After Eight Osterhase Testbericht

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ab 15,67
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Suchtfaktor:  durchschnittlich
  • Anhalten der Frische nach Öffnen:  lang

Erfahrungsbericht von LeaofRafiki

Sadistischer Schokokannibalismus bei LeaMom

5
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Suchtfaktor:  sehr gering
  • Anhalten der Frische nach Öffnen:  lang
  • Kaufanreiz:  Zufall

Pro:

ich hab diesen lustig-bitteren Gesellen zum Fressen gern!

Kontra:

wer die Minzcreme vermißt, keine bittere Schokolade mag, sollte ihn unversehrt lassen

Empfehlung:

Ja

Ich kann ja manchmal richtig gemein sein, zum Beispiel dann, wenn ich das Objekt meiner Begierde erst vorsichtig, und gaaaaaaaaaanz langsam entkleide, mich minutenlang an seiner Nacktheit weide, mit meiner Zunge vorsichtig in seine Ohren hineinfahre, mit ihr darin herumspiele, um dann plötzlich und unerwartet hineinzubeißen. Ja, schlimmer noch, sie sogar abzubeißen. Doch Oh Wunder, statt des zu erwartenderweise fließenden und womöglich herumspritzenden Blutes, das in meinem Mund erwartungsgemäß leicht salzig schmecken sollte, breite sich ein angenehmer Pfefferminzgeschmack aus...

Was ist passiert?

Nichts.
Nichts schlimmes jedenfalls, außer...
...daß ich meinem Osterhasen, nachdem er lange genug in seinem Osternest ausgeharrt hatte, erst die Ohren, dann den ganzen Kopf abgebissen habe.

Das Objekt meiner Begierde
ist gut 20 cm groß und von schwarzdunkler Hautfarbe, sobald ich es seiner Kleidung entledigt habe, die aus einer bedruckten Stanniolfolie besteht. Nein, nicht so was kitschig buntes, wie bei irgendwelchen Billigprodukten oder gar Milka-lila, was ja schon recht unrealistisch ist, sondern eigentlich in halbwegs realistischen Brauntönen gehalten, von den stilisierten Irisblüten und der obligatorischen After Eight Uhr mal abgesehen.
Außerdem blitzen aus seinem Gesicht braune Knopfäugelchen und ein verschmitztes Lächeln.
Normalerweise wäre ein Hase ohne Fell ja elendiglich anzusehen, bei diesem nun aber hat sich Nestle nicht lumpen lassen und dem nackten Korpus die bereits auf seiner Verkleidung enthaltenen Elemente eingeprägt.

Das Objekt meiner Begierde
verströmt einen wunderbaren Duft, nein, nicht blumig frühlingshaft, sondern schokoladig-herb mit Mintnote und zergeht auf meiner Zunge. - Ach, wenn das doch auch mit anderen Objekten so wäre... - Mit gerade dem richtigen Maß an feinschokoladiger Bittersüße, gekrönt von einem ausgeprägten, aromatischen Hauch Pfefferminze schmilzt die Schokolade in meinem Mund, langsam aber stetig, so daß ich kaum an mich halten kann. Immer wieder muß ich meinen kannibalistischen Gelüsten frönen und mal hier, mal dort ein Eckchen abbrechen (die dabei abfallenden kleinen Krümel werden auch gleich aufgeschleckt) und so schwindet seine Form mehr und mehr, bis am Ende, wie bei einer abgebrochenen Skulptur, die einem Bild von Hieronymus Bosch entsprungen sein könnte, nur noch ein dicker, hohler Bauch auf Füßen vor mir steht.

Das Objekt meiner Begierde
stammt aus dem Hause Nestle, bringt ca. 150 g auf die Waage, die, so man sie verputzt hat, anschließend seinem eigenenGewicht zuaddieren kann und soll, so man ihn nicht wie ich geschenkt bekommen hat, ein € 2,29 - 2,79 tiefes Loch in den Geldbeutel reißen.

Das Objekt meiner Begierde
ist nicht jedermanns Sache... Für kleine Kinder ist er nicht bunt und nicht süß genug, wer sich nur an dem Schriftzug After Eight orientiert und sogleich an die mit Minzcreme gefüllten Täfelchen denkt, wird vielleicht auch enttäuscht sein, entspricht das Material dieses Hasen doch eher den The After Eight Cameo (Zartbitterschokolade mit eleganter Mintnote), wie ich sie in meinem Adventskalender fand und wer etwas gegen dunklere, also bitterere Schokolade hat, sollte diesen Hasen gar nicht erst an- bzw. auspacken.
Allen anderen hingegen kann ich nur empfehlen, sich von diesen Hasen einen ganzen Kannickelstall voll zugelegt zu haben - oder aber, hach, was bin ich wieder gemein, bis zum nächsten Osterfest zu warten in der stillen Hoffnung, daß es ihn dann wieder gibt...


© LeaofRafiki 4. Mai 2004

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ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener auf irgendwelchen anderen Plattformen, aber dafür vielleicht auf meiner Homepage www.leaofrafiki.de *grins*

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