Advent Testbericht

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Erfahrungsbericht von campino

Adventsbräuche, Lucia-Tag

Pro:

Ma mag die Legende glauben oder nicht, der Brauch ist schön.

Kontra:

Früh aufstehen ist angesagt.....

Empfehlung:

Nein

...heute ist zwar erst der 5. Dezember - aber dann bleibt wenigstens noch genügend Zeit die benötigten Zutaten einzukaufen, oder vielleicht sogar einen Lucia-Kopfschmuck zu basteln.

Die Lucia-Legende

Lucia lebte in Sizilien, in der Stadt Syrakus, zusammen mit ihrer kranken Mutter. Eines Tages las Lucia in der Bibel eine Stelle, in der erzählt wurde, wie Jesus eine Frau heilte, die, wie ihre Mutter, an eine unheilbaren Krankheit litt. Luzia und ihre Mutter machten daraufhin eine Wallfahrt zum Grab der heiligen Agathe und beteten dort die ganze Nacht. Gegen Morgen schlief Lucia ein und träumte, die heilige Agathe sei ihr erschienen und hätte ihr das Versprechen gegeben das ihre Mutter geheilt würde.
Als Lucia erwachte, waren die Worte Agathes in Erfüllung gegangen und die Mutter war tatsächlich geheilt.
Als sie wieder nach Hause kamen, hatte Lucia sich verändert. Sie wollte ihren Verlobten nicht mehr heiraten, da er sich weigerte, den christlichen Glauben anzunehmen. Der war natürlich zornig und schmiedete Intrigen gegen Lucia. Das führte so weit, dass sie schließlich wegen Untreue dem Kaiser gegenüber zum Tode verurteilt wurde. Vorher aber sollte sie zum Gespött der Leute durch die Straßen von Syrakus geschleppt werden. So band man sie an den Hörnern von zwei Ochsen fest, aber seltsamerweise konnten die Ochsen sie nicht von der Stelle bewegen. Daraufhin wurde sie vom Henker erstochen.
Lucia wird besonders in Süditalien und in Skandinavien verehrt.

Bis ins 16. Jahrhundert hinein galt die Nacht vom 12. zum 13. Dezember als die längste Nacht des Jahres.
In Schweden wird der 13. Dezember, der Lucia-Tag, ganz besonders gefeiert: Die Lichterkönigin Lucia, oder Lussibrud bringt das Licht zurück, die Tage werden wieder länger. Sie trägt einen Kranz mit 7 brennenden Kerzen und weckt die Familienmitglieder mit Kaffee und Gebäck.
Und eben dieses Gebäck möchte ich Euch gerne, da es zum Lucia-Tag dazu gehört, „rezeptmässig“ vorstellen:

LUSSEKATTER (Menge ausreichend für ca. 30 Stück)

  • 0,5 l Milch
  • 1 g Safran
  • 50 g Hefe
  • Salz
  • 1 kg Mehl
  • 250 g Zucker
  • 200 g Butter
  • 150 g Rosinen
  • 50 g gestiftete Mandeln

Aus Mehl, Salz, Hefe, lauwarmer Milch, Safran und Zucker einen Hefeteig bereiten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort stehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat (dauert ca. 1 Stunde). Dann den Teig nochmals kräftig durchkneten und kleine Brötchen daraus formen. Die Brötchen auf ein gefettetes Backblech setzten und die Rosinen und Mandelstifte hineindrücken. Nochmals gehen lassen. Mit verquirltem Eigelb bestreichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 225-250 Grad ca. 10-15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
Lussekatter werden warm gegessen. Deshalb ist am 13. Dezember auch der Tag der Frühaufsteher und Morgenbäcker. Lucia soll ja schließlich frisches Gebäck kredenzen. Aber was tut man nicht alles...............

Übrigens, am 13. Dezember beginnt in Schweden die Weihnachtszeit, denn vor ca. 1000 Jahren (im 11. Jahrhundert) beschloss der schwedische König Knut das in Schweden Weihnachten vom 13. Dezember bis zum 13. Januar dauert. Der 13. Januar ist seither der Tjugondag Knut. - St. Knut-Tag, bei uns hauptsächlich bekannt aus der IKEA-Werbung, ihr wisst schon, da fallen die Weihnachtsbäume aus dem Fenster –

Grüße, Andrea

72 Bewertungen, 3 Kommentare

  • manu63

    07.10.2010, 00:21 Uhr von manu63
    Bewertung: sehr hilfreich

    viele Grüße von Manuela

  • frankensteins

    10.01.2009, 06:15 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße Werner

  • hjid55

    27.01.2007, 14:42 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg Sarah