von den beruflichen Erfahrungen Patricia Cornwells als Gerichtsreporterin und Computerspezialistin in der forensischen Medizin.
Diesmal wird Kay Scarpetta mit einer Leiche ohne Kopf und Gliedmaßen konfrontiert, die zudem bereits von Maden zerfressen ist. In ihrer Aufklärungsarbeit wird sie durch einen seltsamen E-Mail Kontakt verwirrt, denn offenkundig weiß hier jemand wesentlich mehr als er wissen dürfte über die Leiche und den Stand der Ermittlungen.
Doch nicht genug, sie muss sich auch noch mit den Behinderungen eines profilierungssüchtigen Polizeibeamten auseinandersetzen, der zudem vor schwer oder nicht nachweisbaren sexuellen Annäherungen als Druckmittel nicht Halt macht. Später dreht er seinem Vorgesetzten gegenüber den Spieß sogar um und bezichtigt Kay Scarpetta.
Im Laufe der Ermittlungen muss Scapetta von ihrer ersten Vermutung des Zusammenhanges mit einem anderen Serienmörder Abstand nehmen.
Auch in diesem Band werden die kriminalistischen Ermittlungen von Captain Marino geführt. Ihre Nichte Lucy arbeitet immer noch beim FBI und hat ihre Roboter Toto & Co. fertig gestellt. Auch Scarpettas Beziehung zum FBI-Agenten Benton Wesley, der sie durch seinen Heiratsantrag in zusätzliche emotionale Verwirrung stürzt, bereichert den Roman.
Zum Inhalt nur noch so viel, dass diesmal eine etwas unbefangenere logischere, weniger emotionale Denkweise Scarpetta wesentlich früher auf die Spur Deadocs (e-mail Synonym des Täters) hätte führen können oder gar müssen.
2 Indizien, das Erkennen der Viruserkrankung und der Gebrauch eines speziellen Seziermessers weisen doch recht deutlich frühzeitig auf eine Täterschaft aus ihrem eigenen "Bekanntenkreis" hin.
Mehr möchte ich auch diesmal nicht vom Inhaltsablauf vorwegnehmen, um die Spannung nicht zu gefährden.
Was gefällt mir nun speziell an diesem Scarpetta-Band?
Scarpetta muss diesmal erkennen, dass auch sie durch unreflektierte Verhaltensweisen im beruflichen Alltag unfreiwillig zur Eskalation fehlgeleiteter Gefühle beitragen kann.
Durch eigene, zwar menschlich absolut verständliche Unsensibilität entgehen ihr elementare Gefühlsregungen aber auch besondere Fähigkeiten im Bereich ihres beruflichen Umfeldes.
Im Roman (Epilog-Teil) macht sie sich selbst auch dann Vorwürfe, dass es weniger Opfer hätte geben müssen, falls sie nicht etwas verdrängt hätte, was sich schon längst in ihrem Hinterkopf angedeutet hatte. Wesley Benson findet Kraft sie zu trösten und sie seelisch wieder aufzubauen.
Auch dieser Thriller ist absolut spannend, teilweise schrecklich und gleichzeitig von vielen menschlichen Emotionen durchdrängt, die zuweilen die Frage aufkommen lassen, was ein Mensch an Verlusten, Enttäuschungen, Anfeindungen, Selbstvorwürfen ertragen kann. Doch noch hat Scarpetta Wesley Benton, mit dem sie mehr als eine sexuelle Beziehung verbindet.
Wer Dramatik und Spannung mit der Mischung von Liebe und Tod liebt bzw. ertragen kann, kommt auch an diesem Band nicht vorbei, Fans von Kay Scarpetta sowie so nicht!
Nachtrag: In Kürze folgt die dritte Buchbesprechung zu einem der ersten Thriller, "Trübe Wasser sind kalt"
Das Buch kostet aktuell als taschenbuch 9 Euro oder als gebundene Ausgabe 19,95 Euro bei amazon.de. Meine Ausgabe (die gebundene) ist diesmal schon verkauft.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-05 19:44:09 mit dem Titel Kay Scarpetta besser denn je
[ub}Patricia Cornwell "Der blinde Passagier" bzw. Black Notice
•••Vorwort•••
Zum vollen Lesegenuss gelangen wahrscheinlich nur die Kay Scarpetta Fans, welche auch die vorhergehenden Bände möglichst in der richtigen Reihenfolge gelesen haben.
Nur so kann man die Schilderung der persönlichen Entwicklung unserer Heldin verstehen, die psychisch bedingten Verhaltensweisen in ihren Zusammenhängen, ihrer Motivationslage begreifen.
Einen doch sehr großen Raum nimmt in diesem Roman die Aufarbeitung bzw. Verarbeitung eines fast unbeschreiblich schrecklichen Verbrechens ein, dem der langjährige Kollege und Liebhaber Kays zum Opfer fiel, wobei die seelische Beeinträchtigung samt Schuldkomplexen noch dadurch erhöht wird, dass die damalige Täterin eine mehr als persönliche Beziehung zur Nichte und Ersatztochter Lucy hatte, eine Voraussetzung zum Gelingen der Tat.
Ohne all zu viel vorwegzunehmen, zeigt es sich in diesem Band, dass nicht Kay Scarpetta leidend dieses traumatische Geschehen unverarbeitet lebensverneinend auf sich weiter wirken lässt, sondern dass es ihr als Hauptbetroffene trotz allem am besten gelingt, wesentlich besser als Lucy oder Pete Marino, die Vergangenheit zu bewältigen und ein eigenes Leben weiter zu führen.
Bei der letzten Buchbesprechung hatte ich noch befürchtet, dass Kay als Heldin vielleicht ausgedient haben könnte und ihre Nichte Lucy zur Hauptfigur weiterer Romane Patricia Cornwells werden könnte. Doch Kay geht als stärkere Persönlichkeit als je zuvor aus den über die Grenzen normaler Belastbarkeit weit hinausgehenden vielfältigen Konflikte hervor.
Diese unterschiedliche Verarbeitung mit Auswirkungen auch auf das berufliche und private Leben machen einen nicht unerheblichen Anteil des Romans aus, weshalb die davon weitgehend unabhängige Klärung eines Serienmordfalles trotz Dramatik und Grausamkeit zeitweilig in den Hintergrund gerät.
•••Inhaltsstränge•••
Kay Scarpetta untersucht einen mysteriösen Todesfall im Laderaum eines Frachtschiffes.
Blinder Passagier lautet daher der deutsche Titel, Black Notice der besser passende englische, denn beim Toten sind zunächst weder die Identität noch die Todesursache feststellbar, Black Notice eben.
Mit diesem Fall vermischt ist dann eine verdeckte Ermittlung ihrer Nichte Lucy nebst neuer Freundin gegen eine mafiaähnliche Organisation, die fast zu einer weiteren Tragödie führt.
Im Laufe ihrer gerichtsmedizinischen Ermittlungen, diesmal noch ausführlicher und erschreckend anschaulich beschrieben, muss Dr. Kay Scarpetta an mehreren Fronten kämpfen.
Sie muss sich wehren gegen einen hinterhältigen Mobbingversuch mit politischem Ränkespiel um Macht und Einfluss im Polizeiapparat, mit dem Ziel, sie aber auch Marino aus den bisherigen Positionen zu verdrängen. Gleichzeitig benötigt sie aber auch alle ihre Kräfte, die durch eine einflussreiche Familie stark behinderte Aufklärung des Todesfalls im Hafen, dessen Identifizierung letztlich zu einem extrem gefährlichen Serienkiller führt, erfolgreich zu Ende zu führen. Diese Aufklärung wird im Finale noch zu einer unmittelbaren Lebensbedrohung für Kay Scarpetta selbst.
Während dieser an und für sich schon extremen Belastung stellt sich Kay in Paris den Schatten der Vergangenheit und es gelingt ihr auf teils schmerzhafte und auch sehr emotionale Weise sich aus Bentons, ihres ermordeten Liebhabers, Schatten zu lösen.
Für mich sehr positiv geht Kay Scarpetta gestärkt im beruflichen wie privaten Bereich, vor allem aber in einer erstaunlich guten seelischen Verfassung aus allen Konflikten und Beeinträchtigungen einschließlich einer missverständlichen Liebesaffäre hervor.
••• Fazit •••
Was aus Lucy wird, ob ihre Nichte zu sich selbst finden wird, bleibt ungewiss.
Kay Scarpetta jedenfalls scheint ihre persönliche Krise bewältigt zu haben und wird bestimmt als noch unabhängigere selbstbewusste Frau viele spannende Fälle durch "Befragung der Toten" für uns lösen.
Das Buch ist für Kay Scarpetta Neulinge sicher nicht leicht zu lesen und für diese daher auch nur bedingt empfehlenswert.
Für Kay Scarpetta Fans, die sich ja zusätzlich noch auf Patricia Cornwells Homepage www.patricia-cornwell.com gründlich informieren können, ist dieser Roman ein klares Muss.
Die Beschreibung der forensischen Methoden ist wie schon zuvor angedeutet in diesem Roman extrem ausführlich. Daher kann ich diesen Roman auch Lesern mit schwachen Nerven nicht empfehlen. Für mich allerdings ist dieser Roman mit Sicherheit nicht der letzte mit Kay Scarpetta als Heldin gewesen.
Meine gebundene englische Ausgabe, 415 Seiten, stammt aus einem englischen Buchclub vom BCA Verlag, 3. Auflage 2000.
Bei amazon.de kostet die deutsche Ausgabe (August 2001) gebunden 22,50 Euro, gebraucht gibt es die gebundene Ausgabe ab 18 Euro. Eine Hörbuchausgabe auf 5 CDs wird für 30,90 Euro, auf 4 Kassetten für 29,90 Euro angeboten. Ich meine, ein Kauf egal in welcher Erscheinungsform lohnt sich. Viel Spaß beim Lesen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Tweety30, 29.09.2006, 18:52 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
>Sehr hilfreich< …und ein schönes Wochenende wünscht Tweety30! ♥
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Clark, Higgins Mary: Ein Schrei in der Nacht.
09.06.2002, 21:27 Uhr von
liskailonka
Meine Berichte findet man auf vielen Plattformen unter vielen Namen.Pro:
Spannend und dramatisch
Kontra:
Schlaflose Nächte
Empfehlung:
Nein
Dieses Buch sollte man nicht als Bettlektüre nehmen, denn dann ist es mit der Nachtruhe getan; Sie werden dieses Buch, genau wie ich, nicht mehr aus der hand gelegt haben, bis Sie es zu Ende gelesen haben.
Mary Higgins Clark gehört für mich schon seit langem zu den Autorinnen, deren Bücher immer für Spannung und Dramatik garantieren und so wurde ich auch mit diesem Band nicht enttäuscht.
Zum Inhalt möchte ich nicht all zu viel verraten, aber einen kleinen Einblick möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.
Es geht um Jenny, die in einer New Yorker Galerie arbeitet und dort den Künstler Erich Krüger kennenlernt. Schon schnell schwebt sie im siebten Himmel, denn der Maler macht ihr einen Antrag. Nach der Ehe zieht sie mit ihren 2 Töchtern auf seiner Farm in Minnesota. Erst ist sie dort sehr glücklich, aber schon bald fühlt sie sich dort nicht mehr zu Hause; ihr Mann behandelt sie jetzt sehr mißtrauisch und sein Benehmen wird immer seltsamer und sogar unberechenbar. Tagelang verschwindet er irgendwo im tiefen Wald, in seiner Hütte, um dort (angeblich) zu malen. Jenny entdeckt das es Geheimnisse in dieser Familie gibt; was hat es mit der versteckten Schiebetür auf sich? Wer liegt in dem Grab auf dem Hügel? Jennys Besorgnis weicht blanken Entsetzem als es zu einer Reihe seltsame Ereignisse kommt und als es sogar einen Todesfall gibt, entdeckt Jenny das sie in einer Falle getappt ist, aus dem es keine Rettung zu geben scheint.
Soviel zum Inhalt des Romans der sehr ausschmückend und trotzdem nüchtern geschrieben ist. Landschaften werden sehr detailliert beschrieben, so daß man das Gefühl bekommt auch wirklich mal dort gewesen zu sein.
Man sollte schon seine Gedanken dabei haben, wenn man diesen Roman ließt; die Handlungen folgen schnell auf einander und man kann schon mal ein wichtiges Detail überlesen. Interessant ist die Tatsache, daß man bis zum Schluß im ungewissen bleibt über die wirklichen Zusammenhänge hinter der Geschichte und man rätselt immer mit Jenny mit um hinter das schrekliche Geheimnis zu kommen.
An jungere Leser würde ich das Buch nicht unbedingt empfehlen; manche Stellen im Roman sind sehr deutlich beschrieben und können angsterregend auf empfindliche Gemüter wirken.
Über Mary Higgins Clark kann ich noch berichten, daß sie in ihren Romanen immer nur original Schauplätze benutzt und auch in diesem Roman kann man das farnhaus wirklich mal besuchen; es steht unter Denkmalschutz und gehört den Vorfahren ihres Ehemannes Ray Ploetz. Auch die Romanfiguren sind immer so detailliert beschrieben, das sie durchaus im realen Leben vorkommen könnten.
Alles in allem ein sehr spannendes Buch das man unbedingt mal gelesen haben sollte. Weitere Title von Mary Higgins Clark, die ich Ihnen noch empfehlen möchte:
* Wintersturm
* Gnadenfrist
* Wo waren Sie, Dr. Highley?
Ich hoffe Sie werden diesen Roman genauso verschlingen, wie ich es getan habe.
Copyright Ilonka Liska, 2002. weiterlesen schließen
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