12sms.de Testbericht

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Erfahrungsbericht von ToonSquad

Eine kleine Leidensgeschichte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Die Tage von 12sms.net sind gezählt... Mehr als einen Monat quälten den Anbieter für bezahlte SMS-Serverschwierigkeiten, die es ihm nicht möglich machen das zu leisten, für was sie stehen – bezahlte SMS versenden.
Hinzu kommen ja jetzt auch die drastischen (und vor allem jeglicher Grundlage entbehrenden) Erhöhung der Kosten für SMS-Versand.

Doch was ist 12sms eigentlich? Wie schon gesagt, es geht (ging) hauptsächlich darum, dass 12sms der erste und bisher und zukünftig wohl auch einzigste Anbieter war, der für das Versenden von Kurznachrichten bezahlt. Und das mit 2 Pfennig (in Eurowerten wohl 1 Cent) pro SMS!

Die Leidensgeschichte des Anbieters fing ja damit an, dass der Werbemarkt mit der regelrechten Werbeinflation heimgesucht wurde. So war 12sms gezwungen, ihrem Namen „untreu“ zu werden – mit der Senkung von erstmals 12 SMS auf 10 zu versendende. Nun gut – es war nicht die Welt. Man konnte immer noch bis zu 20 Pfennig am Tag durch SMS verdienen (Referals, also Angeworbene noch nicht mitgezählt; brachte pro SMS nochmal 1 Pf!). Dadurch konnte man, wenn man täglich seine 10 SMS geschrieben hätte, innerhalb von 100 Tagen (macht 1000 SMS) auf die Auszahlungsgrenze von 20 DM stoßen (jaja, 100 Tage sind kein Steckenpferd, aber was solls...). Tjaja, wäre es dabei geblieben – ist es aber nicht! Mit der Zeit setzte man klammheimlich (Neuerung wurde erst Tage später als News aufgeführt – die AGBs rechtzeitig geändert) die mögliche SMS-Anzahl von 10 auf 5 Nachrichten! Und schon dauert es fast doppelt so lange, auf die 20 DM zu kommen. Mittlerweile führte man aber einige Partnerprogramme ein, damit man durch Einkäufe, Anmeldung etc. noch ein paar Mark verdienen konnte. Eigentlich nicht schlecht, denn so konnte man die Auszahlungsgrenze erreichen. Nun denne, es blieb nicht bei den bisher schon 2 Wehrmutstropfen, es kam noch einer hinzu: die Zeichenzahl, die einem vormals zur Verfügung stand, ganze 150 (sehr gut eigentlich), wurde urplötzlich auf 120 gesenkt. Dazu kam noch, dass jetzt vor der eigentlichen Nachricht ein Werbetext prangerte – vorher wurde jede SMS mit dem Zusatz -12sms.net- geschlossen. Nun denn, irgendwie ließ man sich von so etwas immer noch nicht unterkriegen...
Aber was macht es so anziehend? Wie kommen die hunderttausende Mitglieder zusammen, oder gar die teilweise bis 1 Million PageViews? Es war einfach die Idee, für das Versenden von SMS Geld zu bekommen – und das mit der eigenen Nummer als Absender!
Seine sämtlichen Kontakte konnte man in einem leider etwas unübersichtlichen Adressbuch verwalten und immer mit 2 Mausklicks in die Empfängerzeile einfügen. Bevor man die Nachricht übermittelte, kann man noch den anonymen Weg oder die eigene Nummer als Absender wählen.
Ein besonders interessantes Feature bot der Status. Hier konnte man Monat für Monat eine komplette Übersicht über alle versandten Kurznachrichten, inklusive Nummer und Uhrzeit nachverfolgen. Der eigene Kontostand konnte auch mit eine Übersicht über die für jeden Monat versandte Anzahl der eigenen Nachrichten, aber auch der Nachriten der Geworbenen Leute, bieten.

Nun denn, es bringt nun auch nichts mehr, noch mehr über das Allgemeine der Website zu schreiben (ist wohl schon zu Hauf gemacht worden) – ich wollte neben meinem persönlichen Empfinden den „Leidensweg“ von 12sms beschreiben, da ihn wohl nicht alle so kennen. Mittlerweile hat man auch die Seite aus dem Netz genommen. Somit bleibt dem damals treuen User nur ein Wink mit dem weißen Taschentuch auf einen so vielversprechenden Anbieter. Die drastische (und meiner bescheidenen Meinung nach absolut überflüssige) Preiserhöhung hat die Menschen hinter 12sms dazu bewogen den Dienst einzustellen - die User waren ihnen da halt egal...

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