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"Das Böse" - Alex Kava - Passt gut auf Eure Kinder auf ...
25.11.2002, 13:11 Uhr von
akison
Genieße den Tag und leg Dich mit nem guten Buch in die Hängematte ...5Pro:
spannend bis zum Schluss
Kontra:
nix
Empfehlung:
Nein
Hiermit möchte ich Euch den Debütroman einer – meiner Meinung nach – sehr viel versprechenden neuen Autorin vorstellen:
„Das Böse“ von Alex Kava
=== Zur Story ===
Die Einwohner von Platte City – eine Kleinstadt in Nebraska – atmen auf! Als der Serienkiller Ronald Jeffreys für die grausamen Morde an drei kleinen Jungen hingerichtet wird, glaubt man, der Gerechtigkeit Genüge getan zu haben und seine Kinder wieder auf die Strasse lassen zu können.
Pater Francis jedoch steckt in einem Gewissenskonflikt! Denn Jeffreys beichtet ihm kurz vor seiner Hinrichtung, nur einen der kleinen Jungen ermordet zu haben und schwört bei Gott, mit den anderen Morden nichts zu tun zu haben!
Und Pater Francis weiß, dass Jeffreys ihm die Wahrheit sagt, da ihm drei Tage zuvor ein gesichtsloses Monster durch das schwarze Gitter des Beichtstuhls die Morde an den anderen beiden Jungen gestanden hatte!
Drei Monate später wird erneut die Leiche eines kleinen Jungen gefunden und sein geschundener Körper weist alle Merkmale wie bei den Jeffreys-Morden auf. Der kleine Körper wird mit einem in die Haut eingeritzten Kreuz und zur letzten Ölung gesalbt aufgefunden.
Sheriff Morelli hat plötzlich einen furchtbaren Verdacht: Wurde etwa ein Unschuldiger hingerichtet?
Da er den Sheriff-Posten erst kürzlich von seinem Vater übernommen und keine Erfahrung mit dieser Art der Untersuchung hat, fordert er die FBI-Profilerin Maggie O´Dell an. Doch sie selbst ist auch Opfer geworden und hat noch immer mit dem Trauma ihres letzten Falles zu tun.
Allerdings bleibt den beiden nicht viel Zeit den Täter zu finden, einen Mörder, der von der heiligen Richtigkeit seines Handelns überzeugt ist und bereits den nächsten Jungen entführt hat …!
=== Meine Meinung ===
Wahnsinn– was für ein Einstieg !!!
Erschreckend detailliert und absolut fesselnd schildert Alex Kava die Morde an den kleinen Jungen. So führt sie den Leser nicht nur in die Arbeitsweise der Mordkommission und der Erstellung eines Profils ein, sondern sie beschreibt auch sehr klar die grausame Denkweise des Mörders; einen tiefen Einblick in eine kranke Seele.
Hier und da setzt sie falsche Fährten und immer wenn ich dachte, ich weiß, wer der Mörder ist, bekam der Fall eine neue Richtung!
Sie hat zwei sehr sympathische Hauptdarsteller erschaffen, zum einen den liebenswürdigen und charismatischen Herzensbrecher, den Sheriff von Platte City, Nick Morelli. Er hat es schwierig, denn vor mehreren Jahren beendete der frühere Sheriff, sein eigener Vater, seine Karriere mit der Verhaftung des vermeintlichen Serienmörders Ronald Jeffreys. Nunmehr mischt Antonio Morelli sich wieder in die Untersuchungen ein.
Die weibliche Akteurin, die toughe FBI-Agentin O´Dell, erinnerte mich in ihrem Handeln doch ziemlich an Agent Scully („Akte X“) und Agent Sterling („Das Schweigen der Lämmer“) und sie versucht auch ziemlich schnell, die kompletten Ermittlungen zu übernehmen und perfekt zu leiten.
Und das sind keine perfekten Ermittlungen. Ihnen unterlaufen auch Fehler, aber eben das macht sie wiederum menschlich. Nick Morelli ist als Sheriff eigentlich unfähig, aber es gibt etwas, das ihn wiederum sehr sympathisch macht und man hofft, dass er diesen Fall lösen kann.
Maggie ist zäh, aber sehr verwundbar. Ihr letzter Fall hat nicht nur seelische, sondern auch körperlich schreckliche Narben hinterlassen.
Dass es zwischen den beiden Hauptakteuren auch mal erotisch knistert, nimmt der spannenden Handlung aber nicht den Biss.
Das Buch ist keineswegs langatmig, die Dialoge sind sehr intensiv und sehr fesselnd.
Erst auf der allerletzten Seite offenbart Alex Kava den wahren Mörder, was mich nicht unbedingt überrascht hat, ich hatte diese Person auch in Verdacht, aber die Spannung hat hierunter wirklich nicht gelitten.
Ich kann nur hoffen, dass Alex Kava noch mehrere Romane schreiben wird und bin von ihrem Erstlingswerk mehr als begeistert!
=== Das Buch ===
Im Original heißt das Buch „ A Perfect Evil“, ist ein MIRA-Taschenbuch und erschienen im CORA-Verlag, hat 412 Seiten, ISBN-Nummer 3-89941-001-7 und kostet 7,95 €.
=== Die Autorin ===
Wie beschrieben, handelt es sich um einen Debütroman! Alex Kava wuchs in einem kleinen Ort mit weniger als 500 Einwohnern im ländlichen Nebraska auf. Sie machte ihren Universitätsabschluss in Kunst und Englisch und verfügt zudem über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Werbe- und Grafikdesignbranche. Die Autorin schaffte mit ihrem Erstlingswerk sofort den Sprung auf die New York Times Bestsellerliste, eine der wichtigsten Verkaufscharts der Welt.
Quelle: CORA-Verlag/New York Times
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-25 12:11:19 mit dem Titel "Das Grauen" - Alex Kava - ... ist unter uns ...
Nachdem ich kürzlich schon über den Debütroman „Das Böse“ von Alex Kava geschrieben habe, möchte ich Euch nunmehr den Folgeroman „Das Grauen“ vorstellen:
=== Die Story ===
Es war ein langer, zwei Jahre andauernder und sehr zermürbender Einsatz, bis die FBI-Profilerin Maggie O´Dell den Serienkiller Albert Stucky überführen konnte – und seitdem hat sie mit den physischen und psychischen Narben, die er bei ihr hinterlassen hatte, zu kämpfen.
Sie nannten ihn den „Sammler“, weil Albert Stucky seine Opfer gefangen nahm und sie langsam über eine Dauer von Tagen oder Wochen auf eine schreckliche Art und Weise quälte, um sie anschließend zu töten.
Während einer Überfahrt in ein Hochsicherheitsgefängnis, kann sich Stucky mit Hilfe eines Kreuzes, das ihm von seinem letzten Besucher, Pater Keller, überreicht wurde, befreien, tötet die zwei bewaffneten Eskorten und verschwindet.
Als das FBI vom Verschwinden Stucky´s erfährt, wird Maggie sofort von ihrer Arbeit abgezogen und an ihren Schreibtisch verbannt.
Maggie´s Leben scheint bedroht, als ein paar Monate später in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft eine Frau unter mysteriösen Umständen verschwindet und einige junge Frauen, die kurz zuvor mit Maggie in Kontakt standen, verstümmelt und ermordet aufgefunden werden.
Da Maggie als einzige einen Einblick in Stucky´s kaputte Seele hatte, wird sie widerstrebend dem Fall zugewiesen, nicht aber, ohne ihr einen Partner, R.J. Tully, an die Seite zu stellen.
Gefundene Fingerabdrücke am Tatort werfen allerdings eine Frage auf:
Ist es wirklich Albert Stucky oder hat sich ein Nachahmer gefunden ??
Es beginnt ein Wettkampf mit der Zeit und hier tritt immer deutlicher zutage, dass dieser Jemand ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt: Er will sehen, wie Maggie im Kampf gegen das Grauen zerbricht ...
=== Meine Meinung ===
Auch hier hat Alex Kava wieder eine ausgezeichnete Geschichte gesponnen. Sehr emotional geht die Entwicklung voran und sie bleibt spannend bis zum Schluss!
Maggie O´Dell ist zwar ein sehr verwirrender Charakter, aber wer kann ihr das verübeln? Sie hat ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter, hat sich nach monatelanger Überlegung endlich von ihrem Mann getrennt, der sie vor die Wahl stellte: „Job oder ich?“, ist paranoid, störrisch und leidet unter Albträumen.
Der Charakter Maggie war mit allerdings schon aus Alex Kava´s erstem Buch, „Das Böse“, bekannt, in dem sie nur kurz auf das Erlebte mit Albert Stucky einging und so Maggie´s oft undifferenziertes Handeln erklärte.
Nun findet Maggie mit Hilfe einer netten Immobilienmaklerin, Tess McGowan, ein schönes Haus in einer wohlhabenden und ruhigen Gegend, als die Vergangenheit sie wieder einholt.
Maggies Vorgesetzte sind mehr als besorgt um sie, so wird sie nur dem Fall zugeteilt, als sie einen neuen Kollegen an ihre Seite bekommt. R.J. Tully ist ein liebenswürdiger Profiler, der auch sein privates Päckelchen zu tragen hat, aber im Laufe der Geschichte baut sich zwischen den beiden echtes Vertrauen auf, das wirklich wichtig werden wird.
Die schrecklichen Verbrechen werden ausführlich und klar beschrieben und könnten so manchem zartbesaiteten den Magen umdrehen ...! Nein, so schlimm ist es nun doch nicht!
Auch treffen wir hier in diesem Buch einen alten Bekannten wieder: Nick Morelli, der seinen Sheriff-Posten an den Nagel gehängt hat und nunmehr für die Bezirksstaatsanwalt in Boston arbeitet. Maggie und Nick laufen sich mehr oder weniger zufällig bei einem Kongress über den Weg und sofort knistert es wieder zwischen den beiden. Ein Anfang oder Ende dieser Beziehung wird allerdings hier auch wieder offengelassen!
Die Aufmerksamkeit zum Detail liefert allerdings eine fast fühlbare Beschreibung des Übels und den fast hoffnungslosen Kampf, dies zu überwinden. Die Geschichte zeigt sich hauptsächlich aus Maggie O´Dells Sicht, aber es gibt genügend Sichtweisen des Mörders, um die Spannung zu erhöhen.
Ich habe das Buch mal wieder an einem Wochenende verschlungen, bin immer noch begeistert und kann es wirklich nur weiterempfehlen...!
=== Das Buch ===
Im Original heißt das Buch „ Split Second“, ist ein MIRA-Taschenbuch und erschienen im CORA-Verlag, hat 412 Seiten, ISBN-Nummer 3-89941-032-7 und kostet 7,95 €.
=== Die Autorin ===
Alex Kava wuchs in einem kleinen Ort mit weniger als 500 Einwohnern im ländlichen Nebraska auf. Sie machte ihren Universitätsabschluss in Kunst und Englisch und verfügt zudem über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Werbe- und Grafikdesignbranche. Wie auch mit ihrem Debütroman „Das Böse“ konnte sie sich mit „Das Grauen“ auf Anhieb in der New York Times Bestsellerliste platzieren.
Quelle: CORA-Verlag/New York Times weiterlesen schließen -
Castro & Kennedy
25.11.2002, 06:26 Uhr von
rider-of-apocalypse
ich hätet gerne einen Dodge, nen neuen Rechner, ein neues Notebook, eine Eigentumswohnung oder ei...Pro:
Story, Stil, ...
Kontra:
nix
Empfehlung:
Nein
Nach einer längeren Wartezeit war es nun vor einigen Tagen soweit und das aktuellste Werk des von mir sehr gerne gelesenen Autoren PHILIP KERR erschien endlich auch als TASCHENBUCH.
Dieses Buch, das ich mir selbstverständlich sofort kaufte heißt DER TAG X.
INHALT
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Amerika im Jahre 1960.
Tom Jefferson, ehemaliger Scharfschütze der US-Streitkräfte im Koreakrieg arbeitet nun als Profikiller, während seine Frau dem Wahlkampfteam John F. Kennedys angehört, der kurz davor steht zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt zu werden.
Tom Jefferson erhält von einem Konsortium aus CIA und Mafia den Auftrag, eine Machbarkeitsstudie über die Ermordung Fidel Castros zu erstellen. Nachdem er die Machbarkeit eines solchen Anschlages für gegeben erachtet folgt der Auftrag, die Ermordung des kubanischen Staatsoberhauptes durchzuführen, wofür er 100000,- US$ sofort erhält, denen nach Erledigung des Auftrages weitere 150000,- US$ folgen sollen.
Im Rahmen der Vorbereitung der Ermordung Castros bekommt Tom Jefferson ein Tonband zu hören, auf dem deutlich zu hören ist, wie seine Frau mit dem künftigen Präsidenten der USA schläft.
Kurze Zeit später wird sie tot aufgefunden und Tom Jefferson ist verschwunden.
Mit Tom Jefferson verschwinden auch die 100000,- US$ der Mafia und so begeben sich CIA und Mafia auf die Jagd nach Jefferson, wobei man sich unter anderem einem ehemaligen FBI-Agenten bedient.
Wer nicht zu viel über den Inhalt des Buches wissen möchte, dem rate ich, das Lesen der Inhaltsangabe an dieser Stelle abzubrechen.
Unterdessen stellt sich heraus, dass Tom Jefferson in Wirklichkeit Agent des G2, des kubanischen Geheimdienstes ist und einen Anschlag auf John F. Kennedy plant, der in der Zwischenzeit zum Präsidenten gewählt wurde, um eine Invasion der Amerikaner in/auf Kuba zu verhindern.
Unbeschadet der Verfolgung durch CIA und Mafia beginnt Tom Jefferson mit der Planung der Ermordung, die vor dem 09.01.1961, dem Tage der Amtseinführung Kennedys erfolgen soll und kommt zu dem Ergebnis, dass das Gelände der Universität zu Harvard, der Kennedy einen Besuch abstatten will, der geeignetste Ort sei.
Am Tag von Kennedys Besuch in Harvard befindet sich Tom Jefferson mit Gewehr im Anschlag und John F. Kennedy im Visier auf dem Universitätsgelände.
An dieser Stelle breche ich meine Darstellung des Inhalts (von dem ich eigentlich schon zu viel dargelegt habe) ab, denn der Roman beinhaltet ein überraschendes Ende und ich möchte potentiellen Lesern die Spannung nicht vollends nehmen.
ANMERKUNGEN
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PHILIP KERR schafft es auch in DER TAG X gekonnt eine Geschichte vor einem zu weiten Teilen realen Hintergrund spielen zu lassen und die Geschichte dabei dennoch glaubwürdig erscheinen zu lassen.
KERR lässt den Leser fast über die Hälfte des Romans über die wahren Beweggründe seiner Hauptfigur (Tom Jefferson) im unklaren, wodurch DER TAG X einige überraschende Wendungen beinhaltet.
Nicht zuletzt auch durch seine präzisen Beschreibungen schafft es PHILIP KERR, dass der Leser seiner Geschichte zu jeder Zeit trotz ihrer Vielschichtigkeit problemlos folgen kann.
Der Roman ist von der ersten Seite an sehr spannend und baut diese im weiteren Verlauf der weiter auf, bis es nach knapp über 500 Seiten zu einem für mich überraschenden Ende kommt.
Wie viele andere Romane KERRS, so beginnt auch DER TAG X mit einem Zitat, wobei er dieses mal eine Textzeile aus die Moritat von Mackie Messer (Brecht, Die Dreigroschenoper)
wählte, die bezogen auf fast alle Figuren im Roman passend wirkt („Ach, es sind des Haifischs Flossen, rot wenn dieser Blut vergießt. Mackie Messer trägt ´nen Handschuh, drauf man keine Untat liest“).
ALLGEMEINES
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Der 1956 geborene, in London lebende Autor PHILIP KERR veröffentlichte DER TAG X unter dem Titel THE SHOT im Jahre 1999.
Die deutsche Ausgabe erschien als Taschenbuch im Frühsommer diesen Jahres im Rowohlt Taschenbuchverlag und kostet 9,90 €.
Die ISBN lautet 3-499-23252-9.
SCHLUSSWORTE
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Meines Erachtens zählt DER TAG X nicht zu den besten Romanen PHILIP KERRS (hier gefallen mir insbesondere ESAU, GAME OVER und DER ZWEITE ENGEL besser), dennoch bietet auch dieses Buch hervorragende Unterhaltung, so dass ich hier eine uneingeschränkte Empfehlung ausspreche und mit SEHR GUT urteile.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-29 07:05:00 mit dem Titel Bergsteiger, CIA, Yetis und mehr
PHILIP KERR hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem meiner bevorzugten Autoren entwickelt und so war es nur logische Konsequenz, dass ich mir weiter Bücher dieses im Jahre 1956 in Edinburgh geborenen Autors kaufen würde.
Das jüngst von mir gelesene Buch PHILIP Kerrs trägt den Titel ESAU.
DER INHALT
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Jack Furness, ein bekannter amerikanischer Bergsteiger versucht verbotenerweise gemeinsam mit seinem Freund Didier den Machhapuchhare im Himalaja, Nepal zu besteigen, als eine Erschütterung eine Lawine auslöst, bei der Didier ums Leben kommt und durch die Jack in eine Höhle stürzt.
Hier findet er einen Schädel, von dem er vermutet er sei fossil und den er in seine Heimat mitnimmt um ihn dort seiner Freundin Swift, einer Palaöanthropologin zu übergeben.
Swift stellt fest, dass es sich bei dem Schädel, den sie keiner bekannten Lebensform zuordnen lässt nicht um ein Fossil handelt und da Jack möglicherweise den Schädel eines Yetis gefunden hat beschließen Swift und Jack, eine weitere Expedition in den Himalaja zu unternehmen um dort nach einem lebenden Yeti zu untersuchen.
Leider wird die Förderung dieser Expedition zunächst abgelehnt, doch der Ausschuss ändert seine Meinung überraschend und entscheidet, die Expedition doch zu finanzieren.
Dadurch wird Jacks Misstrauen geweckt, der in das Büro des Ausschusses der über die Vergabe von Fördergeldern entscheidet einbricht und erfährt, dass die CIA hinter dem plötzlichen Sinneswandel steckt.
Trotz dieses Wissens wird das Expeditionsteam, zu dem neben Jack und Swift auch eine bergsteigende Ärztin, ein Biologe, ein Klimaforscher, diverse Sherpas und einige andere gehören, zusammengestellt und das Team bricht ungeachtet der politischen Spannungen zwischen den Atommächten Indien und Pakistan in Richtung Machhapuchhare auf.
Nach mehreren Wochen erfolgloser Suche und einigen Unfällen, die einigen der Sherpas das Leben kosten kann das Team nicht nur einen Yeti entdecken, sondern findet auch ein bewachsenes Tal, dass nur durch eine Höhle in einer Gletscherspalte zu erreichen ist, in dem die Yetis leben.
Als man einen weiblichen Yeti fangen kann, diesen bei der Geburt eines Kindes unterstützt und damit beginnt ihn zu erforschen offenbart sich ein Teammitglied als CIA-Angehöriger, der dem Team offenbart, dass er auf der Suche nach einem abgestürzten Spionagesatelliten sei, den er zu zerstören beabsichtigt, wodurch das Absturzgebiet atomar verseucht werden würde.
Wie erwartet ist der Satellit in den Lebensraum der Yetis gestürzt und für die Wissenschaftler beginnt ein Wettlauf gegen den CIA-Agenten um den Lebensraum der neu entdeckten Spezies zu erhalten.
ANMERKUNGEN ZUM BUCH
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Zwar klingt die Geschichte des Buches nicht unbedingt besonders glaubwürdig, doch PHILIP KERR schafft es, durch seine präzisen Darstellungen von Umgebungen, Begebenheiten und Personen, die er durch wissenschaftliche Details ergänzt, wodurch die Geschichte jederzeit nachvollziehbar und in sich schlüssig wirkt und der Leser sich durchaus fragt, ob der Yeti möglicherweise nicht doch tatsächlich existiert.
So haben auch die zahlreichen wissenschaftlichen Fakten mit denen PHILIP KERR seine Geschichte über die Figur des Yeti, dessen Existenz bis heute weder bestätigt noch widerlegt werden konnte einen nicht unerheblichen Anteil an der Faszination, die die Story auf mich hatte.
Auch philosophische Aspekte finden (wie bereits bei DAS WITTGENSTEINPROGRAMM und DER ZWEITE ENGEL) in ESAU Beachtung und zwar nicht nur durch die (passend gewählten)Zitate, mit denen jedes Kapitel beginnt, sondern auch durch die Figur des Swami Chandare, eines Sadhu.
Wie bereits in GAME OVER, so greift PHILIP KERR auch in ESAU bei der Namensgebung seiner Figuren auf die Bibel zurück (so tauft das Team das Yeti-Baby auf den Namen Esau und die Mutter auf den Namen Rebekka).
Wie in allen anderen mir von PHILIP KERR bekannten Büchern, so schafft er auch mit ESAU ein Buch, dass mich über den gesamten Umfang von knapp über 500 Seiten gefesselt hat ohne auch nur auf einer einzigen Seite zu langweilen.
SONSTIGES
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ESAU von PHILIP KERR erschien erstmalig im Jahre1996 (die deutsche Ausgabe folgte im Jahre 1998) und ist als Taschenbuch aus dem Rowohlt Taschenbuch Verlag zur Zeit in der vierten Auflage erhältlich.
Der Preis für die Taschenbuchausgabe beträgt 8,50 €, bzw. 16,90 DM.
Die ISBN-Nr. lautet 3-499-22480-1.
SCHLUSSWORTE
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ESAU von PHILIP KERR bietet über 500 Seiten hervorragende Unterhaltung ohne dabei Anspruch vermissen zu lassen.
Meines Erachtens zählt ESAU gar zu den besten Büchern PHILIP KERRS, so dass ich das Buch hier uneingeschränkt empfehle und mit SEHR GUT beurteile.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-25 05:26:14 mit dem Titel ein spannender Thriller
Nach fast ausschließlich positiven Erfahrungen mit Büchern, die ich nach Titel und Inhaltsangabe auf dem Einband ausgewählt, gekauft und gelesen habe, führte mich mein Weg wiedereinmal in eine Dürener Buchhandlung, wo ich den Roman DAS BÖSE von ALEX KAVA entdeckte und auch kaufte.
Innerhalb kurzer Zeit hatte ich den Roman auch durchgelesen, so dass es nun an der Zeit war, einen entsprechenden Beitrag zu verfassen.
INHALT
°°°°°°°°°°
Ronald Jeffreys wird als mutmaßlicher Mörder von drei kleinen Jungen zum Tode verurteilt und hingerichtet, obwohl er stets nur einen der Morde gestanden und die beiden anderen abgestritten hat. Im Rahmen einer Beichte unmittelbar vor Vollstreckung des Todesurteils beichtet er ebenfalls nur einen Mord.
Einige Monate nach der Hinrichtung wird erneut die Leiche eines kleinen Jungen gefunden, die die selben Merkmale aufweist, wie die mutmaßlichen Opfer von Ronald Jeffreys.
Da es dem örtlichen, als „Frauenheld“ bekannten Sheriff Nick Morelli, dessen Vater als sein Amtsvorgänger einst Ronald Jeffrey überführt hatte, an Erfahrungen mit Mordfällen mangelt, bittet er das FBI um Hilfe, das ihm daraufhin die die Profilerin Maggie O´Dell zur Hilfe schickt, die erst vor kurzem von einem Serienmörder schwer verletzt wurde.
Es wird eine weitere Leiche mit ebenfalls identischen Merkmalen gefunden und Nick Morelli und Maggie O´Dell verstärken ihre Ermittlungen, im deren Rahmen die beiden auch erkennen, dass alle bisherigen Opfer von alleinerziehenden Müttern großgezogen wurden. Alle Leichen weisen Schnitte in der Brust auf, die die Form eines Kreuzes haben, wie es bereits bei zwei der Leichen, für die Ronald Jeffreys hingerichtet wurde.
Während Nick Morelli einen örtlichen Kriminellen verdächtigt, hat Maggie O´Dell den sehr angesehenen und vor allem bei den Kindern der Gemeinde sehr populären Pater Keller in Verdacht.
Die Verdachtsmomente gegen den Geistlichen verdichten sich immer mehr und als auch noch Timmy, der Sohn von Nick Morellis Schwester plötzlich verschwindet ist Eile geboten.
Plötzlich und unvermittelt taucht auch der Vater von Nick Morelli auf, der von seinem Sohn verdächtigt wird, Ronald Jeffreys bewußt zwei Morde mehr „angehangen“ zu haben, als er tatsächlich begangen hat, um die Ermittlungen voranzutreiben und zu unterstützen
An dieser Stelle breche ich meine Kurzdarstellung des Inhalts ab, da diese zum einen ohnehin nur einen groben Überblick über die Story geben soll und ich zum anderen potentiellen Lesern auch nicht zu viel der Spannung nehmen möchte.
ANMERKUNGEN
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DAS BÖSE ist zu jedem Zeitpunkt spannend geschrieben und da ALEX CAVA zwischen den Kapiteln, die die Handlung des Romans weiterführen auch immer wieder Kapitel einfließen lässt, in denen der Werdegang des Mörders (angefangen vom Mißbrauch durch den Stiefvater bis hin zu seinen ersten Morden) geschildert wird, ohne jedoch den Namen bekannt zu geben, weist der Roman auch psychologische Momente auf.
Sehr gelungen ist meines Erachtens auch die Darstellung der Maggie O´Dell, wobei auch ihrer wenig glückliche Ehe und ein Angriff durch einen Serienmörder mit einfließen und auch die Liaison der beiden Ermittler (und deren unterschiedlichen Ermittlungsmethoden) verleiht der Story ebenso zusätzliche Reiz wie die Personen von Schwester und Vater des Nick Morelli..
Alle anderen handelnden Personen und Begebenheiten werden ebenso präzise beschrieben/dargestellt.
Jedem Leser sollte es zu jedem Zeitpunkt problemlos möglich sein, der Geschichte zu folgen, da diese nicht nur logisch aufgebaut und fortgeführt wird, sondern auch immer im Rahmen des Glaubwürdigen bleibt und auch wenn das Grundthema „mißbrauchtes Kind wird Serienkiller“ nicht mehr ganz neu und auch nicht unbedingt besonders originell ist, so schaffte es ALEX KAVA dennoch, daraus einen sehr spannenden, intelligenten und nie auch nur annähernd langweiligen Roman zu schreiben, der mich von den ersten Seiten an fesselte.
DIE AUTORIN
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Die in Nebraska aufgewachsene ALEX KAVA studierte zunächst Kunst und Englisch und arbeitet anschließend etwa 15 Jahre in den Bereichen Werbung und Grafikdesign, bevor sie mit DAS BÖSE ihren ersten Roman schrieb.
SONSTIGES
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ALEX KAVA schrieb den Roman DAS BÖSE im Jahre 2000 unter dem Originaltitel THE EVIL EYE, die Erstauflage der deutschen Taschenbuchausgabe datiert aus dem Jahr 2002.
Erschienen ist das Taschenbuch im Cora Verlag (Mira Taschenbücher) mit der ISBN 3-89941, der Preis für den knapp über 400 Seiten umfassenden Roman (dessen Cover übrigens recht dezent gestaltet ist) beträgt zur Zeit 7,95 €.
SCHLUSSWORTE
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Ich habe DAS BÖSE von ALEX KAVA innerhalb von zwei Abenden durchgelesen, wobei mich nur meine einsetzende Müdigkeit daran hinderte, das Buch an einem Stück zu lesen.
So kann ich diesen Roman hier auch guten Gewissens empfehlen und urteile mit SEHR GUT ! weiterlesen schließen -
Grenzverletzung
19.11.2002, 13:38 Uhr von
Anachronistin
Weltoffene Realistin mit gelegentlichen Tendenzen zum Negativdenken - was immer das bedeuten mag.Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Grenzverletzung
Bei einem Ausverkauf in einer Buchhandlung entdeckte ich das Buch von Helmut Kaiser, in welchem er sehr persönlich über seine psychoanalytische Ausbildung berichtet.
Da es sich, wie gesagt, um ein Buch handelt, welches ich im Ausverkauf erworben habe, musste ich statt der 9,90 € nur 2,95 € bezahlen.
Das Buch beginnt mit einem Vorwort von Tilmann Moser und endet mit einem Nachwort von Prof. Dr. Johannes Cremerius.
Im Anschluss an das Vorwort kommt Helmut Kaiser auf die Missstände und Schwierigkeiten in der Psychoanalyseausbildung zu sprechen.
Kaiser studiert an einem freudianisch ausgerichteten Institut (nach Sigmund Freud), deren Vorsitz drei Lehranalytiker bilden. Der Autor erklärt, dass, wer selbst Psychoanalytiker werden will, zunächst ein Psychologie- bzw. Medizinstudium absolviert haben muss, bevor er sich einer Lehranalyse unterzieht. Helmut Kaiser hat also durch sein abgeschlossenes Psychologiestudium die Vorraussetzungen zum Beginn der Lehranalyse erfüllt.
Erstaunt absolviert er die simple Aufnahmeprüfung, die darüber Klarheit schaffen soll, ob er gesund und emotional stabil genug ist, um eine Lehranalyse zu bewältigen und selbst Klienten analysieren zu können. – Problematisch ist hierbei auch, dass das Institut bei mangelhaften Bewerberzahlen dennoch seine Liquidität sichern muss, dass heißt, dass dann alle Bewerber genommen werden, gleichgültig, ob sie bezüglich ihrer Persönlichkeitsstruktur geeignet sind oder nicht. Hinzu kommt, dass die Auszubildenden ihre Lehranalyse intern absolvieren müssen. Es stehen keine unabhängigen Lehranalytiker zur Verfügung, denen gegenüber sich die Auszubildenden tatsächlich öffnen könnten. Alles spielt sich im Institut ab.
Kaiser ist verheiratet und hat eine Tochter. Seine Frau hat, wie er, Psychologie studiert und begibt sich zeitgleich mit ihm in die Lehranalyse desselben Instituts. – Sowohl Kaiser selbst als auch seine Frau werden der gleichen Analytikerin zugeteilt, was wiederum neuerliche Schwierigkeiten mit sich bringt, da die Lehranalytikerin unmöglich die notwenige Distanz zwischen den beiden Analysanden einhalten kann. – Beide sind unzufrieden mit der Situation und der Kompetenz der Lehranalytikerin und beantragen einen Wechsel. – Kaiser und seine Frau werden nun an den Mann ihrer ehemaligen Lehranalytikerin „weitergereicht“. Kaiser schildert seine individuellen Probleme innerhalb der Analyse, die es ihm unmöglich machen, eine Heilung zu erfahren, sondern ihn noch weiter in erlernte Verdrängungsmechanismen treiben, und ihn sogar noch neue lernen lassen. – Es stellt sich die Frage, warum er nicht zugunsten seiner Gesundheit die Lehranalyse abbricht. Dies hat zur Ursache, dass er inzwischen – ebenso wie seine Frau – viel in Studium und Analyse investiert hat, und er ohne erfolgreichen Abschluss nicht praktizierten dürfte. Daher hofft er, diese schwierige Zeit einfach zu überstehen.
Bald teilt ihm sein Lehranalytiker mit, dass seine Analyse nun beendet wäre. Kaiser ist zugleich überrascht und verunsichert, freut sich jedoch zunächst, die Ausbildung nun abgeschlossen zu haben, und nun eigenständig mit Patienten arbeiten zu können.
Doch ein neuer Schlag ereilt ihn, als seine Frau ihm unter Tränen berichtet, der Lehranalytiker hätte ihr eine Affäre angeboten. – Dies löst in Helmut Kaiser schier unbeherrschbare Wut aus. Jahrzehntelang unterdrückte Wut, Konfrontation mit Erinnerungen an seine Kindheit und ein unaufhaltsames Abstürzen in tiefe Depressionen kennzeichnen von nun an sein Leben.
Um nun nicht das Lesen des gesamten Buches vorwegzunehmen, belasse ich es bei diesen Schilderungen.
Für den an Psychoanalyse interessierten Leser ist das Buch sehr zu empfehlen, wobei zu beachten ist, dass es nicht vordergründig den Anspruch auf Fachlichkeit erhebt. Es geht hier um persönliches Erleben dieser Lehranalyse, welches beeindruckend reflektiert dargestellt wird.
Kaiser, Helmut (1996): Grenzverletzung. Macht und Mißbrauch in meiner
psychoanalytischen Ausbildung
Walther-Verlag
ISBN: 3-530-40024-6
Neupreis: 9,90 € weiterlesen schließen -
Stephen King - Schwarz
11.11.2002, 22:58 Uhr von
holsi
Tja, wer hätte das gedacht, damals ein User der ersten Stunde bin ich jetzt doch wieder etwas akt...Pro:
spannend
Kontra:
manchmal langatmig
Empfehlung:
Nein
+++ Einleitung +++
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Ich glaube, ich muss wohl niemandem hier erklären, wer Stephen King ist. Er ist der Meister des Horrors, niemand hat so viele gute Horrorromane geschrieben wie er. Aber Stephen King kann auch anders. So muss es bei ihm nicht immer nur um Vampire oder Werwölfe gehen. Er kann auch ganz normale Geschichten schreiben. Zwei davon sind, ich nenne hier die Titel der Filme, da die Geschichten nur Kurzromane sind, „Stand by me“ und die „Verurteilten“.
King hat aber auch schon Ausflüge in den Fantasybereich gemacht. Einen möchte ich euch hier Vorstellen. Es geht um das Buch „Schwarz“, welches den ersten Teil von geplanten sieben der Geschichte des dunklen Turms ist.
+++ Story +++
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Hauptperson des Romans ist Roland, ein Revolvermann. Man bekommt im Buch allerdings nicht genau erklärt, was ein Revolvermann ist. So zwischen den Zeilen scheint aber durchzuklingen, dass ein Revolvermann so etwas wie ein Elitekämpfer ist. Seine ganze Jugend verbrachte Roland mit der Ausbildung zum Revolvermann und er war der jüngste, der jemals die Prüfung abgelegt hat.
Als Leser platzen wir mitten in Rolands leben. Er ist gerade auf der jagt nach einem „schwarzem Mann“. Wie so und weshalb wird nicht erklärt. Anstatt einige Fragen zu klären, wirft King durch eine Beschreibung der Umgebung noch mehr Fragen auf. In welcher Zeit spielt der Roman und vor allem wo? Das alles wird nicht geklärt. Wieder muss der Leser sich einiges Zusammenreimen. Es gibt mittelalterliche Waffen, aber genauso Revolver und Reste von Maschinen, so wie wir sie heute benutzen. Mein erster Eindruck war, es spielt in einer Zeit nach einem Atomkrieg, mehrer hundert Jahre danach, so dass sich eine neue Gesellschaft entwickeln konnte.
Im Laufe der Zeit kommt Roland auch in ein kleines Dorf mit Namen Tull. Der schwarze Mann war vor Roland in diesem Dorf und hat mittels religiösem Eifers die Bevölkerung derart aufgestachelt, dass diese Roland für den Teufel hält und in umbringen will. So lernen wir ganz nebenbei auch die Fähigkeiten eines Revolvermannes kennen. Roland löscht die gesamte Bevölkerung aus. Und wir lernen noch etwas über Roland. Er scheint kein Gewissen zu haben, jedenfalls ist das Töten für ihn normal. Er macht alles einfach vollkommen mechanisch.
Danach geht für Roland die Jagt weiter. Aber irgend wie scheint es dabei nicht unbedingt um Zeit zu gehen, den Roland ist nicht sonderlich in Eile. Nach Tull kommt eine große Wüste, die Roland durchwandern muss. Und das ist auch wieder so ein unklarer Teil der Geschichte. Obwohl es früher mal eine Kutschenstraße durch die wüste gab, weiß niemand etwas über deren Größe und Gefahren.
In der Wüste trifft Roland dann den kleinen Jungen Jake. Der hat keine Ahnung wie er zu diesem Ort gekommen ist. Das Einzigste was er weiß ist, dass er auf dem Weg zur Schule in New York war, und zwar in unserer Zeit und Welt. Dort wurde er von einem schwarzem Mann vor ein Auto gestoßen und war dann in der Wüste, wo Roland in fand. Alles sehr misteriös.
Roland und Jake freunden sich an und Roland empfindet sogar so etwas wie Liebe für Jake. Im laufe der Zeit wird Roland klar, dass Jake der Schlüssel zum schwarzen Mann ist. Und dieser wiederum kann Roland den Weg zu dem dunklen Turm zeigen, der das eigentliche Ziel der Wanderung ist.
+++ Schreibstill +++
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Die Sätze sind eigentlich sehr einfach gehalten. Am Anfang besteht das Buch nur aus genauen Beschreibungen von Roland und der Umgebung. Diese genauen Beschreibungen unterstützen aber genau den Charakter von Roland. Eben diese kalte Mechanik des Informationssammelns.
Auf der anderen Seite ist aber auch alles sehr verwirrend geschrieben. Es tauchen aus Rolands Erinnerung Personen auf, ohne auf sie einzugehen, oder er besitzt Fähigkeiten, deren vorhanden sein, nicht erklärt wird. Eigentlich werden viel mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet werden.
Zusätzlich springt King in verschiedenen Zeiten und Orten hin und her. Das alles bringt sehr viel Verwirrung. Als Kontrast dazu sind die Sätze aber kurz und einfach aufgebaut, so dass man doch sehr gut die Geschichte lesen kann.
+++ Fazit +++
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Eine sehr ungewöhnliche Geschichte von King. Sie ist so verwirrend, dass man einfach das nächste buch lesen möchte, um die Fragen beantwortet zu bekommen. Aber man hat irgend wie schon Verdacht, dass dies auch nicht im nächsten Buch erfolgen wird. Das habe ich mittlerweile auch gelesen und kann euch sagen, dass man auch nicht viel Schlauer wird.
Aber es ist wie eine Sucht, man möchte es wissen. Und das macht diesen Roman aus.
Interessant ist, dass King diese Geschichte Anfang der 70er geschrieben hat. Er sagt selbst, dass er zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung hat, wie die Geschichte weitergeht und wer die Personen sind. Ihm war alles noch genau so verschwommen als Schreiber wie uns als Leser.
Ich finde die Geschichte extrem interessant und durch die vielen offenen Fragen sehr spannend. Es ist fast wie eine Sucht, man muss einfach weiter lesen.
Der dunkle Turm soll wenn er einmal fertig ist, aus sieben Büchern bestehen, derzeit gibt es vier Stück. Im laufe des Jahres 2003 sollen zwei weitere Teile folgen. Ich bin jetzt schon gespannt wie ein Flitzebogen wie es weitergeht.
King wurde und wird auch von Fanpost bombardiert, die ihn auffordert, endlich weiter zu schreiben. Daran kann man erkennen, wie sehr die Geschichte von den Fans geliebt wird.
Ich gebe dem Buch, obwohl es sehr unkonventionell ist, die volle Punktzahl. Man muss sich in das Buch hinein lesen und an den Stil gewöhnen, aber dann fesselt es einen.
Zum Schluss noch ein paar Fakten. Das buch hat 285 Seiten und Kostet 6,95 Euro. Die ISBN lautet ISBN 3-453-16316-8
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 11:36:57 mit dem Titel Stephen King - Drei
+++ Einleitung +++
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Nach dem ich den ersten Teil der Saga über den „dunklen Turm“ berichtet habe, liegt es nahe, dass ich auch die Geschichte weiter verfolgen werde. Hier also der Bericht über „Drei“, den zweiten Teil aus der Saga. Interessant ist noch, das „Drei“ 1987 erschienen ist, also gut 17 Jahre später, nachdem die Arbeit an der Saga begann.
+++ Was bisher geschah +++
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Roland ist der letzte Revolvermann einer irgend wie untergegangenen Welt. Sein ganzes Leben ist er auf der Suche nach dem dunklen Turm. Um diesen zu finden, musste er erst einmal den schwarzen Mann finden. Die Konfrontation mit ihm verlief allerdings anders, als Roland erwartet hatte. Anstatt ihn zu töten redeten die beiden lange miteinander und der schwarze Mann teilt ihm mit, dass er drei weitere Gefährten finden muss. Diese Gefährten, die er ihm mittels Tarot -Karten vorstellt, sind der Gefangene, die Herrin und der Tod. Also macht sich Roland wieder auf den Weg.
+++ Story +++
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Nach dem Roland in den Bergen mit dem schwarzen Mann gesprochen hat, überquert er diese und kommt an einen Strand. Dort schläft er vor Erschöpfung ein und wird von einem überdimensionalem Hummer, von denen es Nachts am Strand nur so wimmelt angegriffen. Bei diesem Angriff verliert er eine Zehe und drei Finger seiner linken Hand. Ich glaube auf die Zehe könnte Roland gut verzichten, aber durch den Angriff ist seine linke Hand für die Benutzung eines Revolvers unbrauchbar geworden, sehr schlecht für einen Revolvermann.
Fast eben so schlimm ist allerdings, das Rolands Wunden sich entzünden und er eine Blutvergiftung bekommt. In seiner Welt gibt es keine Mittel, die er auch nicht bei sich hat, um ihn zu heilen. Aber Roland kämpft sich weiter.
Irgendwann findet Roland am Strand eine Tür, die einfach so da steht. Als Roland sie öffnet, sieht er eine für ihn unbekannte Welt. Diese Welt sieht er mit den Augen von Eddie, einem Drogenkurier, der auch gleichzeitig süchtig ist.
Roland findet schnell heraus, wie er mit Eddie interagieren kann und ihn sogar steuern kann. Gemeinsam bestehen sie einige Abenteuer in Eddies Welt, dem New York von heute. Zu guter letzt schafft Roland Eddie in Rolands Welt. Nun hat er den ersten Gefährten. Gleichzeitig nimmt Roland aus Eddies Welt einige Medikamente mit, die seine Entzündungen etwas heilen. Aber wie das nun mal so mit Antibiotika ist, man muss genug nehmen, nicht nur bis es einem besser geht, sondern bis die Endzündung beseitigt ist. Roland hat aber leider nicht genug.
Zu zweit geht die suche nach der nächsten Tür weiter. Roland und Eddie freunden sich langsam an und in Rückblicken erfährt man einiges über Eddies leben.
Irgend wann erreichen die beiden die zweite Tür, welche mit die Herrin beschriftet ist. Roland geht hindurch, bleibt aber nicht lange in dieser Welt, er bringt die Person direkt in seine Welt. Dort angekommen stellt sich schnell heraus, dass Odetta, so heißt sie, eine gespaltene Persönlichkeit ist. Odetta, die kluge, kultivierte schwarze Dame, die in einem Rollstuhl sitzt und Detta, dass genaue Gegenteil von Odetta. Beide Persönlichkeiten wissen nichts von einander. Die Persönlichkeitsspaltung begann, als Odetta von einem Mann in einer U-Bahn-Station vor die Schienen gestossen wurde. Dabei verlor sie auch ihre Beine und deshalb der Rollstuhl.
Eddie verliebt sich in Odetta, aber sowohl Roland als auch Eddie wissen, dass Detta extrem gefährlich ist.
So geht es weiter zur nächsten Tür und das Fieber bricht bei Roland wieder aus. Die Tür ist Beschriftet mit Tod.
Sehr stark angeschlagen geht Roland durch diese Tür und befindet sich im Kopf eines Mörders. Und zwar der Person, die Odetta vor die Schienen gestoßen hat. Roland ist schnell klar, dass diese Person kein Gefährte sein kann. Also übernimmt roland die Kontrolle über den Körper und geht sich Dinge besorgen, die er benötigt. Da ihm die Munition ausgeht, geht er sich welche besorgen und er benötigt Medikamente. Auch die besorgt er sich. Das alles ist sehr gut geschrieben und vor allem spannend. Bei seinen Einkäufen erregt Roland das Aufsehen der Polizei. Von dieser gejagt fällt Roland ein, wie er den Mörder doch noch benutzen kann und gleichzeitig seinen dritten Gefährten bekommt. Er zwingt den Körper dazu, auf die Schienen vor einen U-Bahn zu springen und dabei schauen sowohl Detta und Odetta zu. Dieses Erlebnis sorgt dafür, das Detta und Odetta zu einer neuen Person zusammenschmelzen, die sich jetzt Susanna nennt.
Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem dunklen Turm.
+++ Schreibstil +++
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Im Gegensatz zum ersten Teil, der mehr Fragen offen lässt als er beantwortet, ist dieser Teil ruhiger. Es werden zwar kaum Fragen aus dem ersten Teil beantwortet, aber es kommen auch keine weiteren hinzu. Dieses Buch beschäftig sich mehr mit den Gefährten von Roland und diese werden ziemlich ausführlich beschrieben.
Zwar springt King wieder zwischen verschiedenen Welten und Zeiten hin und her, aber wenn man den ersten Teil gelesen hat, ist man das schon gewöhnt.
Ebenso wie im ersten Teil sind die Sätze und der Sprachstill einfach gehalten, kaum Verschachtelungen.
Im Gegensatz zum ersten Teil, wo Roland eindeutig die Hauptperson darstellte, sind hier die anderen Personen im Fordergrund. Roland ist eigentlich anderes als ein kalter, berechnender Killer. Daher ist der erste Teil sehr kühl geschrieben, ohne Gefühl. Die anderen Personen sind Menschen, die auch Emotionen haben. Und diese kommen in diesem zweiten Teil heraus. Das führt sogar dazu, dass Roland Gefühle zeigt, ja er weint sogar.
+++ Fazit +++
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Drei ist eine würdige Weiterführung der Saga um den dunklen Turm. Dieses Buch kann man zwar auch lesen, ohne den ersten Teil zu kennen, es macht aber viel weniger Spaß.
Das Buch kostet 8,95 Euro und hat 420 Seiten. Die ISBN lautet 3-453-12385-9.
Ich bin fasziniert von der gesamten Geschichte und kann nur jedem empfehlen sie zu lesen. King gelingt es, eine vollkommen eigenständige Welt zu erschaffen. Es gibt sogar vergleiche, die diese Saga mit dem Herrn der Ringe vergleicht. So weit würde ich nicht gehen, aber das Buch bekommt von mir die volle Wertung.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-30 11:04:37 mit dem Titel Stephen King - Tot
+++ Einleitung +++
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Wie einige von euch ja schon wissen, bin ich von der Geschichte des schwarzen Turms und der Suche von Roland nach diesem regelrecht fasziniert. Nach dem ich die ersten beiden Bände „Schwarz“ und „Drei“ gelesen hatte, musste ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Es war also keine Frage, dass ich mir sofort den dritten Band „Tot“ besorgen musste. Aber eines schon einmal vorweg, dieses Buch sollte man erst lesen, wenn man die anderen beiden bereits gelesen hat.
+++ Story +++
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Roland hat nun scheinbar seine Gefährten gefunden, jedenfalls dachte ich mir dass. Nach der Prophezeiung sollte Roland drei Gefährten finden. Die hat er in Eddie und der gespaltenen Persönlichkeit Susanna gefunden. Da Susanna aus den Persönlichkeiten Odetta und Detta besteht, wären das die drei Gefährten. Allerdings verschmelzen die beiden zu einer Persönlichkeit, eben Susanna. Die und Eddie verleiben sich in einander und werden ein Paar. Also fehlt doch wieder ein Gefährte.
Zu der Zeit, wenn dem Leser dies klar wird, beginnt bei Roland etwas seltsames. Scheinbar kommt Roland mit einem Paradoxem aus den beiden vorhergegangenen Büchern nicht klar. Im ersten Buch trifft er den Jungen Jake, der durch seinen Tod, er wurde ermordet, in Rolands Welt kam. Im zweiten Buch verhindert Roland den Mord an dem Jungen. Er könnte also nie in seine Welt gekommen sein. Was noch zu erwähnen ist, Roland selbst opfert Jake für Informationen zum dunklen Turm. Das weckt in ihm Schuldgefühle. Wenn Jake aber nicht ermordet wurde, konnte er nie in Rolands Welt gelangen und Roland ihn opfern. Das ist das Problem welches Roland hat und das sich mittels Stimmen in seinem Kopf offenbart. Diese beiden Stimmen sagen die ganze Zeit, das der Junge noch lebt und das er Tot sei. Hört sich jetzt alles sehr verwirrend an, aber beim lesen ist es nicht so schlimm.
Auch Eddie wird von Visionen geplagt. Die Vision suggeriert ihm, dass er einen Schlüssel schnitzen soll, was er auch tut.
Roland, der das Gefühl hat, langsam durchzudrehen, führt die Gefährten zu einem Ort, von wo sie den Balken sehen können. Der Balken ist eine Linie, der direkt zum dunklen Turm führt.
Zur gleichen Zeit in unserer Welt. Jake hat die selben Probleme wie Roland. Er kann sich auch an seinen eigenen Tod erinnern und steht auch kurz vor dem Durchdrehen. Um das ganze etwas abzukürzen, Jake soll wieder in Rolands Welt kommen und dies geschieht letztendlich auf sehr dramatische und spannende Weise.
Nun sind alle Komplett, Roland hat seine drei Gefährten und die Reise geht weiter dem Balken entlangt. Auf ihrem Weg nähern sie sich einer Stadt, einer richtigen Stadt, so wie wir sie kennen mit Hochhäusern und so weiter.
Jake findet auf dem Weg auch noch einen persönlichen Freund, ein Haustier, einen Billy Bumbler, eine Mischung aus Hund, Hamster und Marder.
Bevor sie die Stadt erreichen, kommen die Wanderer in ein Dorf, in dem sie von alten Menschen vor der Stadt gewarnt werden. Gleichzeitig bekommen sie Informationen über eine Eisenbahn, die noch fahren soll und ihre Reise extrem erleichtern würde.
Sie machen sich also auf in die Stadt. Gleich am Stadtrand wird Jake entführt. In der Stadt kämpfen zwei Gruppierungen gegeneinander.
Mit Hilfe des Billy Bumblers, der Jakes Fährte aufnimmt, verfolgt Roland Jake. Eddie und Susanna suchen in der Zwischenzeit die Eisenbahn. Während der Suche müssen die beiden ihre ersten Menschen töten.
Nun ja, die Eisenbahn wird gefunden und Roland kann Jake befreien. Alle treffen sich am Bahnhof wieder. Mittlerweile haben Eddie und Susanna herausgefunden, dass der Zug von einem riesigem Computer gesteuert wird. Der kontrolliert auch die Stadt. Jedenfalls ist der Computer in laufe der Zeit verrückt geworden und ihm ist langweilig. Die Gefährten handeln mit dem Computer aus, dass er sie mit nimmt, wenn sie ihm Rätsel stellen. Und so endet der dritte Band.
+++ Schreibstil +++
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So wie in den vorangegangenen Büchern ist auch in „Tot“ der Schreibstill von King wieder sehr einfach. Die Sätze sind kurz und nicht verschachtelt. Man kann schnell lesen. Wie ihr aber bestimmt durch meine kurze Zusammenfassung fest stellen konntet, ist alles ein wenig verwirrend, jedenfalls im ersten Teil des Buches, die ganze Sache mit Jake.
Und da sehe ich persönlich auch den einzigen Schwachpunkt des Buches. Ich finde, dass sich das Leben von Jake in New York, so wie King es erzählt, sich wie Gummi zieht. Natürlich ist das alles wichtig, aber es zieht sich. Es kann aber auch daran liegen, dass man als Leser wissen möchte, wie die Geschichte von Roland weiter geht. Und da ist die genaue Beschreibung von Jake und von seinem lebend irgend wie störend.
Das wird noch dadurch verstärkt, dass King jede Kleinigkeit bis ins Detail genau beschreibt. Man möchte einfach wissen, wie es weitergeht.
+++ Fazit +++
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Ein gelungenes Buch, dass ist es auf jeden Fall. Es hat allerdings die eben erwähnte Schwäche. Allerdings muss ich jeden warnen, der sich dieses Buch kauft, er sollte zuerst die anderen beiden Bände lesen, da er sonst die Geschichte nicht ganz verstehen wird. Allerdings werden hier einige Fragen, die in den ersten beiden Bänden aufkommen, beantwortet und es werden nicht so viele neue Fragen gestellt, die unbeantwortet bleiben. In meiner Ausgabe, dass ist das gelbe Buch, hat King auch ein Nachwort geschrieben. Darin verweist er auf den vierten Band „Glas“, in dem endlich vieles aus dem früheren Leben von Roland erzählt werden soll.
Das gelbe Buch kann man unter der ISBN-Nummer 3-453-05339-7 für 12,95 Euro kaufen. Es gibt aber auch eine Taschenbuchausgabe, die so um die 8 Euro kostet.
Ich bin von diesem Buch wie von seinen Vorgängern begeistert. Man sollte sich aber verdeutlichen, dass dies kein Horrorroman, so wie man ihn von King gewöhnt ist, ist. King schafft hier vielmehr eine vollkommen neue und gänzlich unverständliche Welt.
Wegen dem kleinen Durchhänger am Anfang ziehe ich hier aber mal einen Punkt ab. Trotzdem ist das Buch jedem zu empfehlen.
© Apple-G4
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-11 21:58:06 mit dem Titel Stephen King - Glas
+++ Einleitung +++
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Nun geht es hier um den viertel Teil der Saga um den dunklen Turm. Wer die ersten drei Teile gelesen hat, wird viele Fragen haben und Glas, so heißt der vierte Teil, wird nun endlich einige Fragen klären. Es geht hauptsächlich um Rolands Jugend und die Geschichte erzählt, wie Roland zu dem geworden ist, was er ist. Aber gleichzeitig wird die Welt in der die Geschichte spielt, noch etwas verwirrender.
Aber fangen wir von vorne an.
+++ Story +++
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Die Geschichte schließt nahtlos da an, wo Tot aufhört. Die Gefährten befinden sich in einem von einem Computer gesteuerten Zug der sich Blaine nennt. Dort spielen sie ein Rätselraten um Leben und Tot gegen den Computer. Natürlich gewinnen die Gefährten das Spiel und überleben. Aber etwas stimmt nicht, als sie am Ziel angekommen sind. Es ist nicht mehr Rolands Welt, nicht mehr Midwelt. Nein, die Gefährten befinden sich in Kansas, scheinbar in unserem Kansas und was noch komischer ist, scheinbar wurden alle Menschen von einer Seuche getötet. Wem dies bekannt vorkommt, wahrscheinlich nur den jenigen, die sich ein wenig in Kings Werk auskennen, wird dies alles schnell an „The Stand – Das letzte Gefecht“ erinnern. Und genau in dieser Geschichte befinden sich die Gefährten.
Eines Abends, als die Gruppe wieder Rast macht, scheint Roland endlich der Meinung zu sein, dass es an der Zeit wäre, ihnen seine Geschichte zu erzählen.
Er erzählt ihnen davon, wie er von dem geliebten seiner Mutter und dem Feind seines Vaters viel zu früh zu einer Mannbarkeitsprüfung gedrängt wird. Marten, so hieß der Mann, dachte, er wäre Roland dadurch los, bevor er zu einer Gefahr werden konnte. Aber Roland schaffte die Prüfung, so jung wie er, schaffte es noch niemand, er war erst 14.
Um Roland zu schützen und ihn erst einmal aus der Schusslinie zu nehmen, schickte Rolands Vater ihn gemeinsam mit seinen zwei besten Freunden in die Provinz, wo sie sicher sein sollten. Man muss wissen, dass in Rolands Welt ein Krieg ausgebrochen war.
Aber es kommt natürlich alles ganz anders, Die Provinz ist nicht so sicher, wie Rolands Vater gehofft hatte. Den diese Provinz verfügt über zwei sehr wichtige Ressourcen, die die andere Kriegspartei benötigt. Zum einen verfügt sie über Pferde, und zum anderen, was noch viel wichtiger ist, gibt es dort noch arbeitende Ölfördertürme. Scheinbar hat die andere Kriegspartei Kriegsmaschinen gefunden, die eben besagtes Öl benötigen. Um die Ressourcen zu sichern und deren Abtransport zu gewährleisten wurden auch drei Leute dorthin geschickt. Ein Revolverheld, der die Prüfung zum Revolvermann nicht bestanden hat und zwei weiterer Pistoleros. Diese haben noch einen Schatz mit in diese Provinz gebracht. Eine Glaskugel, mit deren Hilfe man Geschehnisse sehen kann, die sonst wo gleichzeitig stattfinden. Aber diese Kugel ist böse, daher zeigt sie nur schlechte Ereignisse. Als Gegenleistung zieht die Kugel aber Lebensenergie ab und macht süchtig. Aber die Kugel scheint ein Eigenleben zu führen, sie zeigt nur das, was sie selbst möchte. Diese Kugel wird bei einer Hexe gelagert, die natürlich der Kugel verfällt.
In diesem Umfeld verliebt sich Roland unsterblich in ein Mädchen und gleichzeitig decken sie die Verschwörung auf. Ich möchte jetzt hier nicht alle Details erzählen, sondern nur die Ergebnisse berichten.
Roland und seine Freunde decken natürlich alles auf. Sie verhindern die Öllieferung und bringen auch die Glaskugel in ihren besitz. Aber zu welchem Preis, das Mädchen, welches Roland liebt, stirbt. Roland hat seine erste und einzigste große Liebe verloren.
Roland und seine Gefährten kehren mit der Kugel wieder nach Hause zurück und werden dort gefeiert. Aber die Kugel ist noch nicht fertig mit Roland. Sie zeigt ihm, wie er von hinten angegriffen wird, und zwar von der Hexe. Natürlich reagiert Roland so, wie man es ihm beigebracht hat. Blitzschnell, ohne zu überlegen, tötet er den Angreifer, die vermeidliche Hexe. Aber die Kugel hat Roland betrogen, es war nicht die Hexe, so wie es ihm die Kugel gezeigt hatte, sondern seine Mutter. Roland hat seine eigene Mutter im Alter von 14 Jahren getötet.
Soviel zu Rolands Vergangenheit. Die Geschichte wird auch noch ein wenig weitergeführt, den die Wanderung zum dunklen Turm führt die Gefährten zu einem Schloss, welches stark an die Geschichte vom Zauberer von Oz erinnert. In diesem Schloss treffen sie auf den Schwarzen Mann, der sich Randolf Flagg nennt. Ja, genau wie der schwarze Mann aus „The Stand“. Nach dieser Begegnung sind unsere Freunde wieder aus dem Schloos, keiner weiß wie und ihre Vorräte sind aufgefüllt. Viel wichtiger ist aber, dass sie wieder in Midwelt sind. Und so geht die Suche nach dem dunklen Turm weiter.
+++ Schreibstill +++
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Wie immer bei King ist der Schreibstill recht einfach. Kurze klare Sätze und eine penible Beschreibung der Umwelt.
Im Nachwort schreibt King selbst, dass er für diese Geschichte sehr lange gebraucht hat. Der Anfang wurde 1970 geschrieben und dann hat er eine sehr lange Pause gemacht, eine Pause von 26 Jahren. Denn er schrieb erst 1996 weiter. Was King so Kopfschmerzen gemacht hat, war die Tatsache, dass ein Großteil der Geschichte eine Liebesgeschichte ist. Und das ist nicht gerade sein Fachgebiet. Trotzdem ist es King durchaus gelungen.
Dieses Buch eröffnet dem Leser einige Einblicke in das Leben von Roland und lässt ihn verstehen, wieso Roland so ist, wie er eben ist. So hart und unzugänglich. Wären wir wohl auch, wenn wir unsere große Liebe verloren hätten und im zarten alter von 14 Jahren unsere eigene Mutter erschossen hätten.
So werden zwar einige Dinge über Rolands Seelenleben berichtet, aber es kommen für mich persönlich immer noch mehr Fragen auf. Die gesamte Welt, in der Roland lebt, ist mir vollkommen unklar, es scheint so eine Art Mischung aus allen Zeiten unserer Welt zu sein. Etwas von Rittern, dem wilden Westen, der Zeit des zweiten Weltkrieges und der Zukunft. Jedenfalls gibt es Elemente aus allen diesen Zeiten.
Sehr interessant ist, das King auch zwei Geschichten miteinander verknüpft. Ich bin mir noch nicht so ganz im Klaren, ob das alles nur ein kurzes Intermezzo mit Flagg ist, oder ob er eine wichtige Rolle spielen wird. Na ja, warten wir es mal ab.
+++ Fazit +++
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Im Großen und Ganzen bin ich von dieser Geschichte auch wieder einmal begeistert. Obwohl hier zwei Herzen in meiner Brust schlagen. Zum einen bin ich von Rolands Vergangenheit sehr angetan und finde es auch wichtig. Aber es hätte auch eventuell etwas weniger sein können, den die Geschichte nach der Suche geht nicht wirklich viel weiter. Das wurmt mich enorm. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, mehr über die Suche zu erfahren.
Trotzdem kann ich jedem das Buch nur empfehlen. Interessant finde ich noch einige Details aus Kings Nachwort. Es wird noch drei weiter Teile geben, zwei werden noch in Midwelt spielen und einer in unserer Welt, oder vielmehr in Jakes Welt.
Auch ist dieses Buch bedingt für Einsteiger zu empfehlen, da dies hier fast eine eigenständige Geschichte ist und man nicht unbedingt Vorwissen benötigt. Trotzdem wäre es natürlich besser, man hat die ersten drei Teile gelesen.
Das Buch hat die ISBN 3-453-14759-6, 893 Seiten und kostet 9,90 Euro.
Wie gesagt, es schlagen zwei herzen in meiner Brust, aber ich komme wieder einmal nicht umhin, die volle Wertung zu vergeben, da dieses Buch die logische Ergänzung der vorhergehenden Bücher ist. weiterlesen schließen -
Pausbäckig
Pro:
witzig, tabulos, unterhaltsam, berührend
Kontra:
Übersetzung nicht ganz einwandfrei
Empfehlung:
Nein
Hanif Kureishi habe ich, wie viele andere lesenswerte Schriftsteller, leider erst an der Uni kennen gelernt. Zu Beginn meines Studiums legte man mir in einer Abschlussklausur des Seminars „Übersetzen literarischer Texte Englisch-Deutsch“ einen Ausschnitt seiner Erzählung „Intimacy“ (zu deutsch: „Rastlose Nähe“ – hier haben die Titelübersetzer bei rororo mal wieder ganze Arbeit geleistet...) vor, der mich irgendwann später dazu veranlasste, das ganze Buch zu lesen. Allerdings in der deutschen Übersetzung, wie ich gestehen muss, und vielleicht war das ja der Grund für meine sich in Grenzen haltende Begeisterung.
Nichtsdestotrotz ersteigerte ich wenige Wochen später den „Buddha aus der Vorstadt“, denn im vierten Semester hatten wir an der Uni einige vielversprechende Ausschnitte aus diesem Roman übersetzt.
„Der Buddha aus der Vorstadt“ ist Hanif Kureishis erster Roman und erschien 1990 unter dem Titel „The buddha of suburbia“. Salman Rushdie nennt den Roman „absolut respektlos, wild und unanständig, aber auch tief berührend“ und diese zielsichere Einschätzung ist ein weiterer Grund für mich, endlich auch mal ein Buch von Herrn Rushdie zu lesen. Er hat nämlich recht: genau so ist Kureishis „Buddha“.
Der Erzähler heißt Karim Amir. Er ist (wie der Autor) der Sohn eines indischen Vaters und einer englischen Mutter und wächst in den Vororten Londons auf. Die Geschichte, die er uns auf über vierhundert Seiten in meist schnörkelloser Sprache erzählt, handelt vom Erwachsenwerden, von Träumen, Rassismus, Vorurteilen, Bisexualität, Idolen und vielem mehr. Er erzählt sehr lebendig, einfach und voller (schwarzem) Humor.
Diesem Roman zu folgen verlangt keine besondere Konzentration, man kann ihn ohne Weiteres an einem oder zwei Tagen lesen, man ist hinterher wahrscheinlich nicht klüger als zuvor und doch wird man vermutlich nach der Lektüre ein wenig grübeln müssen, was den Reiz dieses Werkes ausmacht. Denn Kureishi versteht zu gefallen. Manchmal erscheinen seine Zeilen ein wenig trivial, Karims Erkenntnisse etwas belanglos und seine Wortwahl allzu anstößig. Und doch ist der „Buddha“ sehr empfehlenswert, zeigt er uns doch auf gewisse Weise, dass wir selbst erwachsen(er) sind, weniger orientierungslos als der Protagonist, dass wir einiges bereits verstanden haben, das Karim erst noch lernen muss.
Außerdem zeichnet Kureishi ein sehr eindrucksvolles und atmosphärisches Bild vom Leben in den Londoner Vorstädten, speziell vom Leben der indischen Immigranten und deren Kindern. Der Umgangston ist schroff, ständig lesen wir, wie Karim verspottet und beleidigt wird, das Wort „Nigger“ wirkt schon nach wenigen Seiten vergleichsweise harmlos und wenn zum dreizehnten Mal von „ficken“ die Rede ist, geben wir es auf, uns über das Vokabular zu wundern.
Karims Vater verlässt zu Beginn des ersten Teils die Familie und zieht zu seiner Geliebten, die der heranwachsende Karim ebenfalls zu begehren scheint. Jedoch entsteht der Eindruck, dass Karim selbst gerade in emotionalen und sexuellen Dingen völlig verloren ist, und dass Karim sich zur Geliebten seines Vaters hingezogen fühlt, wird nur ganz subtil vermittelt. Das ist fein, denn so können wir uns als Leser selbst lobend auf die Schulter klopfen und uns freuen, etwas bemerkt zu haben, dass nicht einmal unser Erzähler weiß.
Ich glaube, wer den „Buddha“ liest, der spielt irgendwann im Laufe der Lektüre wenigstens ein Mal mit dem Gedanken, Theaterschauspieler zu werden. Oder meinetwegen Rockstar. Kureishi schildert das Schauspieler-Leben zwar nicht gänzlich positiv - nicht immer ist Karims Metier schillernd und voller Ruhm und Applaus – aber dennoch erzählt er uns so ausführlich, eindringlich und überzeugend von diesem abwechslungsreichen, kreativen Beruf, das einem alles andere völlig nebensächlich erscheinen kann.
Mich hatte der „Buddha“ schon für sich gewonnen, als klar wurde, dass er von einem häufig ziellos durch die Stadt irrenden Menschen erzählt. Ich liebe Geschichten, deren Protagonisten wenigstens ein Mal (aber dann ausgiebigst!) durch eine Großstadt irren. Seien es Siri Hustvedts großartige Romane „Die unsichtbare Frau“ und „Die Verzauberung der Lily Dahl“ oder Sibylle Bergs „Amerika“ oder Lily Bretts „Einfach so“ oder Paul Austers „Mr. Vertigo“ – ich liebe sie. Alle. Vielleicht ist dieses Herumlaufen aber einfach nur zwingend ein Merkmal postmoderner, englischsprachiger Romane?
Bernhard Robben, der das Buch ins Deutsche übertragen hat, ist hier eine ganz solide Übersetzung gelungen. Sie ist bestimmt nicht einwandfrei, lässt sich aber relativ problemlos lesen. Und wie schwierig es ist, diesen jugendlichen Slang adäquat ins Deutsche zu bringen, weiß ich selbst, deshalb will ich ihm mal einige Fehltritte nachsehen.
Neben Karim ist Haroon, sein Vater, sicherlich die eine der interessantesten Figuren. Er ist der Buddha des Titels und völlig ambivalent. Karims Schilderungen seiner verrückten Einfälle sind einfach zu köstlich, manchmal zu naiv, um sie nicht zu mögen. Unvergessen die etwas skurille Szene, in der Haroon einen Kopfstand macht, um (wie er vorgibt) für die Yoga-Olympiade zu üben. „Er stand jetzt in perfekter Haltung auf dem Kopf. Sein Bauch sackte nach unten, Eier und Schwanz fielen ihm aus der Unterhose.“ [meiner Meinung nach nicht ganz einwandfrei übersetzt]
Das ist Hanif Kureishi. Bestimmt kein Ästhet, sondern bewusst provozierend, manchmal schockierend „und wirklich sehr lustig“ (S. Rushdie).
Nur vier Sterne, weil man ja einen Qualitätsunterschied zu ungleich grandioseren Romanen einer Frau Brett oder eines Herrn Kohout irgendwie markieren muss...
Ich habe bei ebay 3€ für die gebundene Ausgabe bezahlt, als Taschenbuch liegt der „Buddha“ von Droemer/Knaur für 8,90€ vor (Amazon-Preis). weiterlesen schließen -
Guido Knoop - Der Vatikan
Pro:
fesselnd, spannend, wird nicht langweilig
Kontra:
keine
Empfehlung:
Nein
Heute möchte ich über das Buch von Guido Knoop "Vatikan" berichten, welches ich mit viel Interesse "verschlungen" habe.
Der Autor:
Guido Knopp ist promovierter Historiker und somit heißt es eigentlich Prof. Dr. Guido Knopp. Nach seinem Studium war er Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dann Auslandschef bei der Welt am Sonntag. SEit 1984 ist er Leiter des ZDF-Ressorts Zeitgeschichte. Außerdem ist der Professor für Journalistik an einer deutschen Hochschule und bekannt geworden durch zahlreiche zeitgeschichtlichen Fernsehdokumentationen, wie z. B. Hitlers Helfer, Kanzler etc.
Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
===
Inhalt des Buches "Vatikan":
In dem Buch schildert Guido Knopp das Leben von fünf Päpsten:
- Pius XII
- Johannes XXIII
- Paul VI
- Johannes Paul I
- Johannes Paul II.
Auch stellt er den Einfluss der Päpste und des Vatikanstaates auf die weltpolitische Lage dar (z. B. Pius XII und das Dritte Reich).
Er gibt eine Menge Hintergrundinformationen und gibt Wissen preis, welches über Jahrhunderten vom Vatikanstaat zurückgehalten wurde.
Das ganze untermalt er mit Schwarz-Weiß-Fotos und Zitaten von Päpsten und Politikern.
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Allgemeines zum Buch:
Das Buch umfasst ca. 377 Seiten.
Es ist ein Taschenbuch, das im Goldmann Verlag erschienen ist.
ISBN 3-442-15007-8
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Wie ich zu diesem Buch kam:
Der Vatikan war für mich immer etwas "geheimnisvolles". Wer weiß eigentlich, wie der Vatikan funktioniert? Schließlich ist er ein eigener Staat. Was passiert hinter den Mauern des Vatikans? Wer ist eigentlich der Papst und wer waren seine Vorgänger? Welchen Einfluss hat der Vatikan auf das Weltgeschehen und die Politik?
Um Antworten auf diese Fragen zufinden, lief ich eines Tages so durch die Buchhandlung und bin dabei auf das Buch von Guido Knopp gestossen. Guido Knopp war mir bereits bekannt durch das Buch "Hitlers Helfer", welches ich gelesen hatte und von dem ich ganz begeistert gewesen war. Also dachte ich mir, auch nach einem kurzen Blick hinein, dass ich mit ihm eigentlich ganz gut liege. So kaufte ich mir das Buch.
===
Fazit:
Mit meinem Kauf des Buches Guido Knopp "Vatikan" lag ich genau richtig. Es ist sehr informativ und leicht verständlich geschrieben. Die Untermalung des Inhaltes durch Schwarz-Weiß-Fotos und Zitaten gibt diesem Buch einen zusätzlichen "positiven Touch".
Besonders interessant fand ich das Kapitel über Johannes Paul I. Über Jahrzehnte wurde um seinen Tod spekuliert und Guido Knopp geht sehr "speziell" auf dieses Thema ein. Es wird sogar ein wenig Spannung entwickelt, was für Dokumentationen eigentlich auch recht selten ist.
Gut finde ich auch, dass im Anhang die Lebensläufe der Päpste nocheinmal in Kurzfassung aufgeführt sind.
Also wer sich für die Päpste und den Vatikan interessiert, der sollte dieses Buch lesen. Ich kann es nur empfehlen!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-13 20:40:34 mit dem Titel Stephen King - Duddits
"Duddits - Dreamcatcher" ist das neueste Buch von Stephen King, welches ich euch heute vorstellen möchte.
Inhalt
Pete, Henry, Jonesy und Biber sind vier Freunde, die sich bereits seit ihrer Schulzeit kennen. Sie verbindet nicht nur das starke Band der Freundschaft, sondern es besteht zwischen ihnen auch noch eine starke spirituelle Verbindung, so eine Art Hellsichtigkeit. Doch es gibt auch noch einen "fünften Freund": Douglas Cavell, genannt "Duddits". Als sie noch Kinder waren, retteten die Vier Duddits, der auf dem Weg von der Schule nach Hause war, vor einem heimtückischen Anschlag eines Football-Stars und seiner Gang. Diese drangsalierten ihn, weil er kein normaler Junge ist. Duddits ist behindert; er hat das Downsyndrom und geht auf eine Behindertenschule. Auf Anhieb bemerken sie, dass der Junge etwas besonderes ist, denn auch er knüpft an das starke spirituelle Band an, und freunden sich mit ihm an. Doch nach der Schulzeit gerät Duddits bei den Freunden etwas in Vergessenheit, bis zu einem bestimmten Tag.
Jedes Jahr im November brechen Pete, Henry, Jonesy und Biber auf, um 8 Tage lang in den Wäldern von Maine zu jagen. So auch in diesem Jahr. Doch in diesem Jahr sollte sich der harmlose Jagdausflug zu einem Horrortrip entwickeln.
In den Nachrichten wird über eigenartige Lichte am Himmel und unerklärliche Phänomene berichtet, die genau in dem Gebiet gesichtet werden, in dem sich die vier Freunde aufhalten. Außerdem verschwindet eine andere Gruppe Jäger, die sich in der Nähe aufhalten, spurlos. Die vier Freunde wissen jedoch nichts von dem, was um sie herum passiert.
Während Henry und Pete zum nahegelegenen Warenladen einkaufen fahren, bleiben Jonesy und Biber bei der Jagdhütte. Es ist sehr kalt und Schneefall war bereits vor Tagen angesagt worden. An der Jagdhütte taucht plötzlich ein Fremder, völlig verwirrter Mann auf: Rick McCarthy. Er behauptet, sich im Wald verirrt und die letzte Nacht auch dort verbracht zu haben. Jonesy und Biber kümmern sich um ihn und merken schon sehr bald, dass mit diesem Mann etwas nicht stimmt. Er stinkt fürchterlich und gibt sehr laute Furz- und Röpsgeräusche von sich.
(So beginnt der Horror! Wie es weitergeht mit den vier Freunden, welche Rolle "Duddits" noch spielt und was das für Lichter am Himmel sind, das müsst ihr schon selber lesen! *g*)
Auszug aus dem Buch
"... Dafür sah er etwas anders: Die Haut über McCarthys Bauch hing in zwei schlaffen Lappen herab. Dieser Anblick erinnerte Jonesy an etwas, un einen Moment später fiel es ihm ein: So hatte Carlas Bauch immer ausgesehen, wenn sie gerade eines ihrer vier Kinder zur Welt gebracht hatte. Über McCarthys Hüfte, wo ein schmaler Rettungsring zu sehen war (und das Fleisch etwas ausgeleiert wirkte), war die Haut nur gerötet. Quer über den Bauch aber war sie in schmalen Striemen aufgeplatzt. Wenn McCarthy mit irgendwas schwanger gegangen war, dann musste es irgend eine Art von Parasit gewesen sein, ein Bandwurm oder Hakenwurm oder so etwas Ähnliches. Nur dass dort etwas aus seinem vergossenen Blut wuchs, und was hatte er noch gesagt, als er in Jonesys Bett gelegen und sich die Decke unters Kinn gezogen hatte? "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an." Und Jonesy wünschte, er hätte nie auf dieses Anklopfen reagiert..."
Autor
Stephen King wurde in Portland, Maine, 1947 geboren. Der Bestsellerautor wurde durch solche Werke bekannt wie z. B.
- Es
- Friedhof der Kuscheltiere
- Langoliers
- Shining.
(Um nur einige zu nennen.)
Der größte Teil seiner Werke wurde auch erfolgreich verfilmt.
Berichten nach, will Stephen King nun bald aufhören zu schreiben. Er ist am sechsten Band seiner "Dunklen Turm"-Reihe und will dies als Anlass nehmen den Abschluss seiner großartigen schriftstellerischen Laufbahn einzugehen. Außerdem erblindet er wohl langsam.
Meine Meinung über "Duddits"
Als eingefleischter Stephen King-Fan war es natürlich meine Pflicht mir auch sein neustes Buch zu Gemüte zu führen. Allerdings wartete solange, bis die Paperback-Ausgabe endlich auf dem Markt war, da mir die fest-eingebundenen Bücher oftmals zu teuer sind. Deshalb ist auch "Duddits - Dreamcatcher" eigentlich nicht mehr allzu neu. Allerdings ist es das bisher letzte Buch, was Stephen King veröffentlicht hat.
Nachdem, was Stephen King in der letzten Zeit so veröffentlicht hatte (z. B. "Das Mädchen"), stand ich dem neuen Buch von ihm sehr kritisch gegenüber. Stephen King war mit seinen Werken auf eine eher unspektakuläre, seichte Linie geraten, die mir nicht so recht zugesagt hat. Wenn man seine frühen Werke, wie z. B. Es oder Shining liest und diese mit "Das Mädchen" vergleicht, wird bemerken, dass King immer mehr auf "Psyche" als auf "Horror" gesetzt hatte.
Doch mit "Duddits" kam die große Überraschung. Endlich kehrt King wieder zu seinem früheren Schreibstil zurück: der blanke Horror, vermischt mit jede Menge Psychothrill. Dieser Stil ist einfach einmalig und verfehlte auch bei mir mal wieder nicht seine Wirkung. Die Beschreibung so mancher blutigen Situation, bewirkte bei mir eine Gänsehaut.
King behandelt in dem Buch eigentlich einen "alten Hut", nämlich die Landung von Außerirdischen Lebenwesen auf der Erde und die damit verbundene Reaktion der Menschheit, allerdings zaubert er mit dem Buch aus dem "alten Hut" ein echtes "weißes Kaninchen". Er verleiht dem alten Thema eine sehr spannende, fesselnde und blutrünstige Handlung, die an keinem Punkt des Buches langweilig wird.
Die Hauptprotagonisten werden von King sehr schön herausgearbeitet, so dass sich der Leser sehr gut in deren Rollen versetzen kann. Der Leser bekommt so ein Gefühl für die Personen und oft bleibt einem die Luft weg, weil Angst in der Luft liegt.
Fazit
Wer von den Werken den alten Stephen King begeistert war, der wird mit "Duddits" voll auf seine Kosten kommen.
Preis
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Nicht zum Schwein werden - aber zum Käfer
11.10.2002, 20:10 Uhr von
mackz
Heute habe ich mich endlich wieder zurückgemeldet. Lange genug habe ich geschmollt, dass meine al...Pro:
eine Weihnachtsgeschichte, die nicht nur zu Weihnachten gelesen werden kann
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Den Hang zum Inzestuösen, Masochistische Strafphantasien, ein fremdorientiertes Identitätsbewusstsein, extrem übersteigerte Schuldgefühle, einen Ödipuskomplex und vor allem eine traumatische Abhängigkeit von der Familie im Seelisch-Affektivem hätte ein Psychiater Gergor Samsa bescheinigt, hätte er kurz vor seinem skurrilen Verwesen bei ihm auf der Couch gelegen. Doch hätte ein Arzt einen Käfer zu dem Gregor sich verwandelt hatte überhaupt in seine Praxis gelassen?
Denn genau damit beginnt Kafka die wohl umstrittenste Erzählung seines dichterischen Schaffens. Ein Handlungsreisender - nicht nur hier wird man an Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ erinnert - namens Gregor Samsa erwacht eines Morgens in seinem Bett als ein menschgroßes Insekt. Doch dem nicht genug - für Gregor beginnt dieser Tag mit einem viel größerem Trauma - er hat außerdem einen Termin verschlafen. Bestrebt seinen alltäglichen Verpflichtungen dem Chef, der Familie und dem Gewissen gegenüber trotzdem nachzugehen, stürzt er sich unbeholfen aus dem Bett und versucht verzweifelt seiner vor der Zimmertür versammelten Familie gegenüber die Situation zu retten. Die sieht ihn als das, was er seit Wochen schon innerlich geworden ist, ein monströses Insekt - immer in stupider Bewegung, beinahe nur noch aus Reflex und Angst handelnd ohne eigene Beziehung oder innere Befriedigung.
Natürlich resigniert er vor dem ihn zurücktreibenden Vater, selbstverständlich verkriecht er sich aus Rücksicht vor den Anderen wochen- ja monatelang in seinem Zimmer unter dem Bett und macht sich Vorwürfe: Wer wird jetzt die Familie ernähren, die bis jetzt nur von meinem Einkommen lebte? Wie werden sie mein Äußeres ertragen können? ich falle ihnen doch nur noch zur Last! Habe ich die Mutter auch nicht verängstigt.....
Anfangs müht sich die Schwester, die er doch so verehrt, um ihn. Bringt ihm Essen, kehrt das Zimmer und berichtet den sich ekelnden Eltern, die inzwischen selbst einer bezahlten Beschäftigung nachgehen, von ihrem Käfersohn. Die Situation wird immer unerträglicher und eskaliert als Gregor ein einziges Mal seine Passivität verlässt und durch einen Sprung auf ein von ihm geliebtes Damenportrait - mit dem er sich durch Käferschleim verklebt - dagegen wehrt, vollends als Tier abgetan zu werden........
Wer diese Erzählung liest steigt hinab, tief hinab in die dunkelsten Winkel menschlicher Einsamkeit und findet sich kaum zurecht in dieser von Ängsten und Zwängen zugeschnürten Welt. Da muss man schon aufpassen, das man beim Lesen nicht selbst einen Chitinpanzer bekommt und sich vergeblich mit 12 Beinen versucht aus der Erzählung zu flüchten. Generationen von Literaturkritikern und Germanisten haben vergebens versucht hinter diese Erzählung des Prager Dichters zu schauen und sich bis heute auf eine Formel geeignet: Kafka ist und bleibt nicht interpretierbar. Dennoch bleibt er lesbar! Und für jemanden der ein wenig versiert ist in der mit der Herausgabe der Erzählung zeitgleich erschienen Psychoanalyse Siegmund Freunds, der wird eine Ahnung von dem bekommen, was einen Kafka zu solch skurrilen Texten veranlasste.
Zur der zur Zeit kursierenden Ausgabe kann ich übrigens nur den Kopf schütteln. Kafka wehrte sich vehement dagegen einen Käfer oder irgendein anderes Insekt auf die Titelseite der Erstausgabe zu drucken - heute haben die Verleger scheinbar keine Gespür mehr für Literatur und drucken fleißig Käfer auf die Cover - wohl deshalb heissen sie jetzt auch anders: nämlich schlichtweg Manager.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-11 18:10:31 mit dem Titel Da kotzt der Bär und lacht der Elch
Spätestens seit dem Elchtest kennen wir die hauptberufliche Tätigkeit von Elchen: Autofahrer erschrecken. Aber was macht ein Elch, der bei einer Kampelei mit zwei betrunkenen Bären eine Geweihschaufel verloren hat.........?
Ich hole nicht gern Weihnachten mitten in den Oktober un lasse mir damit Halloween verderben, aber dennoch kaufe ich jetzt schon die Bücher, die meine Kleinen zu Weihnachten bekommen. Denn die heisst es zu entdecken. Gute Kinderbücher sind eine Rarität und ehen meistens in den 1000enden Neuerscheinungen unter. Man(n) oder Frau muss schon lange blättern und stöbern bis man so einen Volltreffer findet wie Volker Kriegels Buch:
Olaf, der Elch
Und so fange ich jetzt noch einmal an, und frage wie Volker Kriegel:
Was macht also ein Elch, der bei einer Kampelei mit zwei betrunkenen Bären eine Geweihschaufel verloren hat?
Vor allem läßt er deswegen den Kopf nicht hängen und lernt mit der abgebrochenen Schaufel allerlei Nützliches zu tun: Paddeln, Skilaufen, Fische fangen und natürlich die gemeinen Bären verprügeln.
Und er sucht sich einen Freund und stößt dabei auf den einäugigen Weihnachtsmann. Ein einfach unschlagbares Gespann. Was die beiden erleben und wie sie sich zu Weihnachten überraschen, daß lest selbst, solange der Weihnachtsbaum noch im Wohnzimmer steht und die Plätzchen noch reichen.
Diese Geschichte ist so ungewöhnlich, daß sie wiederum dem Leben unvergleichlich nahe erscheint. Zwei Außenseiter finden in ihrer Trostlosigkeit den Mut zum Weitermachen und Zusammenhalten und werden dabei zum sympathischsten Gespann der Weihnachtsmärchenbücher. Um solch einen Optimismus und solch eine Lebensfreude zu transportieren, schreiben andere Autoren hammerdicke moralapostolische Wälzer, in denen lehrreichen Stellen wie Merksätze formuliert und mit erhobenen Zeigefingern markiert sind.
Volker Kriegel hingegen schrieb nicht nur diese lustigen Zeilen über Olaf, der Elch mit einer spielerischen Leichtigkeit, sondern illustrierte sie auch noch in seiner unvergleichlichen und unvergeßlichen Art. Schon allein die Bilder geben mehr vom Geist der Weihnacht wieder als jede lange Kanzelrede. Sie illustrieren eigentlich nicht, sondern scheinen Vorlage für Text und Handlung zu sein. So wird das Buch ein Schmaus für alle Kinderherzen und Moment des fröhlichen Besinnens für uns, die es den Kleinen vorlesen.
Kriegel, Volker: "Olaf, der Elch"
Erschienen bei Haffmann
ISBN 3 251 00450 6
Hardcover
Preis ca. 20 DM weiterlesen schließen -
Das Grauen in Männergestalt ! ! !
09.10.2002, 17:49 Uhr von
IvoryB
28 Jahre alt, egozentrisch, verrückt, trinkfest, zuverlässig, spontan, Kölnerin, immer da wenn ma...Pro:
flüssig geschrieben, gute Story, interessant, mitreißend
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Nein
Die Vorstellung allein ist schrecklich, dass es solch Menschen wirklich gibt und dass es meist zu spät ist wenn man ihr wahres Ich endlich begreift. Sie sind einfach zu schlau, zu intelligent um sich und ihre grausamen Phantasien direkt zu outen. Erst holen sie sich was sie wollen und wenn sie es sicher haben und sie das Gefühl haben nichts mehr verlieren zu können wird aus den schlimmsten Alpträumen Realität.
Das Buch: Auf Leben und Tod, von Molly Katz!!!
Da ich ja gerade aus dem Urlaub zurück bin habe ich natürlich wieder einiges über Bücher zu berichten. Ich finde es gibt nichts besseres als am Strand in der prallen Sonne zu liegen, zu wissen in Köln fängt man schon an zu heizen und ein gutes Buch vor sich liegen zu haben.
Hier und jetzt schreibe ich über „AUF LIEBE UND TOD“ von Molly Katz. Sie hat auch das Buch „Rühr mich nicht an“ geschrieben und auch von diesem Buch war ich begeistert.
Erstmal kurz zum Inhalt:
Die Chirurgin Dr. Caron Alvarez lernt den berühmten und beliebten Fernsehstar Harry Kravitz kennen. Für Caron scheint es wie ein Traum, sie verlieben sich und heiraten. Alles scheint in Ordnung, sie ist glücklich und Harry ist anfänglich der Traum eines Ehemannes.
Doch urplötzlich geschieht etwas was keiner jemals erahnt hätte. Aus Harry wird die Bestie in Menschengestalt. Eines Abends fällt er über seine Frau her, vergewaltigt, schägt und demütigt sie und droht ihr mit den Worten: „Ich bringe dich um.“
Nur Caron und ihr Stiefsohn Josh, Harrys Sohn aus erster Ehe wissen, dass er es absolut ernst meint.
Niemand anders ahnt, dass sich hinter dem Medienliebling, charmanten Ehemann und besorgten Vater ein völlig geistesgestörter Psychopath verbirgt. Denn nach Außen versteht es Harry sein grausames Selbst zu verstecken.
Caron und Josh können Harry Kravitz gerade noch entkommen. Eine abenteuerliche Hetzjagd quer durch die USA beginnt. Harry hat nicht nur die Polizei auf seiner Seite, sondern verbreitet in den Medien die Nachricht, Caron leide an einem Gehirntumor und sei nicht mehr sie selbst. Alles was sie über ihn sagt seien Phantasien, entsprungen aus ihrem kranken Hirn. In dramatischen Selbstaufgabe bittet er die Öffentlichkeit, ihn bei der Suche nach seiner unzurechnungsfähigen geliebten Frau und seinem hilflosen Sohn zu unterstützen, denn er will ja nichts mehr als seiner Frau zu helfen.
Caron hat nur noch eine einzige Chance. Sie muss versuchen, Harrys zweites Gesicht öffentlich aufzudecken und so macht sie sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und was dort zu Tage kommt ist das absolute Grauen ...
Dieses Buch ist optimal als Strandlektüre. Die Story ist interessant und glaubwürdig. Manchmal vielleicht etwas übertrieben und die Flucht manchmal etwas sehr verwirrend geschrieben, aber alles in allem spannend und fesselnd geschrieben.
Das Buch lässt sich sehr leicht lesen, ich habe dafür gerade zwei Tage gebraucht.
Das Buch beginnt mit dem Kennenlernen von Harry und Caron und setzt sich mit Rückblicken in die Kindheit von Caron und Harry und in ihr jetziges Leben fort.
So lernt man Harry und Caron immer und immer mehr kennen und auch die andere Seite von Harry wird dem Leser offenbart, seine immer wiederkehrenden Rückfälle in die Brutalität, mehr Frauen gegenüber aber auch hilflosen anderen Menschen, immer dann wenn er sich unbeobachtet fühlt. Molly Katz schreibt sehr genau und detailliert über die Brutalität Harrys seiner Frau und anderen gegenüber, so dass man des öfteren wirklich mit dem Kopf schüttelt, dass es Menschen gibt die zu solchen Dingen fähig sind.
Immer wieder wird darauf aufmerksam gemacht, dass die liebende Frau zu blind ist um zu merken, dass der Mann neben ihr nicht wirklich der Mann ist, den sie geheiratet hat. Meist ist es schon zu spät wenn es endlich bemerkt wird, aber dieses Buch zeigt, dass es nicht wirklich zu spät ist wenn man tatsächlich den Mut aufbringt endlich zu handeln.
Wie auch in dem ersten Buch was ich von Molly Katz gelesen habe schafft sie es, den Alptraum jeder Frau ernsthaft zu Papier zu bringen: Körperliche Gewalt durch den eigenen Mann.
Ich habe für das Buch EUR 7,--bezahlt, mittlerweile der normale Preis für ein gutes Buch.
Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen, als Strand- wie auch als Bettlektüre. Allerdings ist es wie gesagt kein Buch für einen längeren Zeitraum, denn die rund 300 Seiten sind in spätestens zwei Tagen durchlesen, denn es ist einfach schwierig dieses Buch einmal angefangen wieder aus der Hand zu legen.
Liebe Grüße und danke fürs Lesen und kommentieren,
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Spannend und mystisch (Gabriel King - Auf geheimen Pfaden)
30.09.2002, 17:33 Uhr von
dreamweb
*Momentan im Home-Office* - Derzeit schreibe ich für Yopi, Ciao, Mymeinung und X-Zine. Liebe Grüß...Pro:
spannend, unterhaltsam, man erfährt viel über die Primatenforschung
Kontra:
der Agent wird zu extrem dargetstellt
Empfehlung:
Nein
Auf geheimen Pfaden von Gabriel King habe ich mir vor kurzem im Karstadt für 7,50 Euro gekauft. Da ich sehr gerne Romane aus tierischer Sicht lese, hatte mich fasziniert, dass hier die Hauptfigur ein Kater namens Tom ist.
INHALT
Der alte, schwarze Kater Majicou wacht seit dem er ihn entdeckt hat, über den jungen Kater Tom. Dieser selbst ahnt noch nichts von seinem Schicksal. Er wird als Kätzchen von einem jungen Ehepaar gekauft und wächst wie die meisten Hauskatzen auf. In die Natur kommt er nicht hinaus, denn seine Besitzer haben Angst davor. Aber Tom fängt an, immer mehr von der Natur und von einer seltsamen schwarzen Katze zu träumen.
Und eines Tages, mehr zufällig als dass er das wirklich vorhatte, springt Tom aus dem Fenster, um eine freche Elster zu jagen. Nur lässt sich diese nicht fangen und so rennt Tom über weite Strecken hinter ihr her, bis er die Orientierung verloren hat und nicht mehr nach Hause findet. Er irrt tagelang herum und versorgt sich dabei eher schlecht als recht. Und komischerweise nehmen die Träume mit dem schwarzen Kater, der sich als Majicou entpuppt, noch mehr zu.
Als Tom dem alten Kater schließlich begegnet, lernt er, dass dieser zwar sehr geheimnisvoll ist, er aber keine Angst vor Majicou haben muss. Und er erfährt, dass Majicou etwas besonderes mit ihm vor hat.
Der alte Kater sucht einen Nachfolger, denn er behütet ein altes
Katzengeheimnis. Und er gibt Tom den Auftrag, auf den geheimen Pfaden den König und die Königin der Katzen zu finden und diese an den geheimnisvollen Ort Tingtangel zu bringen.
Und so macht sich Tom auf die Suche nach den beiden Katzen, obwohl er keine Ahnung hat, wo er sie genau finden kann und wie er sie erkennt. Dabei lernt er viele neue Freunde kennen. Aber neben Tom ist auch ein bösartiger Mensch auf der Suche nach der Katzenkönigin. Denn es geht hier um eine uralte Legende, in der eine goldene Katze geboren wird und die der Welt etwas Besonderes verheißt. Und so beginnt ein sehr gefährliches Abenteuer für Tom und alle, die ihn begleiten.
MEINUNG
Auf geheimen Pfaden ist ein äußerst faszinierend und mystisch geschriebenes Buch. Die spannende Jagd um die Rettung der Katzenkönigin, der natürlich auch mit dem goldenen Kätzchen zu tun hat ist nur ein Aspekt des Buches. In dem anderen geht es um eine Art Geschichte des Lebens aus der Sicht der Katzen. Dabei hat die Autorin geschickt Mythen um Katzen mit geschichtlichen Daten der Geschehnisse um diese Vierbeiner verflechtet. Und so erlebt man die Schaffung des Lebens mal aus Sicht der Katzen mit und erfährt, wie es dem Menschen dann gelungen ist, so viel Macht auf der Erde zu bekommen.
Sehr interessant empfand ich alles, was sich um diese geheimnisvollen alten Pfade drehte. Die alten Pfade sind keine Straßen oder Wege in unserem Sinne sondern etwas uraltes, das nur Tiere und eben leider dieser eine besondere und wahnsinnige Mensch nutzen kann. Genauer auf sie einzugehen würde aber einen Teil der Spannung verderben. Auf alle Fälle wird durch die Geschehnisse und das Eingreifen des Menschen hier vieles verändert und Kräfte werden freigesetzt, die keiner mehr beherrschen kann.
Schön finde ich auch, dass nicht nur Katzen hier Hauptbeteiligte sind, sondern beispielsweise auch ein Fuchs und eine Elster unseren tierischen Helden unterstützen. Nur Hunde sind die totalen Feinde der Katzen. Das ist übrigens ein Aspekt, den ich sehr schade finde. Denn hier sind Hunde immer Todfeinde der Katzen, Ausnahmen wir in der Realität gibt es bei der Autorin nicht.
Auf geheimen Pfaden fesselt sehr, es ist abenteuerlich, spannend und auch immer geheimnisvoll. Und selbst am Ende des Buches, wo man einiges mehr weiß, bleibt der geheimnisvolle Aspekt noch vorhanden.
Der Kampf zwischen Gut und Böse hat hier eine ebenso große Bedeutung wie auch bestialische Tierversuche mit Katzen, um etwas zu erreichen.
An einigen Stellen ist das Buch auch sehr traurig, denn nicht alle der Freunde von Tom überleben es, ihm zu helfen. Für pure Realisten ist das Buch vielleicht etwas zu phantastisch. Aber wer tierische Romane wie Felidae liebt, dem wird auch dieser Roman gefallen. Man sollte allerdings Katzen schon mögen.
Ich selbst habe das 511seitige Buch sehr zügig durchgelesen und fand es immer sehr schade, wenn ich es aus der Hand legen musste. Einiges, was hier an wahrer Geschichte über Menschen und Katzen stand, machte mich allerdings sehr nachdenklich. Denn nicht immer ging der Mensch gut mit diesen Tieren um, ob er sie nun verehrte wie die alten Agypter oder wie unsere Vorfahren zur Hexenjagdzeiten für Teufelsgehilfen hielt und die Tiere dann zu Tausenden lebendig mit auf den Scheiterhaufen landeten.
Noch kurz etwas zu Gabriel King. Der Katzenliebhaber stammt aus Cornwall und lebt heute in London. Die Fortsetzung des Romans "Auf geheimen Pfaden" ist in Vorbereitung.
DATEN
Titel: Auf geheimen Pfaden
Autorin: Gabriel King
Art: Roman, Katzenabenteuer, gebundenes Buch
Seiten: 511
Verlag: Heyne
erhältich: Im Buchhandal, auch bei Amazon
Preis: gezahlter Preis im Karstadt Euro 7,50
ISBN: 3-453-16564-0
Originalausgabe: The Wild Road, 1997
FAZIT
Auf geheimen Pfaden von Gabriel King ist ein sehr spannender und abenteuerlicher sowie auch ein mystischer Roman über Katzen und aus der Sicht von Katzen. Es ist ein Buch, was ich verschlungen habe, und auf dessen angekündigte Fortsetzung ich mich schon freue.
Ich hoffe, ich konnte den einen oder anderen Leser mal wieder ein Buch vorstellen, das auch für ihn in Betracht kommen könnte. Das Buch ist meiner Ansicht nach zu schön, um so unbekannt zu sein.
Liebe Grüße - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-03 11:28:07 mit dem Titel Tolle Geschichtensammlung für Jung und Alt (Die Dschungelbücher von Rudyard Kipling)
Wer kennt es nicht, das bekannte Dschungelbuch. Aber die meisten von uns kennen wohl eher den Zeichentrickfil oder andere Verfilmungen des Buches von Rudyard Kipling. Ich selbst habe mir beim Besuch eines Weltbild-Geschäftes das Buch "Die Dschungelbücher" von Rudyard Kipling, neu übersetzt von Gisbert Haefs gekauft.
INHALT
Die Dschungelbücher ist eine Sammlung einiger Geschichten von Rudyard Kipling. Nicht alle Geschichten spielen im Dschungel. Unterteilt sind die Geschichten nach Das Dschungelbuch und Das neue Dschungelbuch. Der Einfachheit halber gebe ich hier überall eine Kurzinformation zur Geschichte und meine Meinung dazu:
I. Das Dschungelbuch
1. Mowglis Brüder
Hier wird die Grundgeschichte des bekannten Dschungelbuches erzählt. Man erlebt die Ankuft von Mowgli bei den Wölfen mit, die ihn gegen den Willen Shir Khans im Rudel aufnehmen, anstatt ihn dem Tiger zum Fraß zu überlassen. Die Geschichte endet damit, dass Mowgli den Dschungel verläßt und dem Tiger androht, ihn beim nächsten Treffen zu töten.
***
Sehr gute Geschichte aber in vielen Punkten doch anders als man es von den Verfilmungen her kennt. Hier wird auch klar, warum der Tiger die Menschen jagd und haßt. Nebenbei erfährt man sehr viel von den Wölfen.
2. Kaas Jagd
Im Gegensatz zum Film ist hier Kaa eine positive Persönlichkeit und ein anerkannter Kämpfer. Mowgli wird hier von den Affen entführt, die aber kein Feuer von ihm wollen, sondern nur wollen, dass er ihnen zeigt, wie man Dächer aus Blättern macht. Der Panter Baghira und der Bär Baloo holen sich Kaa zur Hilfe, um ihn zu befreien.
***
Auch sehr gut geschrieben und mit faszinierender Handlung. Kaa wird dem Leser hier sehr sympatisch. Wie bei der anderen Geschichte wird die Jagd und Tötung anderer Tiere allerdings als etwas selbstverständliches geschildert, was sie ja eigentlich auch in der Natur ist.
3. Tiger Tiger
Beschreibt, wie Mowgli bei den Menschen lebt und dass es ihm dort nicht gefällt. Schließlich tötet Mowgli seinen Feind Shir Khan und wird von den Menschen wieder ausgestoßen. Er kehrt in den Dschungel zurück, kehrt aber nicht zum Wolfsrudel zurück sondern lebt nur mit ein paar befreundeten Wölfen zusammen.
***
Auch hier wieder etwas, das in dem Film ganz und gar nicht vorkommt. Man kann durchaus nachvollziehen wie sich der in der Wildnis aufgewachsene Junge bei den Menschen im Dorf fühlt. Und als schließlich einige Jäger es mit Lügereien über den Dschungel übertreiben und alle immer feindseliger gegenüber dem ehrlichen Jungen werden, trifft dieser die Entscheidung seinen Feind zu töten, was schließlich dazu führt, dass er durch einige machtbesessende / verlogene Menschen im Dorf ausgestoßen wird.
4. Die weiße Robbe
Die Robbe Kotick ist eine seltene weiße Robbe. Schon als relativ junge Robbe bekommt sie mit, dass Robben in ihrem Alter von Menschen weggetrieben werden und dann brutal erschlagen werden. Kotick will etwas daran ändern, auch wenn alle anderen Robben der Meinung sind, dass es normal sind, dass einige Tiere vom Menschen erschlagen werden.
***
Erinnert mich ein wenig an die Möwe Jonathan. Denn Kobick blickt weiter als die anderen Robben und er sucht so lange nach einer Lösung für die Robbenschar, bis er sie auch findet. Tolle Story.
5. Ricki-Ticki-Tavi
Die Geschichte eines jungen Mungos, der von den Menschen augenommen wird, dort einige Abenteuer erlebt und die Menschen schließlich vor zwei gefährlichen Kobras rettet.
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Ich war hier total erstaunt. Denn ich kannte die Geschichte noch von der Schule her. Eine phantastische und spannende Geschichte über den Kampf Mungo-Schlange.
6. Toomai von den Elefanten
Der Sohn eines Elefantenhüters erlebt den geheimnisvollen Elefantentanz mit.
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Die Geschichte, die mir bisher am wenigsten gefallen hat. Ist zwar auch interessant geschrieben aber doch sehr unglaubwürdig. Zur Zeit Kiplings glaubte man allerdings noch an Plätze, an denen Elefanten sich versammeln und tanzen würden.
7. Diener ihrer Majestät
Eine Geschichte über ein Heer bestehend aus Menschen, aus Pferden, Maultieren, Elefanten, Kamelen und Ochsen. Nachts geraten einige Tiere in Panik und so treffen einige Tiere der verschiedenen Tierarten aufeinander. Sie erzählen sich gegenseitig ihre Erlebnisse und wofür sie in einer Schlacht wichtig sind
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Humorvoll geschrieben aber auch sehr informativ, denn solche großen Heere mit so viel tierischen Helfern gab es tatsächlich.
II. Das neue Dschungelbuch
1. Wie Furcht kam
Eine Geschichte, die Mowgli erzählt wird. Hier wird geschildert, wieso die Furcht (der Mensch) in den Dschungel kam
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Super Geschichte ganz im Stil des Dschungelbuches und der vorherigen Geschichten dazu.
2. Das Wunder des Burun Bhagat
Die erste Geschichte, die nicht von den Tieren sondern von einem Menschen handelt. Die Geschichte eines Bramahnen, der zuerst fast so wichtig wie der Maharadscha selbst war und sich dann entscheidet sein Leben als einfacher Mann, als Bettler und heiliger Mann weiterzuleben.
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Sehr interessante Geschichte eines ungewöhnlichen Mannes. Man erlebt hier die Denkweise der Brahmanen mit und vieles ist total fremdartig.
3. Laßt den Dschungel ein
Mowgli erfährt hier, dass man ihn nicht nur bei den Menschen ausgestoßen hat, sondern auch töten will. Und er erfährt, dass man seine Pflegeeltern im Dorf gefangenhält und auch wegen ihm töten will. Mit Hilfe seiner Dschungelgefährten befreit er die Pflegeeltern und vernichtet das Dorf, in dem er dem Dschungel Einlaß gibt.
***
Fortführung der Geschichte Tiger Tiger. Hier ist Rache der Hauptpunkt. Und nebenbei wird geschildert, wie der Dschungel sich ein Gebiet zurückholt, das von Menschen besiedelt wurde.
4. Die Bestatter
Ein Krokodil, ein Schakal und ein Adjutant (Vogel der den Marabus ähnelt) treffen sich. Dabei erzählt das Krokodil seine Lebensgeschichte.
***
Die Geschichte ist sehr interessant, wenn man sich auch hier mit vielen Dingen des indischen Brauchtums beschäftigen muss. Besonders der Schluß ist eine Überraschung. - Hat nichts mit dem eigentlichen Dschungelbuch zu tun.
5. Des Königs Ankus
Wieder eine Dschungelbuch-Geschichte. Ein Abenteuer zu dem Kaa den jungen Mowgli verleitet. Es geht um eine Kobra, die einen Schatz in der verlorenen Dschungelstadt bewacht. Unter anderem ist auch ein goldener Ankus (das ist ein Werkzeug, mit dem man unwillige Elefanten quält). Mowgli nimmt diesen Ankus an sich und nachdem er ihn weglegt, findet ihn ein Mensch. Danach kommt es zu vielen den Dschungelbewohnern rätselhaften Todesfällen.
***
Hier geht es um die Gier der Menschen, die Mowgli nicht kennt. Daher ist es den Tieren und ihm auch unklar, wieso dieser Ankus so viele Menschen tötet. In Wirklichkeit töten sich diese wegen des goldenen Teils ja selbst. Liest sich sehr interessant.
6. Quiquern
Auch wieder eine interessante Geschichte, die nicht im Dschungel spielt. Es geht hier um ein Inuitvolk, das noch wie in Urzeiten lebt und beispielsweise keinen Kontakt zu Weißen hat. Der junge Kadlu rettet hier sein Dorf vor dem Verhungern.
***
Man erlebt hier mit, wie die Inuit lebten, bevor die weißen kamen. Nebenbei erfährt man viel von ihren Mythologien und ihrem Überlebenskampf in der Natur. Sehr gute Geschichte.
7. Roter Hund
Ein fremder verletzter Wolf schleppt sich zu den Wölfen des Dschungels. Er berichtet, dass die roten Hund auf dem Weg in den Dschungel sind. Da die roten Hunde (Wildhunde) als gefährlicher als die Wölfe gelten, rät er zu fliehen. Aber Mowgli nimmt den Kampf gegen die roten Hund mit Hilfe seiner Dschungelfreunde auf.
***
Sehr grausame aber auch gute Geschichte um Mowgli und die Wölfe, die hier um ihr Überleben kämpfen. Und auch die gute Kaa spielt hier wieder eine große Rolle. Hier bekommt man mit, wie die Wölfe nur durch die Intelligenz von Mowgli und dem Wissen von Kaa eine Chance gegen die roten Hunde haben.
8. Das Frühlings-Laufen
Eine Geschichte um Frühlingstriebe, die am Ende dazu führt, dass Mowgli, der jetzt ein gut gebauter und kräftiger junger Mannn ist, doch zu den Menschen zurückkehrt. Allerdings mit dem Recht, immer wieder in den Dschungel zurück kehren zu können. Mowgli begegnet hier einer jungen Frau, aber was wichtiger ist, er begegnet seiner Pflegemutter wieder.
***
Gute Geschichte, die das Dschungelbuch hier logisch beendet. Man erlebt die Unruhe Mowglis und der Tiere im Frühling mit und einigen der Tieren ist im Gegenteil zu Mowgli klar, was mit ihm los ist.
GENERELLES
Das Buch besticht durch Feinheiten, selbst wenn keine Zeichnungen vorhanden sind. Gisbert Haefs ist es gelungen, den Originalstil von Rudyard Kipling zu beizubehalten.
Jede der Geschichten wird durch einen Liedtext in englischer Sprache eingeleitet, dieser Text wird danach noch einmal in deutsch zum Verständnis angedruckt. Und das Lied ist immer ein Teil der Geschichte bzw. schildert etwas zur nachstehenden Geschichte.
Nach allen Geschichten folgt wiederum ein Abgesang. Dieser ist jeweils Baloo, Kaa, Bagheera und "Den Dreien" (das sind die drei Wolfsbrüder Mowglis) gewidmet. Auch hier zuerst englischer Liedtext, dann deutscher Text.
Danach folgen auf 17 Seiten Erklärungen zu den Geschichten und zum Gesamtwerk selbst. Teilweise auch sehr interessant und erklärend. Man erfährt dort beispielsweise auch, dass die Figur des Baloo künstlerische Freiheit von Kipling war, da in Indien nie Braunbären oder ähnliche friedlich wirkende Bären gelebt haben.
Aber auch anderes ist sehr interessant, denn hier wurden Kiplings Originalnamen für die Tiere beibehalten, die fast immer eine indische Bezeichnung sind, ansonsten wird der Name erklärt. Mowgli wird eben Mowgli = "Nackter Frosch" genannt, da er im Gegensatz zu den Wölfen kein Fell hat, also nackt ist.
AUTOR
Am 30. Dezember 1936 wird Joseph Rudyard Kipling als Sohn des englischen Kurators John Lockwood und dessen Frau Alice Macdonald in Bombay geboren. Er wird allerdings in England erzogen und kehrt dann 1882 nach Indien zurück. 1888 fängt er an, Kurzgeschichten zu schreiben. 1889 kehrt er nach England zurück, heiratet dort und siedelt 1889 in die USA überl. 1894 schreibt er "Das Dschungelbuch und andere Kindergeschichten. 1902 kehrt er nach Enland zurück und 1907 erhält er als erster Engländer den Nobelpreis für Literatur. Am 18. Januar 1936 verstirbt er in London.
DATEN:
Titel: Die Dschungelbücher
Autor: Rudyhard Kipling
Übersetzer und Herausgeber: Gisbert Haefs
Seiten: 454
Verlag: Haffmans Verlag
Ersterscheinung dieser Übersetzung: 1987
Preis: DM 14,95 bei Weltbild in Degggendorf/Bayern
Leserschaft: Kinder, Jugendliche, Erwachsene
(Die Geschichte Ricki-Ticki-Tavi habe ich beispielsweise meiner 5jährigen Nichte und dem 8jährigen Neffen vorgelesen)
ISBN-Nr. 3-251-20283-9
FAZIT:
Die Dschungelbücher ist eine sehr gute Sammlung von Geschichten des Autors Rudyhard Kipling. Diese Überetzung wurde so geschrieben, dass sie dem englischen Original von damals sehr nahe kommt. Ich fand es sehr interessant, mal endlich das richtige Dschungelbuch kennen zu lernen und kann das Buch jedem mit gleichem Interesse unbedingt weiter empfehlen.
So, das war jetzt durch die vielen verschiedenen Geschichten sehr viel. Liebe Grüße und danke fürs Lesen - Miara (eingestellt am 28.08.2001)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-25 09:39:32 mit dem Titel Schön-Trauriger Roman über die Liebe und den Tod (Bodo Kirchhoff - Infanta)
Infanta ist eines der Bücher, das ich mir bei Jokers.de relativ günstig gekauft habe. Es ist ein Liebesroman, aber sehr poetisch geschrieben und trotz allem auch sehr abenteuerlich. Hier mein Beitrag zu dem Buch von Bodo Kirchhoff
INHALT
Die Geschichte spielt in Infanta. Man stelle sich eine große Insel in Äquatornähe vor. Ein Kriegsgebiet zur Jetzigen Zeit. Rebellen kämpfen gegen ein korruptes System. Auf der anderen Seite aber auch das herrliche Wetter, Meer, alles was uns auch Freude bereitet. Im Ort gibt es Strohhütten, Blechbuden, eine Kirche, Schönheitssalons und am Ortsrand ziemlich abgeschieden noch eine Mission. In dieser Mission leben ein paar schon seit Jahren hier wohnende Missionard, die nur "Die Alten" genannt werden.
Eines Tages begegnet einer der Alten einem Deutschen, der allerdings aus Rom kommt. Er lädt ihn zu sich ein, und der Deutsche folgt auch der Einladung. Niemanden ist so ganz seine berufliche Tätigkeit klar, manche halten ihn für einen Journalisten, andere für einen Schauspieler. Er sieht gut aus und scheint auch Geld zu haben. Es steht nur fest, dass er zwar um die Vierzig ist, aber im Verhalten noch nicht erwachsen wirkt. Warum er der Einladung des Missionars folgt, ist auch niemanden klar. Aber klar wird schnell, warum ihn die Missionare eingeladen haben.
Denn die älteren Männer haben ein Problem. Vor Jahren nahmen sie ein junges Mädchen namens Mayla. bei sich auf, das ihnen seit der Zeit auch den Haushalt führt. Aber das junge Mädchen ist zu einer Schönheit geworden. Durch den Umgang mit den Missionaren wurde sie auch sehr gebildet und wortgewandt. Und obwohl die Missionare schon relativ alt sind, sind sie doch nicht gegen alles gefeit. Somit stellt die junge Frau für die Missionare die letzte große Prüfung dar. Auf seine Art verliebte sich jeder der Männer in das Mädchen. Einer von ihnen brach sogar schon mit der Kirche und lebt jetzt im Ort. Und weil das nicht so weitergehen soll, wurde jetzt der ansprechend aussehende Deutsche eingeladen. So nach der Devise, sie werden sich schon kennen lernen und finden.
Mister Kurt, so wird der Deutsche (Lukas) genannt, verliebt sich auch tatsächlich in das junge Mädchen. Nur ist sie vollkommen anders, als die Frauen, mit denen er sonst umgeht. Denn er ist weder Journalist noch Politiker, sondern ein Mann, der wegen seines Aussehens als Model genommen wird. Und während auf der einen Seite eine interessante Beziehung zwischen ihm und Mayla entsteht, wird die politische Situation immer schlimmer und eine Revolution scheint unabsehbar. Und ehe er sich versieht, wird Lukas auch in diese Wirren hineingezogen....
MEINUNG
Der Roman Infanta ist ein sehr gut geschriebener Liebesroman, allerdings vollkommen anders und fremdartig geschrieben, wie wir es normalerweise kennen. Er ist auch halb philosophisch. Und philosophiert wird hier dann über die Liebe. So erfährt man von jedem der Missionare, was diese über die Liebe denken. Und was sie auch für Erfahrungen mit der Liebe gemacht haben. Denn im Verlaufe des Romans wird klar, dass auch diese alten Männer früher durchaus mal mehr oder weniger große Lieben hatten.
Das Buch ist sehr poetisch und doch sehr realistisch geschrieben. Realistisch, weil man sich hier sehr gut alles vorstellen kann. Sowohl die von den Missionaren initiierte Liebesbeziehung als auch die politische Entwicklung des Landes. Ich selbst fühlte mich hier nach Lateinamerika versetzt oder auch Kuba, Ähnlichkeiten mit den Systemen sind hier stark vorhanden.
Ich möchte hier auch mal einen wichtigen Auszug vorstellen, damit mal klar ist, was ich mit poetisch meine:
"Kennst du die Geschichten von Menschen, die mit Phosphor bespritzt sind? Sie müssen bis zur Nase unter Wasser sein. Sobald sie aufsteigen, brennen sie. Dieses Wasser ist mein Brief. Und solange ich schreibe, denke ich, was ich will. Ich liebe Dich, da steht es."
Der Roman ist hier wie ein Eintritt in eine fremde Welt. Traumhaft schön, aber vom politischen her total grausam. Und unser Held Lukas, der meist als Mr. Kurt bezeichnet wird, ist wie eine Spielfigur, nicht nur für die Missionare. Dann sind da noch die Missionare. Auch wenn es seltsam klingt, sie sind alle sehr interessane Persönlichkeiten und was sie mit der Liebe erlebten ist sehr wichtig für dieses Buch, in dem es um sehr verschiedenartige Liebe geht.
Neben Lukas und den Missionaren geht es hier auch um den jungen Novizen Augustin, der ebenfalls in die schöne Mayla verliebt ist. Und der hier vor dem Problem steht, sich zwischen Christus und einer jungen Frau entscheiden zu müssen.
Daneben geht es aber auch um die großen Unterschiede zwischen einem normalen Europäer und einem Menschen, der auf so einer Insel lebt und aufgewachsen ist. Der eine kennte Wohlstand, schöne Frauen, ein normales geregeltes Leben. Der andere kennt Morde, denn Maylas Familie wurde in den Wirren ermordet und auch jetzt noch sind Morde leider wieder an der Tagesordnung in Infanta. Und wie kann man gemeinsam leben, wenn der eine lieber Rom auskosten würde, der andere sich aber nicht von der Insel trennen kann? Ob das in diesem Fall geht oder nicht, das erährt man hier in Infanta.
Für jemanden, der mal einen etwas anderen Liebesroman lesen möchte, der sich mit der Liebe und ihren Variationen beschäftigen möchte, ist Infanta sehr geeignet. Aber man erfährt hier auch sehr viel über diese Insel, die es in sich hat und wenn ich das Buch auch als ncht Actionreich bezeichnen möchte, so hat man hier auch doch auch einige Actionszenen. Denn hier wird sehr genau vieles auf Infanta geschildert. Von Frauen, die irgendwo in der Natur hausen, bis hin zu Attentaten und einem Putsch wird alles geschildert. Und neben der Liebe wird auch die andere Katastrophe des Lebens nicht ausgelassen, der Tod.
BODO KIRCHHOFF
Bodo Kirchhoff hat im November 2001 den Rheingau Literatur Preis 2001 erhalten. Dem 53-Jährigen wurde die mit 15 000 DM dotierte Auszeichnung für seinen Roman "Parlando" zuerkannt. Der Preis würdigt herausragende deutschsprachige Prosa. Bodo Kirchhoff hatte seinen Durchbruch 1990 mit dem Roman "Infanta" erlebt. Der Autor wurde 1948 in Hamburg geboren und reiste auch sehr viel nach Mittelamerika und die USA. Auch das ziemlich bekannte Buch "Der Sandmann" stammt von Bodo Kirchhoff.
DATEN
Titel: Infanta
Autor: Bodo Kirchhoff
Art: Liebesroman, gebundenes Buch
Verlag: Roman Suhrkamp
Seiten: 502
Erhältlich: Bei www.amazon.de als Taschenbuch für DM 19,80
FAZIT
Ein sehr schöner aber auch teilweise sehr trauriger Roman über die beiden Katastrophen des Lebens. Ein Buch über die Liebe und über den Tod. Ein Buch, das realistisch und poetische zugleich ist. Infanta ist sehr schön zu lesen und durchaus nachvollziehbar.
Liebe Grüße - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-23 11:46:02 mit dem Titel Nicht schlecht aber wohl eher für ältere Jugendliche und Erwachsene geeignet
Ich selbst bin nie ein Geschichtsfan gewesen. Das Fach Geschichte fand ich als Kind bzw. Jugendliche eher uninteressant, aber das liegt auch oft daran, wie man so ein Thema nahe gebracht bekommt. Bei jokers.de habe ich mir jetzt das Buch "Im weiten Land der neuen Zeit" von Max Kruse gekauft und im Urlaub gelesen. Hier mein Erfahrungsbericht dazu.
Inhalt
Das Buch "Im weiten Land der neuen Zeit" ist die Fortsetzung des Buches "Im weiten Land der alten Zeit" und handelt von der Entwicklung der Menschheit im Abendland in der Zeit von Galileo bis heute. Drei Jugendliche sind hier in einem ungewöhnlichen Freizeitpark unterwegs. Der Park ist allerdings eher eine Zeitreise für die Drei. Berenike, Roman und Stefan werden von dem geheimnisvollen Senex an Plätze geführt, an denen sich bedeutende Persönlichkeiten der Zeitgeschichte aufhielten.
Die drei Jugendlichen erleben so aus der Sicht der heutigen Menschen mit, wie sich die Menschheit im Abendland (sprich Europa) weiterentwickelte. Dabei werden sie in Zeit und Raum an die interessanten Plätze befördert und erleben sowohl die Philosophische Weiterentwicklung als auch die Entwicklung der Künste und auch die der Technike mit.
Die Reise beginnt mit dem ältesten Zeitpunkt und endet dann bei uns im 20. Jahrhundert. Von Galileo zur Zeit der Pest, von Shakespear zu Newton, vom Barock zum Rokoko und hin zur Romantik erleben Sie bedeutende Menschen und lauschen dabei sehr oft den Philosophen und anderen bedeutenden Menschen der jeweiligen Zeit. Schließlich erhalten Sie einen geheimnisvollen Ausblick auf die Zukunft und werden von Senex in der Jetztzeit zurückgelassen, genauso geheimnisvoll wie er aufgetaucht ist.
MEINUNG
Ich selbst empfinde das Buch als sehr interessant, aber nicht sehr einfach. Daher denke ich, dass es für die meisten 14Jährigen doch zu komplex bzw. zu langweilig ist. Denn welcher Jugendliche interessiert sich für die philosophische Menschheitsentwicklung. Und gerade diese steht hier im Vordergrund. Der Leser bekommt hier weniger spannende Abenteuer aus der Vergangenheit mit als philosophische Ansichten und das, was wohl nach der Meinung des Autors wichtig für die Entwicklung der Menschheit ist. Zwar wird auch die Entwicklung der Dampfmaschine erwähnt oder der erste Flugballon, aber diese Dinge geschehen eher am Rande.
Dafür bekommt der Leser hier präsentiert, wie es Schritt für Schritt zur Aufklärung kam und wie wichtig diese für die Menschheit war. Die französchische Revulution, gerade hinsichtlich der Entwicklung durch Philosophen, wird sehr genau angegangen. Solche auch bedeutenden Dinge wie der zweite Weltkrieg aber gerade am Rande. Insgesamt betont Max Kruse hier die Entwicklung der Denkweisen. Erschreckend ist es dabei zu lesen, wie lange in Europa die Frau auch bei den sogenannten Vordenkern nur als Dienerin des Mannes angesehen wurde.
Man erfährt durchaus sehr interessante Aspekte, auch wenn diese eben durch nicht stattgefunde Gespräche von Philosophen der jeweiligen Zeit dargestellt werden. Andere Punkte werden ziemlich trocken durch Senex den drei Jugendlichen erzählt. Trotzdem ist es insgesamt für einen unbedarften Leser doch eher störend, dass fast nur auf Philosophie und Kunst eingegangen wird. Für ältere Jugendliche oder Erwachsene, die sich für das Thema Menschheitsentwicklung hinsichtlich der Denkweise interessieren, ist das Buch empfehlenwert. Ich selbst interessiere mich schon länger für Philosophie und fand das Buch daher auch sehr gut. Obwohl selbst ich an 565 Seiten zu knabbern hatte. Sehr gut aber ist die große Inhaltsangabe am Schluß, an der man noch einmal in Kurzform die Menschheitsentwicklung hinsichtlich der wichtigen Punkte ab der Zeit Galileos einsehen kann.
AUTOR
Max Kruse ist der Sohn von Käthe Kruse, die durch ihre Puppen bekannt wurden. Urmel aus dem Eis ist eines seiner bekannteren Werke. Der Autor wurde am 19.11.1921 geboren und schrieb schon zahlreiche Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
DATEN
Titel: Im weiten Land der neuen Zeit
Autor: Max Kruse
Seiten: 565
Art: Fest gebundenes Buch, Jugendbuch
Alter: Für Jugendliche ab 14 Jahre und Erwachsene
Preis: Unter 10,00 DM bei jokers.de zum Sonderpreis, bei http://www.mountmedia.de/verlage/cbjug/jugendbuch.htm DM 27,00
ISBN-Nr. 3-570-12437-1
Verlag: C.Bertelsmann Jugendbuch Verlag, 1998
FAZIT
Ein Geschichtsbuch etwas anderer Art. Wegen der Hervorstellung der bildenden Künste und der philosophischen Entwicklung der Menschheit für die Meisten wohl eher uninteressant und langweilig. Interessant für Personen, die sich für Philosophie und die Weiterentwicklung Europas in dieser Hinsicht interessieren.
Das Buch liegt eigentlich zwischen mittelmäßig und gut. Ich vergebe hier ein mittelmäßig, da es meiner Anischt nach eher für ältere Personen als 14Jährige geeignet ist.
Liebe Grüße an alle Leser - Miara (21. August 2001)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-23 18:42:29 mit dem Titel Das Grauen ist immer mit dabei ( Stimmen der Angst von Dean Koontz)
Wer mich kennt, der weiß, dass ich guten Horror liebe. Ich habe fast sämtliche Stephen King Bücher und auch sehr viele Werken von Dean Kontz. Dieser schreibt aber nicht immer nur Horror und so vertut man sich manchmal, wenn man eines der Bücher kauft. Im Club habe ich mir zum Schnäppchenpreis von 8,50 Euro "Stimmen der Angst" von Dean Koontz als gebundenes Buch mitgenommen. Hier meine Meinung zu Stimmen der Angst
INHALT
Martie und Dusty Rhodes führen ein sehr glückliches Leben. Aber an einem einzigen Tag ändert sich alles für die Beiden. Und was hier passiert, ist mehr als merkwürdig. Dusty arbeitet als Maler, dabei arbeitet er auch mit seinem Halbbruder Skeet zusammen, der leider sehr labil ist und schon alles an Drogen genommen hat, was es gibt.
Und an diesem verhängnisvollen Tag geschehen gleich mehrere Dinge. Dusty findet Skeet auf dem Dach eines mehrstöckigen Wohnhauses vor, von dem er sich herunterstürzen will. Seltsamerweise sagt er, es ginge ihm gut, gut wie nie. Aber ein Todesengel habe ihm befohlen, sich von dem Dach herunterzustürzen. Und ihm auch gezeigt, wie schön es im Jenseits sei. In einer spektakulären Rettungsaktion gelingt es dem unter Höhenangst leidenden Dusty seinen Bruder zu retten, er stürzt sich einfach zusammen mit ihm vom Dach runter und relativ gesteuert von Dustys Ansatz landen auch beide einigermassen Heil auf einer dicken Matratze. Das bringt Dusty dazu, seinen Tagesablauf dann enorm zu ändern. Er fährt mit seinem Bruder in eine gute Rehabilitationsklinik, in der sein Bruder schon eine andere Entziehungskur hinter sich gebracht hat. Denn er glaubt an Drogen. Dabei hat er zwar nicht so unrecht, aber auch etwas anderes, anfangs nicht fassbares, spielt hier eine Rolle.
Im Krankenhaus kommt es dann zu einem Vorfall, nachdem Dusty seinem Bruder einen chinesisch klingenden Namen nennt, den dieser scheinbar wir wild oder irre bei sich aufgeschrieben hat. Plötzlich reagiert sein Bruder, als gehorche er ihm. Er redet scheinbar unsinnige Dinge und als Dusty ihm befiehlt zu schlafen, da fällt Skeet auch in einen rational nicht zu erklärenden Tiefschlaf, der schon fast an Koma erinnert. Die Krankenhausleitung beschließt, Skeet an ein Krankenhaus für normale Fälle zu überweisen. Dort bringt Dusty seinen Bruder auch hin. In dem neuen Krankenhaus hat er trotz der Perfektioniertheit aller Ärzte und Schwestern ein ungutes Gefühl, das er aber nicht näher definieren kann. Auf diese Weise vergeht so der Tag für Dusty. Und leider vergißt er dabei auch seine Frau Martie. Und auch da braut sich etwas zusammen.
Martie ist eine selbstbewußte Frau, die das Leben liebt und auch genießt. Sie hat eine positive Lebenseinstellung und wirkt aufbauend auf andere Menschen. Sie ist wirklich ein Herz von einer Seele. Nebenbei kümmert sie sich um ihre Freundin, die seit gut einem Jahr an einer seltenen psychischen Krankheit leidet. Susan und Martie waren schon seit Kindheit Freundinnen, aber jetzt hat Susan nur noch Martie. Und ihren Arzt, Dr. Ahrigman. Einen sehr gut aussehenden und auch angesehenen Psychater. Denn Susan leidet darunter, dass sie sich überall, außer in ihrer Wochnung unsicher fühlt. Sie bekommt totale Angstzustände, sobald sie die Wohnung verlässt und so wohnt sie seit über einem Jahr abgeschottet von allem - außer von Martie - alleine in einer Wohnung, die sie nur zu den Psychaterterminen verlässt.
Aber heute ist auch nicht Marties Tag. Denn von einem Moment auf den anderen bekommt auch Martie seltsame Anfälle. Sie hat Angst, sie könne andere Leute verletzen. Das sind nicht nur allgemeine Ängste, nein, sie sieht vor Augen, wie sie beispielsweise ihrem Mann den Autoschlüssel in das Auge sticht. Aber damit fängt nur alles an. Während Dusty sich um seinen Bruder kümmert, fängt Martie an, im Hause herumzuwüten. Zuerst versucht sie alle Gegenstände, die als Waffen genutzt werden könnten (Messer, Scheren, Gabeln) in die Mülltonne zu werfen, dann beginnt sie einige Geräte zu zerstören. Was sie nicht weiß, auch sie hat urplötzlich eine seltene psychische Krankheit, die sich Autophobie nennt. Als Dusty nach Hause kommt, kann er seine Frau kaum beruhigen. Martie möchte alles, nur nicht in seiner Nähe sein. Nicht weil sie ihn nicht liebt. Nein, sie hat Angst, ihn auf irgendeine Form umzubringen. Beide verbringen eine Nacht, die sie wohl lieber aus ihrem Gedächtnis vergessen würden. Und auch nach dieser Nacht wird alles schlimmer.
Während Martie jetzt mit sich selbst und ihren Problemen beschäftigt ist, versuchte aber Susan, bei der es sich um eine Schönheit handelt, Martie auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Denn seltsame Dinge gehen auch bei Susan vor. So hat die junge Frau, die sich nur in ihrer mehrfach gesicherten Wohnung aufhält, die Vermutung, sie würde fast täglich vergewaltigt. Sie kann sich zwar an nichts erinnern, aber gleichzeitig erinnern Spermareste in ihrem Slip und an ihr selbst sie daran, dass etwas gewesen sein muss. Martie fällt es schwer das zu glauben. Und Susan fasst den Entschluss, dem Mann mittels einer Videokamera eine Falle zu stellen. Sie glaubt fest daran, dass es ihr Ex-Ehemann ist, der sie aufsucht und missbraucht. Und während Dusty und Martie ihre albtraumhafte Nacht erleben, beginnt auch für Susan ein tödlicher Albtraum.
Am nächsten Tag fallen Dusty merkwürdige Dinge an Martie und auch an sich auf. Denn beide leiden seit einer Weile unter seltsamen Alpträumen. Aber Dusty bemerkt auch Ähnlichkeiten hinsichtlich seines Bruders. Und während sich Marties Symptome nicht bessern fassen beide den Entschluss, dass Martie professionelle Hilfe benötigt. Und wer bietet sich da besser an, als Dr. Ahrimann, Susans Psychiater, den Martie auch bei ihren Besuchen schon kennen gelernt hat.
Bloss wissen die beiden zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Dr. Ahrigman in Wirklichkeit ganz anderes mit seinen Patienten vor hat, als diese zu heilen. Ein seltsames Buch, das Martie in ihrer Tasche mit sich trägt, das diese Leseratte aber noch nie angesehen hat, bringt dann alles ans Rollen. Denn was liest Dusty, als er das Buch durchblättert. Genau den Namen, auf den sein Bruder so seltsam reagiert hat. Und was in aller Welt hat wohl dieses Buch von Martie mit Skeet und auch sich zu tun. Martie und Dusty begeben sich auf eine gefährliche Reise, eine Reise in die Vergangenheit des sympatischen Dr. Ahrigman. Und diese Vergangenheit könnte zu ihrere letzten Reise werden, denn Dr. Ahrigman bekommt leider auch einige Dinge mit, warum seine neue Patienten plötzlich verschwinden und auch wohin sie reisen...
MEINUNG
Erst mal ein dickes Nein. Ich habe hier nicht das halbe Buch verraten. Das was ich hier geschildert habe ist natürlich ein Teil des packenden Romans, aber es nichts, was man nicht verraten dürfte. Denn auch der Autor zeigt schon nach kürzester Zeit den wahren Charakter des Dr. Ahrigman. Und so entpuppt sich der Roman als ein spannender Thriller, in dem mal wieder gezeigt wird, wie Ärzte ihren Status und ihr Wissen auf abartigste Weise missbrauchen. (Warum ich wieder sage - ich erinner da nur an den Film Anatonomie).
Die 768 Seiten habe ich in zwei Tagen durchgelesen und war da schon ärgerlich, weil ich übermüdet eine Pause machen musste. Ich habe lange nichts mehr gelesen, was so packend, spannend und schaurig war. Und das, obwohl es sich hier um keinen Horror sondern um einen Thriller handelt. Ganz genau ist es aber doch ein Horror, nur eben ein möglicher ohne irgendwelche Überwesen. Ein Horror, der sich aus der Bäsartigkeit einzelner Menschen ergibt.
Die Hauptpersonen Dusty, Martie und auch Skeet waren mir sehr sympatisch. Ich konnte sie mir auch gut vorstellen, denn obwohl Martie und Dusty auch eine harmonische Ehe führten, so ist es doch nicht zu übertrieben, sondern eine Ehe, in der auch Höhen und Tiefen vorkommen. Auch Skeet, der kleien Bruder, der sich als Versager fühlt, den habe ich vor meinen Augen gesehen, so gut war die Person vorstellbar. Und wie habe ich erst einmal Susan bemitleidet. Denn aus einer fröhlichen und lebendigen sowie sehr erfolgreichen Maklerin wird hier eine verängstigte Frau, die man sich aber durchaus auch vorstellen kann.
Dr. Ahrigman selbst ist da eher der leibhaftige Teufel in Person. Ich hoffe, dass seine Person hier total übertrieben ist, denn nur die Vorstellung, so jemand Skrupellosen und Abartigen als Arzt zu haben, die treibt mir die Gänsehaut auf den Rücken.
Von der Art erinnterte mich Stimmen der Angst etwas an die packende Geschichte mit vielen Wendungen über Hannibal Lektor. Auch da weiß man ja, wer der Bösartige ist, und trotzdem ist der Roman spannend. Dieses Kunststück ist auch Dean Koontz hier hervorragend gelungen.
Neben einer sehr spannenden Geschichte, bei der man wirklich oft an Horror denkt, hat man hier aber auch wieder die medizinische bzw. moralische Frage über Ärzte im Hintergrund. Was kann ein Arzt alles machen, wenn er einfach moralische Massstäbe auf Seite legt? Und was es da an Abartigkeiten zu bieten gibt, das zeigt Koontz in der Person des Dr. Ahrigman hier allzu deutlich. Auf der einen Seite denke ich mir, das müsste einen sehr guten Film geben. Auf der anderen Seite bietet das Buch aber für die heutigen Macher auch eben viel zu viele Möglichkeiten, alles noch ein wenig abartiger darzustellen.
Gut hat mir alles gefallen, was hier das Menschliche betrifft. Die Personen werden nicht nur lebendig und vorstellbar geschildert, nein, selbst die Tiere an deren Seite sind liebenswert und machen auch einen Teil des Romanes aus.
Sehr faszinierend und interessant finde ich den Aspekt der Hypnose, der hier nicht nur des pesönlichen Machtmissbrauchs dient sondern die auch schon eine Organisation für sich nutzend anwendet. Denn nicht nur Ahrigman entpuppt sich für unsere Helden als Lebensbedrohend. Irgendwer steht schützend vor dem Doctor und scheut dabei auch keinerlei Mittel und Wege.
Von der Art ist Stimmen der Angst zwar ein Thriller, aber Menschen mit schwachen Nerven sollten dieses Buch nicht lesen, denn es gibt sehr viele Horroszenen, bei denen mir fast schlecht wurde. Trotzdem fand ich das Buch umwerfend packend oder wie anders ausgedrückt alptraumhaft spannend und hatle es für eines der besten Werke von Dean Koontz.
DATEN
Titel: Stimmen der Angst
Autor: Dean Koontz
Seiten: 768
Art: Thriller - Horrorthriller
Buch: Gebundenes Buch
Eignung: Erwachsene und ältere Jugendliche
Preis: 8,50 Euro im Club als Sonderangebot
Preis Amazon: 22 Euro
ISBN-Nr. 3453186001
FAZIT
Stimmen der Angst ist ein sehr packender Thriller mit vielen Horrorsequenzen. Es geht hier nicht um das Entdecken des Übeltäters sondern um einen Überlebenskampf von ganz normalen Menschen gegen einen psychotischen und machtbesessenen Arzt und eine merkwürdige Organisation. Der Roman ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Es ist mit eines der besten Bücher von Koontz, die ich gelesen habe.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-30 15:33:03 mit dem Titel Spannend und unterhaltsam ( Esau von Philip Kerr)
Den Roman "Esau" von Philip Kerr habe ich mir vor kurzem im Sondergangebot im Kaufhof geholt. Vor zwei Tagen habe ich den Roman ausgelesen und möchte ihn hier auch vorstellen.
INHALT
Jack Furness ist ein kalifornischer Bergsteiger, der schon viele Berge bezwungen hat. Jetzt möchte er einen der höchsten Berge Nepals bezwingen. Doch es läuft schief und sowohl er als auch sein Partner stürzen ab. Jack hat Glück und landet in einer Gletscherspalte. Dort stößt er auf einen merkwürdigen Schädel, den er für ein Fossil hält und mitnimmt. Eine gute Freundin Jacks ist Anthropologin. Ihr macht er bei seiner Rückkehr diesen Schädel auch zum Geschenk. Swift, so heißt die Wissenschaftlerin, erkennt sofort, dass sie hier etwas Besonderes in der Hand hält. Denn so einen Schädel hat noch niemand gesehen. Er weist menschliche und tierische Aspekte auf und könnte ein neues Bindeglied zwischen Mensch und Affe sein.
Die Paläoanthropologin holt sich andere Wissenschaftler zu Rate und schließlich steht fest, dass sie hier einen Schädel einer Tier- oder Menschenart vor sich hat, den noch niemand bisher entdeckt hat. Nur eines stimmt nicht. Der Schädel weist keine typischen Merkmale für ein Fossil auf. Das bedeutet, es könnte sich genauso um einen Schädel einer Lebensform handeln, die auch heute noch lebt, nur bisher nicht entdeckt wurde. Esau, so nennt sie den Schädel in Erinnerung an eine vergangene Geschichte, könnte die Weltanschauung verändern. Und so überredet Swift ihen Freund Jack, zusammen mit ihr in die Berge Nepals zu reisen, um so einen Beweis für das Vorhandensein dieser Spezies zu finden. Eine These ist dabei von ganz besonderer Bedeutung. Es geht dabei um die Sage der Yeti-Menschen. Diese werden von vielen Menschen als Hirngespinste abgetan, andere gehen aber davon aus, dass es sich um eine eigene Affenähnliche Lebensform handelt. Und die Yetis wurden auch alle immer in dem Gebietsumkreis gesichtet, aus dem Jack auch den Schädel mitgebracht hatte.
Damit sie Beweise für die Existenz des Yeti finden kann, wird alles geheim gehalten. Nur einige vertrauenswürdige Forscher und Wissenschaftler werden eingeweiht. Und mit denen soll dann die Expedition stattfinden. Gezahlt werden soll das alles von der National Geographic.
Während die Wissenschaftler bemüht sind, ein okay für ihre Expedition zu bekommen, spitzt sich die politische Lage zwischen Indien und Pakistan zu. Der amerikanische Geheimdienst schaltet sich ein und benötigt neue Informationen. Und nachdem etwas schief gelaufen ist, hofft man auf eine Möglichkeit, in das Krisengebiet zu kommen und einen Agenten dort einzuschleusen, der dann die misslungene Angelegenheit wieder bereinigt.
Und wie es der Zufall will, wird der Geheimdienst auf die geplante Expedition aufmerksam. Das bedeutet dann Glück im Unglück für Siwft, Jack und die anderen Wissenschaftler. Denn die geplante Expedition wurde wegen Budgetmangel nicht genehmigt. Und ganz plötzlich kommt plötzlich ein Sponsor hervor, der nicht nur modernste Mittel mit zur Expedition mitbringt, sondern auch dafür sorgt, dass die Expedition doch stattfinden kann. Nur leider wissen die Forscher nicht, wer sie da so großartig ausstattet.
Und so reisen die Forscher, ohne es zu wissen, gemeinsam mit einem Agenten ins Krisengebiet. Die einen, um einen Yeti zu entdecken und wenn möglich zu fangen, und ein Expeditionsteilnehmer aus ganz anderen Gründen, die allen gefährlich werden können...
MEINUNG
Esau wurde als Englands Antwort auf Michael Crighton angekündigt. Diese Aussage hat Nick Curtis von der Financial Times gemacht. Für mich war es ein Grund, neugierig zu sein. Und jetzt auch, vergleichen zu können. Denn von Michael Crighton habe ich schon einiges gelesen. Während Philip Kerr mir gar nichts sagt. Aber immer wieder gibt es ja auch gute neue Autoren.
Esau ist ein Thriller, der eine Mischung zwischen einem Wissenschaftsthriller und einem Agententhriller ist. Eine etwas ungewöhnliche Mischung für meinen Geschmack. Das Buch liest sich sehr gut. Leider sind aber teilweise wissenschaftliche Abhandlungen vorhanden, die nicht so Wissenschaftsinteressierte Leser wie mich abschrecken könnten. Mir hat aber auch das sehr gut gefallen, weil es viele Erkenntnisse der heutigen Mensch bzw. Primatenforschung noch einmal hier klar stellt.
Sehr spannend ist das Buch auch, weil man bis kurz vor Schluss selbst nicht weiß, wer jetzt der Agent ist. Das Buch ist so geschrieben, dass man wie in einem guten Krimi doch einige der anwesenden Wissenschaftler verdächtigt. Das Rätselraten ist um so interessanter, weil man es nicht nur selbst macht, sondern auch Jack immer wieder überlegt, wer wohl der Agent ist. Denn rein zufällig bekommt Jack vor der Expedition mit, dass der Geheimdienst dafür verantwortlich ist, dass die Expedition doch stattfinden kann. Aber weder er noch der Leser, wissen warum das so ist.
In einigen Teilen erinnerte mich Esau auch an Congo. Denn sowohl hier als auch in dem bekannteren Buch geht es um eine neue Primatenart, die in manchen Dingen den Menschen sogar überlegen scheint. Und mit denen nicht unbedingt immer gut Kirschen essen ist. Interessant finde ich, dass die Gruppe hier relativ schnell auf die Existenz von Yetis stößt, aber dennoch Spannung in diesem Part bleibt, weil man ja nicht nur Spuren finden möchte sondern auch ein Exemplar lebendig fangen möchte. Und das ist bei einem Primaten, der an Kraft und Schnelligkeit einen Gorilla schlägt, nicht so einfach.
Die Personen empfand ich als ziemlich realistisch. Bis auf eine Ausnahme. Der Agent war mir persönlich zu extrem. Nicht dass man hier einen normalen Menschen genommen hat. Nein der Autor musste auf einem Menschen als Agenten bestehen, der psychisch nicht normal war. Der normale Unterschied zwischen einem Wissenschaftler, der einen Yeti finden will und einen Agenten, der auf seine Aufgabe bedacht ist, wäre meiner Ansicht nach voll und ganz ausreichend gewesen. So wirkt das ganze doch etwas unglaubwürdig auf mich.
Die Idee, dass Yetis Primaten sind, die mit uns nah verwandt sind, und sich eben nur genial verstecken, gefällt mir ganz gut. Ich möchte aber hiermit keine Debatte auslösen, ob es Yetis gibt oder nicht. Darüber streiten sich schon ganz andere Personengruppen. Und es ist nun mal das Recht eines Autors, so etwas in einem Roman zu behaupten bzw. darzustellen. Dafür gibt es Romane, dass wir uns mal etwas anderes vorstellen können.
Sehr viel erfährt man in Esau aber auch über das Bergsteigen und die Risiken, die es dabei gibt. Ich fand das faszinierend, obwohl ich nicht gerade eine Freundin von Bergsteigerfilmen oder -büchern bin. Hier wurde es spannend und interessant mit in die Handlung eingebracht, so dass auch in dem Bereich die Spannung eher noch erhöht wurde.
DATEN
Titel: Esau
Autor: Philip Kerr
Seiten: 508
Art: Thriller
Buchart: Gebundenes Buch
Verlag: Wunderlich
ISBN-Nr. : 3-8052-0607-0
Preis: 8 Euro im Kaufhof
Preis Amazon für das Taschenbuch: 8,50 Euro
FAZIT
Esau ist ein sehr spannender Wissenschaftsthriller, in den ein Agententhema mit hereinverwebt wurde. Letzteres finde ich allerdings zu extrem und unglaubwürdig, so dass ich hierfür auch etwas Abzug gebe. Dennoch ist Esau ein Roman, der spannend und sehr unterhaltsam ist. Insbesondere natürlich, wenn man sich für Yetis oder Primaten aber auch Bergsteigen interessiert.
Liebe Grüße - Miara weiterlesen schließen -
Einfach ein klasse Mädchen ... diese kleine Trisha
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Eines vorneweg ... Stephen King ist mein absoluter Lieblingsautor und ich habe schon viele seiner Bücher gelesen. Doch dieses Buch habe ich förmlich verschlungen.
Dabei habe ich einen großen Fehler begangen. Ich ging abends ins Bett, nahm mir dieses Buch von Stephen King - "Das Mädchen" - und wollte noch ein paar Seiten lesen vor dem Einschlafen. Das ging dann voll daneben. Denn plötzlich klingelte mein Wecker und sagte mir so, das es Zeit ist, aufzustehen und auf Arbeit zu gehen. Wie ich dann drauf war während meiner Frühschicht könnt ihr euch vielleicht denken. Immerhin hatte ich das Buch fast geschafft und es war Wochenende nach der Schicht.
Was fesselt nun so an diesem Buch? Es geht darin um ein kleines neunjähriges Mädchen, das mit Mutter und Bruder eine Wanderung unternimmt. Während sich Mutter und Bruder wie immer streiten, läuft die kleine Trisha unbemerkt hinterher. Als sie ein menschliches Bedürfnis plagt, weicht sie vom Weg ab, um sich ungesehen und ohne Störungen erleichtern zu können.
Doch dann begeht sie einen großen Fehler und das Grauen beginnt. Sie will abkürzen, läuft nicht die paar Meter zum Weg zurück, sondern in die Richtung, in der sie auf Grund der Weggabelung den richtigen Weg vermutet. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf ... und die kleine Trisha findet nicht mehr zurück.
Nun irrt die kleine Trisha durch die Wälder. Immer wieder meistert sie neue Gefahren. Immer wieder fragte ich mich, was passiert wohl als nächstes ? Also schnell noch eine Seite lesen und dann noch eine und noch eine und noch eine. Ergebnis ... siehe oben.
Nun will ich euch hier nicht mehr verraten über die mehrtägige "Wanderung" der kleinen Trisha. Lest dieses absolut fesselnde und spannende Buch selbst. Aber Vorsicht. Macht nicht denselben Fehler wie ich. Lest es am Wochenende. Und dann werdet auch ihr zu den Bewunderern der kleinen Trisha gehören, denn ich bin mir sicher, das ich diese Gefahren und Strapazen mit neun Jahren niemals durchgestanden hätte.
Bis demnächst, kleinesBennie
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-25 19:43:53 mit dem Titel Eine düstere Endzeitvision
In diesem Werk erzählt Stephen King eine düstere Version vom Ende der Menschheit. Fast die ganze Menschheit stirbt durch einen Virus, der durch die Militärs bei einem Schadenfall in einer eigentlich absolut sicheren Anlage freigesetzt wird.
Nur wenige Menschen überleben und fangen an, eine alte Frau zu suchen. Sie gehen, gesteuert durch ihre Träume, auf Wanderschaft. Dabei treffen sie andere Überlebende und sammeln sich. Sie bauen sich ein neues Zuhause auf und versuchen, ihr neues Leben zu organisieren.
Doch es gibt einen Gegenspieler. Dieser trachtet allen nach dem Leben und sammelt ebenfalls Überlebende um sich. Diese aber sind anders gesinnt und bauen eine faschistoide Gesellschaft auf. Ein Entscheidungskampf ist unvermeidlich.
So werden mehrere Leute auf den Weg geschickt, mit dem Auftrag, diese faschistoide Gesellschaft auszuspionieren und wenn möglich, den Gegenspieler zu vernichten.
Dieses Buch ist ein wahres Meisterwerk Stephen Kings. Es lohnt sich absolut, es zu lesen. Wie bei fast allen seiner Bücher gilt auch hier, hat man einmal angefangen zu lesen, kann man einfach nicht mehr aufhören. Es ist spannend vom ersten bis zum letzten Kapitel. Und das Ende ist gigantisch.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
kleinesBennie weiterlesen schließen
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