DELL Business Testbericht
Erfahrungsbericht von enno59
Qualität zu kaufen, lohnt sich!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Es war im November 1999. Aus beruflichen Gründen suchte ich einen einigermaßen leistungsfähigen PC. Solide verarbeitet sollte er sein, für Büroanwendungen gut dimensioniert. Und ich legte Wert auf eine ordentliche Garantieleistung, sprich lange Garantiezeit und guter Service (auch aufgrund schlechter Erfahrungen mit der Computer-Verkaufskette Vobis). Im Hintergrund spielte dabei natürlich auch der Gedanke eine Rolle, dass eine Firma, die lange Garantiezeiten bietet, Produkte herstellt, die die Firma damit nicht gerade in den Ruin treibt, sprich von sehr guter Qualität sind.
Bei meinen Recherchen überzeugten mich schließlich die Angebote der Firma Dell am meisten. Ich orderte einen PC (mit der Bezeichnung Dimension T500 – heute natürlich hoffnungslos veraltet). Dazu gehörte ein Service-Paket mit einer dreijährigen (!) Garantiezeit – im ersten Jahr mit Vor-Ort-Service, in den beiden folgenden Jahren mit Pick-Up-Service. Nach Bestellung erfolgte die Lieferung umgehend, das Gerät war in Ordnung. Zunächst also keine Fehlentscheidung. Natürlich sind die Computer von Dell etwas teurer als vergleichbare PC´s. Aber ich wusste ja, warum ich diesen erhöhten Aufwand tragen wollte.
Lange Zeit war ich sehr zufrieden mit dem System – den Einbau einer zweiten Festplatte, eines CD-Brenners und einer Soundkarte (ein bestimmtes Musikübungsprogramm konnte oder wollte einfach nicht mit dem Soundchip on board), all das akzeptierte der Rechner weitgehend klaglos. Bis vor ein paar Tagen: da war er einfach nicht mehr zu bewegen, wenigstens zu booten - weder von meiner Notfalldiskette (doch, die hatte ich mal angefertigt) noch von der zweiten Platte noch von der Windows-CD. Er erkannte zwar alle Laufwerke, aber danach: black screen :-(((
Also erinnerte ich mich der Garantieleistung – ich war, wie man sich leicht vorstellen kann, ziemlich erleichtert, als ich feststellte, dass die drei Jahre noch nicht vorbei waren – und rief bei der Telefonnummer an, die in den Unterlagen angegeben war. Und siehe da, sie funktionierte! Es war zwar keine kostenfreie Nummer, sondern eine mit der Vorwahl des Ortes, in dem die Deutschland-Vertretung von Dell ihren Sitz hat (frag mich bitte jetzt keiner, welcher das ist ;-)). Und zunächst war auch kein Mensch an der Strippe, sondern so ein Computer mit Stimme. Dennoch ließ ich mich nicht kirre machen, nach ein paar Klicks sprach ich einem richtigen Menschen. Nach meinen Erklärungen zur Situation verlangte mein Gesprächspartner die Systemnummer, die sich auf einem Zettel auf der Rückseite des PC´s befindet. Es ist also notwendig, ein solches Telefongespräch von dort zu führen, wo der PC gerade steht.
Ich tauchte ab – nicht zum letzten Mal während dieses Gespräches. Tatsächlich, da war ein kleiner Aufkleber. Und die Nummer stimmte auch, wie wir feststellten, nachdem mein Gesprächspartner mit die Daten aus seinem Computer vorgelesen hatte. Nun ja, und nun nahm das Schicksal seinen Lauf. Nachdem ich die ganzen Boot-Übungen, die ich alleine schon absolviert hatte, erneut durchführen durfte, sollte ich die Dell-Service-CD einlegen. Service-CD?? Hä?? Hatte ich die auch…? Doch, so langsam dämmerte mir, dass damit die CD´s gemeint waren, mit denen ich am Beginn meiner Bekanntschaft mit diesem Computer nichts anfangen konnte. Ich fand sie sogar, nach höchstens 1 Minute!
Aber es war umsonst. Auch von dieser CD ließ sich der Rechner nicht beeindrucken. Und dann kam die Frage, die ich besser nicht wahrheitsgemäß beantwortet hätte. \"Können Sie den Computer öffnen?\" Nach meiner Antwort hatte ich den Salat. Ich nahm der Verkleidung ab – und das Gespräch verlängerte sich dadurch nicht unerheblich. Nunmehr musste ich die verschiedenen Kabel abziehen und wieder aufstecken. Und immer wieder: PC ausschalten, PC einschalten. Es funktionierte dennoch nicht. Da half auch nicht, die Verbindungen zur zweiten Platte und zum Brenner zu lösen, die Soundkarte herauszunehmen. Nix. Wäre ja auch noch schöner gewesen, wenn ich schuld gewesen wäre.
Irgendwann sagte der Typ am anderen Ende der Leitung, ich solle doch mal die Kabel von CD-ROM-Laufwerk und Festplatte auf dem Motherboard umtauschen. Na gut, wenn er meint. PC ausschalten, umgetauscht, PC einschalten – und ... Er bootete! Ich konnte es nicht fassen! Der Rechner startete sogar das Betriebssystem. Hervorragend! Alles in Ordnung – nur dass ich es nicht verstand. Egal erst mal. Nach Aufforderung steckte ich alle anderen Kabel wieder auf – nach dem Ausschalten selbstverständlich. Und als alles drin und dran war, schaltete ich ein und – nichts! Der PC rührte sich nicht mehr. Gar nicht mehr. Jetzt zählte er nicht mal mehr den Speicher hoch, geschweige dass er die Laufwerke erkannte. Und der Lüfter ging auch nicht an. Mucksmäuschenstill! Wie ich und wie der andere Telefonmensch. Nach einer Schrecksekunde oder auch zwei hörte ich: \"Da ist wohl Ihr Netzteil abgeschmiert!\"
Da wollte ich ihm beinahe recht geben. Ein defektes Netzteil hatte ich erst unlängst an einem anderen Rechner erlebt. Aber das mit dem Rechtgeben habe ich erst mal gelassen. Schließlich hatte ja ich angerufen. Obwohl die Begründung mit nicht so recht einleuchtete: Ich hätte zuviel zusätzliche Geräte angeschlossen. Es hatte ja lange Zeit funktioniert. Aber so ein Netzteil ist auch nur ein Mensch. Im übrigen fand ich die Zahl der Zusatzgeräte gar nicht weiter schlimm. Wenn das Netzteil für diese zusätzlichen Geräte nicht ausgelegt war, wozu waren dann die zusätzlichen Einbauschächte? Nur zum Schönaussehen? Egal! Jetzt vernahm ich genau das aus dem Hörer, was ich eigentlich schon lange hören wollte. Ich hätte ja noch Garantie und er würde das Gerät von einer Kurierfirma abholen lassen. Diese würde sich bei mir melden. Nach 5 bis 7 Tagen wäre der PC dann repariert, und er würde mir wiedergebracht werden. Na, wenigstens das. Nach beinahe einer Stunde Telefongespräch, immer wieder unterbrochen durch ein Abknieen meinerseits vor dem PC.
Am selben Tag noch meldete sich die Kurierfirma, die mir zunächst einen Termin am nächsten Tag zwischen 8 und 12 Uhr anbot. Nach einem Gegenangebot meinerseits, das auf 17 Uhr lautete, schwenkte die Dame am Telefon allerdings umgehend um (das gleiche Spiel wiederholte sich übrigens bei der Absprache des Rücklieferungstermines) und wir vereinbarten 17 bis 19 Uhr. Tatsächlich klingelte es am nächsten Tag kurz nach 17 Uhr. Da ich die Originalkiste noch hatte (wenn Ihr wüsstet, wie viele Originalkisten ich noch habe *g*), hatte ich den Rechner problemlos verpacken können.
Etwa 5 Tage später bekam ich den PC zurück. Und er funktionierte. Allerdings war, wenn ich den beiliegenden Zettel richtig interpretierte, das Netzteil doch nicht defekt, sondern es hatte sich wohl irgendein Kabel in oder am Netzteil gelockert, was ich bei einer Kontrolle unmittelbar nach dem \"Stillstand\" nicht entdeckt hatte. Nun lief der Rechner wieder, er bootete auch – wie zuvor.
Die Auswahl von Dell mit dem guten Garantieservice hatte sich im nachhinein als vollkommen richtige Entscheidung herausgestellt.
Insgesamt hätte Dell für Bestellung, Lieferung, Qualität und Garantieleistung in der Gesamtbewertung 1 Punkt verdient gehabt. Wegen des von mir zu bezahlenden Telefongespräches zähle ich einen halben Punkt hinzu. Und weil das nicht geht, muss ich einen ganzen Punkt hinzurechnen.
Fazit: Qualität ist immer etwas teurer. Es rechnet sich aber meist, solche Angebote auszuwählen.
Bei meinen Recherchen überzeugten mich schließlich die Angebote der Firma Dell am meisten. Ich orderte einen PC (mit der Bezeichnung Dimension T500 – heute natürlich hoffnungslos veraltet). Dazu gehörte ein Service-Paket mit einer dreijährigen (!) Garantiezeit – im ersten Jahr mit Vor-Ort-Service, in den beiden folgenden Jahren mit Pick-Up-Service. Nach Bestellung erfolgte die Lieferung umgehend, das Gerät war in Ordnung. Zunächst also keine Fehlentscheidung. Natürlich sind die Computer von Dell etwas teurer als vergleichbare PC´s. Aber ich wusste ja, warum ich diesen erhöhten Aufwand tragen wollte.
Lange Zeit war ich sehr zufrieden mit dem System – den Einbau einer zweiten Festplatte, eines CD-Brenners und einer Soundkarte (ein bestimmtes Musikübungsprogramm konnte oder wollte einfach nicht mit dem Soundchip on board), all das akzeptierte der Rechner weitgehend klaglos. Bis vor ein paar Tagen: da war er einfach nicht mehr zu bewegen, wenigstens zu booten - weder von meiner Notfalldiskette (doch, die hatte ich mal angefertigt) noch von der zweiten Platte noch von der Windows-CD. Er erkannte zwar alle Laufwerke, aber danach: black screen :-(((
Also erinnerte ich mich der Garantieleistung – ich war, wie man sich leicht vorstellen kann, ziemlich erleichtert, als ich feststellte, dass die drei Jahre noch nicht vorbei waren – und rief bei der Telefonnummer an, die in den Unterlagen angegeben war. Und siehe da, sie funktionierte! Es war zwar keine kostenfreie Nummer, sondern eine mit der Vorwahl des Ortes, in dem die Deutschland-Vertretung von Dell ihren Sitz hat (frag mich bitte jetzt keiner, welcher das ist ;-)). Und zunächst war auch kein Mensch an der Strippe, sondern so ein Computer mit Stimme. Dennoch ließ ich mich nicht kirre machen, nach ein paar Klicks sprach ich einem richtigen Menschen. Nach meinen Erklärungen zur Situation verlangte mein Gesprächspartner die Systemnummer, die sich auf einem Zettel auf der Rückseite des PC´s befindet. Es ist also notwendig, ein solches Telefongespräch von dort zu führen, wo der PC gerade steht.
Ich tauchte ab – nicht zum letzten Mal während dieses Gespräches. Tatsächlich, da war ein kleiner Aufkleber. Und die Nummer stimmte auch, wie wir feststellten, nachdem mein Gesprächspartner mit die Daten aus seinem Computer vorgelesen hatte. Nun ja, und nun nahm das Schicksal seinen Lauf. Nachdem ich die ganzen Boot-Übungen, die ich alleine schon absolviert hatte, erneut durchführen durfte, sollte ich die Dell-Service-CD einlegen. Service-CD?? Hä?? Hatte ich die auch…? Doch, so langsam dämmerte mir, dass damit die CD´s gemeint waren, mit denen ich am Beginn meiner Bekanntschaft mit diesem Computer nichts anfangen konnte. Ich fand sie sogar, nach höchstens 1 Minute!
Aber es war umsonst. Auch von dieser CD ließ sich der Rechner nicht beeindrucken. Und dann kam die Frage, die ich besser nicht wahrheitsgemäß beantwortet hätte. \"Können Sie den Computer öffnen?\" Nach meiner Antwort hatte ich den Salat. Ich nahm der Verkleidung ab – und das Gespräch verlängerte sich dadurch nicht unerheblich. Nunmehr musste ich die verschiedenen Kabel abziehen und wieder aufstecken. Und immer wieder: PC ausschalten, PC einschalten. Es funktionierte dennoch nicht. Da half auch nicht, die Verbindungen zur zweiten Platte und zum Brenner zu lösen, die Soundkarte herauszunehmen. Nix. Wäre ja auch noch schöner gewesen, wenn ich schuld gewesen wäre.
Irgendwann sagte der Typ am anderen Ende der Leitung, ich solle doch mal die Kabel von CD-ROM-Laufwerk und Festplatte auf dem Motherboard umtauschen. Na gut, wenn er meint. PC ausschalten, umgetauscht, PC einschalten – und ... Er bootete! Ich konnte es nicht fassen! Der Rechner startete sogar das Betriebssystem. Hervorragend! Alles in Ordnung – nur dass ich es nicht verstand. Egal erst mal. Nach Aufforderung steckte ich alle anderen Kabel wieder auf – nach dem Ausschalten selbstverständlich. Und als alles drin und dran war, schaltete ich ein und – nichts! Der PC rührte sich nicht mehr. Gar nicht mehr. Jetzt zählte er nicht mal mehr den Speicher hoch, geschweige dass er die Laufwerke erkannte. Und der Lüfter ging auch nicht an. Mucksmäuschenstill! Wie ich und wie der andere Telefonmensch. Nach einer Schrecksekunde oder auch zwei hörte ich: \"Da ist wohl Ihr Netzteil abgeschmiert!\"
Da wollte ich ihm beinahe recht geben. Ein defektes Netzteil hatte ich erst unlängst an einem anderen Rechner erlebt. Aber das mit dem Rechtgeben habe ich erst mal gelassen. Schließlich hatte ja ich angerufen. Obwohl die Begründung mit nicht so recht einleuchtete: Ich hätte zuviel zusätzliche Geräte angeschlossen. Es hatte ja lange Zeit funktioniert. Aber so ein Netzteil ist auch nur ein Mensch. Im übrigen fand ich die Zahl der Zusatzgeräte gar nicht weiter schlimm. Wenn das Netzteil für diese zusätzlichen Geräte nicht ausgelegt war, wozu waren dann die zusätzlichen Einbauschächte? Nur zum Schönaussehen? Egal! Jetzt vernahm ich genau das aus dem Hörer, was ich eigentlich schon lange hören wollte. Ich hätte ja noch Garantie und er würde das Gerät von einer Kurierfirma abholen lassen. Diese würde sich bei mir melden. Nach 5 bis 7 Tagen wäre der PC dann repariert, und er würde mir wiedergebracht werden. Na, wenigstens das. Nach beinahe einer Stunde Telefongespräch, immer wieder unterbrochen durch ein Abknieen meinerseits vor dem PC.
Am selben Tag noch meldete sich die Kurierfirma, die mir zunächst einen Termin am nächsten Tag zwischen 8 und 12 Uhr anbot. Nach einem Gegenangebot meinerseits, das auf 17 Uhr lautete, schwenkte die Dame am Telefon allerdings umgehend um (das gleiche Spiel wiederholte sich übrigens bei der Absprache des Rücklieferungstermines) und wir vereinbarten 17 bis 19 Uhr. Tatsächlich klingelte es am nächsten Tag kurz nach 17 Uhr. Da ich die Originalkiste noch hatte (wenn Ihr wüsstet, wie viele Originalkisten ich noch habe *g*), hatte ich den Rechner problemlos verpacken können.
Etwa 5 Tage später bekam ich den PC zurück. Und er funktionierte. Allerdings war, wenn ich den beiliegenden Zettel richtig interpretierte, das Netzteil doch nicht defekt, sondern es hatte sich wohl irgendein Kabel in oder am Netzteil gelockert, was ich bei einer Kontrolle unmittelbar nach dem \"Stillstand\" nicht entdeckt hatte. Nun lief der Rechner wieder, er bootete auch – wie zuvor.
Die Auswahl von Dell mit dem guten Garantieservice hatte sich im nachhinein als vollkommen richtige Entscheidung herausgestellt.
Insgesamt hätte Dell für Bestellung, Lieferung, Qualität und Garantieleistung in der Gesamtbewertung 1 Punkt verdient gehabt. Wegen des von mir zu bezahlenden Telefongespräches zähle ich einen halben Punkt hinzu. Und weil das nicht geht, muss ich einen ganzen Punkt hinzurechnen.
Fazit: Qualität ist immer etwas teurer. Es rechnet sich aber meist, solche Angebote auszuwählen.
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