Pro:
macht (bei Schnupfen) die Nase endlich wieder frei, beinhaltet ätherische Öle (also kein chemisches Ätzzeug)
Kontra:
der Preis, schlecht zu dosieren, da zuviel aus der Tube kommt, sehr geruchsintensiv auch für die Mitmenschen
Empfehlung:
Ja
Wenn Verwandte, Freunde oder Kollegen die Nase voll haben und vor lauter Schnupfen nur noch ein Taschentuch nach dem nächsten benutzen, dann komme ich meist mit einem Tipp: Tannenblut! Für die meisten klingt das im ersten Moment etwas abstoßend: Mit Blut die Nase heilen. Doch unter diesem etwas ungewöhnlichen Namen ist im Reformhaus eine Nasensalbe zu haben, die einen trotz Schnupfens wieder richtig durchatmen läßt. Daher stelle ich jetzt auch die Tannenblut Nasensalbe gegen Schnupfen von Hübner vor.
VERPACKUNG:
Sie ist in einer länglichen, vorwiegend weißen Pappschachtel zu haben. Die ist etwa 13 Zentimeter lang und jeweils etwas über zwei Zentimeter breit und tief. Am linken Rand sieht man in einem etwas dunklen grün. In einem helllen grün folgt ein Streifen, an dessen Ende in schwarzen Kleinbuchstaben hübner, geziert durch ein Blatt auf der linken, zwei rote Ü-Punkte und einen dunkelgrünen Unterstrich. Das Wort Tannenblut selber ist dunkelgrün geschrieben, Nasensalbe rot, gegen den Schnupfen ist weiß auf dunkelgrünem Balken zu finden.
Die Tube an sich ist 9,5 Zentimeter lang (plus einer drei Zentimeter messenden Plastik-Spitze). Der Durchmesser der Tube ist etwa 1,5 Zentimeter. Optisch ist sie ebenfalls recht schlicht (vorrangig weiß) gestaltet mit den gleichen grade schon beschriebenen Aufdrucken von Hersteller- und Produktnamen.
Ganz praktisch ist diese Tube nicht, da sie aus Metall besteht. Zu schnell kommt gerade anfangs zu viel Salbe raus, und schon hat man den Ärger. Denn es ist ja schade, dass man das gute Zeug nicht richtig dosieren kann.
DIE SALBE:
Im allerersten Moment kommt bei der Tube etwas fast durchsichtiges, dünnflüssiges raus. Keine Angst: Das ist noch nicht die Salbe. Die ist nämlich weiß und von der Konsistenz etwas fester. Markant ist der sehr intensive Geruch nach Dingen wie Eucalyptus und Menthol. Dieser ist leider ziemlich penetrant und auch von den Mitmenschen deutlich zu bemerken. Ich finde den Geruch also etwas zu penetrant, doch das ist notwendig, weil diese Stoffe dann auch dafür sorgen, dass es wieder mit dem Atmen klappt.
ANWENDUNG:
Vor der Anwendung hilft es natürlicherweise, die Nase nochmal gründlich leer zu schneuzen. Ganz nach Bedarf bestreicht man die Innenseiten der Nasenflächen mehrmals täglich mit etwa zwei Millimeter von der Salbe. Für mich ist es besonders wichtig und hilfreich, sie vorm Einschlafen zu nehmen. Denn auf diese Weise kann ich endlich wieder Luft kriegen und gut durchatmen.
WIRKUNG:
Kurz nach dem Eincremen fühlt man ein leichtes Brennen auf den Naseninnenseiten, das dann aber auch meinem Eindruck nach kühlend wirkt. Der Geruch steigt die Nase hoch und scheint alles andere wegzublasen. Man kriegt wieder Luft. Allerdings ist Tannenblut nun auch kein Wundermittel. Auch mit der Salbe ist der Schnupfen noch leicht vorhanden und man muss sich ab und an schneuzen, aber längst nicht so oft und heftig.
INHALTSSTOFFE (je 100 g):
1,7 g Eucalyptusöl, , 1 g Campher, 1 g Menthol, 0,7 g Fichtennadelöl, 0,4 g gereinigtes Terpentinöl, 0,3 g Kiefernnadelöl.
Sonstige Bestandteile: Mittelkettige Triglyceride, Glycerinmonostearat, Emulgierender Cetylstearylalkohol, Cetomacrogol 1000, Dickflüssiges Paraffin, Methyl-4-hydroxybenzoat, Propyl-4-hydroxybenzoat, L (+)-Milchsäure, Wasser.
GEGENANZEIGEN:
Bei mir habe ich da keine festgestellt. Aber Leute mit Bronchailasthma, anderen Atemwegserkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einher gehen, sollten laut Beipackzettel die Finger vom Tannenblut lassen. Für Schwangere wurden zwar keine eindeutigen negativen Wirkungen festgestellt. Da aber Menthol enthalten ist, sollte man die Salbe besser nicht nehmen, heißt es.
NEBENWIRKUNGEN:
Auch hier kann ich bisher von mir und aus meinem Umfeld von keinen berichten. Doch es kann wohl zu juckenden Hautentzündungen (Kontaktekzeme) und durch Campher und Menthol zu Reizerscheinungen kommen. Bronchospasmen (Krämpfe in den Bronchen) werden evtl. durch das Fichtennadelöl verstärkt.
WARNUNG:
Man sollte die Salbe nicht in die Augen kommen lassen.
HERSTELLER:
Anton Hübner GmbH & Co KG
79236 Ehrenkirchen
PREIS:
Der ist nicht ohne. Die Tube mit 10 g Tannenblut ist (ausschließlich) im Reformhaus für 3,95 Euro zu haben. Ganz schön happig, denn zuletzt hatte ich sie noch zu DM-Zeiten für 6 DM und ein paar Pfennige gekauft. Allerdings hat man von so einer Tube auch eine ganze Weile was, da man ja jeweils nur kleine Mengen der Salbe anwenden muss.
FAZIT:
Wenns um Schnupfen geht, kann man zwar zu alten Hausmitteln greifen (z.B. Salzwasser in die Nase sprühen). Doch Tannenblut ist mit seinen ätherischen Ölen eine gute Alternative. Sie wirkt zwar auch nicht als Wundermittel, nimmt einem aber einen Großteil der Beschwerden weg und das bei mir ohne Nebenwirkungen. Ein paar kleine Nachteile gibt es zwar auch: Ungünstig ist, dass gerade am Anfang immer zuviel Tannenblut aus der Tube kommt. Außerdem finde ich den Preis etwas negativ. Aber man muss ja im Hinterkopf haben, dass Medikamente insgesamt relativ teuer sind. Insgesamt gibt es von mir wegen der kleinen Minuspunkte eine 1-2. weiterlesen schließen
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