Zwei glorreiche Halunken (DVD) Testbericht




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Erfahrungsbericht von *Gargamel*
Der Gute, der Böse und der Hässliche!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nach über einem Jahr Pause möchte ich mich mit dem folgenden Bericht über einen meiner Lieblingsfilme wieder zurückmelden.
Die Story:
°°°°°°°°°°
Die Geschichte spielt im Süden der USA gegen Ende des Bürgerkrieges. Der deutsche Titel ist an für sich etwas verwirrend, da es ja, wie der Originaltitel auch verlauten lässt, um drei Hauptakteure handelt. Zum einem der Kopfgeldjäger Joe, dessen Name aber eigentlich im Film nie ausgesprochen wird. Er wird immer nur der Blonde genannt und wird dargestellt von Clint Eastwood. Die zweite Hauptrolle übernahm Eli Wallach, der den mexikanischen Verbrecher Tuco verkörpert. Beide gehen einem recht guten Geschäft nach: Der steckbrieflich gesuchte Tuco kommt an den Galgen, nachdem er zuvor vom Blonden zum nächsten Sheriff geschliffen wurde und dafür eine Belohnung kassierte. Nachdem der Richter das Urteil gesprochen hat und der Schafrichter seines Amtes walten kann, befreit der Blonde durch mehrere gezielte Schüsse Tuco vom Galgen und beide Flüchten. Dies machen die zwei Tag ein und Tag aus, bis Tuco die 50% des Kopfgeldes nicht mehr reichen und er vom Blonden mehr möchte. Daraufhin lässt der Blonde den „armen“ Tuco allein und gefesselt in einer Wüste zurück und verschwindet mit dem kompletten Kopfgeld.
In der Zwischenzeit erfährt unser dritter Hauptdarsteller, Lee van Cleef, in der Person des Kopfgeldjägers Setenza (im Original Angel Eyes), dass eine Geldkassette mit zweihunderttausend Dollar von einem Soldaten versteckt wurde, und macht sich an seine Ermittlungen um mehr herauszubekommen. Dabei geht er nicht gerade zimperlich mit den Beteiligten um.
Nachdem es Tuco nun doch endlich geschafft hat der Wüste zu entkommen begibt er sich in den Waffenstore eines alten Mannes in einem kleinem Dorf. Hier erfährt der Zuschauer die für mich erste kultige Szenerie. Tuco bekommt einige Revolver vom Verkäufer auf den Tisch gelegt und bastelt sich daraus eine für ihn perfekte Waffe zusammen. Den Lauf hiervon, die Trommel davon und das Griffstück mit Abzug wieder von einer anderen Waffe. Zwischendurch erfährt auch der Zuschauer die Namen der damaligen Revolver Hersteller. Nachdem Tuco seine Wumme zusammen hat geht zum Probieren in den Hof.
Zu guter letzt beraubt Tuco noch den alten Waffenhändler. Nach seinem Workshop macht sich Tuco auf den Weg um an dem Blonden Rache zunehmen und findet ihn schließlich in einem Hotel in einer Stadt, die kurz vor dem Einmarsch der Unionstruppen steht. Nachdem er erfahren hat, in welchem Zimmer der Blonde sich befindet, schickt er drei seiner Kumpane die Treppe zu diesem Zimmer rauf.
Hier kommt nun die für mich zweite kultige Szenerie. Während die drei mexikanischen Halunken sich langsam dem Zimmer des Blonden nähern, sitzt dieser an seinem Tisch und reinigt seinen Revolver. Der Zuschauer bekommt dies detailgetreu mit. Zwischendurch die Blende ins Treppenhaus, bzw. in den Korridor, wo sich schon die drei Killer nähern. Untermalt wird die gesamte Szenerie durch die in der Nähe einschlagenden Kanonen- und Böllergeschosse. Als der Beschuss kurz unterbrochen wird hört der Blonde, was sich da draußen tut. Er hört die Sporen klingen.
Der Blonde baut in Windeseile seinen Revolver wieder zusammen, lädt ihn als sich schon die Klinke seiner Zimmertür bewegt. Ich gleichen Moment öffnet sich die Tür und die drei Halunken stehen mit gezogenen Waffen vor ihm. Einer nachdem anderen wird nun ins Jenseits befördert. Wobei der letzte Desperado einen Schuss mehr benötigt um in die ewigen Jagdgründe einzuziehen. Als der Blonde sein Werk betrachtet bemerkt er, dass sich Tuco durchs Fenster ins Zimmer geschlichen hat und nun an seiner Spore spielt und in gleichzeitig mit seiner Waffe in Schach hält.
Nun kommt aus Tucos Mund ein Ausspruch, der an Coolheit kaum noch zu toppen ist: „Sporen teilt man in zwei Kategorien ein, die zur Tür hinein kommen“ (bekreuzigt sich) „und die zum Fenster rein kommen“! Dieser Spruch kommt hier geschrieben natürlich nicht so geil rüber, wie im Film.
Nachdem Tuco den Blonden im Hotelzimmer aufknüpfen will, schlägt ein Böllergeschoss ins Hotel ein. Als sich der Qualm gelöst hat erkennt Tuco, dass dem Blonden die Flucht gelungen ist.
Von hier an möchte ich bis zum Showdown eine kürzere Zusammenfassung des Films liefern. Tuco nimmt wieder die Verfolgung auf und erwischt den Blonden, als er mit einem anderen Gesetzlosen die Nummer mit dem Lösegeld und vom Galgen herunterschießen abzieht und nimmt ihn schließlich gefangen. Jetzt vollzieht er das Gleiche mit ihm, was der Blonde vorher mit ihm abgezogen hat. Er schickt ihn in die Wüste, begleitet ihn aber immer weiter, um zusehen wie er dahin scheidet ohne Wasser. Unterwegs, der Blonde ist kurz vor dem verdursten, kommt ihnen eine Kutsche der konföderierten Armee entgegen, in der alle Insassen tot zu scheinen sein. Doch einer lebt noch und verrät Tuco, wo sich die schon anfangs erwähnte Geldkassette mit den zweihunderttausend Dollar befinden soll. Auf einem bestimmten Friedhof, in einem bestimmten Grab. Den Namen des Friedhofs gibt der durstige Soldat preis, den Namen des Grabes will er erst sagen, wenn er von Tuco etwas zu Trinken bekommt. Tuco geht also zu seinem Pferd um die Wasserflasche zu holen. In der Zwischenzeit schleift sich der halbtote Blonde zum Soldaten und erfährt den Namen des Grabes. Als Tuco mit dem Wasser zurückkommt, ist der Soldat tot. Nun weiß Tuco wo der Friedhof ist und Blondie im welchen Grab die Dollar sind. Beide sind aufeinander angewiesen um den Schatz zu bergen.
Weiter geht es mit der kurzen Zusammenfassung: Der Blonde erholt sich in einem Kloster und macht sich im Anschluss mit Tuco auf den Weg zu dem Friedhof unterwegs versuchen beide sich auszutricksen um das zu erfahren, was der andere weiß. Keine Chance. In der Kutsche und Unoform der konföderierten Armee gelangen beide in Gefangenschaft bei den Unionstruppen, wo sie Setenza als Unteroffizier der Nordstaaten antreffen. Tuco unterliegt seinem Verhör und so weiß Angel Eyes nun auch wo der Friedhof anzufinden ist. Kurzerhand nimmt er Blondie mit, da der ja die Grabstelle kennt. Tuco ist inzwischen als Gefangener im Zug unterwegs zu einem anderen Lager, kann sich aber befreien und macht sich wieder auf den Weg in Richtung Friedhof. Unterwegs in einem Ruinendorf treffen sich alle wieder und Tuco macht mit Blondie erst mal die anderen Begleiter von Setenza fertig. Setenza kann sich aber absetzten. Tuco und Blondie geraten bei ihrem weiteren gemeinsamen Weg in ein Gefecht der Nord- und Südstaatler um eine Brücke, die über einen Fluss führt. Die beiden kürzen die Schlacht ab, indem sie einfach die Brücke in die Luft sprengen und können so weiter zum Friedhof, wo sie getrennt ankommen. Tuco läuft wie ein Bekloppter über den Friedhof um die Grabstelle zu finden, nachdem der Blonde im vorher einen falschen Grabsteinnamen genannt hat. Es kommt Setenza dazu und es folgt der klassische Shodown, bei dem Setenza den kürzen zieht, jetzt lässt Blondie mit gezückter Waffe Tuco im richtigen Grab buddeln. Sie finden das Gold. Zu guter letzt knüpft Blondie den armen Tuco wieder an einem Galgen auf, schießt aber wieder aus sicherer Entfernung den Strick durch. Jeder hat nun seinen Anteil und „The Good an the Bad“ überleben.
Die Produktion:
°°°°°°°°°°°°°°°
Nach „Für eine Handvoll Dollar“ aus dem Jahre 1964 und „Für ein Paar Dollar mehr“ (1965) gewann der italienische Regisseur Sergio Leone zum dritten Mal 1966 Clint Eastwood als Hauptdarsteller in seinem (fast schon) monumentalen Werk „Zwei glorreiche Halunken“. Neben dem am 30. Mai 1930 in San Francisco geborenen Clinton Eastwood, spielten noch Eli Wallach und Lee van Cleef an seiner Seite, nachdem vorher Charles Bronson abgesagt hatte und Henry Fonda dem Regisseur zu teuer erschien.
Für Eastwood war es der 15. Kinofilm, aber erst der dritte erfolgreiche. Den Durchbruch in Europa hatte er mittlerweile geschafft. In seinem eigenen Land schaffte er es dann ein Jahr später mit dem US-Western „Hängt ihn höher“.
Eli Wallach`s (geboren am 7. Dezember 1915) bekanntester Auftritt vorher war in „Die glorreichen Sieben“ als mexikanischer Bandenchef von 1960. In Europa wurde er halbwegs bekannt durch die Komödie „Das Superhirn“ aus dem Jahre 1967, mit David Niven und Jean Paul Belmondo. Unter anderen war er in „Der Pate III“ von 1990 zu sehen.
Lee van Cleef (geboren am 9. Januar 1925, verstorben 1989) hatte schon etliche kleinere Auftritte in diversen US-Western. Hervorzuheben ist hier „12 Uhr Mittags“ aus dem Jahre 1952 mit Gary Cooper in der Hauptrolle. Van Cleef spielte ihr einen der Killer, die es auf den ehemaligen Sheriff abgesehen hatten. Weitere, wohl eher unbekannte Italo-Western und B-Movies begleiteten seine Karriere, etwas bekannter ist da wohl seine Rolle in der Klapperschlange von 1980.
„Zwei glorreiche Halunken“ entstand im spanischen Almeria und Burgos. Das Budget betrug damals 1,2 Millionen US-Dollar, wovon 250.000 an Eastwood gingen.
Die Musik lieferte der wohl bekannteste Italo-Western Komponist Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“). Wer einmal die Melodie aus „Zwei glorreiche Halunken“ gehört hat, wird sie nicht vergessen.
Fassungen:
°°°°°°°°°°°
Die italienische Originalfassung hat eine Spielzeit von 176 Minuten. In die deutschen Kinos kam allerdings nur eine um 14 Minuten gekürzte Synchronfassung. Im TV wird eine noch mal gekürzte Fassung in der Länge von 148 Minuten ab und zu ausgestrahlt.
Als Synchronsprecher wählte man für Clint Eastwood die deutsche Synchronstimme der sechziger Jahre überhaupt. Gert-Günter Hoffmann, bekannt als deutsche Stimme für Sean Connery (James Bond), William Shatner (Cpt. Kirk), Lex Barker (Old Shatterhand) und und und. G.G. Hoffmann sprach Eastwood allerdings nur zweimal, bevor er von Klaus Kindler als Stammsprecher für Eastwood abgelöst wurde.
Eli Wallach bekam eine, für mich, sehr treffende und prägnante deutsche Stimme von Hans-Christian Blech. Um das heraus zufinden musste ich einen sehr guten Freund bemühen, der ein Spezialist in Sachen Synchron ist (danke Christian), ich konnte in den zahlreichen Synchronseiten im Netz nichts finden.
Bei Lee van Cleef kam als deutsche Stimme Heinz Petruo zum Einsatz. Als besonders hervorzuhebende Synchronleistung in einer Nebenrolle verleihe ich Harald Juhnke den „Goldenen Stohnsdorfer Kelch“, für seine überragende Sprechleistung als alkoholkranker Captain der Unionstruppen. Wie könnte es auch anders sein, bei seiner jahrelangen Erfahrung in beiden Bereichen, sowohl als Synchronsprecher, als auch als Säufer.
Die fehlenden 7 Originalszenen fallen eigentlich nicht ins Gewicht. Man kann sie auf der DVD im italienischen Original anschauen (mit deutschen Untertiteln).
Die DVD:
°°°°°°°°°
Die Scheibe bietet eigentlich kaum etwas an Extras, der Film beschränkt sich auf die deutsche 162 Minuten lange Kinofassung im digitalem Monoton. Bei der Sprachoption kann man lediglich die deutschen Untertitel wählen.
Bei den Zusatzoptionen gibt es den schon oben angesprochenen fehlenden 14 Minuten auf italienisch, nur noch den US-Kinotrailer. Der beinhaltet eigentlich nur einige Actionszenen, ohne dass einer der Schauspieler auch nur ein Wort sagt. Dazu hört man dann ab und zu eine monotone Stimme sagen: „THE GOOD, THE BAD AND THE UGLY“. Der Trailer ist echt bescheuert.
Die ganze Aufmachung ist irgendwie blöd, entweder man macht zu dem US-Trailer auch noch die amerikanische Synchronfassung mit auf die DVD, oder man hätte den deutschen Trailer verwenden sollen, wenn man den US-Film weg lässt. So passt das aber irgendwie nicht zusammen.
Der Film ist in 44 Kapitel eingeteilt, das beiliegende Booklet gibt auf fünf Seiten Auskunft über den Film, die Darsteller und die Produktion.
Mein Kurzfazit:
°°°°°°°°°°°°°°
Wie schon erwähnt ist die DVD in ihrer Ausstattung nicht so doll, der Preis in Höhe von 12,95 € geht aber dennoch in Ordnung. Das Bild ist megascharf, der Ton ist befriedigend. Der Film zählt für mich zu einem der besten Italo-Western überhaupt. Ich vergebe nur vier Sterne, der Film verdient eigentlich fünf, aber nicht die DVD.
Die Story:
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Die Geschichte spielt im Süden der USA gegen Ende des Bürgerkrieges. Der deutsche Titel ist an für sich etwas verwirrend, da es ja, wie der Originaltitel auch verlauten lässt, um drei Hauptakteure handelt. Zum einem der Kopfgeldjäger Joe, dessen Name aber eigentlich im Film nie ausgesprochen wird. Er wird immer nur der Blonde genannt und wird dargestellt von Clint Eastwood. Die zweite Hauptrolle übernahm Eli Wallach, der den mexikanischen Verbrecher Tuco verkörpert. Beide gehen einem recht guten Geschäft nach: Der steckbrieflich gesuchte Tuco kommt an den Galgen, nachdem er zuvor vom Blonden zum nächsten Sheriff geschliffen wurde und dafür eine Belohnung kassierte. Nachdem der Richter das Urteil gesprochen hat und der Schafrichter seines Amtes walten kann, befreit der Blonde durch mehrere gezielte Schüsse Tuco vom Galgen und beide Flüchten. Dies machen die zwei Tag ein und Tag aus, bis Tuco die 50% des Kopfgeldes nicht mehr reichen und er vom Blonden mehr möchte. Daraufhin lässt der Blonde den „armen“ Tuco allein und gefesselt in einer Wüste zurück und verschwindet mit dem kompletten Kopfgeld.
In der Zwischenzeit erfährt unser dritter Hauptdarsteller, Lee van Cleef, in der Person des Kopfgeldjägers Setenza (im Original Angel Eyes), dass eine Geldkassette mit zweihunderttausend Dollar von einem Soldaten versteckt wurde, und macht sich an seine Ermittlungen um mehr herauszubekommen. Dabei geht er nicht gerade zimperlich mit den Beteiligten um.
Nachdem es Tuco nun doch endlich geschafft hat der Wüste zu entkommen begibt er sich in den Waffenstore eines alten Mannes in einem kleinem Dorf. Hier erfährt der Zuschauer die für mich erste kultige Szenerie. Tuco bekommt einige Revolver vom Verkäufer auf den Tisch gelegt und bastelt sich daraus eine für ihn perfekte Waffe zusammen. Den Lauf hiervon, die Trommel davon und das Griffstück mit Abzug wieder von einer anderen Waffe. Zwischendurch erfährt auch der Zuschauer die Namen der damaligen Revolver Hersteller. Nachdem Tuco seine Wumme zusammen hat geht zum Probieren in den Hof.
Zu guter letzt beraubt Tuco noch den alten Waffenhändler. Nach seinem Workshop macht sich Tuco auf den Weg um an dem Blonden Rache zunehmen und findet ihn schließlich in einem Hotel in einer Stadt, die kurz vor dem Einmarsch der Unionstruppen steht. Nachdem er erfahren hat, in welchem Zimmer der Blonde sich befindet, schickt er drei seiner Kumpane die Treppe zu diesem Zimmer rauf.
Hier kommt nun die für mich zweite kultige Szenerie. Während die drei mexikanischen Halunken sich langsam dem Zimmer des Blonden nähern, sitzt dieser an seinem Tisch und reinigt seinen Revolver. Der Zuschauer bekommt dies detailgetreu mit. Zwischendurch die Blende ins Treppenhaus, bzw. in den Korridor, wo sich schon die drei Killer nähern. Untermalt wird die gesamte Szenerie durch die in der Nähe einschlagenden Kanonen- und Böllergeschosse. Als der Beschuss kurz unterbrochen wird hört der Blonde, was sich da draußen tut. Er hört die Sporen klingen.
Der Blonde baut in Windeseile seinen Revolver wieder zusammen, lädt ihn als sich schon die Klinke seiner Zimmertür bewegt. Ich gleichen Moment öffnet sich die Tür und die drei Halunken stehen mit gezogenen Waffen vor ihm. Einer nachdem anderen wird nun ins Jenseits befördert. Wobei der letzte Desperado einen Schuss mehr benötigt um in die ewigen Jagdgründe einzuziehen. Als der Blonde sein Werk betrachtet bemerkt er, dass sich Tuco durchs Fenster ins Zimmer geschlichen hat und nun an seiner Spore spielt und in gleichzeitig mit seiner Waffe in Schach hält.
Nun kommt aus Tucos Mund ein Ausspruch, der an Coolheit kaum noch zu toppen ist: „Sporen teilt man in zwei Kategorien ein, die zur Tür hinein kommen“ (bekreuzigt sich) „und die zum Fenster rein kommen“! Dieser Spruch kommt hier geschrieben natürlich nicht so geil rüber, wie im Film.
Nachdem Tuco den Blonden im Hotelzimmer aufknüpfen will, schlägt ein Böllergeschoss ins Hotel ein. Als sich der Qualm gelöst hat erkennt Tuco, dass dem Blonden die Flucht gelungen ist.
Von hier an möchte ich bis zum Showdown eine kürzere Zusammenfassung des Films liefern. Tuco nimmt wieder die Verfolgung auf und erwischt den Blonden, als er mit einem anderen Gesetzlosen die Nummer mit dem Lösegeld und vom Galgen herunterschießen abzieht und nimmt ihn schließlich gefangen. Jetzt vollzieht er das Gleiche mit ihm, was der Blonde vorher mit ihm abgezogen hat. Er schickt ihn in die Wüste, begleitet ihn aber immer weiter, um zusehen wie er dahin scheidet ohne Wasser. Unterwegs, der Blonde ist kurz vor dem verdursten, kommt ihnen eine Kutsche der konföderierten Armee entgegen, in der alle Insassen tot zu scheinen sein. Doch einer lebt noch und verrät Tuco, wo sich die schon anfangs erwähnte Geldkassette mit den zweihunderttausend Dollar befinden soll. Auf einem bestimmten Friedhof, in einem bestimmten Grab. Den Namen des Friedhofs gibt der durstige Soldat preis, den Namen des Grabes will er erst sagen, wenn er von Tuco etwas zu Trinken bekommt. Tuco geht also zu seinem Pferd um die Wasserflasche zu holen. In der Zwischenzeit schleift sich der halbtote Blonde zum Soldaten und erfährt den Namen des Grabes. Als Tuco mit dem Wasser zurückkommt, ist der Soldat tot. Nun weiß Tuco wo der Friedhof ist und Blondie im welchen Grab die Dollar sind. Beide sind aufeinander angewiesen um den Schatz zu bergen.
Weiter geht es mit der kurzen Zusammenfassung: Der Blonde erholt sich in einem Kloster und macht sich im Anschluss mit Tuco auf den Weg zu dem Friedhof unterwegs versuchen beide sich auszutricksen um das zu erfahren, was der andere weiß. Keine Chance. In der Kutsche und Unoform der konföderierten Armee gelangen beide in Gefangenschaft bei den Unionstruppen, wo sie Setenza als Unteroffizier der Nordstaaten antreffen. Tuco unterliegt seinem Verhör und so weiß Angel Eyes nun auch wo der Friedhof anzufinden ist. Kurzerhand nimmt er Blondie mit, da der ja die Grabstelle kennt. Tuco ist inzwischen als Gefangener im Zug unterwegs zu einem anderen Lager, kann sich aber befreien und macht sich wieder auf den Weg in Richtung Friedhof. Unterwegs in einem Ruinendorf treffen sich alle wieder und Tuco macht mit Blondie erst mal die anderen Begleiter von Setenza fertig. Setenza kann sich aber absetzten. Tuco und Blondie geraten bei ihrem weiteren gemeinsamen Weg in ein Gefecht der Nord- und Südstaatler um eine Brücke, die über einen Fluss führt. Die beiden kürzen die Schlacht ab, indem sie einfach die Brücke in die Luft sprengen und können so weiter zum Friedhof, wo sie getrennt ankommen. Tuco läuft wie ein Bekloppter über den Friedhof um die Grabstelle zu finden, nachdem der Blonde im vorher einen falschen Grabsteinnamen genannt hat. Es kommt Setenza dazu und es folgt der klassische Shodown, bei dem Setenza den kürzen zieht, jetzt lässt Blondie mit gezückter Waffe Tuco im richtigen Grab buddeln. Sie finden das Gold. Zu guter letzt knüpft Blondie den armen Tuco wieder an einem Galgen auf, schießt aber wieder aus sicherer Entfernung den Strick durch. Jeder hat nun seinen Anteil und „The Good an the Bad“ überleben.
Die Produktion:
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Nach „Für eine Handvoll Dollar“ aus dem Jahre 1964 und „Für ein Paar Dollar mehr“ (1965) gewann der italienische Regisseur Sergio Leone zum dritten Mal 1966 Clint Eastwood als Hauptdarsteller in seinem (fast schon) monumentalen Werk „Zwei glorreiche Halunken“. Neben dem am 30. Mai 1930 in San Francisco geborenen Clinton Eastwood, spielten noch Eli Wallach und Lee van Cleef an seiner Seite, nachdem vorher Charles Bronson abgesagt hatte und Henry Fonda dem Regisseur zu teuer erschien.
Für Eastwood war es der 15. Kinofilm, aber erst der dritte erfolgreiche. Den Durchbruch in Europa hatte er mittlerweile geschafft. In seinem eigenen Land schaffte er es dann ein Jahr später mit dem US-Western „Hängt ihn höher“.
Eli Wallach`s (geboren am 7. Dezember 1915) bekanntester Auftritt vorher war in „Die glorreichen Sieben“ als mexikanischer Bandenchef von 1960. In Europa wurde er halbwegs bekannt durch die Komödie „Das Superhirn“ aus dem Jahre 1967, mit David Niven und Jean Paul Belmondo. Unter anderen war er in „Der Pate III“ von 1990 zu sehen.
Lee van Cleef (geboren am 9. Januar 1925, verstorben 1989) hatte schon etliche kleinere Auftritte in diversen US-Western. Hervorzuheben ist hier „12 Uhr Mittags“ aus dem Jahre 1952 mit Gary Cooper in der Hauptrolle. Van Cleef spielte ihr einen der Killer, die es auf den ehemaligen Sheriff abgesehen hatten. Weitere, wohl eher unbekannte Italo-Western und B-Movies begleiteten seine Karriere, etwas bekannter ist da wohl seine Rolle in der Klapperschlange von 1980.
„Zwei glorreiche Halunken“ entstand im spanischen Almeria und Burgos. Das Budget betrug damals 1,2 Millionen US-Dollar, wovon 250.000 an Eastwood gingen.
Die Musik lieferte der wohl bekannteste Italo-Western Komponist Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“). Wer einmal die Melodie aus „Zwei glorreiche Halunken“ gehört hat, wird sie nicht vergessen.
Fassungen:
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Die italienische Originalfassung hat eine Spielzeit von 176 Minuten. In die deutschen Kinos kam allerdings nur eine um 14 Minuten gekürzte Synchronfassung. Im TV wird eine noch mal gekürzte Fassung in der Länge von 148 Minuten ab und zu ausgestrahlt.
Als Synchronsprecher wählte man für Clint Eastwood die deutsche Synchronstimme der sechziger Jahre überhaupt. Gert-Günter Hoffmann, bekannt als deutsche Stimme für Sean Connery (James Bond), William Shatner (Cpt. Kirk), Lex Barker (Old Shatterhand) und und und. G.G. Hoffmann sprach Eastwood allerdings nur zweimal, bevor er von Klaus Kindler als Stammsprecher für Eastwood abgelöst wurde.
Eli Wallach bekam eine, für mich, sehr treffende und prägnante deutsche Stimme von Hans-Christian Blech. Um das heraus zufinden musste ich einen sehr guten Freund bemühen, der ein Spezialist in Sachen Synchron ist (danke Christian), ich konnte in den zahlreichen Synchronseiten im Netz nichts finden.
Bei Lee van Cleef kam als deutsche Stimme Heinz Petruo zum Einsatz. Als besonders hervorzuhebende Synchronleistung in einer Nebenrolle verleihe ich Harald Juhnke den „Goldenen Stohnsdorfer Kelch“, für seine überragende Sprechleistung als alkoholkranker Captain der Unionstruppen. Wie könnte es auch anders sein, bei seiner jahrelangen Erfahrung in beiden Bereichen, sowohl als Synchronsprecher, als auch als Säufer.
Die fehlenden 7 Originalszenen fallen eigentlich nicht ins Gewicht. Man kann sie auf der DVD im italienischen Original anschauen (mit deutschen Untertiteln).
Die DVD:
°°°°°°°°°
Die Scheibe bietet eigentlich kaum etwas an Extras, der Film beschränkt sich auf die deutsche 162 Minuten lange Kinofassung im digitalem Monoton. Bei der Sprachoption kann man lediglich die deutschen Untertitel wählen.
Bei den Zusatzoptionen gibt es den schon oben angesprochenen fehlenden 14 Minuten auf italienisch, nur noch den US-Kinotrailer. Der beinhaltet eigentlich nur einige Actionszenen, ohne dass einer der Schauspieler auch nur ein Wort sagt. Dazu hört man dann ab und zu eine monotone Stimme sagen: „THE GOOD, THE BAD AND THE UGLY“. Der Trailer ist echt bescheuert.
Die ganze Aufmachung ist irgendwie blöd, entweder man macht zu dem US-Trailer auch noch die amerikanische Synchronfassung mit auf die DVD, oder man hätte den deutschen Trailer verwenden sollen, wenn man den US-Film weg lässt. So passt das aber irgendwie nicht zusammen.
Der Film ist in 44 Kapitel eingeteilt, das beiliegende Booklet gibt auf fünf Seiten Auskunft über den Film, die Darsteller und die Produktion.
Mein Kurzfazit:
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Wie schon erwähnt ist die DVD in ihrer Ausstattung nicht so doll, der Preis in Höhe von 12,95 € geht aber dennoch in Ordnung. Das Bild ist megascharf, der Ton ist befriedigend. Der Film zählt für mich zu einem der besten Italo-Western überhaupt. Ich vergebe nur vier Sterne, der Film verdient eigentlich fünf, aber nicht die DVD.
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