Pro:
Gut verständlich, leicht zu bedienen
Kontra:
Überschneidung mit Win Systemprogrammen, evtl . der Preis
Empfehlung:
Ja
TuneUp Utilities 2009
***Wie kam ich zu dieser Software***
Schon in den letzten Jahren hatte ich über PC-Info, jetzt PC-News, des öfteren eine Vorgängerversion von TuneUp Utilities von der Heft-DVD installiert und genutzt.
Ich hatte schon überlegt von der Oktober/November Ausgabe die Version TuneUp 2008 zu installieren, doch aufgrund der notwendig gewordenen Neuanschaffung eines PCs verschob ich dies. Ich hatte genug zu tun, vom alten PC, der über Windwos nicht mehr startbar war, mit Hilfe einer Heft DVD von PC-Welt über Linux meine bisherige Festplatte auf meinen DVR-Recorder zu überspielen, um dann später an Programmen zu retten, was noch zu retten war.
Das meiste, z.B. die Datenbank von Outlook einschließlich der vorhanden E-Mails, mein Online Banking Programm (Download-Version) mit Datenbank, meine Steuersparerklärung oder sämtliche Dokument- und Videodaten gelang auch unbeschadet vom DVR-Recorder dann wieder auf die neue Festplatte zu übertragen, wobei man hin und wieder Konfigurationspfade anpassen musste, damit das Programm wieder lief. Selbst einige Produktcodes ließen sich trotz Verlust einiger Unterlagen wieder erschließen.
Ein Wermutstropfen blieb. Der Produktcode für meine Nero Version 5.5 bzw. 6.0 hätte nur über die Registry des alten PCs, also der WIN XP Home Version ausgelesen werden können.
Zwar hatte ich auch diese Registry als Datei, doch beim Auslesen konnte ich das Hilfsprogramm nicht dazu bewegen statt auf die neue Registry auf die alte zuzugreifen. Und auf dem alten PC lief wie gesagt kein Windows mehr, es sei denn mit Neuinstallation und damit Löschen der alten Daten.
Mir wurde es zu viel und ich beschloss, mir nun doch einmal eine neue Nero-Version (9.0) zu gönnen.
Bei der Online Bestellung erhielt ich einen Rabatt (war bei Nero registriert) ca. 20% und außerdem war noch TuneUp Utilities 2009 mit Produktkey zur Umwandlung in die Vollversion dabei.
Für mich war dieses Programm daher kostenlos. Allerdings hatte ich mit 47,90 Euro für Ahead Nero 9 ja auch schon genug ausgegeben.
Mit der Installation ließ ich mir zunächst Zeit, denn einen neuen PC (WIN XP Professionell SP3) muss man, so dachte ich, sicherlich nicht gleich tunen, der wird schon schnell und gut konfiguriert sein.
***Preisspiegel und Bezugsmöglichkeiten. ***
Der Hersteller derTuneUp Utilities 2009 ist die Firma TuneUp Distribution GmbH, Rheinstraße 97, 64295 Darmstadt, Deutschland
Systemmindestanforderungen:
Windows 2000, XP, XP 64-Bit oder Vista
min. Pentium 2 oder vergleichbarer Prozessor, min. 60 Megabyte freier Festplattenspeicher
min. Grafikkarte mit 1024x786 Pixel Auflösung
Bei den Preisen im Internet gibt es riesige Unterschiede, wobei zuweilen die CD-Version günstiger ist als die Downloadversion. So bietet ismein.de die Download Voll-Version zu 1 (einem) Euro an, plus Versandkosten von 4,95 Euro. Angeblich gibt es noch 16 von 30 Stück. Erklärt wird es damit, dass die Software als Beigabe zu einer anderen Software erfolgte. Warum Versandkosten bei einem Download erschließt sich mir nicht ganz.
Nero 9 wird in gleicher Weise angeboten, hatte ich allerdings vorher nicht entdeckt.Vertrauenswürdiger erscheint mir da schon amazon.de. Hier kostet die CD-Version 21,99 Euro plus 2,99 Versandkosten. Legt man noch einen Cent drauf, erhält man zusätzlich einen USB Stick mit 1 GB.
Über Ebay lassen sich die Lizenzschlüssel für zwischen 1 und 7 Euro Sofortpreis kaufen, den Download kann man direkt von tuneup.de durchführen. Wie weit dies alles koscher ist, vermag ich nicht zu sagen. Angeblich handelt es sich aber um ein unbenutztes Original. Da der Verkauf dieser und anderer Downloadsoftware aber schon seit 2 Jahren mit 100% Kundenzufriedenheit läuft, spricht einiges für die Seriosität. Wundern tut es mich trotzdem.
Dann gibt es noch sehr viele Anbieter, deren Preise zwischen 24,95 und 29,95 Euro liegen.
39,95 Euro, den offiziellen Preis auf der Herstellerseite, sollte man unter diesen Umständen wohl eher nicht zahlen.
Glücklicherweise muss ich hier keine Entscheidung treffen, denn meine Vollversion ist wie schon gesagt eine kostenlose Zugabe zu Ahead Nero
***Anwendungserfahrungen***
Vor einigen Tagen entschloss ich mich, das TuneUp zu installieren und zu testen, auch mit der vagen Hoffnung, dass vielleicht dadurch meine Probleme mit dem Programm Catalyst, war bei der Vorinstallation von Win XP Professionell ebenfalls mit vorinstalliert, behoben würden.
Die Überprüfung von Microsofts .Net Framework 1.1 (2.0) und auch der Catalyst-Treiber in der Version 4.8 hatten das seit Beginn bestehende Problem catalyst control center muss beendet werden nicht beheben können.
Installation
Die Installation erfolgte blitzschnell und ohne lästige Nachfragen, bei denen man vielleicht erst einmal andere Handbücher befragen muss.
Startfenster/Oberfläche
Beim ersten Start zeigten die 3 Fenster Systemwartung, Leistung und Systemzustand bei den zwei letzteren doch erheblich mehr Probleme (156) an, als ich bei einem neuen PC erwartet hätte. Inzwischen sehe ich nur noch angenehme grüne Häkchen, auch wenn ich nicht allen Empfehlungen des Programms gefolgt bin. Nach Ausfüllen eines kleinen Fragebogens z.B. zur DSL Geschwindigkeit macht das Programm beim ersten Start Vorschläge wie z.B. das Abschalten einiger überflüssiger Autostarts oder Windowsdienste. Hierbei wird jedoch kurz aber sehr verständlich Sinn- und Funktion der jeweiligen Komponenten beschrieben, so dass zu mindestens mir die jeweilige Entscheidung nicht schwer fiel. Wenn man ein Programm nie nutzt, auch nicht vor hat es zu nutzen, warum soll es dann sogar automatisch gestartet werden und Arbeitsspeicher belegen?
***Nutzung der einzelnen Funktionen***
TuneUp Utilities 2009 ist auf der linken Startfensterseite in 6 Bereiche eingeteilt:
Leistung steigern, Speicherplatz gewinnen, Windows aufräumen, Probleme lösen, Windows anpassen und Weitere Tools.
Leistung steigern
Hierzu gehören ein Defragmentierungsprogramm für Festplatten oder andere Speichermedien und eines für die Windows-Registry, Die Defragmentierung kann auch während der Arbeit mit einem anderen Programm durchgeführt werden, ist allerdings auch nicht viel anders als die des Windows-Systems. Diesen Vorgang automatisch jede Woche zu einer bestimmten Uhrzeit durchführen zu lassen halte ich für meine Verhältnisse für eher übertrieben. Momentan braucht das Programm etwa 30 Minuten für diesen Vorgang. Je nach Häufigkeit von Neuinstallationen, Abspeicherung von Dateien auf der Festplatte sollten alle 2 bis 3 Monate bei mir für die Nutzung dieses Dienstes langen.
Die Registry zu überprüfen dürfte auch alle 8 Wochen langen, auch wenn beim Testlauf hier durchaus bereits überflüssige bzw. unvollständige Einträge vorhanden waren.
Der TuneUp Memory Optimizer überwacht den Arbeitsspeicher und sorgt ggf. für Abhilfe bei Problemen. Mit dem TuneUp Speed Optimizer kann man sich Empfehlungen zur Erhöhung der Systemleistung geben lassen. Hier erscheint bei mir der schöne Satz: In dieser Kategorie liegen keine Empfehlungen vor. In der Übersicht erscheint der Satz: Ihr System ist optimiert, auch in allen Teilbereichen wie Systemstart oder Systemeinstellungen, Internet, Windows Dienste sind überall die grünen Häkchen mit der Auskunft Optimiert.
Im TuneUp StartUpmanager habe ich die unnötigen Autostartprogramme ausgeschaltet und von den 15 Programmen ohne eindeutige Empfehlung habe ich insbesondere einige Update Programme ausgeschaltet z.B. Kodak EasyShare , HP Online Aktualisierung, RealNetworks Scheduler, die ich dann alle paar Wochen mal zur Überprüfung starten lasse.
Zu den benötigten Autostartprogrammen zählen Antivir Guard, Fritz!webProtect-Sicherheitssoftware, HP Imaging Monitor und zwei Soundmanagerprogramme.
Speicherplatz gewinnen
In der Übersicht zeigt das Programmfenster den belegten Speicher im Verhältnis zum unbelegten Speicherplatz der Festplatte(n) an, z.B. 271,91 von 298,09 GB.
Zum Reinigen vorgeschlagene Elemente sind zwei Gruppen:
Nicht benötigte Dateien und Sicherungen: 436 bzw. 238,71 MB
Windows-Funktionen: 1 bzw. 2 GB
Ein weiterer Klick gibt genauere Informationen zu jeder Gruppe:
Die Protokolldateien mit 0,23 MB kann man nun nochmals genauer sich anschauen, bevor man einer Löschung zustimmt. Da erscheint mir der Zeitaufwand in Relation zum gewonnenen Speicherplatz viel zu gering.
Der Browser Cache wird sowieso nach jedem Verlassen bei mir automatisch von der Browsereinstellung her gelöscht, machte zu diesem Moment 50,66 MB aus.
Von den Wiederherstellungspunkten lässt TuneUp den letzten Wiederherstellungspunkt ungelöscht, damit Windows im Notfall zum letzten funktionierenden Zustand zurückkehren kann.
Hier wären 186,59 MB einzusparen. An bedenkenlos zu löschenden temporären Dateien fielen eh nur 0,48 MB an.
Kurzum, der gesamte Speicherplatzgewinn war zu dem Zeitpunkt bei mir eher unerheblich.
Auf die Windows Funktion Energiesparmodus Ruhestand möchte ich nicht verzichten, also bleiben die 2 GB unangetastet.
Mit dem TuneUp Diskplace Explorer bekommt man eine rechtübersichtliche Darstellung, welche Dateien oder Programme den Löwenanteil der Festplatte besetzen.
Windows aufräumen
Mit der "1-Klick-Wartung" werden einige schon zuvor beschriebene Leistungssteigerungen einmal die Woche im Hintergrund zu einer festgelegten Uhrzeit durchgeführt. Mir persönlich ist das zu oft, aber jeder kann das für sich entscheiden. Die Funktion lässt sich ausschalten, aber man erhält dann einen Warnhinweis.
Mit dem TuneUp Registry Cleaner lässt sich die Windows-Registry auf Fehler untersuchen, die dann behoben werden. Natürlich kann man zuvor sich den oder die entdeckten Probleme anschauen, um eventuell der Empfehlung nicht zu folgen. Eine von mir auf den DVR Recorder verschobene Videodatei hatte z.B. noch einen Eintrag, den ich natürlich bedenkenlos löschen lassen konnte.
Das Programm "Shortcut Cleaner" zeigte beim Testlauf keinerlei fehlerhafte Verknüpfungen (shortcuts) an. Falls vorhanden, hätten diese natürlich gelöscht werden können.
Der "Uninstall Manager" funktioniert wie die entsprechende Windows-Funktion, bietet aber ein wenig mehr Funktionen und Informationen Vor allem aber ist er schnell und bequem aufzurufen.
Probleme lösen
Mit dem "Disk Doctor“ wird das Dateisystem geprüft und bei Bedarf korrigiert. Das läuft recht schnell ab, doch anschließend ist ein Neustart fällig und bei dem will dann mein Windows seinerseits nochmals die Festplatte prüfen.
Von den nach Aufruf des "Repair Wizard" in einem Fenster dargestellten Probleme zum Anklicken, von Symbole werden fehlerhaft dargestellt bis Schriftartenordner funktioniert nicht, treffen zur Zeit
Keinerlei Probleme zu, so dass ich nur vermuten kann, dass hier der „Zauberer“ schnell Abhilfe schaffen kann.
Das Tool "Undelete" soll gelöschte Dateien wiederherstellen können, die noch nicht überschrieben wurden. Bei meinem Test fand das Tool knapp über 1000 Dateien mit dem Kriterium "gut“. Allerdings waren es nur Dateien, deren Löschung noch nicht lange zurück lag. Für ein versehentliches Löschen und zu schnelles Entleeren des Papierkorbs sicherlich eine willkommene Notlösung.
Windows anpassen
Mit dem TuneUp Styler lassen sich verschiedene optische Erscheinungen von Windows umgestalten, seien es Symbole oder auch der Startbildschirm. Bei den Symbolen habe ich mal einen Wechsel durchgeführt, ging übers Internet, weil ich erst eine alternative Symbolbibliothek herunterladen musste und trotzdem sehr schnell.
Im Programmteil "System Control" lassen sich das Verhalten von Windows und von einigen Anwendungsprogrammen einstellen und steuern.
Dazu gehören z.B. Netzwerkeinstellungen ebenso wie die Art der Schriftglättung oder das Verhalten der Taskleiste. Hier habe ich mir zwar die Einstellungen angeschaut, doch bis auf Kleinigkeiten im Wesentlichen nichts verändert.
Weitere Tools
"Process Manager" und Registry Editor haben gleiche oder ähnliche Funktionen wie der Task-Manager von Windows bzw regedit. Das TuneUp-Tool wirkt jedoch etwas übersichtlicher.
Mit dem "Shredder" lassen sich Dateien, Ordner oder der Inhalt des Papierkorbes endgültig und ohne die Möglichkeit einer Wiederherstellung löschen. Nun, eine derartige Funktion war für mich bisher nicht notwendig. Wir wollen es dem neuen Verfassungsschutz mit seinen höheren Rechten nach der Bundestagswahl ja nicht zu schwierig machen. Wer aber Daten endgültig gelöscht haben möchte, der hat hier das geeignete Werkzeug, dem neuen Inneren Geheimdienst ggf. das Leben etwas schwerer zu machen. Gg
Das Tool "System Information" zeigt einem sehr schnell und grafisch nett aufbereitet das Innenleben seines Computers oder der Komponenten einschließlich des installierten Betriebsystems mit Key und Produkt-ID. Hier kann man schnell nachschauen, falls man Auskunft wem auch immer geben soll.
Ergänzt werden diese Funktionen noch durch das "Rescue Center" sowie den Update Wizard. Beim Aufruf des letzteren erhalte ich die Meldung: Zur Zeit sind keine Updates für Ihr Produkt verfügbar.
Aber es soll bei Vorgängerversionen schon mal anders gewesen sein.
Mit dem Rescue Center könnten Änderungen wieder rückgängig gemacht werden.
Dafür sah ich bisher keinerlei Veranlassung, da nach den erfolgten Maßnahmen es bisher keinerlei Funktionsstörungen des Systems oder auch einzelner Programme gab.
Trotzdem gut zu wissen, dass ein Sicherheitsnetz wirksam aufgespannt ist. Ob es wirklich hält, das kann ich erst sagen, wenn ein entsprechender Fall eintritt. Möge es nie der Fall sein.
*** Fazit ***
Der Aufbau, die Optik aber auch die Menuführung des Programms gefallen mir uneingeschränkt gut. Manches ist sicherlich keine wirkliche Innovation, vieles wäre auch über das Windows System nutzbar. Allerdings ist hier sehr schön kompakt alles an einer Stelle, der Zugriff schnell und unkompliziert und vor allem ist der größte Teil auch für noch etwas unsichere oder unerfahrene PC-User gut verständlich dargestellt, so dass einem die abgeforderten Entscheidungen nicht schwer fallen.
In der CHIP vom März 2009 hat das Programm daher durchaus zu Recht in der Gesamtbewertung 5 von 5 Punkten erhalten.
Den Preis bezogen auf die Herstellerangabe von knapp 40 Euro halte ich allerdings für überhöht, da es doch fast alle Programmfunktionen auch als kostenlose Programme in diversen Zeitschriften gibt.
Die Vorgängerversion 2008 in der Oktober/November Ausgabe der PC-News unterscheidet sich im Funktionsumfang und Aufmachung nur sehr geringfügig, ist aber völlig kostenlos.
Andere kostenlose Alternativen wären Jetdrive 2009 Pro plus Superram (CHIP Okt 2009). Hier braucht man allerdings zwei Programme für die Funktionen von TuneUp 2009.
Wer jedoch die eine der zahlreichen günstigeren Bezugsquellen des Internets nutzt und dann einen Preis zwischen 1 und 10 Euro zahlt, der hat trotz der kostenlosen Alternativen einen guten Kauf gemacht.
Ich selbst kann und will nicht klagen und lasse daher mal die Preisproblematik bei meiner Bewertung außen vor und dann kann es nur heißen: 5 von 5 möglichen Sternchen und dazu eine klare Nutzungsempfehlung. Wie und wo man kauft/bezieht, das soll jeder selbst entscheiden.
P.S. Catalyst habe ich nun endgültig einfach ausgeschaltet, denn auch TuneUp konnte hier nicht helfen. ;-) weiterlesen schließen
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