Pro:
Ein weiteres, sehr liebevoll illustriertes und gut erklärtes Buch aus der WWW - Reihe
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wieso? Weshalb? Warum? Alles über Piraten
Mein Sohn interessiert sich sehr für die Bücher aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum?
Heute stelle ich Euch das Buch „Alles über Piraten“ aus der Junior Reihe für Kinder ab 4 Jahren vor. Zunächst ein paar allgemeine Infos zum Buch
# # # Wieso? Weshalb? Warum? Alles über Piraten # # #
Ist 2007 erschienen im Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH
Alter: ab 4 Jahre
Preis: 12,95 €
Illustrationen: Peter Nieländer
Text: Andrea Erne
ISBN: 9783473327720
16 Seiten
Internet: www.wiesoweshalbwarum.com
# # # Inhalt # # #
Warum gab es Piraten?
Wer gehörte zur Piratenmannschaft?
Wie sah ein Piratenschiff aus?
Wie lebten Piraten an Bord?
Wie wurde ein Schiff geentert?
Wo hielten sich Piraten versteckt?
Was passierte mit der Beute?
Wo waren die Piraten zu Hause?
Wurden Piraten alt?
Wo gibt es heute noch Piraten?
Wo geht es zur Piratenparty?
Warum gab es Piraten?
Auf dieser Seite sehen wir ein Piratenschiff. Piratenkapitän Rotbart schaut durch sein Fernrohr und hat ein Handelsschiff entdeckt. Bestimmt gibt es dort Truhen voller Gold und Silber…
Es wird erklärt, dass es schon immer gefährlich war, mit kostbaren Waren über die Meere zu segeln. In Kriegszeiten hatten viele Piraten sogar extra als Freibeuter die Erlaubnis von Königen und Fürsten, feindliche Schiffe auszurauben, um den Gegner zu schwächen.
Freibeuter durften einen Teil der Beute behalten und konnten nicht als Piraten bestraft werden.
Wer gehörte zur Piratenmannschaft?
Piratenmannschaften bestanden aus ehemaligen Matrosen, Gefangenen, Sklaven und entflohenen Sträflingen.
Ein wichtiger Mann an Bord war der Navigator, der mit Hilfe verschiedener Hilfsmittel, wie z.B. Kompass, Zirkel und Sanduhr die Schiffsposition, Fahrtrichtung und Geschwindigkeit bestimmte.
Eben genannte Hilfsmittel + einige weitere werden auf dieser Seite vorgestellt.
Weitere, wichtige Männer an Bord waren die Matrosen. Hoch oben auf dem Schiff, im Mastkorb, saß immer ein Matrose, hielt Ausschau nach anderen Schiffen und meldete „Land in Sicht“.
Um Schiffe zu kapern, waren Kanonen von größter Bedeutung. Eine Kanonenkugel wog etwa 10 kg und man brauchte bis zu 15 Mann, um die Kanonen zu bedienen.
Der Kanonier gab das Kommando zum Laden und Feuern.
Wie sah ein Piratenschiff aus?
Auf Piratenschiffen ging es sehr eng zu. Erbeutete Schiffe wurden erst einmal umgerüstet, damit sie schneller wurden. Dazu wurde meistens ein Teil des Decks abgebaut.
Betten gab es nicht. Die Männer legten sich zwischen Kanonen, auf Säcke oder in Hängematten.
Nur besonders erfolgreiche Kapitäne schliefen in einer Kajüte.
Wir sehen auf dieser Doppelseite ein großes Piratenschiff. Klappt man eine Mitmachklappe auf, sieht man die drei Unterdecks, wo Proviant, Waffen und Munition lagern.
Einige Piraten schlafen auf Säcken oder in Hängematten, andere sind mit verschiedenen Arbeiten oder der Wartung der Kanonen beschäftigt.
Wie lebten Piraten an Bord?
Damit das Zusammenleben an Bord klappte und es nicht ständig Streit gab, gab es bestimmte Regeln. Der Kapitän und der Quartiermeister sorgten dafür, dass die Regeln auch eingehalten wurden. Wurden Regeln nicht befolgt, gab es zum Teil harte Strafen…
Auf großen Piratenschiffen gab es immer viel zu tun, das Schiff musste instand gehalten werden, die Waffen mussten gereinigt werden, Decks geschrubbt und Dinge repariert und ausgebessert werden.
Die Piraten waren oftmals viele Tage unterwegs, das Essen war sehr eintönig. Oft gab es tagelang nur Schiffszwieback und getrocknete Hülsenfrüchte, da frische Nahrung rasch verdarb. Viele Piraten litten aus Vitaminmangel an Skorbut und verloren ihre Zähne.
Häufig verlor der Kapitän die Hälfte seiner Mannschaft durch Krankheiten.
Ungeziefer und Ratten waren eine große Plage an Bord.
Wie wurde ein Schiff geentert?
Die Piraten haben früher mit vielen Tricks „gearbeitet“, um ein Schiff zu entern.
So waren ihre Schiffe schneller und leichter als die ihrer Gegner.
Vor Angriffen wurden die Segel durchnässt, damit sie nicht zu schnell Feuer fingen, auf das Oberdeck wurde Sand gestreut, damit es nicht so glatt war.
Natürlich wurde oft auch keine Piratenflagge gehisst, um nicht aufzufallen und so mancher Pirat hat sich als Dame verkleidet, um dem Gegner freundlich zuzuwinken.
Das Ziel eines Angriffs war auch, ein gegnerisches Schiff manövrierunfähig zu machen, um es später selber nutzen zu können.
Auf dieser Doppelseite wird ein Piratenangriff auf ein benachbartes Schiff gezeigt. Die Piraten greifen mit Enterhaken, kleineren Geschützen, Gewehren, Pistolen, Entermessern, etc, an und erobern so das gegnerische Schiff.
Weiterhin werden Waffen der damaligen Zeit und ihre Funktionsweise erläutert.
Wo hielten sich Piraten versteckt?
Zwischen ihren Beutezügen kehrten die Piraten immer wieder in ihre Schlupfwinkel zurück.
So begaben sie sich in versteckte Buchten und auf abgelegene Inseln.
Dort wurden die Schiffe repariert, die Beute aufgeteilt und nach Landgängen neuer Proviant geholt.
Hinter einer Mitmachklappe ist ein Schiff mit Seilwinden auf die Seite gelegt, um es in Ruhe reparieren zu können. Hinter einer weiteren Mitmachklappe sieht man wichtiges Werkzeug und was damit gemacht hat.
Was passierte mit der Beute?
Der Quartiermeister sorgte für die gerechte Aufteilung der Beute. So war festgelegt, dass der Kapitän den zweifachen Anteil der Beute erhielt, der Geschützmeister und der Quartiermeister je den 1,5 fachen Anteil und der „einfache“ Pirat einen Anteil.
Zur Beute gehörten neben Gold, Münzen und Edelsteinen auch Gewürze, Stoffe, Tabak, Waffen, etc.
Aber auch Sklaven und Schiffe gehörten zur Beute, die verkauft wurde.
Lohnend war es auch, für reiche Gefangene Lösegeld zu erpressen.
Wo waren die Piraten zu Hause?
In den Küstenstädten, wo Piraten ihre gestohlenen Waren verkauften und ihre Schiffe wieder mit Proviant bestückten, entstanden im Laufe der Zeit regelrechte Piratenhochburgen.
Hier gab es auch mächtige Herren, die mit den Piraten Geschäfte machten.
Manchmal hatten die Piraten sogar eine Familie und eine Bleibe, wo sie zwischen ihren Raubzügen lebten.
Hinter einer Mitmachklappe ist ein Pirat in einer Spelunke gerade dabei, seinen Beuteanteil in nur einer Nacht mit Kartenspielen und Zechgelagen zu verprassen.
Wurden Piraten alt?
Wie man sich wahrscheinlich denken kann, wurden Piraten in den meisten Fällen nicht sehr alt, da sie viele Feinde hatten oder aufgrund von Krankheiten infolge mangelhafter Ernährung und katastrophaler hygienischer Zustände ums Leben kamen.
Wenn Piraten gefangen genommen wurden, sind sie häufig zum Tode durch den Galgen verurteilt wurden.
Es gab aber auch Freibeuter, die im Dienste der Mächtigen erfolgreich geplündert und geraubt hatten. Sie wurden verehrt und erhielten hohe Posten.
Die große Piratenzeit ging vor ca. 300 Jahren zu Ende, da die Seemächte nun eigene Streitkräfte und Kriegsschiffe hatten und die Seeräuber nun nicht mehr brauchten.
Wo gibt es heute noch Piraten?
In der heutigen Zeit treiben vor allem Piraten vor den Küsten Asiens und Afrikas ihr Unwesen, sie kommen aus armen Ländern und plündern schwer beladene Frachter, um Lösegeld zu erpressen.
Die modernen Containerschiffe haben einen Sender, der alle paar Stunden die Position des Schiffes an die Hafenbehörden schickt. Der Sender ist so gut versteckt, dass er nur sehr schwer für die Piraten zu finden ist.
Auf dieser Seite versuchen Piraten gerade mit einem Schnellboot ein Containerschiff zu entern. Hinter einer Mitmachklappe werden die Piraten von der Küstenwache gestellt und festgenommen.
Wo geht es zur Piratenparty?
Auf dieser und der vorherigen Seite werden noch die berühmtesten Piraten der damaligen Zeit vorgestellt. Weiterhin finden wir ein Rezept für ein Piratenbrot, welches ich Euch kurz vorstelle.
Rezept Piratenbrot (für 6 Piraten)
½ kg Mehl mit ½ Päckchen Trockenhefe, 1 TL Salz und getrockneten Kräutern wie Oregano und Thymian vermischen.
Mit 1/8 bis ¼ L Wasser zu einem elastischen Teig kneten und zugedeckt gehen lassen.
Aus dem Teig Würste formen und um die Spitzen von Haselnussstöcken winden und über der Glut eines Lagerfeuers garen.
# # # Mein Fazit # # #
Auch dieses Buch aus der Serie ist wieder sehr spannend und liebevoll illustriert.
Viele Themenbereiche Rund um die Piraten werden absolut kindgerecht erklärt, so dass viele Fragen gut beantwortet werden können.
Mein Sohn findet das Buch sehr gut und lässt sich die Piratengeschichten gerne von mir vorlesen.
Ich kann Euch dieses Buch und auch die gesamte Reihe sehr empfehlen. Für heute soll es das gewesen sein, selbstverständlich vergebe ich 5 Sterne und eine absolute Kaufempfehlung. weiterlesen schließen
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