Spiegel Testberichte
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
- Informationsgehalt: sehr gut
- Qualität der Artikel & Reportagen: sehr gut
- Qualität der Bilder und Fotos: gut
- Unterhaltungswert: gut
Pro & Kontra
Vorteile
- gut recherchierte Artikel mit hohem Informationsgehalt
- Inhalt besser als Focus
- sehr ausführliche Artikel breit gefächerte Themen keine eindeutige politische Färbung erkennbar
Nachteile / Kritik
- Kann lesen ein Kontra haben ?
- etwas teurer als Focus
- würde mir nichts einfallen
Tests und Erfahrungsberichte
-
Der Spiegel unserer Gesellschaft
5- Informationsgehalt: sehr gut
- Qualität der Artikel & Reportagen: sehr gut
- Qualität der Bilder und Fotos: gut
- Unterhaltungswert: gut
- Zielgruppe: Alle
Pro:
-sehr ausführliche Artikel -breit gefächerte Themen -keine eindeutige politische Färbung erkennbar
Kontra:
-würde mir nichts einfallen
Empfehlung:
Ja
DER SPIEGEL
-Erscheint: montags jede Woche
-Preis: 3,40 Euro
-verleichbare Zeitschriften: Stern, Focus
-Umfang: unterschiedlich, meistens 160-250 Seiten
-Chefredakteur: Stefan Aust
-Rubriken: Titel, Deutschland, Medien, Gesellschaft, Sport, Wissenschaft & Technik, Wirtschaft, Ausland, Kultur.
THEMEN:
Der Spiegel deckt eigentlich in jeder Ausgabe jedes Themengebiet ab, dass für die Mehrheit der Bevölkerung interessant sein dürfte. Einen besonders großen Anteil an einer Ausgabe hat hierbei natürlich die Thematik auf dem Cover der Zeitschrift, welche meistens 15-30 Seiten einnimmt. Der Titel befasst sich so gut wie immer mit dem in der aktuellen Woche am meisten in der Öffentlichkeit diskutierten Thema.
Die Rubrik Deutschland beinhaltet Berichte über die Programme, öfters aber auch die Probleme in den Parteien, aktuelle Strafprozesse die eine große Rolle in der Öffentlichkeit spielen oder spielen sollten und ähnliche Themen, die sich mit der Politik in Deutschland befassen.
Im Punkt Medien geht es um, wie der Name schon erahnen lässt, alle Trends das Fernsehen, Internet oder andere Zeitschriften betreffend. Hierbei werden zum Beispiel Quoten, neue Sender, kriminelle Firmen in den Medien oder auch einfach neue Sendekonzepte besprochen.
Der Aspekt Gesellschaft beinhaltet die Einstellungen in Deutschland, Probleme wie beispielsweise Rechtsradikalismus, den Glauben, die Kriminalität oder ähnliche Dinge, die ein Bild unserer Gesellschaft zeichnen. Hierbei werden auch Prognosen und mögliche Lösungen erwähnt.
Die Rubrik Sport ist meistens etwas kleiner, da Der Spiegel nicht auf Sport spezialisiert ist und dieser bei so vielen Themen natürlich nur einen etwas kleineren Raum einnimmt.
Der Bereich Wissenschaft & Technik berichtet über neue Forschungsergebnisse in der Medizin, beschreibt manchmal aber auch Einzelschicksale und seltene Krankheiten. Außerdem geht es um neue Entdeckungen in der Technik und welche Enticklungen uns andere Länder eventuell voraus haben.
Der Punkt Wirtschaft beinhaltet aktuelle Fusionen von Konzernen, Pleiten von bekannten Unternehmen, aber auch die Entwicklung in Deutschland und außerhalb Deutschlands.
Im Punkt Ausland wird über besondere Vorkommnisse und Veränderungen in aller Welt berichtet, auch kritische Artikel über ausländische Regierungen oder Organisationen tauchen wenn hier auf.
Die letzte Rubrik Kultur befasst sich mit Neuerscheinungen in der Literatur, im Fernsehen, außerdem finden sich hier oft Interviews mit bekannten Schauspielern oder Künstlern und auch die ein oder andere Neuigkeit von den Promis wird hier besprochen.
Meine Meinung:
Ich will hier ja nicht zuviel Werbung machen, aber Der Spiegel ist auf jeden Fall meine absolute Lieblingszeitschrift und ich kann ihn wirklich nur empfehlen. Die Artikel sind fast immer sehr gut recherchiert, kritisch, aber auch objektiv. Man erfäht sehr viel über die momentane Situation im Ausland, viel detaillierter als zum Beispiel im Focus oder im Stern, was für mich eine sehr wichtige Rolle spielt. Außerdem wird JEDE Partei objektiv beurteilt, wenn Kritik angebracht ist, wird kritisiert, aber es wird auch mal gelobt, und meinem Eindruck nach keine Partei bevorzugt. Der Spiegel hat für mich bisher in jedem seiner Rubriken eine gute Kompetenz bewiesen und schon viele interessante Artikel herausgebracht, die auch für einen Laien ( wie mich in den Bereichen Wirtschaft und Technik) gut verständlich sind. Also, einen Blick ist es alle mal wert.
MfG. weiterlesen schließen -
-
Spiegel, oder vielleicht doch Focus?
Pro:
Inhalt besser als Focus
Kontra:
etwas teurer als Focus
Empfehlung:
Ja
Seit einigen Jahren habe ich den Spiegel abonniert. Vor kurzem gab es für 50000 Lufthansa Frequent Flyer ein kostenloses Abo von Focus, für ein Jahr. Ich war einer der „Glücklichen“, die einen von diesen Abos bekam. Daher glaube ich, dass ich die beiden Magazine sehr gut vergleichen kann.
FORMAT UND PAPIERQUALITÄT
Soweit ich weiss, haben beide Magazine das gleiche Format. Ideal zum Lesen oder Zusammenrollen, um das Magazin in der U-Bahn mitzunehmen. Die Qualitatet des Papiers ist verschieden bei beiden Magazinen. Ich muss gestehen, dass sich die Qualitatet das Papiers bei Focus besser anfühlt, sprich edler wirkt. Das gleiche gilt auch für das Cover. Auch die Fonts sind unterschiedlich, wobei die Fonts beim Focus um einiges grösser sind als beim Spiegel. Andereseits haben die Qualität des Papiers und die Fontgrösse keinen Einfluss auf meine Bewertung bezüglich der Qualität des Magazins.
GLIEDERUNG
Ich muss gestehen, dass ich mich an die Gliederung vom Spiegel gewöhnt habe. Ich finde sie ausführlicher, unterteilt in
Deutschland Politik
Ausland
Wirtschaft
Sport
Wissenschaft
Gesellschaft
Kultur
Leserbriefe
Etc.
Bei Focus habe ich das Gefühl, dass sich die Gliederung andaürn ändert. Oft sehe ich, dass einige Unterteilungen nicht immer enthalten sind, so z.B. Sport.
ANZEIGEN
In beiden Magazinen sind prozentual gesehen die gleich Anzahl von Anzeigen, die natürlich einen grossen Beitrag zum Preis des Magazins beitragen. Hier habe ich keine grosse Präferenz, da mich das nicht sonderlich stört, so lange genug redaktionelle Beiträge enthalten sind.
POLTISCHE RICHTUNG
Es ist unbestritten, dass die Focusredaktion konservativer und sich mehr bürgerlicher gibt als die des Spiegels. Keine Frage, dass der Focus nicht sehr SPD bzw. Grünen freundlich ist, wobei sie immer wieder versuchen, neutral zu bleiben, was ihnen nicht oft gelingt.
Andere werfen dem Spiegel vor, dass sie eher links angesiedelt sind. Stimmt nur zum Teil. Ich empfinde den Spiegel eher als neutral, da sie kein Hehl daraus machen, auch die linke Regierung zu kritisieren bzw. auf Ihre Schwächen aufmerksam zu machen.
INHALTSVERGLEICH BEIDER MAGAZINE
Nachdem im Montags beide Magazine bekomme, fange ich meistens mit dem Lesen des Spiegels an, genaür gesagt, scanne ich durch und stoppe bei sehr interessanten Berichten und lese sie. Den Rest lese ich während der Woche, meistens im Bett. Beim Spiegel habe ich nie das Gefühl, dass ich nicht genug informiert werde, obwohl viele behaupten, dass die Texte im Spiegel zu lange wären und weniger mehr wäre. Ich kann auch sehr gut damit leben. Ich brauche auch keine toll kreierten Grafiken oder andere Bilder, die meiner Meinung nach beim Focus teilweise nicht das widerspiegeln, worum es sich im Beitrag dreht.
Sobald ich den Focus in die Hand nehme, einen relativ interessanten Bericht zu lesen anfange, hört der Beitrag für mich abrupt auf. Ich erwarte mehr Informationen zu den jeweiligen Beiträgen. Die Beiträge werden vollgestopft mit Grafiken, Bildern etc. um edler zu wirken, um den Beitrag zu unerstützen. Wie ich aber oben sagte, passen die Bilder nicht immer zu den Beiträgen. Auch finde ich, dass die Beiträge etwas zu reisserisch sind und nicht viel nachdenken animieren, sondern sich eher zu „Stammtisch-Gesprächen“ eignen (ist nicht böse gemeint).
FAZIT
Es ist natürlich eine Geschmacksache, wie man sich gerne informieren möchte. Es ist auch sehr gut möglich, dass sich meine Ansprüche dem des Spiegel angepasst haben, da ich den Spiegel seit vielen Jahren lese und den Focus erst seit einigen Monaten. Um sich richtig und detailiert zu informieren empfinde ich den Spiegel als geeigneter. Ich verzichte gerne auf tolle Farbgraphiken und reisserische Aufmacher. Als persönliche Preferenz gebe ich Spiegel an, da ich mit der redaktionellen Arbeit des Focus nicht klarkomme. weiterlesen schließen -
Feed your head
Pro:
gut recherchierte Artikel mit hohem Informationsgehalt
Kontra:
Kann lesen ein Kontra haben ?
Empfehlung:
Ja
Spiegel lese ich eigentlich schon eine halbe Ewigkeit - am Anfang ziemlich unregelmässig, später hatte ich sogar zeitweilig ein Abonnament, den ich auch irgendwann wieder abbestellte, aber kaufe heute immer noch sehr regelmässig den Spiegel. Der Grund ist klar - wenn man ein politikinteressierter Mensch ist, dann solllte man auch ab und zu mal Presse lesen, die etwas ausführlicher auf das aktuelle Politikgeschehen eingeht und da auch hier die Fülle der Möglichkeiten ziemlich gross ist, man muss sich manchmal schon durch einen Wald von Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften durchwühlen und daraus das Beste für sich zu finden.
Ich bin kein wirklicher Tageszeitungleser, manchmal hole ich mir zwar schon auf dem Weg zur Arbeit den Abendblatt - die einzige seriöse Zeitung für Hamburg, leider aus dem Axel Springer Verlag - wenn aber keine da ist, dann auch egal. Spiegel ist aber fast schon Pflicht, auch wenn ich manchmal den festen Montagstermin für Erscheinung manchmal schon für etwas unglücklich halte. Wenn nämlich am Sonntag irgendwo Wahlen stattfinden, liegen die Exemplare für den Montag schon gedruckt auf Lager, dass die Artikel am Montag schon wieder veraltet sind. Wie dem aber auch sei - Spiegel bietet einfach für mich die geballte Ladung an Informationen aus dem Innen- und Aussenpolitischen Leben, genauso wie gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen finden hier seinen Platz.
Nun schlagen wir aber die aktuelle Ausgabe (16/2003) mal auf - und hier fällt einem sofort natürlich auf, dass das Thema Irakkrieg aus verschiedensten Blickwickeln die Berichterstattung dominiert, dennoch werden auch andere Themen nicht vergessen und so findet man auch andere interessante Artikel aus verschiedenen Bereichen. Der Spiegel ist nämlich sehr übersichtlich gegliedert, in der Inhaltsangabe sind selbst kleine Meldungen komplett gelistet, dass man nicht blättern muss. Der Inhalt ist in Rubriken wie 'Deutschland', 'Ausland', 'Gesellschaft', 'Wissenschaft und Technik', usw. gegliedert und das krönt immer die Titelstory, die auch aus den verschiedenen Bereichen sein kann - mal ist es etwas geschichtliches, mal etwas innenpolitisches und und dieser Ausgabe ist es natürlich das wichtigste Thema der Irakkrieg. Obligatorisch sind auch die Rubriken 'Leserbriefe', die ich eigentlich meist zuerst lese, nicht nur weil sie vorne stehen, sondern weil sie oft ziemlich interessant sind und auf der letzten Seite kleine Schnippsel aus verschienen Zeitschriften und Zeitungen, die manchmal schon sehr kuriös und witzig sind - hier ein kleines Beispiel:
Aus den Stuttgarter Nachrichten:
'Gleich eine Klasse will die GM-Tochter Opel mit dem neuen Signum schaffen, der von vier Benzin- und drei Dieselmotoren angetrieben wird'
-wer hätte das gedacht-
Die Artikel selbst sind stets sehr ausführlich und haben schon eine gewisse Tiefe - bei Spiegel neigt man eben dazu die Artikel so zu schreiben, dass selbst wenn man sich mit bestimmten Themen befasst, man eigentlich doch etwas neues erfahren kann. Anders nämlich als bei anderen 'Masseninformationszeitschriften' hat man nie das Gefühl, dass die Artikel halbherzig, oder gar nicht richtig zu Ende geschrieben wurden. Die Sprache ist sehr nüchtern und sachlich, aber das ist genau das, was ich von einer solchen Zeitschrift erwarte. Trotzdem wirkt es keineswegs trocken, oder gar unverständlich, sondern sollte eigentlich für jeden klar und deutlich sein. Meist lese ich deshalb auch die Zeitschrift fast vom Anfang bis Ende durch, weil ich bei den meisten Artikeln doch etwas für mich selbst an Hintergrundwissen mitnehme.
Zu Fotos und Illustrationen kann ich nur sagen, dass Spiegel bei weitem nicht besten Photographen hat, denn die Zeitschrift ist im Vergleich zu beispielsweise 'Stern' relativ spärlich bebildert, gerade mal ausreichend, um dem Leser einen kleinen visuellen Einblick zu gewähren, aber der Spiegelleser kauft den Spiegel, damit er etwas zu lesen hat und nicht zu gucken. Ich habe es jedenfalls auch nie vermisst und meinetwegen könnte man sogar ein paar Bilder weglassen und durch ein paar weitere Artikel ersetzen.
Ungewiss ist allerdings die Zukunft der Zeitschrift derzeit noch nach dem Tod des Ziehvaters Rudolf Augstein - zwar taucht dieser immer noch als Verleger auf, nur wer letztendlich die Führung der Zeitschrift weiterhin behält ist immer noch unklar. Einige sprechen da von seiner Tochter Franziska, die auch selbst Journalistin geworden ist. Ich werde jedenfalls wahrscheinlich noch lange den Spiegel lesen, denn ich mag einfach den Schreibstil der Redakteure und ich mag den teils nicht unbedingt unkritischen Ton dabei.
Achja, und morgens beim Tee ist Spiegel Online auch immer die erste Seite, die ich aufschlage, um zu wissen, was in der Nacht passiert ist - zwar sind hier die Artikel recht knapp und einige auch nicht kostenlos, aber wer will schon stundenlang irgendwelche Artikel am Bildschirm lesen ?
Und für die, die es interessiert: Spiegel gibt's für 3 Euro an jedem Kiosk.
©ewka - 16.04.2003 weiterlesen schließen -
Im Spiegel der Zeit!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
"Du solltest regelmäßig den Spiegel lesen!" Mit diesen Worten riet mir mein Onkel vor einer ganzen Weile, mich auf dem Laufenden zu halten. Doch mein potlitisches Interesse war eigentlich weniger auf das hintergründige Tauziehen zwischen Parteien und Politikern ausgerichtet sondern auf die ganz praktischen Auswirkungen ihrer Arbeit auf meinen Alltag. Daher hab ich zunächst skeptisch reagiert .... und mich dann doch eines besseren belehren lassen
AUFMACHUNG - TITELSEITE:
Klar, den Spiegel erkennt man schon aus der Distanz an dem orange-rötlichen Rand des Titelblattes. Ganz oben ist dann natürlich in ebenfalls alt bekannten und bewährten Buchstaben DER SPIEGEL zu lesen. Das Titelbild paßt jeweils zur Titelgeschichte. Mal ist es ein Politikergesicht, mal auch eine Abbildung die in Zusammenhang mit dem Hauptthema der Woche steht.
Die Rückseite ist (wie ja inzwischen bei praktisch allen Zeitschriften) natürlich der Werbung vorbehalten.
Das Äußere des Spiegel ist unter modernen Gesichtspunkten zwar nicht schick. Aber wahrscheinlich macht es das gerade aus: Die Zeitschrift ist sich treu geblieben, steht für einen interessanten Inhalt und nicht für eine hippe Optik.
INHALTSVERZEICHNIS:
Schon komisch, dass man erstmal einige Seiten (die vor allem der Werbung vorbehalten sind) blättern muss, um einen Überblick über den Inhalt gewinnen zu können. Das Inhaltsverzeichnis ist auf zwei Seiten. Dabei sind die äußeren Ränder jeweils nüchtern, tabellarisch, übersichtlich der Auflistung der Rubriken, der Thementitel und der jeweiligen Seitenzahlen vorbehalten. Dazugehörige Schlagworte sind fett gedruckt, so dass man leicht einen Überblick gewinnen und ein Thema seiner Wahl finden kann.
Im mittleren Bereich befindet sich dann mehr zu einigen Themen des Heftes. Es werden Fotos gezeigt, kurze Texte reißen das Thema an. Dabei geht es um Geschichten aus allen Rubriken, sowohl aus der in- und ausländischen Poltik als auch aus Gesellschaft, Sport oder Medien.
BRIEFE:
Wenn man mal genau überlegt, so ist ist (aus meiner Sicht) seltsam: Aber beim Spiegel sind die Leserbriefe ganz weit vorne, nämlich direkt nach dem Inhaltsverzeichnis. Sicherlich sind es grade in dieser Zeitschrift oft sehr qualifizierte Stellungnahmen. Doch ganz ehrlich interessiert mich diese Rubrik so gar nicht. Ich bilde mir lieber selber meine Meinung.
TITELGESCHICHTE:
Die setzt sich meistens aus einem längeren Artikel zusammen, der mit einigen großen Fotos illustriert ist. Dazu kommen oftmals Grafiken, die z.B. Umfragewerte, geographische Gegebenheiten oder sonstige Dinge verdeutlichen. Oftmals werden dazu noch in Kästen Nebenaspekte des Themas aufgegriffen. Mit Interviews vertieft die Redaktion wichtige Punkte noch weiter.
Insgesamt gewinnt man so einen ganz guten Rundumblick.
KURZE ARTIKEL:
In zahlreichen Rubriken gibt es kurze Splitter zu den unterschiedlichsten Themen.
So z.B. gleich hinter den Briefen unter dem Punkt PANORAMA DEUTSCHLAND In diesem Fall handelt es sich um Neuigkeiten aus der Politik, die oftmals auch exklusiv und neu im Spiegel vorgestellt und angerissen werden. Vielfach sind das Geschichten, die sich bald darauf in anderen Medien wiederfinden. Sie sind schnell zu lesen, bieten aber gleichzeitig interessante Informationen.
Ähnlich sieht das im Bereich SZENE GESELLSCHAFT aus. Hier erfährt man beispielsweise von der Einschätzung von Fitnesse-Experten, der zufolge weniger bei Fitness mehr ist. Demnach sollen 8-10 Minuten Training pro Tag bereits helfen, einen Waschbrettbauch zu erreichen.
Gut gefällt mir auch in diesem Gesellschaftsbereich die eine Seite lange Hintergrunderklärung zu einer Medienkurznotiz. Hier werden ungewöhnliche Geschichten aufgegriffen und es wird das geschildert, was dahinter steckt.
Der Punkt TRENDS WIRTSCHAFT bietet neue Informationen aus Unternehmen oder Entwicklungen von der Börse.
PANORAMA AUSLAND: Auch hier werden mit einem Stichwort des Landes, einer sehr kurzen Überschrift und einem mehrzeiligen Artikel internationale Themen angerissen.
SZENE KULTUR: Hier gibt es z.B. kurze Interviews (mit Schauspielern etc.), Kurzbeschriebungen zu den neuesten Kinofilmen sowie kleine Schnipsel zu Musik, Literatur, Malerei oder Theater
PRISMA WISSENSCHAFT UND TECHNIK: In diesem Punkt werden ebenfalls kurze Artikel aus den verschiedensten Bereichen zusammengestellt. Es handelt sich um interessante neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die z.B. aus den Bereichen Gesundheit, Astronomie oder Vorgeschichte kommen.
TRENDS MEDIEN: Hier sind unter anderem einige Fernsehtipps zu finden.
CHRONIK: Die wichtigsten Ereignisse der Tage der vergangenen Woche (Samstag bis Freitag) sind hier aufgelistet.
REGISTER: Hier sind die Totel und geehrten der vergangenen sieben Tage zu finden.
PERSONALIEN: Auch im Spiegel gibt es einen Hauch von Klatsch. Der findet sich zwar ganz weit hinten, ist aber dennoch ganz interessant, ohne peinlich zu werden.
HOHLSPIEGEL: Sicher ein Highlight jedes Spiegels, zumindest was den Schmunzelfaktor angeht. Stilblüten aus anderen Zeitschriften und Zeitungen werden hier in Form eines Ausschnittes gezeigt oder auch nur als Zitat.
SPIEGEL-BESTSELLERLISTE:
In Sachen Literatur ist die schon eine Orientierungshilfe. Die beliebtesten Belletristik- und Sachbuchtitel werden vom Fachmagazin buchreport jede Woche ermittelt und abgedruckt. Man erfährt neben dem Autor und Titel auch den Verlag, Preis und die Platzierung im Vormonat.
SCHREIBSTIL IM SPIEGEL:
Gerade hier liegt das große Plus. Denn es werden nicht nur Fakten, Fakten, Fakten aufgezählt, sondern Geschichten erzählt. So hat man z.B. bei Politikern das Gefühl, dabei zu sein, so wie in einem Roman. Es werden Details aus ihrem Alltag beschrieben, die am Rande einer wichtigen Entscheidung oder eines Ereignisses passierten. Dadurch wird man als Leser in den Artikel hinein gezogen, kann auch eher dröge Tatsachen mit Genuß lesen.
DIE MISCHUNG:
Was sich bei den festen Kurzrubriken gezeigt hat, zieht sich durch das gesamte Heft. Man findet eine Mischung von Themen aus den verschiedensten Lebensbereichen. Klar nimmt Politik einen besonders wichtigen und gewichtigen Teil ein. Aber auch Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien finden sich wieder und werden in dem schon erwähnten spannenden Schreibstil dem Leser näher gebracht.
WERBUNG:
Die findet sich im Spiegel recht reichlich. Von 166 Seiten sind etwa 50 mit Anzeigen bedruckt, besonders viele davon direkt zu Beginn des Heftes, einige aber auch in den Teilen, in denen Artikel sind, die nur eine Seite lang sind. Das hat zwar den Vorteil, dass man längere Geschichten oftmals relativ ungestört durchlesen kann. Insgesamt ist mir der Werbeanteil aber doch ein bißchen hoch!
PREIS:
Der ist inzwischen bei 3 Euro, eine ganze Menge Holz finde ich! Gut, dafür hat man natürlich eines der profiliertesten Magazine Deutschlands in der Hand. Dennoch finde ich, dass der Preis ruhig 50 Cent niedriger haben könnte. Wer den Spiegel wirklich wöchentlich lesen mag, der kann sich dann am besten für ein Abo entscheiden und so wenigstens etwas sparen. Für zwölf Monate zahlt man dann 145,60 Euro (Inland), was laut Spiegel einem Heftpreis von 2,80 entspricht. Studenten sollten aufpassen: Sie können das Jahresabo für 101,92 Euro ergattern!
VERLAG:
LESERBRIEFE: Der SPIEGEL, Brandstwiete 19, 20457 Hamburg, [email protected]
FRAGEN ZU SPIEGEL-ARTIKELN: 040/3007-2966, [email protected]
ABO: SPIEGEL-VERLAG, Abonnenten-Service, 20637 Hamburg, [email protected]
FAZIT:
Der Schreibstil ähnelt dem eines Romans, die Informationen sind interessant und spannend dargeboten. Der Spiegel ist immer noch eine wirkliche Bank, eine gute Quelle, um Hintergründe zu erfahren und so Einblicke in das Geschehen hinter den Fakten zu gewinnen. Sehr gut finde ich auch die vielfältige Themenauswahl, die für jeden etwas bietet. Die beiden Minuspunkte sind die mir zu zahlreiche Werbung (aber weniger geht wohl heutzutage kaum noch) und der recht hohe Preis. Doch nichtsdestotrotz: Ich kann DER SPIEGEL nur empfehlen!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-06 11:09:12 mit dem Titel Im Spiegel der Zeit!
"Du solltest regelmäßig den Spiegel lesen!" Mit diesen Worten riet mir mein Onkel vor einer ganzen Weile, mich auf dem Laufenden zu halten. Doch mein potlitisches Interesse war eigentlich weniger auf das hintergründige Tauziehen zwischen Parteien und Politikern ausgerichtet sondern auf die ganz praktischen Auswirkungen ihrer Arbeit auf meinen Alltag. Daher hab ich zunächst skeptisch reagiert .... und mich dann doch eines besseren belehren lassen
AUFMACHUNG - TITELSEITE:
Klar, den Spiegel erkennt man schon aus der Distanz an dem orange-rötlichen Rand des Titelblattes. Ganz oben ist dann natürlich in ebenfalls alt bekannten und bewährten Buchstaben DER SPIEGEL zu lesen. Das Titelbild paßt jeweils zur Titelgeschichte. Mal ist es ein Politikergesicht, mal auch eine Abbildung die in Zusammenhang mit dem Hauptthema der Woche steht.
Die Rückseite ist (wie ja inzwischen bei praktisch allen Zeitschriften) natürlich der Werbung vorbehalten.
Das Äußere des Spiegel ist unter modernen Gesichtspunkten zwar nicht schick. Aber wahrscheinlich macht es das gerade aus: Die Zeitschrift ist sich treu geblieben, steht für einen interessanten Inhalt und nicht für eine hippe Optik.
INHALTSVERZEICHNIS:
Schon komisch, dass man erstmal einige Seiten (die vor allem der Werbung vorbehalten sind) blättern muss, um einen Überblick über den Inhalt gewinnen zu können. Das Inhaltsverzeichnis ist auf zwei Seiten. Dabei sind die äußeren Ränder jeweils nüchtern, tabellarisch, übersichtlich der Auflistung der Rubriken, der Thementitel und der jeweiligen Seitenzahlen vorbehalten. Dazugehörige Schlagworte sind fett gedruckt, so dass man leicht einen Überblick gewinnen und ein Thema seiner Wahl finden kann.
Im mittleren Bereich befindet sich dann mehr zu einigen Themen des Heftes. Es werden Fotos gezeigt, kurze Texte reißen das Thema an. Dabei geht es um Geschichten aus allen Rubriken, sowohl aus der in- und ausländischen Poltik als auch aus Gesellschaft, Sport oder Medien.
BRIEFE:
Wenn man mal genau überlegt, so ist ist (aus meiner Sicht) seltsam: Aber beim Spiegel sind die Leserbriefe ganz weit vorne, nämlich direkt nach dem Inhaltsverzeichnis. Sicherlich sind es grade in dieser Zeitschrift oft sehr qualifizierte Stellungnahmen. Doch ganz ehrlich interessiert mich diese Rubrik so gar nicht. Ich bilde mir lieber selber meine Meinung.
TITELGESCHICHTE:
Die setzt sich meistens aus einem längeren Artikel zusammen, der mit einigen großen Fotos illustriert ist. Dazu kommen oftmals Grafiken, die z.B. Umfragewerte, geographische Gegebenheiten oder sonstige Dinge verdeutlichen. Oftmals werden dazu noch in Kästen Nebenaspekte des Themas aufgegriffen. Mit Interviews vertieft die Redaktion wichtige Punkte noch weiter.
Insgesamt gewinnt man so einen ganz guten Rundumblick.
KURZE ARTIKEL:
In zahlreichen Rubriken gibt es kurze Splitter zu den unterschiedlichsten Themen.
So z.B. gleich hinter den Briefen unter dem Punkt PANORAMA DEUTSCHLAND In diesem Fall handelt es sich um Neuigkeiten aus der Politik, die oftmals auch exklusiv und neu im Spiegel vorgestellt und angerissen werden. Vielfach sind das Geschichten, die sich bald darauf in anderen Medien wiederfinden. Sie sind schnell zu lesen, bieten aber gleichzeitig interessante Informationen.
Ähnlich sieht das im Bereich SZENE GESELLSCHAFT aus. Hier erfährt man beispielsweise von der Einschätzung von Fitnesse-Experten, der zufolge weniger bei Fitness mehr ist. Demnach sollen 8-10 Minuten Training pro Tag bereits helfen, einen Waschbrettbauch zu erreichen.
Gut gefällt mir auch in diesem Gesellschaftsbereich die eine Seite lange Hintergrunderklärung zu einer Medienkurznotiz. Hier werden ungewöhnliche Geschichten aufgegriffen und es wird das geschildert, was dahinter steckt.
Der Punkt TRENDS WIRTSCHAFT bietet neue Informationen aus Unternehmen oder Entwicklungen von der Börse.
PANORAMA AUSLAND: Auch hier werden mit einem Stichwort des Landes, einer sehr kurzen Überschrift und einem mehrzeiligen Artikel internationale Themen angerissen.
SZENE KULTUR: Hier gibt es z.B. kurze Interviews (mit Schauspielern etc.), Kurzbeschriebungen zu den neuesten Kinofilmen sowie kleine Schnipsel zu Musik, Literatur, Malerei oder Theater
PRISMA WISSENSCHAFT UND TECHNIK: In diesem Punkt werden ebenfalls kurze Artikel aus den verschiedensten Bereichen zusammengestellt. Es handelt sich um interessante neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die z.B. aus den Bereichen Gesundheit, Astronomie oder Vorgeschichte kommen.
TRENDS MEDIEN: Hier sind unter anderem einige Fernsehtipps zu finden.
CHRONIK: Die wichtigsten Ereignisse der Tage der vergangenen Woche (Samstag bis Freitag) sind hier aufgelistet.
REGISTER: Hier sind die Totel und geehrten der vergangenen sieben Tage zu finden.
PERSONALIEN: Auch im Spiegel gibt es einen Hauch von Klatsch. Der findet sich zwar ganz weit hinten, ist aber dennoch ganz interessant, ohne peinlich zu werden.
HOHLSPIEGEL: Sicher ein Highlight jedes Spiegels, zumindest was den Schmunzelfaktor angeht. Stilblüten aus anderen Zeitschriften und Zeitungen werden hier in Form eines Ausschnittes gezeigt oder auch nur als Zitat.
SPIEGEL-BESTSELLERLISTE:
In Sachen Literatur ist die schon eine Orientierungshilfe. Die beliebtesten Belletristik- und Sachbuchtitel werden vom Fachmagazin buchreport jede Woche ermittelt und abgedruckt. Man erfährt neben dem Autor und Titel auch den Verlag, Preis und die Platzierung im Vormonat.
SCHREIBSTIL IM SPIEGEL:
Gerade hier liegt das große Plus. Denn es werden nicht nur Fakten, Fakten, Fakten aufgezählt, sondern Geschichten erzählt. So hat man z.B. bei Politikern das Gefühl, dabei zu sein, so wie in einem Roman. Es werden Details aus ihrem Alltag beschrieben, die am Rande einer wichtigen Entscheidung oder eines Ereignisses passierten. Dadurch wird man als Leser in den Artikel hinein gezogen, kann auch eher dröge Tatsachen mit Genuß lesen.
DIE MISCHUNG:
Was sich bei den festen Kurzrubriken gezeigt hat, zieht sich durch das gesamte Heft. Man findet eine Mischung von Themen aus den verschiedensten Lebensbereichen. Klar nimmt Politik einen besonders wichtigen und gewichtigen Teil ein. Aber auch Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien finden sich wieder und werden in dem schon erwähnten spannenden Schreibstil dem Leser näher gebracht.
WERBUNG:
Die findet sich im Spiegel recht reichlich. Von 166 Seiten sind etwa 50 mit Anzeigen bedruckt, besonders viele davon direkt zu Beginn des Heftes, einige aber auch in den Teilen, in denen Artikel sind, die nur eine Seite lang sind. Das hat zwar den Vorteil, dass man längere Geschichten oftmals relativ ungestört durchlesen kann. Insgesamt ist mir der Werbeanteil aber doch ein bißchen hoch!
PREIS:
Der ist inzwischen bei 3 Euro, eine ganze Menge Holz finde ich! Gut, dafür hat man natürlich eines der profiliertesten Magazine Deutschlands in der Hand. Dennoch finde ich, dass der Preis ruhig 50 Cent niedriger haben könnte. Wer den Spiegel wirklich wöchentlich lesen mag, der kann sich dann am besten für ein Abo entscheiden und so wenigstens etwas sparen. Für zwölf Monate zahlt man dann 145,60 Euro (Inland), was laut Spiegel einem Heftpreis von 2,80 entspricht. Studenten sollten aufpassen: Sie können das Jahresabo für 101,92 Euro ergattern!
VERLAG:
LESERBRIEFE: Der SPIEGEL, Brandstwiete 19, 20457 Hamburg, [email protected]
FRAGEN ZU SPIEGEL-ARTIKELN: 040/3007-2966, [email protected]
ABO: SPIEGEL-VERLAG, Abonnenten-Service, 20637 Hamburg, [email protected]
FAZIT:
Der Schreibstil ähnelt dem eines Romans, die Informationen sind interessant und spannend dargeboten. Der Spiegel ist immer noch eine wirkliche Bank, eine gute Quelle, um Hintergründe zu erfahren und so Einblicke in das Geschehen hinter den Fakten zu gewinnen. Sehr gut finde ich auch die vielfältige Themenauswahl, die für jeden etwas bietet. Die beiden Minuspunkte sind die mir zu zahlreiche Werbung (aber weniger geht wohl heutzutage kaum noch) und der recht hohe Preis. Doch nichtsdestotrotz: Ich kann DER SPIEGEL nur empfehlen! weiterlesen schließen -
Der Spiegel - informativ, unterhaltsam und politisch angagiert
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich habe den Spiegl seit ca einem Jahr abonniert und bin sehr zufrieden! Viele wichtige Informationen gepaart mit unterhaltsamen Themen und interessanten Berichten!
Die Artikel sind gut recherchiert und enthalten keine unsachlichen Argumente oder Aussagen, wie man sie von anderen Zeitschriften gewohnt ist! Der Spiegel soll für eine breite Masse der Bevölkerung zugänglich sein und viele Menschen erreichen. Mit der abwechslungsreichen Themenauswahl und nicht allzu schwieriger Sprache gelingt das sehr gut.
Das Beste am Spiegel ist meiner Meinung nach jedoch, dass er sich nicht scheut politische Themen anzusprechen und Meinungen zu formulieren, die manchmal sehr unbequem sein können (siehe Spiegel-affaire).
Deutschland braucht eine Zeitschrift, die politisch ungebunden ist und möglichst objektiv die Lage in politik und wirtschaft beurteilt. Auf diese Weise werden solche Themengebiete auch für Menschen zugänglich gemacht, die nicht unbedingt die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) lesen oder sich jede Bundestagsdebatte auf n-TV anschauen!
FAZIT:
Gelungener Journalismus für jeden zugänglich und sehr lesenswert! weiterlesen schließen -
Mit dem Spiegel ist man gut informiert
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nach dem Tode des Liberalen und Spiegel-Herausgebers Rudolf Augstein habe ich mir so gedacht, mal wieder einen Spiegel zu kaufen. Dieses Nachrichtenmagazin gehört mitunter zu dem Qualitativsten, was die deutsche Medienlandschaft zu bietet.
Der Spiegel ist ein Hamburgisches Druckerzeugnis. Oft wird der Spiegel als links diffamiert oder durch die politische Linke vereinnahmt. Der Spiegel ist nicht links! Der Spiegel ist demokratisch und liberal. Wenn der Spiegel links wäre, könnte ich nicht nachvollziehen, inwiefern das Titelbild der Ausgabe 47/2002 als Kritik an die gewerkschaftsfreundliche Politik Schröders zu verstehen sei. Der Spiegel ist meines Erachtens liberal (auch im wirtschaftlichen Sinne) und demokratisch. Das Demokratische wird ja allgemein durch sozialdemokratische Gutmenschen für sich vereinnahmt, als wären Konservative und die bösen Neoliberalen im Thomas-Dehler-Haus nicht demokratisch. Aber welche bekannte Publikation ist nicht demokratisch? Was den Spiegel von anderen Magazinen und Zeitungen unterscheidet, ist, was die Demokratie in Deutschland dem Spiegel zu verdanken hat. Kein anderes Medium hat sich so deutlich als vierte Gewalt im Staate zu verstehen gegeben wie der Spiegel. Die Spiegel-Affäre, eigentlich eine Strauß-Affäre, ist hoffentlich jedem ein Begriff.
Und die (noch) aktuelle Ausgabe ist ein weiterer Beleg für die gute Qualität des Spiegels. Die Titelgeschichte handelt über den antireformistischen Linksruck der Bundesregierung, die es schon wieder den Gewerkschaften recht machen will. Dabei wird schön enthüllt, welche (ehem.) Gewerkschaftsbonzen welche Pöstchen bekamen und bekommen haben. Und von 251 SPD-Abgeordneten sind 190 Gewerkschaftsmitglieder; die werden das Land bestimmt nicht richtig reformieren, sondern weiter verriestern und verbürokratisieren. Und schon im morgigen Spiegel darf man lesen, dass Hartz die Verwässerung seines ohnehin verwässerten Konzeptes durch die Gewerkschaften kritisiert und dass sein Konzept auf diese Weise nicht einen Arbeitsplatz schaffen wird. (Täte dies ein linkes und gewerkschaftsnahes Magazin abdrucken?).
Der Spiegel hat aber mehr als einen Artikel pro Ausgabe. Es gibt neben der Titelgeschichte 8 Rubriken: Deutschland, Medien, Wirtschaft, Ausland, Sport, Wissenschaft - Technik, Gesellschaft und Kultur. Es ist für jeden etwas dabei, Schwerpunkt ist aber die Politik. Ich lese den Spiegel mit großer Aufmerksamkeit und Freude, schließlich sind die Artikel gut geschrieben. Der Artikel ?Vietnam - der neue Tiger? fand ich sehr interessant und obwohl ich den Spiegel schon seit Dienstagabend habe, habe ich es noch nicht geschafft, ihn komplett durchzulesen, obwohl ich genügend Zeit habe als GWDLer.
Dieses Wochenmagazin begeistert mich. Anders als Focus und Stern. Den Focus habe ich öfter gekauft und musste frustierend feststellen, dass irgendwelche Berichte über Autos drin waren. Den Focus habe ich auch viel schneller durchgelesen. Vom Stern lasse ich ganz die Finger, da der Sensationsjournalismus im Stern eine zu große Rolle spielt. Beim Spiegel hat Rudolf Augstein lange Zeit dafür gesorgt, dass die Qualität erhalten bleibt; hoffentlich bleibt sie auch nach seinem Tode erhalten. Für ? 3,00 bekommt man ein ordentliches Nachrichtenmagazin mit ca. 250 Hochglanzseiten. Jeden Montag erscheint die neue Ausgabe. weiterlesen schließen -
DER SPIEGEL Nr. 46 – anlässlich des Todes von Rudolf Augstein ein bemerkenswertes Ges
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
DER SPIEGEL Nr. 46 – ein bemerkenswertes Geschichtsbuch !
168 Seiten widmet DER SPIEGEL Nr. 46/11.11.2002 in seiner aktuellen Ausgabe seinem Gründer und Herausgeber Rudolf Augstein, der am 7. November verstorben ist. Der Spiegel titelt schlicht : Rudolf Augstein (1923 – 2002).
Heute morgen an der Tankstelle habe ich mich dazu durchgerungen. Ich habe die drei Euro investiert und den SPIEGEL gekauft. Zwischen dem SPIEGEL und mir gibt es seit ca. 20 Jahren so etwas wie eine Hass-Liebe: Zweimal abonniert, zweimal gekündigt, seit über einem Jahr nicht mehr gelesen, seit heute morgen wieder in der Hand.
Diese Spiegelausgabe ist etwas besonderes. Auf 168 Seiten von insgesamt 242 Seiten geht es um das Leben, das Lebenswerk Rudolf Augsteins. Doch dies verwundert noch nicht und bewirkt noch keineswegs die Qualität dieser Ausgabe.
Es würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen, aber allein die 28 abgedruckten Nachrufe auf Rudolf Augstein haben es in sich: Von Johannes Rau über Kardinal Lehmann, Alice Schwarzer und Angela Merkel bis hin zu Gorbatschow und Walentin Falin würdigen prominente Persönlichkeiten der ganzen Welt das Wirken und Schaffen des Rudolf Augstein. Und dies geschieht keineswegs unkritisch – auch die Tochter von Franz Josef Strauß ist dabei.
Ich habe diese SPIEGEL-Ausgabe gerade einmal durchgeblättert und einzelne Beiträge quergelesen. Meiner Meinung nach handelt es sich um ein beachtliches Zeitdokument. Diese Ausgabe kann jeder in der Schublade verschwinden lassen und in zwanzig Jahren wieder herausholen. Noch immer hält er dann eine Wochenzeitschrift in der Hand, die einen intensiven und anschaulichen geschichtlichen Überblick deutscher und europäischer Geschichte liefert, welches in Bildern aus über sechs Jahrzehnten das Leben Rudolf Augsteins aus seiner beruflichen Perspektive reflektiert.
Die ganzseitige Werbung der Deutsche Post auf Seite fünf des SPIEGEL formuliert:
OHNE DEN SPIEGEL WÄRE DEUTSCHLAND UM VIELES ÄRMER
DANKE, RUDOLF AUGSTEIN
Indigo kann sich diesbezüglich nur anschließen und spricht eine unbedingte und lohnende Kaufempfehlung aus, zumindest der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL Nr.46 vom 11.11.2002. weiterlesen schließen -
Bring die Wahrheit ans Licht!!!
23.07.2002, 13:40 Uhr von
TurkishPsycho
Ich bin ein 18jähriger Schüler aus Flensburg und versuche gerade mein Abitur irgendwie zu erlange...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Meine sher verehrten Leser,
ich moechte heute endlich meine Karriere (*g*) bei Yopi beginnen.
ich möchte einen Bericht schreiben, der sich mit einer meiner
Lieblingsaktivitäten befasst. Und zwar geht es ums Lesen, um das Aneignen
von Wissen und Allgemeinbildung.
Dazu eignen sich natürlich in erster Linie ganz normale Bücher, Romane,
Novellen, Dramen, etc.
Aber es ist natürlich sehr, sehr wichtig, gerade in der heutigen Zeit der
sekundenschnellen Entwicklungen sowohl und vor allem im Bereich der
Technik und Wissenschaft als auch in Politik, Gesellschaft und Kultur.
Neben den gewohnten Möglichkeiten, sich ,,auf dem laufenden zu halten", wie
zum Beispiel Tageszeitungen, Fernseh-Nachrichten, und heutzutage auch
das Internet, ist seit geraumer Zeit eine andere Form der
Nachrichtenübertragung in Mode gekommen. Und zwar das Lesen von
sogenannten ,,Nachrichtenmagazinen"! Derer gibt es in Deutschland
sicherlich jede Menge, doch es haben sich drei Magazine hervorgetan: Der
Stern, FOCUS und Der Spiegel.
Eine Eigenart des Menschen ist ja bekanntlich, dass er gerne vergleicht, die
Konkurrenz belebt nun mal das Geschäft und so probiert man natürlich
dieses und jenes aus.
Natürlicherweise hört man irgendwann auf zu vergleichen, und zwar genau
dann, wenn man das für sich geeignetste Produkt gefunden hat.
Ich habe, da ich ja auch ein Mensch bin, natürlich auch angefangen, diese
drei Magazine auszuprobieren, denn mit dem Alter kommt ja auch immer mehr
das Bedürfnis auf, sich am politischen und gesellschaftlichen Geschehen auf
unserer Erde irgendwie zu beteiligen.
Ich habe mich letzen Endes für den Spiegel entschieden, denn ich finde, dass
dieses Nachrichtenmagazin ein wenig anders ist, als die anderen und so lese
ich seit einiger Zeit regelmäßig das Nachrichtenmagazin ,,Der Spiegel",
worüber ich nun meine Erfahrungen kundtun möchte, um euch, sehr verehrte
Leser, entweder von einer anderen Zeitschrift abzuraten (*g*) oder um
unseren jüngeren Lesern, die sich auch weiter bilden möchten, einige
Starthilfen zu liefern.
_/_/_/ _/_/_/ _/_/_/ Geschichte_/_/_/ _/_/_/ _/_/_/
Der erste Spiegel erschien am 4.Juli 1947. Es war der Nachfolger einer von
den Besatzungsmächten eingeführten amrikanisch, britischen Stils geprägten
,,News Magazine's", das den deutschen wieder zu einer ,,objektiveren" Sicht
der Dinge verhelfen sollte.
Rudolf Augstein erlangte von den Besatzungsmächten die Verlegerlizenz und
war somit Herausgeber und erster Chefredakteur des Spiegels.
Schon bald zeigte das Blatt deutlich, welche Marschroute es eingeschlagen
hatte. Es war objektiv und kritisch, egal, über wen es berichtete.
1962 griff es zum ersten Mal richtig an, es kritisierte arg das
Verteidigungsministerium der noch jungen Bundesrepublik und schien eine
Affäre aufgedeckt zu haben.
Der Staat wiederum beschuldigte den Spiegel des Landesverrats. Die
Redaktion wurde über nacht besetzt und die gesamte Führung des Magazins
kam für mehrere Monate in Untersuchungshaft, bis sich herausstellte, dass
das Blatt nichts als die Wahrheit behauptet hatte. Der Verteidigungsminister
trat zurück, die Ära Konrad Adenauers neigte sich dem Ende. Dieser Fall
ging als Spiegel- Affäre in die Geschichte ein und sollte bei weitem noch
nicht die letzte Affäre sein, die das Blatte - ohne ein Blatt vor den Mund zu
nehmen - aufdecken sollte.
Der Begründer Rudolf Augstein wurde kürzlich zum ,,Journalisten des
Jahrhunderts" gewählt, was ein weiteres Indiz dafür ist, dass dieses Blatt sich
über alle anderen hervorhebt.
_/_/_/ _/_/_/ _/_/_/Der Spiegel heute_/_/_/ _/_/_/
Der Spiegel ist zum größten Nachrichten- Magazin Europas herangewachsen
und gehört in Deutschlang mit Sicherheit seit seiner Gründung zu den
bedeutendsten.
Der Spiegel kann von sich sagen, dass er keiner politischen oder
wirtschaftlichen Gruppierung nahe steh, sodass Neutralität in allen
Angelegenheiten groß geschrieben wird. Dies können wenige andere
Magazine, die meist von Parteien gelenkt werden, von sich behaupten.
Der Spiegel erscheint jeden Montag in 160 Ländern, es werden
durchschnittlich jede Woche über eine Million Exemplare verkauft und der
momentane Preis in Deutschland beträgt 2,80 EUR.
Chefredakteur ist seit 1994 Stefan Aust. 270 Journalisten helfen ihm in 10
Ressorts, 8 inländischen sowie 22 ausländischen Korrespondentenbüros
durch ihre Recherchen, Woche für Woche ein Magazin mit einem rein
redaktionellen Umfang von ca. 137 Seiten herauszubringen.
_/_/_/ _/_/_/ _/_/_/Das Magazin_/_/_/ _/_/_/ _/_/_/
Seit der ersten Ausgabe bedient sich der Spiegel keiner ,,aufgetakelten"
Ausschmückungen des Covers. Typisch ist die Farbe Rot-Orange, meist in
Form eines Rahmens um das Titelblatt herum, der Rest ist schlicht und
einfach. Das Titelthema wird anhand eines Bildes veranschaulicht, dient aber
nicht dazu, die Leser durch sein Design auf sich aufmerksam zu machen.
Anders als bei den meisten Zeitschriften, beginnt das Blatt mit der
sogenannten ,,Hausmitteilung", in der es um das Titelthema, um die Leser und
natürlich um ein bisschen Eigenwerbung geht.
Nach ein Paar Geldlieferanten (Werbeanzeigen) folgt das typische
doppelseitige Inhaltsverzeichnis. An den beiden äußeren Seitenrändern ist
der Inhalt wie überall strukturiert und gibt, was auf welcher Seite zu lesen ist.
In der Mitte werden bedeutende Themen hervorgehoben durch Bilder und
eines kurzen, Interessenweckenden Vorberichts.
Seit ich ihn lese ist der Spiegel stets in folgende Themenbereiche unterteilt:
Titel, Deutschland, Gesellschaft, Medien, Wirtschaft, Ausland, Wissenschaft
- Technik, Kultur, Sport.
Natürlich kommt noch der übliche Anhang hinzu.
Doch noch bevor das Magazin so richtig loslegt, werden anhand von
kritischen und interessanten Leserbriefen Themen des zwei Wochen
zurückliegenden Magazins reflektiert. So kann jeder Leser Stellung zu den
Thesen der Journalisten beziehen.
Es werden auch und vor allem kritische Leserbriefe veröffentlicht, denn
,,Kritik" gehört nun mal zu den Grundprinzipien des Magazins (vgl.
,,Geschichte").
Deutschland:
Die Rubrik, in der sich der Leser befindet, wird stets durch einen roten Balken,
oben in der Mitte einer jeden linken Seite kenntlich gemacht. Dadurch wird die
Übersicht bewahrt und das ,,Verlaufen" in der Zeitschrift verhindert.
Die Rubrik Deutschland handelt natürlich von unserer Bundesrepublik. Um
den anderen Magazinen in nichts nachzustehen, werden meist Promi-
Nachrichten an den Anfang gestellt. Es gibt, glaube ich, aber kein Magazin,
keine Zeitung, keine Nachrichtensendung ohne eine Bericht über Boris
Becker und Co...
Damit muss man nun mal leben. Daraufhin wird ein großer Teil dem Leben in
Berlin mit - noch - Schröder als Hauptdarsteller gewidmet, natürlich gewohnt
kritisch und immer auf der Lauer nach einer schönen Affäre, die es
aufzudecken gilt. Danach wird ein wenig über Klima, über neue Sekten, über
Vergewaltigungen, Morde, und so weiter geplaudert, je nachdem, was gerade
aktuell so in Deutschland geschieht.
So wird allmählich ein schöner Übergang zur Gesellschaft geschaffen.
Gesellschaft:
Da unsere Gesellschaft immer mehr zur Gewalt neigt und immer mehr zu
verkommen scheint, sind meist traurige und erschreckende Artikel zu finden.
Hoffentlich wird mal wieder etwas lustiges, exotisches und erheiterndes über
das erzählt, worin wir alle schwimmen und hoffentlich bald keine Wasserfälle
mehr erleben, sondern mit einer leichten Brise einen schönen,
ausgeglichenen Strom entlang fließen.
Wollen wir alle ein bisschen daran arbeiten, dann wird das schon...
Medien:
Die Menschen, die Politik, die Wirtschaft, die Mode, der Sport - all das wird
von einem einzigen Faktor in unheimlicher Weise gesteuert und gelenkt, wie
es beliebt. Die Rede ist von den Medien, dem Mächtigsten und
Einflussreichsten Spektrum dieser Welt. Da muss man natürlich sehr genau
darüber informiert, was in dieser so eigenartigen Welt vor sich geht.
Wirtschaft:
,,Ohne Moos, nix los!" Diesen Spruch beherzigt auch der Spiegel und widmet
dem Moos natürlich auch das gebührende Plätzchen.
Ausland:
Europa wächst zusammen, Amerika schießt zusammen - auch das Ausland
gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dabei hängt es jedoch sehr von den
Medien ab, was wir von der fernen Welt da draußen alles mitbekommen. Der
Spiegel fragt nichts anderes als sein Gewissen danach, was der Leser
unbedingt wissen muss. Auch wenn eine winzige Insel mit 300 Seelen
unterzugehen droht, berichtet der Spiegel gebührend über diesen Fall. Denn
Menschenleben hier sind nicht wichtiger und höher zu stellen als
Menschenleben dort. Und wenn in Athen 15 Menschen durch ein Erdbeben
sterben, dann sterben woanders vielleicht 20 mal mehr so viele Menschen.
Warum sollen wir nicht auch darüber Bescheid wissen, auch mit diesen
fernen Ländern trauern, auch dort unser bestes tun, um die
Lebensbedingungen zu verbessern.
Ein großes Lob an die Redaktion durch diese ausführliche Berichterstattung
über die GANZE Welt.
Wissenschaft - Technik:
In sekundenschnelle verändern sich in dieser ungeheuer schnelllebigen Welt
Fortschritte, Erfindungen, Ergebnisse, Zahlen, etc. Da ist es sehr, sehr
schwer den Überblick zu behalten. Durch Fachkompetenz sucht der Spiegel
das wichtigste heraus und macht das Leben doch viel leichter. Man muss ja
nicht alles wissen.
Kultur:
Was soll über diesen oder jenen Kinofilm denken? Welches Buch, welches
Sachbuch soll ich mir als nächstes kaufen? Auf solche Fragen findet die
Rubrik Kultur meist die passende Antwort. Hochberühmt sind dabei die
SPIEGEL- Bestsellerlisten.
Sport:
Auch hierüber kann im Spiegel etwas lesen. Dabei werden neben den
Volkssportarten auch Extremsportarten und Trendsportarten berücksichtigt.
Titel:
Irgendwo im Mittelteil des Heftes wird das Titelthema behandelt. Meist wird ein
aktuelles Thema aus irgendeiner Rubrik herausgefischt, um es dem Leser
durch Interviews, Zahlen und vielen Details näher zu bringen. Es wird dabei
immer ein Thema ausgesucht, was so ziemlich jeden von uns betrifft, sodass
es sicherlich immer fördernd und interessant ist.
_/_/_/ _/_/_/ _/_/_/Fazit_/_/_/ _/_/_/ _/_/_/
Meiner Meinung nach ist der Spiegel das beste unter den
Nachrichtenmagazinen. Vor allem besticht es durch Neutralität und
ungehemmter Kritik. Keine Partei, keine wirtschaftliche Gruppierung wird
geschont. So wird der Leser stets auf dem laufenden gehalten und was
vielleicht noch wichtiger ist, der Leser weiß, dass ihm nichts verheimlicht wird,
er weiß, dass hier nichts vertuscht wird. Denn das wichtigste für ein Magazin
ist es doch, das Vertrauen seiner Leserschaft zu gewinnen, hierauf basiert
schließlich jede Art von Beziehung, und genau das schafft der Spiegel eben
durch seine Offenheit, durch seine freche, ungenierte Art.
Ich denke, Deutschland kann sich glücklich schätzen ein solches Blatt zu
besitzen, denn Pressefreiheit wird nicht überall gleichermaßen interpretiert.
Viele Magazine richten sich nach irgendwelchen politische Richtungen. Auch
das mag ja vielen nichts ausmachen, weil man vielleicht selbst von eben
dieser politischen oder wirtschaftlichen Richtung überzeigt ist. Aber vielleicht
verschließt das vielen die Augen, um in manchen Fällen die Realität
anzuerkennen. Denn nicht alles ist Gold, was glänzt und daher ist es gut,
jemanden zu haben, von dem man annehmen darf, dass er alles ans Licht
bringt.
Denn die Wahrheit zu hören mag manchmal bitter sein, aber sie ist immer
noch besser als eine Lüge, als eine Vertuschung, als eine Maske. Niemals
sollte ein Mensch von einer Lüge überzeugt sein oder einer Maske glauben
schenken. Nur das wahre Gesicht, die nackte Wahrheit, im wahrsten Sinne
des Wortes, sollte das sein, worauf es in unserer ohnehin verworrenen
Medienlandschaft anzukommen hat.
Ich empfehle diese Zeitschrift jedem, der seine Allgemeinbildung erweitern
möchte und über das Weltgeschehen auf dem Laufenden gehalten werden
möchte ohne befürchten zu müssen, dass ihm Müll erzählt wird. Wenn er
glaubt, dass ihm Müll erzählt wird, dann kann er seine Meinung ja immer noch
über einen Leserbrief den anderen Lesern mitteilen und jeder, der mich
irgendwo berichten und aufklären möchte, kann dies ja durch einen Yop-
Bericht oder es mir über emails und Gästebucheinträge persönlich
mitteilen.
Ich bedanke mich im voraus für meine Leser, bis zum nächsten Mal.
Man liest sich...
© by TurkishPsycho 2002-07-16 weiterlesen schließen -
Hält den Spiegel vor.
08.07.2002, 02:38 Uhr von
Skander
43 Jahre alt verheiratet 1 Kind. Mein grösstes Hobby is meine Freundin Paula Ich veröffentlich...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Dieses Magazin hat mich seit frühester Jugend begleitet. Nicht das ich es regelmässig gelesen oder jemals abonniert hätte. Dieses Magazin ist immer präsent gewesen, ging es darum, Korruption, Misswirtschaft oder allgemein politische Skandale aufzudecken. So mancher Politiker hätte gern Montags, oder manchmal schon Sonntags, wenn es in den Fersehnachrichten heisst; "nach einem Bericht des Spiegel..."dieses Blatt sammt Mitarbeitern auf den Mond geschossen, oder sich gewünscht dieses Magazin verbieten zu dürfen.
Der Spiegel ist üblicherweise weniger reisserisch aufgemacht als andere Nachrichtenblätter.
aktuell sieht man auf dem Titelbild Osama Bin Laden , König Fahdt, darunter eine verschleierte Frau, ein Opfer eines Anschlages und wieder darunter die Pilgerstätte in Mekka.
Domminiert wird die Titelseite aber nicht vom Photo,
sondern von der Schlagzeile.
"Saudi Arabien Alptraim aus 2001 Nacht"
Diese Schlagzeile hat mich nun zum Kauf annimiert, da ich mich schon lange wundere, wieso Saudi Arabien so wenig ins Ziel des Antiterrorpaktes rückte, bisher, obwohl sämtliche muslimischen Terrororganisationen dieser Welt von diesem Königshaus, IBN Saud, bezahlt werden. Schön das mal jemand nicht nur dem blöden amerikanischen Kriegsgeschrei hinterherennt, sondern sich eigene Gedanken macht.
Also 2,8 € gezückt und gekauft.
auf der zweiten Seite finden wir dann die Hausmitteilung vom 4.3.2002.
Hoher Besuch im Haus Bundespräsident, Kanzler, Aussenminister sowie der Rest der Ministerriege, statten dem Spiegel ,dem Herausgeber Rudolf Augstein und Chefredakteur Stefan Aust einen Besuch ab.
Im Gefolge die Gattinnen, wie man erfährt. Kleine Umstrukturierung beim Spiegel, einer geht, anderer kommt und schon steht das ganze Kabinett mit Familienunterstützung Gewehr bei Fuss und hoffiert die Entscheidungsträger des Blattes. Wird nicht viel nützen, denke ich. An irgendeinem Montag sind sie alle wieder dran.
Darunter dann eine kurze Einführung auf die Titelgeschichte bezüglich Saudi Arabien. Hier wird auch auf den Hauptinformant der Story hingewiesen, den früheren PR Chef der Bin Laden Gruppe, Chalid Chalil Assad, der eine, in seinem Land verbotene Autobiographie über Osama Bin Laden geschrieben hatte, und der dem Spiegel wohl brisantes Material zukommen hat lassen.
Ganz unten verweist die Hausmitteilung noch auf ein Buch, näheres Seite 74, scheint interessant zu sein.
Auf der nächsten Seite dann die Inhaltsangabe.
1. Titel (hier sind die einzelnen stories der Titelgeschichte aufgeführt
2. Deutschland
Themen diese Woche
Panorama
Reformen
Bundeswehr
Öffentlicher Dienst
Ausländer
Minister
Immobilien
Strafjustitz
sehr ausführlich der Teil über deutsche Politik, ca 50 Seiten. Die Themen sind brandaktuell. Im vorliegenden Heft empfehlenswert ein Bericht über die Bundeswehr und den Einsatz in Afghanistan und ein Interview mit Innenminister Schily über Zuwanderung in Deutschlan. ein Thema das uns sicher noch für einige Jahre begleiten wird.
3. Gesellschaft
Themen:
Scene-über umstrittenes Computerspiel, Interessant über "koscheren Sex"
Armut, Tod eines Obdachlosen
Ortstermin- Gipfeltreffen der Wahlkampfmanager.
-auch diese Rubrik ist brandaktuell-
4. Wirtschaft
Themen:
Trends
Geld
Börse
Biotechnologie
Konjunktur
Arbeitsmarkt
Unternehmen (Condomi will Weltmarktführer werden)
Auch zum Thema Wirtschaft hat der Spiegel einiges zu sagen, was sicher lesenswert ist.Aktuell Biotechnologie-Dritte Welt Länder wehren sich gegen die Ausbeutung ihres Wissens.
5 Medien
Themen
Trends( Telekom sponsert Bayern München-sofort abmelden oder nur noch call by call , *g*)
Fernsehen
Pay TV: Der Mann der Premiere retten soll
6. Ausland
themen:
panorama( Israels Sicherheitsleute schossen voreilig-als ob die sich je Zeit damit liessen)
Nato-Liebesgrüsse für Moskau
Terrorismus-Karriere eines Londoner Gotteskriegers
fghanistan- der König kehrt zurück
Simbabwe
Kolumbien
China
7 Kultur
8.Wissenschaft Technik
9.Sport
Briefe, Impressum Leserservice, Chronik Register Personalien, Hohlspiegel, Rückspiegel.
Diese Rubriken und Themen sind am äusseren Rand der Seiten 6 und 7 aufgelistet, in der Mitte dann nochmals Bilder und Kurzinfos zu den Hauptthemen.
Spiegel befinden sich, wie auch bei den meisten anderen Nachrichtenmagazinen, die Leserbriefe am Anfang , gleich eine Seite nach den Inhaltsangaben. in diesem Heft beginnen sie mit der Überschrift :
"Gegen eine Achse der Blöden" (leider zu spät, haben wir schon.)
Der Spiegel erscheint mir heute farbiger, als in früheren Jahren. Das liegt wohl auch daran, dass man mehr Photos zeigt. Das heisst nicht, dass dieses Magazin nun auch mit Bildern dermassen überladen ist, dass man meinen könnte, in Deutschland könne gar niemand mehr richtig lesen.
Die Auswahl der Themen erscheint mir interessant, das Titelthemea sehr brisant. Da wird es wieder eine Menge Schelte seitens der Politik geben. Kritik an der Politik der USA, au weia. Nun der Spiegel hat da nie ein Blatt vor den Mund genommen, auch nicht bei Politikern wie Strauss. Bei Kohl, so hört man, war die blosse Erwähnung des Namens des Magazines Grund für Tobsuchtsanfälle.
So muss es sein. Nachrichtenmagazine, die der Politik gefällig sind sind braucht das Land nicht. Das ist beim Spiegel auch nicht zu befürchten.
Werbung: ohne Werbung geht natürlich auch bei einem Magazin, wie der Spiegel, nichts mehr. Und doch hebt sich der Spiegel auch hier von anderen Hochglanzmagazinen ab. Die Werbung ist im Vergleich zu
anderen Nachrichtenmagazinen eher spärlich (beim Stern hat man immer Mühe den Artikel zwischen Auto und Bankwerbung zu finden)
Herausgeber des Spiegel ist Rudolf Augstein.
Chefredakteur Stefan Aust.
Es gibt übrigens eine Audioausgabe für Blinde.
Der Spiegel kann abonniert werden:
Spiegel Verlag
Postfach 105840
20039 Hamburg
Der Spiegel ist üblicherweise eines der wenn nicht das informativste Nachrichtenmagazin in Deutschland, wie immer gut recherchiert.
In jedem Fall ist auch die aktuelle Ausgabe des Spiegel ein Kauf, allein schon wegen der Titelgeschichte, über die Verstrickung der Saudis in den internationalen Terror, die Korruption der Familie Ibn Saud und deren Unterstützung durch die Amerikaner. Nach deren Aussagen über Länder die zur Achse des Bösen gehören, müsste Saudi Arabien eigentlich das nächste Angriffsziel sein, nicht der Iraq und schon lange nicht die hungernden Menschen von Somalia die Indianer des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts.
Also bildet euch eure Meinung, aber bitte nicht bei BILD.
Skander(bb) weiterlesen schließen -
Spieglein, Spieglein in der Hand…
25.06.2002, 19:30 Uhr von
Finron
Nein, das bin nicht ich. Aber seit Jahren bin ich überzeugter Kevin Smith-Fan. Und irgendwie hab ...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
…was ist so los im ganzen Land? Ja, wer auf dem Laufenden bleiben will, der kommt am Spiegel nicht vorbei.
Eine kurze Geschichte
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„Der Spiegel”, gegründet 1947 von Rudolf Augstein, zählte Jahrzehnte lang neben dem „Stern” zur den politischen Top-Magazinen im deutschen Zeitschriftenwesen. Nach der Affäre um die „Hitler-Tagebücher” im Stern und trotz des „Focus”-Angriffs in den 90er Jahren hat sich „Der Spiegel” mittlerweile als die unbestrittene Numemr Eins mit einer Millionen-Auflage etabliert.
Berühmt geworden ist „Der Spiegel” durch die „Spiegelaffäre” im Oktober 1962: Der Spiegel hatte in dem Artikel „Bedingt abwehrbereit” über Militärpläne berichtet, die im Falle sowjetischer Angriffsabsichten Atomwaffen als Präventivschlag einzusetzen. Daraufhin ließ Verteidigungsminister Franz Josef Strauß den Herausgeber des Spiegels, Rudolf Augstein, sowie leitende „Spiegel”-Redakteure verhaften, die Redaktion durchsuchen und Material beschlagnahmen. Besonders empörend: Strauß ließ den damaligen „Spiegel”-Redakteur Konrad Ahlers in Spanien ohne jegliche Rechtsgrundlage festnehmen, ein klarer Verfassungsbruch, der die Republik erschütterte.
Nicht zuletzt diese Affäre war es, die den Mythos des „Spiegel” als „Sturmgeschütz der Demokratie” prägte. Denn nicht „Der Spiegel” oder Rudolf Augstein wurden mundtot gemacht, sondern Strauß musste seinen Stuhl räumen. Die Regierung war schwer angeschlagen. Trotz der Sperrung erschien „Der Spiegel” auch während dieser Krise wöchentlich. Dank „Stern”-Herausgeber Henri Nannen, der Augstein und seinen Mannen Unterschlupf in seinem Haus gewährte.
Der Spiegel heute
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Über das auflagenstärkste deutsche Wochenmagazin wacht auch heute noch Rudolf Augstein. Zwar hat der Verlagsgründer sich schon vor Jahren aus dem aktiven Tagesgeschäft zurückgezogen und die Leitung der Redaktion an Stefan Aust übertragen, doch immer wiederkehrende Kommentare und gelegentliche Titelstorys aus der Ferder Augsteins dokumentieren heute noch das journalistische Schwergewicht des Spiegel-Herausgebers.
Selbstverständlich ist „Der Spiegel” optisch nicht auf dem gleichen Stand geblieben. Ständig wurde das Layout modernisiert und aufgepeppt, in den 90er Jahren wurden sogar Farbfotos (überall schon Standard, für den informationslastigen „Spiegel” eine Sensation) eingeführt. Auch heute präsentiert sich „Der Spiegel” in einem peppig modernen Outfit. Geblieben ist das „Spiegel”-Markenzeichen: Der rote Titel-Rahmen.
Mehr wissen
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Kommen wir zum wichtigsten Aspekt einer Zeitung: Den Inhalt. Was bietet der „Spiegel” an Lesefutter? Erste Antwort: Sehr viel. Während andere Magazine auf Bilder setzen, springt den Spiegel-Leser das Blei auf der Seite entgegen. Ein Grund für viele, den „Spiegel” nicht zur Hand zu nehmen. Auch ich hab mich in meiner Jugend gesträubt gegen diese Informationsflut. Aber irgendwann kauft man mal sein erstes Heft, kurz darauf marschiert man wöchentlich zum Kiosk – und schwuppdiwupp ist man Abonnent.
Denn was im „Spiegel” steht, ist wirklich erste Sahne. Ich bezieh mich jetzt mal auf die aktuelle Ausgabe vom 24. Juni 2002. Die Titelstory „Radikal-Kur gegen Arbeitslosigkeit” ist auf Seite 1 wieder einmal meisterhaft umgesetzt: Ein Bundesadler, der im Strudel von (arbeitslosen) Menschen ertrinkt. Das Titelthema nimmt im „Deutschland”-Teil dann auch gleich satte 20 Seiten ein (nette, also ohne Werbung immer noch 12 Seiten) und wird im „Gesellschafts”-Teil noch einmal auf 8 Seiten von anderer Seite umfassend beleuchtet. Dabei wird das Titelthema wie immer nicht in einem großen Textklotz abgehandelt, sondern die Information durch Kästen, Kommentare etc. aufgesplittet und leichter degoutierbar gemacht.
In den letzten Jahren hat sich auch die „Spiegel-Serie” zu einem festen Bestandteil entwickelt. Mal mehr, mal weniger interessant für den einzelnen sind diese Serien z.B. um den 11. September, die Geschichte Europas, Vertreibungen nach dem 2. Weltkrieg etc. Die derzeitige Serie um die deutsche Bildungsmisere zählt für mich zu den besseren Serien, aktuell wird in Teil 7 „Der Niedergang des Abiturs” behandelt.
Traditionell wird jede Rubrik im „Spiegel” mit mehreren „Panorama”- oder „Trend”-Seiten eingeleitet, auf denen kurze Appetithäppchen aus der jeweiligen Sparte stehen. Ebenfalls Tradition: Der Einstieg ins Heft mit den Leserbriefen.
Politik-lastig ist natürlich der Deutschland-Teil. Wie alle vier Wochen ist in der aktuellen Ausgabe wieder das Polit-Barometer drin, in dem man alles erfährt über die Beliebtheit deutscher Politiker, die Sonntagsfrage „Wen würden Sie wählen” und, und, und. Auf einer Doppelseite wird die politische Stimmung im Land kurz und doch ausführlich durchleuchtet.
Affären haben mittlerweile schon fast einen Stammplatz dort, seien es in den letzten Jahren die Schmiergeld-Affäre um helmut Kohl, die Kölner Müllaffäre oder ganz aktuell eine CSU-Spendenaffäre. Das wird dem Leser manchmal schon fast zu viel an Skandalen im Polit-Business. Der Lebensmittel-Skandal wird auch diese Woche um eine weitere Fußnote bereichert und auch die Bundeswehr hat der Spiegel wie so oft wieder genau im Blickfeld.
Im Wirtschaftsteil erfährt man zumindest das Wichtigste aus dem Business-Sektor. Obwohl micht diese Rubrik nicht so brennend interessiert, findet sich doch jede Woche mindestens ein Artikel, bei dem ich hängenbleibe. Diesmal wars das Interview mit Giorgio Armani und die Weltraumpark-Pläne von erich von Däniken, die mich im Wirtschaftsteil fesselten.
Die Medien haben seit einiger Zeit auch ihre eigene Rubrik im Spiegel, wenn auch meist nur einen kleinen Raum. Wer hier allerdings hochspezialisierte Interna wie im „Journalist” ode „W&V” befürchtet, kann beruhigt aufatmen. Die Spiegel-Macher sind sich – wie in allen Rubriken – ihrer Klientel bewusst, die aus interessierten Laien besteht. Diesmal wird im Medien-Teil das Phänomen GZSZ durchleuchtet und ein Prozess der Bunten gegen einen ehemaligen Redakteur geschildert.
Der Auslands-Teil ist seit Monaten auf den Konflikt im Nahen Osten und Bushs Kreuzzug gegen den terrorismus gebucht. Neben diesen Themen wird aber auch der Niedergang des Touristenmekkas Mallorca und das Tauziehen um die EU-Agrarmilliarden behandelt.
Weiter zur Kultur. Dort findet man nicht nur interessante Arrtikel aus allen Bereichen des künstlerischen Schaffens von Schriftstellerei über Theater, Musik und Film bis hin zur bildenden Kunst und Architektur, sondern auch die berühmte „Spiegel-Bestsellerliste”. Diese ist in Belletristik und Sachbücher unterteilt und präsentiert Woche für Woche die 20 meist verkauften Hardcover-Buchtitel. Diesmal unter anderem im Kulturteil: Ein Gespräch mit dem US-Schriftsteller Jonathan Franzen, ein Bericht über „Rufmord” und ein Artikel über Franka Potentes Fortschritte in Hollywood.
Im Wissenschafts-Resort bleiben wohl die meisten Leser am längsten hängen. Nicht nur aktuelle Debatten um Gentechnik, Reproduktionsmedizin, Stammzellenforschung und Ähnliches haben hier ihren Platz, immer wieder werden auch kuriose Themen aufgegriffen wie die Hightech-Wegwerfwindel. Spannende Themen aus der Archäologie oder Weltraumforschung fehlen zwar diese Woche, aber die kommen so sicher wie das Amen in der Kirche.
Am Schluss noch Sport: Die kleinste und trotz Fußball-WM mit drei Artikeln (inclusive Nachruf auf Fritz Walter) unbedeutendste Rubrik im „Spiegel”. Was aber auch gut ist, denn so können sich die Sportreporter auf Hintergrundrecherche konzentrieren statt Spielberichte und Ergebnisse abzutippen. Natürlich nimmt diesmal die WM den ganzen Sportraum ein: Der deutsche Weg ins Halbfinale wird beleuchtet und Arsenal-Trainer Arsene Wenger spricht über die Nivellierung des Weltfußballs.
Relativ neu ist die Wochenchronik, in der die Ereignisse der letzten Woche telegrammartig zusammengefasst werden und ein „Bild der Woche” - mal komisch, mal bestürzend - zu sehen ist. Im „Register” finden sich kurze Todesmeldungen von Persönlichkeiten oder Ehrungen selbiger. Unter „Personalien” hat der Spiegel auf knapp zwei Seiten zusammengefasst, was man als Klatsch-Kolumne auf hohem Niveau bezeichnen könnte. Kult ist natürlich der „Hohlspiegel” auf der letzten Heftseite, in dem verbale Entgleisungen a la „Stocksteif, das Gesicht zur Faust geball” zu bewundern sind.
Ein Zuckerl für Abonnenten
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Was der Kiosk-Käufer nicht mitbekommt, ist das Zuckerl für die Abonnenten: Der Kultur-Spiegel. In diesem monatlichen Supplement (das in der aktuellen Ausgabe steckt) werden diverse Kulturthemen näher beleuchtet (diesmal gehts unter anderem um den Vormarsch japanischer Sex-Comics). Was auf Deutschlands Bühnen, in den Konzertsälen, auf den Festivalbühnen und den Kinos los ist, die Buchneuerscheinungen des Monats, die interessantesten Ausstellungen – all das findet man in dem kleinen Heftchen. Ich möchte den Kultur-Spiegel nicht mehr missen.
Auch der Abonnentenservice des Spiegel funktioniert tadellos. Wenn man in Urlaub fährt genügt ein Anruf, und das nächste Spiegel-Heft landet in der Hotelrezeption. Ich hab das selbst bei London- und Hongkong-Aufenthalten ausprobiert. Und wenns auch in Asien nciht mehr der Montag war, bekam ich doch meinen Spiegel ohne Aufpreis oder Zicken zugesandt.
Fazit
******
Spiegel-Leser wissen tatsächlich mehr. Für 2,80 Euro Kioskpreis kann man montags schon erfahren, was die nächsten Tage Gesprächsthema in den TV-Magazinen sein wird (wirklich wahr, was man im Fernsehen serviert bekommt, stand mindestens zur Hälfte zuvor schon in der Bild oder im Spiegel - je nach Sendung). Und für die Statistiker: Die Blattstärke schwankt je nach Saison zwischen ca. 180 und 320 Seiten.
Die anfängliche Scheu vor der Textlastigkeit verfliegt schnell, denn die Spiegel-Redakteure verstenen es nicht nur, komplexe Sachverhalte anschaulich darzustellen, sondern ziehen auch neben knallharten Info-Themen immer wieder Kurioses ans Tageslicht, das die Blattlektüre auflockert. Auch wenn ich nicht alle Artikel lese, ungefähr 60 bis 70 Prozent selbst der schwächsten und uninteressantesten Spiegel-Ausgabe zieh ich mir rein. Und klar ist auch: Wenn der Spiegel kommt, haben Bücher bei mir zwei, drei Tage keine Chance. Der Spiegel geht vor. Immer.
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©Finron weiterlesen schließen
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