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Tests und Erfahrungsberichte
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Eine Hexenjagd in 4 Akten - The Crucible von Arthur Miller
4Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hi Ihr
Heute wird es mal wieder Zeit für einen neuen Bericht, finde ich. Wer schon das ein oder andere Mal bei mir war bzw. einige meiner Berichte gelesen hat, weiß das ich gerne Mal über die Lektüren berichte, die ich mir in der Schule zu Gemüte führen musste oder durfte. Auch der heutige Bericht handelt von einem Buch, das ich in der Schule gelesen habe, genauer gesagt im Englischunterricht. Es geht um „The Crucible“, ein Drama von Arthur Miller, das euch evtl. unter dem deutschen Namen „Die Hexenjagd“ geläufig ist.
*--- Der Autor ---*
Der Autor dieses Dramas, Arthur Miller, wurde am 17. Oktober 1915 als zweites Kind einer jüdischen Familie, in einem jüdischen Viertel New Yorks, geboren.
Im Jahr 1934 begann er Journalismus zu studieren und begann bald seine Karriere als Schriftsteller. Einige seiner Dramen haben einen sehr hohen Stellenwert in der Literatur errungen, darunter „The Crucible – Die Hexenjagd“ (1953) und „ Death of a Salesman – Tod eines Handlungsreisenden“ (1949), wofür er sogar den Pulitzer Preis gewann. Besagte Stücke sind auch verfilmt worden, von „The Crucible“ gibt es sogar eine recht neue Fassung, u.a. mit der jungen Winona Ryder.
Neben seiner Arbeit als Schriftsteller, arbeitete er auch fürs Radio und fürs Fernsehen, hatte aber mit seinen Theaterstücken den größten Erfolg.
1956 heiratete Miller die wohl jedem bekannte Marilyn Monroe und konnte sich nach dieser Hochzeit auch als Filmregisseur etablieren.
Miller starb im Jahr 1995.
*--- The Crucible ---*
„The Crucible – Die Hexenjgd“ handelt, wie der Name schon sagt, von einer Hexenjagd in dem Städtchen Salem, Massachusetts.
Die Story an sich ist etwas unübersichtlich und wird z.T. erst im Laufe des Dramas klar. Ich versuche also, hier keine Spannungsmomente vorweg zunehmen und nichts zu verraten.
Zu Beginn des Stückes liegt Betty, die Tochter des örtlichen Pfarrers Parris, regungslos in ihrem Bett, man hat sie und einige andere Mädchen in der Nacht zuvor im Wald tanzen sehen, worauf Betty spontan in Ohnmacht gefallen ist und sich nunmehr weigert aufzuwachen. Die gesamte Gemeinde findet das natürlich fragwürdig und hat daher ein Auge auf die Vorgänge im Hause des Pfarrers. Da man zudem vermutet, dass Geister im Spiel sind, wird Reverend Hale, ein Experte für unnormale Vorgänge (Geister usw.), gerufen, um sich die arme Betty anzuschauen. Bald nach Hales Ankunft wird klar, dass sich die Mädchen auf eine sehr fragwürdige Art und Weise amüsiert haben und auch Geisterbeschwörung im Spiel war. Sehr bald wird in den Dialogen klar, dass Abigail, die Nichte von Parris, ein ziemlich verruchtes Luder ist. Sie beschuldigt die schwarze Haussklavin Tituba als Urheberin allen Übels um von ihre eigene Haut zu retten, und da man Abigail mehr Glauben schenkt als der minderwertigen Tituba nehmen die Dinge in Salem ihren Lauf. Ein Gericht wird installiert, das nach „Hexen“ sucht. Dieses Gericht aber ist nicht sonderlich großherzig, im Gegenteil. Fast jeder wird nun von irgendjemandem beschuldigt eine Hexe respektive ein Hexer zu sein, außerdem werden dadurch Feindschaft innerhalb der örtlichen Gesellschaft klar und auch menschliche Abgründe werden skizziert.
Mehr will ich aber nicht verraten, weil ich euch natürlich nicht die Spannung nehmen will.
*--- Hintergründe ---*
Miller hatte, als er dieses Drama schrieb mehrere Intensionen. Zum einen wollte er die Grausamkeit der Hexenprozesse in Salem darstellen, die tatsächlich stattgefunden haben, und zum anderen ist es als Kritik an den damaligen Machenschaften des US-Senators Joseph McCarthy gedacht.
Miller beschäftigte sich sehr intensiv mit den einstigen Vorgängen in Salem. Er durchwälzte unzählige Akten und Archivaufzeichungen der Stadt um sein Drama möglichst realistisch erscheinen zu lassen.
Zudem schaffte Miller seine Kritik an Joseph McCarthy in diesem historischen Gewand zu verpacken. McCarthy leitete seiner Zeit ein Komitee gegen „antiamerikanische Umtriebe“, das sich besonders gegen Kommunisten richtete.
*--- Art des Dramas & Sprache ---*
Dieses Drama gehört zu den modernen seiner Gattung. Es besteht nicht wie die klassischen Dramen aus fünf, sondern aus vier Akten. Darüber hinaus weist das Drama sehr viele Regieanweisungen auf, was ebenfalls für ein klassisches Drama untypisch wäre.
Die Sprache ist relativ einfach. Mit einem anständigen Schulenglisch und einem guten Wörterbuch (in meiner Ausgabe gab es im Anhang sogar noch etliche Worterklärungen), dürfte wirklich niemand Probleme damit haben dieses Drama zu bewältigen. Alle anderen könnten notfalls auf die deutsche Ausgabe zurückgreifen, damit dürfte es dann wirklich gar keine Probleme geben.
*--- Preis ---*
Ich weiß nicht mehr genau, was ich damals für das Buch bezahlt habe, da wir das Buch ohnehin als Klassensatz bestellt hatten, ist dieser Preis für euch sowieso egal. Ich hab daher gerade mal bei Amazon nachgeschaut und meine Ausgabe für 6,50 € gesehen.
Diesen Preis finde ich durchaus gerechtfertigt für dieses 112 Seiten umfassende Werk. Ich kann nur sagen, dass ich wahrscheinlich bereit wäre dieses Geld zu investieren.
*--- Fazit ---*
Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, bin ich auch von diesem Schriftstück überzeugt. Die Geschichte an sich ist ganz gut dargestellt und wirkt in sich schlüssig, wahrscheinlich weil sie auf einer wahren Begebenheit basiert.
Das Englisch, das hier vorliegt ist ebenfalls nicht extrem hochtrabend und unverständlich, und sollte wirklich niemanden, der dem Englischen mächtig ist, davon abschrecken dieses Drama zu lesen.
Des Weiteren bleibt noch festzuhalten, dass es sich hier halt um ein Drama handelt und nicht um einen Roman, da aber mit Regieanweisungen nicht gegeizt wird, wird die Kreativität des Lesers nicht allzu sehr in Anspruch genommen.
Ich kann euch daher abschließend nur empfehlen, euch dieses Werk zu Gemühte zu führen, denn alles in allem ist es durchaus interessant.
…Und wer zu faul zum Lesen ist sieht sich einfach den Film an, obwohl mir der Film nicht allzu gut gefallen hat.
Wiedermal bedanke ich mich fürs Lesen! Bewertet bitte und kommentiert wenn ihr mögt! Ich würde mich freuen!
Bis dann dann weiterlesen schließen -
Weihnachten ?
27.11.2002, 18:02 Uhr von
AnnaH
Kinder sind ein Geschenk Gottes. Bei mir gibt es Themen rund ums Kind, und zu unserem Ländle, Aus...Pro:
Familienbande-Man ist nie alleine!
Kontra:
Hat nicht jeder !
Empfehlung:
Nein
Weihnachten ?
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Werde ich das Licht wieder spüren ?
Wird es mich zum Kinde führen ?
Das Licht das vom Kinde ausgeht,
das unsere Sorgen und Nöte versteht !
Jesuskind nun werfe ich meine Lasten auf dich,
gerne besinne auch ich mich .
Doch was sind es nur für Zeiten,
die uns nicht nur Freude bereiten !
Eine Mauer in unseren Herzen,
im Schein der Weihnachtskerzen.
Kriege toben in der Welt,
es ist nicht mehr zum besten bestellt.
Langsam spüre auch ich den Weihnachtsfrieden,
uns ist doch die Hoffnung beschieden.
Die Hoffnung kann uns keiner nehmen,
nur unsere Ungläubigkeit kann uns beschämen.
Jesus kommt wieder zu uns auf Erden,
nun kann es wieder Weihnacht werden.
Stimmt in unsere Jubellieder ein,
und lasst den Heiland doch herein!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-25 19:55:55 mit dem Titel Weihnachten 1990
Die Kerzen leuchten am Weihnachtsbaum
Und in ihrem Schein spiegelt sich ein goldener Traum.
Träume von dieser einen besonderen Weihnachtsnacht,
in der ein Engelein über uns wacht !
Die Weihnacht uns heuer beglückt,
keine Mauer mehr Menschen erdrückt.
Weihnacht-Glückseligkeit und Freiheit,
wirklich wahrhaftig zur Weihnacht bereit.
Endlich erfüllt die Weihnacht uns wieder,
nicht nur die wohlbekannte stille fromme Lieder.
Fröhlichkeit - Glückseligkeit in Ost und West,
und endlich von Herzen wieder ein Weihnachtsfest.
© Sabine Luz , Kirchentellinsfurt den 25. November 2002
WE
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-25 10:41:16 mit dem Titel Das Wunder der Weihnacht
Das Wunder der Weihnacht
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Kerzen scheinen auch heuer
Doch wir sehen nur schreckliche Ungeheuer.
Statt das Licht zu sehen,
und den rechten Weg zu gehen.
Auf Gott wieder vertrauen,
und auf die Liebe bauen.
Dann kann es Friede geben,
die Menschheit in Frieden leben.
Doch nun ist der Heiland geboren,
wir sind nicht mehr verloren.
Lasst den Frieden in Euer Herz hinein,
und es kann endlich Weihnacht sein!
Ein Weihnachtsgedicht von Sabine Luz,geschrieben
am 12.12.1993;in meinem herzen behalten und jetzt für Yopi
veröffentlicht!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-27 14:46:08 mit dem Titel Oh Dannabom (schwäbisches Mundartgedicht )
Oh Dannabom
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Oh Dannabom, Oh Dannabom
Wia agstorba sen deine Nodla.
Des ed blos en der Sommerszeid,
noi, au em Wender,
weil hald saura rega felld.
Oh Dannabom, Oh Dannabom
Wie agstorba sen deine Nodla.
Oh Dannabom, Oh dannabom
Du hoschd mer sehr gfalla.
Wia ofd hod me friaher
Em Wald en Bom von dir erfreidt.
Oh Dannabom , O Dannabom
Gsond detsch mer scho gfalla .
Oh Dannabom, Oh Dannabom
Die Kloid muaß ons was lehra.
Die Hoffneng hen mer älleweil –
Au jetzad zu derra Zeid.
Oh Dannabom, Oh Dannabom
Die Kloid muas ons was lehra .
Sabine Luz,Kirchentellinsfurt den 26.11.2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-27 16:13:59 mit dem Titel Noch mehr Weihnachtsgedichte
Noch mehr Weihnachtsgedichte von mir...
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1000 Lichter
1000 Sterne
leuchten von den
Weihnachtsbäumen.
1000 Lichter
1000 Hoffnungen
die dürfen nie
erlöschen
....dann
kann es Weihnacht
werden !
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Weihnacht
Muss wieder kommen.
Wir brauchen es,
dringender den je .
Wir müssen,
nur bereit sein,
es wieder
Weihnacht werden zu lassen.
Augen und Herzen
Weit geöffnet
Damit die frohe Botschaft
Auch uns erhellen kann .
© Sabine Luz, Kirchentellinsfurt , den 27. November 2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-27 17:02:50 mit dem Titel familienbande
Familienbande
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Unterm Weihnachtsbaume liegen viele Päckchen.
Nikolaus öffnet großzügig sein Säckchen.
Gold verschnürte lange Bänder,
Spezialitäten aus aller Herren Länder.
Doch wichtiger ist ein dickes Familienband,
wo sich jeder hält die Hand !
freuen können wir uns wenn wir noch Eltern haben,
das ist die Schönste aller Gaben.
Zum Weihnachtsfeste wünsche ich mir nur,
ein Küsschen von meinem Gatten pur.
Und dass ich die Kinder lachen hören kann,
und ihre Freude auf den Weihnachtsmann!
© Sabine Luz, Kirchentellinsfurt den 27.November 2002 weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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roma1, 03.10.2005, 17:00 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Tolle Gedichte über einer der tollsten Zeit ;o) Joanna
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Stupid White Men - Michael Moore
24.11.2002, 12:31 Uhr von
Kuhli
Hauptsächlich bzw. sogar fast ausschließlich schreibe ich hier über Filme quer durch alle Genres,...Pro:
verdammt witzig, beissend sarkastisch, politisch informativ
Kontra:
leider voller trauriger Wahrheiten
Empfehlung:
Nein
Mein Weltbild ist kräftig am schwanken. Bin ich denn so naiv? Noch vor kurzer Zeit hielt ich politische Korruptionsfilme für völlig utopisch, in denen immer die einflussreichsten Geschäftsmänner und Politiker, als berechnende, machtgierige Egomanen dargstellt werden, obwohl ich solche Leute doch immer sympathisch fand, deren einziger Ansporn weder Geld noch Macht ist, sondern mit dem Willen etwas zu bewegen und zu verändern immer mit dem Wunsch, dem „kleinen Mann“ zu helfen. Aus demselben Grund fand ich aber dagegen Filme in denen der amerikanische Präsident sich opfert und die Welt rettet, geradezu dokumentarisch und erschreckend realistisch. Hey, es ist der amerikanische Präsident der Vereinigten Staaten, er ist doch der einzige der uns vor Kometen, Außerirdischen und Flutwellen retten kann. Oder?
Doch Michael Moores’ Buch hat mich zutiefst erschüttert. Diese Männer, die die Welt regieren sind wohl gar nicht so barmherzig und daran interessiert dem Pfadfinderkodex gerecht zu werden. Sie sind egoistisch. Sie sind machtgierig. Sie sind hinterhältig. Sie sind Lügner. Sie sind nicht an unserem, sondern an ihrem Wohl interessiert.
Und vor allem sind sie eines, DUMME WEISSE MÄNNER…
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KURZINHALT :-)
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Auch wenn es in jedem Land dieser Welt dumme, weiße Männer in der Regierung und in den Chefetagen gibt, beschäftigt sich dieses Buch vorwiegend mit der neuen Regierung der USA, dem Heimatland des Autors. Trotzdem sind mir hierbei erschreckende Parallelen zu den momentanen Verhältnissen in Deutschland aufgefallen, also ist dieses Buch trotz des Amerikabezugs auch für uns allgegenwärtig. Leider…
Da das Buch in Kapitel eingeteilt ist, die sich alle mit einem anderen Thema beschäftigen, nutze auch ich diese Einteilung für meine Inhaltsangabe.
ONE – Ein sehr amerikanischer Coup
Gorge W. Bush hat die Präsidentschaftswahl im Jahr 2000 gewonnen. Das ist doch richtig, immerhin regiert ja mittlerweile das Land, also muss er auch gewonnen haben. Tja, falsch gedacht.
Al Gore hat die Wahl damals gewonnen und nur Dank „Connections“ ist Bush jr. heute der dümmste, weiße Mann Amerikas. Und das ist wirklich kein Scherz. Im Eröffnungskapitel schildert Moore mit einer Unzahl von unglaublichen Beweisen, wie „Baby Bush“ es an die Spitze geschafft hat. Dass sein Daddy auch schon einmal Präsident war und deswegen jede Menge Verbündete in der Regierung hat, dass die Wahlzettel viel zu kompliziert waren und dass sein Bruder Gouverneur von Florida ist, hat damit natürlich nichts zu tun. Ach was! Jeb Bush, so der Name des Bruders, hat ganz zufällig ein Gesetz in Florida erlassen, das Vorbestrafte und Leute die einen ähnlichen Namen oder das gleiche Geburtsdatum (!) wie diese Vorbestraften haben nicht wahlberechtigt sind. Und dass dadurch dann gerade 60% der Farbigen die wohl eher Demokraten anstatt Republikaner wählen, nicht wählen dürfen, war natürlich nicht beabsichtigt. Wer’s glaubt! Und die veralteten, viel zu verwirrenden Wahlzettel (wer erinnert sich nicht an das peinliche Fiasko) wurden ganz zufällig in den Minderheitenregionen aufgestellt, so dass die Mehrheit der dort lebenden Juden den rechten Pat Buchannen wählten und die Farbigen auch aus Versehen den Republikanern die Stimmen gaben. Unglaublich, aber wahr. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs an dem auch der Fernsehsender FOX nicht ganz unbeteiligt ist. Das Fox von dem konservativen Rupert Murdoch, der ja auch den italienischen Konservativen bei Wahl geholfen hat, geführt wird, ist genauso lächerlich und gab Al Gore den letzten Todesstoss.
Im mittleren Teil des ersten Kapitels, zählt Moore dann penibelst alle wichtigen Minister auf und ihre weiteren Geldquellen. Das Landwirtschaftministerin Ann Veneman so z.B. strikt gegen das Einführen von Markierungen von Genmanipulierten Lebensmitteln ist, könnte u.a. daran liegen, dass sie ihr bescheidenes Gehalt von 680.000 Dollar im Vorstand von einer Biotechnologiefirma aufbessert, die, wer hätte es gedacht, genmanipuliertes Gemüse auf den Markt bringen. Eine Hand wäscht halt die andere.
Zum Schluss gibt Moore dann noch echte Tipps gegen so etwas (mit genügend Mut und Engagement) vorzugehen.
TWO – Lieber George
Dieses komplette Kapitel ist ein offener Brief an „Präsident“ George W. Bush. Nachdem Moore geklärt hat, dass er und „Präsident“ fast mit einander verwandt sind, verteidigt und warnt er George, denn er ist wirklich kein fauler Mann, dass muss man ihm lassen. In seiner kurzen Amtszeit hat er schon einiges bewegt, was Moore dann auch aufzählt. Hier einige Beispiele.
George hat:
* Die Ausgaben für die Erforschung erneuerbarer Energiequellen um 50 % reduziert
* zugelassen, dass seine Innenministerin Gale Norton um Vorschläge bat, wie man die Nationalparks für Holzwirtschaft, Kohlebergbau und Öl- und Gasförderung erschließen könnte
* die amerikanische Zustimmung zum Kyoto-Protokoll über die Klimaerwärmung zurückgezogen, das nur von 178 anderen Staaten unterzeichnet wurde
* die Mittel für Programme gegen den Missbrauch und die Vernachlässigung von Kindern um 15,7 Millionen Dollar gekürzt
Das waren jetzt nur 4 der 48 (!) Punkte die aufgezählt werden. Und da so was alles unglaublich ist stellt Moore drei wichtige Fragen und liefert seine Gründe.
1. George, kannst du lesen und schreiben wie ein normaler Erwachsener?
2. Bist du Alkoholiker, und wenn ja, welchen Einfluss hat das auf dein Verhalten als Oberbefehlshabe?
3. Bist du ein Verbrecher?
So mögen die Fragen jetzt etwas anmaßend klingen, aber Moore gibt auch hier mal wieder genug Beweise, das diese Fragen nicht nur Provokation sondern begründet sind.
THREE – Ab zum Abschwung
Nicht nur die Regierung ist korrupt, sondern genauso die großen Konzerne. Da gründet z.B. der Ölkonzern Halliburton auf den Kayman-Inseln eine Tochtergesellschaft. Um Steuern zu sparen? Nur weil es auf den Kaymans kein Öl gibt? Hmm, sehr vage.
Genauso melden viele große Konzerne Krisen, obwohl sie Gewinne einstreichen, aber dann tausende von Angestellten feuern. Und die Regierenden, die alle ihre Finger in den Konzernen haben tun natürlich nichts dagegen, warum auch, wenn nur der „kleine Mann“ bluten muss.
FOUR – Los, killt die Weißen!
Deutschland ist das einzige „zivilisierte“ Land in dem es Rassismus gibt, oder? Also in Amerika gibt es so was doch nicht. Wer hat nicht in der Schule vom berühmten Meltingpot gehört, in dem alle Menschen, egal welcher Hautfarbe, glücklich zusammen leben und händchenhaltend durch die Gegend hüpfen.
„Klar, ihr könnt hier in unserer Nachbarschaft wohnen; eure kinder können auch die Schulen unserer Kinder besuchen. Warum auch nicht, zum Teufel? Wir wollten sowieso gerade wegziehen“
Doch Moore sieht das anders – realistisch nämlich. Rassismus gab’s immer und wird es immer in Amerika geben. Und die wirklichen schlimmen sind die Weißen. Die Weißen sind es, die Kriege führen, Kredite ablehnen, Gift ins Abwasser schütten und Arbeitsplätze abbauen.
„Wer schmeißt mich ständig aus meiner Internetverbindung raus? So ein blöder weißer Wichser, und wenn ich den je finde, ist er ein toter Weißer.“
Wen Moore damit meint? Keine Ahnung?
Und warum Leute wie Bruce Springsteen Dinge wie „Ich tötete alles, was meinen Weg kreuzte/ich kann nicht sagen, dass mir das, was wir getan haben, leid tut“ singen können, Rapper aber die Textzeilen wie „Ich versuche, mein Leben zu ändern, denn ich will nicht als Sünder sterben“ (Master P.) singen, als Gangster-Rapper tituliert werden und heftig umstritten sind? Keine Ahnung.
Warum Weiße eine fünfmal höhere Chance haben, bei einem Schlaganfall eine gerinnselauflösende Notfallbehandlung zu bekommen, als Schwarze? Keine Ahnung, aber irgendwo haben bestimmt dumme, weiße Männer damit etwas zu tun.
Das Highlight dieses Kapitels sind aber von mir einstimmig gewählt die „Überlebenstipps für Schwarze“. Brüllend komisch, genau wie mein folgendes Lieblings-Zitat:
„Ich habe Liberale dummes Zeugs reden hören wie ‚In der Fernsehserie Friends spielen gar keine Schwarzen mit’. Ich finde es gut, dass es keine schwarzen Freunde bei Friends gibt, denn auch im wirklichen Leben haben solche Freunde keine schwarzen Freunde. Es ist also eine ehrliche, glaubwürdige Serie.“
Traurig, aber wahr.
FIVE – Nation der Dummköpfe
Gut, dass ist nichts neues. Die Amerikaner zählen nicht zu den Schlausten und stellen wohl sogar unsere Pisa-Schüler in den Schatten. Ich kann mich noch gut an einen Kommentar von einem amerikanischen Studenten über den Irakkrieg erinnern. Er sagte:“Ich würde mit den Irakern genau das gleiche tun, was wir Amerikaner auch schon mit den Deutschen in Vietnam gemacht haben“. Kein Kommentar. Aber wie soll sich so was auch bessern mit einem Präsidenten wie George. W. Bush.
„Unser Oberdummkopf bemüht sich nicht einmal, seine Unwissenheit zu verbergen – er prahlte sogar mit ihr. In seiner Eröffnungsrede vor dem Jahrgang 2001 von Yale verkündete George W. Bush stolz, dass er nur ein mittelmäßiger Student von Yale war. ‚Und all den mittelmäßigen Studenten sage ich jetzt, auch ihr könnt Präsident der Vereinigten Statten werden!’ Daß man dazu auch einen Ex-Präsidenten als Vater, einen Bruder als Gouverneur eines Staates, in dem noch ein paar Stimmen fehlen, und einen Obersten Gerichtshof voller Duz-Freunde des eigenen Papas braucht, hat er natürlich nur deshalb nicht erwähnt, weil das für eine so kurze Ansprache viel zu kompliziert gewesen wäre.“
Es ist schon ernüchternd, wenn die Politiker Milliarden in neue Bomben investieren, und dafür Subventionen für Schulen und Bibliotheken kürzen, aber was soll man machen. Vor allem bei unterbezahlten Lehrern, die mit den überfüllten Klassen nicht zurechtkommen und dann Ärger mit den Ältern bekommen, die selbst ihre Kinder nicht richtig erziehen konnten. Genauso peinlich ist es, dass viele Schulen veraltete Bücher haben, in denen Dinge wie AIDS oder die Mondlandung noch nicht existieren.
Und am Ende gibt’s auch mal wieder Tipps, diesmal für „aufmüpfige statt unterwürfige Schüler“, damit auch wirklich mal die Schüler ihre Meinung sagen und ihre Interessen vertreten werden.
SIX – Netter Planet, aber keiner da
Amerika ist der größte Umweltverschmutzer auf dieser Welt. Recycling und regenerative Energien sind Fremdwörter für Amerikaner und deswegen trinken die seit Jahren arsenverseuchtes Wasser, tragen weiterhin mit ihren Klimaanlagen zum Ozonloch bei und verbrauchen Wasser wie kein anderer. Und das alles ist der Regierung so ziemlich egal.
Aber ein Mann sorgt dann doch noch für die Umwelt, auf seiner eigenen ökologisch korrekten Ranch, denn während dort alles getan wird, um Energien zu sparen, will genau dieser Mann in Naturschutzgebieten nach Öl bohren. Ja, wer könnte das denn sein? Genau, George W. Bush.
SEVEN – Das Ende des Mannes
Männer führen Kriege, Männer haben Autos, FCKW und Industrien erfunden, die Mutter Natur ruinieren. Und darum recht sich diese jetzt. Immer weniger Männer werden geboren, die Frauen übernehmen die Überhand. Lediglich zur Fortpflanzung werden wir noch gebraucht, gäbe es da nicht Verräter in den eigenen Reihen. Denn männliche Forscher haben schließlich auch die künstliche Befruchtung und sogar die Entwicklung eines Embryos ohne Spermie entwickelt. Zum Glück gibt Moore auch hier wieder Tipps „Wie trickst man die Natur aus, mehr Männer zu machen?“ und natürlich „Überleben, wenn ein Bett brennt“, falls ein Mann mal wieder eine rachsüchtige Frau erwischt hat. Natürlich sollte man auch den Tipp zum richtigen Pinkeln und Händewaschen nicht außer Acht lassen.
EIGHT – Wir sind die Nummer Eins!
Ja, die „Bananenrepublik“ Amerika ist die einzige Weltmacht auf unserem Planeten. Würde sie wenigstens von einem charismatischen, intelligenten Mann geleitet wäre das kein Problem, aber seit Bush an der Macht ist, macht er weiter wie sein Vater aufgehört hat und verscherzte es sich mit China, Russland, Jugoslawien und so ziemlich jedem anderen.
Und so ein einflussreiches land hat dann natürlich auch Einfluss auf andere Länder und könnte dort für Frieden sorgen und so gibt’s Moore logische Tipps wie man die Gewalten und Konflikte in Israel, Irland, Jugoslawien und Nord Korea lösen könnte. Erstaunlich simpel, aber nicht unmöglich.
NINE – Ein großes glückliches Gefängnis
In so einem großen Land passieren natürlich Justizfehler. Wenn aber Unschuldige erschossen und auf dem elektrischen Stuhl gebraten werden, läuft irgendetwas schief, vor allem wenn das alles auch nicht vertuscht werden soll. Aber zum Glück haben wir ja Michael Moore, der kein Blatt vor den Mund nimmt und Namen und Fakten nennt. Er erzählt von unfähigen Pflichtverteidigern, die alles andere außer die Interessen ihrer Mandanten im Kopf haben, er berichtet davon, dass Amerika die einzige Industrienation ist, in der Jugendliche und geistig behinderte hingerichtet werden dürfen. Schöne neue Welt, sag ich nur dazu.
TEN – Demokraten – ein hoffnungsloser Fall
Das Problem an der ganzen Sache ist, dass die Opposition nicht wirklich besser ist. Die Demokraten haben nicht nur kein Rückgrat, sondern haben auch noch dadurch ähnliche Ansichtsweisen wie die Republikaner. Bill Clinton hat nicht viel anders gemacht als Bush, er hat das ganze nur cleverer und charmanter verpackt. Was einem hier lieber ist, muss jeder selbst entscheiden.
ELEVEN – Das Gebet für die Menschheit
Zum Abschluss langt Moore noch mal richtig zu. Einleitend regt er sich über Politiker auf, die nur solange gegen irgendwelche Dinge sind, bis sie selbst davon betroffen werden, wie z.B. der Vizepräsident Dick Cheney, der jahrelang vehement gegen die Gleichstellung von Homosexuellen plädiert hat, bis zu dem Zeitpunkt, als seine Tochter sich als lesbisch geoutet hat. So kann’s gehen
„Wie ich diese dreisten, rechten Heuchler liebe! Ihr ganzes Leben lang machen sie allen anderen das Leben schwer, aber sobald sie selbst ein kleiner Schicksalsschlag trifft, heißt es sofort: ‚Zum Teufel mit dem Wertesystem – Ich will Ergebnisse!’ Jahrelang widmen sie ihre ganze Energie dem Bestreben, allen Schwarzen, Mädchen oder Männern, die Männer lieben, den sozialen Aufstieg oder auch nur eine einigermaßen würdevolle Behandlung zu verwehren, aber kaum bleibt jemand aus der eigenen Familie zurück: Holla, Freundchen, wirf meinem Zögling keine Steine in den Weg, er ist etwas Besonderes!“
Und zum Schluss kommt dann der Hammer, ein Gebet, dass an Boshaftigkeit und Sarkasmus seines Gleichen sucht. „Ein Gebet, die Gutbetuchten zu strafen“, denn nur so können wir die Welt bessern. Wen wir alle beten, das Bischöfe ungewollt schwanger werden, Erzkonservative von Männern auf die Lippen geküsst werden und weiße Politiker eines Tages als Schwarze aufwachen, könnte unsere Welt besser werden, weil diese Menschen dann endlich was bewegen werden.
EPILOG – Tallahasse Hi-Ho
Das letzte Kapitel ist dann quasi ein Ausklang in dem Michael Moore von seinen eigenen politischen Erfahrungen erzählt, da er bei den Wahlen 2000 dem Präsidentschaftskandidaten Paul Nader geholfen hat, die Wahl zu gewinnen. Natürlich erfolglos, da Nader aber wohl missverstanden wurde, klärt Moore hier den Leser auf.
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KRITIK
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Von jedem hätte ich so ein Buch erwartet, aber nicht von einem „Nestbeschmutzer“. Dass ein Amerikaner öffentlich so über sein Land klagt, hätte ich niemals für möglich gehalten. Aber, um Missverständnissen vorzubeugen, sei gesagt, dass dieses Buch nicht antiamerikanisch im eigenen Sinne ist, denn hier werden lediglich „große Tiere“ angeprangert. Die normalen, verrückten Amerikaner liebt Moore natürlich über alles und diese möchte er auch nicht missen. Trotzdem ist dieses Buch in jedem Punkt erschreckend offenherzig. Hier wird nicht drum herum geredet, sondern Klartext gesprochen, Namen genannt und öffentlich vorgeführt. Und dass nicht nur realistisch mit einer Unmenge an interessanten, schockierenden Informationen, einfachen Beispielen und nachvollziehbaren Beweisen, sondern auch verdammt entlarvend und somit verdammt witzig. Von Ironie kann hier kaum die Rede sein, Sarkasmus ist hier schon eher angesagt. Dabei lässt Moore aber keinen aus und bezieht auch keine Stellung, lediglich seine Eigene.
Ein Sachbuch, das genauso eine treffende Satire ist, hab ich bisher noch nie gesehen. Doch Moore packt das alles in ein Buch, das ich verschlungen habe, wie noch nie ein Buch. Eigentlich bin ich nicht so der Mensch der gerne lange liest (Ich weiß, wie dumm es ist das ich deutsche und englische Literaturwissenschaften studiere *g*), aber „Stupid White Men“ konnte ich echt nicht zur Seite legen. So etwas habe ich noch nie vorher an mir entdeckt und hat mich echt verwundert. Zudem ist der Schreibstil sehr gut verständlich und auch ohne all zu großes Hintergrundwissen kann man sich über menschliche Handlungen lustig machen und gleichzeitig darüber schockiert sein. Mit Hintergrundwissen macht das Buch aber noch mehr Spass, wenn man schon Powell, Cheney und Ashcroft wenigstens äußerlich kennt, kann man sich herrlich über sie aufregen, wenn man dieses Buch liest. Und alle die Bush genauso unsympathisch und psychopatisch wie ich finden, die können sich hier toll abreagieren und über diesen dummen Menschen lachen. Da dieser dumme Mensch aber noch immer der wichtigste auf diesem Planeten ist, bleibt aber dieses Lachen leider oft genug im Hals stecken.
Zudem eignet sich das Buch hervorragend um interessante Diskussionen mit dem Freundeskreis oder auch Fremden zu führen. Schon alleine durch das auffällige Buchcover wurde ich andauernd darauf angesprochen, wenn ich es in der Öffentlichkeit las. Und da ich mich auch schon genug in der Inhaltsangabe ausgetobt habe, reicht das wohl jetzt als Kritik. Und wer die Kritik zu kurz und lediglich „hilfreich“ findet, den schicke ich nach Florida, damit er 2004 die Stimmzettel auswerten kann.
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AUTOR
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Michael Moore wurde 1954 geboren und würde nach seiner „rebellischen“ Schulzeit Regisseur von Dokumentarfilmen. Bekannt wurde er hier durch „Roger & Me“, und den gerade in Deutschland gestarteten Film „Bowling for Columbine“ in dem er sich mit der Waffenvernarrtheit der Amerikaner beschäftigt. Zudem ist er noch Fernsehmoderator und natürlich Schriftsteller. Sowohl dieses Buch, als auch sein erstes Buch „Downsize this“ wurden direkt nach Erscheinen New York Times Bestseller.
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FAZIT
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Pflichtlektüre für alle. Kaufen; lesen, faszinieren lassen und totlachen…
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DATEN
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Stupid White Men
Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush
Von Michael Moore
Original Titel:
Stupid White Men…and Other Sorry Excuses fort he State of the Nation!
329 Seiten
erschienen im PIPER Verlag
Erscheinungsjahr 2001/2002
ISBN 3-492-04517-0
Als Taschenbuch für ca. 12€ erhältlich weiterlesen schließen -
Geschäft ist Krieg
Pro:
spannend
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
So lautet ein japanisches Sprichwort, mit dem Michael Crichton den Roman „NIPPON CONNECTION" beginnt. Dieses 1992 geschriebene Buch ist in meinen Augen eines seiner besten. Denn es schildert sehr realitätsnah die Geschäftspraktiken der großen amerikanischen und japanischen Konzerne.
Der Autor weist zu Beginn des Buches auch darauf hin, stellt jedoch auch klar, dass seine Story reine Fiktion ist. Dennoch hat dieses Buch zur damaligen Zeit auch einigen Staub aufgewirbelt, da es in den Augen vieler eine antijapanische Haltung einnimmt. Das Verhältnis der beiden Nationen ist ja trotz des Verteitigungsbündnisses nicht unproblematisch. Auf der einen Seite sind die sehr traditionellen Japaner, die zu Beginn der neunziger Jahre in ihrer wirtschaftlichen Macht auch eine späte Genugtuung für den verlorenen Krieg sahen. Auf der anderen Seite sind die amerikaner, die sich fast immer für die größten halten, damals in diesem Bereich aber weit im Hintertreffen waren.
Denn vor 8 Jahren war Japan die Wirtschaftsmacht Nummer 1 in der Welt. Alles schien dort machbar und mit ihrem Reichtum konnten sich die Konzerne aus dem Land der aufgehenden Sonne auch fast alles kaufen. So war der Eindruck zu dieser Zeit. Gekauft haben die Japaner dann auch vieles und da war auch einiges dabei, das den Amerikanern Lieb, aber nicht teuer genug war, um es behalten zu können.
So haben japanische Investoren große Teile von Hawaii gekauft und eine Menge Wolkenkratzer haben japanische Eigentümer. Auch bei uns in Deutschland ist das so, wenn ich mir z. B. Frankfurt/Main ansehe. Ein Teil der Amerikaner fühlte sich jedenfalls aufgrund dieser großzügigen, japanischen Investitionsbereitschaft in der Ehre getroffen und es wurden Stimmen laut, die von einem Ausverkauf sprachen. Eine Menge amerikanischer Staatsanleihen befinden sich in den Händen von japanischen Gläubigern und eine weitere große Menge ist mit geliehenem, weil billigem japanischen Geld von Investoren gekauft worden. Es bleibt daher auch festzuhalten, dass der amerikanische Boom seit 1992 ohne das Geld aus dem Fernen Osten nicht möglich gewesen wäre.
Dieses Buch vertritt einen anderen Standpunkt, auch mit der Begründung, dass die Japaner sich auf ihre Tugenden besinnen und nicht nach den anderen richten. Das mag wohl damals so ausgesehen haben, doch etwas hat Japan besser gemacht (nicht ohne unser Zutun). Sie haben bessere Produkte auf den Markt gebracht. Über das Wie bin auch ich nicht so begeistert, doch der Erfolg der '80 Jahre hat ihnen damals recht gegeben. Und wenn ich darüber Nachdenke, dann läuft die Wirtschaft im großen und ganzen auch bei uns so ähnlich ab.
Es gibt dabei sicher recht selten einen Mord, wie er in dem Buch beschrieben wird, aber ansonsten.... Ach ja, da fällt mir noch die Geschichte eines Daimler Managers ein, der vor einigen Jahren ermordet wurde. Und Geschäftsleute, die in der ehemaligen UDSSR arbeiten, werden z. T. auch mit Mord bedroht, wenn sie nicht Schutzgelder zahlen.
Das Buch liest sich aber nicht nur wegen diesem brisanten Hintergrund gut, sondern auch, weil es eine spannende und gute Geschichte ist. Weniger gelungen ist dagegen die Strukturierung des Romans, da es eigentlich nur 3 Kapitel gibt. So etwas kann doch recht anstrengend sein, es sein denn ich lese das ganze Buch in einem Stück durch. Ansonsten ist der Stil sehr gut zu lesen.
In der Geschichte geht es vordergründig um einen Mord an einer Frau. Dieser ist zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt verübt worden, nämlich während der Einweihung eines Bürohochhauses. Schon nach 40 Seiten wird dem Leser klar, dass sich die japanische Kultur um einiges von der unseren Unterscheidet. Das ist auch noch ein Aspekt weshalb dieses Buch so interessant zu lesen ist. Denn was bei den einen als Stärke gilt, wird bei den anderen ganz anders Interpretiert. Das Verbrechen ist denn auch nur die Aufmachung für eine Geschichte, die von Intrigen nur so wimmelt.
Die beiden Hauptpersonen haben es im Verlauf der Ermittlungen dann nicht leicht, bis sie den waren Schuldigen gefunden haben. Vieles, was in dem Roman beschrieben wird, ist heute überholt und eigentlich sind wir in Europa heute in einer ähnlichen Lage. Nur ist es aus unserer Sicht heute wohl die USA, aber auch noch Japan, die als Hauptgegner in der Welt der Wirtschaft erscheinen.
Aus dem Grund enthält dieses Buch auch ein Stück Zeitgeschichte, als ein Teil der Amerikaner gefürchtet hat, zu einem Stück von Japan zu werden. Ich habe dieses Buch vor einigen Jahren zu einem Preis von 35,- DM gekauft (Hardcover), heute ist es wohl zu einem günstigeren Preis zu bekommen. Wie gewohnt enthält das Buch am Ende ein Literaturverzeichnis von Quellen, die der Autor zu seinen Nachforschungen benutzt hat.
Wenn ich auch mit den Ansichten von Crichton nicht übereinstimme, so ist es doch ein sehr lesenswertes Buch. Genau das Richtige für einen langen Winterabend. Falls jemandem die Geschichte bekannt vorkommt, so möchte ich noch folgendes anmerken. Das Buch ist unter dem Titel „Die Wiege der Sonne" auch verfilmt worden.
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Mann Heinrich - Der Untertan
Pro:
so morbide wie komisch
Kontra:
nur 13 Geschichten
Empfehlung:
Nein
Große Literatur, „Hauptwerk der deutschen Satire“, Heinrich Mann, oh Gott, so ein Buch muss ja wohl langweilig sein! Oder ? Man sollte einfach unbefangener an Literatur herangehen, dann wird man, manchmal, auch angenehm überrascht.
1.) Handlung
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Roman
3.) Links
4.) Der Autor
5.) Das Buch
6.) Fazit
1.) Handlung
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Die Geschichte beginnt in Diederich Heßlings Kindheit. Diederich ist ein ängstliches Kind und fürchtet sich vor vielen Dingen, doch am meisten vor dem autoritären Vater. Schon in seiner Kindheit wird das seltsame Verhältnis deutlich dass Diederich zur „Macht“ hat. So stellt er etwas Verbotenes, legt es dann aber darauf an erwischt und bestraft zu werden. Vor seiner weichen und schwachen Mutter hat er keine Achtung, die Ähnlichkeit mit ihm selbst verbietet es ihm.
Die nächste Macht der begegnet ist die Schule, auch hier bewundert er nur die strengen Lehrer, die gutmütigen verachtet er. Hier in der Schule zeigt er schon alle Verhaltensweisen die sein späteres Leben bestimmen sollen.
Heinrich Mann erzählt ( Zitat ): << ..... Diederich war so beschaffen, dass die Zusammengehörigkeit zu einem unpersönlichen Ganzen, zu diesem unerbittlichen, menschenverachtenden, maschinellen Mechanismus der das Gymnasium war, ihn beglückte, dass die Macht, die kalte macht, an der er selbst, wenn auch nur leidend teilhatte, sein Stolz war. Am Geburtstag des Ordinarius bekränzte man Katheder und Tafel. Diederich umwand sogar den Rohrstock.......>>
Er erweist sich als leidenschaftlicher Denunziant der seine Mitschüler bei jeder Gelegenheit anschwärzt. Er empfindet gegen diese Mitschüler zumeist keine persönliche Abneigung, er benimmt sich eher als pflichtmäßiger Vollstrecker einer harten Notwendigkeit. Nachher kann er zu dem Getroffenen hintreten und ihn, fast ganz aufrichtig, beklagen.
Am Anfang seines Studium geht es Diederich genau so wie anfangs in der Schule, er ist völlig verunsichert und weint sehr viel. Doch dann tritt er der Studentenverbindung Neuteutonia bei und schon fühlt er sich wohl denn: ( Zitat ) << Das Trinken und Nichttrinken, das Sitzen, Stehen, Sprechen oder Singen hing meistens nicht von ihm selbst ab. Alles ward laut kommandiert, und wenn man es richtig befolgte, lebte man mit sich und der Welt in Frieden.>>
In Berlin begegnet er auch dem Kaiser, der Macht, der allerhöchsten Macht. Für die anderen Autoritäten, die Heßling vorher angebetet hatte fand er nach einiger Zeit immer noch eine höhere, jetzt endlich ist er der Macht von Gottes Gnaden begegnet und verfällt ihr völlig.
Als sein Vater stirbt kehrt er in seine Heimatstadt Netzig zurück wo er die Papierfabrik seines Vaters übernimmt. Endlich kann er nun selber Macht in größerem Stil ausüben, was er dann auch mit einer beispiellosen Härte und Brutalität tut.
Nachdem er stinkbesoffen, einen angesehenen Netziger Bürger zuerst zu einer Majetätsbeleidigung provoziert und später, mit seiner Zeugenaussage, dafür sorgt dass dieser ins Gefängnis kommt, steigt Diederich nun auch in die lokale Politik ein. In Netzig wird die politische Landschaft, im Gegensatz zum Rest von Deutschland, anfangs noch vom liberalen Kräften geprägt, verkörpert vor allem durch den „ alten Buck „ . Ein Liberaler der sich, unter anderem, als großer Wohltäter der Stadt zeigt.
In bewährter Weise, durch Lügen und Intrigen, untergräbt Heßling das Ansehen und die Stellung von Buck. Dazu nimmt er sogar die Hilfe der verhassten Sozialdemokraten an.
Höhepunkt und Ende des Romans ist die Einweihung des, von Heßling angeregten, Kaiserdenkmals.
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
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der wilhelminische Bürger
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In dem Aufsatz „ Reichstag“ ( 1911 ) wird der wilhelminische Bürger von Heinrich Mann beschrieben:
Zitat: << ..dieser widerwärtig interessante Typus des imperialistischen Untertanen, des Chauvinisten ohne Mitverantwortung, des in der Masse verschwindenden Machtanbeters, des Autoritätsgläubigen wider besseres Wissen und politischen Selbstkasteiers.>>
Diese 4 Worte: „ dieser widerwärtig interessante Typus“, beschreiben ziemlich genau wo, für mich, der Reiz des Romans liegt Ich habe mich oft gefragt wie solche Typen wie Diederich Heßling ihre Handlungen vor sich selbst rechtfertigen. Dank des Buches kann ich mir nun vorstellen was in solchen Menschen vorgeht.
Diederich Heßling
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Mann überzeichnet seine Figur nicht und nimmt ihr dadurch die Glaubwürdigkeit. Er zeichnet vielmehr, mit Hilfe der Satire, schärfere Konturen dieser typischen Kreatur seiner Zeit. Mit dem liberalen und vernünftigen Wolfgang Buck wollte Heinrich Mann einen Gegenspieler zu Heßling. Ich finde es ist ihm nur bedingt gelungen, da hätte man mehr daraus machen können.
Zeitbild
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Für mich ist das Buch ein sehr wichtiges Buch, weil hier ein realistisches Bild der gesellschaftlichen Stimmung in der Kaiserzeit beschrieben wird. Ersetzt man Kaiser durch ‚Führer’ so beginnt man auch zu verstehen was nach der „Machtergreifung“ 1933 in Deutschland abgelaufen ist. Durch das Buch wird z.B. recht deutlich dass der Antisemetismus keine Erfindung der Nazis war, sondern von ihnen als politisches Mittel missbraucht wurde.
Durch dieses Buch kommt erstaunliches zu Tage. Man muss bedenken dass Heinrich Mann dieses buch in der Zeit von 1906 bis 1914 geschrieben hat. Da gibt es eine Beschreibung einer Szene im Buch in der der junge Diederich einen Juden demütigt und ihn zwingt vor dem Kreuz niederzuknien. Diederich fürchtet , zunächst, eine Strafe der Lehrer ( der Macht ), ist dann aber sehr überrascht dass sein Tun wohlwollend gebilligt wird. Diederich hat, in seinen eigenen Augen, nur einen Schwächeren gedemütigt so wie es seinem miesen Charakter entspricht. Es nicht der Akt der Herrschaft über Schwächere die Diederich erregt sondern vielmehr der Beifall der hohen Instanz.
Da gab es doch, es ist noch gar nicht so lange her, brennende Asylantenheime und wurde da nicht von den Zuschauern Beifall geklatscht.
Der deutsche Mann
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Eine ganz typische deutsche Sucht der Selbstkasteiung ( oder Masochismus ) wie Heinrich Mann ihn parodiert. Alle Buchbesprechungen, besonders die deutschsprachigen ordnen die Person Heßlings nur dem deutschen Mann zu. => politisch korrekt, aber falsch, Heßlings gibt es überall auf der Welt. Aktuelle Themen sind mir zu brisant. Aber betrachten wir einmal den Golfkrieg, Kuwait war verteidigungswürdig ( ÖL=Geld ), aber die Kurden erhielten keine Unterstützung vom obersten Moralwächter. Sind alle Araber Terroristen ? Begeht jeder der die Politik der USA kritisiert ‚Majestätsbeleidigung’?
Heßling ist kein deutsches Phänomen, das Ziel sollte sein dass solche Menschen nie und in keinem Land jemals irgendetwas zu sagen haben. Dieses sollte die Lehre aus dem Buch und der Geschichte sein.
3.) Links
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http:// www.dhm.de/lemo/html/Kaiserreich/Kunst/untertan/
Auf dieser Seite findet man eine, wie ich meine, sehr informative Buchbesprechung aus: << Kindlers Neues Literaturlexikon, Kindler Verlag, München <<
4.) Der Autor ( sinngemäß vom Einband des Buches übernommen )
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Heinrich Mann wurde am 27. März 1871 in Lübeck geboren, studierte in Berlin und München und lebte zeitweilig in Paris und Italien. 1925 ließ er sich als freier Schriftsteller in Berlin nieder, wo er 1930 zum Präsident der preußischen Akademie der Künste gewählt wurde. Nach der ‚Machtergreifung’ 1933 wurden seine Schriften verboten, er emigrierte ins Ausland und starb am 12. März 1950 in Santa Monica ( Kalifornien ).
Weitere Werke:
Professor Unrat ( 1905 )
Flöten und Dolche ( 1905 )
Empfang bei der Welt ( 1950 )
5.) Das Buch
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Autor: Heinrich Mann
Titel: Der Untertan
ISBN: 3-423-00256-5
Seiten: ca. 330 Seiten
Preis: damals bezahlt für TB 8,80 DM
6.) Fazit
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Zitat von der Umschlagseite des Buches: << setzt man statt „Untertan“., Opportunist, Mitläufer oder Konformist und sieht man von einem gewissen Zeitkostüm ab, so hätte der Roman ebenso gut 1933, 1945 oder heute geschrieben werden können.<<
© by Araxas / 14.06.2002
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-31 20:29:43 mit dem Titel Mayle Peter - Cezanne gesucht
Im Grunde bin ich ja kein Fan von Kriminalromanen aber das vorliegende Buch habe ich gerne gelesen weil der Autor von dem üblichen Schema des Genres abgewichen ist.
1.)Handlung
2.)Gedanken und Bemerkungen zum Buch
3.)Der Autor
4.)Das Buch
5.)Links
6.)Fazit
1.) Handlung
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Andre Kelly, Starfotograf in momentanen beruflichen Tief, erhält von Camilla Porter, Herausgeberin eines gehobenen Klatschmagazins, den Auftrag im Haus einer reichen Russin an der Riviera, Ikonen zu fotografieren. Andre ist begeistert, zum einen verdient er endlich wieder einmal ein paar Dollar, zum anderen freut er sich auf die Reise, die Riviera hat ihm schon immer gefallen und außerdem ist es saukalt in New York.
In Frankreich angekommen läuft auch alles nach Plan, Camilla hat zwar wieder ihren großspurigen Auftritt, aber daran ist Andre schon gewöhnt. Die alte Dame ist sehr freundlich und zuvorkommend und verwöhnt ihre Gäste mit einem frugalen Mahl. Man einigt sich darauf daß solche Köstlichkeiten in Amerika eher selten zu bekommen sind, nur Camilla hat mal wieder einiges auszusetzen. Aber das trägt eher zur Belustigung von Andre bei, er ist rundum zufrieden, und da alles so gut gelaufen ist hat er einen Freien Abend und auch den nächsten Tag zur freien Verfügung.
Er hatte schon gefürchtet daß Camilla ihn mit längerer Anwesenheit nerven würde, aber glücklicherweise rauscht diese nach Paris ab um gesellschaftliche Kontakte zu pflegen. Er hält Camilla zwar für eine eingebildete Zicke aber sie ist nun einmal seine Hauptauftraggeberin und mit ihrer Hilfe hat er sich einen gewissen Namen als Fotograf machen können, er wundert sich zwar ein wenig daß seine Bilder eher selten in den Artikeln der glamurösen DQ-Magazins auftauchen, aber so lange das Honorar stimmt ist ihm das egal.
Andre ändert kurzfristig seine Pläne statt nach Nizza zu fahren beschließt er die Familie Denoyer in Cap Ferrat zu besuchen, einer Enklave des alten Geldadels, er hofft, mit ein wenig Glück, die reizende Tochter des Familienoberhaupts Bernard Denoyer wiederzusehen.
Aber das ist ihm nicht vergönnt, statt dessen macht er eine Beobachtung auf die er sich keinen Reim machen kann. Er beobachtet wie ein wertvolles Gemälde, unter Aufsicht des altgedienten Faktotums, der Denoyers in einem alten Lieferwagen abtransportiert wird. Das Ganze erscheint ihm sehr verdächtig und er dokumentiert den Vorgang mit seiner Kamera.
Wieder zurück in New York läßt ihm der Vorfall in Cap Ferrat keine Ruhe, er setzt sich mit Denoyer in Verbindung und berichtet über den Vorfall; die betonte Lässigkeit von Bernard macht die ganze Geschichte nur noch mysteriöser, schließlich handelt es sich um ein Gemälde im Wert von 30 Millionen Dollar. Unter einem Vorwand vereinbart Andre nun einen Besuch bei Denoyer um sich Gewißheit zu verschaffen. Denoyer ist sichtlich bemüht Andre zu beruhigen und erzählt ihm eine Geschichte die einer näheren Prüfung nicht standhält, mit Hilfe seiner Pariser Freunde findet Andre heraus das Denoyer gelogen hat, aber warum ?
Im Laufe seiner Nachforschungen besucht er auch den anerkannten Kunsthändler und Kunstexperten Mr. Pine. Die Geschichte macht Cyrus Pine neugierig, hinter seiner sorgfältig gepflegten Fassade, seines unverbindlichen, lässigen Charmes verbirgt sich ein gerissener Geschäftsmann der ein gutes Geschäft wittert. Er macht Andre das Angebot die Hintergründe des verschwunden Bildes herauszufinden und lädt ihn zu einer Reise in die Provence ein. Andre sagt freudig zu, er wüßte nicht was er lieber täte als zusammen mit dem alten, unternehmungslustigen Haudegen das Rätsel um den Cezanne zu lösen.
Nach einem kurzen Abstecher nach England beginnt nun für Andre, Lucy - Andres neue Freundin - und Cyrus Pine die Suche nach dem verschwundenen Bild, bei der die 3 Feinschmecker es sich nicht nehmen lassen die kulinarischen Köstlichkeiten, die ihnen die Provence bietet, ausgiebig zu genießen.
Doch damit ist es bald vorbei, durch ihre Nachforschungen machen sie ein paar dunkele Gestalten auf sich aufmerksam und es wird bald richtig gefährlich für das Trio.
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
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Warum sollte man dieses Buch überhaupt lesen?
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Nun ja, es ist nicht so der "Bringer", aber es gibt wesentlich schlechtere, die Charaktere sind zwar etwas flach und klischeehaft beschrieben, trotzdem hat das Buch auch Atmosphäre es lebt von den Beschreibungen der Landschaft und beschreibt eine Art von Kultur ,abseits des Mainstreams, die sich wohl eher in dem Unterschied von amerikanischer und französischer Kultur als in dem Unterschied von deutscher und französicher Ess.Kultur begründet. Oder gibt es da doch Gemeinsamkeiten? Vielleicht bin ich auch nicht der Richtige um diese Unterschiede objektiv beurteilen zu können, da ich ca. 1 km von der französischen Grenze entfernt wohne und viele Freunde aus Frankreich habe. Paris ist für mich kein Traum, ich setze mich ins Auto und bin in relativ kurzer Zeit dort.
Der Roman ist ein richtiger Appetitanreger , durch die Beschreibungen der leckeren Dinge die die französische Küche zu bieten läuft einem richtig das Wasser im Munde zusammen. Ich glaube der Autor hat die Reise nach England nur eingeschoben um über die englische Küche herzuziehen. Man mag davon halten was man will, aber ich fand es ganz amüsant einen Kriminalroman zu lesen bei dem die Ess-Kultur oft wichtiger ist als die eigentliche Handlung.
Mal abgesehen von dem vorhergesagten läßt sich das Buch recht flüssig lesen und die Sprüche von Andre runden die Geschichte angenehm ab.
Zitat über das Essen in Flugzeugen: >> Kaum war sein Hähnchen gelandet - offenbar ein Vielflieger mit mehreren hundert Flugstunden -, setzte er deshalb gleich seinen Kopfhörer auf, beugte sich tief übers Tablett und tat sein Bestes, sich durch Nachsinnen über seine Zukunft von den eklatanten Schwächen der Bordküche abzulenken.<<
Was mich beschäftigt!
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Warum sind Amerikaner und Kanadier so geil auch Frankreich? Das wird nicht nur in diesem Buch deutlich, irgendwie scheint Frankreich, und insbesondere Paris, für diese Leute das gelobte Land zu sein. Für Amerikaner scheint dieses Land der Inbegriff von Kultur zu sein, in fast jeder Beziehung, o.K., das rechtfertigt wohl den Erfolges von diesem Buch in den USA.
3.) Der Autor ( wörtlich vom Einband des Buches übernommen )
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Der Engländer Peter Mayle war 15 Jahre lang als Werbetexter erfolgreich, ehe er 1975 seinen Job aufgab, sich ein Haus in der Provence kaufte und zu schreiben begann. Bereits seine ersten beiden Bücher, " Mein Jahr in der Provence" und "Toujours Provence", wurden millionenfach verkauft und lösten einen solchen Besucherrummel in Mayles Dorf aus, daß er 1995 seiner Wahlheimat den Rücken kehrte und in die USA umsiedelte. Mittlerweile ist Peter Mayle jedoch wieder nach Südfrankreich zurückgekehrt. Mit "Cezanne gesucht", seinem vierten Roman, eroberte er auf Anhieb die Bestsellerlisten von England, den USA und Deutschland.
weitere Bücher:
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Hotel Pastis
Trüffelträume. Die provenzialischen Abenteuer des Mr. Bennett
Mein Jahr in der Provence
Geld allen macht doch glücklich. Erstaunliches und Kurioses aus der Welt der Reichen
4.) Das Buch
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Titel: Cezanne gesucht!
Autor: Peter Mayle
ISBN: 3-442-44568-X
Seiten: ca. 300 Seiten beim TB
Preis: bei Amazon.de nicht mehr lieferbar, aber 14 gebrauchte ab 0,79 EURO verfügbar.
Das Buch kostet neu rund 8 EURO; die würde ich auf keinen Fall ausgeben, aber für 2-3 EURO findet man das Buch bestimmt irgendwo und das ist es auch wert, ich hab' für mein Exemplar, als Mängel-Exemplar, 2,50 EURO bezahlt.
5.) Links
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http://www.berliner-lesezeichen.de/lesezei/Blz98_10/text11.htm => eine wirklich professionelle Rezension des Buches von Manfred Lemaire, nicht so amateurhaft wie meine => lesenswert!
6.) Fazit
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Kein Buch das man unbedingt gelesen haben muß,. ultraleichte Krimikost mit vorhersehbarem Verlauf und den stereotypen Charakteren des Genres, seine Besonderheit sind die kulinarischen Genüsse die beschrieben werden. Leicht verdauliche Krimikost.
© by Araxas / 07.10.02
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-23 13:24:34 mit dem Titel McGrath - Wasser und Blut
An den Anfang meines Berichtes stelle ich ein Zitat vom Einband des Buches, weil es, meiner Meinung nach, die Stimmung der Geschichten absolut treffend wiedergibt.
Zitat: >> Patrick McGarth' Geschichten fesseln durch ihr Spiel mit dem Morbiden, durch seinen lustvollen Umgang mit Begierde und Schuld, Gewalt und Tod. Barock präsentiert, romantisch, üppig und ausladend – und mit jeder Seite faszinierender. <<
1.) Die Geschichten
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
3.) Das Buch
4.) Der Autor
5.) Fazit
1.) Die Geschichten
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Das Buch enthält 13 Geschichten von denen ich einige an dieser Stelle vorstellen will.
Der Engel
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Bernard, ein heruntergekommener Schriftsteller, wird von dem alten Harry Talbot auf einen Drink in dessen Wohnung eingeladen. Bernard hält Harry, der sich stark parfümiert, Lippenstift benutzt und sich recht auffallend kleidet, zwar für einen harmlosen Spinner, schließt aber doch bald Freundschaft mit dem alten Säufer und die beiden philosophieren, bei sehr viel Gin, über Gott und die Welt. Als Harry eines Tages damit beginnt von Engeln und reinen Seelen zu erzählen, glaubt Bernard das wären nur die Phantasien einer alten Tunte, bis Talbot ihm ein schreckliches Geheimnis offenbart das ihn bis in die Grundfesten seiner Seele erschüttert.
Kommentar
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Eine grundsolid erzählte Geschichte, der Titel verrät dem Leser schon wo es langgeht und er wird, im Verlauf der Geschichte, immer neugieriger auf das Geheimnis des alten Mannes. Das Ende der Story ist phantasievoll und ungewöhnlich.
Der verirrte Forschungsreisende
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An einem regnerischen, stürmischen Tag findet die 12jährige Evelyn einen verirrten Forschungsreisenden im Garten des Hauses ihrer Eltern in London. Der Mann ist total geschwächt vom Fieber und glaubt er wäre im Dschungel und Pygmäen würden ihn verfolgen. Evelyn hält er für eine Krankenschwester. Das junge Mädchen verschweigt den Fund ihren Eltern und übernimmt die Pflege des Todkranken.
Kommentar
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Eindeutig eine meiner Lieblingsgeschichten, eine kafkareske Erzählung in dem schon, am Anfang erwähnten barocken Erzählstil. Der Autor kommt ohne jegliche Gruselelemente aus und erzeugt, alleine durch die Schilderung der Ereignisse, die schrittweise immer absurder werden, eine beklemmende, fremdartige Stimmung.
Die schwarze Hand des Raj
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Die junge Lady Hepplewithe besucht ihren Verlobten in Bombay, der dort im Staatsdienst beschäftigt ist. Als sie in Indien ankommt erkennt sie sofort das etwas furchtbares geschehen ist, ihr vorher so lebenslustiger Verlobter ist nur noch ein Schatten seiner selbst und es dauert auch nicht lange bis sie den Grund erfährt, aus seinem Kopf wächst etwas heraus das wie eine Hand aussieht.
Kommentar
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Nicht die beste Geschichte im Buch, vorhersehbarer Verlauf und vorhersehbares Ende, ganz im Stil von Edgar Allen Poe geschrieben, nur konnte der das besser.
Ambrose Syme
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Die Geschichte handelt von dem Sündenfall eines katholischen Geistlichen und dem Versuch eben diesen zu vertuschen.
Kommentar
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Man glaubt richtig den Genuss zu spüren mit dem der Autor die Geschichte erzählt, er benutzt auch hier wieder eine betuliche Sprache in der er mit viel Ironie eine doch recht grausame Geschichte erzählt.
Die Arnold Crombeck Story
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Eine Journalistin interviewt einen Massenmörder kurz vor seiner Hinrichtung. Sie hält ihn zuerst für ein Ungeheuer, muss dann aber seine Intelligenz und sein künstlerisches Empfinden anerkennen. Schließlich ist sie sogar auf eine ganz besondere Weise von ihm fasziniert.
Kommentar
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Wieder so eine Geschichte mit Knalleffekt. Geschickt lenkt McGrath die Aufmerksamkeit des Lesers ( und der Journalistin ) in die falsche Richtung um dann mit einen wirklich unerwarteten Ende zu überraschen.
Blutkrankheit
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Der von einer starken Malaria geplagte Anthropologe William Clack-Hermann muss mit seiner Familie in einer der Schenke "Blue Cat" übernachten und nur der Diener Clutch bemerkt die bleichen Gestalten mit gelblich fahler Haut.
Kommentar
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Eine etwas andere Vampirstory, hier bringt McGrath, ganz im Stile der alten Meister der Phantastik einen wissenschaftlichen Ansatz mit ins Spiel um den Blutdurst seiner Vampire zu erklären.
Die erotische Kartoffel
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Die Geschichte der Fliege Gilbert die von der Libelle Ariadne zu einem ganz besonderen Festschmaus eingeladen wird.
Kommentar
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Eine Tierfabel der ganz besonderen Art, in einer ganz speziellen surrealen Weise erzählt, man muss wirklich mehrmals lesen um sie richtig zu deuten. Wie gesagt, beim ersten Lesen wirkt die Surrealität sehr stark auf den Leser.
Geschichte eines Stiefels
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Ein Stiefel erzählt die Geschichte einer Familie die einen Atomkrieg in einem selbstgebauten Bunker überlebt.
Kommentar
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Ein Stiefel erzählt ? Ich lach' mich weg. Darauf muss man zuerst einmal kommen.
2.) Gedanken und Bemerkungen zum Buch
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Die Geschichten kommen einem seltsam bekannt vor, aber wie schon bemerkt, McGrath kopiert seine Vorbilder nicht, eher führt er ihren Stil weiter und gibt ihm, durch seine Ideen eine neue Dimension. Ich lese sehr gerne Kurzgeschichten die eine Pointe haben, darin sehe ich auch den Sinn einer Kurzgeschichte, wer Gefühle, Stimmungen oder sonst welche Ansprüche ausdrücken will der sollte eine längere literarische Form wählen. meine Forderung wird von McGarth erfüllt, die Geschichten sind nicht vollgepackt mit aussagen, es geht immer nur um ein Ding und am Ende dann eine überraschende Wendung oder Höhepunkt der Erzählidee.
Ohne jetzt über, das bestimmt notwendige, Hintergrundwissen über den Autor zu verfügen, spekuliere ich jetzt einfach mal ins Blaue hinein: Als Literaturwissenschaftler sind ihm wohl die Werke des Genres gut bekannt, ich betrachte seine Kurzgeschichten wirklich als eine Hommage an Poe und Konsorten, keineswegs als Plagiate.
3.) Das Buch
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Titel: Wasser und Blut
Autor: Patrick McGrath
ISBN: 3-442-72687-5
Seiten: ca. 220 Seiten beim TB
Preis: 16,00 DM fürs TB
Die Originalausgabe erschien 1988 bei Poseidon Press, New York unter dem Titel: " Blood and Water and Other Tales ".
4.) Der Autor ( wörtlich vom Einband des Buches übernommen )
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Patrick McGrath wurde 1950 in London als Sohn eines berühmten Gerichtspsychiaters geboren. Er besuchte ein, von Jesuiten geleitetes Gymnasium und studierte anschließend Literaturwissenschaft. Nach Jahren in den USA, Kanada sowie einer entlegenen Insel im Pazifik lebt er seit 1981 in New York, wo er als freier Autor arbeitet.
weitere Werke:
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Groteske ( Roman )
Stella ( Roman )
Dr. Haggards Krankheit ( Roman )
5.) Fazit
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Ein wirklich kreativer Autor, der viel neues, vorher noch nicht da gewesenes zu bieten hat, ein großer Reiz, war für mich, das die Erzählungen zum Teil im Stil der alten Meister der phantastischen Literatur erzählt werden. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir für alle Freunde der phantastischen Literatur.
(c) by Araxas / 09.11.02 weiterlesen schließen -
Der Schattenesser - Kai Meyer
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Erst einmal möchte ich etwas zu der Geschichte sagen:
Prag im Jahre 1620: Das Heer der katholischen Liga hält die Stadt besetzt. Raub und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Ganz Böhmen ist verwüstet. Durch diese apokalyptische Landschaft zieht eine viel größere Gefahr – ein geisterhafter Mörder, der den Menschen ihre Schatten stiehlt.
Die junge Sarai wird zum Ziel seiner Wut, als sie dem rätselhaften Tod ihres Vaters nachspürt. Eine aufregende Jagd durch das historische Prag beginnt. Aus finsteren Gassen und Hinterhöfen treten bizarre Gestalten ans Licht. Sarai trifft Kaspar, die lebende Kanonenkugel, und den unsterblichen Leander Nadeltanz, den Herrn des Schattentheaters. Der Golem, die sagenhafte Lehmgestalt des Rabbi Löw, erwacht in seinem lichten Grab. Ein verrückter Papiermacher schafft Knochenfrauen aus Pappmaché, und durch die Ruinen Böhmens reitet die mystische Baba Jaga in ihrem Hexenhaus auf Hühnerbeinen.
Doch als Sarai die Wahrheit über den Schattenesser erfährt, begreift sie, dass ihr der wahre Blick in den Abgrund von Wahn und Wirklichkeit, von Liebe und Vernichtung noch bevorsteht.
So fabulieren wie Kai Meyer kann in Deutschland kaum ein anderer .
Das Buch fesselt einen von der ersten Seite an, und es gibt keine Stelle in dem Schauerroman, die nicht vor Spannung knistert.
Kai Meyer beweist immer wieder, dass er ein Meister des magischen Realismus ist!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-17 17:28:16 mit dem Titel Loreley - Kai Meyer
Die Geschichte spielt 1320. Zwei Mädchen wachsen in einer Burg am Rheinufer zu jungen Frauen heran. Die burschikose Ailis geht beim Burgschmied in die Lehre, Fee ist die verwöhnte Nichte des Grafen. Von Kind an sind die beiden unzertrennlich – bis Ailis das schreckliche Geheimnis der Grafenfamilie entdeckt. Auf einer Klippe, hoch über dem Rhein, hält Grad Wilhelm ein kleines Mädchen in einem vergitterten Felsschacht gefangen. Ailis gerät in den Bann des sonderbaren Kindes. Fasziniert lässt sie sich von den magischen Gesängen der Kleinen betören, verliert darüber ihre Familie und ihre Freunde. Doch schließlich ist es Fee, die das Kind befreit – und dadurch unsagbaren Schrecken heraufbeschwört. Denn im Körper des Mädchens lauert eine Kreatur so alt wie die Welt, die nur darauf wartet, Verdammnis über das Land am Rhein zu bringen. Mit Hilfe eines Trupps skurriler Spielleute stellt Ailis sich zum Kampf gegen das furchtbare Wesen – und gegen ihre Freundin Fee, die dem Geist des Loreleyfelsens längst verfallen ist...
Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Es war nicht das erste Buch, was ich von diesem Autor las und sicher auch nicht das Letzte. Ich finde es fabelhaft, wie Kai Meyer belegbare Geschehnisse mit einer Art Schauermärchen verbindet.
Dieses Buch ist jede bedruckte Seite wert, es hält einen fest, lässt einen nicht mehr los. An muss einfach wissen, wie es weitergeht.
Kai Meyer beweist immer wieder, dass er ein Meister des magischen Realismus ist! weiterlesen schließen -
Eine fesselnde Reise in die Vergangenheit ...
Pro:
spannend fesselnd Reise durch die Geschichte
Kontra:
keine
Empfehlung:
Nein
Eine Reise in die Vergangenheit gefällig? Dann ist Roland Muellers Der Goldschmied ein guter Tipp. Denn dieser Roman führt den Leser in die Vergangenheit, auf eine sehr fesselnde Weise. Denn er gehört zu der Sorte Lektüre, die ich zumindest am liebsten in einem Rutsch durch gelesen hätte.
Die Hauptfigur:
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Gwyn. Er ist in armen Verhältnissen aufgewachsen, aber sehr clever. Entgegen der Konventionen schafft er es dennoch, Lehrling bei einem Goldschmied zu werden. Aus dem cleveren Jungen wird erst ein guter Geselle, der seinen Weg über Bath, Augsburg und Venedig bis hin zur Küste von Aleandrien.
Die Geschichte:
Es ist das Jahr 1115, London. Die verarmte Köhler-Witwe Eyleen möchte, ihrem Sohn eine ungewöhnliche Zukunftschance bieten. Sie bittet den Gold- und Zirkelschmied Peter Fallen, Gwyn in die Lehre zu nehmen. Der verbittert wirkende ältere Mann ist zunächst skeptisch, läßt sich durch das gute Auftreten des Jungen aber überzeugen. Gwyn hat eine gute Auffassungsgabe, aus ihm und seinem Meister werden Freunde, die in der Freizeit gemeinsam Bogen schießen. Anstelle von Fallen führt der Lehrling einen Auftrag aus, fertigt einen Kelch für ein Kloster. Die Inquisition in Person von Fresenius van Straaten wird auf Fallen aufmerksam. Er hatte den Goldschmied schon früher verfolgt und aus ihm einen gebrochenen Mann gemacht. Nun muss Gwyn mit ansehenm, wie van Straaten seinen Meister tötet.
Nach Fallens Tod wird Gwyn in die Zunft der Gold- und Zirkelschmiede aufgenommen, sein Kelch wird als Gesellenstück akzeptiert. Er soll nun eine Stelle in Bath suchen. In der Stadt angekommen, nimmt ihn der reiche Goldschmied Borden auf. Barth wird von Bois de Guilbert und dessen Mannen belagert. Durch seine Fähigkeiten als Bogenschütze stoppt Gwyn einen Angriff dieser Eindringlinge und kann schließlich eine Einigung zwischen beiden Seiten vermitteln. Gleichzeitig schafft er es, seinen neuen Meister durch sein handwerkliches Können zu überzeugen und verliebt sich in Bordens Frau Alice. Nach Bordens Tod heiratet Gwyn dessen Witwe und wird dadurch Goldschmied. Alice erwartet ein Kind von ihm, Gwyn findet heraus, dass sie selber ihren Mann getötet hat und geht nach der Geburt auf Wanderschaft, denn er hatte Fallen versprochen, das Handwerk auch in anderen Ländern zu lernen.
In Augsburg arbeitet er bei einem Freund Fallens, beim Goldschmied Lambert. Hier erweitetert Gwyn sein Können. Bei einem Turnier rettet Gwyn einem schwer gestürzten jungen Adligen mit einem künstlichen Hals das Leben.
Es drängt den jungen Goldschmied weiter, nach Italien. Doch die Reise über die Alpen ist überaus gefährlich. Gwyn schafft es, er kommt schließlich in Venedig an. Auch dort fasziniert er die Menschen mit seinem handwerklichen Geschick. Schließlich gerät er aber in die Fänge des Inquisitors ....
Zum Schluß:
Das Ende des Buches will ich hier mal lieber nicht verraten, denn etwas Spannung muss ja sein. Doch auf den letzten Seiten des Romans geht es nicht mehr um Gwyn sondern um Begriffe aus dem Mittelalter. So erfährt man z.B., dass mit Katzen nicht nur Vierbeiner gemeint sein müssen, sondern auch kleine Hütten, mit denen sich Knechte beim Aufbrechen der Burg oder Festungsmauern schützen.
Der Autor:
Der Goldschmied stammt aus der Feder von Roland Mueller. Er wurde 1959 in Würzburg geboren, schrieb Kurzgeschichten, Erzählungen und Drehbücher. Von Beruf ist Mueller Erzieher und Sozialpädagoge, arbeitet aber auch als Dozent. Der Goldschmied ist sein erster Roman.
Erschienen bei:
Erschienen ist dieses Buch bei der Droermerschen Verlagsanstalt Th. Knaur in München, 1998. Über den Preis kann ich es leider nichts sagen, der Roman war ein Geschenk.
Fazit:
Ich kann den Goldschmied nur empfehlen. Die Geschichte von Gwyn ist fesselnd. Anders als bei vielen anderen Romanen wird nicht zwischen verschiedenen Handlungssträngen hin- und hergeschaltet. Im Mittelpunkt steht die ganze Zeit der junge Goldschmied. Mit ihm und durch ihn, kann man ins Mittelalter eintauchen und eine Reise durch das Europa des 12. Jahrhunderts unternehmen. weiterlesen schließen -
Betty Mahmoody, "Ich Prinzessin aus dem Hause Al Saud"
31.10.2002, 01:08 Uhr von
westwind83
Seit geraumer Weile habe ich mich nun bei Yopi angemeldet, es macht Spass Berichte zu schreiben,i...Pro:
fesselnde, spanndende Story!; Infos über den Islam
Kontra:
nichts!
Empfehlung:
Nein
Oft liege ich abends im Bett und kann nicht einschlafen, da hilft mir meistens ein gutes spannendes Buch was mich geistig beansprucht und so müde macht. Dabei stieß ich vor einigen Tagen auf ein Buch in unserem Haus wessen Titel und Cover mich neugierig machten. Auch die mir bekannte Autorin Betty Mahmoody war mir sehr geläufig.
Also ran an den Schmöker!
Zum Titel und zum Cover und Autorin:
====================================
Der Titel lautet "Ich, Prinzessin aus dem Hause Al Saud", was bereits verrät, dass es sich bei dem Buch um eine Darstellung über Frauen im
Islam handelt. Da mir bekannt ist, dass Frauen in islamisch regierten Ländern ein unterdrücktes Dasein fristen wurde ich sofort neugierig auf dieses Buch. Das Cover zeigt eine verschleierte Frau die einen schwazen Abahja (Umhang) trägt, der nur die Augen der Frau preisgibt.
Jeder hat mit Sicherheit schon einmal von Betty Mahmoody gehört, insbesondere durch den Film "Nicht ohne meine Tochter", der die "Verschleppung" aus den USA in den Iran von ihrem iranischen Ehemann
und ihre Flucht mit ihrer kleinen Tochter aus dem fremden Land dokumentiert.
Gerade daher, dass ich diesen Film sehr gut in Erinnerung hatte,
war ich sehr gespannt auf den Inhalt des Buches.
Inhalt, Handlung:
=================
Bei dem ganzen Buch handelt es sich um Auszüge aus den Tagebüchern
der Prinzessin und Definitionen von Begriffen und Rituallen, die
Moslems pflegen, alles wird sehr genau, meist an Beispielen, oft grausamer Natur veranschaulicht, wie zum Beispiel die Hinrichtung
einer Tochter von der Familie in einem Swimmingpool mit gefesselten Füßen und der schweren Abahja-Kleidung, weil sie "unzüchtig" gewesen
ist. Es kommen jedoch noch grausamere Beispiele vor, die wir Deutschen
wohl nur sehr schwer nachvollziehen können.
Die Hauptperson des Buches wird "Sultana" genannt, ein falscher Name,
da sie bei veröffentlichung ihres wahren Namen, den Tod erwarten könnte.
Sultana wird in der weitläufigen königlichen Familie "Al Saud" von der ersten Frau ihres Vaters geboren.
Sie hat neun Schwestern, von denen nur wenige namentlich erwähnt sind.
Personen die häufiger im Buch auftauchen sind die älteste Tochter
Nura und Sultanas intelligente und liebrezende Schwester Sara.
Ihr einziger Bruder Ali ist auf deutsch gesagt, ein schreckliches Ekelpacket, er behandelt seine Schwestern herablassend, der er von seinem Vater völlig verhätschelt wird und Frauen verachtet.
Später im Buch bezeichnet er alle ausländischen Frauen, insbesondere
Amerikanerinnen als "Huren" und er verreist später häufiger mit seinem
Vater nach Thailand um sich sexuell zu vergnügen, aber auch die 10-12
jährigen Kinder armer Ägypterinnen begattet er gegen ein kleines Endgelt. Was in Deutschland Kinderschänderei ist, kommt in muslimischen Ländern leider häufiger vor.
Die Kindheit der kleinen Sultana verläuft im Vergleich zum übrigen Teil des Buches relativ "frei", da Sultana noch keinen Schleier und Abahja
(=Umhang) tragen muss.
Ihr Bruder Ali versucht sie in jeglicher Weise herablassend zu behandeln
und zu quälen, doch Sultana hat bereits als Kind ein nahezu unzähmbares Temperament und weiß sich wohl sich gegen die Schikanen ihres grausamen Bruders zu wehren, sie bricht im Beispielsweise einen Zeh, als dieser nach einem Streit hinter ihr herjagd und Sultana die Tür zu ihrem Zimmer zuknallt als ihr Bruder den Fuß dazwischen hatte *AUTSCH!* aber gleichzeitig zauberte schon dieses ein Lächeln auf mein müdes Gesicht.
Als Sultana ihre erste Menstruationsblutung erhält, müsste sie eigentlich ab jetzt einen Schleier und einen Abahja tragen, doch dieses
weiß sie gut und gerne noch ein halbes Jahr hinauszuzögern.
Jedoch danach gilt sie im "heiratsfähigen Alter".
HIerzu ist schonmal zu sagen, dass Mädchen im Islam schon im Alter von
12 Jahren verheiratet werden können (!) meist als zweite oder dritte Frau eines manchmal sogar über 60jährigen um seine sexuellen Bedürfnisse zu erfüllen (!). Gerade dieses hat mich besonders schockiert, mir war zwar bekannt, dass Frauen unfreiwillig und willkürlich im Islam verheiratet wurden, jedoch hat mich schockiert das bereits 12jährige Mädchen als SEXUELLES FREIWILD (bitte verzeiht mir die Wortwahl!!) NOTGEILEN ALTEN MÄNNERN zur Verfügung stehen.
Dieses Schicksal trifft Sultanas zierlichen, liebevollen Schwester Sara:
sie wird mit einem Mann verheiratet, der weit älter als ihr Vater ist und wird für sadistische Sado-Maso-Spielchen mißbraucht, ihre Aufgabe ist wohl als Sexsklavin zu verstehen (!).
Nach einem mißlungenem Selbstmordversuch, ist Saras Mutter über die Qualen, die ihre Tochter hatte erleiden müssen dermaßen entsetzt, dass von ihren Mann die Scheidung zwischen Sara und ihrem Mann fordert.
Dieses empfand ich als sehr mutig von Saras Mutter, die meist ein
unterwürfiges Verhalten zu ihrem Mann zeigt. Überraschenderweise stimmt Saras Vater zu, und fügt der Sache hinzu, dass Sara bei ihrem nächsten Ehemann bestimmt mehr Glück haben werde (!). Sultana reagiert total geschockt auf die Leidensgeschichte ihrer Schwester.
Dieses trifft zum Glück aber auch zu, der Bruder von Sultanas späterem Ehemann verliebt sich auf der Stelle in sie und möchte sie heraten, obwohl er zuvor immer wieder gesagt hat, dass er niemals in seinem Leben heiraten wolle. Sara erwiedert seine Liebe und wird mit ihm eine sehr glückliche Ehe führen, da sie ihren Mann nicht mit mehreren Frauen teilen muss/wird. Sultana ist sehr erleichter über die glückliche Ehe ihrer Schwester.
Auch Sultana hat im späteren Verlauf des Buches Glück in ihrer Ehe, doch es kommen einige düstere Zeiten in ihrer Ehe, auf die ich jedoch nicht eingehen möchte, da das ganze Buch wirklich viel zu spannend
ist um jede Einzelheit preiszugeben!
Sie bekommt drei Kinder einen Sohn und zwei Töchter, die sie
glücklich erziehen will und ihrem SOhn beibringen möchte, Achtung vor einer Frau zu haben.
Über Sultana ist grundsätzlich zu sagen, dass sie ein sehr temperamentvolles, nahezu rebellisches Verhalten gegen die Unterdrückung der Frauen im Islam entwickelt hat. Sie scheut auch nicht sich auf ihren missratenen Bruder Ali zu stürzen und diesen zu verprügeln und an seinem gebrochenen Zeh herumzuspielen *grins*.
Und ich muss wirklich sagen, dass ich nach allem was ich aus diesem Buch über die Stellung der Frau gehört habe, wirklich Respekt vor dieser Frau habe und ihren Mut und ihren Elan wirklich bewundern kann.
Ich habe absichtlich nur Auszüge aus dem Buch beschrieben, damit ich euch (evtl. zukünftigen Lesern *grins*) nicht zuviel vom Inhalt und der
großen Spannung, die den Leser sofort in seinen Bann zieht vorzuenthalten. Dieses Buch war das spannendste, was ich je gelesen habe und ich kann es euch wirklich nur redlich empfehlen!!
Darstellungen, Bezug zur Wahrheit, Preis, Fazit:
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Wie ich bereits erwähnt habe handelt es sich bei dem Buch um Tagebuchauszüge, verfasst von der Hauptperson "Sultana" die wirklich
existiert und von Betty Mahmoody durch dieses Buch an die Öffentlichkeit
geraten. Obwohl das Buch viele Zustände zur Politik und insbesondere
zur Unterdrückung der Frau im Islam anprangert, ist die Darstellungsweise keineswegs einseitig!
Es werden auch positive Aspekte gennant und auch hilfsbereite reformbereite Persönlichkeiten in Saudi Arabien beschrieben,
die wirklich glaubwürdig sind.
Ich finde es sehr positiv, dass Betty Mahmoody, die die Behandlung der Frauen im Islam ja bekanntlich am eigenen Leibe erfahren hat, was sich Frauen im Islam alles gefallen lassen müssen durch dieses Buch,
den Tagebüchern Sultanas beschreibt.
Das Buch enthüllt viele Bräuche und Sitten im Islam, die uns Europäern
oft verborgen bleiben!
Absolute Empfehlung!! Ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen, dieses Buch einmal zu lesen, es ist superspannend!
Erhältlich ist das 280seitige Buch bei www.amazon.de, oder evtl. auch bei eBay für einen Neupreis zwischen 5 bis 10 €.
Eine Anschaffung, die sich wirklich lohnt!
Ich hoffe ihr habt Lust auf diesen spannenden Schmöcker bekommen
und hattet Intresse und Spass am Lesen meiner Buchvorstellung!
Gruss,
Euer Mattes weiterlesen schließen -
Toller Krimi ,menschliche Charaktere, spannend
Pro:
spannend,emotional,sehr gute Story
Kontra:
nix
Empfehlung:
Nein
HENNING MANKELL – Mittsommermord
Genre : Kriminalroman
Erscheinungsjahr: 1997
Verlag : Paul Zsolnay Verlag
ISBN : 3-522-04962-2
Übersetzer: Wolfgang Butt
Preis: ca.22 €
Es gibt den Roman auch als Taschenbuchausgabe bei Dtv (Deutscher Taschenbuchverlag)
Preis : ca.11 €
Bisher erschienen: Die fünfte Frau;Die falsche Fährte;Die Brandmauer;Der Mann der lächelte;Die rote Antilope;Mörder ohne Gesicht.
Der Autor:
Mankell ist ein Phänomen -- sein Roman ein Ereignis. Während viele bewährte Krimiautoren im x-ten Fall ihres Helden zu schwächeln beginnen ob der Zwänge des Marktes und der ihnen abgeforderten Schreibgeschwindigkeit, ist bei dem schwedische Autor bestes nichts ist zu bemerken von Verschleiß, Unlust oder Ideenarmut.
Die Story:
Mittsommermord ist gleichzeitig aber auch Mankells bisher düsterstes und pessimistischstes Buch, das einen trotz erfolgreicher Arbeit zutiefst beunruhigten und verunsicherten Kommissar Kurt Wallander zeigt. Der Plot selbst ist nicht neu. Ein Serienmörder wird gejagt. Ein Mörder allerdings, der eine merkwürdige Vorliebe für kostümierte Opfer zu entwickeln scheint. Alles beginnt damit, dass eine Gruppe von Jugendlichen spurlos verschwindet. Monate später findet man die Vermissten erschossen und im Zustand fortgeschrittener Verwesung in einem Naturpark, gerade dort, wo sie vor ihrem Verschwinden gemeinsam ein Mittsommernachtsfest gefeiert hatten. Wallanders Kollege Svedberg wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden -- warum musste er sterben? Zunächst steht ein Zusammenhang der Morde gar nicht zur Diskussion, bis deutlich wird, dass Svedberg selbst im Urlaub heimlich am Fall der verschwundenen Jugendlichen arbeitete.
Fazit:
Ein hervorragender Kriminalroman wird eben doch durch mehr gekennzeichnet als nur durch die Originalität seiner Handlung und vordergründige Spannung. Intensiver als jemals zuvor legt Mankell die Psyche seiner Helden und seines Täters offen, ihre Ängste, Sorgen und Beweggründe. Er zeigt die tiefe Krise einer Ermittlercrew an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Und er schafft es wieder, dass der Leser ihm mit angehaltenem Atem folgt. Immer deutlicher wird auch: Henning Mankells Erfolgsgeheimnis ist eigentlich gar keines. Seine Figuren leben! Seine Helden sind aus Fleisch und Blut!
Mehr denn je zweifelt Kurt Wallander in diesem Roman am Sinn seines Tuns. "Man fühlt sich so machtlos. Und man fragt sich, ob man es wirklich aushält, bis man alt wird." Hoffen wir, dass dieser moderne Don Quixote seinen Kampf gegen die Windmühlen des Lebens erneut aufnehmen wird.
Meinung:
Ich freue mich schon auf seinen neuen Roman“Die Rückkehr des Tanzlehrers“ und bin sehr gespannt,ob er sein vorgelegtes hohes Niveau halten wird.
Viel Spaß und Spannung beim lesen.Tschüss weiterlesen schließen -
Unternehmen Brandenburg (G. Meade) - Fesselnder Thriller mit überraschendem Ende
27.10.2002, 01:44 Uhr von
silke-silke
Hallo liebe Yopianer, Ihr werdet Berichte zu den Themengebieten Nahrung, Bücher, Internet, Well...Pro:
spannend
Kontra:
?
Empfehlung:
Nein
Mögt ihr Thriller, die sich nur schwer beiseite legen lassen? Seid ihr an Politik und kritischer Zeitgeschichte interessiert? Dann kann ich euch für diese tristen Herbstabende nur den erschreckend genialen Thriller "Unternehmen Brandenburg" des Autors Glenn Meade empfehlen.
Es handelt sich zwar um einen dicken Wälzer von 700 Seiten. Diese habe ich selber im Urlaub innerhalb einer Woche verschlungen. Euch dürfte es ebenso ergehen.
Dieser behandelt der Thematik alter und neuer Nazis, ihre internationalen Verbindungen und dem steten Willen, die Macht im Deutschland nach der Vereinigung an sich zu reißen.
Zwar ist die Geschichte fiktiv, doch hat die Nachkriegsgeschichte gezeigt, dass es zu diesem Thema keinen allzu großen Schritt benötigt, auch heute werden im Deutschland des neuen Jahrhunderts rechtsradikale Propaganda und Parolen gestreut, die ihre Abnehmer in erschreckender Weise finden.
Bis heute gibt es Vermutungen und Fanstasieäußerungen, was mit den Schätzen der Reichsbank sowie den Nazigrößen, die in der Endphase des Krieges spurlos verschwunden sind, passiert ist. Verbergen sie sich irgendwo und sind somit noch am Leben?
Glenn Mead macht aus dieser Story einen packenden Thriller, in dem die Spuren der Nazigrößen sowie ihrer Nachkommen in Südamerika zu finden sind. Dass viele insbesondere nach Argentinien und Paraguay geflüchtet sind, entspricht der Wahrheit. Auch gibt es Organisationen, die diese finanziell unterstützen und ebenfalls einflussreiche Beziehungen in Politik und Wirtschaft Südamerikas geknüpft haben.
Inhalt:
Ein Reporter stößt in der Hauptstadt Paraguays durch einen Zufall auf einen Schmuggel von Waren. Seinem Freund Rudi Hernandez hatte er davon, aus Angst umgebracht zu werden, erzählt. Dieser nimmt nach dessen Ermordung, angeblich ist er bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet worden, die Recherche auf. Gleichzeitig stößt Hernandez, als er sich als Reporter in der Villa des deutschstämmigen Geschäftsmannes Tscharkin aufhält, auf Hinweise einer geheimen Konferenz in einem Nobelhotel der Stadt. Tscharkin hatte zuvor, da ihm Ärzte mitgeteilt hatten, dass er nur noch 48 Stunden zu leben habe, Selbstmord begangen, nicht ohne vorher sämtliche Dokumente im Haus penibel zu beseitigen. Da Tscharkin diese Konferenz einige Tage zuvor gebucht hatte, wird der Reporter Hernandez neugierig. Auch hofft er den Mörder seines Freundes dadurch zu finden.
Hernandez bucht in dem Hotel in einiger Entfernung ebenfalls ein Zimmer und versucht die geheime Konferenz mit Überwachungsgeräten abzuhören und aufzuzeichnen. Ihm passiert jedoch ein fataler Fehler ....
Zur selben Zeit kommt es in Deutschland des Jahres 1994 zu einer Mordserie, über deren Zusammenhang der Leser nicht im Unklaren gelassen wird. In dieser Mordserie werden ein bekannter Nazi, sowie ältere Männer und Frauen auf offener Straße von Unbekannten hingerichtet.
Ein Agent des DSE, einer Abteilung der Koordinierungsstelle der Aktivitäten der Geheimdienste der EU-Länder, nimmt, nachdem er von der Cousine des oben genannten Reporters angesprochen wird, die Ermittlungen auf. Diese werden für ihn und alle Personen, die auch nur im Entferntesten an dem Fall beteiligt sind, sehr gefährlich. Blut fließt in dem Roman nicht gerade wenig. Mehr möchte ich hierzu nicht sagen, außer dass es sich bei dem Täterkreis um ehemalige Mitglieder der Leibstandarte Adolf Hitlers, also einer SS-Eliteeinheit, handelt.
Eins wird nach einiger Zeit deutlich: Die Morde hängen mit dem sogenannten "Brandenburger Testament" zusammen, welches Historiker nicht genau in den Bereich Mythos oder Realität einzuordnen vermögen. Dieses Testament soll Ende Februar 1945, also zwei Monate vor dem Selbstmord Hitlers, von Hitlers und seinen treu Ergebenen unterzeichnet worden sein. Um was es sich dem Hörensagen in dem Testament handeln soll, möchte ich nicht verraten.
Am Ende des Buches hofft der Leser, dass das, was in diesem Thriller so akribisch geplant und umgesetzt wird, niemals in die Wirklichkeit umgesetzt wird. Sonst kann man nur sagen, "gute Nacht Deutschland, gute Nacht Europa". Die politische Landkarte würde in jedem Fall verändert werden.
Man bekommt als Leser das Gefühl, dass Glenn Meade in hervorragender Weise die deutsche Nazigeschichte, die Organisationsstruktur der Geheimdienste sowie die Schauplätze recherchiert hat. Das Buch bleibt spannend bis zum Schluss. Ich finde an dem Buch auch gut, dass die Helden keine Superhelden sind, nahezu alle werden "draufgehen", aber eben dieses zeigt doch deutlich, wie erbittert der Kampf beider Seiten mit Sicherheit auch heute noch geführt wird.
Glenn Meade: Unternehmen Brandenburg, Bastei-Lübbe TB, 1994, deutsche Ausgabe 1999.
ISBN 3-404-14190-3 (18,90,- DM), 700 Seiten
Viel Spaß beim Lesen, eure Silke
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-09 19:43:23 mit dem Titel Henning Mankell - Mörder ohne Gesicht
Heute möchte ich euch einen Krimi vorstellen, den ich von einem Kollegen geliehen habe und leider viel zu lange ungelesen in der Ecke liegen hatte.
Hätte ich ihn doch schon eher gelesen!
Es handelt sich hierbei um den Thriller "Mörder ohne Gesicht" des schwedischen Autors Henning Mankell. Viele von euch werden diesen
Krimiautor kennen oder aber mal Verfilmungen seiner Krimis gesehen haben. Ich gehörte bislang nicht zu dieser Gruppe, ich muss es gestehen! Liegt
doch eigentlich mein Leseherz eher auf der Seite historischer Romane. Aber ich will nicht abschweifen und sogleich zum "Mörder ohne Gesicht"
kommen.
Der Inspektor Kurt Wallander ermittelt in diesem Krimi unter anderem in einem Doppelmord, der einem schon zu Beginn fast den Atem stocken
lässt:
Ein altes Bauernehepaar wird im schwedischen Schonen auf bestialische Weise ermordet. "Es war schlimmer, als er es sich vorgestellt hatte. Viel
schlimmer. Später wird er sagen, dass es das Schlimmste war, was er je gesehen hatte. Es war sogar bis auf die Porzellanlampe hinaufgespritzt
....." Tja, die Beschreibungen der Opfer werde ich euch jetzt natürlich nicht preisgeben. Auf jeden Fall nimmt Wallander die Ermittlungen auf.
Zunächst überhaupt nicht hilfreich scheint ihm dabei das letzte Wort des einen sterbenden Opfers zu sein: "Ausländer" - oder müssen nun die
Ausländer wieder als Buhmänner für alles Negative herhalten?
Doch obwohl sich die Erfolge seiner Ermittlungen zunächst überhaupt nicht zeigen wollen, gelingt es ihm, die vagen Worte in einen Zusammenhang zu
bringen - denn da war ja noch ein besonderer Knoten ...
Dieser Krimi zeigt das heutige Schweden. Es ist nicht unbedingt das Tourismus-Schweden der Reiseprospekte. Insbesondere in der meist von
älteren Leuten bewohnten Provinz Schonen, in der es bei weitem noch nicht so zugeht wie in Stockholm, obwohl auch hier erste Ansätze
erkennbar sind, wird das vielleicht wahre Schweden deutlich:
Es ist ein Schweden mit Fremdenfeindlichkeit, resultierend aus einer Angst vor Überfremdung. Sogar ein Asylbewerberheim geht in den Flammen auf.
Das Thema "Asylanten und die Asylpolitik Schwedens" steht im Mittelpunkt des Interesses. Kann es da eine Verbindung zwischen dem Mord und den
Worten der Sterbenden geben? Vielleicht wollte sie auf etwas anderes hinaus - schließlich führte ihr braver Ehemann ein Doppelleben.....
Doch nun zu Mankells ermittelnder Inspektor Wallander selbst. Er ist kein Hochglanz-Sherlock-Holmes, sondern ein Mann, in dessen Privatleben das
Wort "Chaos" zu Hause ist. Seine Frau ist weg, zu seiner Tochter hat er seit Jahren keinen Kontakt mehr und sein seniler Vater ist nicht gerade
eine Hilfe, das Privatleben in den Griff zu bekommen. Zunehmend zeigt sich seine Tendenz in problematischen Situationen zur Flasche zu greifen.
Doch bestehen seine Trinkgewohnheiten während der Arbeitszeit und auch in nicht so problematischen Situationen darin, ständig Kaffee zu trinken.
Ich weiß nicht, ob der Kaffeekonsum der Schweden so extrem ist, doch fällt es dem Leser schon auf.
Ständige Besprechungen zeigen, wie zäh Ermittlungen in Kriminalfällen laufen können und, dass der ermittelnde Polizist nicht sofort a la Sherlock
Holmes auf den Täterkreis kommt. Es dauert womöglich Monate, in der richtigen Richtung zu ermitteln. Das wird in diesem Krimi sehr deutlich und
dies finde ich gut. Wenn der Detektiv oder Inspektor intuitiv sogleich den Täter aus dem Hut zaubert, ist mir dies suspekt. Doch da Wallander so
manches Mal fast resigniert, um dann doch weiter zu kämpfen, macht dies ihn und seine Kollegen glaubwürdiger.
Die Sprache des Krimis besteht vornehmlich aus einfachen, teils kurzen Hauptsätzen. Somit ist er leicht zu lesen. Da diese Satzwahl eigentlich für
das Deutsche untypisch ist, schließlich sind wir für unsere Schachtelsätze bekannt, erscheint der Krimi sprachlich teils holperig, weil man am
Lesefluss gehindert wird. Doch liegt dies vielleicht an dem schwedischen Satzbau?? Auch beginnen öfters die Sätze mit dem gleichen Wort "Er" - im
Deutschen nicht gerade ein Zeugnis von Qualität, doch vielleicht ist dies im Schwedischen nicht so?
Viele Dialoge zwischen den ermittelnden Personen ermöglichen dem Leser, sich das Geschehen quasi als Film vorzustellen. Doch bin ich der Meinung,
dass hier und da beschreibende Zusammenfassungen mit spannungsgeladener Sprache angebrachter gewesen wäre.
Insgesamt muss man sowieso sagen, dass das Buch sehr spannend beginnt, diese jedoch nicht halten kann, was bei Ermittlungsarbeiten ja
auch einleuchtet.
Nichts desto trotz finde ich den Krimi lesenswert. Der Leser wird vielleicht aufgrund der zähen Ermittlungen immer zum Grübeln nach dem Täter
angeregt.
Im Übrigen ist Henning Mankell mit "Mörder ohne Gesicht" 1992 als bester Thriller Schwedens ausgezeichnet worden. Soweit ich weiß, ist "Mörder
ohne Gesicht" sein Debüt. Dafür ist er wahrlich gelungen.
"Mörder ohne Gesicht" ist im dtv Verlag erschienen und kostet 9,46 €.
Viele Grüße an alle Leseratten und insbesondere an die eine, die mir diesen Krimi geliehen hat,
eure silke-silke
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-26 23:44:39 mit dem Titel Mankell: Die falsche Fährte - Serientäter treibt sein Unwesen in Schonen
Henning Mankell ?? Ja !! Es dürfte kaum einen Buchladen geben, bei dem die Werke des schwedischen Krimiautors Henning Mankell nicht reißenden Absatz finden dürften. Sieht man seine Krimis doch sogar in den kleinen Bücherregalen von Supermärkten.
Mankell ist zum Inbegriff eines zeitgemäßen und vor allem gesellschaftskritischen Autors in Europa geworden, der als bester Krimiautor Schweden ausgezeichnet worden ist.
Nachdem ich zunächst die ersten beiden Bände der bis jetzt 9teiligen Reihe, nämlich „Mörder ohne Gesicht“ und „Hunde von Riga“ gelesen hatte, fand nun der fünfte Band „Die falsche Fährte“ meine Aufmerksamkeit. Dass ich die beiden Bände davor zeitlich erst danach lesen werde, ist keineswegs schlimm, da Mankells Inspektor Wallander die wichtigsten Informationen des zuvor Geschehenen zusammenfasst.
Doch nun zur „Falschen Fährte“:
Hauptermittler ist wiederum Kurt Wallander, ein Polizeiinspektor aus Ystad in Schonen. Dass das eigentlich verträumte Schonen in Südschweden gar nicht so ungefährlich ist, ist nicht nur den Polizisten in Ysad sondern auch dem Leser sehr bald klar – treibt doch ein Serienmörder sein Unwesen. Diesen lernt der Leser punktuell immer wieder kennen, schildert doch ein Erzähler das Ritual der Maskierung. Der Täter ist barfuß unterwegs und bemalt sich wie ein indianischer Krieger am ganzen Körper. Da er seine Opfer auch noch skalpiert, verstärkt den Eindruck, dass es sich um eine Psychopathen handeln muss. Lange Zeit tappen Wallander und auch der Leser im Dunkeln, ergreifen doch die Ermittler lange Zeit „die falsche Fährte“.
Zu seinen Opfern zählen ein ehemaliger Justizminister Schwedens, der in legale und illegale Kunstgeschäfte verwickelt war und der Galerist Svedberg. Es folgen jedoch weitere Opfer, die nichts mit der Kunstszene zu tun haben. Was haben die Opfer, die aus verschiedenen Gesellschaftsschichten kommen, gemeinsam? Hängt es mit dem sich selbst verbrennenden Mädchen in einem Feld zusammen oder ist dieses Ereignis, das sich vor den Augen Wallanders abspielt, ein Zufall? Vermutlich nicht.
Ich möchte hier anmerken, dass ich urplötzlich einen Gedanken hatte, als ich dies las, der mit dem Motiv des Täters in Einklang zu bringen war. Doch dauerte es lange, den Pfad „der falschen Fährte“ zu verlassen. Mehr möchte ich hierzu nicht sagen, da ihr den Krimi ja noch lesen wollt....
Gut finde ich, das Henning Mankells ermittelnder Ermittler selbst kein Hochglanz-Inspektor a la Sherlock Holmes ist. Dafür wird zu oft deutlich, dass er sich durchaus auf einer „falschen Fährte“ mit seinem Team befinden kann. Auch sein Privatleben ist nicht hochglanzverdächtig. Nachdem ihn seine Frau vor einigen Jahren verlassen hatte, merkt man nun, dass sein Verhältnis zu seiner Tochter sich in diesem Band etwas entspannt hat. Hatten sie im ersten Band so gut wie keinen Kontakt, treffen sie sich hier hin und wieder und sprechen miteinander – und sei es auf kleinen Zettelchen. Zum anderen wird deutlich, dass dieser Inspektor wie viele andere auch seine „Probleme“ mit dem Älterwerden seines senilen Vaters hat. Verstanden haben sie sich lange nicht gut, dennoch meldet er sich hin und wieder bei ihm und macht diesem zur Freude schließlich sogar eine Italienreise mit seinem 85jährigen Vater.
Doch in seinem Privatleben kränkelt es nach wie vor. Zwar hat er in den „Hunden von Riga“ eine Polizistenwitwe namens Baiba kennen und lieben gelernt, dennoch kann man immer noch nicht von einer richtigen Beziehung sprechen. Er lebt in Schweden, sie in Riga/Lettland. Dass für ihn eigentlich die Arbeit vorrang hat, wird in seiner Feigheit deutlich, diese Frau anzurufen, um wegen seiner Arbeit eine Urlaubsreise mit ihr abzusagen. Man merkt als Leser die Schwierigkeiten einer solchen Partnerschaft auf Distanz. So verliebt wie in „Hunde von Riga“ erscheint Wallander nun überhaupt nicht mehr.
Die Tendenz, in problematischen Situationen zur Flasche zu greifen, hat sich deutlich gegenüber den Erstlingswerken gebessert. Zwar kauft und trinkt Wallander immer noch Whisky, dennoch nicht mehr in dem Ausmaße wie noch Jahre zuvor. Auch sein Kaffeekonsum ist deutlich rückläufig – was bei dem Ausmaß an Überstunden, auch nächtlicher, durchaus verwunderlich sein kann.
Ich kann euch diesen Krimi nur empfehlen. Zwar werden Orts- und Zeitwechselsprünge unternommen, dennoch ist es nicht schwierig, dem Geschehen zu folgen. Auch ist es möglich, diesen Krimi unabhängig von den vorherigen zu lesen.
Viele Grüße
silke-silke weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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