Pro:
Vorteile: ???
Kontra:
Nachteile: Das Verlangen zu grasen geht auf den Leser über!
Empfehlung:
Nein
= = = = = Glennkill von Leonie Swann = = = = =
= = = = = Mein Bericht: = = = = =
Wirklich sehr selten in meinem Leben habe ich mit dem Gedanken gespielt ein angefangenes Buch in die Ecke zu legen und es dort verschimmeln zu lassen, doch bei diesem Buch hätte ich es beinahe gemacht. Wirklich wahr, denn man mutiert beim Lesen dieses Buches fast selber zum Schaf und möchte einfach alles gelesene so schnell vergessen, wie die Schafe in diesem Buch auch gern die Gedankenlosigkeit zur Erlösung erwählen. Lieber würde ich unseren Rasen mit meinen eigenen Zähnen abgrasen, als dieses Buch auch nur jemals zu empfehlen. Träge und völlig unspektakulär kaut man sich förmlich von Seite zu Seite und betet inständig, es möge bald enden, doch es tut es erst auf der letzten Seite und dies ist die einzige Gemeinsamkeit mit guter Literatur. Mir ist schier unverständlich, wie dieses Buch in irgendwelche Bestsellerlisten gelangen konnte, ohne an der menschlichen Intelligenz als solches zu zweifeln.
Klar steigt ein Buch in den Verkaufsrängen, wenn es oft gekauft wird, doch sollte man doch annehmen, dass die ersten Leser und Leserinnen dieses Buches offene Warnungen an ihr Umfeld und ihre Umwelt abgeben würden. Nur mit Gehässigkeit kann ich diese Unterlassung in Einklang bringen, denn bei Beendigung dieses Buches kam auch mir der Gedanke an welchen meiner Feinde ich dieses Buch abtreten würde, aber selbst da fiel mir auf, dass ich nicht nur nach biblischen Gesichtspunkten meine wenigen Feinde noch zu sehr liebe, als dass ich ihnen diesen effektiven Lebenszeitverlust, der für mich unweigerlich mit diesem Buch verwoben zu sein scheint, wie die Wolle in den Pullovern der Protagonisten aus dem menschlichen Lager innerhalb dieses Buch. Ich könnte ja vielleicht mich noch rausreden und behaupten, dass es spannend begonnen hat und es auch vereinzelt Lichtblicke gab in diesem Buch, aber auch diese wenigen Momente ließen das Buch keinesfalls erträglicher werden oder mildernde Umstände für mein Urteil über dieses Buch aufkommen lassen.
= = = = = Über das Buch: = = = = =
Ich hatte es einmal in einem Buchladen auf Platz 1. gesehen und daraufhin den Klappentext gelesen. Reißerisch und durchaus einladend wurde dem Krimiliebhaber in mir suggeriert, dass ich ein Buch in händen halten würde, dass es wert ist von mir gelesen zu werden. Ich wiederstand aber dem Drang es sofort zu erweben und wartete ein Jahr ab, bis es nicht nur viel billiger zu erwerben war, sondern auch noch eine Softcoverversion von weltbild davon gab. Ich hatte mich also riesig auf diese Geschichte gefreut und dachte bei mir, dass ich eine witzige zu Buch gewordene Idee in Händen hielt. Schließlich hört sich die Buch gewordene Eingebung: Schafe den Mord an ihrem Schäfer lösen zu lassen auf den ersten Blick doch interessant, doch dann kam zuerst das Satdium der Ernüchterung, dann der lange Weg des Leidens und zuletzt lediglich die Erleichterung es endlich geschafft zu haben dieses Buch von 374 Seiten zu bezwingen ohne völlig zu verschafen. Ich kann wirklich nur strikt davon abraten dieses Buch auch nur geschenkt zu bekommen und wenn Ihnen jemals ein Bekannter dieses Buch als Geheimtipp unter den Weihnachtsbaum oder bei sonstigen Festlichkeit überreicht und dabei Ihnen mitteilt, dass er oder sie es auch schon gelesen hat, dann sehen sie dies als Vergeltung bishin zur bösartigen Racheaktion an. Nur der unwissende Überbringer dieses Werkes verdient einen Dank für die Geste, aber niemals für das Buch. Ich rege mich auch heute noch immer gerne über Glennkill auf und beim Anblick von Schafsherden verspüre ich Appetit auf Hammelkebap. Dabei können diese armen Geschöpfe ja nun wirklich nichts für die Schöpfung dieses Romans durch Leonie Swann, der ich den finanziellen Erfolg, der auf jeden Fall mit dem Verkauf dieses Buches einherging, mehr als gönne, denn ich beneide ausnahmslos jede Person, die generationsübergreifend eine riesige Herde von Menschen dazu bringt ihr Geld für nutzloses Zeug auszugeben. Ich fühlte mich jedenfalls irgendwie finanziell geschlachtet und intellektuell ausgeweidet.
= = = = = Der Preis: = = = = =
Wie gesagt, geschenkt ist noch zu teuer lautet nach meinem Dafürhalten die Devise, aber meine Softcover Version habe ich bei weltbild für 11,95 € erstanden. Meine böse Zunge behauptet meinem Gewissen gegenüber es als Schadensminimierung anzusehen. Naja, es gibt schließlich auch noch gute Bücher auf der Welt und dieses Wissen spendet meiner gepeinigten Seele etwas Trost.
= = = = = Mein Fazit: = = = = =
Frei nach dem Motto: Strafe muss sein, habe ich meine Lektion gelernt!!! Hätte auf den 374 Seiten dieses Buches immer nur der Begriff "Mäh" gestanden, ich hätte es mit mehr Fassung ertragen und diesem Buch in der Retrospektive auch eine positvere Gesamthaltung entgegenbringen können. So badauer ich schon den Pflichtstern, den ich hier vergeben muss, um der Nachwelt diese Warnung auszusprechen: Lasst es liegen, wo es liegt und behaltet das Geld lieber in Euren Taschen. weiterlesen schließen
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