Erfahrungsbericht von bidone
Kunststoff und Lederreparaturset für das Auto
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Als ich mir im vorigem Jahr ein Auto kaufen wollte stieß ich auf einen Rover 414. Der war von der Ausstattung sehr schön. Klima, ZV, Servo usw. Alles wie ich es gern haben wollte.
Leider war an der Fahrertür ein großer Riss in der Armauflage. Durch diesen Schönheitsfehler war der Wagen relativ preisgünstig und ich kaufte Ihn trotzdem.
Mit der Zeit habe ich mich aber doch an dem Loch gestört, besonders da unter der schwarzen Kunststoffoberfläche der weiße Trägerstoff hervorschaute. Was nun tun?
Zum Glück half mir der Zufall weiter. Im Prospekt der Firma „Korrosionsschutz-Depot“ fand ich die Lösung:
Das Produkt beschrieb man mit „Leder und Kunstleder-Reparaturset“ das zur Reparatur von Leder, Kunstleder und elastischen Kunststoffarmaturenbrettern geeignet sein sollte.
Der Preis erschien mir mit 45 DM relativ hoch, so dass ich zuerst zögerte dann aber doch zuschlug.
Verpackung/Inhalt
Als das Packet vor mir lag war ich auf dem ersten Blick relativ enttäuscht. Eine primitive Blisterverpackung in einer Größe von 20*10cm lag vor mir. In der Packung fand ich sieben kleine Kunststoffbehälter mit dem eigentlichen Reparaturkunststoff (in den Farben: weiß, schwarz, blau, grün, rot, gelb, braun) einen kleinen Mixbecher, einen Spatel zum auftragen des Produktes, einen Heizstempel, vier Strukturpapiere zum prägen der Oberfläche, einen Füllstoff zum unterfüttern von gerissenen Leder/Kunstleder und eine englische Bedienungsanleitung mit Mischtabelle.
Anwendung
Die Anwendung ist ganz einfach. Man reinigt die betreffende Stelle mit Spiritus um eventuell haftendes Fett zu entfernen. Falls es um ein Armaturenbrett reparieren möchte, dass mit Kunststoff- bzw. Cockpitspray behandelt wurde, so muss man unbedingt das anhaftende Silikon mit Silikonentferner ablösen. Ansonsten ist die ganze Arbeit umsonst, da der Reparaturkunststoff nicht haftet.
Nach der Reinigung mischt man die entsprechend benötigte Farbe im Mischbecher an. Die einzelnen Farben werden nach Mischtabelle zugegeben, bis der benötigte Farbton erreicht ist. Hier sollte man unbedingt sehr sorgfältig arbeiten, da man sonst später einen Farbunterschied sieht. Wenn man fertig ist sollte man an einer versteckten Stell nochmal die Farbe testen.
Nun beschneidet man eventuell überstehende Teile an der Reparaturstelle. Ehe man die Reparatur beginnt sucht man sich noch das Strukturpapier heraus, dass am Besten zur eigentlichen Narbung der Oberfläche passt.
Jetzt wird das angemischte Kunststoffgemisch in die Reparaturstelle eingefüllt, bis es ganz leicht übersteht. Nun legt man das Strukturpapier auf und sichert es gegen verrutschen. Am besten geht das zu Zweit. Nun kommt der Heizstempel zum Einsatz. Da der Kunststoff ohne Lösemittel auskommt wird er mit Hitze ausgehärtet. Dazu erwärmt man den Stempel. Laut Packung mit einem heißen Bügeleisen auf mittlerer Temperatur. Ich habe es einfach mit dem Feuerzeug ca.20 Sekunden erhitzt :-) . Nun setzt man den heißen Stempel auf und streicht leicht über die Reparaturstelle hin und her. Diesen Vorgang sollte man drei mal wiederholen. Bei meinem ersten Versuch mit einmal erhitzen war die Reparaturmasse nicht durchgehärtet und ich konnte von vorn beginnen!
Nachdem es erkaltet ist kann man nun das Strukturpapier abziehen und sein Werk betrachten! Wenn man sorgfältig gearbeitet hat so kann man die Reparaturstelle kaum noch von der Umgebung unterscheiden. Ich war vom Ergebnis begeistert! Die Farbe war bei mir (schwarz) natürlich passend und die Struktur passte auch ganz gut.
Gehört habe ich, dass man sich eine Strukturnegativ aus Silikon (Baumarkt) selbst herstellen kann. Dazu sprüht man die Stelle, an der man die Struktur abnehmen möchte mit einem Trennmittel ein, trägt dünn die Silikonmasse auf und lässt sie aushärten. Nach dem Abziehen hat sie natürlich genau die Originalnarbung der Oberfläche. Probiert habe ich es selbst nicht aber ich kann es mir ganz gut vorstellen.
Bezugsquellen:
Korrosionsschutz Depot
Lilienst.1
90579 Langenzenn
Tel.:09101/6801
Fax.:09101/6852
www.korrosionsschutz-depot.de
Preis: 2001: 45 DM
Gleiches Produkt gibt es auch als Polsterreparaturset beim gleichen Versender.
oder bei:
ATG-Autozubehör-Teile
Traunsteinerstr.7
83313 Siegsdorf
Tel.:08662-66080
www.atggmbh.com
Preis aktuell: 34,95 Euro allerdings mit deutscher Anleitung.
Fazit:
Nachdem ich die Reparatur vor ca.9 Monaten ausgeführt habe haftet die Reparaturmasse bombenfest im Loch. Farbunterschiede sind kaum feststellbar und wer nicht weiß, das etwas repariert wurde, der sieht es nichteinmal. Das Produkt hat mich voll und ganz überzeugt und der Preis relativiert sich im Vergleich zum Austausch des Teiles auf jeden Fall!
Viel Spaß beim reparieren wünscht Euch: Jörg!
Leider war an der Fahrertür ein großer Riss in der Armauflage. Durch diesen Schönheitsfehler war der Wagen relativ preisgünstig und ich kaufte Ihn trotzdem.
Mit der Zeit habe ich mich aber doch an dem Loch gestört, besonders da unter der schwarzen Kunststoffoberfläche der weiße Trägerstoff hervorschaute. Was nun tun?
Zum Glück half mir der Zufall weiter. Im Prospekt der Firma „Korrosionsschutz-Depot“ fand ich die Lösung:
Das Produkt beschrieb man mit „Leder und Kunstleder-Reparaturset“ das zur Reparatur von Leder, Kunstleder und elastischen Kunststoffarmaturenbrettern geeignet sein sollte.
Der Preis erschien mir mit 45 DM relativ hoch, so dass ich zuerst zögerte dann aber doch zuschlug.
Verpackung/Inhalt
Als das Packet vor mir lag war ich auf dem ersten Blick relativ enttäuscht. Eine primitive Blisterverpackung in einer Größe von 20*10cm lag vor mir. In der Packung fand ich sieben kleine Kunststoffbehälter mit dem eigentlichen Reparaturkunststoff (in den Farben: weiß, schwarz, blau, grün, rot, gelb, braun) einen kleinen Mixbecher, einen Spatel zum auftragen des Produktes, einen Heizstempel, vier Strukturpapiere zum prägen der Oberfläche, einen Füllstoff zum unterfüttern von gerissenen Leder/Kunstleder und eine englische Bedienungsanleitung mit Mischtabelle.
Anwendung
Die Anwendung ist ganz einfach. Man reinigt die betreffende Stelle mit Spiritus um eventuell haftendes Fett zu entfernen. Falls es um ein Armaturenbrett reparieren möchte, dass mit Kunststoff- bzw. Cockpitspray behandelt wurde, so muss man unbedingt das anhaftende Silikon mit Silikonentferner ablösen. Ansonsten ist die ganze Arbeit umsonst, da der Reparaturkunststoff nicht haftet.
Nach der Reinigung mischt man die entsprechend benötigte Farbe im Mischbecher an. Die einzelnen Farben werden nach Mischtabelle zugegeben, bis der benötigte Farbton erreicht ist. Hier sollte man unbedingt sehr sorgfältig arbeiten, da man sonst später einen Farbunterschied sieht. Wenn man fertig ist sollte man an einer versteckten Stell nochmal die Farbe testen.
Nun beschneidet man eventuell überstehende Teile an der Reparaturstelle. Ehe man die Reparatur beginnt sucht man sich noch das Strukturpapier heraus, dass am Besten zur eigentlichen Narbung der Oberfläche passt.
Jetzt wird das angemischte Kunststoffgemisch in die Reparaturstelle eingefüllt, bis es ganz leicht übersteht. Nun legt man das Strukturpapier auf und sichert es gegen verrutschen. Am besten geht das zu Zweit. Nun kommt der Heizstempel zum Einsatz. Da der Kunststoff ohne Lösemittel auskommt wird er mit Hitze ausgehärtet. Dazu erwärmt man den Stempel. Laut Packung mit einem heißen Bügeleisen auf mittlerer Temperatur. Ich habe es einfach mit dem Feuerzeug ca.20 Sekunden erhitzt :-) . Nun setzt man den heißen Stempel auf und streicht leicht über die Reparaturstelle hin und her. Diesen Vorgang sollte man drei mal wiederholen. Bei meinem ersten Versuch mit einmal erhitzen war die Reparaturmasse nicht durchgehärtet und ich konnte von vorn beginnen!
Nachdem es erkaltet ist kann man nun das Strukturpapier abziehen und sein Werk betrachten! Wenn man sorgfältig gearbeitet hat so kann man die Reparaturstelle kaum noch von der Umgebung unterscheiden. Ich war vom Ergebnis begeistert! Die Farbe war bei mir (schwarz) natürlich passend und die Struktur passte auch ganz gut.
Gehört habe ich, dass man sich eine Strukturnegativ aus Silikon (Baumarkt) selbst herstellen kann. Dazu sprüht man die Stelle, an der man die Struktur abnehmen möchte mit einem Trennmittel ein, trägt dünn die Silikonmasse auf und lässt sie aushärten. Nach dem Abziehen hat sie natürlich genau die Originalnarbung der Oberfläche. Probiert habe ich es selbst nicht aber ich kann es mir ganz gut vorstellen.
Bezugsquellen:
Korrosionsschutz Depot
Lilienst.1
90579 Langenzenn
Tel.:09101/6801
Fax.:09101/6852
www.korrosionsschutz-depot.de
Preis: 2001: 45 DM
Gleiches Produkt gibt es auch als Polsterreparaturset beim gleichen Versender.
oder bei:
ATG-Autozubehör-Teile
Traunsteinerstr.7
83313 Siegsdorf
Tel.:08662-66080
www.atggmbh.com
Preis aktuell: 34,95 Euro allerdings mit deutscher Anleitung.
Fazit:
Nachdem ich die Reparatur vor ca.9 Monaten ausgeführt habe haftet die Reparaturmasse bombenfest im Loch. Farbunterschiede sind kaum feststellbar und wer nicht weiß, das etwas repariert wurde, der sieht es nichteinmal. Das Produkt hat mich voll und ganz überzeugt und der Preis relativiert sich im Vergleich zum Austausch des Teiles auf jeden Fall!
Viel Spaß beim reparieren wünscht Euch: Jörg!
15 Bewertungen, 1 Kommentar
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09.06.2002, 19:41 Uhr von Mhkize
Bewertung: sehr hilfreichIch wußte nicht, dass es so etwas gibt.
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