Agave Testbericht

No-product-image
ab 31,88
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(3)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von jorka1965

Wenn sie blüht stirbt sie

Pro:

relativ pflegeleicht

Kontra:

keine Blühpflanze

Empfehlung:

Ja

Ich habe noch eine Pflanze bei uns in der Wohnung gefunden und möchte sie in meiner grünen Daumen Aktion vorstellen. *gg*
Es handelt sich um eine Agave.
Diese Agave gehört zu der Familie der Sukkulenten (diesen Begriff hatte ich bereits in meinem Bericht über den Affenbrotbaum erwklärt).
Damit wissen wir schon das die Agave dicke Blätter haben muss um darin Wasser zu speichern.

Nach Europa kamen sie wie so viele andere Pflanzen über den Seeweg an Bord von spanischen Schiffen. An Anfang nur in königlichen Gärten zu finden, stehen sie heute auf fast jeder Fensterbank. Insgesamt gibt es wohl über 300 verschieden Agavenarten, aber nur wenige wurden kultiviert. Heute unterscheidet man am besten nach Kleinwuchs (für die Fensterbank) und nach Großwuchs (als Kübelpflanze).

Die Hege und Pflege dieser Pflanzengruppe ist sehr einfach und auch für Leute geeignet die bisher ihr Grünes im Tiefkühlfach als Spinat oder Petersilie hat.
Die Agave braucht einen sonnigen Platz und verträgt auch trockene Zimmerluft. Wer kann stellt die Pflanze im Sommer (Mai bis Oktober - aber Frostfrei !) raus ins Freie und nimmt sie erst zur Ruhephase wieder rein. In der Ruhephase hat die Agave es gern etwas kühler, so um die 14 Grad, auch etwas kühler schadet nicht.
Hat man die Agave im großen Kübel so stellt man den Kübel am besten ins Treppenhaus oder einem hellen Keller. Auch ein Wintergarten oder Gewächshaus eignet sich, die einzige Bedingung ist das es frostfrei sein muss. Von Frühling bis Herbst sollte die Pflanze mäßig gegossen werden, die Erde kann ruhig zwischendurch etwas austrocknen. Im Winter wird die Pflanze nur so gegossen das sie nicht vertrocknet. Ihr müsst nur aufpassen, dass der Wurzelballen der Pflanze nicht austrocknet.

Gedüngt wird vom Frühling bis Herbst mit herkömmlichen Kakteendünger aller 2 bis 3 Wochen. Kleine Agaven sollte man einmal im Jahr nach der Winterphase umtopfen, ältere gelegentlich. Bei großen Kübelagaven ist ein umtopfen fast nicht mehr möglich. Ist dies der Fall, wird die obere Erdschicht einfach ausgetauscht.

Die meisten Agaven haben an den Blättern sehr kräftige spitze Stacheln. Also heißt es beim umtopfen Handschuhe an ! Auch sollte man die Pflanzen nicht in Reichweite von kleinen Kindern stellen, da man sich an den Stacheln sehr heftig verletzen kann. Die großen Endstacheln der Blätter können durch Korken gesichert werden.

Blüht eure Agave dann herzlichen Glückwunsch.
Ich hoffe aber das ihr euch vorher um Nachwuchs gekümmert habt.
Denn diese Pflanze blüht leider nur einmal nach vielen vielen Jahren und sterben dann ab. Sie kündigt das aber oft durch das ausbilden von Ausläufern oder Kindpflanzen an. Diese können dann verwendet werden. Aber es gibt auch Agavenarten die nur über Samen vermehrt werden können.
Ich empfehle den Kauf einer neuen Pflanze. Allerdings kann ich euch nicht sagen wie eine Agave blüht., dies habe ich noch nicht gesehen.
Vor Schädlingen braucht ihr eigentlich keine Angst zu haben. Nur wenn man falsch gießt kann Wurzel - oder Blattfäule entstehen.
Es ist eine Pflanze die nicht unbedingt zu den schönen gehört. Aber sie ist ein grüner Punkt und sehr pflegeleicht. Große Kübelpflanzen die eine Breite von bis zu 2 Meter erreichen können sind natürlich ein absoluter Blickpunkt.

Danke fürs Lesen euer Andrè alias jorka1965.

16 Bewertungen