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Tests und Erfahrungsberichte
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"Herr der Ringe" bekommt Konkurrenz !!!
22.11.2002, 12:54 Uhr von
IvoryB
28 Jahre alt, egozentrisch, verrückt, trinkfest, zuverlässig, spontan, Kölnerin, immer da wenn ma...5Pro:
s.o.
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Nein
Was tut man in den kalten Wintermonaten am liebsten, entweder macht man es sich mit seinem/r Liebsten zuhause gemütlich, schaut fernsehen oder macht andere Dinge, oder man macht es sich einfach so gemütlich und liest ein gute Buch.
Ich habe die letzte Zeit damit verbracht mich abends in den Schlaf zu lesen. Mein letztes Buch über das ich hier berichte trägt den Titel „Vor der Elfendämmerung“, geschrieben von einem mir völlig unbekannte Autor, nämlich von dem Franzosen Jean-Louis Fetjaine.
Dieses Buch ist Anfang einer Trilogie, es folgen noch „Die Nacht der Elfen“ und „Die Stunde der Elfen“. Ich habe allerdings erst das erste gelesen ...
Kurzer Inhalt:
Es war einmal vor langer Zeit: Elfen, Menschen und Zwerge haben vor langer Zeit den Krieg untereinander beigelegt und gemeinsam die Dämonen, genannt die Tuatha Dê Danann zu bekämpfen. Nach einer zehnjährigen grausamen Schlacht konnte die Invasion der Dämonen, die jenseits der Sümpfe aus den Schwarzen Landen kamen, erfolgreich abgewehrt werden.
Seit dieser Zeit herrscht Frieden. Jedes Volk hat einen König, die von Zeit zu Zeit in Loth tagen, gemeinsame Gesetze bilden und Streitigkeiten vor dem großen Rat entscheiden.
Doch der Friede hat ein abruptes Ende. Der Graue Elf Gael, der Herr der Sumpfelfen, soll den Zwergenkönig Troïn getötet und ein Kettenhemd aus Zwergensilber gestohlen haben und dazu noch das sagenumworbene Schwert von Nudd, genannt Caledfwech, das heilige Schwert, was später den Namen Excalibur tragen wird.
Es wird eine kleine Gruppe zur Aufklärung dieser Schandtat gebildet, für die Elfen wird die Königin Lliane gewählt, die Menschen schicken Ritter Uther und die Zwerge wählen Tsimme, den „Meister der Steine“ aus.
Mit Pagen und dem Barbaren Frehir machen sie sich nach Kab-Bag auf, nicht wissend, dass sie eine Intrige nach der anderen bewältigen müssen, den König Pellehun will die alleinige Macht über das Land und diese Intrigen könnten den Untergang des Rates zur Folge haben. Seine Intrigen seinen auch zu fruchten.
Krieg bricht aus zwischen Elfen und Zwergen, und das Elfenvolk steht vor dem Untergang. Doch Uther und Lliane, die sich trotz ihrer Andersartigkeit immer mehr zueinander hingezogen fühlen, bekommen von dem Zauberer Merlin den Auftrag, ein neues Volk zu gründen ...
"Vor der Elfendämmerung" ist nicht nur ein Fantasy-Roman, sondern gleichwohl auch Krimi und Liebesgeschichte. Die einzelnen Charaktere sind so detailliert beschrieben, dass man jeden einzelnen von ihnen schnell ins Herz schließt.
Ich war einfach fasziniert von dieser Geschichte, ein wunderschönes Märchen in der mythische Welt der Vergangenheit, die sich in ihren Problemen, Grundsätzen und Aufbau jedoch kaum von unserer Welt unterscheidet.
Bevor ich das Buch las wurde mir gesagt, dass Fetjaine ein würdiger Tolkien-Nachfolger ist und seine Bücher der „Herr der Ringe-Trilogie“ in nichts nachstehen und ich wurde nicht enttäuscht, zumindest nicht von dem ersten Buch und ich kann wirklich kaum erwarten die nächsten beiden zu lesen.
„Vor der Elfendämmerung“ bildet wie schon erwähnt den Auftakt zu zwei weiteren Büchern und macht deutlich, dass Fetjaine sich ein hohes Ziel gesteckt hat.
Es sind alle typische notwendigen Bestandteile vorhanden, Zauberei, Wesen der Fantasie und eine weit in die Vergangenheit reichende Historie.
Fetjaine schildert und beschreibt die Reise der einzelnen Teilnehmer so überzeugend, dass die erfundene Welt vor dem inneren Auge des Lesers detailreiche Wirklichkeit wird.
Obwohl von Anfang an klar ist, das Vor der Elfendämmerung eindeutig auf Fortsetzung hin geschrieben wurde, bietet es unglaublich viel eigenständige Geschichten, die nicht nur auf die nächsten Bücher anzielen.
Fetjaine schafft es immer wieder fesselnde Dialoge zu führen und dem Lauf der Ereignisse unerwartete Wendungen zu verpassen.
Ich lese für mein Leben gern Rittergeschichten und die Artus-Saga fasziniert mich immer wieder aufs Neue, daher bin ich hier natürlich voll auf meine Kosten gekommen, denn diese Geschichte liegt noch vor der Geburt Artus.
Das Britannien von Fetjaine ist voll von Elfen, Zwergen, Kobolden, Gnomen und anderen Geschöpfen.
Der Roman ist sehr flüssig zu lesen und begeistert von der ersten zur letzten Seite ohne langatmig zu werden.
Langsam und romantisch kommen sich die wunderschöne Elfenkönigin Lliane und der menschliche Ritter Uther näher (übrigens Vater von Artus! *SMILE*), aus der eine bekannte Hauptfigur der Artus-Sage entsteht, die wohl in der Fortsetzung eine größere Rolle spielt.
Der Geschichte merkt man überhaupt nicht an, das sie diese bekannte Sage erzählt. Erst gegen Ende, aber darüber schweige ich mich aus ... erkennt man worauf die Geschichte hinausläuft.
"Vor der Elfendämmerung" ist einfach ein fabelhaftes Buch, eine tolle Einführung in die Sage um das Schwert Excalibur und es wird mehr als nur gezeigt, dass nicht nur Menschen daran beteiligt waren.
Ich kann dieses Buch wirklich nur wärmstens weiterempfehlen, ein paar Mal stand ich davor und habe ich nicht gekauft, denn den Preis von EUR 15,50 fand ich selbst für ein gutes Buch zu happig.
Letztendlich habe ich es aber doch mitgenommen.
Das Buch ist nicht gebunden, sondern in einer festen Kartonform.
Solltet ihr darüber nachdenken es Euch zuzulegen achtet bitte darauf, dass das Buch wirklich gut verarbeitet ist, denn bei mir haben sich bereits nach den ersten 5 Seiten die ersten Seiten gelockert. Es war einfach nicht gut geleimt, ist ziemlich ärgerlich ... ich hoffe das ein Buchladen mir die Seite wieder einkleben kann.
Test: Klappt es einfach weit auf und blättert ein wenig sollten sich da bereits Seiten lösen, nimmt das nächste!! Vielleicht habe ich aber auch das einzige, dass schlecht verarbeitet war, denn rein von er Optik macht es eigentlich viel her!
Danke fürs Lesen und Kommentieren,
Eure elfensüchtige Ivory weiterlesen schließen -
"Drillinge" durchs Klonen
16.10.2002, 12:40 Uhr von
miraone
Ich bin 23, Mutter von zwei Kids, die ich über Alles liebe, und ich bin seit eineinhalb Jahren gl...Pro:
packend, spannend, interessant
Kontra:
gibts nicht
Empfehlung:
Nein
Ja, schon wieder ein Buchbericht von mir. Bin halt ne „Leseratte“, die gute Romane liebt. Das heutige Buch, von dem ich erzählen möchte, heißt „Der dritte Zwilling“. Mit über 500 Seiten ist es ein recht langer Roman, was mich aber nicht abschreckte, es zu lesen. Enttäuscht wurde ich jedenfalls nicht von dem Buch, welches Ken Follett geschrieben hat.
Story
*****
Dr. Jeannie Ferrami ist Wissenschaftlerin und arbeitet an einer Studie über Vererbbarkeit. Dort dreht es sich um Kriminalität und ob diese vererbbar ist. Sie untersucht hierbei Zwillingspaare die unter verschiedenen Lebensbedingungen aufwuchsen, welche sie über ein Computerprogramm, das z.B. FBI-Daten durchsucht und DNA vergleicht, findet. So lernt sie Steve Logan kennen, der Jurastudent ist. Dessen Bruder, der für Steve bisher unbekannt war, sitzt wegen Kapitalverbrechens im Knast. Aber die Mutter von Steve behauptet nur ein Kind auf die Welt gebracht zu haben. Wie geht das?
Dann wird auch Steven verdächtigt ein Verbrechen begangen zu haben an der besten Freundin von Jeannie. Er wird als mutmaßlicher Brandstifter und Vergewaltiger verhaftet und Jeannie ist entsetzt. Sie versucht alles um seine Unschuld zu beweisen, weil sie das nicht glauben kann und stößt dabei auf Geheimnisse ihres Arbeitgebers „Genetico“. Genetico soll früher an illegalen Klonversuchen beteiligt gewesen sein. Im Auftrag von der Armee sollten sie den perfekten Soldaten produzieren: stark, blond, gutaussehend, aggressiv. Geklonte Embryos wurden mehreren Frauen bei einer „Hormonbehandlung“ eingepflanzt. Ist sein Zwillingsbruder gar nicht sein richtiger Bruder, sondern nur ein Klon?
Als Genetico herausfindet, das Jeannie etwas weiß bekommen sie Angst. ...
Autor
*****
Sein erstes Buch hat er mit 27 Jahren geschrieben, „Eye of the Needle“ war der Originaltitel und es wurde ein internationaler Bestseller, der auch verfilmt wurde. Er arbeitete als Zeitungsreporter, bevor er als Autor den Durchbruch schaffte. Heute lebt Ken Follet mit seiner Familie in London und Stevenage und hat viele erfolgreiche Romane geschrieben, die mit dem Orginaltitel hießen: The Mondigliani Scandal, Paper Money, Eye of the Needle, Triple, The Key to Rebecca, The Man from St Petersburg, On wings of Eagles, Lie down with Lions, The Pillars of the Earth, Night over Water, A dangerous Fortune, A Place called Freedom, The Third Twin und The Hammer of Eden.
Fazit
****
Am besten Ihr lest das Buch selber, dann erfahrt ihr die ganze Geschichte. Die Handlung spielt in einem Zeitraum von einer Woche, wobei ein Tag gleich ein Kapitel ist. Das Thema, um das es in dem Roman geht, ist Realitätsnah und auch relativ aktuell. Denn wenn wir jetzt schon unsere Haustiere klonen, sind bestimmt auch die Menschen an der Reihe, ob das nun verboten ist oder nicht. Meiner Meinung nach.
Das Buch liest sich leicht und flüssig. Hat man erst mal mit dem Buch angefangen, kann man es nur schwer aus den Händen legen. Dieser Roman ist total spannend und lebendig geschrieben, dass man manchmal denken könnte, man befinde sich mittendrin im Geschehen. Der Humor und auch die Erotik kommen auch nicht zu kurz. Ein gut gewürztes Buch von Ken Follett, kann ich nur sagen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und kann es nur empfehlen.
Gekostet hat mir das Buch 10,95 Euro gekostet und gekauft habe ich es im Weltbild-Verlag. Es hat 544 Seiten und ist 13 x 21 cm groß.
Einen schönen Leseabend wünscht Euch miraone. weiterlesen schließen -
Walter Faber - das Leben eines schweizer Ingenieur
Pro:
sehr gute Story
Kontra:
--
Empfehlung:
Nein
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
Nach langer Pause habe ich wieder einen Bericht für euch und zwar über das Buch “Homo Faber” von Max Frisch.
Inhalt:
“Homo Faber” wird der Schweizer Ingenieur Walter Faber beziehungsreich genannt, dem dieser erzählte Bericht in den Mund gelegt ist. Faber ist die vollkommene Verkörperung der technischen Existenz, die sich vor dem Zufall und dem Schicksal sicher glaubt. Dieser Faber, der das fünfzigste Lebensjahr schon überschritten hat stößt systematisch mit der außertechnischen Welt, dem Irrationalen, zusammen. Er bleibt davon zunächst unerschüttert: die Notlandung seines Flugzeuges in der Wüste, der Selbstmord seines ehemaligen besten Freundes im Dschungel von Mexiko - das bringt sein rational zentriertes Weltbild nicht ins Schwanken. Ernsthaft ist es erst bedroht, als Faber durch die Ereignisse zu einem Rechenschaftsbericht über seine Vergangenheit gezwungen wird. Ein junges Mädchen verliebt sich in ihn. Es stellt sich heraus, dass es seine eigene Tochter ist, von deren Existenz er nichts gewusst hat. Hineingezogen in das Stärkste, was das menschliche Leben an irrationalen Einbrüchen zu bieten hat, bricht sein frohgemuter Rationalismus zusammen. Faber sieht sein verfehltes Leben und nimmt den Tod in seine Welt auf.
Erscheinung: 1957.
Über den Autor:
Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, starb dort am 4. April 1991.
Schweizer Schriftsteller, Urspr. Architekt
Seine Romane ›Stiller‹ (1954), ›Homo faber‹ (1957) und ›Mein Name sei Gantenbein‹ (1964) beschäftigen sich außer mit den Fragen nach Schuld, Macht und Gerechtigkeit mit dem Problem der Identität, der Freiheit, sich nicht anders verhalten zu können, und dem Ausbruch aus den Klischees vorgezeichneter Abläufe. Seine zunächst von Brecht beeinflußten Dramen ›Andorra‹ (1961), ›Herr Biedermann und die Brandstifter‹ (Hsp., 1956; Dr., 1958) behandeln, oft gleichnishaft, Gegenwartsprobleme. Die Spätwerke zeigen Alters- und Todesbewußtsein. In seinen Tagebüchern sind seine Werke vielfach vorkonzipiert.
Meine Meinung:
Am Ende des letzten Schuljahres stellte unsere Deutschlehrerin ihr Lieblingsbuch vor, welches den Titel “Homo Faber” trug. Ich war sehr fasziniert an der Geschichte und als ich dann den gleichnamigen Film dazu gesehen habe, war ich vollkommen von Max Frisch und seinem Werk überzeugt. Nun habe ich mir vor kurzem das Buch ausgeliehen und es gelesen.
Mir hat am besten gefallen, dass ein rational denkender und von der Naturwissenschaft total überzeugter Mann sich durch ein sehr viel jüngeres weibliches Wesen die Liebe zeigen lässt, wie sich sein Leben innerhalb kürzester Zeit drastisch verändert. Das Buch gehört jetzt zu einem meiner Liebsten und ist wirklich jedem zu empfehlen! Schnuppert einfach mal rein!
In diesem Sinne euer Äpfelchen ;) weiterlesen schließen -
*Ken Follet - Die Pfeiler der Macht* Die Sucht des Follets
Pro:
siehe Text
Kontra:
siehe Text
Empfehlung:
Nein
Nun komme ich mal zu einem Buch, das mich wie alle anderen Werke von Ken Follet fesselt. Es bindet mich auf das Sofa, und zwingt mich, es in einer Woche durchzulesen.
Die Pfeiler der Macht.
Im groben handelt das Buch von dem Leben der Familie Pilaster, die im Bankwesen von London tätig sind, und ständig nach Macht, Geld und Ruhm streben.
Vorerst noch etwas zur Situation in der Familie Pilaster:
Edward ist der Liebling von Augusta Pilaster, seiner Mutter, die ihn hätschelt und tätschelt und alles für ihn tut. Dabei ist Edward ein unfähiger Bankier,
Augusta aber will dies nicht einsehen.
Hugh ist das schwarze Schaf der Familie, da sein Vater Eigenständig geworden war, aber Bankrott ging und sich aufängte. Daher hat er einen schlechten Ruf und es herrschen Vorurteile gegen ihn, gegen die er immer kämpfen muss. Aber er ist sehr klug und sehr geschickt im Bankgeschäft.
Augusta ist eine Betrügerin und einfach nur Böse. Sie tut alles, um ungeliebten Personen zu schaden, und ihrem Mann und Edward in der Karriere zu helfen. Dabei kommt ihr Hugh immer in die Quere, den sie versucht, unschädig zu machen.
Joseph Pilaster ist der Mann von Augusta und tut alles, was sie sagt. Er ist eine Marionette.
Micky Miranda gehört zwar nicht zur Familie, aber Augusta nimmt ihn in ihrem Haus auf, da sie glaubt, Edward hätte peter umgebracht, und Micky ihn durch Lügen gerettet. Er erledigt "Aufträge" für sie, wenn wieder Leuten geschadet werden soll, oder sogar Mord.
Das Buch fängt wie jeder der Buch von Follet mit einem Epilog an, der praktisch kaum etwas mit dem weiteren Verlauf zu tun hat, bis darauf, dass manche Personen wiedervorkommen und das Ereignis immer wieder im Buch auftaucht, und zu Wendungen und Überraschungen führt. Man schreibt das Jahr 1866. In diesem Fall ist es ein Mord an einem Schuljungen namens Peter, der im Baggersee ertränkt wurde.
Im Baggersee waren zur gleichen Zeit Edward Pilaster, Hugh Pilaster und Micky Miranda. Ausserdem noch ein unbekannter Junge, der kaum eine Rolle spielt.
Der Mord wird bekannt, und eine Ermittlung fängt an.
Dabei helfen sich Micky und Edward mit lügen aus der Patsche, denn Micky hat ihn ertränkt.
Edwards Mutter jedoch, erzählt er, Edward hätte ihn umgebracht, und Edward glaubt dies auch, da er Mickys Mord nicht mitbekommen hat, denn Edward tauchte ihn zuerst unter, verschwand danach aber. Daher dachte er, er wäre der Mörder.
Dann folgt ein Sprung in den Mai des Jahres 1873.
Mickys Vater braucht eine Waffenlieferung für seine Provinz in Cordoba, da er seine Macht ausbauen will.
Micky muss alles tun um dies zu ermöglichen, da er sonst umgebracht wird.
Aber zur Zeit ist ein gewisser Seth Pilaster Chef der Bank, und dieser lehnt Waffenhandel ab. Also muss Micky ihn wegbekommen. Er tötet Seth und dadurch wird Samuel ( durch Augustas Intrigen und Machtausspielung ) und das Geschäft klappt.
Soviel erstmal zur Story. Das waren erst rund 150 Seiten. Höchstens. Anschliessend spielt der Mord an Peter eine immer größere Rolle. Denn Micky muss den Mord immer vertuschen und bekommt Probleme, da sein Vater immer mehr will. Und so manche Ehefrauen machen ihm auch das Leben schwer.
Alles spielt sich in den Höheren Schichten ab, und da gilt es, seinen Ruf zu bewahren. Aber Augusta hat immer ihre Finger im Spiel. Und besonders schlimm wird es, wenn Leute, die sie hasst, etwas schlimmes tun, sagen oder eine Frau aus der Unterschicht heiraten.
Die Liebe kommt dabei auch nicht zu kurz. Es wird immer sehr dramatisch, wenn sich jemand verliebt, z.B. in eine Frau der Unterschicht, und das jemand gar nicht gerne sieht. Dann wird gemogelt, betrogen und gelogen. Besonders von Augusta.
Follet schreibt praktisch über das Leben der Familie Pilaster und ihre Bank. Er schreibt das Leben selbst. Alle möglichen Probleme und Ereignisse werden beschrieben und schön ausgeschmückt. Auch der Sex wird "beschrieben".
Fazit: Dieses Buch muss man haben. Wie auch alle anderen Bücher. Ich war gefesselt. Man kann nicht mehr loslassen. Testen sie es.
Am Anfang klingt alles etwas schwierig, jedoch bald versteht man alles, und durchlebt alles, was auch die Charaktere erleben und durchmachen.
Dabei hat jeder seinen Liebling.
Ich hoffe, dieser Einblick hat euch geholfen. Es ist sehr schwierig, über dieses Komplexe Buch zu schreiben. Denn alles ist so verstrickt. Es kann gut sein, dass ich etwas vergessen hab. Denn es gibt so viele wichtige Einzelheiten und und und ...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-26 15:22:25 mit dem Titel *Ken Follet - Die Kinder von Eden* Der moderne Terorrismus
Nun komme ich mal zu einem weiteren Buch von Ken Follet, einem Meisterautor. Seine Bücher lassen einen nicht mehr los.
Aber erstmal zum Buch: Im groben geht es darum, dass eine Hippie Kommune ihr Land retten will, da ihr Tal geflutet werden soll. Und das wollen sie mit brutalen Mitteln durchsetzen. Erdbeben. Und zwar mit einem Seismographischem Fahrzeug ( oder ähnlichem )
Die ganze Story: Man setzt mitten beim Raub des LKWs ein. Priest, der Anführer der Kommune, klaut ihn und bringt ihn ins Tal. Sie setzen eine Drohung ins Netz, mit der Frist von 4 Wochen, dass bis dahin das Staudamm Projekt abgebrochen sein soll.
Aber die Regierung bemerkt dies erst 1 Woche vorher. Man beschliesst, den Fall zu ignorieren. Jedoch am nach Ablauf der Frist ereignet sich ein Erdbeben. Noch ein kleines, aber gefährlich.
Nur ein Zufall, oder haben die Hippies die Drohung wahrgemacht?
Nach dem Erdbeben kommt eine neue Frist. 1 Woche nur noch.
Das FBI beschliesst, die Agentin Judy Maddoxx mit dem Fall zu beauftragen. Zuerst hat sie keine Spur, denn keiner kennt die Kommune.
Indessen plant Priest einen Anschalg auf eine Stadt. Jedoch sträuben sich Leute aus der Kommune dagegen.
Wird Madoxx den Terror stoppen können? Und machen die "Kinder von Eden", wie sich die Kommune nennt, ihre Drohung wahr?
Lest das Buch am besten selbst. Man bekommt einen guten Einblick in das FBI und vorallem, in die Gefühle der Kommunenbewohner, die meist arm, ausgestossen und vorbestraft sind.
Follet schreibt über alles, was auch dir und mir im Leben passiert. Über Glück, Sex, Liebe, Mord und das alles mit viel viel Stil, Spannung und einem Etwas, was ich nicht beschreiben kann. Follets Bücher fesseln. Ich denke, das kann jeder Follet Leser bestätigen. Man muss immer mehr lesen, immer mehr erfhren. Wie geht es weiter? Oft merke ich um 4 Uhr nachts, dass ich immer noch lese.
Fazit: Das muss man haben. Es ist das Leben selbst mit viel Spannung, Liebe und Action. Das darf man sich nicht entgehen lassen. Sind sie jedoch neueinsteiger, sollten sie zuerst "Die Säulen der Erde" oder die "Pfeiler der Macht" lesen.
Also, kauft euch das Buch und alle anderen Bücher. weiterlesen schließen -
Gehasst, verdammt, vergöttert
20.09.2002, 11:50 Uhr von
traxdata
In deinen unschuldigen Augen funkelt die Glut des Unheils, dein Leib und deine Seele gehören dir ...Pro:
Sehr gute Auseinandersetzung mit dem Thema
Kontra:
... so das drumherrum
Empfehlung:
Nein
Hallo,
wie einige von euch sicher wissen bin ich Fan einer wohl sehr umstrittenen Band, nämlich den Böhsen Onkelz. Heute soll es wieder einmal um ein Werk gehen, das sich mit dieser Band beschäftigt. Es ist diesmal keine CD, sondern mal ein Buch. Das Buch ist nicht von den Onkelz oder einem Beauftragten der Band geschrieben worden, was eine recht objektive Wertung sicherstellen soll. Nun aber erst einmal zum Titel, der sich
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Buch der Erinnerungen
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Geschrieben wurde das Buch von Klaus Farin. Zuerst ein paar Worte zum Autor bevor ich zum eigentlichen Buch kommen möchte. So ist Klaus Farin 1958 in Gelsenkirchen geboren. Er selber ist Journalist und beschäftigte sich schon früh mit Jugendkulturen. Er machte dabei nicht halt vor besonders brisanten Themen, Hooligans. Seine Recherchen waren in der Regel objektiv und so genießt der Autor einen sehr guten Ruf. Seit 1998 leitet er das Berliner Jugendarchiv. So nun aber genug zum Autor und nun möchte ich auch zum Buch kommen.
Nicht wie der Titel vermuten würde geht es eigentlich nicht um die Band selber, sondern im Vordergrund stehen die Fans der Band. Ja die Band selber hat schon mit vielen Vorurteilen zu kämpfen gehabt und immer noch zu kämpfen. So ging und geht es den Fans auch. Es soll in dem Buch vor allem mit dem Vorurteil aufgeräumt werden, das alle Onkelz Fans rechtsradikal und hirnlose Schläger sind. So also das Ziel und wie hat es der Autor erreichen wollen ?
Er ist zu den Fans gegangen und hat sie Interviews mit ihnen durchgeführt. Dabei kommen Fans aus allen Gesellschaftsschichten zu Wort. Darunter sind Studenten, Arbeiter und auch die Gruppe von Leuten, den vorgeworfen wird „rechts“ zu sein. Farin wäre kein Journalist, wenn er diese Aussagen nicht kritisch hinter fragen und so auswerten würde. Nach meiner Meinung gelingt dem Autor es sehr gut sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Nach meiner Meinung ist es einzigartig sich so mit den Fans einer Band auseinanderzusetzen, also mir ist jedenfalls zu einer anderen Band kein ähnliches Werk bekannt.
Das Lesen des Buchen kann schon etwas schwer fallen, denn wie schon erwähnt besteht es aus Fragmenten der Biografie der Band und Interviews mit en Fans. So kann man schnell den Faden verlieren. Das ist allerdings nicht anders möglich, denn es wird ja versucht die Entwicklung er Band und die Entwicklung der Fans zu vergleichen. Illustriert wurde das Buch mit zahlreichen Bildern. Darunter sind Bilder der Band aus frühen Jahren und natürlich Bilder der Fans, um die es ja schliesslich gehen soll. Das Cover ist nicht so sonderlich schön, aber ich kann damit leben. Die zusammen geschnittenen Bilder des Cover machen auf mich irgendwie den Eindruck von gewollt und nicht gekonnt, was aber dem Inhalt nicht weiter schadet. Weiter finde ich es bedauerlich, das es nicht möglich war, das man das Buch in ein Hardcover zu packen. So muß man schon sehr vorsichtig sein, um nicht gleich schon beim ersten Lesen Gebrauchsspuren zu erzeugen.
Als kleinen Bonus gibt es am Ende des Buches, noch eine sehr große Discographie, die wohl eine der vollständigsten Bootleglisten (wenn es so etwas überhaupt geben kann) enthält und noch einige Coverbands erwähnt.
Erschienen ist das Buch im
Archiv der Jugendkulturen e.V.
Fidicinstraße 3
10965 Berlin
ISBN: 3-933773-12-x
Fazit
****
Wenn es auch schwer ist ein Fazit zu schreiben versuche ich das einmal. So ist das Buch wohl ein sehr gelungenes Werk ohne den Anspruch auf Vollständigkeit. Sicher gibt es auch hier Lücken was wohl auch nicht weiter verwunderlich ist, denn die Böhsen Onkelz sind ja wie schon meine Einleitung sagte immer noch umstritten, nur gibt es mir zu denken das in letzter Zeit so gut wie jedes Album von denen wenigstens unter den Top 10 zu finden ist. (Es lebe die Doppelmoral ;-)). Also zum Abschluss möchte ich sagen das Farin die Gradwanderung zwischen Vorteilen und Tatsachen gelungen ist. Also ich kann das Buch nur empfehlen.
Einen kleinen Tip noch zum Schluss, wenn es sich jemand zulegen möchte. Man kann das Buch bei Amazon gebraucht kaufen, was mal eben so 7 – 9 Euro spart. Ansonsten ist man mit 15 Euro für ein neues Exemplar dabei.
So ein Satz noch, sollte ich etwas vergessen haben, so schreibt doch nen Kommentar.
CU
Traxdata weiterlesen schließen -
Von Rauchen über Kiffen bis hin zu Heroin
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlung:
Nein
Heute möchte ich einen Bericht über ein Buch schreiben – ein Buch, das mich sehr bewegt hat und mich sehr nachdenklich gestimmt hat: „Die Kinder vom Bahnhof Zoo“!
Ich bekam dieses Buch von meiner Tante zu meinem 14. Geburtstag geschenkt. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich am Anfang eigentlich nicht darüber gefreut, da ich sowieso nicht so gerne lese. Dieses Buch hat mich aber – nach langjähriger Abstinenz – wieder auf den Geschmack gebracht...doch nun zum Buch.
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Daten
- Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
- Seiten: 324
- ISBN 3570023915
- Verlag: Gruner + Jahn Verlag
- Preis: ca. 6,9 €
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Das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ berichtet über ein junges Mädchen und schildert ihre Erlebnisse in der Berliner Drogenszene...
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Inhalt
Ende der 70er zieht Christiane F. von einem kleinen Dorf nach Berlin. Dort zog es die Eltern vor allem aus beruflichen Gründen hin, sie wollten eine Ehevermittlungsagentur aufbauen. Leider klappt das nicht so, wie sich die Eltern das vor gestellt hatten und so musste die ganze Familie aus finanziellen Gründen (Eltern, Christiane und ihre Schwester) in ein trostloses Hochhausviertel ziehen. Dort herrscht eine sehr anonyme Atmosphäre unter den Bewohnern und alles wirkt kalt. Die Mutter arbeitet den ganzen Tag und ist kaum zu Hause, hat keine Zeit um sich um ihre Tochter zu kümmern und der arbeitslose Vater lässt abends seinen Frust mit Schlägen an die eigene Familie ab. Als Christiane 12 Jahre alt war, kommt es zur Scheidung zwischen ihren Eltern.
Um in der Schule akzeptiert zu werden, fängt sie an zu Rauchen und findet die falschen Freunde. Mit denen unternimmt sie immer öfter etwas und hängt immer mehr ab. Sie schwänzt die Schule und ist fast den ganzen Tag in einem evangelischen Jugendheim, wo sie auch bald den ersten Kontakt mit Drogen hat. Mit ihren vermeintlichen Freunden nimmt sie Haschisch und das fast täglich. Sie fühlt sich in dieser Zeit sehr anerkannt und findet auch Gefallen an einem der Jungen in ihrer Clique. Bald ist es ihr in dieser Gruppe nicht mehr cool genug und sie gerät schließlich in die Berliner Heroinszene. Durch falsche Bekanntschaften kommt sie an das Heroin und nimmt es anfangs erst ab und zu. Später wird sie abhängig und konsumiert es fast täglich. Das Taschengeld und Schnorren auf der Straße reicht natürlich nicht mehr um die Drogen zu finanzieren, die logische Konsequenz ist der Babystrich. Von Tag zu Tag rutscht sie mehr in die Szene rein.
Mit ihrem Freud Detlef, der auch heroinsüchtig ist erlebt sie ständige Berg und Talfahrten und für sie ist ihr Leben nur noch ein einziger Rausch. Zu Hause ist sie kaum noch, sie lügt ihre Mutter ständig an. Nach zwei Jahren bekommt die Mutter durch Zufall erst mit, dass die Tochter heroinsüchtig ist. Zahlreiche Entzüge und Therapien helfen nichts, Christiane zog es immer wieder zum Bahnhof Zoo. Bei einer Flucht aus einer Therapieanstalt wird sie von der Polizei geschnappt und die Mutter zieht ihre letzte Karte: Christiame fliegt sofort zu Bekannten nach Westdeutschland, wo sie endgültig von der Droge wegkommen soll. Diese Gegend ähnelt eher der, wo Christiane als 6-Jährige lebte, es war eine Kleinstadt...
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Inhalt des Buches
- Vorwort eines Mediziners
- Auszüge aus der Anklageschrift und dem Urteil gegen Christiane F.
- der Hauptteil des Buches: Dokumentationsbericht (geschrieben in der Ich-Form), die Dokumentation wird unterbrochen von Kommentaren der handelnden Personen (z.B. Mutter, Psychologen,...)
- Fotoserie, in der Bilder von handelnden sind oder Schauplätze, die in dem Buch vorgekommen sind (insgesamt 32 Seiten)
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Gedanken
Ich hatte das Buch bereits nach 2 einhalb Tagen ausgelesen, für mich ist das schon eine ganz akzeptable Zeit. Die Ereignisse haben mich einfach nur gefesselt, ich wollte immer wissen wie es weitergeht. Was ich besonders gut finde ist, dass es das Leben einer Drogenabhängigen ganz genau widerspiegelt und auch kein Blatt vor den Mund genommen wird und so auch (fast) alle Details beschrieben werden.
Nach dem Lesen des Buches kamen mir viele Gedanken. Wie hätte die Sache verhindert werden können? Wer war eigentlich Schuld daran? Und noch viele andere. Ich denke jede Klasse sollte das Buch einmal im Unterricht durchnehmen, damit Jugendliche schon früh gewarnt werden und gar nicht erst „nur mal so probieren“.
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Fazit
Das Buch lebt vor allem durch seine Dramatik und Spannung, vor allem die direkte Art von Christiane F. fällt auf. Durch die Originalbilder kann man sich die handelnden Personen viel besser vorstellen.
Das Buch sollte ein Fingerzeig an alle Jugendlichen sein, die den schmalen Grat zwischen leichten und harten Drogen unterschätzen und an die Gesellschaft, die solchen Drogenabhängigen (fast nur) Ignoranz entgegenbringt...
Insgesamt vergebe ich ein gutes "gut"!
Greetz keule weiterlesen schließen -
Fitz Lisa - Flügel wachsen nach
Pro:
Vergnügungseinheiten ca. 300
Kontra:
Kritikeinheiten ca. 1
Empfehlung:
Nein
Lisa Fitz, bayerisches Urgestein der Kabarettisten, nach Dieter Hildebrandt eine meiner Lieblingskabarettisten quasi das weibliche Gegenstück zu Dieter, nachdem ich die Bücher zu den Programmen "Die heilige Hur" und "Heil!" gelesen hatte, war dieser "Antifrauenroman" die perfekte Ergänzung. Während Hildebrandt die politische Botschaft über die Satire transportiert, bringt Lisa über diesen Weg eher eine emotionale Botschaft an den Mann ( oder die Frau ). Vielleicht ist das der einzige Weg einem Mann die Denkweise ( oder Handlungsweise ) einer Frau nahezubringen.
1.] Handlung
2.] Bemerkungen zum Buch
3.] Das Buch
4.] Der Autor
5.] Links
6.] Fazit
1.] Handlung
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Ich versuche hier, in einer Art Nacherzählung, dem geneigten Leser den Stil des Autors zu vermitteln. Ich versuche in wenigen Zeilen die Stimmung des Buches zu vermitteln, nicht objektiv analytisch zu werden, sondern subjektiv dem Leser Stimmung des Buches zu vermitteln.
Die seltsame Grammatik im Text ist dem Stil von Lisa Fitz nachempfunden.
Lena Lustig , hat eine ziemlich "normale Kindheit "; da gibt es keine Traumen oder sonst welche psychologischen Geschichten. Die Jungfräulichkeit ist auch Ruck Zuck und ziemlich unspektakulär weg. Schließlich war sie ja mit dem Hannes über ein halbes Jahr zusammen, aber irgendwann wurde er Lena doch zu langweilig weil er erstens zur Bundeswehr mußte und zweitens nicht gerafft hat wie man eine Frau zum Orgasmus bringt.
Lena wird dann irgendwann aus Versehen berühmt, weil, sie hat kein Pferd und ein Abitur hat sie auch nicht. Also sagt sie sich: kein Pferd, kein Abitur, also muß ich halt berühmt werden! Mit 21ist sie dann, so aus Versehen, berühmt geworden. Bis dahin hatte sie schon eine Schauspielschule absolviert. Jedenfalls ist sie von ihrem Vater für eine bayrische Volksmusiksendung empfohlen worden, sie hat die Trachtler angesagt mit ihren saudummen Liedern und ist, die meiste Zeit, neben sich gestanden.
Von 20 bis 30war sie dann hauptsächlich berühmt, aber doch nicht mit dem was sie eigentlich konnte, und Gott sei Dank ist sie aus den Klauen des Volkes immer wieder herausgekommen bis die gemerkt haben das die Lena auch was anderes kann als Deppen von der Volksmusik ansagen. Und dann hat sie 'halt eigene Lieder geschrieben und Theater hat sie später auch gespielt. In diesen Jahren hat sie auch viele Männer kennengelernt, weil, sie hat ja auch viel Liebe gebraucht, aber sie hat sich immer nach jemandem gesehnt der ihr die "Form gibt" gewissermaßen. Und da kommt Yanni, der ist ein " Perser ein ganz Perverser":
Zitat: ( Lena oder Lisa kann das viel besser als ich ) :>> Und da ist mir der Yanni begegnet . Genau zur richtigen Zeit. Der Yanni ist ein drahtiger, zäher Kerl, der fabuliert das Unmögliche aus dem Äther ins Mögliche hinein. Es ist immer alles zur Hälfte esoterisch und zur andern bayrisch. Wir haben sofort geheiratet, nach sieben Tagen.<<
Aber, wie im richtigen Leben , funktioniert die Partnerschaft zwischen solch idealen Partnern natürlich nicht, immerhin übernimmt Yanni nach achtjähriger Ehe, und einiger unschöner Szenen auch das ganze Management und die Tournee-Agentur.
Ihr erstes, wirklich selbst geschriebenes Programm, wird ein absoluter Erfolg und Lena ist glücklich dass sie nun das machen kann was sie immer schon wollte. Es könnte alles so schön sein wäre da nicht Simon der Porschefahrer.
Simon, wer ist eigentlich Simon? Aber lassen wir Lena einmal erzählen: ( Zitat stammt aus Heil!, weil der Porschefahrer dort am besten beschrieben wird ) :
>> Und mitten in diesem frauenbewegten Leben, Ende 30. lauft mir so ein porschefahrendes Arschloch über den Weg! Mir! Mit nackenlanger Fönfrisur, Muskeln und Goldketterl. Traum aller Küchenhilfen. Anfang 30, sattes Alter. Und natürlich war er verheiratet – uuunglücklich, versteht sich. Mit einer sauberen netten, kleinen Frau – in einem netten, kleinen Haus. Aber Uunglücklich. Natürlich. Außen Django- innen Vollkasko. <<
Der Typ sollte ja nur ein Zeitvertreib für Lena werden, aber er schleimt sie in „Grund und Boden“ und behauptet Lena wäre die Liebe seines Lebens, was Lena natürlich völlig einsieht. Es kommt wie es kommen muss; Lena verliebt sich in den Typ und das Drama beginnt.
Erst will er seine Frau verlassen und dann wieder doch nicht und außer einem guten Coitus bringen die beiden nichts auf die Reihe. So langsam beginnt nun auch Simon zu leiden weil er nicht mehr vor und nicht mehr zurück kann. So langsam begreift Lena wie man zum Masochisten wird => das ist tägliches Training.
Emanzipierte Power-Frau und gefönter Poschefahrer die versuchen eine Beziehung auf die Beine zu stellen wie man sich so etwas vorzustellen hat das kann man in Lisas Buch nachlesen.
2.] Bemerkungen zum Buch
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Stil
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Deftig und heftig, Lisa Fitz nimmt wirklich kein Blatt vor den Mund. Doch die Obzönitäten die Lisa da ablässt gehören einfach zur Figur der Lena Lustig und machen irgendwie auch den Reiz des Romans aus. Natürlich wird hier bewusst provoziert aber auf herrlich ironische Weise.
Lena = Lisa
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Dieser Roman ist eindeutig aus dem Leben der Autorin erzählt, da beißt die Maus keinen Faden ab.! Wer das Programm von Heill! kennt, der kennt auch den " geföhnten Porschefahrer mit Goldkettchen ". Lena ( Lisa ) bringt in diesem Roman, Männern endlich einmal Verständnis für die Gefühlswelt einer Frau bei indem sie sich der Sprache eben dieser Männer bedient.
Sprachgewalt
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Ja dieses Wort trifft auf die Formulierungen von Lisa zu. Da werden Sachverhalte absolut treffend parodiert, da trifft wirklich jedes Wort ins Schwarze und mit einer Leichtigkeit die einem sprachlos zurücklässt. Woher das kommt erklärt uns Lena in ihrem Buch. Wie gesagt Lena = Lisa, wer sich wirklich für die Künstlerin interessiert dem verrät sie auch einiges über sich selbst:
Zitat: >> Ich kann schlechte Texte nicht leiden. Ich mag es nicht, wenn jemand Worte absondert, weil er Geld riecht oder nur ein Gerippe für die Musik braucht. Ich liebe Sprache, ich ringe mit ihr, und oft suche ich stundenlang nach einem treffenden, dem einzig richtigen Ausdruck für ein Gefühl.<<
Auch etwas was mich an Lisa Fitz fasziniert, diese scheinbare Ungeschliffenheit der Sprache, mit dem starken niederbayrischen Akzent und jede Pointe sitzt, ich hatte schon immer vermutet das dahinter eine Menge Arbeit steckt.
Tiefgang
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Wir erinnern uns an meine Definition von Kabarett : die Satire ist immer nur ein Vehikel um Botschaften zu transportieren. Gerade zu genial finde ich die Figur von Torak, dem Zwerg mit dem Lena über das leben und die Liebe philosophiert. Das Hauptprogramm von Lisa Fitz ist eigentlich Provokation durch sexistische Äußerungen. In den Gesprächen mit Torak gibt sie uns wirklich Gelegenheit tiefer in ihre Seele hineinzuschauen und wir erkennen ein sehr gefühlvolles Wesen.
Zitat: >>Alle diese durchaus trivialen existentiellen Sehnsüchte wurden mit einer Perfektion erfüllt, die meinen Vorstellungsrahmen sprengte und meine Beurteilungsfähigkeit lahm legte, mich fassungslos und rot-ohrig wie ein Schulmädchen macht.<<
3.] Das Buch
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Titel: Flügel wachsen nach
Autorin: Lisa Fitz
Seiten: ca. 320 Seiten ( TB )
ISBN: 3-453-12493-6
Preis : damals bezahlt fürs TB : 12,90 DM
4.] Der Autor
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Eine ausführliche Biographie der etwas anderen Art, findet man auf der Homepage von Lisa Fitz.
http://www.lisa-fitz.de/biografie.html
5.] Links
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http://home.t-online.de/home/Ariodante/probe9.html => ein kurzer Artikel über das neue Programm von Lisa:
http://www.lisa-fitz.de => die Homepage von Lisa Fitz
6.] Fazit
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Als Lisa Fitz-Fan war dieses Buch für mich natürlich ein Muss, ich mag diese Art von Humor bei dem der Erzähler selbstironisch seine Handlungen kommentiert. Fasziniert hat mich auch diese nun sehr direkte und sehr drastische Ausdrucksweise von Frau Fitz, könnte vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein. Aber ich habe mich von der ersten bis zur letzten Zeile köstlich amüsiert und nebenbei noch einiges über eine faszinierende Frau erfahren.
© by Araxas / 23.07.02
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-24 00:33:16 mit dem Titel Fielding Joy : Zähl nicht die Stunden
Ich lese so ziemlich alles was mir irgendwie in die Hände fällt so habe ich gerade Joy Fieldings ? Zähl nicht die Stunden? gelesen. Hier nun mein Bericht der wohl eher ein bissiger Kommentar ist.
Sehr kurze, lieblose Inhaltsangabe
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Martha Hart ist eine recht erfolgreiche Kunsthändlerin, ihr Mann Jason ein ebenso erfolgreicher Anwalt. Die gemeinsame Tochter Kim war, vor 15 Jahren der Hauptgrund, warum beide überhaupt geheiratet hatten. Jason hatte sie damals gewissermaßen aus einem Pflichtgefühl heraus geheiratet, die beiden haben sich aber zwischenzeitlich arrangiert nicht zuletzt wegen ihrer gemeinsamen Tochter.
Jason hat zahlreiche Affären und ist recht selten zu Hause. Als Martha eines Tage wieder einmal einen eindeutigen Hinweis auf die Untreue ihres Mannes entdeckt überdenkt sie noch einmal ihre ganze Situation und sie sieht ein dass sie sich von Jason trennen muss.
Es kommt auch zur Trennung und Jason verlässt das gemeinsame Haus. Martha versucht nun ein eigenes Leben aufzubauen zusammen mit ihrer Tochter. Doch dann muss sie akzeptieren dass sie unheilbar krank ist und nur noch sehr kurze Zeit zu leben hat.
Jason kehrt nun zurück zu Martha, zuerst aus Pflichtgefühl, später und je länger die Krankheit von Martha dann fortschreitet erkennt er seine Liebe zu ihr. Nach einer letzten gemeinsamen Parisreise hat sich im Leben von Jason alles verändert: er wird von alten Kindheitstraumen geheilt, die Karriere ist unwichtig geworden, seine Geliebte abgemeldet und es existiert nur noch die Liebe zu seiner tot kranken Frau, alles andere ist unwichtig geworden.
Ach so, das hätte ich fast vergessen: Kim wird mit alledem nicht fertig, gerät in schlechte Gesellschaft, feiert wilde Partys, nimmt Rauschgift und lässt sich auf sexuelle Eskapaden ein.
Am Ende stirbt Martha, alle Probleme die Vater und Tochter ( oder die ganze Welt ) jemals hatten haben sich in Wohlgefallen aufgelöst.
Tiere, um Gottes Willen, Tiere das habe ich ja gar nicht erwähnt, die Mutter von Martha schenkt Kim einen kleinen Hund der dann wirklich entscheidend zur Rettung von Kim beiträgt die ja vom rechten Weg abgekommen ist.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann liefern sie auch heute noch den Stoff zu Drehbüchern für C-Movies.
Gedanken und Bemerkungen zum Buch
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Trivialliteratur
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Ich weiß nicht so recht was ich von dem Roman halten soll, eigentlich ist das Buch ein ?Groschenroman? mit 450 Seiten. In dem Roman wird jedes, aber auch wirklich jedes Klischee bedient. Trotzdem habe ich es zuende gelesen. Warum ? Gut, Joy Fielding hat einen angenehmen Schreibstil, aber das ist noch nicht alles. Die verschiedenen Klischees werden einem nicht so einfach ?vor den Latz geknallt? sondern, recht glaubwürdig, mit psychologischem Hintergrund aufgebaut.
Modernes Märchen
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König: erfolgreicher Anwalt
Königin: erfolgreiche Kunsthändlerin oder Beraterin
Prinzessin: gutaussehender, intelligenter Teenager der Drogen konsumiert
Hexe: die Geliebte des Königs
Prinz: kommt in diesem Märchen nicht vor
Hofnarr: der Leser
Schloss: in amerikanischen Filmen und Romanen natürlich Paris
Zauberer: der Autor
Ich habe grundsätzlich nichts gegen Märchen, im Gegenteil ich liebe Märchen und Fabeln aber die meisten ernsthaften Autoren konstruieren aus den vorgegebenen Stereotypen immer wieder eine neue Geschichte die dann auch eine Moral hat. Fielding hat hier aus den Gestalten eines modernen Märchens eine krude Geschichte zusammengemixt die einzig und allein den Zweck hat auf die Tränendrüsen zu drücken und den kommerziellen Erfolg des Buches zu sichern.
Das Buch
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Autor : Joy Fielding
Titel: Zähl nicht die Stunden
ISDN: 3-442-30924-7
Seiten . ca. 450 ( Hardcover )
Preis: 24,00 EURO für?s Hardcover; TB erscheint voraussichtlich im April 2003
Der Autor
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Joy Fielding wurde 1945 in Toronto, Kanada geboren. Sie studierte englische Literatur und wollte zuerst Schauspielerin werden, hatte aber damit keinen großen Erfolg. Ihr erster Roman erschien 1972, das erste Buch in Deutschland wurde im Jahre 1981 veröffentlicht ( Sag Mammi ; Goodbye ). Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Toronto und Palm Beach.
Weitere Bücher :
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- Lauf, Jane lauf
Links
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www.joyfielding.com => die Homepage von Joy Fielding
www.randomhouse.de/book/excerpt.jsp?edi=113243 => eine vierseitige Leseprobe aus dem Roman
Fazit
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Literarisch wertloses Buch, absolut kommerziell orientiert. Empfehlung für Liebhaber des Genres ?Frauenroman.?.
© by Araxas / 23.08.02
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-18 19:06:44 mit dem Titel Fielding Helen - Schokolade zum Frühstück
In der letzten Zeit habe ich nicht allzuviel zu tun und lese so ziemlich alles was mir in die Hände fällt. Gerade habe ich "Schokolade zum Frühstück" ausgelesen.
Einfach genial geschrieben, ich habe mich halb totgelacht. Dieses Buch bestätigt wieder einmal meine Meinung, daß Frauen viel mehr Humor als Männer haben. Mir gefällt besonders die Art von Humor bei der die erzählende Person sich selbst auf die "Schippe" nimmt und über ihre kleinen Fehler und Mißgeschicke selbst lachen kann.
Wie schon gesagt bei Männern sehr selten.
1.) Die Personen
2.) Handlung
3.) Warum habe ich mich halb tot gelacht?
4.) Das Buch
5.) Die Autorin
6.) Fazit
1.) Die Personen
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Bridget Jones:
Bridget ist Anfang 30, Single, findet daß sie zuviel raucht, trinkt, zuviel Lotterie spielt, viel zu dick ist und immer an die falschen Männer gerät. Also eine ganz normale Frau. Da es so nicht weitergehen kann beschließt sie ihr Leben radikal zu ändern und hält ihre Erlebnisse dabei in ihrem Tagebuch fest.
Eltern und Freunde der Eltern:
Versuchen mit gutgemeinten Ratschlägen, systematisch, das Selbstbewußtsein von Bridget zu zerstören.
Tom:
Tom ist der schwule Freund von Bridget und ihr Berater in Liebesangelegenheiten.
Daniel Cleaver:
Ist der Boß von Bridget und wird anfangs auch Ihr Liebhaber, entpuppt sich aber im Laufe der Zeit aber als , Zitat: "Flachwichser".
Marc Darcy:
Erfolgreicher Anwalt, fällt aber, zuerst einmal als potentieller Freund durch, weil "Hummelsöckchenträger".
Jude und Jazzer:
Bridgets Freundinnen und Saufkameradinnen. Die Treffen der 3 Freundinnen enden meistens, nach dem ausführlich die neusten Aktion von Jeremy dem Beziehungneurotiker und Richard dem Gemeinen erörtert wurden, in einem größeren Saufgelage.
2.)Handlung
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Ist nicht der Rede wert weil, zu klischeehaft.
Am Ende des Buches ist der Lover natürlich nicht der zuerst favorisierte Daniel sondern der anfangs geschmähte Marc Darcy. Zwischendurch gibt es die üblichen Turbulenzen wie man sie aus jedem schlechten Frauenroman kennt. Die Mutter trennt sich nicht nur von ihrem Mann sondern gerät durch einen Heiratsschwindler auch auf die schiefe Bahn, wird aber von Supermann Marc Darcy gerettet. Zwischenzeitlich gibt es eine größere Aufregung um Tom der plötzlich verschwunden ist. Das Ganze klärt sich doch recht schnell: Tom hatte sich wegen einer Nasenoperation nicht aus dem Haus getraut.
Uäh ( Lieblingswort von Bridget ), wie in schlechten Romanen.
Aber die seichte Handlung tut dem Lesevergnügen überhaupt keinen Abbruch, der Reiz des Buches liegt an ganz anderer Stelle.
Das Buch ist in Tagebuchform geschrieben und beginnt mit den Vorsätzen für das neue Jahr . Im Tagebuch ist ein ganzes Jahr im Leben von Bridget festgehalten, für jeden Monat ein Kapitel. Weiterhin notiert Bridget jeden Tag die Anzahl der Kalorien, Zigaretten, Lose, Alkoholeinheiten und ihr Gewicht.
3.) Warum hab ich mich halb tot gelacht ?
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Es ist nicht das was geschrieben wird, sondern wie es geschrieben wird. Der Stil von Helen Fielding ist einfach umwerfend komisch. Herrlich wie Bridget selbstironisch und humorvoll ihren Tagesablauf beschreibt und kommentiert.
Zitat: "56,5 kg, Alkoholeinheiten 5 ( Judes Schuld ), Zigaretten 2 ( kann ja wohl jedem passieren - heißt aber nicht daß ich wieder zu rauchen angefangen habe ) Kalorien 1765, Lose 2 "
So geht das jeden Tag mal mit, mal ohne Kommentar.
Zitat: ".......Kalorien 2452, die Treppe hinunter gegangen um nach valentinartigem Umschlag zu schauen 18 mal ( psychologisch schlecht, aber trainingsmäßig s.g. )
Allein schon das Inhaltsverzeichnis ist lesenswert:
.
.Juni
Ha! fester Freund........
Juli
Hä!
August
Zerfall
.
.Ein Highligth ist die Diskussion mit ihrer Mutter die wegen eines Weihnachtsgeschenkes für Bridget anruft. Und zwar geht es um Rollen für einen Koffer, worauf Bridget antwortet sie hätte gar keinen Koffer, worauf ihre Mutter erzählt aber Julie Enderby hätte einen Koffer, worauf Briget entgegnet sie kenne Julie nicht usw.....
Das ganze hat mich stark an meine Mutter erinnert, die hat mich auch schon nachts um 12:00 Uhr angerufen und mir erzählt ich müßte sofort, oder zumindest am nächsten Morgen, meine Exfrau aus der Rechtsschutzversicherung rauswerfen damit sie mich nicht mit meiner eigenen Versicherung verklagen kann.
Die Mißgeschicke die Bridget passieren und lustigen Situationen in die sie gerät haben mich immer wieder an eigene Erlebnisse erinnert. So bin ich mir auch ganz sicher daß meine Verwandtschaft es darauf anlegt mich ins Irrenhaus zu bringen wobei das Wort Familienbande eine ganz neue Bedeutung erhält.
Sehr gut und amüsant erzählt sind auch die kleinen Mißgeschicke die Bridget immer wieder passieren. So platzt z.B. ein Date mit Marc weil der Fön zu laut war.
4.) Das Buch
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Autor: Helen Fielding
Titel: Schokolade zum Frühstück
Verlag: Goldmann
ISBN: 3-442-44392-X
Seiten ca. 340
bezahlter Preis: 7,50 EURO, bei Amazon gebraucht ab. 3,5 EURO
5.) Die Autorin
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Helen Fielding wurde in Yorkshire geboren und lebt heute in London. Sie arbeitete mehrere Jahre für die BBC. Schokolade zum Frühstück ist ihr zweiter Roman und wurde in England zum Buch des Jahres gewählt.
weitere Bücher:
Hummer zum Dinner
Am Rande des Wahnsinns
Mehr Infos:
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http://www.sonntagszeitung.ch/sz10/S64-7646.HTM => ein Artikel von Alexandra Bröhm über ein neues Genre, nämlich die Zeitgeist-Tagebücher.
http://www.welt.de/daten/2000/09/02/0902lw188734.htx => ein lesenswerter Artikel von Wieland Freund über den Paradigmenwechsel in der sogenannten Frauenliteratur.
6.) Fazit
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Natürlich ist das Buch kein hochgeistiger Erguss, aber es ist wahnsinnig gute Unterhaltungsliteratur. Ich hab mich von der ersten bis zur letzten Seite köstlich amüsiert. Lesevergnügen pur ist garantiert.
© by Araxas 18.09.02 weiterlesen schließen -
Challa, Machalla se gut see Pressalla
Pro:
spannende Story, Schreibstil
Kontra:
kleine Schrift, einstieg
Empfehlung:
Nein
Aurian
Ich habe mal wieder einen Fantasyroman gelesen, was auch sonst.
Aurian, den ersten Teil des Vierteilers Artefakte der Macht von Maggie Furey
Vor langer Zeit existierten vier magische Waffen, geschaffen um die Welt im Gleichgewicht zu halten und um der negativen Magie entgegenzuwirken.
Diese Waffen waren der Kessel des Lebens, die Windharfe, der Stab der Erde und das vom Drachenvolk erschaffene Schwert der Flamme.
Doch es kam zur großen Verheerung, einem fürchterlichem Krieg, alles versank im Chaos und das Wissen um diese Waffen ging verloren.
Von dem einst so stolzen Magiebegabten Volk der Magusch blieben nicht mehr viel übrig.
Die Artefakte waren verschollen und nur Legenden erzählen davon.
Die Story:
Aurian eine Magusch ist noch ein kleines Kind, Tochter von Lady Eilin und Gairant einem Feuermagusch, welcher bei einem Experiment umkam.
Gairant hatte einen Freund unter den Menschen, den weltbesten Schwertkämpfer Forrel.
Forrel und Aurian werden Freunde, vorerst gegen den Willen der Mutter.
Um ihre Ausbildung zu vervollkommnen wird sie nach Nexis geschickt, wo der klägliche Rest der Magusch in der Akademie verweilt.
Forrel und Aurian werden ein Liebespaar.
Das ruft den intriganten Erzmagusch auf den Plan, welcher selbst ein Auge auf Aurian geworfen hat.
Erzmagusch Miathan ein intriganter alter lüsterner Sack ist auf der Suche nach diesen Waffen um das zu werden, was er für sich als das beste beansprucht, nichts weniger als die Weltherrschaft.
Alles eskaliert, als Miathan den Kessel des Lebens findet und herausfindet, das Aurian schwanger ist.
Ausgerechnet von diesem sterblichen Forrel.
Mithian will sie mit Gewalt nehmen, welches von Anvar einem unehelichem Sohn des Erzmagusch und einer sterblichen, verhindert wird.
Forrel will Rache, wird aber durch die Todesgeister des Kessels getötet.
Anvar und Auriel begeben sich auf eine gefahrvolle Reise um die restlichen Waffen zu finden um dem Erzmagusch zu trotzen.
Durch einen von der hinterhältigen Wettermagusch Eliseth hervorgerufen Sturm
werden sie auf den geheimnisvollen Südkontinent geschleudert.
Anvar wird als Sklave gefangen und Aurian landet in der Gladiatorenarena.
Mehr werde ich mal nicht verraten.
Aurian findet etliche Weggefährten und erlebt fürchterliche Abenteuer.
Der mühsame Weg beginnt um dem Erzmagusch zu trotzen.
Beurteilung:
Aurian ist für Fantasyfans absolut empfehlenswert. Das Buch liest sich fast, wie sich ein gutes Rollenspiel spielt.
Der Anfang ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nachdem man sich in die Story und die Charaktere eingelesen hat, möchte man nicht mehr aufhören.
Manchmal gleitet die Autorin für meinen Geschmack, etwas ins Märchenhafte, aber mich hat es nicht gestört.
Die Story trotz nur so von Intrigen, Machtgelüste, Magie, Liebe, Verrat und Brutalität.
Alles drin was sich der Fantasyfreund erhofft.
Die Story ist durchdacht und hat viele unerwartete Wendungen, so dass man öfters mit den Helden mitfiebert, ob sie die Gefahr meistern.
Die Autorin schafft eine Welt, in die man sich leicht hineinversetzten kann.
An Spannung, kann sie fast mit meiner Lieblingsfantasy der Belgarion-Saga von David Eddings mithalten.
Der Schreibstil ist flüssig bis mitreißend.
Für Nichtfantasyfans ist das Buch eigentlich nicht zu empfehlen, zum Einsteigen ins Genre würde ich leichtere Kost nehmen.
Wer aber sich gedanklich in der Fantasy zurechtkommt, hat hier ein überaus spannendes Werk vor sich.
Ich habe die Taschenbuchausgabe gelesen, ich habe zwar noch gute Augen, aber die Schrift empfand ich als ziemlich klein und man muss sich ganz schön anstrengen um die kleinen Buchstaben zu entziffern, also nichts für unter der Bettdecke.
Fazit:
Für mich mit eines der besten Fantasybücher, ich habe Aurian in einem Rutsch verschlungen. Das Buch hat es nicht nur bis zum Klo geschafft, wo ich nur die spannendsten Bücher mit hinnehme, nein es durfte sogar mit ins Entspannungsbad.
Ich fand die Story sehr gut und werde mir auch noch die restlichen 3 Bände reinziehen.
Die Mischung aus Liebe und Verrat, gepaart mit Spannung und unerwarteten Wendungen hat mich sehr überzeugt.
Ich behaupte mal für Fantasyfans ein Pflichtkauf, obwohl die Autorin in ihrer fantastischen Welt manchmal zu weit abschweift.
Das Original ist 1994 erschienen,
die deutsche Lizenzausgabe 1995
ISBN 3-404-20254-6
Bastei-Taschenbuch 20254 vierte Auflage von 1998
ins deutsche übersetzt von Michaela und Hans Link
766 Seiten
Bezahlt hat der Sandwarrior noch 14,90 DM, jetzt für 7,45 Euro bei Amazon, gebraucht für 2 Euro
bisher erschienen:
Artefakte der Macht
Aurian
Windharfe
Flammenschwert
Dhiammarra
Schattenbund:
Das Herz von Myrial
Der Geist der Steine ( noch nicht erschienen)
Dank den gnädigen Göttern das Produktvorschläge, demnächst mehr davon.
Viele Grüße vom Erzsandwarrior
PS: Es wird mal wieder Zeit den weltberühmten Karl Napf zu würdigen, den Erfinder des Freizeitzauberspruches.
Challa, Machalla se gut see Pressalla, auf Deutsch gutes Gelingen. weiterlesen schließen -
Das Phantom von Manhattan
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
„das Einzig Logische, was ein moderner Analytiker tun kann...“ ist wohl die Fortsetzung des 1911 erschienenen Romans „das Phantom der Oper“ von Gaston Leroux auf eben diese Art und Weise zu schreiben. Leider! Das Phantom von Manhattan erschien 1999 unter dem Titel „the Phantom of Manhattan“, ein Jahr später bei Bertelsmann in Deutschland, wiederum ein Jahr später als Taschenbuch bei Goldmann.
Autor: Frederick Forsyth, geboren 1938 in Ashford/Kent wurde bekannt durch Romane, wie „der Schakal“ oder „die Akte Odessa“. Er machte sich durch besonders exakte Recherchen einen Namen.
Genau da liegt das Problem. Als Einstieg gibt Forsyth im 22 Seiten langen Vorwort eine kurze Beschreibung der alten Romanvorlage, behandelt sein Entstehen, die Architektur der alten Pariser Oper, die wichtig für die eigentliche Geschichte „Phantom der Oper“ wurde und eine Einordnung der Geschehnisse in die Zeitgeschichte. Sehr interessant zu lesen, auch wenn man Vorworte eigentlich lieber überspringt. Hinzu kommt die Beschreibung des Autors Leroux, eher ein Lebemann und Schreiber von Trivialliteratur, der trotz journalistischem Hintergrundes von einer genauen Recherche und Stimmigkeit in seinen Geschichten und Romanen Abstand nahm, aber im Gegensatz dazu seinen Roman als scheinbar wahre Geschichte darstellen will. Zwischen Forsyth und Leroux ein klarer Unterschied.
Im gleichen Vorwort wird der alte Roman auf seine diversen Unstimmigkeiten und mangelnde Glaubwürdigkeit hin zerfetzt (die mich übrigens beim Lesen nicht gestört hatten). Das hat mich dann schon geärgert. Wenn die Vorlage wirklich so ätzend ist, warum dann eine Fortsetzung schreiben?
Nun: Forsyth betrachtet seine Fortsetzung als die des Musicals. Lt. seiner Aussage hat Andrew Lloyd Webber nämlich die Genialität besessen den „Kern“ aus der alten Buchvorlage herauszuarbeiten, als „einzig logische“ Handlung. Übrigens hatte auch Webber bei dieser Fortsetzung seine Hände im Spiel.
Heraus kam auf netto gerechnet 208 groß bedruckten Seiten „das Phantom von Manhattan“ – von mir gelesen in gerade mal 3 oder 4 Stunden.
Geschichte:
Erik (das Phantom der Oper, welches sein entstelltes Gesicht meist hinter einer Maske verbirgt) ist nach Amiland geflüchtet, wo er mit miesen Tricks und Betrügereien, intelligenten Winkelzügen und weiser Voraussicht zu einem der reichsten Männer Manhattans aufsteigt, wobei er trotzdem weiter schemenhaft im Hintergrund existiert. Diesmal nicht in den unterirdischen Gängen der Pariser Oper, sondern hoch über der Stadt in einem Penthouse.
Absolut voraussehbar, 12 Jahre später: Erik baut sich sein eigenes Opernhaus. Aufgrund eines Briefes aus Frankreich holt er Christine, seine einst Angebete ohne deren Wissen als Sängerin nach N.Y. – warum? Sie hat einen Sohn von Erik. Da Erik Christine damals an Raoul de Chagny verloren hat, will er nun wenigstens sein Kind.
Gäääääääääääääähn! Wie neu, wie originell... (wie hollywoodmässig).
Dabei ist das Buch allerdings nicht schlecht geschrieben. Der Stil lässt sich flüssig lesen. Durch das Erscheinen verschiedenster, teils nicht direkt involvierter Figuren als Erzähler, gewinnt das Buch an Spannung und Tempo durch verschiedene Erzählstile. Leider greift der Autor dabei gern auf den Journalisten Cholly zurück, der einen Großteil der Geschichte beobachtet und erlebt, auch nicht gerade eine neue Idee. Allerdings ist Cholly eine sehr sympathische und offene Figur, die einiges wieder wettmacht, und ein wenig an den Autor Leroux, wie er im Vorwort von Forsyth beschrieben wurde, erinnert.
Die altbekannten Hauptfiguren scheinen mir allesamt eine Wandlung durchgemacht zu haben. Auf eine gewisse Art und Weise wurden sie mehr in die heutige Zeit transferiert.
Das Phantom (Erik): hat nun endlich eine Nachnamen bekommen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten vergisst er sogar seine Liebe Christine zugunsten des Geldes. Er durchlebt beinahe den alten Traum vom Tellerwäscher zum Millionär. Sein Schattendasein unterstützt dabei seine kriminellen Machenschaften und sein Rachebedürfnis an der Menschheit. Ihm zur Seite steht sein „Adoptivsohn“ (und spätere Schlange am Busen) Darius. Dabei ist Erik weniger impulsiv, wesentlich gemäßigter und rationaler. Als Belohnung wird ihm eine Spur Glück vergönnt (aber nicht zuviel).
Christine: Eriks Ehemalige ist mittlerweile eine Operndiva von 32 Jahren, ständig auf Reisen mit ihrem Sohn und dessen Erzieher. Sie ist nicht mehr das dumme Ballettküken, sondern eine gereifte Frau, die durchaus in der Lage ist sich Erik offen gegenüberzustellen. Eine nachvollziehbare Entwicklung dieser Frau.
Raoul: Christines Mann und Eriks ehemaliger Rivale. Der mutige junge Liebhaber ist zu einer impotenten Figur am Rande mutiert. Am Ende bleibt er auch noch als der wahre Verlierer des ganzen zurück. Vielleicht eine Spur von Ironie in der Geschichte.
Noch zwei wichtige Nebenfiguren:
Darius: Eriks Partner und Nachfolger („Adoptivsohn“). Ein absoluter Unmensch.
Pierre: Eriks Sohn, natürlich ausgesprochen hübsch und clever, mit der Intellegenz und den positiven Fähigkeiten seines Vaters.
Hier scheint es als würde der Autor Eriks Charakter in seine zwei Söhne aufspalten. Der eine bekommt alles schlechte, der andere (echte) alles gute von ihm ab. Letztlich wird das Schlechte sterben, das Gute erben.
Mag sein, daß ein Anhänger des Musicals „Phantom der Oper“ an dieser Fortsetzung gefallen findet. Ich glaube kaum, daß jemand der eine der Vorlagen nicht kennt, viel mit der Fortsetzung anfangen kann. Ein wenig spielt Forsyth auch mit blödsinnigen Verfilmungen des alten Stoffs, wie „das Phantom von Hollywood“. Alles in allem – nachdem ich schon nach dem Vorwort den Kaffee auf hatte – war ich denn doch froh, daß ich Forsyths Büchlein ziemlich schnell durchgelesen hatte. weiterlesen schließen -
Babystrich und Heroin
Pro:
was kann daran gut sein, ausser das es zum Nachdenken zwingt? Aber wenn es das schafft, dann ist es sehr gut.
Kontra:
Leider viel zu realistisch
Empfehlung:
Nein
Wir Kinder vom Bahnhof Zoo / Christiane F.
Damals, Ende der 70er Jahre war die Welt voller Drogen wie Alkohol, Heroin, Kokain, nette kleine Trips mit wohlklingenden Namen wie Sunshine, X112 ein Mittel zum Abnehmen welches verboten wurde, es lies die Umgebung wanken. Ich war 20.
Christiane F. war 1978 gerade 15 und hatte eine beachtliche Drogenkarriere hinter sich.
Anlässlich eines Prozesses, zu welchem sie als Zeugin vorgeladen wurde, traf sie auf Kai Hermann, ehemaliger Redakteur und zu dem Zeitpunkt freier Journalist und auf Horst Rieck, freier Autor und Mitarbeiter beim "Stern" und bei der "Zeit".
Was als zweistündiges Interview zum Thema Jugendliche und deren Situation gedacht war wurde ein Buch, geschrieben anhand der Tonbandprotokolle welche während der Gespräche aufgezeichnet wurden.
Prof. Dr. med. Dr phil Horst-Eberhard Richter schrieb dazu ein Vortwort.
(S5)
Christiane F. erzählt in Ich-Form, wie sie umzieht mit ihrer Familie, und wie aufgeregt sie ist, da sie nicht nur umzieht sondern danach zum ersten Mal in die Schule kommt. Christiane ist 6 als sie vom Bauernhof mit ihrer Mutter nach Berlin zog. Der Vater und ihre Schwester kamen ein paar Wochen später.
Für Christine begann eine Zeit welche sie in Erinnerung hatte im Zusammenhang mit Prügel. Ihr Vater schlug sie weil Nachbarskinder ihr Fahrrad kaputt gemacht hatten, ihr Vater verprügelte sie weil sie es nicht mehr bis zur Toilette im 11. Stockwerk schaffte und unterwegs in die Hose machte. Die anderen Kinder hänselten sie, sie sei ein dummes Kind vom Land.
Der Vater war arbeitslos, sass den ganzen Tag zu Hause rum. Wenn sie Schularbeiten machte zu Hause und etwas nicht kapierte wurde er wütend und versuchte es ihr buchstäblich einzubleuen mittels eines Handfegers. Er wollte dass seine Tochter etwas wurde, die Schule sollte sie schaffen.
Es wurde wohl immer schlimmer, der Vater langte immer öfter hin, bei jedem noch so nichtigen Anlass. Christiane beschreibt es in ihrem Buch mit "ausflippen, ausrasten" (S21)
Christiane lernte, lernte zu überleben und sich durchzusetzen. Sie lernte dass man in Berlin mit einer grossen Schnauze gut durchkam. In der Schule wurde sie vorlaut was ihr zusätzliche Anerkennung ihrer Mitschüler einbrachte.
Als Christiane 11 ist lässt sich ihre Mutter scheiden, aber der Vater zieht nicht aus.
Mit 12 kommt sie in die Pupertät, der Busen wächst und sie beginnt sich für Jungs zu interessieren. Christiane wechselt von der Grundschule auf die Gesammtschule und hat Schwierigkeiten sich einzuleben.
Als Christiane das erste Mal mit Drogen in Berührung kam war sie 13, sie rauchte Haschisch. Mittlerweile war sie in einer Clique, man traf sich in einem Jugend-Club oder bei jemandem zu Hause, wo es eben ging. das nächste war dann Alkohol. Christiane kommt dann immer seltener nach Hause, wirft Trips (Pillen), Aufputschmittel und andere Pharmazeutika. Die ganze Palette.
(S68)
Und bald darauf hat Christiane nur noch Fixer als Freunde und kurz nach einem David Bowie Konzert setzte sie sich zusammen mit einem Freund der schon länger fixte ihren ersten Schuss, das heisst beim ersten Mal spritzte sie es sich noch nicht, sie schnupfte es. Sie musste nicht dazu überredet werden, keiner hat es ihr unter die Nase gehalten und gesagt, da, warum tust du es nicht einfach sondern Christiane schreibt dass sie es logisch fand zu diesem Zeitpunkt, es zu probieren. (S83)
Bald landete Christiane mit Ihren Freunden auf dem Kinderstrich am Bahnhof Zoo wo sie anschaffen gingen um sich ihre Drogensucht zu finanzieren. Christiane besuchte noch weiterhin die Schule und ihre Mutter merkte nichts von alledem. Zwar wunderte sie sich manchmal über die schlechte gesundheitliche Verfassung ihrer Tochter, aber Christiane konnte sie immer wieder beruhigen und weigerte sich natürlich einen Arzt aufzusuchen.
(S12)
Christiane bekommt Bewährung.
Christiane F. beschreibt in diesem Buch minutiös ihren Werdegang zur Drogensüchtigen und Prostituierten, welche ihren Körper auf dem Babystrich feilbietet. Dazwischen tote Freunde die an einer Überdosis, am "goldenen Schuss" sterben, und, wie die Autorin bemerkt, erst dann von der Gesellschaft wahrgenommen werden. Dann, wenn sie tot sind. Sie erzählt das mit unverblühmter Sprache, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen und Worte wie Scheisse und ficken sind Alltag und somit auch im Buch.
Diese Geschichte ist einerseits ein erschütterndes Dokument zeitgeschichtlicher Natur, andererseits hat sich seither kaum etwas geändert, ausser das sie wohl die erste war welche so offen über dieses Problem redete. Dass Kinder Drogen nehmen und sich das Geld dafür auf dem Babystrich verdienen und dies - so ganz nebenbei - gnadenlos von gewissenlosen Freiern ausgenutzt wird. Und dies ist heute nach wie vor leider sehr aktuell.
1981 wurde die Geschichte von Bernd Eichinger verfilmt.
Christiane ist gemäss eines Artikels in einer Zeitschrift heute alleinerziehende Mutter, das heisst das war der Stand 1999. Sie hatte mit dem Buch ihre Drogenkarriere beendet. In unregelmässigen Abständen tauchen Informationen über sie in der Presse auf, wie - sie sei rückfällig geworden.....
http://www.wir-kinder-vom-bahnhof-zoo-photos.de/
Nachtrag:
Heute, 2002 ist die Welt immer noch voller Drogen, nur es sind keine Sensationen mehr, heute wird das Problem in Talk-Shows abgehandelt und offenbar hat man sich damit abgefunden, irgendwie ist es ein Teil unseres Alltags, und Drogentote habe ich Nachrichtensprecher auch schon lange nicht mehr zählen gehört. Vielleicht werden sie ja nur noch im Stillen gezählt. Damals zählte die Schweiz zu dem eurpäischen Land mit den meisten Drogentoten/-Abhängigen, heute wird das Heroin an Schwerstabhängige dort vom Staat verteilt, sie müssen sich dann nicht mehr prostituieren, allerdings sind die dann mittlerweile auch schon längst erwachsen.
Ich empfehle dieses Buch jedem ab 12 Jahren, denn es erzählt schonungslos und authentisch was passiert, passieren kann, passiert ist, noch passiert...
Das Buch kommt im Paperback daher und ist ein "Sternbuch" (Herausgegeben vom "Stern")
Mein Exemplar ist mittlerweile 20 Jahre alt, ich hatte es gleich nach seinem Erscheinen gelesen. Und jetzt noch einmal.
333 Seiten
ISBN 3-570-02391-5
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-26 20:46:54 mit dem Titel Max Frisch - Andorra
Liebe Caroline
Nun habe ich mich doch noch durch Max Frisch's Andorra gekämpft, eine besonders unterhaltsame Lektüre war es nicht, zumindestens nicht für mich. Ich mag im Grunde keine Stücke, und Andorra ist eines, eines in 12 Bildern, aber das weisst du ja bereits.
Max Frisch zeichnet uns ein Bild von einer Gesellschaft in einer fiktiven Zeit an einem fiktivem Ort, der Andorra heisst, jedoch nichts gemein hat mit dem geografischen Andorra oder dessen Bewohnern. Statt Andorra hätte er es zum Beispiel auch "Schweiz" nennen können, sein Heimatland. Und möglicherweise dachte er auch an die Schweiz als er dieses Stück schrieb, zumindestens finden sich im Stück einige Ausdrücke wieder die man ausserhalb der Schweiz in dieser Bedeutung nicht kennt. Du willst ein Beispiel? Bitte, ich meine zum Beispiel "Krämpfe" einer sagt im Stück "ich mache keine Krämpfe" Krämpfe heisst in diesem Zusammenhang " krumme Tour" "linke Dinger", ich erinnere mich nicht diesen Ausdruck mit dieser speziellen Bedeutung je ausserhalb der Schweiz gelesen oder gehört zu haben. Und da gibt es noch einen oder zwei. Das kann aber natürlich genauso gut daran liegen dass Frisch eben Schweizer ist und sich dieser lokal geläufigen Ausdrücke bedient.
Lass uns aber zu dem Stück selber kommen. Es ist im Grunde schnell nacherzählt, die Protagonisten sind weisse Andorraner, denen gegenüber stehen feindlich gesinnte "Schwarze" welche beide für sich leben.
Nur einer erwies sich, wenn auch ungewollt und ungefragt, als Grenzgänger, Andrie, der Pflegesohn des Lehrers, der als Judenkind vor den "Schwarzen" gerettet und durch den ach so selbstlosen Lehrer und dessen Frau aufgezogen wurde.
Andrie wurde schnell klar, dass er anders ist, zumindestens wurde seine Umgebung nicht müde, ihm zu erklären dass er anders sei und das ein Jud sich so und so verhalte und Andrie sich selbstverständlich auch so und so verhalte. Und wenn er denn diese so und so Eigenschaften noch nicht hatte so nahm er sie denn an oder glaubte sie bei sich wiederzufinden.
Andrie ist frustriert, weil er nicht die Tischlerlehre machen kann und weil ihn alle für anders halten und man ihm erklärt dass er als Jud wohl eher und besser mit Geld umgehen könne. Sein einziger Sonnenschein ist Barblin, die Tochter seines Pflegevaters, doch als der Vater davon erfährt versucht er die Beziehung zu unterbinden. Und bald werden wir auch wissen weshalb, eine Senora kommt in den Ort und quartiert sich im Gasthof ein, sie ist eine Schwarze, und wir erfahren dass sie die leibliche Mutter ist von Andrie und dieser gar kein Jud ist und der Lehrer der richtige Vater ist und somit Barblin sein Halbschwester und das war auch der Grund weshalb der Vater gegen die Beziehung war. Auch Andrie erfährt davon und bald das ganze Dorf nur keiner will die Wahrheit hören denn mittlerweile wurde die Senora ermordet und die Schwarzen hielten eine "Judenschau" ab und ermittelten Andrie als den Juden und Täter obwohl er sich ganz woanders aufgehalten hatte und dies auch einige bezeugten.
Und obwohl der Lehrer mittlerweile Andrie als seinen eigenen Sohn ausgibt und Barblin ihn als ihren Bruder interessiert es keinen mehr, man braucht einen Schuldigen und einen Juden.
Max Frisch zeichnet hier ein erschreckendes Bild, und treffend wird es in einer Art Vorwort oder Kommentar in diesem Buch beschrieben:
" [...] Die Kernzelle von Andorra findet sich in Max Frisch's Tagebuch als Eintragung des Jahres 1946. Andorra ist der Name für ein Modell: Es zeigt den Prozess einer Bewusstseinsveränderung, abgehandelt an der Figur des jungen Andrie, den die Umwelt so lange zum Anderssein zwingt, bis er es als Schiksal annimmt. Dieses Schicksal heisst in Max Frisch's Stück "Judsein". [...] Frisch hat das Drama eines unheilbaren Vorurteil geschrieben. Er hat sich .... dabei auf die Frage nach dem WIE beschränkt. Nicht WARUM die Andorraner antisemitisch reagieren. Das Drama fragt sich nicht in die Menschen hinein, sondern es stellt fest. [...] Joachim Kaiser, Süddeutsche Zeitung. "
Dieses, was ich da zitiere, liebe Caroline, steht ganz am Anfang, noch vor dem eigentlichen Stück, eigentlich dort, wo sonst die Informationen stehen zu Erscheinungsdatum, Verlag und so weiter. Es sagt uns einiges, nicht wahr? Zumindestens können wir jetzt tatsächlich davon ausgehen dass Andorra hier ein völlig fiktiver Ort ist. Wobei Parallelen nicht zu übersehen sind. Nur Parallelen zu was? Nicht zu Andorra, nein, sondern Parallelen zu fast überall hin, und selbst wenn es in dem geografischen Andorra auch Antisemitismus gäbe würde das in Zusammenhang mit diesem Stück keine besondere Bedeutung haben, da bin ich mir sicher.
Dieses Bild, welches Max Frisch uns da entworfen hat, ist mitten aus dem Leben gegriffen, damals als es entstand so wie heute auch. Wenn du einem Menschen lange genug sagst dass er anders sei ist er eines Tages wahrscheinlich davon überzeugt und verhält sich dementsprechend, seine Umgebung sieht sich bestätigt und dann ist er so und so.
S64 " Pater - Kein Mensch, Andrie, kann aus seiner Haut heraus, kein Jud und kein Christ. Niemand. Gott will, dass wir sind, wie er uns geschaffen hat. Verstehst du mich? [...]"
S65 " Pater (kniet) Du sollst dir kein Bildnis machen von Gott, deinem Herrn und nicht von den Menschen, die seine Geschöpfe sind. [....] Auch ich habe mir ein Bildnis gemacht von ihm, auch ich habe ihn gefesselt, auch ich habe ihn an den Pfahl gebracht. "
Andorra ist vor unserer Haustür und wenn wir nicht aufpassen dann erklären auch wir jemandem in aller Freundschaft, dass er halt anders sei und man sich damit abfinden müsse und dass es ja nicht grundsätzlich etwas Schlimmes sein muss anders zu sein, andererseits verhalten sich die die anders sind nun mal so und so, und wenn wir nicht acht geben dann erzählen wir dies auch einem von dem wir annehmen dass er so und so zu sein hat aufgrund seiner vermeintlichen Andersartigkeit. Seien wir doch mal ehrlich, wir haben die Klischees im Kopf wie sich ein Franzose, ein Afrikaner, ein Amerikaner, ein Jude, ein Moslem, wie sich ein Italiener, ein Deutscher und wer auch immer verhält, was für besondere Eigenschaften jeder dieser Vertreter von Gruppen hat oder haben sollte und es beginnt damit dass wir sagen, die .... verhalten sich so und so. Punkt. Das hast du schon erlebt genauso wie ich auch.
Natürlich finde ich es gut, dass sich Schüler mit diesem Stoff auseinander setzen müssen, und wenns erwachsene Schüler auf dem zweiten Bildungsweg (so sagen die dem, was du gerade machst, hier) aufgebrummt bekommen ist das auch nicht das schlechteste, es steckt viel drin und wenn sie einen guten Lehrer haben dann bleibt auch etwas hängen, wenigstens bei dem einen oder anderen. Nur , unterhaltsam ist es nicht. Allerdings, und das halte ich dem Stück und dem Autor zugute, es ist sehr lebendig geschrieben, ich konnte die Bühnenbilder einigermassen klar sehen, ich sah die Protagonisten, wenigstens einige, andere blieben eher verschwommen und ich konnte sie - während ich las - reden hören. Ich wurde als Leser zum Zuschauer, und sollte es einmal aufgeführt werden und ich habe dann gerade Zeit könnte ich mir durchaus vorstellen es anzusehen.
Nun, Caroline, ob dir dies nun geholfen hat, weiss ich nicht, ich hoffs aber, wenigstens ein bisschen.
(Nun denn, dann mach ich mich mal ans nächste unserer drei Bücher).
erschienen bei Suhrkamp
ISBN 3-518-36777-3, € 5,50, Taschenbuch, 127 Seiten weiterlesen schließen
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