Mehr zu AutorInnen mit L Testberichte
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Tests und Erfahrungsberichte
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Fesselnde Lektüre!
24.01.2003, 07:47 Uhr von
JustOliver
Momentan fast nur bei Trivago. Super interessant, schaut doch mal vorbei!!!5Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Heute geht es um mein zuletzt gelesenes Buch: Der ewige Gärtner von John LeCarre. Das Buch hat 557 Seiten und kostet als Taschenbuch (ISBN: 3548602290) 9,95 Euro und als gebundene Ausgabe (ISBN: 3471780785) 22,95 Euro.
HANDLUNG
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Die Frau des englischen Diplomaten Justin Quayle, Tessa, wird in einem afrikanischen Land ermordet. In diplomatischen Kreisen wird ein Skandal befürchtet, war sie doch auf eine gemeinsamen Reise mit einem afrikanischen Arzt, der seitdem verschollen ist. Für ihren Mann Justin ist dieser Vorfall zunächst ein tiefer Schock. Nachdem alles getan wird, ihn von der Öffentlichkeit fern zu halten kehrt er nach England zurück und begibt sich hier auf die Suche. Die Suche nach den Gründen für den Mord, die Suche nach den Mördern. Schon bald merkt er, dass er die Frau an seiner Seite nur unzureichend kannte. Tessa hatte in Afrika nämlich ihr Herz für die Schwarzen, ihr Herz für die Gerechtigkeit ihnen gegenüber entdeckt, der Grund dafür, weshalb sie sich immer wieder in Slums engagierte. Hierbei war sie einem Skandal auf die Spur gekommen, in dem ein westlicher Pharmakonzern den afrikanischen Kontinent quasi als Versuchsfeld für ein neues Medikament gegen Tuberkulose nutzt, und hierbei gravierende Nebenwirkungen verschweigt. Justin begibt sich zu alten Mitstreitern seiner Frau, lernt zum einen seine Frau im Nachhinein viel besser kennen, ist jedoch auf der anderen Seite auch erschrocken, vor was für Machenschaften er sein ganzes Leben lang die Augen verschlossen hat. Und auch er bekommt bald die Macht des Pharmakonzerns und seine Skrupellosigkeit zu spüren.
EINDRUCK
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Manche mögen das Buch als zäh beschreiben, denn einiges Passagen sind wahnsinnig ausführlich. Teilweise gibt es Seiten, auf denen die Handlung im Grunde genommen keine Fortschritte macht, sondern LeCarre sich darauf beschränkt Landschaften zu beschreiben, oder aber Charaktere der Personen zu entwickeln. Wer diese als langweilig und langatmig bezeichnet, der möge dies tun. Für mich ist es zum einen faszinierend, welche beeindruckende Sprache ein Schriftsteller für Landschaftsbeschreibungen entwickeln kann, macht mir dies doch immer wieder bewusst, wie beschränkt im Grunde doch mein Ruhrpott-Mund ist. Zum anderen ist es einfach herrlich zu lesen, wie LeCarre die Charaktere entwickelt. Aus dem anfangs schwachen Justin entwickelt sich ein nicht aufgebender Kämpfer. Obwohl seine Frau Tessa längst tot ist, lässt der Verfasser sie immer wieder in der Handlung auftauchen. Justins Erinnerungen und die Erzählungen alter Mitstreiterinnen lassen sie quasi leibhaftig werden, so dass der Leser ein umfassendes Bild der Verstorbenen bekommt.
Hinzukommt, dass LeCarre es schafft, für einen ganz subtilen Anstieg der Spannung zu sorgen. Anfangs plätschert die Geschichte ein wenig vor sich hin. Dann arbeitet sich Justin in die Materie, mit der sich Tessa beschäftigt hat ein und man merkt langsam, dass sie in irgend etwas Großem verstrickt war. Und hiermit nimmt auch sukzessive die Spannung zu. Diese wächst zunehmend durch das gelegentliche Auftauchen von Schlägertruppen des Pharmakonzerns, fast vergleichbar mit dem Auftauchen der schwarzen Ritter im 1. Teil von Herr der Ringe.
ANDERE WERKE
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Für alle diejenigen, die sich vielleicht nicht entsinnen können, ob sie schon einmal mit John LeCarre in Berührung gekommen sind, seien hier ein paar seiner größten Werke kurz aufgeführt:
- Der Spion, der aus der Kälte kam (international erfolgreicher Roman)
- Smiley’s Leute (Smiley war vielfach Hauptfigur in LeCarres zumeist während des kalten Krieges spielenden Stories)
- Krieg im Spiegel
- Der Schneider von Panama (verfilmt im Jahre 2001)
- Das Russland-Haus (verfilmt mit Sean Connory und Michelle Pfeiffer)
- Die Libelle
FAZIT
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Dem Buch merkt man an, dass LeCarre ein ganz alter Hase seines Fachs ist. Es ist sicherlich nichts, für Fans von Krimis eines Robert Ludlum, mit kurzweiliger Story, zahllosen Toten und Action pur. Der ewige Gärtner überzeugt vielmehr durch eine wunderschöne Erzählweise und eine sehr subtile Art und Weise des Spannungsaufbaus. Alles ist bei weitem nicht so platt, wie bei anderen Krimi-Autoren und zudem wirkt die Hintergrund-Story extrem gut recherchiert. Mir hat das Buch extrem viel Spaß gemacht, obwohl mich die umfangreiche Seitenzahl zunächst abgeschreckt hat. Dennoch bin ich schnell durch dieses Buch gestoßen, nicht zuletzt, weil die Handlung doch recht fesselnd ist. Wer auf etwas anspruchsvollere Krimis steht, der ist bei diesem Buch sicherlich richtig und dem kann ich dieses Buch auch nur ans Herz legen. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Lightman,A.-Und immer wieder die Zeit (Einstein's Dreams) / Faszinierende Ideen zum Thema Zeit
03.01.2003, 21:51 Uhr von
emmtie
Da wollen wir YOPI einmal eine 2.Chance geben (wenn auch nur auf Bewährung). Und dabei geht es ga...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Wenn man hört, dass ein Autor einen Roman geschrieben hat, der sich mit der speziellen Relativitätstheorie Einsteins beschäftigt, denkt man zuerst, dass sich ein so wissenschaftlich kompliziertes Thema kaum in dieser Form verarbeiten lässt. Zumindest ging es mir so. Aber zum Glück habe ich mich dann doch irgendwann dazu aufgerafft und aufgrund einiger enthusiastischer Empfehlungen "Und immer wieder die Zeit" von Alan Lightman gelesen.
Inhalt:
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Im Jahr 1905 arbeitet im Patentamt in Bern ein junger Angestellter namens Albert Einstein. Parallel zu seiner Arbeit ist er gerade dabei, eine revolutionäre physikalische Theorie zum Wesen der Zeit zu entwickeln. Doch in letzter Zeit träumt er sehr häufig und in seinen Träumen spielt auch das Thema Zeit die Hauptrolle. Er träumt von anderen Wirklichkeiten, in denen sich die Zeit nicht so verhält wie man es im Allgemeinen erwartet.
Und diese Träume, genauer gesagt 30 davon, sind der Inhalt dieses Buches. In diesen Träumen wird das alltägliche Leben der Menschen in Bern geschildert. Doch das Besondere daran ist die Tatsache, dass die Zeit in jedem dieser Träume anders verhält. In manchen verläuft sie kreisförmig und alles was getan oder gesagt wurde, wiederholt sich irgendwann. In anderen gibt es keinerlei Erinnerung an die Vergangenheit. Alle Menschen erleben jeden Tag, so als wäre es ihr Erster. Manche führen agebücher, um Erinnerungen zu bewahren. Andere leben ganz bewusst "in den Tag hinein", da sie ja die Konsequenzen ihrer Handlungen am nächsten Tag nicht mehr wissen. Oder die Zeit verläuft für jeden subjektiv. Für manche schneller, für andere langsamer. Oder an verschiedenen Orten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit.
Dies mag sehr verworren klingen. Aber die durch den Autor geschaffenen "Zeit"-Gedankengebäude sind beim Lesen aufgrund der Tatsache, dass im ganzen Buch keinerlei physikalische Theorie vorkommt, sondern alles durch die alltäglichen Szenen erklärt wird, unmittelbar einsichtig.
Es gibt im Buch weder eine durchgehende Handlung noch wiederkehrende Personen außer der Person Einsteins und einige seiner Freunde und Bekannten, die aber alle eigentlich nur in eine Art Rahmenhandlung ("Prolog, Zwischenspiel, Epilog") für die Träume vorkommen, die maximal 15 der 200 Seiten dieses Buches einnimmt.
Meine Meinung:
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Wer sich einmal auf dieses Buch einlässt, kommt nicht mehr davon los. Denn durch die Methode, das komplizierte Thema Relativitätstheorie, oder präzisier ausgedrückt den Teil der Theorie, der aussagt, dass Zeit nicht überall gleich sein muss, komplett aus dem für Viele abschreckenden Umfeld der Physik und Mathematik mit ihren Formeln, Gleichungen und der für den Laien kaum verständlichen Fachsprache zu lösen und stattdessen mit einfachsten Geschichten zu beschreiben, bekommt man einen ganz anderen Zugang zu dieser Materie.
Aufgrund der Tatsache, dass der Autor Professor für Astrophysik am Massachusetts Institute for Technology (MIT), einem der weltweit angesehensten Institute auf diesem Gebiet, ist, kann man wohl davon ausgehen, dass er keinerlei Probleme hätte, das Thema so zu erklären, dass nur ganz wenige überhaupt verstehen, wovon er spricht. Aber er wählt bewusst einfachste Bilder um seine "Zeiten" zu beschreiben. Und er schildert nicht nur die Auswirkungen der unterschiedlichen Zeitläufe; er schildert zugleich auch die Auswirkungen auf die Menschen und verdeutlicht damit seine Thesen. So wird z.B. in dem Traum, in dem der Lauf der Zeit vorbestimmt ist und somit jeder sein Schicksal schon kennt, geschildert, dass die Menschen motivationslos sind, da sie ja wissen, was kommt, egal was sie tun. Oder die Probleme in einer Welt, in der alle ewig leben: Man kann nichts mehr Neues erleben, weil alles schon einmal von irgendjemandem aus der Verwandtschaft irgendwann schon einmal gemacht wurde.
Jede einzelne der entworfenen Welten ist für den Leser eine neue Möglichkeit, weiter zu denken, zu reflektieren oder sogar zu philosophieren. Was wäre wenn? In wie weit ist der für die Meisten doch relativ klare und starre Begriff Zeit doch nicht so eindeutig und enthalten eventuell doch einige dieser verrückt klingenden Ideen in diesem Buch einen kleine Kern Wahrheit? Ich persönlich nehme das Buch immer wieder gerne zur Hand und lese einzelne der "Träume" zum wiederholten Male und denke darüber nach.
Was das Buch außerdem sehr lesenswert macht ist sein Schreibstil. Die einzelnen "Träume" sind in einer Form, die man fast schon poetisch nennen kann, dargestellt. Da das Buch aufgrund seiner Struktur je eigentlich kein richtiger Roman ist, sondern eher eine Sammlung verschiedener Ideen zur Zeit, verpackt in Geschichten,ist, musst der Autor auch nicht einen Spannungsbogen der Gesamthandlung fortführen oder Figuren im Verlauf entwickeln. Daher kann er die einzelnen "Träume" vielfältiger und detailreicher schildern. Es gibt häufig wunderbare Landschaftsschilderungen und da die Personen ja immer nur in dem jeweiligen Traum ihre Rolle spielen, kann auch auf Einzelheiten ihres Wesens eingegangen werden, ohne die Figur im ganzen vorzustellen. Sie sind ja immer nur Beispiele zum Verständnis der jeweiligen Welt.
Nach soviel Lob dann vielleicht zum Abschluss doch noch ein klein wenig Kritik. Manchen Welten merkt man doch an, dass der Faktor Zeit der Auslöser ihrer gedanklichen Erschaffung war. Wenn man länger über sie nachdenkt, gibt es andere Faktoren, die in den vorgegebenen Zusammenhänge unlogisch sind. Beispiel: Die Welt, in der alle ewig leben. Es wird zwar wunderbar geschildert, wie jemand der z.B. ein Geschäft eröffnen will sich mit seien Eltern, Großeltern, Ahnen und Urahnen austauschen wird, um von deren Erfahrungen zu profitieren. Aber die Problematik, das dann eine riesige Anzahl Menschen gleichzeitig auf der Erde zusammenlebt, wird einfach außer Acht gelassen. Gut, es sind ja immer nur fiktive Beispiele, aber gerade weil das Buch förmlich zum Nachdenken auffordert, hat mich diese bewusst in Kauf genommenen Unlogik doch manchmal gestört.
Jemand der sich tiefer mit der speziellen Relativitätstheorie auseinandersetzen will und das Buch in diesem Zusammenhang liest, wird eventuell auch enttäuscht. Denn wie oben schon gesagt gibt es keinerlei Physik, keine Theorien. Es wird einfach mit dem Gedankenansatz dieser Theorie gespielt, die Figur Einstein ist eigentlich nur ein Aufhänger, um die Gedanken zu Thema Zeit schweifen zu lassen.
Ausstattung:
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Die Taschenbuchausgabe aus dem Heyne Verlag, die ich besitze, ist etwas kleiner als das übliche Taschenbuchformat. Dadurch, das außerdem auch ein Lesebändchen, dass ich aufgrund der Tatsache, das ich das Buch immer wieder zur Hand nehme, sehr zu schätzen gelernt habe, vorhanden ist und die Front- und Rückseite des Buches nochmals durch eine nach innen geknickte zweite, gleich dicke Pappe verstärkt sind, erscheint das Buch stabiler und auch etwas "edler" als die herkömmlichen Taschenbücher.
Gekostet hat es mich 16,90 DM. Dies erschien mir zuerst etwas überteuert bei 200 relativ groß geschriebenen Seiten auf einem etwas kleineren Seitenformat. Aber noch bezahlt man ja Bücher zum Glück nicht nach Wortmenge und der Inhalt ist den Preis auf jeden Fall wert.
Fazit:
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Ein absolut lesenswertes Buch, das auch lange nach seiner Lektüre zum Nachdenken anregt weiterlesen schließen -
Marc Levy, "Solange Du Da Bist" --- Die Liebe ist ein Geist
03.01.2003, 20:59 Uhr von
TurkishPsycho
Ich bin ein 18jähriger Schüler aus Flensburg und versuche gerade mein Abitur irgendwie zu erlange...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Meine sehr verehrten Leser,
nach einer langen Mußezeit, möchte ich mich mal wieder aktiv im Schreiben von Meinungsberichten tätigen. Denn nach wie vor verspüre ich das Bedürfnis, anderen meine Gedanken zu einem bestimmten Produkt mitzuteilen.
Beginnen möchte ich meinen Neuanfang mit einem Roman des französischen Schriftstellers Marc Levy, der den Titel „Solange du da bist“ trägt.
Der Autor ist ein 42jähriger Architekt, der in San Francisco studierte und dort sein erstes Unternehmen gründete. Diesen Roman schrieb er ursprünglich für seinen Sohn, um ihm eine Lehre mit auf den Lebensweg zu geben, doch avancierte „Solange du da bist“ zu einem grandiosen Welterfolg und wurde prompt zum Weltbestseller.
Auf diesen Erfolg gestützt lebt Marc Levy heute in London und Paris als freier Schriftsteller.
Das Buch befasst sich mit einer romantischen Liebesgeschichte, die damit ihren Anfang nimmt, dass der junge Architekt Arthur an einem Winterabend in seinem neu erworbenen viktorianischen Haus mit Blick auf die Golden- Gate- Bridge eine junge und verdammt hübsche Frau in seinem Badezimmerschrank auffindet. Doch wie gelangt diese Frau dorthin, was treibt ein fremder Mensch so spät noch in seinem Haus? Und so beginnt der unerwartete Gast zu erzählen: „Das, was ich Ihnen sagen werde, ist nicht einfach zu verstehen und ganz und gar unvorstellbar. Aber wenn Sie bereit sind, unsere Geschichte anzuhören und mir zu vertrauen, dann werden Sie mir am Ende vielleicht glauben, und das ist sehr wichtig, denn Sie sind, ohne es zu wissen, der einzige Mensch auf der Welt, mit dem ich dieses Geheimnis teilen kann.“
Und tatsächlich kann es Arthur nicht glauben, als diese Frau ihm erzählt der Geist einer Komapatientin zu sein, und hält es für einen Einweihungsscherz seines Partners Paul. Er ist genervt, da es ein stressiger Tag, er ist verwirrt und beschließt, den nächsten Tag abzuwarten.
Doch diese Frau, Lauren, ist kein Scherz seines Kompagnons, wie sich herausstellt, und sie ist auch tatsächlich unsichtbar für jeden anderen Menschen. So beginnt für Arthur eine unglaublich verrückte Zeit, die gleichermaßen amüsant ist und ihn völlig fasziniert. Er durchstöbert nächtelang gemeinsam mit Lauren Fachliteratur auf diesem medizinisch unerforschten Gebiet und versucht eine Lösung für dieses Phänomen zu finden.
Doch was er nicht außer Acht lassen kann ist, dass diese Frau für ihn nicht nur ein Geist ist, sondern außerordentlich hübsch und sympathisch. Er verfällt seinen Gefühlen und eine hoffnungslose Liebe entbrennt zwischen den beiden.
Eines Tages beschließt man jedoch aufgrund sinnloser Kosten die lebenserhaltenden Maßnahmen für Lauren einzustellen, man will sie einschläfern. Da fasst Arthur einen waghalsigen Entschluss und entführt den im Koma liegenden Körper aus dem Krankenhaus...
Für weitere Informationen empfehle ich es, dieses Buch zu kaufen oder zu leihen und es dann zu lesen, ihr werdet es nicht bereuen denke ich ;)) ! Ich möchte ja nicht allzu viel verraten, sonst lohnt es sich ja nicht mehr, es zu lesen, was ich sehr schade fände.
Eine weitere Möglichkeit, den Ausgang zu erfahren, besteht darin, in nicht allzu ferner Zeit ins Kino zu gehen. Denn Hollywoods Wunderkind, Steven Spielberg persönlich, sicherte sich die Filmrechte für diese Lovestory, die in 28 Sprachen übersetzt wurde und sich allein in Deutschland über 100 000 mal verkaufte.
Obwohl ich mich für gewöhnlich von romantischem Kitsch und Schnulzen fernhalte, da ich darin keinen Sinn und keine bedeutenden Aussagen sehe, hat mich dieser Roman dennoch neugierig gemacht, mich gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.
Es hat mich zudem nachdenklich gestimmt und hat trotz der seltsamen und mystischen Handlung keineswegs den Eindruck eines übernatürlichen Fantasy- Abenteuers ohne Sinn hinterlassen.
Im Gegenteil ist ein sehr weltliches Buch mit sehr realitätsnahem Inhalt, denn es zeigt dem Leser eine Liebesgeschichte, in der sich jemand in den Geist eines anderen verliebt. Obwohl er weiß, dass das, was ihm gegenübersteht nicht echt ist, obwohl er weiß, dass es ein Geist ist, ein nichts, verliebt er sich in dieses ungewisse etwas. Er verliebt sich nicht in die Verpackung, sondern in den Inhalt seines gegenüber. Er glaubt dieser verrückten Geschichte und dieser unzerbrechliche Glaube verwandelt sich in eine Vertrautheit, in eine Liebe. Ohne die Konsequenzen, ohne den Ausgang zu beachten, ohne die Regeln der Vernunft und der Logik zu beachten, verliebt sich Arthur in einen Geist.
Dieser Roman zeigt, dass die Liebe, die ganz realistisch und für jeden spürbar einfach da ist, in Wirklichkeit etwas mystisches, Übernatürliches ist, etwas, was die Regeln der Vernunft sprengt, etwas, was nicht mit Worten und Gesetzen zu erklären ist.
Liebe kommt und geht, sie ist ständig da und doch weiß niemand genau, wann sie einen angreift, in welcher Form sie es tut, ob mit Schmerz oder mit Freude erfüllt, und doch weiß niemand eine Definition dafür zu finden.
Dieser Roman ist ein Versuch, die Liebe zu definieren, indem man sie darstellt, indem man sie sich vorstellen, sie in seinem geistigen Auge sehen, spüren, hören – mit allen Sinnen erfassen kann, ohne dass jemand anderes irgendetwas davon mitbekommt.
2002-12-26 © TurkishPsycho weiterlesen schließen -
Erdsee
03.12.2002, 13:15 Uhr von
Schlumpfinchen
Ich bin meistens ein sehr gut gelaunter und fröhlicher Mensch, der grundsätzlich sagt was er denk...Pro:
Phantasiereich, spannend, sehr ausschmückender und ausführlicher Schreibstil
Kontra:
Mein Schlaf kam mal wieder viel zu kurz
Empfehlung:
Nein
Ursula K. Le Guin ist am 21.Oktober 1929 in Berkeley/Kalifornien geboren und aufgewachsen. Schon als Kind wurde sie von ihren Eltern über Legenden und Mythen der ganzen Welt unterrichtet. Sie studierte italienische und französische Geschichte, insbesondere der Renaissance. 1953 heiratete sie den Historiker Charles A. Le Guin und bekam drei Kinder. Sie schrieb ab 1951 5 Romane und einige Gedichte für die sie allerdings keinen Verleger fand. 1966 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, jedoch erst 1969 schaffte Ursula K. Le Guin mit ihrem Science-Fiction-Roman „Winterplanet“ den großen Durchbruch. Die Autorin erhielt für ihre Werke fast alle Auszeichnungen, unter anderem auch fünf mal den Hugo und den Nebula Award, Auszeichnungen die vor ihr noch keiner erhalten hatte.
Bis vor wenigen Wochen war mir der Name Ursula K. Le Guin total unbekannt, was mir noch immer total schleierhaft ist. Doch Tatsache ist das ich in einer Kommentarspalte bei Dooyoo auf sie aufmerksam gemacht wurde. Was wieder einmal zeigt wie nützlich diese Funktion doch ist. Nur wenige Bücher der Fantasy haben mich so verzaubert und begeistert wie „Erdsee“, und ich bin froh das mir dieses Lesevergnügen nicht entgangen ist. Erdsee beinhaltet 4 Romane (Der Magier der Erdsee/ Die Gräber von Atuan/ Das ferne Ufer/ Tehanu) in einem Band, auf die ich einzeln eingehen werde.
DER MAGIER DER ERDSEE
Erdsee ist ein Reich das zum größten Teil aus Wasser, jedoch von unzähligen kleineren und größeren Inseln besteht. In Gont, im nördlichen Teil des Reiches wächst der kleine Junge Duny bei seiner Tante der Dorfhexe auf. Schon von klein auf hat Duny große Macht mit der er Tiere zu sich rufen kann, was ihm den Rufnamen „Sperber“ einbrachte. Als eines Tages sein Dorf von einfallenden Räubern angegriffen wird, ruft Sperber einen starken Nebel herauf, der sein Dorf rettet ihn jedoch durch die stark hervorgerufene Macht geistig krank zurücklässt. Ogion, einen mächtiger Zauberer hörte von dieser Tat und heilte das Kind. An seinem 13.Geburtstag, dem Tag seiner Namensgebung erhält er von Ogion den Namen Ged, den es Geheimzuhalten gilt, denn Namen enthalten in dieser Welt Macht und werden nur sehr vertrauenswürdigen und ausgewählten Personen anvertraut.
Nach der Namensgebung beschließt Sperber, wie ihn jeder nannte, den Zauberer zu begleiten um sein Lehrling zu werden. Doch nur all zu schnell beginnt sich der ehrgeizige Junge zu langweilen und reist mit Ogions Einwilligung nach Rok, in die größte Zaubererschule. Dort stößt er auf den Schüler Jasper, mit dem er gleich von Anfang an durch dessen Spott in Rivalität tritt. Sperber ist ein guter Schüler mit einer schnellen Auffassungsgabe, er lernt schneller wie alle anderen Schüler seines Jahrgangs die geheimen und„wahren“ Namen von Gegenständen und Lebewesen, denn in dem alleinige Wissen der Namen, entspringt der Schlüssel zur Macht.
Angetrieben wird er durch den Ehrgeiz Jasper zu übertrumpfen. Durch einen Wettstreit mit Jasper, in dem er jemandem aus dem Reich der Toten zurückruft, erscheint jedoch auch ein Schatten oder auch Gebbeth genannt. Durch diesen Schatten wird Sperber schwer verletzt und es braucht sehr lange Zeit bis eine Genesung eintritt. Sperber bleibt gebrochen auf Rok zurück und beendet seine Ausbildung, denn nur dort ist er sicher bis er genug Macht hat sich dem heraufbegeschworenen Schatten zu stellen der Jagd auf ihn macht um ihn zu beherrschen....
MEINE MEINUNG
Sperber wird in seiner Kindheit weder von seinem Vater noch von seiner Tante mit viel Aufmerksamkeit bedacht und von anderen Kindern nur verspottet. Ich denke das er gerade deswegen sehr ehrgeizig, ja schon fast machthungrig ist, um sich zu beweisen. Auf Spott reagiert er überempfindlich, und es fällt ihm sehr schwer zu seinem Unwissen zu stehen. Jedoch besitzt eine rasche Auffassungsgabe, die er jedoch erst klug einzusetzen lernt nachdem er den Schatten heraufbeschworen hat. Aus Sperber wird ein stiller, ruhiger und in sich gekehrter Einzelgänger um seine Mitmenschen vor dem Schatten zu schützen.
Ursula K. Le Guin hat einen sehr flüssigen und ausschmückenden Schreibstil, der einem alles sehr deutlich vor Augen führt. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den so häufig verschieden auftretenden Orts – oder Inselnamen, die mich immer wieder auf die am Anfang im Buch aufgeführte Landkarte zurückblättern ließ, um mir einen Überblick zu verschaffen wo denn der Ort des Geschehens lag. Betrachten kann man sich die Karte von Erdsee unter http://www.ursulakleguin.com. Doch schon kurze Zeit später musste ich feststellen das dies eigentlich nicht unbedingt nötig war und las ohne Unterbrechungen weiter, und das Lesevergnügen wurde nicht im mindesten verringert. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und immer wieder wird man von neuen Geschehnissen überrascht die einen in den Bann ziehen.
DIE GRÄBER VON ATUAN
Schon als fünfjähriges Mädchen wird Tenar ihren Eltern genommen, um als Wiedergeburt ihrer Vorgängerin die Ausbildung und später die Stellung der Hohepriesterin der Gräber einzunehmen. Nur Frauen und Enuchen ist es gestattet die heilige Stätte der Gräber aufzusuchen, jeder Eindringlich ist verflucht und somit des Todes. Als sie 6 Jahre alt ist wird Tenar geweiht, ihr Name wird ihr genommen und ist fortan „Arha die Verzehrte“. Arha ist von einer schnellen Auffassungsgabe und geht ihren Pflichten mit Eifer nach.
Mit 15 Jahren ist Arhas Ausbildung beendet und sie betritt zum ersten mal die unterirdischen Grabstätten, die in absoluter Dunkelheit durchschritten werden mussten, da an diesem Ort jedes Licht verboten ist. Dort wird sie von Kossil einer Priesterin gezwungen über das Menschenleben dreier Sklaven zu entscheiden, das natürlich nur Tod bedeuten kann, da diese als Opfer gelten.
Arha erkundet nach und nach durch Tastsinn den Weg durch die Grabkammer und das danach kommende Labyrinth in dem allerdings im Vergleich zu der Grabkammer Licht gestattet ist. Jeden Tag steigt sie hinab in ihr Reich um die verschlungenen und irreführenden Windungen und Abzweigungen zu erforschen., bis sie dort eines Tages auf einen Fremden stößt.
Durch verschieden angebrachte Gucklöcher ist es Arha möglich den Fremden zu beobachten wie er versucht durch Zauber die einzige Tür zu öffnen die sie verschlossen hatte um ihn einzusperren. Erst als er vor Durst und Hunger geschwächt ist sucht Arha ihn auf. Sie erfährt das er Sperber heisst und auf der Suche der fehlenden Hälfte des Ringes von Erreth-Akbe ist, in dem die Rune des Friedens eingraviert ist. Eigentlich wäre es ihre Pflicht den Eindringling zu töten, doch Neugier und aufsteigende Zweifel hindern sie daran.
Somit täuscht sie den Tod des Fremden vor, und berichtet Kossil das sie ihn lebendig begraben ließ. Die alte Priesterin jedoch schenkt ihr keinen Glauben und öffnet das vorgetäuschte Grab. Als Arha dies sieht weiss sie, das sie nun zum Tode verurteilt ist, denn sie hat die Toten um ihr Opfer gebracht....
MEINE MEINUNG
Schon gleich zu Beginn des Romans wird der Werdegang von Tenar zu Arha und ihrem Amt zur Hohepriesterin sehr ausführlich beschrieben. Von ihren Pflichten und Aufgaben, die ihr wie bei einer Gehirnwäsche täglich eingetrichtert werden. Schon als kleines Mädchen weiss sie um ihren Rang und somit um ihre Macht, die sie deshalb etwas trotzig und aufsässig machen. Doch versäumt sie keinesfalls ihren Pflichten und ihr Studium, denn sie glaubt aus tiefstem Herzen an das von ihr Gelernte. Jedoch ist sie auch stets gesondert von allen anderen und somit sehr einsam.
Erste Zweifel an das Gelernte und ihren Glauben kommen ihr schon bei einem Gespräch mit einer anderen Priesterin die eigentlich gerne etwas anderes in ihrem Leben gemacht hätte. Ebenso die Erkenntnis das Kossil nicht glaubt was sie lehrt, sondern nur an die Macht die hinter dem Amt der Priesterin steht. Und als sie Sperber im Labyrinth begegnete beginnt sie an allem zu zweifeln. Denn wieso war er denn noch am Leben, obwohl es doch hieß das jeder Fremde sofort starb der das Grabmahl aufsuchte und dazu noch mit Licht, das ebenfalls strengstens verboten war? Die junge Frau sieht sich nun gezwungen sich zu entscheiden, entweder für das Licht und das Leben, in dem Fall würde sie ihre Macht verlieren und müsste sich eingestehen das ihr bisheriges Leben nutzlos war. Oder sie verneint das Leben und hält ihre Macht, bleibt aber auf ewig eine Gefangene der Gräber und der Dunkelheit.
Auch in diesem Roman gelingt es Ursula K. El Guin durchaus durch ihre ausschmückende Art zu schreiben zu überzeugen. Immer wieder wurde ich überrascht von den Wendungen ihrer Erzählung, auch wenn diese bei weitem nicht mehr so spannend geschildert werden wie im ersten Roman. Ebenso war ich erfreut das auch wieder Sperber, der schon im ersten Roman die Hauptrolle spielte, eine große und vor allem entscheidende Rolle einnahm. Auch wenn er erst zu einem etwas späteren Zeitpunkt im Geschehen auftrat.
DAS FERNE UFER
Als der Junge Arren, Sohn des Prinzen von Enlad, den inzwischen zum Erzmagier aufgestiegenen Ged aufsucht überbringt er schlimme Kunde – die Magie und der Glaube an diese verschwindet auf Erdsee. Ged, dem mittlerweilen mächtigsten Magier, hatte diese Nachricht auch schon von anderen Teilen Erdsees vernommen und macht sich gemeinsam mit Arren auf die Suche.
Die beiden segeln von Insel zu Insel und stellen fest das die Magie immer mehr entschwindet. Die Zauberer, auf die sie stoßen wirken verwirrt, gleichgültig und haben alles vergessen. Weder erinnern sie sich an die Namen die ihnen einst Macht verliehen, noch glauben sie an die Magie selbst. Gleichgültigkeit und immer mehr Gewalt hält auf Erdsee Einzug.
Auf der Insel Lorbanery treffen sie auf Sopli, einen ehemaligen Zauberer, der ihnen von einem Riss in der Dunkelheit erzählt und von einem König der diesen bewacht. Dieser hätte die Macht einem das ewige Leben zu schenken. Ged beschließt der Bitte des verwirrten Sopli nachzukommen und nimmt ihn mit auf die Suche, die ihn schon bald zur nächsten Insel treibt.
In Arren, der dem Erzzauberer bisher immer große Bewunderung, Ergebenheit und Liebe entgegenbrachte, machen sich immer mehr Zweifel breit. Er beginnt an der Macht und der Magie des Erzmagiers zu zweifeln, und als dieser nach einem Angriff schwer verletzt und dem Tode nah auf dem kleinen Segelboot liegt, hatte ihn die Gleichgültigkeit die auf ganz Erdsee um sich griff eingeholt......
MEINE MEINUNG
Auch in diesem Roman gelingt es Ursula K. Le Guin durch ihren detailreichen und ausführlichen Schreibstil den Leser in den Bann zu ziehen. Jedoch ist dieses Werk sehr philosophisch, was die Spannung jedoch keinesfalls vermindert.
Ich glaube kein Roman hat mich nachdenklicher gestimmt wie dieser. Im Vordergrund dieses Romans behandelt die Autorin die Angst vor dem Tod, und was der Mensch nicht alles dafür geben oder tun würde um diesem zu entgehen, wie leichtsinnig Menschen jemandem folgen um der Angst vor dem Tod zu entgehen. An manchen Stellen fühlte ich mich an Sektenführer und ihre Institutionen erinnert, denn was versprechen diese denn alles damit ihnen die Menschen so bereitwillig folgen? Was geben die Menschen nicht alles auf, aus Angst vor dem Ungewissen? Denn meiner Meinung nach hat der Mensch keine Angst vor dem Tod selbst, sondern vor dem was danach kommt oder vielleicht eher davor das nichts mehr kommen könnte. Daher klammert man sich an hübsch erzählte Geschichten von Wiedergeburt, Auferstehung oder anderen Geschichten. Doch wie viel opfert man dafür vom Leben?
Für mich ist dieser Roman des Erdsee-Zyklus fraglos der Beste. Dieses Werk hat mich wirklich tief beeindruckt und es ist nur schade das ich meinen Worten nicht mehr Ausdruck verleihen kann. Ursula K. Le Guin hat diese Thema sehr einfühlsam und tiefgründig beschrieben und es war mir lange Zeit nicht möglich den 4.Roman zu lesen.
TEHANU
Tenar, die mittlerweile jedoch Goha genannt wird nimmt nachdem ihr Mann gestorben und ihre beiden erwachsenen Kinder aus dem Haus sind, das vergewaltigte und von Verbrennungen verunstaltete Kind Therru bei sich auf. Zusammen mit dem kleinen Mädchen macht sie sich auf zu dem im sterbenden Magier Ogion, der sie rufen lies. Bevor der Zauberer starb wies er Tenar an, sie solle Therru alles lehren. Ebenso prophezeite er das sich jeder vor dem Mädchen fürchten werde
Nach dem Tode Ogions verweilt sie in dessen Haus um auf Sperber zu warten, von dem sich Rat und Unterstützung erhofft. Doch zurück kommt nur ein frustrierter Mann, der bei dem letzten Kampf gegen die Dunkelheit jedwede Macht und Magie verlor. Tenar, die sofort erkennt das Sperbers „Wunden“ Zeit brauchen um zu heilen, lässt ihn in Frieden. Insgeheim ist sie sich der Tatsache bewusst das Sperber keine Macht mehr besitzt, das er kein Magier mehr ist, will sich dies aber nicht eingestehen.
Als einige Botschafters des Königs von Erdsee erscheinen um den Erzmagier zu suchen, flüchtet dieser und lässt Tenar und das kleine noch immer total verängstigte Mädchen zurück. Da sich Therru an diesem Ort immer mehr öffnet und ihre Angst Stückchenweise ablegt, beschließt Tenar an diesem Ort zu verweilen.
Doch eines Tages erscheint einer der Männer, die das kleine Mädchen vergewaltigten und danach verbrennen wollten. Tenar erhofft sich Hilfe bei einem ansässigem Zauberer, wird jedoch verflucht. Sie ist keinen klaren Gedankens mehr fähig und flieht mit dem Kind....
MEINE MEINUNG
Leider muss ich sagen das dies wohl der schlechteste Roman des Fantasy-Zyklus ist. Die Autorin ergreift ein brisantes Thema, Missbrauch und Gewalt an Kindern, schafft es jedoch nicht einen passenden Rahmen zu schaffen. Seitenlang kann man philosophischen Ausführungen über die Stellung der Frau und die des Mannes verfolgen, jedoch plätschert der Roman nur so vor sich dahin. Spannung kommt gleich gar nicht auf, man stellt sich zwar hin und wieder ein paar Fragen, doch dabei bleibt es schon. Zwar hat sie ihren ausschmückenden Schreibstil beibehalten der einem Personen und Landschaften deutlich vor Augen führt, doch in den bann zu ziehen vermögen diese kaum. Ganz am Ende der Geschichte kommt dann etwas Spannung und Action auf, jedoch hatte ich das Gefühl als würde etwas fehlen. So als wäre der Roman einfach nur schnell zu Ende geschrieben.
Der letzte Roman beginnt mit den letzten Ereignissen des 3.Romans, jedoch mit dem Unterschied das im 3.Roman alles ein gutes Ende fand. Sperber war froh endlich ein Leben ohne seine Magie führen zu können. Im letzten Roman des Zyklus jedoch ist er gebrochen und sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben.
FAZIT
Obwohl mir der letzte Roman des Fantasy-Zyklus nicht gefallen hat, vergebe ich trotzdem alle 5 Sterne. Die ersten drei Bücher haben mich dermaßen begeistert das sie dies wieder wett machen. Der Autorin gelang es mich absolut in den Bann zu ziehen mit ihren ausführlichen Schilderungen und Beschreibungen. Ich konnte das Meer mit meinem geistigem Auge sehen, ich konnte es sogar riechen wenn sie darüber schrieb. Ebenso schafft sie es einem die Personen so nahe zu bringen das man sich in deren Lage versetzen kann, mit ihnen fühlt und mit ihnen leidet. Da mein Bericht eh schon sehr lange wurde, ließ ich die darin vorkommenden Drachen ganz außer acht, was mir allerdings ehrlich gesagt schwer viel, denn auch sie spielen eine bedeutende wenn auch etwas kleine Rolle. Für mich ist es ein Werk das es wirklich verdient mit dem „Herrn der Ringe“ verglichen zu werden, wenngleich es dieses auch nicht übertrifft.
Danke Sulli2, für die Empfehlung dieses Buches weiterlesen schließen -
Auge in Auge von Lanting, Frans: Atemberaubende Tierfotographien!!
01.12.2002, 15:39 Uhr von
JuleG
Ich bin Sonderpädagogik Studentin in Landau und schreibe Berichte um anderen meine Erfahrungen mi...Pro:
schöne Bilder, gute Qualität, wird nie langweilig
Kontra:
nix
Empfehlung:
Nein
Vor einigen Jahren bekam ich einen Bildband von Geo zu Weihnachten geschenkt, der mich letzt beim aufräumen mal wieder wahnsinnig faszinierte. Deshalb muss ich euch heute unbedingt mal darüber berichten.
Auge in Auge.
von Frans Lanting
+Design+
Das Buch ist ca. 30x25x3 cm groß und 2 Kilo schwer. Der Schutzumschlag zeigt einen wunderschönen Puma, der den Inhalt des Buches sehr gut erahnen lässt. Der Schutzumschlag ist sehr edel gemacht. In sehr fester, matter Pappe ist er sehr schön glatt und aufgedruckter Autor und Titel fühlen sich an wie gummiert. Der Verlag hat hierbei keine Kosten und Mühen gescheut. Ohne Schutzumschlag ist es mattes schwarz, ein hochwertiger, stabiler Einband mit eingestanzten Buchstaben.
Die Seiten selbst sind auch von sehr hochwertiger Qualität. Sie sind dick, aus mattem Papier und sehr glatt. Dadurch lassen sie sich sehr leicht umblättern und man braucht auch keine Angst zu haben, dass das Buch nach 5maligem anschauen nicht mehr gut aussieht. Auch die Bindung ist gut gemacht!
Zusätzlich zu den normalen Seiten gibt es noch ausklappbare Seiten für extragroße Bilder.
+Inhalt+
Atemberaubende Tierfotographien.
Ausgewählte Bilder des Naturfotographen Lantig zeigen Lebewesen aus allen Teilen der Erde. Die Tiere werden von Lanting nicht nur fotografiert, sondern mit viel Respekt portraitiert.
Schon der Puma auf dem Umschlag lässt einem den Atem stocken. Ich habe zuvor noch nie so eine detailreiche, atemberaubende Fotographie gesehen. Sein Gesicht füllt die komplette Seite aus, man kann jede Einzelheit, ja jedes Haar erkennen. Man steht quasi Angesicht zu Angesicht vor ihm, kann ihm genau in die Augen blicken!
Genau in diesem Stil bringt Lantig uns Tiere von tropischen bis arktischen Regionen nahe... vom Insekt bis zum Elefanten.
Die 251 Seiten sind ist in 4 große Teile eingeteilt.
Diese zeigen immer neue Tiere in neuen Umgebungen, fliegend, laufend, liegend, schwimmend oder in anderen Lebenslagen, bei Tag und Nacht, bei jedem Wetter.
Eins zu eins
Auf den ersten 70 Seiten sehen wir Portraitfotographien von Tieren alleine. Ein schwarzer Panther springt uns entgegen, ein Krokodil blickt uns genau in die Augen, bereit nach seiner nächsten Beute zu schnappen. Auf den kommenden Seiten begegnen uns ein Orang-Utan, Papageitaucher, Breitmaulnashorn. Von dem wunderschönen Anblick dieser Tiere gerate ich immer wie in einen Bann. Man erkennt die Persönlichkeiten der Tiere auf jedem Bild.
Zu Zweit
Hier sehen wir Tierpaare, fotografiert in jeder Lebenslage. Kämpfend, Balzend, Brütend oder einfach nur miteinander umgehend.
Zu Vielen
Tausende von Vögeln oder eine Riesige Herde Elefanten erwarten uns hier. Die Komposition stimmt bei jedem Bild perfekt und die Tiere sind uns selbst hier zum Greifen nahe.
Legende
Sehr erfreulich finde ich, dass wir nicht nur einfach Bilder hingeklatscht bekommen, sondern auch Erläuterungen dazu. Im letzen Teil des Buches finden wir die Miniaturansicht jeden Bildes mit einer kurzen Beschreibung des abgebildeten Tiers. Hier wird das Tier genau beschrieben und die Situation erklärt in der das Foto entstanden ist, sehr schön gemacht!
+Preis+
Das Buch kostet 30€. Für einen Bildband dieser Größe und Qualität finde ich das vollkommen ok. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt auf jeden Fall! Auch wenn ich es mir nicht selbst gekauft habe :P, ich finde es rentiert sich!!
+Allgemeine Daten+
Titel: Auge in Auge.
Autor: Frans Lanting
Seiten:251 Seiten
Verlag: Taschen Verlag
Erscheinungsdatum: 1997
ISBN: 3822882194
+Fazit+
Ich bin sehr froh, dass ich dieses wunderschöne Buch besitze!
Noch nie habe ich so nah so wilde Tiere betrachten können. Lanting hat seine Komposition so gut gemeistert, dass man denkt man blickt dem Tier genau in die Seele. Man erfährt hierdurch sehr viel über Persönlichkeit und Leben der Tiere.
Die Qualität des Bildbandes unterstützt diese faszinierende Wirkung noch einmal. Das Preis/Leistungsverhältnis ist einmalig.
Das Buch ist wirklich ein Muss für Tierliebhaber.
Ein guter Geschenktipp für Weihnachten!!
Ich wünsche euch noch einen schönen 1. Advent.
Bis bald
Jule weiterlesen schließen -
"Der Junge von nebenan" - Josie Lloyd & Emlyn Rees
Pro:
sehr witzig, und doch ergreifend
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Nein
In der Bücherei bin ich vor einiger Zeit auf „Come together“ von Emlyn Rees und Josie Lloyd gestoßen, welches mir richtig gut gefiel. Deshalb habe ich bei amazon ein weiteres Buch dieser Autoren bestellt: „Der Junge von nebenan“.
Man wundert sich vielleicht, warum 2 Autoren an nur einem Buch schreiben, aber das sei leicht erklärt. Es handelt sich um Männlein (Emlyn Rees) und Weiblein (Josie Lloyd) die sich über einen Literaturagenten kennen gelernt haben (mittlerweile sind sie verheiratet) und beschlossen haben, dass es doch mal ganz witzig wäre ein Buch über die Liebe zweier Menschen zu schreiben, in dem abwechselnd aus der Sicht des Mannes und aus der der Frau erzählt wird. Dieses erste Buch war „Come together“, wenig später folgte die Fortsetzung „Come again“. Und nun „Der Junge von nebenan“, wieder nach dem alten Erfolgsrezept.
Das Coverdesign ist wie bei allen Büchern von diesem Schriftstellerduo im Comic-Stil gehalten, in diesem Fall Mann und Frau, wobei in der Sprechblase beim Mann die Namen der beiden Autoren stehen.
Erhältlich ist dieses Buch über den Heine-Verlag, ich habe 12.- EUR bezahlt für das Taschenbuch.
Inhalt:
Es handelt von Mickey Malone und Fred Roper, die hier abwechselnd aus ihrer Sicht berichten.
Beide waren in den Siebziger Jahren als Kinder bzw. Teenies die besten Freunde. Später entwickelte sich aus dieser Freundschaft sogar eine zarte Liebelei.
Das Buch beginnt in der Gegenwart, beide sind längst erwachsen und haben keinen Kontakt mehr. Warum, erfährt der Leser erst nach und nach...
Durch Zufall treffen Mickey und Fred in einem Spielwarengeschäft aufeinander und erkennen sich nach all den Jahren sofort wieder.
Fred erfährt, dass Mickey einen kleinen Sohn hat, aber nicht mehr verheiratet ist, während Mickey von Fred erzählt bekommt, dass dieser demnächst heiraten will.
Jetzt steigt der Leser langsam in die eigentliche Geschichte ein: Was ist damals passiert und warum gehen die beiden so fremd miteinander um?
Zwischendurch kehren wir immer mal wieder in die Gegenwart zurück, in der nichts mehr so ist wie es mal war.
Denn beide entdecken, dass sie noch Gefühle füreinander haben und dass die Vergangenheit sie für ihr Leben gezeichnet hat...
Meine Meinung:
Ich kann und will nicht mehr verraten, denn insgesamt ist die Geschichte ziemlich verwirrend und sehr spannend. Eigentlich erfährt man erst am Schluss, was wirklich passiert ist, damals in den Siebzigern. Um Euch also nicht den Spaß am Lesen und mitfiebern zu verderben, belasse ich es bei dieser kurzen Inhaltsangabe, ich denke, das ist gerechtfertigt.
Ich muss sagen, ich habe lange nicht mehr ein so ausdrucksstarkes Buch gelesen.
Man spürt förmlich den Schmerz der Erinnerungen, die die beiden teilen und man fühlt sich zurückversetzt in seine eigene Kindheit. Man nimmt teil an den gemeinsamen Erlebnissen in der Kindheit, fühlt die Wut über die ungerechten Behandlungen und auch den tiefen Hass an manchen Stellen, genauso wie die einzig wahre, unsterbliche Lieb um die es hier geht.
Das Buch ist nicht dramatisch oder sentimental angelegt, das kann ich nicht behaupten, dennoch bin ich ein bisschen nachdenklich geworden, als mir bewusst wurde, wie schnell die Zeit vergeht und wie sehr einen seine Kindheitserlebnisse für’s Leben prägen können.
Doch lange kommt man nicht zum Grübeln, denn der Stil der beiden ist und bleibt witzig und erfrischend.
Man kann dieses Buch schwer beschreiben, das wird jeder bestätigen können, der es gelesen hat. Es ist wahnsinnig viel Inhalt, der ineinander verschachtelt ist, und die wirklich wichtigen Dinge bleiben lange verheimlicht, was die Spannung ungemein erhöht.
Dieses Buch hat mich wahnsinnig berührt, man kann sich so wunderbar in die einzelnen Personen hineinversetzen.
Ja, was soll ich noch sagen?
Der Schreibstil ist sehr unkompliziert und es fällt auch sehr leicht, zwischen den beiden Erzählern zu wechseln, keine Angst, man wird dadurch nicht durcheinander gebracht!
Das Buch hat knapp 300 Seiten.
Ich hoffe, ich konnte Euch das Buch ein bisschen nahe bringen, bei Frage stehe ich natürlich gerne zur Verfügung!
Empfehlenswert!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-26 21:39:22 mit dem Titel Josie Lloyd/Emlyn Rees: "Come together"
Dann wage ich mich mal wieder an einen neuen Buch-Bericht. Wieder ein Werk aus meiner Sammlung britischer Unterhaltungsliteratur, ich kann es einfach nicht lassen...
Das Buch „Come Together“ von Emlyn Rees und Josie Lloyd habe ich gerade das zweite mal gelesen und war genauso begeistert wie beim ersten mal.
Hier mein Bericht:
Allgemeines:
Emlyn Rees und Josie Lloyd lernten sich bei einem Literaturagenten kennen. Mittlerweile sind die beiden verheiratet und schreiben des öfteren Bücher in diesem Stil.
Das Besondere an ihren Büchern ist nämlich, dass sie immer aus zwei Perspektiven berichten, was ich sehr amüsant und auch spannend finde. Denn man kann zwischen den „männlichen“ und „weiblichen“ Gedanken hin und her wechseln, oder besser: man muss!
Und es ist doch erstaunlich, wie unterschiedlich Männlein und Weiblein denken...
Das Buch ist1999 im Heyne-Verlag erschienen und kostet 7,95 €.
Die Story:
Jack Rossiter und Amy Crosbie lernen sich auf einer Party kennen.
Jack, der Möchtegern-Künstler, der bei seinem besten Freund Matt lebt und sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt, hat eine Vorliebe für One-Night-Stands und außerdem die Gabe, sich ständig in blöden Situationen zu bringen.
Amy ist anfangs eigentlich nichts besonderes für ihn – kennenlernen, abschleppen – vergessen. Oder auch nicht...
Amy ist seit einem halben Jahr solo, allerdings auch kein unbeschriebenes Blatt. Auch sie will ihren Spaß im Leben, was sie durch ihren ätzenden Job als Zeitarbeitskraft nicht unbedingt verwirklichen kann. Eigentlich will sie ja auch in die Modebranche, aber das klappt schon irgendwann.
Jack und Amy verbringen einen Abend miteinander, an dem Amy sich im Zustand völliger Trunkenheit bei Jack ausheult, was ihr im Nachhinein ausgesprochen peinlich ist.
Nach einigem Hin und Her werden die beiden sogar ein Paar, allerdings nimmt die Reihe dummer Missverständnisse und unglücklicher Umstände kein Ende und so eskaliert nachher die Situation.
Was das für Missverständnisse sind und wie oder ob sie sich überhaupt aufklären, werde ich allerdings nicht verraten, das muss man selber lesen... ;-)
Meine Meinung:
Klingt jetzt fast ein bißchen dramatisch, ist es aber nicht.
Das Buch ist ungeheuer witzig und knallhart geschrieben, die beiden Autoren nehmen absolut kein Blatt vor den Mund.
Für etwas sensible Gemüter vielleicht nicht unbedingt zu empfehlen, manchmal erschrickt man sich schon über die Wortwahl. Obwohl mir keiner erzählen kann, nicht selber so zu reden... ;-)
Ich jedenfalls mag den Stil, er ist so schön locker und nicht gekünstelt, wie junge Leute halt reden und fühlen.
Alleine die ersten 20 Seiten sind schon genial geschrieben - da hab ich mich beim ersten Lesedurchgang halb totgelacht...
Der Leser wird mitten ins Geschehen gezogen, er lacht sich über Amys Tollpatschigkeit kaputt und über die blöden Situationen, in die Jack sich andauernd selber bringt.
Man erlebt hautnah die ersten romantischen Gefühle zwischen den beiden und man kann den Schmerz spüren, den beide bei ihrer Trennung empfinden.
Trotzdem weiß man nie, wem man jetzt eigentlich die „Schuld“ geben soll, denn man kann irgendwie beide verstehen, da man beide Seiten genau kennt.
Das Buch ist von Gefühlen geprägt, allerdings nicht nur Liebe, sondern auch eine gehörige Portion Wut, Angst, Eifersucht und Schmerz. Zwischendurch lacht man sich fast kaputt, denn das Autoren-Duo hat seinen ganzen Wortwitz in dieses Buch gepackt, so scheint es...
Wenn man dieses Buch liest, versteht man als Frau/Mann vielleicht wirklich, warum das andere Geschlecht manchmal so einen Blödsinn macht und was dahinter stecken könnte.
Auf jeden Fall kann man sich mit den Protagonisten identifizieren – und ihre Geschichte am eigenen Leib miterleben.
Fazit:
Wahnsinnig tolle und relativ leichte Unterhaltung. Irre witzig, aber trotzdem ein paar ernsthafte Aspekte, sehr lebensnah geschrieben.
Eher für Frauen geeignet als für Männer, doch sicher nicht ausschließlich.
Wie gesagt, ich habe es schon 2mal gelesen – und schließe ein 3. und 4. mal nicht aus! Dafür ist das Buch einfach zu gut! weiterlesen schließen -
Charlotte Link, "Verbotene Wege"
Pro:
spannend, gute Darstellung der damaligen Verhältnisse, packende Liebesgeschichte
Kontra:
zu kurz, :-)
Empfehlung:
Nein
Vor ungefähr drei Wochen habe ich mir das Buch "Verbotene Wege" von Charlotte Link gekauft, dass ich von einer meiner Freundinnen empfohlen bekommen habe! Ich muss sagen, ich bereue es auf keinen Fall. Ich bin zwar eigentlich gar kein so großer Fan von Charlotte Link, doch da ich sehr gerne historische (Liebes-) Romane lese, habe ich mir es doch gekauft und ich muss sagen, sie hat es echt super geschrieben!
Der Inhalt:
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England 1789: Die kleine Waise Elizabeth Landale aus Louisiana fährt mit einem Schiff aus Amerika zu der Familie Sheridy um von nun an dort zu leben. Ihre Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen. Schnell freundet sich Elizabeth mit der jüngsten Tochter der Sheridys, Joanna, an, und sie werden so unzertrennliche Freunde, wie man sie selten findet. Gemeinsam gehen sie manchen verbotenen Weg der Kindheit.
Auch der junge Sir John Carmody geht verbotene Wege. Obwohl er dem Adel angehört, gehören seine Sympathien dem unterdrückten Volk und den Ideen der französischen Revolution. Somit macht er sich jedoch viele, viele Feinde. Als Elizabeth ihn zum erstenmal sieht, keimt in ihr eine Liebe, die ihr ganzes Leben lang halten wird.
Durch John lernt die in Wohlstand aufgewachsene Elizabeth bald die unüberbrückbaren Gegensätze Englands kennen. Sie kennt den Adel mit seinen prachtvollen Bällen, seiner Verschwendungssucht, Geborgenheit und seinem Luxus und nun lernt sie bittere Not, Hunger, Raub und das Leben auf der Flucht kennen. Durch ihre Liebe zu John folgt sie ihm in den Untergrund und die Illegalität, und somit auch in das unvorstellbare Elend, indem die einfachen Bürger leben.
Da wird John eines Tages bei einem Einbruch, mit dem er Bestechungsgelder beschaffen will, überrascht und um John zu retten, erschießt Elizabeth einen Soldaten. Wieder sind sie auf der Flucht, sie müssen außer Landes gehen. Wenn sie sich retten wollen, gibt es auch diesmal nur verbotene Wege...
Die Autorin:
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Charlotte Link begann schon mit sechzehn ihren ersten Roman zu schreiben (die schöne Helena), der sogleich eine große Leserschaft fand. Heute lebt die junge Autorin als freie Schriftstellerin in München.
Zum Buch:
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Es ist im Goldmann Verlag erschienen und kostet ungefähr 7,90 Euro. Es hat 570 Seiten.
Meine Meinung:
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Dieser Liebesroman ist sehr gut zu lesen. Charlotte Link schreibt nicht anspruchsvoll, sondern sehr flüssig, sodass das Buch leicht zu lesen ist. Anfangs zieht sich die Story ein ganz kleines bisschen hin, aber das legt sich schnell. Der Roman ist sehr mitreißend geschrieben. Der Leser erfährt eine ganze Menge, über die damaligen politischen, sowie sozialen Verhältnisse im England des 18. Jahrhunderts.
Ausserdem erhält der Leser einen genauen Einblick in das damalige Leben der "untersten Schicht"; über das große Elend, das damals herrschte; der ständige Hunger, der erbärmliche Dreck und die ständige Angst der Flucht. Ich finde, Charlotte Link hat diese Verhältnisse sehr gut dargestellt, und der Leser erhält einen genauen Eindruck der anderen Seite Englands ohne sich zu langweilen; sie hat es geschafft, die geschichtlichen Aspekte in eine spannende Liebesgeschichte zu verpacken. Das einzige, was mir nicht so gut gefällt, ist, das das Buch so kurz ist, ;-)!
Fazit:
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Dieses Buch ist auf jeden Fall lesenswert und zu empfehlen, nicht nur für diejenigen die gerne historische Liebesromane lesen. Es ist sehr spannend geschrieben und bietet Unterhaltung bis zu letzten Seite. Es ist auch für diejenigen lesenswert, die sich nicht so dermaßen für die damalige Geschichte interessieren; auch die werden durch die vielen Abenteuer, die Elizabeth und John erleben, und durch die Liebesgeschichte gut unterhalten. weiterlesen schließen -
Die Biographie eines faszinierenden Menschen
Pro:
sachliche aber interessante Darstellung - faszinierendes Leben
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Nein
Ciao liebe Gemeinde!
Ich weiß nicht, wie es sich in anderen Bundesländern verhält, aber in NRW muss man seit neuestem in der 12 eine Facharbeit schreiben, die eine Klausur in einem Fach ersetzt. Ich habe meine Facharbeit im Fach Physik zum Thema „Astronomische Entfernungsbestimmung vor und bei Kepler“ geschrieben und zu diesem Zweck auch das Buch „Johannes Kepler“ von Mechthild Lemcke gelesen, über das ich jetzt Berichte.
Es handelt sich dabei um eine Biographie des berühmten Astonomen und Mathematikers, der vor allem durch die Entdeckung der drei Gesetze der Planetenbewegung, die heute Keplersche Gesetze genannt werden, berühmt geworden ist. Die Biographie ist chronologisch aufgebaut. Nach einer kurzen Vorbemerkung und einem 3 Seiten langem Kapitel „Ein Leben im Umbruch“ in dem kurz die Zeit dargestellt wird, in der Kepler lebte beginnt die Biographie mit dem Kapitel „Kindheit und Ausbildung“, gefolgt von den Kapiteln „Lehrer und Mathematiker einer Ehrsamen Landschaft in Graz“, „Kaiserlicher Mathematiker in Prag“, „Linz: Unruhe und Vollendung alter Projekte“, „Ulm und Sagan: Auf der Flucht vor Krieg und Gegenreformation“ und einem kurzen Epilog.
Diese Aufzählung der Kapitel soll euch kurz den Werdegang Keplers aufzeigen. In den Kapiteln selbst beschreibt die Autorin das Leben Keplers zum Teil mit eigenen Worten, zum Teil aber auch durch eingebundene Zitate, die zum besseren Erkennen kursiv gedruckt sind. Ihr gelingt es, den eigentlich recht trockenen Stoff einer Biographie so rüberzubringen, dass man interessiert weiterliest und der Stoff kaum einmal langweilig wird.
Dies wird ihr auch dadurch leicht gemacht, dass Kepler einen sehr interessanten Charakter gehabt zu haben scheint. Er war ein begeistertet Naturwissenschaftler, war zugleich aber auch sehr gläubig und glaubte, dass es ein göttliches Schema in der Welt geben müsste. Er glaubte in der Tradition der alten Griechen, dass der Kreis die perfekte Form sei und erstellte Horoskope für andere Leute (dies allerdings nur als Nebenverdienst). Er war ein sehr bescheidener Mensch und glaubte scheinbar auch immer an das Gute in anderen Menschen. Dieser Glaube wurde aber des öfteren enttäuscht.
Körperlich war Kepler recht gebrechlich und sein Leben wurde durch die Launen der Herrscher, die ihn des öfteren nicht bezahlten, und dem damit verbunden Geldmangel, durch den Krieg, die Reformation bzw. Gegenreformation und Krankheiten und auch den Hexenprozess gegen seine Mutter erschwert.
Es ist wirklich interessant und geradezu spannend zu lesen, wie dieser Mensch trotz all dieser Schwierigkeiten sein Leben meistert und solch bahnbrechende Thesen aufstellt. Trotzdem ist er zu seiner Zeit nicht berühmt gewesen und seine Leistung wird auch heute noch stark unterschätzt.
Die Fülle an Informationen und die Unmengen von Anmerkungen, die in der Hauptsache Quellenangaben beinhalten lassen darauf schließen, dass die Thematik gut recherchiert worden ist. Dies belegt auch die hinten im Buch angebrachte Bibliographie.
Am Ende des Buches befinden sich ebenfalls noch eine Zeittafel, die einen knappen Überblick über Keplers leben gibt, Zeugnisse, das heißt Aussagen von anderen berühmten Persönlichkeiten über Kepler (sehr interessant zu lesen) und ein Namensregister.
Die Biographie ist 1995 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen, umfasst 174 Seiten und kostet 7,50 €.
Ich war überrascht, dass das Leben eines Menschen so interessant sein kann und dass man es auch so interessant und gleichzeitig sachlich darstellen kann. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich ein wenig für Wissenschaft oder einfach für das Leben interessanter Persönlichkeiten interessiert.
Dann viel Spaß beim Lesen.
Dem To
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-14 12:23:54 mit dem Titel Mechthild Lemcke - Johannes Kepler
Ciao liebe Gemeinde!
Ich weiß nicht, wie es sich in anderen Bundesländern verhält, aber in NRW muss man seit neuestem in der 12 eine Facharbeit schreiben, die eine Klausur in einem Fach ersetzt. Ich habe meine Facharbeit im Fach Physik zum Thema „Astronomische Entfernungsbestimmung vor und bei Kepler“ geschrieben und zu diesem Zweck auch das Buch „Johannes Kepler“ von Mechthild Lemcke gelesen, über das ich jetzt Berichte.
Es handelt sich dabei um eine Biographie des berühmten Astonomen und Mathematikers, der vor allem durch die Entdeckung der drei Gesetze der Planetenbewegung, die heute Keplersche Gesetze genannt werden, berühmt geworden ist. Die Biographie ist chronologisch aufgebaut. Nach einer kurzen Vorbemerkung und einem 3 Seiten langem Kapitel „Ein Leben im Umbruch“ in dem kurz die Zeit dargestellt wird, in der Kepler lebte beginnt die Biographie mit dem Kapitel „Kindheit und Ausbildung“, gefolgt von den Kapiteln „Lehrer und Mathematiker einer Ehrsamen Landschaft in Graz“, „Kaiserlicher Mathematiker in Prag“, „Linz: Unruhe und Vollendung alter Projekte“, „Ulm und Sagan: Auf der Flucht vor Krieg und Gegenreformation“ und einem kurzen Epilog.
Diese Aufzählung der Kapitel soll euch kurz den Werdegang Keplers aufzeigen. In den Kapiteln selbst beschreibt die Autorin das Leben Keplers zum Teil mit eigenen Worten, zum Teil aber auch durch eingebundene Zitate, die zum besseren Erkennen kursiv gedruckt sind. Ihr gelingt es, den eigentlich recht trockenen Stoff einer Biographie so rüberzubringen, dass man interessiert weiterliest und der Stoff kaum einmal langweilig wird.
Dies wird ihr auch dadurch leicht gemacht, dass Kepler einen sehr interessanten Charakter gehabt zu haben scheint. Er war ein begeistertet Naturwissenschaftler, war zugleich aber auch sehr gläubig und glaubte, dass es ein göttliches Schema in der Welt geben müsste. Er glaubte in der Tradition der alten Griechen, dass der Kreis die perfekte Form sei und erstellte Horoskope für andere Leute (dies allerdings nur als Nebenverdienst). Er war ein sehr bescheidener Mensch und glaubte scheinbar auch immer an das Gute in anderen Menschen. Dieser Glaube wurde aber des öfteren enttäuscht.
Körperlich war Kepler recht gebrechlich und sein Leben wurde durch die Launen der Herrscher, die ihn des öfteren nicht bezahlten, und dem damit verbunden Geldmangel, durch den Krieg, die Reformation bzw. Gegenreformation und Krankheiten und auch den Hexenprozess gegen seine Mutter erschwert.
Es ist wirklich interessant und geradezu spannend zu lesen, wie dieser Mensch trotz all dieser Schwierigkeiten sein Leben meistert und solch bahnbrechende Thesen aufstellt. Trotzdem ist er zu seiner Zeit nicht berühmt gewesen und seine Leistung wird auch heute noch stark unterschätzt.
Die Fülle an Informationen und die Unmengen von Anmerkungen, die in der Hauptsache Quellenangaben beinhalten lassen darauf schließen, dass die Thematik gut recherchiert worden ist. Dies belegt auch die hinten im Buch angebrachte Bibliographie.
Am Ende des Buches befinden sich ebenfalls noch eine Zeittafel, die einen knappen Überblick über Keplers leben gibt, Zeugnisse, das heißt Aussagen von anderen berühmten Persönlichkeiten über Kepler (sehr interessant zu lesen) und ein Namensregister.
Die Biographie ist 1995 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen, umfasst 174 Seiten und kostet 7,50 €.
Ich war überrascht, dass das Leben eines Menschen so interessant sein kann und dass man es auch so interessant und gleichzeitig sachlich darstellen kann. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich ein wenig für Wissenschaft oder einfach für das Leben interessanter Persönlichkeiten interessiert.
Dann viel Spaß beim Lesen.
Dem To weiterlesen schließen -
Charlotte Link: Die Täuschung! Nichts ist so wie es scheint ...
04.11.2002, 16:52 Uhr von
akison
Genieße den Tag und leg Dich mit nem guten Buch in die Hängematte ...Pro:
spannend geschrieben, flüssig zu lesen
Kontra:
ein paar kleine Ungereimtheiten
Empfehlung:
Nein
Durch das Charlotte Link-Fieber angesteckt, kaufte ich mir am Donnerstag das – glaube ich – wohl neueste Buch von ihr:
Die Täuschung!
=== Zur Story ===
Das Buch beginnt mit einem Ausschnitt aus einer Frankfurter Tageszeitung im September 1999. Hier wird über einen Mord an einer alleinstehenden älteren Dame berichtet, vom Täter fehlt jede Spur!
Im Oktober 2001 geschehen nun in der beschaulichen Provence weitere Morde. Eine Pariserin, Camille, und ihre kleine Tochter, Bernadette, die jeden Sommer in der Provence verbringen, werden erdrosselt von der Putzfrau aufgefunden. Wieder fehlt vom Täter jede Spur! Allerdings findet man auch keine Einbruchspuren, so dass man davon ausgehen kann, dass Täter und Opfer sich kannten.
Dann lernen wir die Protagonisten des Buches kennen: Laura und Peter Simon, ein scheinbar glückliches Ehepaar aus Frankfurt. Peter ist Inhaber einer PR-Agentur, die nicht schlecht zu laufen scheint, da man sich auch ein Ferienhaus in St. Cyr, der Provence, leisten kann. Zweimal im Jahr machen sie dort mit ihrer Tochter Sophie Urlaub und zusätzlich fährt Peter immer im Oktober für eine Woche in die Provence, um mit seinem besten Freund Christopher Heymann segeln zu gehen.
Auch in diesem Herbst hat sich Peter wieder auf den Weg zu seiner alljährlichen Segeltour gemacht. Von einem bestimmten Aussichtspunkt, der auf der Strecke liegt, ruft er Laura noch einmal an; dies wird das letzte Lebenszeichen von ihm sein, denn Peter ist auf einmal wie vom Erdboden verschluckt und meldet sich nicht mehr!
Als Laura keine weiteren Nachrichten von Peter erhält, macht sie sich etwas Sorgen und setzt sich erst mal mit seinem Freund Christopher in Verbindung. Dieser kann ihr über den Verbleib von Peter auch nichts sagen! Allerdings ist Laura schon sehr verwundert, dass Christopher sich über den Verbleib von Peter gar keine Sorgen machen zu scheint, die beiden aber doch verabredet waren!
Ihre weitere Anlaufstelle sind die Inhaber der kleinen Pizzeria im Ort, das befreundete Ehepaar Henri und Nadine. Doch auch hier muss Laura erfahren, dass Peter zwar am Abend seiner Ankunft kurz eine Kleinigkeiten im Lokal gegessen hat, er aber nach seiner Mahlzeit das Lokal verließ, ohne sich groß zu verabschieden. Henri erzählt Laura allerdings, dass er doch etwas verwundert war, dass Peter eine Aktentasche bei sich trug, die er auch keine Minute aus den Augen ließ.
Zu aller erst versucht Laura von Frankfurt aus etwas über den Verbleib ihres Mannes zu erfahren und fährt dort in seine PR-Agentur. Dort muss sie von seiner Angestellten erfahren, dass die Firma pleite ist, und Peters Verschwinden mit dem anstehenden Konkurs zusammenhängen könnte. Da sie von Deutschland aus nichts weiter anrichten kann, macht sie sich also auf den Weg in die Provence!
Und hier muss sie erkennen, dass sie zwischen Freund und Feind sehr genau unterscheiden sollte ...
=== Meine Meinung ===
Nicht unbedingt ein typisches Link-Buch! Erst langsam lernen wir die teilnehmenden Charaktere kennen, so z.B.
Laura, die wohlbehütete, zarte Hausfrau aus dem Nobelviertel Frankfurts, die auf einmal mutig hinter den Spuren ihres verschwundenen Ehemannes hinterherläuft.
Peter, der jahrelang ein Doppelleben führte und Laura zu einer willenlosen Hausfrau „erzogen“ hat.
Henri, der Pizzeria-Inhaber, der seine Frau Nadine über alles liebt und mit ihr seinen Traum vom eigenen Lokal ausleben kann.
Nadine, die frustriert und gelangweilt in dem kleinen Nest in der Provence ihrem Mann in der von ihr verhassten Pizzeria aushelfen darf und auf glücklichere Zeiten hofft.
Christopher, der Aussteiger, der von seiner Frau und den Kindern verlassen wurde und dieses Geschehnis nie richtig überwunden hat.
Catherine, die Cousine Henris, die von einer schlimmen Akne gebeutelt von manchen Leuten als Monster tituliert wird, ihren Cousin Henri abgöttisch liebt und Nadine abgrundtief hasst.
Allerdings werden während des Lesens wieder viele Fragen aufgeworfen:
Was hat der eingangs erwähnte Zeitungsartikel aus dem September 1999 mit der ganzen Geschichte zu tun?
Was haben die Morde an Camille und Bernadette mit dem Verschwinden Peters zu tun?
Warum hat Peter den drohenden Konkurs seiner Firma Laura verschwiegen?
Warum trug er am Abend seines Verschwindens eine Aktentasche mit sich herum?
Dieser Roman ist zweifellos sehr spannend. Er ist sehr flüssig zu lesen und driftet nicht ab. Allerdings gibt es kleine Ungereimtheiten im Buch, die man aber „überlesen“ kann. Man erfährt im Grunde genommen erst sehr spät, wer hinter all diesen abscheulichen Verbrechen steht. Die Spannung kann sich eigentlich das ganze Buch über halten.
Ganz sympathisch konnte mir Laura aber die ganze Zeit nicht werden. So ist es doch sehr unverständlich, dass eine Frau, die zu Hause von ihrem Mann unterdrückt wird, auf einmal wie Phoenix aus der Asche steigt und ihr Leben voll und ganz in den Griff bekommt und sich todesmutig auf die Suche nach ihrem verschwundenen Mann macht.
In den anderen Romanen von Charlotte Link konnte ich mitfiebern, mitleiden, mich mitfreuen, hier war es irgendwie etwas anders!
Dies hier ist ein Buch, was man lesen kann, es aber nicht unbedingt muss!
Es ist so geschrieben, dass man es nebenbei lesen kann, es ist nicht allzu anspruchsvoll.
Es ist spannend, keine Frage, aber für mich persönlich nicht spannend genug!
=== Das Buch ===
Ist 2002 erschienen im Goldmann Verlag, hat 477 Seiten, ISBN-Nummer 3-44245-142-6 und kostet 10 €.
=== Die Autorin ===
Charlotte Link, Jahrgang 1963, gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Ihre hohe Popularität verdankt sie besonders ihrer Vielseitigkeit. Sie machte sich mit großen Gesellschaftsromanen (darunter die Bestseller-Trilogie »Sturmzeit«, deren TV-Verfilmung 1999 mit überwältigendem Erfolg ausgestrahlt wurde) ebenso einen Namen wie mit psychologischen Spannungsromanen in bester englischer Erzähltradition. Ihre Bücher sind garantierte Anwärter für die Spiegel-Bestsellerliste, und ihr Erfolg macht deutlich, dass Charlotte Link den Sprung vom hoch gelobten jungen Talent zur großen Schriftstellerin längst bewältigt hat.
(Quelle: www.randomhouse.de) weiterlesen schließen -
Lund, May B.: Fingerübungen - Norwegische Ingrid Noll?
Pro:
gut, schlüssig und weitreichend geschrieben
Kontra:
gesellschaftlich und politisch vieles nur angerissen
Empfehlung:
Nein
Norwegische Ingrid Noll?
Es ist schon ein Weilchen her, dass ich mir dieses Buch bei einem Supermarkt-Einkauf noch gegen Ende in den Wagen schmiss. Hatte ich schon einmal von der Norwegerin May B. Lund gehört? Nein, hatte ich nicht. Aber mich blenden lassen von dem Vergleich mit Ingrid Noll, der auf der Rückseite des Einbandes zu lesen war. „Norwegens Antwort auf Ingrid Noll“, war dort zu lesen und da ich zuvor einiges von Ingrid Noll lächelnd verschlungen hatte, machte es mich neugierig.
Die Autorin wurde 1949 geboren, arbeitet als Ärztin in Oslo und hatte vor diesem ersten Krimi schon einen weiteren Roman veröffentlicht. Der Krimi „Fingerübungen“ soll in Skandinavien ein Bestseller gewesen sein. Aber wieso eigentlich?
Zum Inhalt:
Die 100 kg schwere Lillemor arbeitet als Sekretärin in einem Krankenhaus. Sie ist allgemein respektiert und geachtet, weil sie sehr arbeitsversessen, außerordentlich pflichtbewusst und genau ist, eben die willkommene Arbeitnehmerin. Allerdings ist sie persönlich nicht gerade beliebt, hat wenig Kontakte und es scheint, als würde es außerhalb der Arbeit nicht viel mehr in ihrem Leben geben.
Niemand denkt ernsthaft darüber nach, dass auch Lillemor Sehnsüchte oder gar Liebesgefühle entwickeln könnte. Niemand macht sich Gedanken über das Innenleben dieser Frau. Sie ist für alle einfach das Arbeitstier, dass man gut gebrauchen kann, aber nicht pflegen muss.
Doch in ihrem Innenleben sieht es ganz anders aus. Verliebt in einen Arzt des Krankenhauses ist sie durch verschiedenen Kleinigkeiten und Details, die sie in ihrem Sinne deutet, überzeugt davon, dass dieser ihre Liebe erwidert. So meint sie schließlich auch, dass es ganz in seinem Sinne sein müsste, wenn sie seine „ungeliebte“ Ehrfrau ins Jenseits befördert.
Doch wie auch bei ihrer Arbeit als Sekretärin ist sie auch hier genau und pedantisch. Damit das ganze Unternehmen auch wirklich klappt, muss zunächst einmal geübt werden. Zwei Frauen müssen sozusagen als „Versuchsobjekte“ zunächst mal dran glauben, bevor sie zur eigentlichen Tat schreiten kann.
Die Polizei tappt im Dunkeln, haben sie doch ein psychologisches Täterprofil entwickelt, welches eindeutig auf einen männlichen Täter hinweist.
Soviel zunächst zum Inhalt um nicht zuviel vorwegzunehmen.
Meine Meinung:
Der Vergleich mit Ingrid Noll hinkt gewaltig. Sicher, auch von ihr sind wird mordende Frauen gewohnt, die oft ungeliebte Rivalen oder Rivalinnen zur Strecke bringen und nicht unbedingt an einem allzu schlechten Gewissen leiden. In diesem Punkt mag hier eine Ähnlichkeit der Story zu finden sein. May B. Lund gelingt es aber nicht, wie ich finde, den Leser mit ihrer Story zum Lachen zu bringen. Der gelungene schwarze Humor, den Noll gekonnt einsetzt, fehlt ihr schlicht. So sind ihre Beschreibungen der Tat zwar makaber, entbehren aber dieses Fünkchens Humor und erscheinen eigentlich nur abwegig.
Die Hauptperson ist kühl, berechnend und dabei neurotisch gestört – sicher finden sich auch in Nolls Geschichten solche Personen, doch gelingt es Noll uns die Personen sympathisch zu machen, so dass wir ihnen selbst übelste Taten schnell vergeben. Lillemor hingegen wurde mir zu keinem Zeitpunkt wirklich sympathisch, so dass ihre Taten das bleiben was sie sind, nämlich sinnlose Grausamkeiten.
Die Figur wird an keiner Stelle wirklich überzeugend dargestellt – alles bleibt abwegig und irrational, hat aber auch nicht soviel Phantasie oder Witz, dass man die Story trotzdem als spannend oder humorvoll verfolgen kann.
Das Buch ist nicht wirklich schlecht geschrieben, aber eben auch nicht so, dass ich behaupten könnte, es verschlungen zu haben. Der Spannungsaufbau zwar vorhanden, aber nicht überwältigend. Die Story als solche scheint tatsächlich angelehnt an das, was zum Zeitpunkt des Erscheinens gerade Aufmerksamkeit und Beliebtheit hatte, schafft es aber nicht das gleiche hervorzurufen.
Als Ärztin hat die Autorin Erfahrung und Wissen genug, um die Morde vom anatomischen Gesichtspunkt her schlüssig zu beschreiben – aber wen verlangt es schon wirklich danach eine so detaillierte Mordbeschreibung zu erhalten. Letztlich ist entscheidend, ob ein Mord geschieht oder nicht und nicht wirklich, welche Arterie nun genau getroffen wurde, oder?
Alles in allem eine sehr mittelmäßige Story, mich würde es überhaupt nicht reizen von dieser Autorin weiteres zu lesen.
Mit 3 Punkten ist dieses Buch noch recht wohlwollend bewertet.
Trotzdem: Wer es lesen möchte:
May B. Lund, Fingerübungen, Goldmann-TB, ISBN-Nr. 3-442-44587-6, letztes Jahr 14,90 DM, 255 Seiten, übersetzt von Gabriele Haefs.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-04 09:00:43 mit dem Titel Lennox, Judith: Tildas Geheimnis - Starke Frauen?
Starke Frauen?
Das Buch „Tildas Geheimnis“ von Judith Lennox war ein Geburtstagsgeschenk. Ich hatte zuvor von dieser Autorin noch nichts gehört und gelesen, allerdings war mir das bei Piper aufgelegte Taschenbuch aufgrund des ansprechenden Covers bereits auf den Ladentheken der Buchhandlungen aufgefallen.
Eine einsame Frauengestalt in rotem Mantel oder Cape spaziert in der Kulisse eines blutrot gefärbten Himmels über einen Wanderweg an einem See entlang. See, Wald und Weg sind in blauen Farbtönen gehalten, das ganze diffus, aber eher in der Art der naturalistischen Malerei gehalten. Farben und Stimmung erzeugen Interesse und deuten eine spannende Geschichte an.
So war ich also neugierig auf dieses Buch.
Die Autorin Judith Lennox wurde in England geboren. Sie studierte Englisch in Lancaster und arbeitete spätere als Pianistin in einer Ballettschule. Später begann sie mit dem Schreiben und konnte sich nach einigen erfolgreichen Romanen vollkommen darauf verlegen. Andre Bücher von ihr sind z. B. „Am Strand von Deauville“ oder „Bis der Tag sich neigt“.
Bei „Tildas Geheimnis“ handelt es sich nicht um einen Krimi, sondern viel mehr um eine Art weitreichenden und wohl als historisch zu bezeichnenden Familienroman. Auf über 500 Seiten werden zwei Geschichten miteinander verquickt.
Das ist Rebecca, eine junge Schriftstellerin, die als Biographin bisher eher wenig erfolgreich war, jedoch erste Schritte unternommen hat. Gerade hat sie eine schmerzliche Trennung hinter sich, als sie einen weiteren Auftrag erhält. Sie soll die Biographie von der sogenannten Dame Tilda verfassen. Tilda Franklin hat sich einen Namen gemacht, weil sie sich Zeit ihres Lebens für sozial benachteiligte Kinder engagiert hat. In verschiedenen Projekten, aber auch indem sie einige selbst als Pflegekinder aufgezogen hat. In der Zeit des zweiten Weltkrieges hat sie sich um aus Deutschland gerettete jüdische Kinder gekümmert, doch auch danach immer wieder neue Projekte unterstützt und ins Leben gerufen.
Rebecca ist zunächst begeistert von der Aussicht ihre Biographie schreiben zu dürfen, wenngleich sie auch noch von der Trennung und einer gerade abgebrochenen Schwangerschaft geschwächt ist und wenig Energie verspürt. Doch der neue Auftrag hilft ihr mehr als sie glaubte, darüber hinwegzukommen.
Bald schon stößt sie auf ein dunkles Geheimnis in Tildas Vergangenheit. Sie mutmaßt, dass Tilda und vor allem ihre Neffe Patrick sie nur deshalb als Biographin engagiert haben, da sie hofften, dass Rebecca dieses Geheimnis nicht aufklären würde. Hat sich Patrick auch nur deshalb auf eine Affäre eingelassen?
Beide Geschichten werden hier, wie gesagt, miteinander verquickt. Die aktuelle von Rebecca in ihren Zusammenkünften mit Tilda und deren Familie wechselt immer wieder mit der wirklichen Biographie und Geschichte Tildas ab.
Mein Urteil:
Das Buch lässt sich gut lesen, da es flüssig und interessant geschrieben ist. Insgesamt ist aber die tatsächliche Biographie und Geschichte deutlich spannender, als die aktuellen Einschübe, in denen es um Rebeccas Leben geht, welches ich als weniger interessant empfunden habe. Wenngleich dies sicherlich kein Schnulzenroman ist, sind doch gewisse Elemente vor allem in der angedeuteten Liebesgeschichte enthalten, die mir arg romantisiert und unrealistisch anmuteten. Die Story als solche ist nicht dumm, es fehlte mir aber ein tieferes Eingehen auf die zeitpolitischen Themen, die allesamt angedeutet sind. Die Evakuierung jüdischer Kinder, Zeitzeugnisse aus verschiedenen europäischen Ländern in der Zeit des zweiten Weltkrieges und viele weitere Themen, die hier angeschnitten werden, hätten vertieft werden können und dem Buch damit mehr Anspruch geben können. Dafür hätten einige weit ausholende persönliche Geschichten vielleicht ein wenig mehr in den Hintergrund treten können.
Insgesamt fehlt es an hinreichender Spannung, um das Buch als Krimi lesen zu können. Und das ist es auch nicht. Für eine Familiengeschichte oder einen „Gesellschaftsroman“ (siehe Klappentext) fehlt aber in meinen Augen der oben beschriebene Tiefgang und die politische und gesellschaftliche Dimension.
Alles in allem hat sich Judith Lennox eine interessante Geschichte ausgedacht, die nicht alltäglich ist, aber leider an manchen Stellen ins Schnulzige abdriftet. Das habe ich als schade empfunden.
Ich bewerte mit 3 Sternen, wobei 3 ½ sicherlich angebracht wären, dass Schreibart und Schlüssigkeit eigentlich recht gut sind.
„Tildas Geheimnis“ ist bei Piper als Taschenbuch unter der ISBN-Nr. 3-492-23219-1 erschienen. Es kostet 9,90 €. weiterlesen schließen
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