Pro:
sehr schöne Grafik, sehr gute Sprachausgabe, sehr Humorvoll, gute Rätsel
Kontra:
nervige Kameraführung, nerviges Karottenanbauen
Empfehlung:
Ja
Da ich ein rieeeesen Adventure-Fan bin, musste ich mir natürlich "The Westerner" sofort kaufen, nachdem es erschienen ist.
Hier erstmal die minimalen PC-Anforderungen:
Bestriebssystem: Windows 98/ 98 SE/ ME/ 2000/ XP
Pentium III mit 733 MHz
DirectX 8.1 kompatible Soundkarte
128 MB RAM Arbeitsspeicher
32 MB 3D-Grafikkarte
1 GB Festplattenspeicher
Maus
Zur Geschichte:
Vielleicht kennt der eine oder andere ja den Helden aus seinem ersten Abenteuer " Three Skulls of the Toltec" schon. Bei "The Westerner" hat der tolpatschige Cowboy nun sein zweites Abenteuer zu bestehen.
Fenimore Fillmore verschlägt es in eine idyllische Kleinstadt im Wilden Westen. Doch so idyllisch ist es hier gar nicht. Der böse Großgrundbesitzer Starek versucht die hier ansässigen Farmer mit Gewalt zu zwingen ihre Farmen aufzugeben, damit er sie sich unter den Nagel reißen kann.
Als Fenimore gerade durch die Nacht reitet, bekommt er mit, wie drei von Stareks Leuten, sich gerade den Farmer Joe Bannister zur Brust nehmen wollen. Natürlich schlägt er die drei Männer, allerdings mehr oder weniger unfreiwillig, in die Flucht und beschließt zusammen mit den Farmern, Starek den Krieg zu erklären!. Ab hier beginnt das Abenteuer....
Die Steuerung:
"The Westerner" ist ein 3D Point & Click Adventure, d.h. zum Spielen benutzt man nur die Maus. Führt man den Mauszeiger durch das Bild, verwandelt sich dieser in vier verschiedene Formen.
Die Grundform ist das Fadenkreuz, hiermit kann man sich bewegen. Man klickt einfach auf eine Stelle im Bild und schon setzt sich Fenimore in Bewegung.
Das zweite Symbol ist die Lupe. Sie erscheint immer dann wenn der Mauszeiger auf Objekte geführt wird, die man näher betrachten kann. Drückt man nun die linke Maustaste kann man sich den Gegenstand genauer ansehen.
Führt man den Zeiger auf einen Gegenstand den man benutzen kann, verwandelt sich der Zeiger in eine Hand.
Das vierte Symbol ist die Sprechblase, sie erscheint, wenn man auf eine Person zeigt und man sich mit dieser unterhalten kann.
Man kann sich zu Fuss und zu Pferd (um an die anderen Orte zu kommen) in der Spielwelt bewegen. Bzw. sind ein paar Plätze auch nur mit einer Draisine zu erreichen. Was ich echt nervig fand war, das man das Pferd ständig mit Karotten füttern muss um an die anderen Orte zu gelangen. Die Karotten kann man, hat man genug Geld, in der Stadt im Laden kaufen, oder aber man muss sie selber anbauen. dazu stehen fast überall Karottenfelder bereit. Aber bevor man ernten kann muss man zig mal zwischen Brunnen und Feld hin und her laufen um die Karotten zu gießen. Diese wachsen nähmlich nur wenn sie auch genügend Wasser bekommen. Dann sammelt man fünf Karotten und muss wieder bewässern, denn das pferd hat wirklich einen mächtigen Karottenverbrauch ;)Am Anfang war das ganze ja noch lustig, aber ziemlich bald hat mir das echt ne menge Spass genommen...
Die Kameraführung:
Tja das ist leider ein Schwachpunkt bei dem Spiel, denn die Kameraführung ist, meiner Meinung nach, nicht besonders toll gelungen. Die Kamera-Perspektive ist abhängig von der Position der Spielfigur. Steht Fillmore nicht richtig, dann sieht man manche Gegenstände auch nicht, oder er schaut immer genau die falschen Gegenstände an. Man kann sich auch nicht einfach umschauen in einem Raum, denn vorher muss man ja immer die Position wechseln. Ich habe so manche Bereiche am Anfang schlicht übersehen, weil ich nicht die Richtige Position hatte....
Das Spiel ist nicht linear aufgebaut, man kann also gleich zu Anfang alle Schauplätze besuchen. Leider läuft Fenimore nicht gerade schnell, das ist gerade in der Stadt wo man viel hin und her laufen muss, nervig. Dazu kommt dann noch der Karottenverbrauch des verfressenen Pferdes Ray ;)
Die Grafik hat mir sehr gut gefallen, vorallem hat Fenimore echt coole Gesichtsausdrücke drauf ;)))) Es gibt sogar eine Zwischensequenz a la Matrix, total genial! Die Rätsel sind zum Teil einfach, aber es sind auch ein paar richtig heftige dabei. Dennoch ist das Spiel auch sehr gut für Adventure-Anfänger geeignet. Wer Monkey Island kennt, wird sich auch noch an die Piraten-Duelle erinnern. Bei "The Westerner" gibt es was ähnliches, nähmlich Drink-Duelle. Leider sind die Sprüche nicht besonders lustig wie bei Monkey Island, so das mich das ganze eher enttäuscht hat.
Die Sprachausgabe ist absolut spitze! Total gut zu verstehen und qualitativ gut! Die Dialoge sind manchmal echt zum Schießen gewesen :)) ich fands sehr lustig! Der Farmer Joe Banister hat übrigens die deutsche Synchron-Stimme von Bruce Willis.
Etwas enttäuscht war ich, dass ich das komplette Spiel in 10 Stunden durchgespielt hatte. Hätte gerne etwas mehr Zeit mit verbracht ;) Als Bonus befindet sich aber noch eine weitere CD in der Packung. Nähmlich das erste Abenteuer (erschien 1996) von Fenimore Fillmore, das ich zu Anfang schon angesprochen habe.
Also für richtige Adventure und Monkey Island Fans kann ich das Spiel echt empfehlen. Es kommt zwar nicht an Monkey Island ran, aber es ist ein sehr lustiges, schön gemachtes Adventure. Auch wenn ein paar Sachen wie Kamera und füttern des Pferdes etwas nerven.
Ach ja bezahlt habe ich 29 Euro. weiterlesen schließen
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