Pro:
Hübsch, gemütliche und Pinguine!
Kontra:
...
Empfehlung:
Ja
Der Rückweg nach Kapstadt führte uns an unserem letzten Tag unserer Südafrika-Rundreise auch nach Simonstown. Die Stadt ist – je nach Fahrstil - von Kapstadt aus in etwa 40 Minuten zu erreichen.
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Simonstown ist eine hübsche kleine und recht übersichtliche Stadt mit einer historischen Hauptstraße, der St. George's Street, in der sich viele alte, schöne Häuser befinden. Einige von ihnen sind über 150 Jahre alt. Auch eine Anzahl an schönen Geschäften, Souvenirständen mit afrikanischem Kunsthandwerk und hübsche kleine Cafés sind in der gepflegten und sehr britisch wirkenden Stadt zu finden. Simon van der Stel, nachdem auch schon Stellenbosch benannt wurde, war der Namensgeber der Stadt, die wunderschön malerisch liegt. Es war im Jahr 1687 als Simon van der Stel die Bucht erstmals besuchte. Und im Jahr 1743 entschied man hier eine Siedlung zu gründen, in der die in den Stürmen vor Kapstadt häufig beschädigten Schiffe im Winter ankern sollten.
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Simonstown, welches seit 1814 als Marinestützpunkt der Royal Navy diente, ist eine sehr wichtige Marinebasis und viele interessante Dokumentationen zur Seefahrtsgeschichte des Landes gibt es auch im South African Naval Museum zu sehen. Im Jahr 1957 übernahm übrigens die südafrikanische Marine den ehemaligen britischen Stützpunkt.
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Auf dem Marktplatz der Stadt befindet sich ein Denkmal von Just Nuisance, zu der uns usner Reiseleiter eine schöne Geschichte erzählte...
Just Nuisance war eine dänische Doggendame, die im zweiten Weltkrieg Matrosen auf ihren Kneipen-Touren nach Kapstadt erinnerte. Und meist erinnerte sie diese noch rechtzeitig daran, daß der letzte Zug bald fahren würde. Doch eines Tages wollte man sie nicht in den Zug lassen – Tiere seien hier verboten. Und so bekam die Doggendame ganz offiziell den Rang eines Vollmatrosen der königlichen Kriegsmarine. Einem Militärangehörigen konnte man die Fahrt schließlich nicht verbieten. Von nun an durfte Matrosendame Just Nuisance, mit Ausweis versehen, ihre Kollegen weiterhin begleiten. Als sie starb wurde sie mit allen militärischen Ehren begraben.
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Noch viel interessanter fanden wir jedoch die Boulders Pinguinkolonie, die sich in Simonstown befindet,die wohl die größte Attraktion der kleinen Stadt ist und die meisten Besucher anzieht.
Bereits auf der Fahrt durch den Ort sahen wir einige Achtungsschilder – dreieckig, mit rotem Rand und weißem Grund. Auf diesen Schildern waren tatsächlich Pinguine abgebildet, die sich – nach Aussagen unseres Reiseleiters – auch des Öfteren einmal von ihrem gemütlichen Domizil am Strand fort bewegen und ab und an auch in der Stadt zu finden sind. Die Einwohner von Simonstown seien dazu angehalten unter ihren Autos nachzusehen, bevor sie losfahren ;-)
Die Pinguinkolone existiert seit dem Jahr 1983. Damals soll man, so unser Reiseleiter ein Pinguin-Pärchen am Astrand gefunden haben. Die beiden vermehrten sich, andere Pinguine kamen hinzu – und heute sind es weit über 2.000 dieser niedlichen Frackträger, die am Strand leben. Die Pinguine sind niedlich anzuschauen , aber – zum Ärger der Bewohner – sehr, sehr laut. Ihr Schreien hört sich oft an wie ei laut wiehernder Esel. Aber der Lärm wäre für die Anwohner der Stadt nicht einmal das Schlimmste – denn die Pinguine zieht es oft auch in die Gärten. Vor Zäunen machen sie kein Halt, machen sich breit, wo es ihnen gefällt – und brüten einfach in fremden Gärten ;-)
Dabei haben sie es am Strand doch wirklich so schön, denn dort gibt es einen auf Bohlen erhöhten Rundweg für die Besucher, so daß die Tiere durch diese nicht gestört werden. Entlang des Weges finden sich einige Schilder mit Informationen zu den Tieren. Hier erfuhren wir, daß die Brutzeit im März und April ist. Wir waren im Mai dort – und es gab jede Menge junger, flauschiger Pinguine zu sehen.
¸.**¨)
(¸.*´ : (¸.*´ : (´¸.**´¯`**
Es macht einen riesigen Spaß den Tieren zuzusehen, die am Strand entlang watscheln, ins Wasser springen oder sich um ihren Nachwuchs kümmern. Einen Abstecher nach Simonstown würde ich daher jedem empfehlen und gebe daher die volle Punktzahl weiterlesen schließen
Bewerten / Kommentar schreiben