DELL Business Testbericht

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Erfahrungsbericht von BabyT24

Will Dell wirklich etwas verkaufen? *UPDATE*

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Diese Frage habe ich mir vor rund 4 Monaten wirklich stellen müssen. Aber langsam und immer der Reihe nach. Viele von euch werden Dell sicherlich kennen, wenn nicht kommt hier ein kurze Beschreibung.

Dell ist ein großer angesehen Computerbetrieb, der über das Internet Notebooks, Workstations, Desktops und Zubehör, wie zum Beispiel Drucker verkauft. Außerdem haben sie noch einen großen Servicebereich, um die ausgegebene Technik warten zu können. Bei Dell wird als erstes unterschieden, ob man Privatanwender, Firmenkunde oder Großkunde und Öffentlicher Auftraggeber ist. Im Internet kann man sich den Rechner, Laptop oder ähnliches aus einzelnen Komponenten zusammen setzen und bekommt dann eine Mail zur Bestätigung.

Vor einigen Monaten hatte nun mein Freund einen Laptop bei Dell bestellt, den Inspiron 8200, der so rund 3000 ? kostet. Leider hat sich Dell nie bei ihm gemeldet, vielleicht, weil mein Freund Ratenzahlung vereinbaren wollte und zu wenig verdient. Also haben wir versucht die ganze Sachen doch einmal über mich abzuwickeln.

Ich gab also die Bestellung des Laptops im Internet ein und bekam meine Bestätigung per Mail, in der es hieß, dass man sich nach 3-4 Tagen bei mir melden würde. Auch ich hatte mit Ratenzahlung angegeben und war nun gespannt, ob diesmal etwas passieren würde. Natürlich passierte erst mal 1 ½ Wochen lang gar nichts. Als dann plötzlich an einem Donnerstag Abend um 21 Uhr ein Mitarbeiter von Dell bei mir anrief und das Angebot bestätigte. Er fragte ebenfalls nach, wie ich den Laptop bezahlen will und ich sagte ihm, per Ratenzahlen. Also einigten wir uns darauf, dass er am nächsten Tag einen Brief mit dem Antragsformular losschicken würde.

Wieder wartete ich anderthalb Wochen, ohne dass ein Brief in meinem Briefkasten eintrudelte. Also rief ich bei der Hotline von Dell an. Diese ist unter der Nummer 08 00 / 3 35 56 71 gebührenfrei zu erreichen. Nachdem ich eine Weile in der Warteschleife hing, wurde ich mit der Zentrale verbunden, die mich freundlich an meinen zuständigen Sachbearbeiter weiterleitete.

Diesem erklärte ich dann mein Problem und hörte währenddessen, wie er auf seine Tastatur einhämmerte. Also tat sich was, er wollte mir helfen. Doch dann stellte sich heraus, dass der Brief nie abgeschickt worden war, weil ein Mitarbeiter bei mir angerufen hatte und das nicht an meinen zuständigen Sachbearbeiter weitergeleitet hatte. Es wurde nur in die Datenbank eingetragen, aber ohne, dass es jemand registriert hatte. Ich einigte mich also mit Herrn J. darauf, dass er mir den Antrag per Mail zusenden sollte.

Nach einer weiteren Woche, in der ich keine Mail erhielt, rief ich wieder bei Dell an und wurde mit meinem Herrn J. verbunden. Diesem erklärte ich dann, dass keine Mail da war. Woraufhin mich dieser bequatschte, dass meine Firewall vielleicht Mails blockt, die bestimmte Wörter wie Kaufabwicklung oder ähnliches abblockt.

Hallo? Wollen mich alle für blöd verkaufen. Die Bestätigung meiner Internetbestellung von Dell hatte ich ja auch erhalten. Außerdem dient meine Firewall nur zum Blocken von Diensten im Internet. Und bei Mails für Dateianhänge mit Viren und Trojanern. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Man einigte sich also wieder auf eine Mail und diesmal zur Sicherheit auch darauf, das Antragsformular für den Ratenkauf per Post zu verschicken. Wie erwartet war natürlich nichts in meinen Briefkasten eingeflattert. Und so rief ich eine Woche später wieder an, diesmal um das Ganze zu stornieren. Bei der Stornierung erfuhr ich dann auch, dass mein Herr J. inzwischen in eine andere Abteilung gewandert ist.

Irgendwie ist dass nicht der einzige Negative Bericht, den ich über Dell kenne. Meiner Mama ist so was ähnliches passiert. Ich frage mich, ob Dell das Geld braucht oder nicht, denn ich hatte nicht gerade das Gefühl, dass man sich über meinen Auftrag freuen würde. Hätte ich den Laptop per Kreditkarte (die ich leider nicht habe) gezahlt, hätte man mir den Laptop wahrscheinlich geliefert, aber bestimmt erst Wochen und zahlreiche Anrufe später.

*** UPDATE 19.02.03 ****

Nun, wie ihr ja lesen konntet funktionierte das mit der Ratenzahlung nicht. Dennoch wollte mein Freund unbedingt einen Dell-Laptop haben, denn die sind ja so gut. Nun gut, er versuchte also mit Hilfe seiner Schwester und per Rechnung den Laptop nochmals zu bestellen.

Und diesmal schien auch alles glatt zu gehen, bis der Anruf kam. Der Berater wollte von meinem Freund als erstes mal wissen, wie hoch der Kreditrahmen der Bank ist und entschied dann, dass das zu wenig wäre und damit der Auftrag nicht durchgeführt werden konnte. Die einzige Möglichkeit, die mein Freund hatte, war den Laptop im Voraus zu zahlen und dann zu beten, dass wir wirklich den Laptop ohne weitere Probleme bekommen würden.

Und Gott sei Dank kam dann auch der Laptop und mein Freund war Pleite. Denn das Gute Stück kostete so an die 2.300 Euro und das räumte natürlich das Sparbuch dann erst mal auf. Aber dann entdeckten wir natürlich kleinere Mängel, die meinem Freund nach genauerer Inspektion auffielen.

So schließt die Tastatur nicht mit dem Rahmen ab, sondern steht an der Seite, an der die Pfeiltasten sind ein Stück ab. Dadurch kommt die Tastatur natürlich ein Stück hoch. Außerdem sitzt das CD-Rom auf der linken Seite des Laptops und der Rahmen an der vorderen linken Seite schließt nicht mit dem Rahmen ab, so dass dort ein Schlitz entsteht, in dem immerhin Staub ins Gehäuse kommen kann und was das bedeutet kann sich ja wohl jeder denken. Natürlich hatte mein Freund noch einen Rucksack dazubestellt, denn er muss ja das gute Stück auch transportieren. Und genau hier liegt auch schon das dritte Problem. Der Laptop passt zwar in das vorgesehene Fach, aber leider passt dann die Tasche mit den Kabeln nicht mehr an seinen vorgesehenen Platz über dem Laptop, da dieser den Klettverschluss vollkommen verdeckt. Das bedeutet also, der Rucksack ist zu klein, wird aber laut Dell passend zum Laptop angeboten.

Das alles mag euch als Kleinigkeit vorkommen, aber für ein Gerät, mit dem man so viel hickhack hatte und das immerhin eine schöne Stange Geld kostet, kann man doch dann auch 1A-Qualität erwarten oder nicht? Aber wir können ja immerhin schon froh sein, dass das Gerät überhaupt gekommen ist. Dennoch hat mein Freund natürlich eine Mail an Dell geschrieben, in dem er die aufgeführten Mängel beschrieb. Aber leider hat er nie eine Antwort darauf bekommen und wird auch bestimmt nie eine bekommen. Was mir wieder mal bestätigt, das der Service von Dell auch nicht so der wahre ist. Aber mein Schatz ist glücklich und so soll es jetzt auch bleiben.

Es gilt also, was schon vorher galt. Dell will alles vorher gezahlt bekommen und der Kunde hat das Nachsehen. Rein formell steht das Ratenzahlen zwar im Konzept, aber wehe ein Kunde will das in Anspruch nehmen, dann stellt sich Dell taub. Außerdem hatte ich mich bei Vocatus beschwert, aber auch hier natürlich keine Antwort erhalten.

Gruß BT

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