Postbank Testbericht

Erfahrungsbericht von trenker26

Ein ganz normaler Kontowechsel

Pro:

kostenloses Konto

Kontra:

meine Nerven

Empfehlung:

Nein

Servus Leute!

Bevor ich zu dem Chaos zu sprechen komme, das der Girokontowechesel zur Postbank bei mir verursacht hat, eine kleine Vorgeschichte. Die muß ich erzählen, damit ihr versteht, warum ich das Konto gewechselt habe.

Seit ich 12 Jahre alt bin, war ich Kunde bei der Raiffeisenbank. Mein Vater hatte es damals an meinen Geburtstag für mich eröffnen lassen. Schließlich mußten ja die Tausender an Taschengeld jedes Monat irgendwo untergebracht werden. *g* Jedenfalls war dieses Konto kostenlos, es fielen also keine Kontoführungsgebühren an. Das setzte sich im Laufe der Jahre so fort, so daß das Wort „Kontoführungsgebühr“ für mich ein Fremdwort war. Als ich dann verheiratet war, eröffneten wir für meine Frau auch ein Girokonto bei der gleichen Bank. Sie hatte Arbeit und wollte ihr eigenes Konto. Nach drei Monaten stellten wir fest, daß 12 Mark für die sogenannte Kontoführung abgezogen worden sind.

Ich verstand nicht so richtig was das soll und fragte deshalb einige Leute um Rat. Die wunderten sich über meine Frage und meinten, daß diese Gebühr doch ganz normal ist. Ich fragte mich aber jetzt, warum ich dann nicht diese Gebühr bezahlen muß. Ich kam zu den Schluß, daß die Bank es möglicherweise vergessen hat, mein Konto so zu ändern, daß die Gebühr anfiel. Wir kündigten das Konto meiner Frau und ließen mein Konto als gemeinsames Konto laufen.

Bei unseren Umzug nach Baden- Württemberg lag es also nahe, wieder zur Raiffeisenbank zu gehen. Leider konnte ich mein Konto aus Bayern nicht mit übernehmen und mußte ein neues eröffnen. Nach drei Monaten stellte ich fest, daß ich nun auch diese Kontoführungsgebühr von 6 Euro bezahle. Das war mir natürlich ein Dorn im Auge, aber ich akzeptierte es erst einmal.

Damit kommen wir nun zu meiner eigentlichen Geschichte.

Eines Tages ging ich zur Post um einen Brief zu verschicken. Dort machte mich ein Mann an und fragte mich, ob ich schon ein Konto bei der Postbank habe. „Warum sollte ich?“, fragte ich ihn. Er fing an, mir sämtliche Vorteile eines Girokontos bei der Postbank aufzuzählen. Zwei Vorteile überzeugten mich schließlich, es zu machen: 1. Dieses Konto kann ich immer haben. Das heißt, bei einen möglichen Umzug in eine andere Ecke Deutschlands kann ich mein Konto trotzdem behalten. 2. Kostenlose Kontoführung bei einen monatlichen Geldeingang von mindestens 1000 Euro.

Ich muß dazu sagen, das ganze war Anfang Juli. Damals war mein Nairobi- Urlaub noch nicht geplant. Deshalb habe ich mich entschlossen, diese Konto zum 1. September zu eröffnen. Es gibt bei der Postbank noch den automatischen Kontowechselservice. Das heißt, die Postbank kündigt mein altes Konto und das Geld wir automatisch auf das neue Konto überwiesen.

Ich rief dann bei allen möglichen Leuten an, um meine neue Kontoverbindung mitzuteilen. Da wurde mir mir bewußt, wieviel Leute von mir jedes Monat bzw alle drei Monate Geld bekommen. Telekom, Versicherungen usw. Dabei bin ich nicht mal Mitglied in einen Verein.

Mitte August richtete ich dann einen Dauerauftrag für die Miete ein, der jedes Monat am 2. Ausgeführt werden soll. Von nun an hatte ich nur noch Probleme.

Montag 2. September 2002, ca. 17 Uhr
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Ich gehe zum Geldautomaten um zu kontrollieren, ob alles geklappt hat. Mit Erstauen stelle ich fest, daß mein Konto 50 Euro Minus aufweist. Aus dem Kontoauszug werde ich auch nicht schlauer, den der weist einen Kontostand von 0,00 aus. Ich bin zwar ratlos, aber ich denke mir, vielleicht ist es nur noch nicht gebucht.

Dienstag, 3. September 2002, ca. 15 Uhr.
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Ich bin noch in der Arbeit, als das Telefon läutet und das Gespräch für mich ist. Ein Mitarbeiter der Raiffeisenbank fragt mich wohin er das Geld von meinen alten Konto überweisen soll. Die Kündigung des Kontos sei zwar eingegangen, aber die Postbank hätte ihnen nicht meine neue Kontonummer mitgeteilt. Außerdem versuche er mich seit Tagen anzurufen aber er hat mich nie erreicht. Es stellt sich schließlich heraus, daß er eine alte Telefonnummer von mir hat. Kurz nach meinen Umzug habe ich nämlich das Handy gewechselt von Xtra- Card auf Vertragshandy. Und die Nummer von meinen Hausanschluß hatte er nicht. Jedenfalls wird das Geld jetzt auf mein neues Konto überwiesen, auf dem es morgen erscheinen soll.

Mittwoch, 4.September 2002, ca. 17 Uhr
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Ich stelle fest, daß mein Geld überwiesen wurde. Allerdings ist die Miete immer noch nicht bezahlt. Ich gehe in die Postfiliale und erkläre meinen Fall. Man erklärt mir, daß man hier keine Überweisungen veranlassen kann. Ich soll doch die Hotline der Postbank anrufen. Ich rufe an und schildere meinen Fall ein weiteres Mal. Die freundliche Dame erklärt mir, daß es zu einer Überschneidung gekommen sein könnte. Das heißt, der Abbuchungsversuch meiner Miete war noch vor den Geldeingang von meinen alten Konto. Ich soll deshalb abwarten und morgen nochmal nachschauen, ob alles funktioniert hat.

Donnerstag, 5.September 2002, ca.17 Uhr
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Die Miete ist wieder nicht bezahlt und ich rufe wieder bei der Hotline an. Der freundliche Herr am Telefon schlägt mir vor, den Betrag per Telefonbanking zu überweisen. Ich mache es so, frage aber, ob es jetzt nicht sein kann, daß das Geld doppelt überwiesen wird. Das heißt, ich überweise es nun so und der Dauerauftrag wird auch nochmal ausgeführt. Als er verneint, gebe ich mich zufrieden.

Freitag, 6.September 2002
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Ich habe keine Zeit und Lust um mich um den Scheiß zu kümmern.

Samstag, 7.September 2002, vormittags
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Nun ich aber am Ende mit meinen Nerven! Diese scheiß Miete ist immer noch nicht bezahlt. Also wieder das gleiche Spiel: Anruf bei der Hotline. Der freundliche Herr teilt mir mit, daß irgendwas mit den Telefonbanking bei letzten Mal nicht geklappt hat. An seinen Computer steht “ Vorgang abgebrochen“. Ich frage ich, warum das sein Kollege nicht gemerkt hat. Wir versuchen es ein weiters Mal in der Hoffnung daß es funktioniert.

Montag, 9. September 2002, vormittags
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Ich habe Urlaub weil ich noch einige Vorbereitungen für meine Kenia- Reise machen muß. Ich führe Freudentänze am Geldautomaten auf, weil die Verdammte Miete endlich bezahlt ist. Ich glaube, ich war noch nie so fröhlich, als ich Geld ausgegeben habe.

Fazit
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Ich sage Euch, dieses Spiel hat mich ganz schön Nerven gekostet. Ganz besonders, weil ich in ein paar Tagen ja für mindestens vier Wochen in den Urlaub fliege.

Trotzdem glaube ich, daß das ein Einzelfall war, weil solche Sachen können wirklich nur mir passieren. Ich will die Postbank deshalb weiterempfehlen. Auch muß ich sagen, daß ich bei der Telefon- Hotline nur freundliche Leute angetroffen habe, auch wenn ich schon manchmal etwas genervt war.

Die Vorteile bei der Postbank liegen auf der Hand: Das Girokonto ist schon mal kostenlos, wenn man einen Zahlungseingang von mindestens 1000 Euro monatlich hat oder jünger als 26 Jahre ist. Ansonsten zahlt man 5,90 Euro monatlich. Außerdem ist die Kontoführung, ec- Karte, Postbank- VISA- Card und die Kontoauszuge kostenlos. Außerdem sprechen die Öffnungszeiten für sich. Meine Filiale hat Montag bis Freitag bis 18 Uhr 30 und Samstag bis 14 Uhr geöffnet.

Außerdem kann man alles per Online-Banking oder Telefonbanking erledigen. Und wie gesagt, die Leute von der Hotline sind sehr freundlich. Außerdem kann man seine Überweisungen auch per Post verschicken. Dafür habe ich einige Überweisungsformulare und hellblaue Briefumschläge bekommen. Ich kann dann dieses Formular einfach Portofrei in den nächsten Postbriefkasten werfen und alles wird gut.

Des weiteren gibt es die sogenannte Cash- Group. Mitglieder dieser Cash- Group sind die Commerzbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank und natürlich die Postbank. Somit kann man bei all diesen Banken kostenlos Geld abheben.

Bei einen Umzug kann man sein Girokonto mitnehmen. Das heißt, Kontonummer und Bankleitzahl bleiben gleich.

Weiter Infos gibt es unter „www.postbank.de\" oder unter der Telefonhotline 0180/3040600

Wie gesagt, ich will die Postbank mal empfehlen, weil ich glaube, daß das was mir da passiert ist ein Einzelfall ist. Außerdem habe ich mir einige Erfahrungsberichte hier und bei anderen Foren angesehen, die zum Großteil positiv sind. Das macht mir Mut und hoffe daß ich nach meinen Urlaub immer noch Mieter meiner Wohnung bin.


MFG Werner

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