Sky Testbericht

Erfahrungsbericht von Calistra

Premiere - Die Odyssee

Pro:

--

Kontra:

unglaublich schlechter Service

Empfehlung:

Nein

Ich war schon einmal Kunde bei Premiere, kündigte aber das Abo nach einem Jahr. Wirklich vergessen konnte ich das aufregende Programm nicht, weshalb ich auch schon länger überlegte, Premiere erneut zu abonnieren. Doch Premiere kam mir zuvor - und zwar in Gestalt von Herrn G.

Am 22.03.2003 nahm Herr G. telefonisch Kontakt mit mir auf mit der Absicht, mich wieder als Kunden zu werben. Nach einigen Telefonaten ging ich auf sein Angebot ein und abonnierte Premiere zu vergünstigten Konditionen.

Nach Klärung der Vertragsmodalitäten gab ich Herrn G. meine neue Anschrift bekannt, die er auch beim Datenabgleich korrekt wiederholte. Er sicherte eine baldige Lieferung des Decoders zu.

Da der Decoder am 28.02.2003 noch immer nicht bei mir eingetroffen war, nahm ich Kontakt mit der Kundenbetreuung auf. In diesem Telefonat teilte mir Herr W. den Ident-Code der betreffenden Sendung mit und versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern. Herr W. nahm noch meine Telefonnummer auf, die (obwohl mich Herr G. unter dieser Telefonnummer kontaktiert hatte) nicht im System gespeichert war und wollte mich nach ca. 30 Minuten zurückrufen; auf seinen Anruf jedoch wartete ich vergeblich. Auch das von Herrn W. versprochene Telefax mit einer Stellungnahme zu der Angelegenheit traf bis heute nicht ein.

Also kontaktierte ich die entsprechende (natürlich auch gebührenpflichtige) Service Stelle der Deutschen Post AG, wo man mir aufgrund des Ident-Codes mitteilte, dass die Sendung an meine alte Anschrift versandt wurde. Dies ist insofern verwunderlich, als ich Herrn G. meine neue Anschrift mitgeteilt hatte, die dieser auch korrekt wiederholte.

Ich nahm an diesem Tag ein weiteres Mal mit Premiere Kontakt auf und sprach mit Frau S. Diese konnte keine Aussage darüber machen, weshalb Herr W. sein Rückrufversprechen nicht eingehalten hatte und teilte mit, er sei bereits außer Haus. Frau S. versprach, sich von nun an um die Angelegenheit zu kümmern und meinem Kundenkonto zwei Freifilme gutzuschreiben. Weiterhin versprach sie, mir ein Telefax zukommen zu lassen, in dem ich aufgeklärt würde, wie es zu solchen Unannehmlichkeiten kommen konnte. Auch dieses Fax erhielt ich nicht.

Daher nahm ich am 01.03.2003 erneut mit Premiere Kontakt auf, um mir Klarheit darüber zu verschaffen, weshalb ich auch dieses Mal kein Telefax erhalten hatte und vor allem, um sicherzustellen, dass der Vertrag wie mit Herrn G. abgesprochen zustande kommen würde.

Bei diesem Telefonat sprach ich mit Herrn A. Dieser teilte mir zu meinem Erstaunen mit, dass es Premiere-Mitarbeitern gar nicht möglich sei, irgendwelche Telefaxe zu versenden. Insoweit muss ich davon ausgehen, dass es unter Premiere-Mitarbeitern üblich ist, Zusagen zu machen, die dann nicht eingehalten werden können. Herr A. bat mich, nochmals mit der Deutschen Post AG in Verbindung zu treten und dort abzuklären, wo das falsch adressierte Paket gelandet sei. Dies tat ich dann auch.

Bei der Deutschen Post AG brachte ich dann in Erfahrung, dass der an meine alte Anschrift adressierte Decoder zurück zum Absender gesandt wurde. Ich rief also nochmals bei der Premiere-Kundenbetreuung an und sprach dort mit Frau B. Ich fragte an, ob es möglich sei, dass Premiere den neuen Decoder umgehend an meine nun aktuelle Anschrift senden würde. Frau B. bezweifelte dies und teilte mit, dass es üblich sei, abzuwarten, bis der Rückläufer wieder in das System eingebucht sei, versprach jedoch, sich Klärung zu verschaffen und mir Rückmeldung zu geben. Auch dieses Versprechen seitens Premiere wurde nicht eingehalten.

Am 06.03.2003 entschloss ich mich, ein weiteres Mal mit Premiere in Kontakt zu treten, da es für mich nicht unerheblichen Aufwand bedeutet, auf ein Nachnahme-Paket zu warten, dass dann doch nicht eintrifft. Dieses Telefonat führte ich mit Frau T., die mitteilte, dass Premiere Lieferschwierigkeiten habe, jedoch versprach, mich umgehend zu informieren, sobald der Decoder das Haus verlassen habe. Frau T. rief einige Tage später wie versprochen zurück und teilte mit, dass sich an der Lage leider nichts geändert habe. Sie bedauerte, sich nicht weiter um die Angelegenheit kümmern zu können, da sie über längere Zeit nicht mehr im Hause sein würde und bat mich, bei Gelegenheit noch einmal bei Premiere anzurufen und mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen.

Dies tat ich auch am 18.03.2003, wobei mir Frau C. mitteilte, dass die Lieferschwierigkeiten noch nicht behoben seien.

Am 19.03.2003 musste ich feststellen, dass Premiere – trotz Nichterbringung der vereinbarten Dienstleistung – einen Betrag in Höhe von 22,50 EUR von meinem Konto abgebucht hat. In einem letzten Telefonat mit der Premiere Kundenbetreuung entzog ich Premiere bis auf weiteres die Erlaubnis, Abbuchungen von meinem Konto vorzunehmen und vereinbarte mit Frau D., dass sie dafür Sorge tragen würde, dass die Abbuchung umgehend retourniert wird. Frau D. sagte zu, dass bis zum 21.03.2003 ein Verantwortlicher mit mir Kontakt aufnehmen würde um diese leidige Angelegenheit zum befriedigenden Abschluss zu bringen. Ich kündigte an, von meinem Rücktrittsrecht Gebrauch zu machen, sollte auch diese Zusage nicht eingehalten werden.

Es ist eine Zumutung, wie Kunden seitens Premiere behandelt werden. Es kann nicht die Aufgabe eines Kunden sein, einem Abonnement hinterherzulaufen oder den Verbleib eines falsch adressierten Paketes aufzuklären; ganz zu schweigen davon, dass von mehreren Mitarbeitern definitive Zusagen gemacht und dann nicht eingehalten werden. Der einzige Aspekt, der reibungslos funktionierte, war die Abbuchung der monatlichen Gebühr. Diese wurde von Premiere eingezogen, obwohl ich bis heute weder den Decoder noch Vertragsunterlagen erhalten habe.

Die hier aufgeführten Telefonate sind nur Beispiele meiner zahllosen Versuche, die Angelegenheit zu einem zufriedenstellenden Abschluss zu bringen. Allein im Zeitraum vom 28.02.2003 bis zum 06.03.2003 habe ich zehn Telefonate mit Premiere-Mitarbeitern geführt, ohne dass dies zu irgendeiner Art von Erfolg geführt hätte.

Ich habe mich nun schriftlich an Premiere gewandt und bin gespannt, was aus der Sache wird. Natürlich werde ich den Bericht umgehend aktualisieren, falls Premiere - wider Erwarten - mit mir Kontakt aufnimmt. Mittlerweile bin ich mir jedenfalls nicht mehr so sicher, ob ich gern zum Kundenstamm von Premiere gehören möchte - die letzten Wochen waren auch ohne Pay-TV aufregend genug.

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