Tropico 2: Die Pirateninsel (Management PC Spiel) Testberichte
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Pro & Kontra
Vorteile
- Stimmung, leicht und doch eine Herausforderung, gute Spielbarkeit
- abwechslungsreich, spannend, gute Thematik
- sehr gute Grafik und Sound.
Nachteile / Kritik
- ein zweiter Teil, teilweise schlechte Bedienbarkeit
- Warum ab 16????? stellenweise unübersichtlich
- für mich gibt es überhaupt nichts zu berichten.
Tests und Erfahrungsberichte
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Leinen eingehohlt und Säbel ausgepackt: Als Raubein-Fürst plündern Sie die Karibik
4Pro:
alles super
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Inhalt
Sie sind faul, rachsüchtig, geldgierig, versoffen und kennen kein Erbarmen? Dann würden Sie bestimmt einen ganz guten Piraten abgeben. In „Tropico 2" ist gerade ein solcher Seeräuber-Posten frei geworden. Als Herrscher über eine ganze Pirateninsel tragen Sie aber nicht nur einen Papagei auf der Schulter, sondern auch sehr viel Verantwor-tungrGleichzwei große Bevölkerungsgruppen wollen kontrolliert werden. Auf der einen Seite ist da Ihre Piratenbande, die mit Vorliebe auf Plünderfahrt geht. Den größten Bevölkerungsanteil machen jedoch Arbeiter aus -gefangene Zivilisten, die in Minen und auf Plantagen für Sie schuften.
Anfangs werden die Sklaven benötigt, um für die nötige Infrastruktur zu sorgen. Besonders wichtig:die Holzfäller. Sie roden Bäume, schaffen sie ins Sägewerk und verarbeiten sie zu Bauholz. Damit können dann beispielsweise Farmen errichtet werden. Und die helfen, den Nahrungsbedarf der Inselbewohner zu decken. Sklaven bekommen Suppe auf den Teller, für die Piraten wird das Getreide in einer Brauerei zu Bier gemacht. Nur auf Seereisen bleiben die Freibeuter trocken: •• Eine Köchin bereitet Rationen für die' langen Fahrten zu.
Sind alle satt, muss eine Werft her, in der ein Schiffbauer gemächlich Ihre-Flotte ausbaut. Jedes Schiff braucht darüber hinaus ein Dock, wo es mit Waffen und Seerationen beladen wird. Angegriffen wird mit Säbeln, Gewehren und Kanonen. Vor dem Ablegen können Sie den Piraten unterschiedliche Befehle mit auf den Weg geben. Beim Plündern werden Handelsschiffe angegriffen. Im besten Fall springt dabei sehr viel Gold und neues Personal heraus. Auf Wunsch entführt Ihre Mannschaft aber auch ganz gezielt Experten,zum Beispiel Kanonengießer oder Priester. Und wenn Sie es so richtig darauf abgesehen haben, zwei Nationen gegeneinander auszuspielen, schicken Sie Fregatten unter falscher Flagge ins Gefecht. Möglichkeiten, kriminelle Energie loszuwerden, gibt es in Tropico 2 also zur Genüge.
Damit die Raubeine aber auch immer so wollen, wie sie sollen, müssen Sie für ein gewisses Maß an Motivation sorgen. Regelmäßige Fress- und Saufgelage sind obligatorisch. Je nach Rang und Klasse des Piraten kehrt der dafür entweder in einer Kaschemme oder in einem Wirtshaus ein. Auch der Spieltrieb der Freibeuter will befriedigt werden. Zum Beispiel in einer Tier-Arena oder im Kasino. Eingenommene Gelder fließen natürlich in die Inselkasse. Ein gelungener Piratentag endet schließlich mit dem Besuch einer Dirne. Je ruhmreicher und berüchtigter ein Freibeuter, desto höher werden im Laufe der Zeit auch seine Ansprüche.Während zu Beginn noch Bier das geeignete Rauschmittel ist, wird später Rum verlangt. Auch Zigarren und Fruchttörtchen stimmen große Helden milde.
Ihre Gefangenen können von einem solchen Luxusleben nur träumen. Außer Arbeit bleibt den Sklaven fast alles verwehrt. Neider werden durch einschüchterndes Dekor im Zaum gehalten. Schrecken erregende Totenköpfe und entmutigende Galgen ersticken so manchen Aufruhr im Keim. Sollte es doch einmal zu Fluchtversuchen kommen, so müssen patrouillierende Wachen das Schlimmste verhindern. Denn von geflohenen Sklaven erfahren Großmächte schnell von der geheimen Position Ihrer Insel - und dann sind Sie geliefert.
Ein paar Grundregeln zur Besänftigung Ihrer Arbeiter sollten Sie auf jeden Fall befolgen. Mit genug Suppe und einem überdachten Schlafplatz sind die meisten schon zufrieden. Der Zugang zu einer Kirche besänftigt schließlich selbst rebellische Knechte.
Den Piraten brauchen Sie mit Zucht und Ordnung gar nicht erst zu kommen. Gut bewachte Arbeiterviertel verursachen bei Banditen schlechte Laune. Die strikte Trennung von Arbeiter- und Piratenvierteln ist die Konsequenz -Talent beim Aufbau einer geregelten Infrastruktur ist also Grundvoraussetzung, um als Raubein-Fürst Erfolg zu haben.
Im späteren Spielverlauf macht sich zusehends eine dritte Bevölkerungsgruppe auf der Insel breit. Bei den reichen Gefangenen handelt es sich um wohlhabende Geiseln, deren Wert von Tag zu Tag steigt. Bevor Sie die gegen ein Lösegeld wieder auf freien Fuß setzen, müssen Sie sie bei Laune halten. Betuchte Gefangene treiben sich wie die Piraten mit Vorliebe in Kasinos und bei Dirnen herum. Weil oft aber nicht genügend Etablissements vorhanden sind, müssen die Seeräuber mitunter draußen bleiben. Dann ist der Ärger groß und das Chaos garantiert.
Jeder Tropicaner hat, wie schon im ersten Teil, einen eigenen Namen, eine individuelle Persönlichkeit und festgelegte Grundbedürfnisse. Anhand mehrerer Statusbalken erkennen Sie schnell, wie es einer Person geht und woran es ihr gerade mangelt. Sogar der genaue Einblick in die Köpfe der Bewohner bleibt Ihnen nicht verwehrt: Ein Mausklick genügt, um die Gedanken eines jeden Piraten oder Gefangenen zu lesen.
Diese Informationen benötigen Sie aber auch, um sich mit niemandem zu überwerfen und eine florierende Inselgesellschaft aufzubauen. Das ist nämlich das Hauptziel eines jeden freien Spiels und macht am meisten Spaß. Denn dabei haben Sie alle nur denkbaren Freiheiten. Es steht aber auch eine Kampagne mit 16 verschiedenen Aufträgen zurVerfügung.Da müssen Sie beispielsweise Ihre Piraten besonders glücklich machen oder ein möglichst großes Vermögen anhäufen. Eine leider sehr dünne Rahmenhandlung verbindet die einzelnen Spielstufen miteinander.
Bedienung
Obwohl die Handlung sich vom Vorgänger gänzlich unterscheidet, hat sich an der Bedienung kaum etwas geändert. Noch immer kann jede der vielen Funktionen mit ein paar Mausklicks ausgelöst werden. Übersichtliche und sich selbst erklärende Menüs helfen beim Einstieg. Außerdem vermittelt ein Lernspiel Ihnen zu Beginn die wichtigsten Funktionen.Trotzdem kommen im Laufe der Zeit immer wieder neue Funktionen und Gebäude hinzu, deren richtige Handhabung erst einmal begriffen werden will. Also sollten Sie auf jeden Fall einen Blick in die 90 Seiten starke Anleitung werfen.
Hilfreich ist auch der Inselbericht, der eine Vielzahl von Statistiken bereithält und Ihnen damit sehr viel Arbeit abnimmt. Hier erfahren Sie sofort, woran es den Tropicanern mangelt und welche Arbeiter mit besonderem Argwohn beobachtet werden sollten. Darüber hinaus steht Ihnen Matrose Smitty zur Seite. Immer dann, wenn etwas schief läuft, weiß Smitty Rat.
Urteil
Tropico 2 ist ein einzigartiges Spiel. Und das in jeder Hinsicht. Unzählige Möglichkeiten beschäftigen den Spieler über Wochen. Weil die Bedürfnisse einer Piratengesellschaft sehr eigenartig sind, bringt dieses Spiel frischen Wind in die Sparte der Aufbausimulationen. Auch die Grafik verwöhnt: Durch Drehen des Mausrades holen Sie das Geschehen so nahe heran, dass Sie alle Bewohner Tropicos genau beobachten können - beim Holzhacken etwa oder beim ßa-nanenanbau. Alles sieht sehr realistisch aus und wurde mit viel Liebe zum Detail inszeniert. Gelungen ist auch die Sprachausgabe: Schauspiel-Veteran Wolfgang Vöiz, die Stimme von Käpt'n Blaubär, sorgt immer wieder für witzige Einlagen.
Es aber auch eine Kehrseite der Goldmünze: Leider können Sie die Kämpfe auf hoher See nur im Vorfeld beeinflussen. Zwischen dem Ab- und Anlegen gibt es keine Möglichkeit, die Piratenkreuzer zu steuern oder zu beobachten. Und der sehr hohe Schwierigkeitsgrad sorgt besonders bei Anfängern leider oft für Frustration.Trotzdem bietet Tropico 2 soziemlich alles, was man von einem gelungenen Computerspiel erwartet. Auch wenn Sie in Wirklichkeit gar nicht faul, rachsüch
tig und versoffen sind: Das Holz bein steht Ihnen mit Sicherheit trotzdem „gut". weiterlesen schließen -
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Ich bin der Fluch der Karabik!
06.02.2004, 17:17 Uhr von
susperia
Also, ich liebe Sport wie reiten und Volleyball. Dann batsel ich gerne an meinen Homepages, surfe...Pro:
abwechslungsreich, spannend, gute Thematik
Kontra:
Warum ab 16????? stellenweise unübersichtlich
Empfehlung:
Ja
Und zwar für alle, die ich plündere. Zu deutsch, ich bin ein waschechter Pirat. Wir ich dazu komme? Ganz einfach, vor Weihnachten hatte sich meine Schwester einige neue PC-Games gekauft. Ich hab dann mal zufällig bei Tropico 2 reingeschaut und war richtig begeistert. Besonders weil ich seit mehrern Monaten nicht mehr gezockt habe, weil mir kein Spiel mehr richtig Spaß machte und es auch irgndwie nichts neues gab. Nun folgt mein ausführlicher Bericht:
****Sinn des Spiels?“
Das ist ganz einfach. Du bist Herrscher einer Insel und musst Dir eine große Piraterie anschaffen. Das machst Du in dem Du Deine Insel bevölkers und Deine Piraten glücklich machst. Du musst ihn Tavernen, Bordelle und Spielkasinos bauen, damit sie zufrieden sind. Dafür brauchst Du nicht nur Rohstoffe und Geld, sondern auch Gefangene. Am Anfang hat man eine bestimmte Anzahl von Gefangenen, nur durch Überfälle auf andere Inseln kannst Du Dir neue Gefangene holen, damit Du mehr Gebäude erbauen und bestezen kannst. Aber die Gefangene müssen auch gut behandelt werden, sonst unternehmen sie Fluchtversuche oder wenn Du Pech hast, köpfen sie Dich. Das ist mir leider auch schon passiert.
Um Geld und Reiche Gefangene zu erhalten, musst Du auf Plünderfahrt gehen. Du musst Schiffe bauen und sie in andere Gewässer schicken. Zwischendurch ist es auch vielleicht ganz hilfreich mit einen der benachbarten Nationen wie England, Spanien ode rFrankreich Frieden zu schließen. Nun aber erstmal genug zum Inhalt.
****Kampanien /Freie Spiele****
Zunächst habe ich die Sandkasten Variante gespielt, doch irgendwann gibt es infach nichts neues und es wurde langweilig.
Dann begann ich die Kampanien zu spielen und mein Interesse wurde wieder geweckt. Wie überall fängt man ganz klein an und von Kampanie zu Kampanie wird es immer schwieriger. Einige sind ganz schön hart und un unberechenbar. Z.B. muss man viele Abwehrschiffe bauen, weil die Franzosen einen Krieg anzetteln, doch man bekommt nicht heraus, wann die feindlichen Schiffe eintreffen und so. Das ist nicht nur spannend, sondern auch richtig herausfordernd. Ich hab zwar nicht alle durchgespielt, aber hab jetzt schon über die Hälfte und muss sagen, es ist immer noch nicht langweilig. Die Kampanien bieten auch viel Abwechslung. Zum einen geht’s um strategische Sachen, dann wieder nur um eine gut geführte Insel. Also, Spannung- und Entspannpausen.
****Grafik****
Typische 2-D Grafik, ähnlich der Siedler und anderen Spielen in diesem Genre. Die Häuser sind echt niedlich und auch die Menschen sind im Detail nachgestellt. Manchmal zoome ich die Kamera ganz nach dran und beobachte die Menschen und natürlich auch die vielen Katzen die dort rumlaufen. Ist jetzt natürlich nicht der absolute Bringer und neu Effekt, mir reichts aber.
****Musik/Sound****
Die Musik mag ich sehr gern. Sing sogar manchmal mit. Halt typische Piraten Lieder. Passend zum Spiel. Meinen Freund nervt aber der Sprecher, der die gleiche Stimme wie Kaptain Blaubär hat. Ich find sie witzig.
Am geilsten find ich aber die Sprüche, die die Leute ziehen, wenn man sie anklickt. Z.B. die Reichen Gefangenen „Take my Wife“ und so, da muss ich immer grinsen. Ich glaub die Engländer waren das ,-))))
****Schwierigkeitsgrad****
Für jeden ist etwas dabei. Diejenigen die einfach nur ein bißchen Pirat spielen möchten können die Freien Spiele wie z.B. den Sandkasten nehmen. Andere können sich an den Kampanien probieren. Bei den Sandkasten Spielen kann man aber auch den Schwierigkeits Grad höher stellen, wenn man möchte.
****Was hätte man besser machen können?****
Am Anfang hatte ich ein wenig Probleme mit der Menüführung. Hilfestellungen hatte ich am Anfang gar nicht gefunden. Man hätte alles ein bißchen besser beschriften können, besonders wenn es um die Statistiken der Insel geht. Auch fehlten mir einige Features, wie z.B. Aussagen in einer Liste über alle Gebäude der Insel. Wieviele Gebäude man schon von einer Sorte hat und so was alles.
Auch weiß man manchmal nicht, welche Wirkung eine Sache hat. Z.B. bei Ordnung für Gefangene. Sie mögen Ordnung, Piraten nicht. Doch nur die Gefangenen haben einen Ordnungsbalken, der zeigt, wie sie zufrieden damit sind. Die Piraten haben aber keinen Unordnung Balken. Also wie ist Ordnung schlecht für die? Wahrscheinlich schlägt sich das dann auf andere Bereiche nieder, aber ganz sicher ist man sich da nicht. Schlecht wäre es vielleicht auch nicht gewesen, wenn man eine Auswahl zwischen mehrern Kampanien gehabt hätte. Bei Pharao war es z.b. möglich nach einer beendeten Kampanien zwischen zwei weiteren zu wählen. Bei der einen ging es z.B. nur um den Kampf, bei anderen nur um den Stadbau. Die Idee hätte ich bei Topico auch sehr gut gefunden.
****Fazit****
Alles in einem ein klasse Spiel, was mit sehr viel Spaß macht. Und was ich auch gleich weiter spielen werde. Hier aber noch mal eine paar Infos zum spiel:
System: Windows 98, Windows 2000, Windows Me, Windows XP, 64MB RAM, 1fach CD-ROM
Sprachversion: Deutsch
2-D-Grafik
Über 50 verschiedene Gebäudetypen
Mehr als 20 spannende Missionen
Preis ca. 23 € weiterlesen schließen -
Ahoi! Schrecken der Karibik
Pro:
Stimmung, leicht und doch eine Herausforderung, gute Spielbarkeit
Kontra:
ein zweiter Teil, teilweise schlechte Bedienbarkeit
Empfehlung:
Ja
Mit großer Begeisterung hat sich der Boc vor einiger Zeit mit passenden Klängen in die Karibik versetzen lassen um Präsidente einer kleinen Insel zu werden und diese zu größtmöglichem Reichtum zu führen. Da es ihm damals so viel Spaß gemacht hat, konnte er natürlich nicht davon lassen, sich auch Tropico 2 zu besorgen um wieder in karibische Stimmung zu kommen. Anders als im ersten Teil darf der Boc jetzt aber böse sein und braucht sich nicht mehr um das wohl seiner Arbeiter kümmern. Als Piratenkönig lässt er unschuldige Gefangene die Drecksarbeit für sich erledigen, die er nur durch Furcht und eklige Getreidesuppe an der Flucht hindert. Mithilfe dieser Gefangener ist es möglich die Piraten glücklich zu machen und so vor Meutereien sicher zu sein, die einen leicht die Vormachtsstellung auf der Insel streitig machen können.
-----Das Spiel-----
Wer Tropico gespielt hat wird schon bemerkt haben, dass sich nicht viel geändert hat, es handelt sich also um einen klassischen zweiten Teil. Wir müssen in der Geschichte einige Jahre zurück gehen. Die Zeiten sind nicht jene, in der die USA über Sieg oder Niederlage zu bestimmen haben, sondern die 3 führenden Kolonialmächte in der Region Mittelamerika, ich würde Tropico 2 etwa ins 16. oder 17. Jahrhundert legen. Die Zeiten sind hart für freie Leute, der Handel wird alleine durch die sich meist im Krieg befindlichen Kolonialmächte geführt, vor allem die Engländer halten mit ihrer riesigen Flotte die Kontrolle über den Atlantik. Kleinste Vergehen werden oft hart bestraft. Aus der Folter und der Gefangenschaft zu fliehen ist schwer, gelingt Ihnen jedoch, sowie die Flucht auf eine abgelegene karibische Insel zusammen mit einer bekannten Piratin, Charlotte de Berry. Sie weist Sie in die Geheimnisse ein, wie man als freier Mensch seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Als erstes haben sie einen Berater gefunden, der für Sie eine Art Bootsmann ist, stellt er sich doch immer beraten zwischen Sie und jene, die sie bei Laune halten möchten, damit diese für Ihre Rente sorgen können. Mithilfe dieser beiden Menschen und Ihrem unbändigen Willen immer noch reicher zu werden und eine eigene Macht im karibischen Meer, stehen Ihnen die Tore zu Freiheit, Abenteuer und einem erfüllten Leben offen. Folgende Dinge sollten Sie aber immer beachten:
**Die Insel:
Sie haben sich das karibische Meer „ausgesucht“. Diese Wahl war sicherlich gut, denn das ganze Jahr haben Sie fantastisches Klima. Die Erde ist fruchtbar, Sie können alle Pflanzen anbauen, die für das volle leibliche und seelische Wohl eines freien Menschen nötig sind. Zudem haben die meisten Inseln beachtliche Erzvorkommen, so dass auch für die Waffenproduktion kein Mangel an Rohstoffen besteht. Was braucht man jedoch unbedingt um eine Piratenflotte aufzubauen? Natürlich Holz. Im tropischen Klima wächst dieses dicht und ohne Probleme in höchster Qualität. Sie sind also von Importen gänzlich unabhängig, dass ist auch gut, würde doch kein ehrlicher Bürger mit Ihnen handeln und die Schwarzmarktpreise...über die wollen wir mal gar nicht reden. Die Inseln sind immer groß, ich hab noch nie die ganze gebraucht. Sie sind fair und schön gestaltet. Ein Hindernis sollten sie nicht sein, man muss nur ein wenig bei der Raumaufteilung aufpassen, nicht dass die Schiffswert nachher auf der einzigen optimalen Zuckerrohrerde steht. Wie schon im ersten Teil kann man die Parameter der Insel einstellen, wie Größe und Vegetation und so seinen Schwierigkeitsgrad wählen, natürlich nur im Sandkastenmodus, die vorgegebenen Szenarios, sowie die Kampagne haben einen vorgegebenen Schwierigkeitsgrad.
**Die Rohstoffe und die Industrie:
Wie gesagt fällt der Handel mit äußeren Partnern aus Mangel an diesen schwer. Für das Wohl aller auf der Insel lebenden sind also Sie alleine verantwortlich. Um den wichtigsten Rohstoff Holz brauchen Sie sich fast nicht zu kümmern. Ein Holzfällerlager hingestellt und schon werden arbeitslose Gefangene Holz hacken. Dieses wird dann in einem Sägewerk zu Bauholz verarbeitet, mit welchen alle Gebäude und Schiffe errichtet werden, Sie sollten also immer genügend Bauholz haben, mindestens 2 Sägewerke wären schon angebracht, auch wenn diese viel Platz brauchen.
Erze können an geeigneten freien Stellen abgebaut werden. Die Erze werden in eine Schmelze gebracht, das fertige Roheisen dient dann als Grundstoff für alle Waffen und spielt so auch eine wichtige rolle, auch wenn man Waffen für teures Geld auf dem Schwarzmarkt erwerben kann, so sind sie aus eigener Produktion doch preiswerter und vertrauenswürdiger.
Als Grundstoff für Seerationen, Bier und die leckere Getreidesuppe für die Gefangenen spielt Getreide eine große Rolle. Dieses anspruchlose Zeug wächst beinahe überall und es sollte deshalb darauf geachtet werden, dass nicht zu fruchtbare Regionen mit Getreide belegt werden. Neben den Getreidefarmen gibt es nämlich noch welche für anspruchsvolle Pflanzen wie Papaya und Bananen als optimales Nahrungsmittel (zusammen mit Bier und Rum) für die Piraten, Zuckerrohr für die Rumbrennerei und Tabak um die allseits bekannten karibischen Zigarren zu drehen.
Gerade beim Getreide ist es ein wenig ärgerlich, dass man keinen direkten Einfluss auf die Ressourcenverteilung hat, der Lastenträger des Gebäudes, das eine Rohstoff benötigt, holt diesen einfach ab. Nun kann es jedoch vorkommen, dass so nahe Gebäude einen vollen Lagerraum haben, die weiter entfernten jedoch nix abbekommen. Ich greif da immer durch feuern der Lastenträger bei den überfüllten Gebäuden ein, da mir eine andere Möglichkeit nicht bekannt ist.
Dieser kleine Industriekreislauf ist die Basis ihres Reichtums, da hier Grundlagen geschaffen werden, die das Wahl der Piraten und damit ihr eigenes sichern. Gleichzeitig ist es jedoch auch der ärgerlichste Teil aus obengenannten Gründen. Man muss schon ein wenig aufmerksam sein, etwas mehr Intelligenz wäre hier schon geschickt, auf Seiten des Programms, man will ja aber auch nicht arbeitslos werden.
**Die Gefangenen:
Ehrliche Menschen erledigen die Drecksarbeit ja wohl nicht selbst. Da Ihre Piraten gerne Plünderfahrten unternehmen und ein wenig Schrecken verbreiten, fallen sie auf Befehl gerne auch über Siedlungen her und verschleppen ein paar unschuldige Menschen. Diese haben dann das unheimliche Glück für Sie arbeiten zu dürfen. Neuankömmlinge werden zunächst mal ins Gefängnis gebracht, wo ihnen bequeme Schlafmöglichkeiten geboten werden und sie außerdem vor der Willkür der außen lebenden Piraten geschützt sind (für Sie hat das den Vorteil das Gefangene aus dem Gefängnis nicht fliehen können). Ist dann eine Arbeitsstelle zu besetzen, so verlassen Gefangene das Gefängnis und nehmen die Arbeit auf. Sie können mit Hilfe einer Prioritätseinstellung bestimmen, welche Gebäude zuerst aufgefüllt werden, zu beachten ist dabei, dass viele Gebäude Experten benötigen, die erst mal entführt werden müssen, oder die Arbeit nur von Männern bzw. Frauen verrichtet werden kann. Zudem sind auch ungelernte Arbeiter manchmal in manchen dingen talentierter als andere. Ein gutes Händchen bei der Verteilung der Gefangenenarbeiter ist eine wichtige Grundlage für das Gelingen einer jeden Mission.
Gefangene bekommen für ihre Arbeit nichts. Die einzige Chance, dass sie weiterhin für Sie arbeiten, ist ein hohes Maß an Resignation. Ein hoffnungsloser Arbeiter wird sich seinem Schicksal fügen und seine Arbeit erledigen. Es gibt einige Parameter, die für ruhige Arbeiter sorgen. Sie wollen essen, schlafen, beten. Können sie das, fühlen sie sich sicher wohler und neigen nicht zu halsbrecherischen Aktionen. Die Tatsache, dass eine Flucht hoffnungslos ist, muss ihnen jedoch immer vor Augen gehalten werden. Verhörkammern, Galgen und einfach furchterregendes Dekor sorgen dafür, dass die Gefangene erkennen, wie sinnlos ein Fluchtversuch ist, vor allem dann, wenn sie der Ansicht sind, das sie unter ständiger Beobachtung stehen, auf der Insel also ein hohes Maß an Ordnung herrscht. Auch hierfür gibt es Dekor. Der Palast und eine funktionierende Apotheke sorgen außerdem ebenfalls für Ordnung. Es gibt nur ein Problem: Piraten hassen Ordnung...
**Die Piraten:
Diese wollen Anarchie. Sie wollen tun können was sie wollen, wann sie es wollen und wo sie es wollen. Zumindest die Illusion sollten Sie ihnen lassen. Anarchiefördernd sind alle Unterhaltungsgebäude und Schlafplätze von Piraten, sowie passendes Dekor. Nun stehen Anarchie und Ordnung in krassem Gegensatz zueinander. Deshalb sollten Sie dafür sorgen, dass die Gefangenen nicht so oft sehen, wie frei man sich auf der Insel bewegen kann und die Piraten nicht sehen, wie streng alles kontrolliert wird. Die beiden Bevölkerungsgruppen müssen also getrennt voneinander leben und doch sich gegenseitig unterstützen. Das ist eine der größten Herausforderungen des Spieles, stellt den Spieler jedoch nicht vor einen zu hohen Schwierigkeitsgrad, zumindest solange er ausreichend Ressourcen hat.
Um richtig glücklich zu sein wollen Piraten saufen, fressen, Gold horten, schön schlafen, zocken und Dirnen Besuchen. Unterhaltung steh für sie an oberster Stelle. Deshalb ist es sehr wichtig diese zur Verfügung zu stellen. Bier als Grundnahrungsmittel ein bisschen Tierkämpfe und ein paar Dirnen genügen den Piraten niederer Stufe. Doch mit wachsender Erfahrung wollen sie richtig rauchen und saufen sowie leckere Obsttörtchen zu sich nehmen. Der Piratenkönig sollte darauf achten, rechtzeitig auf die Bedürfnisse der Piraten einzugehen, eine meuternde Crew ist schnell das Ende des Kapitäns und im schlimmsten Fall sogar Ihr eigenes.
Da die Kolonialmächte der irrsinnigen Auffassung sind, was Sie da machen sein illegal, müssen Sie den Piraten auf ihrer Insel Schutz bieten, das geht analog zu der Furcht bei den Gefangenen, genauso wenig, wie sich Piraten an erschreckenden Dingen stören, haben Gefangene etwas gegen Schutz.
Piraten wollen gerne auf Schiffen arbeiten, ist im Moment aber keines frei, nehmen sie auch Jobs als Wachen oder Aufseher an aber Vorsicht, Piraten arbeiten nur für Lohn, seien es Plünderanteile oder ein festes Gehalt. Nicht zahlen zu können ist meist schon das Ende der Herrschaft.
Für das Wohl der Piraten zu sorgen ist das, was mir am meisten Spaß macht, hier kann man seinen ästhetischen Vorstellungen freien Lauf lassen, während die Industrie eher auf Effizienz gebaut werden muss. Natürlich muss das Bier auch in die Schenke kommen, aber man sollte sich auch wohlfühlen können. Auch hier wurde auf zu hohe Komplexität verzichtet, das Problem der Industrie bleibt, das Spiel ist dadurch jedoch leicht spielbar, was für mich wichtig ist, damit ich Spaß daran haben kann.
**Plünderfahrten, Politik und Goldhorten:
Wenn Sie richtig Geld scheffeln wollen, bleibt Ihnen jedoch nichts anderes übrig als hin und wieder Ihren Kapitänen zu Befehlen auf Plünderfahrt zu gehen mit dem Ziel reiche Handelsschiffe aufzubringen, Gold und Kanonen zu stehlen, evtl. Piraten zu rekrutieren und die reichen Schnösel, die auf diesen Schiffen sind, auf Ihre Insel zu verschleppen. Sie können einstellen, wie viel Geld einer Plünderfahrt an den Hafen, also Sie zu bezahlen ist (zwischen 10% und 50%). Je mehr Geld Piraten von einer Fahrt bekommen, desto glücklicher sind sie jedoch und desto schneller steigen sie auf. Doch wer für seinen Ruhestand sorgen will muss sich Geld abzwacken und das geht nur in kleinen Teilen von den einnahmen der Inselkasse, sollten die Piraten bemerken, dass Sie sie ausnehmen, dann ist Ihr Ende nah. Deshalb lieber nicht zu gierig werden, können sich die Piraten irgendwann das Unterhaltungsangebot nicht mehr leisten werden sie schnell brutal. Zum Glück kann man jedoch auch einfach einem Piraten 100 Goldstücke aus der Inselkasse schenken, das kann einem noch mal die Haut retten.
Plünderfahrten sind nicht ungefährlich, man kann auf ein Kriegsschiff treffen und lenkt auf jeden Fall den Groll der geplünderten Nation auf sich. Sollte eine Kolonialmacht die Lage Ihrer Insel kennen und einen guten Grund haben Ihrem Treiben ein Ende zu bereiten, bedeutet das meist das Ende des Piratendaseins. Mit ein wenig diplomatischem Geschick, kann man jedoch die 3 Mächte gegeneinander ausspielen, so dass sie gegeneinander Krieg führen und sich deshalb eher die Unterstützung von Freibeutern sichern wollen. Man kann einiges tun um die Beziehungen zu einer Nation zu verbessern und sich so einen Namen wie Drake zu machen. Man sollte natürlich immer daran denken, dass Piraten gerne die Piratenflagge sehen und nicht die Britische. Es sei hier noch angemerkt, jeder Mensch kann Pirat werden, auch Gefangene, ein Kapitän eines Schiffes allerdings benötigt einen Ruf, Autorität und Erfahrung. Ihnen bleibt nichts anderes übrig als Kapitäne durch ein großzügiges Goldgeschenk auf Ihre Insel zu locken, ansonsten liegen Ihre stolzen Schiffe führerlos im Hafen herum.
** Zusammenfassung. Das Spiel ist recht einfach gestrickt und doch vielseitig und interessant. Obwohl man im Prinzip immer dasselbe tun muss, bieten die verschiedenen Ausgangssituationen immer neue Herausforderungen. Das Spielgeschehen wurde aus meiner Sicht gut umgesetzt und hat nur kleinere Mängel, die den Spaß jedoch nicht trüben. Nette Spielidee wie schon beim ersten Teil, nur mit ein paar Neuerungen und ein paar Auswechslungen.
-----Grafik-----
Die Grafik ist nett anzusehen. Es bietet sich uns ein stufenweise dreh- und zoombares Bild der Insel aus der üblichen Perspektive von schräg oben. Man behält nicht ganz leicht die Übersicht, da die Insel aber nur klein ist kann man mit ein wenig Suche alles finden. Von der Auflösung gibt es sicher wesentlich bessere Programme ebenso von der Geschwindigkeit. Auf meiner Maschine gerät das Spiel in seltenen Situationen ins Stocken (PIII 900, 384 MB, GeForce2MX), allerdings ist das wirklich die Ausnahme. Alles in allem trägt uns die Grafik jedoch optisch auf eine karibische Insel und erfüllt ihre Aufgabe, die richtige Atmosphäre zu erzeugen.
-----Sound-----
Aus meiner Sicht das Beste an Tropico war der Sound, der den Spieler in die Karibik entführt hat. Man hat versucht hier anzuknüpfen, was im wesentlichen auch gut gelungen ist. Spärliche Hintergrundgeräusche, nur wenige Sätze der Inselbewohner und die aus meiner Sicht nicht mehr ganz so coole Stimme des Beraters sind Nachteile des Sounds. Verantwortlich für die Stimmung ist jedoch die Musik, welche auch diesmal fabelhafte Dienste leistet.
-----Bedienung-----
Die Bedienung erfolgt über die Maus. Man kann über Paneele auswählen, was man tun möchte und jede Stelle der Karte sowie jeden Inselbewohner anklicken und seine persönlichen Bedürfnisse überprüfen. Die Bedienung hat die bereits genannten Mängel, unterstützt ansonsten jedoch den Piratenkönig bestens bei seiner Arbeit. Ein ausführlich geführtes Tagebuch informiert ihn über alles, was auf seiner Insel vorgeht. Ein Vorteil, für alle, die sich das Leben gerne durch ein wenig mogeln leichter machen, ist, dass das Programm nicht deterministisch verläuft, das heißt also, dass dieselbe Spielereingabe unterschiedliche Ergebnisse liefern kann. Durch regelmäßiges speichern bei Plünderfahrten kann man so dafür sorgen, dass man nie ein Schiff verliert, sondern immer profitiert. Das Spiel wird so natürlich furchtbar einfach.
-----Fazit-----
Tropico 2 ist ein Nachfolger, aber ein Nachfolger mit Stil. Es hat dieselbe Idee, es hat dieselbe Umsetzung und bietet dennoch mehr Möglichkeiten bei weniger Bugs. Das Spiel macht dem Boc Spaß und hält ihn am Computer. Es ist schön, für das Wohlergehen von Piraten sorgen zu können und wenn man Lust hat, kann man seine Gefangenen richtig schlecht behandeln. Der Boc empfiehlt es allen Freunden von Tropico, sowie allen, die auf einfache Aufbauspiele mit guter Stimmung stehen. Es kommt ohne große Komplexität aus und lässt so Erfolge auch für Gelegenheitsspieler zu. Eine große Klientel für ein wirklich gutes Spiel.
21.7.2003__bocdanovic weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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SabineG1959, 07.10.2006, 17:59 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Das muss ich net haben, Teil eins würde mir gut gefallen. Alles Liebe von Sabine :)
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Tropico 2
Pro:
Langzeitspaß
Kontra:
nicht ganz perfekte Preis/Leistungsverhältnis
Empfehlung:
Ja
Ich möchte euch heute etwas über ein Strategiespiel namens TROPICO 2 erzählen. Ich hab es jetzt schon 1 ½ Wochen gespielt und möchte euch ein par Infos über das Spiel geben. Also nun etwas zum Spiel.
Ihr wolltet also schon immer mal ein ruchloser, blutdurstiger Piratenkönig sein, dessen Gefangenen vor Furcht kauern? Nun, diese Chance bietet sich in "Tropico 2", der Fortsetzung zu „Tropico“, einem beliebten Strategiespiel, das vor ein paar Jahren Genrefans schon in Verzückung versetzte. Im Gegensatz zu "Tropico" sind hier die Haupteinnahmequellen aber nicht Industrien auf einer Insel, sondern das Stehlen von anderen Ländern und Gütern auf hoher See. Der Hauptunterschied liegt also in der Piraten-Thematik und der wirtschaftlichen Notwendigkeit von küstennahen Reichtümern. Der Spieler hat vier Spielarten zur Verfügung: Kampagne, Szenario, Sandbox, plus einem extra Karteneditor. Es gibt selbstverständlich auch ein ein Tutorial, das die Spieler durch das Interface und Hauptstrategien führt. Der Lernmodus ist perfekt für Newbies, aber auch der Kampagnen-Modus führt die Spieler in den ersten fünf Episoden vorsichtig durch die Spielmechaniken. Der Online-Führer, "Smitty", unterrichtet den Spieler zu verschiedenen Spielkomponenten im Lernmodus, kann aber auch abgeschaltet werden.
Die Geschichte dreht sich darum, dass ihr, als ein aufstrebender Workaholic, auf einer mit Piraten überfüllten Insel in der Karibik endet, nachdem ihr vom Festland geflohen seid. Ihr versteht Euch sofort gut mit dem Piratenkönig und plant zusammen einen Feldzug von Diebstählen, und wollt somit die Seen der Neuen Welt dominieren. Das Jahr ist 1950, und der Ozean steht Euch offen. „Tropico 2“ beginnt auf einer Insel irgendwo in den warmen Gewässern an der Südküste von Nord Amerika, auch bekannt als die Karibik. Hat man sich einen aus 16 Piratenkapitänen (mit jeweils anderen Vorzügen) ausgewählt, kann dann die Karriere unter der Totenkopfflagge beginnen. Obwohl sich die Ziele der verschiedenen Szenarien und Episoden stets ändern, bleiben die Hauptaufgaben doch die selben: Seht zu, dass die Piraten glücklich bleiben und die Gefangenen unterdrückt werden. Um dies zu schaffen, müssen spezifische Gebäude gebaut werden, um Bewertungen wie z.B. Anarchie und Wetten für die Piraten, sowie Furcht und Gebete für die Gefangenen zu beeinflussen. Doch allem voran, solltet Ihr das Gold am fließen halten!
Bestimmte Gebäude, der insgesamt 60 verschiedenen, haben eine Aura, die Passanten direkt beeinflussen - also sollte man genau bedenken, wo man diese platziert. Der Spieler muss im wesentlichen beim Bau von Gebäuden darauf achten, dass ein Vergnügungsbezirk für die Piraten erbaut werden sollte, und für die Gefangenen ein kommerzieller Bezirk. Natürlich gibt es auch Verkehr von Gefangenen und Piraten, weil die Gefangenen in den Vergnügungsvierteln und die Piraten als Vorarbeiter in kommerziellen Gebäude gebraucht werden. Auch muss im Mittelpunkt des Spieles eine Raststätte für die Piraten eingeplant werden. Am Anfang jeden Spiels werden die Spieler bestimmte Gebäude bauen müssen, wie z.B. Holzlager (Rohstoff für zukünftige Gebäude), und eine Art Eingang für Unterhaltungs-Gebäude, wie Bordells, Casinos und Restaurants. Gebäude, welche Vorräte liefern, müssen auch gebaut werden, so wie eine Brauerei und eine Bananen-Farm. Und natürlich ist eine Bootshandlung wichtig, damit man ein Boot bauen kann, um die Insel für die Suche nach Schätzen und noch mehr Gefangenen zu verlassen. Je nach Entwicklungsstand kann man dann entweder eine kleine Barkasse oder gar ein großes Piraten-Schlachtschiff bauen (lassen).
Die größte Schwierigkeit in den meisten Szenarien und Episoden liegt in den beschränkten Mitteln, neue Arbeiter zu bekommen. Eine große Anzahl an Arbeitern ist erforderlich, um ein bestimmtes Gebäude zu bauen, und um die Sache noch etwas interessanter zu machen, erfordern viele der Gebäude geschickte Arbeiter, die einzeln gekidnapped werden müssen, was einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Da ein Schiff immer nur eine Mission erledigen kann, muss man sich genau überlegen, was für eine Art von Arbeiter man sich als erstes besorgen will. Sobald ein Schiff gebaut ist, kann eine Piraten-Crew dann die Segel setzen und bei Überfällen auf Siedlungen wichtige Arbeiter gefangen nehmen oder Geld, Waffen und gesunde Gefangene von drei verschiedenen Ländern einsammeln (Spanien, England und Frankreich). Befehle weisen dass Schiff an, entweder nach Schätzen zu suchen, zu erforschen, Siedlungen zu überfallen, Handwerker zu entführen und/oder für einen Krieg anzustiften (Schiffe segeln dann unter einer fremden Flagge). Um mehrere Missionen gleichzeitig zu führen, sind entsprechend auch mehrere Schiffe erforderlich. Zwischen Missionen entspannt sich die Besatzung auf der Insel so, wie Piraten es bestens können: Essen, Trinken und "Gesellschaft" suchen. Weil die gesellschaftlichen Aspekte ein wesentlicher Teil des Spieles sind, ist – neben dem Training – auch der Besuch eines Bordells für die Notwendigkeiten der Piraten sehr wichtig und die Mädchen sind die, die diese Gesellschaft in den Gebäuden anbieten. Das erste Bordell enthält nur ein unfähiges Mädel an der Tür und ein paar Frauen im Bau selbst, aber die größeren Bordelle haben dann schon eine oben-ohne Meerjungfrau. Jeder dieser Bauten ist für die Verhaltensweise von Piraten und Gefangenen sehr wichtig. Jede individuelle Statistik eines Charakters, in denen ihre letzten Gedanken stehen, kann man einzeln nachlesen, aber auch eine kollektive Bewertung für die beiden Hauptgruppen kann man in dem handliche Logbuch studieren. Dieses Buch ist erforderlich, um die Bewertungen zu checken und um zu sehen, welcher Charakter eine Veränderung braucht. Denn wenn eine bestimmte Gruppe zu unglücklich ist, könnte es zu einer Meuterei oder einem Aufstand kommen, was man natürlich so weit wie möglich vermeiden sollte.
Die Schiffs-Missionen sind ein interessanter Zusatz zum Tropico-Grundmodel und bieten eine große Abwechslung an Optionen, wie z.B. Informationen sammeln, sich mit einer wichtigen Nation wie England gut stellen, Gefangene einsammeln, und noch mehr. Unglücklicherweise übernimmt der Computer alle Aktionen und die Spieler haben nicht wirklich die Möglichkeit bei den Missionen einzugreifen, noch nicht mal als Zuschauer, da die Aktionen nicht auf dem Bildschirm ablaufen. Die Schlacht selber dirigieren zu können wäre schön, weil jede Fähigkeit der Piraten auf direkte Weise durch die Missionen und Schlachten entwickelt werden. Lustig ist indes, dass man die Fähigkeit hat, alle Piraten von einer bestimmten Nationalität zu verraten, um sich mit einer anderen Nation gut zu stellen, bestimmte Piraten zu töten und Krieg mit anderen Ländern anzustiften. Wenn man Gefangene von sämtlichen Nationalitäten rauswirft, muss man aber darauf achten, welche Nationalität die wichtigsten Arbeiter haben. So kann es sonst durchaus schon mal vorkommen, dass man seine wichtigen Piratenkapitäne verliert, wenn man eine bestimmte Gruppe von Piraten verrät.
Neben der gelungen Story kann auch die Bedienung des Spiels überzeugen: Das Interface ist sehr gut designed und übermittelt einen großen Anteil an Informationen, ohne dabei zu unübersichtlich zu geraten. Das Logbuch ist ein tolles Hilfsmittel voller Statistiken - andere Informationen, wie z.B. den momentanen Status von Gebäuden, individuelle Bewertungen und verschiedene Erlass-Befehle sind durch einen einzigen Klick zu lesen. Sicher, es hätten noch einige Dinge etwas besser sein können, so wäre es u.a. schön, wenn man Aktionen per Tastendruck rückgängig machen könnte und Gebäude für mehrere Konstruktionen verschieben zu können, ohne dabei immer die Strg-Taste gedrückt halten zu müssen. Auch können nur bestimmte Gebäude verschoben werden, und andere wiederum nicht, was recht merkwürdig ist.
Die Zufallskarten und insbesondere der Level Editor sorgen zusätzlich noch für Langzeitmotivation, wenngleich der Editor etwas komplexer zu bedienen ist, als bei vergleichbaren Spielen. Hier muss der Spieler zuerst eine Karte im Sandbox-Modus entwerfen, dann dieser einen Namen geben und speichern. Dann verlässt man das Spiel um das Skript aufzurufen, damit sämtliche Karten in dem Programm zusammenpassen. Dann wird der Code eingeben und zum Schluss die beendete .txt Mappe unter dem gleichen Namen gespeichert. Prinzipiell ist dieser Prozess eigentlich recht einfach, da es zwei Beispiele der .txt Mappen gibt, die erklären, wie der Ablauf funktioniert; Newbies werden dennoch mehrere Versuche brauchen, um akzeptable Ergebnisse hinzubekommen.
Auch optisch sieht das Spiel ziemlich gut aus und zeigt anhand der hochwertigen Engine keinerlei Detail-Verluste beim Zoom. Jeder Charakter ist darüber hinaus mit seinen eigenen täglichen Aktivitäten beschäftig und es macht Spaß ihnen bei der Arbeit oder beim Ausruhen zuzuschauen – da jeder Charakter seine eigenen Züge hat, gibt es auf jeden Fall immer wieder was neues zu entdecken. Auch sind die Gangarten und Kleidungen spezifischer Arbeiter, wie z.B. bei Priestern, Köchen, Dienern, Bauern, Holzfällern und anderen, sehr gelungen. Positiv wird das ganze noch von den tollen Effekten und der feinen Musik unterstützt, die erst recht karibisches Flair aufkommen lässt.
Fazit: "Tropico 2" ist ein ganz hervorragendes Spiel, mit einem gänzlich neuen Thema - die Kombination aus Piraterie und Aufbau-Sim ist sowohl spielerisch als auch optisch mehr als gut gelungen. Durch die vielfältigen Möglichkeiten, dem Level-Editor und den Multiplayer-Modi ist Langzeitmotivation garantiert, auch, wenn das Gameplay nach einiger Zeit nicht mehr so ganz so abwechslungsreich ist. weiterlesen schließen
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