Pro:
Soundtrack, Schauspieler
Kontra:
Verwirrende Inszenierung, zu viele Dialoge
Empfehlung:
Ja
Ein großer Quentin Tarantino Fan bin ich nicht. "Pulp Fiction " und "Kill Bill" kann man sich anschauen, auch wenn letzterer doch viel zu lang ist, während "Death Proof" und "Inglourious Basterds" ich doch ziemlich schlecht fand. "Reservoir Dogs" war ein Film, den ich schon lange sehen wollte, sollte es doch ein harter und kultiger Thriller sein. Das Ergebnis war nicht das, was ich erwartet habe.
Film:
Originaltitel: Reservoir Dogs
Jahr: 1992
FSK: 18
Laufzeit: ca. 95 Minuten
Regie: Quentin Tarantino
Darsteller: Harvey Keitel, Tim Roth, Michael Madsen, Chris Penn, Steve Buscemi, Quentin Tarantino
Story:
Bei einem Überfall von einer Gruppe von Ganstern, wo jeder den Namen des anderen nicht kennt und man sich nur mit Farben anredet, gerät schief. Mr. White (Harvey Keitel) und der angeschossene Mr. Orange (Tim Roth) treffen im Versteck ein. Kurz darauf kommt auch Mr. Pink (Steve Buscemi), der die geklauten Juwelen hat. Sie vermuten, daß einer von ihnen ein Cop ist, denn nur so können sie sich erklären, daß der Überfall schiefgelaufen und einige tot sind. Dann kommt Mr. Blonde (Michael Madsen), der einen Polizisten entführt und im Kofferraum seines Wagens mitgenommen hat. Mit ihm will er herausfinden, wer von ihnen ein Undercover Cop ist, denn keiner traut mehr dem anderen. Wer ist der Polizist, der sich in die Verbrecherbande eingeschleust hat?
Darsteller:
Harvey Keitel ist in Filmen wie "U-571", "From Dusk Till Dawn", "Cop Land" oder "Bad Lieutenant" zu sehen.
Tim Roth ist derzeit in der Serie "Lie To Me" als Hauptdarsteller zu sehen und spielte auch in "Pulp Fiction" mit.
Michael Madsen ist in "Species 1 und 2", "Sin City", "Wyatt Earp" oder "James Bond - Stirb an einem anderen Tag" zu sehen.
Chris Penn spielte in "Rush Hour" oder "Mord nach Plan" mit.
Steve Buscemi ist in "Armageddon" oder "Con Air" zu sehen.
Quentin Tarantino hatte Rollen in "Desperado" oder "From Dusk Till Dawn".
Regie:
Quentin Tarantino führte auch bei "Pulp Fiction", "Jackie Brown", "Kill Bill" oder "Inglourious Basterds" Regie.
Meinung:
Ganz schlecht war der Film nicht, aber meine Erwartungen gingen doch in eine andere Richtung. Action ist hier erstmal Fehlanzeige. Am Schluß gibt es eine kurze Schießerei, das war es dann aber auch schon, denn Reservoir Dogs ist nur eines: Dialoglastig. Es wird nur geredet. Nach einer kurzen Einführung am Anfang ist man auch schon in der Story, wo Mr. Orange und Mr. White zum Versteck fahren. Tarantino hält sich hier an keine Reihenfolge. Nach und nach erfährt man in Rückblenden etwas über die Charaktere sowie den Verlauf des Überfalles. Leider ist dabei nicht immer ersichtlich, was denn jetzt nun Gegenwart oder Vergangenheit ist.
Schauspielerisch gibt es da nichts zu bemängeln. Harvey Keitel als Mr. White, der meist einen kühlen Kopf bewahren will, gibt eine gute Leistung ab, Michael Madsen als Psychopath und Steve Buscemi ebenso, auch wenn Madsen seine Rollen in seinen Filmen fast immer gleich spielt mit dem gleichen Gesichtsausdruck und zusammengekniffenen Augen. Tim Roth, der mir jetzt nur hauptsächlich aus der Serie "Lie To Me" bekannt ist, zeigt hier, daß er schauspielerisch etwas kann. Tarantino hat mehr eine Nebenrolle, schließlich muß er ja auch Regie führen, und kann somit eine normale Leistung abgeben.
Was mir gut an dem Film gefallen hat, ist der Soundtrack. So kriegt man meist ältere Songs zu hören, die aber wirklich gut sind. "Little Green Bag" von The George Baker Selection, "Hooked on a feeling" von Blue Suede sind nur einige der Songs, die wirklich gut im Film eingesetzt sind.
Was mir nicht so gefiel neben der wenigen Action und der zuvielen Dialoge ist die Freundschaft zwischen Mr. White und Mr. Orange. Diese fand ich doch recht dünn und nicht so überzeugend.
"Reservoir Dogs" kann man sich mal anschauen, aber einen Actionfilm sollte man, wie ich, nicht erwarten. Es wird zuviel geredet, so daß man schnell von den langweiligen Dialogen das Interesse am Film verliert. Die dauernden Rückblenden sorgen für eine leicht verwirrende Inszenierung. Tarantino Fans werden ihre Freude haben, vielleicht einige andere auch, aber wer einen guten Thriller sehen will, sollte sich die Vorlage "City on fire" von Ringo Lam mit Chow-Yun Fat ansehen. Und wer es mit ordentlich Action sehen will, schaue sich die japanische Version "Score" an, daß wohl eine Art Remake sein soll. Wegen einiger guter Szenen, dem gut eingesetzten Soundtrack und den Schauspielern gebe ich noch eine Empfehlung, denn einmal kann man sich den Film anschauen, aber man sollte nicht zuviel erwarten. weiterlesen schließen
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