Pro:
sehr gute Grafik mit netten Effekten, brachiale Soundeffekte mit passender Musikuntermalung, bombastische Atmosphäre, gut gelungene Schauplätze,
Kontra:
ausgelutschte Thematik, keine Innovationen, K . I . hat sich nicht sonderlich verbessert,
Empfehlung:
Ja
Das Genre der WWII. Shooter schien, nach unzähligen Spielen die sich mit dem Thema auseinander setzten, ausgestorben. Lediglich "Medal of Honor: Pacifik Assault" schickte den Spieler noch einmal auf das Schlachtfeld des zweiten Weltkrieges zurück, allerdings ging es hier in den pazifischen Raum gegen die Japaner zu bestehen und nicht wie üblich in den Europa Krieg. "Call of Duty 2" ist da wieder im klassischen Stil und bringt die Spieler zurück in den Europa Krieg, was aber nicht zwingend gut sein muss. So macht man unter anderem aber auch einen Ausflug nach Afrika, aber dazu komme ich später. Beim Lesen meines Berichtes wünsche ich euch viel Spass und freue mich natürlich auch über eure Kommentare.
Story:
Normalerweise würde ich an dieser Stelle, die Story ein wenig vorstellen. Wie aber in den meisten anderen Kriegsshootern, verfügt auch "Call of Duty 2" keinen richtigen Storymodus. Wie schon im Vorgänger und im nachfolgenden Add-On "United Offensive" schlüpft man in "Call of Duty 2" wieder in die Rolle eines Russen, Briten und Amerikaners um gegen die deutschen Anzutreten. Lediglich Briefe, welche im Ladebildschirm gezeigt werden, geben ein bisschen Aufschluss über die Charaktere. Allerdings ist das nichts wirklich Grossartiges. Denn es zählt in "Call of Duty 2" das nicht ein Mann, sondern viele mehr den Krieg gegen das deutsche Regime gewonnen haben. Daher hat man wohl auch wieder einmal gänzlich drauf verzichtet.
Battlefield 1942:
Wie auch im Vorgänger, beginnt "Call of Duty 2" mit einem Tutorial, welches die Spielsteuerung ein bisschen näher erläutert. War dieses noch im ersten "Cal of Duty" recht Unspektakulär und Langweilig, wird´s im "Call of Duty 2" Tutorial etwas Frischer. Man fängt sofort als Russe an und befindet sich nicht weit von einem Schlachtfeld entfernt, auf welchem schneller als erwartet kämpfen wird. Um noch mal zum Tutorial zurückzukommen. Dieses führt den Spieler sehr gut und schnell ins Spiel ein, und während man noch mit Kartoffeln das Granatenwerfen probiert schreit uns unser Kommandant auch schon zu das ein Kollege einen gefangenen gemacht hat. Wenig später kommen die Schüsse näher und man sieht sich das erste mal den Feinden gegenüber gestellt. Im ersten Abschnitt, der russischen Kampagne, kämpft man mit seinen Kameraden in Stalingrad. War die russische Kampagne im ersten Teil noch meine liebste, enttäuscht sie mich in "Call of Duty 2" schon ein bisschen. Denn man merkt das grosse Momente, wie im ersten Teil der perfekt inszenierte Sturm auf Stalingrad, fehlen. Dafür liegt der Fokus diesmal verstärkt auf Häuserkämpfe, welche aber auch gut rüber kommen. Allerdings wird es bald schon langweilig da sich die Missionen fast immer gleich gestalten. Man muss nämlich immer mehr Teile von Stalingrad zurückerobern und das meistens bei recht unspektakulären Schlachten Bald schon hat man die britische Kampagne freigespielt, und darf in Libyen und Caen zum Gewehr greifen. Hier gibt es dann schon mehr atmosphärische Momente die an die Qualität des ersten "Call of Duty" knapp heranzukommen scheinen. So muss man Beispielsweise eine Stadt vor ankommenden Gegnermassen verteidigen und greift dazu schliesslich auf Luftunterstützung zurück (man gibt aber nur die Befehle für die Luftangriffe), man muss die Stadt El-Alamanien einnehmen nur um kurz darauf wieder in einer waghalsigen Verfolgungsjagd zu entkommen. Aber man merkt auch wieder das viele Konzepte aus dem ersten Teil und dem Add-On übernommen wurden. Wie eben jene waghalsige Flucht welche im ersten Teil am Edersee und im Add-On in den Strassen von Sizilien stattfand.
Was man früh merkt ist das neue Kampagnensystem. Spielte man früher noch die Missionen hintereinander durch so kann man diesmal zwischen den einzelnen Kampagnen hin und her springen. Vorrausetzung man hat die entsprechenden Kampagnen auch schon freigespielt. Die letzte freispielbare Kampagne ist dann die der Amerikaner. Diese beginnt mit dem Kinoreif inszenierten Sturm auf die Festung Europas. Aber nicht an Omaha Beach muss man sich einen Weg durch die MG Salven der Deutschen suchen, sondern ist es die Aufgabe die Klippen von Ponte du Hoc zu erklimmen. Auf dem Hügel angekommen muss man sich dann einen Weg durch das Desaster bahnen. Hier muss man dann auch ein bisschen Nachdenken da einfach nur geradeaus rennen schnell zum virtuellen Tod führt. Hat man diese Schlacht überstanden muss man gleich ein kleines Dorf, welches direkt hinter den Klippen von Ponte du Hoc liegt, einnehmen. Man kämpft also als Ami wieder viel in der D-Day Zeit. So erinnert der Normandie Part auch sehr an "Medal of Honor: Allied Assault". Später geht es nach Deutschland wo es wieder einen spektakulären Hügelkampf gibt. Das Finale von "Call of Duty 2" wirkt leider etwas Schwach. In ein Fahrzeug darf man leider nur einmal reinhopsen. Aber dafür kann man auch ein ganzes Level lang mal einen Panzer steuern und mit diesem die Gegend ein bisschen Unsicher machen. Entwickler Infiniy Ward hat es auch im zweiten "Call of Duty" geschafft die Schauplätze perfekt in Szene zu setzen und hat auch auf einige Details geachtet. Zum Beispiel hängen in deutschen Bunkern diverse Propaganda Poster. Die Missionen sind an sich nicht sehr Schwer und daher hat man das Spiel auch in knapp 10 Stunden durch, was natürlich nicht gerade lang ist. Übrigens gibt es in "Call of Duty 2" kein freies Speichersystem mehr. Allerdings muss man auch sagen das die automatisch angelegten Speicherpunkte sehr gut gewählt worden. Man wird also keine Frust bekommen. In ein Fahrzeug darf man leider nur einmal reinhopsen.
Authentizität wird weiterhin Gross geschrieben::
Jeder Soldat braucht natürlich auch ein passendes Equipment um zu kämpfen. Hier findet man dann in "Call of Duty 2" auch kaum Neuerungen gegenüber dem Vorgänger. Thompson, die BAR, MP44, MP40, Raketenwerfer, Springfield Sniper, M1 und die Luger sind da eine kleine, aber Alt bekannte Auswahl an Waffen. Etwas komisch fand ich das man Waffen wie den Flammenwerfer und die Mobile MG wieder aus dem Kampfequipment herausgenommen hat. Aber wenigstens hat man sich an Original getreue Waffen aus dem zweiten Weltkrieg gehalten, alles andere währe sowieso unfug. Natürlich gibt es in "Call of Duty 2" auch wieder Granaten, neu hinzugekommen sind die Rauchgranaten. Letztere bieten nicht nur einen optisch exzellenten Effekt sondern auch taktischen Schutz wenn man zum Beispiel einen Hügel stürmen muss. Insgesamt kann man in "Call of Duty 2" zwei Schusswaffen mit sich herumtragen, ob es nun zwei Gewehre oder ein Gewehr und eine Pistole sind, spielt keine Rolle. So sorgt man natürlich auch für ein bisschen Realismus und verhindert das Spieler die absoluten Rambos spielen können. Ein weiteres neues Element ist das es in "Call of Duty 2" keine Healthanzeige mehr gibt. Es gibt auch keine Medipacks mehr mit denen man seine Gesundheit auffrischen kann. Steht man nämlich unter Feuer, dann färbt sich der Bildschirmrahmen bald schon Rot ein und gibt das Signal das man lieber Schutz suchen sollte. Ansonsten beisst man schnell ins Gras. Wartet man aber bis der rote Rand verschwunden ist so ist die Energie wieder bei 100%, und das Spiel beginnt von neuem. Zum einen ist es natürlich Realistisch das nicht mehr hunderte Medipacks in den Leveln verstreut liegen. Ob es aber Realistisch ist das man sich kurz Ausruhen muss um wieder volle Energie zu bekommen steht auf einem anderen Blatt geschrieben.
Das "Saving Private Ryan" der Spiele:
Zwar hat "Call of Duty 2" nicht mehr so viel Pulver zum Verschiessen, aber an der Atmosphäre kann man wieder die grosse Stärke des Spieles erkennen. Denn auch wenn sich der Anfang, durch die russische Kampagne, ein bisschen hinzieht so zündelt das Spiel ab der britischen Kampagne so richtig los. Das beste Beispiel für die perfekte Atmosphäre ist wohl der Sturm auf Ponte du Hoc, welches nur wenige Kilometer von Omaha Beach entfernt ist, einem Level welches jeder Spieler kennen sollte denn diese Mission aus "Medal of Honor" zählt wohl zu einen der grössten im Shooter Genre. In Landungsbooten sitzen wir als Amerikaner, eng mit unseren Kameraden zusammengepfercht. Von der nahen liegende Küste aus rattern bereits die MGs, Mörsergranaten treffen ein Boot neben uns. Am Strand angekommen öffnet sich auch schon die Luke des Bootes, die Kameraden in den vorderen Reihen werden sofort unter Beschuss genommen. Die jetzt eingesetzte Scriptsequenz erinnert uns an den Film "Der Soldat James Ryan": Die Sicht des Spielers verschwimmt, ein lautes Pfeifen sorgt fast für Kopfschmerzen. Automatisch dreht sich die Spielfigur zu einem anderen Landungsboot hin aus welchem brennende Kameraden heraus laufen. Plötzlich sehen wir ein Gesicht über uns. Ein Kollege zieht uns zu den sicheren Klippen, die gleiche Situation wenige Meter vor uns. Allerdings überleben diese Kollegen nicht. Plötzlich verschwindet das Rauschen wieder und wir können die Klippen von Ponte du Hoc stürmen. Solche gescripteten Ereignisse (also Situationen welche die Entwickler vorbestimmt haben) gibt es in "Call of Duty 2" wieder oft. Sie sind auch wieder sehr gut eingesetzt und teilweise sehr Unauffällig platziert. Dank den Scripts und der ohnehin schon sehr dichten Atmosphäre fühlt man sich in "Call of Duty 2" wirklich wie ein Soldat, als ob man direkt dabei wäre. Bei der Atmosphäre bleibt die Krone auf jeden Fall bei "Call of Duty". Sowieso setzt "Call of Duty2" sehr auf Realismus. So sieht man vor einigen Missionen auch original Filmaufnahmen von Kriegsbildern welche die kommende Mission ein bisschen näher bringt. So lernt man auch wieder ein bisschen über die Hintergründe Allerdings gibt es beim Realismus auch einige Auswüchse so sind zum Beispiel die oft in grossen Horden auftauchenden Gegnermassen etwas Unrealistisch.
Der Online Krieg:
"Call of Duty" war eines der wenigen Shooterspiele das es geschafft hat sich auch im Multiplayermodus gegen Spiele wie "Counter Strike" zumindestens eine kleine Anlaufstelle für Onlinespieler zu bieten. So war "Call of Duty" vor allem in diversen E-Sport Ligen ein gern gezocktes Spiel. Aber eine richtige Konkurrenz gegen "Battlefield" oder "Counter Strike" bot es dann doch nicht. Das wird sich wohl auch nicht mit "Call of Duty2" ändern. Denn im Prinzip hat man alles aus dem ersten Teil übernommen, was sicherlich auch nicht Falsch war. Auf den Maps, die Hauptsächlich aus dem Singleplayermodus genommen wurden, ist Platz für bis zu 32 Spieler. In den klassischen Modi Deathmatch, Team-Deathmatch und Capture the Flag hat man auch eigentlich recht viel Spass. Innovation bringt eigentlich nur der Search and Destroy Modus, welcher aber schon im ersten "Call of Duty" war. Hier ist es die Aufgabe eine Bombe zulegen und noch einige andere Missionsziele zu erfüllen bzw. dies verhindern. Der letzte Multiplayermodus nennt sich Headquarters in welchem man Stützpunkte halten bzw. einnehmen muss. Der Multiplayermodus macht wieder sehr viel Spass, leider kann man keine Fahrzeuge mehr benutzen. Trotzdem finde ich das der Multiplayermodus von "Call of Duty2" sehr Empfehlenswert ist.
Das Problem der FSK Freigabe:
Neben der bombastischen Atmosphäre, überzeugt "Call of Duty 2" auch wieder mit viel Realismus. So ist jede Mission im Spiel auf tatsächliche Operationen bzw. Kämpfe, im zweiten Weltkrieg, angelegt. Man erlebt also reale Einsätze und ihren letztendlichen Verlauf. Daher ist "Call of Duty 2" auch wieder sehr Linear gehalten und lässt keine grossen Auswüchse des Spielers zu. Egal was man macht: Alles läuft auf das gleiche Ende hinaus. Aber es währe natürlich auch Quatsch wenn es anders währe. Wie die Vorgänger auch, hat "Call of Duty 2" eine FSK Freigabe von "ab 18 Jahren" erhalten. Das finde ich persönlich ein bisschen Unsinnig da nicht übermäßig viel Blut fließt. Um genau zu sein spritzt eigentlich nur ganz wenig Blut und abgetrennte Körperteile fliegen auch nicht durch die Gegend. Ich finde es in sofern Ungerecht wenn ich bedenke das man da bei Filmen eine Ausnahme macht. Als Beispiel wäre hier "Der Soldat James Ryan" zu nennen welcher auch den zweiten Weltkrieg von seiner brutalen Seite zeigt und kein Detail verschweigt. Aber solange Computerspiele in Deutschland nicht als Kunstform angesehen werden, wie es bei Filmen längst der Fall ist, braucht man sich kaum die Mühe machen sich gross aufzuregen.
Grafik:
Musste man beim ersten "Call of Duty" noch auf die angestaubte Quake3-Engine setzen, so hatte Infinity Ward beim zweiten Teil endlich die Mittel eine eigene Engine zu entwickeln. Allerdings meine ich mal gelesen zu haben das die Grafik Engine in "Call of Duty 2" immer noch auf dem Grundgerüst der Quake3-Engine basiert. Das fällt auf wenn man den DirectX7 Renderpfad benutzt. Denn ähnlich wie in "Half Life2" hat man verschiedene DirectX Renderpfade zur Auswahl, je nach Rechnerleistung. Im Falle von "Call of Duty 2" kann man zwischen einen DirectX7 und einen DirectX9 Renderpfad wählen. Und beim DirectX7 Pfad merkt man eben das die Grafik fast Identisch der vom ersten "Call of Duty" ist. Das heißt das die Texturen ziemlich grob aufgelöst sind und auch Effekte wie Wasser ziemlich Altbacken aussehen. Mit DirectX9 aber wirkt "Call of Duty 2" sehr Realistisch. Man kann fast schon sagen das die Grafik fantastisch ist. Die Texturen wirken sehr schön und hoch Aufgelöst. Selten findet man mal verwaschene Texturen die, die den sonst guten Texturen einen kleinen Hieb verpassen. Auch sind die Texturen sehr gut mit netten Bump-Mapping Effekten überzogen worden. Allerdings hätte man ruhig ein paar mehr Bump-Maps einbauen können. So wirken Beispielsweise Wände manchmal nicht besonders 3 Dimensional, von der verwendeten Textur her, sonder recht Flach. Man hat also das Gefühl das es sich eher um eine Tapete als um eine Backsteinwand handelt. Das ist aber Wieder sehr Exzellent wurden die Partikeleffekte umgesetzt. Ob nun die Gasgranate losgeht und die Sicht komplett verschwinden lässt, oder eine Bombe im Sand einschlägt und der Staub aufgewirbelt wird. Alles wirkt einfach nur Klasse. Ebenso wie die gut gemachten Gesichter der Spielfiguren. Ebenfalls sehr schön finde ich die Waffenmodells. Meiner Meinung nach die besten die es im Moment in einen Shooter gibt. Dank der erwähnten DirectX9 Effekte kommen diese natürlich auch sehr gut zur Geltung. So spiegelt das Wasser Beispielweise sehr Schön die Umgebung wieder und auch dynamische Lichter sind wiederzufinden. Man kann an der Grafik wirklich nicht viel Aussetzen.
Sounds:
Besonders dank seines brachialen Sounds gilt "Call of Duty" als der beste Weltkriegsshooter. Am besten wissen das Spieler die eine 5.1 Anlage zu Hause ihr eigen Nennen und mit dieser in den fabelhaften Genuss der Soundeffekte von "Call of Duty" kamen. Das sich der Sound in der Fortsetzung verschlechtert, hat keiner angenommen. Und so ist es auch. Zwar werden noch einige Sounds aus dem ersten Teil genutzt, zum Beispiel bei den Waffensounds und den Schlachtrufen der NPCs, aber ansonsten hat man den Sound noch einmal verbessert. Die Waffen hören sich sehr Realistisch an, das pfeifen der Kugeln jagd einem direkt den Schweiß auf die Stirn, nach den Einschlag von Granaten hört man für kurze Zeit alles nur Verzehrt zudem quält einem ein lautes Pfeifen und die Umgebungssounds lassen einem richtig in das Spiel samt Kriegsatmosphäre eintauchen. Sehr Nett auch die Sprachausgabe, sowohl die Englische als auch die Deutsche. Sehr schön sind teilweise auch verschiedene Akzente zu hören. Allerdings wirkt es manchmal etwas Komisch wenn ein Russe einen Deutschen verhört und dessen Aussagen ins "russische" (was dann in der deutschen Version aber im Endeffekt wieder Deutsch ist) übersetzt. Aber damit kann man nun wirklich gut leben. Sehr gut eingesetzt wurden wieder die pompösen Orchesterstücke welche einem direkt das Gefühl verleihen in einem Hollywoodfilm mitzuwirken. Auch Soundtechnisch überzeugt "Call of Duty2" im vollsten Umfang. Lediglich das einige Sounds aus dem Vorgänger benutzt wurden ist ein bisschen Schade aber im Prinzip auch wieder Egal da die Soundeffekte schon im ersten Teil phänomenal waren.
K.I.:
Zum Punkt der künstlichen Intelligenz kann man sagen das sich ein bisschen was getan hat. Aber es hat sich auch nicht allzu viel getan. So gibt es Situationen die ganz Nett aussehen, so nutzen Gegner öfters mal Deckungen, aber im grossen und ganzen kann man sagen das viel an Teil Eins erinnert. So haben die Gegner immer noch das Problem das sie oftmals direkt auf den Spieler zulaufen, obwohl der Spieler mit Dauerfeuer draufhält, und der Gegner lieber versucht den Spieler mit Meleeatacken zu töten. Ich denke man hätte hier Seitens Entwickler mehr machen können. So kann man eigentlich sagen das die K.I. schon ein bisschen Enttäuscht.
Physik-Engine:
Eine Pyhsik-Engine hat es leider nicht in "Call of Duty 2". Dabei würde eine solche gerade einem Spiel wie "Call of Duty 2" noch eine gewisse Note verleihen. Denn es wäre schon nicht Schlecht wenn die Umgebung, zumindestens, Teilweise Zerstörbar wäre wie in "F.E.A.R.". Dafür hat es aber die Ragdoll-Engine ins Spiel geschafft. Diese sorgt dafür das, wenn eine Granate bei Gegner oder Kameraden einschlägt, diese durch die Luft geschleudert werden.
Animationen:
Die Animationen kann man kaum schlecht reden. Zwar sehen manche Animationen manchmal etwas Komisch aus, auch haben die meisten Spielfiguren nicht individuelle Animationen, aber grösstenteils wird der Spieler doch ganz zufrieden gestimmt. Recht gut sind auch die Sterbeanimationen gelungen welche sich mit der Zeit aber oft wiederholen. Aber besser als wenn die Gegner nur Steif umfallen und hinterher noch verschwinden.
Steuerung:
Die Steuerung von "Call of Duty2" ist eigentlich Ego-Shooter typisch. Gesteuert wird mit der W,A,S,D, Konfiguration und geschossen wird mit der Maus. Allerdings haben die Entwickler einige nützliche Tastenbelege eingebaut. So muss man zum Beispiel nicht erst auf die Granate switchen, um eine zu werfen, sondern kann einfach das Mausrad runter drücken und die Spielfigur wirft Automatisch eine Granate los.
Systemanforderungen:
Das gute an "Call of Duty2" ist wohl das man zwei verschiedene DirectX Renderpfade benutzen kann, ich habe es ja bereits erwähnt. So können auch User mit schwächerem Rechner "Call of Duty2" noch gut Spielen müssen aber im Kauf nehmen dass das Spiel kaum besser aussieht wie Teil Eins. Was der PC meiner Meinung nach mindestens haben sollte ist ein Athlon XP 1600+ (oder einen Pentium 4 mit 1,5 Ghz) eine Radeon 9500 (oder eine Geforce 4-TI) und 512 MB Arbeitsspeicher. Für höchsten Grafikgenuss sollte man schon einen Athlon 3000+ 64Bit (oder einen Pentium 4 mit 2,8Ghz), eine Radeon 9800 Pro (oder eine Geforce 5900 XT) und 1GB Arbeitsspeicher haben. Für das optimale Internet spielen sollte man schon einen Breitbandanschluss mitbringen. Das Spiel wird ab Windows 98 unterstützt.
Wertung in Prozent:
Story: 70%
Gameplay: 83%
Atmosphäre: 93%
Innovation: 78%
Langzeitmotivation: 82%
Singleplayer: 90%
Multiplayer: 86%
Grafik: 90%
Sound: 95%
Steuerung: 89%
Gesamt Prozentzahl des Spieles: 86%
Fazit:
Ich muss ehrlich sagen das mich "Call of Duty2" ein wenig Enttäuscht hat. Aber das war eigentlich klar da das WWII. Genre mittlerweile sehr Ausgelutscht ist. Die Level des Singleplayermodus sind alle sehr schön gestaltet und verleihen schon eine sehr realistische Atmosphäre. Ob ich nun an den Klippen von Ponte du Hoc kämpfe oder versuche einen Stadtteil von Stalingrad zurück zu erobern. Das Problem ist nur das die Level so ziemlich an jeden anderen WWII. Shooter erinnern, da die Locations halt immer gleich aussehen. Dies und die Tatsache das in Sachen des Gameplays keine Innovationen zu finden sind die grössten Schwachpunkte von "Call of Duty2". In Sachen Grafik, besonders mit den wunderbaren Effekten und den vielen Details wie Schneespuren auf den Klammoten unsere Kollegen, macht das Spiel einen klasse Eindruck. Leute mit nicht allzu starken Rechnern können das Spiel immer noch mit DirectX7 Effekten spielen, was sicherlich auch nicht Schlecht ist da es der genialen Atmosphäre sowieso keinen Abbruch tut. Für die Atmosphäre sind vor allem die unübertroffenen Soundeffekte verantwortlich. Besitzer einer 5.1 Anlage dürfen sich freuen. Der Multiplayermodus von "Call of Duty2" ist auch sehr gut gelungen, bringt aber leider keine grossen Neuerungen. Aber da hält sich das Spiel auch sehr an den Singleplayermodus. Wie gesagt ist der grösste Kritikpunkt des Spieles die ausgelutschte Thematik und das innovationsarme Gameplay. Wer aber trotzdem noch einmal den zweiten Weltkrieg in einer beängstigenden Atmosphäre am heimischen PC erleben möchte der sollte zugreifen.
Homepage von Call of Duty2:
http://www.callofduty.com/
Homepage vom Publisher Activision:
http://www.activision.com/de_DE/home/home.jsp
Homepage vom Entwickler Infinity Ward:
http://www.infinityward.com/ weiterlesen schließen
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