Erfahrungsbericht von searcher
Gelbe Engel - Retter in größter Not!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich Euch von meinen ganz persönlichen Erfahrungen mit den \"Gelben Engeln\" vom ADAC schildern...
Hierzu muss ich zunächt einmal ein wenig ausholen.
Als ich 1996 meinen Führerschein machte, schloss ich nach Rat von meinem Vater eine Mitgliedschaft beim ADAC ab. Damals kostete das erste Jahr 50 DM Jahresmitgliedschaftsbeitrag (kann mich da noch so dunkel dran erinnern).
Somit war ich gegen Pannen innerhalb von Deutschland sorgenfrei.
Ich nahm im Zeitraum von 1996 - 2001 den ADAC 4 mal in Inspruch mit meinem damaligen Wagen -einem Ford Fiesta Baujahr 1989-, wobei das letzte mal das prägenste Erlebnis darstelltellen sollte...
Das erste und zweite Mal
************************
Dummerweise war ich im Winter 1999 mit meinem Fiesta früh morgens zur Arbeit gefahren und hatte das Licht vergessen auszustellen (Gott sei Dank gibt es heute akkustische Warnsignale wenn man das Licht vergißt auszustellen). Was sich natürlich am späten Nachmittag als ein ganz toller Fehler herausstellte... ;)
Also rief ich beim ADAC an. Nach ca. 30 Minuten eilte auch schon ein freundlicher ADAC-Mechaniker an und überbrückte meine Batterie.
Dann mußte ich noch den Arbeitsauftrag unterschreiben und ca. 15 Minuten lief alles wieder perfekt!
Ohne einen Pfennig zusätzlich zu zahlen konnte ich meinen Heimweg antreten.
Das dritte Mal
**************
An einem warmen verregneten Frühlingstag war ich geschäftlich auf der Autobahn unterwegs.
Nichts böses ahnend hatte ich mich nach einem anstrengenden Arbeitstag auf die Heimfahrt gemacht, als plötzlich Rauch in meinem Fiesta im Innenraum auftrat. Vielleicht könnt Ihr Euch ja den Schreck vorstellen, wenn bei einer Geschwindigkeit von 150 km/h auf einmal eine Rauchbildung entwickelt...
Ich bremste meinen Wagen also vorsichtig ab und blieb auf dem Seitenstreifen stehen. Per Handy rief ich den ADAC an.
Nach ca. 40 Minuten (im Berufsverkehr!) kam ein freundlicher ADAC-Mechaniker und guckte sich die ganze Geschichte an. Als er mir sagte, dass wohl der Kühler geplatzt sei und ich nicht mehr weiterfahren könnte hätte ich jodeln können ;) (was für einen Ruhrpötter schon etwas besonderes ist!)
Der ADAC-Mechaniker rief auch gleich einen Abschleppwagen, der nach einer halben Stunde kam und mein Auto verlud.
Zum Glück war mein Auto 20 km vor meiner Heimatstadt Dortmund stehengeblieben und ich wurde direkt zur Fordwerkstatt in meiner Nähe gefahren. Natürlich kamen wir um 18:05 an der Werkstatt an, so dass ich mein Auto nicht mehr bei der Werkstatt anmelden konnte.
Aber ich war froh, dass alles so unproblematisch ablief.
Für meinen nächsten Urlaub entschied ich mich dann zu einer ADAC-Plusmitgliedschaft, die auch Schutz im Ausland beinhaltet.
Das vierte und letzte Mal
*************************
Im Sommer, genauer gesagt Ende Juli 2001 überlegte ich, was ich meiner Freundin mit der ich Anfang August 2001 zwei Jahre zusammen sein sollte schenken könnte.
Da in mir der Romantiker aufstieg entschied ich mich kurzfristig für einen Kurztripp von Mittwoch bis zum Freitag nach Paris -mit Anreise an unserem zweijährigen und einem morgentlichen Frühstück an der Seine- entschieden hatte machte ich mich auf die Suche nach einem Hotel.
Ich bekam von einem Bekannten den Tipp, dass es beim ADAC auch für Mitglieder günstige und gute Hotels geben sollte. Also machte ich mich 4 Tage vor geplantem Reisebeginn auf den Weg ins ADAC-Reisebüro.
Eine freundliche Beraterin zeigte mir einige Angebote. Teilweise allerdings auch nicht ganz in City-Nähe. Ich entschied mich letztendlich für ein 5 Sternehotel im Innenstadtbezirk. Gut, zwar a.... teuer, aber es war ja auch ein großer Anlass... ;)
Meiner Freundin hatte ich am Tag zuvor gesagt, dass ich eine Überraschung für Sie hätte und Sie ein paar Sachen in den Koffer packen solle. Ich würde dann so gegen 2 Uhr bei Ihr erscheinen.
Als ich Sie dann abholte verriet ich Ihr wohin es letztendlich gehen sollte. Sie hatte schonmal für alle Fälle einen riesigen Picknickkorb mit allerlei leckeren Sachen sowie Wein und Sekt fertig gemacht.
...Frauen können sowas wohl ahnen... ;)
Also gings mitten in der Nacht los nach Paris.
Wir waren bereits schon in Frankreich und sahen auch Paris auf den Abstandsschildern immer näher kommen. Das letzte Schild nahm ich mit einer Rest-Entfernungsangabe von 70 km wahr.
Plötzlich wurde der Wagen immer langsamer, ich drückte das Gaspedal durch doch es kam keine Leistung...
Ich rettete meinen Wagen bis zur nächsten Tankstelle, die etwa 500 m entfernt war.
Dann nahm der Alptraum seinen Lauf:
Ich muss gestehen, dass ich der französichen Sprache nicht ganz mächtig bin, bis auf ein paar Brocken aus der Schulzeit. Hier lag auch schon das erste Problem. Ich musste dem Mechaniker erklären was defekt war... ich probierte es auf Englisch, doch sein Englisch war so gut wie mein Chinesisch... ;)
Also gestikulierte ich wild und führte ihm mein Auto vor. Er schaute es sich dann endlich an. Die Zeit nutzte ich um in Deutschland die ADAC-Servicenummer anzurufen.
Eine nette Stimme fragte mich nach meiner Mitgliedsnummer und fragte wo ich sei. Ich gab die Adresse der Tankstelle an.
Die ADAC-Mitarbeiterin nannte mir dann eine Servicenummer vom ADAC in Frankreich. Ich bedankte mich und rief anschließend in Lille beim ADAC an.
Erneut begrüßte mich eine freundliche Stimme. Nachdem ich die Panne gemeldet hatte, wurde ich gefragt, ob ich denn meinen ADAC-Auslandschutzbrief dabei hätte... Was soll ich sagen... leider hatte ich diesen bei aller Vorfreude Zuhause liegen gelassen.
Ich hatte schon irgend so eine Vorahnung und frage den ADAC-Serviceberater ob ich meinen Wagen bis nach Paris (immerhin 70 km) abschleppen lassen könnte. Das wurde leider verneint, da bereits in 21 km die nächste Fordwerkstatt liegen sollte.
Nach dem Gespräch ging ich zurück zur Werkstatt wo der Mechaniker mir sein wohl einziges englisches Wort entgegenbrachte: \"F I N I S H\" was soviel heißen sollte wie: nichts zu machen, der Wagen muss abgeschleppt werden.
Ich informierte den ADAC, dass ein Abschleppwagen gerufen wurde und holte mir die Kostenübernahmegarantie. Sobald ich in der Werkstatt wäre, sollte ich mich wieder melden.
Zwischenzeitlich war ich nervlich total fertig, da ich alles so schön geplant hatte...
Aber meine Freundin öffnete während wir warteten den Picknickkorb und wir frühstückten auf dem Parkplatz einer Shelltankstelle -und nicht wie geplant romantisch an der Seine-.
Wir wurden mit dem Abschleppwagen zur Fordwerkstatt gefahren. Die lag irgendwo im Niemandsland...
Dort angekommen schilderte der Fahrer des Abschleppwagens kurz das Problem. Als der Mechanikermeister mich dann etwas auf französisch frage verstand ich es nicht. Wie sich herausstellte sprach keiner dort englisch...
Dann kam mir die Idee den ADAC-Service anzurufen. Eine freundliche Dame sprach zunächst mit dem Werkstattmeister und übersetzte mir anschließend was dieser gesagt hatte. Super Service!
Doch was ich hören musste war weniger schön. Der Wagen könne nicht an diesem Tag repariert werden und es sei fraglich, wie lange es dauern könnte.
Ich erkundigte mich dann beim ADAC welche Möglichkeiten mir offen stehen würden. Die freundliche Dame bot mir 2 Möglichkeiten an:
1. Möglichkeit:
- der ADAC übernimmt ein Hotel in der Nähe der Werkstatt
2. Möglichkeit:
- der ADAC bezahlt die Weiterfahrt zum Urlaubsort, somit den Zug bis nach Paris.
Da wir ich für meine Freundin und mich den Urlaub gebucht hatte, entschieden wir uns am Mittwochnachmittag für die zweite Möglichkeit. Der ADAC organisierte uns ein Taxi, dass uns zum kleinen Bahnhof des Ortes fuhr (kostenfrei). Am Schalter sollten Karten für uns reserviert sein, aber leider wurde mir eine falsche Nummer genannt, somit musste ich in Vorleistung treten.
Völlig erschöpft und mit schwerem Gepäck stiegen wir endlich in den Zug ein.
Am Pariser Bahnhof nahmen wir dann die Metro und kamen völlig erschöpft am Hotel an.
Abends rief mich dann nochmal eine Dame vom ADAC an und teilte mir mit, dass der Wagen wohl nicht vor Donnerstagabend fertig werden sollte und das irgendein Schaden an der Kupplung vorläge und dass die Reperatur wohl so um die 700 DM liegen würde. Ich dachte nur, Hauptsache er ist zum Abreisetag, dem Freitagmorgen fertig, alles andere wahr mir da schon egal...
Nachdem wir uns von dem erlebten erholt hatten hatten wir noch eine richtig schöne Zeit in Paris.
Es nahte der Donnerstagnachmittag und ich wartete auf einen Anruf vom ADAC. Um 16 Uhr erhielt ich einen Anruf, dass die Werkstatt den Wagen nicht am Freitag fertig kriegen würde und Samstags hätte die Werkstatt zu...
Ich dachte mir das das alles doch nicht wahr sein könnte... Die Dame vom ADAC fragte mich, ob ich die Möglichkeit hätte erst am Montag abzureisen oder mit dem Zug nach Hause fahren könnte und wenn der Wagen fertig wäre nochmal mit dem Zug nach Paris fahren wolle um meine Auto abzuholen.
Ich erklärte Ihr das weder die erste Möglichkeit in Frage käme (da ich ab Montag wieder arbeiten musste) noch die zweite (ich wollte nicht nocheinmal in diese Einöde wo die Werkstatt lag).
Dies nahm die Dame hin und versprach mir nochmals einen Rückruf.
Nach 10 Minuten klingelte dann wieder mein Handy, diesmal mit einer guten Nachricht! Der ADAC würde uns ein Hotelzimmer für den Freitag auf Samstag besorgen und was noch besser war: Obwohl die Werkstatt samstags zu hat, wollte ein Mechaniker meinen Wagen am Samstagvormittag reparieren.
Die nette Dame bestellte uns ein Taxi, welches uns zu unserem Hotel (übrigens IBIS-Hotel sehr zu empfehlen!) brachte.
Doch leider lief hier bei der Buchung etwas schief und ich musste für mich und meine Freundin in Vorleistung treten, aber dies war halb so wild.
Am nächsten Morgen (Samstag) klingelte das Handy als wir gerade beim Frühstück saßen. Der ADAC informierte uns, dass wir uns beeilen müssten, da die Zugverbindung zu dem Ort der Werkstatt so schlecht sei und der übernächste Zug dort zu spät ankommen würde. Wir hätten noch ca. 35 Minunten Zeit...
Innerhalb von 10 Minuten stopften wir alles in die Koffer und checkten aus. Dann kam auch schon das Taxi, das uns nach Paris zum Bahnhof bringen sollte. Der Fahrer fuhr zügig und wir kamen 10 Minunten bevor der Zug abfahren sollte an. Doch wir mussten noch Fahrkarten kaufen.. 2 Minuten bevor der Zug abfuhr waren wir im Zug.
Voller Vorfreude auf mein Auto wurden wir am Bahnhof von einem Taxi das der ADAC organisierte abgeholt.
An der Werkstatt angekommen wollte ich bezahlen... Da ich nicht soviel französisches Bargeld dabei hatte, wollte ich mit meiner EC-Karte der Volksbank bezahlen (Kreditpartner ist hier MAESTRO). Die Dame an der Kasse bei Ford zog die Karte durch, aber nichts tat sich! (Wohlgemerkt, das Konto war über den vollen Betrag gedeckt!).
Die Dame fragte mich gestikulierend ob ich eine andere Kreditkarte hätte, diese hatte ich aber leider nicht. Sie zuckte mit den Schultern nach dem Motto \"Schade, dann können Sie ihr Auto heute nicht wiederbekommen\"..
Glaubt mir, wenn Ihr in irgendeiner fremdsprachigen Einöde seid und man Eurer Auto festhält, da kann man langsam aber sicher verzweifeln!
Mein erster Gedanke... ADAC! Ich rief vom Autohaus an und bat die nette Dame vom ADAC zu vermitteln. Sie teilte mir mit, dass in der Nähe ein Einkaufszentrum sei, dort wären Geldautomaten. Ich sollte mich aber beeilen, da die Werkstatt in 30 Minuten zumacht.
Gesagt getan liefen wir zu diesem Einkaufszentrum.. doch die Ernüchterung war groß als auch diese Automaten meine EC-Karte zurückwiesen...
Beim Autohaus zurück angekommen rief ich wieder den ADAC an und bat um eine Lösung, da wir Samstagmittag hätten, die Werkstatt in 10 Minuten zumachen würde und ich sonst mit meiner Freundin nicht nach Hause fahren könnte.
Dann kam die Aktion, die mich für mein Leben lang an den ADAC binden wird:
Ich schilderte der Dame vom ADAC, dass das Geld auf meinem Konto sei, ich aber nicht an das Geld kommen könnte, da die EC-Karte nicht akzeptiert wird.
Die Dame sprach anschließend direkt mit dem Chef des Autohauses, in einem 15 minütigem Gespräch einigten Sie sich darauf, dass der ADAC von mir eine Schuldverschreibung unterschreiben lassen würde und der ADAC wiederum eine Kostenübernahmegarantie an Ford faxen würde.
Während der 15 Minuten gingen mir tausend Dinge durch den Kopf, unter anderem auch die Tatsache, dass mein Wagen auf dem Hof steht und ich den Ersatzschlüssel ja noch in der Tasche habe... Aber ich blieb ein artiger deutscher Staatsbürger ohne Vorstrafen! ;)
Als die Dame vom ADAC dies mitteilte hätte ich Luftsprünge machen können! Nach kurzer Zeit kam das Fax vom ADAC, das ich unterschrieb, sowie die Kostenübernahmegarantie für das Autohaus. Ich bekam meinen Schlüssel und machte mich zusammen mit meiner Freundin auf den Heimweg.
Wir kamen gut und sicher wieder in Dortmund an. Und ich bekam sogar an diesem Nachmittag noch die 2. Halbzeit der Fussball-Bundesliga im Radio über WDR2 mit.
An diesem Tag gewann Dortmund und ich war noch ein Stückchen glücklicher!
Am Montag überwies ich dann gleich die Rechnungssumme, schrieb einen Dankes-Brief an den ADAC und legte meine ausgelegten Rechnungen bei, die innerhalb von 2 Wochen überwiesen wurden.
FAZIT:
******
Ohne den ADAC wären wir im Ausland aufgeschmissen und verloren gewesen. Erst der Service des ADAC hat uns den Kurzurlaub noch ein wenig genießen lassen.
Ich kann jedem nur empfehlen vor Auslandsreisen schnell noch eine ADAC-Plusmitgliedschaft abzuschließen.
Ich für meinen Teil werde dem ADAC treu bleiben! Sollte dies jemand von der ADAC-Belegschaft lesen, sage ich: Hut ab für diesen Service und DANKE!
Nun ist dies schon fast ein Jahr her... Den Fiesta gibt es nicht mehr, die ADAC-Mitglieschaft gibt es immer noch ...und mit meiner Freundin erlebe ich unser dreijähriges dieses Jahr auf Kreta!
**** HAPPY END ****
Hierzu muss ich zunächt einmal ein wenig ausholen.
Als ich 1996 meinen Führerschein machte, schloss ich nach Rat von meinem Vater eine Mitgliedschaft beim ADAC ab. Damals kostete das erste Jahr 50 DM Jahresmitgliedschaftsbeitrag (kann mich da noch so dunkel dran erinnern).
Somit war ich gegen Pannen innerhalb von Deutschland sorgenfrei.
Ich nahm im Zeitraum von 1996 - 2001 den ADAC 4 mal in Inspruch mit meinem damaligen Wagen -einem Ford Fiesta Baujahr 1989-, wobei das letzte mal das prägenste Erlebnis darstelltellen sollte...
Das erste und zweite Mal
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Dummerweise war ich im Winter 1999 mit meinem Fiesta früh morgens zur Arbeit gefahren und hatte das Licht vergessen auszustellen (Gott sei Dank gibt es heute akkustische Warnsignale wenn man das Licht vergißt auszustellen). Was sich natürlich am späten Nachmittag als ein ganz toller Fehler herausstellte... ;)
Also rief ich beim ADAC an. Nach ca. 30 Minuten eilte auch schon ein freundlicher ADAC-Mechaniker an und überbrückte meine Batterie.
Dann mußte ich noch den Arbeitsauftrag unterschreiben und ca. 15 Minuten lief alles wieder perfekt!
Ohne einen Pfennig zusätzlich zu zahlen konnte ich meinen Heimweg antreten.
Das dritte Mal
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An einem warmen verregneten Frühlingstag war ich geschäftlich auf der Autobahn unterwegs.
Nichts böses ahnend hatte ich mich nach einem anstrengenden Arbeitstag auf die Heimfahrt gemacht, als plötzlich Rauch in meinem Fiesta im Innenraum auftrat. Vielleicht könnt Ihr Euch ja den Schreck vorstellen, wenn bei einer Geschwindigkeit von 150 km/h auf einmal eine Rauchbildung entwickelt...
Ich bremste meinen Wagen also vorsichtig ab und blieb auf dem Seitenstreifen stehen. Per Handy rief ich den ADAC an.
Nach ca. 40 Minuten (im Berufsverkehr!) kam ein freundlicher ADAC-Mechaniker und guckte sich die ganze Geschichte an. Als er mir sagte, dass wohl der Kühler geplatzt sei und ich nicht mehr weiterfahren könnte hätte ich jodeln können ;) (was für einen Ruhrpötter schon etwas besonderes ist!)
Der ADAC-Mechaniker rief auch gleich einen Abschleppwagen, der nach einer halben Stunde kam und mein Auto verlud.
Zum Glück war mein Auto 20 km vor meiner Heimatstadt Dortmund stehengeblieben und ich wurde direkt zur Fordwerkstatt in meiner Nähe gefahren. Natürlich kamen wir um 18:05 an der Werkstatt an, so dass ich mein Auto nicht mehr bei der Werkstatt anmelden konnte.
Aber ich war froh, dass alles so unproblematisch ablief.
Für meinen nächsten Urlaub entschied ich mich dann zu einer ADAC-Plusmitgliedschaft, die auch Schutz im Ausland beinhaltet.
Das vierte und letzte Mal
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Im Sommer, genauer gesagt Ende Juli 2001 überlegte ich, was ich meiner Freundin mit der ich Anfang August 2001 zwei Jahre zusammen sein sollte schenken könnte.
Da in mir der Romantiker aufstieg entschied ich mich kurzfristig für einen Kurztripp von Mittwoch bis zum Freitag nach Paris -mit Anreise an unserem zweijährigen und einem morgentlichen Frühstück an der Seine- entschieden hatte machte ich mich auf die Suche nach einem Hotel.
Ich bekam von einem Bekannten den Tipp, dass es beim ADAC auch für Mitglieder günstige und gute Hotels geben sollte. Also machte ich mich 4 Tage vor geplantem Reisebeginn auf den Weg ins ADAC-Reisebüro.
Eine freundliche Beraterin zeigte mir einige Angebote. Teilweise allerdings auch nicht ganz in City-Nähe. Ich entschied mich letztendlich für ein 5 Sternehotel im Innenstadtbezirk. Gut, zwar a.... teuer, aber es war ja auch ein großer Anlass... ;)
Meiner Freundin hatte ich am Tag zuvor gesagt, dass ich eine Überraschung für Sie hätte und Sie ein paar Sachen in den Koffer packen solle. Ich würde dann so gegen 2 Uhr bei Ihr erscheinen.
Als ich Sie dann abholte verriet ich Ihr wohin es letztendlich gehen sollte. Sie hatte schonmal für alle Fälle einen riesigen Picknickkorb mit allerlei leckeren Sachen sowie Wein und Sekt fertig gemacht.
...Frauen können sowas wohl ahnen... ;)
Also gings mitten in der Nacht los nach Paris.
Wir waren bereits schon in Frankreich und sahen auch Paris auf den Abstandsschildern immer näher kommen. Das letzte Schild nahm ich mit einer Rest-Entfernungsangabe von 70 km wahr.
Plötzlich wurde der Wagen immer langsamer, ich drückte das Gaspedal durch doch es kam keine Leistung...
Ich rettete meinen Wagen bis zur nächsten Tankstelle, die etwa 500 m entfernt war.
Dann nahm der Alptraum seinen Lauf:
Ich muss gestehen, dass ich der französichen Sprache nicht ganz mächtig bin, bis auf ein paar Brocken aus der Schulzeit. Hier lag auch schon das erste Problem. Ich musste dem Mechaniker erklären was defekt war... ich probierte es auf Englisch, doch sein Englisch war so gut wie mein Chinesisch... ;)
Also gestikulierte ich wild und führte ihm mein Auto vor. Er schaute es sich dann endlich an. Die Zeit nutzte ich um in Deutschland die ADAC-Servicenummer anzurufen.
Eine nette Stimme fragte mich nach meiner Mitgliedsnummer und fragte wo ich sei. Ich gab die Adresse der Tankstelle an.
Die ADAC-Mitarbeiterin nannte mir dann eine Servicenummer vom ADAC in Frankreich. Ich bedankte mich und rief anschließend in Lille beim ADAC an.
Erneut begrüßte mich eine freundliche Stimme. Nachdem ich die Panne gemeldet hatte, wurde ich gefragt, ob ich denn meinen ADAC-Auslandschutzbrief dabei hätte... Was soll ich sagen... leider hatte ich diesen bei aller Vorfreude Zuhause liegen gelassen.
Ich hatte schon irgend so eine Vorahnung und frage den ADAC-Serviceberater ob ich meinen Wagen bis nach Paris (immerhin 70 km) abschleppen lassen könnte. Das wurde leider verneint, da bereits in 21 km die nächste Fordwerkstatt liegen sollte.
Nach dem Gespräch ging ich zurück zur Werkstatt wo der Mechaniker mir sein wohl einziges englisches Wort entgegenbrachte: \"F I N I S H\" was soviel heißen sollte wie: nichts zu machen, der Wagen muss abgeschleppt werden.
Ich informierte den ADAC, dass ein Abschleppwagen gerufen wurde und holte mir die Kostenübernahmegarantie. Sobald ich in der Werkstatt wäre, sollte ich mich wieder melden.
Zwischenzeitlich war ich nervlich total fertig, da ich alles so schön geplant hatte...
Aber meine Freundin öffnete während wir warteten den Picknickkorb und wir frühstückten auf dem Parkplatz einer Shelltankstelle -und nicht wie geplant romantisch an der Seine-.
Wir wurden mit dem Abschleppwagen zur Fordwerkstatt gefahren. Die lag irgendwo im Niemandsland...
Dort angekommen schilderte der Fahrer des Abschleppwagens kurz das Problem. Als der Mechanikermeister mich dann etwas auf französisch frage verstand ich es nicht. Wie sich herausstellte sprach keiner dort englisch...
Dann kam mir die Idee den ADAC-Service anzurufen. Eine freundliche Dame sprach zunächst mit dem Werkstattmeister und übersetzte mir anschließend was dieser gesagt hatte. Super Service!
Doch was ich hören musste war weniger schön. Der Wagen könne nicht an diesem Tag repariert werden und es sei fraglich, wie lange es dauern könnte.
Ich erkundigte mich dann beim ADAC welche Möglichkeiten mir offen stehen würden. Die freundliche Dame bot mir 2 Möglichkeiten an:
1. Möglichkeit:
- der ADAC übernimmt ein Hotel in der Nähe der Werkstatt
2. Möglichkeit:
- der ADAC bezahlt die Weiterfahrt zum Urlaubsort, somit den Zug bis nach Paris.
Da wir ich für meine Freundin und mich den Urlaub gebucht hatte, entschieden wir uns am Mittwochnachmittag für die zweite Möglichkeit. Der ADAC organisierte uns ein Taxi, dass uns zum kleinen Bahnhof des Ortes fuhr (kostenfrei). Am Schalter sollten Karten für uns reserviert sein, aber leider wurde mir eine falsche Nummer genannt, somit musste ich in Vorleistung treten.
Völlig erschöpft und mit schwerem Gepäck stiegen wir endlich in den Zug ein.
Am Pariser Bahnhof nahmen wir dann die Metro und kamen völlig erschöpft am Hotel an.
Abends rief mich dann nochmal eine Dame vom ADAC an und teilte mir mit, dass der Wagen wohl nicht vor Donnerstagabend fertig werden sollte und das irgendein Schaden an der Kupplung vorläge und dass die Reperatur wohl so um die 700 DM liegen würde. Ich dachte nur, Hauptsache er ist zum Abreisetag, dem Freitagmorgen fertig, alles andere wahr mir da schon egal...
Nachdem wir uns von dem erlebten erholt hatten hatten wir noch eine richtig schöne Zeit in Paris.
Es nahte der Donnerstagnachmittag und ich wartete auf einen Anruf vom ADAC. Um 16 Uhr erhielt ich einen Anruf, dass die Werkstatt den Wagen nicht am Freitag fertig kriegen würde und Samstags hätte die Werkstatt zu...
Ich dachte mir das das alles doch nicht wahr sein könnte... Die Dame vom ADAC fragte mich, ob ich die Möglichkeit hätte erst am Montag abzureisen oder mit dem Zug nach Hause fahren könnte und wenn der Wagen fertig wäre nochmal mit dem Zug nach Paris fahren wolle um meine Auto abzuholen.
Ich erklärte Ihr das weder die erste Möglichkeit in Frage käme (da ich ab Montag wieder arbeiten musste) noch die zweite (ich wollte nicht nocheinmal in diese Einöde wo die Werkstatt lag).
Dies nahm die Dame hin und versprach mir nochmals einen Rückruf.
Nach 10 Minuten klingelte dann wieder mein Handy, diesmal mit einer guten Nachricht! Der ADAC würde uns ein Hotelzimmer für den Freitag auf Samstag besorgen und was noch besser war: Obwohl die Werkstatt samstags zu hat, wollte ein Mechaniker meinen Wagen am Samstagvormittag reparieren.
Die nette Dame bestellte uns ein Taxi, welches uns zu unserem Hotel (übrigens IBIS-Hotel sehr zu empfehlen!) brachte.
Doch leider lief hier bei der Buchung etwas schief und ich musste für mich und meine Freundin in Vorleistung treten, aber dies war halb so wild.
Am nächsten Morgen (Samstag) klingelte das Handy als wir gerade beim Frühstück saßen. Der ADAC informierte uns, dass wir uns beeilen müssten, da die Zugverbindung zu dem Ort der Werkstatt so schlecht sei und der übernächste Zug dort zu spät ankommen würde. Wir hätten noch ca. 35 Minunten Zeit...
Innerhalb von 10 Minuten stopften wir alles in die Koffer und checkten aus. Dann kam auch schon das Taxi, das uns nach Paris zum Bahnhof bringen sollte. Der Fahrer fuhr zügig und wir kamen 10 Minunten bevor der Zug abfahren sollte an. Doch wir mussten noch Fahrkarten kaufen.. 2 Minuten bevor der Zug abfuhr waren wir im Zug.
Voller Vorfreude auf mein Auto wurden wir am Bahnhof von einem Taxi das der ADAC organisierte abgeholt.
An der Werkstatt angekommen wollte ich bezahlen... Da ich nicht soviel französisches Bargeld dabei hatte, wollte ich mit meiner EC-Karte der Volksbank bezahlen (Kreditpartner ist hier MAESTRO). Die Dame an der Kasse bei Ford zog die Karte durch, aber nichts tat sich! (Wohlgemerkt, das Konto war über den vollen Betrag gedeckt!).
Die Dame fragte mich gestikulierend ob ich eine andere Kreditkarte hätte, diese hatte ich aber leider nicht. Sie zuckte mit den Schultern nach dem Motto \"Schade, dann können Sie ihr Auto heute nicht wiederbekommen\"..
Glaubt mir, wenn Ihr in irgendeiner fremdsprachigen Einöde seid und man Eurer Auto festhält, da kann man langsam aber sicher verzweifeln!
Mein erster Gedanke... ADAC! Ich rief vom Autohaus an und bat die nette Dame vom ADAC zu vermitteln. Sie teilte mir mit, dass in der Nähe ein Einkaufszentrum sei, dort wären Geldautomaten. Ich sollte mich aber beeilen, da die Werkstatt in 30 Minuten zumacht.
Gesagt getan liefen wir zu diesem Einkaufszentrum.. doch die Ernüchterung war groß als auch diese Automaten meine EC-Karte zurückwiesen...
Beim Autohaus zurück angekommen rief ich wieder den ADAC an und bat um eine Lösung, da wir Samstagmittag hätten, die Werkstatt in 10 Minuten zumachen würde und ich sonst mit meiner Freundin nicht nach Hause fahren könnte.
Dann kam die Aktion, die mich für mein Leben lang an den ADAC binden wird:
Ich schilderte der Dame vom ADAC, dass das Geld auf meinem Konto sei, ich aber nicht an das Geld kommen könnte, da die EC-Karte nicht akzeptiert wird.
Die Dame sprach anschließend direkt mit dem Chef des Autohauses, in einem 15 minütigem Gespräch einigten Sie sich darauf, dass der ADAC von mir eine Schuldverschreibung unterschreiben lassen würde und der ADAC wiederum eine Kostenübernahmegarantie an Ford faxen würde.
Während der 15 Minuten gingen mir tausend Dinge durch den Kopf, unter anderem auch die Tatsache, dass mein Wagen auf dem Hof steht und ich den Ersatzschlüssel ja noch in der Tasche habe... Aber ich blieb ein artiger deutscher Staatsbürger ohne Vorstrafen! ;)
Als die Dame vom ADAC dies mitteilte hätte ich Luftsprünge machen können! Nach kurzer Zeit kam das Fax vom ADAC, das ich unterschrieb, sowie die Kostenübernahmegarantie für das Autohaus. Ich bekam meinen Schlüssel und machte mich zusammen mit meiner Freundin auf den Heimweg.
Wir kamen gut und sicher wieder in Dortmund an. Und ich bekam sogar an diesem Nachmittag noch die 2. Halbzeit der Fussball-Bundesliga im Radio über WDR2 mit.
An diesem Tag gewann Dortmund und ich war noch ein Stückchen glücklicher!
Am Montag überwies ich dann gleich die Rechnungssumme, schrieb einen Dankes-Brief an den ADAC und legte meine ausgelegten Rechnungen bei, die innerhalb von 2 Wochen überwiesen wurden.
FAZIT:
******
Ohne den ADAC wären wir im Ausland aufgeschmissen und verloren gewesen. Erst der Service des ADAC hat uns den Kurzurlaub noch ein wenig genießen lassen.
Ich kann jedem nur empfehlen vor Auslandsreisen schnell noch eine ADAC-Plusmitgliedschaft abzuschließen.
Ich für meinen Teil werde dem ADAC treu bleiben! Sollte dies jemand von der ADAC-Belegschaft lesen, sage ich: Hut ab für diesen Service und DANKE!
Nun ist dies schon fast ein Jahr her... Den Fiesta gibt es nicht mehr, die ADAC-Mitglieschaft gibt es immer noch ...und mit meiner Freundin erlebe ich unser dreijähriges dieses Jahr auf Kreta!
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