Age of Mythology (PC Strategiespiel) Testbericht

ab 19,92
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Erfahrungsbericht von sandwarrior

Weltenretter

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Age of Mythology

Darf ich mich vorstellen?
Arkantos Sandwarrior,
Atlanter, Held, Weltretter und von den Jungs von Ensemble Studios als Hauptfigur in Age of Mythology eingebaut.

Ich begleite euch nicht nur durch die Kampagne, sondern stelle euch auch mal das Spiel vor.

Das Spiel kommt auf zwei CDs daher und über die Installation brauchen wir wohl nicht reden, für eure hochgezüchteten Maschinchen kein Problem.
Lauffähig ab Win 98, 128 MB Ram, 1,5 GB Festplattenplatz und 3D Graphikkarte.
Ihr schaut euch natürlich erst mal das Intro an, welches schon mal die Spannung ein wenig aufbaut.

Als unerfahrener Spieler habe ich für euch unter Spiel lernen die wichtigsten Sachen dargestellt und auch AOE- Veteranen sollten sich die Spielweise der einzelnen Kulturen mal ansehen.
Als offizieller Nachfolger von AOE 2 bleibt natürlich in der Steuerung alles gleich und man könnte sofort loslegen.
Wir beginnen mal mit der Kampagne.
In 33 Szenarios geht es mit den Griechen los und später darf man die Ägypter und danach die Wikinger steuern.
Jedes Szenario beginnt mit einem kleinen Filmchen, welche aber ein wenig pixelig wirken.
Der Film geht gleich ins Szenario über und man bekommt Hinweise, was man nun zuerst tun sollte und Ziele angezeigt.
Vorher dem Szenario dürft ihr noch festlegen, welchen Schwierigkeitsgrad ihr wählen.

Leicht: für Anfänger und unerfahrene Spieler, schafft fast jeder, weil der Gegner kaum angreift und man in aller Ruhe bauen kann.

Mittel: der Erfahrene Spieler wird hier schon ein wenig gefordert, ist aber noch zu schaffen und sollte Standarteinstellung für Normalos sein.

Schwer: Das ist schon ein harter Brocken und fordert schon einiges Können und strategisches Geschick.

Titan: Boah, hier wird jeder Fehler sofort bestraft, nur für ganz Harte oder jene die sich mal richtig fertig machen lassen wollen.

Was ist anders als in AOE 2?
Natürlich ist hier auch das wichtigste eine funktionierende Wirtschaft in Gang zu setzen, eine Armee aufzubauen und seine Siedlung zu schützen.
Rohstoffe sind Nahrung, Holz, Gold und Göttergunst.
Göttergunst ist neu, die Griechen erlangen ihn durch beten von Dorfbewohnern am Tempel.
Die Ägypter erbauen für ihre Götter Statuen, die ständig mehr Ressourcen verschlingen.
Wikinger erlangen Göttergunst durch Kampf oder Jagd.
Mit Göttergunst kann man sich im Tempel besonders Starke mythische Wesen erschaffen, welche größtenteils Spezialangriffe haben oder besonders stark sind oder auch Einheiten heilen.
Natürlich gibt es 4 Zeitalter und man muss nur ein Gebäude errichten und genug Nahrung und Gold haben um aufzusteigen.
Archaisches Zeitalter hier beginnt man größtenteils und muss zum Aufstieg einen Tempel bauen.
Klassisches Zeitalter zum weiter aufsteigen Waffenkammer
Heroisches Zeitalter hier kann man schon auf eroberten zerstörten Dorfzentren errichten um das Bevölkerungslimit zu erhöhen. Dann Marktplatz bauen.
Mythisches Zeitalter Höhepunkt hier darf man Weltwunder bauen.
Bei jedem Aufstieg kann man sich zwischen zwei Gottheiten entscheiden, welche Verbesserungen bringen und neue mystische Einheiten, hier kann jeder nach Strategievorliebe entscheiden.

Gleich mal zum Marktplatz, hier kann man jetzt Karawanen bauen, welche man zwischen Dorfzentren zum Golderwerb hin und herschickt

Helden sind wohl mit am wichtigsten, in fast allen Missionen ist Arkantos dabei, der mit seinem Kampfschrei seine Mitkämpfer anspornt.
Helden sind besonders stark gegen mystische Gegner und man kann sich zu den Haupthelden, welche in den Missionen unsterblich sind und immer wieder aufstehen, in Dorfzentren und Burgen noch zusätzliche Helden kaufen, kosten aber eine Stange Geld.
Besonders wichtig in den Missionen in denen der Gegner fast nur Mythische Wesen einsetzt.


Ein Rechtsklick auf eine Einheit oder ein Gebäude zeigt euch alle Infos an die man braucht.


Wie spielt es sich?
Die Steuerung ist genretypisch und man findet sich gleich zurecht.
In den meisten Missionen ist es derselbe Kreislauf, Wirtschaft ankurbeln, in höhere Zeitalter aufsteigen, Armee aufbauen und angreifen bis alles geplättet ist.
Es wird aber auch Abwechselung geboten und es gibt mehrere Ziele zu erreichen, manchmal drückt auch die Zeit.
Es gilt auch das Stein Schere Papier Prinzip und es gibt keine übermächtige Einheit, es gibt gegen alles ein Mittel, man sollte beobachten womit der Gegner angreift und sich auf die entsprechende Kontereinheit konzentrieren.
Gefundene Relikte sofort mit Helden in den Tempel schaffen, bringt tolle Boni und Vergünstigungen.
Unter 40 Dorfbewohner braucht man gar nicht anfangen zum Angriff überzugehen, sonst kommt es zu Engpässen.
Am Anfang gleich alle Nahrung in Dorfbewohner umsetzen und wirtschaftliche Verbesserungen investieren, weil die Startarmee für den Anfang reicht zum verteidigen.
Dorfzentren sofort neu besetzen um das Bevölkerungslimit zu erhöhen und auch ein paar Häuser zusätzlich bauen.
Ständig auf faule Arbeiter achten und neue Aufgaben zuweisen.
Mit billigen Einheiten sofort aufklären, damit man weis wo der Gegner ist und Goldvorräte und man Verteidigungsstellungen bauen sollte.
Meistens führt auch ein wenig befestigter Weg zu Ziel.
Taleingänge mit Mauern und Türmen schützen, Ressourcen sichern und die wichtigsten Einheiten verbessern, grundsätzlich heilen und reparieren vor Neuerwerb.
Türme auf Anhöhen bauen bringt mehr Reichweite, unbedingt mit einbauen, bewährt hat sich auch eine Zickzackmauer, der Gegner läuft langsam durch und verhackt sich öfter und wird so schon von Türmen und Bogenschützen dezimiert.
In den meisten Missionen habe ich mich fast nur auf Mythische Wesen verlassen und einige Fernkämpfer im Hintergrund, unbedingt auf halten setzen, weil sonst alles durcheinanderwuselt.
Eine kleine Reitertruppe für Ausfälle um Bogenschützen und Belagerungswaffen.
Nur die Einheiten verbessern die man braucht.

Angriff, so wir wollen nun mal ein Bollwerk knacken, der Gegner hat Mauern, Türme, Burgen und greift ständig an um sich zu verteidigen.
Wir basteln uns eine Hauptarmee, auf verteidigen stellen, mythische Wesen und Helden vorn, dahinter Fernkämpfer und wenn vorhanden Priester zum heilen und so 7-8 Reiter als Reserve an der Seite.
Dazu bauen wir noch 3 Katapulte die wir von mystischen Einheiten bewachen lassen, alles schön wie gewohnt mit STRG-Ziffer nummerieren.
Mit den Katapulten Tore, Türme, Burgen und Dorfzentren zerstören und Militärgebäude ebenfalls, damit der Gegner keine neuen Soldaten bilden kann.
Wenn der Gegner ausbricht Pause drücken und jedem Feind die richtige Kontereinheit auf den Hals hetzen, danach Pause machen und angeschlagene Einheiten heilen, Helden heilen von selbst.
Trotzdem ständig Nachschub an Truppen produzieren und dank Sammelflagge an der Front sammeln.
Göttliche Zauber wie Bronzerüstung für den finalen Schlag aufsparen.


Missionen der Kampagne:
Die Missionen bieten eigentlich reichlich Abwechselung obwohl der Hauptbestandteil meistens gleich abläuft Aufbau und alles plätten.
So muss man mal Geleitschutz geben und Aufgaben unter Zeitdruck erledigen, verschieden Gegenstände einsammeln.
Es kommt auch vor, das man nach erreichen eines Ziels, stark geskriptete neue Ziele und Aufgaben bekommt.
Die Story ist eigentlich gut und zieht sich durch die Götterwelt der Griechen, Ägypter und Wikinger, welche man in der Kampagne alle spielen darf.
Da sich jedes Volk anders spielt und besondere Eigenheiten hat wird es so schnell nicht langweilig und man hat ausreichend zu tun.

Einzelspieler:
Man kann Zufallskarten spielen, in denen man seine taktischen und strategischen Fertigkeiten unter Beweis stellen kann.
Besonders gelungene kann man aufzeichnen und später noch mal betrachten.


Mehrspieler:
Habe ich noch nicht probiert, man kann aber über ESO ( Ensemble Studios Online) gegen Gegner im Internet spielen.
Wenn man gegen bestimmte Gegner spielen will, kann man das noch erweitern.
Natürlich geht auch LAN oder direkte IP Verbindung.

Beurteilung:
Age of Mythology kann man durchweg als gutes Computerspiel betrachten, die Kampagne bringt eine gute Story und es sind genug taktische uns strategische Herausforderungen.
Im leichten Schwierigkeitsgrad ist es fast von jedem zu schaffen und im Titanenmodus sind Könner gefragt.
Dadurch wird das Spiel nie unfair und bringt keine Frustmomente in denen man nicht weiterkommt
Wohltuend ist, das in der Kampagne keine Cheats funktionieren, bekommt man Tricks natürlich hin, lohnt aber nicht, weil man gleich leicht spielen kann.
AOE 2 Veteranen fühlen sich sofort zurecht und werden auch noch ein wenig herausgefordert.
Die Steuerung ist zweckmäßig, aber größere Einheiten, wie Ballisten oder mythische Wesen verhakeln sich manchmal, so das es manchmal an engen Stellen zu Staus kommt.
Irgendwie wirkt das Spiel wie eine Mischung aus AOE 2 und Empire Earth.
Die Graphik ist nun nicht atemberauschend und wirkt auch ein wenig pixelig, erwartet man aber in Strategiespielen nicht wirklich.
Bei den Strategiespielen kann man es getrost in der Oberklasse einstufen, obwohl es noch ein paar Mängel hat.
Ich habe 43,99 € bezahlt, aber ich würde an eurer Stelle warten bis es billiger ist, dann kann man zugreifen und hat etliche schöne Stunden zu tun, bis man durch ist.
Ich habe so um die 20 Stunden gebraucht.

Meine Meinung:
Eigentlich viel drin, was sich so ein Homestratege wünscht, aber man hätte eigentlich ein Veteranensystem einbauen können und das man besondere Einheiten mit ins nächste Szenario übernehmen kann.
Den Helden hätte man noch Rollenspielelemente zuordnen können und besondere Rüstungen und steigerungsfähige Fertigkeiten.
Ich hatte aber Spaß beim Spielen und habe einige Szenarien auch mal im Titanenmodus gespielt, schaffbar aber schweineschwer.
Ich würde das Spiel als sehr gut einstufen, aber zum totalen Überknaller fehlt ein wenig, ich würde sagen wir mal 4 ½ Sterne geben.

Weitere Infos unter www.ageofmythology.com
Strategiebuch von Sybex und Komplettlösung bei www.gamestar.de
Technischer Support: 01805/672255 oder http://support.microsoft.com

Altersfreigabe: ab 12 Jahre

Euer Held Sandwarrior

PS: Dieser Beitrag ist wie üblich Karl Napf gewidmet, dem Erfinder der Hüpfburg.

40 Bewertungen