Erfahrungsbericht von wildheart
Heiliger Schrott !!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Das Urteil des amerikanischen Filmkritikers Roger Ebert zu „3 Engel für Charlie“ (2000) war vernichtend: hirnlos, ziellos, humorlos, ohne Spannung und ohne Unterhaltung. Einen halben Punkt von vier zollte Ebert dem Schrott aus Amerika [1].
Auch das erste und wahrscheinlich nicht letzte Sequel deutet schon im englischen Titel an, was einen erwartet: Vollgas über 105 Minuten. Und sonst? Nichts? Fast nichts jedenfalls. Denn die Story, die McG – mit bürgerlichen Namen Joseph McGinty Nichol – uns hier auftischt, ist so gut wie keine. Die drei Engel Natalie (Cameron Diaz), Dylan (Drew Barrymore) und Alex (Lucy Liu) jagen, unterstützt von Jimmy (Bernie Mac), im Auftrag von Charlie (im amerikanischen Original die Stimme von John Forsythe) zwei Ringen nach, auf denen die Namen aller Personen des Zeugenschutzprogramms der Regierung aufgezeichnet sind. Allerlei Gestalten, u.a. der Ex-Freund Dylans (die auch eine neue Identität besitzt und auf dem Ring genannt ist) und Killer Seamus O’Grady (Justin Theroux), und der abtrünnige Engel Madison Lee (Demi Moore) wollen die Ringe in Besitz nehmen, um ... was weiß ich, sie vielleicht an den meist bietenden Schurken zu verkaufen. That’s all.
Alles andere aber ist tatsächlich, bis auf wenige kurze Ruhepausen, Vollgas durch die Hölle, sprich Action ohne Sinn und Verstand, aber mit drei Hauptdarstellerinnen, die offensichtlich viel Spaß an der Sache hatten. Ähnlich wie „Super süß und super sexy“, einem anderen Only-Funny-Movie mit Cameron Diaz, ist es besonders die vielseitige Aktrice Cameron die dem Action-Schrott einigen Glanz aufpoliert. John Cleese – in letzter Zeit völlig unterbeschäftigt – darf als Papa von Alex ein paar entsetzte Grimassen zum bösen Spiel machen; der Rest der Mannschaft fällt unter die Rubrik Statisten.
Ansonsten glänzt „Full Throttle“ durch wahnwitzige Motorrad-Verfolgungsfahrten, Stürzen im Lkw von einer Brücke samt Rettung durch Hubschrauber und etlichen anderen, bei genauer Betrachtung unrealistischen akrobatischen Einlagen. „Feel Good Time!“ singt Pink, und tatsächlich fällt der Film kaum unter die Rubrik Film und schon gar nicht in irgendein Genre. Eher ist „Full Throttle“ (was sich so wahnsinnig nach Volltrottel anhört) die Aneinanderreihung von Fun & Crash ohne Sinn und Verstand.
Um beim Vollgas zu bleiben: Man gebe Vollgas, aber außer dem Gaspedal findet man nichts von einem Auto. So dieser Film. Krachen, Lachen, aber letztlich keine Geschichte, keine Figuren. Wie soll man so etwas bewerten? Unter künstlerischen Gesichtspunkten: 1/4 Punkt von 10 Punkten. Allein – mir hat dieser Schrott fast genauso gut gefallen wie der schon genannte „Super süß und super sexy“, in der die Diaz mit Selma Blair und Christina Applegate ein zum Schreien gelungenes Trio bildeten. Summa summarum bleiben sieben schrottige Punkte. Denn: Ab und zu muss auch hirnloser Spaß sein. Wem’s gefällt ...
Wertung: 7 von 10 Punkten.
[1] „‘Charlie\'s Angels’ is eye candy for the blind. It\'s a movie without a brain in its three pretty little heads, which belong to Cameron Diaz, Drew Barrymore and Lucy Liu. This movie is a dead zone in their lives, and mine.
What is it? A satire? Of what? Of satires, I guess. It makes fun of movies that want to make fun of movies like this. It\'s an all-girl series of mindless action scenes. Its basic shot consists of Natalie, Dylan and Alex, the Angels, running desperately toward the camera before a huge explosion lifts them off their feet and hurls them through the air and smashes them against windshields and things – but they survive with injuries only to their makeup.
Why, I am asking, is this funny? I am thinking hard. So much money and effort was spent on these explosions that somebody must have been convinced they had a purpose, but I, try as I might, cannot see them as anything other than action without mind, purpose, humor, excitement or entertainment.“ (Roger Ebert zu „3 Engel für Charlie, 2000).
3 Engel für Charlie – Volle Power
(Charlie\'s Angels: Full Throttle)
USA 2003, 106 Minuten
Regie: McG
Drehbuch: John August, Cormac Wibberley, Marianne Wibberley
Musik: Edward Shearmur
Director of Photography: Russell Carpenter
Schnitt: Wayne Wahrman
Produktionsdesign: J. Michael Riva, David Klassen, Richard F. Mays, Gregory Richman
Hauptdarsteller: Cameron Diaz (Natalie), Drew Barrymore (Dylan), Lucy Liu (Alex), Bernie Mac (Jimmy Bosley), Crispin Glover (Thin Man), Justin Theroux (Seamus O\'Grady), Robert Patrick (Ray Carter), Demi Moore (Madison Lee), Rodrigo Santoro (Emmers), Shia LaBeouf (Max), Matt LeBlanc (Jason), Luke Wilson (Pete), John Cleese (Mr. Munday), Janet DuBois (Momma Bosley)
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0305357
Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (2,5 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_reviews/2003/06/062701.html
„Movie Reviews“ (James Berardinelli) (2 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/c/charlies_angels2.html
© Ulrich Behrens 2003 für
www.ciao.com
www.yopi.de
www.dooyoo.de
Auch das erste und wahrscheinlich nicht letzte Sequel deutet schon im englischen Titel an, was einen erwartet: Vollgas über 105 Minuten. Und sonst? Nichts? Fast nichts jedenfalls. Denn die Story, die McG – mit bürgerlichen Namen Joseph McGinty Nichol – uns hier auftischt, ist so gut wie keine. Die drei Engel Natalie (Cameron Diaz), Dylan (Drew Barrymore) und Alex (Lucy Liu) jagen, unterstützt von Jimmy (Bernie Mac), im Auftrag von Charlie (im amerikanischen Original die Stimme von John Forsythe) zwei Ringen nach, auf denen die Namen aller Personen des Zeugenschutzprogramms der Regierung aufgezeichnet sind. Allerlei Gestalten, u.a. der Ex-Freund Dylans (die auch eine neue Identität besitzt und auf dem Ring genannt ist) und Killer Seamus O’Grady (Justin Theroux), und der abtrünnige Engel Madison Lee (Demi Moore) wollen die Ringe in Besitz nehmen, um ... was weiß ich, sie vielleicht an den meist bietenden Schurken zu verkaufen. That’s all.
Alles andere aber ist tatsächlich, bis auf wenige kurze Ruhepausen, Vollgas durch die Hölle, sprich Action ohne Sinn und Verstand, aber mit drei Hauptdarstellerinnen, die offensichtlich viel Spaß an der Sache hatten. Ähnlich wie „Super süß und super sexy“, einem anderen Only-Funny-Movie mit Cameron Diaz, ist es besonders die vielseitige Aktrice Cameron die dem Action-Schrott einigen Glanz aufpoliert. John Cleese – in letzter Zeit völlig unterbeschäftigt – darf als Papa von Alex ein paar entsetzte Grimassen zum bösen Spiel machen; der Rest der Mannschaft fällt unter die Rubrik Statisten.
Ansonsten glänzt „Full Throttle“ durch wahnwitzige Motorrad-Verfolgungsfahrten, Stürzen im Lkw von einer Brücke samt Rettung durch Hubschrauber und etlichen anderen, bei genauer Betrachtung unrealistischen akrobatischen Einlagen. „Feel Good Time!“ singt Pink, und tatsächlich fällt der Film kaum unter die Rubrik Film und schon gar nicht in irgendein Genre. Eher ist „Full Throttle“ (was sich so wahnsinnig nach Volltrottel anhört) die Aneinanderreihung von Fun & Crash ohne Sinn und Verstand.
Um beim Vollgas zu bleiben: Man gebe Vollgas, aber außer dem Gaspedal findet man nichts von einem Auto. So dieser Film. Krachen, Lachen, aber letztlich keine Geschichte, keine Figuren. Wie soll man so etwas bewerten? Unter künstlerischen Gesichtspunkten: 1/4 Punkt von 10 Punkten. Allein – mir hat dieser Schrott fast genauso gut gefallen wie der schon genannte „Super süß und super sexy“, in der die Diaz mit Selma Blair und Christina Applegate ein zum Schreien gelungenes Trio bildeten. Summa summarum bleiben sieben schrottige Punkte. Denn: Ab und zu muss auch hirnloser Spaß sein. Wem’s gefällt ...
Wertung: 7 von 10 Punkten.
[1] „‘Charlie\'s Angels’ is eye candy for the blind. It\'s a movie without a brain in its three pretty little heads, which belong to Cameron Diaz, Drew Barrymore and Lucy Liu. This movie is a dead zone in their lives, and mine.
What is it? A satire? Of what? Of satires, I guess. It makes fun of movies that want to make fun of movies like this. It\'s an all-girl series of mindless action scenes. Its basic shot consists of Natalie, Dylan and Alex, the Angels, running desperately toward the camera before a huge explosion lifts them off their feet and hurls them through the air and smashes them against windshields and things – but they survive with injuries only to their makeup.
Why, I am asking, is this funny? I am thinking hard. So much money and effort was spent on these explosions that somebody must have been convinced they had a purpose, but I, try as I might, cannot see them as anything other than action without mind, purpose, humor, excitement or entertainment.“ (Roger Ebert zu „3 Engel für Charlie, 2000).
3 Engel für Charlie – Volle Power
(Charlie\'s Angels: Full Throttle)
USA 2003, 106 Minuten
Regie: McG
Drehbuch: John August, Cormac Wibberley, Marianne Wibberley
Musik: Edward Shearmur
Director of Photography: Russell Carpenter
Schnitt: Wayne Wahrman
Produktionsdesign: J. Michael Riva, David Klassen, Richard F. Mays, Gregory Richman
Hauptdarsteller: Cameron Diaz (Natalie), Drew Barrymore (Dylan), Lucy Liu (Alex), Bernie Mac (Jimmy Bosley), Crispin Glover (Thin Man), Justin Theroux (Seamus O\'Grady), Robert Patrick (Ray Carter), Demi Moore (Madison Lee), Rodrigo Santoro (Emmers), Shia LaBeouf (Max), Matt LeBlanc (Jason), Luke Wilson (Pete), John Cleese (Mr. Munday), Janet DuBois (Momma Bosley)
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0305357
Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (2,5 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_reviews/2003/06/062701.html
„Movie Reviews“ (James Berardinelli) (2 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/c/charlies_angels2.html
© Ulrich Behrens 2003 für
www.ciao.com
www.yopi.de
www.dooyoo.de
31 Bewertungen, 1 Kommentar
-
25.06.2010, 22:01 Uhr von XXLALF
Bewertung: besonders wertvollda geb ich dir recht, ab und zu darf es mal ein hirnloser schrott sein, zumal die akrobatik wirklich in jedem 3 engel für charlie film sehr gelungen ist. bw und ganz liebe grüße
Bewerten / Kommentar schreiben