Aliens - Die Rückkehr (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von MOFFt

AUS EINS MACH VIELE ...

Pro:

mehr Action, mehr Aliens, Alien gut sichtbar, gute Effekte und Masken, S . Weaver, Königin (neu), gut 2 Stunden Film, einige neue Szenen

Kontra:

weniger Bonusmaterial als bei Teil1, kommt auch vom Film nicht an Klasse von Teil1 heran, Harte - Jungs - Show

Empfehlung:

Ja

Mit Alien (Teil1) setzte Ridley Scot einen enormen Maßstab. Auf einen solchen Streifen einen Teil2 aufzusetzen ist mit Sicherheit eine grosse Hürde. Wie diese gemeistert wurde, erfährst Du in diesem Bericht.
Ich schreibe hier von der Fernsehversion und nicht von der DVD - vom Film selbst ist der Bericht jedoch ident.



=ALLGEMEINES===

1979 (USA) entstand unter der Regie von Ridley Scot wohl einer der heute bekanntesten ScienceFiction-Horror-Streifen den sich wahrscheinlich kein Horrorfan bis heute entgehen lies.
7 Jahre später versuchte sich James Cameron an einer Fortsetzung und führte Regie bei Aliens - die Rückkehr (Alien Teil 2)
So wie Teil 1 habe ich mir auch den zweiten im Fernsehen angesehen, und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, vor allem da ich mir erst in den letzten Monaten die gesamte Alien-Staffel wieder mal reingezogen habe (geeignet für kalte Wintermonate)



=STORY===

Nachdem Lt. Ripley (Sigourney Weaver) als einzige ihrer gesamten Crew den Kampf gegen nur ein Alien überlebt, und den Raumtransporter Nostromo gesprengt hatte, befand sie sich knapp 60 Jahre auf dem Heimflug mit einer Rettungskapsel im Tiefschlaf.
Zurück auf der Erde wird sie jede Nacht von schrecklichen Alpträumen geplagt. Auch der Tag gestaltet sich für sie nicht besonders angenehm, da sie der Gesellschaft erst einmal klar machen muss warum sie einen zig-Mrd. Dollar schweren Raumtransporter vernichtet hatte und wohin ihre gesamte Crew gekommen war. Natürlich nimmt ihr keiner die Geschichte von einem fremden Alien ab und sie bekommt eine für sie minderwertige Arbeit zugeteilt.
Die Akte Ripley wird geschlossen, vor allem auch da seit Jahren auf dem Planeten LV-426 (wo sie das Alien gefunden haben) von Konolisten besiedelbar gemacht wird (Lebensraumerweiterung).
Ripley findet erst wieder Gehör als der Kontakt zu diesen Kolonisten plötzlich abreisst, und so wird sie mehr oder weniger unfreiwillig mitgenommen auf einen Rettungseinsatz. Inmitten einer Elite-Kampfeinheit soll sie als eine Art Beraterin dienen.
Mit Ripleys Instruktion bzw. Warnung ... nur ein Alien hat meine gesamte Mannschaft vernichtet, es waren dort hunderte Eier und aus jedem wurde wahrscheinlich ein Alien ... möchte ich die Story vorerst abschliessen.



=EINDRUCK===

Alien würd ich ohne Zweifel als Klassiker unter den SF-Horror-Filmen bezeichnen, von dessen Fortsetzung kann ich das nicht mehr nahtlos behaupten. Wie bei so vielen zweiten Teilen wurde hier einfach mal kräftig an Anzahl der Aliens und Action hochgeschraubt. Der Horrorteil blieb hier meiner Meinung stark auf der Strecke.
Wie zu erwarten war, haben die Aliens alle Kolonisten geschnappt und auf ihre Art eingesponnen (neu in Teil2). Die Kolonisten haben zwar versucht die Aliens zu bekämpfen bzw. zu studieren - was man an einigen Exemplaren in einem Labor erkennen kann - doch findet die Rettungstruppe vorerst keinerlei Überlebende.
Die Rettungstruppe, bestehend aus richtigen harten Jungs und noch härteren Frauen (wenn man das noch sagen kann) trägt ihr übriges zum Actionlastigen Film bei. Die Truppe schlittert bereits beim ersten Kontakt mit den Aliens durch deren Selbstüberschätzung in eine regelrechte Katastrophe und plötzlich sind einige von ihnen nicht mehr so hart, wie zu Anfang der Mission.
Mehr und mehr übernimmt Ripley wieder eine leitende Position, allein schon weil sie bisher als einzige Erfahrung mit den Biestern gemacht hat.
Hatte sie im ersten Teil noch relativ lange Haare, kürzte sie sich diese im Teil 2 mal kräftig (wobei sich der Trend auch im Teil3 beigehalten hat).
Auch ein Androide ist im Teil2 wieder mit von der Partie, dem Ripley vorerst äusserst feindlich gegenübersteht (ein älteres Modell wäre ihr im ersten Teil fast zum Verhängnis geworden)
Trotz mehrmaligem Stellen einer Bedingung von Ripley, dass die Aliens vernichtet, und nicht mitgenommen werden zu Forschungszwecken für Kampfmittel, haben sie natürlich auch in diesem Teil wieder mit der Gefahr zu kämpfen. Der Leiter der Mission versucht alles ein Alien mit zur Erde zu nehmen und geht dabei auch über Leichen aus den eigenen Reihen.
Neu ist auch ein junges Mädchen, die als einzige die Angriffe der Alien überlebt hat durch verstecken, die Ripley bald in ihre, fast mütterliche, Obhut nimmt.
Ziemlich schnell wird aus der Rettungs- bzw. Vernichtungsaktion eine Kampf ums eigene Leben ...

Wenn ich versuche die schauspielerischen Leistungen etwas zu beurteilen, fällt mir zuerst fast die gesamte Kampftruppe als reiner bis schlechter Durchschnitt auf. Im Prinzip spielen sie auch nur Nebenrollen, oder härter gesagt ... Futter für die Aliens. Auch der Leiter der Mission fällt kaum ins Gewicht.
Positiv erinnere ich mich (wie auch beim Teil1 zuvor) an S. Weaver, die zwar als (starke) Frau in einer solchen Rolle etwas ungewöhnlich ist, doch könnte ich mir auch bei diesem Teil keine bessere Besetzung vorstellen (und vor allem auch keine männliche) - k.A. warum!
Positiv auch sind die Eindrücke von Newt (dem kleinen Mädchen), sowie Bishop (dem Androiden).

Teilweise verliert sich die Handlung in unübersichtliche Kämpfe mit teils vielen Aliens. Mir persönlich hat auf jeden Fall der erste Teil besser gefallen - er hatte mehr den Touch Face to Face, Mann bzw. Frau gegen Alien.
Man bekommt zwar schon etwas mehr von den Aliens (designed von Giger) zu sehen, doch interessanter wirkte das einzelne Biest im Teil eins auf mich.
Einige neue Effekte wurden eingebaut, wie zb. die Verfolgungsjagdten in Tunnel oder Röhren wo die Alien (meist die Verfolger) auch über Kopf hinter ihrer Beute her waren.

Freunde von Explosionen, Stürmen und spektakulären Abgängen (auf beiden Seiten) werden hier bei Teil zwei eher auf ihre Kosten kommen.
Natürlich wurde auch in Hinblick auf Teil3 ein entsprechender Schluss eingebaut.



=FILMDATEN===

(Quelle www.songtext.net)
USA 1986

Länge: 131 Minuten
Freigabe: FSK 16

Regie: James Cameron

Darsteller: Sigourney Weaver, Carrie Henn
(Quelle ENDE)



=ZUSAMMENFASSUNG===

Alien (Teil1) ist sicherlich ein Klassiker unter den SF-Horror Filmen, Teil zwei ist eher ein SF-Action Nachfolger. Meiner Meinung nach kommt er bei weitem nicht an die Klasse von Teil1 heran.
Andere finden Teil2 wieder mehr gelungen, aber das liegt eben am Geschmack ob man mehr Action- oder Horrorlastig eingestellt ist.
Ein echter Alienfan wird sowieso alle Teile kennen, falls es unter Euch einen Neuling in dieser Sache geben sollte empfehle ich ihm auf jeden Fall eher den ersten Teil und erst in Folge auch die restlichen.


Ich hoffe Teil2 meiner Alien Serie hat Dir gefallen und bedanke mich fürs Lesen ... heute schon geMOFFt?




----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2005-03-19 13:14:08 mit dem Titel VIELE, VIELE ALIENS

Mit Alien ist Ridley Scott ohne Zweifel ein Science Fiction / Horror Klassiker gelungen, der selbst zu seinem 25. Jubiläum nichts an Spannung, Grusel und Nervenkitzel verloren hat. Aliens - die Rückkehr, jetzt herrscht Krieg ist die Fortsetzung 7 Jahre später.



=ALLGEMEINES===

Dieser Teil wurde unter der Regie von James Cameron (Terminator, Titanic, True Lies, ...) gedreht und ich habe nach einigem Stöbern eine special Edition aus dem Jahre 2000 bei ebay erwischt (zusammen mit zwei weiteren Alien Teilen um gerade mal 15 Euro ohne Versandkosten) - meiner Meinung wird die special Edition von Aliens momentan mit etwa 20 Euro gehandelt.
Irgendwie finde ich die Alien-Teile faszinierend, so musste ich mir einfach alle vier Teile auf DVD zulegen, zumal auf einigen davon echt gutes Bonusmaterial enthalten ist - dazu aber später.

1986 wurde Aliens - die Rückkehr - also gedreht, sicherlich war es schwer in die Fußstapfen vom ersten Teil zu treten. Also testen wir gleich mal ob diese Fortsetzung eine gelungene war.

Freigegeben ist der Film lt. FSK ab 16 Jahren (wie alle anderen Teile auch)



=STORY===

Lt. Ripley, gespielt von Sigourney Weaver überlebte im Teil 1 als einzige das Biest. Ihre gesamte Crew wurde von einem einzigen Alien vernichtet und nur sie konnte sich in eine Rettungskapsel flüchten, bevor sie den Raumtransporter Nostromo und das darin befindliche Alien gesprengt hat.
Fast 60 Jahre war sie auf ihrem Heimflug im Tiefschlaf bis sie in der Nähe der Erde gefunden und geborgen wird.
Wieder auf der Erde, wird sie geplagt von nächtlichen Alpträumen. Weiters hat sie bis zur Klärung des gesprengten, teuren Raumfrachters nur eine minderwertige Arbeit zugeteilt bekommen. Ihre Geschichte über das Alien glaubt ihr niemand mit dem Hinweis, auf dem Planeten wo sie das Alien gefunden haben sollten wohnen seit Jahren viele Kolonisten.
Wie zu erwarten war bricht kurze Zeit später der Kontakt zu diesen ab und eine Spezial Kampfeinheit wird zur Rettung dorthingeschickt. Nur mit Erpressungen können sie Ripley dazu bewegen als beratende Funktion mitzukommen.
Die Warnung von ihr an die Mannschaft - ein Alien hätte ihre gesamte Crew vernichtet, und jetzt könnten es hunderte sein - wird von den Kämpfern nicht wirklich ernst genommen. Ein Fehler, den sie bald bereuhen ...



=TECHNISCHES===

Mit 148 Minuten Laufzeit ist dieser zweite Teil der mit Abstand längste der Alien-Teile (und das liegt nicht nur an der verlängerten special Edition). Man kann wählen zwischen Deutsch und Englisch, sowie selbige Sprachen als Untertitel.
Das Cover ist in schwarz-blau-weiß Kombinationen gestyled und zeigt an der Vorderseite den Kopf eines Aliens. Weiters findet man noch die Aufdrucke Aliens und hier, bei dieser Version, Special Edition. In der Hülle selbst ist natürlich die DVD und die Szenenhistory an der Rückseite des Covers.



=EINDRUCK===

Als ersten Eindruck schlägt mir bei Aliens gleich mal die oft angewendete Hollywood-Fortsetzungs-Manier ins Auge ... mehr Gegner, mehr Blut, mehr Action, mehr Tode. Natürlich ist es fein viele Alien zu sehen, man sieht von den Viechern auch deutlich mehr als beim ersten Teil, doch der geheimnisvolle Face-to-face Eindruck geht somit leider verloren.
Auch die Harte-Jungs-Show ist hier sehr american-style, wobei die knallharten Typen dann doch nach und nach das kalte Zittern bekommen bis letztendlich wieder nur Ripley den Biestern Parole bieten kann.
Hunderte oder Tausende Aliens warten auf die Kampftruppe. Sie haben sich die Kolonisten erwartungsgemäß geschnappt und sie kokonartig eingesponnen um aus ihnen weitere Alien schlüpfen zu lassen (Chest-buster). Man erfährt wieder etwas mehr über die Spezies, wie sie sich verhält in Gruppen, wie sie ihre Opfer fangen und in ihnen weitere Alien züchten und woher die Eier kommen (dazu gibts in diesem Teil eine neue Alien Königin). Die Kolonisten haben versucht die Alien in Labors zu studieren, vor allem die Face-Hugger (die sich ans Gesicht krallen um dann den Embryo im Körper des Wirts einzupflanzen), doch es hat nichts genützt. Nur ein kleines Mädchen hat sich vor den Biestern verstecken können. Als dieses von Ripley gefunden wird, nimmt sie sich ihrer an und entwickelt fast mütterliche Beschützerinstinkte - die Rolle der harten, kämpfenden Frau, die doch viel Herz zeigt steht ihr gut und sie spielt wiederum hervorragend, so wie wir es schon von Alien 1 gewohnt sind.
Wenn wir schon bei den schauspielerischen Leistungen sind fallen mir ausser die von S. Weaver nicht viele ein, die mir besonders in Gedanken hängengeblieben wären. Die gesamte Kampftruppe spielen eigentlich nur die harten Jungs und Mädels (sind auch dabei) und bringen maximal harte Sprüche ... sie sind mehr oder weniger Futter für die Aliens.
Das kleine Mädchen Newt bzw. Rebecca (Carrie Henn) spielt für ihr Alter meiner Meinung nach sehr gut und bringt das verschreckte, elternlose Mädchen super rüber.
Hicks (Michael Biehn), der die Truppe später anführt wirkt sympathisch und versucht so viele zu retten wie möglich.
Lence Henriksen, spielt den Androiden Bischop und hat ein einprägsames Gesicht. Er bringt Ruhe und Überlegtheit ins Geschehen.
Sicherlich spielt keiner von der gesamten Truppe schlecht, doch wirklich überzeugen konnte mich wie gesagt nur Ripley und Newt.
Kurz gesagt, eine Fortsetzung die einiges mehr Action, Explosionen und Aliens bietet, was leider auf Kosten von einem geheimnisvollen einzelnen Alien geht, das sichtlich mehr Horror und Nervenkitzel bewirkte.

Neben den normalen DVD-Funktionen wie Sprachauswahl, Filmstart und Kapitelwahl, sehen wir uns das Bonusmaterial an, das auf einer Special Edition ja reichlich vorhanden sein sollte, die da wären:
Interview mit James Cameron)
Infos über ihn und seine Vorgehensweise beim Film in Englisch
Aliens, hinter den Kulissen)
Hier findet der Alien Fan einige interessante Infos, meist stumme Filme oder Bilder über Modelle (der Kolonie, Chestbuster), über Mechanismen hinter den Modellen oder die Entstehungsweise der Königin
Kinotrailer)
original Kinotrailer zum Film
Galerie)
einige Bilder und Informationen zu verschiedenen Themen (Besetzung, Kolonie, Facehugger, Aliens, Königin, ...)
Lt. Angaben am Coverbook enthält der Film auch über 17 Minuten restauriertes Filmmaterial. Ich nehme an, dabei handelt es sich um einige Szenen die ich bisher noch nicht gesehen hatte. Da gibts zum Beispiel eine Information nach Rippleys Rückkehr, dass sie eine Tochter gehabt hat vor ihrer ersten Mission (diese starb aber während ihrer 57 Jahre Tiefschlaf auf natürliche Art und Weise). Eine weitere, relativ ausführliche Szene sind Aufnahmen von der Kolonie bzw. der noch lebenden Personen (wie sie gearbeitet haben und wer letztendlich das Aliennest entdeckt hat, bevor der Schrecken begann).
Irgendwo mittendrin ist mir ein grober Ton-Qualitätsabfall aufgefallen (wenige Minuten lang), ansonsten kann ich an dieser Stelle weder über Ton noch Bild nachteiliges berichten, der Eindruck ist bei beidem gut (vor allem wenn man den doch schon fast 20 Jahre alten Film bedenkt) und läßt mit meiner Stereoanlage doch ein bisschen Kinoatmosphäre aufkommen.
In Summe bietet das Bonusmaterial doch einige Infos, vor allem für Alien Fans, die sich lohnen es zu kaufen aber verglichen zu Alien 1 (special edition) hinkt auch hier die Fortsetzung hinterher.



Somit ist ein Punkt Abzug eine klare Sache, denn sowohl Film wie auch Bonusmaterial kommen dem ersten Teil nicht ganz nach.
20 Euro wär mir der Teil nicht ganz wert, doch wenn ihr ihn wo günstig erwischt kann ich hiermit eine klare Kaufempfehlung aussprechen ... echte Alienfans werden sowieso alle Teile haben bzw. die Alien Quadrologie.



Dank fürs Lesen ... wünsche Dir schaurige Stunden ...
... heute schon geMOFFt?

21 Bewertungen, 1 Kommentar

  • glowhand

    15.04.2005, 22:30 Uhr von glowhand
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse bericht, wurde eigentlich alles gesagt, was man wissen sollte...:o) weiter so! und noch viel spaß bei yopi. mfg, glowhand