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Hilfe - Die Kackwiesel kommen!
13.01.2003, 13:12 Uhr von
rolse
Hallo, ich heiße Roland und komme aus Franken, dem hohen Norden Bayerns. Ich bin verheiratet u...4Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Kürzlich war ich wieder einmal in der Bücherei und habe bei den Neuerscheinungen Kings neustes Werk „DUDDITS – Dreamcatcher“ entdeckt. Da habe ich nicht lang gefackelt und mir den Roman gleich ausgeliehen. Früher habe ich viele Bücher gekauft, so daß ich heute gar nicht weis wo ich diese alle unterbringen soll. Deshalb gehe ich jetzt öfters mal zur Bücherei um mir neuen Lesestoff zu besorgen.
Zum Autor braucht man ja nichts weiter zu schreiben, der dürfte jedem bekannt sein, deshalb komme ich gleich zur Story.
Inhalt:
Es geht (wiedermal) um eine Jugendfreundschaft. Vier Schuljungs aus Derry lernen eines Tages den geistig Behinderten Duddits kennen. Seit diesem Tag hat sich etwas in ihrem Leben geändert. Duddits hat übersinnliche, telephatische Kräfte und gibt diese teilweise an seine neuen Freunde weiter. Die fünf wachsen zusammen auf und bestehen das eine oder andere Abenteuer gemeinsam. Als sie heranwachsen geht jeder seiner Wege, aber Biber, Jonesy, Pete und Henry treffen sich jährlich im Herbst zu einem Jagdausflug in den Wäldern von Maine.
Genau zu dieser Zeit beginnt eine Art Invasion aus dem All. Ein Raumschiff landet im Wald. Die Außerirdischen bringen einen tödlichen intelligenten Pils mit auf die Erde. Doch wie es so will kann sich dieser durch einen Wintereinbruch mit Kälte und Schnee nicht richtig ausbreiten. Trotzdem stecken sich einige Jäger im Bezirk damit an. Wer den Pils ißt, trägt kurz darauf einen Parasit ins sich, der wenn er schlüpft seinen Wirt tötet. Doch selbst diese sogenannten Kackwiesel sterben schnell in der Kälte.
Ein solch infizierter Jäger wird von Biber und Jonesy aufegenommen. Er hatte sich im Wald verirrt und die beiden wußten nichts von der Invasion aus dem All. Zu dieser Zeit waren Pete und Henry einkaufen. Auf dem Rückweg kammen in einen Schneesturm und hatten einen Unfall.
Das Militär ist angerückt und stellt den ganzen Bezirk unter Quarantäne. Die Außerirdischen werden von Kampfhubschraubern aus niedergemacht und das Ufo gesprengt.
In der Zwischenzeit schlüpft der Kackwiesel aus dem Jäger und tötet Biber. Jonesy wird vom letzten noch übriggebliebenen Außerirdischen gekidnappt. Dieser dringt in Jonesys Körper ein und bedient sich seiner Gedanken.
Mr. Gray, der Außerirdische flieht als Jonesy Richtung Süden. Dort ist es wärmer. Durch Jonesys Gedächtnis erhält er die notwendigen Informationen. Er ist auf den Weg zu einem Stausee, Trinkwasser für Millionen von Menschen. Kann er dort seinen Pils verbreiten, dann ist die Invasion doch noch geglückt.
Auf der Flucht wird Pete von Mr. Gray ebenfalls getötet. Henry kann sich verstecken, wird aber vom Militär festgenommen und zu den anderern Gefangenen Jägern sowie Einheimischen gesteckt. Viele von den Gefangenen sind genauso wie Henry von dem Pils infiziert. Auch viele der Soldaten haben sich schon angesteckt.
Der Befehlshaber Kurtz will keine Kranken und vor allem keine Zeugen übriglassen. Die meisten Gefangenen und auch Soldaten sind dem Tod geweiht.
Doch Henry gelingt es durch seine telephatischen Fähigkeiten Owen Unterhill, Kurtz Stellvertretter, zu überreden mit ihm zu Fliehen und Jonesy sprich Mr Gray zu verfolgen. Sie zetteln einen Aufstand der Inhaftierten an und können in dem Caos entkommen.
Henry und Owen fahren nach Derry und holen Duddits, der ist allerdings schwer an Leukemie erkrankt ist. Zusammen mit den ihm und seinen übersinnlichen Fähigkeiten wollen sie Jonesy finden.
Mittlerweile hat aber auch Kurtz die Verfolgung aufgenommen. Er will Owen Unterhill, der ihn Verraten hat.
...
Mehr möchte ich hier nicht erzählen (vielleicht ist es schon viel zu viel).
In meinen Augen hat Stephen King mit seinem neuen Roman nur teilweise an alte Klasse angeschlossen.
Der Anfang des Buches hat mich stark an ES (ein früherer Roman von King) und Akte X (Außerirdische und Ufo) errinnert.
In der Mitte des Buches werden die Außerirdischen ausführlich beschrieben, dieser Teil ist der Schwächste, die Spannung verliert sich etwas, das Buch wirkt etwas in die Länge gezogen, doch im hintern Drittel, das die Flucht beschreibt, gelingt es King seine Leser so zu Fesseln, daß man am liebsten die ganze Nacht durch lesen würde.
DUDDITS ist im Ulstein Verlag erschienen. Der Einband sticht einem förmlich durch seine giftgrüne Farbe ins Auge. Der Roman ist 816 Seiten lang und kosten 48 DM (ISBN 3-550-08329-7)
Ich kann jedem der Kingromane mag dieses Buch empfehlen. Wer King noch nicht gelesen hat sollte mit einem ältern Buch beginnen. „ES“, „The Stand“ oder auch „Christine“ sind da besser geeignet.
Viel Spaß beim Lesen wünscht euch euer Roland
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-08 17:49:20 mit dem Titel Der etwas andere King
Mit "The Green Mile" wagte sich der Erfolgsautor Stephen King auf ein für ihn neues Gebiet. Der Roman erschien monatlich als Fortsetzung. Die sechs Teile verkauften sich alleine in Deutschland um die vier Millionen Mal. Stephen King versetzt seine Leserschaft ein weiteres mal in seinen Bann, obwohl die Story für King total untypisch ist.
Die Einzelbände sind für je 5 DM erhältlich. Mittlerweile ist der ganze Roman als ein Taschenbuch erhältlich. Ich habe "The Green Mile" als Weltbild Reader für 20 DM bei Weltbild bestellt. Leider ist diese Sonderausgabe nicht mehr erhältlich.
Die Einzeltitel lauten:
1. Der Tod der jungen Mädchen
2. Die Maus im Todesblock
3. Coffeys Hände
4. Der qualvolle Tod
5. Reise in die Nacht
6. Coffeys Vermächtnis
Zum Autor
Stephen King wurde 1947 in Portland, USA geboren. Er studierte in Maine und ist seit 1973 als freier Schriftsteller tätig.
Heute gilt Stephen King als der meistgelesene Horrorautor der Welt. Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt weltweit mehr als 100 Millionen Exemplare. Allein in deutscher Sprache wurden weit mehr als 10 Millionen Kingromane verkauft. Viele seiner Geschichten wurden sehr erfolgreich verfilmt. Shinning, Es, Sie oder auch Friedhof der Kuscheltiere lockte Millionen von Zuschauern in die Kinos.
Zur Story:
Paul Edgecombe lebt in einem Altersheim. Dort schreibt er seine Geschichte, die ihm bis ins hohe Alter beschäftigt auf.
Im Jahre 1932 ist er Wärter im US-Gefängnis Cold Mountain. Dort geschehen wundersame Dinge. Alles beginnt als John Coffey, ein hühnenhafter wortkarger Schwarzer in den Todestrackt des Gefängnisses eingeliefert wird. Ihm wird vorgeworfen zwei kleine Zwillingsschwestern vergewaltigt und umgebracht zu haben. Nun erwartet ihn der Gang über die grüne Meile auf den elektrischen Stuhl.
Am Anfang geschehen nur Kleinigkeiten. Ein unerwarteter Handschlag zwischen dem Gefängniswärter und dem Verurteilten. Eine Maus erscheint im Gefängnisblock, die von einem Mitgefangenen dressiert wird. Bosheiten eines gemeinen Wärters namens Wetmore, mit seinen Beziehungen zum Gouverneur. Zudem ist da noch der blutrünstige Kriminelle Wharton mit seinen regelmäßigen Ausflügen in die Gummizelle.
Als Paul Edgecombe durch die Berührung von Coffeys Händen von einer schmerzhaften Blasenentzündung geheilt wird, beginnt er an der Schuld des schwarzen Riesen zu zweifeln. Später heilt Coffey noch die dressierte Maus, als diese von dem boshaften Wetmore zertrampelt wird.
Edgecombe stellt Nachforschungen an und schmiedet einen Plan. Coffey soll die an Krebs erkrankte Frau des Gefängnisdirektores von ihrem Leiden heilen. ...
Mehr möchte ich euch nicht verraten. Stephen King hat wiedermal ein Meisterwerk geschaffen. Er hält die Spannung bis zum schrecklichen Ende hoch. Ich bin nur froh, daß ich nicht nach jedem Teil vier Wochen warten mußte um zu erfahren wie die Geschichte weitergeht.
Fazit und meine Meinung:
The Green Mile ist auch verfilmt worden, mit Tom Hanks in der Rolle des Gefängniswärters. Diesen Film werte ich mir auch noch anschauen. Eine gute Story kombiniert mit einem Weltklasseschauspieler. Da kann nur ein guter Film dabei herauskommen.
The Green Mile ist kein typischer Kingroman, gerade deswegen sollten ihn auch diejenigen lesen, die King nicht mögen, vielleicht bekommen sie dann eine andere Meinung von dem meistgelesenen Autor unserer Tage.
Danke fürs Lesen und Bewerten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-20 21:52:22 mit dem Titel Sara Tidwells Fluch
Sara Tidwells Fluch
Ich lese gerne Bücher und King gehört zu meinen Lieblingsautoren, deshalb möchte ich heute über ein weiteres Buch von Stephen King berichten. SARA ist der Titel.
Zur Story:
Michael Noonan ist Schriftsteller. Er schreibt keine absoluten Bestseller, aber seine Romane sind regelmäßig in den Top 15 der Bestsellerlisten zu finden. Dadurch ist er nicht unvermögend. Als seine schwangere Frau plötzlich an einem Hirnschlag stirbt verkraftet er dies nicht und wird von Alpträumen heimgesucht. Zudem hat er eine Schreibblockade. Nach außen hin scheint alles in Ordnung zu sein. Jedes Jahr wird in neues Buch veröffentlicht. Die Manuskripte dazu hat er in einem Schließfach liegen. Als dieser Vorrat aufgebraucht ist, entschließt er sich den Sommer in sein Ferienhaus am See zu verbringen. Das alte Blockhaus kommt immer wieder in seinen Alpträumen vor, deshalb will er dort einen neuen Schreibversuch probieren. Das Sommerhaus ist nach einer schwarzen Sängerin namens Sara Tidwell benannt. Sie lebte dort um die Jahrhundertwende. Nun scheint es im Haus zu spucken. Es läutet ein Glöckchen am Hals eines Elchkopfs, auf dem Kühlschrank werden Nachrichten mit Magnetbuchstaben geschrieben. Mike hört Schreie und Kinderweinen.
Dort angekommen lernt er Mattie, eine junge Witwe, und deren kleine Tochter Kyra kennen. Er wird in einen Sorgerechtstreit mit deren Schwiegervater, einen alten, steinreichen Mann verwickelt. Außerdem erfährt er durch Zufall, daß seine Frau Jo in den letzten Monaten vor ihrem Tod eine Art Doppelleben führte.
Als Max Devore, Matties Schwiegervater, nach einem mißglückten Mordversuch an Mike Selbstmord begeht, könnte es ein Happyend mit Mike und Mattie geben. Aber nicht, wenn der Autor Stephen King heißt. Denn auf dem Ferienhaus liegt ein Fluch von Sara Tidwell. Diese ist zusammen mit ihrem achtjährigem Sohn einem Verbrechen zum Opfer gefallen und verlangt selbst nach 100 Jahren noch Rache...
So ich hoffe ich habe nicht zuviel verraten.
Mein Fazit:
Mit SARA ist Stephen King wieder ein spannender und zugleich gruseliger Horrorroman gelungen. Ich habe die 600 Seiten richtiggehend verschlungen. Für jeden King und Horrorfan ist der Roman sehr zu empfehlen.
Danke fürs Lesen und Bewerten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-01 21:36:10 mit dem Titel Stephen King - Das Mädchen
"Kurz, Klassisch, Bissig" schreibt Die literarische Welt
Kurz, für King sogar sehr kurz, mit ca. 300 Seiten ist der Roman ja schon - aber klassisch? Zumindest ist es kein klassischer King Roman. (es gibt nicht mal Tote). Bissig ist "Das Mädchen" auf jeden Fall.
Daß Stephen King keine Leichen braucht um uns (seine Fans) in den Bann zu ziehen, das hat er uns mit diesem Roman gezeigt. Spannend bis zur letzten Seite.
Zum Autor
Stephen King wurde 1947 in Portland, USA geboren. Er studierte in Maine und ist seit 1973 als freier Schriftsteller tätig.
Heute gilt Stephen King als der meistgelesene Horrorautor der Welt. Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt weltweit mehr als 100 Millionen Exemplare. Allein in deutscher Sprache wurden weit mehr als 10 Millionen Kingromane verkauft. Viele seiner Geschichten wurden sehr erfolgreich verfilmt. Shinning, Es, Sie oder auch Friedhof der Kuscheltiere lockte Millionen von Zuschauern in die Kinos.
Zum Inhalt:
Die kleine Trisha (9 Jahre) unternimmt mit ihrem Bruder und ihrer Mutter eine Wanderung auf dem Appalachian Trail im Wald von Maine. Trisha verläßt kurz dem Weg, während sich ihr Bruder und ihre Mutter streiten, und verläuft sich. Als sie den Weg abkürzen will gerät sie in die falsche Richtung. Zum Glück hat sie ihren Rucksack mit Proviant und ihrem Walkman dabei.
Doch schon bald schleicht sich Angst, Hunger und Durst in das kleine Mädchen ein. Ihr Proviant ist bald verbraucht, zudem wird sie von Mückenschwärmen und Wespen gepeinigt.
Nach einiger Zeit ist sie nicht mehr allein. Ihr Idol Tom Gordon von den Red Sox, einer Baseballmanschaft wird, in ihrer Phantasie, ein ständiger Begleiter und Ratgeber.
Sie irrt immer weiter in die Wildnis hinein. Sie durchwatet Sümpfe und ernährt sich von Beeren und Bucheckern. Allmählich wird sie immer schwächer und krank. ...
So ich hoffe ich habe nicht zuviel verraten
"Dieses Mädchen ist das beste Kind, das King jemals geschaffen hat: absolut glaubwürdig und in ihrer Verwundbarkeit und ihrem Einfallsreichtum von schmerzlicher Eindringlichkeit." schrieb der Publisher Weekly.
Das Buch
Das Mädchen ist im 2001 im Ullstein Verlag erschienen und ist genau 304 Seiten kurz.
ISBN - Nummer: 3548251285
Bei einem sehr großem Buchversender kostet der Roman 8,45 Euro.
Der Roman ist in einem weißen oder in einem schwarzen Schutzumschlag erschienen. Die Story ist aber in beiden die selbe.
Fazit + meine Meinung
Mit "Das Mädchen" hat Stephen King es wieder einmal geschafft. Ich stand, von der ersten Seite des Buches bis hin zum letzten Wort, in seinem Bann.
Ich kann das Buch wirklich jedem, nicht nur dem King-Fans, empfehlen. Die Erzählung ist wirkt sehr real. Ich mußte immer an meine beiden Töchter denken.
Das Mädchen ist allerdings kein typischer Kingroman. Also wer ein Buch wie ES, Shinning oder The Stand erwartet wird enttäuscht sein. Alleine schon die Länge (oder Kürze) des Romanes zeigt, daß King hier andere Wege geht. Trotzdem, oder gerade deshalb kann ich das Mädchen jedem Leser (ob Kingfan oder nicht) uneingeschtänkt empfehlen.
Ich denke vor allem die King Kritiker sollten diesen Roman mal lesen, um sich von der Schaffensbreite eines Stephen King zu überzeugen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Danke fürs Lesen und Bewerten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-04 18:28:19 mit dem Titel Stephen King - Shinning
Horror und Schrecken der besonderen Art
Shinning ist wohl der erste Kingroman den ich gelesen habe. Mittlerweile habe ich diesen Klassiker der Horrorliteratur zum wiederholten Male regelrecht verschlungen.
Diesen King-Klassiker möchte ich euch heute vorstellen.
Zum Autor
Stephen King wurde 1947 in Portland, USA geboren. Er studierte in Maine und war anschließend als Englischlehrer tätig. Seit 1973,damals gelang ihm der Durchbruch mit „Carrie“ arbeitet King als freier Schriftsteller.
Heute gilt Stephen King als der meistgelesene Horrorautor der Welt. Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt weltweit mehr als 100 Millionen Exemplare. Allein in deutscher Sprache wurden weit mehr als 10 Millionen Kingromane verkauft. Viele seiner Geschichten wurden sehr erfolgreich verfilmt. Shinning, Es, Sie oder auch Friedhof der Kuscheltiere lockte Millionen von Zuschauern in die Kinos.
Shinning stammt aus der früheren Schaffensperiode von Stephen King.
Zur Story:
Jack, ein arbeitsloser Lehrer und Schriftsteller, bekommt einen Job als Hausmeister in einem Hotel in den Bergen von Colorado. Das Hotel ist in den Wintermonaten geschlossen. Dort soll er, zusammen mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn, über den Winter nach dem Rechten sehen.
Doch das Haus hat seine eigenen Geschichten. Jacks Sohn Dany verfügt über das Shinnig, dies sind übernatürliche Kräfte. Es erlebt die Vergangenheit des Schauplatzes und kann auch in die Zukunft sehen.
Mit der Zeit treibt das Hotel Jack in den Wahnsinn. Jack beginnt durchzudrehen, bis er seine eigene Familie durch das, von der Außenwelt abgeschlossene, Hotel jagt...
So, mehr möchte ich hier nicht verraten, wer den Roman, oder auch den Film kennt weis was alles geschieht. Wer das Buch noch lesen will, muß nicht dic ganze Story vorher wissen. Ich denke, ihr wißt jetzt ganz grob um was es bei Shinning geht.
Der Roman wurde, wie schon erwähnt, von Stanley Kubrik, mit Jack Nicholson in der Hauptrolle verfilmt. Meiner Meinung nach der beste Film, der aus einer Vorlage von Steven King entstanden ist.
Shining ist nicht nur für den King – Fan, sondern für alle, die auf unheimliche Geschichten stehen, sehr empfehlenswert.
Zum Buch
Der Roman ist im Lübbe Verlag als Taschenbuch erschienen.
Die ISBN – Nummer lautet: 3-404-13008-1
Der aktuelle Preis liegt bei 7.45 Euro.
(ich habe extra bei einem großen Buchversender im Internet anchgesehen. Den Namen will ich hier nicht nennen – keine Schleichwerbung)
Fazit + meine Meinung
Mit „Shinning“ hat Stephen King einen Klassiker der Horrorliteratur geschrieben. Ich stand und stehe immer wieder, von der ersten Seite des Buches bis hin zum letzten Wort, in seinem Bann.
Wobei ich das Buch dem Film vorziehe. Aber das tute ich sowieso, ein Buch kann viel besser und ausführlicher erzählen als ein Film.
Ich kann das Buch wirklich jedem, nicht nur dem King-Fans, empfehlen.
Danke fürs Lesen und Bewerten
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-22 22:00:43 mit dem Titel Traveling Jack, auf dem Weg nach Westen
Hallo liebe Leser und Leserinnen.
In letzter Zeit war ich etwas schreibfaul, irgendwie hatte ich nicht die richtige Lust, habe in letzer Zeit auch etwas Streß, Überstunden geschoben usw.
Aber heute bin ich wieder hier, ich schreibe über einen schon etwas älteren Roman von Stephen King, den er zusammen mit Peter Straub geschrieben hat. Der Talisman gehört zu meinen Lieblings-King-Romanen. Es handelt sich um eine Fantasygeschichte und nicht um die üblichen King-Thriller.
Zu den Autoren:
Stephen King wurde 1947 in Portland, USA geboren. Er studierte in Maine und ist seit 1973 als freier Schriftsteller tätig.
Heute gilt Stephen King als der meistgelesene Horrorautor der Welt. Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt weltweit mehr als 100 Millionen Exemplare. Allein in deutscher Sprache wurden weit mehr als 10 Millionen Kingromane verkauft. Viele seiner Geschichten wurden sehr erfolgreich verfilmt. Shining, Es, Sie oder auch Friedhof der Kuscheltiere lockte Millionen von Zuschauern in die Kinos.
Peter Straub wurde 1943 in Milwaukee, USA geboren, und studierte Gegenwartsliteratur. Straub gehört ebenfalls zu den bedeutenden Autoren auf dem Gebiet der Horror- und Fantasy-Literatur. Zu seinen Werken gehören die Titel Kroko oder auch die Ghost Story.
Das neueste Werk der beiden Erfolgsautoren mit dem Titel „Das Schwarze Haus“ haben sie wieder gemeinsam geschrieben. Es handelt sich um eine Fortsetzung des Talisman, deshalb habe ich mir das Buch noch mal vorgeknöpft, um dann den neuen Roman zu lesen.
Zur Story:
Der zwölfjährige Jack, Halbweise, wohnt mit seiner todkranken Mutter in einem Hotel in Neuengland, an der Ostküste der USA. Jack sollte eigentlich zur Schule gehen, aber die beiden sind auf der Flucht vor Morgan Sloat, dem ehemaligen Geschäftspartner von Jacks Vater. Er möchte die Firmenanteile der beiden überschrieben bekommen.
Jack hat ein paar merkwürdige Begegnungen, eine Möwe die zu ihm spricht, oder ein Trichter der sich plötzlich im Sand öffnet machen ihm Angst. Eines Tages trifft er auf einen alten schwarzen Mann namens Speedy Parker. Dieser erzählt ihm von der Region, daß dort die Königin, genau wie seine Mutter, sterbenskrank sei. Jack könne sie aber beide Retten, wenn er nur einen Gegenstand, den Talisman, weit im Westen holen würde.
Die Region ist eine andere Welt ähnlich dem Mittelalter, Mithilfe von Speedy gelangt Jack in die Region, er schleicht sich in das Pavillon der Königin und erkennt in ihr seine Mutter wieder. Sie ist nicht seine richtig Mutter, sondern deren Twinner. Manche wenige Menschen haben eine Twinner, das ist je eine andere Person in jeder Welt, wenn sie in die andere Welt überwechseln, flippen, gelangen sie in dessen Körper. Jacks Twinner, der Sohn der Königin ist als kleines Kind gestorben, so bleibt Jack er selbst, wenn er in die Region flippt.
Schließlich macht sich Jack auf den Weg, den Talisman zu suchen. Er weis, er muß nach Westen. Er durchlebt viele Abenteuer. Hier in der USA, genauso wie dort in der Region.
Er schließt Freundschaft mit Wolf, einem Werwolf, der in der Region Schafe, oder so ähnliche Tiere, hütet. Wolf wird in die Sache verstrickt und bleibt bei Jack. Wolf fühlt sich aber in Jacks Welt nicht wohl, und zurück trauen sie sich nicht, da sie von Morgan Sloats Twinner, Morgan von Orrisis verfolgt werden.
In Amerika landen sie schließlich trotzdem in Gefangenschaft. In eine Art Heim werden sie gesteckt. Schnell merkt Jack, daß der Heimleiter, der Twinner von Osmond aus der Region, einem Handlanger von Morgen, ist.
Als sich Wolf in den Werwolf verwandelt geht es drunter und drüber im Heim. Wolf wird getötet, aber Jack kann fliehen. Er wandert wieder zu seinem Freund Richard. Richard ist Sloats Sohn und lebt in einem Internat. Zusammen mit Richard begibt sich Jack auf den letzten Wegabschnitt nach Westen. Sei müssen durch das verheerte Land. Auch hier sind einige Abenteuer zu bestehen, bis sie schließlich die Westküste erreichen. In einer kleinen Küstenortschaft, steht ein altes Hotel, im Hotel wartet der Talisman auf Jack, aber vor dem Hotel wartet bereits Morgan Sloat mit seinen Handlangern...
So mehr verrate ich euch nicht. Lest die Geschichte vom Travaling Jack doch selbst. Es lohnt sich.
Zum Buch:
Der Talisman ist in diesem Jahr vom Heyne Verlag neu aufgelegt worden. Die Taschenbuchausgabe ist für 12 Euro zu haben. Die ISBN Nummer lautet: 3453866789.
Ich las eine alte gebunde Ausgabe aus dem Jahre 1986. Der Roman umfaßt spannende 711 Seiten. Die amerikanische Orginalfassung erschien 1984 im New Yorker Verlag Viking Penguin Inc.
Fazit und meine Meinung:
Der Talisman von Stephen King und Peter Straub gehört, neben den Herrn der Ringe zu meinen absoluten Lieblingsromanen. Es gehört zu den wenigen Ausnahmen bei denen King Fantasy schreibt.
Das 711 Seiten dicke Buch wird nie langweilig oder uninteresant. Die beiden Autoren verstehen es die Spannung immer sehr hoch zu halten. Auch wenn man das Buch schon kennt, kann man es immer wieder lesen. Ich selbst, habe es schon viele mal durchgeschmöckert.
Ich bin schon sehr gespannt, als nächstes werde ich mir das neue Buch „Das Schwarze Haus“ von King und Straub vornehmen.
Danke fürs Lesen und Bewerten.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-13 12:12:36 mit dem Titel Traveling Jack, das Abenteuer geht weiter
Traveling Jack, das Abenteuer geht weiter
Hallo liebe Leser und Leserinnen.
Vor einiger Zeit habe ich einen Bericht über das Buch „Der Talisman“. Heute schreibe über die Fortsetzung dieses mehr als 20 Jahren alten Romans von Stephen King, den er zusammen mit Peter Straub geschrieben hat. Der Talisman gehört zu meinen Lieblings - Romanen. Es handelt sich um eine Fantasygeschichte und nicht um die üblichen King-Thriller. Die Fortsetzung ist der aktuelle Kingroman und heißt „Das schwarze Haus“ . King hat auch dieses Buch zusammen mit Peter Straub geschrieben.
Zu den Autoren:
Stephen King wurde 1947 in Portland, USA geboren. Er studierte in Maine und ist seit 1973 als freier Schriftsteller tätig.
Heute gilt Stephen King als der meistgelesene Horrorautor der Welt. Die Gesamtauflage seiner Bücher beträgt weltweit mehr als 100 Millionen Exemplare. Allein in deutscher Sprache wurden weit mehr als 10 Millionen Kingromane verkauft. Viele seiner Geschichten wurden sehr erfolgreich verfilmt. Shining, Es, Sie oder auch Friedhof der Kuscheltiere lockte Millionen von Zuschauern in die Kinos.
Peter Straub wurde 1943 in Milwaukee, USA geboren, und studierte Gegenwartsliteratur. Straub gehört ebenfalls zu den bedeutenden Autoren auf dem Gebiet der Horror- und Fantasy-Literatur. Zu seinen Werken gehören die Titel Kroko oder auch die Ghost Story.
Zur Story:
Seit der Geschichte, in der der zwölfjährige Jack durch die Welten gewandert ist um den Talisman zu suchen und damit seiner Mutter und deren Twinner der Königin einer dieser sagenhaften Welt zu retten, sind mehr als 20 Jahre vergangen. Jack ist jetzt Mitte 30. Er hat als Polizist Karriere gemacht, hat aber bereits mit 31 Jahren den Dienst quittiert und lebt nun in der Nähe von French Landing. Er hat sich von seinem vererbten Vermögen dort ein Farmhaus gebaut und lebt von seinem Geld. Er hat mit seinem Nachbarn, einem älteren blinden Herrn namens Henry Freundschaft geschlossen.
In der Region um French Landing sind mehrere Kinder verschwinden, von denen einige auf grauenvolle weise verstümmelt aufgefunden wurden.
Der örtliche Polizeichef Dale Gilbertson bittet Jack um Hilfe bei der Aufklärung der Gewalttaten. Jack hat in einem frühren Fall schon mal mit Erfolg mit Gilbertson zusammengearbeitet. Aber damals war Jack noch Polizeibeamter. Heute lebt er zurückgezogen in seinem Farmhaus und lehnt zunächst ab.
Als schließlich ein weiters Kind verschwindet und der Killer namens Fisherman, Jack ein kleines Paket, mit dem abgetrennten Fuß eines der Opfer, zukommen lässt, kann Jack nicht mehr anders. Er schaltet sich in die Ermittlungen ein. Er besucht die Mutter des kleinen Tyler, das letzte Opfer des Fishermans. Dort erfährt er, was er bereits befürchtet hat. Die Mordfälle haben mit dem Territorium zu tun. Seit damals vor mehr als 20 Jahren hat er die Welten neben unserer bekannten Welt verdrängt. Nun muss er wieder in die Territorien wandern um den Killer zu jagen.
Zusammen mit dem Polizeichef Dale Gilbertson und einer Harleygang namens Thunder Five begibt sich Jack auf die Suche nach dem Fisherman….
Der Kingfan (vor allem Fans der Storys um den Dunklen Turm und Roland dem Revolermann) erfährt auch einige Neuigkeiten um den Dunklen Turm. Dort herrscht der scharlachrote König, der Drahtzieher des Bösen und großer Gegenspieler von den Revolvermännern um Roland…
So mehr verrate ich euch nicht. Es ist nicht ganz einfach in ein paar Sätzen die Handlung eines 800 Seiten Romans wiederzugeben, aber lest die Geschichte vom Travaling Jack doch selbst. Es lohnt sich.
Zum Buch:
Das schwarze Haus ist 2002 in Heyne Verlag erschienen.
Das Buch umfasst 831 lange Seiten.
Die ISBN Nummer lautet: 3-453-86498-0
Der Roman kostet 26 Euro, eine ganz Menge Geld. (Ich leihe mir deshalb meine Bücher in der Stadtbücherei aus. Das kostet mich nur meinen Jahresbeitrag)
Fazit und meine Meinung:
Der Talisman von Stephen King und Peter Straub gehört, neben dem Herrn der Ringe zu meinen absoluten Lieblingsromanen. Es gehört zu den wenigen Ausnahmen bei denen King Fantasy schreibt.
Das Schwarze Haus, die Fortsetzung des Talismans knüpft allerdings nicht da an, wo der Talisman aufhört. Die Fantasykomponente kommt mir hier viel zu kurz.
Die Einleitung zu diesem Roman zieht sich sehr in die Länge, es dauert lange bis wirklich was in der Geschichte passiert. Hat man aber die ersten 300 Seiten geschafft, dann kann man das Buch nicht mehr auf Seite legen. Die Spannung baut sich immer mehr auf und endet in einem etwas seltsamen Schluss. Jack wird auf einer Pressekonferenz niedergeschossen und tödlich verletzt. Oder doch nicht? Wie schon gesagt, wer es wissen will muss es selbst lesen.
Insgesamt gesehen ein gelungener Roman, auch wenn er dem Talisman nicht das Wasser reichen kann. Wer Interesse an dem Buch hat, sollte auf jeden Fall zuerst den Talisman lesen, sonst fehlt zuviel Detailwissen über die ganzen Zusammenhänge.
Für die extrem lange Einleitung und dem seltsamen Ende des Buches bekommt der Roman nicht die volle Punktzahl von mir.
Danke fürs Lesen und Bewerten. weiterlesen schließen -
Erich Kästner. Das doppelte LOttchen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Einführung:
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Luise Palfy aus Wien ist schon ein paar Wochen im Ferienlager, als ein neuer Schwung Mädchen ankommt. Luise ist sehr beliebt, sie hat schon einige Freundinnen. Doch dann steigt aus dem Bus ein Mädchen aus, das ihr Gesicht gestohlen hat. Eine Unverschämtheit.
Lotte Körner kommt allein aus München ins Ferienlager, und erlebt den ersten Schock bei der Anreise. Das Mädchen da hat ihr Gesicht auf.
Können die beiden Freunde werden?
Inhalt:
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Das Buch "Das doppelte Lottchen" von Erich Kästner handelt von zwei Mädchen, die sich im Ferienlager kennenlernen, und herausfinden, dass sie Zwillinge sind. Lotte wohnt beider Mutter (Redakteurin), und sehnt sich danach, den Vater kennenzulernen; Luise lebt beim Vater (Künstler/Musiker) und wünscht sich nichts mehr als die Mutter in Armen zu halten.
Aus diesen Wünschen heraus entsteht ein verzwickter Plan. Die Mädchen tauschen die Rollen. Gar nicht so leicht, bei so unterschiedlichen Charakteren, wie es die beiden Zwillis sind.
Aber es klappt.
In der neuen Umgebung ist alles anders, einiges wird umgekrempelt, ean einiges passt man sich an, aber schlussendlich darf Lotte nicht akzeptieren, dass der VAter eine andere Frau heiratet.
Da hilft ein einenartiger Zufall der Mutter auf die Sprünge, und sie erkennt ihre Tochter als Luise.
Plötzlich nimmt das Schiksal überhand.
Aber zuviel möchte ich jetzt nicht verraten.
Charaktere:
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Luise:
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- beim VAter aufgewachsen.
- das Prinzesschen
- Lockenkopf
- Wildfang
- sagt, was sie denkt
Lotte:
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- bei der Mutter aufgewachsen
- ziemlich selbstständig, da die Mutter viel arbeitet
- strenge Zöpfe
- still und ernst
Frau Körner
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- Ex-Frau von Herrn PAlfy
- lebt in München
- Redakteurin bei einer großen Zeitschrift
- macht sich Sorgen, ob sie LOtte nicht zuviel zumutet (HAusarbeit...)
Herr PAlfy:
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- Musiker, KOmponist, Dirigent
- lebt in der High Society von Wien
- sehr eigen (braucht Freiraum)
Hofrat (Arzt in Wien)& und sein Dackel:
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- lustige Zeitgenossen, die Luise/LOtte sehr lieb haben
Hausmädchen von Herrn Palfy:
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- faul, aber Lotte tritt sie in den Hintern
- nicht ehrlich
- naiv
Der Autor:
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23. Februar 1899: Erich Kästner wird in Dresden als Sohn der späteren Friseuse Ida Kästner (1871-1951) und des Sattlermeisters Emil Richard Kästner (1867-1957) geboren.
ab 1906
Besuch der Volksschule in Dresden.
1917
Soldat im Ersten Weltkrieg, kehrt mit schwerem Herzleiden zurück.
1918
Entlassung aus dem Heeresdienst.
Abschlußkursus im Strehlener Lehrerseminar.
1919
Kästner macht das Kriegsabitur.
Studienbeginn in Leipzig - später Rostock und Berlin Fächer: Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theatergeschichte.
1925
Promotion zum Dr. phil mit dem Thema: Die Erwiderungen auf Friedrichs des Großen Schrift "De la littérature allemande".
ab 1929
Veröffentlichung von Kinderromanen wie "Emil und die Detektive" (1929), "Pünktchen und Anton" (1931), "Der 35. Mai" (1931) und "Das fliegende Klassenzimmer" (1933)
1933
Verbot und Verbrennung verschiedener Arbeiten von Kästner durch die Nationalsozialisten.
Erste Verhaftung durch die Gestapo
1937-1940
Kästner wird wiederholt verhaftet, aber immer wieder freigelassen.
1942
Unter Pseudonym schreibt Kästner das Drehbuch für den Ufa-Jubiläumsfilm "Münchhausen".
Kästner erhält totales Schreibverbot durch die Nationalsozialisten.
1949
Veröffentlichung der Kinderbücher "Das doppelte Lottchen" und "Die Konferenz der Tiere".
1951-1962
Präsident des Westdeutschen PEN-Zentrums.
1956
Literaturpreis der Stadt München.
1959
Großen Bundesverdienstkreuz.
1970
kultureller Ehrenpreis der Stadt München.
1974
29. Juli: Erich Kästner stirbt mit 75 Jahren in München.
Eigener Eindruck:
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Ich habe das Buch schon mal als KInd gelesen, und jetzt eben wieder.
Was mich stört:
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Klischee:
Vaterkind(eher wild)- Mutterkind (ruhig/vernünftig)
Ich bin selbst bei meiner Mama aufgewachsen, und denke , dass ich, obwohl sie gearbeitet hat auch meine Kindheit hatte.
Rolle des Mädchens:
Das Lotte die perfekte HAusfrau ist, ist eh klar, da sie ja den HAushalt daheim bei der Mutter schmeißt. Aber auch die ach so wilde Luise, sitzt immer brav mit Papa im Restaurant und ist immer freundlich zum Hofrat. Wirklich frech, lausbubig ist hier keiner. Wie auch? Es sind ja auch zwei Mädchen
Was mir gefällt:
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Sehr gut sind Erich Kästner Bücher für lesefaule Kinder. Die Sprache ist leicht verständlich, und in meiner Ausgabe sind sogar Illustrationen, so dass man Bildchen hat.
Zu meinen Störfaktoren sollte man aber auch beachten, wann das Buch geschrieben wurde. Mit diesem Buch bekommt ein modernes Kind vielleicht einen Eindruck von der Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Ich finde, dass von der Atmosphäre her die spießigen 50er JAhre schon spürbar sind.
Fazit:
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Ich würde das Buch empfehlen. Es ist leicht und schnell zu lesen, und nicht unbedingt uninteressant. Wenn man sich ein bißchen damit beschäftigt, findet man witzige, aber auch nachdenliche Anspielungen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Urlaubslektüre
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Neulich im Urlaub. Ich lag wieder mal total relaxt am Strand, genüsslich an meinem Cocktail schlürfend und laß mein Buch, welches ich mir mitgenommen hatte. Plötzlich und völlig unerwartet schlug das Schicksal zu: ich war auf der letzten Seite. Hilfe, was jetzt. Schließlich brauchte ich doch was, womit ich mir die Pausen zwischen den weiteren Aktivitäten vertreiben wollte. Also blieb mir nichts weiter übrig, als mir ein Buch meiner Frau vorzunehmen. Und damit wären wir gleich beim Thema, meines Berichtes. Es soll hier um das Buch „Sushi für Anfänger“ von Marian Keyes gehen.
Sicher kein typisches Buch für einen Mann, aber da es ein schöner Zeitvertreib war und ich es mit wachsender Begeisterung gelesen habe, wage ich ganz einfach den Versuch, hier meine Buchvorstellung vorzulegen, obwohl mir das immer ein Greuel war und ich es auch sehr schwierig finde. Ich hoffe ein wenig auf Eure Nachsicht.
Inhalt
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Hauptperson dieses Buches ist eigentlich Lisa, eine junge, erfolgreiche, aber auch gefühlskalte und nur auf sich selbst fixierte Chefredakteurin einer Londoner Frauenzeitschrift. Sie liebt Partys, schicke Klamotten und ihren Erfolg, für den sie auch über Leichen gegangen ist. Sie hofft auf eine freigewordene Stelle in New York bei der Zeitschrift „Manhattan“, stattdessen wird sie aber von ihren Bossen nach Dublin, also in die tiefste Provinz geschickt, um dort eine neue Frauenzeitschrift mit dem Namen „Coleen“ aufzubauen. In ihren Augen ist dies natürlich ein absoluter Karriere- Rückschritt und dementsprechend missgelaunt tritt sie ihre Stelle auch an, mit dem Hintergedanken, es allen zu beweisen, um doch noch ihren Traum New York zu verwirklichen zu können.
In Dublin selber trifft sie auf die unterschiedlichsten Personen, die mit ihr zusammenarbeiten und dem Projekt zum Erfolg verhelfen wollen, so ihrer Stellvertreterin Ashling, welche gleichzeitig die zweite Hauptperson dieses Buches ist.
Im weiteren Verlauf geht es darum, wie sich die Zeitschrift entwickelt und wie sich das Leben der Personen abspielt, ihre Gefühle, ihre Triumphe, aber auch ihre Niederlagen. Es zeigt aber auch, wie sich die einzelnen Charaktere mit ihren Erfahrungen und Gefühlen wandeln und neue Einsichten sammeln.
Personen
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Lisa
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Sie kommt aus London und stammt ursprünglich aus einer Arbeiterfamilie, doch hat sie sich nach oben gekämpft. Sie träumt von einem Job in New York und muß doch in der Provinz beweisen, was in ihr steckt.. Sie verkörpert das karriere- und glamourgeile Girl, welches nur an sich denkt und ihre Umgebung für ihren Erfolg schikaniert.
Ashling
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Stammt aus Dublin und ist eigentlich die typische graue Maus. Anfang 30, ledig, lebt sie in Erinnerung an ihre vergangene Liebe und ist immer für ihre Freunde da. Sie will es immer allen Recht machen und bloß keinem widersprechen. Sie arbeitet als stellvertretende Chefsekretärin in der Redaktion und dient als bevorzugtes Ziel für die Sticheleien anderer.
Joy und Ted
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Diese wohnen im selben Haus wie Ashling und sind ihre Freunde. Sie stehen Ashling mit Rat und Tat zur Seite, auch wenn es nicht immer die besten Tipps sind.
Cloudagh und Dylan
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Cloudagh ist die beste Freundin von Ashling. Sie ist verheiratet mit Dylan und hat zwei kleine Kinder. Ansonsten ist sie Hausfrau und total gefrustet von ihrem Leben, da sie außer ihren Kindern nichts zu tun hat. Dylan hat eine gutgehende Firma und sorgt somit für den Unterhalt der Familie. Außerdem war Dylan früher der Freund von Ashling, ehe Cloudagh ihn ihr ausgespannt hatte.
Jack Devine
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Er ist der große Boss in Irland. Gutaussehend ist er ein begehrtes Ziel der Damenwelt, er lebt aber in einer Beziehung, die aber alles andere als glücklich erscheint. Alles in allem scheint er aber nicht sehr zufrieden mit seinem Job zu sein, er fühlt sich nicht so wohl in dieser Glamourwelt.
Natürlich gibt es noch weitere Handelnde in diesem Buch, die eine mehr oder minder wichtige Rolle in der Handlung spielen, aber alles soll hier ja doch nicht verraten werden.
Fazit
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„Sushi für Anfänger“ war mein erstes Buch dieser Autorin, von der ich auch vorher nichts gehört hatte. Es eignet sich hervorragend für den Urlaub oder die Entspannung zwischendurch. Es geht im großen und ganzen um Liebe, Freundschaft, Sex und die alltäglichen Probleme der Frauen, sprich es ist eigentlich ein Frauenroman, welcher witzig, frech und teilweise auch frivol geschrieben ist, aber doch eine leichte und seichte Sommerkomödie ist. Es fehlt ein wenig der Pep, ist durchschnittlich geschrieben. Nicht unbedingt ein Buch für Männer, aber da ich einmal damit angefangen hatte, wollte ich auch das Ende wissen.
Ob ich noch mal ein Buch dieser Autorin lesen werde, kann ich so nicht sagen. Es kommt halt immer auf den Notfall an.
Fakten
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Autorin: Marian Keyes
Titel: Sushi für Anfänger
Originaltitel: Sushi for Beginners
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag
Seiten: 607
ISBN: 3-453-21204-5
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen.
Raimo weiterlesen schließen -
Tanja Kinkel: Unter dem Zwillingsstern
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Der Titel, das ist doch etwas für jemanden, der als Zwilling geboren worden ist, sagte man mir, als ich Tanja Kinkels Buch geschenkt bekam. Doch der Inhalt ist daraus nur bedingt abzulesen. Am ehesten kann man den Titel als Hinweis auf die enge Verbundenheit der beiden Hauptfiguren verstehen.
DIE HAUPT-FIGUREN:
CARLA FEHR:
Sie steht im Mittelpunkt des Romans. Der Leser lernt sie als kleines Mädchen kennen, das im München der 1920er mit seinem Vater, einer Lehrerin und der Stiefmutter lebt. Ihre Mutter ist tot, ihr Vater tut lange Zeit so, als sei sie ein uneheliches Kind. Nach dem Tod der Stiefmutter kommt Carla ins Internat, wird schließlich Schauspielerin. Beim berühmten Max Rheinhardt steht sie auf der Bühne, wird schließlich Spielfilm-Darstellerin und zieht nach Hollywood. Dort macht Carla Karriere, versucht aber mit ihrer Lehrerin, die für sie wie eine Mutter geworden ist und mit ihrem besten Freund Robert auch durch den Beginn der Nazi-Herrschaft und den Krieg in Kontakt zu bleiben.
Für mich ist sie eine sehr sympathische Figur. Sie schafft es, auf sich gestellt in einer Zeit, in der Frauen noch nicht so emanzipiert haben, mit der Vergangenheit klar zu kommen und ihren eigenen Weg in die Zukunft zu finden. Trotzdem ist sie keine aalglatte Heldin, trifft Entscheidungen, die man nicht immer nachvollziehen kann, wird aber gerade dadurch menschlich.
ROBERT KÖNIG:
Er ist Carlas Gegenpart. Sie lernen sich durch ihre Väter kennen, Robert ist ein Wunderkind, kann durch Zauberkunststücke und sonstige Begabungen auch die Erwachsenen in seinen Bann ziehen und ist Carla dadurch erst einmal suspekt. Auch er wird zeitweise von ihrer Lehrerin unterrichtet, geht dann aber auch auf ein Internat. Dort entdeckt er, noch vor Carla, seine Liebe zum Theater, inszeniert, unterstützt vom Schuldirektor, erste Stücke. In der schweiz hat er sein erstes Engagement als Schauspieler. Dem folgen viele weitere Theaterarbeiten, unter anderem mit den ganz realen Berühmtheiten der damaligen Zeit, Hans Albers und Gustav Gründgens. Außerdem führt er Regie. Nachdem ihm Carla auf einen überraschend und lapidar gemachten Annäherungsversuch einen Korb gegeben hat, heiratet er ihre verfeindete Mitschülerin. Während der Nazi-Herschaft bleibt er in Deutschland, versucht seine Schaupielkollegen zu schützen, verzettelt sich aber auch vielfach, weil er in den Verdacht kommt, mit den Nazis zu sympathisieren.
Robert ist mir persönlich nicht ganz so sympathisch wie Carla. Das mag auch daran liegen., dass er (vor allem als Kind) ein absoluter Überflieger ist, einer, der sich seines Könnens und der Wirkung seines Auftretens sehr bewußt ist und dies auch nutzt, um sie in seinem Sinne zu beeinflussen. Solche Menschen sind mir immer schon suspekt. Er ist aber dennoch in gewisser Weise Carlas andere Hälfte, ihr Zwilling, weil er ihren Traum, Schauspieler zu sein, teilt.
NEBENFIGUREN:
KÄTHE BROD:
Sie ist Carlas und zeitweise auch Roberts Lehrerin. Doch nicht nur das. Aus der zunächst strengen und blassen Figur, die sehr spröde wirkt, wird immer mehr eine herzliche Bezugsperson für Carla und schließlich auch eine mütterliche Freundin. Carla ist politisch engagiert, schreibt für Zeitungen. Während der Nazi-Herschaft emigriert sie, landet schließlich in Paris. In Frankreich wird sie inhaftiert und nach Deutschland deportiert, wo sie schließlich in einem Lager stirbt.
MARTIN GOLDMANN:
Er war Freund von Roberts verstorbener Mutter, ist Arzt und väterlicher Freund für den jungen König, der ihn auch Dada nennt. Martina Goldmann ist Jude, glaubt aber fest ins gute am Menschen und will lange Zeit seine Praxis in München nicht verlassen. Als es nicht anders geht, verkauft er sie an einen angeblichen Freund, der ihn schließlich rausschmeißt. Für Robert fühlt er sich verantwortlich, nimmt eine von Carla arrangierte Möglichkeit zur Ausreise aus Deutschland nicht war, um bei seinem Quasi-Sohn und dessen Familie zu bleiben. Doch schließlich gelingt es Robert, Martin zur Flucht nach Südamerika zu bewegen. Von dort aus gelangt der Arzt doch zu Carla und von ihr aus in Sicherheit.
PHILLIP BACHMEIER:
Der junge Österreicher tritt in als Verlobter ihrer Schwester Marianne in Carlas Leben. Nach deren Tod, fangen beide ein Verhältnis an. Phillip, der wahrscheinlich unsympathischste Charakter des gesamten Romans, hat sich das Erbe der Familie Fehr gesichert und koopiert mit den Nazis. Erst, als er Carla einen Heiratsantrag zu seinen Bedingungen (sie soll die Schauspielerei aufgeben und als Frau an seiner Seite leben) macht, schafft sie es, ihn zu verlassen. Auch danach hat er eine große Schwäche für Carla. Seine Neue sieht wie eine Kopie von Carla aus, Robert schafft es mit Hinblick auf Carla Phillip mal zu Gefälligkeiten zu bewegen. In einem anderen Fall jedoch verrät er Freunde Roberts.
PROMINENTE NEBENFIGUREN:
All die soeben aufgezählten Figuren sind fiktiv, entspringen der Phantasie der Autorin Tanja Kinkel. Einige weitere Charaktere des Romans haben aber einen realen Hintergrund.
So tritt z.B. der berühmte Theaterregisseur Max Rheinhardt auf. Bei ihm lernt Carla ihr Handwerk. In einem Film unter Roberts Regie wird Rheinhardts Leben dargestellt. Auch er emigriert in die USA, wo er seine aber nicht an seine deutschen Erfolge anknüpfen kann. Durch eine Freundin, Elenore von Mendelsohn, erfährt Carla von seinem Tod.
Auch Gustav Gründgens spielt in doppeltem Sinne eine Rolle in dem Kinkel-Roman. Der Schauspieler, der unter anderem als DER Mephisto-Darsteller berühmt wurde, wirkt auch in einer von Roberts Inszenierungen mit. Am Rande wird außerdem Hans Albers erwähnt, der aber einen vergleichsweise kleinen Part hat, ebenso wie Lion Feuchtwanger, dem Carla zunächst in Deutschland begegnet und der in Frankreich zweitweise Käthes Arbeitgeber ist.
DIE GESCHICHTE:
Ansatzweise ist sie schon bei der Darstellung einiger der wichtigsten Figuren klar geworden: Carla und Robert lernen sich als Kinder in Carlas Elternhaus kennen. Beide haben bereits ihre Mütter verloren, beide reden nicht gerne über sie. Carlas Vater ist erneut verheiratet. Er behauptet seiner Tochter gegenüber, dass sie nur ein uneheliches Kind sei. Erst nach seinem Tod erhält sie schriftlich die Bestätigung, dass ihre Eltern doch verheiratet waren. Robert dagegen hat quasi zwei Väter, einen, seinen leiblichen, der Alkoholiker ist, den zweiten, Martin Goldmann, der sich von den Fähigkeiten des Wunderkindes begeistern läßt.
Die Leben von Carla und Robert enbtwickeln sich parallel: beide kommen aufs Internat, beide entdecken ihre Liebe fürs Theater, suchen und finden ihren Weg in der Schauspielerei und das erfolgreich. Außerdem entscheiden sich beide für (zeitweilige Partner), die der andere nicht leiden kann, Carla für Phillip, Robert heiratet Carlas frühere Mitschülerin und Konkurrentin Monika, bekommt mit ihr eine Tochter, Martina. Doch trotzdem und trotz der Distanz (er lebt in Deutschland, sie in den USA) bleiben sie eng miteinander verbunden.
DIE AUTORIN:
Tanja Kinkel ist Jahrgang 1969, also nich relativ jung. Als ich sie vor einigen Monaten mal in einer Talkshow sah, war sie mir nicht unebdingt sehr sympathisch. Aber der Bambergerin gelingt es immer wieder, spannende Bücher (vorrangig mit historischem Hintergrund) zu schreiben. Hier kann ich unter anderem auch DIE SCHATTEN VON LA ROCHELLE oder DIE LÖWIN VON AQUITANIEN empfehlen.
VERLAG UND PREIS:
Unter dem Zwillingsstern ist bei Goldmann erschienen und kostet regulär 10,23. Eine Sonderausgabe ist schon für 9 Euro zu haben.
FAZIT:
Der Kinkel-Roman Unter dem Zwillingsstern ist überaus spannend. Das liegt unter anderem an den ausgewogenen Charakteren. Trotz ihrer Parallelen im Lebenslauf sind z.B. die Hauptfiguren Carla und Robert sehr verschieden, er ist extrovertierter, sie eher von Selbstzweifeln geprägt. Dennoch machen beide eine Entwicklung mit, ich habe mit ihnen mitgefiebert. Auch die Nebenfiguren sind sehr treffend gezeichnet, sorgen dafür, dass man mit ihnen mitfühlt, und das sogar mit dem Ekel des Romans, mit Phillip. Auch wenn er viele schlechte Eigenschaften hat, so kommt man ihm auch nahe, hat ein Stück weit Mitleid für seine Haltung.
Neben den individuellen Geschichten der Figuren ist Unter dem Zwillingsstern ein Stück Geschichte, die der 20er, 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Für mich ist dies insofern eine lohnende Lektüre, egal ob für kalte Wintertage oder für den nächsten Urlaub! weiterlesen schließen -
WENN.....
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
"WENN...."
Mein Vater ist im Krieg gefallen. So konnte er mir diese Ratschläge nicht übermitteln, obwohl ich mir dies so gewünscht hätte. Ich selbst habe keinen Sohn, um ihm dieses Leitmotiv zu überliefern,
obwohl ich mir dies so gewünscht hätte.
Dank an Abi Ofarim, der nach der Trennung von Esther in München 1970 die Talentförderungsfirma
´Prom´ gründete, in der ich im Management mitwirken durfte. Dank dem damaligen Nachwuchssänger Thomas Hock, der aus diesem Nest schlüpfte und trotz seiner Namensähnlichkeit
mit Dieter Thomas Heck mit seinem ersten Titel ´Halt meine Hand´ (der deutsche Text stammte von
meiner Wenigkeit) und dann mit ´Ein neuer Tag´ in der ZDF-Hitparade landete und mit seiner dritten
Single auf der B-Seite nachfolgend beschriebenes Gedicht interpretierte. Dank an Wahnfried Weiss,
eine der grössten Single-Platten-Sammler ([email protected]), der mir nach soviel Jahren
diesen von Abi Ofarim produzierten, unter CBS-Label herausgekommenen, von Thomas Hock interpretierten und von keiner geringeren als von Anja Hauptmann, Enkelin des Dichters Gerhart Hauptmann, aus dem Englischen vernünftig und zugleich poetisch übersetzten Titel "Wenn....."
herausgesucht und zugeschickt hatte.
Wer kennt Rudyard Kipling (1865-1936) wenigstens nicht als Autor des ´Das Dschungelbuch´ nicht!
Wer aber kennt sein Gedicht "IF...."?
Immer wieder und immer wieder lese ich "Wenn......" durch und lasse mein Leben mit jeder Zeile an
mir vorbeiziehen. Und ich halte mir diesen Spiegel vor Augen und bin mir bewusst, welch manchmal
steinigen Weg ich gehen musste, bis ich der Erfüllung dieser Zeilen näher kam. In meiner positiven
Lebensphilosophie ficht mich heute fast nichts mehr an! Ich schreibe, ´fast´ nichts mehr an, weil ich
mir wohl klar darüber bin, dass ich bis zu meinem Lebensende immer noch an mir feilen muss, um
der Vollkommenheit dieses Leitmotivs gerecht zu werden.- Und so stelle ich heute anheim, dass
jeder von uns sein bisheriges und noch bevorstehendes Leben in dieses Gedicht hineininterpretiert und den Nutzen aus jeder Zeile zieht, mit dem Ziel herauszufinden, ob er schon "Ein Mann" oder,
noch besser gesagt, wirklich "Ein Mensch" ist:
______
WENN .....
_______
WENN Du beharrst, da alle um Dich zagen
Und legen ihren Kleinmut Dir zur Last,
Vertrau´n zu Dir bewahrst, da and´re Dir´s versagen,
Doch auch Verständnis für ihr Zweifeln hast;
Wenn Du zu warten weisst und bleibst gelassen,
Betrogen, fern Dich hältst von dem Betrug,
Wenn Du, gehasst, Dich hütest mitzuhassen
Und doch zu gut nicht scheinst noch sprichst zu klug:
Wenn träumend Du nicht sinkst im Traumes-Sumpfe
Und denkend Denken nicht zum Ziel Dir machst,
Wenn Du begegnend Unglück und Triumphe
Die zwei Betrüger gleicherweis´ verlachst;
Wenn Du die Wahrheit, die Du sprachst, kannst hören
Von Buben frech zum Narrenfang verdreht,
Kannst zuschau´n, wie sie, was Du schufst zerstören,
Dich beugst und baust, bis es von neuem steht:
Wenn Du vermagst, was Du nur hast, zu raffen,
Und legst auf eine Karte alles hin,
Verlierst - und fängst von vorne an zu schaffen
Und wirst dabei die Miene nicht verzieh´n;
Wenn Du das Herz, die Nerven und die Sehnen,
Zum Dienst zwingst, da sie letzte Kraft verlässt,
Dastehst mit hart zusamm´gebiss´nen Zähnen,
Wenn nichts, als nur der Wille sagt: Steh fest! Steh fest!
Wenn Du dem Volke reinen Wein kannst schenken,
Mit Königen in schlichtem Umgang steh´n,
Wenn weder Feind Dich kann noch Freund Dich kränken,
Wenn alle nah, doch nicht zu nah Dir geh´n;
Wenn jede Stund´ erfüllst mit ihrem Werte,
Dass keine je vergeblich Dir zerrann:
Dein ist mit allem, was sie trägt, die Erde
Und -noch mehr als das- Du bist ein Mann!
Du bist ein Mann, mein Sohn! --- weiterlesen schließen -
Stephen King - Frühling, Sommer, Herbst und Tod
02.01.2003, 03:24 Uhr von
florianw
HI! Ich schreibe gerne Berichte, vor allem solche die Geld wert sind ;-)(lest mich auch unter Cia...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Da es so meine Art ist Bücher bei Ebay zu ersteigern, begab es sich letztens, dass ich mir eben dieses ersteigerte, zum einen weil es billig war (nur 1€) und zum Andern weil ich im Bekanntenkreis gehört hatte, dass es eins der besten Werke sein sollte. Voller Spannung gings also ans Lesen ...
Ich gebe euch zuerst den Inhalt, dann meine Meinung und zum Schluss noch n kleines Fazit.
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INHALT
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Es sind 4 Geschichten, zu jeder Jahreszeit eine, weiß auch nicht wie man auf son Tripp kommt. Jedenfalls heißen die Geschichten Pin Up (Frühlingserwachen), Der Musterschüler (Sommergewitter), Die Leiche (Herbsonate) und Atemtechnick (Wintermärchen).
1. PIN UP
Die Geschichte handelt von dem zu Unrecht verurteilten Andy Dufresne. Dieser soll seine Frau und seinen Nebenbuhler umgebracht haben. Dies ist aber nur zweitrangig in der Geschichte. Vorrangig ist das harte Leben im Knast. Andy mausert sich vom kleinlichen Gefangenen zu einer festen Persönlichkeit im Knast. Vor allem weil er die ganzen Finanzen für die Wärter regelt. Die Geschichte wird aus der Sicht eines Mitgefangenen erzählt. Zum Ende hin kommt es dazu, das Andy ausbricht. Das wie und warum ist eigentlich der Plot der Geschichte, aber ich denke das muss ich nicht alles erläutern.
Übrigens ist diese Geschichte auch verfilmt worden und zwar unter dem Titel "Die Verurteilten" , u.a. mit Morgan Freeman. Der Film gibt die Geschichte fast 1:1 wieder.
2.Der Musterschüler
Diese Geschichte erzählt über den Jungen Todd Bowden, der eigentlich ein ziemlich intelligenter Junge ist, sich aber zu sehr von der Nazi Zeit beeindrucken lässt. In dieser Geschichte geht es um die Beziehung zwischen Todd und einem Alten Mann der Leiter eines KZ wars. Der Junge hat diesen Mann enttarnt und möchte fortan alles über die Greultaten zu jener Zeit wissen. Gegen Ende der Geschichte entdecken beide ihre Lust am Morden. Aber auch hier will ich nicht zu viel verraten.
Ich meine auch diese Geschichte wurde verfilmt, bin mir aber nicht ganz sicher.
3.Die Leiche
Diese Geschichte erzählt die Freundschaft von 4 Jungen, die unbedingt eine Leiche sehen wollen.
Der eine Junge hat erfahren, dass ein lange vermisster anderer Junge weit entfernt von einem Zug angefahren wurde und dabei starb. Die 4 Jungen wollen diese Leiche dann unbedingt sehen und begeben sich auf eine Abenteuerliche Wanderung. Gegen Ende finden sie die Leiche und bereuen nichts an ihrem Verhalten.
4.Atemtechnik
Diese Geschichte unterteilt sich eigentlich in 2 Teile. Zunächst ist dort ein älterer Mann der eines Tages von seinem Chef in einen Club eingeladen wird. In diesem Club gibt es eine Bücherei und mann kann spannenden Geschichten lauschen. Zu Weihnachten wird immer eine besonders spannende erzählt. Und eine davon macht den 2. Teil aus. Ein ältere Herr erzählt von seiner Zeit als Arzt. Sein Fachgebiet ist Allgemeinmedizin. Eines Tages kommt nun eine neue Patientin. Sie ist schwanger. Der Mann erzählt ihr von der Atemtechnik, die bei der Geburt angewandt werden kann. Diese Methode sei zwar in der Medizinwelt umstritten, aber er empfiehlt sie trotzdem. Gegen Ende der Geschichte kommt es zur Geburt. Die Frau wendet die Atemtechnik an. Aber die Umstände unter denen es zur Geburt kommt sind der wahre Horror. Wie immer, muss man einfach selber lesen.
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MEINUNG
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1.Die Geschichte an sich finde ich recht interessant, nur, sie ist für meine Begriffe zu langatmig. Ein Lob muss man der Geschichte (bzw. dem Autor) aber für die gelungene Darstellung des Knastaufenthalts machen. Wenn man diese liest, dann wünscht man sich, dass man immer guter Bürger bleibt. Originell ist die Geschichte nur wegen der Art des Ausbruchs.
Ich gebe ihr eine 2-
2.In Ansätzen ist die Geschichte wirklich nicht schlecht. Man sieht in ihr noch die Spätfolgen der NS- Zeit und vor Allem wie sie viele Jugendlich immer noch zu beeindrucken weiß. Ansonsten finde ich sie aber gar nicht so toll. Denn der Junge ist am Anfang der Geschichte erst 12 und da kann ich es einfach nicht vereinbaren, dass er so mit dem Alten Mann umgehen kann. Intelligent mag er ja sein, aber mit 12... ich weiß ja nicht. Auch total übertrieben finde ich die Mordlust, die von beiden ausgeht. Einfach auf wehrlose Penner einstechen o.Ä. dafür ist der Junge dann wieder zu dumm (und da ist er auch noch älter), also für mich passen da die Zusammenhänge nicht. Es kann doch nicht sein, dass er mit 12 total intelligent ist und den alten Mann ohne Probleme erpresst, dann aber mit 17 zur totalen Killermaschine mutiert. Alles in allem ein nicht grade gelungener Versuch den Schrecken und die Anziehung der Nazi-Ideologie zu verdeutlichen. Daher nur eine 3.
3. Von dieser Geschichte war ich am Meisten enttäuscht. Sie mag zwar erzählenswert sein, von wegen die Bedeutung von Freundschaft in Jungen Jahren oder so. Aber sie hat absolut kein typisches King Flair. Grusel oder Spannung kommt nur an 2 Stellen wirklich auf (auf der Brücke und Nachts im Wald). Ich weiß nicht, irgendwie fehlte mir was. Deshalb leider nur eine 4 (gut geschrieben war sie ja, dass muss man ihr lassen).
4.Eigentlich die beste Geschichte im Bunde, da sie teilweise wenigstens Spannende Elemente enthält (z.B. der mysteriöse "Butler" im Club). Die Geschiche mit der Atemtechnik welche dort zu Weihnachten erzählt wird hat auch das typische King Flair, was ich bei den andern drei zum Teil schwer vermisst habe. Zuerst gibt es eine kleine Einführung und im weiteren Verlauf spitzt sich die Geschichten zu einem Horror Finale zu. So wie man es eigentlich von Stephen King gewohnt ist.
Also kriegt diese Geschichte eine 2(!)
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FAZIT
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Naja, wenn ich mir jetzt meine Bewertungen ansehen, dann denke ich, das kann doch nicht zu einem King Buch passen.Aber so ist es leider. Ich möchte hier auch erwähnen, dass mein Bild von King nur Horror- oder meinetwegen auch Schauder- Geschichten zulässt. Alle anderen nicht King- Fans oder solche die auch sonst keine allzugroßen Ansprüche haben werden mit diesem Buch sicher mehr Freude haben als ich. Absoluten King Fanatikern (wie mir) rate ich aber vom Kauf ab.
Es sei denn man kauft bei Ebay ;-)
Ansonsten kostet es 10€ (jedenfalls bei Amazon) .
MFG Florian Walther
für Ciao.com und Yopi.de weiterlesen schließen -
Einer Hure und Zuhälterin erzählt
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Einer Hure und Zuhälterin erzählt
Der heutige Bericht handelt nach langer Zeit wieder mal über ein Buch. Nämlich über die Autobiografie von Nell Kimball: "Memoiren aus dem Bordell". Nell Kimball arbeitete zwischen 1890 bis 1917 Anfangs als Prostituierte, später als Madam (so werden die Besitzerinen eines Bordells genannt) in New Orleans. Um eines klar zu stellen die Autobiographie ist in keiner Weise pornografisch. Sie beschreibt das 19. Jahrhundert aus einen für den meisten Leser recht ungewohnten Blickwinkel. Ich hab nicht lange überlegt als ich mir das Buch gekauft hat, zumal momentan viel Wirbel darum gemacht (was merkwürdig ist, da die Autobiographie 1932 bereits geschrieben wurde, damals aber nicht gesellschaftsfähig war - Huren hatten keine Bücher zu schreiben und nicht erscheinen durfte. Erst 1970 kam es zu Erstveröffentlichung. Sind aber mittlerweile auch schon 30 Jahre her.) wird. So gibt es mittlerweile sogar eine Hörspielversion im Radio zu hören. Deswegen und weil ich generell eine gewisse Affinität fü das Rotlichtmilieu habe, kaufte ich mir das Buch und lass es innerhalb weniger Tage. Ich war recht angetan, warum erfahrt ihr in meinen Bericht, der sich gliedert in
*Wer ist Nell Kimbal (bzw. Inhaltbeschreibung)
*Wie schreibt die Autorin
*Wie besorg ich mir den Schmöker
*Fazit
*Wer ist Nell Kimbal (bzw. Inhaltbeschreibung)
Nell Kimball wird 1890 als Kind deutscher Auswanderer geboren. Ihr Vater ist ein bösartiger, verbitterte alter Katholik, dessen einzige Freude es zu sein scheint andere unter seinem religiösen Fanatismus leiden zu sehen. Nells Mutter arbeitet wie ein Sklave auf der Farm ihres Mannes und selten ist sie nicht schwanger. Das Leben auf dem Land ist erbärmlich, langweilig und ausgesprochen beschwerlich für Nell und ihre unzähligen Geschwister. Neben ihren Eltern und Geschwistern lebt aber auch noch Tante Letty auf der Farm, zum großen Missfallen Nells Vaters, der diese aufgrund ihrer fragwürdigen Vergangenheit (sie arbeitete als Prostituierte in New Orleans) nicht leiden kann, aber auf deren Miete angewiesen ist, da die Farm mies läuft. Tante Letty ist die einzige auf dem elterlichen Hof die Zeit und Wärme für die kleine Nell aufbringt. Sie erzählt ihr von New Orleans und dem besseren Leben. Kurz bevor Tante Letty den Löffel abgibt, erzählt sie der 14 Jahren Nell von ihrem Leben als Prostituierte und rät ihr die gleiche Richtung einzuschlagen, wenn sie jemals aus der Armut und dem Stumpfsinn der elterlichen Farm entkommen will. Wenig später haut Nell mit ihrem Lover Charlie einen älteren, einarmigen Veteranen aus dem Brüderkrieg ab Richtung New Orleans.
Anfangs laufen die Dinge recht gut für das ungleiche Paar. Sie leben von dem Geld was Charlie ergaunert hatte in ordentlichen Hotels. Doch Charlie ist dem Glücksspiel verfallen und so kommt es wie es kommen muss. Bald ist das Geld verbraucht und nachdem Charlie auch Nells Ersparnisse verzockt hat, lässt er sie allein im Hotel sitzen. So muss Nell alleine zurechtkommen, fast noch ein Kind. Verzweifelt und ohne einen Dollar denkt sie erst an Selbstmord, dann erinnert sie sich an den Rat ihrer Tante und sucht das Bordell auf indem jene eine Zeit gearbeitet hatte. Das Bordell was von Deutschen betrieben wird gehört mit zum besten was New Orleans an Bordellen zu bieten hat. Sie wird aufgenommen und in eine neue Welt geführt und mit ihr der Leser. So arbeitet sie jahrelang als Prostituierte in dem Haus und verkehrt nur mit der besseren Gesellschaft. Später verlässt sie das Bordell und lässt sich als Geliebte eines ihrer Stammkunden aushalten im eigenen Haus mit eigenem Personal. Aber als dessen Frau hinter die Affäre ihres Mannes kommt muss sie ausziehen und sich etwas neues suchen. Als Entschädigung wird sie mit Aktienpaketen abgespeist. Doch dann kommt eine Wirtschaftskrise, die Aktien sind nichts mehr wert und ihre Träume ein eigenes Bordell zu eröffnen zerschlagen sich. Sie steht wieder vor dem Nichts.
Also muss die arme Nell noch mal von vorne anfangen. Arbeitet wieder in Bordellen als Prostituierte. Wieder vergehen Jahre. Dann lernt sie Monty kennen einen der Weltbesten Safeknacker in den sie sich verliebt. Sie steigt wieder aus und macht einen auf Hausfrau. Sie und Monty leben glücklich von dem Geld was er erräubert. Doch Nell bleibt das Pech treu, Monty wird bei einem seiner Bankraube erschossen und zu allen Unglück ist sie auch noch schwanger. Doch diesmal ist für sie von Anfang an klar, dass sie sich nicht mehr Prostituierte möchte und so sucht sie nach "ehrlicher" Arbeit, was sich schwer gestaltet, da sie keine Ausbildung aufweisen kann. Die Dinge laufen schlecht und am Ende stirbt auch noch ihr kleiner Sohn an Tuberkulose. Doch dann kehrt das Glück wieder zurück und sie erhält von ihrem einstigen Gönner auf Bitten noch mal finanzielle Unterstützung, so dass sie genug Geld hat ihren Traum von einem eigenen Bordell in New Orleans zu verwirklichen.
Der letzte Teil beschreibt wie Nell ihr eigenes Haus führt und es zu einem der besten der ganzen Stadt macht. Das ganze ist angereichert mit unzähligen Anekdoten über Gäste, Personal und die Menschen im allgemeinen. Es wird auch auf dem ersten Blick unwichtig erscheinende Dinge eingegangen wie das richtige Mobilaar eines 1.A Hauses im 19. Jahrhundert. Das Buch endet im wesentlichen damit dass das New Orleans Rotlichtviertel von der Regierung zwangsgeschlossen wird und Nell sich zu Ruhe setzt. Später verliert sie ihre ganzes Vermögen bei Aktiengeschäften als die Weltwirtschaftskrise ausbricht. Ihre Memoiren sind im wesentlichen aus losen Notizen aus über 30 Jahren entstanden.
*Wie schreibt die Autorin
Obwohl Nell Kimball nur über eine geringe Schulbildung verfügt und ganz sicher auch keinen Creative-writing Kurs besucht hat, handelt es sich doch bei ihr um eine glänzende Erzählerin. Mit einer Lebendigkeit von Bukowski entwirft sie ein farbenprächtiges Bild ihrer Zeit, nennt die Dinge beim Namen und überrascht mit einer menschlichen Wärme und Herzlichkeit die manch einer einer Hure gar nicht zugetraut hat. Das ganze ist flott, witzig und sehr unterhaltsam geschrieben manchmal verliert Nell sich jedoch zu sehr in Details und Unwesentlichkeiten. Merkwürdig ist auch dass eine Frau, die ihr Leben lang von Männern benutzt worden ist immer noch eine so konservative Auffassung von Partnerschaft hat wie die Autorin ( Ihre Meinung nach würden die Ehen besser laufen, wenn die Männer weniger Rücksicht auf ihre Frauen nehmen).
*Wie besorg ich mir den Schmöker
Autorin: Nell Kimball :
Titel: Memoiren aus dem Bordell
Verlag: Diana-Taschenbücher
ISBN: 3-453-17728-2
Preis: 12 €
Daneben wird im Eichbornverlag, das Ganze auch als Audiobook angeboten. Gefällt mir persönlich nicht so gut, da die Sprecherin nicht zu überzeugen weiß. Ihre Stimmer ist viel zu kühl und steril für die Protagonistin. Dennoch für alle Interessierten auch noch mal die wichtigsten Daten
Nell Kimball
Memoiren aus dem Bordell
2CDs
€ 25
3-8218-5187-2
*Fazit
Die Autobiographie ist wirklich sehr gelungen, gut lesbar und weist nur ganz wenige Schwachpunkte auf. Zudem gibt es nur wenige Bücher zu dem Thema, die nicht wissenschaftlich sind oder kein Schund sind. Ich kann das Buch vom ganzen Herzen nur empfehlen. weiterlesen schließen -
Vera Kelly: * Keine Regeln für Sina*: Love & Crime aus dt. Landen
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Vera Kelly**: Keine Regeln für Sina
Die deutsche Marketingkauffrau Sina (Nachname unwichtig) ist rund dreißig Jahre alt, verdient gut und sieht gut aus - optimale Bedingungen für ein abwechslungsreiches Liebesleben, wie sich zeigt: Sina hat einen vollen Terminplan, denn an jedem Abend hat sie einen anderen Liebhaber zu empfangen. Da ist der Porschefahrer Karl, das ist der Familienvater Helmut und da sind andere. Statt mit Stundenlohn zeigen sich die Herren mit Geschenken für erwiesene Gunst erkenntlich.
Doch seltsam: irgendetwas scheint Sina zu fehlen, denn sie ist kaufsüchtig. Und Einkaufen befriedigt im Grund ein emotionales Defizit. Da lernt sie eines Abends in einer Herrenrunde den gutaussehenden Markus kennen. Er besitze das Touristikmagazin "Fünfstern", behauptet er. Aus dem Abendessen wird eine Liebesnacht, nach der Sina erkennt, dass sie mit Markus den Rest ihres Lebens verbringen möchte. So viel zur Romantik.
Die echte Liebe bringt aber ihren Gefühlshaushalt ebenso durcheinander wie ihren Terminplan. Auf einmal stellen die One-Night-Stands sie nicht mehr zufrieden, was natürlich die "Kundschaft" verwirrt. Prompt kommt es zu einem Ausbruch maximalen Chaos', in dessen Verlauf sie ihren Job verliert und ihre Wohnung verwüstet wird. Markus wundert sich nicht schlecht, als er danach auftaucht, wird aber durch optimalen Lügeneinsatz überzeugt, mit ihr durchzubrennen. Er hat fast eine Million Mark (keine Euro!) im Köfferchen dabei und möchte nach Spanien abhauen - möglichst mit Sina im Schlepptau.
Sina sagt ob dieses verlockenden Angebots nicht
nein, packt ein halbes Dutzend Koffer und folgt gen Süden. Doch schon wenig später werden die beiden von Markus' Partner verfolgt und prompt an der Costa d'Espana ausfindig gemacht. Dem Partner folgt der Porschefahrer Karl, der über ein Überwachungsgerät verfügt. Karl ist von Sina schwer enttäuscht und will sie für sich zurück erobern, etwa mit einem Waffenarsenal im Kofferraum.
In Barcelona kommt es zum Showdown, in dessen etwas wirrem Verlauf Markus' Partner von Karl erschossen wird, während dieser Sina entführt. Markus jedoch landet im Polizeigewahrsam, als vermeintlicher Mörder seines Partners. Nachdem Sina Karl in Nothilfe erschossen hat, hat auch sie in einer gemütlichen Gefängniszelle viel Zeit zum Sinnen und Träumen.
Mein Eindruck
A) Stärken des Buches
Das erste Viertel des Buches stellt dem Leser recht glaubwürdig Sinas Liebes- und Gefühlsleben vor. Diese Figur verfügt über einige Charakterzüge, die sie zur Identifikation geeignet machen, was aber fast schon so weit geht, dass sie dem Klischee der erfolgreichen modernen Geschäftsfrau entspricht. Sina weist kaum einen Zug auf, der sie unverwechselbar macht, geschwiege denn irgendwelche Defizite. Das macht sie zur optimalen Projektionsfläche für die Herren, denen sie ihre sexuellen Wünsche erfüllt, aber auch für Markus, der in ihr eine ideale Partnerin erblickt, die nicht nur gut aussieht, sondern auch die Philosophen liest.
Dass all dies nur Fassade und von zeitweiligem opportunistischem Charakter ist, erkennt Sina erst im Verlauf der Auseinandersetzungen mit den Männern. Bemerkenswerter Weise hat Sina keine Beste Freundin, die ihr den Spiegel vorhalten würde. Sina muss alles selbst und auf die harte Tour herausfinden. Das Buch ist also in komprimierter Form ein Entwicklungsroman, der sich der Formen des Krimis bedient.
Die Barcelona-Szenen überzeugen durch die detaillierten Kenntnisse, die die Autorin über Ort und Leute, Kultur und Sitten an den Tag legt.
Allerdings würden sich Nichtfußballer wünschen, nicht so lange Vorträge über Fußball lesen zu müssen.
B) Schwächen des Buches
Wäre es doch nur beim Krimi geblieben! Denn ab Seite 86 schlägt die Stimmung und die Erzählform um. Nun ähnelt Sinas Wohnung eher einer Bühne, auf der wildes Theater spielt gespielt wird - so wild, dass dies die Wohnung nicht übersteht und der Abbruch der Zelte unausweichlich ist. Das Genre dieses Theaters ist jedoch weder Goethe noch Schiller, sondern etwas zwischen Komödienstadel und Georges Feydeau.
Auch am Schluss, ab Seite 247, wird wieder Theater gespielt: nämlich das Weltgericht. Diesmal träumt Sina von Verdammung und Erlösung, erträumt sich das Paradies und die Hölle. Da tritt der grimme Schnitter ebenso auf wie gewisse Geister, etwa der Karls. Wir befinden uns in einem Morality Play, einem Mysterienspiel, wie es das Mittelalter nicht allegorischer nicht hervorbringen könnte.
Natürlich auch die Fernsehrealität nicht spurlos am Plot vorüber: Ein Eifersuchtsdrama erster Güte wird in Barcelona ausgespielt, bis die Kugeln fliegen und das Blut strömt. Schnelle Autos finden ebenso Einsatz wie Handgranaten und Sturmgewehre. Leider bleibt hierbei die Glaubwürdigkeit so mancher Figur auf der Strecke, dem Schaueffekt geopfert. Voyeure kommen auf ihre Kosten.
Warum ein Buch, das 2002 erscheint, immer noch mit Mark statt Euro rechnet, bleibt ein Rätsel. Süddeutsche Dialektbegriffe wie z.B. "rallig" (= läufig) und Redeweise dürften norddeutsche Leser verblüffen, ebenso wie unbekannte Wörter wie "unwegbar" (entweder "unwägbar" oder "unwegsam").
C) Fazit
Als Unterhaltungslektüre für den weiblichen Strandbesucher oder Zugpassagier mag der Roman recht gut geeignet sein, sofern frau keine höheren Ansprüche an die Glaubwürdigkeit der Handlung und bestimmter Figuren stellt. Männlichen Lesern könnte die Sinas Verehrer etwas zu klischeehaft vorkommen. Wer nichts gegen Theaterzauber hat, dürfte mit Vergnügen die chaotischen Szenen ab Seite 86 genießen.
Michael Matzer © 2002ff
Info: Betzel Verlag, 2001, Nienburg; 264 Seiten, ISBN 3-932069-82-x, Preis: 10,12 EU.
**: Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich der dt. Autor Norbert Sternmut alias Norbert Schmid aus Stuttgart.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-17 10:53:44 mit dem Titel Dean Koontz: *Der Geblendete*: Zwischen Religion und Quantenmechanik
Der Horrorautor versucht sich an einer Familiensaga, die mit einer makabren Farce kontrastiert wird: eine gewöhnungsbedürftige Mischung für alle, die von Koontz kurze, knackige Horrorkost gewöhnt sind. Nie war der Unterschied zu Stephen King deutlicher zu sehen als an diesem Buch.
Handlung
Als Bartholomew Lampion am 6. Januar 1965, dem Dreikönigstag, geboren wird, stirbt sein Vater Joe bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg zum Krankenhaus, in dem seine Frau Agnes ihr Baby zur Welt bringen will: Barty. Agnes Lampion überlebt knapp.
Im Alter von drei Jahren müssen die Ärzte Bartys Augen durch eine vorbeugende Operation entfernen, um Krebs zu verhüten. Wiewohl augenlos, erlangt er mit 13 Jahren seine Sehkraft wieder - doch ohne dass ein himmlische Kraft eingreift: Er besitzt die Fähigkeit, sich das vorzustellen, was andere Bartholomews in parallelen Universen sehen können..
Bartholomews Name erschallt in den Albträumen des Serienmörders Junior Cain. Seit Junior seine bildschöne und vertrauensselige Ehefrau Naomi in einem spontanen Impuls - würde er es tun können? - von einem morschen Aussichtsturm gestoßen hat (ebenfalls am 6. Januar 1965), kennt er die Lust am Töten. Er fühlt sich dann wie der Herr seines Schicksals - nur so kann er die Lehren des Selbsthilfe-Psychoberaters "Caesar Zedd" optimal umsetzen. Cain hat nämlich ein Problem: Er besitzt weder Moral noch Gewissen.
Doch Junior hat eine Nemesis, die ihn bei Tag ständig verfolgt: einen Polizisten und Ex-Pfarrer namens Thomas Vanadium, der ihm schwer auf den Senkel geht. Immer wieder tauchen bei Cain wie aus dem Nichts Vanadiums Markenzeichen auf: Vierteldollar-Münzen. Denn Vanadium hat wie Bartholomew einen guten Dimensions-Trick drauf.
Und nachts sucht Junior Cain der Name Bartholomews heim. Doch wer ist das? Ist es sein eigener Sohn, den er zeugte, als er einst eine junge schwarze Krankenschwester namens Seraphim White brutal vergewaltigte?
Auf seiner besessenen Suche nach Bartholomew findet er nach drei Jahren (also '68) heraus, dass damals nicht ein Sohn, sondern eine Tochter namens Angel gezeugt wurde. Angel wächst nach dem Verkehrstod ihrer Mutter bei deren Schwester Celestina auf - beide sind Töchter des Erweckungspredigers Harrison White, der über Radio die Bartholomew-Legende im ganzen Westen populär gemacht hatte - was zu Bartys Namen und Cains Fluch führte.
Als Junior erneut in ihr Leben einzudringen versucht und Angels Pflegemutter erkennt, in welcher Gefahr sie beide schweben, flieht sie mit ihrer Tochter von Oregon nach Kalifornien und findet Obdach bei der gutherzigen Familie Lampion, die einen blinden Sohn hat. Er verfügt über außergewöhnliche Intelligenz und übersinnliche Fähigkeiten: Bartholomew.
Als Angel und Barty einander begegnen, erscheinen sie wie für einander bestimmt. Alle, die Barty begegnen, lieben ihn. Alle außer Junior Cain...
Mein Eindruck
Die Erzählweise
Die Erzählweise scheint auf den ersten Blick nicht aus dem Rahmen zu fallen. Hin und her springt der Blickwinkel zwischen den den Szenen mit dem durchgeknallten Junior Cain und denen, in denen Bartys Familie Lampion oder Angel White auftreten. Cain ist die Verkörperung des amoralischen Bösen, Barty und Angel sind die guten Wunderkinder.
Und dann gibt es gibt noch andere Akteure, wie etwa Tom Vanadium und seine Freunde. Sie spielen die Schutzengel der beiden Wunderkinder, verfügen wie Vanadium ebenfalls über ausgefallene Fähigkeiten. Und da dieser breit angelegte Roman zudem eine Familienchronik ist, nimmt der Hintergrund der Familien wie auch des jeweils aktuellen Weltgeschehens einen gewissen Raum ein: dieses Webmuster ist recht komplex. Doch es wird in gemächlichem Tempo ausgebreitet, so dass der Leser immer weiß, woran er mit wem ist.
Ein wunderbarer, ein lächerlicher Schurke
Was mich von Anfang an störte, waren die eindeutigen, "sprechenden" Namen: Vanadium ist eine der härtesten Werkzeuglegierungen. Lampion ist das frz. Wort für "führende Leuchte", etwa an einer Kutsche. "Cain" verweist auf den alttestamentarischen Mörder seines Bruders Abel. Dieses Stilmittel verweist "Der Geblendete" in das Genre der moralisierenden Chroniken, die mitunter auf biblischen Figuren wie etwa Judas oder Saulus/Paulus (vgl. Wunder von Damaskus) verweisen. Es gibt tatsächlich einen Freund der Familie Lampion, der Paul Damascus heißt! Für gute Literatur ist dies sicherlich reichlich platt.
Die schier unerträgliche Güte der Familien Lampion und White wird kontrastiert von Junior Cain, der weder Moral, Geschmack noch Gewissen kennt. Aber er hat Erfolg bei den Frauen und hält sich einiges darauf zugute - bis er von einem cleveren Transvestiten aufs Kreuz gelegt wird. Auch mit seinem Leben gemäß den Lehren von Caesar Zedd scheint Junior Erfolg zu haben. Doch wenn es darauf ankommt, sich zwischen Denken und handeln zu entscheiden, zeigt sich in Zedds Gedankengebäude ein Widerspruch - natürlich im ungünstigsten Moment.
Vollends zur Farce wird Juniors Leben durch seinen Kunstgeschmack. Gute Kunst ist für ihn jene, die ihn verunsichert und in Frage stellt. Celestina White hingegen malt wunderschöne Bilder mit Naturmotiven - Cain ist dieser "Postkartenkitsch" ein Gräuel. Während seine bevorzugte Kunst teure Augenwischerei ist, verkaufen sich Celestinas Gemälde praktisch von alleine. Wer hat nun Recht: die Kritik oder die Käufer? Symbolisch für Juniors Geschmack und Weltsicht steht seine wertvollste Skulptur: Die "Industriefrau" besteht aus Schrott und kostete ein Heidengeld - für ihn großartige Kunst.
Trotz seiner vielbeschworenen Rationalität und Selbsthilfe-Psychologie ist Junior immer noch ein Kind: Er glaubt am Schluss an Schwarze Magie, Reinkarnation ("Bist du da drinnen, Naomi?" fragt er Angel) und Transzendentale Meditation. Mit der Figur des Cain hat Dean Koontz das Motiv des Scharlatans weiterentwickelt: War es in "Stimmen der Angst" noch der Psychiater selbst, der als Schurke seine Opfer zur Strecke brachte, so ist es nun der Jünger des Scharlatans Caesar Zedd, der stellvertretend Opfer fordert. Hier bringt Koontz wieder mal deutliche Kritik an Missständen der amerikanischen Kultur und ihren Medien (in jedem Wortsinne!) an.
Die "unerträglichen" Guten
Der Kern der Familie Lampion, den eigentlichen Guten, bilden Bartys Mutter Agnes und ihre beiden Brüder Edom und Jacob. Alle drei hatten als Kinder unter der gewalttätigen Erziehung ihres Vaters zu leiden. Agnes' Rücken ist für immer von Narben entstellt. Jacob und Edom glauben heute nur noch an den Gott, der entweder menschliche (Jacob) oder natürliche (Edom) Katastrophen schickt, um die Menschen zu züchtigen. Diesem Pessimismus steht einzig und allein Agnes entgegen: Sie ist die Kuchenfee, denn in ihrer Nachbarschaft verschenkt sie selbstgebackenen Kuchen. Als Gegenleistung erhält sie Liebe und natürlich Geschenke.
Dass diesen Gutmenschen früher oder später etwas von Junior Cain angetan wird, erscheint von Anfang an unausweichlich. Doch warum muss Cain die ausführende Hand sein? Er kennt ja lediglich einen einzigen Namen: Bartholomew, sonst nichts. Er hat noch nie von den Lampions gehört. Und daher muss ich nun auf das tiefere Wirkprinzip im Handlungsverlauf zu sprechen kommen.
Zufall oder Quantenmechanik?
Gibt es Gott oder gibt es den Zufall? Das ist die grundlegende Frage für einen Menschen, der sich wie Koontz mit Glaube und moralischen Fragen von Gut und Böse befasst. Wenn es Gott gibt, dann gibt es auch von ihm abgeleitete moralische Werte. Sie sind in den Lampions und Whites verkörpert. Gibt es ihn nicht, sondern nur den puren Zufall, dann gibt es keine Werte, da alles relativ ist und somit keinen Vorrang einnimmt, der moralisches Handeln erlauben würde. Für diese Weltsicht steht Junior Cain, der Serienkiller. Hier treten wiedersprüchliche Selbsthilfe-Leitsprüche an die Stelle der 10 Gebote.
Doch was wäre, wenn der Zufall aufgrund der modernen Theorie der Quantenmechanik ein Werkzeug der Natur - und mithin eines lenkenden Gottes - wäre? Dann wäre auch Junior Cain ein notwendiger Bestandteil des göttlichen Plans und das Zusammentreffen mit den Lampions vorherbestimmt.
Das mit der Quantenmechanik ist natürlich eine wackelige Sache, und Koontz lässt Tom Vanadium die Theorie nur sehr verkürzt vortragen und erklären - um nicht zu langweilen. Laut Quantenmechanik existieren unendliche viele Paralleluniversen, und alle Teilchen sind auf subatomarer Ebene miteinander - auch kausal - verbunden. Quod erat demonstrandum: Barty geht bei Regen da, wo es keinen Regen gibt und wird nicht nass. Angel sieht interessante Farben und Wesen aus anderen Dimensionen. Und ihrer beider Tochter Mary kann sogar zwischen den Dimensionen wechseln: Now you see her, now you don't.
Was bedeutet dies für die beiden Seiten? Für Junior rein gar nichts, denn er hat davon keinen Schimmer und lässt sich von Zedds Leitsprüchen ebenso irreleiten wie von seinem Aberglauben. Er wird immer wieder Opfer des "Zufalls", denn er weigert sich - gemäß den Lehren Zedds - aus der Vergangenheit zu lernen. Für die Lampions und Whites hingegen ist die Entdeckung der Paralleldimensionen und der Fähigkeit, damit etwas anzustellen, ein zunächst beängstigendes Wunder, das sie aber in ihr Weltbild und ihren Glauben integrieren können. (Redet die Bibel nicht die ganze Zeit von Wundern?)
Fazit
Zunächst erfordert "Der Geblendete" eine Umgewöhnung bei den Koontz-Fans. Dieser Roman ist noch breiter angelegt als "Stimmen der Angst" und beschäftigt sich noch intensiver mit den Fragen der Religion, der Scharlatanerie und der moralischen Wertung. Bei bibelfesten US-Lesern dürfte er damit offene Türen einrennen.
Auch der Schurke im Stück ist gewöhnungsbedürftig: einen derart teuflischen, amoralischen Schwachkopf wie Junior Cain hat man bei Koontz - und allgemein im Horrorgenre - noch nicht gesehen. (Vanadium lässt zu Cain ein paar erhellende Worte fallen.)
Zum anderen ist der Roman, genau wie ein realistischer Roman, eine Chronik der Epoche, in der seine Handlung spielt: die Zeit von 1965 bis 1968 war wohl eine der aufregendsten Phasen in der Entwicklung des 20. Jahrhunderts. Als Abspann empfindet man dann die Weiterführung der Chronik bis ins Jahr 2000, vorgeführt anhand der Familie Lampion & Co.
Fans des traditionellen Koontz werden noch mehr Probleme mit diesem Roman haben, als sie schon mit "Stimmen der Angst" hatten. Positiv denken: Dieser Autor entwickelt sich wenigstens weiter, im Gegensatz zu so manchem Kollegen. Und er verfügt über eine feinen, vielseitigen Humor - diesen bringt der Übersetzer gut ins Deutsche (mal abgesehen von den vielen Druckfehlern).
What the Dickens?**
In den USA und GB hat Koontz bereits seinen nächsten Schmöker (760 Seiten) veröffentlicht: "One door away from heaven". Zusammen mit "Der Geblendete" und "Stimmen der Angst" bildet dieses Buch ein Trio in Koontz' Spätwerk, das in seiner epischen Breite und seinem moralischen Engagement an Charles Dickens erinnert.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: From the corner of his eye, 2000; Heyne 05/2002, München; Nr. 43/213; 888 Seiten, EU 24,00, aus dem US-Englischen übertragen von Waltraud Götting; ISBN 3-453-21405-6
**: Zu deutsch soviel wie "Was zum Geier?"
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-16 19:32:22 mit dem Titel Don & Petie Kladstrup: *Wein & Krieg*: Die Schlacht um den besonderen Saft
Frankreich und Wein: das ist ein und dasselbe. Wenn man den Franzosen den Wein nehmen würde, so hätte das tiefgreifende Folgen für ihr Leben. Wer das nicht glauben mag, sollte unbedingt dieses Buch lesen.
Das Buch erzählt kenntnisreich und höchst bewegend von den Schicksalen, die mit Frankreichs größtem Reichtum, dem Wein und seinem Anbau, verbunden waren - ein noch nie erzähltes Kapitel der jüngeren europäischen Geschichte.
Die Autoren
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Don und Petie Kladstrup sind Weinliebhaber und Weinkenner, denen es immer wieder gelingt, über die geschichte und Kultur des französischen Weins spannend, informativ und erfolgreich in Publikationen in Frankreich wie auch in der Welt zu veröffentlichen (u.a. "The Wine Spectator"). Sie leben in der Normandie und Paris. Für ihre Reportagen und Dokumentationen wurden sie bereits mehrfach ausgezeichnet.
Für dieses Buch haben sie Winzer und ehemalige Widerstandskämpfer ausfindig gemacht. Nicht alle wollten über die schlechte Zeit 1940 bis '44 sprechen. Aber manche konnten sie veranlassen, ihre geschichte authentisch, ungeschminkt und phantasievoll zu erzählen. Manche Episoden klingen unglaublich, entsprechen aber völlig der Wahrheit.
Inhalte
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Während der deutschen Besatzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg wurden Millionen Flaschen Wein, Champagner und andere wertvolle Spirituosen auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers ins Deutsche Reich abtransportiert - die größten Schätze z.B. reservierte der "Führer" für sich und lagerte sie bei Berchtesgaden unter einem Berggipfel ein; französische Truppen konnten sie 1945 unversehrt wieder retten: eine Großtat von nationalem Rang. So beginnt das Buch.
Wir erfahren, wie nach dem Einmarsch der Wehrmacht und der SS zuerst die Champagner- und Weinkeller (sowie berühmte Restaurants in Paris) geplündert und später der Weinexport durch die Deutschen organisiert wurden. Dies erfolgte durch sogenannte "Weinführer". Frankreich als Nation sollte ebenso gedemütigt werden wie die Franzosen als lebensfrohe Individualisten.
Aber der Befehl Hitlers zum Abtransport der besten Spirituosen aus Frankreich trieb die Winzer auf die Seite der Résistance. Sie kämpften, gewährten Unterschlupf in den mitunter kilometerlangen Kellern und teilten die Bestimmungsorte der großen Champagner-Bestellungen mit, aus denen sich die deutschen Truppenbewegungen voraussagen ließen.
Lebendig schildern die beiden Autoren das Schicksal der französischen Winzer. Als Beispiele dient das Leben eines halben Dutzends Familien: aus dem Elsass, aus der Champagne, dem Loiretal, aus Burgund und dem Bordelais (um Bordeaux). Stets sind die Familienmitglieder bedroht, von 1940 bis zur Befreiung 1944. Sie müssen fürchten, ihren Besitz, ihre Weine und Champagner, ihre Gesundheit und nicht zuletzt auch ihr Leben zu verlieren (von der Freiheit ganz zu schweigen).
Doch ihnen wird später, nach Befreiung und Kriegsende, vorgeworfen, mit den deutschen Besatzern kollaboriert zu haben. Daher bleiben die damaligen Ereignisse und Schicksale weitgehend unbekannt, aus Furcht vor Vergeltung und Repressalien. Warum aber gehörten viele Winzer zu den wichtigsten Helfern der Résistance?
Und wie gelang es Pierre Taittinger, dem Bürgermeister von Paris und einem der führenden Champagnerhersteller der Welt, General von Chlotitz zu überzeugen, die Seinemetropole nicht dem Erdboden gleichzumachen, wie Hitler befohlen hatte? Und warum wurde der Hafen von Bordeaux, wo Millionen wertvoller Weinflaschen lagerten, bei Abzug der deutschen Truppen nicht in die Luft gesprengt, wie es befohlen worden war?
Beispiele
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Mit Mut und Einfallsreichtum retteten die Franzosen ihr "wertvollstes Juwel" vor dem Zugriff der deutschen Besatzer: Eisenbahner ließen ganze Züge mit Weinlieferungen im Nirgendwo der Provinz verschwinden. Eine Teppichreinigung versorgte die Pariser Weinrestaurants mit echtem Staub, um jungen Wein als uralte Raritäten den deutschen "Gästen" servieren zu können.
Für Goebbels, Göring und andere Nazi-Größen (Hitler gab sich als Anti-Alkoholiker, raubte aber wie ein Weltmeister) ließ man falsch etikettierten Mouton-Rothschild liefern; aus der Champagne kam "sprudelndes Spülwasser", wofür Pierre Taittinger (s.o.) ins Gefängnis wanderte.
Hart muss es wohl auch jenen Winzer getroffen haben, der Tausende von Flaschen in einem nahen Teich versenken ließ. Leider fielen am anderen Morgen die zahlreichen Flaschenetiketten auf der Teichoberfläche den falschen Leuten auf.
Die Anhänge
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Auf rund 60 Seiten liefert das Buch so viele ergänzende Angaben, dass sie es praktisch in den rang der Wissenschaftlichkeit erheben: Landkarte, Fotos, Glossar; Anmerkungen (Zitatbelege); Bibliographie; Verzeichnis der Abbildungen; Danksagungen; Wein- und Champagnerregister, Namenregister, Sach- und Ortsregister.
Mein Eindruck
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Ich habe dieses Buch binnen drei Tagen verschlungen, denn es liest sich wie ein spannender Kriminalroman. An mehreren Stellen war ich zu bewegt, um meine Tränen zurückhalten zu können - von zu viel menschliches Leid musste ich lesen. Aber dennoch sind die Geschehnisse zu wichtig und zu spannend dargestellt, um mit Lesen aufhören zu können.
Die lebendigen Schilderungen werden dem Thema ebenso gerecht wie die zahlreichen und exakten Hintergrundinformationen: eine wahre Goldgrube von Einzelheiten, die das Buch aus dem Reich der Erlebnisliteratur in den Rang einer authentischen, nachprüfbaren Dokumentation heben.
Ich kann mich nicht an viel Humor in diesem Buch über ein ernstes Thema erinnern. Doch was an Humor vorhandenn ist, besteht oftmals in Ironie und Situationskomik. So etwa, wenn die amerikanischen Befreier bei ihrem Vormarsch in der Normandie etc. auf vergrabene Weinflaschen stoßen, ob sie nur einen Schützengraben ausheben wollten. Oder der missglückte Versuch, Weinflaschen im Teich zu verstecken. Oder die zahlreichen Meldungen eines Bahnhofswärters, in denen sich zahlreiche gründe finden, warum dieser oder jener Zug mit Wein verschwand.
Unterm Strich
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Die umfangreiche, einmalige Dokumentation erzählt ein bislang wenig beachtetes Kriegskapitel: der organisierte und fortgesetzte Raub des eigentlichen Reichtums Frankreichs: Weine und Champagner. Die menschlichen Schicksale, die mit diesen Raubzügen in Verbindung stehen, erschüttern selbst hartgesottene Leser. Ein umfangreicher Anhang überzeugt von der Authentizität des Geschehens und liefert zahlreiche hilfreiche Hinweise.
Natürlich sollte man schon mal etwas von Rothschild, Taittinger oder Bordeaux gehört haben - nur so kann man wohl dem Thema etwas abgewinnen. Doch nur die wenigsten von uns haben diese Schätze jemals gekostet. Das ist eigentlich sehr schade, denn erst, wenn man einmal einen wirklich guten Wein gekostet hat, weiß man Qualität in dieser Hinsicht zu würdigen: Ein edler Tropfen ist wie eine Offenbarung. Und dann weiß man auch, was der Verlust eines guten Jahrgangs im Grunde bedeutet.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: Wine and war - The French, the Nazis and the battle for France's greatest treasure, 2001; Klett-Cotta 07/2002, Stuttgart; 380 Seiten, EU 24,00, aus dem Englischen übertragen von Dietmar Zimmer; ISBN 3-608-93511-8
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-15 15:56:19 mit dem Titel J. Krakauer: *In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest.*: Packend, aber nicht fehlerfrei
Krakauers Bericht über die Everest-Katastrophe von 1996 ist eine der bewegendsten Schilderungen einer Everest-Besteigung. Es gab schon andere, natürlich die vom Erstbesteiger Sir Edmund Hillary, aber auch die von Reinhold Messner.
Doch nur Krakauers Buch lieferte die Vorlage für einen Hollywoodfilm. Aber Buch und Film unterscheiden sich in zahlreichen Details, nur die grundlegenden Tatsachen sind gleich. Und dann bestehen noch Zweifel, ob der Bericht überhaupt stimmt.
Der Autor
Jon Krakauer war schon um die Vierzig, als er 1996 nach Nepal flog. In seiner Jugend hatte er zahlreiche Bergtouren gemacht, die er in seinen Reportagen unter dem Titel "Auf den Gipfeln der Welt" (Eiger Dreams") beschrieben hat. Als Journalist ließ er sich mit seiner Lebensgefährtin Linda in Seattle nieder, wo er als Redakteur des Magazins "Outside" - nicht zu verwechseln mit "Outside Online" - arbeitet.
1996 erschien sein erster Bestseller "In die Wildnis" ("Into the Wild") über einen jungen Aussteiger, der in Alaska umgekommen war. Auch darin ging es um das Scheitern von Träumen und Ambitionen an den harten Bedingungen der Realität, sei es in der Wildnis oder in den Bergen.
Inhalte bzw. "Handlung"
Jon Krakauer wollte als Journalist, also als Beobachter an einer Expedition auf den höchsten Berg der Welt teilnehmen, um für das "Outside"-Magazin darüber zu schreiben: Der ungewöhnlich lange Artikel erschien in der Septemberausgabe 1996 und wirbelte viel Staub auf, enthielt aber einige falsche Darstellungen. Die Reaktionen und notwendigen Korrekturen flossen in dieses Buch ein. Man kann die Einschränkungen etc. an den zahlreichen Fußnoten ablesen.
Es war eine der geschäftigsten Saisons am Everest überhaupt, als Krakauer im April bereits angeschlagen im Basislager ankam. Es folgten vier Akklimatisierung unter den fast ein Dutzend Expeditionsteams, von denen einige unter höchst dubiosen Umständen zustandegekommen waren. Laut Krakauers Darstellung war das Team des Bergführers Rob Hall eines der am besten geführten. Man fühlte sich sicher. Und doch sollte ausgerechnet Rob Hall auf dem Berg sterben.
Als Jon Krakauer den Gipfel am frühen Nachmittag des 10. Mai 1996 erreichte, hatte er bereits 57 Stunden lang nicht geschlafen, kaum etwas essen können und litt unter dem massiven, anhaltenden Sauerstoffmangel - trotz des künstlichen Sauerstoffs, den alle außer den stärksten Bergstiegern atmen mussten. Die Luftdichte in 9000 Metern Höhe entspricht einem Drittel derer auf Meereshöhe.
Als er wieder absteigen wollte, bemerkte er zweierlei: merkwürdige Quellwolken, die das Tal heraufzogen, und mehr als 20 Bergsteiger, die seinen Weg blockierten. Die resultierende Verzögerung führte fast zu seinem eigenen Tod, denn als sich die heraufziehenden Wolken zu einem tobenden Schneesturm ausgewachsen hatte, sah Krakauer kaum die anderen Bergsteiger auf dem Südsattel oder die Zelte im darunter liegenden Lager IV.
Doch der Sturm wurde noch stärker, während sich noch fast 20 Kletterer auf dem Südwestgrat aufhielten. Am Ende des Tages waren fünf Teilnehmer der verschiedenen Expeditionen in Eis und Kälte umgekommen. Am Endes Tages waren 8 Menschen tot, am Ende der Saison zwölf - ein hoher Tribut an Leben, wie ihn der Everest selten erlebt hat.
Der Tod von Bergführer Andy Harris ließe sich direkt auf Krakauers Mangel an geistiger Präsenz zurückführen, denn Krakauers hätte sonst bemerkt, dass Harris selbst bereits massiv unter der Höhenkrankheit litt, als er ihn zuletzt sah. Krakauer hätte etwas unternehmen können. Doch so muss er heute mit Harris' Tod auf dem Berg leben.
Durch den Einsatz des kasachischen Bergführers Anatoli Boukreev (der selbst ein Buch darüber geschrieben hat) gelang die Rettung von an die fünf Expeditionsmitgliedern. Leider spielt dies Krakauer einigermaßen herunter, was wohl nicht ganz fair erscheint.
Mein Eindruck
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Das Buch packt einen schon vom Kapitel an, als der Autor den Moment auf dem Gipfel des Everest beschreibt und sich das Verhängnis bereits anbahnt, das zur Katastrophe führen soll. Davor stehen die Einleitung und eine mehrseitige Liste der Teilnehmer an den verschiedenen Expeditionen.
Immer wieder schiebt der Autor historische Rückblicke ein, um den Leser mit dem Berg und seinen erfolgreichen und erfolglosen Bezwingern bekannt zu machen. Krakauer gibt die Geschichte und die Abenteuer großer Everest-Pioniere wieder, darunter Sir Edmund Hillary und Tenzing Norgay, die zwei Männer, die den Gipfel als erste erreicht hatten.
Einen großen Einschnitt bedeutete die Besteigung durch einen Amateur, der lediglich einen Haufen Geld bezahlt hatte. Nach dem Jahr 1988 setzte eine Art Massentourismus ein, und die Teilnahmegebühr erhöhte sich von 10.000 auf 65.000 Dollar.
Doch das schreckte etliche Leute nicht ab, die einfach nur ihre "Sieben-Gipfel-Quote" komplettieren wollten: die Liste der jeweils höchsten Berge auf den Kontinenten. Auch in Krakauers Team befand sich so jemand darunter: In Sandy Pittmans Sammlung fehlte noch der Everest. Er sollte sie beinahe umbringen.
Denn der Everest ist ein unversöhnlicher Berg. Er wird von den Sherpa als "Muttergöttin der Welt" (Sagarmatha) kultisch verehrt. Noch bevor es dem ersten Menschen gelang, einen Fuß auf den Gipfel zu setzen, hatte der Everest bereits 24 Menschen aus 15 verschiedenen Expeditionen das Leben gekostet.
Dabei ist es nicht einmal das Terrain selbst, dem die Menschen zum Opfer fallen. Häufig ist einfach die extreme Höhe: Ab 7000 Metern beginnt die "Todeszone", in der der Körper beginnt, sich selbst zu verzehren: kein Essen, kein Schlaf. Große Gefahr droht von den durch die Höhe und dünne Luft ausgelösten Krankheiten: Lungen- und Gehirnödem, im Original HAPE und HACE genannt. Bei deren Auftreten hilft nur noch der rasche Abtransport in in tiefere Lagen oder die künstliche Herstellung einer entsprechenden Atmosphäre in einem Spezialzelt (Gamow-Zelt). Manchmal kommt auch diese Maßnahme zu spät.
In Rob Halls Expedition waren es nicht nur bergsteigerische oder gesundheitliche Unzulänglichkeiten, sondern einfach menschliche Fehler, die sich "zu einer kritischen Masse summierten": falscher Ehrgeiz, Konkurrenzdenken, übersteigerte Personenverehrung oder einfach Geldgier. Am Ende fehlten Kraft und Zeit. Es kam zu einer kritischen Situation im Schneesturm, die direkt fünf Menschenleben forderte. Weitere folgten als indirekte Folge.
Die Unterschiede zum Film
Im Film, der um den 10.12.2002 gesendet wurde, wurde die Zahl der Teilnehmer radikal reduziert: Nur noch eine Handvoll Leute spielen eine Rolle, alle anderen sind Statisten. Das Drehbuch komprimiert auch in anderer Hinsicht: Zitate werden anderen Figuren in den Mund gelegt, nebensächliche Vorkommnisse erhalten eine herausragende Bedeutung. Als echtes Drama aber streicht der Film das lange Sterben von Rob Hall heraus, seine letzten Worte an seine schwangere Frau usw. - da wird die Tränendrüse gedrückt bis zum Gehtnichtmehr.
Unterm Strich
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Krakauer liefert einen packenden, minuziös geschilderten Bericht, der trotz seiner persönlichen Sichtweise zu überzeugen weiß, weil er weder mit Hintergrundinformationen über Berge, Menschen und alpine Technik geizt, noch mit den Konsequenzen der Katastrophe nach seiner Rückkehr hinterm Berg hält.
Hinweise auf andere Quellen
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Man möchte sich seiner kritischen Sicht über die Auswüchse des modernen Alpinismus im Hochgbirge anschließen. Aber man sollte auch andere Quellen hinzuziehen, um auch andere Aspekte der Wahrheit zu erfahren: Sehr empfehlenswerte Bücher zu dieser Tragödie sind: "Der Gipfel", von Anatoli Boukreev und "Die letzte Herausforderung" von Lene Gammelgaard, einer Teilnehmerin an der Mountain Madness Expedition des damals umgekommenen Bergführers Scott Fischer.
Außerdem gibt es bei Amazon.de auch ein Buch des beiahe umgekommenen Kunden Beck Weathers - eine der erstaunlichsten Wiederauferstehungen, von der ich je gehört habe (und die im Film gehörig herausgestellt wird). Das Buch von Boukreev habe ich besprochen. Der Film, den David Breashears und Ed Viesturs von der gleichzeitig stattgefundenen IMAX-Epedition gedreht haben, ist ebenfalls informativ - von dem beeindruckenden IMAX-Breitwandfilm ganz zu schweigen.
Michael Matzer (c) 2002ff
Info: Into thin air, 1997; Piper 2000, München; ISBN 3492229700, Preis: EUR 9,90, gebraucht ab EUR 4,95 , broschiert - 389 Seiten weiterlesen schließen -
Wie soll das Kind denn bloß heißen????
03.12.2002, 20:13 Uhr von
mbumr
Hallo ich bin Melanie aus Schleswig Holstein!Ich bin eine junge Mutti von einem kleinem süßen Jun...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Nein
Wie soll es heißen??? Ein Buch von Dietrich Köhr
Dieses Buch ist ein Namensbuch mit alle möglichen Namen und die jeweilige Bedeutung zum Namen! Ich hatte es mir damals in der Schwangerschaft gekauft um überhaupt mal einen Überblick von all den Namen zu schaffen die es doch so gibt!
Erst mal gesagt:
Ja so ist es nun mal ein Kind wird kommen und da ist die Wahl des richtigen Vornamens gar nicht so einfach!
Es ist eine schöne aber auch eine ernstzunehmende Aufgabe! Sie gehört zu den Vorfreuden der Eltern die auf das Kind warten!
So ein Name sollte auch wirklich gut überlegt sein immerhin muss das Kind sein ganzes Leben lang damit auskommen und leben...er kann sich sogar auf die Persönlichkeit des Kindes auswirken.
So war es früher:
Früher gab es nicht so viele Namen wie heute, den früher gab es Traditionen oder glauben die an Namen gebunden waren, heute entscheiden wir wohl doch eher frei nach eigenem Ermessen über den Namen unseres Kindes!
Die Namen:
Es gibt so viele Namen im Buch das ich diese wohl kaum aufzuzählen brauche :- ) oder?
Ich finde schön das auch Ableitungen oder gekürzte Namen drin stehen , so z.b. Michael und Michel oder Migel!
Auch gibt es lange und kurze Namen und auch alle Länder sind vertreten von Russland bis Singapur! :- )
Der Name soll ja auch zum Nachnamen passen und dafür ist die Länge oder küre doch sehr wichtig finde ich!
Auch der Klang und der Sinn muss zum Nachnamen passen und er muss einfach nur schön sein :- )
Der Name:
Der Name an sich ist wichtig, denke ich, da ein ausgefallener Name dem Kind schon in der Schule Schwierigkeiten bereiten kann und es so gehänselt oder verspottet wird und so kann sich ganz schnell eine Abneigung gegen den eigenen Namen entwickeln und das sollte man doch zu vermeiden wissen oder???
Auch gibt es sogenannte Modenamen , das sind dann die wo in einer Klasse oder Gruppe gleich 3 oder mehr Kinder den selben Vornamen haben! Finde ich auch nicht so toll!
Das alles sollte man bei der Namenswahl beachten und deswegen ist dieses Buch so hilfreich dabei, da man sich als Eltern über den Namen einigen kann und auch die Bedeutung oder den Sinn des Namens versteht und so schon zum Namen eine Beziehung aufbauen kann und der gewählte Name wird schön sein!!!
Das Buch:
Das Buch ist in Junge und Mädchen aufgeteilt und geht jeweils von a bis z einmal in blau und einmal in Rosa am Rand gekennzeichnet!
Die Namen an sich sind dunkelblau hervorgehoben und genau dahinter befindet sich die jeweilige Bedeutung oder die Weiterleitung zum Hauptnamen!
Es sind immer mal kleine Bildchen abgebildet die das Buch etwas gestalten, das ist aber eher dezent gehalten !
Es stehen so 3000 Vornamen in diesem Buch und man findet moderne und auch traditionelle Vornamen.
Außerdem stehen auch ausländische und Deutsche Namen drin und sie sind nicht getrennt voneinander, was ich persönlich gut finde!
Hinter jedem Namen steht wie gesagt die Bedeutung und auch die Herkunft!
Dieses Buch ist am besten geeignet für werdende Eltern zum selbst kaufen oder zum Schenken lassen!
Natürlich kann sich auch jeder andere dieses Buch kaufen wer neugierig auf die Bedeutung und Herkunft seines Namens und der anderen ist!!!
Das Buch bekommt man im Bertelsmann und wurde 1997 geschrieben bzw ist es erschienen!
Vom Falken Verlag in Niederhausen!
Es kostet so 15 Euro und ist ein Deutsches Buch mit Sinn und Zweg! :- )
So und nun viel Spaß beim Namen aussuchen wünscht Melli weiterlesen schließen -
Körner Heinz - Die Farben der Wirklichkeit
Pro:
siehe Text
Kontra:
siehe Text
Empfehlung:
Nein
Zur Zeit lese ich mich durch die Buchbestände einer Bekannten durch. Dabei habe ich auch, wieder einmal, das Büchlein aus dem lucy-körner –Verlag gelesen. Ich habe mir das Buch selbst schon 3 x gekauft aber dann immer wieder spontan verschenkt.
Wie oft ist man in der Situation in der man einem nahestehenden Menschen helfen will, ihn auf etwas aufmerksam machen, einen passenden Ausweg zeigen will und findet nicht die passenden Worte? Mit der passenden Geschichte erreicht man einen Menschen eher als mit großen , klugen Worten und Spruchweisheiten.
Einige der Märchen haben einen erstaunlichen Tiefgang, wie z.B. von Roland Kübler „ Eine Insel im See“. Andere Märchen sind vordergründig und naiv; was aber nicht negativ gesehen werden sollte, es sind einfach schöne Geschichten zum „ Liebhaben“ ( wie es auf dem Einband so treffend beschrieben ist ) die man auch einem Kind erzählen kann.
Ich werde ganz bewusst die Märchen nicht nacherzählen weil ich dem Leser das Lesevergnügen nicht verderben will. Das Ziel dieses Berichtes soll sein den Leser neugierig zu machen auf das Buch und seine Autoren. Im Buch findet man 14 Geschichten von 6 verschiedenen Autoren.
Autor: Roland Kübler
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Jahrgang 1953, lebt bei Stuttgart und hat zusammen mit Heinz Körner die Anthologien MÄNNERTRAUM(A) und WIEVIELE FARBEN HAT DIE SEHNSUCHT herausgegeben.
Der Paradiesvogel ( Roland Kübler)
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Ist eine echte Tier-Fabel bei der jeder Vogel auch einen bestimmten Charakter verkörpert. So macht sich eine Schar schwatzhafter Spatzen auf die Suche nach dem Paradiesvogel, nach dem ihnen ein anderer, weitgereister Spatz erzählt hatte, der Paradiesvogel könne in seiner Schönheit und Weisheit jeden Rat geben.
Unterwegs treffen Sie eine bösartige Krähe, einen gewaltigen Adler und einen plappernden Papagei. Bis ihnen die Meisen am Ende zu einer wichtigen Erkenntnis verhelfen.
Die große Wegkreuzung ( Roland Kübler)
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Handelt von einer Frau die ihren Weg nicht zu Ende geht und stattdessen an einer Wegkreuzung verharrt. Dies ist einer dieser Geschichte die man jemand schenken kann der sich zwar auf den Weg gemacht hat aber nun in Unsicherheit an einem Kreuzungspunkt festsitzt.
An diese Stelle möchte ich aus dem Text zitieren damit man ein Gefühl für den Stil bekommt in dem die Geschichten geschrieben sind.
Zitat: „ .....die junge Frau ging den vertrauten Weg hinab ins Tal......sie hielt nicht in dem kleinen Dorf.... sie ging weiter, weiter als sie jemals gegangen war an der Hand ihres Vaters. Sie ging weil sie ein Ziel hatte.......“
Eine Insel im See ( Roland Kübler )
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Ein junger Mann und ein junges Mädchen verlieben sich ineinander und fahren mit einem nicht mehr ganz seetüchtigem Boot zu einer Insel auf der sie dann zusammen leben wollen. Die Eltern geben dem jungen Mädchen ein großes schweres Paket mit in dem sich alle Sachen befinden die die Eltern des Mädchens als unbedingt notwendig erachten. Bei der Überfahrt gerät das Boot in einen Sturm, das Paar gerät in Lebensgefahr und muß Ballast abwerfen...........
Ich will nicht weitererzählen, am besten selbst lesen und nachdenken was passieren kann wenn man die Päckchen die die Eltern geschnürt haben zu lange mit sich herumträgt. Die Geschichte ist eine meiner Lieblingsgeschichten weil der Autor es fertig bringt einen psychologischen Sachverhalt in perfekten Bildern darzustellen.
Ein echtes Märchen für Erwachsene.
Himmel und Hölle ( Roland Kübler)
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Nach einer orientalischen Überlieferung neu erzählt.
Eine einfach gestrickte Geschichte bei der ein Weiser einem Wanderer den Unterschied zwischen Himmel und Hölle klarmacht. Die Aussage ist klar und leicht verständlich, für Kinder bestens geeignet.
Die bezauberte Frau ( Roland Kübler )
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Eine hübsche Frau wird auf der Suche nach ihrem Märchenprinzen von 3 Männern verzaubert um dann letztendlich vom vierten bezaubert zu werden. Durch die Wiederholungen im Ablauf gewinnt die Geschichte einen ganz eigenen Reiz.
Hier wieder ein Zitat aus der Geschichte: „ Dein Gang ist so müde, und deine Wimpern wischen über Traurigkeit. Ich will dir etwas zeigen. Paß genau auf!“ sagte der Fremde.
Heinz Körner ( Herausgeber )
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Jahrgang 1947, lebt bei Stuttgart und wurde durch sein erstes Buch JOHANNES ( 1978) als Schriftsteller bekannt.
Ein Märchen ( Heinz Körner) + Wie es weiterging ( H. Körner und Bruno Streibel )
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Ein Märchen und seine Fortsetzung über das Wachsen und Zurechtstutzen von Bäumen und Menschen und über Dinge die nur Kinder erkennen können, wie z.B. die Traurigkeit der Bäume.
Eine wunderschöne Geschichte zum Vorlesen für Kinder.
Das Licht am Ende des Ganges ( von Heinz Körner nach einer Idee von S.B. Kopp)
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Eine Geschichte über das Loslassen und das Fallenlassen. Auch hier wird ein psychologischer Sachverhalt sehr bildhaft dargestellt. Sie erzählt von einem Mann der in einer Gefängniszelle sitzt und sie eigentlich verlassen könnte wenn er nur den Mut dazu hätte loszulassen.
Der dritte Kontinent ( Lucy und Heinz Körner)
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Die Soldaten der Kontinente „Nim“ und „Gib“ zerstören den Kontinent „Sei“. Eine Geschichte die gerade wegen der Durchschaubarkeit und Schlichtheit einfach nur schön ist.
Die Schmusegeschichte ( Heinz Körner und Claude Steiner )
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Von Heinz Körner übersetzt und neu erzählt nach dem Orginal von Claude Steiner
Zitat: „ ..lebten die Menschen ...glücklicher als heute. Jedem wurde damals bei der Geburtein kleiner warmer Sack mit auf den Lebensweg gegeben. In diesem Sack befanden sich unzählige Schmuser...“
Bis eines Tages eine Hexe darüber sehr böse wird weil ihre Dienste nicht gebraucht werden.
Jürgen Stiller
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Jahrgang 1954, lebt in Dortmund. Er unternahm mehrere Reisen nach Kanada, Mexiko und in die USA, schreibt, malt und musiziert.
Ein Lebenswerk ( Jürgen Stiller)
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Eines Tages hat ein Maler die Idee sein ganzes Haus zu bemalen um durch die Lebendigkeit seiner Farben der Natur zu trotzen, doch die einzigen Farben die ihm noch zur Verfügung stehen befinden sich in einem Aquarell- Farbkasten, über dieser Aufgabe vergeht sein Leben.
Die einzige Geschichte die die Moral nicht gleich mitliefert. Regt zum Nachdenken an.
Bruno Streibel
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Gemeindepfarrer im Stuttgarter Westen, geboren 1942.
Die Frau mit den steinernen Brüsten
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Von einem Jungen der zu wenig Liebe bekam.
Die einzige Geschichte die mir nicht so gut gefallen hat, weil zu schulmeisterlich.
Kristiane Allert-Wybranietz
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Jahrgang1955, lebt in Auetal-Rolfshagen, wurde mit ihren „Verschenktexten“ zur Bestseller-Autorin. In der Anthologie HEROIN erschienen weitere Gedichte von ihr. In diesem Buch tritt sie zum ersten mal mit Märchen an die Öffentlichkeit.
Das Hexenteam ( Kristiane Allert.Wybranietz )
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Die 3 Hexen „Angst“ , „Gewohnheit“ und „Bequemlichkeit“ erschweren die Beziehung eines Prinzen und einer Prinzessin.
Zitat: „Und wenn sie nicht gestorben sind , dann leben sie auch heute noch nicht das, was sie füreinander fühlen.“
Eine absolut typische Geschichte für die Autorin. Wer die „Verschenktexte“ noch nicht kennt sollte sie unbedingt einmal lesen. Kristiane ist eine meiner Lieblingsautorinnen aber davon vielleicht in einem anderen Bericht mehr.
Jeder ist eine Blüte ( Kristiane Allert-Wybranietz )
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Zitat: „..........Sie wusste jetzt, dass Blühen nichts mit Können zu tun hat, sondern mit SEIN............“
Illustrationen
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Das Buch ist wunderschön illustriert von Herbert Deinhard.
Das Buch
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Die Farben der Wirklichkeit
© 1983 lucy körner verlag
ISBN 3-922028-07-1
Fazit
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Kein Kommentar von mir nur ein Zitat vom Einband des Buches, denn damit ist alles gesagt:
„Märchen zum Vorlesen, Erzählen und Liebhaben – für alle die noch Mut zum Träumen finden. Denn es gibt Märchen, welche die Wirklichkeit in neuen Farben zeigen.“
© 07.03.02 / by Araxas
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-21 16:14:19 mit dem Titel Körner Heinz - Alle Farben dieser Welt
Der dritte Band mit Märchen für Erwachsene aus dem Lucy Körner verlag. Wem der erste oder der zweite Band der Reihe gefallen hat der wird auch vom dritten Band begeistert sein.Die Märchen sind für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet. Wer die Geschichten von ‚Saint-Ex‘ ( wie ihn seine Freunde nannten ) liebt der wird auch an dem Buch „ Alle Farben dieser Welt“ gefallen finden.
Die Geschichten
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Im Buch Findet man 13 Geschichten von 7 verschiednen Autoren
Der reiche Brombeerpflücker ( von Godfried Bromans )
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Eine Geschichte von einem armen ( reichen? ) Mann der ganz alleine im Wald lebt, aber er ist vielleicht nur in unseren Augen arm. Er selbst glaubt? ( oder ist es wahr ? ) in einem großen Palast zu leben, mit einem himmelblauen Dachgewölbe, auf dem weiße Flecken zu sehen sind die sich sogar bewegen und manchmal auch Muster und Formen bilden so daß man sich gar nicht daran sattsehen kann.
In diesem Palast gibt es Spiegel die so groß sind daß man fast einen ganzen Tag dazu braucht, wenn man um sie herumgehen will.
So lebt der Brombeerpflücker tagaus und tagein glücklich und zufrieden in seinem Palast bis eines Tages ein Fremder vorbeikommt...................
Ganz eindeutig meine Lieblingsgeschichte, auffallend ist, dass jeder der das Büchlein gelesen hat zuerst einmal die Geschichte der Traurigkeit als beste Geschichte bezeichnet. Aber wenn ich dann nach dem Brombeerpflücker frage dann höre ich öfter : " Ja mir hat sie auch am besten gefallen aber ich wollte das nur nicht sagen weil ich nicht sentimental erscheinen will."
In solche Kurzgeschichtensammlungen stolpert man immer wieder über interessante Autoren wie z.B. Godfried Broman. Die oben beschriebene Geschichte ist eindeutig die, die mich am meisten berührt hat. Godfreid Broman, gestorben 1971 war Mitte des letzen Jahrhunderts der beliebteste niederländische Schriftsteller. Trotz der auffallenden Leichtigkeit seines Auftretens war er ein in sich gekehrter und einsamer Mensch. Er selbst hat das so formuliert: " Ich wollte ich wäre zwei Hündchen, dann könnte ich mit mir selbst spielen." Als naiv ist die Geschichte nicht zu bezeichnen, vielmehr vermittelt der Autor in seiner naiven Sprache eine unbestrittene Wahrheit.
http://www.die-familie.at/augenblick/aug20.html => wer möchte kann die Geschichte unter dem angegebenen Link nachlesen.
Das Märchen von der traurigen Traurigkeit ( von Inge Wuthe )
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Das Märchen handelt von einer Frau die am Wegesrand eine zusammengekauerte Gestalt findet => die Traurigkeit höchstpersönlich.
Die Traurigkeit ist ziemlich traurig weil niemand ihre Nähe zulässt und klagt der alten Frau ihr Leid............
Die Geschichte gefällt mir wegen dem überraschenden Ende, selber lesen!
Ich hatte es beim lesen gleich vermutet und fand es dann im Anhang bestätigt, die Autorin arbeitet als Sozialpädagogin und Therapeutin in einer Drogenberatungsstelle.
http://www.mond.at/~schaefer/lyrics/traurigkeit.html => ein Link zum Märchen.
Alle Macht den Träumen ( von Heinz Körner )
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Erzählt die Geschichte von Robert, der seine Spiritualität entwickeln wollte und dabei von der blinden Wolfsfrau einen überraschenden Ratschlag bekommt.
Eigentlich gefallen mir die Märchen von Heinz Körner nicht zu gut sie sind in der Regel wirklich naiv und lassen wenig Interpretationsspielraum für den Leser übrig, bei dieser Geschichte ist das nicht der Fall, die erste Story von ihm die ich für wirklich gelungen halte.
Mondmärchen ( Manfred Eichhorn )
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In alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat, macht der Mond eine wichtige Erfahrung.
Ich will hier ( oder wie immer ) ganz bewußt, die Märchen nicht nacherzählen, das Beste ist selber lesen und sich verzaubern lassen.
Während die Märchen in den „Farben der Wirklichkeit‘ noch vordergründig und naiv waren ( was den Lesespaß aber keineswegs trübt ) findet man beim dritten Band auch ein paar Geschichten die zum Nachdenken anregen.
Die Nähstunde von Wolfram Eicke
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ist so eine Geschichte : Ein Schuster klagt auf dem Sterbebett den Engel des Schicksals an.
Nach dem ich die Geschichte gelesen hatte, mußte ich das Buch zuerst einmal auf die Seite legen um eine Zeitlang über mein eigenes Leben nachzudenken.
Aber es werden auch lustige Geschichten im dem Buch erzählt, wie die von
Anita ( Autor : Godfried Bomans )
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, einem Maikäfermädchen das zuerst in einem veilchenblaue Klatschmohn wohnen wollte, aber zuletzt doch eine leerstehende Pusteblume mit Zentralheizung gemietet hat.
Das Buch
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Alle Farben dieser Welt
von Heinz Körner, Lucy Körner
Taschenbuch – 95 Seiten – L.Körner Vlg.,
Erscheinungsdatum: 1995
ISBN 392202825X
Preis: 9,50 EURO bei Amazon
Ich finde den Preis reichlich unverschämt für ein Buch mit gerade einmal 95 Seiten. Zum Zeitpunkt des Berichtes waren 9 gebrauchte Bücher ab 5,9 EURO bei Amazon verfügbar.
weitere Bücher der Reihe
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1.Band : Die Farben der Wirklichkeit
2.Band: Wieviele Farben hat die Sehnsucht
Ich habe alle Bände der Reihe gelesen, aber nie lange gehabt weil ich die Bücher immer wieder spontan verschenke.
Zitat vom Einband des Buches als Schlußwort
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>>......neue Märchen zum Verschenken, Vorlesen und Erzählen – für alle, die noch Mut zu Träumen haben. Denn wer wirklich lebt, will alle Farben dieser Welt. dem habe ich nichts hinzuzufügen!
( C ) by ARAXAS 20.09.02
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-26 20:39:38 mit dem Titel Kordon Klaus - Die Einbahnstraße
Wer, in Gottes Namen, ist verantwortlich dafür daß solch ein Schund zur Schullektüre wird ? Und wer nominiert so ein billiges Machwerk zum Jugendliteraturpreis? Und wer wählt diesen Blödsinn zum Buch des Monats. Gestern habe ich, im Keller ein wenig Ordnung gemacht und dabei, unter dem ganzen Müll, dieses Buch gefunden, da mir Bücher heilig sind habe ich es natürlich sofort auf die Seite gelegt um es später zu lesen. Nachdem ich es gelesen habe werde ich es dahin zurück befördern wo es hingehört. Nämlich auf den Müll. Jetzt da ich mich einigermaßen beruhigt habe versuche nun zuerst einmal die Handlung ohne abfällige Kommentare zu schildern aber ich befürchte daß mir das nicht gelingen wird.
1.) Die Handlung
2.) Die Gedanken und Bemerkungen zu Buch
3.) Die Links
4.) Das Buch
5.) Der Autor
6.) In eigener Sache
7.) Das Fazit
1.) Die Handlung
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Die Geschichte wird aus der Sicht des 15jährigen Charly als Ich-Erzähler erzählt.
Charly, Andy und Herbert sind Freunde und Klassenkameraden. Herbert ist der Primus und Klassenbeste, Andy und Charly haben größere Probleme die nächste Versetzung zu schaffen. Deshalb beschließen die drei Freunde zusammen für die Schule zu büffeln. Eines Tages beobachtet Charly vom Fenster aus den Einzug von Inga und ihrer Familie in das Haus gegenüber. Auch Andy und Herbert werden schließlich neugierig und beobachten den Einzug der neuen Nachbarn.
Andy bleibt den gemeinsamen Nachmittagen, ohne Erklärungen, fern und Charly erfährt auch bald den Grund dafür. Andy und Inga " gehen miteinander ". Auffallend ist, daß Andy,, seit er mit Inga zusammen ist, nichts mehr mit seinen Freunden zu tun haben will. Charly erfährt auch recht bald den Grund dafür. Der unter den Jugendlichen bestens bekannte Drogendealer Ali hat einen auffallend guten Kontakt zu Inga. Charly zählt zwei und zwei zusammen und erkennt das Inga drogenabhängig ist.
Zunächst ist Charly sehr verärgert über das Verhalten von Andy, und er distanziert sich immer mehr von ihm. Aber als Andy und Inga eines Tages spurlos von der Bildfläche verschwinden wird er in die Ereignisse mit einbezogen.
Charly gerät durch das Drängen von Andys und Ingas Eltern in einen Erklärungsnotstand und muß schließlich preisgeben was er alles über die Geschichte weiß, so erzählt er Eltern und Polizei die ganze Geschichte, wobei er sich von allen Seiten den Vorwurf gefallen lassen muß daß er die Machenschaften von Ali dem Drogendealer nicht früher offengelegt hat.
Als er zufällig an Alis Wohnung vorbeikommt beobachtet er wie Inga und sein bester Freund die Wohnung verlasen, neugierig geworden folgt er ihnen und wird schließlich von Ali erwischt der ihn kurzerhand in sein Auto verfrachtet und mitnimmt nach Bochum. Bochum und eine Ali bekannte Adresse sind nämlich Ziel der nächtlichen Reise, nach einer heftigen Diskussion ob man Charly auf halber Strecke aussetzen soll oder nicht folgt er Inga und Andy zu der angegebenen Adresse.
In Bochum haben sich einige Junkies in einer Wohnung zusammengefunden und versorgen sich gegenseitig mit dem dringend benötigten Stoff. Charly hätte nun alle Möglichkeiten zu seinen Eltern zurückzukehren aber er entschließt sich zu bleiben weil er unbedingt seinen Freund Andy vor einer Drogenkarriere bewahren will.
Als schließlich die Wohnung von der Polizei gestürmt wird spitzt sich die Lage immer mehr zu. Die Freunde müssen fliehen und entkommen nur knapp dem Zugriff der Polizei. Von der Drogenquelle abgeschnitten leidet Inga nun mehr und mehr an Entzugserscheinungen. Die einzige Möglichkeit für die Freunde das dringend benötigte H zu besorgen scheint Ali zu sein, doch der stellt sich quer, ohne Kohle kein Material. Im Laufe der Diskussion kommt es zu einer Schlägerei bei der Andy schwer verletzt wird und auch Charly kommt nicht ungeschoren davon kann sich aber zu der gegenüberliegenden Kneipe schleppen und Polizei und Notarzt alarmieren. Als die Polizei dann ankommt, ist Inga verschwunden aber Andy und Charly werden entsprechend versorgt und zurück zu ihren Eltern gebracht.
Charly ist der Held des Tages, er muß sich keine Vorwürfe von seinen Eltern anhören, jeder beglückwünscht ihn zu der Rettung von Andy. Und endlich findet auch das lange nötige Gespräch zwischen Vater und Sohn statt.
Und wenn sie nicht gestorben sind.............Selbst der Vergleich mit einem Märchen ist noch zuviel der Ehre für den Käse den der Autor mit dieser Story verzapft hat. Gestorben ist übrigens Inga an einer Überdosis in der Bahnhofstoilette.
2.) Gedanken und Bemerkungen zu Buch
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Hält der Autor Teenager für geistig minderbemittelt?
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Mit 13jährigen redet man nicht wie mit Kleinkindern, die verstehen auch etwas kompliziertere Sätze, außerdem sollte der Autor sich einmal auf verschiedenen Meinungsplattformen umschauen, dann würde er feststellen daß sich 13-16jährige sogar durchaus differenziert ausdrücken können. Hier einmal eine Leseprobe aus dem Buch damit man versteht worauf ich hinauswill:
Zitat: >> Die Leipziger Straße ist keine Hauptstraße, ist eng und grau und unauffällig. Meine Eltern, meine Schwester Carola und ich wohnen in der Nr. 56, Herbert und seine Mutter in der 58. Schräg gegenüber in der 61 wohnt Andy. Herbert, Andy und ich sind Freunde.<<
Wahrscheinlich hat der Autor versucht die Sprache eines 13jährigen zu imitieren das erklärt aber nicht die Sprünge und Lücken der Geschichte. So erfährt der Leser nicht, nur um einmal ein Beispiel anzuführen, warum jetzt Andy und Inga zusammen sind und was beide füreinander empfinden. Keine der Personen ist auch nur ansatzweise charakterisiert. Der Leser hat überhaupt keine Möglichkeit eine Beziehung zu den Personen der Handlung aufbauen oder irgendwie ihre Handlungen nachvollziehen. Der Autor hat eindeutig schlampig, wenn überhaupt recherchiert, seine Informationen hat er wohl aus der Bildzeitung, genauso lesen sich seine Beschreibungen auch, zudem sind sie teilweise falsch. Da wird z.B. "Berliner Tinke" in Staniolpäckchen verteilt ( "Berliner Tinke" ist eine Mischung aus Rohopium und Essigsäure ). Es sollte auch kaum 13jährige geben die sich und anderen intravenös H spritzen können das sie beim bloßen zusehen gelernt haben ohne sich oder andere in Lebensgefahr zu bringen.
Warum rege ich mich so auf ?
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Man ist in der Regel nicht gezwungen irgendwelchen Mist zu lesen. Aber wenn ich feststelle das so ein Machwerk zur Pflichtlektüre eine Gymnasiasten in der 7ten Klasse gehört dann kann ich wirklich nur noch den Kopf schütteln. Aber nicht über den Autor sondern über die Verantwortlichen im Kultusministerium die solche Bücher zu Unterrichtsmaterial machen.
Mich ärgert wirklich am meisten die schlechte Recherche des Autors mit diesen Bildzeitungsbeschreibungen von Junkies. Inga wird verführt vom bösen, bösen Dealer und Andy setzt sich nur einen Schuß weil er Inga nicht leiden sehen kann. Wenn das alles so einfach wäre dann gäbe es kein Drogenproblem. Da wird ein vollkommen falsches Bild vom Weg in die Sucht vermittelt.
Wenn es denn nun sein sollte dann würden meiner Meinung nach einige der folgenden Themen zumindest erwähnt werden:
Drogenkonsum als austauschbares Symptom
Die Theorien zur seelischen Voraussetzung zur Suchtpersönlichkeit ( meinetwegen auch mit tiefenpsychologischen Ansatz )
Der Faktor Umwelt ( Subkulturkreis, Bezugsgruppe )
Von allem findet man in besprochenen Buch überhaupt nichts. Dessen Kernaussage ist in etwa folgende: Wer sich von Dealern und Drogensüchtigen fernhält und immer hübsch alles den Eltern und der Polizei erzählt der für den besteht überhaupt keine Gefahr jemals auf die Drogenschiene zu kommen. Das ist so blauäugig wie falsch.
Was halte ich von einem reinen Roman als Aufklärungsbuch für Schüler ?
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Sehr wenig, denn wenn das Gelesene später im Unterricht nicht genügend reflektiert und besprochen wird kann der Schuß durchaus nach hinten losgehen. Ich spreche da aus Erfahrung, so war z.B. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo " das Drogenbuch meiner Jugend. Die Erwachsenen haben es wohl als abschreckend empfunden. Für meine Clique und mich war es das Buch überhaupt, wir wollten alle so sein wie Christiane, ich möchte nicht wissen wie viele überhaupt erst durch dieses Buch zum Drogenkonsum gekommen sind.
Es ist ja nicht so daß es keine gute Literatur zum Thema gibt. Auf Anhieb fällt mir da "Heroin, die süchtige Gesellschaft " aus dem Körner Verlag ein. Das Buch besteht aus verschieden Teilen zuerst erfährt man in einer wissenschaftlichen Abhandlung etwas über Drogen allgemein, gefolgt von Gedichten, der Beschreibung einer
erfolgreichen Therapie, der Biographie eines Fixers, ein Interview mit Christiane F und ein unkommentierter Briefwechsel zwischen einem Fixer und seinen Eltern.
3.) Die Links
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http://www.scheffel.og.bw.schule.de/faecher/deutsch/einbahn.htm => ein paar positive Bemerkungen über das Buch von den Schülern der 7b des Scheffel-Gymnasiums.
4.) Das Buch
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Titel: Die Einbahnstraße
Autor: Klaus Kordon
ISBN: 3-473-58012-0
Seiten: ca.120 Seiten
Preis: 4,95 EURO
5.) Der Autor
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Klaus Kordon, der Verfasser, ist geboren im Jahre 1943 in Berlin. Er hat mehrere Berufe ausprobiert. Sein Abitur machte er an der Abendschule. Er studierte dann Volkswirtschaft und unternahm Reisen nach Asien und Afrika. Die Bücher, die er schrieb, wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Er bekam viele Auszeichnungen, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis.
6.) In eigener Sache
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Da ich einige Erfahrungen mit Drogen und der Drogenszene sowohl aus eigenem Erleben als auch aus der Sicht von verschieden Sozialarbeitern ( u.a. Drogenberater und Streetworker ) habe und nicht wenig Literatur zu Thema kenne, haben mich die häufigen positiven Besprechungen des Buches sehr erschreckt. Stehe ich denn ganz alleine mit meiner Meinung da?
Ich würde mich ganz besonders über Kommentare und Hinweise zum Bericht freuen. Mich interessiert brennend wie das Buch auf die angesprochene Altersgruppe wirkt und was Erwachsene davon halten.
7.) Das Fazit
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Wertloses Buch, dessen Kernaussage so falsch wie gefährlich ist. Erwachsene sollten es lesen um ihren Kindern die notwendige Hilfestellung zu geben wenn die Pädagogen, die dieses Buch den Kindern aufdrücken, nicht dazu in der Lage sind. Die durchweg positiven Beurteilungen des Buches sind für mich absolut nicht nachvollziehbar.
© by Araxas / 26.09.02
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-28 22:44:58 mit dem Titel Körner Heinz - Heroin, Die süchtige Gesellschaft
Vor ein paar Tagen habe ich die Schullektüre des Sohnes meiner Bekannten gelesen. Sinn und Zweck dieser Lektüre sollte wohl sein Jugendliche zwischen 13 – 16 Jahren auf die Gefährlichkeit von Drogen aufmerksam zu machen. Was ich da lesen musste hat mich ziemlich erschreckt, weil es schlecht recherchiert und in seiner Kernaussage schlicht und einfach falsch war. Das hat mich zu der Frage gebracht wie ein Buch denn auszusehen hätte das einem Aufklärungsanspruch hat und nicht Gefahr läuft zum Kultbuch zu werden wie z.B. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Eingefallen ist mir auf Anhieb "Heroin – Die süchtige Gesellschaft " aus dem lucy körner verlag.
1.) Die Beiträge und jeweils ein Kommentar von mir
2.) Das Buch
3.) Die Autoren
4.) Fazit
1. ) Die Beiträge und jeweils ein Kommentar von mir
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Das Buch nennt sich ein LESEBUCH FÜR ERWACHSENE und enthält unterschiedliche Beiträge zum Thema Drogen. Im folgenden werde ich die einzelnen Beiträge vorstellen mit jeweils einem kleinen Kommentar von mir.
Anstatt eines Vorwortes – Heinz Körner
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Anstatt eines Vorwortes erzählt Heinz Körner sein bekanntes Schmusermärchen in einer abgewandelten Form, so dass es einen Bezug zum Thema des Buches bekommt.
Kommentar
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Ich finde es gar nicht so schlecht den Leser zuerst einmal mit einer kleinen Geschichte auf das Thema einzustimmen, obwohl ich nicht so begeistert bin von dem Erzählten, weil die Geschichte zu naiv und vordergründig ist.
Drogen – Fakten, Hintergründe und Perspektiven – Alexander J. Müller
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Zuerst einmal definiert der Autor den Drogenbegriff in einem umfassenden Sinne und macht deutlich das die Drogenproblematik nicht nur eine Randgruppe unserer Gesellschaft betrifft sondern das fast jeder über sein eigenes individuelles Suchtmittel verfügt, seine Droge, deren Missbrauch nicht selten ist. Nach diesen Erläuterungen wird der Begriff der Abhängigkeit von Drogen im weitesten Sinne betrachtet. Ich finde die Definition so gelungen dass ich sie an dieser Stelle wörtlich wiedergeben will:
Zitat. >> Wenn all diesen Verhaltensweisen der unstillbare Wunsch zugrundeliegt, ein bestimmtes Gefühl ( " feeling " ) immer wieder wie unter Zwang, herstellen zu müssen, so können wir auch bei sogenannten normalen, sozial angepassten und unauffälligen Verhaltensweisen getrost von Abhängigkeiten sprechen.<<
Diese Definition beinhaltet also auch sozial unauffällige Verhaltensweisen wie z.B. Arbeitswut, übertriebene Sauberkeit oder die fanatische Ausübung eines Hobbys. Nach diesen wichtigen Erläuterungen wendet sich der Autor der Betrachtung der sozial auffälligen illegalen Drogen zu. Anhand von Statistiken zeigt er zum Beispiel die Gewichtung der seelischen Abhängigkeit von Drogen auf und der Leser erfährt das sich gezeigt hat das nahezu alle ( 99 Prozent ) der nur körperlich entzogenen Drogenabhängigen rückfällig werden.
Im weiteren Verlauf werden verschiedene Theorien zur Entstehung einer Suchtpersönlichkeit vorgestellt, vom tiefenpsychologischen Ansatz ( warum diese Pseudowissenschaft immer noch durch alle Abhandlungen geistert ist mir ein Rätsel ) über den lerntheoretischen Ansatz bis hin zu Ursachen in den gesellschaftlichen Gegebenheiten bei den zwischenmenschliche Beziehungen, Gefühle und Geistiges verarmen.
Kommentar
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Der Autor zeigt sehr seriös und wissenschaftlich fundiert, untermauert durch konkrete Zahlen, dass der Drogenmissbrauch nicht das Problem einer gesellschaftlichen Randgruppe ist, sondern ein gesellschaftliches Phänomen. Menschen deren Persönlichkeitsstrukturen geschwächt oder stark gestört sind neigen dazu der ein oder anderen Droge zu verfallen ( sexueller Missbrauch kann sowohl die Ursache für Heroinsucht als auch für Bulemi sein ). Ich bin immer wieder sehr erstaunt wie viel Information der Autor auf 30 Seiten untergebracht hat . Natürlich sollte man das Gelesene durch entsprechende Literatur zum Thema noch vertiefen aber man erhält durch die Erläuterungen des Verfassers das notwendige Rüstzeug um die nachfolgenden Geschichten zu verstehen.
Sucht – 4 Gedichte – Kristiane Allert Wybranietz
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4 Gedichte zum Thema sucht von Kristiane die, glaube ich irgendwo gelesen zu haben, hier zum ersten Mal mit Gedichten an die Öffentlichkeit getreten ist. In diesem Buch habe ich auch zum ersten Mal etwas von ihr gelesen und das Gedicht "Was man so sagt ist für mich immer noch das Beste was ich bisher zum Thema gelesen habe.
http://www.beepworld3.de/members22/time75/gedichte_von.htm => das Gedicht
Kommentar
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Schön gemacht zuerst harte Fakten und nüchterne Wissenschaft dann an die Emotionen des Lesers aktivieren mit guter Poesie. Obwohl ich persönlich eher dazu geneigt hätte etwas auszuwählen das aus der Feder eines Betroffenen stammt. Kristianes Hauptproblem ist ihre Angsterkrankung nicht ihre Abhängigkeit von Drogen, obwohl ich mir vorstellen kann dass sie, einige Erfahrungen, zumindest mit Medikamentenabhängigkeit, durch ihre Krankheit bedingt, in die Gedichte mit eingebracht hat.
Hartmund Kopp – Biographie eines Fixers von Gerhard Edel
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Die authentische Biographie eines Fixers wird erzählt von seinem Betreuer. Hier wird deutlich wie nötig und wichtig die vorangegangenen Erläuterungen von Alexander J. Müller sind. Hier wird ein typisches Beispiel der " broken-home-Situation" gezeigt. Die Betroffenen wachsen in defekten sozialen Verhältnissen auf wobei ihre grundlegenden Bedürfnisse nach Liebe, Zuneigung und Geborgenheit unbefriedigt bleiben was eine emotionale und soziale Unterentwicklung zur Folge hat.
Kommentar
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Ich habe die Geschichte absichtlich nicht nacherzählt um die Neugier eines potentiellen Lesers herauszufordern. In dem bericht findet man Zeichnungen von Hartmund die auch von dem Verfasser nicht unkommentiert bleiben. Schön gemacht vom Autor, finde ich, dass er die Zeichnungen nicht bis ins letzte analysiert sondern dem Leser genügend Spielraum zu eigenen Interpretationen lässt. Hier wird eine typische Fixerkarriere beschrieben, etwas plakativ aber wer den Artikel von Müller gelesen hat kann das Gelesene richtig einordnen.
Interview mit Christane F. von Christof Theis
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Hätte man sich sparen können. besonders an den Körner Verlag stelle ich diesen Anspruch. Christiane F. selber mache ich hier absolut keinen Vorwurf. Aus eigenem Erleben ist mir die Gefährlichkeit des Buches durchaus bewusst, dieses Buch war das Kultbuch meiner Generation und wir wollten alle so sein wie die Protagonistin. Die Gefährlichkeit des Buches besteht u.a. in dem Schluß: Christiane verlässt Berlin und die Szene, landet in irgendeiner Kleinstadt, macht einen Entzug aber keine Therapie ( 99 Prozent aller Fixer die nur körperlich entziehen werden rückfällig ) und alles ist easy. Wie gesagt verfolge ich den Lebensweg von Christiane schon sehr lange, natürlich ist sie mittlerweile wieder auf H und finanziert ihre Abhängigkeit mit den Verkaufserlösen aus dem Buch.
http://www.geocities.com/christiane1981/german.html => Interview mit Christiane F. ohne Kommentar von mir
Es ist auffallend wie Christiane immer wieder versucht ihr Image als " Oberjunkie der Nation " zu vermarkten, na ja besser jedenfalls als das Geld für Drogen auf dem Strich zu verdienen. Das ganze ist ziemlich daneben, aber vielleicht war 1980 die Handlungsweise und Motivation von Kristiane noch nicht so offensichtlich. Schade hier sollte ein User zu Wort kommen, wäre wichtig gewesen, wurde aber versaut.
Leonore oder Der Ausweg – Brigitte Kohns , Michael Rommelbacher
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Die Geschichte eines erfolgreichen Therapieverlaufes in der Therapeutischen Gemeinschaft Four Steps. In dieser Beschreibung erleben wir eine sozial unauffällige " broken-home-Situation". Vater Beamter und Mutter Arbeiterin, nach der Einschätzung von Leonore haben sich ihre Eltern nie besonders um sie gekümmert. Leonore wurde von ihrer Großmutter erzogen. Nachdem sie mehrfach straffällig geworden ist lässt sie sich, um eine Strafhaft zu vermeiden, auf eine Therapie in der oben erwähnten Einrichtung ein. Im folgenden wird nun Leonores Weg beschrieben. Am Ende der verschiedenen Abschnitte findet man jeweils einige theoretische Überlegungen.
Zitat: >> Dabei geht es uns weniger um Vollständigkeit und stilistische Brillanz. Wichtiger erscheint uns, Verständnis zu wecken und aufzuzeigen, dass Leonores Entwicklung unserer Entwicklung gar nicht so unähnlich ist..<<
Kommentar
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Das ganze bleibt von mir unkommentiert weil mich einiges an den Schlussfolgerungen der Autoren stört.
Zitat: >> Um in unserer Gesellschaft leben zu können, ist ein hohes Maß an Belastbarkeit notwendig. wer zu verletzlich ist gerät schnell an den Rand der Gesellschaft.<<
Das Ziel dieser Therapie war ja augenscheinlich ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft zu erzeugen. Was aber nun wenn die Gesellschaft an sich schon krank ist ? Ich will die Frage auch nicht weiter ausführen, auf jeden Fall hat der Bericht seine Berechtigung im Buch.
Wegwerfmenschen ? ein Briefwechsel - Heinz Körner
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Ein fikitiver Briefwechsel zwischen einem Drogensüchtigen und seinen Eltern, die Inhalte sind allerdings Wahrheit, sie beruhen allesamt auf Erfahrungen und Vorkommnissen die der Erzähler und seine Kollegen im Laufe ihrer Arbeit gesammelt haben.
Kommentar
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Hier hat Körner wirklich ein Meisterstück abgeliefert. Der Briefwechsel macht sehr deutlich wie Eltern und Kinder aneinander vorbeireden. Beide Parteien sind zwar durchaus gewillt mit einander zu kommunizieren aber es gelingt weder der einen noch der anderen Seite. Dieser Briefwechsel schreit geradezu nach einer vermittelnden Hand eines Dritten. Hier tritt die Notwendigkeit einer kompetenten Hilfe durch geschulte Sozialarbeiter ganz deutlich hervor.
2.) Das Buch
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Autor: verschiedene Autoren, herausgegeben von Heinz Körner
Titel: Heroin – die süchtige Gesellschaft
ISBN: 3-922028-03-99
Seiten: 165 Seiten
Preis: 10,50 EURO – gebraucht bei Amazon zum Zeitpunkt des Berichtes 6,82 EURO
3.) Die Autoren
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Heinz Körner ( Herausgeber ) :
Jahrgang 1974, lebt bei Stuttgart, nach einer kaufmännischen Lehre studierte er Sozialarbeit und arbeitete mehrere Jahre in diesem Bereich. Als Autor wurde er durch seine therapeutische Erzählung JOHANNES ( 1978 ) bekannt.
Kristiane Allert-Wybranietz
1955 geboren, veröffentlicht seit 1973 Gedichte. Bekannteste Veröffentlichungen sind ihre VERSCHENKTEXTE.
Dr. Gerhard Edel
1946 geboren und in Stuttgart aufgewachsen, arbeitet als Diplom-Pädagoge.
Brigitte Kohnz
Jahrgang 1956 und graduierte Sozialpädagogin, arbeitete in den Jahren 1977 und 1978 in der Fachklinik "Four Steps ".
Michael Rommelspacher
1949 geboren ist Diplom-Psychologe und Gestalttherapeut, er arbeitete mehrere Jahr in der Fachklinik "Four Steps ".
Alexander J. Müller
Geboren 1949, studierte in Tübingen Klinische Psychologie und ließ sich in Gesprächs- und Verhaltenstherapie ausbilden. Er arbeitet als freier Psychotherapeut in Stuttgart.
Christof Theis
Jahrgang 1955, seit 1974 Journalist. Er arbeitet als freier Mitarbeiter für verschiedene Magazine und Zeitungen.
4.) Fazit
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So sollte ein Aufklärungsbuch aufgebaut sein: eine Geschichte zur Einstimmung auf das Thema, eine fundierte wissenschaftliche Analyse gefolgt von Beschreibungen konkreter Fälle durch die das intellektuell beschriebene emotional untermauert wird, möglicht aus den verschiedenen Sichtweisen der Beteiligten. Eine schöne Ergänzung, die mir gut gefallen hat, sind die Gedichte und Karikaturen im Buch. Auf jeden Fall lesenswert und nicht nur für Erwachsene. Meiner Meinung nach sollte eine Schullektüre genauso aufgebaut sein, natürlich zeitgemäß angepasst mit stärkerem Gewicht auf die neuen Designerdrogen.
(c) by Araxas – 28.09.02
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-04 12:43:49 mit dem Titel Kaminer Wladimir - Militärmusik
Hoppla, also das vorliegende ist das Beste was ich in der letzten Zeit gelesen habe. Das Buch hat das Zeug zu einem echten Klassiker. In meinem Literatur -Kanon hat es jetzt schon einen festen Platz.
1) Handlung
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
3.) Das Buch
4.) Der Autor
5.) Links
6.) Fazit
1) Handlung
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Wladimir Kaminer, der Ich-Erzähler, berichtet von seinem Leben in der ehemaligen Sowjetunion. Er läßt uns an seinem Leben von seiner Geburt im Jahre 1967 bis zu seiner Ausreise nach Deutschland im Jahre 1990 teilhaben. Schon im Kindergarten zeigt sich sein ausgeprägtes Talent zum Geschichtenerzählen und mehr noch, zum Geschichtenerfinden. Das bringt ihm zwar kurzfristig Vorteile aber letztendlich nur Schwierigkeiten.
Die sozialistischen Bildungsbemühungen zeigen bei Wladimir überhaupt keinen Erfolg, im Gegenteil, er entwickelt eine ganz besondere Unfähigkeit darin etwas Solides zu lernen. So verwundert auch sein Berufswunsch niemanden sonderlich, er will nämlich Schauspieler werden. Sein Vater ist natürlich strikt dagegen, aber Wladimir erreicht durch sein konzentriertes Nichtstun und sinnloses Zeitvertrödeln genau das was er will, sein Vater läßt seine Beziehungen als leitender Angestellter spielen und Wladimir geht schließlich zur Theaterschule um Dramaturgie zu studieren. Dort findet er viele Gleichgesinnte, nicht nur unter den Studenten auch die Lehrer sind größtenteils Träumer und Hochstapler. Er hat auch gleich das Pech oder das Glück als Praktikant beim Majakowski-Theater zu landen dessen Chef sich eine gewisse Unabhängigkeit vom Regime bewahren will, was zur Folge hat das das Theater sehr wenig Unterstützung bekommt und seine Existenz über möglichst viele Vorstellungen sichern muß. Zudem werden einige, dem Regime unbequeme Leute, an eben dieses Theater abgeschoben, bei dieser chaotischen Truppe verlebt er doch eine recht lustige Zeit. Da er es ziemlich schnell fertig bringt sich, alles negative was ein Bürger der Sowjetunion nur tun, anzueignen wird er auch schnell im "schwarzen Buch" der Jugendabteilung des KGB registriert.
Die 80ziger Jahre beginnen mit dem Olympiajahr in Moskau und die Stadt wird von Schmarotzern aller Art gesäubert, Wladimir erhält eine Vorladung zur Jugendabteilung des Sicherheitsdienstes und es wird ihm nahegelegt die Stadt zu verlassen. Also macht es sich auf den Weg nach Riga wo er seinen alten Freund George wieder trifft, George hat auch gleich einen Job für Wladimir , und zwar sollen sie Begleitposten für 46 Rinder spielen die mit einem Rinderzug von Lettland nach Ubekistan transportiert werden sollen. 500 Rubel sind eine Menge Geld für 3 Wochen Zugfahrt mit ein paar Rindviechern und so machen die Beiden sich auf zu einer abenteuerlichen Reise quer durch alle Sowjetrepubliken. Anfängliche Schwierigkeiten mit Essensbeschaffung und Versorgung der Rinder werden mit dem antrainierten Organisationstalent aller Sowjetbürger schnell beseitigt und es wird sogar noch ziemlich amüsant als die zwei Kameraden Freundschaft mit dem Bewacher von Blechkannen mit hochprozentigem Inhalt schließen.
1982 findet ein Machtwechsel statt und der neue Generalsekretär sagt dem Schmarotzertum den Kampf an. So langsam wird es eng für Wladimir, er muß sich einen Job suchen, den findet er schließlich auch und wird Parkwächter, eigentlich ein ganz guter Job, er sitzt den ganzen Tag auf einer Parkbank und träumt vor sich hin, der Job hat nur einen Nachteil, er bekommt zwar regelmäßig Lohnabrechnungen, aber kein Geld. Wladimir genehmigt sich selbst Urlaub und siehe da, der Direktor der Fabrik meldet sich bei ihm und verspricht ihm Geld und eine ehrenvolle Aufgabe als Organisator kultureller Veranstaltungen. Die ganze Geschichte endet wieder einmal im totalen Chaos woran Wladimir, zugegebenermaßen, nicht ganz unschuldig ist und er muß sich bald nach einem neuen Job umsehen.
1983 dann lernt er die Moskauer Rockszene kennen und organisiert, zusammen mit seinem Freund, natürlich illegale Konzerte, in Moskau und anderen Städten. Das klappt auch ganz gut, wenn da nicht der KGB wäre der den Freunden immer mal wieder den Spaß verdirbt. In der Grobatotschow-Zeit wird das Leben der alternativen Jugendkultur etwas weniger gefahrenvoll und steht Mitte der 80ziger in voller Blüte. Mit seinem Freund Katzmann gönnt er sich eine schöne Zeit :
Zitat:>> Die anderen, die Ruhe suchten und sich von dem Stadtleben erholen sowie neue Drogen kennen lernen wollten, fuhren in Richtung Baltisches Meer nach Lettland.<<
Nach drei Monaten im Paradies wird Wladimir vom real existierenden Sozialismus eingeholt und von der Staatsmacht vor die Wahl gestellt: entweder geht er freiwillig zur Armee oder er landet unfreiwillig dort. Mit Hilfe seines Vaters und einigen Flaschen Wodka findet sich ein relativ harmloses Örtchen in der Nähe von Moskau wo er seine Dienstzeit herunterreißen kann. Wladimir wäre nicht Wladimir wenn er auch diese Zeit nicht nutzten würde um in diverse Fettnäppchen zu treten und, mit Hilfe der schrägen Typen die er dort vorfindet ein mittleres Chaos anzurichten.
Leider bekommt er während seiner Dienstzeit nicht viel von der, inzwischen stattgefundenen Perestroika mit, aber , wieder zurück im zivilen Leben weht ihn der starke Westwind rasch in Richtung Deutschland.
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
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Risiken und Nebenwirkungen
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Nach der Lektüre des Romanes hatte ich allergrößte Schwierigkeiten das Grinsen das mir beim Lesen im Gesicht stand wieder loszuwerden. Nur der Umstand daß hinter der, mit staubtrockenen Humor, erzählten Geschichte eine wirklich ernsthafte Beschreibung der Verhältnisse in der Sowjetunion von 1970 bis 1990 steckt hat diese Entspannung meiner Gesichtsmuskulatur bewirkt. Wer das letztere nicht erkennt läuft durchaus Gefahr fortan mit einem Dauergrinsen im Gesicht herumzulaufen. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen tragen sie ihren Buchhändler zu Reich-Ranicki oder denken sie selbst über das Gelesene nach.
Was hat mir besonders gut gefallen ?
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Es fällt nicht schwer zu erkennen das Wladimir zu den Anarchisten gehört die das System ablehnen, aber ebenso unschwer ist zu erkennen das sich selbst die Anarchisten mit dem System arrangieren. Der, für mich, allerbeste Teil der Erzählung ist der Bericht über den Aufenthalt am größten Indianerzeltplatz der Sowjetunion in Lettland. In diesem illegalen Lager gibt es drei große Gruppen nämlich die "Idos" Krischna-Anhänger, Buddhisten, einige Satanisten und andere Religionsfanatiker, dann gibt es da noch die "Narks" die Drogenfreaks die eine Art Vampirleben führen und nur nachts aktiv werden um die Mohnplantagen der lettischen Bauern zu plündern und die "Indis" die weder zu der einen noch zu der anderen Gruppe gehören, zu ihnen gehören z.B. Studenten die sich auf die Aufnahmeprüfung der Uni vorbereiten oder die Säuferbrigade die die Aufgabe hat die Touristen die es sich am See gemütlich machen wollen zu verscheuchen.
Gerade diese Anti-Kommunisten leben den perfekten Kommunismus, alles wird brüderlich geteilt und jeder ist sich seiner Aufgabe bewußt und erfüllt sie auch. Selbst als die "Narks" nach einem Unwetter und auf der Suche nach trockenem Papier das heilige Buch der "Idios" wegrauchen findet sich am Ende doch eine friedliche Lösung.
Köstlich, göttlich, ironisch einfach nur perfekt, so etwas will ich lesen.
3.) Das Buch
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Titel: Militär Musik
Autor Wladimir Kaminer
ISBN: 3442545323
Seiten: 191 Seiten
Preis: 18,00 EURO für die gebundene Ausgabe, 1 gebrauchtes Exemplar für 14,00 EURO bei Amazon.de
weitere Werke:
Russendisko => Erzählsammlung
4.) Der Autor ( teilweise, aber wörtlich vom Einband des Buches übernommen )
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Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Mit der Erzählsammlung "Russendisko" avancierte das kreative Multitalent zu einem der beliebtesten und gefragtesten Jungautoren in Deutschland. Mit Militärmusik legt er seinen ersten Roman vor.
5.) Links
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Unter dem Stichwort Wladimir Kaminer findet man bei amazon.de einige Rezensionen zum Roman.
6.) Fazit
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Genauso stelle ich mit gute Gegenwartsliteratur vor, eine locker, unverkrampft erzählte Geschichte die auf den zweiten Blick ihre Substanz offenbart, Kaminer ist ein großartiger Erzähler, der es versteht seine Leser mit einfachen, klaren Sätzen zu fesseln und, ganz unverkrampft, seine Botschaft vermittelt.
© by Araxas / 13.10.02
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-28 12:15:57 mit dem Titel Kaminer Wladimir - Schönhauser Allee
Von dem Roman "Militärmusik" des Autors war ich ja mehr als begeistert, als ich dann in einer Buchhandlung das vorliegende Werk entdeckte mußte ich natürlich sofort zuschlagen und habe es nicht bereut. Mit gewohnt staubtrockenen Humor und einem Sinn für die Absonderlichkeiten des Alltags erzählt der Autor von dem Treiben in Berlin in der Schönhauser Allee
1.) Die Ultrakurzgeschichten
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Autor
3.) Der Autor
4.) Das Buch
5.) Fazit
1.) Die Ultrakurzgeschichten
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Das Buch enthält 48 Minigeschichten, von denen ich einfach einmal ein paar vorstelle.
Blut auf der Schönhauser Allee
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Es ist die Geschichte von Wladimir, seinem Namensvetter, der eines nachts ein Wildschwein überfährt und es, kurzerhand, in den Kofferraum verfrachtet und seiner Frau als Geschenk mitbringen will. In der Schönhauser Allee angekommen muß er das Schwein zuerst einmal in den vierten Stock zerren, das ganze gestaltet sich als eine recht blutige Angelegenheit und in Wladimir kommt so langsam der Gedanke auf das, das mit dem Wildschwein vielleicht doch keine so gute Idee war. Die ganze blutige Aktion bleibt natürlich nicht unbemerkt und schon erscheint eine LKA-Einheit am Tatort, die sogleich das Haus stürmt und Wladimir mit blutigem Putzlappen und Putzeimer vorfindet, dar keine befriedigende Auskunft über den Verbleib seiner Frau abgeben kann, wird er, samt dem Schwein, auf Polizeirevier abtransportiert.
Kommentar
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Die erzählte Story wirkt natürlich nur durch die trockene Erzählweise von Kaminer. Ein typischer Satz von ihm als Zitat:" Sie legten ihm dennoch Handschellen an und betäubten ihn ein wenig - zur Sicherheit"
Händler auf der Schönhauser Allee
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Nachdem der Laden "Kinderparadies" wegen Konsumverachtung schließen mußte eröffnen fünf mutige Vietnamesen dort einen Lebensmittelladen. Wladimir findet sie deshalb so mutig weil sie sich durch das völlige Fehlen von Sprachkenntnissen und durch Zählunfähigkeit auszeichnen. Er geht sehr gerne dorthin einkaufen weil es dieser langweiligen Beschäftigung ein gewisser spielerisches Element gibt, weil man sich als Kunde immer etwas Einfallen lassen muß und auf alles gefaßt sein muß. Schon das System in dem die Waren geordnet sind ist nicht auf Anhieb zu durchschauen, Wladimir denkt das es daher kommt das die meisten Lebensmittel den Betreibern unbekannt sind, denn sie selbst essen etwas völlig anderes. Man riecht es jeden Tag in ihrer Mittagspause im Hausflur, der exotische Geruch ist schwer zu beschreiben und Wladimir stellt sich immer so etwas wie frittierten Hund mit Ananas vor.
Kommentar
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In dieser Geschichte taucht zum ersten Mal die Familie Dong auf und wird liebevoll ironisch von dem Autor parodiert. Ein Deutscher könnte vielleicht bei einigen Äußerungen Probleme bekommen, mal abgesehen davon das Wladimir auch über seine Landsleute herzieht sind seine Parodien wirklich liebevoll. und man merkt ganz deutlich die Sympathie die er für diese Menschen empfindet. Die Geschichten mit der Familie Dong sind eindeutig meine Lieblingsstorys.
Bücher aus dem Mülleimer
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Wladimir entdeckt beim Müll entsorgen einen Container voller Bücher, als neugieriger Mensch will er etwas über die Person der die Bücher gehört haben herausfinden und nimmt sie mit nach Hause und untersucht seine Mülleimerbibliothek und macht sich so seine Gedanken.
Kommentar
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Bei dieser Geschichte wird recht deutlich warum mir Kaminer so gut gefällt, bei allem Humor und locker, flockig erzählten Geschichten, enthalten alle Geschichten einen gewissen unaufdringlichen Anspruch. Und genau das unterscheidet ihn auch von anderen Autoren, wenn man genau hinhört dann kann man sehr viel zwischen den Zeilen erkennen. Aber immer wieder bin ich begeistert mit welcher Leichtigkeit er seine Aussagen und Ansichten transportiert.
Junggesellen und Familienwirtschaft
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Zitat:>> Die moderne islamische Familie direkt über uns besteht aus lauter Sportsfreunden und macht den meisten Krach. Was genau diese merkwürdigen Geräusche verursacht, ist immer noch ein Rätsel für uns. im Laufe des letzten Jahres gelangte ich durch ständiges ungewolltes zuhören zu der Überzeugung, daß sie aufeinander reiten. Am Nachmittag wird so etwas ähnliches wie Fußball gespielt. Mit vielen Toren. Ab 20.00 Uhr ist Rennen angesagt - eine Stunde. danach werden anscheinend die Pferde ausgewechselt und es geht von vorne los. Um Mitternacht werden die Gewinner ermittelt und die Preise ausgehändigt.<<
Kaminer erzählt hier von den Familien, nämlich eine islamische, eine vietnamesiche und eine russische ( seine eigene ) und den beiden deutschen Junggesellen die im gleichen Haus wohnen.
Kommentar
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Das Zitat habe ich deshalb gewählt damit der Leser einen Eindruck vom Schreibstil des Autors bekommt. Noch etwas was mich an Kaminer so begeistert, sein Erzählstil ist nie neutral, Sympathien und Antipathien werden unmißverständlich deutlich gemacht.
Integration auf der Schönhauser Allee
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Wladimir versucht den Wortmüll aus seinem Deutsch zu entfernen, er hat die Sprache nämlich nicht an der Universität gelernt sondern, mangels Kabelanschluß, bei den seriösen Fernsehsendern. und muß deshalb tierisch aufpassen. "Von der Sache her" konnte er ziemlich schnell ablegen, mit "sozusagen" wurde er auch recht schnell fertig, aber " ich muß nicht erst betonen " läßt sich doch etwas schwerer ablegen.
Kommentar
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Zitat:>> ...Aber von der Sache her sind in unserer Kleinfamilie große Fortschritte auf diesem Gebiet nicht zu übersehen, und einen Kabelanschluss haben wir, wie erwähnt, auch bereits. Ich muß also betonen, daß Integration für uns kein Wortmüll ist.<<
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Autor
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Mich wundert, oder vielleicht wundert mich es auch nicht, das Kaminer relativ wenig Beachtung bei der Kritik findet. Wenn ich darüber nachdenke wie seinerzeit Milan Kunderas " Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" als witziger und intelligenter Roman gefeiert wurde, wird mir einiges klarer, um Gnade vor der Kritik zu finden muß die Story relativ depressiv und stark angereichert mit philosophischen und psychologischen Ansätzen. Dieser Roman kommt so bedeutungsschwanger daher, es ist wirklich zu Kotzen.
Bei Kaminer ist das völlig anders, zuerst einmal wird man gut unterhalten, zum Schmunzeln oder Lachen angeregt und mitgerissen von der Erzählfreudigkeit des Verfassers. Unaufdringlich vorhanden ist aber auch eine gewisse Tiefe der Erzählungen auf die man sich einlassen kann oder auch nicht. Der Autor hat zweifelsohne etwas zu sagen und sagt es auch in dem er teilweise sehr persönlich Stellung bezieht. Kaminer drängt sich dem Leser nicht auf entweder nimmt der Leser die Aussage an oder er läßt es bleiben.
Dadurch das der Verfasser sehr persönliche Dinge in seinen Geschichten preisgibt, entwickelt sich so etwas wie eine Beziehung zum Autor, ich selber hätte diese vermeintliche Person gerne zum Freund, ein Anarchist und Schlitzohr der sich zwar mit bestehenden Systemen, sei es in der ehemaligen Sowjetunion oder in Deutschland arrangiert aber niemals identifiziert und sich immer eine große Zuneigung zu den Benachteiligten, den Verlieren, den Chaoten und Außenseitern bewahrt hat.
3.) Der Autor ( teilweise, aber wörtlich vom Einband des Buches übernommen )
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Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Mit der Erzählsammlung "Russendisko" avancierte das kreative Multitalent zu einem der beliebtesten und gefragtesten Jungautoren in Deutschland. Mit Militärmusik legte er seinen ersten Roman vor.
4.) Das Buch
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Titel: Schönhauser Allee
Autor Wladimir Kaminer
ISBN: 3-442-54168-9
Seiten: ca. 200 Seiten
Preis: 8,00 EURO
weitere Werke:
Russendisko => Erzählsammlung
Militärmusik => Roman
5.) Fazit
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Das faszinierende an Kaminer ist für mich sein unverwechselbarer Erzählstil, seine Direktheit, seine Offenheit, seine scharfe Beobachtungsgabe, seine unverkennbare Lust am Erzählen. Seine Erzählungen sind immer erheiternd ohne ins Triviale abzurutschen, wer gewillt ist einen Anspruch dahinter zu entdecken der wird auch fündig werden, wer nicht wird sich trotzdem köstlich amüsieren.
© 15.11.02 by Araxas weiterlesen schließen
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