Pro:
Zeigt die grausmankeit des 3. Reiches, Gesellschaftliche Aspekte, gut zu lesen, interessant
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
<Über den Autor>
Stefan Zweig wurde in Wien am 28.11.1881 als Sohn des wohlhabenden Textilunternehmers Moritz Zweig geboren. Er lebte seit 1919 bis 1933 in Salzburg. Als die Nationalsozialisten 1933 in Deutschland an die Macht kamen, zog er nach London. Seine Bücher durften in einigen Verlagen nicht mehr erscheinen, daher wurden sie in Wien verlegt. 1935 verfasste Stefan Zweig das Libretto für die Oper „die scheigsame Frau“ von Richard Strauß. Er reiste in dem selben Jahr nach Südamerika. Im nächsten Jahr wurden Zweigs Bücher in Deutschland von den Nazis verboten. Als 1938 Österreich von den Nazis kontrolliert wurde siedelte Zweig ganz nach England um. Er heiratete zum 2. mal nachdem seine Ehe im Jahre 1936 geschieden wurde. Nach dem Ausbruch des 2. Weltkriegs nahm Zweig die englische Staatsbürgerschaft an. Er reiste in die USA über Argentinien und Paraguay nach Brasilien wo er fortan lebte.
1941 erschien die Schachnovelle sein wohl bekanntestes Werk und die Autobiographie „Die Welt von Gestern“. Gemeinsam mit seiner Frau wählt er 1942 die Selbsttötung aus Schwermut über die Zerstörung seiner ehemaligen Heimat Europa.
Bekannteste Werke:
Silberne Saiten 1901,Gedichte
Die Liebe der Erika Ewald 1904
Tersites 1907
Brennendes Geheimis 1911, Novelle
Verwirrung der Gefühle 1927 Novelle
Casanova - Stendhal - Tolstoi 1928 Biographie
Joseph Fouché 1929, Biographie
Marie Antoinette 1932, Birographie
Maria Stuart 1935, Birographie
Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam 1935
Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt 1936
Magellan 1938
Ungeduld des Herzens 1939
Die Welt von Gestern 194, Autobiographie
Schachnovelle 1941, Novelle
Das Buch spielt auf einem Ozeandampfer auf der Fahrt von New York nach Buenos Aires. An Bord ist neben dem Erzähler, ein Journalisten aus Wien auch der 21 jährige Schachweltmeister Mirco Czentovic. Er ist ein Sohn einer armen Familie die schon früh verstorben ist. Darum wuchs er bei einem Dorfpfarrer, bei ihm lernte er nicht wirklich viel und war bzw. ist ein sehr beschränkter Mensch. Das einzigste was er konnte war Schach spielen. Er ist ziemlich Geldgierig und spielt nur fürs Geld. Daher war es für den Erzähler in den ersten Tagen schwer an Czentovic ranzukommen, da er immer nur einige Runden an Deck ging und niemanden seine Aufmerksamkeit schenkte. Doch Schach war das einzigste was ihn interessiert, daher versucht er ihn mit einem Schachspiel im Smookig Room zu ködern, er spielte mit McConnor einem reichen Amerikaner der nicht die Gabe besaß gut Schach zu spielen. Doch Czentovic ließ sich nicht darauf ein, tat ein blick auf das Spiel und ging weiter. Der Erzähler hat McConnor gesagt wer der Mann gewesen sei, daraufhin will er unbedingt gegen den Meister spielen, obwohl er wissen sollte das er keine Chance hat und ist sogar bereit dafür 250 $ zu bezahlen.Das Geld überzeugte Czentovic den beiden nun Aufmerksamkeit zu zollen und gegen McConnor zu spielen. Natürlich verlor McConnor jedoch wollte er natürlich Revanche die zuerst auch nicht gut auszugehen schien, der Meister wollte McConnor und die anderen Gäste, die mittlerweile alle zusammen gegen Czentovic spielen durften, in eine Falle locken. Da kam einer älterer Herr daher der sich in die Partie einmischte und scheinbar alle folgenden Züge vorzuberechnen. So kam es zu einem unentschieden und Czentovic war interresiert an noch einer Partie jedoch lehnte der Mann ab und verschwand. Daraufhin sollte der Mann ausfindig gemacht werden und zu einem Match überredet werden. Der Mann war Österreicher und damit Landsmann des Erzählers, daher sollte er gehen und ihn überzeugen. Der Mann hieß Dr. B und erzählte dem Erzähler seine Geschichte wie er lernte Schach zu spielen.
Dr. B war Anwalt allerdings kein normaler, er verwaltete Sachen für die Kirche, die Königsfamilie und damit der Regierung. Nach der Machtübernahme der Nazis wurde er verhaftet und eingesperrt. Er war vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten ausser vielen Verhören mit den Nazis in dem er wacker stand heilt etwas zu sagen. Eines Tages vor dem Verhör musste er warten, wie jedes mal da dies eine Taktik der Nazis war um die Gefangenen zu verunsichern und zu schwächen. Dabei entdeckte er ein Buch in einer Manteltasche am Kleiderhaken, darauf hin stiehlt er es und kann es mit in sein Zimmer schmuggeln. Daraufhin war er so glücklich das er etwas hatte womit er sich beschäftigen konnte, am besten etwas anspruchsvolles wünschte er sich. Doch es war eine große Enttäuschung da es ein Buch über 150 Schachpartien war. Dennoch befasste er sich damit und begann die Partien, er formte sich Figuren aus Krum Resten und faltete seine karierte Bettdecke so das es 64 Felder waren. Doch nachdem er alle Partien gespielt hatte brachte ihm das Buch nichts mehr, er wiederholte alle Partien im Kopf und spielte später gegen sich selber, nicht nur auf dem Betttuch sonder auch im Kopf. Es geht soweit das er seine Umwelt (sein kleines Zimmer) gar nicht mehr beachtet und so vertieft in das Spiel ist das er eines Tages wacht er in einem Krankenhaus auf und erfährt das er einen Wächter angegriffen hat und verletzt ist. Daraufhin wird ihm geraten nie mehr Schach zu spielen da es sonst zu einem weiter Zusammenbruch oder ausraster kommen kann.
Nach diesem Gespräch will er es jedenfalls noch einmal ausprobieren, sich selbst auf eine Probe zu stellen ob er wirklich Schach spielen kann. Es soll die allerletzte Partie werden um endlich Schluss zu machen. Am nächsten Nachmittag versammelte man sich im Smooking Room und Dr. B trat gegen Czentovic an und zwang ihn zur Aufgabe, man hat gespürt wie das bereits Geschehene in ihm hoch kam und er sich hineinsteigerte. Czentovic wollte natürlich eine Revanche und verunsicherte Dr. B in dem er lange wartete bis er zog, in dieser Wartezeit spielte er nun andere Partien so dass er vollkommen aus dem Konzept kam. Daraufhin unterbrach der Erzähler das Spiel und erklärte Dr. B‘s Veranlagung. Dieser sammelte sich schnell wieder, entschuldigte sich und verschwand vom Tisch.
Das Buch zeigt die Grausamkeit des 3. Reiches, wie weit die Nazis gegangen sind um mehr Macht zu bekommen. Dr. B wurde regelrecht in den Wahnsinngetrieben. Es zeigt aber auch das Menschen sehr Geldbesessen sein können am Beispiel von Czentovic da er eigentlich ein beschränkter junger Mann ist, der nichts richtiges gelernt aber trotzdem Geldgierig ist. Falls er kein Schach spielen könnte und damit sein Geld verdienen würde, würde er entweder durch einen kleinen Job gerade so über die runden kommen oder stehlen. Das Buch stellt aber auch das Schach in ein anderes Licht als ein normales Spiel, da es für die manche Leute als eine eigene Wissenschaft bezeichnet wird oder aus rein logischen gründen zwischen Gewinn und Niederlage entscheiden. Es wird gezeigt das man Abwechselung haben muss da man an der Eintönigkeit verrecken würde.
Der Erzähler spiegelt in seinem Buch ein teil von sich selbst wieder da er selbst ja früher in Österreich gelebt hat bevor die Nazis in das Land kamen, und war sehr betroffen und wollte die Grausamkeit zeigen. weiterlesen schließen
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