Zwei glorreiche Halunken (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Gemeinwesen

Mein TV-Tipp für den 10.02.07 auf einer gut ausgestatteten DVD

Pro:

Bild, Ton, Ausstattung der DVD - und natürlich ein toller Film.

Kontra:

nickes.

Empfehlung:

Ja

Cool ist eines dieser Adjektive, die arg inflationär gebraucht werden. Und um die ich, wenn’s geht, einen großen Bogen mache. Für Clint Eastwood mache ich allerdings eine Ausnahme: Clint Eastwood ist für mich wirklich so etwas wie der Inbegriff der Coolness.


Unter meinen Leinwandfavoriten sind nicht gerade sehr viele Westernfilme. Zu den wenigen Western, die ich toll finde, gehört aber definitiv auch Sergio Leones „Zwei glorreiche Halunken“ aus dem Jahr 1966. Den habe ich mir wieder und wieder im Fernsehen angesehen, und als der Film vor Jahr und Tag auf DVD veröffentlicht wurde, habe ich auch sofort zugegriffen. Deshalb steht „Zwei glorreiche Halunken“ jetzt auch zweimal in der heimischen Sammlung, denn auch dieser Film hat die Weihen einer erneuten Veröffentlichung als Special Edition erfahren. Die heißt in diesem Falle zwar „Gold Edition“, aber gemeint ist natürlich in beiden Fällen das gleiche – tja, auch ein Begriff wie „special“ ist, wenn man ihn nur beharrlich genug abnutzt, eben irgendwann nicht mehr gar so special.

Was sich hingegen nicht abnutzt, ist der Film selbst. Der hat zwar inzwischen auch gut 40 Jahre auf dem Buckel, aber was sind für einen wahren Meilenstein schon vier Jahrzehnte? Für den Zahn der Zeit ist das zwar lang genug, um gehörig am Filmmaterial zu nagen, aber zum Glück gibt’s heutzutage ja Mittel und Wege, die Zeichen der Zeit zu mildern oder sogar zu beseitigen. Jedenfalls bin ich mit beiden DVD-Editionen zufrieden – die Einzel-Disc habe ich mir zwar schon geraume Zeit nicht mehr angesehen, aber soweit ich mich erinnere, bot auch die schon manierliche Qualität in Sachen Bild und Ton. Die „Gold Edition“ legt dann noch mal ordentlich nach, denn die neue Fassung glänzt nicht nur mit sauber restauriertem Bild und Ton, sondern außerdem mit zusätzlichen Szenen. Die fehlten nicht nur auf der ersten Veröffentlichung auf DVD, sondern waren auch in den TV-Ausstrahlungen des Films nicht enthalten. Anders gesagt: Die neuen alten Szenen sind extra für die Wiederveröffentlichung auf DVD in den Film montiert worden. Und da sie, gelinde gesagt, nicht unbedingt dialoglastig sind, hat man sie auch nicht synchronisiert, wenn meine Erinnerung mir da keinen Streich spielt. Ich achte auf solche Dinge nicht besonders, zumal ich mir Filme oft auch lieber im Original ansehe als mit deutschem Ton. Da gibt’s dann natürlich auch keinen Synchronsprecherwechsel, an dem mensch Anstoß nehmen könnte.

Wenn mich etwas stört, dann sind es wohl die Menüs der neuen DVD-Fassung, die einem einiges an Geduld abverlangen. Da dröhnt erst einmal Musik, blaue Bohnen pfeifen einem um die Ohren, und bis man endlich einen der gewünschten Menüpunkte ansteuern kann, geht gehörig Zeit ins Land. Glücklich, der dessen DVD-Player ihm die Möglichkeit bietet, sich über die so genannten “user prohibitions“ hinwegzusetzen und den ganzen zeitraubenden Budenzauber zu umgehen.

Das ganze Bonusmaterial-Brimborium rund um den Film habe ich mir bis jetzt noch nicht zu Gemüte geführt, und wahrscheinlich wird es auch noch ein weiteres Weilchen dauern, bis ich mir den Audiokommentar angehört und mich durch die diversen zusätzlichen Filmbeiträge auf der DVD gewühlt habe. Im Gedächtnis geblieben ist mir aber ein Beitrag, in dem Eli „Tuco“ Wallach („the ugly“) über das Leben als Mensch räsoniert, den der Großteil der Menschheit schon nicht mehr unter den Lebenden zu wähnen scheint. Der Beitrag ist natürlich jüngeren Datums, und er ist repräsentativ für das Bonusmaterial dieser Edition, das größtenteils wirklich speziell für die DVD-Neuauflage produziert wurde – prima, denn DVDs, die sich auf wenig kreative Resteverwertung beschränken, gibt es wahrlich mehr als genug.


R e s ü m e e

Fans des Films können bedenkenlos zugreifen: Diese DVD-Version trägt ihre Bezeichnung als „Gold Edition“ nicht zu unrecht und glänzt mit guten Bild und Ton sowie einer Zusatzausstattung, die sich ebenfalls sehen lassen kann.




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Sergio Leones sehenswerter Italo-Western ist zwar schon vor der Veröffentlichung als Gold Edition auf DVD erschienen, aber die neuere Ausgabe wetzt, Filmfans werden es zu schätzen wissen, einige Scharten der DVD-Erstauflage aus.




Western gehören nicht unbedingt zu den Filmen, die mir spontan einfallen, wenn ich meine Lieblingsfilme aufzählen soll. Tatsächlich kann ich die Western, die mir gut gefallen, an einer Hand abzählen: Ich mag Fred Zinnemans High Noon, und Howard Hawks’ grimmig-reaktionäre Antwort auf High Noon Rio Bravo mag ich mehr, als ich das eigentlich dürfte. Sergio Leones Spiel mir das Lied vom Tod mit seinen Verweisen auf High Noon finde ich ebenfalls toll, und Leones Zwei glorreiche Halunken finde ich mindestens genauso gut. Na, hat jemand mitgezählt? Ich bin tatsächlich mit vier Fingern ausgekommen, und der Endstand USA : Italien ist ein 2 : 2. (The Wild Bunch habe ich, Asche auf mein Haupt, tatsächlich bislang nicht gesehen, und Western-Parodien wie Cat Ballou, Maverick und Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe spielen für mich in einer eigenen Liga.)

Zwei glorreiche Halunken ist der Abschluss von Leones so genannter Dollar-Trilogie. Drolligerwiese habe ich die ersten zwei Teile Für eine Handvoll Dollar und Für ein paar Dollar mehr nie gesehen – auf meiner Versäumnisliste kann ich also gleich noch einmal zwei Striche mehr machen. Zwei glorreiche Halunken habe ich dafür umso öfter gesehen. Am Anfang meiner Bekanntschaft stand die Ausstrahlung im Fernsehen, später stand dann eine VHS-Kassette im heimischen Filmregal, noch später dann die gleichnamige DVD. Die steht noch immer an ihrem angestammten Platz, und gleich neben ihr steht das Quasi-Update, sprich: die Gold Edition.

Für die Erstveröffentlichung des Films auf DVD hat sich MGM seinerzeit ordentlich Schelte von den Fans des Films gefallen lassen müssen: Kein Originalton, flaues Bild, null Bonusmaterial – die Fangemeinde des Films war zwar froh, dass der Streifen überhaupt den Weg auf die Silberscheibe gefunden, fand für die Umsetzung aber mehrheitlich eher kritische Töne denn Lobgesang.

Mir ging das auch so: Ich war mit der Veröffentlichung auf DVD leidlich zufrieden, sah den größten Vorteil des DVD-Transfers aber tatsächlich in der neu gewonnenen Unabhängigkeit von TV-Ausstrahlungen. Allerdings verstehe ich, dass nicht nur künstlerische, sondern auch wirtschaftliche Erwägungen eine Rolle bei der Neuveröffentlichung eines Produktes spielen, das knapp 40 Jahre auf dem Buckel hat. Mir leuchtet ein, dass die Rekonstruktion eines Films ebenso Geld kostet wie die Produktion von Bonusmaterial. Und mir leuchtet auch ein, dass ein Studioverantwortlicher das damit einhergehende finanzielle Risiko nicht aufs Geratewohl eingeht – eine DVD ist nun mal nicht nur ein Speichermedium für cineastisch Interessierte, sondern auch ein Produkt, das sich rechnen muss.

Vielleicht brauchte MGM auch erstmal ein Feedback, um sich sicher zu sein, dass es für den Film auf DVD genügend Abnehmer geben würde. Jedenfalls hat MGM es nicht bei der Erstauflage bewenden lassen, sondern hat den DVD-Händlern einige Zeit später eine neue Ausgabe des Films in die Regale gestellt.

Für die „Gold Edition“ wurden nicht nur Bild und Ton aufpoliert, sondern es wurden ein paar Szenen wieder eingefügt, die auch für Fans neu sein dürften, die mit den verschiedenen leicht unterschiedlichen Schnittfassungen vertraut sind, die zwischenzeitlich kursierten.

Für die neu eingefügten Szenen gilt, was für so viele in Filme neu eingefügte Szenen gilt: Es handelt sich in der Regel um Material, das sehr früh der Schere zum Opfer gefallen ist. Will sagen: Das geschnitten wurde, noch bevor der Film einen internationalen Verleih fand. Die Folge ist so banal wie zwangsläufig: Die betreffenden Szenen existieren für gewöhnlich nur mit Originalton, und sie werden auch in den seltensten Fällen neu synchronisiert. Auch das verstehe ich – zum einen wäre der Aufwand wahrscheinlich nicht unerheblich, zum anderen ist das Ergebnis fraglich (Der Prolog von Todds „In 80 Tagen um die Welt“ zeigt sehr schön, wie schlechte Synchronarbeit ganz mühelos eine Szene verhunzen kann), zumal die Original-Synchronsprecher oft genug aus durchaus nachvollziehbarem Grund nicht mehr zur Verfügung stehen: 40 Jahre sind nun mal eine lange Zeit.

Mit ebendiesem Thema kokettiert übrigens Eli Wallach („der Hässliche“ aus dem Originaltitel The Good, the Bad and the Ugly). Der wirkt im fraglichen Kurzbeitrag nämlich durchaus kregel und freut sich, dass er zwar oft tot gewähnt wird, sich aber offensichtlich trotzdem nichts draus macht – Totgesagte leben eben wirklich länger.

Überhaupt kommen Fans von Bonusmaterial richtig auf ihre Kosten – ich selbst habe mich noch gar nicht durch sämtliche Zugaben durchgewühlt. Das größte Manko der Veröffentlichung betrifft denn auch weder den Film noch die zusätzliche Beiträge auf der DVD, sondern den bereich dazwischen: Zumindest Besitzern von DVD-Playern ohne deaktivierte „user prohibitions“ verlangen die für meinen Geschmack allzu aufwändig animierten Menüs schon einiges an Geduld ab, zumal die Benutzerführung ohnehin nicht gerade optimal ist – dies ein Defizit, das typisch für DVDs von MGM ist.


R e s ü m e e

Fans des Films liegt mit der Gold Edition eine Ausgabe von Zwei glorreiche Halunken vor, die dem Kult-Western endlich rundum gerecht wird. Fazit: Einzel-DVD der mauen Erstausgabe ausmustern und durch die gelungene Doppel-DVD ersetzen.

47 Bewertungen, 19 Kommentare

  • anonym

    15.03.2007, 21:21 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris :-)

  • misscindy

    18.02.2007, 14:42 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Prima geschrieben, lg Sylvia ☺☺☺

  • Volker111

    16.02.2007, 23:21 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    brauchbar *gg*

  • anonym

    14.02.2007, 19:38 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich :-)

  • evaachenbach

    12.02.2007, 18:41 Uhr von evaachenbach
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg eva

  • papaonline

    11.02.2007, 23:14 Uhr von papaonline
    Bewertung: sehr hilfreich

    echt geil , nur weiter so , und danke nochmal für deine bewertungen bei dooyoo lg dirk

  • sindimindi

    11.02.2007, 18:30 Uhr von sindimindi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Western sind eben ein ganz eigenes Genre. Als Kind war ich immer begeistert - heute sehe ich die meisten mit gemischten Gefühlen.Zuviel Wildwest-Romantik; die harte Realität geben die wenigsten Western wieder...

  • Matze1195

    11.02.2007, 14:08 Uhr von Matze1195
    Bewertung: sehr hilfreich

    (¯`•.¸sh¸.•´¯) ‹(•¿•)›

  • Ilka123

    11.02.2007, 13:48 Uhr von Ilka123
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüsse, Ilka :-))

  • panico

    11.02.2007, 05:44 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg panico:-)

  • Nick_Neschi

    10.02.2007, 20:12 Uhr von Nick_Neschi
    Bewertung: sehr hilfreich

    o---> lg...jonny :o)

  • LittleSparko

    10.02.2007, 18:59 Uhr von LittleSparko
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg, daniela

  • lan

    10.02.2007, 17:02 Uhr von lan
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein SH für dich, gruß lan

  • Django006

    10.02.2007, 16:31 Uhr von Django006
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & *lg* Alan ;>))))

  • bastiansuperstar

    10.02.2007, 15:49 Uhr von bastiansuperstar
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH!!! LG bastiansuperstar!

  • swissflyer

    10.02.2007, 15:37 Uhr von swissflyer
    Bewertung: sehr hilfreich

    ♦*♦*♦*♦ sh ♦*♦*♦*♦

  • anonym

    10.02.2007, 15:28 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, LG Biggi :-)

  • HiRD1

    10.02.2007, 15:23 Uhr von HiRD1
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~~ SH. Gruß, Ralf ~~

  • bodenseestern

    10.02.2007, 14:46 Uhr von bodenseestern
    Bewertung: sehr hilfreich

    **liebe Grüße Petra**