Pro:
Star Wars
Kontra:
nicht lustig, hoher Fremdschämfaktor,
Empfehlung:
Nein
Wie die Überschrift schon sagt, wurde mir ein lustiger Abend mit einem komischen Film versprochen. Komisch im positiven, lustigen Sinne.
Was mich dann aber in den folgenden 87 Minuten erwartete, hätte ich so nicht befürchtet. Doch dazu später mehr. Meine Erfahrungen basieren auf der DVD-Version, doch werde ich nicht wirklich auf die DVD eingehen, denn das hier ist ja die Filmkategorie...
//Handlung//
Die Story spielt im Jahr 1998, kurz vor Erscheinen des vierten Star Wars Films Star Wars Episode I - Die dunkle Bedrohung. Die vier Freunde Eric (Sam Huntington), Linus (Chris Marquette), Hutch (Dan Fogler) und Windows (Jay Baruchel), allesamt absolute Star Wars Fans, fiebern dem Kinostart entgegen. Linus aber ist an Krebs erkrankt und wird den Film aller Voraussicht nach nicht mehr erleben. Daher beschließen sie, den schon in der sechsten Klasse geschlossenen Plan zu verwirklichen und in George Lucas Skywalker-Ranch einzubrechen. Dort wollen sie eine Kopie des Films stehlen, damit sie ihn noch vor Kinostart sehen können. Was nun folgt, ist eine Art Roadmovie...
//Meinung//
Normalerweise mag ich Raodmovies und auch einige Albernheiten kann ich gerne verzeihen. Doch was bei Fanboys auf den Zuschauer losgelassen wird, ist nicht mehr feierlich.
Eigentlich während des ganzen Films fragte ich mich, wann denn mal wirklich lustige Szenen kommen werden, doch leider wurde mir diese Frage nicht wirklich beantwortet. Der Film ist alles andere als eine anspruchsvolle Komödie, eher Kopfausschaltkino mit fast durchgängigem Fremdschämfaktor. Die "Witze" sind weder komisch, noch annähernd lustig. Von Niveau möchte ich erst gar nicht sprechen. Der Film präsentiert sich derart flach, dass ich ihn am liebsten nach maximal 30 Minuten ausgeschalten hätte. Immer wieder wurden Gags benutzt, die mir doch sehr bekannt vorkamen. Mitunter fühlte ich mich an Hot Shots erinnert, der allerdings tatsächlich eher komisch ist, als Fanboys.
Andere Filme dieser Art, wie zum Beispiel "Roadtrip", sind zwar mitunter auch albern, zeugen aber doch noch von einem gewissen Witz, der in Fanboys leider vergeblich gesucht wird. Von daher ist es für mich nicht verwunderlich, dass der Film in den USA gerade mal etwas mehr als eine halbe Million Dollar eingespielt hat.
Zu Gute halten muss man dem Film die vielen Anspielungen und Bezüge zu der Star Wars Story und derer Filmen. So tauchen bekannte Figuren bzw. Schauspieler des Star Wars Universums in diesem Film auf, die ich ohne das Bonusmaterial der DVD nicht erkannt hätte. Billy Dee Williams (Lando Calrissian), Carrie Fisher (Prinzessin Leia) und Ray Park (Darth Maul) dürfen sich kurz der Kamera präsentieren.
Des Weiteren nimmt der Film Bezug auf die ständige Rivalität der Fans von Star Wars und Star Trek. Im Zuge dessen darf auch William Shatner (James T. Kirk in Star Trek) mal wieder in die Kamera lächeln.
Einige der Szenen sind mir aus der Star Wars Reihe bekannt und sind tatsächlich gut gemacht, weswegen ich den Film nicht gänzlich verurteilen kann. Ein gewisses Potential ist vorhanden (grade die Tragik des an Krebs erkrankten Freundes), allerdings wird es durch die flachen und zumeist sehr albernen Gags in meinen Augen völligst zunichte gemacht.
//Fazit//
Wer noch nie einen Star Wars Film geguckt hat, sollte definitiv die Finger von diesem Machwerk lassen. Wer mit den Filmen vertraut ist, wird einiges Bekanntes entdecken und sich evtl. darüber freuen, dennoch ist der Film alles in allem einfach nur schlecht und bekommt von mir den zweiten Stern nur aufgrund des Wiedererkennungsfaktors der Star Wars Filme und wegen der vielen Gastauftritte. weiterlesen schließen
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